Stammdaten

Register
Amtsgericht Flensburg HRB 1689 HU
Eingetragen
30.6.2005
Branche
Großhandel mit TextilienGroßhandel mit AnstrichmittelnGroßhandel mit chemischen Erzeugnissen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist der gewinnorientierte Verkauf von Handelswaren aller Art und die damit zusammenhängenden Handelsgeschäfte.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Christian Rugen
seit 26.1.2018
Geschäftsführer
Frank Schocker
seit 8.1.2014
Geschäftsführer
Peter Cohrs jun.
seit 30.6.2005
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

Identifizierte Personen (11)

NameAnteil
50.67%
H***** E******** C****
10.00%
A****** C****
10.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
C. Management GmbH
Germany
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

C.J. Schmidt GmbH

Husum

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

A. Geschäfts - und Rahmenbedingungen

Die C.J. Schmidt GmbH betreibt stationären Einzelhandel und Gastronomie. Das Einzelhandelssortiment besteht im Wesentlichen aus Damen-, Herren- und Kinderbekleidung sowie Sportartikeln, Wäsche und Heimtextilien. Am Stammsitz in Husum betreibt die Gesellschaft neben dem Damen- und Herren- auch ein Sporthaus. Darüber hinaus werden im Husumer Shopping-Center THEO Fachgeschäfte für "Home & Living" und "WMF plus" sowie drei Modefilialen betrieben. Außerdem betreibt die Gesellschaft zwei weitere Filialen in Heide und Kiel. Zum 31.12.2023 wurde die Filiale in Pinneberg geschlossen. Zudem betreibt die Gesellschaft auch einen eigenen Online-Shop und ist auf digitalen Marktplätzen im Online-Handel aktiv.

Die Lage im deutschen Textileinzelhandel verlief 2023 sehr unterschiedlich. Das Jahr brachte eine Reihe von Insolvenzen bei bedeutenden Marktteilnehmern mit sich. Dennoch entwickelte sich der Markt, auch aufgrund von Preiserhöhungen, mit +6 % zum VJ positiv (Quelle: Textilwirtschaft).

B. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

B.1. Ertragslage

Der Bruttoumsatz der Gesellschaft im Jahr 2023 konnte im Vergleich zum Vorjahr um 5,7 % gesteigert werden. Im wichtigen Textilbereich betrug der Anstieg 4,8 % und im gastronomischen Bereich 31,4 %. Besonders im ersten Halbjahr war ein "post corona" Aufholeffekt zu verzeichnen. Somit wurden die Umsätze auf vergleichbarer Fläche von 2019 übertroffen.

Im Bereich der sonstigen Erträge gab es 2023 einen kleinen Anstieg von 40 T€, weil Anteile an der Parkgemeinschaft mit Gewinn verkauft wurden.

Das Rohergebnis in 2023 ist mit 7,2 % etwas stärker gestiegen als der Umsatz. Sowohl im Textilbereich als auch in der Gastronomie konnte die Rohertragsspanne gesteigert werden.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter sank 2023 im Jahresdurchschnitt um 3 auf 341. Der Personalaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr trotzdem um 879 T€ auf 10.579 T€. Der Grund für den Anstieg liegt in höheren Grundgehältern, gestiegenen Mitarbeiterprämien sowie der freiwilligen Zahlung einer Inflationsausgleichsprämie. Im Rahmen der Mindestlohnerhöhung zum 01.10.2022 ist die Durchschnittsvergütung 2023 überproportional gestiegen.

Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind 2023 um 90 T€ auf 796 T€ gestiegen. Im Sommer 2022 wurden einige Abteilungen im Modehaus neugestaltet, die Abschreibungen hierfür wirken sich 2023 erstmalig ganzjährig aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 301 T€ auf 9.109 T€. Im Wesentlichen saldieren sich höhere Aufwendungen für Mieten, Aufwendungen im Online-Bereich und Verwaltungskosten mit gesunkenen Instandhaltungskosten und Werbeaufwendungen.

Das Betriebsergebnis der Gesellschaft verbesserte sich 2023 um 158 T€ auf 877 T€.

Die Parkgemeinschaft hat 2023 eine höhere Gewinnausschüttung vorgenommen. Dadurch stieg das Finanzergebnis um 55 T€ auf 71 T€. Höhere Zinserträge und Zinsaufwendungen durch das gestiegene Zinsniveau heben sich im Wesentlichen auf.

Wegen der steuerlichen Organschaft hat die Gesellschaft keine ertragsabhängigen Steuern zu zahlen. Das verbleibende Ergebnis nach Steuern von 948 T€ wird auf Grund eines Ergebnisabführungsvertrages übertragen.

Das bessere Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 ist angesichts der weiterhin schwierigen Wirtschaftslage zufriedenstellend.

B.2. Vermögenslage

Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen erhöhten sich um 140 T€ auf 3.823 T€. Den Zugängen von 966 T€ stehen nur Abschreibungen von 796 T€ und Abgängen von 30 T€ gegenüber. Das Finanzanlagevermögen verringerte sich um 276 T€, weil die Parkgemeinschaft eine Teilrückzahlung des Kommanditkapitals durchgeführt und 8 Anteile an der Parkgemeinschaft verkauft hat.

Das Vorratsvermögen stieg um 72 T€ auf 4.350 T€. Der Teilwertabschlag auf das Warenlager blieb unverändert bei 34,4 %.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen stichtagsbedingt um 111 T€ auf 920 T€. Die sonstigen Vermögensgegenstände reduzierten sich um 1.550 T€ auf 660 T€. Der Bestand an liquiden Mitteln erhöhte sich um 565 T€ zum Stichtag von 1.179 T€ auf 1.744 T€.

Die Bilanzsumme betrug 11.767 T€ und war damit 925 T€ geringer als im Vorjahr.

Das Eigenkapital der Gesellschaft veränderte sich durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag nicht. Durch die gesunkene Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote von 39,8 % auf 42,9 % gestiegen.

Die Rückstellungen stiegen um 73 T€ auf 2.518 T€. Bei dem Anstieg handelte es sich im Wesentlichen um höhere Mitarbeiterprämien und gestiegene Bonusverpflichtungen der Kundenkarte.

Die Verbindlichkeiten reduzierten sich insgesamt um 998 T€ auf 4.201 T€. Gegenüber der Gesellschafterin bestehen Verbindlichkeiten in Höhe von 1.329 T€, zum 31.12.2022 waren es 1.555 T€. Die bestehenden Kreditverbindlichkeiten wurden planmäßig getilgt, dadurch verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 1.150 T€ auf 1.425 T€. Die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten stiegen stichtagsbedingt um 145 T€ auf 726 T€ und die sonstigen Verbindlichkeiten im Wesentlichen wegen einer umsatzabhängigen Mietabrechnung um 232 T€ auf 720 T€.

B.3. Finanzlage

Die Liquidität der Gesellschaft war jederzeit gesichert. Die Darlehen der Kreditinstitute werden mittelfristig aus dem Cash-Flow zurückgezahlt. Zur kurzfristigen Finanzierung steht der Gesellschaft eine ausreichende Kreditlinie zur Verfügung. Eine Inanspruchnahme war zum Jahresende nicht notwendig.

C. Beteiligungen

Die Gesellschaft besitzt 539 Anteile der Parkgemeinschaft Husum GmbH & Co. KG und hält zum 31.12.2023 somit 75 % der Anteile. Die Parkgemeinschaft betreibt die beiden größten Parkhäuser der Stadt mit insgesamt mehr als 1.000 Stellplätzen. Die Parkgemeinschaft hat 2023 einen Gewinn von 159 T€ erzielt. Auch für die kommenden Jahre ist der Ausblick auf die Ertragslage positiv. Zudem verfügt sie über ausreichend liquide Mittel und keine nennenswerten Verbindlichkeiten. Aus diesem Grund hat die Parkgemeinschaft allen Kommanditisten im abgelaufenem Jahr 500 € pro Kommanditanteil zurückgezahlt, bei 539 Anteilen erhielt die Gesellschaft 270 T€.

D. Belegschaft

Unsere Mitarbeiter sind ein entscheidender Erfolgsfaktor. Im Mittelpunkt stehen neben der leistungsgerechten Bezahlung besonders die betriebliche Aus- und Weiterbildung aller Mitarbeiter sowie die Förderung von Nachwuchsführungskräften. Intensive Trainingsmaßnahmen sowie regelmäßige Fördergespräche sorgen für eine gute Motivation und Servicebereitschaft des Teams. Die Förderung und Motivation der Mitarbeiter garantiert unseren hohen Qualitätsstandard und reduziert das Risiko der Fluktuation. Trotz des vielfach zitierten Fachkräftemangels am Arbeitsmarkt kann die Gesellschaft derzeit alle gewünschten Positionen besetzen.

Als moderner Arbeitgeber bieten wir ein flexibles Arbeitszeitmodell und ein attraktives Prämienanreizsystem. Der effiziente Einsatz unserer Mitarbeiter bei gleichzeitig hoher Motivation der Mitarbeiter sichert unseren Erfolg.

E. Risiko- und Chancenbericht

Die Geschäftsführung schätzt die wesentlichen Risiken und Chancen wie folgt ein:

Absatz:

Auf Grund weiter zunehmender Digitalisierung wird sich der Trend zur digitalen Einkaufsvorbereitung sowie des Online-Einkaufs der Kunden fortsetzen. Verstärkte Social-Media-Aktivitäten und der stetige Ausbau des eigenen Online-Shops sind Mittel, um den Trend für sich selbst zu nutzen. Neben der intensiven Kundenwahrnehmung gilt es für den stationären Handel zukünftig mehr frequenzsteigernde Aktivitäten zu entwickeln.

Die Konsumstimmung ist auf Grund der aktuellen Krisensituationen und des gestiegenen Zinsniveaus nicht besonders positiv dennoch stabil. Wie sich das Konsumverhalten kurz- oder mittelfristig verändern wird, ist schwer abschätzbar.

Husum ist unter anderem durch CJ Schmidt und das Shopping-Center "THEO" ein sehr attraktiver Shoppingstandort in Schleswig-Holstein. Die sehr gute Parkplatzsituation inkl. Parkleitsystem sowie die direkte Anbindung der Innenstadt an den Binnenhafen mit seinem interessanten Gastronomieangebot stellen die Attraktivität auch mittelfristig sicher. Husum hat gute Chancen seine bereits hohe Zentralität weiter zu steigern. Zudem wird auch der stetig wachsende Tourismus in der Region unserer Gesellschaft nachhaltig guttun.

Beschaffung:

Auf der Einkaufsseite ist das Risiko in den letzten Jahren gestiegen, insbesondere die Schwäche einzelner Lieferanten wird durch verschiedene Insolvenzen immer deutlicher. Die Sicherstellung der Lieferfähigkeit wird zunehmend wichtig. Die Gesellschaft nutzt verschiedene Beschaffungsmöglichkeiten und kann durch geeignete Controlling-Instrumente das Warengeschäft flexibel steuern und auf aktuelle Einflüsse schnell reagieren.

Forderungsausfall und IT:

Die Risiken aus bargeldlosen und Rechnungsverkäufen sind insgesamt sehr gering. Ausfälle werden durch ein konsequentes Debitorenmanagement stark eingeschränkt. Die technischen Risiken bestehen in der Notwendigkeit der Verfügbarkeit der Kassen- und Rechnersysteme sowie in potenziellen externen Angriffen auf die Systeme. Mit dem Anstieg der Cyber-Kriminalität ist das Risiko für die Gesellschaft gestiegen. Durch regelmäßige Aktualisierungen und Verbesserungen der Sicherheitssoftware und ein optimiertes Datensicherungsmanagement wird das Risiko minimiert.

Es bestehen keine Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden.

F. Prognosebericht

Die von der Geschäftsführung im Vorjahr für 2023 prognostizierte Verbesserung des operativen Jahresergebnisses konnte erreicht werden. Durch den Umsatzanstieg nach den Krisenjahren und das verbesserte Warenmanagement konnten Kostenerhöhungen kompensiert und die Effektivität der Gesellschaft leicht gesteigert werden.

Der Start ins laufende Jahr 2024 gestaltete sich schwierig. In den ersten 4 Monaten gingen die Umsätze gegenüber dem Vorjahr um 2 % zurück. Auf der Kostenseite sind weitere Anstiege bei den Personal- und Sachkosten zu erwarten. Mit gezieltem Kostenmanagement und Personaleinsparungen im Rahmen der natürlichen Fluktuation wird dem entgegengewirkt. Aus diesen Gründen rechnet die Geschäftsführung 2024 mit einem Umsatz und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Weitere Rückschläge durch die bestehenden globalen Risiken und deren Auswirkungen auf die Konsumstimmung können jedoch nicht ausgeschlossen werden.

Die Liquidität der Gesellschaft ist durch liquide Mittel und ausreichende Kreditlinien der Hausbanken gesichert.

Trotz der allgemeinen wirtschaftlichen Situation sind wir von unserem Geschäftsmodell auch für die Zukunft überzeugt. Unser interessantes und attraktives Sortimentsmix in Verbindung mit bestem Service und persönlicher Beratung wird von den Kunden geschätzt. Gemeinsam mit unseren engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sind wir auf die aktuellen Herausforderungen des Handels gut eingestellt.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 4.079.639,76 4.215.284,76
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 41.011,00 54.486,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 41.010,00 54.485,00
II. Sachanlagen 3.782.013,00 3.628.460,00
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.174.837,00 1.878.026,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.607.176,00 1.710.211,00
3. Anlagen im Bau 0,00 40.223,00
III. Finanzanlagen 256.615,76 532.338,76
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 149.777,00 425.500,00
2. Beteiligungen 16.338,76 16.338,76
3. Übrige Finanzanlagen 90.500,00 90.500,00
B. Umlaufvermögen 7.673.884,41 8.476.485,11
I. Vorräte 4.349.700,00 4.278.200,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.579.845,58 3.018.879,66
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.744.338,83 1.179.405,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 12.991,38 0,00
Summe Aktiva 11.766.515,55 12.691.769,87

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 5.048.104,90 5.048.104,90
I. Gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 48.104,90 48.104,90
III. Gewinnrücklagen 4.500.000,00 4.500.000,00
B. Rückstellungen 2.517.500,00 2.444.300,00
C. Verbindlichkeiten 4.200.910,65 5.199.364,97
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.425.000,00 2.575.000,00
2. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 1.329.260,26 1.554.825,14
3. Übrige Verbindlichkeiten 1.446.650,39 1.069.539,83
Summe Passiva 11.766.515,55 12.691.769,87

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 21.359.802,76 19.931.662,00
2. Personalaufwand 10.578.902,45 9.699.828,84
a) Löhne und Gehälter 8.729.576,80 7.995.350,90
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.849.325,65 1.704.477,94
davon für Altersversorgung 31.892,34 33.224,25
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 795.629,90 705.359,60
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 9.108.660,03 8.807.607,45
5. Erträge aus Beteiligungen 84.631,99 30.091,21
davon aus verbundenen Unternehmen 84.631,99 30.091,21
6. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 340,00 358,26
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 74.962,75 32.937,07
davon aus Abzinsung 14.618,00 936,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 88.846,53 37.758,07
davon an verbundene Unternehmen 63.846,85 2.495,27
9. Ergebnis vor Gewinnabführung 947.698,59 744.494,58
10. Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages abgeführter Gewinn 947.698,59 744.494,58
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die C.J. Schmidt GmbH hat ihren Sitz in Husum. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Flensburg unter HR B 1689 HU eingetragen.

Die C.J. Schmidt GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB.

2. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde gemäß §§ 242 - 256 ff. HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften gemäß 264 ff. HGB und des GmbHG in Euro aufgestellt. Die ergänzenden Vorschriften des Gesellschaftsvertrags wurden beachtet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB. Von dem Ausweiswahlrecht gem. § 276 HGB wird für Zwecke der Veröffentlichung Gebrauch gemacht.

3. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Die Nutzungsdauer für EDV-Software beträgt drei bis fünf Jahre.

Geschäfts- oder Firmenwerte wurden zu den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt.

Die Bewertung der Sach- und Finanzanlagen erfolgte gemäß §§ 253 und 255 HGB.

Das Sachanlagevermögen wurde mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Enthalten sind Mietereinbauten und Betriebs- und Geschäftsausstattungen. Die Abschreibungen für Anlagenzugänge im Berichtsjahr wurden linear vorgenommen. Die Nutzungsdauer für Mietereinbauten beträgt zwischen 8 und 33 Jahren, für Gegenstände der Betriebs- und Geschäftsausstattung beträgt diese zwischen 3 und 23 Jahren.

Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 werden analog den steuerlichen Regelungen in Sammelposten erfasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben. Ihr Abgang wird nach erfolgter Abschreibung unterstellt.

Die Finanzanlagen wurden grundsätzlich mit den Anschaffungskosten angesetzt. Soweit notwendig, wurden Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert vorgenommen.

Die Stichtagsbewertung des Umlaufvermögens erfolgte gem. § 253 Abs. 4 HGB nach dem strengen Niederstwertprinzip. Warenvorräte wurden mit dem Betrag angesetzt, der angesichts ihrer erwarteten Absatzpreise sowohl eine Deckung der Kosten als auch eine Deckung des durchschnittlichen Unternehmergewinns - gekürzt um direkt dem Wareneinkauf zuzuordnende Aufwendungen - zulässt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Dem Kreditrisiko ist durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen worden.

Für ungewisse Verbindlichkeiten sind in ausreichendem Maße Rückstellungen gebildet worden. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages.

Der Ansatz der Verbindlichkeiten erfolgte mit ihren Erfüllungsbeträgen.

Auf Grund des Organverhältnisses mit der C. Management GmbH, Husum, wurden keine latenten Steuern bei der C.J. Schmidt GmbH berücksichtigt.

4. Erläuterungen zur Bilanz

(1) Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem beigefügten Anlagenspiegel. Der Anlagenspiegel wurde nach den Vorschriften gem. § 284 Abs. 3 HGB aufgestellt.

Der aktivierte Geschäfts- und Firmenwert wurde planmäßig über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben. Unsere Schätzung basiert auf der voraussichtlichen Länge des Lebenszyklus der erworbenen Filialen, die im Wesentlichen durch Mietverträge in attraktiven Geschäftslagen und Kundenstämmen geprägt ist.

Die Gesellschaft hält die folgenden Anteile an verbundenen Unternehmen:

Name und Sitz der Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis des letzten Geschäftsjahres
TEUR
Parkgemeinschaft Innenstadt GmbH & Co. KG, Husum 74,8 735 159

Die Angaben beziehen sich auf den vorläufigen Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023.

(2) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

(3) Verbindlichkeiten

Mit einer Laufzeit
bis zu 1 Jahr
EUR
über 1-5 Jahren
EUR
von mehr als 5 Jahren
EUR
Summe
EUR
Verbindlichkeiten
- gegenüber Kreditinstituten 1.050.000,00 375.000,00 0,00 1.425.000,00
(Vorjahr) (1.150.000,00) (1.425.000,00) (0,00) (2.575.000,00)
- gegenüber Gesellschaftern 1.329.260,26 0,00 0,00 1.329.260,26
(Vorjahr) (1.554.825,14) (0,00) (0,00) (1.554.825,14)
Übrige Verbindlichkeiten 656.505,91 0,00 63.911,49 720.417,40
(Vorjahr) (423.970,78) (0,00) (63.911,49) (487.882,27)
3.761.999,16 375.000,00 63.911,49 4.200.910,65
(3.710.453,48) (1.425.000,00) (63.911,49) (5.199.364,97)

Die übrigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 13 (Vorjahr TEUR 13).

(4) Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Dienstleistungs-, Immobilienmiet-, Franchising- und Leasingverträgen ergibt sich zukünftig eine finanzielle Gesamtverpflichtung in Höhe von TEUR 11.127 (davon verbundene Unternehmen: TEUR 3.149). Diese betreffen mit TEUR 6.194 das Jahr 2024, mit TEUR 3.087 die Jahre 2025 bis 2028 sowie mit TEUR 1.846 die Jahre 2029 ff.

5. Sonstige Angaben

(1) Personal

Durchschnittlich beschäftigte Personen (nach Kopfzahlen):

2023
Vollzeitkräfte 101
Teilzeitkräfte 179
Aushilfen 43
Anzahl Beschäftigte i. S. v. § 267 HGB 323
Auszubildende 18
341

(2) Geschäftsführung und Beirat

Geschäftsführer sind:

- Peter Cohrs, Unternehmer, Husum

- Frank Schocker, Kaufmännischer Leiter, Husum

- Christian Rugen, Einkaufsleiter, Rantrum.

Die Geschäftsführer erhalten für ihre Tätigkeit keine Bezüge.

Beiratsmitglieder sind:

- Andreas Dethleffsen, Beiratsvorsitzender

Geschäftsführer der HGDF Familienholding GmbH & Co. KG, Flensburg

- Christoph Huber

Geschäftsführender Gesellschafter der Modehaus Garhammer GmbH, Waldkirchen

- Ulrich Mann

Geschäftsführender Gesellschafter der Leffers GmbH & Co. KG, Oldenburg

(3) Bezüge des Beirats

Die Gesamtbezüge des Beirats betrugen in 2023 TEUR 15.

7. Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung in Bezug auf Auswirkungen auf die Gesellschaft, die weder in der Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Bilanz berücksichtigt sind, nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten.

 

Husum, den 10. Mai 2024

gez. Peter Cohrs, Geschäftsführer

gez. Frank Schocker, Geschäftsführer

gez. Christian Rugen, Geschäftsführer

Anlagespiegel

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 281.665,26 0,00 0,00 0,00 281.665,26
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 559.118,33 12.500,00 0,00 0,00 571.618,33
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 840.783,59 12.500,00 0,00 0,00 853.283,59
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 8.290.854,06 524.510,05 40.223,00 47.869,02 8.807.718,09
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.247.761,47 429.114,55 0,00 322.113,93 6.354.762,09
3. Anlagen im Bau 40.223,00 0,00 -40.223,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 14.578.838,53 953.624,60 0,00 369.982,95 15.162.480,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 762.556,19 0,00 0,00 280.652,56 481.903,63
2. Beteiligungen 16.338,76 0,00 0,00 0,00 16.338,76
3. Übrige Finanzanlagen 93.282,61 0,00 0,00 0,00 93.282,61
Summe Finanzanlagen 872.177,56 0,00 0,00 280.652,56 591.525,00
Gesamt Anlagenvermögen 16.291.799,68 966.124,60 0,00 650.635,51 16.607.288,77
Kumulierte Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Vortrag 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 281.664,26 0,00 0,00 281.664,26
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 504.633,33 25.975,00 0,00 530.608,33
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 786.297,59 25.975,00 0,00 812.272,59
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 6.412.828,06 254.947,05 34.894,02 6.632.881,09
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.537.550,47 514.707,85 304.672,23 4.747.586,09
3. Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 10.950.378,53 769.654,90 339.566,25 11.380.467,18
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 337.056,19 0,00 4.929,56 332.126,63
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Übrige Finanzanlagen 2.782,61 0,00 0,00 2.782,61
Summe Finanzanlagen 339.838,80 0,00 4.929,56 334.909,24
Gesamt Anlagenvermögen 12.076.514,92 795.629,90 344.495,81 12.527.649,01
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
2. Übrige immaterielle Vermögensgegenstände 41.010,00 54.485,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 41.011,00 54.486,00
II. Sachanlagen
1. Bauten auf fremden Grundstücken 2.174.837,00 1.878.026,00
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.607.176,00 1.710.211,00
3. Anlagen im Bau 0,00 40.223,00
Summe Sachanlagen 3.782.013,00 3.628.460,00
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 149.777,00 425.500,00
2. Beteiligungen 16.338,76 16.338,76
3. Übrige Finanzanlagen 90.500,00 90.500,00
Summe Finanzanlagen 256.615,76 532.338,76
Gesamt Anlagenvermögen 4.079.639,76 4.215.284,76

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 29.07.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem Jahresabschluss handelt es sich um eine nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers erteilt:

An die C.J. Schmidt GmbH:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der C.J. Schmidt GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der C.J. Schmidt GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von der Gesellschaft unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 10. Mai 2024

Cordes + Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Christian Harms, Wirtschaftsprüfer

gez. Sven Wörpel, Wirtschaftsprüfer

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