Westermann Berufliche Bildung GmbH

Ettore-Bugatti-Straße 6, 51149 Köln, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 71724
Vorher
Wolters Kluwer Bildungsverlage GmbHBildungsverlag EINS GmbH
Eingetragen
28.12.1998
Branche
Verlegen von BüchernVerlegen von ZeitschriftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
ist das Verlegen von Büchern, Zeitschriften und anderen Veröffentlichungen in den verschiedenen Formen und deren Vertrieb sowie das Produzieren und Vertreiben von elektronischen Medien einschließlich des Eingehens aller einschlägigen Geschäfte, die den Betrieb des Unternehmens fördern; die Gesellschaft ist berechtigt, die Stellung als persönlich haftende Gesellschafterin einer GmbH & Co. KG zu übernehmen, deren Gegenstand dem Gegenstand der Gesellschaft entspricht oder sich an solchen oder ähnlichen Unternehmen zu beteiligen.

Historie

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Management

NameRolle
Edith-Sophie Sterling
seit 15.2.2017
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Westermann GmbH & Co.KG
Germany
716.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Bildungsverlag EINS GmbH

Köln (vormals: Troisdorf )

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2011 bis zum 31.12.2011

Bilanz zum 31. Dezember 2011

Aktiva

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Software 657.856 505.591
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.015.003 1.304.227
1.672.859 1.809.818
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 864.672 956.039
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.164 313.755
1.146.836 1.269.794
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.862.812 5.862.812
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0 473.659
5.862.812 6.336.471
8.682.507 9.416.083
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 256 26.568
2. Unfertige Erzeugnisse 282.944 821.880
3. Fertige Erzeugnisse 5.950.064 5.696.873
6.233.264 6.545.321
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.103.686 1.097.048
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 164.154 12.394.724
--davon gegen Gesellschafter EUR 0 (i. Vj. EUR 12.162.014)--
3. Sonstige Vermögensgegenstände 369.183 100.329
1.637.023 13.592.101
III. Flüssige Mittel 22.674.078 1.637.055
30.544.365 21.774.477
C. Rechnungsabgrenzungsposten 75.737 98.854
D. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 21.270 0
39.323.879 31.289.414

Passiva

31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital (DM 1.400.000,00) 715.809 715.809
II. Kapitalrücklage 20.874.320 20.874.320
III. Andere Gewinnrücklagen 76.381 76.381
21.666.510 21.666.510
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.456.849 1.894.931
2. Sonstige Rückstellungen 5.429.466 5.542.765
6.886.315 7.437.696
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.481.275 1.973.934
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.148.376 86.773
--davon gegenüber Gesellschafter EUR 8.769.055 (i. Vj. EUR 0)--
3. Sonstige Verbindlichkeiten 141.403 124.501
--davon aus Steuern EUR 133.139 (i. Vj. EUR 117.302)--
10.771.054 2.185.208
39.323.879 31.289.414

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01. Januar bis 31. Dezember 2011

2011
EUR
2010
EUR
1. Umsatzerlöse 29.878.458 31.847.338
2. Erhöhung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 506.166 323.915
3. Sonstige betriebliche Erträge 938.831 901.818
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren - 5.752.231 - 6.335.686
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen - 3.665.630 - 3.598.011
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 6.505.694 - 7.042.064
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 1.121.465 - 1.176.380
--davon für Altersversorgung EUR 50.970 (i. Vj. EUR 46.677)--
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen - 710.343 - 755.637
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 4.887.749 - 5.623.599
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 143.835 201.638
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 43.700 0
--davon aus verbundenen Unternehmen EUR 13.499 (i. Vj. EUR 0)--
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 124.418 - 96.302
--davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 92.716 (i. Vj. EUR 96.302)--
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8.743.460 8.647.030
12. Außerordentliche Aufwendungen 0 - 304.276
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 288 - 177.582
14. Sonstige Steuern - 24.438 - 27.340
15. Auf Grund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn - 8.719.310 - 8.137.832
16. Jahresüberschuss 0 0

Anhang für das Geschäftsjahr 2011

I. Allgemeine Angaben

Der Abschluss der Bildungsverlag EINS GmbH ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Bei der Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren beibehalten.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Im Einzelnen wird nach folgenden Grundsätzen bewertet.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, lineare Abschreibungen, bewertet. Die Firmenwerte werden nach § 255 Abs. 4 Satz 3 HGB a. F. i. V. m. § 66 Abs. 3 Satz 3 EGHGB entsprechend der steuerlichen Vorschriften über 15 Jahre abgeschrieben. Die voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren liegt im Rahmen einer vertretbaren betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer, der keine besonderen Umstände entgegenstehen.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten --und soweit abnutzbar-- vermindert um planmäßige Abschreibungen bewertet. Dabei wird sich grundsätzlich an die steuerlichen Nutzungsdauern orientiert. Anpassungen werden vorgenommen, soweit die betriebswirtschaftlichen Nutzungsdauer abweicht. Die Abschreibungen erfolgen ausschließlich nach der linearen Methode.

Die Finanzanlagen werden grundsätzlich zu Anschaffungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden vorgenommen, soweit den Gegenständen ein niedrigerer Wert beizulegen ist.

Die geringwertigen Wirtschaftsgüter, das sind solche mit einem Wert von bis zu EUR 410,00, werden im Jahre ihres Zugangs aktiviert und direkt voll abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Handelswaren werden zu Anschaffungskosten bzw. den niedrigeren beizulegenden Werten am Stichtag bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse werden entsprechend ihrem Fertigungsstand zu Herstellungskosten oder niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt. Erkennbare Risiken sind durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1,0 % des Nettoforderungsbestandes Rechnung getragen.

Die Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Beachtung der handelsrechtlichen Regelungen nach der Projected Unit Credit Method berechnet. Für die Abzinsung wurde ein Zinssatz von 5,13 % bzw. 5,14 % verwendet. Lohn- und Gehalts- sowie Rentensteigerungen wurden mit 2 % berücksichtigt. Grundlage der Bewertung bilden die Heubeck-Richttafeln 2005 G.

Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen.

Die Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten erfolgt entsprechend § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag.

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Anteilsbesitz

Anteil
%
Eigenkapital zum 31.03.2011
TEUR
Jahresergebnis 2011 *
TEUR
Digital Spirit GmbH, Berlin 100 1.672 144

* Vor Ergebnisabführung

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen haben sämtlich eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt unverändert zum Vorjahr TEUR 716 (TDM 1.400).

Pensionsrückstellung

Die Pensionsrückstellungen werden saldiert mit dem Planvermögen ausgewiesen. Das Planvermögen betrifft Rückdeckungsversicherungen, welche mit dem versicherungstechnisch ermittelten Deckungsvermögen angesetzt werden. Die Verpflichtung beträgt zum Bilanzstichtag TEUR 335. Der Buchwert des Planvermögens, der dem Zeitwert entspricht, beträgt TEUR 356, so dass sich ein saldierter Ausweis in Höhe von TEUR 21 ergibt.

In diesem Zusammenhang entstandene Aufwendungen (TEUR 70) und Erträge (TEUR 32) sind ebenfalls saldiert unter den Personalaufwendungen ausgewiesen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen Beträge für ausstehende Autorenhonorare (TEUR 3.576), ausstehende Rechnungen (TEUR 824) und Personalkosten (TEUR 318).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben sämtlich eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen vollständig Liefer- und Leistungsbeziehungen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen gegenüber Dritten werden in den folgenden Geschäftsjahren fällig:

Miete
TEUR
Leasing
TEUR
Fällig 2012 261 186
Fällig 2013 261 159
Fällig 2014 261 79
783 424

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse nach Geschäftsbereichen:

2011
TEUR
2010
TEUR
Berufliche Bildung 25.751 26.972
Restliche Bereiche 4.127 4.875
29.878 31.847

Die Umsatzerlöse wurden nahezu ausschließlich im Inland erzielt.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 525 (i. Vj. TEUR 272), davon aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 325 (i. Vj. TEUR 152), Erträge auf ausgebuchte Forderungen in Höhe von TEUR 200 (i. Vj. TEUR 120) sowie sonstige Erträge in Höhe von TEUR 414 (i. Vj. TEUR 633).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Werbekosten in Höhe von TEUR 986 (i. Vj. TEUR 1.258), Bürokosten in Höhe von TEUR 995 (i. Vj. TEUR 1.020), Vertriebskosten in Höhe von TEUR 571 (i. Vj. TEUR 759), Kfz-, Reise- und Bewirtungskosten in Höhe von TEUR 618 (i. Vj. TEUR 694) sowie Raumkosten in Höhe von TEUR 395 (i. Vj. TEUR 575).

V. Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Die Gesellschaft hat ihr Bankguthaben bei der Bank Mendes Gans N.V., Amsterdam/ Niederlande, in Höhe von TEUR 22.516 als Sicherheit für Cash Pool Verbindlichkeiten anderer Konzerngesellschaften an die Bank Mendes Gans N.V. verpfändet.

Auf Grund der guten finanziellen Situation der Infinitas Learning Gruppe und der einzelnen Konzerngesellschaften wird das Risiko der Inanspruchnahme als gering angesehen.

Belegschaft

Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt:

2011 2010
Angestellte 141 152
Gewerbliche 7 7
148 159

Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war:

Wilmar Diepgrond, Verleger/Dipl.-Betriebswirt, Königswinter.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wurde unter Anwendung der Erleichterungsvorschrift nach § 286 Abs. 4 HGB unterlassen.

Ergebnisabführungsverträge

Mit der Digital Spirit GmbH, Berlin, besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Ferner besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Infinitas Learning Germany GmbH, Köln.

Angaben zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der European Education Holdings S.à r.l., Luxembourg, einbezogen. Dieser Konzernabschluss ist am Gesellschaftssitz in Luxembourg erhältlich.

 

Köln, 19. Juli 2012

Bildungsverlag EINS GmbH

Wilmar Diepgrond

III. Bilanzerläuterungen

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist im folgenden Anlagenspiegel dargestellt.

Anschaffungs- oder Herstellungskosten
01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umgliederung nach § 246 Abs. 2 S. 2 HGB
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte 47.197.789 0 0 0 47.197.789
2. Entgeltlich erworbene Software 3.596.326 350.973 0 0 3.947.299
3. Geschäfts- oder Firmenwert 9.383.862 0 0 0 9.383.862
60.177.977 350.973 0 0 60.528.950
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 2.857.390 0 0 0 2.857.390
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.940.039 99.453 0 0 5.039.492
7.797.429 99.453 0 0 7.896.882
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.862.812 0 0 0 5.862.812
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 473.659 0 117.220 - 356.439 0
6.336.471 0 117.220 - 356.439 5.862.812
74.311.877 450.426 117.220 - 356.439 74.288.644
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2011
EUR
Zugänge
EUR
31.12.2011
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte 47.197.789 0 47.197.789
2. Entgeltlich erworbene Software 3.090.735 198.708 3.289.443
3. Geschäfts- oder Firmenwert 8.079.635 289.224 8.368.859
58.368.159 487.932 58.856.091
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.901.351 91.367 1.992.718
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.626.284 131.044 4.757.328
6.527.635 222.411 6.750.046
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 0 0 0
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0 0 0
0 0 0
64.895.794 710.343 65.606.137
Buchwerte
31.12.2011
EUR
31.12.2010
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Verlagsrechte 0 0
2. Entgeltlich erworbene Software 657.856 505.591
3. Geschäfts- oder Firmenwert 1.015.003 1.304.227
1.672.859 1.809.818
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 864.672 956.039
2. Betriebs- und Geschäftsausstattung 282.164 313.755
1.146.836 1.269.794
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 5.862.812 5.862.812
2. Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 0 473.659
5.862.812 6.336.471
8.682.507 9.416.083

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2011

Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft werden in die Geschäftsfelder

Berufliche Bildung

Allgemeinbildung

Frühkindliche Bildung

unterteilt.

Seit längerem ist die Branche der Schulbuchverlage in einer Phase der Neuorientierung. Die Printmedien stehen weiterhin im Mittelpunkt des Angebotes und machen den Großteil des Umsatzes aus. Obwohl es verstärkt Tendenzen zur intensiveren Nutzung von elektronischen Medien im Unterricht gibt, ist derzeit noch keine nachhaltige Nachfrage nach modernen Lernmedien zu verzeichnen. Mit steigender Nachfrage nach solchen Angeboten werden sich auch die Herstellung- und Vertriebsformen ändern müssen. Konsequenterweise werden die Verlage in die Entwicklung neuer Produkte investieren müssen, die den sich ändernden Nutzungsanforderungen Rechnung tragen werden. Das Finanzierungssystem und die damit verbundene Budgetknappheit für Lehrmaterialien in den einzelnen Bundesländern stellen die Verlage ebenfalls vor neue Herausforderungen.

Geschäftsentwicklung

Auch wenn die Finanzkrise weitestgehend vorbei ist und die Gesamtwirtschaft sich erholt, sind die Rahmenbedingungen des Schulbuchmarktes weiterhin schwierig. Rückgängige Schülerzahlen auf Grund der geringeren Zahl an Ausbildungsplätzen in Firmen, rückgängige Schülerzahlen auf Grund demographischer Trends sowie sich ändernde Finanzierungssysteme von Schulbüchern, haben zu einer reduzierten Betriebsleistung (Umsatzerlöse und Bestandsveränderung addiert mit den sonstige betriebliche Erträgen) von 5,3 % geführt.

Den Hauptumsatzanteil macht die Berufliche Bildung aus mit 86,2 % an den Gesamtumsätzen. Dieser Bereich hat sich gegenüber Vorjahr mit 4,5 % nur wenig verringert trotz der Schülerzahlenrückgänge. Die anderen Bereiche lagen erwartungsgemäß 15,3 % unter Vorjahr was mit einerseits geänderten Finanzierungssystemen zu tun hat und andererseits mit dem Rückzug aus bestimmten Nischenbereichen.

Ertragslage

Die Umsatzerlöse sanken um EUR 2,0 Mio (6,2 %). Der Rohertrag (Summe aus Umsatzerlöse, Bestandsveränderung abzüglich Materialaufwand) ist mit EUR 1,3 Mio (5,7 %) in geringerem Maße gesunken als der Umsatz. Wesentlicher Einflussfaktor ist der gesunkene Materialaufwand, da durch eine verbesserte Einkaufspolitik die Einkaufspreise reduziert werden konnten. Die Marge ((Umsatzerlöse und Bestandsveränderung) - Materialaufwand) dividiert durch Umsatzerlöse) stieg somit im Geschäftsjahr von rund 69,8 % auf rund 70,2 % vom Umsatz.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit beträgt EUR 8,7 Mio (i. Vj. EUR 8,6 Mio).

Der negative Ergebniseffekt aus niedrigerem Umsatz konnte durch einen positiven Ergebniseffekt aus der höheren Marge und durch Kosteneinsparungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen kompensiert werden.

Der Personalaufwand ist mit EUR 7,6 Mio (i. Vj. EUR 8,2 Mio) unter Vorjahresniveau. Im Geschäftsjahr 2011 waren durchschnittlich 148 Mitarbeiter beschäftigt, davon 141 Angestellte und 7 gewerbliche Mitarbeiter. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zum Umsatz) lag bei 25,5 % (i. Vj. 25,8 %). In 2011 bewegten sich die tariflichen Gehaltserhöhungen zwischen 1,5 % und 2 %. In 2012 erwarten wir keine nennenswerten tariflichen Gehaltserhöhungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Vergleich zum Vorjahr um EUR 0,7 Mio gesunken (13,1 %). Bei Werbekosten konnten Einsparungen i. H. v. EUR 0,3 Mio entsprechend des rückläufigen Umsatzes erzielt werden, bei Raumkosten und Vertriebskosten jeweils EUR 0,2 Mio.

Die Verringerung der Intercompany-Forderungen führte dazu, dass keine Zinserträge erzielt wurden.

Finanzlage

Im Rahmen der Debitorenverwaltung wird kontinuierlich versucht, durch Feinabstimmung der individuellen Zahlungsziele und Mahnrhythmen die Forderungsrealisierung zu optimieren. Die Forderungen sind auf Vorjahresniveau.

Die Finanzierung wurde innerhalb des Geschäftsjahres von der Inifinitas Learning Germany GmbH, Köln, übernommen i. R. eines Intercompany-Kontokorrent. Zum Jahresende besteht eine Verbindlichkeit in Höhe von EUR 8,8 Mio. Die Verbindlichkeit gegenüber der Muttergesellschaft aus der Abführung des Jahresergebnisses beträgt EUR 8,7 Mio. Zusätzlich bestehen liquide Mittel auf der Bank zum 31. Dezember 2011 in Höhe von EUR 22,7 Mio (i. Vj. EUR 1,6 Mio). Die Veränderung erklärt sich durch die gewöhnliche Geschäftstätigkeit sowie die Umstellung auf ein Konzern-Cash-Pooling im Jahre 2011. Die überschüssigen liquiden Mittel werden als Guthaben auf einem dem Cash-Pool zugehörigen Bankkonto gezeigt, während sie im Vorjahr als IC-Forderung ausgewiesen wurden.

Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote hat sich von 69,2 % zum 31. Dezember 2010 auf 55,1 % zum 31. Dezember 2011 reduziert. Ursächlich dafür ist die um EUR 8,0 Mio gestiegene Bilanzsumme.

Im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände wurden im Wesentlichen Investitionen in Software getätigt (insgesamt EUR 0,4 Mio). Im Bereich des Sachanlagevermögens sind hauptsächlich die Investitionen in Hardware und Betriebs- und Geschäftsausstattung zu nennen (EUR 0,1 Mio).

Die bilanzierten Firmenwerte in Höhe von insgesamt EUR 1,0 Mio beurteilen wir auf der Basis eines von uns Anfang Januar 2012 durchgeführten so genannten Impairment-Tests als werthaltig. Die Berechnungen des Impairment-Tests basieren auf der kurz- und mittelfristigen Planung für die Jahre 2011 bis 2013.

Darüber hinaus wurde bei der Beteiligung an der Digital Spirit GmbH, Berlin, ein Impairment-Test durchgeführt. Dieser Impairment-Test basiert auf dem neu verabschiedeten Strategieplan 2012 bis 2015. Auf Basis dieses Impairment-Tests beurteilen wir die Beteiligung an der Digital Spirit GmbH als werthaltig.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft schätzen wir insgesamt als solide ein.

Nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Auf die genannten Veränderungen der Marktgegebenheiten wird durch Reorganisationsmaßnahmen und Prozessänderungen reagiert. Die internen Arbeitsabläufe werden permanent einem Optimierungsprozess unterworfen. Durch eine personelle Ausweitung der Wachstumsbereiche mittels Auswahl hoch qualifizierter neuer Mitarbeiter und weitere Qualifikation des bestehenden Mitarbeiterkreises wird auf die geänderten Anforderungen des Marktes reagiert.

Risikomanagement

Die Behandlung von Kredit- und Zinsrisiken ist im Rahmen des Risikomanagements geregelt. Da fast ausschließlich alle Forderungen und Verbindlichkeiten innerhalb des Infinitas-Teilkonzerns in Deutschland in Euro eingegangen werden, bestehen für die Gesellschaften keine Währungsrisiken. Den Preisrisiken begegnen wir durch intensive Marktbeobachtungen. Den Risiken aus dem Debitorenbereich wird durch ein entsprechendes Debitorenmanagement bzw. monitoring und der Bildung von Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Liquiditätsrisiken werden durch ein Liquiditäts- und Working Capital Management reduziert. Zahlungsstromschwankungen werden durch ein Konzern-Cash-Pool Management ausgeglichen.

Voraussichtliche Entwicklung und Chancen

Dieser und der folgende Abschnitt enthalten zukunftsgerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen Erwartungen, Vermutungen und Prognosen der Geschäftsführung sowie der ihr derzeit verfügbaren Informationen beruhen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen. Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr abhängig von einer Vielzahl von Faktoren, sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen.

Bildungsverlag EINS GmbH als Teil der internationalen Infinitas Learning Gruppe hat als Marktführer in der beruflichen Bildung in Deutschland ideale Voraussetzungen, durch Nutzung der Gruppensynergien wie der Entwicklung von elektronischen Produkten, die Marktstellung in Deutschland auszubauen.

Wir setzen auf eine effiziente Unternehmensstruktur im Infinitasverbund und sowohl auf organisches Wachstum durch Neuproduktentwicklung als auch auf Wachstum durch weitere strategische Akquisitionen im deutschen Markt. Parallel dazu verfolgen wir weiterhin das Ziel, die internen Abläufe zu optimieren und dadurch Kosten zu reduzieren.

Insgesamt erwarten wir für das Jahr 2012 weitgehend stabile Umsatzerlöse in Höhe von rd. EUR 26 Mio bei einem gleichbleibenden Ergebnis von rd. EUR 8 Mio. Hierbei wurde der umsatzreduzierende Effekt aus dem Verkauf von nicht mehr zum Kernbereich gehörenden Assets in 2012 berücksichtig. Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2012 hat die Bildungsverlag EINS GmbH ihre Assets der Programmbereiche Frühe Bildung/Bildung von Anfang an, Grundschule und Mittlere Schulformen an die Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH mit Sitz in Braunschweig verkauft. Der Verkauf erfolgte i. R. eines Assetdeals. Mit dem Verkauf werden zukünftig Umsatzerlöse von etwa 10 % der Umsatzerlöse des Geschäftsjahres 2011 wegfallen. Langfristig ist geplant, diesen Rückgang durch zukünftige Umsatzsteigerungen im Kerngeschäft wieder aufzuholen.

Für das Jahr 2013 planen wir Umsatz und Ergebnis kontinuierlich zu verbessern.

Risiken der künftigen Entwicklung

Durch die ständig zunehmende Nutzung elektronischer Medien sowie des Internets sieht sich die Infinitas Learning langfristig großen Herausforderungen ausgesetzt.

Risiken liegen zudem in der Substitution der margenträchtigen Printprodukte durch neue insbesondere elektronische Produktangebote. Diese neuen Produkte müssen sich jedoch erst noch im Markt durchsetzen. Daher wird die Entwicklung unterstützt durch eine intensivierte Marktforschung sowie durch Einführung und Optimierung neu gestalteter interner Abläufe und technischer Plattformen.

Im Zusammenhang mit der Neuausrichtung des Produktangebots stellen sich auch erhöhte Anforderungen durch die damit verbundene Suche nach dem erforderlichen qualitativen und quantitativen Potenzial in der Autorenschaft sowie nach neuen qualifizierten Mitarbeitern.

Nachtragsbericht

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 1. Januar 2012 hat die Bildungsverlag EINS GmbH ihre Assets der Programmbereiche Frühe Bildung/Bildung von Anfang an, Grundschule und Mittlere Schulformen an die Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH mit Sitz in Braunschweig verkauft. Der Verkauf erfolgte i. R. eines Assetdeals.

 

Köln, 19. Juli 2012

Bildungsverlag EINS GmbH

Wilmar Diepgrond

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss --bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang-- unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Bildungsverlag EINS GmbH, Köln (bis 24. Februar 2011: Troisdorf), für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung der Geschäftsführung der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der Geschäftsführung sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung auf Grund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Düsseldorf, 19. Juli 2012

KPMG AG
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