Serviceplan Group SE & Co. KG
MünchenStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Matthias Brüll seit 23.10.2025 | Kommanditist |
Markus Johannes Noder seit 3.8.2018 | Kommanditist |
Fabian Hermann Dr. Prüschenk seit 27.6.2017 | Kommanditist |
Alexander Schill seit 9.10.2013 | Kommanditist |
GesellschafterBeta
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
4 von 5 angezeigt
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Serviceplan Group SE & Co. KGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.07.2022 bis zum 30.06.2023KonzernlageberichtI. Grundlage des Konzerns Die Serviceplan Group ist die größte unabhängige, partnergeführte Agenturgruppe Europas. Vor über 50 Jahren als Werbeagentur gegründet, entwickelte Serviceplan rasch das Konzept vom "House of Communication", das komplett integriert aufgestellte Agenturmodell, das alle modernen Kommunikationsdisziplinen unter einem Dach vereint. Mit 24 eigenen Standorten sowie weiteren Partnerschaften ist die Serviceplan Group in insgesamt 34 Ländern weltweit und in allen wichtigen Wirtschaftsräumen vertreten. Neben den drei größten Agenturmarken Serviceplan, Mediaplus und Plan.Net zählt zur Gruppe auch die strategische Unternehmensberatung Consulting. Die Serviceplan Group SE & Co. KG als Konzernmuttergesellschaft erbringt neben dieser Eigenschaft Shared-Service Leistungen für die Agenturen der Unternehmensgruppe auf sämtlichen Gebieten der Verwaltung und Neugeschäftsunterstützung. Im abgeschlossenen Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 verzeichnet die Serviceplan Group mit einem Honorarumsatz von EUR 556 Mio. (Vj. EUR 456 Mio.) das mit Abstand beste Ergebnis seit ihrer Gründung. Unverändert belegt sie mit deutlichem Vorsprung bereits seit vielen Jahren Platz 1 im Umsatzranking der größten inhabergeführten Agenturen in Deutschland. Dieser Erfolg geht vor allem auf das Konzept "House of Communication" zurück, bei dem die Bausteine Creative & Content, Experience & Technology und Media & Data integriert gedacht und für Kunden individuell, agil und ganzheitlich umgesetzt werden. Ebenso zum Erfolg beigetragen hat das neue holistische Nachhaltigkeitsangebot "The Good Line", das maßgeschneidert auf individuelle Bedürfnisse entlang der gesamten "Sustainability Journey" eines jeden Unternehmens anwendbar ist. Dieses Angebot, das agenturübergreifend alle Consulting- und Kommunikationsleistungen in den Bereichen Data, Campaigning, Brand, Media und Digital umfasst, soll zukünftig mittels "Customized Agencies" noch weiter ausgebaut werden. Weiterhin verzeichnet die Agenturgruppe eine steigende Nachfrage nach Digitalisierungsleistungen. Das Honorarvolumen von Mediaplus (inkl. Facit) und Plan.Net lag im vergangenen Geschäftsjahr um rund 18,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Zudem setzt die Serviceplan Group weiterhin auf die zunehmende Internationalisierung. Mit Ausbau der globalen Produktionseinheit Serviceplan Make, die tief in den Kreativ-, Digital- und Mediaangeboten der Gruppe integriert ist, liegt der Fokus auf der Etablierung von Make.OS, einer im Haus entwickelten Plattform, die es schafft, effiziente Kommunikation, Real-Time-Feedback und automatisierte Freigabeprozesse durch den Einsatz künstlicher Intelligenz sicherzustellen. Weiter wurden unter dem Dach von "Plan.Net TechNest" Teams aus Deutschland, Indien, Polen und Rumänien vereint, die standortübergreifend maßgeschneiderte Lösungen in Bezug auf Implementierung und Maintenance anbieten, um den steigenden Bedarf bei Digital-Experience sowie Technologie-Services bedienen zu können. Erneut konnten zahlreiche Awards und Auszeichnungen bei den führenden Wettbewerben wie Cannes Lions, New York Festival oder LIA gewonnen werden, davon 170-mal Gold, 165-mal Silber, 167-mal Bronze sowie 16-mal Grand Prix sowie mehrfache Auszeichnungen als "Independent Agency of the Year". Die jährlich durchgeführte Kundenbefragung der Serviceplan Group zeigt regelmäßig Spitzenwerte in der Kundenzufriedenheit, was zu überdurchschnittlichen Verweildauern der Kunden führt. Mit dem Umzug in das neue Münchener "House of Communication" positioniert sich die Serviceplan Group weiter als attraktiver Arbeitgeber. Die offene Architektur unterstützt das flexible Arbeiten (Activity Based Working) und entspricht den Ansprüchen an ein modernes, eigenverantwortliches und integriertes Arbeiten. Im Bereich Personal konnte die Fluktuationsrate insgesamt weiterhin leicht gesenkt werden. Zweimal jährlich werden sämtliche Mitarbeiter:innen im In- und Ausland um ein 360°-Feedback gebeten, woraus konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet werden. Zudem gibt es partnerschaftlich vereinbarte Karriere-Entwicklungspläne sowie eine Vielzahl von Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen. Das Mentoringprogramm "PLUS - The Mentoring Program by Serviceplan" vernetzt Kolleg:innen mit Führungskräften aus der Agenturgruppe, um von den gegenseitigen Erfahrungen zu profitieren. Des Weiteren werden Projekte und Ideen, die neben oder in Ergänzung zu den täglichen Aufgaben der Mitarbeiter:innen in Eigeninitiative und in Eigenverantwortung entstanden sind, unter dem Namen "Ownership" gefördert. Um schnell und unbürokratisch helfen zu können, wurde vor einigen Jahren die Initiative weCare ins Leben gerufen. Damit können hilfsbedürftige Mitarbeiter:innen der Serviceplan Group sowie deren Angehörige in den Fällen, in denen diese unverschuldet in persönliche Notsituationen geraten sind, materiell und finanziell unterstützt werden. Zudem werden mithilfe von weCare wohltätige und gemeinnützige Organisationen unterstützt, wie beispielsweise für die Hilfe von Kriegsopfern in der Ukraine. Für die Serviceplan Group bedeutet nachhaltiges Handeln, Verantwortung für die Umwelt und die Menschen zu übernehmen. Eine der wichtigsten Maßnahmen dabei ist, dass alle deutschen Standorte seit dem Wirtschaftsjahr 2020/2021 klimaneutral sind. Bis Ende des Kalenderjahres 2024 sollen alle internationalen Standorte ebenfalls klimaneutral werden. Daneben setzt sich die Serviceplan Group auch aktiv gegen jegliche Diskriminierung ein und fördert ein offenes, vorurteilsfreies und diverses Arbeitsumfeld für alle. II. Wirtschaftsbericht a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Das Wirtschaftsjahr war geprägt von der Stagnation der deutschen Wirtschaft aufgrund der hohen Inflation, was zu einem Rückgang der Kaufkraft privater Haushalte und einem Anstieg der Leitzinsen der Europäischen Zentralbank führte. Daneben schwächt sich die Weltkonjunktur spürbar ab (Quelle: ifo Konjunkturprognose Herbst 2023 vom 7. September 2023). Die schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen führten zu einer Abkühlung der konjunkturellen Entwicklung. Während das Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt im dritten Quartal 2022 noch um 1,2 % angestiegen ist, stagnierte das Bruttoinlandsprodukt im vierten Quartal 2022 mit 0,2 % sowie im ersten Quartal 2023 mit 0,1 %. Im zweiten Quartal 2023 sank das Bruttoinlandsprodukt um -0,6 % (Quelle: Statistisches Bundesamt, Pressemitteilung Nr. 299 vom 28. Juli 2023). Die Entertainment- und Medienbranche in Deutschland konnte das Wachstum des Vorjahres mit 5,7 % auf EUR 66,0 Mrd. fortsetzen, wobei sich das Wachstum von 10,5 % im Vorjahr auf 5,7 % deutlich verlangsamt hat. Dies begründet sich vor allem in der Zurückhaltung der Konsument:innen aufgrund der hohen Inflation sowie den Ungewissheiten durch die geopolitische Instabilität. Der langanhaltende Trend, dass digitale Segmente stärker wachsen als nicht-digitale, setzt sich weiter fort. Während bei nicht-digitaler Werbung ein Anstieg der Umsätze um 4,7 % auf EUR 42,1 Mrd. zu verzeichnen war, konnte die digitale Werbung wie Onlinewerbung, Internetvideo und Virtual Reality ihr dynamisches Wachstum um 7,6 % auf EUR 23,9 Mrd. fortsetzen (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2023 - 2027). b. Finanzielle Leistungsindikatoren Zu den wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren, die Grundlage der Steuerung des Unternehmens sind, gehören Honorarerlöse, Umsatzrendite (Vorsteuerergebnis in Relation zum Rohertrag; dieser wird berechnet als Gesamtleistung abzüglich Materialaufwand), EBT (Bruttoergebnis) sowie der Cashflow. c. Nicht finanzielle Leistungsindikatoren Die Leistungsindikatoren nicht finanzieller Art sind bei der Serviceplan Group vor allem die durch jährliche Umfragen ermittelte Zufriedenheit der Mitarbeiter:innen und der Kunden. d. Geschäftsverlauf und Lage Ertragslage Trotz der weiterhin unsicheren gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen entwickelte sich die Serviceplan Group im Wirtschaftsjahr 2022/2023 gegenüber den Wettbewerbern überdurchschnittlich. Dies liegt zum einen an der zunehmenden Vernetzung von Kunden, die einen großen Bedarf an unterschiedlichen Kommunikationsdienstleistungen haben, zum anderen sind auch Größenvorteile ein wesentlicher Grund für die anhaltend positive Entwicklung. Ausschlaggebend dafür war die gute Entwicklung aufgrund der Gewinnung neuer, attraktiver Kunden, dem Ausbau des Bestandskundengeschäfts sowie der Verteidigung großer Werbeetats in Ausschreibungen. Das prognostizierte Wachstum der Honorarerlöse konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/2023 übertroffen werden. Die Umsatzerlöse der Serviceplan Group liegen mit EUR 1.468,1 Mio. deutlich über dem Niveau des Vorjahres (EUR 1.388,3 Mio.). Der größte Unternehmensbereich war dabei wie bereits im Vorjahr der Bereich Mediaplus. Hier liegt der Anteil an den Umsatzerlösen (vor Konsolidierung) aufgrund der enthaltenen, sehr hohen Media-Billings erneut knapp über 70 %. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um EUR 4,1 Mio. auf EUR 11,1 Mio. gestiegen. Dies begründet sich in hohen Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen, insb. für ausstehende Rechnungen. Proportional zu den Umsatzerlösen liegt auch der Materialaufwand mit EUR 1.133,7 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 1.088,3 Mio.). Mit 2.839 Mitarbeiter:innen im Jahresdurchschnitt ist die Anzahl der Mitarbeitenden der Unternehmensgruppe deutlich angestiegen (Vj. 2.536 Mitarbeiter:innen), was zu einem deutlichen Anstieg der Personalaufwendungen in Höhe von 14,9 % bzw. EUR 28,9 Mio. geführt hat. Zusätzlich führten Gehaltsanpassungen und gestiegene Tantiemen zur Erhöhung der Personalkosten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 57,1 Mio. deutlich über dem Vorjahresniveau. Dies begründet sich zum einen aus inflationsbedingten Preissteigerungen und erhöhten Raumkosten, zum anderen aus der Aufholung von Corona-Effekten, beispielsweise gestiegene Reisekosten. Das EBT ist um EUR 4,1 Mio. auf EUR 61,5 Mio. gesunken und liegt damit unterhalb der Prognose des Vorjahres. Das Finanzergebnis liegt mit EUR 0,8 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres von EUR 0,7 Mio. Insgesamt hat sich der Konzernjahresüberschuss, der auf die Gesellschafter des Mutterunternehmens entfällt, um EUR 6,7 Mio. von EUR 30,1 Mio. auf EUR 23,4 Mio. vermindert. Die Umsatzrendite ist im Berichtsjahr von 21,3 % im Vorjahr auf 17,8 % leicht gesunken und erreicht damit die Prognose aus dem Vorjahr nicht. Vermögens- und Finanzlage Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum Vorjahr von EUR 352,4 Mio. um EUR 42,9 Mio. auf EUR 395,3 Mio. angestiegen. Das Anlagevermögen hat sich insbesondere aufgrund des Anstiegs der Geschäfts- und Firmenwerte aufgrund von Erstkonsolidierungen sowie durch den Rückkauf von Minderheitsanteilen um EUR 1,6 Mio. erhöht. Die Vorräte liegen mit EUR 8,9 Mio. leicht über dem Niveau des Vorjahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind stichtagsbedingt gegenüber dem Vorjahr um EUR 8,1 Mio. auf EUR 149,1 Mio. leicht gesunken. Dagegen sind die Forderungen gegenüber Gesellschaftern aufgrund eines Darlehens in Höhe von EUR 43,5 Mio. deutlich angestiegen. Die sonstigen Vermögensgegenstände haben sich insbesondere aufgrund des Anstiegs der Forderungen aus Cashclearing und sonstiger Verrechnungen gegenüber Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG um EUR 15,3 Mio. auf insgesamt EUR 141,2 Mio. erhöht. Die liquiden Mittel sind zudem gegenüber dem Vorjahr um EUR 5,9 Mio. auf EUR 14,8 Mio. gesunken. Während sich bei den Passiva die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um EUR 40,5 Mio. auf EUR 53,4 Mio. erhöht haben, haben sich stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ebenfalls erhöht (+EUR 3,3 Mio.). Von den gesamten Verbindlichkeiten von EUR 257,2 Mio. haben EUR 248,6 Mio. eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Der Bestand an Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie erhaltenen Anzahlungen kann von Tag zu Tag im zweistelligen Millionenbereich schwanken, je nachdem wann die Einzahlungen von Kunden für deren Mediaschaltungen valutiert werden. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern haben sich im Wesentlichen aufgrund eines Darlehens in Höhe von EUR 4,5 Mio. auf EUR 25,9 Mio. erhöht, zudem sind stichtagsbedingt die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, auf EUR 5,8 Mio. angestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben sich um EUR 4,3 Mio. auf insgesamt EUR 55,6 Mio. erhöht. Das Konzerneigenkapital in Höhe von EUR 83,6 Mio. hat sich zum 30. Juni 2023 leicht verringert und ist somit um EUR 3,6 Mio. niedriger als noch im Vorjahr mit EUR 87,2 Mio. Damit liegt die Eigenkapitalquote mit 21,1 % leicht unter dem Niveau des Vorjahres von 24,7 %. Die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere aufgrund von hohen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen im Vorjahr um EUR 11,9 Mio. von EUR 49,2 Mio. auf EUR 37,3 Mio. gesunken. Die liquiden Mittel am Ende der Berichtsperiode liegen mit EUR 14,8 Mio. unter dem Vorjahresniveau und liegen ganz überwiegend in Form von Bankguthaben vor. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit hat sich gegenüber dem Vorjahr auf EUR 63,0 Mio. erhöht. Hauptursache hierfür ist der deutliche Rückgang der Rückstellungen sowie die Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva. Aus der Investitionstätigkeit ergibt sich insgesamt ein deutlicher Anstieg des Mittelabflusses auf EUR 61,3 Mio. (Vj.: Mittelabfluss von EUR 5,6 Mio.). Dies begründet sich zum einen aus Auszahlungen aufgrund von Finanzmittelanlagen an Gesellschafter, zum anderen aus hohen Auszahlungen an Konzerngesellschaften der Serviceplan Group International SE & Co. KG sowie für Investitionen in das Sachanlagevermögen für das neue House of Communication (EUR 2,9 Mio.). Die Mittelabflüsse aus der Finanzierungstätigkeit sind um EUR 13,0 Mio. gegenüber dem Vorjahr auf EUR 7,7 Mio. gesunken, was insbesondere auf die gestiegenen Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten zurückzuführen ist. Die Prognose eines positiven Cashflows wurde somit nicht realisiert. Aufgrund der zum 30. Juni 2023 vorhandenen liquiden Mittel, nicht in Anspruch genommener Kreditlinien in Höhe von EUR 72,0 Mio. sowie der im Wirtschaftsjahr 2023/2024 abgeschlossenen mittelfristigen Anschlussfinanzierung betrachten wir die Finanzierung der Unternehmensgruppe als sichergestellt. e. Gesamtwürdigung des Geschäftsjahres Die Serviceplan Group hat mit dem Geschäftsjahr 2022/2023 trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen erneut ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr abgeschlossen. So war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Serviceplan Group im Geschäftsjahr 2022/2023 unverändert sehr stabil. Die handelsrechtlichen Umsatzerlöse haben sich um 5,8 % auf EUR 1.468,1 Mio. erhöht, die Honorarumsätze sind von EUR 456,0 Mio. im Vorjahr auf EUR 556,0 Mio. stark angestiegen. Das Konzernjahresergebnis ist allerdings um EUR 6,7 Mio. auf EUR 23,4 Mio. gesunken. Aufgrund des Rückgangs des Konzerneigenkapitals um EUR 3,6 Mio. ist die Eigenkapitalquote leicht auf 21,1 % gesunken. Unter Berücksichtigung der schwierigen gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen, konnte das Ergebnis des abgelaufenen Geschäftsjahres die Erwartungen der Geschäftsleitung nicht in vollem Umfang erfüllen. Die Geschäftsleitung beurteilt die Geschäftsentwicklung dennoch insgesamt als günstig. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht Das Risikomanagement der Serviceplan Group dient dem Zweck, Risiken, die das Wachstum und den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen und damit ihre Auswirkungen zu begrenzen. Dabei wird auf ein integriertes Planungs-, Steuerungs- und Kontrollsystem gesetzt, das in allen Gesellschaften implementiert ist und das darüber hinaus einem kontinuierlichen Optimierungsprozess unterliegt. Die Identifizierung und Bewertung von Risiken sowie die Umsetzung von Maßnahmen erfolgen durch die jeweiligen Fachbereiche und Geschäftsführer:innen. Wirtschaftliche Risiken werden in regelmäßigen Abständen durch den Vorstand der Serviceplan Group analysiert, bewertet und Steuerungsmaßnahmen vereinbart. Zudem informiert der Vorstand regelmäßig den Aufsichtsrat der Serviceplan Group Management SE über die zu erwartenden Risiken und die zur Gegensteuerung eingeleiteten Maßnahmen. Der Erfolg dieser wird im Rahmen des monatlichen Berichtswesens überwacht und kommuniziert. Dieser Ansatz wird nicht nur auf die Risiken beschränkt. Ziel des Risikomanagements ist es auch, Chancen zu identifizieren und für das Unternehmen nutzbar zu machen. Die Risikopolitik des Konzerns entspricht dem Bestreben, nachhaltig und profitabel zu wachsen. Aus dem täglichen Geschäftsablauf ergeben sich in allen Geschäftsbereichen die folgenden, nachstehend dargestellten Risiken und Chancen: a. Risiken aus dem konjunkturellen Umfeld Die Werbeausgaben der Unternehmen sind hoch positiv korreliert mit der wirtschaftlichen Situation in den jeweiligen Ländern der Werbekunden. Eine Eintrübung oder ein abrupter Abriss der (Welt-)Konjunktur hat eine unmittelbare Auswirkung auf die Werbebudgets der Kunden und damit auf die wirtschaftliche Situation der Serviceplan Group. Die deutsche Wirtschaft wird weiterhin von mehreren Faktoren ausgebremst. Vor allem die Zurückhaltung bezüglich Konsumausgaben der privaten Haushalte aufgrund hoher Inflation belastet die Konjunktur. Allerdings belasten die gestiegenen Finanzierungskosten sowie eine schwache Auslandsnachfrage nach Industrieprodukten die deutsche Wirtschaft. Da die Binnenmarktnachfrage für den wirtschaftlichen Erfolg der Serviceplan Group als wichtigster Einflussfaktor angesehen wird, da diese am stärksten die Werbebudgets unserer Kunden beeinflusst, ist das aktuelle und sich abzeichnende konjunkturelle Umfeld unserer Ansicht nach stark risikobehaftet, wenngleich sich auch weiterhin Chancen ergeben. Staatliche Konjunkturmaßnahmen können dem Rückgang allerdings entgegenwirken, einzelne Unternehmen und/oder Branchen selbstverständlich eine Ausnahme darstellen. Weiterhin können exogene Störungen, wie beispielsweise Wechselkursschwankungen, politische Unruhen, internationale Handelsstreitigkeiten und Sanktionen auf das Geschäftsfeld und die wirtschaftliche Situation der Serviceplan Group negativen Einfluss ausüben. Die Gesellschaft ist aus ihrem operativen Geschäft einem Ausfallrisiko ausgesetzt. Daher werden die Außenstände fortlaufend überwacht. Ausfallrisiken werden mittels Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind in Einzelfällen durch Abschluss einer Kreditversicherung abgesichert. Ferner werden alle offenen Forderungen regelmäßig überprüft und überfällige Posten konsequent gemahnt. Zudem wurden mit einzelnen größeren Kunden Vereinbarungen über Reverse Factoring abgeschlossen, um bei längeren Zahlungszielen vorzeitige Zahlungseingänge zu erhalten. b. Branchenrisiken Werbebeschränkungen oder Werbeverbote unterliegen stets den Änderungen der Gesellschaftsnormen. Diese regulatorischen Restriktionen werden durch die Bundesregierung oder die Europäische Union beschlossen und können sich kurzfristig negativ auf die Ergebnissituation auswirken. Als Beispiele kann hier Werbung für Tabak genannt werden, zudem ist durch die Ampelkoalition ein Verbot für an Kinder gerichtete Werbung für Lebensmittel mit hohem Zucker-, Fett- und Salzgehalt geplant. Daneben verzeichnet die Branche zunehmend einen Trend zur Vergabe von Werbebudgets als Ausschreibung von einzelnen Projekten, und nicht mehr die Vergabe in Form von pauschalen Vergütungsmodellen wie Jahresetats. Dies hat zur Folge, dass der Akquisitionsaufwand im Vergleich zum ausgeschriebenen Etat steigt, die Planungssicherheit über ein Jahr abnimmt sowie die Ressourcenplanung weiter erschwert wird. Durch ein sorgfältiges Prüfen der Ausschreibungen und ein enges Projektcontrolling kann hier sichergestellt werden, dass das Risiko hinsichtlich der Rentabilität von Projekten minimiert wird. Die Kundenstruktur der Gesellschaft zeigt kein erhöhtes Risiko, da der Branchenmix sehr ausgewogen ist und der Großteil der Kunden größere und mittelständische Unternehmen sind. Zudem sehen wir uns als Agenturgruppe sehr gut aufgestellt, diesen Entwicklungen mit kreativen und innovativen Lösungen entgegenzutreten. c. Finanzwirtschaftliche Risiken Die Gesellschaft unterliegt hinsichtlich ihrer Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und geplanten Transaktionen insbesondere Liquiditätsrisiken sowie dem Risiko der Veränderung von Zinssätzen. Damit die Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität des Unternehmens jederzeit sichergestellt werden kann, wird eine Liquiditätsreserve in Form von Bankguthaben sowie ausreichenden Kreditlinien vorgehalten. Zudem wird das bestehende Liquiditätsmanagement, welches unter anderem ein Monitoring der weltweiten Banksalden der Beteiligungsunternehmen beinhaltet, durch eine kurz- und mittelfristige Liquiditätsplanung weiter ausgebaut. Das Zinsrisiko der Serviceplan Gruppenholding resultiert im Wesentlichen aus verzinslichen Darlehens- und Kontokorrentverbindlichkeiten in der Euro-Zone. Durch ein Darlehen, welches flexibel als zinsgünstiges Eurodarlehen oder als klassisches Bankdarlehen in Anspruch genommen werden kann, ist das Zinsrisiko in diesem Bereich allerdings begrenzt. Zusätzlich wird durch ein kurzfristiges Liquiditätsmanagement die Kreditaufnahme gesteuert und mithilfe eines Treasury Management Systems diverse Planungen und Reportings durchgeführt, um dieses Risiko zu reduzieren. d. Risiken aus dem möglichen Verlust von Schlüsselkunden Der Wegfall oder die erhebliche Reduktion von Werbebudgets von Schlüsselkunden führt zu einem Rückgang von Umsatzerlösen und aufgrund der zeitlich verzögerten Wirksamkeit von Gegenmaßnahmen kurzfristig zu einer schlechteren Ergebnissituation. Der Verlust von Schlüsselkunden kann vielfältig begründet sein, was nicht immer durch die Gesellschaft zu vertreten ist, beispielweise durch den Rückgang der Konjunktur, Änderungen von Personal oder Geschäftsmodellen auf Kundenseite sowie Gesetzesänderungen. Die Kundenstruktur der Serviceplan Group zeigt hierzu ein deutlich unterdurchschnittliches Risiko, da der Branchenmix sehr ausgewogen ist und immer noch eine nennenswerte Anzahl der Kunden größere und mittelständische Unternehmen sind. Zudem beträgt der Umsatzanteil des mit Abstand größten Einzelkunden trotzdem lediglich ca. 10 %. Mit einigen großen, internationalen Konzernen, von denen ein nennenswertes "Cluster-Risiko" ausgehen könnte, konnten die längerfristigen Verträge erneuert bzw. sogar ausgebaut werden. Zudem werden Ergebnisbeeinträchtigungen durch Beendigung von Kundenbeziehungen durch eigenes schuldhaftes Verhalten bei Bedarf größtenteils durch gruppenweite Risikoversicherungen abgefedert. e. Risiken aus dem Verlust von Schlüsselpersonal Für beratende Unternehmen ist qualifiziertes Personal der entscheidende Schlüssel zum Erfolg. Durch den Wegfall von Schlüsselpersonal oder dadurch, dass für Wachstum nötiges Personal nicht ausreichend besetzt werden kann, resultiert ein unmittelbares, wirtschaftliches Risiko. Grundsätzlich ist die Werbebranche von hoher Fluktuation geprägt. In Verbindung mit der allgemeinen demografischen Entwicklung sowie dem fortgeführten Wachstumskurs der Serviceplan Group wird sich der Wettbewerb um Talente sicherlich noch verschärfen. Ein Erfolgsfaktor der Serviceplan Group, der sich insbesondere in Krisenzeiten bewährt hat, ist das inhabergeführte Partnermodell. Jedes Unternehmen der Agenturgruppe wird von ein bis zwei Geschäftsführer:innen geleitet, die zugleich substanziell am Unternehmenserfolg beteiligt sind. Alle Partner:innen sind im Tagesgeschäft involviert und kümmern sich persönlich um ihre Kunden. Dies ermöglicht eine hohe Agilität und schnellere und flexiblere Entscheidungen, ohne dass auf kurzfristige ROI-gesteuerte Interessen von Shareholdern Rücksicht genommen werden muss. Zugleich kann Serviceplan ihren Kunden eine maximale Beratungskontinuität anbieten, was sich in deutlich überdurchschnittlichen Kundenverweildauern niederschlägt. Auch weist die Serviceplan Group dadurch auf Top-Führungsebene eine geringe Fluktuation auf. Auf Ebene der Mitarbeiter:innen wird mittels aktiver Personalpolitik, attraktiver Weiterbildungsmaßnahmen und einem leistungsorientierten Entlohnungsmodell erreicht, die Talente weit über Branchendurchschnitt lange an das Unternehmen zu binden. f. Risiken aus Änderungen der Schlüsseltechnologien Veränderungen von Schlüsseltechnologien im Bereich der Kommunikation bergen Risiken sowohl hinsichtlich bestehender als auch zukünftiger Kundenbeziehungen. Wenn Technologietrends nicht frühzeitig erkannt werden und für die Kunden nicht oder verspätet als Kommunikationsideen angeboten werden können, reduzieren sich bestehende Werbebudgets der Kunden oder neue Budgets können nicht erfolgreich akquiriert werden. Die Entwicklung der Vorjahre bezüglich verschiedener Kommunikationsdisziplinen, künstlicher Intelligenz sowie die zunehmende Verflechtung von on- und offline wird weiter voranschreiten. Einer der entscheidenden Erfolgstreiber der Gesellschaft ist es, die spezifischen Stärken unterschiedlicher Kommunikationsdisziplinen zu kombinieren. Das Serviceplan Group Konzept "House of Communication" bietet die Basis für "ÜberCreativity": Creative & Content, Experience & Commerce und Media & Data - alle diese Bausteine werden integriert gedacht und für Kunden individuell und agil umgesetzt. Des Weiteren werden mit Kunden spezielle Customized-Agency-Konzepte entwickelt. Mittels "Innovationstagen", "Competence Circles" und Fachseminaren holt die Serviceplan Group zudem frühzeitig ihre Kunden hinsichtlich neuer Trends ins Boot und gestaltet mit ihnen gemeinsam ihre zukunftsorientierten Kommunikationsansätze. g. Risiken aus dem Bereich Sustainability Nachhaltigkeit spielt eine zentrale Rolle bei der Ausrichtung unternehmerischen Handelns und den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg eines Unternehmens. Dabei wird vor allem geprüft, welche Auswirkungen die Geschäftstätigkeit eines Unternehmens auf Umwelt sowie soziale und ökonomische Aspekte hat. Kunden, Investoren, Mitarbeiter:innen und die Öffentlichkeit fordern zunehmend Informationen, die über die rein finanzielle Berichterstattung hinausgehen und erwarten, dass Unternehmen Verantwortung übernehmen, indem sie die ökologischen und sozialen Auswirkungen ihres Geschäftsmodells kennen und im Rahmen einer nachhaltigen Entwicklung steuern. Die Serviceplan Group hat die Notwendigkeit zu nachhaltigem Handeln frühzeitig erkannt und ist sich ihrer Verantwortung gegenüber der Umwelt und gegenüber den Menschen bewusst. Die deutschen Standorte der Agenturgruppe sind bereits seit dem Wirtschaftsjahr 2020/2021 klimaneutral. Hierzu wurde mit Unterstützung eines auf Klimaschutz spezialisierten, externen Partners zunächst die CO 2 -Bilanz der Group berechnet, eine Strategie und diverse konkrete Maßnahmen zur CO 2 -Reduktion umgesetzt und Restemissionen durch "Gold Standard" zertifizierte Klimaschutzprojekte ausgeglichen. Die Klimaneutralität aller internationalen Standorte soll im Kalenderjahr 2024 erzielt werden. Die hierzu erforderlichen Maßnahmen werden kontinuierlich überprüft und jährlich angepasst. Daneben setzt sich die Serviceplan Group auch aktiv gegen jegliche Diskriminierung ein und fördert ein offenes, vorurteilsfreies und diverses Arbeitsumfeld für alle. Sustainability beinhaltet aber nicht nur Risiken, sondern auch Chancen hinsichtlich mehr Effizienz, die Steigerung des Unternehmensimages, höherer Mitarbeiterzufriedenheit sowie der Rekrutierung von Mitarbeiter:innen. h. Chancen und Prognose Es wird erwartet, dass sich die Umsätze der Entertainment- und Medienindustrie zwischen 2023 und 2027 durchschnittlich um 2,1 % pro Jahr auf EUR 73,1 Mrd. erhöhen. In Deutschland wird der größte Anteil davon - im Gegensatz zu den USA oder Großbritannien - weiterhin mit nicht-digitalen Umsätzen erzielt werden. Aber auch hierzulande wird das Wachstum mit durchschnittlich 4,8 % auf insgesamt 41,4 % bis 2027 vor allem im digitalen Bereich vorangetrieben. (Quelle: PwC, German Entertainment and Media Outlook 2023 - 2027). Die Konvergenz von "Online" und "Offline" wird sich damit weiter fortsetzen und birgt zukünftig wachsende Marktchancen für die Serviceplan Group. Mit ihren integrierten Unternehmensbereichen Plan.Net (Online), Mediaplus (Offline, TV, etc.), klassischer Kreativdisziplinen, Marktforschung und Customized-Agency-Konzepten kann die Wertschöpfungskette entlang der Bedürfnisse der Kunden ganzheitlich erschlossen werden. Bestandskunden können somit ohne weiteren Akquisitionsaufwand in Volumen und Ertrag ausgebaut werden. Aufgrund der zunehmenden Komplexität werden Kooperationen und strategische Allianzen weiter an Bedeutung gewinnen. Der Vorstand weist jedoch auch darauf hin, dass die getroffenen Prognosen und Erwartungen auf Annahmen basieren, deren Eintreten von der tatsächlichen Entwicklung des Umfelds und der Branche erheblich beeinflusst werden können. Der weitere Verlauf der Weltkonjunktur lässt sich weiterhin kaum prognostizieren. Die zukunftsgerichteten Aussagen und Informationen basieren auf den heutigen Erwartungen und Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten, die dazu führen können, dass die tatsächlichen Ergebnisse sowohl positiv als auch negativ von den Erwartungen und Annahmen abweichen können. Für Geschäftsjahr 2023/2024, das am 1. Juli 2023 gestartet ist, wird weiterhin keine nachhaltige Belebung der deutschen Wirtschaft infolge von hoher Inflation sowie einer verhaltenen Entwicklung der Weltkonjunktur erwartet (Quelle: Schlaglichter der Wirtschaftspolitik, September 2023). Diese außergewöhnliche Situation führt zu einem erneut herausfordernden Jahr. Keywords wie Konsolidierung, Effizienz, Kostendruck und datenbasierte Kommunikation werden nach Einschätzung des Vorstands weiter an Bedeutung gewinnen. Dies erfordert den Digitalisierungs-Push der vergangenen Jahre konsequent und kreativ weiterzuverfolgen. Die Serviceplan Group hat den Anspruch, weiterhin flexibel, fortschrittlich und effizient zu agieren und das Geschäft in Deutschland sowie auf internationaler Ebene stetig weiterzuentwickeln. Die Serviceplan Group hat daher bereits viele Maßnahmen angestoßen, um das gemeinsame Ziel zu verfolgen, die Agenturgruppe zu festigen und sie zuverlässig und zukunftsfähig für ihre Kunden sowie ihre Mitarbeiter:innen aufzustellen. Daher gehen wir davon aus, dass die Zufriedenheit der Kunden und der Mitarbeiter:innen auch im neuen Geschäftsjahr auf sehr hohem Niveau verbleibt. In das neue Geschäftsjahr 2023/2024 ist die Serviceplan Group optimistisch gestartet. Einerseits bleibt die Marktsituation aufgrund der oben genannten Einflüsse schwierig, andererseits stimmen zahlreiche Neukundengewinne und die Verteidigung von großen Etats bei unseren Bestandkunden in den ersten Monaten des neuen Wirtschaftsjahres weiter zuversichtlich. Somit ist die aktuelle Auftragslage trotz der schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen als positiv zu bewerten, zumal aufgrund der Größe und Struktur der Serviceplan Group keine signifikanten Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder Branchen bestehen. Insgesamt wird für das Wirtschaftsjahr 2023/2024 mit Honorarumsätze in gleicher Höhe wie im Vorjahr gerechnet. Ebenfalls soll eine Umsatzrendite und ein EBT in ähnlicher Höhe wie im vorangegangenen Wirtschaftsjahr erreicht werden. Zudem wird ein leicht positiver Cashflow prognostiziert. Für das kommende Wirtschaftsjahr stehen im Rahmen der strategischen Internationalisierung der Agenturgruppe u.a. der weitere Ausbau des Near- und Offshoringangebots sowie die Erschließung neuer Märkte auf der Agenda. Die Geschäftsentwicklung wird somit insgesamt als günstig betrachtet.
München, 17. Januar 2024 Serviceplan
Group SE & Co. KG, München
Vertreten durch Vorstand Florian Haller Alexander Schill Dr. Fabian Prüschenk Markus Noder Matthias Brüll Wolf Ingomar Faecks KonzernbilanzAKTIVA
Konzerngewinn- und Verlustrechnung
KonzernanhangI. Vorbemerkung Die Serviceplan Group SE & Co. KG hat nach den Vorschriften der §§ 290 ff. HGB vorliegenden Konzernabschluss aufgestellt. Die Serviceplan Group SE & Co. KG stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist im elektronischen Bundesanzeiger erhältlich. Der Konzernabschluss ist befreiender Konzernabschluss für folgende Tochterunternehmen, die ihrerseits Mutterunternehmen sind, mit der Konsequenz, dass diese Tochterunternehmen einen Konzernabschluss nicht aufzustellen brauchen: - hmmh multimediahaus AG, Bremen - Mediaplus Germany GmbH & Co. KG, München - Mediateam 360 GmbH & Co. KG, München - Plan.Net Germany GmbH & Co. KG, München - Plan.Net TechNest Germany GmbH, München - Serviceplan Consulting Group GmbH & Co. KG, München - Serviceplan Germany GmbH & Co. KG, München Die Serviceplan Group SE & Co. KG und die in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen haben ihre Abschlüsse auf den Stichtag des Konzernabschlusses zum 30. Juni 2023 aufgestellt. Davon ausgenommen sind die folgenden Gesellschaften, deren Jahresabschlüsse auf den 31. Dezember aufgestellt werden: - Mediaplus Medianest Sp. z.o.o., Warschau, Polen - Plan.Net Technest Poland Sp. z o.o., Warschau, Polen - Plan.Net TechNest Romania s.r.l., Timisoara, Rumänien Zudem werden die Abschlüsse der PlanNet Technest India Private Limited, Bangalore, Indien, sowie der PlanNet Technest South India Private Limited, Trivandrum, Indien, zum 31. März aufgestellt. Diese Unternehmen werden aufgrund eines auf den Stichtag und den Zeitraum des Konzernabschlusses aufgestellten Zwischenabschlusses in den Konzernabschluss einbezogen. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. II. Beteiligungs- und Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Serviceplan Group SE & Co. KG, München, sowie inländische und ausländische Tochterunternehmen. Erstmals wurde die Thaltegos GmbH, München, konsolidiert. Im Geschäftsjahr wurden folgende Anwachsungen und Verschmelzungen vorgenommen: - Verschmelzung der Neverest GmbH & Co. KG, München, auf die Serviceplan Make GmbH & Co. KG, München - Verschmelzung der Oestreicher + Wagner GmbH, München, auf die Serviceplan Make GmbH & Co. KG, München - Anwachsung der NAMOTO GmbH & Co. KG, München, auf die Serviceplan Make GmbH & Co. KG, München Zudem wurde die The Bloc Germany GmbH & Co. KG, München (vormals: beckhealth GmbH & Co. KG, München) entkonsolidiert. In den Konzernabschluss einbezogene Unternehmen
1) Die Gesellschaften machen von der Befreiungsmöglichkeit des §264b HGB Gebrauch 2) Einbeziehung aufgrund Stimmrechtsverhältnisse Anzugebender Anteilsbesitz Die Einbeziehung nachstehend genannter Unternehmen in den Konzernabschluss ist unterblieben, weil diese für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind (§ 296 Abs. 2 HGB), da ihre Jahresergebnisse in Summe weniger als 1,0 % des Konzernergebnisses ausmachten:
Für nachfolgend genannte Unternehmen erfolgt nach § 311 Abs. 2 HGB keine Anwendung von §§ 311 f. HGB, da diese Unternehmen, auf die ein maßgeblicher Einfluss auf die Geschäfts- und Finanzpolitik ausgeübt wird (assoziiertes Unternehmen), für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung sind, da ihre Jahresergebnisse in Summe weniger als 1,0 % des Konzernergebnisses ausmachten:
III. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt grundsätzlich nach § 301 Abs. 1 und 3 HGB. Die Kapitalkonsolidierung für Unternehmen, die aufgrund eines (Zu-)Erwerbs erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Erwerbsmethode zum Zeitpunkt, zu dem das Unternehmen Tochterunternehmen geworden ist, vorgenommen. Dabei wird der Wertansatz, der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile, mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens verrechnet. Das Eigenkapital ist mit dem Betrag angesetzt, der dem zum Konsolidierungszeitpunkt beizulegenden Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten entspricht. Ein nach der Verrechnung verbleibender Unterschiedsbetrag ist, wenn er auf der Aktivseite entsteht, als Geschäfts- oder Firmenwert und, wenn er auf der Passivseite entsteht, unter dem Posten "Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung" nach dem Eigenkapital ausgewiesen. Werden nach Erlangen des beherrschenden Einflusses weitere Anteile an einem Tochterunternehmen erworben oder veräußert, werden diese Transaktionen als Erwerbs- bzw. Veräußerungsvorgang abgebildet. Bei einem Erwerb werden die Vermögensgegenstände und Schulden anteilig in Höhe des Zuerwerbs neubewertet. Ein sich nach der Verrechnung der Anschaffungskosten der weiteren Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden neubewerteten Eigenkapital ergebender Unterschiedsbetrag wird nach den handelsrechtlichen Vorschriften der §§ 301 Abs. 3 und 309 HGB behandelt. Bei einer teilweisen Anteilsveräußerung ohne Verlust der Beherrschung wird die Differenz zwischen dem Verkaufspreis der Anteile und dem hierauf entfallenden Anteil des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Veräußerung dieser Anteile erfolgswirksam behandelt. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die vor dem 1. Juli 2010 erstmals konsolidiert wurden, wurde nach der Buchwertmethode zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge wurden dabei soweit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet; der Restbetrag wurde als Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung wurden innerhalb des Eigenkapitals erfasst. Die Schuldenkonsolidierung erfolgt nach § 303 Abs. 1 HGB durch Eliminierung der Forderungen bzw. Ausleihungen mit den entsprechenden Verbindlichkeiten bzw. Rückstellungen zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen. Währungskursbedingte Differenzen aus der Schuldenkonsolidierung werden aus Vereinfachungsgründen erfolgswirksam erfasst. Im Geschäftsjahr bestanden keine wesentlichen Zwischenergebnisse im Sinne des § 304 HGB und waren demzufolge auch nicht zu eliminieren. Die Aufwands- und Ertragskonsolidierung erfolgt gemäß § 305 Abs. 1 HGB durch Verrechnung der Umsatzerlöse und sonstigen betrieblichen Erträge zwischen den Konzernunternehmen mit den auf sie entfallenden Aufwendungen. Die Zinserträge und ähnlichen Erträge sind ebenso mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet worden. Die Umrechnung der in ausländischer Währung aufgestellten Einzelabschlüsse erfolgt nach § 308a HGB. Dabei wurden alle Bilanzposten der einbezogenen ausländischen Konzernunternehmen mit Ausnahme des Eigenkapitals (gezeichnetes Kapital, Kapitalanteile, Rücklagen, Ergebnisvortrag), das zu historischen Kursen umgerechnet wurde, mit dem jeweiligen Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtags in Euro umgerechnet. Die aus der Veränderung der Devisenkurse zum Vorjahr entstehenden Differenzen aus der Umrechnung von Bilanzposten wurden erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. Aufwendungen und Erträge wurden mit dem Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Das Jahresergebnis der umgerechneten Gewinn- und Verlustrechnung wurde in die Bilanz übernommen und die Differenz erfolgsneutral in die Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung eingestellt. IV. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Gliederung des Konzernabschlusses entspricht den §§ 264c, 266 und 275 HGB. Für die Konzerngewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren angewendet. Das Prinzip der Darstellungsstetigkeit nach § 265 Abs. 1 HGB wurde beachtet. Die Jahresabschlüsse der einbezogenen Tochterunternehmen werden entsprechend den gesetzlichen Vorschriften einheitlich nach den bei der Serviceplan Group SE & Co. KG geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Sie sind gegenüber dem Vorjahr unverändert. Die Verwendung der Ergebnisse der in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte nach den gesellschaftsrechtlichen Grundlagen. Anlagevermögen Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände werden gemäß § 255 Abs. 2a Satz 1 HGB i. V. m. § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB zu Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen Wertminderungen aktiviert. Wahlbestandteile nach § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB werden nicht angesetzt. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert, abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen. Immaterieller Vermögensgegenstände werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Der Geschäfts- oder Firmenwert aus der Kapitalkonsolidierung wird über vier Jahre abgeschrieben, die Abschreibung beginnt im Zugangsjahr. Entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte werden über 15 Jahre abgeschrieben, die Abschreibung beginnt im Zugangsjahr. Die Abschreibungsdauer bemisst sich dabei an den Branchengegebenheiten, wodurch sich eine vorsichtige Bewertung der Geschäfts- und Firmenwerte ergibt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Nettoeinzelwert von EUR 800,00 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst; ihr sofortiger Abgang wird unterstellt. Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten ausgewiesen bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten bei voraussichtlich dauernder Wertminderung und die Ausleihungen sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Umlaufvermögen Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte grundsätzlich zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden zu Nominalwerten oder dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken wurde durch die Bildung von Einzelwertberichtigungen ausreichend Rechnung getragen. Flüssige Mittel sind zu Nominalwerten ausgewiesen. Rechnungsabgrenzung Die Bildung von aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 1 HGB bei Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Die Bildung von passiven Rechnungsabgrenzungsposten erfolgte unter Berücksichtigung von § 250 Abs. 2 HGB bei Einzahlungen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen, zum Nominalwert. Eigenkapital Das Festkapital entspricht der Eintragung im Handelsregister und ist zum Nennwert angesetzt. Die Rücklagen entsprechen den Gesellschafterbeschlüssen bzw. der Regelung im Gesellschaftsvertrag. Rückstellungen Die Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 30. Juni 2023 erfolgt nach § 253 Abs. 2 HGB und unter Anwendung der Anwartschaftsbarwertmethode. Die Pensionsrückstellungen werden auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen (Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck) mit einem Abzinsungssatz von 1,80 % p.a. sowie mit einer Rentendynamik (Inflation) von 2,00 % p.a. berechnet und es wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Weitere Annahmen bzgl. Anwartschaftstrend, BBG-Trend und Fluktuation liegen der Bewertung nicht zugrunde. Zur Absicherung eines Teils der Pensionsverpflichtungen bestehen Rückdeckungsversicherungen. Die Rückdeckungsversicherungen sind zum 30. Juni 2023 zu den beizulegenden Zeitwerten bewertet (Zeitwert der verpfändeten Rückdeckungsversicherungen TEUR 141) und wurden, soweit die Voraussetzungen gegeben sind, gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den entsprechenden Rückstellungen (Erfüllungsbetrag TEUR 286) saldiert. Es verbleiben nach Verrechnung Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 145. Die Zeitwerte des Deckungsvermögens weichen unwesentlich von den entsprechenden historischen Anschaffungskosten ab. Es wurden keine Aufwendungen und Erträge verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 7 (Vj. TEUR 29). Der Erfüllungsbetrag ohne Anwendung des IDW RH FAB 1.021 gemäß § 249 Abs. 1 Satz 1 HGB i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 2 und 3 HGB beträgt TEUR 328. Eine mögliche Verteilung des Zuführungsbetrages nach Art. 67 Abs. 1 EGHGB wurde dabei nicht berücksichtigt. Die Bewertung nach IDW RH FAB 1.021 erfolgt nach dem Aktivprimat. Die Bewertung einer weiteren Pensionsrückstellung erfolgt auf der Grundlage versicherungsmathematischer Berechnungen (Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck) mit einem Abzinsungssatz von 1,80 % p.a. sowie mit einer Rentendynamik (Inflation) von 1,75 % p.a. berechnet. Zudem wird eine pauschale Restlaufzeit der Verpflichtungen von 15 Jahren angenommen. Weitere Annahmen bzgl. Anwartschaftstrend, BBG-Trend und Fluktuation liegen der Bewertung nicht zugrunde. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 28. Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Zur Abzinsung langfristiger Rückstellungen wird nach § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB der durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet. Der Zinssatz ermittelt sich nach der Rückstellungsabzinsungsverordnung der deutschen Bundesbank. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Latente Steuern Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund von temporären oder quasi-permanenten Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen oder aufgrund steuerlicher Verlustvorträge werden die Beträge der sich ergebenden Steuerbe- und -entlastung mit den unternehmensindividuellen Steuersätzen im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen bewertet und nicht abgezinst. Dabei werden auch Differenzen, die auf Konsolidierungsmaßnahmen gemäß den §§ 300 bis 307 HGB beruhen, grundsätzlich berücksichtigt, nicht jedoch Differenzen aus dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwerts bzw. eines negativen Unterschiedsbetrags aus der Kapitalkonsolidierung. Währungsumrechnung Fremdwährungsposten werden im Einzelabschluss zum Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Am Bilanzstichtag werden die auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenmittelkurs umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 298 Abs. 1 i. V. m. § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Erträge und Aufwendungen Die Realisierung des Umsatzes erfolgt grundsätzlich zum Zeitpunkt des Gefahrenübergangs auf den Auftraggeber, nach vertraglich vereinbarter Kundenabnahme bzw. nach Erbringung der vereinbarten Leistung. Aufwendungen werden zum Zeitpunkt des Entstehens bzw. Bezugs verbucht. V. Angaben zur KonzernbilanzAnlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus beiliegendem Konzernanlagenspiegel zu entnehmen. Immaterielle Vermögensgegenstände Im Berichtsjahr fielen Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 68 (Vj. TEUR 910) an; diese wurden vollständig aktiviert. Firmenwert Der Nettowert des Geschäfts- oder Firmenwerts aus der Kapitalkonsolidierung hat sich aufgrund von Zugängen, Abgängen und planmäßigen Abschreibungen von TEUR 5.506 auf TEUR 7.168 erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der Erstkonsolidierung der Thaltegos GmbH (TEUR 780) sowie aus dem Rückkauf von Minderheitsanteilen. Gegenläufig wirkten sich planmäßige, unterjährige Abschreibungen aus. Vorräte Unter den Vorräten sind im Wesentlichen unfertige Leistungen in Höhe von TEUR 1.284 (Vj. TEUR 1.028) im Zusammenhang mit noch nicht fertiggestellten Kundenprojekten ausgewiesen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
Latente Steuern Aktive latente Steueransprüche ergeben sich aus Differenzen bilanzieller Wertansätze für Rückstellungen. Passive latente Steuerlasten ergeben sich aus selbsterstellten immateriellen Vermögensgegenständen. Die Bewertung erfolgt mit einem effektiven Steuersatz in Höhe von 17,15 %. Aufgrund der Ausübung des Aktivierungswahlrechts nach § 274 HGB unterbleibt der Ansatz des Überhangs aktiver latenter Steuern. Latente Steuern gemäß § 306 HGB haben sich nicht ergeben. Eigenkapital Das Kapital der Kommanditisten beträgt EUR 756.287,07 und wurde zum Nennwert bewertet. Der Konzernabschluss der Serviceplan Group SE & Co. KG wird vor Ergebnisverwendung des Mutterunternehmens aufgestellt. Rückstellungen Die Rückstellungen wurden im Wesentlichen gebildet für Media-Abgrenzungen, Tantiemen sowie ausstehende Rechnungen. Zum Stichtag besteht eine Rückbauverpflichtung für verschiedene Mietobjekte in Höhe von TEUR 661. Der Erfüllungsbetrag der Rückstellung beträgt TEUR 987, dieser wurde mit einem Abzinsungsfaktor für 7,5 Jahre bei Laufzeit bis zum 31. Dezember 2030 mit 5,5 % abgezinst. Bei den übrigen Rückstellungen handelt es sich im Wesentlichen um kurzfristige Rückstellungen, die nicht abzuzinsen sind. Verbindlichkeiten
HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag besteht eine Bürgschaft der Serviceplan Group SE & Co. KG gegenüber der Bank BNP Paribas SA i. H. v. TEUR 160. Diese dient als Sicherheit für eine Kreditlinie der Serviceplan Group France SA in gleicher Höhe. Bei Inanspruchnahme der Kreditlinie wird diese mit einem unveränderlichen Zinssatz i. H. v. 1,2 % verzinst. Zum Bilanzstichtag wurde die Kreditlinie nicht in Anspruch genommen. Da die Gesellschaft ihre finanziellen Verpflichtungen erfüllt, wird derzeit nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Zudem besteht eine selbstschuldnerische Bürgschaft der Serviceplan Group SE & Co. KG gegenüber der el Leasing & Service AG für die Leasingnehmer Saint Elmo's Berlin GmbH & Co. KG, Saint Elmo's Germany GmbH & Co. KG und Serviceplan International GmbH & Co. KG i. H. v. TEUR 50 sowie der Project M GmbH i. H. v. TEUR 15. Die Bürgschaft dient zur Sicherung der Zahlungsansprüche einschließlich Zinsen der abgeschlossenen Leasingverträge und ihrer Beendigung. Das Risiko einer Inanspruchnahme wird als sehr gering eingeschätzt, da die Gesellschaften die zugrundeliegenden vertraglichen Leistungen erfüllen. Die Serviceplan Group SE & Co. KG hat eine Patronatserklärung gegenüber der Serviceplan Group France SA i. H. v. TEUR 7.000 abgegeben. Mithilfe dieser Erklärung soll die Unternehmensfortführung der Serviceplan Group France SA und ihrer Tochtergesellschaften sichergestellt werden sowie die Eröffnung eines französischen Präventivverfahrens (ad-hoc Mandat oder Schiedsverfahren) ermöglicht werden. Die Patronatserklärung ist befristet bis zum bis 30. Juni 2024. Die zugrundeliegenden vertraglichen Leistungen werden erfüllt, wodurch das Risiko der Inanspruchnahme als sehr gering eingeschätzt wird. Die Serviceplan Group SE & Co. KG hat eine harte Patronatserklärung i. H. v. TEUR 2.500 gegenüber Kunden der Mediaplus Italia S.r.l. zur Gewährleistung der Erfüllung von Verbindlichkeiten ausgesprochen, welche im Rahmen des Mediavertrags entstehen. Diese Patronatserklärung ist befristet und endet spätestens zum 31. Mai 2024. Hier ist von einer selbständigen Erfüllung durch die Mediaplus Italia S.r.l. auszugehen. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen
Aufgliederung der Umsatzerlöse nach geographischen Märkten
Sonstige betriebliche Erträge In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind in Höhe von TEUR 8.885 (Vj. TEUR 4.612) Erträge enthalten, die früheren Geschäftsjahren zuzuordnen sind. Diese beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie aus Einzelwertberichtungen. Personalaufwand Im Personalaufwand sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 386 (Vj. TEUR 92) enthalten. Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.599 (Vj. TEUR 3.197) enthalten, die früheren Wirtschaftsjahren zuzuordnen sind. Diese resultieren überwiegend aus der Unterdeckung von Rückstellungen sowie aus Einzelwertberichtigungen. Im Geschäftsjahr sind zudem außergewöhnliche Aufwendungen aus Wertberichtigung von Darlehen in Höhe von TEUR 581 (Vj. TEUR 1.911) sowie aus Wertberichtigung von Forderungen in Höhe von TEUR 1.945 enthalten (Vj. TEUR 1.692). Steuern vom Einkommen und Ertrag Unter den Steuern vom Einkommen und Ertrag sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 16 (Vj. TEUR 195) enthalten. VII. Angaben zur Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds entspricht den in der Konzernbilanz ausgewiesenen liquiden Mitteln abzüglich kurzfristiger Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Wesentliche zahlungsunwirksame Aufwendungen resultieren aus Wertberichtigungen von Darlehen in Höhe von TEUR 581 (Vj. TEUR 1.911) sowie aus Entkonsolidierungen. VIII. Angaben zu nahestehenden Personen Mit den nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen bestehen Leistungsbeziehungen betreffend Cashpooling bzw. Erbringung von Werbeleistungen im Rahmen der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Es bestehen keine nicht marktüblichen Transaktionen mit nahestehenden Personen. IX. Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Die unter dem Punkt II und mit 1) gekennzeichneten Tochterunternehmen machen von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch. X. Sonstige Angaben Vorstand Persönlich haftende Gesellschafterin (Komplementärin) der Serviceplan Group SE & Co. KG ist die Serviceplan Group Management SE, München, mit einem Grundkapital von EUR 120.000,00. Mitglieder des Vorstands dieser Gesellschaft sind: - Herr Florian Haller, Vorstandsvorsitzender (CEO), München - Herr Alexander Schill, CCO, Hamburg - Herr Dr. Fabian Prüschenk, CFO, Feldafing - Herr Markus Noder, Managing Partner, Pöcking - Herr Ronald Focken, Kommunikationswirt, München (bis 7. Juli 2022) - Herr Matthias Brüll, Managing Partner, Düsseldorf - Herr Wolf Ingomar Faecks, Managing Partner, München - Herr Vincent Schmidlin, Managing Partner, Hamburg (bis 30. September 2022) Die Mitglieder des Vorstands sind bis auf Herrn Florian Haller von den Beschränkungen des § 181 BGB nicht befreit. Die Bezüge des Vorstands der Serviceplan Group Management SE beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf TEUR 3.162. Herr Florian Haller ist stets einzelvertretungsberechtigt. Die anderen Vorstandmitglieder vertreten die Gesellschaft gemeinsam mit einem anderen Mitglied des Vorstandes oder gemeinsam mit einem Prokuristen. Zum Stichtag bestanden ausgereichte Darlehen an Mitglieder des Vorstands in Höhe von TEUR 1.073 (Vj. TEUR 1.398). Ein Darlehen i. H. v. TEUR 225 (Vj. TEUR 336) hat eine Gesamtlaufzeit von fünf Jahren seit dem 1. Juli 2019. Ein weiteres Darlehen i. H. v. TEUR 172 (Vj. TEUR 262) hat eine Gesamtlaufzeit von vier Jahren seit dem 1. Juli 2020. Ein drittes Darlehen i. H. v. TEUR 676 (Vj. TEUR 800) hat eine Gesamtlaufzeit von sechs Jahren seit dem 1. Januar 2022. Die Verzinsung der Darlehen beträgt pro Jahr jeweils mit 2 % über Basiszinssatz. Im Geschäftsjahr wurden Darlehen in Höhe von insgesamt TEUR 326 getilgt. Aufsichtsrat Die Mitglieder des Aufsichtsrats der Serviceplan Group Management SE, München, sind - Herr Dr. Peter Haller, Werbeberater, München (Vorsitzender des Aufsichtsrats), - Frau Anke Schäferkordt, Medien-Managerin, Köln, - Frau Sybille Stempel, Unternehmerin, München (bis 26. Januar 2023), - Herr Jerry Buhlmann, Manager, Sussex, Großbritannien sowie - Herr Christoph Jung, Manager, München (seit 31. Juli 2023). Der Aufsichtsrat hat für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr eine Vergütung in Höhe von TEUR 81 erhalten. Mitarbeiteranzahl Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt beschäftigten Mitarbeiter:innen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.839 , wovon 2.437 Vollzeit- und 402 Teilzeitbeschäftigte waren. Prüfungs- und Beratungshonorare Das im Geschäftsjahr als Aufwand erfasste Honorar des Abschlussprüfers des Konzerns beträgt für die Abschlussprüfung TEUR 238, für Steuerberatungsleistungen TEUR 366 und für sonstige Beratungsleistungen TEUR 128. Ergebnisverwendung Der Ergebnisverwendungsvorschlag sieht eine Thesaurierung des Gewinns des Mutterunternehmens in Höhe von TEUR 28.049 (Vj. TEUR 33.223) von mindestens 25 Prozent vor. Der nicht thesaurierte Betrag steht den Gesellschaftern zur Entnahme zur Verfügung. Nachtragsbericht Nach dem Ende des Geschäftsjahrs sind keine Vorgänge eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage haben.
München, den 17. Januar 2024 Serviceplan
Group SE & Co. KG
Vertreten durch Vorstand Florian Haller Alexander Schill Dr. Fabian Prüschenk Markus Noder Matthias Brüll Wolf Ingomar Faecks Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Serviceplan Group SE & Co. KG, München Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Serviceplan Group SE & Co. KG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. Juni 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 sowie den Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Serviceplan Group SE & Co. KG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 30. Juni 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Juli 2022 bis zum 30. Juni 2023 und • vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. • holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile. • beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
München, den 17. Januar 2024 Rödl
& Partner GmbH
Hager, Wirtschaftsprüfer Mainka-Klein, Wirtschaftsprüfer Entwicklung des Konzernanlagevermögens
Entwicklung des Konzerneigenkapitals
Konzernkapitalflussrechnung
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