Stammdaten

Register
Amtsgericht Lübeck HRB 3130 RE
Vorher
Blyth HomeScents International GmbH
Eingetragen
12.1.2006
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Holdingfunktion, nämlich die Beteiligung an Gesellschaften und deren Verwaltung sowie die Finanzierung der Gesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Liljeholmes Group ABSWE
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ALG Holding AB
Sweden
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALG Holding GmbH

Glinde

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

I. Grundlagen des Unternehmens

Alleinige Gesellschafterin ist die Liljeholmens Group AB, Malmö, Schweden.

Vertretungsberechtigte Geschäftsführung der ALG Holding GmbH war im Berichtsjahr Frau Anna Lundqvist, Malmö.

In die Konsolidierung wurden nachfolgende Unternehmen einbezogen:

1.)

ALG Holding GmbH, Glinde, Deutschland

2.)

Gies Kerzen GmbH, Glinde, Deutschland

3.)

Adam Gies GmbH, Glinde, Deutschland

4.)

Promol Industria de Velas, S.A., Caldas da Rainha, Portugal

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen und Branchenentwicklung

Das Geschäftsjahr 2023 und die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen waren geprägt von den Folgen der Kriege in der Ukraine und im Mittleren Osten sowie der starken Inflation. Insbesondere die Kriegsauswirkungen rund um das Rote Meer haben in der zweiten Jahreshälfte die Transporte aus Asien erheblich erschwert und verteuert. Rohmaterialien und Fertigprodukte konnten teilweise nur mit erheblicher Verspätung und zu deutlich höherer Kosten importiert werden, da der Schiffverkehr erhebliche Umwege in Kauf nehmen musste.

Die Inflation betrug 2023 lt. Statistischen Bundesamt 5,9 %, wobei entsprechend auf Grundlage der Daten der Behörde der Umsatz im Einzelhandel (Hauptabsatzmarkt für Kerzen) preisbereinigt um 3,1 % gesunken ist.

Das Jahr 2023 war von einer schwierigen Situation des Nonfood-, Bekleidungs- und Dekorationsgeschäftes gezeichnet. Diese machte sich durch verschiedene Insolvenzen und Restrukturierungen im Handel bemerkbar. Durch neue, sehr preisintensive Nonfoodhändler wie die niederländische "Action" Kette, kam es zu erheblichen Verwerfungen in diesem Segment, z. B. im Bereich der Discounter (vgl. Lebensmittelzeitung, Frankfurt, 12.07.204 "Action vs. Lidl", zuletzt abgerufen am 23.09.24).

Basierend auf den Zahlen des Europäischen Kerzenverbandes ECMA ist ein deutlicher Rückgang der Kerzenverkäufe in Deutschland zu beobachten. Im Jahr 2023 sind in Deutschland 163.365 Tonnen Kerzen verkauft worden. Dies entspricht einem Rückgang von 27% gegenüber 2022 (European Candle Manufacturers Association AISBL, Brüssel, 25.07.2024). Der durchschnittliche pro Kopf Verbrauch an Kerzen ist in der EU auf 4,22 € gesunken, dies entspricht einem Minus von 24 %.

Neben der Produktion in Deutschland wird ein Großteil der Kerzen aus Polen und China importiert.

Das Preisniveau für den Hauptrohstoff Paraffin unterlag im Jahresverlauf Schwankungen, ist im Trend jedoch flach geblieben.

2. Geschäftsverlauf

Der Jahresüberschuss der ALG Holding GmbH ist von 1.254 TEUR im Vorjahr auf 620 TEUR gesunken. Der Bilanzverlust sinkt um 620 TEUR auf 2.499 TEUR.

3. Lage

a) Ertragslage

Im Jahr 2023 wurden Umsatzerlöse in Höhe von 32.398 TEUR erzielt, im Jahr 2022 waren es noch 42.122 TEUR.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz reduziert sich zum Vorjahr um 1.511 TEUR auf 4.931 TEUR (Vorjahr: 6.442 TEUR).

Die Vertriebskosten reduzieren sich auf 2.777 TEUR (Vorjahr: 3.114 TEUR).

Die Verwaltungskosten sind um 80 TEUR auf 916 TEUR gesunken (Vorjahr: 996 TEUR).

b) Finanzlage

Kapitalstruktur

Die Eigenkapitalquote ist mit 34,99 % gegenüber dem Vorjahr (23,27 %) deutlich gestiegen.

Investitionen

Investitionen erfolgten im Wesentlichen bei Promol in Portugal in Maschinen und maschinelle Anlagen, in Betriebsausstattungen sowie in EDV-Software.

Liquidität

Im Berichtsjahr ist der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit um 752 TEUR auf 4.804 TEUR gestiegen.

Der Mittelbedarf aus Investitionstätigkeit ist mit 260 TEUR im Vergleich zum Vorjahr um 16 TEUR gestiegen.

Der Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von 3.632 TEUR (Vorjahr: 3.084 TEUR) konnte den Finanzmittelbedarf vollständig decken. Der Finanzmittelbestand wurde insgesamt um 912 TEUR auf 1.833 TEUR erhöht.

c) Vermögenslage

Die Bilanzsumme ist mit 16.492 TEUR gegenüber dem Vorjahr (22.162 TEUR) deutlich gesunken.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit 4.872 TEUR um 696 TEUR gesunken (Vorjahr: 5.568 TEUR).

Die bestehenden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Geschäftsjahr um 2.013 TEUR auf 2.533 TEUR gesunken.

d) Produktion und Beschaffung

Der Anteil der Eigenfertigung im Verhältnis zu externen Beschaffungswegen konnte im Berichtsjahr 2023 weiter erhöht werden. Somit reduzierte sich in dem Geschäftsjahr die Anzahl der europäischen Lieferanten.

Die Importartikel aus Asien befinden sich weiterhin auf Vorjahresniveau. Hierbei handelt es sich überwiegend um Artikel, deren effiziente Produktion in Europa nicht möglich ist (Beispiel: Kuchenkerzen).

e) Finanzielle Leistungsindikatoren

2023 2022
Gesamtleistung TEUR 32.398 42.122
Materialaufwand TEUR 19.353 28.492
von Gesamtleistung % 59,7 67,6
Personalaufwand TEUR 4.195 3.850
von Gesamtleistung % 12,9 9,1
Umsatz je Mitarbeiter TEUR 259 322
EBIT " TEUR 1.441 1.881
von Gesamtleistung % 4,4 4,5
Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit TEUR 4.804 4.052
von Gesamtleistung % 14,8 9,6
Investitionen 2) TEUR 449 275
von den Abschreibungen % 41,6 33,5
Abschreibungen TEUR 1.080 821
Eigenkapital TEUR 5.776 5.156
von Gesamtkapital (Eigenkapitalquote) % 34,9 23,2

1) EBIT: Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern
2) ohne Investitionen in das Finanzanlagevermögen

4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Firmengruppe verfügt über ein hohes Potenzial von Mitarbeitern sowohl in Produktion als auch Vertrieb und Marketing.

III. Prognosebericht

Das Jahr 2023 war von deutlichen Verkaufsrückgängen von Kerzen der Händler an Endkunden geprägt. Dies hat zur Folge, dass die Bestände unserer Kunden zum Jahresbeginn 2024 deutlich höher waren als in der Vergangenheit.

Wir gehen daher bis zum Sommer von einem schwierigen Marktumfeld aus. Dieses Umfeld wird zudem durch stärkere Importe aus China, zuäußerst niedrigen Preisen, verstärkt.

Für das Herbst- und Weihnachtsgeschäft wird von einer Normalisierung auf das "Vor - Corona" Niveau ausgegangen.

Die Gies Kerzen GmbH fungiert als reine Handelsgesellschaft, mit enger Verknüpfung zur Produktionsgesellschaft Promol Industria de Velas S.A., Portugal. Dabei liefert Promol bis zu 80 % der Fertigwaren von Gies. So werden Importe und der Kauf von konzernfremden Fertigprodukten weiter reduziert.

Die Kooperation ist vertieft worden und wird auch im laufenden Geschäftsjahr weiter intensiviert werden. Die Marke Liljeholmens (der Muttergesellschaft) wird ab Sommer 2024 erstmalig als Premium Marke in den deutschen Markt eingeführt und bei ausgewählten Kunden vertrieben.

Die Finanzierung für die Gies Kerzen GmbH erfolgt weiter über den Cash-Pool des Liljeholmens Group AB Konzerns, der mit der Nordea Bank diesen Pool bereitstellt und im Rahmen der Finanzplanung von der Gies Kerzen GmbH die Mittel zur Verfügung stellt.

Bereitgestellte Kreditlinien wurden reduziert und im daraufhin vereinbarten Rahmen eingehalten.

Europaweit ist das Thema der nachhaltigen Rohstoffe für die Kerzenproduktion im Focus. Dies wird durch die "Green Deal" Entscheidungen der Europäischen Union weiter forciert. Ziel ist es, ab 2025 mit der Marke Gies ein Sortiment ausschließlich mit nachhaltigen und umweltfreundlichen Artikeln anzubieten. Bei neuen Produkten unter der Marke Gies wird bereits ab Ende 2024 auf (Palm-)Stearin verzichtet. Stattdessen werden pflanzenbasierte Rohmaterialien (Shea, Rapsöl etc.) eingesetzt. Dabei wird das RAL Gütesiegel und Nordic Swan stets als Qualitätskennzeichen genutzt.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Die Entscheidung des Unternehmens verstärkt auf nachhaltige Artikel aus eigener Produktion zu setzten, erhöht das Risiko ertragsschwache Artikel im Preiseinstiegssegment zu verlieren. Das erste Halbjahr wird außerdem von hohen Beständen der Händler und einer Überkapazität am Markt gekennzeichnet sein.

Importe nach China werden durch subventionierte Rohstoffe das Preisniveau für Kerzen, die Paraffin beinhalten, weiter unter Druck setzen.

2. Chancenbericht

Der Plan für 2024 sieht eine Transformationsphase vom Händler mit Preiseinstiegsartikeln zum Anbieter für nachhaltige, umweltfreundliche Artikel vor.

Durch die veränderte Artikel- und Preisstruktur können die prozentualen Erträge deutlich erhöht werden. In Verbindung mit einer weiteren Verbesserung interner Prozesse und Digitalisierung soll auch bei niedrigeren Umsätzen der Ertrag auch in den Folgejahren gehalten werden.

Bei Promol greifen weitere Optimierungsprozesse, die wiederum zu Kostenreduzierungen und Verbesserungen der Einkaufskonditionen führen. Die Strukturen und Qualitätsprozesse wurden verbessert, die ISO-Zertifizierung erfolgreich umgesetzt.

Die Finanzierung der Unternehmen bleibt durchgehend gesichert.

3. Gesamtaussage

Nach Anpassung der Planung aufgrund der aktuellen Marktentwicklung plant die Gruppe für 2024 einen Umsatz von ca. 17 Mio. EURO und ein ausgeglichenes Ergebnis.

 

Glinde, 14. Juni 2024

ALG Holding GmbH

gez. Anna Lundqvist

Geschäftsführung

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

ALG Holding GmbH, Glinde

AKTIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.047,00 11.629,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 182.232,86 188.279,86 280.806,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 977.651,00 997.163,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.217.423,00 4.093.912,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 96.162,14 41.513,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 230.671,00 4.521.907,14 4.710.187,00 53.018,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 2.774.454,00 4.616.765,00
2. Fertige Erzeugnisse 1.133.565,00 1.345.932,00
3. Waren 2.935.911,61 4.179.649,75
4. Geleistete Anzahlungen 78.590,19 6.922.520,80 168.994,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.184.446,32 4.461.781,59
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 205.964,05 165.844,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände 449.692,78 2.840.103,15 570.654,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.832.867,72 11.595.491,67 920.918,31
C. Rechnungsabgrenzungsposten 104.443,07 191.032,57
D. Aktive latente Steuern 82.256,00 61.829,00
16.492.377,74 22.161.443,96

PASSIVA

Vorjahr
EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 8.250.000,00 8.250.000,00
III. Bilanzverlust -2.498.607,84 5.776.392,16 -3.118.903,46
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 212.748,00 221.372,00
2. Steuerrückstellungen 75.393,00 63.277,00
3. Sonstige Rückstellungen 321.694,71 609.835,71 1.037.761,00
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.872.030,00 5.568.096,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.453.028,77 4.608.344,45
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.533.524,53 4.545.676,90
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.247.566,57 10.106.149,87 960.820,07
16.492.377,74 22.161.443,96

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

ALG Holding GmbH, Glinde

Vorjahr
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 32.398.320,53 42.122.156,60
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -27.467.864,99 -35.679.776,25
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 4.930.455,54 6.442.380,35
4. Vertriebskosten -2.776.595,64 -3.114.233,08
5. Allgemeine Verwaltungskosten -915.516,56 -995.826,86
6. Sonstige betriebliche Erträge 203.059,36 232.403,23
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,00 -684.088,80
8. Operatives Ergebnis (EBIT) 1.441.402,70 1.880.634,84
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 124.335,71 0,00
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -928.287,79 -557.801,20
11. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -17.155,00 -69.227,00
12. Ergebnis nach Steuern 620.295,62 1.253.606,64
13. Jahresüberschuss 620.295,62 1.253.606,64
14. Verlustvortrag -3.118.903,46 -4.372.510,10
15. Bilanzverlust -2.498.607,84 -3.118.903,46

Konzernanhang 2023

ALG Holding GmbH, Glinde

A. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft führt die Firma "ALG Holding GmbH".

Sitz der Gesellschaft ist Glinde.

Die ALG Holding GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Lübeck unter HRB 3130 RE eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Konzernabschluss der ALG Holding GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches erstellt worden.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wurde wie im Vorjahr nach dem Umsatzkostenverfahren gemäß § 275 Absatz 3 HGB erstellt.

C. Konsolidierungskreis

Einbezogen sind:

ALG Holding GmbH, Glinde

(Muttergesellschaft)

Gies Kerzen GmbH, Glinde (ehemals Candlelight Holding GmbH, Glinde)

(100 %-ige Tochtergesellschaft der ALG Holding GmbH)

Adam Gies GmbH, Glinde

(100 %-ige Tochtergesellschaft der Gies Kerzen GmbH)

Promol Industria de Velas, S.A., Caldas da Rainha, Portugal

(100 %-ige Tochtergesellschaft der Gies Kerzen GmbH)

Folgende vollkonsolidierte inländische Tochtergesellschaften nehmen für das Geschäftsjahr 2023 die Befreiungsvorschrift des § 264 Absatz 3 HGB in Anspruch:

Gies Kerzen GmbH, Glinde: Veröffentlichung

D. Konsolidierungsgrundsätze

Der Konzernabschluss wurde, übereinstimmend mit den Bilanzstichtagen sämtlicher einbezogener Unternehmen, gemäß § 299 Absatz 1 HGB auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens zum 31. Dezember 2023 aufgestellt.

Bei der Kapitalkonsolidierung werden die Anschaffungswerte der Beteiligungen mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss verrechnet. Sich ergebende aktivische Unterschiedsbeträge werden in Höhe der enthaltenen stillen Reserven auf das Sachanlagevermögen der einbezogenen Tochterunternehmen verteilt.

Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Gesellschaften werden eliminiert. Die sich ergebenen Zwischenergebnisse werden ebenfalls eliminiert.

Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen ergeben sich zum 31. Dezember 2023 nicht.

E. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt.

Für die Aufstellung des Konzernabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Vom Wahlrecht zur Aktivierung selbstgeschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten, d. h. mit den bei der Entwicklung anfallenden Aufwendungen (§ 255 Absatz 2a HGB); diese entsprechen den Vollkosten (§ 255 Absatz 2 HGB).

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Gegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen bewertet. Die Abschreibung erfolgt nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer des jeweiligen Wirtschaftsgutes. Die Abschreibungen auf Neuzugänge werden linear vorgenommen. Die Abschreibungen auf Altbestände werden planmäßig fortgeführt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden nach den steuerlichen Regeln gemäß § 6 EStG abgeschrieben.

Die Vorräte wurden im Wege der Stichtagsinventur zum 31. Dezember 2023 aufgenommen und durch eine Inventurliste nachgewiesen. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zum niedrigeren Wert aus Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und ihrem Nettoveräußerungswert, d. h. dem im normalen Geschäftsgang erzielbaren Verkaufserlös abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Vertriebskosten.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit dem Nennwert angesetzt. Drohende Ausfallrisiken werden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt. Zinsverluste und das latente Ausfallrisiko werden bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen darüber hinaus durch eine Pauschalwertberichtigung berücksichtigt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten beinhalten Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit danach betreffen.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 2 HGB).

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Absatz 1 Satz 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Absatz 2 Satz 1 HGB).

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgt zum Erfüllungsbetrag. Sofern die Tageswerte über den Rückzahlungsbeträgen liegen, werden die Verbindlichkeiten zum höheren Tageswert angesetzt.

Die Umrechnung von Vermögensgegenständen/Verbindlichkeiten, die auf fremde Währung lauten, erfolgt mit dem Devisenkassamittelkurs gemäß § 256a HGB.

F. Erläuterungen zur konsolidierten Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem als Anlage 4 beigefügten Anlagespiegel zu entnehmen.

Die sich aus der Kapitalkonsolidierung nach der Buchwertmethode auf den Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung ergebenden Unterschiedsbeträge werden dem Sachanlagevermögen zugeschrieben und über die Nutzungsdauer abgeschrieben.

Ausgewiesen werden Entwicklungskosten der Promol Industria de Velas, S.A. Die Position wird ratierlich aufgelöst.

2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
TEUR TEUR
Liljeholmens Stearinfabriks AB 138 129
ASP Holmblad A/S 68 37
206 166

3. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der versicherungsmathematischen Teilwertmethode gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt:

pauschale durchschnittliche Restlaufzeit von 15 Jahren

durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von p.a. 1,83 % (im Vorjahr: von p.a. 1,78 %), der von der Deutschen Bundesbank bekanntgemacht wurde.

Rententrend p.a. 2,00 %

Sterbetafeln nach Dr. Klaus Heubeck "Richttafeln 2018 G"

Aus der Abzinsung der Pensionsrückstellungen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre ergibt sich im Vergleich zur Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 1. Dieser Unterschiedsbetrag (§ 253 Absatz 6 HGB) ist für die Ausschüttung gesperrt.

4. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für nicht in Anspruch genommenen Jahresurlaub, Berufsgenossenschaftsbeiträge und Jahresboni.

5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Stand 31.12.2023 Stand 31.12.2022
TEUR TEUR
Liljeholmens Group AB (vorher ALG AB) 2.534 4.473
Liljeholmens Stearinfabriks AB 0 73
2.534 4.546

6. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten und die Besicherung der Verbindlichkeiten sind im Verbindlichkeitenspiegel im Einzelnen dargestellt.

Verbindlichkeitenspiegel in TEUR:

Laufzeit
Art der Verbindlichkeit bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre Gesamt besichert
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 4.265 607 0 4.872 4.872
(Vorjahr) (4.207) (1.361) (0) (5.568) (5.568)
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.453 0 0 1.453 0
(Vorjahr) (4.608) (0) (0) (4.608) (0)
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.534 0 0 2.534 0
(Vorjahr) (4.546) (0) 0 (4.546) (0)
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1.247 0 0 1.247 0
(Vorjahr) (961) (0) (0) (961) (0)
- davon aus Steuern 242 0 0 242
(Vorjahr) (207) (0) (0) (207)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 346 0 0 346
(Vorjahr) (329) (0) (0) (329)
9.499 607 0 10.106
(14.322) (1.361) (0) (15.683)

7. Latente Steuern

Aktive latente Steuern wurden aus temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz auf Ebene des Einzelabschlusses der Promol Industria de Velas, S.A., gebildet.

Latente Steuern aus Konsolidierungsmaßnahmen gemäß § 306 HGB waren zum 31. Dezember 2023 keine zu bilden.

G. Erläuterung zur konsolidierten Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich geografisch wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Deutschland 22.880 32.157
Übrige Länder 9.518 9.965
32.398 42.122

2. Materialaufwand

Der Materialaufwand gliedert sich gemäß § 275 Absatz 2 Nr. 5 HGB wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19.307 28.426
Aufwendungen für bezogene Leistungen 46 66
19.353 28.492

3. Personalaufwand

Der Personalaufwand gliedert sich gemäß § 275 Absatz 2 Nr. 6 HGB wie folgt:

2023 2022
TEUR TEUR
Löhne und Gehälter 3.547 3.157
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung
davon für Altersversorgung 648 673
4.195 3.830

Im Personalaufwand sind Beträge für Altersversorgung in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 2) enthalten.

4. Zinsaufwendungen

In den Zinsaufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 5) enthalten.

H. Sonstige Angaben

1. Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt

Angestellte 23
Arbeiter 102
125

2. Geschäftsführung

Vertreten wird die Gesellschaft durch die alleinvertretungsberechtigte und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreite Geschäftsführerin Frau Anna Viktoria Lundqvist, Skanör/Schweden.

Die Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung sind gemäß § 286 Absatz 4 HGB unterblieben.

3. Gesellschafterin

Alleinige Gesellschafterin ist die Liljeholmens Group AB, Schweden.

4. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Leasingverträge / Mietverträge

Der Konzern hat diverse Miet- und Leasingverträge für Büro- und Lagerflächen, für technische Anlagen und Maschinen sowie für Betriebs- und Geschäftsausstattung abgeschlossen. Infolge der am Bilanzstichtag bestehenden kurzfristig nicht kündbaren Verträge summieren sich die in den folgenden Jahren zu zahlende Beträge wie folgt:

TEUR
2024 300
2025 235
Folgejahre 124
659

5. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB und § 268 Absatz 7 HGB

Die Muttergesellschaft Liljeholmens Group AB, Malmö, hat zur Konzernfinanzierung einen Kreditvertrag mit der Nordea AB, Malmö, geschlossen.

Die in den Konzernabschluss einbezogene Gies Kerzen GmbH hat für diese Finanzierung Sicherheiten in Form von Zessionen von Forderungen sowie Raumsicherungsübereignungen gestellt.

Verpflichtungen waren nicht zu passivieren, da die zugrundeliegenden Verbindlichkeiten der Kreditnehmer voraussichtlich erfüllt werden können und daher mit einer Inanspruchnahme nicht zu rechnen ist.

Die gestellten Sicherheiten der Gies Kerzen GmbH beziffern sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 6.194.

6. Angabe gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Das Honorar für Abschlussprüfungsleistungen der vollkonsolidierten Konzerngesellschaften sowie des Konzernabschlusses im Geschäftsjahr 2023 beträgt EUR 51.400,00.

 

Glinde, 14. Juni 2024

ALG Holding GmbH

gez. Anna Viktoria Lundqvist, Geschäftsführerin

Entwicklung des Anlagevermögens zum Konzernabschluss 2023

ALG Holding GmbH, Glinde

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge/ Umgliederungen (U) Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 484.027,00 0,00 0,00 484.027,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.287.201,69 26.250,00 0,00 2.313.451,69
2.771.228,69 26.250,00 0,00 2.797.478,69
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.316.055,00 0,00 0,00 7.316.055,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 16.157.905,00 117.342,00 125.063,00 16.150.184,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung 376.067,60 75.176,72 0,00 451.244,32
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 53.018,00 230.671,00 53.018,00 230.671,00
23.903.045,60 423.189,72 178.081,00 24.148.154,32
26.674.274,29 449.439,72 178.081,00 26.945.633,01
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 472.398,00 5.582,00 0,00 477.980,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.006.394,96 124.823,87 0,00 2.131.218,83
2.478.792,96 130.405,87 0,00 2.609.198,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.318.892,00 19.512,00 0,00 6.338.404,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.063.993,00 909.979,00 41.211,00 12.932.761,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung 334.553,68 20.528,50 0,00 355.082,18
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
18.717.438,68 950.019,50 41.211,00 19.626.247,18
21.196.231,64 1.080.425,37 41.211,00 22.235.446,01
Buchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.047,00 11.629,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 182.232,86 280.806,73
188.279,86 292.435,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 977.651,00 997.163,00
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.217.423,00 4.093.912,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-
ausstattung 96.162,14 41.513,92
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 230.671,00 53.018,00
4.521.907,14 5.185.606,92
4.710.187,00 5.478.042,65

Konzern-Kapitalflussrechnung 2023

ALG Holding GmbH, Glinde

2023 2022
TEUR TEUR
Jahresüberschuss/-fehlbetrag 620 1.254
+ Abschreibungen auf das Anlagevermögen 1.081 821
+/- Zunahme/Abnahme der langfristigen Rückstellungen -9 -16
+/- Zunahme/Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen -704 466
+ Abnahme der Kundenforderungen sowie anderer Aktiva 5.814 1.465
+/- Abnahme der Lieferantenverbindlichkeiten sowie anderer Passiva -2.868 -545
+/- Zinsaufwendungen/Zinserträge 878 558
+/- Ertragssteueraufwand/-ertrag 17 69
-/+ Ertragsteuerzahlungen -25 -20
= Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 4.804 4.052
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -26 -125
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -423 -150
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 139 31
+ Erhaltene Zinsen 50 0
= Cashflow aus Investitionstätigkeit -260 -244
+ Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten -2.708 -2.531
+ Einlage der Gesellschafterin 0 0
- Gezahlten Zinsen -924 -553
= Cashflow aus Finanzierungstätigkeit -3.632 -3.084
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 912 724
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 921 197
= Finanzmittelfond am Ende der Periode 1.833 921

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2023

ALG Holding GmbH, Glinde

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Summe Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2022 5.156.096,54 25.000,00 8.250.000,00 -3.118.903,46
Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss 620.295,62 0,00 0,00 620.295,62
Stand 31.12.2023 5.776.392,16 25.000,00 8.250.000,00 -2.498.607,84
Eigenkapital des Mutterunternehmens
Summe Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gewinnvortrag/ Verlustvortrag
EUR EUR EUR EUR
Stand 31.12.2021 3.902.489,90 25.000,00 8.250.000,00 -4.372.510,10
Veränderungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Jahresüberschuss 1.253.606,64 0,00 0,00 1.253.606,64
Stand 31.12.2022 5.156.096,54 25.000,00 8.250.000,00 -3.118.903,46

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ALG Holding GmbH, Glinde

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der ALG Holding GmbH, Glinde, und ihrer Tochtergesellschaften - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31.12.2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der ALG Holding GmbH, Glinde, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Die Erklärung zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (nichtfinanzielle Berichterstattung) haben wir (als lageberichtstypische Angaben) in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31.12.2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zu den nichtfinanziellen Leistungsindikatoren als lageberichtstypische Angaben.

Gemäß § 322 Absatz 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern den nicht tatsächlichen oder rechtlichen Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Fulda, den 14. Juni 2024

Muth & Co. GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Bug, Wirtschaftsprüfer

Ralf Kammer, Wirtschaftsprüfer

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