Wendit GmbH
Selbe AdresseWärme- und Kältehandel
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Mark Demond seit 9.7.2025 | Prokura |
Nils Bohn seit 24.8.2023 | Prokura |
Hagen-Mathias Graef seit 7.12.2022 | Prokura |
Oliver Menrath seit 1.2.2021 | Geschäftsführer |
Marcus Hillebrandt seit 20.10.2020 | Prokura |
Antje Nasr seit 19.6.2020 | Prokura |
Olaf Schwedler seit 19.11.2019 | Prokura |
Thomas Tuchscherer seit 19.11.2019 | Prokura |
Ralf Müller seit 19.11.2019 | Prokura |
Jörg Brücken seit 7.1.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Quadra International Services B.V. | 67.50% |
ArcelorMittal S.A. | 22.50% |
ArcelorMittal Downstream Solutions Holding | 10.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
ArcelorMittal Stahlhandel GmbHKölnJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die ArcelorMittal Stahlhandel GmbHPrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, 27. März 2024 EY
GmbH & Co. KG
Dr. Burg, Wirtschaftsprüfer Judt, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für 2022
Anhang für das Geschäftsjahr 20221. Allgemeine Angaben zum JahresabschlussDer Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ("AMSK") zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt. Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 68657 eingetragen. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. 2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, WährungsumrechnungDer vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Fortführungsprämisse aufgestellt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt. Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer festgelegt. Sie betragen bei
Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig. Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes erfolgte auf Basis einer Unternehmensbewertung nach der Discounted-Cashflow-Methode. Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren mit Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet. Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt. Vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Das Gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag in das Handelsregister. Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens vorgenommen. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 % p.a.) sowie unverändert zum Vorjahr eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2 % zugrunde gelegt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt für die Einzelzusagen 1,00 % p.a. (Vorjahr: 1,00 %) und für die übrigen Leistungen 2,20 % p.a. (Vorjahr: 1,80 %). Zudem wurden unverändert zum Vorjahr die 2018 veröffentlichten Sterbetafeln RT 2018 G der HEUBECK AG verwendet. Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (Stand: Dezember 2022) ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,45 %) nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 297). Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Für die Jubiläumsrückstellung erfolgt die Ermittlung nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Zugrundelegung der 2018 veröffentlichten Sterbetafeln RT 2018 G der HEUBECK AG, eines Rechnungszinses von 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %) und einer angenommenen Gehaltssteigerung von unverändert 2 %. Der Rechnungszins bestimmt sich aus dem nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB pauschal von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren (Stand: Dezember 2022) ergibt. Die Sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der deutschen Bundesbank bekanntgegeben worden sind. Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden nicht im Zinsergebnis, sondern im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Auf den Ausweis latenter Steuern wurde wegen der steuerlichen Organschaft verzichtet. WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht abgegrenzt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst. 3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und VerlustrechnungDie Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang) zu entnehmen. Anteile an verbundenen Unternehmen
Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 9.114 (Vorjahr: TEUR 72.511) entfallen mit TEUR 1.147 (Vorjahr: TEUR 44.844) auf den Anspruch der AMSK gegenüber der AMSH aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Des Weiteren entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 2.287 (Vorjahr: TEUR 1.693), auf Forderungen aus Umsatzsteuer TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 657) und auf Forderungen aus Cash-Pooling von TEUR 5.679 (Vorjahr: TEUR 25.217). Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.236 (Vorjahr: TEUR 6.077) entfallen insbesondere auf Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 6.459; Vorjahr: TEUR 3.996) und auf sonstige Personalrückstellungen (TEUR 1.684; Vorjahr: TEUR 2.019). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.554 (Vorjahr: TEUR 74.439) resultieren mit TEUR 3.707 (Vorjahr: TEUR 65.649) aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung der AMSK gegenüber der Gesellschafterin. Auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen TEUR 5.847 (Vorjahr: TEUR 8.789). Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12.657 (Vorjahr: TEUR 10.690) betreffen mit TEUR 9.150 (Vorjahr: TEUR 8.228) Kundenzahlungen, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet wurden. Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Sicherheiten wurden - abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten - nicht bestellt. UmsatzerlöseAufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten:
Umsatzerlöse nach Regionen:
Die Umsatzerlöse (TEUR 300.321; Vorjahr: TEUR 224.704) betreffen neben den erzielten Erlösen aus Warenverkäufen auch Umsätze aus Vermietung und Verpachtung der Grundstücke und Gebäude (TEUR 243, Vorjahr: TEUR 243) und Erträge aus Umlagen für Dienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.899 (Vorjahr: TEUR 3.771). Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 2.812; Vorjahr: TEUR 12.108) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kosten-Weiterbelastungen (TEUR 2.356; Vorjahr: TEUR 2.212). Das Vorjahr enthielt außergewöhnliche Erträge aus der Zuschreibung auf Anteilen an der AMSH (TEUR 7.800). Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 1.757) periodenfremd. Sie resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 861), Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 585) und Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 54). Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 15.329; Vorjahr: TEUR 14.070) beinhalten insbesondere Frachtkosten (TEUR 3.287; Vorjahr: TEUR 3.070), IT-Kosten (TEUR 2.491; Vorjahr: TEUR 1.985), Mietaufwendungen (TEUR 2.295; Vorjahr: TEUR 2.489), Aufwendungen aus Konzernumlagen (TEUR 2.002; Vorjahr: TEUR 2.161) und Instandhaltungskosten (TEUR: 1.774; Vorjahr: TEUR 1.101). Aufwendungen aus Verlustübernahme/Erträge aus GewinnabführungsverträgenDie Aufwendungen aus Verlustübernahme sowie die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen entfallen wie im Vorjahr vollständig auf verbundene Unternehmen. 4. Sonstige AngabenSonstige finanzielle VerpflichtungenAus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 7.391; davon sind TEUR 2.173 in 2023 und TEUR 5.218 in Folgejahren fällig. Von dem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 7.391 bestehen TEUR 50 gegenüber verbundenen Unternehmen. Außerbilanzielle GeschäfteZusammen mit anderen Unternehmen des ArcelorMittal-Konzerns hat die Gesellschaft erstmals im Geschäftsjahr 2013 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation mit Sitz in Paris/Frankreich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2022 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 8.029 (Vorjahr: TEUR 9.136). Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich. MitarbeiterzahlDie AMSK beschäftigte im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 124 Angestellte (Vorjahr: 119) und 100 Arbeiter (Vorjahr: 98). AbschlussprüferhonorarDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 18 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen. GeschäftsführungAls Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 waren die folgenden Herren bestellt:
Für ehemalige Geschäftsführer mit unverfallbaren Anwartschaften sind zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 328 gebildet. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach §286 Abs. 4 HGB Gebrauch. KonzernverhältnisseDie Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine englische Fassung des Konzernabschlusses im Unternehmensregister bekannt gemacht. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal-Gruppe wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die AMSK nimmt die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts in Anspruch. NachtragsberichtNach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.
Köln, den 20. März 2024 ArcelorMittal Stahlhandel GmbH Patrick Meessen, Geschäftsführer Oliver Menrath, Geschäftsführer Anlage zum AnhangEntwicklung des Anlagevermögens 2022
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022A. Darstellung des Geschäftsverlaufs1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1Die russische Invasion am 24. Februar 2022 in der Ukraine und damit der Beginn des Ukraine-Krieges löste weltweit einen Schock an den Weltwirtschaftsmärkten aus und beeinflusste auch die Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft im Jahr 2022. Im Besonderen die damit verbundenen Energiepreiserhöhungen, verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise im Nahrungsmittelsektor sowie Fachkräftemangel belasteten die Wirtschaft. Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Schutzmaßnahmen wurden im Frühjahr 2022 weitestgehend aufgehoben. Die daraus resultierenden Entlastungen für den Staatshaushalt wurden jedoch durch neue, in Folge des Ukraine-Krieges entstandene Belastungen, überschattet. Trotz dieser Rahmenbedingungen erholte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt im Jahr 2022. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt um 0,7 % höher als im Vergleich zum Jahr 2019 vor Beginn der Corona Pandemie. Preis- und kalenderbereinigt lagen die Wachstumsraten in 2022 bei +1,9 % im Vergleich zu den Wachstumsraten der Vorjahre 2020: -3,7 % (preis- und kalenderbereinigt: -4,1 %) und 2021: +2,6 % (preis- und kalenderbereinigt: +2,6 %). Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes entwickelten sich die Wirtschaftszweige sehr unterschiedlich im Berichtsjahr. Die Wirtschaftsbereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie einige Dienstleistungsbereiche profitierten vor allem von Nachholeffekten aus dem Wegfall fast aller Corona-Schutzmaßnahmen mit einem Plus von zusammengefasst 4,0 % (Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe). Besonders die Kreativ- und Unterhaltungsbranche mit einem Wachstum von +6,3 % konnte besonders stark zulegen. Das Baugewerbe dagegen musste mit -2,3 % aufgrund zunehmenden Material- und Fachkräftemangel, hohen Baukosten und schlechter werdenden Finanzierungsbedingungen einen Rückgang verzeichnen. Im verarbeitenden Gewerbe lag das Wachstum bei +0,2 %. Ursächlich hierfür waren anhaltende gestörte Lieferketten und massive Energiepreiserhöhungen in Folge des Ukraine-Krieges. Auch auf der Verwendungsseite waren die Nachholeffekte aus den auslaufenden Corona-Schutzmaßnahmen spürbar. Vor allem die privaten Konsumausgaben erreichten Vorkrisenniveau und stützten das Wachstum der deutschen Wirtschaft hier mit preisbereinigt +4,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Konsumausgaben des Staates stiegen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um +1,1 %. Positive Effekte entstanden unter anderem durch gesunkene staatliche Ausgaben für Corona-Schutzmaßnahmen. Gegenläufig stiegen jedoch die Ausgaben des Staates in Folge des Ukraine-Krieges unter anderem durch Unterbringung und Verpflegung der zahlreichenden Schutzsuchenden. Steigende Bauzinsen und hohe Baukosten führten zu Auftragsstornierungen bei gewerblichen und privaten Bauvorhaben. Die Bauinvestitionen sanken daher im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,6 %. Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg in 2022 um +1,3 %. Neben steigender inländischer Erwerbsbeteiligung durch insbesondere weibliche und ältere Erwerbspersonen trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu dem Anstieg bei. Der Beschäftigungszuwachs entfällt fast ausschließlich auf Dienstleistungsbereiche und hier insbesondere auf die Bereiche Information und Kommunikation mit +4,9 %, Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +1,8 % und Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +1,6 %. Nach den Finanzierungsdefiziten von Mrd. EURO 134,3 im Jahr 2021 und Mrd. EURO 147,5 im Jahr 2020 beendete der deutsche Staatshaushalt das Jahr 2022 erneut mit einem Finanzierungsdefizit von Mrd. EURO 101,6. Das ergibt gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 eine im Vergleich zu den beiden Vorjahren niedrigere Defizitquote von 2,6 % für den Staat. Die, zurzeit ausgesetzte, im Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU vereinbarte Marke für Haushaltsdefizite von 3 % wurde damit erstmalig nach zwei Jahren wieder erreicht. Im europäischen Vergleich fällt das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 geringer aus als in anderen europäischen Staaten. Betrachtet man alle 27 Länder der Europäischen Union (EU 27 - ohne Vereinigtes Königreich), wird von einem Wirtschaftswachstum für 2022 von + 3,3 % ausgegangen. Deutschland lag damit mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von + 1,8 % deutlich unter dem europäischen Durchschnitt. 2. Entwicklung des Stahlmarkts 2Die Rohstahlproduktion in Deutschland sank im Jahr 2022 und lag, mit Ausnahme des Corona Jahres 2020, mit 36,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 39,5 Mio. Tonnen) auf dem niedrigsten Wert seit 2009. Der Lagerabsatz des deutschen Stahlhandels betrug in diesem Jahr 9,9 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 0,72 Mio. Tonnen bzw. -6,8 %. Die Absatzrückgänge entfallen auf nahezu alle Produktbereiche. Am deutlichsten waren diese in den Produktbereichen Quartobleche (-13,5 %), Formstahl (-10,5 %), den oberflächlich veredelten Blechen (-9,1 %) und sonstigen (-25,5 %) zu verzeichnen. Lediglich die Produktbereiche Bandstahl mit +10,0 % und Betonstahl mit +3,8 % entwickelten sich positiv. Die Lagerbestände lagen wie im Vorjahr das gesamte Jahr 2022 über auf einem relativ niedrigen Niveau von durchschnittlich 2,18 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,03 Mio. Tonnen). Die durchschnittliche Lagerreichweite lag im selben Betrachtungszeitraum durchschnittlich bei 2,7 Monaten (Vorjahr: 2,3 Monate). Nachdem die Weltmarktpreise zum Jahresende 2021 verbreitet gefallen sind und eine Normalisierung der Angebots- und Nachfragesituation zu Jahresbeginn 2022 zu beobachten war, hat der Angriffskrieg in der Ukraine im Februar 2022 dem Stahlmarkt kurzzeitig einen neuen Preisschock versetzt. Anders als im Vorjahr war dies jedoch nicht auf Güterknappheit zurückzuführen, sondern auf die durch den Kriegsausbruch entstandenen Unsicherheiten und kurzfristigen Versorgungslücken. Diese können durch andere Quellen auf dem Weltmarkt mittelfristig kompensiert werden. Konjunkturbedingt sanken die Auftragseingänge im weiteren Verlauf des Jahres, und die schwindende Nachfrage ließ die Weltmarktpreise zum Jahresende hin wieder fallen. 3. Geschäftstätigkeit und BeteiligungsstrukturNach der Verschmelzung der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen, und der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, mit der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, zum 1. Januar 2019 und der Umfirmierung der Gesellschaft in ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, (AMSK) bündelt die Gesellschaft sowohl produktive Tätigkeiten der im weiteren Verlauf genannten Niederlassungen als auch die Tätigkeiten als Finanzholding und Dienstleister in den Funktionsbereichen Finanz- und Rechnungswesen u. a. für das mit ihr verbundene Unternehmen, deren alleinige Gesellschafterin sie ist:
Zwischen der AMSK und ihrer Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Mehrheitsgesellschafterin der AMSK ist die ArcelorMittal Berlin Holding GmbH, Berlin ("AMBH"). Zwischen der AMSK als Organgesellschaft und der AMBH als Organträger besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag. Das Unternehmen unterhält die folgenden produktiven Niederlassungen bzw. Standorte:
Die überwiegend gehandelten Stahlprodukte der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, sind Formstahl/Breit-flanschträger, Hohlprofile, Quartobleche sowie Edelbaustahl und Werkzeugstahl. Die Niederlassung Olpe verfügt außerdem über ein Stahl-Vollsortiment mit Ausrichtung auf kleinere Handwerksbetriebe. Es werden alle Stahl verarbeitenden Branchen in Industrie und Handwerk bedient, insbesondere Stahlbau, Metallbau/Schlossereien, chemische Industrie, Maschinenbau, Apparatebau, EBM-Industrie, Fahrzeugbau/Zulieferer und Landmaschinenbau. 4. GeschäftsentwicklungDer Absatz verhielt sich konstant im Vergleich zum Vorjahr. Ein hohes Preisniveau im ersten Halbjahr führte im Vergleich zu 2021 zu deutlich erhöhten Umsatzerlösen (+30% gegenüber Vorjahr), auch wenn ab Sommer 2022 die Preise wieder nach unten gingen. Das EBITDA hat sich mit TEUR 3.774 im Vergleich zum Vorjahr reduziert, liegt damit aber über den Erwartungen für 2022. B. Darstellung der Lage1. Vermögens- und FinanzlageDie Bilanzsumme ist um TEUR 61.063 auf TEUR 66.591 gesunken. Folgende Effekte haben sich im Wesentlichen auf die Veränderung der Bilanzsumme ausgewirkt: Die Zunahme der Grundstücke und Gebäude um TEUR 439 resultiert aus dem Erwerb von Gebäuden in Osnabrück. Die Lagerbestände sanken im Berichtsjahr und damit die Bestandswerte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.831 auf TEUR 28.728. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Die AMSK nahm nach den Verschmelzungen in 2019 an dem Factoring-Programm mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich teil ("TSR-Programm"). Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht vom Kunden beglichenen Forderungen beläuft sich auf TEUR 8.029 (Vorjahr: TEUR 9.136). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 63.397 auf TEUR 9.114 gesunken. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen den Cash-Pool-Saldo gegen die ArcelorMittal Treasury SNC, der um TEUR 19.538 auf TEUR 5.679 gesunken ist als auch den Rückgang der Forderungen gegen die AMSH aus Gewinnabführungsverträgen (TEUR 1.147, Vorjahr: TEUR 44.844). Zur Veränderung der Cash-Pool-Salden als Teil des Finanzmittelfonds siehe die untenstehenden Erläuterungen zur Finanzierung. Die Eigenkapitalquote verbessert sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 19,6 % auf 37,5 %. Die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere aufgrund einer Bilanzausweisänderung um TEUR 2.159 auf TEUR 6.077 gestiegen. Des Weiteren gab es erhöhten Rückstellungsbedarf für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 644 sowie einem höherem Rückstellungsbedarf für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 804. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 64.885 auf TEUR 9.554 gesunken. Wesentlichen Anteil hieran haben die Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung gegenüber der Gesellschafterin mit TEUR 3.707 (Vorjahr: TEUR 65.649). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 817 auf TEUR 5.550 gesunken. Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.967 auf TEUR 12.657 betrifft im Wesentlichen mit um TEUR 922 auf TEUR 9.150 gestiegene Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkauf und mit um TEUR 1.165 auf TEUR 3.241 gestiegene Steuerverbindlichkeiten. 2. ErtragslageWir steuern das operative Geschäft insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (bedeutsamste Leistungsindikatoren). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Steuerung und Entwicklung des Unternehmens nicht verwendet. Mit insgesamt TEUR 300.321 konnten die budgetierten Umsatzerlöse von TEUR 168.301 für 2022 - im Wesentlichen aufgrund deutlicher Preissteigerungen - deutlich übertroffen werden. Im Übrigen verweisen wir auf die obenstehenden Ausführungen zur Geschäftsentwicklung. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 9.296 deutlich auf TEUR 2.812 gesunken. Im Vorjahr waren hier Zuschreibung auf die Anteile an verbundenen Unternehmen von TEUR 7.800, sowie die Erlöse aus Anlagenabgängen aus dem Verkauf der Liegenschaften in Leipzig von TEUR 861 enthalten. Der Materialaufwand stieg insbesondere aufgrund der höheren Umsatzerlöse um TEUR 83.994, im Wesentlichen bedingt durch Aufholeffekte aus gestiegenen Einstandspreisen. Die Absatzpreise sanken im Vergleich dazu. Dies führte zu einer Reduzierung der Marge und einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote von 82,2 % auf 89,4 %. Insbesondere durch gestiegene Personalrückstellungen stiegen die Personalaufwendungen durch leicht steigende durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer von 217 auf 224 um TEUR 299 auf TEUR 15.435. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere bedingt durch höhere Instandhaltungskosten (TEUR +673) um TEUR 1.260 auf TEUR 15.329. Auch in den übrigen wesentlichen Aufwandskomponenten wie IT-Kosten und Frachten waren Anstiege zu verzeichnen. Die Absatzmengen blieben stabil, aber aufgrund der Folgen des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Unsicherheiten hinter den Erwartungen zurück. Durch stark steigende Preise am Beschaffungsmarkt konnten die Margen pro abgesetzter Tonne nicht gehalten werden und waren damit hauptursächlich für das Ergebnis, das bei einem EBITDA von TEUR 3.774 niedriger als im Vorjahr (TEUR 23.005) ausfällt aber dennoch über den Erwartungen für 2022 liegt. Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:
Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung beträgt TEUR 3.707 und wird an die Gesellschafterin im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages abgeführt. 3. InvestitionenIm Jahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.387 getätigt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes sowie den Erwerb der Lagerhallen am Standort Osnabrück. Auch für 2023 sind vor allem Ersatzinvestitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs geplant. 4. FinanzierungNeben der üblichen Kreditgewährung durch die Lieferanten finanziert sich das Unternehmen vor allem durch eine Kreditlinie im Rahmen des Cash-Managements mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, in Höhe von TEUR 9.000. Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht ein Factoring-Vertrag mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand. Weitere Details sind dem Anhang zu entnehmen. Dadurch steht dem Unternehmen insgesamt jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:
Die Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 19.605 resultiert aus Finanzmittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit, insbesondere aufgrund der Auszahlung im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags (TEUR 65.649) an die Gesellschafterin der AMSK und Finanzmittelzuflüssen aus der Ergebnisübernahme in Folge des Gewinnabführungsvertrags mit der AMSH in Höhe von TEUR 44.844. Aus der Investitionstätigkeit resultieren Finanzmittelabflüsse in Höhe von TEUR 2.208. Demgegenüber stehen Finanzmittelzuflüssen aus der operativen Tätigkeit in Höhe von TEUR 3.510. 5. PersonalIm Jahresdurchschnitt waren 224 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl teilt sich auf 124 Angestellte und 100 gewerbliche Mitarbeiter. An den Manteltarifvertrag der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel wird sich je nach Region angelehnt. Er regelt z.T. die Entlohnungssysteme, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitregelungen. Die Mitarbeiter des Konzerns werden arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften sowie den spezifischen Vorschriften des ArcelorMittal-Konzerns betreut. Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden individuell und schwerpunktmäßig über den Bundesverband Deutscher Stahlhandel, die örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie interne Seminare der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, durchgeführt. 6. UmweltschutzEs bestehen keine besonderen Umweltschutzauflagen. Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Als Handelsunternehmen werden zudem nur geringe Umweltbelastungen emittiert. C. RisikomanagementInnerhalb des im ArcelorMittal-Vorstandsbereich "ArcelorMittal Distribution" in Luxemburg vorhandenen Risikomanagementsystems werden alle nennenswerten Risiken einer regelmäßigen Bewertung und einem systematischen Monitoring unterworfen. Sämtliche Gesellschaften des Konzerns sind in dieses Risikomanagementsystem eingebunden. Risiken aus Preisänderungen werden durch eine flexible Bestandspolitik verringert. Aufgrund der Tatsache, dass die Transaktionen des Konzerns fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden, besteht kein wesentliches Risiko aus der Veränderung von Wechselkursen. Durch Absicherung der Mehrzahl der Geschäfte durch eine Warenkreditversicherung sowie das Factoring werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken minimiert. Die Geschäftsführung sieht bei der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrags keine nennenswerten Risiken, die den Fortbestand gefährden könnten. Die Geschäftsleitung der AMSK sieht unter anderem Chancen in der Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffungssicherheit, Konzernfinanzierung und in der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns. Ausblick 3 sowie Chancen und Risiken der künftigen EntwicklungNach den durch die Coronakrise stark belasteten Jahren 2020 und 2021 folgte in 2022 die Energiekrise in Folge des Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022. Drastisch steigende Rohstoffpreise sowie auch stark steigende Preise für Nahrungsmittel und vor allem Energie belasteten die Realeinkommen der Verbraucher. Als Reaktion auf die Energiekrise versuchte Deutschland sich unabhängig von russischem Erdgas aufzustellen sowie die Kaufkraft der privaten Haushalte zu schützen und schnürte dazu mehrere Maßnahmenpakete. Hierzu zählten neben der Energiepreispauschale (EPP), Appelle an private Haushalte zur Reduzierung der Energiemengen auf der Verwendungsseite auch der Ausbau der Infrastruktur zu Gasbeförderung aus dem Nordwesten Europas zur Energiemengenstabilisierung auf der Beschaffungsseite. Tariflohnanhebungen sowie Auszahlungen von Kinderboni und Inflationsprämien erhöhten zwar die Reallohneinkommen und stärken die Konsumausgaben der privaten Haushalte, werden jedoch real fast vollständig von der Inflation kompensiert. Im Zuge der Nachwirkungen der erheblichen Kaufkraftverluste als Folge der vorgenannten massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiege, der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, der Inflation und anhaltenden geopolitischen Krisen in Nahost stellte sich die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage auch zum Jahreswechsel 2023/24 weiterhin sehr schwach dar. Vorangegangene Prognosen bestätigten sich und die Wirtschaftsleistung sank im Jahr 2023 erwartungsgemäß um - 0,3 %. Auch weiterhin wird lediglich von einer schwachen Erholung der Wirtschaftsleistung in Deutschland ausgegangen. So rechnet das ifo Institut gemäß aktuellen Prognosen, hauptursächlich aufgrund der Sparpläne der Bundesregierung, für 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 0,7 %. Die deutsche Bundesregierung korrigierte die Wachstumsprognosen für 2024 und 2025 im Vergleich zur Herbstprognose 2023 im Februar 2024 nach unten und rechnet aktuell mit einem Wirtschaftswachstum von +0,2 % für 2024 und +1,0 % für 2025. Das HWWI (Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Institut) geht zurzeit von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von +0,5 % für 2024 und +1,0 % für 2025 aus. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet laut seinem letzten Gutachten mit einem Wachstum von +0,7 % für 2024. Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum in der EU von + 0,9 % für 2024 und + 1,7 % für 2025 sowie für den Europäischen Währungsraum von Wachstumsraten in Höhe von + 0,8 % für 2024 und + 1,5 % für 2025. Die Einschätzung der Lage für das Wirtschaftsjahr 2023 ist verhalten, da die Marktgegebenheiten unserer Kunden aus den Branchen Stahlbau, Maschinenbau und Handel durch externe Faktoren wie Zinserhöhungen, Konjunkturverschlechterung etc. deutlich ungünstiger geworden sind. Alle Verbraucher sind in ihren Handlungen deutlich vorsichtiger geworden und zögern Ihre Investitionen weiter hinaus. Es wird nur das Nötigste ausgegeben. Personelle Engpässe auf Kundenseite führen dazu, dass nicht alle möglichen Aufträge angenommen werden. Die konjunkturellen Vorzeichen für 2024 scheinen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Verbesserungen zu bringen. Für das erste Halbjahr 2023 gingen wir von noch stabilen Margen und Verkäufen aus, da die Kundenauftragsbücher im Schnitt noch gut gefüllt waren. Obwohl man nicht von einer vollständigen Rezession sprechen kann, sind vor allem durch die Zinspolitik viele Abnehmer verunsichert und treffen keine Kaufentscheidungen mehr. Dadurch gab es auch im zweiten Halbjahr keine wesentliche Belebung der Mengen und weiterhin eine schwierige generelle Marktlage, in der die Margen weiter unter Druck blieben. Durch die fallenden Verkaufspreise seit Sommer 2022 fielen die Umsatzerlöse 2023 im Vergleich zu 2022 um circa ein Viertel geringer aus. Dies wurde noch dadurch verstärkt, dass bei den Absätzen das Vorjahresniveau nicht mehr erreicht werden konnte. Bedingt durch die fallenden Preise und noch höheren Bestandswerte, wurde ein positives EBITDA zum Jahresende nicht erreicht. Für 2024 bleibt abzuwarten, ob die Tiefstpreise im Markt erreicht sind und wir durch günstigere Einkäufe und steigende Verkaufspreise für 2024 eine positive Entwicklung nehmen können. Allgemein gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von besseren Ergebnissen als in 2023 aus und planen mit einem neutralen Ergebnis. Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihren Einsatz.
Köln, den 20. März 2024 ArcelorMittal Stahlhandel GmbH Patrick Meessen, Geschäftsführer Oliver Menrath, Geschäftsführer Mit Gesellschafterbeschluss vom 28.03.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2022 festgestellt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
3 nahegelegene Organisationen
Wärme- und Kältehandel
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen