Edel Verlagsgruppe GmbH
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Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Maria Manger seit 25.11.2022 | Prokura |
Henning Ove Hansen seit 1.3.2019 | Prokura |
Susanne Kelch seit 1.3.2019 | Prokura |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
Kommanditgesellschaft (KG)
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
JUMBO Neue Medien und Verlag GmbHAufgelöst | 100.00% |
| 100.00% | |
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Edel SE & Co. KGaAHamburgJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023KONZERNBILANZ zum 30. September 2023AKTIVA
PASSIVA
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022/23
KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022/23
KONZERN-EIGENKAPITALSPIEGEL für das Geschäftsjahr 2022/23
KONZERNANHANG für das Geschäftsjahr 2022/23Allgemeine Hinweise Die Edel SE & Co. KGaA, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 155929) - im Folgenden auch >>Gesellschaft« genannt - ist die Holding-Gesellschaft der Edel-Gruppe. Gegenstand der Unternehmensgruppe ist die Produktion und Vermarktung von Musik (physisch und digital), musikbezogenen Artikeln, Buch- und Verlagserzeugnissen und sonstigen Konsumgütern, sowie die Auswertung von Musikrechten und Lizenzen und die Bereitstellung weiterer Dienstleistungen für die Entertainment-Industrie. Der vorliegende Konzernabschluss wird gemäß §§ 290 ff. HGB aufgestellt. Zur Klarheit und Übersichtlichkeit des Konzernabschlusses haben wir einzelne Posten der Konzernbilanz und der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind gesondert erläutert. Die für einzelne Positionen geforderten Zusatzangaben haben wir ebenfalls in den Konzernanhang übernommen. Die Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Aus methodischen Gründen kann es innerhalb der Tabellen (u.a. Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalspiegel, Kapitalflussrechnung) zu Rundungsdifferenzen kommen. Konsolidierungskreis Der Konzernabschluss umfasst die Edel SE & Co. KGaA sowie die nachfolgend unter den Buchstaben A. bis F. sowie H. und I. aufgeführten vollkonsolidierten Tochterunternehmen:
1) Mit der Gesellschaft besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag oder eine einmalige
Ergebnisübernahmeverpflichtung; bei diesen
Gesellschaften wird von den Regelungen des § 264 Abs.
3 HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung und
Offenlegung Gebrauch gemacht.
Änderungen des Konsolidierungskreises haben sich im Vergleich zum 30. September 2022 nicht ergeben. Die aktive Geschäftstätigkeit der edel Italia S.r.l., Mailand, Italien (Anteil am Kapital: 100 %), ist eingestellt worden. Die Gesellschaft befindet sich in einem Liquidationsprozess; sie ist insgesamt von untergeordneter Bedeutung und wird nicht in den Konsolidierungskreis einbezogen. Des Weiteren befindet sich die Edel Italy S.r.l., Mailand, Italien (Anteil am Kapital: 100 %), in Liquidation. Aufgrund des geringen Geschäftsumfangs werden die vorgenannten Gesellschaften, ebenso wie die Edel New Media GmbH, Hamburg (Anteil am Kapital: 100 %) und die Arising Empire Tonträger Produktions- und Vertriebs- GmbH, Hamburg (Anteil am Kapital: 99 %), gemäß § 296 Absatz 2 HGB nicht in den Konzernabschluss einbezogen. An den sonstigen im Anteilsbesitz stehenden Unternehmen hat die Edel SE & Co. KGaA keinen mittelbaren oder unmittelbaren beherrschenden Einfluss gemäß § 290 HGB. Aufgrund der untergeordneten Bedeutung werden die folgenden Beteiligungen gemäß § 311 Absatz 2 HGB nicht nach den für assoziierte Unternehmen geltenden Regelungen des HGB bilanziert.
4) Die Beteiligung wird mittelbar über
Kontor Records GmbH gehalten.
Konsolidierungsgrundsätze Gemäß § 299 Abs. 1 HGB wurde der Konzernabschluss auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt. Die konsolidierte Bilanz enthält sämtliche Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten (einschl. Rückstellungen), Rechnungsabgrenzungsposten und Kapitalkonten aus den Bilanzen der einbezogenen Unternehmen, bereinigt um die Auswirkungen der Schuldenkonsolidierung, der Kapitalkonsolidierung und der Anteile anderer Gesellschafter. Die konsolidierte Gewinn- und Verlustrechnung enthält sämtliche Erträge und Aufwendungen aus den Gewinn- und Verlustrechnungen der einbezogenen Unternehmen mit Ausnahme der Auswirkungen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung und der ergebniswirksamen Konsolidierungsbuchungen. Die Kapitalkonsolidierung für Gesellschaften oder für zugekaufte Kapitalanteile, die (voll-)konsolidiert wurden, wurde nach der Neubewertungsmethode zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen. Die zu aktivierenden Beträge sind so weit wie möglich den betreffenden Aktivposten zugeordnet. Der Restbetrag wurde als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Passivische Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung bestehen nicht. Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge werden latente Steuern abgegrenzt. Forderungen und Verbindlichkeiten, Aufwendungen und Erträge sowie wesentliche Zwischenergebnisse innerhalb des Konsolidierungskreises wurden eliminiert. Erfolgswirksame Konsolidierungsmaßnahmen ergaben eine Reduzierung passiver latenter Steuern um TEUR 334 sowie eine Reduzierung aktiver latenter Steuern um TEUR 28. Sie wurden saldiert im Steuerabgrenzungsposten auf der Aktivseite ausgewiesen. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Abschlüsse der in den Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr erstellt. Folgende beiden Änderungen gegenüber dem Vorjahr haben sich ergeben, um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Abschlusses zu verbessern: Die Bewertungsgrundsätze, für die unter den fertigen Erzeugnissen und Waren ausgewiesenen Buchbestände des Konzerns, wurden im Geschäftsjahr 2022/23 angepasst. Die neu eingeführten Bewertungsgrundsätze spiegeln nun die wirtschaftliche Realität für einzelne Warengruppen besser wider, was zu einer transparenteren Darstellung des Umlaufvermögens führt. Zudem werden die auf das Distributionsgeschäft entfallenden Fracht- und Transportkosten seit dem Geschäftsjahr 2022/23 unter den Aufwendungen für bezogene Leistungen (Materialaufwand) ausgewiesen. Im Vorjahr erfolgte der Ausweis unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen (nach der linearen Methode) vermindert. Die erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden über die jeweiligen Nutzungsdauern von 15 Jahren linear abgeschrieben. Firmenwerte werden länger als 10 Jahre abgeschrieben, da die Gesellschaften über langfristige Lizenz- oder Verlagsrechte verfügen. Das Sachanlagevermögen des Konzerns wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Geringwertige Wirtschaftsgüter des Sachanlagevermögens (GWG) mit Einzelanschaffungskosten bis zu EUR 250,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. GWG mit Einzelanschaffungskosten von EUR 250,01 bis EUR 1.000,00 werden in einen jahresbezogenen Sammelposten eingestellt und über einen Zeitraum von 5 Jahren linear abgeschrieben. Fremdkapitalzinsen werden, soweit die Voraussetzungen gegeben sind, bei der Aktivierung von Gegenständen des Anlagevermögens berücksichtigt. Die erhaltenen Investitionszuschüsse und -zulagen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der geförderten Investitionsgüter abgesetzt. Sonderabschreibungen gemäß § 6 des Gesetzes über Sonderabschreibungen im Fördergebiet, die in den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen in einen Sonderposten mit Rücklageanteil eingestellt und nachfolgend anteilsmäßig ertragswirksam aufgelöst wurden, wurden für Konzernzwecke eliminiert. Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten, gegebenenfalls im Fall einer voraussichtlichen Wertminderung zum niedrigeren beizulegenden Wert und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- und Herstellungskosten bzw. zu den niedrigeren beizulegenden Werten. Dabei werden die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren zu durchschnittlichen Einstandspreisen oder zu niedrigeren Tagespreisen am Bilanzstichtag angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden zu Herstellungskosten bewertet, die neben den direkt zuordenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten in angemessenem Umfang Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen enthalten. Das Bestands- und Vertriebsrisiko wurde durch Abwertungen berücksichtigt; weitere Abwertungen wurden bei ungünstiger Erlöslage vorgenommen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert oder zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt. Wertpapiere des Umlaufvermögens wurden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten wurden für Ausgaben (Einnahmen) vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand (Ertrag) für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Der aktive Steuerabgrenzungsposten beinhaltet latente Steuern auf temporäre Differenzen zwischen steuerlichen und handelsrechtlichen Bilanzansätzen sowie auf steuerliche Verlustvorträge und wurde auf Basis einer erwarteten künftigen Ertragsteuerentlastung von unverändert rund 30 % für die inländischen und rund 25,8 % (Vorjahr: 24,3 %) für die ausländischen Gesellschaften ermittelt. Passive latente Steuern werden mit aktiven latenten Steuern saldiert ausgewiesen. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag 30. September 2023 verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,81 % p.a. (30. September 2022: 1,77 % p.a.). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird unverändert zum Vorjahr derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,5 % bzw. 3,0 % bei den Renten ausgegangen. Eine Fluktuationsrate wird aufgrund des engen Personenkreises der Begünstigten nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für einen Gehaltstrend, da die Zahlungsverpflichtungen nicht an eine künftige Gehaltsentwicklung gekoppelt sind. Der Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen (vor Verrechnung mit dem Deckungsvermögen) beträgt zum 30. September 2023 TEUR 2.731. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen, unbelastet und insolvenzsicher sind, sowie ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Pensionsverpflichtungen dienen (Deckungsvermögen), wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB unmittelbar mit den korrespondierenden Schulden verrechnet. Das Deckungsvermögen ist zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Dieses beträgt zum 30. September 2023 TEUR 222. Der beizulegende Zeitwert des Deckungsvermögens (Rückdeckungsversicherungen) entspricht den fortgeführten Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB und besteht aus dem sogenannten geschäftsplanmäßigen Deckungskapital des Versicherungsunternehmens zuzüglich eines gegebenenfalls vorhandenen Guthabens aus Beitragsrückerstattungen (sogenannte unwiderrufliche Überschussbeteiligung). Erfolgswirkungen aus der Änderung des Diskontierungssatzes, Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens und laufende Erträge des Deckungsvermögens werden im Finanzergebnis gezeigt. Zeitwertänderungen des Deckungsvermögens von TEUR 13 im Geschäftsjahr 2022/23 wurden mit Aufwendungen für Pensionsverpflichtungen verrechnet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum 30. September 2023 TEUR 62. Gemäß § 253 Absatz 6 HGB unterliegt dieser Unterschiedsbetrag der Ausschüttungssperre. In den sonstigen Rückstellungen sind alle erkennbaren Risiken zum vernünftigen kaufmännischen Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Steuerrückstellung entspricht der zu erwartenden Steuerzahlung. Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Kurzfristige Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen in fremder Währung werden zum Briefkurs am Tag ihrer Entstehung umgerechnet. Verluste aufgrund eines niedrigeren Stichtagskurses zum Bilanzstichtag werden bei den langfristigen Forderungen berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs oder mit dem höheren Entstehungskurs angesetzt. Die in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungsdifferenzen. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNBILANZ Anlagevermögen Die Entwicklung des Anlagevermögens ist auf der folgenden Seite dargestellt. Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrugen im Geschäftsjahr 2022/23 TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) und betreffen wie im Vorjahr Finanzanlagen. Im Geschäftsjahr 2022/23 sind insgesamt TEUR O (Vorjahr: TEUR 88) Fremdkapitalzinsen auf Gegenstände des Anlagevermögens aktiviert worden. Entwicklung des Konzernanlagevermögens für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023
Vorratsvermögen Das zum 30. September 2023 ausgewiesene Vorratsvermögen hat einen Wert von TEUR 16.329 (Vorjahr: TEUR 25.775). Die Differenz von TEUR 9.446 resultiert im Wesentlichen aus einem verbesserten Bestandsmanagement im Zuge einer Abkehr von hohen Mindestbeständen, die während der Beschaffungskrise in den letzten Jahren vorgehalten wurden, und einer Wertberichtigung der Vorräte in der Edel Verlagsgruppe. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den zum 30. September 2023 ausgewiesenen sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 3.064 (Vorjahr: TEUR 3.239) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben, ebenso wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, weit überwiegend Lieferungen und Leistungen. Latente Steuern Der Saldo der aktiven latenten Steuern zum 30. September 2023 setzt sich zusammen aus aktiven latenten Steuern von TEUR 1.359 (Vorjahr: TEUR 1.547) abzüglich passiver latenter Steuern von TEUR 594 (Vorjahr: TEUR 1.036). Die latenten Steuern (vor Saldierung) beruhen auf folgenden temporären Differenzen und steuerlichen Verlustvorträgen: Temporäre Differenzen und steuerliche Verlustvorträge
Im Konzern bestehen keine steuerlichen Verlustvorträge, die voraussichtlich nicht innerhalb der nächsten 5 Jahre verrechnet werden können. Erläuterungen zum Konzern-Eigenkapitalspiegel Nach dem im Geschäftsjahr 2020/21 durchgeführten Aktienrückkauf betrug das ausgegebene Kapital nach Verrechnung mit den zurückgekauften Anteilen zum Nennwert im Saldo zum Bilanzstichtag TEUR 21.275. Von dem gezeichneten Kapital von TEUR 22.735 ist der rechnerische Wert der eigenen Anteile (30.09.2023: 1.459.915 Stück zu einem rechnerischen anteiligen Wert des Grundkapitals von 1 EUR pro Aktie; unverändert gegenüber dem Vorjahr) offen abgesetzt. Die Kapitalrücklage von TEUR 1.924 und die Gewinnrücklagen von TEUR 349 entsprechen den bei der Muttergesellschaft ausgewiesenen Bilanzposten. Von dem erwirtschafteten Konzerneigenkapital (Konzern- Gewinnvortrag und Konzern-Jahresüberschuss, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist) stehen zum 30. September 2023 TEUR 36.631 (Vorjahr: TEUR 30.008) zur Ausschüttung an die Aktionäre zur Verfügung. Bei der Edel SE & Co. KGaA besteht eine gesetzliche Ausschüttungssperre von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 144) nach § 253 Abs. 6 HGB. Bei einem Tochterunternehmen besteht eine solche Ausschüttungssperre i. H. v. TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 26). Satzungsgemäße Ausschüttungssperren bestehen, ebenso wie im Vorjahr, nicht. Sonstige Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Lizenzen, Urheberrechtsvergütungen, Kundenboni, Urlaubsansprüche, Sondervergütungen und ausstehende Lieferantenrechnungen gebildet. Verbindlichkeitenspiegel Verbindlichkeitenspiegel per 30.09.2023
Verbindlichkeitenspiegel per 30.09.2022
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, weit überwiegend Lieferungen und Leistungen. Besicherte Verbindlichkeiten Für Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und Leasinggebern wurden teilweise Sicherheiten bestellt; diese sind:
ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse verteilten sich zwischen den Ländern wie folgt:
Die Umsatzerlöse verteilten sich nach Tätigkeitsbereichen wie folgt:
1) optimal media GmbH, Röbel / Müritz
2) Buch, Musik und Entertainment
Periodenfremde Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge von TEUR 856 (Vorjahr: TEUR 749). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die durch das Strompreisbremsengesetz gewährte finanzielle Entlastung, die sich für den Berichtszeitraum auf TEUR 704 summiert, wurde im Konzernabschluss als Verminderung der Energiekosten in den Posten der sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. SONSTIGE ANGABEN Personal Die Anzahl der im Jahresdurchschnitt für den Edel-Konzern tätigen Mitarbeiter*innen betrug im Geschäftsjahr 2022/23 1.060 Personen (Vorjahr: 1.090 Personen), davon waren 38 Auszubildende (Vorjahr: 36 Personen) beschäftigt. Die Anzahl verteilt sich wie folgt: Anzahl Ø
Haftungsverhältnisse Wesentliche Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB bestehen nicht. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen bestehen im Wesentlichen aus Miet- und Erbbaupachtverpflichtungen sowie zu einem Teil aus Leasingverpflichtungen. Die Restlaufzeiten der Miet- und Erbbaupachtverträge betragen zwischen 1 und 45 Jahren. Die Mietverträge betreffen Bürogebäude und -flächen sowie Lagerräume. Die Erbbaupachtverträge betreffen das Werksgelände in Röbel/Müritz, darüber hinaus bestehen Wartungsverträge und Dienstleistungsverträge. Am Bilanzstichtag bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen aus längerfristigen Verträgen:
Derivative Finanzinstrumente Zur Absicherung variabel verzinslicher Bankdarlehen wurde im Geschäftsjahr 2022/23 ein derivatives Finanzinstrument in Form eines Zinssatzswaps mit einer Laufzeit von fünf Jahren auf Basis der €STR Euro Short Term Rate (EUR-EuroSTR-OIS Compound) abgeschlossen. Dieses Zinsderivat dient ausschließlich der Absicherung finanzieller Risiken im Rahmen der Zinssicherung und wurde nicht für spekulative Zwecke verwendet. Eine Bewertungseinheit wurde nicht gebildet. Der Zinssatzswap über nominal TEUR 5.000 hat zum 30. September 2023 einen positiven Marktwert von TEUR 180. Der Marktwert des Zinsderivates wurde anhand eines MTM-Modells (»mark-to-market«) ermittelt. Der positive Marktwert wurde nicht bilanziert, da es sich um einen unrealisierten Gewinn handelt. Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer geschäftsführende Direktor schlägt vor, aus dem Bilanzgewinn des Mutterunternehmens Edel SE & Co. KGaA eine Dividende von EUR 0,30 je dividendenberechtigter Aktie, damit insgesamt TEUR 6.820, an die Aktionäre auszuschütten und den verbleibenden Teilbetrag des Bilanzgewinns auf neue Rechnung vorzutragen. Honorare des Konzernabschlussprüfers Die Honorare des Konzernabschlussprüfers für Abschlussprüfungsleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2022/23 TEUR 150. Gesamtbezüge des Aufsichtsrats Die Bezüge des Aufsichtsrats der Gesellschaft für das Wahrnehmen seiner Aufgaben beliefen sich satzungsgemäß auf TEUR 68 (Vorjahr TEUR 68). Gesamtbezüge der Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Auf die Angabe der Bezüge des geschäftsführenden Direktors der persönlich haftenden Gesellschafterin wird nach § 314 Abs. 3 i.V. m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder der Geschäftsführungsorgane sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern der Geschäftsführungsorgane An Geschäftsführungsorgane gewährte Darlehen betragen zum 30. September 2023 TEUR 3.023 (Vorjahr: TEUR 3.092). Diese haben eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Berechnung des Zinssatzes erfolgt auf Basis des Referenzzinssatzes zuzüglich eines Aufschlags von 2,00% p.a.- Der Referenzzinssatz ist der €STR-Satz (Euro Short Term Rate). Nahestehende Unternehmen und Personen Persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Edel Management SE mit Sitz in Hamburg. Sie hält keinen Kapitalanteil an der Edel SE & Co. KGaA. Die Edel Management SE ist mit einem Grundkapital von TEUR 120 ausgestattet. Die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin. Ihr werden sämtliche Auslagen im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte der Gesellschaft, einschließlich Vergütung ihrer Organmitglieder sowie der Ertragsteueraufwand erstattet. Diese Beträge werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Die Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, hat am 11. April 2019 gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 AktG sowie gemäß § 20 Abs. 4 AktG (jeweils in Verbindung mit § 278 Abs. 3 AktG) mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA sowie unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S.v. § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört. Herr Michael Haentjes, Hamburg, hat am 11. April 2019 mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA sowie mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S.v. § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört, da ihm die Beteiligung der von ihm abhängigen Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, an der Edel SE & Co. KGaA gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist. Nachtragsbericht Die Edel SE & Co. KGaA hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 die WVG Medien GmbH, Hamburg mehrheitlich von der Splendid Medien AG, Köln erworben. In der Vergangenheit hatte die WVG Medien AG bereits auf die umfassenden Distributions-, Vertriebs- und Servicedienstleistungen der Edel Gruppe zurückgegriffen. Diese Zusammenarbeit wird durch die Übernahme weiter vertieft, um gemeinsame Kosteneffizienzen im physischen Musik- und Entertainment-Vertrieb zu realisieren. Darüber hinaus haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres, die für dieses wesentliche Auswirkungen haben, ergeben.
Hamburg, den 4. Dezember 2023 Edel SE & Co. KGaA, vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE Dr. Jonas Haentjes, Geschäftsführender Direktor KONZERNLAGEBERICHT für das Geschäftsjahr 2022/23Der Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA wurde im Geschäftsjahr 2022/23 nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) erstellt. UNTERNEHMENSPROFIL Als Medienunternehmen werden Umsätze über verschiedene Kanäle generiert. Eine Übersicht der Umsätze nach Kanal wird im Folgenden präsentiert:
Die Edel SE & Co. KGaA betreibt ein insgesamt seit vielen Jahren profitables Geschäft mit organischem Wachstum, bei dem sich die Geschäftstätigkeit den veränderten Marktbedingungen anpassen kann. Vereinzelt wurde das Geschäft durch Akquisitionen ergänzt. Strategisches Ziel für alle Unternehmensbereiche ist ein weiterhin profitables Wachstum. Wichtigster Geschäftsbereich ist die Musik- mit weiterem Schwerpunkt Entertainment - in dem die Edel-Gruppe von der Herstellung von Medienträgern unterschiedlicher Formate sowie über den Vertrieb mittels sämtlicher digitaler und physischer Kanäle bis hin zur Vermarktung verschiedener Genres die kompletten Stufen der Musikindustrie abdeckt. Im Bereich Buch besteht eine ähnlich tiefe Wertschöpfung (Herstellung, Vermarktung, Vertrieb). Die Edel-Gruppe unterteilt ihr operatives Geschäft in die drei folgenden Geschäftsfelder: Manufacturing & Distribution, Music & Entertainment sowie Books. Edel-Gruppe
Das Tagesgeschäft der drei Geschäftsfelder wird von den Geschäftsführern der jeweiligen Gesellschaften geführt. Die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE gibt mit ihrer Geschäftsführung die strategische Ausrichtung der einzelnen Gesellschaften vor und stellt mit der Edel SE & Co. KGaA zentrale Dienstleistungen für die meisten Konzerngesellschaften zur Verfügung. Die optimal media GmbH übernimmt aufgrund ihrer Größe und unterschiedlichen Geschäftsmodells im Vergleich zu anderen Unternehmen der Edel-Gruppe viele Dienstleistungen, die im folgenden Segment abgebildet sind, selbst. Im Segment Consolidation & Shared Services sind daher Dienstleistungen wie IT, Finance, Human Resources und Royalty Services, sowie Konzernabschlussbuchungen (z.B. Konsolidierungen aus Intercompany- Geschäftsvorgängen) abgebildet. Manufacturing & Distribution - 100 % optimal media GmbHDie optimal media GmbH ist auf die Herstellung und Distribution von Medienformaten in den Bereichen Buch- und anderen Drucksachen sowie im Bereich Audio- und Videoformaten wie Vinyl-Schallplatten, CDs, DVDs und Blu-rays spezialisiert. Insbesondere der Vinyl-Bereich ist für die optimal media GmbH von großer Bedeutung. Zur Verwirklichung der strategischen Ziele im Geschäftsfeld Manufacturing & Distribution sollen über die hohe Wertschöpfungstiefe sowohl Markt- als auch Margenpotenziale gehoben werden. Zudem wird kontinuierlich an der Verbesserung interner Prozesse gearbeitet, um Effizienzpotenziale zu heben. Music & Entertainment
Im Geschäftsfeld Music & Entertainment werden die Aktivitäten in den Geschäftsbereichen Musik sowie Home Entertainment gebündelt. Im Musikbereich ist die Edel-Gruppe ein unabhängiger Anbieter von Musikinhalten in der deutschsprachigen Region. Das Produktportfolio zeichnet sich hierbei durch einen breiten Genre-Mix aus: von Dance und anderer elektronischer Musik (beispielsweise von VIZE, Leony, Tom Gregory und ATB) über Pop- und Rockmusik (zum Beispiel Anastacia, Extreme, Alice Cooper, The Damned und Deep Purple) bis hin zu Jazz, Metal und klassischer Musik ist die Edel-Gruppe mit diesen und aber auch anderen Musikrichtungen vertreten. Diese Genre-Vielfalt wird über spezialisierte Label abgedeckt, um die Genre-spezifischen Anforderungen an die Betreuung der Künstler*innen sowie die unterschiedlichen Ansätze in der Vermarktung angemessen bedienen zu können. Die Inhalte werden über das Distributionsnetzwerk der Edel-Gruppe vertrieben, welches sowohl physische Produkte als auch die digitale Vermarktung über die Tochtergesellschaft Kontor New Media GmbH abdeckt. Im Entertainment-Bereich arbeiten die Unternehmen der Edel-Gruppe mit namhaften nationalen und internationalen Lizenzgeber*innen zusammen. Neben der Produktion von eigenen Inhalten im Kinderbereich ist die Edel-Gruppe in der physischen und digitalen Vermarktung internationaler Inhalte im deutschsprachigen Markt tätig. Zur Verwirklichung der strategischen Ziele im Geschäftsfeld Music & Entertainment soll das Wachstum des digitalen Geschäftes weiter vorangetrieben werden. Books - 100 % Edel Verlagsgruppe GmbHIm Geschäftsbereich Books soll über eigene Imprints sowie Partnerverlage ein breites Publikum angesprochen werden. Der inhaltliche Fokus in diesem Geschäftsfeld liegt auf Sachbüchern und Ratgebern, Kochbüchern, Sportbüchern, Biografien sowie Kinderbüchern. Als Unternehmen, dessen Kerngeschäft in den Geschäftsfeldern Music & Entertainment und Books aus der Fertigung, Verwaltung und Monetarisierung geistigen Eigentums in Form von Lizenzen an medialen Inhalten besteht, nimmt die Edel-Gruppe die Verwaltung des Rechte- und Lizenzportfolios sehr ernst. Die kontinuierliche Evaluation, ob das Portfolio zukunftsträchtig aufgestellt ist, wird konstant über das Geschäftsjahr hinweg vorgenommen. Des Weiteren hält sich die Edel-Gruppe die Möglichkeit offen, das Rechteportfolio opportunistisch über Akquisitionen zu ergänzen. RAHMENBEDINGUNGEN & WIRTSCHAFTLICHES UMFELD Die Organe der Edel SE & Co. KGaA sowie die Konzernleitungs- und Überwachungsstrukturen werden nachfolgend erläutert. Organe der KGaA sind die persönlich haftende Gesellschafterin, der Aufsichtsrat und die Hauptversammlung. Persönlich haftende Gesellschafterin der Edel SE & Co. KGaA ist die Edel Management SE. Der persönlich haftenden Gesellschafterin Edel Management SE, vertreten durch deren geschäftsführenden Direktor, obliegt die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA. Der Aufsichtsrat ist für die Überwachung der Geschäftsführung sowie die Vertretung der KGaA gegenüber der persönlich haftenden Gesellschafterin zuständig und hat Informations- und Prüfungsrechte. Die Mitglieder des Aufsichtsrats werden von den Kommanditaktionär*innen in der Hauptversammlung gewählt. Die persönlich haftende Gesellschafterin der Edel SE & Co. KGaA, die Edel Management SE, verfügt über eine monistische Leitungsstruktur. Auf Ebene der Edel Management SE obliegt die Leitung der Gesellschaft einem einheitlichen Leitungsorgan: dem Verwaltungsrat. Der Verwaltungsrat der Edel Management SE besteht aus drei Mitgliedern, welche durch die Hauptversammlung der Edel Management SE gewählt werden. Der Verwaltungsrat leitet die Edel Management SE, bestimmt die Grundlinien ihrer Tätigkeit und überwacht deren Umsetzung durch den geschäftsführenden Direktor, der die Geschäfte der Gesellschaft führt. Die Märkte der Edel SE & Co. KGaA verändern sich von einfachen physischen zu hochwertigen physischen sowie digitalen Formaten. Die Edel SE & Co. KGaA ist aus Sicht der Konzernleitung mit ihren Tochtergesellschaften derzeit gut aufgestellt, um von dieser Veränderung zu profitieren. Im Bereich der digitalen Formate und Medien ist die Gruppe laut Konzernleitung über das in der Kontor New Media GmbH gebündelte Geschäft mit Streaming und Downloads stark positioniert. Die Gesellschaft vertreibt über ihre eigene digitale Plattform Musik für Labels, Künstler und sonstige Rechteinhaber an digitale Anbieter wie Spotify, Amazon Music, Apple Music oder iTunes. Die optimal media GmbH profitiert weiterhin vom Wachstum des Vinylgeschäftes, aber auch von der Marktkonsolidierung anderer Formate. 2022/23 war für die Edel-Gruppe insgesamt ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr. Das Digitalgeschäft wächst dynamisch und kann so stagnierende bzw. leicht rückläufige Umsätze im Fertigungs- und physischen Mediengeschäft mehr als ausgleichen. Gesamtwirtschaftliches Umfeld Das gesamtwirtschaftliche Umfeld in Deutschland war im letzten Quartal des Jahres 2022 und in den ersten drei Quartalen des Jahres 2023 von schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Dazu gehörten vor allem die Folgen des Krieges in der Ukraine, die damit verbundene Energiekrise und die erheblichen Preissteigerungen bei Rohstoffen und Material. Die seit Juni 2022 bestehende zweite Stufe des Notfallplanes Gas, die in den letzten Monaten stark gestiegenen Kosten sowie die auch durch die erheblichen Kostensteigerungen abgekühlte Gesamtkonjunktur brachten für den deutschen Mittelstand im dritten Jahr in Folge erhebliche Mehrbelastungen und Herausforderungen. Die Dynamik der deutschen Wirtschaft hatte sich nach einer kurzen Erholung in den Sommermonaten zum Jahresende 2022 deutlich abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im 4. Quartal 2022 gegenüber dem 3. Quartal 2022 um 0,4 Prozent. Allerdings konnte im Gesamtjahr 2022 noch insgesamt ein leichtes Plus von 1,8 Prozent Wachstum gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. 1 Die Mehrbelastungen, die nicht nur Unternehmen, sondern auch die privaten Haushalte gleichermaßen betrafen, hatten starke Auswirkungen auf die Verbraucherpreise und die Art der Konsumentenausgaben. Das Konsumverhalten der privaten Haushalte in Deutschland war im Jahr 2022 zudem stark von der Inflation geprägt. Die Ausgaben stiegen zwar insgesamt um gut 3 Prozent gegenüber dem Vorjahr, die Verbraucher mussten aber deutlich mehr für Nahrungsmittel, Energie und Dienstleistungen ausgeben. 2 Es ist davon auszugehen, dass die Verbraucher in Zeiten knapper werdenden Geldes ihre Ausgaben für Kultur, Reisen oder Unterhaltung kürzen. Im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres ist die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes im ersten und zweiten Quartal 2023 stagniert. 3 Zu den größten Herausforderungen der vergangenen zwölf Monate gehörten die Entwicklungen an den Beschaffungsmärkten für Energie. Dabei sind zwei Faktoren ausschlaggebend: zum einen die Höhe der Preise und zum anderen die Schnelligkeit und die Sensibilität, mit der der Markt auf die Veränderungen reagiert. Sowohl starke Preisanstiege als auch erhebliche Schwankungen wirkten und wirken sich direkt und mittelbar mit hohen Mehrfachbelastungen auf die Kostensituation der Unternehmen aus. Zwar entspannte sich die Lage im Verlauf des Jahres etwas, dennoch lagen die Preisindizes der Strom- und Erdgasbörsenpreise im Jahr 2023 im Mittel deutlich über den Preisen des Jahres 2021 und über dem langjährigen Durchschnitt. Mit einer Rückkehr zu den Preisniveaus auf Vor-Krisen- Niveau ist aufgrund der neuen energiepolitischen Gegebenheiten in Europa kurzfristig nicht zu rechnen. Die Ausführungen in den Vorjahren behalten daher ihre Gültigkeit: Folgen von Störungen in Liefer- und Versorgungsketten, die Verfügbarkeit von Energie und die allgemeine Verteuerung im Zuge der hohen Inflation sind für Wirtschaft und Verbraucher nicht abschätzbar. Die von der Europäischen Zentralbank angestrebte Konjunkturerholung durch die schrittweise Erhöhung des Leitzinses soll zwar die Inflation eindämmen, führt aber auch zu einer Verteuerung von Krediten und damit zu einer Zurückhaltung bei den Investitionen. Die von der Bundesregierung angeschobenen und verabschiedeten Preisdeckel bei den Energiepreisen und weitere Förderungen und Entlastungen werden erst mit einer gewissen Zeitverzögerung greifen. Die nachfolgenden Marktdaten sind den Veröffentlichungen der Branchenverbände entnommen: BVMI Bundesverband Musikindustrie (Musikmarkt), Börsenverein des Deutschen Buchhandels (Buchmarkt), Filmförderungsanstalt (FFA), Bundesverband Druck & Medien (Druck- und Medienmarkt).
1 Quelle: Statistisches Bundesamt
(www.destatis.de)
Musikmarkt Der deutsche Musikmarkt verzeichnete im Kalenderjahr 2022 ein robustes Wachstum von 6 %. Über alle Formate (CD, DVD, Blu-ray, Vinyl, Download und Streaming - Hörbücher ausgenommen) setzten die Firmen mit Musikverkäufen im Jahr 2022 rund 2,1 Mrd. Euro um (Vorjahr: 2,0 Mrd. Euro). Der digitale Musikmarkt wuchs mit 12 % weiterhin dynamisch und hielt einen Anteil von 80 % bzw. 1,66 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,49 Mrd. Euro) am Gesamtmarkt. Der Bereich Audio-Streaming war mit einem Umsatzplus von 14 % und einem Gesamtumsatz von 1,5 Mrd. Euro (Vorjahr: 1,3 Mrd. Euro) der größte Wachstumstreiber. Zudem stellte das Audio-Streaming mit einem Anteil von 73 % das umsatzstärkste Segment im Gesamtmarkt dar. Im Gegensatz zum Vorjahr 2021 stagnierte das Wachstum von Video-Streaming-Plattformen, Mobiles (Realtones, Ringbacktones) und Cloud-Services mit einem Wachstum von 1 % und Umsätzen von 100 Mio. Euro (Vorjahr: 99 Mio. Euro). Rückläufig verhielt sich hingegen der Gesamtmarktanteil sowie die Umsatzentwicklung von Downloads. Im Jahr 2022 wurden in diesem Bereich 45 Mio. Euro (Vorjahr: 58 Mio. Euro) erwirtschaftet. Der Anteil des physischen Marktes schrumpfte 2022 weiterhin und machte 20 % bzw. 408 Mio. Euro (Vorjahr: 463 Mio. Euro) des Gesamtmarktes aus, was einem Umsatzrückgang um 12 % entspricht. Die CD war 2022 mit einem Umsatzanteil von 13 % bzw. 268 Mio. Euro (Vorjahr: 323 Mio. Euro) das zweitstärkste Medium. Der Umsatz aus Vinyl erreichte mit 124 Mio. Euro (Vorjahr: 118 Mio. Euro) den höchsten Wert der vergangenen zehn Jahre und behielt damit seinen Umsatzanteil von 6 % bei. DasWachstum verlor im Vergleich zu Vorjahren an Dynamik, ist aber mit 5 % immer noch ein Wachstumstreiber im sonst rückläufigen physischen Geschäft. Damit setzte sich die Vinyl weiterhin vom drittstärksten physischen Segment - Musik-DVDs und Blu-rays - ab, dessen Anteil im Jahr 2022 weiterhin rückläufig war und 0,5 % bzw. 11 Mio. Euro (Vorjahr: 15 Mio. Euro) des Gesamtmarktes ausmachte. 4 Buchmarkt Der Buchmarkt schrumpfte im Kalenderjahr 2022 um 1,9 %. Die Gesamteinnahmen beliefen sich auf 9,4 Mrd. Euro. Der Gesamtumsatz setzte sich folgendermaßen zusammen: Sortimentsbuchhandel 42 %, Verlage direkt 23 %, Internetbuchhandel 24 %, sonstige Verkaufsstellen 10 %, Versandbuchhandel 1 % und die Bereiche Warenhäuser und Buchgemeinschaften jeweils <1 %. Der Internetbuchhandel, zu dem auch das Online-Geschäft der stationären Händler zählt, schrumpfte um 13 % auf einen Umsatz von 2,2 Mrd. Euro. Der klassische Versandbuchhandel hingegen, also der Buchverkauf über Katalog, Mailing oder Telefon, verzeichnete einen Rückgang um 28 % gegenüber dem Vorjahr auf einen Umsatz von nun ca. 80 Mio. Euro. Der E-Book-Umsatz am Publikumsmarkt (privater Bedarf, ohne Schul- und Fachbücher) in Deutschland betrug 2022 rund 565 Mio. Euro und bedeutet damit eine Stagnation gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatzanteil der E-Books am Publikumsgesamtmarkt in Deutschland betrug 6 %. 5 DVD- / Blu-Ray-Markt Der deutsche Videogesamtmarktumsatz wuchs im Kalenderjahr 2022 um 7 % auf 3,1 Mrd. Euro (Vorjahr: 2,9 Mrd. Euro). Der Umsatz im digitalen Videomarkt stieg um 11 % auf 2,8 Mrd. Euro und lag bei einem Marktanteil von 89 %. Der SVoD-Bereich ist mit einem Zuwachs um 12 % auf 2,3 Mrd. Euro das größte Segment im digitalen Videomarkt. Die TVoD- Umsätze um entwickelten sich dynamisch mit einem Wachstum von 13 % auf 171 Mio. Euro. Trotz rückläufiger Umsatzzahlen erwirtschafteten Kaufvideos 2022 einen Umsatz von 599 Mio. Euro. Hierzu zählen die physischen Kaufvideos (DVD und Blu-ray) mit einem Umsatz von 339 Mio. Euro und die digitalen Käufe EST mit einem Umsatz von 260 Mio. Euro. Insgesamt ging das Segment gegenüber dem Vorjahr um 10 % zurück. 6
4 Quelle: musikindustrie.de
Herstellung und Logistik - optimal media GmbH Bezüglich der Entwicklung der für die optimal media GmbH wichtigen Produktsegmente Vinyl, CD, DVD und Blu-ray wird auf die zuvor genannten Marktentwicklungen verwiesen. Der Umsatz der deutschen Druckindustrie ist im Jahr 2022 um 9 % gewachsen. Insgesamt werden nach 17,3 Mrd. Euro Umsatz im Vorjahr Umsatzerlöse von 18,9 Mrd. Euro prognostiziert. Der Bundesverband der Druck- und Medienindustrie (bvdm) bilanziert in seinem Jahresbericht, dass trotz einer Umsatzerholung noch große kostenseitige Herausforderungen aller wesentlicher Kostenfaktoren wie Energie und Rohmaterialien und Dienstleistungen bestehen. Der Produktionswert im Jahr 2022 wuchs um 11 % von 12,2 Mrd. Euro auf ca. 13,5 Mrd. Euro. Das gesamte Wachstum ist getrieben von der Herstellung von Druckerzeugnissen mit ca. 12,2 Mrd. Euro Umsatz, bei denen wiederum mit 4,6 Mrd. Euro Werbedrucksachen und Kataloge den größten Anteil ausmachen. Bei der Fertigung von Büchern stieg im gleichen Zeitraum der Produktionswert um 13 % von 883 Mio. Euro auf 998 Mio. Euro. 7 Management Als alleiniger geschäftsführender Direktor der Edel Management SE führt Dr. Jonas Haentjes die Geschäfte der Edel SE & Co. KGaA. Seit dem 31. März 2023 ist Sabine Eckhardt zum Mitglied des Verwaltungsrats der Edel Management SE bestellt. Sabine Eckhardt hat die Position der stellvertretenden Verwaltungsratsvorsitzenden inne. Michael Haentjes ist unverändert der Verwaltungsratsvorsitzende. Dem Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA gehören Sabine Eckhardt (Managerin und Aufsichtsrätin, München) seit dem 30. März 2023 als Vorsitzende des Aufsichtsrats, Dr. Joerg Pfuhl (Dozent für Betriebswirtschaftslehre, selbständiger Unternehmensberater, Hamburg) als stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats (davor Vorsitzender) und Charles Caldas (Rechtsanwalt, strategischer Berater, Aufsichtsrat, Geschäftsführer, Lissabon, Portugal) als ordentliches Mitglied des Aufsichtsrats an. Bis zum 30. März 2023 war Joel H. Weinstein (Rechtsanwalt, New York, New York / USA) stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats.
7 Bundesverband Druck und Medien
(www.bvdm-online.de)
WIRTSCHAFTLICHE LAGE DES UNTERNEHMENS Ertragslage Die Ertragslage des Konzerns stellt sich für das Geschäftsjahr 2022/23 wie folgt dar:
Die Umsätze des Konzerns stiegen 2022/23 um 1,2 % von 277,0 Mio. Euro auf 280,2 Mio. Euro und liegen innerhalb des Zielkorridors gemäß Vorjahres-Prognosebericht von 280,0 bis 300,0 Mio. Euro. Das Umsatzwachstum resultiert im Wesentlichen aus dem Digitalgeschäft des Konzerns. Neben der insgesamt positiven Geschäftsentwicklung der Musik- und Entertainment Labels der Edel-Gruppe trägt im besonderen Maße der gute Geschäftsverlauf in der Digitalvermarktungstochter Kontor New Media zu der Entwicklung bei, während die Umsätze der optimal media GmbH leicht sanken. Die Personalaufwandsquote stieg leicht auf 20,4 % (Vorjahr: 20,0 %). Es werden im Konzern im Jahresdurchschnitt 30 Mitarbeiter*innen weniger, insgesamt 1.060 Mitarbeiter*innen (Vorjahr: 1.090) einschließlich Auszubildende, beschäftigt. Davon sind ca. drei Viertel in der optimal media GmbH angestellt. Die Aufwandsquote der sonstigen betrieblichen Aufwendungen sank im Vorjahresvergleich auf 13,5 % (Vorjahr: 15,3 %). Während u.a. EDV-Kosten und Reisekosten bedingt durch eine bessere persönliche Kontaktpflege und Möglichkeiten zur Kunden- und Rechteakquisition nach der COVID-19-Pandemie stiegen, sanken u.a. Marketing- und Promotionsaufwendungen sowie Rechts- und Beratungskosten. Der Haupteffekt aus den gesunkenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen resultiert aus einer Ausweisänderung von Fracht- und Transportkosten des Distributionsgeschäfts in den bezogenen Leistungen des Materialaufwand (Vorjahr: sonstige betriebliche Aufwendungen). Das EBITDA stieg um 0,4 Mio. Euro (+1,2 %) auf 31,3 Mio. Euro (Vorjahr: 31,0 Mio. Euro). Das EBIT stieg aufgrund der guten Geschäftsentwicklung auf 22,2 Mio. Euro (Vorjahr: 21,5 Mio. Euro). Der KonzernJahresüberschuss (vor Anteilen anderer Gesellschafter) stieg um 0,3 Mio. Euro auf 12,7 Mio. Euro und liegt damit über dem Vorjahreswert und innerhalb des Zielkorridors gemäß Vorjahres-Prognosebericht von 10 bis 15 Mio. Euro. Das Konzern-Jahresergebnis nach Anteilen anderer Gesellschafter stieg von 11,6 Mio. Euro auf 12,2 Mio. Euro. Das Ergebnis pro Aktie beträgt nach 0,54 Euro im Vorjahr nun 0,57 Euro. Die Ergebnissteigerung gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus höheren Ergebnissen der optimal media GmbH, der Edel Music & Entertainment GmbH sowie der Kontor New Media GmbH. Die internen Steuerungssysteme sind auf eine ergebnis- und wachstumsorientierte Unternehmensführung ausgerichtet. Mittels eines monatlichen Berichtswesens sowie regelmäßiger Forecasts wird die Budget- und Zielerreichung aller Geschäftsbereiche fortlaufend überwacht. Dabei steht die Erreichung des Ergebnisziels (Konzern-Jahresüberschuss) im Vordergrund. Vermögensstruktur
Das Vermögen des Konzerns (einschließlich Abgrenzungsposten und latenter Steuern) sank gegenüber Vorjahr zum Bilanzstichtag 30. September 2023 um 2,6 Mio. Euro auf 192,6 Mio. Euro. Der Anstieg des Anlagevermögens um 11,0 Mio. Euro resultiert im Wesentlichen aus Investitionen in das Sachanlagevermögen bei der optimal media GmbH (+8,5 Mio. Euro) sowie einer Erhöhung der Finanzanlagen um 1,2 Mio. Euro bestehend aus der Beteiligung an der biddz GmbH sowie der Zahlung des Kaufpreises für den Erwerb der WVG Medien GmbH. Das kurzfristig gebundene Vermögen des Konzerns sank stark um 13,6 Mio. Euro auf 101,7 Mio. Euro (Vorjahr 115,3 Mio. Euro). Dies ist im Wesentlichen bedingt durch eine Abkehr von den hohen Mindestbeständen, die während der Beschaffungskrise im letzten Jahr vorgehalten wurden und durch eine Wertberichtigung der Warenbestände in der Edel Verlagsgruppe GmbH. Hierdurch reduzierten sich vor allem Vorräte in signifikantem Umfang (-9,4 Mio. Euro). Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken (-5,1 Mio. Euro) bedingt durch geringere Umsätze in der Tochtergesellschaft optimal media GmbH sowie durch ein gutes Forderungsmanagement. Des Weiteren erhöhten sich die liquiden Mittel um 0,8 Mio. Euro, die Lizenzvorschüsse sanken um 0,4 Mio. Euro. Kapitalstruktur
Das Konzerneigenkapital stieg um 13,7 % auf 49,9 Mio. Euro, die Eigenkapitalquote steigt um 3,3 %-Punkte auf 25,9 %. Dies ist einerseits bedingt durch die Bilanzverkürzung, vor allem aber durch das gute Konzernergebnis. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden leicht zurückgeführt (-2,4 Mio. Euro). Die Rückstellungen stiegen um 2,1 Mio. Euro. Dies ist im Wesentlichen auf höhere Rückstellungen für Körperschaftsteuern und erhöhte Lizenzrückstellungen u.a. bedingt durch den Umsatzanstieg in der Kontor New Media GmbH zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sanken um 7,3 Mio. Euro. Die Verbindlichkeiten bestehen überwiegend in Euro. Darüber hinaus bestehen u.a. Verbindlichkeiten in US-Dollar und Britischen Pfund. Finanzlage
Das Liquiditätsmanagement der Edel SE & Co. KGaA ermöglicht Liquidität jederzeit dort zu allokieren, wo sie benötigt wird. Damit ist die Finanzlage der Muttergesellschaft unmittelbar mit der Lage der Konzerngesellschaften verbunden. Gemäß des auf Basis der Konzernplanung entwickelten Liquiditätsplanes ist die bis zum Geschäftsjahresende 2023/24 für das operative Geschäft erforderliche Liquidität gesichert. Für Neu- und Ersatzinvestitionen stehen dem Konzern in ausreichendem Maß Mittel aus dem laufenden Cashflow sowie ggf. von Finanzierungspartnern zur Verfügung. Am 30. September 2023 beträgt der Bestand des Konzerns an liquiden Mitteln 16,5 Mio. Euro (Vorjahr: 15,6 Mio. Euro). Darüber hinaus bestehen zum Bilanzstichtag 30. September 2023 freie, noch nicht genutzte Kreditlinien in Höhe von 32,5 Mio. Euro. Der Unterschied in den freien Betriebsmittellinien im Vergleich zum Vorjahr (24,0 Mio. Euro) ergibt sich aus der Erhöhung einer Betriebsmittellinie um 3,0 Mio. Euro sowie aus der Verringerung der kurzfristigen Verbindlichkeiten. Der Finanzmittelfonds (liquide Mittel abzüglich jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten) hat sich im Geschäftsjahr 2022/23 auf 4,6 Mio. Euro erhöht. Die Veränderung resultiert mit 32,1 Mio. Euro (Vorjahr: 16,6 Mio. Euro) aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit, mit -19,2 Mio. Euro (Vorjahr: -20,2 Mio. Euro) aus dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit sowie mit -6,8 Mio. Euro (Vorjahr: -3,1 Mio. Euro) aus dem Finanzmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit. Die erhöhte Investitionstätigkeit konzentrierte sich insbesondere auf Sachanlagen bei der Tochtergesellschaft optimal media GmbH (15,7 Mio. Euro) sowie auf das immaterielle Anlagevermögen in anderen Tochterunternehmen, zusätzlich zu Investitionen im Bereich des Finanzanlagevermögens. Der Finanzmittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit liegt mit -6,8 Mio. Euro über dem des Vorjahres. Einerseits entsteht ein Kapitalzufluss aus dem Saldo aus Tilgung und Aufnahme von Krediten. Im Zuge der Zinswende verzeichneten die Mittelabflüsse aufgrund von Zinszahlungen eine Steigerung um 0,6 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr. Der wesentliche Beitrag zum Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit stellt die gezahlte Dividende in Höhe von 6,4 Mio. Euro bzw. 0,30 Euro je Aktie dar. Bei der optimal media GmbH bestehen weiterhin langfristige Bankverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing und sonstige Finanzschulden, die ausschließlich der Finanzierung von Anlagevermögen (Gebäude, Maschinen) dienen. Geschäftsfeld Manufacturing & Distribution Die Entwicklung im Bereich Manufacturing & Distribution bleibt positiv. Trotz eines leichten Umsatzrückgangs der optimal media GmbH um 4 % im Vergleich zum Vorjahr führte eine gründliche Kostenkontrolle zu einer Steigerung der operativen Marge. Hervorzuheben ist vor allem die verbesserte Materialeinsatzquote, die maßgeblich zum besseren Ergebnis der optimal media GmbH beiträgt. Zusätzlich wirken sich Sondereffekte wie die Auflösung von Rückstellungen aufgrund des Wegfalls eines Prozessrisikos und der gewinnbringende Verkauf einer Druckmaschine positiv aus. Im Vinylgeschäft konnte das hohe Niveau des Vorjahres erfolgreich beibehalten werden. Das Distributionsgeschäft verzeichnete bei steigenden Umsätzen eine Erhöhung der operativen Marge, was maßgeblich zum Erfolg der optimal media GmbH beiträgt. Die Herausforderungen liegen insbesondere in der Produktion von CD-, DVD- und Blu-ray-Medien sowie im Druckereibetrieb. Trotz strenger Kostenkontrolle konnte der rückläufige Umsatz aufgrund der Marktbedingungen nicht vollständig ausgeglichen werden, was sich in verschlechterten Ergebnissen der jeweiligen Organisationseinheiten im Vergleich zum Vorjahr niederschlägt. Geschäftsfeld Music & Entertainment Das Geschäftsfeld Music & Entertainment entwickelt sich weiterhin positiv. Besonderheiten, die das Geschäftsjahr geprägt haben, sind insbesondere das Release des Anastacia- Albums >>Our Songs«, welches beim neu geschaffenen Label Stars by Edel erschienen ist. Der Erfolg wurde mit einer Platzierung auf Position zwei der offiziellen deutschen Album-Charts belohnt. Zudem zeichnete sich das Release des Albums »Somewhere in Between« von Leony durch eine Platzierung in den deutschen Single-Charts und mit einem zweiten Platz in den deutschen Airplay-Charts für den Song »Remedy« aus. Innerhalb des Geschäftsfeldes glänzen insbesondere der Digitalvertrieb der Kontor New Media und Edel Kids sowie die Organisationseinheiten Edel Motion und die Klassik-Sparte mit einer guten Entwicklung. Unter anderem bedingt durch einen Marktrückgang für physische Medien ist das Geschäft im Bereich Edel Motion sowie im physischen Bereich von Edel Kids derzeit herausfordernd, was sich in Umsatz und Ergebnis der Organisationseinheiten widerspiegelt. Der Umsatzrückgang im physischen Bereich konnte im Bereich Edel Kids durch robustes Wachstum im digitalen Geschäft abgemindert werden. Geschäftsfeld Books Im Geschäftsfeld Books verbessert sich das operative Ergebnis vor Wertberichtigungseffekten nach einer Refokussierung des Geschäftsbereichs deutlich. Trotz der Schließung mehrerer Imprints und der damit verbundenen Reduzierung der Neuveröffentlichungen stieg der Umsatz um 3 %, insbesondere durch eine verbesserte Auswertung der zurückliegenden Veröffentlichungen. Durch die erfolgreiche Fokussierung auf ihre stärksten Imprints konnte ein deutlich verbessertes operatives Ergebnis erzielt werden. Die in diesem Jahr für durchgeführte Anpassung der Abwertungs-Routinen führte zu einem Einmaleffekt und verhindert ein besseres Ergebnis des Geschäftsfeldes Books. Eigentumsverhältnisse Die Eigentumsverhältnisse der Edel SE & Co. KGaA haben sich im Geschäftsjahr 2022/23 nicht wesentlich geändert. Michael Haentjes ist über die Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG weiterhin mit 63,94 % der Aktien (mittelbarer) Mehrheitsaktionär. Die restlichen Aktien befinden sich daher weiterhin mit 29,64 % im Streubesitz sowie mit 6,42 % (Vorjahr: 6,42 %) als eigene Anteile im Unternehmensbesitz. Seit dem 27. September 2021 wurde das Aktienrückkaufprogramm auf unbestimmte Zeit ausgesetzt. Die Gesellschaft wird die Situation kontinuierlich bewerten und zu gegebener Zeit über eine Wiederaufnahme des Aktienrückkaufprogramms entscheiden. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATOREN Als medienschaffendes Unternehmen ist sich die Edel-Gruppe ihrer gesteigerten gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Deshalb versteht sich die Unternehmensgruppe als Arbeitgeber, der nicht nur finanziellen, sondern auch nichtfinanziellen Zielen wie Mitarbeiterzufriedenheit, Gesundheit und Unterstützung kulturellen Erbes verpflichtet ist. Edel bildet z. B. in verschiedenen Unternehmen der Gruppe und zahlreichen Berufen aus. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres 2022/23 absolvierten 37 Mitarbeiter*innen eine Ausbildung (Vorjahr: 36). Auch duale Studiengänge und regelmäßige Weiter- und Fortbildung sind Bestandteil der Mitarbeiterentwicklung. Für Edel sind motivierte und gesunde Mitarbeiter*innen wichtig für den geschäftlichen Erfolg. Daher bieten die Unternehmen der Edel-Gruppe vielfältige Leistungen an. Unter anderem sind ein vergünstigter Zugang zu Sporteinrichtungen, Sportgruppen unter professioneller Anleitung sowie gesundes und nachhaltiges Essen zu bezuschussten Preisen in der hauseigenen, biozertifizierten Kantine zu nennen. Des Weiteren werden bei Edel kostenfreie Obstkörbe sowie Massageangebote während der Arbeitszeit angeboten. Es werden flexible Arbeitszeitmodelle angeboten. Über das Holiday+-Programm können Mitarbeiter*innen bis zu vier Wochen zusätzlichen, unbezahlten Urlaub im Jahr nehmen. Weiterhin werden eine bezuschusste Karte für den öffentlichen Personennahverkehr sowie vergünstigte Bestellungen aus dem Edel-Produktportfolio angeboten. Um die Bindung zwischen den Mitarbeiter*innen zu stärken, veranstaltet Edel jeden Monat ein After-Work-Event, bei dem sich die Mitarbeiter*innen bei kostenlosen Getränken und Snacks in einer ungezwungenen Atmosphäre abseits der Arbeit kennenlernen können. Die Tochtergesellschaft optimal media GmbH verfügt u.a. über eine Zertifizierung für Energiemanagement nach DIN EN ISO 50001, betreibt betriebliches Gesundheitsmanagement und engagiert sich für einen hohen Stand der Arbeitssicherheit. Weiterhin setzt die Tochtergesellschaft optimal media GmbH auf eine nachhaltige Geschäftsentwicklung. Durch FSC-zertifizierte Papierlieferanten, der »Re-Vinyl« aus recyceltem PVC sowie der neu eingeführten »Bio-Vinyl« aus teilweisem fossilfreiem Rohmaterial werden allgemein eine Recycling- und Kreislaufwirtschaft als Kernaufgabe der optimal media GmbH betrachtet. Dieser Fokus auf eine nachhaltige Wirtschaft wurde durch eine ISCC PLUS Zertifizierung für nachhaltige Lieferketten bestätigt. Leider lassen sich geschäftsbedingt noch nicht alle CO 2 -Emissionen vermeiden. Hierfür werden lokale Aufforstungsprojekte mit Naturparks gefördert, um den CO 2 -Ausstoß teilweise zu kompensieren. RISIKOBERICHT Weltwirtschaftliches Umfeld Die Beurteilung des Konsumverhaltens der Edel-Zielgruppen ist, nicht zuletzt aufgrund der Diversifikation, eine komplexe Aufgabe. Dabei können die Vorhersagen nicht mehr als grobe Einschätzungen sein. Die Edel SE & Co. KGaA geht weiterhin von einer guten Nachfrage nach Unterhaltungsmedien aus, also den Bereichen, in denen Edel Lieferant und Dienstleister ist. Zudem beeinflusst der Russland-Ukraine-Krieg die weltweiten Energiepreise nachhaltig negativ und sorgt Eintrübung des allgemeinen Konsumklimas. Die hohen Energiepreise kommen insbesondere in der optimal media GmbH zum Tragen, da hier Energie einen wesentlichen Kostenfaktor repräsentiert. Die Eintrübung des Konsumklimas macht sich insbesondere im Buchbereich bemerkbar. Bedingt durch die Umsatzstruktur im Musikbereich, der insbesondere durch resiliente Streaming-Einnahmen bestimmt ist, sind diese Auswirkungen im digitalen Absatz weniger zu spüren. Ertragsschwankungen Neben den saisonalen Schwankungen der Erträge im Quartalszeitraum oder auch pro Geschäftsjahr, können Schwankungen durch eine Vielzahl von Faktoren bedingt sein, die nicht unmittelbar im Einflussbereich der Gesellschaften liegen. Kosten bzw. Erlöse beim Erwerb von Lizenzen, Distributionsrechten und Sublizenzierungen, Verzögerungen bei der Veröffentlichung neuer Produkte, vorzunehmende Abschreibungen aufgrund hinter den Erwartungen zurückbleibender Produkte, die Preisentwicklung auf dem Entertainment-Markt (Ton- und Bildtonträger) sowie die Akzeptanz der Künstler*innen und ihrer Veröffentlichungen beim Konsumenten können die Umsatz- und Ertragslage wesentlich beeinflussen. In leicht veränderter Form, z. B. aufgrund der in Deutschland geltenden Buchpreisbindung, gelten diese Unwägbarkeiten auch für den Buchmarkt. Das Unternehmen arbeitet kontinuierlich an der Optimierung von Vertragsverhältnissen mit Lieferanten und Kunden, um derartige Risiken zu reduzieren. Kundenstruktur Die Kundenstruktur der Ton- und Bildtonträgerindustrie hat sich in den vergangenen Jahren stark verdichtet und ist von einigen Großkunden geprägt. Den davon ausgehenden Nachteilen begegnet die Edel SE & Co. KGaA durch Diversifikation in verwandten Bereichen (Buch) und die Akquirierung von Kunden in alternativen Absatzmärkten (Non Traditional Outlets). Zum Stichtag 30. September 2023 liegt z.B. bei der optimal media GmbH, der Edel Music & Entertainment GmbH und der Kontor New Media GmbH eine Konzentration auf Top-Kunden vor, die einen wichtigen Teil am Umsatzvolumen ausmachen und aufgrund ihrer Zahlungsbedingungen auch einen entsprechenden Einfluss auf die Forderungszusammensetzung des Unternehmens haben. Repertoirebasis, inhaltliche Qualität und Akzeptanz durch die Zielgruppe Die Umsätze der Edel-Gruppe stützen sich auf eine breite Repertoirebasis sowie eine Vielzahl von Partnern, d. h. sie sind nicht abhängig von wenigen »Superstars« oder Verträgen. Trotz dieser breiten Basis haben Edels Top-Produkte (in allen Bereichen, physisch wie digital) einen stärkeren Effekt auf die Umsätze des Konzerns als die übrigen Veröffentlichungen. Der wirtschaftliche Erfolg von Entertainment-Produkten wird geprägt von Qualität und Kreativität der Künstler und ihres Repertoires sowie deren Akzeptanz bei der jeweiligen Konsumentenzielgruppe. Aufgrund ständig wechselnder Trends ist der Erfolg einer Veröffentlichung im Vorhinein oft schwer einzuschätzen und unterliegt damit gewissen Risiken. Weitverzweigte Geschäftsbeziehungen und erfahrenes Management bei Aufbau und Weiterentwicklung von Entertainment-Themen und -Künstler*innen sichern die Kreation erfolgreicher Produkte. Bestandsrisiko Das stetig schrumpfende Geschäft mit physischen Medien stellt die Edel-Gruppe vor besondere Herausforderungen. Da die Edel-Gruppe weiterhin an einer physischen Auswertung ihrer medialen Inhalte festhält, stellt die Planbarkeit der physischen Absätze Edel vor die stetige Herausforderung, die Nachfrage nach physischen Produkten möglichst bedarfsgerecht zu planen. Sollte sich die Nachfrage nach physischen Medien schlechter entwickeln als prognostiziert, können sich Überbestände von physischen Medienträgern bilden, die sich schwer oder gar nicht abverkaufen lassen. Diesem Risiko wird durch aktives Bestandsmanagement sowie Abschreibungen auf physische Restbestände im Inventar der Edel- Gruppe vorgebeugt. Juristische Risiken Das Geschäftsmodell von Edel basiert auf Verträgen. Dies birgt immer das Risiko, dass sich Meinungsverschiedenheiten nur gerichtlich klären lassen. Dementsprechend können Risiken aus Klagen gegen Unternehmen der Edel-Gruppe entstehen. Dieses Risiko wird minimiert, indem ein partnerschaftliches Verhältnis mit Vertragspartnern aufgebaut und erhalten wird. Zudem werden potenzielle finanzielle Risiken über entsprechende Vertragsinhalte, die Auseinandersetzungen regeln, begrenzt. Durch stetes Hinzuziehen von juristischem Rat wird das Risiko zusätzlich minimiert. Piraterie und andere Urheberrechtsverletzungen Die Auswirkungen von Internetpiraterie und Verbreitung privater Kopien auf die Entertainment-Märkte (besonders im Musikbereich) sind spürbar. Trotz aller Bemühungen der Verbände der Entertainment- und Musikindustrien, ihre Aktivitäten zur Bekämpfung von Piraterie und zum Aufbau legaler Online-Angebote weiter zu intensivieren und den Schutz geistigen Eigentums gesetzlich zu untermauern, stellen die wirtschaftlichen Folgen der Piraterie auch in Zukunft ein schwer einzuschätzendes Risiko dar. Zahlreiche Märkte, in denen die Edel SE & Co. KGaA mittlerweile operiert, bleiben jedoch von diesem Risiko unbeeinflusst, sodass festzustellen ist, dass sich die vom Unternehmen durchgeführten Diversifikationsmaßnahmen direkt auf die Risikostruktur auswirken. Die Konzernleitung ist der Meinung, diverse Maßnahmen ergriffen zu haben (Vertragswesen, solide Aufstellung im digitalen Vertrieb etc.), um diese Risiken zu minimieren. ng im digitalen Vertrieb etc.), um diese Risiken zu minimieren. IT-Risiken Die Wertschöpfung bei Edel ist maßgeblich von der eingesetzten Technik abhängig. Eine eventuelle Beeinträchtigung oder ein Ausfall eines Teils oder aller eingesetzten Systeme könnte erhebliche Auswirkungen auf die unternehmensinternen Prozesse haben. Zudem steigen die Risiken im Bereich Cybersecurity und Cyberkriminalität. Hier häufen sich in den letzten Jahren insbesondere Phishing-Attacken auf viele deutsche Unternehmen. Um diese Risiken zu minimieren, investiert Edel kontinuierlich in die IT-Landschaft inklusive Redundanzen in kritischen Systemen und bildet das IT-Personal gezielt weiter, um stets der aktuellen Bedrohungslage gewachsen zu sein. Zudem werden Mitarbeiter*innen in der Erkennung von insbesondere Phishing, aber auch allen anderen Arten von Cyber- Angriffen geschult, um Risiken zu minimieren. Zusätzlich werden externe Experten hinzugezogen, welche mit sogenannten Penetration-Tests die IT auf ihre Resilienz überprüfen. Regulatorische Risiken / Compliancerisiko In Zeiten strengerer Regulierung von Unternehmen sowie stetig anspruchsvoller werdenden Datenschutzgesetzgebung spielt die Konformität mit diesen Regularien eine wichtige Rolle, da sich die Strafen deutlich erhöht haben und erhebliche Kosten bei Nichtbeachtung der Regeln nach sich ziehen können. Insbesondere in den Bereichen Datenschutz und Kapitalmarktregularien bestehen potenzielle Risiken. Zur Minimierung dieser Risiken werden Mitarbeiter*innen kontinuierlich geschult. Zudem wird auf externe Unterstützung zurückgegriffen, um die Compliance mit allen Regularien sicherzustellen. Zusätzliche neue Compliance-Regularien im ESG-Bereich wie zum Beispiel das Lieferketten-Sorgfaltspflichtengesetz (LkSG) oder neue ESG-Berichtspflichten - stellen die Edel-Gruppe vor neue Herausforderungen. Neue Daten müssen prüfungssicher erhoben werden. Um diesem Risiko angemessen zu begegnen, wurde eine konzernweite Taskforce aufgesetzt, die mit externer Unterstützung alle ESG Compliance-Risiken sichtet und die daraus entstehenden Anforderungen bearbeitet. Wechselkursrisiko Engagements außerhalb des Währungsbereiches Euro führen zu Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen insbesondere in den Währungen GBP und USD. Das Finanzmanagement überwacht aus diesem Grund laufend die Entwicklung aktueller Wechselkurse relevanter Währungen und stellt Simulationsrechnungen für den Fall von Kursänderungen an, um deren potenziellen Erfolgswirkungen zu untersuchen. Zinsänderungsrisiko Der weit überwiegende Teil der Konzernfinanzierung erfolgt zu festen Konditionen, aus denen kein Zinsänderungsrisiko entstehen kann. Variabel verzinst oder kurzfristig veränderbar und somit einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt sind insbesondere Kontokorrentkredite. Zur Absicherung kleinerer Teile der variabel verzinslichen Bankdarlehen werden in Einzelfällen derivative Finanzinstrumente abgeschlossen (aktuell: Zinssatzswap mit einer Laufzeit von fünf Jahren auf Basis der €STR Euro Short Term Rate (EUR-EuroSTR-OIS Compound). Derivative Finanzinstrumente dienen ausschließlich der Absicherung finanzieller Risiken im Rahmen der Zinssicherung und werden nicht für spekulative Zwecke verwendet. Steuerrisiken Es existieren weiterhin Risiken aus steuerlichen Sachverhalten, insbesondere zur Frage des Umfangs der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung von Lizenzaufwendungen und der Behandlung von Einnahmen aus der Verfolgung illegaler Rechtenutzungen. Auf Basis des gegenwärtigen Status von laufenden, steuerlichen Betriebsprüfungen, laufenden und gegebenenfalls noch einzulegenden Rechtsbehelfen und Gesprächen sieht die Geschäftsführung die Chance, dass die durch Rückstellungen abgebildeten Risiken nicht zum Tragen kommen. Dennoch hat die Gesellschaft Rückstellungen für die oben genannten Sachverhalte zugeführt. Liquiditätsrisiko Liquiditätsrisiken ergeben sich für den Konzern grundsätzlich aus bevorstehenden Mittelabflüssen (Zins und Tilgung) finanzieller Verbindlichkeiten und regelmäßig wiederkehrender Auszahlungen u.a. aus Leasingkontrakten oder unvorhergesehenen Auszahlungen. Das Finanzmanagement steuert diese Risiken insbesondere durch die Überwachung eines Gleichgewichtes der Zahlungsströme mit dem Ziel der jederzeitigen Sicherstellung der Zahlungsbereitschaft. Investitionsrisiko Die Edel-Gruppe ist im Geschäftsfeld der Herstellung von physischen Medienträgern und immateriellen Vermögenswerten tätig. Hieraus entsteht kontinuierlicher Investitionsbedarf. Diese Investitionen sind immer mit Risiken verbunden. Zeitpläne können sich verzögern, größere Schäden als erwartet auftreten oder die Investition kann sich als fehlgeleitet herausstellen. Um die Risiken aus erhöhten Kosten oder erhöhten Abschreibungen zu minimieren, wurden strenge Prüfprozesse für Investitionen sowie ein Investitionscontrolling implementiert. Zusätzlich wird durch kontinuierliche Verbesserungen an Vermögensgegenständen sowie Schulungen der Mitarbeiter*innen das Investitionsrisiko gesenkt. Kredit- und Ausfallrisiken Im Konzern bestehen derzeit keine erheblichen Ausfallrisiken. Für einen Großteil der mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten bestehen vertragliche Zusicherungen der Kreditnehmer zugunsten der Kreditgeber (Financial Covenants). Dem Liquiditätseffekt von Zahlungsausfällen wird bei größeren Risiken, insbesondere bei geschäftstypischen Risikokonzentrationen in Abhängigkeit von der jeweiligen Einschätzung des Ausfallrisikos, durch Lieferantenkreditentscheidungen begegnet. Zudem sind Forderungen der Edel Music & Entertainment GmbH teilweise benannt bzw. unbenannt versichert. Versicherer ist u.a. die Allianz Trade. Den gezahlten Lizenzvorschüssen, deren Werthaltigkeit maßgeblich von der zeitlich gestreckten Entstehung von Lizenzverbindlichkeiten abhängt, stehen in aller Regel regelmäßig wiederkehrende Einnahmen zur künftigen Verrechnung gegenüber. Spezielles Geschäfts- und Marktrisiko optimal media GmbH Der anhaltende Preisdruck vor allem im Bereich digitaler Datenträger (CD, DVD, Blu-ray) führen zu einem teilweise starken Wettbewerb. Zudem haben Änderungen im Konsumverhalten von privaten Endverbrauchern, insbesondere für Vinyl-Käufe, und das Bestellverhalten von Kunden einen signifikanten Einfluss auf Umsatz und Ergebnis der Gesellschaft. Die Strategie der Gesellschaft zur Risikominimierung beinhaltet ein Forderungsmanagementsystem sowie die Konzentration auf Komplettprodukte, die Besetzung von Marktnischen und eine verstärkte Kundenpflege. Dafür werden kontinuierlich Verbesserungen an der Servicequalität vorgenommen und interne Optimierungsmaßnahmen umgesetzt. Risiken aus Preisschwankungen bei Energie, Rohstoffen und weiteren Bezugsmaterialien werden durch flexible Preisanpassungen sowie Abschluss von möglichst längerfristigen Einkaufsverträgen mit festen Konditionen sowie die Weitergabe der Preissteigerungen an Kunden minimiert. Im Vinylgeschäft ist ein großer Teil des Umsatzes Großkunden abhängig. Ein Verlust einer dieser Kunden würde ein erhebliches Risiko darstellen. Es bestehen hier jedoch gegenseitige Abhängigkeiten, da optimal als größtes Vinylpresswerk Europas einen signifikanten Anteil der europäischen Vinylfertigungskapazitäten stellt, wodurch eine Verlagerung des Geschäftes seitens des Kunden nicht trivial ist. Nachhaltige Veränderungen auf Absatzmärkten oder in der Kundenstruktur können dazu führen, dass die Nachfrage zurückgeht und die Gesellschaft weniger Aufträge erhält. Gleichzeitig besteht die Gefahr, dass sich durch Übernahmen, Zusammenschlüsse oder andere Formen der Zusammenarbeit Konglomerate bilden, welche die entsprechenden Käufer- bzw. Verkäufermärkte wesentlich beeinflussen oder dominieren. Ein weiteres inhärentes Risiko ergibt sich aus der unbeabsichtigten unerlaubten Herstellung von Produkten, die urheberrechtlich geschützte Inhalte verletzen. Geopolitische Risiken Geopolitische Risiken haben in den letzten Jahren zugenommen und beeinflussen auch die Geschäftstätigkeit der Edel- Gruppe. In jüngerer Vergangenheit waren die COVID-19-Pandemie sowie der Russland-Ukraine-Krieg mit ihren Auswirkungen auf Lieferketten und Konsumklima dominant. Durch die exogene und nicht beeinflussbare Natur dieser Risiken sind die Auswirkungen solcher Ereignisse unvorhersehbar. Dadurch kann nur reaktiv mit diesen Risikofaktoren umgegangen werden. Um möglichst gut auf weitere Auswirkungen dieser Ereignisse vorbereitet zu sein, werden Lieferantenbeziehungen sowie die organisationale Resilienz von Edel weiter gestärkt. Risikomanagement Die Identifizierung und aktive Steuerung der unternehmerischen Risiken erfolgen in der Edel-Gruppe anhand eines Systems der Planung und Kontrolle. Die Chancen und Risiken der Geschäftsaktivitäten werden im Rahmen eines revolvierenden Planungsprozesses auf ihre strategische und operative Bedeutung untersucht und bewertet. Das gesetzlich vorgeschriebene Risikomanagement-System ist in einem Handbuch dokumentiert, das regelmäßig aktualisiert wird. Alle wesentlichen Entscheidungen zur Finanzstruktur trifft der geschäftsführende Direktor. Das Finanzmanagement ist grundsätzlich bei der Edel SE & Co. KGaA zentralisiert. Zusammenfassende Beurteilung der Risikolage In einer Gesamtbeurteilung der Risikolage lässt sich aufgrund der heute bekannten Informationen feststellen, dass den Fortbestand des Konzerns gefährdende Risiken aktuell nicht bekannt sind und auch in kurz- und mittelfristiger Zukunft derzeit nicht erkennbar sind. CHANCENBERICHT Akquisition zusätzlicher Rechte Die Akquisition von weiteren Lizenzen und Rechten, unter anderem durch Kooperationen zur Erstellung neuer Inhalte oder Fusionen und Übernahmen, stellt eine Chance dar, Umsatz und Gewinn über die bisherige Planung zu steigern. Insbesondere eine Diversifizierung hin zu mehr Musik-Genres wird als attraktiv wahrgenommen. Zusätzliche Monetarisierung des bestehenden Rechtekataloges Durch einen optimierten Vertrieb des bestehenden Kataloges über weitere Third-Party-Lizenzen, vor allem in Filmen, Videospielen oder Apps lassen sich weitere Umsatz- und Gewinnsteigerungen erzielen, die in derzeitigen Planungen nicht berücksichtigt sind. Skalierbares Wachstum der Plattform Kontor New Media Als digitale Vermarktungsplattform für Medieninhalte aller Art hat sich die Kontor New Media GmbH erfolgreich bei externen Partnern positioniert. Die Möglichkeit, Vertriebsangebote bei weiteren Partnern zu platzieren, verspricht Umsatz- und Gewinnsteigerungen, die noch nicht in der derzeitigen Planung enthalten sind. Employer Branding Qualifizierte Fachkräfte für das eigene Unternehmen zu begeistern, stellt eine Herausforderung für viele Firmen dar. Durch einen stärkeren Fokus auf Employer Branding soll die Arbeitgeberattraktivität von Edel gesteigert werden, wodurch die Gruppe sichtbarer und als gute Karriereoption wahrgenommen werden soll. Hiermit kann qualifiziertes Personal geworben werden, welches einen wichtigen Faktor zu einer erfolgreichen Geschäftsentwicklung in der Zukunft darstellt. PROGNOSEBERICHT Die Edel SE & Co. KGaA und ihre Tochtergesellschaften konzentrieren sich in ihren Aktivitäten auch in Zukunft auf zwei Standbeine: Auf Medien-Dienstleistungen und Inhalte-Vermarktung. Dabei liegt der Schwerpunkt auch zukünftig auf dem Ausbau des in der Kontor New Media GmbH gebündelten Digitalgeschäftes und der vorgelagerten Rechteakquisition, der kontinuierlichen Verbesserung der operativen Performance der Buchverlagsbereiche, der Fortführung der erfolgreichen Musikbereiche sowie der Erweiterung und dem Ausbau der Fertigungstiefe und -breite der optimal media GmbH. Dem gegenüber stehen weiterhin Herausforderungen durch einen rückläufigen physischen Markt für CDs, DVDs und Blu-rays und entsprechendem Margendruck. Im Dienstleistungsbereich des Konzerns besteht die Ausrichtung auf unterschiedliche Inhalte und Formate bereits seit einigen Jahren. Neben Musikprodukten fertigen, versenden und vertreiben die Gesellschaften der Gruppe Hörbücher, Filme und TV-Formate sowie Druckerzeugnisse. Die Ausrichtung des Dienstleistungs-Portfolios wird regelmäßig an die Anforderungen der Kunden angepasst. Weiterhin spielt die Konzerntochter optimal media GmbH mit ihrem ständig breiter werdenden Dienstleistungsspektrum eine tragende Rolle. Die optimal media GmbH profitiert von einer weiterhin hohen Nachfrage im Vinylbereich, aber auch von der guten Marktstellung als Qualitäts- und Komplettanbieter. Auf dieser Basis wird für die Geschäftsjahre 2023/24 und 2024/25 mit einem erfolgreichen, profitablen Geschäft gerechnet. Für das Geschäftsjahr 2023/24 erwartet die Konzernleitung weiteres Wachstum beim Umsatz (280,0 bis 300,0 Mio. Euro) sowie einen Konzern-Jahresüberschuss von 10,0 bis 15,0 Mio. Euro.
Hamburg, den 4. Dezember 2023 Edel SE & Co. KGaA, Vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE Dr. Jonas Haentjes, Geschäftsführender Direktor BERICHT DES AUFSICHTSRATSder Edel SE & Co. KGaA, HamburgDer Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeiten im Geschäftsjahr 2022/23. Im Geschäftsjahr 2022/23 hat der Aufsichtsrat seine durch Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung vorgeschriebenen Pflichten und Aufgaben ordnungsgemäß erfüllt. Er hat die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA kontinuierlich überwacht, die Recht- und Zweckmäßigkeit ihres Handelns geprüft und sie bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Der Aufsichtsrat befand sich stets in engem Kontakt und gegenseitigem Austausch mit dem geschäftsführenden Direktor der Edel Management SE, Herrn Dr. Jonas Haentjes sowie bei Bedarf mit dem General Manager Finance & Operations. Die Edel Management SE ist die persönlich haftende Gesellschafterin der Edel SE & Co. KGaA und verantwortet als solche die Geschäftsführung der Gesellschaft. Herr Dr. Haentjes informierte den Aufsichtsrat regelmäßig und detailliert über alle die Edel SE & Co. KGaA betreffenden wesentlichen Geschäftsaktivitäten und Ereignisse. Vom Aufsichtsrat angeforderte Unterlagen stellte Herr Dr. Haentjes stets zur Verfügung. Auch zwischen den Aufsichtsratssitzungen stand die Aufsichtsratsvorsitzende in engem und regelmäßigen Informationsaustausch mit Herrn Dr. Haentjes über alle für die Edel SE & Co. KGaA sowie die Konzernunternehmen wesentlichen Themen und anstehenden Entscheidungen. Über besondere Vorgänge wurde die Aufsichtsratsvorsitzende stets unterrichtet und stand in wichtigen Einzelfragen beratend zur Verfügung. Besetzung von Aufsichtsrat und Geschäftsleitung Im Geschäftsjahr 2022/23 gab es personelle Veränderungen im Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA. Herr Joel H. Weinstein legte sein Amt als Mitglied des Aufsichtsrats der Edel SE & Co. KGaA mit Wirkung zur Beendigung der ordentlichen Hauptversammlung am 30. März 2023 nieder. Die Hauptversammlung wählte sodann Frau Sabine Eckhardt als Mitglied des Aufsichtsrates. Der Aufsichtsrat wiederum wählte Frau Eckhardt zu seiner Vorsitzenden und Herrn Dr. Pfuhl zum stellvertretenden Vorsitzenden. Der Aufsichtsrat bestand hiernach aus Frau Sabine Eckhardt als Vorsitzende, Herrn Dr. Joerg Pfuhl als stellvertretenden Vorsitzenden und Herrn Charles Caldas. Der Aufsichtsrat hat aufgrund seiner Größe von drei Mitgliedern unverändert davon abgesehen, Ausschüsse zu bilden. Sitzungen und Themen Während des Geschäftsjahres 2022/23 wurden vier Aufsichtsratssitzungen abgehalten - am 14. Dezember 2022, am 30. März 2023, am 29. Juni 2023 sowie am 12. September 2023. An diesen Sitzungen nahmen durchgehend alle Mitglieder des Aufsichtsrats teil. Bei Bedarf wurden Entscheidungen des Aufsichtsrats zwischen den Sitzungen im Umlaufverfahren getroffen. In den Sitzungen vom 14. Dezember 2022, am 30. März 2023, am 29. Juni 2023 sowie vom 12. September 2023 informierte die Geschäftsleitung den Aufsichtsrat ausführlich über die Situation der Gesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften, die allgemeine wirtschaftliche Entwicklung, deren Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit, die finanzielle Lage der Gesellschaft, geplante bedeutende Investitionen, die Geschäftsentwicklung, strategische Planung sowie die Risikosituation und das Risikomanagement. Die Planungen wurden ebenso erörtert wie die tatsächliche Lage der Konzerngesellschaften, die Entwicklungen und eventuelle Abweichungen. Ebenfalls Thema waren die von der Geschäftsleitung ins Auge gefassten Investitionen sowie die Erörterung eventueller besonderer Risiken. Der Aufsichtsrat hatte jeweils umfangreich Gelegenheit, alle Aspekte zu erörtern, zu prüfen und mit der Geschäftsleitung zu diskutieren. Die Geschäftsleitung stellte dem Aufsichtsrat alle angeforderten Informationen umgehend und mit allen notwendigen Details zur Verfügung. Während der Sitzung am 14. Dezember 2022 diskutierte der Aufsichtsrat eingehend über die Finanzkennzahlen des Geschäftsjahres 2022/23 und den Vorschlag der Geschäftsleitung zur Gewinnverwendung. Vertreter des Abschlussprüfers waren bei den Sitzungspunkten, die sich auf den Jahresabschluss bezogen, anwesend. Herr Dr. Haentjes unterrichtete die Mitglieder des Aufsichtsrats zudem ausführlich über die Planung für das Geschäftsjahr 2022/23. In der Sitzung vom 30. März 2023 wählte der Aufsichtsrat zunächst Frau Eckhardt als neue Vorsitzende und Herrn Dr. Pfuhl als ihren Stellvertreter. Anschließend drückte der Aufsichtsrat Herrn Joel H. Weinstein, der das Gremium verließ, seinen Dank für seine langjährige und wertvolle Mitarbeit aus. Hiernach berichtete Herr Dr. Haentjes über die Geschäftsentwicklung innerhalb des Konzerns und ausgewählter Unternehmenseinheiten. Ferner unterrichtete er den Aufsichtsrat über die Möglichkeiten und den Stand etwaiger Unternehmens- und Katalogerwerbe. Während der Sitzung am 29. Juni 2023 widmete sich der Aufsichtsrat erneut intensiv der aktuellen Geschäftsentwicklung und den daraus resultierenden finanziellen Kennzahlen. Die Geschäftsführung unterrichtete den Aufsichtsrat über die Verbesserung des Berichtswesens. Außerdem informierte die Geschäftsleitung den Aufsichtsrat über den aktuellen Stand der Implementierung von SAP S/4HANA, die voraussichtlich Anfang 2024 stattfinden soll, sowie über den aktuellen Status potenzieller Unternehmens- und Katalogerwerbe. Die Geschäftsleitung und der Aufsichtsrat diskutierten ausführlich über die bevorstehenden regulatorischen Anforderungen für eine nachhaltige Unternehmensführung gemäß der Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD). In der Sitzung am 12. September 2023 präsentierte die Geschäftsleitung dem Aufsichtsrat einen Überblick über die aktuelle Geschäftslage und die Situation auf dem deutschen und europäischen Musikmarkt. Zudem konsultierte die Geschäftsleitung den Aufsichtsrat bezüglich der Einführung neuer Vergütungsmodelle durch verschiedene Streaminganbieter und diskutierte mögliche finanzielle Folgen dieser Änderungen für das Unternehmen. Jahres- und Konzernabschluss Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA für das abgelaufene Geschäftsjahr 2022/23 wurden nach den in Deutschland geltenden handelsrechtlichen Bilanzierungsvorschriften aufgestellt. Die Edel SE & Co. KGaA erfüllte im Geschäftsjahr 2022/23 wiederum die in § 267 Abs. 1 HGB aufgestellten Größenkriterien einer kleinen Kapitalgesellschaft und war damit nicht prüfungspflichtig. Der Jahresabschluss des Geschäftsjahres 2022/23 wurde dementsprechend nicht einer Abschlussprüfung unterzogen. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23 sind von der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, geprüft worden. Diese wurde durch die ordentliche Hauptversammlung am 30. März 2023 zum Konzernabschlussprüfer gewählt. Der Konzernabschlussprüfer bestätigte den Konzernabschluss sowie den Konzernlagebericht, indem er den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilte. Der Jahresabschluss der Edel SE & Co. KGaA, der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht, der Prüfungsbericht der Ernst & Young GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hamburg, und der Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin zur Verwendung des Bilanzgewinns wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zur Einsicht und Prüfung ausgehändigt. Der Abschlussprüfer hat in der Bilanzsitzung am 18. Dezember 2023 umfangreich über die Abschlussprüfung berichtet und stand für ergänzende Fragen und Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hatte Gelegenheit, die Abschlussunterlagen ausführlich mit Vertretern des Abschlussprüfers zu erörtern. Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses der Edel SE & Co. KGaA hat der Aufsichtsrat gegen den Jahresabschluss der Edel SE & Co. KGaA keine Einwände erhoben. Er hat den Jahresabschluss zum 30. September 2023 gebilligt. Über die Feststellung des Jahresabschlusses der Edel SE & Co. KGaA beschließt gemäß den gesetzlichen Vorschriften die Hauptversammlung mit Zustimmung der Edel Management SE als persönlich haftende Gesellschafterin. Nach Einsicht und eingehender Diskussion der Konzernabschlussunterlagen sowie des Berichts des Abschlussprüfers hat der Aufsichtsrat in der Bilanzsitzung am 18. Dezember 2023 dem Ergebnis der Abschlussprüfung zugestimmt und festgestellt, dass auch nach eigener Prüfung keine Einwendungen gegen den vorgelegten und geprüften Konzernabschluss und Konzernlagebericht zu erheben sind und hat sich dem Ergebnis der Abschlussprüfung angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat beiden Vorlagen seine Billigung ausgesprochen. Darüber hinaus hat sich der Aufsichtsrat in der Sitzung am 18. Dezember 2023 nach eigener Prüfung dem Vorschlag der persönlich haftenden Gesellschafterin über die Verwendung des Bilanzgewinns angeschlossen. Der Aufsichtsrat bedankt sich bei dem geschäftsführenden Direktor und dem Verwaltungsrat der persönlich haftenden Gesellschafterin Edel Management SE und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Edel SE & Co. KGaA sowie den verbundenen Unternehmen für die konstruktive und engagierte Arbeit im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Hamburg, im Dezember 2023 Sabine Eckhardt, Vorsitzende des Aufsichtsrats BILANZ zum 30. September 2023AKTIVA
PASSIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für das Geschäftsjahr 2022/23
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022/23I. ALLGEMEINE HINWEISE Die Edel SE & Co. KGaA, Hamburg (Amtsgericht Hamburg, HRB 155929), - im Folgenden auch »Gesellschaft« genannt - ist die Holding-Gesellschaft der Edel-Gruppe. Gegenstand der Unternehmensgruppe sind die Produktion und Vermarktung von Musik, musikbezogenen Artikeln, Buch- und Verlagserzeugnissen und sonstigen Konsumgütern, insbesondere die Produktion und Vermarktung von Ton- und Bildtonträgern und Büchern, die Auswertung von Musikrechten und Lizenzen sowie die Bereitstellung weiterer Dienstleistungen für die Entertainment-Industrie. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB unter ergänzender Beachtung der Vorschriften des Aktiengesetzes aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet und vermindert um lineare Abschreibungen bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Den planmäßigen Abschreibungen liegen im Wesentlichen Nutzungsdauern zwischen 3 und 10 Jahren (immaterielle Vermögensgegenstände) bzw. zwischen 4 und 10 Jahren (Betriebs- und Geschäftsausstattung) zugrunde. Bei geringwertigen Wirtschaftsgütern des Sachanlagevermögens werden jeweils die steuerlich vorteilhaftesten Möglichkeiten in Anspruch genommen. Die Finanzanlagen werden mit den Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei nur vorübergehender Wertminderung werden die Anschaffungskosten beibehalten, bei dauernder Wertminderung wird auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgestellt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder niedrigeren Tageswerten bilanziert. Aktive (passive) Rechnungsabgrenzungsposten werden für Ausgaben (Einnahmen) vor dem Bilanzstichtag gebildet, die Aufwand (Ertrag) für eine bestimmte Zeit danach darstellen. Die Pensionsverpflichtungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method) ermittelt. Bei der Festlegung des laufzeitkongruenten Rechnungszinssatzes wurde in Anwendung des Wahlrechts nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten 10 Jahre verwendet, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Der zum Bilanzstichtag 30. September 2023 verwendete Rechnungszinssatz beträgt 1,81 % p.a. (30. September 2022: 1,77 % p.a.). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 3,0 % bei den Renten ausgegangen. Eine Fluktuationsrate wird aufgrund des engen Personenkreises der Begünstigten nicht berücksichtigt. Gleiches gilt für einen Gehaltstrend, da die Zahlungsverpflichtungen nicht an eine künftige Gehaltsentwicklung gekoppelt sind. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum 30. September 2023 TEUR 52. Gewinne dürfen nur ausgeschüttet werden, wenn die nach der Ausschüttung verbleibenden, frei verfügbaren Rücklagen zuzüglich eines Gewinnvortrags und abzüglich eines Verlustvortrags mindestens dem genannten Unterschiedsbetrag entsprechen. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet. Da es sich nur um kurzfristig fällige Rückstellungen handelt, waren keine zukünftigen Preis- und Kostensteigerungen und Abzinsungseffekte bei der Bewertung der Rückstellungen zu berücksichtigen. Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag bilanziert. Kurzfristige Forderungen, Verbindlichkeiten und Bankguthaben in fremder Währung werden zum Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Langfristige Forderungen in fremder Währung werden zum Briefkurs am Tag ihrer Entstehung umgerechnet. Verluste aufgrund eines niedrigeren Stichtagskurses zum Bilanzstichtag werden bei den langfristigen Forderungen berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs oder mit dem höheren Entstehungskurs angesetzt. III. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Von den sonstigen Vermögensgegenständen haben TEUR 2.844 (Vorjahr: TEUR 3.050) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Aufstellung des Anteilsbesitzes
(Hinweis: Die Ergebnisse basieren auf nach nationalen Rechnungslegungsvorschriften erstellten Abschlüssen)
1) Mit der Gesellschaft besteht ein
Ergebnisabführungsvertrag oder eine einmalige
Ergebnisübernahmeverpflichtung; bei diesen
Gesellschaften wird von den Regelungen des § 264 Abs.
3 HGB hinsichtlich Aufstellung, Prüfung und
Offenlegung Gebrauch gemacht.
Eigenkapital Das voll eingezahlte Grundkapital betrug am Bilanzstichtag, ebenso wie im Vorjahr, EUR 22.734.511 und war eingeteilt in 22.734.511 nennwertlose, auf den Inhaber lautende Stückaktien. Nach dem im Geschäftsjahr 2020/21 durchgeführten Aktienrückkauf betrug das ausgegebene Kapital nach Verrechnung mit den zurückgekauften Anteilen zum Nennwert im Saldo zum Bilanzstichtag TEUR 21.275. Von dem gezeichneten Kapital von TEUR 22.735 ist der rechnerische Wert der eigenen Anteile (30. September 2023: 1.459.915 Stück zu einem rechnerischen anteiligen Wert des Grundkapitals von 1 EUR pro Aktie; unverändert gegenüber dem Vorjahr) offen abgesetzt. Das ausgegebene Kapital als verbleibender Betrag betrug somit zum Bilanzstichtag TEUR 21.275. Das von der Hauptversammlung am 31. März 2022 beschlossene genehmigte Kapital 2022 betrug zum Bilanzstichtag EUR 11.367.255. Verbindlichkeiten Von den Verbindlichkeiten von TEUR 33.397 (Vorjahr: TEUR 39.298) haben wie im Vorjahr TEUR 0 eine Laufzeit von über 5 Jahren, TEUR 11.650 (Vorjahr: TEUR 14.750) eine Laufzeit von über 1 bis zu 5 Jahren und TEUR 21.747 (Vorjahr: TEUR 24.548) eine Laufzeit von bis zu 1 Jahr. IV. SONSTIGE ANGABEN Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen betreffen im Wesentlichen abgeschlossene Miet- und Leasingverträge und setzen sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen:
Haftungsverhältnisse Die Edel SE & Co. KGaA hat für verschiedene Verbindlichkeiten der optimal media GmbH, Röbel/Müritz, und der Edel Verlagsgruppe GmbH, München, Mithaftungserklärungen abgegeben. Mit einer Inanspruchnahme muss derzeit aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung der Gesellschaften nicht gerechnet werden. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt belief sich die Zahl der Mitarbeiter auf 68 (Vorjahr: 50). Darüber hinaus wurden im Jahresdurchschnitt 11 (Vorjahr: 12) Auszubildende beschäftigt. Persönlich haftende Gesellschafterin Persönlich haftende Gesellschafterin der Gesellschaft ist die Edel Management SE mit Sitz in Hamburg. Sie hält keinen Kapitalanteil an der Edel SE & Co. KGaA. Die Edel Management SE ist mit einem Grundkapital von TEUR 120 ausgestattet. Die Geschäftsführung der Edel SE & Co. KGaA obliegt der persönlich haftenden Gesellschafterin. Ihr werden sämtliche Auslagen im Zusammenhang mit der Führung der Geschäfte der Gesellschaft, einschließlich der Vergütung ihrer Organmitglieder sowie der Ertragssteueraufwand erstattet. Diese Beträge werden unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. Mitglieder des Geschäftsführungsorgans Herr Dr. Jonas Haentjes (Kaufmann), Hamburg, ist alleiniger geschäftsführender Direktor der persönlich haftenden Gesellschafterin Edel Management SE. Aufsichtsrat Als Mitglieder des Aufsichtsrats für das Geschäftsjahr 2022/23 waren bestellt: Sabine Eckhardt (Vorsitzende seit dem 30. März 2023, Managerin und Aufsichtsrätin, München) Dr. Jörg Pfuhl, (stellvertretender Vorsitzender seit dem 30. März 2023, bis dahin Vorsitzender, Dozent für Betriebswirtschaftslehre, selbständiger Unternehmensberater, Hamburg) Charles Caldas (Rechtsanwalt, Lissabon, Portugal) Joel H. Weinstein, bis zum 30. März 2023 (Rechtsanwalt, New York, New York/USA) Neben der Aufsichtsratstätigkeit ist Frau Sabine Eckhardt in folgenden Gremien vertreten:
Neben der Aufsichtsratstätigkeit ist Herr Charles Caldas Partner bei Exceleration Music LLC mit Sitz in Franklin, Tennessee/USA. Herr Charles Caldas ist zudem Mitglied des Aufsichtsgremiums der japanischen NexTone Inc. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat der Edel SE & Co. KGaA, war Herr Joel H. Weinstein, New York, Mitglied im Board of Directors der Tabaluga Foundation, Inc., Mount Kisco/NY, USA. Die Gesamtbezüge der Mitglieder des Aufsichtsrats für die Aufsichtsratstätigkeit umfassten ausschließlich fixe Bezüge und betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 68). Ausschüsse wurden nicht gebildet. Der Aufsichtsrat hält keine Aktien. Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Geschäftsführungsorgans sowie Haftungsverhältnisse zugunsten von Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans und des Aufsichtsrats An Geschäftsführungsorgane gewährte Darlehen betragen zum 30. September 2023 TEUR 2.984 (Vorjahr: TEUR 3.092). In der Darlehenssumme enthalten sind TEUR 163 Zinsen (Vorjahr: TEUR 27). Diese haben eine Laufzeit zwischen einem und fünf Jahren. Die Berechnung des Zinssatzes erfolgt auf Basis des Referenzzinssatzes zuzüglich eines Aufschlags von 2,00% p.a. Der Referenzzinssatz ist der €STR-Satz (Euro Short Term Rate). Mitteilungen gemäß § 20 AktG Die Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbh & Co. KG, Hamburg, hat am 11. April 2019 gemäß § 20 Abs. 1 Satz 1 AktG sowie gemäß § 20 Abs. 4 AktG (jeweils in Verbindung mit § 278 Abs. 3 AktG) mitgeteilt, dass ihr unmittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA gehört sowie dass ihr unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S.v. § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört. Herr Michael Haentjes, Hamburg, hat am 11. April 2019 mitgeteilt, dass ihm mittelbar mehr als der vierte Teil der Aktien der Edel SE & Co. KGaA sowie mittelbar eine Mehrheitsbeteiligung i.S.v. § 16 Abs. 1 AktG an der Edel SE & Co. KGaA gehört, da ihm die Beteiligung der von ihm abhängigen Michael Haentjes Vermögensverwaltung- und Beteiligungsgesellschaft mbH & Co. KG, Hamburg, an der Edel SE & Co. KGaA gemäß § 16 Abs. 4 AktG zuzurechnen ist. Konzernverhältnisse Die Gesellschaft stellt gemäß § 290 Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss auf, der im Bundesanzeiger offengelegt wird. Nachtragsbericht Die Edel SE & Co. KGaA hat mit Wirkung zum 1. Oktober 2023 die WVG Medien GmbH mehrheitlich von der Splendid Medien AG erworben. In der Vergangenheit hatte die WVG Medien AG bereits auf die umfassenden Distributions-, Vertriebs- und Servicedienstleistungen der Edel-Gruppe zurückgegriffen. Diese Zusammenarbeit wird durch die Übernahme weiter vertieft, um gemeinsame Kosteneffizienzen im physischen Musik- und Entertainment-Vertrieb zu realisieren. Darüber hinaus haben sich keine weiteren Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres ergeben, die für dieses wesentliche Auswirkungen haben.
Hamburg, den 4. Dezember 2023 Edel SE & Co. KGaA vertreten durch die persönlich haftende Gesellschafterin Edel Management SE Dr. Jonas Haentjes, Geschäftsführender Direktor BESTÄTIGUNGSVERMERK des unabhängigen Abschlussprüfers»An die Edel SE & Co. KGaA Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Edel SE & Co. KGaA, Hamburg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 30. September 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern- Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Edel SE & Co. KGaA für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt »Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts« unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderung. gen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Der Aufsichtsrat ist für den Bericht des Aufsichtsrats verantwortlich. Im Übrigen sind die gesetzlichen Vertreter für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die für den Geschäftsbericht vorgesehenen Bestandteile, die uns nach Erteilung des Bestätigungsvermerks voraussichtlich zur Verfügung gestellt werden, insbesondere:
aber nicht den Konzernabschluss und nicht unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Hamburg, 18. Dezember 2023 Ernst
& Young GmbH
Siemer, Wirtschaftsprüferin Friedrich, Wirtschaftsprüferin |
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