Aldi Einkauf SE & Co. oHG

Essen

Stammdaten

Register
Amtsgericht Essen HRA 4688
Vorher
Aldi Einkauf GmbH & Co. oHG
Eingetragen
15.11.1974

Finanzübersicht

Historie

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Gesellschafter

11 Gesellschafter

Kommanditgesellschaft (KG)

5 von 11 angezeigt

ALDI GmbH & Co. KG
Persönlich haftender Gesellschafter
ALDI Einkauf Verwaltung SE
Persönlich haftender Gesellschafter
ALDI GmbH & Co. KG
Persönlich haftender Gesellschafter
ALDI SE & Co. KG
Persönlich haftender Gesellschafter
Aldi GmbH & Co. Kommanditgesellschaft
Persönlich haftender Gesellschafter

Beteiligungen

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Aldi Einkauf SE & Co. oHG (vormals: Aldi Einkauf GmbH & Co. oHG)

Essen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht

Darstellung der Geschäfts- und Rahmenbedingungen

Die ALDI Einkauf SE & Co. oHG, Essen erbringt Dienstleistungen aller Art für die in der Unternehmensgruppe ALDI-Nord verbundenen Unternehmen. Des Weiteren betreibt sie den Handel mit und den Einkauf von Waren und Dienstleistungen aller Art sowie die entgeltliche Know-how Vermittlung und die Lizenzvergabe hinsichtlich der Standards des ALDI-System an die Gesellschaften im Ausland unter Einschluss der Erbringung von Dienstleistungen, wie sie den Gesellschaften der Unternehmensgruppe ALDI-Nord zur Verfügung stehen.

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung im Berichtsjahr hat sich ähnlich wie im Vorjahr positiv entwickelt.

Das verfügbare Einkommen der privaten Haushalte erhöhte sich im Vorjahrsvergleich um 1,8 % (Quelle: Stat. Bundesamt, Veröffentlichung Januar 2022). Die Gesamtausgaben für Lebensmittel sind gegenüber dem Vorjahr um 2,6 % gestiegen (Quelle: Stat. Bundesamt, Veröffentlichung Januar 2022).

Nachhaltigkeit

Den immer stärker in den öffentlichen Fokus gerückten Anforderungen an Umwelt und Nachhaltigkeit wird durch ein aktives Klima- und Nachhaltigkeitsmanagement Rechnung getragen. Die in diesem Zusammenhang aufgesetzten Prozesse werden kontinuierlich hinterfragt und verbessert. Projekte zur Nachhaltigkeits- sowie zur Klimaberichterstattung wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr weiter ausgerollt.

Geschäftsentwicklung

Die für die ALDI Einkauf SE & Co. oHG und die in der Unternehmensgruppe ALDI-Nord verbundenen Unternehmen maßgeblichen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind im Wesentlichen durch die Entwicklungen in Deutschland sowie den weiteren Absatzmärkten in Europa bestimmt.

Ertragslage

Der Anstieg der Umsatzerlöse ist auf die neu gestalteten Entgeltvereinbarungen für Lizenzen und Know-How-Überlassung mit den Unternehmen der Unternehmensgruppe ALDI-Nord sowie die Ausweitung des ausländischen Filialnetzes zurückzuführen.

Grund für den Anstieg der aktivierten Eigenleistungen im Vergleich zum Vorjahr ist die gestiegene Anzahl an Projekten für EDV-Dienstleistungen.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um insgesamt € 3,7 Mio. gestiegen. Im Wesentlichen ist die Zunahme begründet durch die Auflösung von Rückstellungen in Höhe von € 4,6 Mio.

(Vorjahr € 1,8 Mio.) und gestiegene Sachbezüge für die PKW Versteuerung, die zu einem Anstieg von insgesamt € 0,9 Mio. führten (Berichtsjahr € 4,3 Mio. / Vorjahr € 3,4 Mio).

Die Erhöhung der Personalaufwendungen um € 42,6 Mio. steht im Zusammenhang mit einem deutlichen Anstieg der durchschnittlichen Mitarbeiterzahl von 1.484 auf insgesamt 1.974.

Der Anstieg der Abschreibungen um € 1,3 Mio. ist bedingt durch die im Geschäftsjahr getätigten Investitionen, insbesondere im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände.

Die Zunahme der Position sonstige betriebliche Aufwendungen um insgesamt € 90,8 Mio. ist insbesondere durch erhöhte Aufwendungen im Bereich der EDV-Dienstleistungen von insgesamt € 80,5 Mio. sowie einem Anstieg der Aufwendungen für Beratungsleistungen € 5,8 Mio. EUR und Werbeaufwendungen um € 2,0 Mio. EUR bedingt.

Nach einer Steuerbelastung von insgesamt € 5,6 Mio. wird ein Jahresüberschuss vor Steuern der Gesellschafter in Höhe von rund € 25,8 Mio. ausgewiesen. Dies bedeutet gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 7,6 % bzw. um € 1,8 Mio.

Die im Rahmen der Corona-Pandemie erlassenen Maßnahmen der Bundes- und Landesregierung haben bei unseren Gesellschaften zu keinen wesentlichen negativen Einflüssen geführt.

Vermögens- und Finanzlage

Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Bilanzsumme von € 627,2 Mio. auf € 496,2 Mio. verändert. Dies entspricht einem Rückgang um 20,9 % und resultiert insbesondere aus dem Rückgang der Wertpapiere.

Die Investitionen des Geschäftsjahres betrugen insgesamt € 28,2 Mio. und betrafen überwiegend Investitionen die immaterielle Vermögensgegenstände. Der Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme betrug zum Stichtag 14,9 % (Vorjahr: 10,9 %).

Die bilanzierten Vorräte setzen sich aus Hilfs- und Betriebsstoffen zusammen.

Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 23,8 Mio. auf € 64,9 Mio. ist auf einen zum Bilanzstichtag höheren Dienstleistungsverkehr mit den ausländischen ALDI Regionalgesellschaften zurückzuführen.

Der Anstieg der Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe um € 6,0 Mio. auf € 28,9 Mio. ist bedingt durch einen zum Bilanzstichtag höheren Leistungsaustausch mit den inländischen ALDI Regionalgesellschaften.

Die Zunahme der sonstigen Vermögensgegenstände um € 116,7 Mio. beruht im Wesentlichen auf den Kauf von CO 2 Zertifikaten in Höhe von € 95,0 Mio.

Der Anteil der flüssigen Mittel beträgt 29,2 % der Bilanzsumme.

Die Eigenkapitalquote ist von 90,8 % im Vorjahr auf 82,8 % zum Bilanzstichtag gesunken. Der Rückgang resultiert aus der Schließung und dem damit verbundenen Kapitalabfluss von drei Gesellschaften zum 31.12.2021

In den Rückstellungen sind im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von rd. € 21,1 Mio. (Vorjahr: € 17,3 Mio.) und Rückstellungen für Urlaubs- und Berufsgenossenschaftsbeiträge € 4,4 Mio. (Vorjahr: € 4,0 Mio.) enthalten.

Der Anstieg der Lieferverbindlichkeiten um € 15,4 Mio. ist stichtagsbedingt.

Die Entwicklung der sonstigen Verbindlichkeiten ist größtenteils auf gestiegene Verbindlichkeiten aus Dienstleistungsverträgen zurückzuführen.

Personal

Die Gesellschaft beschäftigte im Jahresdurchschnitt 1.974 Mitarbeiter (Angabe nach Köpfen, ohne Geschäftsführer).

Durch eine nachhaltige Personalpolitik schafft die Gesellschaft die Voraussetzung für die langfristige Zukunftssicherung des Unternehmens.

Chancen- und Risikobericht

Nach dem COVID-19 bedingten Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im Geschäftsjahr 2021, ist der konjunkturelle Ausblick für Deutschland nunmehr optimistischer. Für das laufende Geschäftsjahr 2022 wird ein Anstieg des Bruttoinlandsproduktes in Höhe von 1,9 % erwartet. Für das Jahr 2023 wird hingegen ein geringeres Wachstum der deutschen Wirtschaft von rd. 0,3 Prozent erwartet (Quelle: IfW Kiel; Stand 4. Quartal 2022).

Risiken, die die Geschäftsentwicklung mittelfristig beeinflussen könnten, sind vor allem in der noch immer anhaltenden Flächenexpansion im Lebensmitteleinzelhandel, der Steigerung der Rohstoffkosten und in dem nach wie vor unverändert harten Preiswettbewerb zu sehen.

Die bisher erfolgreiche Geschäftspolitik, qualitativ hochwertige Produkte zu günstigen Preisen anzubieten, wird auch in Zukunft fortgesetzt.

Rechtliche und wirtschaftliche Risiken, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können, sind nicht bekannt geworden.

Planungs- und Kontrollprozesse bilden die wesentlichen Bestandteile des Risikomanagementsystems. Die Ziele und Methoden des Risikomanagements der Gesellschaft sind auf eine strikte Begrenzung der vorhandenen Risiken ausgerichtet.

Prognosebericht

Für das laufende und das nächste Geschäftsjahr erwarten wir grundsätzlich keinen nennenswerten Anstieg der Binnennachfrage im Lebensmittelsektor, wenngleich es uns aufgrund der derzeitigen Wirtschafts- und Konjunkturlage im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine und den Nachwirkungen der Corona-Krise weiterhin nicht möglich ist, eine valide Prognose über das 1. Quartal 2023 hinaus abzugeben, so gehen wir jedoch davon aus, dass die oben beschriebenen Faktoren keine signifikanten negativen wirtschaftlichen Auswirkungen auf unsere Gesellschaft haben werden.

Die ALDI Einkauf SE & Co. oHG als Kompetenzzentrum der Gesellschaften der ALDI Gruppe wird die zuverlässige und termingerechte Umsetzung der Geschäftsstrategie durch die Förderung der Bereitstellung von Innovationen und Anwendungen modernster Technologien weiter vorantreiben.

Wir erwarten für 2022 bei leicht steigenden Umsätzen ein in etwa gleichbleibendes Jahresergebnis.

Bilanz

Aktiva

31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Anlagevermögen 73.880.778,99 68.551.609,01
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 54.225.695,26 51.418.375,39
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.348.909,39 51.418.375,39
2. geleistete Anzahlungen 3.876.785,87 0,00
II. Sachanlagen 11.197.300,88 8.787.946,65
1. Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 639.348,00 800.792,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.920.022,00 7.858.434,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.637.930,88 128.720,65
III. Finanzanlagen 8.457.782,85 8.345.286,97
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.650.000,00 7.650.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 807.782,85 695.286,97
B. Umlaufvermögen 416.920.197,30 554.729.248,86
I. Vorräte 12.793,01 12.793,01
1. Hilfs- und Betriebsstoffe 12.793,01 12.793,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 223.882.238,50 78.139.486,90
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 64.897.884,98 41.098.667,52
2. Forderungen gegen Gesellschafter 28.927.708,60 22.881.930,03
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 470.341,47 1.242.055,95
4. sonstige Vermögensgegenstände 129.586.303,45 12.916.833,40
III. Wertpapiere 48.203.185,80 299.936.604,97
1. sonstige Wertpapiere 48.203.185,80 299.936.604,97
IV. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 144.821.979,99 176.640.363,98
C. Rechnungsabgrenzungsposten 5.413.176,26 3.925.748,20
Bilanzsumme, Summe Aktiva 496.214.152,55 627.206.606,07

Passiva

   
31.12.2021
EUR
31.12.2020
EUR
A. Eigenkapital 411.069.764,60 569.463.812,81
I. Eigenkapital 411.069.764,60 569.463.812,81
1. Festkapital 37.000,00 37.000,00
2. Kapital II 411.032.764,60 569.426.812,81
B. Rückstellungen 26.270.859,87 21.982.075,00
1. Steuerrückstellungen 388.649,37 429.285,00
2. sonstige Rückstellungen 25.882.210,50 21.552.790,00
C. Verbindlichkeiten 58.804.128,08 35.760.718,26
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 39.318.127,03 23.887.827,42
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 3.596.880,16 0,00
3. sonstige Verbindlichkeiten 15.889.120,89 11.872.890,84
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 96.087,35 45.771,90
D. Passive latente Steuern 69.400,00 0,00
Bilanzsumme, Summe Passiva 496.214.152,55 627.206.606,07

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2021 - 31.12.2021
EUR
1.1.2020 - 31.12.2020
EUR
1. Umsatzerlöse 479.428.393,04 347.755.047,62
2. andere aktivierte Eigenleistungen 1.600.098,00 71.811,17
3. sonstige betriebliche Erträge 20.211.755,45 16.506.475,07
davon Erträge aus Währungsumrechnung 6,62 0,00
4. Personalaufwand 176.802.592,59 134.219.917,83
a) Löhne und Gehälter 153.531.547,40 119.502.793,23
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 23.271.045,19 14.717.124,60
davon für Altersversorgung 29.415,74 29.169,87
5. Abschreibungen 22.644.585,23 21.342.062,52
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 22.644.585,23 21.342.062,52
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 270.311.281,83 179.486.860,71
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 0,00 106,78
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 64.105,49 28.436,17
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 20.694,66 75.314,02
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 5.563.566,00 5.127.797,03
10. Ergebnis nach Steuern 25.961.631,67 24.109.817,92
11. sonstige Steuern 155.319,62 129.548,22
Jahresüberschuss 25.806.312,05 23.980.269,70
13. Steuern der Gesellschafter -4.083.848,88 -3.794.877,67
14. Jahresüberschuss nach Steuern der Gesellschafter 21.722.463,17 20.185.392,03

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die ALDI Einkauf SE & Co. oHG hat Ihren Sitz in Essen und ist beim Amtsgericht Essen unter der Nummer HRA 4688 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften des HGB unter Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt.

Die Bilanz ist unter vollständiger Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibung bewertet.

Als Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten wurden die Nettorechnungsbeträge vermindert um Skonti und Rabatte angesetzt.

Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Abschreibungsmethode in Abhängigkeit von der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer ermittelt.

Geringwertige Wirtschaftsgüter werden ab dem Jahr 2018 bis zu einem Wert von € 250,00 im Jahr des Zugangs als Kosten verbucht und solche zwischen € 250,01 und € 800,00 im Anlagevermögen erfasst und sofort abgeschrieben.

Die Gegenstände des Finanzanlagevermögens werden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet.

Für den geringen, seit mehreren Geschäftsjahren relativ gleichbleibenden Bestand an Hilfs- und Betriebsstoffen wurde ein auf Basis des durchschnittlichen Einkaufspreises ermittelter Festwert gemäß § 240 Abs. 3 HGB angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Berücksichtigung des erkennbaren Ausfallrisikos bewertet.

Sonstige Wertpapiere sind zu Anschaffungskosten oder zum niedrigeren Börsenkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Flüssige Mittel werden mit dem Nennwert angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die den Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Die Auflösung erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf der einzelnen Posten.

Die Rückstellungen sind gem. § 249 i. V. m. § 253 Abs. 1, 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt worden.

Die Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Im Jahr 2021 wurden von der Aldi Einkauf SE & Co. oHG EU-Emissionsberechtigungen ("EUA") mit einem Gesamtvolumen von TEUR 95.000 zu Handelszwecken erworben. Aus diesem Grund wurden gleichzeitig mit den oben genannten Kassageschäften Termingeschäfte auf EU Emissionsrechte zu einem festen Verkaufspreis abgeschlossen (TEUR 95.025). Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird mittels Critical-Terms-Match-Methode gemessen.

Soweit eine Sicherungsbeziehung ineffektiv ist, greifen nach § 254 HGB die §§ 253, 249 HGB. Dementsprechend treten zum 31.12.2021 die Rechtsfolgen des § 254 HGB nur in dem Umfang ein, wie sich die Wertänderungen aus Grund- und Sicherungsgeschäft aufheben. Im vorliegenden Fall übersteigt die negative Veränderung des beizulegenden Zeitwerts Sicherungsgeschäfts die positive Wertänderung des Grundgeschäfts. In Höhe der Differenz ist eine Rückstellung für Bewertungseinheiten zu bilden.

Fair Value Grundgeschäft Fair Value Sicherungsgeschäft Differenz = Rückstellung
6.252.663,35 EUR -6.499,817.02 EUR -217.153,66 EUR

Für temporäre Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten werden latente Steuern ermittelt. Ein sich ergebender passiver Überhang wird unter dem Posten "Passive latente Steuern" ausgewiesen. In Ausübung des Wahlrechts wird ein Überhang an aktiven latenten Steuern gemäß § 274 Abs. 1 HGB nicht bilanziert. Die latente Steuer für das laufende Geschäftsjahr wurde mit einem Steuersatz von 16,8 % (Vorjahr: 16,8 %) berechnet.

Bei den Bewertungsmethoden haben sich gegenüber dem Vorjahr keine Änderungen ergeben.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagenspiegel dargestellt (siehe Anlage zum Anhang).

Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen die ALDI Dienstleistungs- und Beteiligungs GmbH, Essen (Stammkapital T€ 100; Jahresüberschuss 2021: T€ 33; Anteilsbesitz 100%), die ALDI IT Plattform GmbH, Essen (Stammkapital T€ 25; Jahresüberschuss 2021: T€ 81; Anteilsbesitz 100%) und die AIE GmbH; Essen (Stammkapital T€ 25; Jahresfehlbetrag 2021: T€ 483; Anteilsbesitz 100%)

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen/Verbindlichkeiten gegen verbundene Unternehmen bzw. Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren aus dem Leistungsverkehr mit diesen Gesellschaften.

Größere Forderungen, die rechtlich erst nach dem Bilanzstichtag entstehen, enthält die Bilanz nicht.

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten insbesondere ausstehende Kostenrechnungen, insbesondere für empfangene Dienstleistungen und Personalverpflichtungen.

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten haben € 3.695.373,25 (Vorjahr € 5.309.898,42) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und weniger als fünf Jahren, die übrigen Verbindlichkeiten werden innerhalb eines Jahres fällig. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 139,1 (Vorjahr T€ 174,0).

Der Überhang an passiven latenten Steuern hat sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Stand zu Beginn des GJ
in T€
Veränderung
in T€
Stand zu Ende des GJ
in T€
Aktive latente Steuern 57,4 -57,4 0,0
Passive latente Steuern 8,3 61,1 69,4
Überhang passive latente Steuern -49,1 118,5 69,4

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse beinhalten die Erlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen sowie aus Lizenz- und Know-how Überlassungen. Von den ausgewiesenen Umsatzerlösen entfallen T€ 229.168,7 (Vorjahr: T€ 157.744,0) auf das Ausland.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge i. H. v. T€ 13.555,7 die im Wesentlichen mit der Erbringung von Beratungsleistung und der Auflösung von Rückstellungen im Zusammenhang stehen, enthalten.

Unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag i. H. v. insgesamt T€ 5.563,6 wird die Gewerbeertragsteuer sowie die Veränderung der latenten Steuer ausgewiesen.

Die sonstigen Steuern beinhalten die Kfz-Steuer mit T€ 155,3.

Das Jahresergebnis wurde den Gesellschafterkonten gutgeschrieben.

VI. Finanzielle Verpflichtungen

Die finanziellen Verpflichtungen aus Mietverträgen für Immobilien belaufen sich auf 4,3 Mio. € p.a..

Die Restlaufzeiten der Mietverträge liegen zwischen 2 und 15 Jahren.

Die finanziellen Verpflichtungen aus Leasing belaufen sich auf 1.894,3 T€ p.a.. Die Restlaufzeiten der Leasingverträge liegen zwischen 18 und 36 Monaten.

VII. Sonstige Angaben

Der durchschnittliche Personalbestand betrug 1.957 Gehaltsempfänger und 17 Lohnempfänger (Angabe nach Köpfen, ohne Geschäftsführer).

Für das Berichtsjahr beträgt die Vergütung für den Abschlussprüfer für erbrachte Leistungen insgesamt T€ 95,0. Hiervon entfallen auf die Jahresabschlussprüfung T€ 15,0 und auf andere Prüfungsleistungen T€ 80.

Die Geschäftsführung nimmt die ALDI Einkauf Verwaltung SE, mit Sitz in Essen (Amtsgericht Essen HRB 31808), wahr. Als geschäftsführende Direktoren sind bestellt:

Herr Robin Arnemann, Herr Pascal Braun, Herr Rolf Buyle, Frau Sarah Dreckmann, Herr Heiner Fabis, Herr Gernot Falk, Herr Dietmar Frötscher, Herr Fabian Graß, Herr Tobias Rene Heinbockel, Herr Pascal Walter Richard Hirth (bis zum 04.07.2022), Herr Dr. Felix Kalkum, Herr Florian Königsbüscher (bis zum 09.09.2022), Herr Lars Kürten, Frau Sandra Latham-Bauer, Herr Oliver Hans-Chrisoph Melzig, Herr Dr. Andreas Nolting, Herr Sinanudin Omerhodzic (bis zum 08.06.2021), Herr Felix Rottmann (bis zum 04.07.2022), Frau Viola Schimansky (bis 31.10.2022), Herr Florian Scholbeck, Herr Christian Westerhoff, Frau Sabine Zantis (bis zum 08.06.2021) Herr Veit Bier (seit dem 29.04.2021), Herr Oktawian Torchala (seit dem 29.04.202), Herr Timo Dietz (seit dem 14.06.2021), Frau Silke Lisner (seit dem 08.07.2021), Herr Dirk Schülgen (seit dem 10.08.2021), Herr Dr. Alexander König (seit dem 14.09.2021), Frau Nicole Tennstädt (seit dem 28.01.2022), Herr Jean-Marie Malbranke (seit dem 28.01.2022), Herr Gianfranco Brunetti (seit dem 06.04.2022), Herr Björn Fues (vom 08.07.2021 bis zum 04.07.2022), Frau Dr. Tanja Hacker (vom 04.11.2021 bis zum 02.06.2022).

Seit Ende Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine, in Deutschland führt dies ebenfalls zu Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist auszugehen, die beispielsweise mit negativen Effekte über höhere Energie- und Rohstoffpreise, wirtschaftliche Sanktionen sowie resultierende Störungen der globalen Lieferketten einhergeht. Die Auswirkungen des Russland-Ukraine-Krieges stellen ein wertbegründendes Ereignis dar und haben daher keine Auswirkungen auf den Ansatz und die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zum 31. Dezember 2021. Die genauen Auswirkungen auf die Vermögens- Finanz- und Ertragslage der ALDi Einkauf SE & Co. oHG sind zum jetzigen Zeitpunkt jedoch überschaubar.

 

Essen, den 30. November 2022

Anlagespiegel

Anlage zum Anhang

Anschaffungs-/Herstellungskosten
Stand 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen Stand 31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände          
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 119.457.571,62 8.050.147,60 542.254,20 9.620.289,31 136.585.754,33
2. geleistete Anzahlungen 0,00 13.497.075,18 0,00 -9.620.289,31 3.876.785,87
  119.457.571,62 21.547.222,78 542.254,20 0,00 140.462.540,20
II. Sachanlagen          
1. Bauten auf fremden Grundstücken 1.588.159,30 4.574,00 0,00 0,00 1.592.733,30
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 19.294.281,57 3.858.260,32 959.231,01 0,00 22.193.310,88
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 128.720,65 2.509.210,23 0,00 0,00 2.637.930,88
  21.011.161,52 6.372.044,55 959.231,01 0,00 26.423.975,06
III. Finanzanlagen          
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.650.000,00 0,00 0,00 0,00 7.650.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 695.286,97 250.000,00 137.504,12 0,00 807.782,85
  8.345.286,97 250.000,00 137.504,12 0,00 8.457.782,85
Summe 148.814.020,11 28.169.267,33 1.638.989,33 0,00 175.344.298,11
Abschreibungen
Stand 01.01.2021
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Stand 31.12.2021
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 68.039.196,23 18.739.902,91 542.254,20 86.236.844,94
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
  68.039.196,23 18.739.902,91 542.254,20 86.236.844,94
II. Sachanlagen        
1. Bauten auf fremden Grundstücken 787.367,30 166.018,00 0,00 953.385,30
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.435.847,57 3.738.664,32 901.223,01 14.273.288,88
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
  12.223.214,87 3.904.682,32 901.223,01 15.226.674,18
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
  0,00 0,00 0,00 0,00
Summe 80.262.411,10 22.644.585,23 1.443.477,21 101.463.519,12
Buchwerte
31.12.2021
Euro
31.12.2020
Euro
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 50.348.909,39 51.418.375,39
2. geleistete Anzahlungen 3.876.785,87 0,00
  54.225.695,26 51.418.375,39
II. Sachanlagen    
1. Bauten auf fremden Grundstücken 639.348,00 800.792,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 7.920.022,00 7.858.434,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 2.637.930,88 128.720,65
  11.197.300,88 8.787.946,65
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 7.650.000,00 7.650.000,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 807.782,85 695.286,97
  8.457.782,85 8.345.286,97
Summe 73.880.778,99 68.551.609,01

sonstige Berichtsbestandteile

 

Essen, den 30. November 2022

gez. ALDI Einkauf Verwaltung SE

gez. Robin Arnemann

gez. Pascal Braun

gez. Rolf Buyle

gez. Sarah Dreckmann

gez. Heiner Fabis

gez. Gernot Falk

gez. Dietmar Frötscher

gez. Fabian Graß

gez. Tobias Rene Heinbockel

gez. Dr. Felix Kalkum

gez. Lars Kürten

gez. Sandra Latham-Bauer

gez. Oliver Hans-Chrisoph Melzig

gez. Dr. Andreas Nolting

gez. Florian Scholbeck

gez. Christian Westerhoff

gez. Oktawian Torchala

gez. Veit Bier Herr Timo Dietz

gez. Silke Lisner

gez. Dirk Schülgen

gez. Dr. Alexander König

 

gez. Nicole Tennstädt

gez. Jean-Marie Malbranke

gez. Gianfranco Brunetti

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 28.12.2022 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ALDI Einkauf SE & Co. oHG

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und Prüfungsurteil zum Lagebericht

Wir haben den Jahresabschluss der ALDI Einkauf SE & Co. oHG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ALDI Einkauf SE & Co. oHG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und für das Prüfungsurteil zum Lagebericht beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften. Der Jahresabschluss vermittelt mit Ausnahme dieser Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Jahresabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Jahresabschluss

Entgegen § 285 Nr. 9 Buchst. a) HGB wurden im Anhang die Gesamtbezüge der Geschäftsführer nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Jahresabschluss und unser Prüfungsurteil zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrich

• tigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

 

Essen, 20.12.2022

Flottmeyer
• Steghaus + Partner m b B
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
• Steuerberatungsgesellschaft

Dipl.-Oec. Ruth Beerbaum, Wirtschaftsprüferin

Dipl.-Kfm. Christian Bruun, Wirtschaftsprüfer

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