Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagen
HG Food GmbH
Auf dem Radberg 1A, 27721 Ritterhude, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Bodo Mittmann seit 3.1.2025 | Geschäftsführer |
Philippe Rauscher seit 17.12.2015 | Prokura |
Jobst Geber seit 30.1.2008 | Geschäftsführer |
Heike Geber seit 30.1.2008 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 51.00% | |
| 49.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
HG Food GmbHRitterhudeJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023HG Food GmbH, Ritterhude1. Grundlagen der Gesellschaft Die HG Food GmbH ist ein familiengeführter Importeur und Händler von tiefgefrorenem Obst und Gemüse aus aller Welt und beliefert vorwiegend die deutsche und europäische Lebensmittel- bzw. Ernährungsbranche. Hauptaugenmerk liegt dabei auf Kunden aus den Bereichen der Back- und Süßwarenherstellung, der Fruchtsaftindustrie sowie dem Milch- und dem sonstigen weiterverarbeitenden Gewerbe. Die Kernkompetenzen der HG Food GmbH erstrecken sich von der Rohstoffbeschaffung, über den Import, die Logistik und Qualitätssicherung bis hin zu Produktveredelung und Verkauf. Hierzu kooperiert die HG Food GmbH in großen Teilen mit langjährigen externen Partnern. Diese stellen insbesondere Frachtraum, Lager- und Produktionsflächen zur Verfügung. Die HG Food GmbH ist nach IFS-Broker, HACCP und BIO zertifiziert und Mitglied des "Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde" (BLL). Die strategische Ausrichtung der HG Food GmbH zielt darauf ab, ihren Kunden als verlässlicher Partner dauerhaft einen größtmöglichen Nutzen zu bieten. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Die Weltkonjunktur verlor gegen Ende des Jahres 2023 etwas an Fahrt. Nachdem die Weltwirtschaft im ersten Quartal 2023 noch deutlich anzog, expandierte sie im Sommerhalbjahr in recht moderatem Tempo, ließ im vierten Quartal jedoch nochmals nach. Maßgeblich war laut dem IFW Kiel ein geringerer Anstieg der Produktion in den Schwellenländern, nicht zuletzt in China, während sie in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften insgesamt mit wenig veränderter, wenngleich sehr mäßiger Rate zunahm. Die moderate Expansion ist dabei in ihrer Ausprägung in den einzelnen Regionen recht unterschiedlich ist. Während die Konjunktur in den Vereinigten Staaten bis zuletzt kräftig war, stagniert sie im Euroraum. Das IFW Kiel ermittelte, dass der Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - für 2023 bei 3,1 Prozent liegt. Hohe ökonomische und ökologische Risiken trüben das Wachstum zum Ende des Jahres 2023 weiter ein. Wesentliche Faktoren für diese Entwicklung sind einerseits der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine, aber auch der, aufgrund des Risikos eines Beschusses durch die jemenitischen Huthi-Rebellen, gemiedene Suezkanal, zu nennen. Dieser war zwischenzeitlich laut Kiel Trade-Indikator für einen Rückgang der Frachtmengen um mehr als zwei Drittel verantwortlich. Darüber hinaus hemmten die strafferen geldpolitischen und finanziellen Rahmenbedingungen das Wachstum. Die europäische Konjunktur stagniert inmitten dieser Ereignisse von globalem Ausmaß. Die Inflation fiel zuletzt stärker als erwartet. Sie betrug laut Bericht des BMWK im September in der Eurozone 2,9 Prozent, die Kerninflation (ohne die stark schwankenden Preise für Energie und Nahrungsmittel) lag bei 4,5 Prozent, das Preisniveau bei Energie fiel um 11,1 Prozent, während Lebensmittel um 7,5 Prozent teurer wurden. Für die deutsche Inflation wurde, gemessen mit dem Harmonisierten Verbraucherpreisindex, zeitgleich ein Wert von 3,0 Prozent ermittelt. Die Bandbreite innerhalb der Eurozone reichte dabei von -1,7 Prozent bis 7,8 Prozent. Der IWF berichtete von einem Wachstum im Euroraum von lediglich 0,7 Prozent. Die Bundesvereinigung der Deutschen Lebensmittelindustrie (BVE) spricht in ihrem Jahresbericht 2023 von noch nie dagewesenen Herausforderungen. Hervorgehoben werden dabei insbesondere Preissteigerungen bei Rohstoffen und Energie seit 2021 sowie eine weitere Verschärfung der Preisinflation seit Beginn der Energiekrise in 2022. Über alle Teilbranchen hinweg sahen sich die Lebensmittelhersteller mit Preissteigerungen in einem teilweise enormen Umfang konfrontiert und mussten dafür angemessene Lösungen finden. Deutlich spürbar waren die Auswirkungen im Hinblick auf die Absatzzahlen, insbesondere im Export. Innerhalb der EU geht die EU-Kommission in ihren Prognosen für 2024 insgesamt von einem Wachstum um 1,0 Prozent aus. Im Euro-Raum erwartet die Kommission ein Wachstum von 0,8 Prozent. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) mit 1,5 Prozent 0,3 Prozent niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug das Wirtschaftswachstum 1,9 Prozent. Dabei waren private Konsumausgaben im Jahr 2023 trotz eines Rückgangs um 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, erneut eine wichtige Wachstumsstütze der deutschen Wirtschaft. Die Ernährungsindustrie hat wesentlichen Anteil an diesem Trend. Sie spricht für das Jahr 2023 von einem brachen-übergreifenden Umsatz von 230,07 Milliarden Euro, was nominal einem Plus von 11,5 Milliarden Euro gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Exportquote sank derweilen gegenüber dem Vorjahr deutlich von 35,4 Prozent auf nunmehr 24,86 Prozent. Der Wechselkurs von Euro und USD fiel insgesamt wenig volatil. Er schwankte unterjährig zwischen 1,06 und 1,11. Zum Jahresende notierte er mit 1,09. 2.2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft Die HG Food GmbH blickt auf ein ereignisreiches, insgesamt positives Geschäftsjahr 2023 zurück. Im Verlauf des Jahres sind die Störfaktoren, die eine Erholung von der Coronakrise - in vielen Ländern vorzeitig - beendet hatten, weitgehend geschwunden. Die Rohstoffpreise sind deutlich gesunken, und in der Folge hat sich die Inflation verringert. Die Reallöhne steigen dank nachlassender Inflation und anziehender Vergütungen inzwischen wieder und Lieferengpässe behindern die wirtschaftliche Aktivität nicht mehr ungewöhnlich stark. Dennoch ist die Unsicherheit für Unternehmen hoch geblieben. HG Food GmbH sieht sich entlang ihrer Wertschöpfungskette vornehmlich mit Geschehnissen geopolitischer Natur sowie anhaltenden oder neuen militärischen Auseinandersetzungen (Ukraine, Gaza/Israel) oder wirtschaftlichen Konflikten (Vereinigte Staaten/China) konfrontiert. In Zeiten inkonsistenter Wirtschafts- und Zinspolitik blieb in Teilen nur abzuwarten, wie sich diese Geschehnisse auf die Geschäfte der HG Food GmbH und ihrer Partner auswirken würden. Zusätzlich unterlag das Geschäft üblichen kalendarischen und saisonalen Effekten, welche zwar Einfluss auf die Lieferfähigkeit einzelner Vertragspartner, nicht jedoch per se auf die der HG Food GmbH hatten. Die Ertragslage der HG Food GmbH bleibt positiv und ist mit einem Rohergebnis von TEUR 17.307 zu beziffern. Dies ist ein Zuwachs von rund 40,9 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Gesamtkosten stiegen gleichzeitig um rund 32,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr an. Umsatzerlöse sind im Berichtjahr um TEUR 2.587 bzw. 2,4 Prozent auf TEUR 105.306 gesunken. Der Materialaufwand liegt bei TEUR 88.448 (i. Vj. TEUR 96.022) und hat sich entsprechend der Umsätze entwickelt. Der Personalaufwand liegt im Geschäftsjahr 2023 um TEUR 927 über dem Vorjahr, was in gestiegenen Gehältern zu begründen ist. Insgesamt betrugen die Personalkosten TEUR 3.758. Zum Stichtag 31.12.2023 beschäftigte die HG Food GmbH gemäß der statistischen Meldung 39 Mitarbeiter. Das hohe Qualifikationsniveau der Mitarbeiter sichert die HG Food GmbH durch eigene Aus- und stetige Weiterbildungsmaßnahmen. Die HG Food GmbH förderte weiterhin die Ausbildung in den Bereichen Groß- und Außenhandel. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit der Hochschule Bremen bezüglich des Dualen Studiengangs Management im Handel der in Ermangelung entsprechender Nachfrage seitens der Studentenschaft ab 2025 eingestellt werden muss. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 262 über dem Vorjahr, was vor allem auf die gestiegen Raum- und Werbungskosten zurückzuführen ist. Die Abschreibungen auf das Umlaufvermögen sind gegenüber dem Vorjahr zudem um TEUR 214 gestiegen. Das positive Finanzergebnis von TEUR 142 verbesserte sich um TEUR 140 auf Grund von Zinserträgen. Der Zinsaufwand beträgt TEUR 49 und resultiert vornehmlich aus der Finanzierung von Wareneinkäufen und Lagerbevorratung. Die Aufwendungen für Steuern vom Einkommen und Ertrag sind im Vergleich zum Vorjahr um 48,4 Prozent gestiegen. Insgesamt resultierte aus diesen Entwicklungen ein Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 7.832, während im Vorjahr ein Jahresüberschuss von TEUR 5.329 erzielt wurde. Auf Basis des Jahresergebnisses, als finanzieller Leistungsindikator, ist gegenüber dem Vorjahr ein Zuwachs um 47,0 Prozent zu verzeichnen. Die Vermögenslage bleibt entsprechend stabil. Die Bilanzsumme ist zum Stichtag um TEUR 6.101 bzw. 16,4 Prozent gestiegen und damit über Vorjahresniveau, sofern ein Vortrag der Ergebnisse auf neue Rechnung durch die Gesellschafter beschlossen wird. Das operative Anlage- und Umlaufvermögen ist durch Eigenkapital gedeckt. Ohne schwimmende Ware betrugen die Lagerbestände zum Bilanzstichtag TEUR 1.466 was einem Bestandsabbau von TEUR 222 entspricht und vornehmlich auf die Energiekrise und den Kundenwunsch nach einer "just in time" zurückzuführen ist. Dieser Abbau der Bestände ist folglich bewusst gesteuert und eine Reaktion auf die gestiegenen Energiekosten und spürbare Entspannung innerhalb der Lieferkette bezüglich der Versorgungssicherheit. Hingegen erhöhte sich der Wert an schwimmender Ware von TEUR 2.001 auf TEUR 5.093, wodurch der Vorratsbestand in Summe um TEUR 2.707 auf TEUR 6.315 gestiegen ist. Die Kundenstruktur der HG Food GmbH ist durch eine Vielzahl großer und mittelgroßer Kunden des produzierenden Gewerbes geprägt. Der Anteil der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 3.317, also rund 40,5 Prozent gestiegen. Sie machen rund 26,6 Prozent der Bilanzsumme aus. Devisensicherungsgeschäfte dienten ausschließlich der Absicherung von realen Warengeschäften. Auch die Finanzlage der Gesellschaft darf insgesamt als gut erachtet werden. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft beträgt rund 71,4 Prozent und liegt damit über dem Vorjahresniveau. Der Bestand der liquiden Mittel stieg im Vergleich zum Vorjahresstichtag um TEUR 676 auf insgesamt TEUR 12.516 an. Der Cash-Flow aus operativer Geschäftstätigkeit wird durch das Periodenergebnis und durch den Aufbau des Bestands der schwimmenden Ware und Forderungen getragen. Insgesamt bewegt sich die HG Food GmbH im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 umsatzseitig auf Vorjahresniveau und entspricht den prognostizierten Erwartungen. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1 Voraussichtliche Entwicklungen der Gesellschaft Die aktuell vorliegenden Frühindikatoren deuten laut ifo Institut für den Jahresbeginn 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin. Das Institut zieht diese Prognose aus einer Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, einem geringen Auftragsbestand, einem hohen Krankenstand sowie andauernden Streiks. Alles in allem dürfte die Wirtschaftsleistung ihren Rückgang zu Jahresbeginn zunächst fortsetzen und um 0,1 Prozent im Vergleich zum vierten Quartal des Jahre 2023 sinken. Eine gesamtwirtschaftliche Erholung wird erst in der zweiten Jahreshälfte erwartet. Insgesamt soll das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr um lediglich 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Für das kommende Jahr 2025 zeichnet sich für die Wirtschaftsleistung dann ein leichtes Plus von 1,5 Prozent ab. Gleichzeitig soll sich der Preisanstieg die Einschätzung des Institutes folgend, allmählich wieder normalisieren und die Inflationsrate auf 2,3 Prozent zurückgehen. Aktuell trüben noch immer die Auswirkungen des Krieges in der Ukraine die wirtschaftlichen Aussichten das Bild. Hohe Energiepreise, zahlreiche Sanktionen, sowie immer neue politische Unsicherheiten und teilweise gestörte Lieferketten bleiben Belastungsfaktoren für die deutsche Wirtschaft. Hinzu kommt die anhaltende geldpolitische Reaktion auf die zuletzt hohe Inflation und die daraus resultierenden Finanzierungsbedingungen. In Anbetracht dessen erwies sich die deutsche Wirtschaft im ersten Quartal des Jahres 2024 als widerstandsfähig. Zusammengenommen lasten diese Faktoren jedoch weiter auf der Entwicklung im Euroraum und somit auch auf die Ernährungsindustrie. Für das Geschäftsjahr 2024 erwartet die HG Food GmbH, basierend auf der Annahme einer rückläufigen Kaufkraft im EU-Binnenmarkt bei gleichbleibendem Preisniveau bei Transport, Beschaffung und Lagerung, leicht rückläufige Liefermengen und Umsätze. Das Hauptaugenmerk liegt einkaufsseitig weiterhin auf der Sicherung der Versorgung aus den Ursprungsländern, hilfsweise mit Subsituierung. Dem Risiko der Abhängigkeit von ernte- oder multi-krisenbedingter Verfügbarkeit einzelner Produkte und ganzer Produktgruppen sowie einer damit einhergehenden Verteuerung begegnet die HG Food GmbH mit geografischer Diversifikation im Lieferanten- und Produktportfolio. Den Risiken eines flexiblen Sourcing sowie der Erschließung immer neuer Absatzmärkte und Lieferquellen stehen, insbesondere auch in Zeiten zunehmender weltweiter Unruhen und sich häufender Naturkatastrohen, die sich daraus ergebenden Chancen mindestens ebenbürtig gegenüber. Die HG Food GmbH sieht, als Lieferant der vornehmlich europäischen Lebensmittelindustrie, trotz weltweiter Krisen, unbeständiger Erntesituationen und nicht prognostizierbarer Änderungen von Warenströmen die Chance, die Versorgung der Lebensmittelindustrie durch hohe Flexibilität und gute Informationspolitik auch zukünftig sicherzustellen. Der Kunde soll versichert sein, weiterhin höchstmöglichen Nutzen und bestmögliche Planungssicherheit für seine Produktion zu haben. Innerhalb der Branche erwartet die HG Food GmbH gleichbleibend hohen Druck auf die Margen, insbesondere auch durch die andauernd hohen Energiepreise und der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank. Dem kann die HG Food GmbH nur mit einer konsequenten Kostenkontrolle und einem schnellen Warenumschlag begegnen. Allerdings kann nicht ausgeschlossen werden, dass es auf Grund der geopolistsichen Spannungen in Zukunft erneut zu Lieferengpässen und Verknappung der Erntemengen kommen kann. Fremdwährungsrisiken ergeben sich aus der Wertschwankung der Basiswährung Euro gegenüber den Fremdwährungen, in der Vermögenswerte oder Verpflichtungen bestehen. Die Entwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass der Absatz der Handelswaren gegenüber schwankenden Devisenkursen unempfindlich ist. Das Risiko darf darüber hinaus auch aufgrund einer konservativen, mit EMIR II harmonisierten, Absicherungsstrategie als gering eingestuft werden. Insgesamt geht die HG Food GmbH davon aus, trotz aller Widrigkeiten und steigender Beschaffungs- und Beschaffungsnebenkosten das Wirtschaftsjahr 2024 mit einem Umsatz und Jahresergebnis auf Vorjahresniveau abzuschließen. Zum Risikomanagement gehören in diesem Zusammenhang auch verkaufsseitig Diversifikation und ein ausgewogener Branchenmix - auch über die europäische Lebens-, Genuss und Futtermittelindustrie hinaus. 3.2. Chancen und Risiken Als Teil internationaler Lieferketten und Zulieferer des produzierenden Gewerbes sieht sich die HG Food GmbH mit einer Vielzahl an unterschiedlichen Interessen, Konflikten und möglichen Zukunftsszenarien konfrontiert, welche in ihrer jeweiligen Ausgestaltung und ihrem Ausmaß, sowie ihrem Einfluss analysiert und bewertet werden müssen. Es gilt einerseits Frühwarnindikatoren zu identifizieren und deren Veränderungen rechtzeitig zu bemerken, um die darin enthaltenen Risikopotentiale zu umgehen sowie die möglichen Chancenpotentiale zu nutzen und konkrete Handlungen daraus abzuleiten. So berücksichtigt die Steuerung der Lagerbestände Veränderungen von Angebot und Nachfrage einzelner Produkte und Produktgruppen innerhalb der Lieferanten- und Kundenmärkte. Die insgesamt volatile Versorgung in den internationalen Märkten erfordert dabei eine unablässige Steuerung des physischen Bestandes, der aufgrund gestiegener Lagerhaltungskosten abgebaut wurde. Die HG Food GmbH sichert dennoch mit sehr gezielter Lagerbevorratung die Produktions- und Lieferbereitschaft sowie die hohe Produkt- und Servicequalität und beugt damit dem Risiko von Versorgungsengpässen und der Verteuerung der Produkte durch unnötige Lagerung vor. Der zunehmende Fachkräftemangel bedarf einer differenzierten Betrachtung. Er wirkt sich in seiner Ausgestaltung verschiedentlich entlang der Wertschöpfungskette aus. Kaufmännische Berufe, in den die HG Food GmbH aus- und fortbildet gelten weiterhin als attraktiv und zukunftsweisend. Diese Anziehungskraft teilen jedoch nicht alle Brachen entlang Lieferkette. Zunehmender Fachkräftemangel lässt sich folglich nicht in jeder Branche und auch nicht in beliebiger Dimension durch Automatisierung, Digitalisierung und die Verschlankung von Prozessen kompensieren. Letztlich ist es die Aufgabe einer jeden Partei für sich, aber auch im Sinne des Wertschöpfungsverbunds, zu denken und zu handeln. Die HG Food GmbH sieht die Chance durch aktives Management eine hohe Resilienz innerhalb Lieferketten zu erhalten und zukünftigen Herausforderungen gewachsen zu sein. Die Marktstellung beeinträchtigende Qualitätsrisiken sind im Geschäftsjahr 2024 bei den gehandelten Waren nicht zu erwarten. Seit dem Ende der pandemie-bedingten Reisebeschränkungen und Unsicherheiten, konnten Qualitätssicherungsmaßnahmen entlang der gesamten Lieferkette nun wieder wie gewohnt erfolgen und Lieferanten gezielt besuchen und auditieren. In Zeiten zunehmender Digitalisierung geraten einzelne Unternehmen, aber auch ganze Lieferketten immer häufiger in den Fokus von Hackern, bzw. Wirtschaftskriminellen. Sogenannte Lieferkettenangriffe sind im Grunde ein Cyberangriff auf die Lieferkette. Anstatt ein bestimmtes Unternehmen direkt ins Visier zu nehmen, werden Lieferanten und Drittanbieter angegriffen. Die HG Food GmbH schützt sich und damit auch ihre Geschäftspartner vor solch kostspieligen Bedrohungen durch regelmäßige Sensibilisierung von Personal und Geschäftspartnern, sowie dem Einsatz modernster Erkennungs- und Sicherungssysteme. Dennoch bleibt ein nicht unbeachtliches Restrisiko bestehen. Die immer lauter werdenden Forderungen von Politik und Industrie nach der Nutzung des "Product Carbon Footprint" als Instrument zur gemeinsamen Ermittlung, Bewertung und Kommunikation für interessierte Unternehmen stellen insbesondere in einer Übergangszeit, in der keine gemeinsamen international harmonisierten Standards existieren, eine organisatorische und finanzielle Herausforderung für die Lieferkette dar. Wenn sich die zu erfüllenden Sorgfaltspflichten als verhältnismäßig und für Unternehmen in der täglichen Praxis als umsetzbar darstellen, sieht die HG Food GmbH neben einem erheblichen Aufwand auch die Chance, durch das Angebot emissionsarmer Produkte und die Wahl klimagerechter Transportmittel ihren Beitrag für den Klimaschutz zu leisten. Gleichzeitig kann durch die stärkere Einbeziehung dieser Faktoren erreicht werden, dass das Produktangebot nachhaltiger gestaltet werden kann und damit dem Kunden und der Umwelt künftig in besonderem Maße nützen wird. Zur Vermeidung des Entstehens von Forderungsausfällen arbeitet die HG Food GmbH mit gezieltem Monitoring und bestmöglicher Risikostreuung. Ausfallrisiken trägt die HG Food GmbH durch die Bildung ausreichender Wertberichtigungen Rechnung. Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass wirtschaftliche Unruhen, kriegerische Auseinandersetzungen sowie der Klimawandel als das neue "Normal" betrachtet werden müssen. Als Außenhandelsunternehmen sieht sich die HG Food GmbH trotzdem gerüstet, wesentliche Marktveränderung rechtzeitig zu erkennen und angemessen Antworten zu finden.
Ritterhude, den 30. Juni 2024 HG Food GmbH Geschäftsführung Jobst Geber Heike Geber Catarina Geber BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023HG Food GmbH, RitterhudeI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter der Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften aufgestellt. II. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht
Register-Nr.: 200987 III. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Erworbene immaterielle Anlagewerte wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, wurden diese angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Kassenbestände und Bankguthaben werden mit dem Nennbetrag bilanziert. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit dem Betrag am Ende des Geschäftsjahres bilanziert, der Aufwand im Folgejahr darstellt. Sonstige Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Angaben zur Bilanz 1. Anlagenspiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 ist aus dem als Anlage zum Anhang beigefügten Anlagenspiegel ersichtlich. 2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 3. Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen enthalten mit TEUR 477 (Vorjahr: TEUR 147) im Wesentlichen Rückstellungen für Personalkosten. In Höhe von TEUR 351 (Vorjahr: TEUR 428) handelt es sich um Rückstellungen für ausstehende Rechnungen von Lieferanten. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Termingeschäften wurden in Höhe von TEUR 279 (Vorjahr: TEUR 196) gebildet. 4. Latente Steuern Aufgrund unterschiedlicher Wertansätze von Vermögensgegenständen und Schulden in den Handels- und Steuerbilanzen ergaben sich aktive und passive latente Steuern. Die Bewertung der temporären Differenzen erfolgte mit den für den Zeitpunkt des voraussichtlichen Abbaus der Differenz geltenden unternehmensindividuellen Steuersätzen aus Gewerbesteuer und Körperschaftsteuer. Dabei wurden für die Gewerbesteuer ein Steuersatz von 16,5 Prozent und für Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag von 15,8 Prozent zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern resultieren aus dem Ansatz von Rückstellungen aus drohenden Verlusten, für die ein steuerliches Passivierungsverbot gilt. Aus nicht realisierten Fremdwährungsgewinnen und -verlusten ergeben sich sowohl aktive als auch passive latente Steuern. Saldiert ergibt sich insgesamt ein Überhang aktiver latenter Steuern, die nach dem Aktivierungswahlrecht gem. § 274 Abs. 1 S. 2 HGB nicht gebildet werden. 5. Verbindlichkeiten Die nachfolgende Darstellung zeigt Restlaufzeiten der in der Bilanz aufgeführten Verbindlichkeiten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen in voller Höhe Verbindlichkeiten aus dem Kauf von Anteilen dieses Unternehmens. V. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Von den Umsatzerlösen entfallen 76,95 Prozent auf inländische Umsatzerlöse und 23,05 Prozent auf ausländische Umsätze. Sie entfallen mit 97,87 Prozent auf den Handel mit TK-Obst sowie mit 2,13 Prozent auf den Handel mit TK-Gemüse. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten mit TEUR 125 (Vorjahr: TEUR 1) periodenfremde Erträge, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rückstellungen resultieren. VI. Sonstige Angaben 1. Angaben zu Devisenterminkontrakten Die Gesellschaft verfügt zum Stichtag über nicht bilanzierte Devisenterminkontrakte, die demzufolge nicht zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Es bestehen Deviseneinkaufskontrakte in einem Volumen von TUSD 15.316 (Vorjahr: TUSD 7.992). Der Zeitwert dieser Kontrakte beläuft sich auf TEUR + 32 (Vorjahr: TEUR + 97) zu Gunsten und TEUR - 311 TEUR (Vorjahr: TEUR - 315) zu Lasten des Unternehmens. Dieser Zeitwert bemisst sich an dem Marktwert im Devisenhandel. 2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die HG Food GmbH hat verschiedene Miet- und Leasingverträge abgeschlossen. Die hieraus für die Zukunft zu erwartenden jährlichen finanziellen Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag wie folgt:
Von den Verpflichtungen entfallen jährlich TEUR 244 (Vorjahr: TEUR 189) auf Mietzahlungen für gewerbliche Immobilien an nahestehenden Unternehmen. 3. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:
4. Namen der Geschäftsführer Während des abgelaufenen Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:
Die Angabe der Gesamtbezüge unterbleibt gemäß § 286 Abs. 4 HGB. 5. Haftungsverhältnisse Die HG Food GmbH hat für ein Beteiligungsunternehmen Höchstbetragsbürgschaften von EUR 1.000.000,00 sowie EGP 57.000.000,00 übernommen. Die HG Food GmbH geht Haftungsverhältnisse nur nach sorgfältiger Risikoabwägung und grundsätzlich nur im Zusammenhang mit ihrer eigenen oder der Geschäftstätigkeit von Beteiligungsunternehmen oder verbundener Unternehmen ein. Auf Basis einer kontinuierlichen Evaluierung der Risikosituation der eingegangenen Haftungsverhältnisse und unter Berücksichtigung der bis zum Aufstellungszeitpunkt gewonnenen Erkenntnisse geht die HG Food GmbH derzeit davon aus, dass die den Haftungsverhältnissen zugrunde liegenden Verpflichtungen von den jeweiligen Hauptschuldnern erfüllt werden können. Die HG Food GmbH schätzt daher bei allen aufgeführten Haftungsverhältnissen das Risiko einer Inanspruchnahme als nicht wahrscheinlich ein. 6. Abschlussprüferhonorar Die für den Abschlussprüfer des Jahresabschlusses im Geschäftsjahr als Aufwand erfassten Honorare betragen TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 19). 7. Anteilsbesitz Angabe nach § 285 Nr. 11 HGB:
8. GewinnverwendungsvorschlagAusgehend von einem Jahresüberschuss von TEUR 7.832 (Vorjahr: TEUR 5.329) ergibt sich unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags aus dem Vorjahr in Höhe von TEUR 18.941 (Vorjahr: TEUR 15.612) ein Betrag von TEUR 26.773 (Vorjahr: TEUR 20.941). Die Geschäftsführung schlägt vor den gesamten Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.
Ritterhude, 30. Juni 2024 HG Food GmbH Geschäftsführung Jobst Geber Heike Geber Catarina Geber Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 20.09.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die HG Food GmbH, Ritterhude Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der HG Food GmbH, Ritterhude, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der HG Food GmbH, Ritterhude, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Bremen, den 18. September 2024 konja
GmbH
Peter Marcinek, Wirtschaftsprüfer |
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