Stammdaten

Register
Amtsgericht Traunstein HRB 4923
Vorher
MEDI Kabelhandels GmbH
Eingetragen
8.4.1987
Branche
Herstellung von elektrischem InstallationsmaterialHerstellung von sonstigen elektronischen und elektrischen Drähten und KabelnHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Beschaffung, Lagerung und Veräußerung von Kabeln und technischem Zubehör aller Art sowie die Forschung und Entwicklung von elektrotechnischen Artikeln jeder Art und deren Verkauf

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Markus Kep
seit 30.12.2013
Geschäftsführer
Johann-Peter Zacherl
seit 11.4.2001
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (3)

NameAnteil
Susanne Bensaid
50.00%
40.00%

Gesellschafter

3 Gesellschafter

GmbH-Struktur

2 von 3 angezeigt

Susanne Bensaid
Bergisch-Gladbach
500.000 DM
50.00%
Waldkraiburg
400.000 DM
40.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MEDI Kabel GmbH

Waldkraiburg

Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023

MEDI KABEL GMBH, WALDKRAIBURG
LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEIN

MEDI Kabel GmbH gehört zu den führenden Handelshäusern in Deutschland für Litzen, Kabel und Sonderleitungen. Das Unternehmen beliefert weltweit Kunden sowohl mit Standard- als auch mit Sonderleitungen und unterstützt dabei seine Kunden von der Entwicklungsphase bis hin zur Serienlieferung. Der Sitz des Unternehmens ist in 84478 Waldkraiburg.

II. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschl. des Geschäftsergebnisses

1. Entwicklung von Branche und Gesamtwirtschaft

"Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. "Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken", sagte Ruth Brand bei der Pressekonferenz "Bruttoinlandsprodukt 2023 für Deutschland" in Berlin. "Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort", so Brand weiter. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Die Bruttowertschöpfung im Produzierenden Gewerbe ging zurück, die meisten Dienstleistungsbereiche stützten die Wirtschaft

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief im Jahr 2023 in den einzelnen Wirtschaftsbereichen unterschiedlich: Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um 2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls im Minus (0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe (-1,0 %) zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Insgesamt ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %)." 

(Destatis, Pressemitteilung Nr. 019 vom 15.01.2024, https://www.destatis.de)

MEDI Kabel GmbH konnte die gute Umsatzsituation im Vorjahr weder im Auftragseingang noch bei den Umsatzzahlen im Geschäftsjahr 2023 erreichen. Insgesamt musste das Unternehmen in beiden Punkten einen Rückgang hinnehmen.

Der maßgebliche Index für Polymerpreise der Kunststoffindustrie 'Plastixx' verzeichnete 2023 eine Reduzierung im mittleren Indexwert von -19,9 % gegenüber dem Vorjahr. Damit reduzierte sich die Preisentwicklung aus 2021 und 2022 deutlich, diese hatte im Vorjahr noch einen Zuwachs von 9,3 % betragen. Die Reduzierung von Kunststoffpreisen hatte Auswirkungen auf die Preisstellung der meisten Hersteller von Kabelprodukten und damit auch Auswirkungen auf die Beschaffungspreise auf dem Kabelmarkt. Einige Hersteller von Kabelprodukten konnten die Herstellungskosten wieder reduzieren. 

Die MEDI Kabel GmbH konnte trotzdem in 2023 ein gutes Branchenergebnis erzielen. Die bestehenden Bevorratungs- und Logistikkonzepte, der hohe Servicegrad und die gute Verfügbarkeiten von Standardprodukten halfen dem Unternehmen ein gutes Ergebnis für 2023 zu erreichen. Das Unternehmensziel, eine Umsatzkonsolidierung zum Vorjahr konnte jedoch nicht erreicht werden. 

Der Gesamtauftragsbestand im Jahresmittelwert hatte sich gegenüber dem Vorjahr in 2023 noch mal deutlich reduziert. Ausschlaggebend hierfür waren die normalisierten Lieferzeiten der Kabelhersteller, deutlich schnelleren Lieferzeiten der Medi Kabel GmbH und verbesserten Verfügbarkeiten der Medi Kabel GmbH. Zusätzlich senkte die abschwächende Nachfrage den Auftragsbestand maßgeblich. 

2. Geschäftsergebnis

MEDI Kabel GmbH konnte die Umsätze gegenüber 2022 im In- und Ausland nicht steigern. Gründe hierfür lagen in der schwächeren Nachfrage an Kabelprodukten im gesamten Elektronikbereich gegenüber 2022 in ganz Europa. Durch die weltweite Corona-Pandemie stiegen die Konsumbedarfe privater Haushalte und die Nachfrage insgesamt an elektrotechnischen Geräten in vielen Branchen in 2022 extrem. 2023 waren die Lager der Hersteller und Produzenten gefüllt bei rückläufiger Nachfrage. Das Ergebnis ist eine deutlich geringere Absatzmenge in 2023. Auch das Exportergebnis von 2022 konnte, wie in ganz Deutschland, nicht erreicht werden. Das konnten auch die 194 Neukunden mit ersten Umsätzen in 2023 nicht auffangen. Neuentwicklungen und auch neue Projekte wurden wieder angestoßen, haben aber noch nicht die Entwicklungsgeschwindigkeit von vor der Corona-Pandemie erreicht. Auf Basis CU 150 betrug das Umsatzminus zum Vorjahr rund 12 %. Die Umsatzentwicklung im europäischen Ausland entsprach mit 36 % am Gesamtumsatz wieder ähnlich dem des Vorjahres (Vj: 35 %).

Das operative Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 1.053 von T€ 5.632 auf T€ 4.579 gesunken und bewegt sich damit weiterhin im mittleren Branchendurchschnitt.

Die Quartalsumsätze bewegten sich in 2023 zum Jahresende hin rückläufig. Im 1. Quartal lag das Umsatzminus gegenüber dem Vorjahr bei -5 %, im 2. Quartal bei -11 %, im 3. Quartal bei -20 % und im 4. Quartal bei -29 %. Auf das gesamte Jahr gesehen lag die Umsatzreduzierung bei -15 % inkl. Cu gegenüber dem Vorjahr. Auf Cu Basis 150 bei -12 %. Zurückzuführen sind die gesunkenen Quartalsumsätze auf die europaweit rückläufige Konjunktur.

3. Lager, Logistik und Beschaffung

Die Gesellschaft war weiterhin in den Bereichen Handel/Distribution von Kabeln und Leitungen aller Art tätig. Die Organisation ist in die Bereiche Verkauf, Export, Qualitätssicherung, Qualitätsmanagement, technischer Support, Einkauf, Logistik, Auftragsvorbereitung, Auftragserfassung, Personalwesen und Lagerverwaltung unterteilt. Diese Bereiche sind direkt der Geschäftsleitung unterstellt. Die Bereiche IT, Marketing und Buchhaltung sind ausgegliedert.

Das Warenaufkommen, sowie die Warenumschläge insgesamt konnten mit den vorhandenen Personalkapazität im Lager- und Logistikbereich konnte sehr gut bewältigt werden.

Das Niveau von Durchlaufzeiten und Auslastungsgrade war ebenso rückläufig. Die nationalen Speditionsversendungsgewichte sind in 2023 um 20 % gesunken. Die Anzahl der Pakete ist gegenüber 2022 um 22 % gesunken.

Die bereits angestoßenen Planungen für eine Erweiterung der Logistikflächen werden vorerst nicht weiterverfolgt. Derzeit reichen die bestehenden Flächen für die Bewältigung des Warenvolumens und die Büroflächen für die Verwaltung der Organisation aus. 

Zusätzlich zu den Flächen auf dem eigenen Gelände wurde bereits in 2021 eine weitere Lagerhalle zur Lagerung und Kommissionierung im benachbarten Industriegebiet angemietet. Weitere Lagerflächen stehen bei einem Hauptspediteur des Unternehmens zur Verfügung. 

4. Personaleinsatz

Das Unternehmen beschäftigte zum 31.12.2023 110 Mitarbeiter, welche sich wie folgt aufteilen: 63 Verwaltungsangestellte, 47 gewerbliche Mitarbeiter. Davon sind 7 Auszubildende und 2 Geschäftsführer.

5. Investitionen und Finanzierung

In 2023 wurden in weitere Betriebsmittel für eine Verbesserung der innerbetrieblichen Kommunikation und IT-Systeme (z.B. neue Firewall) investiert. Hier wurde beispielsweise ein Videokonferenzsystem und mobile Arbeits-PCs beschafft. Zusätzlich würde eine Vielzahl neuer Büromöbel angeschafft (z.B. höhenverstellbare Schreibtische). Mittlerweile hat jeder Mitarbeiter im Verwaltungsbereich der MEDI Kabel GmbH die Möglichkeit mobil zu arbeiten. Außerdem wurden umfangreiche Programmerweiterungen des ERP-Systems beauftragt. Eine Internetpräsenz würde für den jungen Absatzbereich 'Multimediakabel', der unter dem Markennamen 'Perivox' am Markt auftritt, eingerichtet. 6 Wallboxen stehen seit diesem Geschäftsjahr für die Ladung elektrischer Betriebsfahrzeuge zur Verfügung. Diverse Schulungsmaßnahmen zur Steigerung der Fachkompetenz und intensive Schulungsmaßnahmen jedes einzelnen Mitarbeiters zum Schutz vor Cyberkriminalität wurden durchgeführt. Ein 22 KW Speicher zur Steigerung der Nachhaltigkeit wurde angeschafft.

Alle Investitionen wurden aus dem laufenden Cash-Flow finanziert. Das Betriebsgebäude ist gemietet. Der Warenbestand ist nicht fremdfinanziert und lag zum Stichtag am 31.12.2023 bei T€ 11.205.

6. Wichtige Entwicklungen

Die zum 01.01.2020 ausgegliederten Bereiche IT, Marketing, sowie Lohnbuchhaltung in die MSB Service GmbH & Co.KG haben sich weiterhin als problemlos dargestellt.

Trotz rückläufiger Auftragslage in 2023 hat sich Geschäftsleitung für den weiteren Ausbau von Personalstellen entschieden.

Insgesamt wurden 11 neue Mitarbeiter eingestellt. 6 davon in Vollzeit, 1 in Teilzeit und 4 neue Auszubildende.

Die Quartalsergebnisse im Umsatz haben sind im zweitstelligen Prozentbereich reduziert. Die Liefersituation konnte durch die Reduzierung der Herstellerlieferzeiten gegenüber dem Vorjahr stark verbessert werden. Der Lagerbestand an Standardprodukten konnte wieder aufgefüllt werden, so dass es nur vereinzelt zu Lieferschwierigkeiten in diesem Bereich kam. Auch im Sonderleitungsbereich waren die Lieferzeiten rückläufig, so dass sich die Verfügbarkeiten von kundenspeziellen Produkten auch stark verbessert haben. 

Hersteller reduzierten teilweise Ihre Verkaufspreise, jedoch konnten nicht alle Hersteller auf Grund der hohen Energie- und Personalkosten eine Preisreduzierung umsetzen. Lieferseitige Preisreduzierungen hat die MEDI-Kabel auch an ihre Kunden weitergegeben. 

Der Auftragseingang inkl. Kupfer lag deutlich unter dem des Vorjahres (-31%), Gründe für die drastische Reduzierung liegt jedoch an den deutlich gesunkenen Lieferzeiten der Hersteller und guten Verfügbarkeiten der meisten Produktfamilien des Unternehmens selbst.

Die Lagerbestände und damit Kapitalbindung zum 31.12. sind jedoch annähernd gleich zum Vorjahr geblieben.

Der Kupferpreis bewegte sich im Jahr 2023 im Schnitt bei 818 Euro je 100 kg und war damit im Durchschnitt knapp 42 Euro je 100 kg niedriger als im Vorjahr. 

Die eigenen Löhne und Gehälter wurden zum 01.01.2023 um 4,2% erhöht. Jeder Vollzeitmitarbeiter hat eine Inflationsausgleichsprämie in Höhe von 1500 Euro erhalten, Teilzeitmitarbeiter anteilig.

MEDI Kabel wird auch weiterhin das Distributionsgeschäft mit Herstellern qualitativ hoch-wertiger Produkte vorantreiben.

In 2023 wurden Volumen der Standardprodukte auf weitere Lieferanten aufgeteilt, um die Unabhängigkeit zu einzelnen Herstellern zu reduzieren. Lagerbestände einzelner Produktfamilien wurden erhöht um die Verfügbarkeiten zu steigern.

Zum 31.12.2023 wurde die Beteiligung an der BYK Bayern Kabel GmbH in Grafenau aus strategischen Gründen aufgelöst.

Das webbasierte Kundeninformationssystem (MEDI-KIS) ist online gegangen. Kunden haben nun die Möglichkeit Preise und auch Lagerbestände online abzufragen.

III. DARSTELLUNG DER LAGE

1. Ertragslage

Die Umsatzerlöse im Berichtsjahr sind im Vergleich zum Vorjahr um 7,8 Mio.€ gesunken. Es konnte ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit von T€ 4.661 erzielt werden.

Beim Export in die europäischen Nachbarländer und weltweitem Versand konnten der Anteil der materialneutralen Umsätze (CU 150) bei 40 % gehalten werden.

Die Personalkosten erhöhten sich in 2023 um 11 % gegenüber dem Vorjahr. Grund für die Kostensteigerung waren Lohnanpassungen und Mitarbeiterzuwächse.

Die Kosten der Ausgangsfrachten reduzierten sich um knapp 12% und lagen gemessen am Umsatzvolumen in 2023 bei 2,5 % (Vj: 2,4 %).

Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 7.778 TEUR auf 42.410 TEUR reduziert.

Im Geschäftsjahr 2023 wurde für den Firmenerfolg in 2022 eine Erfolgsprämie an alle Mitarbeiter ausbezahlt. Langfristige, personelle Ausfälle gab es nur vereinzelt.

2. Finanzlage

Die MEDI Kabel GmbH verfügt über eine solide finanzielle Ausstattung. Das Eigenkapital beträgt T€ 20.261 (Vj.: T€ 17.591). Die Eigenkapitalquote betrug zum 31.12.2023 rund 85 % (Vj.: 81 %).

Das Fremdkapital beläuft sich auf T€ 3.614 (rd. 15 %) im Vergleich zum Vorjahr von T€ 4.223 (rd. 19 %).

Die Rückstellungen sind auf T€ 1.616 gestiegen. Es sind Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten i. H. v. 353 TEUR enthalten. Das restliche Fremdkapital ist grundsätzlich als kurzfristig anzusehen.

Die liquiden Mittel sind stichtagsbezogen im abgelaufenen Wirtschaftsjahr auf T€ 6.170 gestiegen (Vj.: 3.568). Warenkreditausfälle sind über die R+V-Versicherungsgruppe abgedeckt.

Die Liquidität 2. Grades beträgt im Berichtsjahr 346,42 %. Dies bedeutet, dass die Gesellschaft in der Lage ist, die kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten mit kurzfristig verfügbaren Mitteln zu tilgen.

Die Ausleihungen an Finanzanlagen betreffen ein Annuitätendarlehen i. H. von 105 T €. Zusätzlich besteht ein Darlehen gegenüber dem Vermieter des Betriebsgebäudes, welches zur Finanzierung der Wirkungsstätte in Waldkraiburg dient. 

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2.061 auf T€ 23.875. Der Buchwert der Sachanlagen ist gegenüber dem Vorjahr um T€ 10 auf T€ 793 gestiegen.

Die vorgenommenen Abschreibungen betragen im Berichtsjahr T€ 252. Demgegenüber stehen Investitionen i. H. v. T€ 222. Das Anlagevermögen macht 18,40 % der Bilanzsumme aus.

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um T€ 2.380 auf T€ 19.464 (Vj.: T€ 17.084).

Der Wert der Vorräte ist zum Bilanzstichtag um T€ 108 auf T€ 11.205 gesunken.

Die Vorräte sollen in 2022 zunächst auf ähnlich hohem Niveau gehalten werden, so dass mit einem weiteren Zuwachs der liquiden Mittel in 2023 gerechnet werden kann.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich auf T€ 2.089. Die Gesellschaft verfügt über eine gute Kapitalausstattung und kann weiterhin ohne Fremdkapital das Handelsgeschäft fortführen.

IV. VORAUSSICHTLICHE ENTWICKLUNG MIT HINWEISEN AUF WESENTLICHE CHANCEN UND RISIKEN DER KÜNFTIGEN ENTWICKLUNG

1. Risikobericht

Gesamtwirtschaftliche Risiken

Die gesamtwirtschaftliche Risikolage im Geschäftsjahr 2023 war rückwirkend betrachtet immer noch als hoch einzustufen. Der Markt schwächte sich überdurchschnittlich ab, die Nachfrage in der Elektronikindustrie reduzierte sich stark. Es ist mit weiteren Rückgängen zu rechnen. Die schlechte wirtschaftspolitische Ausrichtung der Ampel-Regierung sorgt bereits in 2023 für eine zunehmende Unattraktivität für Investoren in Deutschland. Hohe Personalkosten, hoher bürokratischer Aufwand und Beschränkungen reduzieren die Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands massiv. Die planlose Energiepolitik der Bundesregierung führt zu Abwanderung von Unternehmen und Wohlstandsverlust. Die Voraussetzungen für ein erfolgreiches Wachstum der Unternehmen in Deutschland war noch nie so gefährdet wie derzeit.

Zusätzlich erschwerte der Russland-Ukraine Konflikt, die drohende Abkehr der USA als Partner Europas und die schwierige Beziehung zu China die wirtschaftlichen Wachstumschancen für Deutschland und Europa.

Die Preisschwankungen der vergangenen Jahre konnten wieder normalisiert werden. Durch Steigerung der Teuerungsrate verlangsamte sich jedoch das Konsumverhalten der Verbraucher. Die Nachfragen an Güter und Produkte aus der Elektronikindustrie brach ein.

"Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich eingetrübt. Der ifo Geschäftsklimaindex ist im Dezember auf 86,4 Punkte gefallen, nach 87,2 Punkten (saisonbereinigt korrigiert) im November. Die Stimmung unter den Unternehmen hat sich eingetrübt. Die Unternehmen waren weniger zufrieden mit den laufenden Geschäften. Zudem blickten sie skeptischer auf das erste Halbjahr 2024. Die Konjunktur bleibt auch in der Weihnachtszeit schwach."

(ifo, ifo Geschäftsklimaindex gefallen (Dezember 2023), https://www.ifo.de/node/79338)

Branchen- und Vertriebsrisiken

Trotz der gesamtwirtschaftlichen Risiken der Elektronikindustrie und hohen Rückgänge der Auftragslage konnte die MEDI-Kabel GmbH in 2023 ein zufriedenstellendes Umsatzergebnis erreichen. Der Gesamtauftragsbestand entsprach im Mittel aber nur 69 % des Vorjahres. Die Umsatzzahlen lagen um 15 % unter denen des Vorjahrs (inkl. Kupfer).

Nur einzelne Bereiche in der Elektronikbranche profitierten nach wie vor von Nachholbedarfen privater Konsumenten und einer guten Exportquote, allerdings reduzierte sich die Nachfrage zum Ende des Jahres erneut. 

Die Rohstoffverknappungen gabs es am Markt nur vereinzelt, andernfalls gab es auch nur vereinzelt Versorgungsproblem, ausgelöst z.B. durch Stoffverbote der EU. Die Fertigungskapazitäten einiger Hersteller waren zum Ende des Geschäftsjahrs nur teilweise ausgelastet.

Größere Ausfälle oder Personalengpässe traten bei MEDI Kabel glücklicherweise nicht auf.

MEDI Kabel bedient mit seiner breiten Produktpalette eine Vielzahl an unterschiedlichsten Branchen und Märkte. Zusätzlich bedient MEDI Kabel eine Vielzahl an Kunden in ganz Europa mit teilweise geringen Losgrößen. Mit dieser Vielzahl an Produkten und auch Kunden, wird das Risiko wirtschaftlicher Einbrüche einzelner Branchen und auch der Schaden durch den Verlust einzelner Kunden extrem gesenkt. Auf Grund dieser Tatsachen wird es dem Unternehmen trotz aller Risiken auch weiterhin gelingen ein positives Geschäftsergebnis zu erzielen.

Weitere Vertriebsrisiken bestehen derzeit bei langfristigen Kundenvereinbarungen. Durch die schwankenden und sich meist reduzierenden Abnahmemengen des Marktes stellen langfristige Kundenverträge ein Risiko dar.

Beschaffungsmarktrisiken

Die verfügbaren Lagerbestände für kundenspezielle Produkte wurden aufgrund der undurchsichtigen Versorgungslange des Vorjahres hochgehalten, fließen aber laufend ab. 

Die Kupfernotierung lag im Mittel in 2023 deutlich etwas unter dem Vorjahreskurs bei 818 Euro/100kg. Ein Abwertungsrisiko für Vorräte würde bei einem Kupferpreisverfall durch geringe Nachfrage entstehen. Langfristig rechnet der Markt jedoch mit einer Erhöhung der Kupfernotierung auf Grund der anhaltend hohen Nachfrage an Kupfer für die Energiewende.

Ein hohes Risiko auf Grund von Abhängigkeiten zu einzelnen Herstellern ist weiterhin nur bedingt gegeben. Für die meisten Standardprodukte gibt es Second-Source-Lösungen, so dass ein Ausfallrisiko unwahrscheinlich ist und es nur vereinzelt Abhängigkeiten von bestimmten Produktgruppen zu Herstellern gibt. Es bestehen mit allen Hauptlieferanten Liefer- und Qualitätssicherungsvereinbarungen. Bei der jährlichen Lieferantenbeurteilung bzw. beim monatlichen Lieferanten Monitoring werden Hersteller mit unzureichendem Ergebnis ausgemustert oder zur Nachbesserung bewegt.

Rahmenkontrakte, Reservierung von Fertigungskapazitäten und vorausschauende Bestelldisposition sollen Spitzenbedarfe abdecken.

Lieferzeitenprobleme konnten in 2023 auf Grund der freien Fertigungskapazitäten der Hersteller nahezu ausgeschlossen werden.

Transportkosten sind zusätzlich durch die Anhebung der Mautgebühren leicht gestiegen und auch zukünftig wird mit einer Erhöhung zu rechnen sein. Die Kosten für Transporte aus Asien haben sich grundsätzlich in 2023 normalisiert, jedoch stiegen die Kosten und auch Transportzeiten auf Grund der Angriffe der Huthi-Rebellen im Roten Meer auf Transportschiffe leicht an.

Die Abhängigkeit zu Energieversorgern ist bei MEDI-Kabel kalkulierbar. Die Grundwasser-Wärmepumpe zur Warmwassergewinnung benötigt lediglich Strom, der zu 41 % erzeugt wird. Stromlieferverträge wurden langfristig geschlossen. Eine Abhängigkeit zu Gas oder Öl ist nicht gegeben.

Personalrisiken

Neue Facharbeiter sind mittlerweile schwer zu rekrutieren, hier muss sich die MEDI Kabel mit der starken Industrie der Region messen. Zusätzlich sind auch die Lohnkosten für Neueinstellungen deutlich gestiegen, was die Findung neuer Mitarbeiter zusätzlich erschwert und auch ein erhebliches Risiko für die Besetzung benötigter Stellen bedeutet. 

Derzeit ist die Personalkraft der Medi Kabel GmbH ausreichend besetzt. Das Unternehmen hat seit Jahrzenten kaum Fluktuation, für Mitarbeiter die in Renten gehen wird frühzeitig eine Nachfolgeregelung geschaffen.

Das Unternehmen setzt auch weiterhin auf eigene Ausbildung um zukünftige Fachstellen zu besetzen. 

Ausfallwahrscheinlichkeiten bzw. Personalengpässe durch fehlendes Personal sind höchsten punktuell zu erwarten. Für alle Bereiche gibt es Vertretungsregelungen und Notfallpläne.

Eine Übernahme der Personalkosten bei Betriebsstillstand kann aus heutiger Sicht für einen Zeitraum von min. 6 Monaten gewährleistet werden. 

Finanzierungs- und Liquiditätsrisiken

Die Investitions- und Liquiditätsplanung, sowie Budgetplanung werden laufend überwacht, bei Bedarf angepasst und bei Abweichungen wird gestaltend eingegriffen. Die Vorräte sind aus eigenen Mitteln finanziert, bestehende Darlehen sind konservativ finanziert und werden konsequent getilgt, getätigte Finanzanlagen beeinflussen die Liquidität des Unternehmens nicht. Es stehen genügend Eigenmittel zur Verfügung, um das Produktsortiment zu erweitern oder außerordentliche Investitionen zu tätigen. Zudem wurden entsprechende Kreditlinien eingeräumt.

Engpässe in der Liquidität sieht die Geschäftsleitung derzeit nicht.

Umwelt

Umweltrisiken sind nicht bekannt.

Risikomanagement

Hohes Risiko besteht für alle Unternehmen weiterhin in Cyber-Attacken. Hier wird laufend geprüft, ob Sicherheitslücken bestehen und Mitarbeiter sensibilisiert, sowie die neuesten Software Versionen installiert. Es bestehet eine Versicherung bei Betriebsausfall durch einen Cyberangriff. In 2023 wurden zusätzliche umfangreiche Maßnahmen durchgeführt, um die Mitarbeiter fortlaufend durch Schulungsmaßnahmen weiter zu sensibilisieren.

Das Risikomanagementsystem wird weiterhin durchgeführt und aktuellen Compliance-Themen nimmt die Geschäftsleitung ständig auf den Prüfstand. Weiterhin besteht ein umfangreicher Versicherungsschutz für Forderungsausfälle. Alle Bestands- und Neukunden werden nur nach Überprüfung durch einen Kreditversicherer beliefert und der Versicherungsschutz bei Forderungsausfall laufend überwacht. Damit wird ein hohes Ausfallrisiko stark minimiert. Weiterhin besteht eine umfangreiche Produkthaftversicherung für Produkt- und Personenschäden, sowie eine Versicherung für Produktrückrufe. Lieferungen in Länder der US-Territorien sind weiterhin separat abgesichert.

Das Qualitätsmanagement prüft jährlich verschiedene Unternehmensbereiche und erstellt hierzu entsprechende Risikoanalysen. In Maßnahmenplänen werden diese in Zusammenarbeit mit der Geschäftsleitung ausgewertet und Lösungen zur Minimierung von Risiken erarbeitet.

Das zuständige Team für Arbeitssicherheit veranlasst in Zusammenarbeit mit der externen Fachkraft für Arbeitssicherheit, dem Betriebsarzt und der Geschäftsleitung jährliche Gefährdungsbeurteilungen, um das Risiko von Arbeitsunfällen auszuschließen. Zusätzlich werden ständig Maßnahmen durchgeführt, damit auch langfristige Gefährdungen oder Erkrankungen der Mitarbeiter weitgehend ausgeschlossen werden.

2. Chancen

Für 2023 wurde eine leichte Abschwächung der Umsatzzahlen und auch Ertragslage prognostiziert.

In 2023 konnte das Wachstum Potenzial im europäischen Ausland nicht weiter gesteigert werden, trotzdem sieht die Geschäftsleitung im Ausland große Chancen für eine Steigerung des Umsatzes in den nächsten Jahren. Das Geschäft mit Bestandskunden zeigt eine wachsende Kontinuität und ist weiterhin ausbaufähig. Neukundengeschäfte sieht die Verkaufsleitung als gute Chance die Verkaufszahlen weiter zu steigern. In 2023 wurden zahlreiche Neukunden (194) mit einem ersten Umsatz bedient.

Weiterhin sieht die Firma große Entwicklungschancen im Projektgeschäft mit Endkunden. Ziel ist es mit OEMs, Geräte- und Maschinenproduzenten Produkte technisch zu spezifizieren und über deren Konfektionäre verarbeiten zu lassen. Für diese Key-Account und Projektarbeit sollen weitere Mitarbeiter qualifiziert werden.

Als Alleinstellungsmerkmal bietet MEDI Kabel auch weiterhin kleine bis mittlere Mengen auf kundenindividuelle Aufmachungen an. Dies stellt am Markt sicherlich ein Alleinstellungmerkmal in Menge und Vielfalt dar.

Zusätzlich biete die Möglichkeit einer Bevorratung von Produkten erhöhte Verkaufschancen. In 2023 wurde die Verfügbarkeit von Standard - und auch Lagerprodukten gehalten, was die Verkaufschancen weiter hochhalten soll.

3. Prognosebericht

Gesamtwirtschaftliche Lage und Branchenumfeld

"Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Geschäftsklimaindex merklich gefallen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Geschäftslage deutlich schlechter. Auch bei den Erwartungen nahm der Pessimismus wieder zu. Insbesondere energieintensive Branchen tun sich schwer. Der Auftragsbestand ist insgesamt weiter rückläufig.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Geschäftsklima leicht verbessert. Die Dienstleister zeigten sich zufriedener mit den laufenden Geschäften. Zudem berichteten sie von weniger Skepsis bei den Aussichten für das kommende Halbjahr. In der Gastronomie hat sich die Geschäftslage verbessert. Die Erwartungen sind jedoch abgestürzt.

Im Handel hat das Geschäftsklima einen Rückschlag erlitten. Die Unternehmen beurteilten die aktuelle Lage merklich schlechter. Auch ihre Erwartungen trübten sich ein. Das Weihnachtsgeschäft im Einzelhandel verläuft enttäuschend.

Im Bauhauptgewerbe ist der Geschäftsklimaindikator auf den niedrigsten Wert seit September 2005 gefallen. Die Firmen beurteilten ihre aktuelle Lage schlechter. Zudem geht etwa jedes zweite Unternehmen von einer weiteren Eintrübung der Geschäfte in den kommenden Monaten aus."

(ifo, ifo Geschäftsklimaindex gefallen (Dezember 2023), https://www.ifo.de/node/79338)

Chart

Voraussichtliche Entwicklung für das kommende Geschäftsjahr

Die Auftragseingänge im ersten noch jungen Quartal 2024 sind weiter rückläufig und liegen im zweitstelligen Prozentbereich unter denen des Vorjahres. Dies ist durch eine rückläufige Auftragslage zu erklären. Die Umsätze im 1. Quartal gegenüber dem Vorjahr sind ebenso weiterhin rückläufig. Wie lange dieser Trend anhalten wird ist jedoch auf Grund einer verunsicherten Marktlage, sowie anhaltender Rezession und Folgen des Ukrainekriegs mit Russland und den damit verbundenen Folgen schwer absehbar. Vor allem werden die Auswirkungen der künftigen Energieversorgung Deutschlands entscheidend für die weitere wirtschaftliche Entwicklung der Kabelhersteller sein.

Die Geschäftsleitung prognostiziert deshalb für das Geschäftsjahr 2023 eine weiter Abschwächung der Umsatzzahlen und auch Ertragslage.

Die Personalstärke in 2024 wird unverändert bleiben. Die Personalkosten werden sich aufgrund einer Lohnsteigerung, Inflationsausgleichsprämie und einem Jahresbonus für alle Mitarbeiter um ca. 4 % in 2024 im direkten Vergleich erhöhen.

Preisentwicklung wird für 2024 wird als rückläufig eingestuft. Hier ist MEDI Kabel jedoch in starker Abhängigkeit zum Beschaffungsmarkt und auch Wettbewerb.

Messeauftritte werden zukünftig nur noch in abgeschwächter Form stattfinden und durch alternative Marketingaktivitäten ersetzt werden. Online Meetings mit Kunden sind an der Tagesordnung und lösen einen Teil der Außendiensttätigkeit ab. Der Webauftritt im Bereich 'Multimediakabel' soll in 2024 erweitert werden. Das bestehende Auskunftsportal MEDI-KIS soll erweitert werden. 

Die Materialeinsatzquote in 2023 betrug durchschnittlich 72 % (Vj: 71 %). Langfristiges Ziel ist eine Senkung der Quote auf unter 70% durch strategische Einkaufsmaßnahmen und die Erschließung von neuen europäischen, sowie internationalen Lieferquellen.

Die MEDI Kabel hat nach Abwägung aller Chancen und Risiken trotz der schwierigen Voraussetzungen gute Chancen für ein positives Betriebsergebnis in 2024. Es gibt weiterhin nicht ausgeschöpfte Absatzmöglichkeiten und Entwicklungspotentiale durch hohen Lieferservice und kurzfristigen Verfügbarkeiten, sowie die Erschließung neuer Märkte.

Waldkraiburg, den 06.03.2024

gez. Johann Zacherl, Geschäftsführung

gez. Markus Kep, Geschäftsführung

BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023

MEDI KABEL GMBH, WALDKRAIBURG

A K T I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN 4.384.948,57 4.710.649,43
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 324.212,00 368.015,00
II. Sachanlagen 793.110,23 783.112,13
III. Finanzanlagen 3.267.626,34 3.559.522,30
B. UMLAUFVERMÖGEN 19.464.137,73 17.084.028,12
I. Vorräte 11.205.456,50 11.313.323,83
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.089.092,71 2.202.522,76
- davon gegen Personal: EUR 20.357,58 (Vorjahr: EUR 19.801,52)
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.169.588,52 3.568.181,53
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 25.934,00 19.768,00
23.875.020,30 21.814.445,55

P A S S I V A

31.12.2023 
EUR
31.12.2022 
EUR
A. EIGENKAPITAL 20.261.251,21 17.591.477,72
I. Gezeichnetes Kapital 511.291,88 511.291,88
II. Gewinnvortrag 15.857.351,84 13.012.064,72
III. Jahresüberschuss 3.892.607,49 4.068.121,12
B. RÜCKSTELLUNGEN 1.616.121,78 1.906.916,51
C. VERBINDLICHKEITEN 1.997.647,31 2.316.051,32
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 3.239,25 (Vorjahr: EUR 2.148,00)
- davon aus Steuern: EUR 115.803,19 (Vorjahr: EUR 274.800,46)
23.875.020,30 21.814.445,55

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

2023 
EUR
2022 
EUR
1. Rohergebnis 12.212.391,16 14.801.204,16
2. Personalaufwand -6.054.504,81 -5.454.293,25
a) Löhne und Gehälter -5.055.656,69 -4.534.791,99
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -998.848,12 -919.501,26
- davon für Altersversorgung: EUR 53.640,72 (Vorjahr: EUR 33.305,49)
3. Abschreibungen -252.364,16 -251.377,16
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -252.629,86 -251.580,36
b) Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 265,70 203,20
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -3.387.810,49 -3.495.425,61
5. Betriebsergebnis 2.517.711,70 5.600.108,14
6. Erträge aus Beteiligungen 2.060.928,62 31.896,19
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 107.101,68 79.628,95
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -24.720,36 -26.710,61
- davon aus Abzinsung: EUR 482,44 (Vorjahr: EUR 222,80)
9. Finanzergebnis 2.143.309,94 84.814,53
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -765.925,15 -1.608.807,01
11. Ergebnis nach Steuern 3.895.096,49 4.076.115,66
12. Sonstige Steuern -2.489,00 -7.994,54
13. Jahresüberschuss 3.892.607,49 4.068.121,12

MEDI KABEL GMBH, WALDKRAIBURG
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023

I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

Die MEDI Kabel GmbH mit Sitz in Waldkraiburg weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Mit Beschluss des Bundestags vom 22.02.2024 wurden die Schwellenwerte gem. § 267 HGB angehoben. Die neuen Schwellenwerte sind nach Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens dann für nach dem 31.12.2023 endende Geschäftsjahre zwingend und für nach dem 31.12.2022 endende Geschäftsjahre freiwillig anzuwenden. Die Gesellschaft macht von der freiwilligen Anwendung Gebrauch und ist damit weiterhin als mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 HGB einzustufen.

Die Gesellschaft wird unter der Handelsregisternummer HRB 4923 beim Amtsgericht Traunstein geführt. 

Die Bilanz ist nach den Vorschriften des § 266 HGB, die Gewinn- und Verlustrechnung nach den Vorschriften des § 275 Abs. 2 HGB gegliedert. In der Gliederung der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Veränderungen zum Vorjahr.

Der Jahresabschluss der Firma MEDI Kabel GmbH ist auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH Gesetzes aufgestellt.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft umfasst den Zeitraum des Wirtschaftsjahres vom 01. Januar bis 31. Dezember.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

II. ANGABEN ZU DEN BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Die Bilanzierung und Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB.

Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt.

Anlagevermögen

Als Anlagevermögen werden alle im Eigentum der Gesellschaft stehenden und ihr wirtschaftlich zuzurechnenden Vermögensgegenstände ausgewiesen.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden nach handelsrechtlichen Grundsätzen aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über einen Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben.

Sachanlagen wurden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von 800 EUR sind voll abgeschrieben und im Anlageverzeichnis als Abgang behandelt worden.

Umlaufvermögen

Die Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens wurden wie im Vorjahr mit den Anschaffungs oder Herstellungskosten bzw. dem niedrigeren Börsen oder Marktpreis oder beizulegenden Wert angesetzt. Posten mit verminderter Marktgängigkeit wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Vorratsvermögens wurden im Rahmen einer permanenten Inventur erfasst.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert abzüglich Pauschalwertberichtigung für das allgemeine Kreditrisiko und das zinsfreie Zahlungsziel bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden.

Rückstellungen

Zur Bewertung der Pensionsrückstellungen hat die Gesellschaft zum 31.12.2023 ein versicherungsmathematisches Gutachten unter Berücksichtigung der nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz geltenden Bewertungsvorschriften für Pensionsrückstellungen nach der Projected Unit Credit Methode erstellen lassen. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,74 % zugrunde gelegt. Zudem wurden die Sterbetafeln nach Heubeck aus dem Jahr 2018 G verwendet.

Die Steuer- und sonstigen Rückstellungen berücksichtigten alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag.

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert, Rentenverbindlichkeiten ohne Erwartung einer Gegenleistung mit dem versicherungsmathematischen Barwert ausgewiesen. Zur Laufzeit der Verbindlichkeiten vgl. Angaben in der Bilanz.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Vergleich zum Vorjahr unverändert beibehalten.

III. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ

Bruttoanlagespiegel

Die Entwicklung der in der Bilanz erfassten Anlagengegenstände im Jahr 2023 ist im Anlagenspiegel dargestellt. Dort werden auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres vermerkt (Anlage A).

Finanzanlagen

Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. Die Ausleihungen betreffen ein Annuitätendarlehen gegenüber der Kep Holding GmbH i. H. v. TEUR 105, welches ein Gesellschafterdarlehen darstellt, aber aufgrund des Stetigkeitsgrundsatzes auch weiterhin zu den Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, gezählt wird. Zudem bestehen Darlehen gegenüber der BYK Bayern Kabel GmbH in Höhe von insgesamt TEUR 369.

Die sonstigen Ausleihungen betreffen Darlehen gegenüber der MEDI Bavarian GbR i. H. v. TEUR 2.512. Darin enthaltene Darlehen i.H.v. TEUR 240 diente dabei der Gebäudefinanzierung für den Neubau des Betriebsgebäudes der MEDI Kabel GmbH. Zudem liegen Wertpapiere i. H. v. TEUR 251 vor.

Vorräte

Teile des Warenbestandes wurden wegen Überalterung und mangelnder Marktgängigkeit in Höhe von TEUR 472 abgewertet. Die Höhe der Abwertung wurde anhand der Altersstruktur und Lagerbewegung vorgenommen. Der Ausweis erfolgte im Geschäftsjahr unter dem Materialaufwand. Die Vorräte sind um TEUR 108 gefallen.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände i. H. v. TEUR 525 setzten sich größtenteils aus Steuerüberzahlungen i. H. v. TEUR 475, Forderungen gegen Personal i. H. v. TEUR 20 sowie sonstifer Forderungen i. H. v. TEUR 30 zusammen. Die Forderungen über einem Jahren betragen 17.537,58 €.

Pensionsrückstellungen

Vermögensgegenstände i. H. v. TEUR 267 wurden gemäß § 246 Abs. 2 HGB mit den Pensionsrückstellungen saldiert. Pensionsrückstellungen wurden i. H. v. TEUR 403 gebildet. Aus der Abzinsung der Rückstellungen für Pensionen mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre ergibt sich im Vergleich der Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre ein Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 30.

Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
Gesamtbetrag
31.12.2023
EUR
bis zu einem
Jahr
EUR
zwischen einem und fünf Jahre
EUR
von mehr als
fünf Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 353.235,44 100.554,69 252.680,75 0,00
Vorjahreswerte 452.640,93 99.405,49 353.235,44 0,00
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.426.016,31 1.426.016,31 0,00 0,00
Vorjahreswerte 1.499.677,27 1.499.677,27 0,00 0,00
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 66.852,76 66.852,76 0,00 0,00
Vorjahreswerte 72.388,45 72.388,45 0,00 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 151.542,80 151.542,80 0,00 0,00
Vorjahreswerte 291.344,67 291.344,67 0,00 0,00
1.997.647,31 1.744.966,56 252.680,75 0,00
Vorjahreswerte 2.316.051,32 1.962.815,88 353.235,44 0,00

Die Verbindlichkeiten über einem Jahr betragen 252.680,75 € (Vj: 353.235,44 €) .

Sicherheiten für das Darlehen Raiffeisenbank

Es liegen nicht vollstreckbare Buchgrundschulden i. H. v. TEUR 5.300 vor. Eigentümer des Grundstücks bzw. des von der Gesellschaft erworbenen Betriebsgebäudes ist die MEDI-Bavarian GbR.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen i. H. TEUR 908,2. Hiervon entfallen netto TEUR 690,4 auf die Miete der Betriebsgebäude, angemieteten Lagerflächen und Verkaufsbüros, TEUR 153,2 auf Versicherungen, TEUR 42,2 auf KFZ-Leasing, TEUR 2,0 auf Fahrradleasing, TEUR 3,1 auf Leasing Wasserspender und TEUR 17,3 auf KFZ-Versicherungen.

IV. ANGABEN ZU DEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge beinhalten die Erträge aus Vermögensgegenständen i. H. v. TEUR 17 sowie die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge i. H. v. TEUR 90.

V. SONSTIGE ANGABEN

Geschäftsführung

Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr

  Herr Johann Zacherl, Waldkraiburg, Geschäftsführer, Kaufmann

  Herr Markus Kep, Waldkraiburg, Geschäftsführer, Industriefachwirt

Die Befreiungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB (Verzicht auf die Angabe der Organbezüge) wird in Anspruch genommen.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres durchschnittlich im Unternehmen beschäftigt:

Anzahl Mitarbeiter
Verwaltungsangestellte 62
gewerbliche Mitarbeiter 47
davon Auszubildende 7
davon Geschäftsführung 2
Gesamt 109

Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit: 109.

Aufschlüsselung des Honorars für den Abschlussprüfer gemäß § 285 Nr. 17 HGB

Auf die Angabe des für die Prüfung des Jahresabschlusses vom Abschlussprüfer berechneten Honorars wird gem. § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Sonstiges

Seit dem 01.01.2020 ist die MEDI Kabel GmbH Gesellschafter der MSB Service GmbH und führt die Geschäfte über die MSB Service GmbH & Co. KG aus. Die MEDI Kabel GmbH ist zu je 33,33 % an der MSB Service GmbH und der MSB Service GmbH & Co. KG beteiligt. Im Geschäftsjahr 2022 ergab sich bei der MSB Service GmbH & Co. KG ein Jahresüberschuss i. H. v. EUR 43.798,86.

Nach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse bekannt geworden, die das Unternehmen in der Existenz oder Entwicklung bzw. die Vermögens- oder Ertragslage des Unternehmens gefährden.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2023 hat sich die Auftragslage weiter abgeschwächt. Der Auftragseingang im 1. Quartal 2024 betrug im Schnitt nur noch 69 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Monate April und Mai zeigen eine leichte Erholung, liegen aber immer noch gut ein Viertel unter den Vorjahresmonaten.

Der Gesamtauftragsbestand Ende April hat sich um 40 % gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Reduktion beruht zum einen auf einer deutlichen Entspannung der Materialversorgung am Markt und zum anderen aber an einer deutlichen Abschwächung der Nachfrage in Deutschland.

Die Preisentwicklung auf dem Kabelmarkt zeigt eine leichte Entspannung der Produktpreise im einstelligen Prozentbereich. Diese liegt an einem leichten Rückgang der Rohstoffpreise und stabilisierten Energiepreisen. Die Lieferzeiten der Hersteller sind sehr kurzfristig und teilweise mit freien Kapazitäten.

Der Kupferpreis bis Ende April 2024 ist deutlich seit Jahrsende gestiegen und bewegt sich auf hohem Niveau.

Die Nachfrage in Deutschland an Kabelprodukten ist insgesamt sehr verhalten. Langfristige Jahresvereinbarungen mit Kunden fließen nur langsam ab. Neue Entwicklungsprojekte ruhen derzeit oder werden nur schleichend fortgeführt.

MEDI-Kabel GmbH hat trotz eintrübender Geschäftslage die Gehalts- und Lohnzahlung zum 01.03.2024 um 2 % angehoben und bezahlt auch in 2024 Euro 1500 an alle Vollzeitbeschäftige aus.

Die Geschäftsanteile der BYK Bayern Kabel GmbH wurden am 19.12.2024 aus strategischen Gründen verkauft.

Am 14.03.2024 ist der Gesellschafter Richard Sterner verstoben. Es greift die Nachfolgeregelung, so dass alle operativen und auch gesellschaftsrechtlichen Aktivitäten ohne Einschränkungen fortgeführt werden können.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor den Jahresüberschuss i. H. v. TEUR 3.893 auf neue Rechnung vorzutragen.

Waldkraiburg, den 06.03.2024

gez. Johann Zacherl, Geschäftsführung

gez. Markus Kep, Geschäftsführung

ANSCHAFFUNGS- UND HERSTELLUNGSKOSTEN
1. Jan. 2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 623.780,73 22.246,55 0,00 0,00 646.027,28
Geschäfts- oder Firmenwert 350.000,00 0,00 0,00 0,00 350.000,00
973.780,73 22.246,55 0,00 0,00 996.027,28
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 370.650,02 65.407,93 0,00 0,00 436.057,95
Technische Anlagen und Maschinen 218.489,90 13.017,50 0,00 0,00 231.507,40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.462.089,73 106.662,98 18.443,90 47.644,89 1.539.551,72
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 62.233,13 11.490,00 -18.443,90 0,00 55.279,23
2.113.462,78 196.578,41 0,00 47.644,89 2.262.396,30
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 38.417,00 0,00 0,00 8.250,00 30.167,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 660.772,11 0,00 0,00 187.219,91 473.552,20
Wertpapiere des Anlagevermögens 248.000,00 3.440,96 0,00 0,00 251.440,96
Sonstige Ausleihungen 2.612.333,19 0,00 0,00 99.867,01 2.512.466,18
3.559.522,30 3.440,96 0,00 295.336,92 3.267.626,34
6.646.765,81 222.265,92 0,00 342.981,81 6.526.049,92
KUMULIERTE ABSCHREIBUNGEN
1. Jan. 2023 Zugänge Abgänge 31. Dez. 2023
EUR EUR EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 567.848,73 31.049,55 0,00 598.898,28
Geschäfts- oder Firmenwert 37.917,00 35.000,00 0,00 72.917,00
605.765,73 66.049,55 0,00 671.815,28
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 109.238,02 29.931,43 0,00 139.169,45
Technische Anlagen und Maschinen 108.078,40 18.023,00 0,00 126.101,40
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.113.034,23 138.625,88 47.644,89 1.204.015,22
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
1.330.350,65 186.580,31 47.644,89 1.469.286,07
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
1.936.116,38 252.629,86 47.644,89 2.141.101,35
NETTOBUCHWERTE
31. Dez. 2023 31. Dez. 2022
EUR EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 47.129,00 55.932,00
Geschäfts- oder Firmenwert 277.083,00 312.083,00
324.212,00 368.015,00
II. SACHANLAGEN
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 296.888,50 261.412,00
Technische Anlagen und Maschinen 105.406,00 110.411,50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 335.536,50 349.055,50
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 55.279,23 62.233,13
793.110,23 783.112,13
III. FINANZANLAGEN
Beteiligungen 30.167,00 38.417,00
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 473.552,20 660.772,11
Wertpapiere des Anlagevermögens 251.440,96 248.000,00
Sonstige Ausleihungen 2.512.466,18 2.612.333,19
3.267.626,34 3.559.522,30
4.384.948,57 4.710.649,43

Der Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers bezieht sich auf den Jahresabschluss in der aufgestellten Form. Die Offenlegung erfolgt in verkürzter Form gemäß §§ 325 ff. HGB.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Medi Kabel GmbH, Waldkraiburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Medi Kabel GmbH, Waldkraiburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medi Kabel GmbH, Waldkraiburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

Mühldorf a. Inn, 12. Juni 2024

 

Mühldorf a. Inn, 12. Juni 2024

Schranner Beckmann & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft
Rechtsanwaltsgesellschaft

gez. Dipl.-Kfm. Max Oelmaier Wirtschaftsprüfer

gez. Dipl.-Kfm. Sven Beckmann Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 wurde mit Gesellschafterbeschluss durch die Gesellschafterversammlung vom 22.07.2024 festgestellt.

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