Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 224944
Eingetragen
25.11.2008
Branche
Einzelhandel mit TelekommunikationsgerätenWiederverkaufs- und Vermittlungstätigkeiten für die TelekommunikationGroßhandel mit Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
Vertrieb von Produkten und Dienstleistungen zur Übertragung, Sicherung, Wiederherstellung und Synchronisation von Daten und Inhalten auf und zwischen Mobiltelefonen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Dana Gerner
seit 2.7.2025
Geschäftsführer
Roni Fialkov
seit 2.7.2025
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
CELLEBRITE DI LTDISR
100.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
CELLEBRITE DI LTD
Israel
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Cellebrite GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

A. Unternehmen und allgemeines Umfeld

1. Vorstellung des Unternehmens

Die Cellebrite GmbH (nachfolgend "das Unternehmen"), ist ein deutsches Unternehmen, das am 2. Oktober 2008 als Gesellschaft mit beschränkter Haftung gegründet wurde.

Die Cellebrite GmbH verkauft, vermarktet und vertreibt innovative Soft- und Hardwareprodukte in den Ländern der Region Europa, Naher Osten und Afrika (EMEA-Region). Diese Produkte bieten digitale Forensik- und Analyselösungen für Strafverfolgungsbehörden, das Militär und Nachrichtendienste sowie Unternehmenskunden. Die forensischen Lösungen von Cellebrite stellen Kunden einen gesetzeskonformen Zugang zu Daten auf mobilen Geräten, in sozialen Medien und in der Cloud zur Verfügung. Die Triage-Lösungen des Unternehmens steigern die Effizienz digitaler Ermittlungsverfahren, während dessen Datenanalyselösungen digitale Beweismittel nutzen, um die Ermittlungen und die Informationsgewinnung zu beschleunigen.

2. Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) lag das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Jahr 2023 um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland war weiterhin von zahlreichen Krisen geprägt.

Die Entwicklung der Bruttowertschöpfung verlief 2023 in den einzelnen Wirtschafts- zweigen sehr unterschiedlich. Insgesamt war die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) deutlich rückläufig und schrumpfte um 2,0 %. Dies war vor allem auf eine deutlich geringere Produktion im Bereich der Energieversorgung zurückzuführen. Auch das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % der Industrie (ohne Baugewerbe) ausmacht, war 2023 preisbereinigt mit 0,4 % im Minus. Positive Beiträge kamen in diesem Sektor vor allem von der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. In energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie gingen Produktion und Wertschöpfung hingegen erneut zurück, nachdem die Wirtschaftsleistung dieser Branchen bereits 2022 sehr stark auf steigende Energiepreise reagiert hatte.

In der Bauwirtschaft wirkten sich neben anhaltend hohen Baukosten und einem Fachkräftemangel vor allem verschlechterte Finanzierungsbedingungen auf die Entwicklung aus. Dies betraf insbesondere den Hochbau. Die Produktion im Tiefbau und im Ausbau nahm hingegen zu. Insgesamt verzeichnete das Baugewerbe im Jahr 2023 preisbereinigt ein bescheidenes Wachstum von 0,2 %.

Die meisten Dienstleistungsbranchen konnten ihre Wirtschaftsaktivitäten im Vergleich zum Vorjahr erneut ausweiten und stützten die Konjunktur im Jahr 2023. Ihr Wachstum fiel insgesamt jedoch schwächer aus als in den beiden Vorjahren.

Den stärksten preisbereinigten Anstieg verzeichnete die Branche Information und Kommunikation (+2,6 %). Sie setzte damit ihren langfristigen Wachstumskurs fort, der nur durch eine Abschwächung im ersten Pandemiejahr 2020 gebremst wurde. Auch die Öffentlichen Dienste, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmens- dienstleistungen (+0,3 %) verzeichneten einen leichten Anstieg. Die preisbereinigte Bruttowertschöpfung des aggregierten Wirtschaftsbereichs Handel, Verkehr, Gastgewerbe war dagegen rückläufig (-1,0 %). Maßgeblich für diese Entwicklung war der Groß- und Einzelhandel, der deutlich schrumpfte, während der Kfz-Handel und das Verkehrsgewerbe expandierten. Die gesamte preisbereinigte Bruttowertschöpfung ging im Jahr 2023 leicht zurück (-0,1 %).1

3. Entwicklung des Sektors

Branchenspezifische Rahmenbedingungen und Produktportfolio

Der Industriesektor entwickelte sich 2023 weiter positiv. Die starken Fundamentaldaten des Sektors gehen auf die wachsende Nachfrage nach digitalen Ermittlungslösungen seitens Strafverfolgungsbehörden und des öffentlichen Sektors zurück. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von digitalen Geräten müssen Strafverfolgungsbehörden sicherstellen, dass sie über die besten Lösungen verfügen, um so effizient und schnell wie möglich auf digitale Daten zugreifen und diese analysieren zu können.

Die anhaltende Bedrohung durch Terrorismus, Gewalt- und Sexualverbrechen trägt nach wie vor dazu bei, die Nachfrage nach digitalen Ermittlungslösungen, die bei der Untersuchung von und Reaktion auf Verbrechen mit Hilfe von nachrichtendienstlichen Mitteln helfen, aufrechtzuerhalten. Die Strafverfolgungsbehörden in Deutschland, wie auch weltweit, stehen vor der Herausforderung, ihre Ermittlungstechnologie zu transformieren, um mit Technologien wie Verschlüsselung und Kryptowährung, die von illegalen Einrichtungen ausgenutzt werden, Schritt zu halten.

Die Wettbewerbssituation in Deutschland ist geprägt von zahlreichen Unternehmen, die mit innovativen Lösungen auf diese Bedrohungen reagieren. Innerhalb des Marktes finden Konsolidierungsbewegungen statt, was unter anderem an dem Zusammenschluss zweier Wettbewerber, Grayshift und Magnet Forensics, festzumachen ist. Gleichzeitig bleibt ein dynamischer Wettbewerb von Akteuren wie MSAB, Exterro, Open Text und Oxygen Forensics sowie kleinere Anbieter bestehen, welche um Marktanteile wetteifern.

Produktportfolio

Cellebrite bietet ein Portfolio an digitalen Informationen, die Strafverfolgungsbehörden bei der Durchführung umfassender digitaler Ermittlungen unterstützen. Unsere Vor-Ort-Lösungen helfen den Behörden, die Erfassung digitaler Daten in einem früheren Stadium des Falles zu beschleunigen. Unsere Feldlösungen unterstützen digitale forensische Labore. Unsere Analyselösungen helfen den Ermittlern, die Punkte zu verbinden und Erkenntnisse aus einer Vielzahl digitaler Daten zu ziehen, die in ihrem wachsenden Fallbestand vorhanden sind. Unsere Verwaltungslösungen unterstützen die Behörden bei der Rationalisierung der Beweissammlung und der Verwaltung und Speicherung digitaler Beweismittel. Unsere professionellen Dienstleistungen helfen den Behörden bei der Anpassung von Lösungen und der Bereitstellung digitaler Informationen.

Cellebrite beginnt, den Wert der SaaS-Technologie zu erschließen, indem es die Fähigkeiten der Strafverfolgungsbehörden bei der Beschleunigung digitaler Ermittlungen unterstützt.

4. Geschäfts- und Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz belief sich 2023 auf 36.425 TEUR im Vergleich zu 41.228 TEUR im Jahr 2022, ein leichter Rückgang von 12 % im Vergleich zum Vorjahr, hauptsächlich aufgrund des Rückgangs bei den Cellebrite Advanced Services (CAS), da mehr Kunden auf Premium-Produkte umgestellt wurden, die mehr Funktionen als die CAS umfassen und ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in einer Spanne von 2 % bis 3 % der geschätzten Umsätze.

Die Cellebrite GmbH erzielte im Jahr 2023 ein negatives Jahresergebnis von 989 TEUR (nach Steuern). Dieses lag um 1.730 TEUR unter dem Vorjahresergebnis. Das Nettoergebnis ist durch eine Verrechnungspreisstudie beeinflusst. Die operative Marge des Unternehmens spiegelt die marktübliche Rendite wider, die nach den Grundsätzen des Fremdvergleichs ermittelt wurde.

5. Investitionen

Die Cellebrite GmbH mietet Büroräume und besitzt Computer und Standard-Büroausstattung. In 2023 beliefen sich die Investitionen auf 38 TEUR und bestanden hauptsächlich aus dem Kauf von Computern und Software (26 TEUR), dem Kauf von elektronischen Geräten (6 TEUR) und dem Kauf von geringwertigen Wirtschaftsgütern (3 TEUR). Darüber hinaus hat die Cellebrite GmbH keine weiteren Investitionen getätigt.

6. Finanzierungsmaßnahmen/Projekte

Das Unternehmen finanziert sich hauptsächlich durch seine operative Tätigkeit.

B. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

1. Ergebnis der Geschäftstätigkeit

Die Cellebrite GmbH erzielte im Geschäftsjahr 2023 einen Gesamtumsatz von 36.425 TEUR, was einem Rückgang von 12% gegenüber dem Jahr 2022 (41.228 TEUR) entspricht.

Der Gesamtleistung von 36.425 TEUR stehen Aufwendungen für Material und bezogene Leistungen in Höhe von 26.620 TEUR (33.100 TEUR im Jahr 2022) gegenüber.

Der Personalaufwand liegt mit 6.158 TEUR um 1.408 TEUR höher als im Vorjahr. Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus den gestiegenen Bruttolöhnen und Provisionen, die auf eine höhere Mitarbeiteranzahl im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen sind. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind von 2.424 TEUR um 2.436 TEUR auf 4.860 TEUR gestiegen. Der Hauptgrund für den Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist auf den Anstieg des Volumens der verkaufsunterstützenden Aktivitäten zurückzuführen: ein Anstieg der uneinbringlichen Forderungen aufgrund der Abschreibung alter lokaler I/C-Salden und Dienstleistungen von Subunternehmern. Die Abschreibungsaufwendungen beliefen sich im Jahr 2023 auf 77 TEUR und im Jahr 2022 auf 74 TEUR, wobei ein unwesentlicher Anstieg von 3 TEUR im Zusammenhang mit dem Erwerb von Anlagevermögen im Jahr 2023 zu verzeichnen war.

Die operative Marge wurde durch eine Verrechnungspreisstudie beeinflusst, die den Fremdvergleichsgrundsatz widerspiegelt. Der Steueraufwand sank um 555 TEUR von 369 TEUR Aufwand auf 186 TEUR Steuerertrag im Jahr 2023. Der Nettoverlust für 2023 (nach Steuern) beläuft sich auf 989 TEUR und der Nettogewinn auf 741 TEUR im Jahr 2022.

2. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Cellebrite GmbH beträgt 32.326 TEUR und hat sich gegenüber dem Vorjahr um 21.665 TEUR verringert . Die Veränderung resultiert im Wesentlichen aus einem Rückgang der Kassenbestände um 5.978 TEUR, Rechnungsabgrenzungsposten um 3.464 TEUR und einem Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 8.841 TEUR. Die aus dem operativen Geschäft der Gesellschaft erwirtschafteten Mittel wurden zur Deckung kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber der Muttergesellschaft Cellebrite DI Ltd. verwendet. Steuerliche Risiken sind derzeit nicht bekannt.

3. Finanzlage

Das Unternehmen finanziert sich durch Eigenkapital. Die Gewinnrücklagen der Gesellschaft in Höhe von 3.352 TEUR (Vorjahr: 2.611 TEUR) stellen einen wesentlichen Bestandteil der Finanzierung der Gesellschaft dar. Zusammen mit dem Stammkapital in Höhe von 25 TEUR (Vorjahr: 25 TEUR) ergibt sich das gesamte Eigenkapital der Gesellschaft aus der Thesaurierung der in den Vorjahren erwirtschafteten Gewinne und dem im Geschäftsjahr erzielten Jahresfehlbetrag. Es beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 2.387 TEUR (Vorjahr: 3.377 TEUR).

4. Zusammenfassende Beurteilung der Lage des Unternehmens

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Unternehmens kann unter Berücksichtigung von Sondereffekten aus Sicht der Unternehmensführung als gut bezeichnet werden. Cellebrite ist derzeit führend im Bereich der mobilen Forensik auf dem deutschen Markt und entwickelt sich weiter zu einer praktikablen Lösung der Wahl für größere Digital-Intelligence-Lösungen, von der wir glauben, dass sie dem Unternehmen helfen wird, zu wachsen und unsere Kunden weiterhin zu bedienen.

C. Finanzielle und nicht-finanzielle Leistungsfaktoren

Als Tochtergesellschaft steuert das Unternehmen sein Geschäft auf der Grundlage seiner Umsatzrentabilitätsziele. Die für 2022 und 2023 erreichten Umsatzrentabilitätsziele lagen zwischen 2 % und 3 % des geschätzten Umsatzes und endeten mit einem Aufschlag von 2,6 % des Umsatzes.

D. Prognose, Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Prognose

In Anbetracht des im Abschnitt über die Entwicklung unseres Sektors beschriebenen Umfelds ist Cellebrite gut positioniert, um seine Expansion am deutschen Markt fortzusetzen. Die Strafverfolgungsbehörden setzen zur Bekämpfung von Verbrechen und Terrorismus verstärkt auf datengestützte Technologien, was Cellebrite in die Lage versetzt, seinen Kunden weiterhin als Anbieter der Wahl und zuverlässiger Berater zur Seite zu stehen. Darüber hinaus kann Cellebrite öffentlichen Sicherheitsbehörden dabei helfen, auf Cloud-Technologien für die Verwaltung und Speicherung von Beweismitteln umzustellen.

Cellebrite investiert weiterhin umfangreiche Ressourcen in die Forschung und Entwicklung, um unsere Technologie in unseren Kernbereichen zu verbessern sowie neue Bereiche zu erschließen und dadurch unsere Führungsposition am Markt für Digital Intelligence zu stärken.

Risiken

Unser größter Vermögenswert ist das Wissen, das Know-how und die Kompetenz unserer Mitarbeiter. Wir stellen kontinuierlich sicher, dass dieses Wissen im gesamten Unternehmen gefestigt wird, um Risiken im Zusammenhang mit potenziellen Mitarbeiterfluktuationen zu mindern.

Das Wachstum von Cellebrite hängt von den Budgets im öffentlichen Sektor ab, die durch starke Konjunkturabschwünge oder Sparmaßnahmen der Regierung beeinträchtigt werden könnten. Wir halten dieses Risiko für moderat, da die Gewährleistung der öffentlichen Sicherheit ebenso wichtig ist wie die wahrgenommene Stabilität des makroökonomischen Umfelds in Deutschland.

Der Umsatz des Unternehmens hängt in nicht allzu hohem Maße von einzelnen Kunden ab, weshalb ein - selbst unerwarteter - Verlust von Kunden kein erhebliches Risiko für die Verfassung unseres Unternehmens bergen dürfte.

Da sich die Hauptniederlassungen und -betriebe der Muttergesellschaft in Israel befinden, können die Ergebnisse von Cellebrite außerdem durch politische, wirtschaftliche und militärische Instabilität in Israel oder externe Reaktionen auf eine solche Instabilität beeinträchtigt werden.

Risiko aus Forderungsausfällen

Aufgrund der Kundenstruktur, die sich vornehmlich aus Regierungsbehörden zusammensetzt, wird das Risiko von Forderungsausfällen als vernachlässigbar eingestuft.

Angesichts der oben genannten Krise behält das Unternehmen die überfälligen Forderungen seiner Kunden genau im Blick. Bislang wurden keine nennenswerten Forderungsausfälle verzeichnet.

Liquiditäts- und Finanzierungsrisiko

Das Unternehmen erwirtschaftet ausreichend Barmittel zur Finanzierung seiner Betriebsaufwendungen.

Chancen

Das Unternehmen behält den Markt kontinuierlich im Blick, um sich bietende Gelegenheiten zu identifizieren und zu nutzen. Wir streben eine offene Kommunikation mit einer Reihe von öffentlichen Sicherheitsbehörden an, um sicherzustellen, dass wir in der Lage sind, im Rahmen unseres Digital-Intelligence-Portfolios passende Lösungen anzubieten.

Unseres Erachtens stellt der Bedarf von verschiedensten öffentlichen Sicherheits- behörden an Lösungen zur Erfassung und Erstellung verwertbarer Erkenntnisse für die digitale Informationsverarbeitung eine enorme Chance für das Unternehmen dar.

Außerdem plant die Muttergesellschaft, zukünftige Lösungen zu entwickeln, um zusätzliche Umsatzmöglichkeiten innerhalb des Kundenstamms und mit neuen Kunden zu erschließen.

E. Prognose

Die im Lagebericht dargelegte Erwartung zur künftigen Entwicklung des Unternehmens basiert auf zukunftsgerichteten Annahmen der Unternehmensleitung, die im Hinblick auf das tatsächliche Eintreten und die Höhe der prognostizierten Werte mit Unsicherheit behaftet sind. Es ist daher möglich und auch wahrscheinlich, dass die tatsächlichen Ergebnisse von den Prognosen abweichen.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechnet das Unternehmen mit einem Umsatz von bis zu 39,4 MEUR, was einen leichten Rückgang gegenüber dem Geschäftsjahr 2023 darstellt, und einem Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in einer Größenordnung von 2-3% des geschätzten Umsatzes.

 

München, 18. Dezember 2024

Yosef Carmil

1 Quelle: https://www.destatis.de/EN/Press/2024/01/PE24_019_811.html

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 226.416,58 264.958,23
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 52.378,38 62.643,54
II. Sachanlagen 174.038,20 202.314,69
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 174.038,20 202.314,69
B. Umlaufvermögen 13.315.573,16 31.477.735,01
I. Vorräte 89.563,17 144.992,53
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.153.910,26 15.282.322,59
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 0,00 3.749.546,62
2. sonstige Vermögensgegenstände 3.153.910,26 11.532.775,97
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 10.072.099,73 16.050.419,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 18.783.569,37 22.247.795,62
Summe Aktiva 32.325.559,11 53.990.488,86

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 2.387.242,03 3.376.634,25
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 3.351.634,25 2.611.126,85
III. Jahresfehlbetrag 989.392,22 -740.507,40
B. Rückstellungen 1.315.703,35 1.086.062,55
C. Verbindlichkeiten 1.685.702,57 13.057.823,53
1. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 269.962,13 12.157.428,81
davon mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 269.962,13 12.157.428,81
2. sonstige Verbindlichkeiten 1.415.740,44 900.394,72
davon mit Restlaufzeit bis zu einem Jahr 1.415.740,44 900.394,72
D. Rechnungsabgrenzungsposten 26.936.911,16 36.469.968,53
Summe Passiva 32.325.559,11 53.990.488,86

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 9.883.543,27 8.357.323,37
2. Personalaufwand 6.157.700,42 4.750.324,88
a) Löhne und Gehälter 5.596.264,50 4.298.565,08
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 561.435,92 451.759,80
3. Abschreibungen 76.939,85 74.049,86
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 76.939,85 74.049,86
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 4.860.153,50 2.424.090,32
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 174.453,33 237.964,25
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 36.350,28 1.135,25
6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 0,00 369.485,42
7. Ergebnis nach Steuern -1.174.900,22 740.508,14
8. sonstige Steuern -185.508,00 0,74
9. Jahresfehlbetrag 989.392,22 -740.507,40

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

I. Allgemeine Angaben

Die Cellebrite GmbH hat ihren Sitz in München. Die Gesellschaft wird beim Amtsgericht München unter HRB 224944 geführt.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften aufgestellt.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Die Gesellschaft hat bei der Gewinn- und Verlustrechnung das Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB angewandt.

Die Gesellschaft erfüllt die Größenkriterien für mittelgroße Kapitalgesellschaften nach § 267 Abs. 2 HGB.

Die größenabhängigen Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB werden in Anspruch genommen.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rückstellungen, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlage- und Umlaufvermögen, die Rechnungsabgrenzungsposten, das Eigenkapital, die Schulden sowie die Rückstellungen sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend aufgegliedert. Die Bewertung der Bilanzposten richtet sich nach den Vorschriften der §§ 252 bis 256a HGB.

Die in der Bilanz ausgewiesenen Vermögensgegenstände wurden einzeln bewertet (§ 252 Abs. 1 Nr. 3 HGB).

Anlagevermögen+

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abnutzbare immaterielle Vermögensgegenstände werden planmäßig abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibung angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten

entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear vorgenommen.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis € 800,00 werden im Jahr des Zugangs abgeschrieben.

Umlaufvermögen

Die Bewertung der Waren erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit der beizulegende Zeitwert unter dem Buchwert liegt, erfolgt unter Beachtung des Niederstwertprinzips eine Abschreibung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Uneinbringliche Forderungen wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Die Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert am Bilanzstichtag bilanziert.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt. Dieser wird für Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit diese Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem darstellen.

Passiva

Rückstellungen

Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten wird zum Nennwert angesetzt. Dieser wird für Einnahmen vor dem Abschlussstichtag angesetzt soweit diese Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem darstellen.

Transaktionen in fremder Währung

Geschäftsvorfälle in fremder Währung werden zum jeweiligen Tageskurs eingebucht. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. In anderen Fällen werden eventuelle Kursverluste am Bilanzstichtag berücksichtigt.

III. Erläuterungen zur Bilanz

1. Aktiva

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Entwicklung der Abschreibungen im Geschäftsjahr können aus der als Anhang beigefügten Entwicklung des Anlagevermögens entnommen werden.

Jegliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind kurzfristig.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Geschäftsjahr keine gegen Gesellschafter (VJ: 3.749.546,62 EUR) enthalten.

2. Passiva

Das Gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt 25.000,00 EUR (VJ: 25.000,00 EUR).

Die sonstigen Rückstellungen enthalten die nachfolgenden Beträge:

Art der Rückstellung Stand am 01.01.2023
EUR
Verbrauch 2023
EUR
Zuführung 2023
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
Urlaubsrückstellung 77.127,42 77.127,42 138.753,00 138.753,00
Vertriebsprovisionen und Mitarbeiterboni 535.660,29 535.660,29 879.270,84 879.270,84
Sonstige Personalrückstellungen 11.608,28 11.608,28 38.643,73 38.643,73
Ausstehende Rechnungen 168.648,57 168.648,57 111.443,00 111.443,00
Rückstellungen für Abschluss und Prüfung 85.053,00 85.053,00 16.247,00 16.247,00
Summe 878.097,56 878.097,56 1.184.357,57 1.184.357,57

Sämtliche Verbindlichkeiten sind kurzfristig und ungesichert.

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind solche gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 269.962,13 (VJ: 12.157.428,81 EUR) enthalten.

Unter den sonstigen Verbindlichkeiten sind 946.093,24 EUR (VJ: 741.363,04 EUR) für Verbindlichkeiten aus Steuern und 34.871,57 EUR (VJ: 10.613,96 EUR) für Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Die Erträge aus Fremdwährungsbewertung belaufen sich auf 78.885,16 EUR (VJ: 163.674,97 EUR)

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die Aufwendungen aus Fremdwährungsbewertung belaufen sich auf 174.453,33 EUR (VJ: 237.964,25 EUR). Innerhalb des Geschäftsjahres wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf eine Forderung gegen verbundene Unternehmen i. H. v. 2.236.005,55 EUR vorgenommen. Diese sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst.

V. Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 35 (VJ: 29).

Diese setzten sich aus folgenden Gruppen zusammen:

Deutschland Niederlande Italien Schweden Schweiz Spanien
26 3 1 3 1 2

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

weniger als ein Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Gesamtbetrag
TEUR
Mietverträge Immobilien 89 0 0 89
Leasing bewegliche Wirtschaftsgüter 26 24 0 50
Summe 115 24 0 139

Organmitglieder

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die Geschäfte der Gesellschaft von Yosef Carmil, Herzliva, Israel, geführt.

Bezüge der Geschäftsführung

Gem. § 286 Abs. 4 HGB wird von der Angabe der Geschäftsführerbezüge abgesehen.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Gesellschaft macht von dem Wahlrecht des § 288 Abs. 2 HGB Gebrauch und verzichtet auf die Angaben bezüglich der Gebühren des Abschlussprüfers.

Ergebnisverwendung

Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 989.392,22 EUR wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Konzernzugehörigkeit

Das Stammkapital wird zu 100% von der Cellebrite DI Ltd. Peach Tikva, Israel, gehalten. Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss für den kleinsten und den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen.

Der Konzernabschluss 2023 ist unter https://investors.cellebrite.com/financial-information/annual-reports/ einsehbar.

 

München, 18. Dezember 2024

Yosef Carmil, CEO

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 18.12.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Cellebrite GmbH,

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Cellebrite GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Cellebrite GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, 18. Dezember 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
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Timo Husemann, Wirtschaftsprüfer

Florian Hochdörffer, Wirtschaftsprüfer

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