ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

Osthafenstraße 9, 93055 Regensburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 68657
Vorher
Arcelor Grundstücksverwaltung Neckarsulm GmbHArcelorMittal Real Estate South GmbHArcelorMittal Real Estate GmbHArcelorMittal Distribution GmbH
Eingetragen
9.12.2002
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenGroßhandel mit Eisenerzen, Eisen, Stahl, Eisen- und Stahlhalbzeug
Gegenstand
der Handel mit und die Anarbeitung von Stahlerzeugnissen und artverwandten Erzeugnissen aller Art sowie der Erwerb, die Veräußerung und die Verwaltung von Immobilien. Die Gesellschaft kann alle Geschäfte betreiben, die dem Gesellschaftszweck unmittelbar oder mittelbar zu diensen geeignet sind. Die Gesellschaft ist zusätzlich eine geschäftsleitende Holdinggesellschaft und ist zuständig für die Führung und Überwachung der Beteiligungsgesellschaften.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Mark Demond
seit 9.7.2025
Prokura
Nils Bohn
seit 24.8.2023
Prokura
Hagen-Mathias Graef
seit 7.12.2022
Prokura
Oliver Menrath
seit 1.2.2021
Geschäftsführer
Marcus Hillebrandt
seit 20.10.2020
Prokura
Antje Nasr
seit 19.6.2020
Prokura
Olaf Schwedler
seit 19.11.2019
Prokura
Thomas Tuchscherer
seit 19.11.2019
Prokura
Ralf Müller
seit 19.11.2019
Prokura
Jörg Brücken
seit 7.1.2019
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
Quadra International Services B.V.NLD
67.50%
ArcelorMittal S.A.LUX
22.50%
ArcelorMittal Downstream Solutions HoldingLUX
10.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

ArcelorMittal Distribution GmbH
Germany
1.380.600 €
90.00%
TE Beta zweite GmbH & Co. KG
Germany
153.400 €
10.00%

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

Köln

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln,- bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt;

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 27. März 2024

EY GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Burg, Wirtschaftsprüfer

Judt, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2022

Aktiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 991.061,17 814
II. Sachanlagen 991.061,17 814
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.449.177,07 4.010
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.892.116,41 2.152
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 605.608,09 587
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 827.529,19 11
7.774.430,76 6.760
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.933.317,00 13.933
B. Umlaufvermögen 22.698.808,93 21.507
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 25.209,92 31
2. Waren 28.703.062,91 31.528
28.728.272,83 31.559
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 1.663.122,28 1.486
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 9.113.883,78 72.511
3. Sonstige Vermögensgegenstände 4.312.928,87 568
15.089.934,93 74.565
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 530,33 14
43.818.738,09 106.138
C. Rechnungsabgrenzungsposten 73.822,12 9
66.591.369,14 127.654

Passiva

31.12.2022
EUR
Vorjahr
TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.534.000,00 1.534
II. Kapitalrücklage 23.447.749,18 23.448
III. Gewinn-/Verlustvortrag 0,00 -168
IV. Jahresüberschuss 0,00 168
24.981.749,18 24.982
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.433.669,00 5.063
2. Sonstige Rückstellungen 8.236.261,26 6.077
13.669.930,26 11.140
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 89.561,74 36
2. Erhaltene Anzahlungen 90.018,54 0
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.549.804,35 6.367
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 9.553.517,58 74.439
davon gegenüber Gesellschafter: EUR 3.706.631,01 (Vorjahr: TEUR 65.649)
5. Sonstige Verbindlichkeiten 12.656.787,49 10.690
davon aus Steuern EUR 3.241.435,95 (Vorjahr: TEUR 2.077 *)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 147.622,87 (Vorjahr: TEUR 144 *)
27.939.689,70 91.532
66.591.369,14 127.654

* Vorjahreszahl angepasst

Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022
EUR
Vorjahr
TEUR
1. Umsatzerlöse 300.320.573,02 224.704
2. Sonstige betriebliche Erträge 2.812.421,86 12.108
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 18.913,57 (Vorjahr: TEUR 23 *)
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 266.749.672,38 183.213
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.845.503,44 1.389
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 12.574.110,28 12.599
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.861.153,89 2.537
davon für Altersversorgung EUR 597.333,98 (Vorjahr: TEUR 249)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.195.202,13 1.836
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 15.329.080,04 14.069
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 4.295,49 (Vorjahr: TEUR 11 *)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 176.543,79 37
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 136.984,48 (Vorjahr: TEUR 17)
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.147.103,54 44.843
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 100.364,52 126
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung EUR 95.480,00 (Vorjahr: TEUR 120)
davon an verbundene Unternehmen EUR 2.387,71 (Vorjahr: TEUR 0)
10. Ergebnis nach Steuern 3.801.555,53 65.923
11. Sonstige Steuern 94.924,52 106
12. Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 3.706.631,01 65.649
13. Jahresüberschuss 0,00 168

* Vorjahreszahl angepasst

Anhang für das Geschäftsjahr 2022

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ("AMSK") zum 31. Dezember 2022 wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.

Die ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, ist beim Amtsgericht Köln unter der Nummer HRB 68657 eingetragen.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB.

Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

Die Gliederung von Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung entspricht den Vorschriften der §§ 266 und 275 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

2. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze, Währungsumrechnung

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. HGB und §§ 264 ff. HGB unter Anwendung der Fortführungsprämisse aufgestellt.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr unverändert fortgeführt.

Die Immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und die Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände wird entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer festgelegt.

Sie betragen bei

Jahre
Entgeltlich erworbenen Konzessionen, Schutzrechten oder Lizenzen 3 bis 7
Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 2 bis 40
Technischen Anlagen und Maschinen 3 bis 21
Geschäftsausstattung 3 bis 14

Die Abschreibungen auf Zugänge zum Sachanlagevermögen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig.

Bewegliche Vermögensgegenstände des Anlagevermögens mit Netto-Anschaffungskosten von bis zu EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten oder bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Die Ermittlung des niedrigeren beizulegenden Wertes erfolgte auf Basis einer Unternehmensbewertung nach der Discounted-Cashflow-Methode.

Bei den Vorräten werden die Roh-, Hilfs-, Betriebsstoffe und Waren mit Anschaffungskosten oder den niedrigeren beizulegenden Werten bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten oder niedrigeren beizulegenden Werten unter Berücksichtigung erkennbarer Einzelrisiken bewertet.

Die Flüssigen Mittel sind mit dem Nennwert angesetzt.

Vor dem Bilanzstichtag getätigte Auszahlungen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, sind als aktive Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Das Gezeichnete Kapital entspricht dem Gesellschaftsvertrag und dem Eintrag in das Handelsregister.

Für die Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen wurde die versicherungsmathematische Berechnung unter Anwendung des Projected-Unit-Credit-Verfahrens vorgenommen. Dabei wurden ein Zinssatz von 1,79 % (Vorjahr: 1,87 % p.a.) sowie unverändert zum Vorjahr eine erwartete Lohn- und Gehaltssteigerung von 2 % zugrunde gelegt. Die angenommene Rentensteigerung beträgt für die Einzelzusagen 1,00 % p.a. (Vorjahr: 1,00 %) und für die übrigen Leistungen 2,20 % p.a. (Vorjahr: 1,80 %). Zudem wurden unverändert zum Vorjahr die 2018 veröffentlichten Sterbetafeln RT 2018 G der HEUBECK AG verwendet.

Die Pensionsrückstellungen werden nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren (Stand: Dezember 2022) ergibt. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellung nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (1,45 %) nach § 253 Abs. 6 HGB beläuft sich auf TEUR 209 (Vorjahr: TEUR 297).

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Für die Jubiläumsrückstellung erfolgt die Ermittlung nach dem Projected-Unit-Credit-Verfahren unter Zugrundelegung der 2018 veröffentlichten Sterbetafeln RT 2018 G der HEUBECK AG, eines Rechnungszinses von 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %) und einer angenommenen Gehaltssteigerung von unverändert 2 %. Der Rechnungszins bestimmt sich aus dem nach § 253 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB pauschal von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten sieben Jahre, der sich bei einer angenommenen Laufzeit von 15 Jahren (Stand: Dezember 2022) ergibt.

Die Sonstigen Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit fristadäquaten Zinssätzen abgezinst, die von der deutschen Bundesbank bekanntgegeben worden sind.

Die Auswirkungen der Änderung der Diskontierungszinssätze bei langfristigen Rückstellungen einschließlich der Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen werden nicht im Zinsergebnis, sondern im operativen Ergebnis ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf den Ausweis latenter Steuern wurde wegen der steuerlichen Organschaft verzichtet.

Währungsumrechnung

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden bei Buchung mit dem Devisenkassamittelkurs zum Rechnungsdatum umgerechnet. Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Alle übrigen Fremdwährungsforderungen bzw. -verbindlichkeiten werden mit ihrem Umrechnungskurs bei Rechnungsstellung oder dem niedrigeren bzw. höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Erträge und Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung werden periodengerecht abgegrenzt. Die Umsatzerlöse werden im Zeitpunkt der Leistungserbringung erfasst.

3. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist dem Anlagengitter (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

Anteile an verbundenen Unternehmen

Anteilsbesitz
%
Eigenkapital am 31.12.2022
TEUR
Ergebnis 2022
TEUR
ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle 100,0 12.577 1.147 1

1 Es besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH. Ausgewiesen ist das Ergebnis vor Ergebnisabführung.

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 9.114 (Vorjahr: TEUR 72.511) entfallen mit TEUR 1.147 (Vorjahr: TEUR 44.844) auf den Anspruch der AMSK gegenüber der AMSH aus dem Ergebnisabführungsvertrag. Des Weiteren entfallen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen TEUR 2.287 (Vorjahr: TEUR 1.693), auf Forderungen aus Umsatzsteuer TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 657) und auf Forderungen aus Cash-Pooling von TEUR 5.679 (Vorjahr: TEUR 25.217).

Die Sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 8.236 (Vorjahr: TEUR 6.077) entfallen insbesondere auf Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen (TEUR 6.459; Vorjahr: TEUR 3.996) und auf sonstige Personalrückstellungen (TEUR 1.684; Vorjahr: TEUR 2.019).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 9.554 (Vorjahr: TEUR 74.439) resultieren mit TEUR 3.707 (Vorjahr: TEUR 65.649) aus der Verpflichtung zur Ergebnisabführung der AMSK gegenüber der Gesellschafterin. Auf Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entfallen TEUR 5.847 (Vorjahr: TEUR 8.789).

Die Sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12.657 (Vorjahr: TEUR 10.690) betreffen mit TEUR 9.150 (Vorjahr: TEUR 8.228) Kundenzahlungen, die noch nicht an die Factoring-Gesellschaft weitergeleitet wurden.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Sicherheiten wurden - abgesehen von üblichen Eigentumsvorbehalten - nicht bestellt.

Umsatzerlöse

Aufgliederung der Umsatzerlöse nach Sparten:

2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Stahl
Langstahl 272.579 197.224
Flachstahl 25.743 25.261
298.322 222.485
Erlösschmälerungen -2.143 -1.795
296.179 220.690
Sonstige Umsatzerlöse
- Mieten & Weiterbelastungen aus Dienstleistungen 4.142 4.014
300.321 224.704

Umsatzerlöse nach Regionen:

2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Inland 257.951 197.573
Ausland 42.370 27.131
300.321 224.704

Die Umsatzerlöse (TEUR 300.321; Vorjahr: TEUR 224.704) betreffen neben den erzielten Erlösen aus Warenverkäufen auch Umsätze aus Vermietung und Verpachtung der Grundstücke und Gebäude (TEUR 243, Vorjahr: TEUR 243) und Erträge aus Umlagen für Dienstleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 3.899 (Vorjahr: TEUR 3.771).

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 2.812; Vorjahr: TEUR 12.108) beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Kosten-Weiterbelastungen (TEUR 2.356; Vorjahr: TEUR 2.212). Das Vorjahr enthielt außergewöhnliche Erträge aus der Zuschreibung auf Anteilen an der AMSH (TEUR 7.800).

Von den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 1.757) periodenfremd. Sie resultieren im Wesentlichen aus Erträgen aus Anlagenabgang in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 861), Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 585) und Zahlungseingängen auf abgeschriebene Forderungen in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 54).

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 15.329; Vorjahr: TEUR 14.070) beinhalten insbesondere Frachtkosten (TEUR 3.287; Vorjahr: TEUR 3.070), IT-Kosten (TEUR 2.491; Vorjahr: TEUR 1.985), Mietaufwendungen (TEUR 2.295; Vorjahr: TEUR 2.489), Aufwendungen aus Konzernumlagen (TEUR 2.002; Vorjahr: TEUR 2.161) und Instandhaltungskosten (TEUR: 1.774; Vorjahr: TEUR 1.101).

Aufwendungen aus Verlustübernahme/Erträge aus Gewinnabführungsverträgen

Die Aufwendungen aus Verlustübernahme sowie die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen entfallen wie im Vorjahr vollständig auf verbundene Unternehmen.

4. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen ergeben sich sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von insgesamt TEUR 7.391; davon sind TEUR 2.173 in 2023 und TEUR 5.218 in Folgejahren fällig.

Von dem Gesamtbetrag in Höhe von TEUR 7.391 bestehen TEUR 50 gegenüber verbundenen Unternehmen.

Außerbilanzielle Geschäfte

Zusammen mit anderen Unternehmen des ArcelorMittal-Konzerns hat die Gesellschaft erstmals im Geschäftsjahr 2013 einen Factoringvertrag mit der Ester Finance Titrisation mit Sitz in Paris/Frankreich geschlossen. Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich.

Der Nominalwert der verkauften und zum 31. Dezember 2022 noch nicht beglichenen Forderungen beträgt TEUR 8.029 (Vorjahr: TEUR 9.136).

Das Factoring dient der kurzfristigen Verbesserung der Liquiditätssituation und der Kapitalstruktur. Forderungsausfallrisiken bezogen auf die Bonität des Schuldners gehen auf die Factoringgesellschaft über. Wir behalten jedoch zwecks Kundenpflege das Kundenmanagement inne. Besondere Risiken aus der Geschäftsabwicklung sind nicht ersichtlich.

Mitarbeiterzahl

Die AMSK beschäftigte im Jahresdurchschnitt (§ 267 Abs. 5 HGB) 124 Angestellte (Vorjahr: 119) und 100 Arbeiter (Vorjahr: 98).

Abschlussprüferhonorar

Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2022 berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 18 und betrifft Abschlussprüfungsleistungen.

Geschäftsführung

Als Geschäftsführer im Geschäftsjahr 2022 waren die folgenden Herren bestellt:

Patrick Meessen, Trier (Head of North Area - ArcelorMittal BD Distribution West Europe)

Oliver Menrath, Tholey (CMO of Area ArcelorMittal BD Distribution West Europe BA Germany Switzerland)

Für ehemalige Geschäftsführer mit unverfallbaren Anwartschaften sind zum Bilanzstichtag Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 328 gebildet. Bezüglich der Angabe der Geschäftsführerbezüge macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach §286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Konzernverhältnisse

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. (Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt) einbezogen. Die ArcelorMittal S.A. hat ihren Sitz in 24-26, Boulevard d'Avranches, 1160 Luxemburg. Der Konzernabschluss der ArcelorMittal S.A. ist am oben genannten Sitz der Gesellschaft erhältlich und wird bei der SEC in Washington, USA, unter der Register Nr. CIK 000124349 veröffentlicht. Darüber hinaus wird eine englische Fassung des Konzernabschlusses im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Der Konzernabschluss der ArcelorMittal-Gruppe wird unter Anwendung der International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die AMSK nimmt die Befreiungsvorschrift des § 291 HGB zur Aufstellung eines Konzernabschlusses und Konzernlageberichts in Anspruch.

Nachtragsbericht

Nach dem Bilanzstichtag sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

 

Köln, den 20. März 2024

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

Patrick Meessen, Geschäftsführer

Oliver Menrath, Geschäftsführer

Anlage zum Anhang

Entwicklung des Anlagevermögens 2022

Anschaffungskosten
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.055.430,39 444.637,78 0,00 2.500.068,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.300.000,00 0,00 0,00 3.300.000,00
II. Sachanlagen 5.355.430,39 444.637,78 0,00 5.800.068,17
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.979.914,63 871.500,00 0,00 9.851.414,63
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.223.266,62 32.447,00 23.500,00 7.232.213,62
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.490.264,63 221.259,25 0,00 2.711.523,88
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 10.540,58 816.988,61 0,00 827.529,19
III. Finanzanlagen 18.703.986,46 1.942.194,86 23.500,00 20.622.681,32
Anteile an verbundenen Unternehmen 13.933.317,00 0,00 0,00 13.933.317,00
37.992.733,85 2.386.832,64 23.500,00 40.356.066,49
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
01.01.2022
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2022
EUR
31.12.2021
TEUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.241.696,17 267.310,83 0,00 1.509.007,00 991.061,17 814
2. Geschäfts- oder Firmenwert 3.300.000,00 0,00 0,00 3.300.000,00 0,00 0
II. Sachanlagen 4.541.696,17 267.310,83 0,00 4.809.007,00 991.061,17 814
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.969.497,10 432.740,46 0,00 5.402.237,56 4.449.177,07 4.010
2. Technische Anlagen und Maschinen 5.070.872,25 292.724,96 23.500,00 5.340.097,21 1.892.116,41 2.152
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.903.489,90 202.425,89 0,00 2.105.915,79 605.608,09 587
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 827.529,19 11
III. Finanzanlagen 11.943.859,25 927.891,31 23.500,00 12.848.250,56 7.774.430,76 6.760
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00 13.933.317,00 13.933
16.485.555,42 1.195.202,13 23.500,00 17.657.257,56 22.698.808,93 21.507

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Darstellung des Geschäftsverlaufs

1. Entwicklung der Gesamtwirtschaft 1

Die russische Invasion am 24. Februar 2022 in der Ukraine und damit der Beginn des Ukraine-Krieges löste weltweit einen Schock an den Weltwirtschaftsmärkten aus und beeinflusste auch die Entwicklung der deutschen Gesamtwirtschaft im Jahr 2022. Im Besonderen die damit verbundenen Energiepreiserhöhungen, verschärfte Material- und Lieferengpässe, steigende Preise im Nahrungsmittelsektor sowie Fachkräftemangel belasteten die Wirtschaft. Die mit der Corona-Pandemie einhergehenden Schutzmaßnahmen wurden im Frühjahr 2022 weitestgehend aufgehoben. Die daraus resultierenden Entlastungen für den Staatshaushalt wurden jedoch durch neue, in Folge des Ukraine-Krieges entstandene Belastungen, überschattet. Trotz dieser Rahmenbedingungen erholte sich die deutsche Wirtschaft insgesamt im Jahr 2022.

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) lag laut Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt um 0,7 % höher als im Vergleich zum Jahr 2019 vor Beginn der Corona Pandemie.

Preis- und kalenderbereinigt lagen die Wachstumsraten in 2022 bei +1,9 % im Vergleich zu den Wachstumsraten der Vorjahre 2020: -3,7 % (preis- und kalenderbereinigt: -4,1 %) und 2021: +2,6 % (preis- und kalenderbereinigt: +2,6 %).

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsproduktes entwickelten sich die Wirtschaftszweige sehr unterschiedlich im Berichtsjahr. Die Wirtschaftsbereiche Handel, Verkehr und Gastgewerbe sowie einige Dienstleistungsbereiche profitierten vor allem von Nachholeffekten aus dem Wegfall fast aller Corona-Schutzmaßnahmen mit einem Plus von zusammengefasst 4,0 % (Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe). Besonders die Kreativ- und Unterhaltungsbranche mit einem Wachstum von +6,3 % konnte besonders stark zulegen. Das Baugewerbe dagegen musste mit -2,3 % aufgrund zunehmenden Material- und Fachkräftemangel, hohen Baukosten und schlechter werdenden Finanzierungsbedingungen einen Rückgang verzeichnen. Im verarbeitenden Gewerbe lag das Wachstum bei +0,2 %. Ursächlich hierfür waren anhaltende gestörte Lieferketten und massive Energiepreiserhöhungen in Folge des Ukraine-Krieges.

Auch auf der Verwendungsseite waren die Nachholeffekte aus den auslaufenden Corona-Schutzmaßnahmen spürbar. Vor allem die privaten Konsumausgaben erreichten Vorkrisenniveau und stützten das Wachstum der deutschen Wirtschaft hier mit preisbereinigt +4,6 % im Vergleich zum Vorjahr. Die Konsumausgaben des Staates stiegen im Vergleich zum Vorjahr insgesamt um +1,1 %. Positive Effekte entstanden unter anderem durch gesunkene staatliche Ausgaben für Corona-Schutzmaßnahmen. Gegenläufig stiegen jedoch die Ausgaben des Staates in Folge des Ukraine-Krieges unter anderem durch Unterbringung und Verpflegung der zahlreichenden Schutzsuchenden. Steigende Bauzinsen und hohe Baukosten führten zu Auftragsstornierungen bei gewerblichen und privaten Bauvorhaben. Die Bauinvestitionen sanken daher im Jahr 2022 preisbereinigt um -1,6 %.

1 Vgl.: Statistisches Bundesamt 2023: Volkswirtschaftliche Gesamtrechnung, Bruttoinlandsprodukt - Pressemitteilung Nr. 020 vom 13. Januar 2023 - Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 um 1,9% gestiegen - "Deutsche Wirtschaft erholt sich trotz schwieriger Rahmenbedingungen"; Statistisches Bundesamt: Bruttoinlandsprodukt für Deutschland 2022 - "Statement zur Pressekonferenz am 13. Januar 2023 in Berlin"; Statistisches Bundesamt: Pressemitteilung Nr. 071 vom 24. Februar 2023 - "Staatsfinanzen: 101,3 Milliarden Euro Defizit im Jahr 2022"; Statistisches Bundesamt: Europa in Zahlen - Wirtschaft und Finanzen

Die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland stieg in 2022 um +1,3 %. Neben steigender inländischer Erwerbsbeteiligung durch insbesondere weibliche und ältere Erwerbspersonen trug auch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu dem Anstieg bei. Der Beschäftigungszuwachs entfällt fast ausschließlich auf Dienstleistungsbereiche und hier insbesondere auf die Bereiche Information und Kommunikation mit +4,9 %, Handel, Verkehr und Gastgewerbe mit +1,8 % und Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit mit +1,6 %.

Nach den Finanzierungsdefiziten von Mrd. EURO 134,3 im Jahr 2021 und Mrd. EURO 147,5 im Jahr 2020 beendete der deutsche Staatshaushalt das Jahr 2022 erneut mit einem Finanzierungsdefizit von Mrd. EURO 101,6. Das ergibt gemessen am nominalen Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2022 eine im Vergleich zu den beiden Vorjahren niedrigere Defizitquote von 2,6 % für den Staat. Die, zurzeit ausgesetzte, im Stabilitäts- und Wachstumspakt der EU vereinbarte Marke für Haushaltsdefizite von 3 % wurde damit erstmalig nach zwei Jahren wieder erreicht.

Im europäischen Vergleich fällt das Wachstum der deutschen Wirtschaft im Jahr 2021 geringer aus als in anderen europäischen Staaten. Betrachtet man alle 27 Länder der Europäischen Union (EU 27 - ohne Vereinigtes Königreich), wird von einem Wirtschaftswachstum für 2022 von + 3,3 % ausgegangen. Deutschland lag damit mit einem preisbereinigten Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von + 1,8 % deutlich unter dem europäischen Durchschnitt.

2. Entwicklung des Stahlmarkts 2

Die Rohstahlproduktion in Deutschland sank im Jahr 2022 und lag, mit Ausnahme des Corona Jahres 2020, mit 36,8 Mio. Tonnen (Vorjahr: 39,5 Mio. Tonnen) auf dem niedrigsten Wert seit 2009.

Der Lagerabsatz des deutschen Stahlhandels betrug in diesem Jahr 9,9 Mio. Tonnen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von 0,72 Mio. Tonnen bzw. -6,8 %.

Die Absatzrückgänge entfallen auf nahezu alle Produktbereiche. Am deutlichsten waren diese in den Produktbereichen Quartobleche (-13,5 %), Formstahl (-10,5 %), den oberflächlich veredelten Blechen (-9,1 %) und sonstigen (-25,5 %) zu verzeichnen. Lediglich die Produktbereiche Bandstahl mit +10,0 % und Betonstahl mit +3,8 % entwickelten sich positiv.

Die Lagerbestände lagen wie im Vorjahr das gesamte Jahr 2022 über auf einem relativ niedrigen Niveau von durchschnittlich 2,18 Mio. Tonnen (Vorjahr: 2,03 Mio. Tonnen). Die durchschnittliche Lagerreichweite lag im selben Betrachtungszeitraum durchschnittlich bei 2,7 Monaten (Vorjahr: 2,3 Monate).

Nachdem die Weltmarktpreise zum Jahresende 2021 verbreitet gefallen sind und eine Normalisierung der Angebots- und Nachfragesituation zu Jahresbeginn 2022 zu beobachten war, hat der Angriffskrieg in der Ukraine im Februar 2022 dem Stahlmarkt kurzzeitig einen neuen Preisschock versetzt. Anders als im Vorjahr war dies jedoch nicht auf Güterknappheit zurückzuführen, sondern auf die durch den Kriegsausbruch entstandenen Unsicherheiten und kurzfristigen Versorgungslücken. Diese können durch andere Quellen auf dem Weltmarkt mittelfristig kompensiert werden. Konjunkturbedingt sanken die Auftragseingänge im weiteren Verlauf des Jahres, und die schwindende Nachfrage ließ die Weltmarktpreise zum Jahresende hin wieder fallen.

2 Vgl.: Wirtschaftsvereinigung Stahl - Medieninformation - Rohstahlproduktion in Deutschland - Jahresbilanz 2022 vom 23. Januar 2023;
Bundesverband Deutscher Stahlhandel 2022: Stahlhandelsstatistik Dezember 2022 Deutschland

3. Geschäftstätigkeit und Beteiligungsstruktur

Nach der Verschmelzung der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Essen, und der ehemaligen ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, mit der ArcelorMittal Distribution GmbH, Köln, zum 1. Januar 2019 und der Umfirmierung der Gesellschaft in ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, (AMSK) bündelt die Gesellschaft sowohl produktive Tätigkeiten der im weiteren Verlauf genannten Niederlassungen als auch die Tätigkeiten als Finanzholding und Dienstleister in den Funktionsbereichen Finanz- und Rechnungswesen u. a. für das mit ihr verbundene Unternehmen, deren alleinige Gesellschafterin sie ist:

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Halle ("AMSH")

Zwischen der AMSK und ihrer Tochtergesellschaft besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Mehrheitsgesellschafterin der AMSK ist die ArcelorMittal Berlin Holding GmbH, Berlin ("AMBH"). Zwischen der AMSK als Organgesellschaft und der AMBH als Organträger besteht ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag.

Das Unternehmen unterhält die folgenden produktiven Niederlassungen bzw. Standorte:

Essen (Niederlassung der AMSK)

Essen (Niederlassung Montana der AMSK)

Neckarsulm (Niederlassung der AMSK)

Olpe (Niederlassung der AMSK)

Die überwiegend gehandelten Stahlprodukte der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, sind Formstahl/Breit-flanschträger, Hohlprofile, Quartobleche sowie Edelbaustahl und Werkzeugstahl. Die Niederlassung Olpe verfügt außerdem über ein Stahl-Vollsortiment mit Ausrichtung auf kleinere Handwerksbetriebe.

Es werden alle Stahl verarbeitenden Branchen in Industrie und Handwerk bedient, insbesondere Stahlbau, Metallbau/Schlossereien, chemische Industrie, Maschinenbau, Apparatebau, EBM-Industrie, Fahrzeugbau/Zulieferer und Landmaschinenbau.

4. Geschäftsentwicklung

Der Absatz verhielt sich konstant im Vergleich zum Vorjahr. Ein hohes Preisniveau im ersten Halbjahr führte im Vergleich zu 2021 zu deutlich erhöhten Umsatzerlösen (+30% gegenüber Vorjahr), auch wenn ab Sommer 2022 die Preise wieder nach unten gingen.

Das EBITDA hat sich mit TEUR 3.774 im Vergleich zum Vorjahr reduziert, liegt damit aber über den Erwartungen für 2022.

B. Darstellung der Lage

1. Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme ist um TEUR 61.063 auf TEUR 66.591 gesunken. Folgende Effekte haben sich im Wesentlichen auf die Veränderung der Bilanzsumme ausgewirkt:

Die Zunahme der Grundstücke und Gebäude um TEUR 439 resultiert aus dem Erwerb von Gebäuden in Osnabrück.

Die Lagerbestände sanken im Berichtsjahr und damit die Bestandswerte im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 2.831 auf TEUR 28.728.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bewegen sich in etwa auf dem Niveau des Vorjahres.

Die AMSK nahm nach den Verschmelzungen in 2019 an dem Factoring-Programm mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich teil ("TSR-Programm"). Die Abwicklung erfolgt in Zusammenarbeit mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich. Der Bestand an verkauften, aber noch nicht vom Kunden beglichenen Forderungen beläuft sich auf TEUR 8.029 (Vorjahr: TEUR 9.136).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 63.397 auf TEUR 9.114 gesunken. Der Rückgang betrifft im Wesentlichen den Cash-Pool-Saldo gegen die ArcelorMittal Treasury SNC, der um TEUR 19.538 auf TEUR 5.679 gesunken ist als auch den Rückgang der Forderungen gegen die AMSH aus Gewinnabführungsverträgen (TEUR 1.147, Vorjahr: TEUR 44.844). Zur Veränderung der Cash-Pool-Salden als Teil des Finanzmittelfonds siehe die untenstehenden Erläuterungen zur Finanzierung.

Die Eigenkapitalquote verbessert sich aufgrund der gestiegenen Bilanzsumme von 19,6 % auf 37,5 %.

Die sonstigen Rückstellungen sind insbesondere aufgrund einer Bilanzausweisänderung um TEUR 2.159 auf TEUR 6.077 gestiegen. Des Weiteren gab es erhöhten Rückstellungsbedarf für ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 644 sowie einem höherem Rückstellungsbedarf für Personalverpflichtungen in Höhe von TEUR 804.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind um TEUR 64.885 auf TEUR 9.554 gesunken. Wesentlichen Anteil hieran haben die Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung gegenüber der Gesellschafterin mit TEUR 3.707 (Vorjahr: TEUR 65.649). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 817 auf TEUR 5.550 gesunken.

Der Anstieg der sonstigen Verbindlichkeiten um TEUR 1.967 auf TEUR 12.657 betrifft im Wesentlichen mit um TEUR 922 auf TEUR 9.150 gestiegene Verbindlichkeiten aus dem Forderungsverkauf und mit um TEUR 1.165 auf TEUR 3.241 gestiegene Steuerverbindlichkeiten.

2. Ertragslage

Wir steuern das operative Geschäft insbesondere anhand der finanziellen Leistungsindikatoren Umsatz und EBITDA (bedeutsamste Leistungsindikatoren). Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden bei der Steuerung und Entwicklung des Unternehmens nicht verwendet.

Mit insgesamt TEUR 300.321 konnten die budgetierten Umsatzerlöse von TEUR 168.301 für 2022 - im Wesentlichen aufgrund deutlicher Preissteigerungen - deutlich übertroffen werden. Im Übrigen verweisen wir auf die obenstehenden Ausführungen zur Geschäftsentwicklung.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 9.296 deutlich auf TEUR 2.812 gesunken. Im Vorjahr waren hier Zuschreibung auf die Anteile an verbundenen Unternehmen von TEUR 7.800, sowie die Erlöse aus Anlagenabgängen aus dem Verkauf der Liegenschaften in Leipzig von TEUR 861 enthalten.

Der Materialaufwand stieg insbesondere aufgrund der höheren Umsatzerlöse um TEUR 83.994, im Wesentlichen bedingt durch Aufholeffekte aus gestiegenen Einstandspreisen. Die Absatzpreise sanken im Vergleich dazu. Dies führte zu einer Reduzierung der Marge und einer Verschlechterung der Materialaufwandsquote von 82,2 % auf 89,4 %.

Insbesondere durch gestiegene Personalrückstellungen stiegen die Personalaufwendungen durch leicht steigende durchschnittliche Anzahl der Arbeitnehmer von 217 auf 224 um TEUR 299 auf TEUR 15.435.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen insbesondere bedingt durch höhere Instandhaltungskosten (TEUR +673) um TEUR 1.260 auf TEUR 15.329. Auch in den übrigen wesentlichen Aufwandskomponenten wie IT-Kosten und Frachten waren Anstiege zu verzeichnen.

Die Absatzmengen blieben stabil, aber aufgrund der Folgen des Ukraine-Krieges und den damit verbundenen Unsicherheiten hinter den Erwartungen zurück. Durch stark steigende Preise am Beschaffungsmarkt konnten die Margen pro abgesetzter Tonne nicht gehalten werden und waren damit hauptursächlich für das Ergebnis, das bei einem EBITDA von TEUR 3.774 niedriger als im Vorjahr (TEUR 23.005) ausfällt aber dennoch über den Erwartungen für 2022 liegt.

Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar:

Beteiligungsergebnis 2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Erträge aus Gewinnübernahme
- AMSH 1.147 44.844
Zinsergebnis 76 -89
Finanzergebnis 1.223 44.755

Der Jahresüberschuss vor Gewinnabführung beträgt TEUR 3.707 und wird an die Gesellschafterin im Rahmen des Ergebnisabführungsvertrages abgeführt.

3. Investitionen

Im Jahr 2022 wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.387 getätigt. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Investitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes sowie den Erwerb der Lagerhallen am Standort Osnabrück.

Auch für 2023 sind vor allem Ersatzinvestitionen zur Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs geplant.

4. Finanzierung

Neben der üblichen Kreditgewährung durch die Lieferanten finanziert sich das Unternehmen vor allem durch eine Kreditlinie im Rahmen des Cash-Managements mit der ArcelorMittal Treasury SNC, La Plaine Saint-Denis/Frankreich, in Höhe von TEUR 9.000.

Seit dem Geschäftsjahr 2013 besteht ein Factoring-Vertrag mit der Ester Finance Titrisation, Paris/Frankreich. Das zur Verfügung stehende Kreditvolumen der in den Vertrag einbezogenen Gesellschaften richtet sich jeweils nach dem aktuellen Forderungsbestand. Weitere Details sind dem Anhang zu entnehmen.

Dadurch steht dem Unternehmen insgesamt jederzeit ausreichend Liquidität zur Verfügung.

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

31.12.2022
TEUR
Vorjahr
TEUR
Liquide Mittel 1 14
Forderungen aus Cash-Pooling (Forderungen gegen verbundene Unternehmen) 5.679 25.217
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -90 -36
5.590 25.195

Die Abnahme des Finanzmittelfonds um TEUR 19.605 resultiert aus Finanzmittelabflüssen aus der Finanzierungstätigkeit, insbesondere aufgrund der Auszahlung im Rahmen des Gewinnabführungsvertrags (TEUR 65.649) an die Gesellschafterin der AMSK und Finanzmittelzuflüssen aus der Ergebnisübernahme in Folge des Gewinnabführungsvertrags mit der AMSH in Höhe von TEUR 44.844. Aus der Investitionstätigkeit resultieren Finanzmittelabflüsse in Höhe von TEUR 2.208. Demgegenüber stehen Finanzmittelzuflüssen aus der operativen Tätigkeit in Höhe von TEUR 3.510.

5. Personal

Im Jahresdurchschnitt waren 224 Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl teilt sich auf 124 Angestellte und 100 gewerbliche Mitarbeiter.

An den Manteltarifvertrag der Wirtschaftsvereinigung Groß- und Außenhandel wird sich je nach Region angelehnt. Er regelt z.T. die Entlohnungssysteme, Arbeitsbedingungen und Arbeitszeitregelungen.

Die Mitarbeiter des Konzerns werden arbeitsmedizinisch und sicherheitstechnisch nach den geltenden Unfallverhütungsvorschriften sowie den spezifischen Vorschriften des ArcelorMittal-Konzerns betreut.

Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen werden individuell und schwerpunktmäßig über den Bundesverband Deutscher Stahlhandel, die örtlichen Industrie- und Handelskammern sowie interne Seminare der ArcelorMittal Stahlhandel GmbH, Köln, durchgeführt.

6. Umweltschutz

Es bestehen keine besonderen Umweltschutzauflagen. Die gesetzlichen Bestimmungen werden eingehalten. Als Handelsunternehmen werden zudem nur geringe Umweltbelastungen emittiert.

C. Risikomanagement

Innerhalb des im ArcelorMittal-Vorstandsbereich "ArcelorMittal Distribution" in Luxemburg vorhandenen Risikomanagementsystems werden alle nennenswerten Risiken einer regelmäßigen Bewertung und einem systematischen Monitoring unterworfen. Sämtliche Gesellschaften des Konzerns sind in dieses Risikomanagementsystem eingebunden.

Risiken aus Preisänderungen werden durch eine flexible Bestandspolitik verringert.

Aufgrund der Tatsache, dass die Transaktionen des Konzerns fast ausschließlich in Euro abgewickelt werden, besteht kein wesentliches Risiko aus der Veränderung von Wechselkursen.

Durch Absicherung der Mehrzahl der Geschäfte durch eine Warenkreditversicherung sowie das Factoring werden Ausfall- und Liquiditätsrisiken minimiert.

Die Geschäftsführung sieht bei der derzeitigen Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vor dem Hintergrund des mit der Muttergesellschaft bestehenden Ergebnisabführungsvertrags keine nennenswerten Risiken, die den Fortbestand gefährden könnten.

Die Geschäftsleitung der AMSK sieht unter anderem Chancen in der Einbindung in den ArcelorMittal-Konzern, insbesondere in den Bereichen Beschaffungssicherheit, Konzernfinanzierung und in der Nutzung des Namens und des Logos des ArcelorMittal-Konzerns.

Ausblick 3 sowie Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Nach den durch die Coronakrise stark belasteten Jahren 2020 und 2021 folgte in 2022 die Energiekrise in Folge des Ausbruch des Ukrainekrieges im Februar 2022. Drastisch steigende Rohstoffpreise sowie auch stark steigende Preise für Nahrungsmittel und vor allem Energie belasteten die Realeinkommen der Verbraucher. Als Reaktion auf die Energiekrise versuchte Deutschland sich unabhängig von russischem Erdgas aufzustellen sowie die Kaufkraft der privaten Haushalte zu schützen und schnürte dazu mehrere Maßnahmenpakete. Hierzu zählten neben der Energiepreispauschale (EPP), Appelle an private Haushalte zur Reduzierung der Energiemengen auf der Verwendungsseite auch der Ausbau der Infrastruktur zu Gasbeförderung aus dem Nordwesten Europas zur Energiemengenstabilisierung auf der Beschaffungsseite. Tariflohnanhebungen sowie Auszahlungen von Kinderboni und Inflationsprämien erhöhten zwar die Reallohneinkommen und stärken die Konsumausgaben der privaten Haushalte, werden jedoch real fast vollständig von der Inflation kompensiert.

Im Zuge der Nachwirkungen der erheblichen Kaufkraftverluste als Folge der vorgenannten massiven Energie- und Nahrungsmittelpreisanstiege, der schwachen wirtschaftlichen Entwicklung, der Inflation und anhaltenden geopolitischen Krisen in Nahost stellte sich die gesamtwirtschaftliche Ausgangslage auch zum Jahreswechsel 2023/24 weiterhin sehr schwach dar. Vorangegangene Prognosen bestätigten sich und die Wirtschaftsleistung sank im Jahr 2023 erwartungsgemäß um - 0,3 %.

Auch weiterhin wird lediglich von einer schwachen Erholung der Wirtschaftsleistung in Deutschland ausgegangen. So rechnet das ifo Institut gemäß aktuellen Prognosen, hauptursächlich aufgrund der Sparpläne der Bundesregierung, für 2024 mit einem Wachstum des Bruttoinlandproduktes von 0,7 %.

Die deutsche Bundesregierung korrigierte die Wachstumsprognosen für 2024 und 2025 im Vergleich zur Herbstprognose 2023 im Februar 2024 nach unten und rechnet aktuell mit einem Wirtschaftswachstum von +0,2 % für 2024 und +1,0 % für 2025. Das HWWI (Hamburgisches Welt-Wirtschafts-Institut) geht zurzeit von einem Wachstum der Wirtschaftsleistung von +0,5 % für 2024 und +1,0 % für 2025 aus. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung rechnet laut seinem letzten Gutachten mit einem Wachstum von +0,7 % für 2024.

Die Europäische Kommission rechnet mit einem Wachstum in der EU von + 0,9 % für 2024 und + 1,7 % für 2025 sowie für den Europäischen Währungsraum von Wachstumsraten in Höhe von + 0,8 % für 2024 und + 1,5 % für 2025.

Die Einschätzung der Lage für das Wirtschaftsjahr 2023 ist verhalten, da die Marktgegebenheiten unserer Kunden aus den Branchen Stahlbau, Maschinenbau und Handel durch externe Faktoren wie Zinserhöhungen, Konjunkturverschlechterung etc. deutlich ungünstiger geworden sind. Alle Verbraucher sind in ihren Handlungen deutlich vorsichtiger geworden und zögern Ihre Investitionen weiter hinaus. Es wird nur das Nötigste ausgegeben. Personelle Engpässe auf Kundenseite führen dazu, dass nicht alle möglichen Aufträge angenommen werden. Die konjunkturellen Vorzeichen für 2024 scheinen aus heutiger Sicht keine wesentlichen Verbesserungen zu bringen.

3 Vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Klima: Konjunktur und Wirtschaft - Anhaltende wirtschaftliche Schwächen im Winterhalbjahr 2023/24; ifo Institut: Pressemitteilung vom 24. Januar 2024 - ifo Institut kappt Wachstumsprognose für 2024 auf 0,7 %; statista.de: Konjunktur und Wirtschaft - Veränderung des Bruttoinlandsprodukts (BIP) in Deutschland von 2014 bis 2023 und Prognose der Bundesregierung bis 2025; HWWI: HWWI Konjunkturprognose Deutschland, Winter 2023; Bundesministerium für Wirtschaft und Klima: Konjunktur und Wirtschaft - Jahresprojektion der Bundesregierung; Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung - Jahresgutachten 2023/2024 - Konjunkturerholung verzögert sich; Europäische Kommission: Pressemitteilung vom 15. Februar 2024 - Winterprognose 2024: Wirtschaft in der EU wächst langsamer als erwartet, Inflation sinkt schneller;

Für das erste Halbjahr 2023 gingen wir von noch stabilen Margen und Verkäufen aus, da die Kundenauftragsbücher im Schnitt noch gut gefüllt waren. Obwohl man nicht von einer vollständigen Rezession sprechen kann, sind vor allem durch die Zinspolitik viele Abnehmer verunsichert und treffen keine Kaufentscheidungen mehr. Dadurch gab es auch im zweiten Halbjahr keine wesentliche Belebung der Mengen und weiterhin eine schwierige generelle Marktlage, in der die Margen weiter unter Druck blieben. Durch die fallenden Verkaufspreise seit Sommer 2022 fielen die Umsatzerlöse 2023 im Vergleich zu 2022 um circa ein Viertel geringer aus. Dies wurde noch dadurch verstärkt, dass bei den Absätzen das Vorjahresniveau nicht mehr erreicht werden konnte. Bedingt durch die fallenden Preise und noch höheren Bestandswerte, wurde ein positives EBITDA zum Jahresende nicht erreicht. Für 2024 bleibt abzuwarten, ob die Tiefstpreise im Markt erreicht sind und wir durch günstigere Einkäufe und steigende Verkaufspreise für 2024 eine positive Entwicklung nehmen können. Allgemein gehen wir für das Geschäftsjahr 2024 von besseren Ergebnissen als in 2023 aus und planen mit einem neutralen Ergebnis.

Die Geschäftsführung dankt allen Mitarbeitern für ihren Einsatz.

 

Köln, den 20. März 2024

ArcelorMittal Stahlhandel GmbH

Patrick Meessen, Geschäftsführer

Oliver Menrath, Geschäftsführer

Mit Gesellschafterbeschluss vom 28.03.2024 wurde der Jahresabschluss zum 31.12.2022 festgestellt.

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