Dachdeckerei und Bauspenglerei
Thomas GmbH
Industriestraße 6, 63505 Langenselbold, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Chris Artkämper seit 26.1.2026 | Geschäftsführer |
Matthias Ganz seit 8.5.2024 | Prokura |
Holger Kürschner seit 8.5.2024 | Prokura |
Lennart Wießner seit 17.12.2020 | Prokura |
Thomas Dr. Rister seit 9.1.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich BerechtigteBeta
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
GesellschafterBeta
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Thomas GmbHLangenselboldJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang1. Anlagenspiegel
2. ÄNDERUNGEN VON BILANZIERUNGSGRUNDSÄTZENDie Anwendung der Vorschriften des HGB in der BilMoG Fassung ergab im Bereich der Rückstellungen einen Anpassungsbedarf, dessen Ergebniswirkung unter den außerordentlichen Aufwendungen ausgewiesen wurde. Die Vorjahreszahlen wurden nicht angepasst. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN
4. ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS4.1 Erläuterungen zur Bilanz 4.1.1 Forderungen gegen verbundene Unternehmen In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten. 4.1.2 Sonstige Vermögensgegenstände Der Posten Forderungen aus sonstigen Steuern betrifft im Wesentlichen Forderungen aus Grunderwerbssteuer gegen Altgesellschafter der Thomas GmbH in Höhe von EUR 94.622,00 sowie Forderungen aus Umsatzsteuer mit EUR 295.435,88. Weiterhin wird unter der Position eine Forderung gegenüber dem Finanzamt Hanau mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 25.824,00 ausgewiesen. Die Forderung betrifft den Anspruch auf Auszahlung des Körperschaftsteuerguthabens. EUR 33.819,64 der sonstigen Vermögensgegenstände entstehen rechtlich erst im Folgejahr. 4.1.3 Aktive latente Steuern Die Gesellschaft hat analog zum Vorjahr das Wahlrecht zur Bilanzierung von aktiven latenten Steuern ausgeübt. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 201 resultieren aus unterschiedlichen Wertansätzen in der Handels- und Steuerbilanz in den sonstigen Rückstellungen. Die Bewertung der aktiven latenten Steuern erfolgte mit den gültigen Steuersätzen, die zum Stichtag zu einer Gesamtbelastung von 26,68 % führen. In Höhe der aktiven latenten Steuern besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre. 4.1.4 Eigenkapital/Gezeichnetes Kapital Das Gezeichnete Kapital beträgt laut Gesellschaftsvertrag EUR 100.000,00. Zum 31. Dezember 2010 stellt sich die Gesellschafterstruktur der Thomas GmbH wie folgt dar:
4.1.5 Eigenkapital/ErgebnisverwendungGemäß Gesellschafterbeschluss vom 20. Dezember 2010 wurden EUR 2.358.620,62 aus dem Bilanzgewinn des Jahres 2009 in die Gewinnrücklage eingestellt. 4.1.6 Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
4.1.7 Derivative Finanzinstrumente Unter den sonstigen Rückstellungen sind Verpflichtungen aus Zinsderivaten passiviert, die mit den von den Banken bestätigten negativen Marktwerten (TEUR -8,8) bewertet wurden. Der Nominalwert eines Zinsderivates beträgt TEUR 170 mit einer Laufzeit bis zum 30. November 2012. Ein weiterer Zinsswap hat einen Nominalwert von TEUR 50 und läuft bis zum 29. April 2011. 4.1.8 Verbindlichkeitenspiegel Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten stellen sich wie folgt dar:
Die Darlehen gegenüber Kreditinstituten sind unter anderem durch Grundschulden gesichert. 4.2 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 4.2.1 Umsatzerlöse Die Aufteilung der Umsatzerlöse stellt sich wie folgt dar:
4.2.2 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Honorare von insgesamt TEUR 160 an den Abschlussprüfer enthalten. Davon betreffen TEUR 61 Prüfungshonorare und TEUR 99 sonstige Leistungen. 4.2.3 Außerordentliche Aufwendungen Unter den außerordentlichen Aufwendungen ist der Umstellungsaufwand bei der Rückstellungsbewertung nach BilMoG erfasst. 4.2.4 Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vom Einkommen und Ertrag betreffen das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Das außerordentliche Ergebnis ist nicht steuerwirksam. 5. SONSTIGE ANGABEN5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden wesentliche sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. In den nächsten zwei Jahren werden Leasingzahlungen von ca. TEUR 300 und TEUR 92 an Mietzahlungen geleistet. 5.2 Arbeitnehmer
Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr im Durchschnitt folgende Mitarbeiter (Teilzeitkräfte sind hälftig zugerechnet und die Zahlen sind ohne Berücksichtigung der Geschäftsführung): 5.3 Konzernverhältnisse Der Jahresabschluss der Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der Familie Julius Thyssen Verwaltungsgesellschaft mbH, Mülheim an der Ruhr, einbezogen. 5.4 Anteilsbesitz Die Gesellschaft hält zum Stichtag Anteile an folgenden Beteiligungen:
Stichtagskurse:
Die Gesellschaft Nelo S.A., Buenos Aires, Argentinien, hat im Berichtsjahr das Geschäftsjahr auf das Kalenderjahr umgestellt. Das Eigenkapital und das Jahresergebnis betreffen das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. Juli 2010 bis zum 31. Dezember 2010. 5.5 Geschäfte mit nahestehenden Personen Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden zu marktüblichen Konditionen vorgenommen. 5.6 Mitglieder der Geschäftsführung Der Geschäftsführung gehören an:
Aufgrund der Schutzklausel nach § 286 IV HGB haben wir auf Angaben der gewährten Gesamtbezüge verzichtet. 5.7 Mitglieder des Beirats Die Amtsdauer des Beirats endete mit der Gesellschafterversammlung vom 20. Dezember 2010. Bis dahin waren Mitglieder des Beirats:
Der Beirat hat in 2010 keine Vergütung erhalten.
Langenselbold, 9. März 2011 THOMAS GMBH SEPP JUCH OLIVER SCHWARZ Lagebericht 2010I. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2010 verlief für die Gesellschaft positiv. Der konjunkturelle Anstieg in den Konsumgütermärkten in Europa und in den Schwellenländern der Welt war für den Umsatzanstieg von 27,9 % im Vergleich zum Vorjahr verantwortlich. Nachholeffekte aufgrund der bis Ende 2009 anhaltenden weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise waren spürbar. Im Geschäftsjahr wurden Umsatzerlöse in Höhe von 35.451 T€ erreicht. Mit der Mehrzahl der Thomas Kunden konnten Absatz und Umsatz gesteigert werden. Auch bauten die Kunden in 2010 wieder ihre Lagerbestände auf ein Normalmaß auf. Das Umsatz- und Absatzwachstum im Geschäftsjahr ging mit einigen Sondereffekten einher. Neben den Nachholeffekten Anfang des Jahres 2010 meldeten zwei Kunden Pressen- bzw. Werkzeugschäden in einer ihrer Fertigungsstätten. Bis zur Problembehebung lieferte die Gesellschaft dorthin mehrere Wochen Mehrmengen an Ventiltellern. Auch sorgte die Einrichtung eines Konsignationslagers für einen wichtigen Auslandskunden im ersten Halbjahr 2010 für einen weiteren Schub bei der Gesamtleistung. Der stark wachsende Konsumgütermarkt in Südamerika konnte zeitweise nicht komplett von der Tochtergesellschaft Thomas de Sudamerica S.A. bedient werden. Die Thomas GmbH lieferte zusätzliche Ventilteller in diesen Markt. Aufgrund des Anstiegs der weltweiten Kosmetikmärkte stiegen im Geschäftsjahr die Umsätze mit Stanzteilen für den Kosmetikbereich an. Der Umsatz in diesem Bereich konnte in 2010 im Vergleich zu 2009 mehr als verdoppelt werden. Der Umsatz betrug im Geschäftsjahr 1.905 T€. Die Verkaufspreisstellungen zum 01.01.2010 gegenüber den Kunden, bezogen auf aus Aluminium gefertigte Ventilteller, blieben gleich, da noch zusätzlich in 2009 preiswert gekaufte Aluminiumtranchen zur Verfügung standen. Die Einkaufspreissteigerungen für Weißblech wurden zum 01.01.2010 an die Kunden weitergegeben. II. ErtragslageDer Rohertrag der Thomas GmbH ist im Geschäftsjahr um 28,9 % gestiegen. Da die Gesellschaft - wie ausgeführt - noch auf in 2009 preiswert gekaufte Aluminiumtranchen zurückgreifen konnte, stieg für die entsprechenden Produkte der Rohertrag im Vergleich zum Vorjahr an. Dieser Einmaleffekt ist nicht planbar und kann in der Zukunft nicht wiederholt werden. Insgesamt war im Geschäftsjahr auch zu beobachten, dass sich der Anteil der Ventilteller aus Aluminium am Gesamtabsatz, im Vergleich zum Anteil der Weißblechteller, vergrößerte. Wertberichtigungen auf Rohstoffbestände sowie Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften waren nicht notwendig. Die Abschreibungen erhöhten sich im Vorjahresvergleich aufgrund einer erhöhten Investitionstätigkeit leicht. Die Gesellschaft beschäftigte zum 31.12.2010 98 Mitarbeiter (Kopfzahl der Mitarbeiter, ohne Geschäftsführung), 7 Mitarbeiter mehr als zum 31.12.2009. Die Personalkosten in 2010 waren absolut gegenüber Vorjahr erhöht, relativ zum Umsatz aber geringer. Die Personalkostenerhöhung im Bereich Produktion/Technik/Einkauf ist auf höhere Aufwendungen für Überstunden, Leiharbeitnehmer und den Zeitkontenaufbau zurückzuführen. Der deutlich erhöhte Umsatz ging mit höheren Sachkosten einher, vor allem aufgrund eines höheren Gewährleistungsaufwands für eine Kundenreklamation im Bereich Aerosol für Lieferungen im Jahr 2010. Die Beteiligungserträge betreffen Dividendenzahlungen der Thomas International. Zinserträge und -aufwendungen liegen über dem Vorjahresniveau. Die Zinserträge spiegeln die gute kurzfristige Liquiditätslage der Gesellschaft wider, die Zinsaufwendungen betreffen das aufgenommene, langfristige KfW-Darlehen (erstmaliger 12-Monatseffekt) und die Gesellschafterdarlehen. Die Buchung von aktiven latenten Steuern aus dem Vorjahr wurde dieses Jahr aufwandswirksam rückgebucht. Aufgrund dessen und der höheren Erträge aus Beteiligungen ergibt sich im Vergleich zum Vorjahr eine deutlich unterschiedliche Steuerquote von Einkommen und Ertrag. Das Geschäftsjahr 2010 schließt mit einem Ergebnis nach Steuern von 3.158 T€ ab. Dies entspricht einer Umsatzrendite nach Steuern von 8,9 % und einer Ergebnissteigerung (nach Steuern) von 799 T€ gegenüber dem Vorjahr. III. Finanz- und VermögenslageDas Anlagevermögen der Gesellschaft ist um 386 T€ gestiegen, was im Wesentlichen auf die getätigten Sachanlageinvestitionen zurückzuführen ist. Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr deutlich erhöht. Aufgrund der zum 01.01.2011 angekündigten Rohstoffpreiserhöhungen für Weißblechmaterialien stiegen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffbestände im Vorjahresvergleich um 1.136 T€. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen entsprechend dem angestiegenen Geschäftsvolumen. Zum 31.12.2010 bestanden hohe Guthaben bei Kreditinstituten/Kassenbestände (6.185 T€), die vorwiegend kurzfristig angelegt waren. Anfang 2011 sind diese wiederum deutlich gesunken, da traditionell im Januar eines Jahres die Kundenrabattzahlungen sowie hohe Eingangsrechnungen für Rohstofflieferungen fällig sind. Die Rückstellungen, vor allem die sonstigen Rückstellungen, sind im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Gründe dafür sind vor allem die oben genannte Kundenreklamation sowie Rechts- und Beratungskosten. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten stiegen auf 3.170 T€. Der gleichzeitige Anstieg dieser Verbindlichkeiten und der Guthaben bei Kreditinstituten ist der verhältnismäßig langsamen Tilgung des langfristigen KfW-Darlehens geschuldet, welches Anfang Januar des Geschäftsjahres in voller Höhe in Anspruch genommen wurde. Die Liquidität und Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft im Geschäftsjahr war jederzeit voll gewährleistet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern bestehen aus einem Gesellschafterdarlehen, welches mit einer erfolgten Ausschüttung des Jahresüberschusses 2008 in Zusammenhang steht. Die Eigenkapitalquote der Thomas GmbH beträgt 53,9 %, das Anlagevermögen sowie ein Teil der Vorräte sind damit durch Eigenkapital gedeckt. Die Vermögenslage der Gesellschaft ist geordnet. IV. Nicht finanzielle KennzahlenDas Unternehmen beschäftigte im Jahresdurchschnitt 95 Arbeitnehmer (ohne Geschäftsführung) und versucht, eine langfristige Sicherung der Arbeitsplätze zu gewährleisten. Die Thomas GmbH legt besonderen Wert auf eine umfassende und stetige Aus- und Fortbildung der Mitarbeiter in technischen und kaufmännischen Bereichen, um die Qualität der Produkte und Unternehmensleistungen auch weiterhin auf hohem Niveau zu halten. Die Thomas GmbH unterzieht sich seit 2000 alle drei Jahre einem Zertifizierungsaudit. Die Thomas GmbH ist durch den TÜV Rheinland Cert GmbH nach DIN ISO 9001:2008 für die Jahre 2010 bis 2013 zertifiziert. V. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag haben sich bis zur Aufstellung des Lageberichtes nicht ergeben. VI. RisikoberichtRisiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können und über das allgemeine wirtschaftliche Risiko einer unternehmerischen Betätigung hinausgehen, sind nicht erkennbar. Bilanzielle Risiken, soweit sie bei der Bilanzerstellung erkennbar waren, wurden durch entsprechende Rückstellungen berücksichtigt. Die Gesellschaft hat alle rechtlichen Möglichkeiten genutzt, Vorsorge im Hinblick auf etwaige Risiken zu treffen. Elementarrisiken werden durch einen umfassenden Versicherungsschutz abgedeckt. Mit Ausnahme der Feuer- und EC-Versicherung sowie der D & O Versicherung wurde alle Versicherungsverträge zu verbesserten Deckungskonditionen und günstigeren Prämien zum 01.01.2011 mit dem neuen Versicherer HDI Gerling abgeschlossen. Es bestehen potenzielle Risiken und zwar als Vertriebs-, Produkt- und Beschaffungsrisiken, die die Gesellschaft allerdings eingehen muss, um am Markt zu bestehen. Die Gesellschaft analysiert monatlich betriebswirtschaftliche Auswertungen und kann somit rechtzeitig Abweichungen zu den Plan- und Vorjahreszahlen erkennen. Gegenüber den Gesellschaftern wurde ein Quartalsreporting auf Gewinn- und Verlustrechnungsbasis etabliert. Die Zusammenarbeit mit Kunden und Lieferanten ist eng und vertrauensvoll. Die Zusammenarbeit mit nur wenigen großen Kunden birgt ein marktbedingtes Risiko. Auch die nur kleine Anzahl recht großer Lieferanten birgt Risiken. Bei der Beschaffung von Rohmaterial kann nur wenig Einfluss auf die Preisstruktur genommen werden, da die von der Thomas GmbH benötigten Rohstofftypen (Stahl und Aluminium) nur von wenigen Lieferanten angeboten werden. Allerdings trifft diese Tatsache im gleichen Maße auf den Wettbewerb und auf die Eigenfertigung von einzelnen Kunden zu, womit die Risiken hier kalkulierbar sind. Die Marktrisiken sind für die Thomas GmbH ebenfalls beherrschbar. Aufgrund der eigenen Abnahmeverpflichtungen für den Rohstoff Aluminium vereinbart die Thomas GmbH - vor allem mit Kunden der Kosmetikbranche - soweit möglich verpflichtende Abnahmestückzahlen für die zu fertigenden Produkte. Ansonsten informieren die Kunden über jährliche, voraussichtliche Abnahmemengen. Auf dieser Basis kalkuliert, disponiert und bestellt die Thomas GmbH dann bei den entsprechenden Lieferanten Aluminiummengen. Insgesamt ist es weiterhin erforderlich, die Kunden- und Lieferantenstruktur zu beobachten, um Veränderungen im Markt und dadurch mögliche Risiken frühzeitig zu erkennen. Große Weißblechlieferanten sind aufgrund der stark schwankenden Preise an den Rohstoffmärkten dazu übergegangen, anstatt der bisherigen Jahresverträge mit den Kunden nur noch Halbjahresverträge zu vereinbaren. Dies bringt für die Gesellschaft keine zusätzlichen Risiken mit sich, bedeutet aber für die Abteilungen Einkauf und Vertrieb vermehrte Dispositionsarbeiten und eine häufigere Anzahl von Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten. Zahlungseingänge werden laufend überwacht, so dass sehr frühzeitig erkannt wird, falls Kunden die Zahlungsziele überschreiten. Aufgrund bisheriger Erfahrungen wird das Ausfallrisiko von Forderungen als eher gering eingestuft. Fremdwährungsrisiken können weitgehend vermieden werden, da überwiegend in Euro fakturiert wird. Für Geldeingänge in Fremdwährungen werden Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen, um Währungskursverluste zu vermeiden. Inflationsrisiken bestehen i.d.R. nicht. Lediglich bei Verkäufen nach Argentinien sind Inflationsgefahren existent. Allerdings betreffen diese die argentinische Tochtergesellschaft der Thomas GmbH bzw. mittelfristig zu erwartende Ausschüttungen der Tochtergesellschaft. VII. PrognoseberichtFür das Jahr 2011 wird mit einer stabilen Konjunkturentwicklung für den Bereiche Aerosol und Kosmetik gerechnet, allerdings nicht auf dem Niveau des Vorjahres. Im Geschäftsjahr 2011 plant die Thomas GmbH leichte Umsatz- und Ergebnisrückgänge. Die positiven ertragswirksamen Einmaleffekte sind nicht 1:1 wiederholbar. Die im Geschäftsjahr 2010 höheren Ventilteller-Exporte in Nicht-EU Länder werden aufgrund des oben genannten Sondereffektes in Argentinien und der Entscheidung eines US amerikanischen Kunden, zukünftig bei Thomas Erie Inc. einzukaufen, zurückgehen. Um die Ertragskraft zu stärken, wird die Thomas GmbH weiterhin an einer verbesserten Kostenstruktur und Einsparmöglichkeiten in allen Unternehmensbereichen arbeiten. Auch werden die Kaizen-Maßnahmen in der Ventiltellerproduktion Früchte tragen und Produktivitätssteigerungen mit sich bringen. Für die Jahre 2012 und 2013 wird dann wieder mit steigenden Umsätzen gerechnet. Die Ertragskraft soll weiter verbessert werden. Chancen ergeben sich für die Thomas GmbH aus der guten Marktposition in den Branchen Aerosol und Kosmetik. Die Thomas GmbH wird als qualitativ hochwertiger Lieferant von Spezialprodukten gesehen, der als einer der wenigen unabhängigen Zulieferer weltweit an den wichtigsten regionalen Absatzmärkten mit Fertigungsstätten vertreten ist. Die im Vergleich zur Aerosolindustrie in der Zuliefererstruktur stark diversifizierte Kosmetikindustrie bringt für die Thomas GmbH zukünftig ebenfalls Chancen mit sich. Die konjunkturellen Bedarfsanstiege im Bereich der Kosmetikprodukte bedeuten Wachstumsmöglichkeiten für die Tochtergesellschaften der Thomas GmbH, aber auch für die Gesellschaft selbst. Im Kosmetikmarkt kann allerdings auch beobachtet werden, dass Wettbewerber und Kunden (im Rahmen Ihrer Eigenfertigung) Kapazitäten aufbauen. Schnelle Reaktionen am Markt sind hier gefragt. Risiken bestehen für die Thomas GmbH im Drängen der Kunden und Endkunden auf sinkende Verkaufspreise und damit sinkende Margen sowie in einer möglichen Abschwächung der Konsumnachfrage, die eintreten könnten, falls z.B. die Rohstoffpreise weltweit weiter ansteigen. Die Chancen und Risiken der Thomas GmbH sind in der 3 - Jahresplanung der Gesellschaft in angemessener Form wiedergegeben. Zur Verbesserung von Kostenstruktur und Einsparmöglichkeiten in allen Unternehmensbereichen ist für die nächsten Jahre geplant, die Kostenrechnung neu aufzustellen sowie Profit Center in der Gesellschaft einzuführen.
Langenselbold, 9. März 2011 Sepp Juch Oliver Schwarz WIEDERGABE DES BESTÄTIGUNGSVERMERKSWir haben dem Jahresabschluss und dem Lagebericht der Thomas GmbH, Langenselbold, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 in den diesem Bericht als Anlagen I (Jahresabschluss) und II (Lagebericht) beigefügten Fassungen den am 10. März 2011 in Essen unterzeichneten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk wie folgt erteilt: "Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Thomas GmbH, Langenselbold, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrags und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar." Den vorstehenden Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses sowie des Lageberichts für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 der Thomas GmbH, Langenselbold, haben wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Berichterstattung bei Abschlussprüfungen erstattet.
Essen, 10. März 2011 BDO
AG
Dr. Gorny, Wirtschaftsprüfer ppa. Wulfmeier, Wirtschaftsprüfer Feststellung des JahresabschlussesDer Jahresabschluss wurde in der Gesellschafterversammlung am 20.12.2011 festgestellt. |
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