Deharde
GmbH
Varel
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
Deharde GmbH
,
Varel
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023
Grundlagen der Gesellschaft
Die Deharde GmbH ist weiterhin
schwerpunktmäßig in der internationalen Luft- und
Raumfahrt tätig. Ihre Organisationsstruktur spiegelt
nach wie vor die Geschäftsbereiche "Aerospace" mit
Zerspanung und Montage sowie "Windkanalmodellbau" und
"Anlagenbau" wider. Seit 1968 bietet das Unternehmen im
Zerspanungsbereich hochwertige Zerspanungsleistungen an, die
vom Prototypen bis zur Serienfertigung für verschiedene
Kunden auf dem Markt verfügbar sind. Die
Montageabteilung konzentriert sich auf die Serienproduktion
von Unterbaugruppen für große
Luftfahrtkomponenten.
Der Bereich des Windkanalmodellbaus umfasst
sämtliche Schritte von der Konzeption bis zur Fertigung
und der Begleitung von Tests für Windkanalmodelle. Diese
erworbenen Fachkenntnisse und Fertigkeiten werden zunehmend
auch in anderen Branchen wie der Halbleiterindustrie genutzt,
um hochpräzise Bauteile herzustellen.
Im Anlagenbau bietet die Deharde GmbH
maßgeschneiderte Lösungen für die
Luftfahrtindustrie an, darunter Anlagen, Montage- und
Hebevorrichtungen sowie Werkzeuge zur Produktion von
Flugzeugkomponenten.
Die Leistungsfähigkeit wird durch einen modernen
Maschinenpark und eine ausgezeichnete Infrastruktur
unterstützt. Die geografische Nähe zu fünf
Werken der Airbus-Gruppe in Norddeutschland sowie die kurze
Entfernung zu verschiedenen Kunden der Halbleiterindustrie in
den Niederlanden stellen einen klaren Standortvorteil dar.
Hinzu kommt die Nähe zu Raumfahrt-OEMs in Bremen sowie
verschiedenen Hochschulen im Weser-Ems-Gebiet. Die
Attraktivität des Standorts wird außerdem durch
die gute Anbindung an Bundesstraßen und Autobahnen
sowie die Möglichkeit des Transports von Komponenten
über den Wasserweg über den Vareler Hafen
unterstrichen.
Unternehmensentwicklung
Die strategische Neuausrichtung, die im Jahr 2022
beschlossen wurde, zeigte im Jahr 2023 deutliche Erfolge. Die
gezielten Maßnahmen zur erheblichen Steigerung der
Wettbewerbsfähigkeit führten dazu, dass der
vereinbarte Geschäftsplan mit den Gesellschaftern
deutlich übertroffen wurde. Die volle Wirkung dieser
Maßnahmen wird für das Jahr 2024 erwartet.
Im Bereich Anlagenbau wurde nicht nur das
äußerst ambitionierte Umsatzziel erreicht, sondern
sogar übertroffen. Im Jahr 2023 stieg der Umsatz auf EUR
6,6 Mio., und es wurde ein Rekordauftragsbestand von mehr als
EUR 7,5 Mio. für die kommenden Jahre erzielt.
Im Bereich Windkanalmodellbau wurde der Umsatz von EUR
6,8 Mio. im Jahr 2022 auf nun EUR 7,7 Mio. deutlich
gesteigert. Das Umsatzziel wurde damit um EUR 0,3 Mio.
übertroffen.
Im Bereich Aerospace wurde das Umsatzziel um EUR 2,4
Mio. verfehlt, hauptsächlich aufgrund von Engpässen
bei Halbzeugen und einer Verschiebung geplanter
Produktionshochläufe seitens der Kunden. Diese
Umsätze werden im Geschäftsjahr 2024 ohne
Einschränkungen realisiert.
Im Jahr 2023 konnten im Bereich Aerospace langfristige
Aufträge gewonnen werden, deren volle Auswirkungen
aufgrund der langen Transferzeit vom Kunden zu Deharde
teilweise erst im Jahr 2025 spürbar sein werden.
Darunter befindet sich auch erstmalig wieder ein Auftrag mit
Montagetätigkeiten. Dies führt zu einer
Vollauslastung aller Bereiche von Deharde im Jahr 2024.
Die im Jahr 2022 eingeleitete Restrukturierung hat im
Jahr 2023 die geplante Wirkung erzielt. Das
Unternehmensergebnis wurde deutlich verbessert und das
geplante Ergebnis wurde deutlich übertroffen. Das
geplante Unternehmensergebnis konnte um EUR 0,6 Mio.
übertroffen werden. Nach einem Verlust von EUR 3,4 Mio.
im Jahr 2022 konnte im Jahr 2023 ein Gewinn von TEUR 8
erzielt werden. Die Zinsaufwände und der
inflationsbedingte Personalkostenanstieg konnten dabei durch
geeignete Maßnahmen kompensiert bzw.
überkompensiert werden.
Der geplante EBIT konnte um TEUR 821 übertroffen
werden und stieg auf einen Wert von EUR 1,67 Mio. an (Vj.:
TEUR -2.287), was eine Steigerung von EUR 3,45 Mio.
gegenüber dem Vorjahr ergibt. Das EBITDA beläuft
sich auf EUR 3,16 Mio., es stellt sich eine EBITDA-Marge in
Höhe von 9,2 Prozent ein.
Im Sommer 2023 wurden nach einer erfolgreichen
15-monatigen Projektlaufzeit ein neues ERP-System und ein
neues Werkzeugmanagement-Tool implementiert. Diese beiden
Systeme bilden die Grundlage für die weitere
Digitalisierung von Deharde und eröffnen dem Unternehmen
neue Möglichkeiten zur Steigerung der
Produktivität. Ein externer "Digital-Readiness-Check"
wurde durchgeführt, um einen Digitalisierungsfahrplan
für die kommenden Jahre zu erstellen.
Die im Jahr 2022 verabschiedete Strategie, die daraus
abgeleitete Vertriebsoffensive sowie der Start des
Befähigungs- und Einsparprogramms haben Deharde
stabilisiert und dem Unternehmen neue Impulse verliehen, um
wieder nachhaltig profitabel zu werden. Die im Jahr 2022
eingegangene Partnerschaft mit einem führenden
Hersteller von Strukturbauteilen aus Asien hat im Jahr 2023
erste Erfolge gezeigt. Ein Auftrag konnte gewonnen werden,
der ohne diese Partnerschaft nicht möglich gewesen
wäre. Daraufhin wurden die Partnerschaften im Jahr 2023
ausgebaut, mit insgesamt fünf weiteren Unternehmen
wurden Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Ein weiterer
Auftrag eines namhaften internationalen Zulieferers der
Luftfahrt wurde aufgrund dieser Kooperationen erhalten. Zudem
ermöglichen diese Kooperationen den Zugang zu
Ausschreibungen, die Deharde allein nicht erreichen
könnte. Diese Ausschreibungen werden noch bis 2024
laufen.
Die amtlichen und kundenspezifischen Audits haben
erfreuliche Ergebnisse gezeigt, alle Zulassungen wurden
verlängert. Die im Januar 2023 erteilte POA-Zulassung
durch das Luftfahrtbundesamt konnte im ersten
Re-Zertifizierungsaudit im Herbst 2023 erfolgreich
verlängert werden. Diese Zulassung hat Deharde neue
Möglichkeiten im Vertrieb eröffnet, ein Auftrag zu
Beginn des Jahres 2024 ist unter anderem auf diese Zulassung
zurückzuführen.
Marktsituation
Der weltweite Luftverkehr hat sich wieder auf das
Niveau vor der Corona-Pandemie erholt, was zu einer
steigenden Nachfrage nach Flugzeugen führt. Diese
Nachfrage betrifft sowohl Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge
als auch Langstreckenflugzeuge. Die Auftragsbestände,
insbesondere bei Airbus, erreichen Rekordniveaus, was die
Hersteller dazu veranlasst, ihre Produktionsraten zu
erhöhen. Airbus konnte seine Auslieferungen von 661 im
Jahr 2022 auf 735 im Jahr 2023 steigern und plant für
2024 eine weitere Erhöhung auf etwa 800 Flugzeuge. Bis
2026 strebt das Unternehmen an, monatlich 75 Flugzeuge des
gefragten Mittelstreckenjets A320 herzustellen. Auch Boeing
arbeitet daran, seine Produktionsraten zu steigern, wird
jedoch immer wieder durch Qualitätsprobleme
zurückgeworfen.
Dieser weltweite Nachfrageboom nach Flugzeugen
führt zu einem Anstieg der globalen Nachfrage nach
Lieferantenkapazitäten aller Art sowie nach erfahrenen
Mitarbeitenden. Insbesondere in den traditionellen
Märkten Nordamerikas und Europas treten Engpässe
aufgrund der hohen Nachfrage auf. Betroffen sind vor allem
metallische Halbzeuge, Triebwerke und Fachkräfte aller
Art. Da ein beträchtlicher Teil der Nachfrage aus
aufstrebenden asiatischen Nationen wie Indien und der
Türkei stammt, drängen auch neue Lieferanten in den
Aerospace-Markt.
Der Hochlauf der Produktion bei Airbus führt zu
einer Neustrukturierung seiner Werke und seines
Zuliefernetzes. Die derzeitige hundertprozentige
Tochtergesellschaft "Premium Aerotec GmbH" wird nach einer
Neugestaltung von internen und externen Fertigungsanteilen
wieder in Airbus integriert. Dadurch entsteht eine hohe
Nachfrage nach großen Fertigungspaketen auf dem Markt.
Deharde hat bereits von diesem Trend profitiert, indem das
Unternehmen zu Beginn des Jahres 2023 sowie im Herbst
desselben Jahres einen bedeutenden Auftrag erhalten hat.
Durch die enge Zusammenarbeit mit einem großen
asiatischen Zulieferer und mittelständischen Unternehmen
aus Deutschland gelang es Deharde, auch bei weiteren
Ausschreibungen den Zuschlag zu erhalten. Darüber hinaus
ist Deharde dabei, Kooperationsabkommen mit Lieferanten aus
anderen aufstrebenden asiatischen Ländern
abzuschließen, um die wirtschaftlichen Vorteile der
Produktion in Asien mit der lokalen Nähe zu fünf
Airbus-Standorten zu kombinieren.
Im Segment der Langstreckenflugzeuge gibt es eine
deutlich steigende Nachfrage nach Frachtflugzeugen. Airbus
hat daher im Jahr 2021 den Start einer Frachterversion seines
Langstreckenmodells A350 angekündigt. Deharde ist in
diesem Marktsegment mit mehreren Arbeitspaketen für die
Umrüstung von Passagierflugzeugen zu Frachtflugzeugen
involviert und konnte zu Beginn des Jahres 2024 ein weiteres
Auftragspaket gewinnen.
Deharde partizipiert somit am Produktionsanstieg bei
Airbus nicht nur durch die Herstellung von Einzelteilen in
der Zerspanung, sondern auch im Anlagenbau. Das Unternehmen
konnte seinen Umsatz im Anlagenbau im Jahr 2023 deutlich
erhöhen. Der bisherige Rekordauftragsbestand im
Anlagenbau aus dem Jahr 2023 wurde übertroffen, Deharde
startet mit einem neuen Rekordauftragsbestand ins Jahr 2024.
Es wird erwartet, dass sich die Luftfahrtbranche
weiterhin positiv entwickelt und ein starkes Marktwachstum
verzeichnet. Die Nachfrage ist weltweit stark vorhanden, und
die Branche muss sicherstellen, dass die hohen
Qualitätsstandards eingehalten werden. Beispiele wie die
Probleme bei Boeing oder den Triebwerken von Pratt &
Whitney zeigen, dass Qualitätsprobleme
vorübergehend das Wachstum einschränken
können, obwohl die Nachfrage eigentlich hoch ist. Dies
wirkt sich auch auf weltweite Zulieferer in den komplexen
Lieferketten aus.
Der militärische Sektor ist von einer anhaltenden
gesellschaftlichen Debatte über die veränderte
geopolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Sicherheit
geprägt. Die von der Bundesregierung ausgerufene
"Zeitenwende" und das damit verbundene Sondervermögen
der Bundeswehr haben bisher nicht zu einer Belebung der
Nachfrage im Inland geführt, da ein Großteil
dieser Investitionen im Ausland getätigt wird.
Darüber hinaus schreibt die Bundesregierung bei
Auslandsgeschäften nur bedingt die im
Militärbereich üblichen Gegengeschäfte
(Offset) vor, was zu keiner nennenswerten Belebung des
inländischen Marktes für den militärischen
Bereich führt. In der Industrie wird lebhaft
darüber diskutiert, wie lange diese "Zeitenwende"
anhalten wird und ob sich aufgrund der fehlenden
langfristigen Planungsgrundlage Investitionen in diesem
Bereich lohnen. Zudem ist der Markt für
Militärgüter durch einen hohen bürokratischen
Aufwand geprägt. Selbst für den Export von
A400M-Teilen nach Spanien sind umfangreiche Genehmigungen
durch das Bundesamt für Ausfuhr- und Exportkontrolle
erforderlich, was zu längeren Genehmigungszeiten von
mehreren Wochen führt.
Neben den etablierten Flugzeugherstellern ist weltweit
eine Start-Up-Szene aktiv, die neue Formen der Mobilität
mit Lufttaxis und Elektroflugzeugen vorantreibt. Sowohl
potenzielle Hersteller als auch Betreiber dieser
Fluggeräte gehören dazu. Deharde profitiert
weiterhin vom Bau von Windkanalmodellen für deutsche und
internationale Kunden in diesem Marktsegment. Es wird
erwartet, dass sich dieser Markt in den kommenden Jahren
positiv entwickelt, da es noch einige Zeit dauern wird, bis
Lufttaxis und Elektroflugzeuge erfolgreich zugelassen werden.
Im Bereich der Raumfahrt drängen sogenannte
"New-Space"-Unternehmen, insbesondere aus den USA, mit
kostengünstigen Raketen für den Transport von
Satelliten in niedrige Umlaufbahnen auf den Markt. Diese
stellen sowohl eine ernsthafte Konkurrenz für etablierte
Unternehmen dar als auch neue, bisher unerschlossene
Märkte. Die europäische Ariane 6, deren Entwicklung
jahrelang verzögert wurde, soll nun erstmalig im Jahr
2024 ins Weltall starten.
In Anbetracht geopolitischer Veränderungen und der
sich ändernden internationalen Sicherheitslage ist ein
europäischer Zugang zum Weltraum von großer
Bedeutung. Selbst bei weiteren technischen Verzögerungen
wird die europäische Raumfahrtindustrie an Bedeutung
gewinnen. Dies eröffnet Deharde durch sein breites
Produktportfolio interessante Potenziale. Ende 2023 gingen
bereits vielversprechende Anfragen ein.
Neben der Luftfahrt ist Deharde auch im Halbleitermarkt
aktiv. Dieser Markt wird weiterhin von einer starken
Nachfrage nach Chips geprägt, die mit der zunehmenden
Verbreitung von KI-Lösungen einhergeht. Deharde kann
sein technisches Know-how aus dem Bau hochpräziser
Windkanalmodelle nutzen, um präzise Komponenten für
Maschinen zur Herstellung von Halbleitern herzustellen. Die
räumliche Nähe zu den in den Niederlanden
ansässigen Unternehmen der Halbleiterindustrie ist dabei
von Vorteil für Deharde.
Forschung und Entwicklung
Im Jahr 2022 erhielt Deharde die Zusage für zwei
Forschungsaufträge vom Land Niedersachsen und dem Bund.
Beide Projekte wurden Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen und
haben Deharde technologisch vorangebracht. Dabei erhielt
Deharde Unterstützung von zwei renommierten Instituten
aus dem Fachbereich Maschinenbau der Leibniz-Universität
Hannover.
Das Forschungsvorhaben zur Verwendung von
Formgedächtnislegierungen wurde im Jahr 2023 in
Zusammenarbeit mit Boeing erfolgreich fortgesetzt und
abgeschlossen. Dabei wurde eine Flugzeugkomponente aus einer
Formgedächtnislegierung entwickelt und getestet, um die
Luftströmung während des Fluges zu beeinflussen. Es
ist geplant, im ersten Halbjahr 2024 einen Flugtest
durchzuführen.
Des Weiteren sind Förderaufträge,
Mitgliedschaften und Zusammenarbeit im MIN (Manufacturing
Innovations Network) sowie eine engere Kooperation mit
Hochschulen (F&T Projekte und Teilnahme an
projektbegleitenden Ausschüssen) Teil der
Bemühungen von Deharde, ein tragfähiges
Wissensnetzwerk aufzubauen. Dabei beteiligt sich Deharde
insbesondere an Arbeitsgruppen zur Reduzierung des
Energieverbrauchs und zur Steigerung der Nachhaltigkeit in
der Zerspanung sowie an neuen Ansätzen zur
Prozessüberwachung in der Zerspanung,
einschließlich künstlicher Intelligenz.
Nachhaltigkeit
Im Jahr 2023 hat Deharde intensiv an dem Thema
Nachhaltigkeit gearbeitet und einen dreistufigen Plan zur
Reduzierung des Verbrauchs fossiler Energieträger
entwickelt. Im ersten Schritt, der "Reduktion" des
Energieverbrauchs, wurden zahlreiche Maßnahmen zur
Energieeinsparung umgesetzt. So konnte der Stromverbrauch ab
August 2023 um rund 5 % pro Fertigungsstunde im
Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduziert werden. Auch der
Verbrauch von Gas konnte signifikant verringert werden. In
den kommenden Jahren wird im zweiten Schritt, der
"Substitution" von fossilen Energieträgern, nach
Alternativen zu den heutigen Energieträgern gesucht. So
sind Planungen zur Installation einer Photovoltaik-Anlage auf
den Dächern der Produktionshallen angelaufen. Im dritten
Schritt, der "Kompensation", werden in Zukunft
möglicherweise Zertifikate zum Ausgleich von
CO2-Emissionen erworben.
Darstellung der Lage
Ertragslage
Die Umsatzerlöse stiegen um 4 % auf TEUR
34.437 (Vj.: TEUR 33.010), was hauptsächlich auf eine
Umsatzsteigerung im Bereich Anlagenbau (Fertigungsmittelbau
für die Luftfahrtbranche) sowie im Bereich
Windkanalmodellbau zurückzuführen ist. Im
Anlagenbau stieg der Umsatz von TEUR 4.200 im Jahr 2022 auf
TEUR 6.600 im Jahr 2023. Im Windkanalmodellbau wurde
der Umsatz von TEUR 6.600 im Jahr 2022 auf TEUR 7.700 im Jahr
2023 gesteigert. Der Bereich Aerospace konnte den geplanten
Umsatz insbesondere aufgrund von fehlendem Halbzeug nicht
ganz erreichen. Es wurde ein Umsatz von TEUR 17.500 erzielt.
Ein Anteil von TEUR 2.600 wird ins Folgejahr verschoben.
Die Gesamtleistung ist im zurückliegenden
Geschäftsjahr um TEUR 1.425 gegenüber dem Vorjahr
auf TEUR 34.326 gestiegen. Die Bestände haben sich um
TEUR 151 reduziert.
Der Auftragsbestand beläuft sich zum Zeitpunkt der
Abschlussprüfung auf TEUR 28.429. Das sind rund TEUR
4.862 mehr gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt. Dies
dokumentiert den positiven Trend in den
Geschäftsfeldern. Der Auftragsüberhang wird zum
größten Teil im Geschäftsjahr 2024
realisiert.
Der Rohgewinn von TEUR 18.956 im Geschäftsjahr
2022 ist um ca. 12 % auf TEUR 21.577 im Jahr 2023
gestiegen.
Die betrieblichen Gesamtkosten sind gegenüber dem
Vorjahr um TEUR 1.804 auf TEUR 20.885 gesunken. Das
Abschreibungsvolumen in Bezug auf das Sachanlagevermögen
ist im Berichtsjahr auf TEUR 1.486 (Vj.: TEUR 1.630)
zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen
liegen mit TEUR 5.479 knapp unterhalb des Niveaus des
Vorjahres trotz ge- stiegenem Gesamtleistungsniveau. Der
Personalaufwand beträgt TEUR 13.885 und konnte
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.731 (ca. 11 %) reduziert
werden.
Insgesamt war das Unternehmensergebnis der Deharde GmbH
ausgeglichen. Nach einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR
3.425 im Jahr 2022 ergibt sich für das Jahr 2023 ein
positives Ergebnis von TEUR 8. Dieses Ergebnis ist ca. TEUR
600 besser als im Vorjahr geplant. Die im Jahr 2022
eingeleiteten Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der
Wirtschaftlichkeit zeigen ihre Wirkung.
Die Gesellschaft wird im Jahr 2024 in der Lage sein,
ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.
Investitionen
Die Investitionstätigkeit im Jahr 2023 hat zu
einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 637 geführt
(Vj.: TEUR 608). Trotz der Investitionen blieb der
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit stabil. Im
Jahr 2024 planen wir, unsere Investitionen weiter zu
optimieren und gezielt in Projekte zu investieren, die
langfristig zur Stärkung unseres Unternehmens beitragen.
Dazu gehören unter anderem die Modernisierung unserer
Produktionsanlagen, die Erweiterung unserer digitalen
Infrastruktur und Investitionen in Forschung und Entwicklung.
Durch eine sorgfältige Planung und Priorisierung unserer
Investitionen streben wir an, unsere finanzielle
Stabilität zu erhalten und gleichzeitig unsere
Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.
Personalsituation
Die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl während
des Geschäftsjahres wurde, insbesondere im
Overhead-Bereich, kontinuierlich auf insgesamt ca. 250
Mitarbeitende reduziert, verglichen mit früheren 266
Arbeitnehmern. Dieser Rückgang ist hauptsächlich
auf die Restrukturierung und die gesteigerte
Produktivität durch das Befähigungs- und
Einsparprogramm zurückzuführen. Im Zuge der
Restrukturierung wurden 30 % der Overhead-Mitarbeitenden
abgebaut.
Im direkten Bereich wurden und werden Fachkräfte
bei Deharde gehalten. Jedoch führten der zunehmende
Fachkräftemangel und die umfangreichen Neueinstellungen
seitens Airbus in der Region zu Abgängen, die jedoch im
Jahr 2023 durch eine Professionalisierung der Personalarbeit
vollständig kompensiert werden konnten.
Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat einen
hohen Stellenwert im Unternehmen. Die Anzahl der
Auszubildenden bleibt unverändert. Sie werden durch
internen Unterricht intensiv gefördert. Zudem wurden die
Kontakte zu den Hochschulen der Region verstärkt, und ab
2024 wird ein Duales Studium angeboten, dessen Plätze
bereits erfolgreich besetzt wurden.
Um die Attraktivität für Mitarbeitende zu
steigern, wurde im Sommer 2023 ein Erfolgsbeteiligungsmodell
eingeführt. Bei einem positiven Unternehmensergebnis
werden alle Mitarbeitenden finanziell beteiligt.
Vermögenslage
Im Vergleich mit dem Vorjahr ergibt sich folgendes Bild
der Vermögensstruktur:
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind
im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 124 gesunken. Die
Abschreibungen auf die gewerblichen Schutzrechte,
EDV-Positionen sowie den Geschäfts- oder Firmenwert
betragen TEUR 357. Demgegenüber stehen Investitionen in
EDV-Software in Höhe von TEUR 234 TEUR im Rahmen der
Implementierung von ABAS ERP.
Das Sachanlagevermögen ist um TEUR 811 auf TEUR
10.764 gesunken. Die Abschreibungen auf die Positionen des
Sachanlagevermögens betragen TEUR 1.129 im
Geschäftsjahr. Demgegenüber stehen Zugänge in
Höhe von TEUR 403. Diese Zugänge entfallen auf die
Bereiche Gebäude TEUR 17, technische Anlagen und
Maschinen (insbesondere maschinengebundene Werkzeuge) TEUR
167, geleistet Anzahlungen auf Anlagen im Bau TEUR 9 sowie
auf andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 210.
Der Bestand der Vorräte (Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Fertige
Erzeugnisse) ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR
2.143 auf insgesamt TEUR 12.861 gestiegen. Der Anstieg
betrifft im Wesentlichen den Bestand der Roh-, Hilfs- und
Betriebsstoffe um TEUR 2.294 auf insgesamt TEUR 5.284 zwecks
Absicherung der Materialverfügbarkeit für das
Produktionsprogramm 2024. Die Forderungen aus Lieferungen
sinken auf TEUR 6.381 (Vj.: TEUR 8.652).
Finanzlage
In der Kapitalstruktur der Gesellschaft hat es folgende
Veränderungen gegeben:
Das Stammkapital beträgt TEUR 950, die
Kapitalrücklage TEUR 4.657 und die Gewinnrücklage
TEUR 170. Unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes
(TEUR 7.695) ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital
gedeckter Fehlbetrag von TEUR 1.917. Dieser liegt im
Wesentlichen aufgrund von Gesellschaftereinlagen TEUR 529
unter dem Vorjahreswert.
Das wirtschaftliche Eigenkapital setzt sich insgesamt
zusammen aus dem gezeichneten Kapital (TEUR 950), der
Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.657, den
Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 170, dem
Bilanzverlust in Höhe von TEUR 7.695 und den
nachrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR
10.207. Es beträgt TEUR 8.289 (Vj.: 7.183 TEUR). Das
entspricht einer Eigenkapitalquote von 26,2 % (Vj.:
22,8 %).
Die Gesellschafter haben im Jahr 2023 die
Kapitalstruktur der Deharde gestärkt. Es sind der
Gesellschaft finanzielle Mittel durch Einzahlung in die
Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 521 zugeflossen.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sind um TEUR 1.004 gesunken und betragen nunmehr TEUR 17.504.
Die Deharde GmbH ist ausreichend mit finanziellen
Mitteln ausgestattet, die durch die Einzahlung der
Gesellschafter weiter gestärkt wurden. Die Gesellschaft
verfügt über genügend Mittel, um das Ziel des
Finanzmanagement der Gesellschaft, jederzeit ihren
Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, zu erreichen. Die
Zielerreichung wird durch eine umfangreiche mittel- und
langfristige Liquiditätsplanung überwacht und
gewährleistet.
Prognose, Chancen und Risiken
Bei den folgenden zukunftsbezogenen Aussagen ist zu
berücksichtigen, dass die tatsächliche Entwicklung
von der geplanten und erwarteten abweichen kann.
Nach einem Geschäftsjahr 2022, das
hauptsächlich von der Umsetzung der neuen Strategie
geprägt war - einschließlich der
Vertriebsoffensive, des Befähigungs- und
Einsparprogramms sowie der Beendigung zweier verlustreicher
Großprojekte -, war 2023 ein Jahr des Übergangs.
Der Fokus lag auf der vollständigen Umsetzung der
Restrukturierungsmaßnahmen, der Erschließung
neuer Kunden und Aufträge sowie auf allen Themen der
operativen Exzellenz und Digitalisierung.
Das Geschäftsjahr 2024 markiert erneut einen
Übergang. Nach einem herausfordernden Jahr 2022 und
einer deutlichen Verbesserung im Jahr 2023 wird für 2024
wieder ein positives Ergebnis erwartet. Neue Aufträge
müssen gewonnen und industrialisiert werden, und die
volle Wirkung wird sich in den kommenden Jahren entfalten. Es
wird auch in diesem Jahr mit einem positiven und verbesserten
Cashflow gerechnet, wie bereits im Vorjahr.
Chancen und Risiken
Der Hochlauf der Produktion bei den beiden großen
OEMs, Boeing und Airbus, wird auch im Jahr 2024 die
Zulieferindustrie vor beträchtliche Herausforderungen
stellen, ähnlich wie im Vorjahr. Für den Ausbau der
Produktionskapazitäten sind sowohl erhebliche
finanzielle Mittel als auch zusätzliche
Beschäftigte in der gesamten Zulieferkette erforderlich.
Insbesondere Fachkräfte und metallisches Halbzeug
könnten knapp werden. Zusätzlich zur Hochlaufphase
unterziehen sich die OEMs einer umfangreichen
Werksrestrukturierung. Airbus konzentriert sich dabei auf
seine Kernkompetenzen und investiert stark in Automatisierung
und Robotik. In diesem Bereich bieten sich Möglichkeiten
für eine erfolgreiche Positionierung.
Das größte Risiko für die
Luftfahrtindustrie ist ihr eigener Erfolg. Das rasante
Wachstum hat zu einigen Qualitätsproblemen bei den OEMs
geführt. Sowohl Boeing als auch der Triebwerkshersteller
Pratt & Whitney haben mit solchen Problemen zu
kämpfen, die das Wachstum bremsen oder sogar
vorübergehend stoppen können. Diese Probleme wirken
sich weltweit auf die verzweigten Lieferketten aus. Zum
Beispiel führt das Triebwerksproblem bei Pratt &
Whitney dazu, dass weniger Flugzeuge für den Umbau zu
Frachtflugzeugen zur Verfügung stehen, da sie weiterhin
für den Passagiertransport genutzt werden müssen,
bis neue Flugzeuge verfügbar sind. Dies hat dazu
geführt, dass Umrüstbetriebe ihre Produktionsraten
teilweise drastisch reduziert haben.
Deharde wurde im März 2024 von diesen Auswirkungen
betroffen. Die frei gewordene Kapazität konnte jedoch
innerhalb von vier Wochen neuen Projekten und Aufträgen
zugewiesen werden. Die finanziellen Auswirkungen sind
größtenteils auf das zweite Quartal 2024
beschränkt und werden in Zusammenarbeit mit den
Finanzpartnern bewältigt.
Im Bereich Anlagenbau setzte sich der
Aufwärtstrend der Nachfrage im Laufe des Jahres 2023
fort, wie bereits im Vorjahr. Dadurch konnte Deharde den
bereits zu Beginn des Jahres 2023 bestehenden
Rekordauftragsbestand bis zum Start des Jahres 2024 erheblich
steigern. Zudem ist Deharde durch die enge Zusammenarbeit mit
dem Gesellschafter "Schulz Systemtechnik" im Bereich der
Automatisierungslösungen optimal positioniert, um neue
technologisch anspruchsvolle Anfragen zu bearbeiten. Erste
gemeinsam erstellte Angebote verdeutlichen das
Marktpotenzial, und bereits erste Aufträge wurden
erteilt.
Die Neustrukturierung der Airbus-Werke eröffnet
Deharde insbesondere durch gezielte Akquisitionen in
Programme mit niedrigen Produktionsraten neue
Möglichkeiten. Zu Beginn des Jahres 2023 konnte ein
bedeutendes Auftragspaket für die kommenden Jahre
gewonnen werden. Darüber hinaus ermöglichen
Partnerschaften mit großen Tier-1-Lieferanten den
Zugang zu Ausschreibungen, die Deharde allein verschlossen
geblieben wären. Durch die Zusammenarbeit mit einem
asiatischen Tier-1-Lieferanten sowie mittelständischen
europäischen Lieferanten mit ergänzenden
technischen Fähigkeiten konnten bereits erste
Aufträge akquiriert werden. Diese Kooperationen werden
im Jahr 2024 weiter ausgebaut.
Neben dem Hochlauf in der zivilen Luftfahrtindustrie
bleibt auch die Nachfrage nach Windkanalmodellen weiterhin
hoch, wie bereits im Vorjahr. Weltweit beschäftigen sich
zahlreiche Start-ups und etablierte OEMs mit der Forschung
und Entwicklung neuer Formen der Mobilität, insbesondere
im Bereich des alternativen Antriebs. Lufttaxis und
Elektroflugzeuge werden weltweit eine vielversprechende
Zukunft prognostiziert. Hier bestehen für Deharde
weiterhin beträchtliche Potenziale als etablierter
Anbieter von Windkanalmodellen, um das Geschäftsvolumen
auszubauen. So konnte auch das Jahr 2024 im Bereich
Windkanalmodellbau wie bereits das Jahr 2023 mit einem
Rekordauftragsbestand beginnen.
Im Bereich der Militärflugzeuge erwarten wir im
Jahr 2024 eine stabile Nachfrage. Zum einen sind die
Auswirkungen der erhöhten Verteidigungsausgaben in
Europa auf dem Markt noch nicht spürbar, und zum anderen
gibt es bisher keine verlässlichen politischen Aussagen
darüber, wie lange die erhöhte Nachfrage nach
militärischen Gütern anhalten wird, was
langfristige Investitionen in Produktionskapazitäten
erschwert.
Dank der räumlichen Nähe zur
Halbleiterindustrie, die hauptsächlich in den
Niederlanden ansässig ist, sowie der technischen
Fähigkeiten zur Herstellung hochpräziser
Windkanalmodelle kann Deharde auch Kunden aus der
Halbleiterbranche gewinnen. Im Jahr 2023 konnte das
Auftragsvolumen in der Halbleiterindustrie ausgebaut werden,
und es wird erwartet, dass dieser Trend auch im Jahr 2024
anhält und neue Kunden akquiriert werden.
Um diese Chancen zu nutzen, hat Deharde im August 2023
ein neues, zukunftsfähiges ERP-System eingeführt.
Die Einführung erfolgte planmäßig und bildet
die Grundlage für weitere Schritte in der
Digitalisierung. Eine im Herbst 2023 durchgeführte
Studie zum Stand der Digitalisierung von Deharde hat
wertvolle Erkenntnisse für die Planung der nächsten
Schritte in der Digitalisierung geliefert. Diese Schritte
werden nun im Jahr 2024 umgesetzt.
Auch im Jahr 2024 wird das Befähigungs- und
Einsparprogramm konsequent fortgesetzt, mit einem klaren
Fokus auf der weiteren Digitalisierung der Fertigung,
Energieeinsparungen und operativer Excellence. Dadurch wird
ein Beitrag zur Steigerung der Effizienz und weiteren
Kostenreduzierungen im Jahr 2024 geleistet.
Trotz des nur leicht positiven Ergebnisses im Jahr 2023
kann das erwartete Wachstum durch die genannten Chancen
finanziert werden. Die geplanten Investitionen werden sich
auf dem Vorjahresniveau belaufen.
Die positive Stimmung in der Branche erhält jedoch
einen Dämpfer durch die Volatilität in der Supply
Chain. Die Verfügbarkeit und die Preise von metallischem
Halbzeug und Stahl werden auch im Jahr 2024 eine
Herausforderung bleiben, wie bereits im Vorjahr. Die Supply
Chain ist derzeit durch sehr lange Beschaffungszeiten
geprägt, die teilweise über die von den
Auftraggebern übermittelten Vorschauen hinausgehen.
Der Zugang zu technischem Fachpersonal stellt eine
Herausforderung für das potenzielle Wachstum dar. Die
hohe Nachfrage nach Fachkräften, insbesondere durch
Airbus, in unmittelbarer Nähe zu Deharde, erhöht
das Risiko der Abwanderung von Talenten. Trotzdem hat Deharde
erfolgreich Maßnahmen ergriffen, um dem
entgegenzuwirken. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem ein
Erfolgsbeteiligungsmodell für alle Mitarbeiter
eingeführt, wodurch diese unmittelbar am
wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilhaben
können. Ein solches Modell ist ein
Alleinstellungsmerkmal für mittelständische
Unternehmen und trägt zur Steigerung der
Mitarbeiterattraktivität bei.
Gesamtaussage zu Chancen und Risiken im Hinblick auf die
Profitabilität
Zusammenfassend erwartet Deharde für das operative
Jahr 2024 ein positives Betriebsergebnis, das leicht
verbessert ist im Vergleich zu 2023. Die Auswirkungen der
vorangegangenen Vertriebsoffensive und des Befähigungs-
und Einsparprogramms waren bereits 2023 spürbar,
insbesondere durch die Reduzierung des Overheads und die
Bereinigung des Produktportfolios von unrentablen
Aufträgen. Die volle Wirkung dieser Maßnahmen wird
jedoch erst im Jahr 2024 erwartet.
Der Umsatz im Jahr 2024 wird voraussichtlich leicht
über dem Niveau von 2023 liegen und ist zum Zeitpunkt
der Erstellung des Lageberichts weitgehend durch den
bestehenden Auftragsbestand und Rahmenverträge
abgesichert. Für 2025 wird ein weiterer Anstieg des
Umsatzes erwartet.
Die Erreichung der Planungsziele ist jedoch mit
Unsicherheiten behaftet, insbesondere aufgrund der
Unsicherheiten in der Lieferkette und den damit verbundenen
Risiken im Hinblick auf die angestrebten Ratensteigerungen
seitens Airbus. Infolgedessen besteht das Risiko von
Umsatzverschiebungen aus dem Jahr 2024 in das Jahr 2025.
Gesamtaussage zu Chancen und Risiken im Hinblick auf die
Liquidität
Die Deharde GmbH verzeichnet für das
Geschäftsjahr 2024 ein ausgewogenes Verhältnis von
Chancen und Risiken. Dank der umgesetzten Maßnahmen in
den vergangenen Geschäftsjahren ist die
Liquiditätslage ausreichend, vorausgesetzt, die
Umsatzziele werden erreicht und es treten keine
unvorhergesehenen Risiken auf. Die Abstimmung der
Liquidität mit den Finanzpartnern ist erfolgt.
Varel, den 14. Juni 2024
gez.
Dr. Kai Brüggemann, Geschäftsführer
Bilanz
Aktiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Anlagevermögen |
11.599.206,87 |
12.533.530,51 |
| I.
Immaterielle Vermögensgegenstände |
835.017,62 |
958.676,00 |
| 1.
Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen |
380.713,62 |
328.513,00 |
| 2.
Geschäfts- oder Firmenwert |
454.304,00 |
630.163,00 |
| II.
Sachanlagen |
10.764.189,25 |
11.574.854,51 |
| 1.
Grundstücke und Bauten einschließlich der
Bauten auf fremden Grundstücken |
8.528.671,74 |
9.028.670,01 |
| 2.
technische Anlagen und Maschinen |
1.260.351,51 |
1.366.075,50 |
| 3.
andere Anlagen, Betriebs- und
Geschäftsausstattung |
764.477,00 |
978.234,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau |
210.689,00 |
201.875,00 |
| B.
Umlaufvermögen |
19.833.801,18 |
18.874.693,25 |
| I.
Vorräte |
11.955.028,70 |
9.018.769,13 |
| 1.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe |
5.284.206,50 |
2.989.716,25 |
| 2.
unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
3.987.681,18 |
4.661.000,00 |
| 3.
fertige Erzeugnisse und Waren |
3.589.372,35 |
3.067.000,00 |
| 4.
geleistete Anzahlungen |
356.765,33 |
120.148,27 |
| 5.
erhaltene Anzahlungen |
-1.262.996,66 |
-1.819.095,39 |
| II.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
6.834.700,25 |
9.784.269,63 |
| 1.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
6.380.720,27 |
8.652.074,35 |
| 2.
Forderungen gegen Gesellschafter |
0,00 |
714.065,48 |
| 3.
sonstige Vermögensgegenstände |
453.979,98 |
418.129,80 |
| III.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten |
1.044.072,23 |
71.654,49 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
200.918,38 |
118.972,33 |
| D.
nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
1.917.421,13 |
2.446.340,32 |
| Bilanzsumme,
Summe Aktiva |
33.551.347,56 |
33.973.536,41 |
Passiva
|
|
31.12.2023
EUR |
31.12.2022
EUR |
| A.
Eigenkapital |
0,00 |
0,00 |
| I.
gezeichnetes Kapital |
1.000.000,00 |
1.000.000,00 |
| 1.
Eigene Anteile |
-50.000,00 |
-50.000,00 |
| II.
Kapitalrücklage |
4.657.209,65 |
4.136.643,37 |
| III.
Gewinnrücklagen |
170.000,00 |
170.000,00 |
| 1.
andere Gewinnrücklagen |
170.000,00 |
170.000,00 |
| IV.
Bilanzverlust |
7.694.630,78 |
7.702.983,69 |
| B.
Sonderposten mit Rücklageanteil |
884.014,26 |
914.014,26 |
| C.
Rückstellungen |
3.051.337,22 |
2.681.531,41 |
| 1.
Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen |
1.872.331,00 |
1.674.522,00 |
| 2.
sonstige Rückstellungen |
1.179.006,22 |
1.007.009,41 |
| D.
Verbindlichkeiten |
29.615.996,08 |
30.377.990,74 |
| 1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten |
17.504.006,38 |
18.508.315,43 |
| 2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
1.555.339,77 |
1.512.636,60 |
| 3.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern |
10.206.753,49 |
9.629.012,72 |
| Darlehen
mit Rangrücktritt |
10.206.753,49 |
9.629.012,72 |
| 4.
sonstige Verbindlichkeiten |
349.896,44 |
728.025,99 |
| Bilanzsumme,
Summe Passiva |
33.551.347,56 |
33.973.536,41 |
Gewinn- und Verlustrechnung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Umsatzerlöse |
34.437.217,10 |
33.009.561,13 |
| 2.
Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an
fertigen und unfertigen Erzeugnissen |
-150.946,47 |
-119.000,00 |
| 3.
andere aktivierte Eigenleistungen |
40.050,02 |
10.806,75 |
| 4.
sonstige betriebliche Erträge |
946.940,40 |
1.398.901,75 |
| 5.
Materialaufwand |
12.749.247,33 |
13.945.634,31 |
| a)
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe
und für bezogene Waren |
9.072.522,48 |
9.403.006,12 |
| b)
Aufwendungen für bezogene Leistungen |
3.676.724,85 |
4.542.628,19 |
| 6.
Personalaufwand |
13.884.654,03 |
15.616.093,86 |
| a)
Löhne und Gehälter |
11.580.389,38 |
12.960.330,73 |
| b)
soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung |
2.304.264,65 |
2.655.763,13 |
| 7.
Abschreibungen |
1.486.415,15 |
1.629.674,97 |
| a)
Abschreibungen auf immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
und Sachanlagen |
1.486.415,15 |
1.629.674,97 |
| 8.
sonstige betriebliche Aufwendungen |
5.478.882,23 |
5.409.895,72 |
| 9.
sonstige Zinsen und ähnliche Erträge |
5.492,59 |
14.065,48 |
| 10.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen |
1.636.537,19 |
1.089.907,24 |
| 11.
Steuern vom Einkommen und Ertrag |
0,00 |
14.849,96 |
| 12.
sonstige Steuern |
34.664,80 |
33.119,40 |
| Jahresüberschuss |
8.352,91 |
-3.424.840,35 |
Ergebnisverwendung
|
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR |
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR |
| 1.
Jahresüberschuss |
8.352,91 |
-3.424.840,35 |
| 2.
Verlustvortrag aus dem Vorjahr |
7.702.983,69 |
4.278.143,34 |
| 3.
Bilanzverlust |
7.694.630,78 |
7.702.983,69 |
Anhang
Deharde GmbH
,
Varel
Anhang für das Geschäftsjahr 2023
Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den
Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des
Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Ergänzend
zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des
GmbH-Gesetzes beachtet.
Nach den in § 267 HGB angegebenen
Größenklassen ist die Gesellschaft eine
große Kapitalgesellschaft.
Im Interesse einer besseren Klarheit und
Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen
Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und
Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der
Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang
anzubringen sind, mit Ausnahme des Davon-Vermerks zu den
nachrangigen Gesellschafterdarlehen insgesamt im Anhang
aufgeführt.
Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das
Gesamtkostenverfahren gewählt.
Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut
Registergericht
| Firmenname laut
Registergericht: |
Deharde GmbH |
| Firmensitz laut
Registergericht: |
Varel |
| Registereintrag: |
Handelsregister |
| Registergericht: |
Oldenburg (Oldenburg) |
| Register-Nr.: |
HR B 130 862 |
Angaben zur Bilanzierung und Bewertung
einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
maßgebend.
Die immateriellen Vermögensgegenstände sind
zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige
lineare Abschreibungen, bewertet.
Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um
planmäßige Abschreibungen vermindert.
Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen
erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit einem
Einzelanschaffungswert bis zu EUR 800,00 werden im
Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.
Der Festwert für maschinengebundene Werkzeuge
wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB zum
31. Dezember 2023 ermittelt.
Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu
Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die
Herstellungskosten werden die Materialeinzelkosten, die
Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung
sowie angemessene Teile der Material- und
Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des
fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens
einbezogen. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger
war, wird dieser angesetzt. Für bestimmte Vorräte
wird der Wert mit Hilfe zulässiger
Bewertungsvereinfachungsverfahren ermittelt. Das strenge
Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung beachtet. Das
Erfordernis einer Wertaufholung gemäß § 253
Abs. 5 HGB wurde geprüft.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen
gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen
Gesellschafter und sonstige Vermögensgegenstände
sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare
Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen
berücksichtigt worden.
Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten
sind zum Nennwert angesetzt.
Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite
Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie
Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag
darstellen.
Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.
Für den Bewertungsansatz von Zuschüssen wurde
das Wahlrecht dahingehend ausgeübt, dass ein
Sonderposten in Höhe der Zuschüsse gebildet wurde.
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.
Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen
alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie
sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig.
Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr
als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben
Geschäftsjahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten werden mit dem
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Geschäftsvorfälle in fremden Währungen
werden im Laufe des Geschäftsjahres mit aktuellen Kursen
umgerechnet. Am Geschäftsjahresende werden auf fremde
Währung lautende Vermögensgegenstände und
Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs entsprechend
§ 256a HGB am Bilanzstichtag umgerechnet.
Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der
Bilanz
Entgeltlich erworbener Firmenwert
Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird über
eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben, da sich nach der
Unternehmensplanung bis dahin der Wert realisiert hat.
Bruttoanlagenspiegel
Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die
Abschreibungen des Geschäftsjahres für die
Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem
nachfolgenden Anlagenspiegel.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von
weniger als einem Jahr. In den sonstigen
Vermögensgegenständen sind Forderungen
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe
von EUR 42.397,41 enthalten. Diese betreffen hinterlegte
Sicherheiten bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung
EUR 10.000,00 und EUR 32.397,41 für die Abwicklung von
Zollangelegenheiten über ein eingerichtetes
Zollaufschubkonto.
Ausschüttungsgesperrte Beträge des Eigenkapitals
gem. § 253 Abs. 6 HGB
Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre
unterliegt, beträgt EUR 20.053,00. Der
Unterschiedsbetrag resultiert aus der Änderung des
durchschnittlichen Marktzinssatzes bei der Bewertung der
Pensionsrückstellung.
Sonderposten
Der Sonderposten für Zuschüsse ist zum
Nennwert angesetzt und wird gemäß der
zugrundeliegenden, bezuschussten
Vermögengegenstände über deren Nutzungsdauer
aufgelöst.
Pensionsrückstellungen
Die Rückstellungen für Pensionen und
ähnliche Verpflichtungen wurden nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß
der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet.
Für die Aufzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht
mehr der Zinssatz auf Basis der von der Deutschen Bundesbank
veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze
der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde gelegt,
sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte
Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher
für das Geschäftsjahr 1,82 % beträgt. Die
Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2. S. 2
HGB, den Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren
anzuwenden, wurde in Anspruch genommen. Die Ermittlung
basiert auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus
Heubeck. Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden
in Höhe von jährlich 2,0 % berücksichtigt.
Die Auswirkungen der Änderung des
Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen.
Der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 Satz
1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für
Altersverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen
nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren
beträgt EUR 20.053,00.
Sonstige Rückstellungen
In den sonstigen Rückstellungen sind folgende
Posten enthalten:
|
EUR
|
Ausstehende Rechnungen
|
279.800,00
|
Tantiemen und
Sonderzulagen
|
258.378,00
|
Personalrückstellungen
|
239.493,03
|
Instandhaltungen
|
152.312,46
|
Jubiläumszuwendungen
|
95.713,00
|
Mehrkilometer
Leasingfahrzeuge
|
51.914,48
|
Archivierung
|
40.000,00
|
Jahresabschluss- und
Prüfungskosten
|
40.000,00
|
Berufsgenossenschaft
|
16.349,55
|
Übrige, im Einzelwert
jeweils unter EUR 10.000,00
|
5.045,70
|
Gesamt
|
1.179.006,22
|
Verbindlichkeiten
Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach
Restlaufzeiten und Besicherung ergibt sich aus dem
nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.
|
|
Restlaufzeiten
|
|
|
|
|
bis 1 Jahr
|
1 bis 5 Jahre
|
über 5 Jahre
|
Gesamt
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
|
1.
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten
|
14.350.414,92
|
2.363.124,46
|
790.467,00
|
17.504.006,38
|
|
|
(Vorjahr:
|
14.318.046,20
|
2.954.934,23
|
1.235.335,00
|
18.508.315,43
|
)
|
2.
|
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen
und Leistungen
|
1.555.339,77
|
0,00
|
0,00
|
1.555.339,77
|
|
|
(Vorjahr:
|
1.512.636,60
|
0,00
|
0,00
|
1.512.636,60
|
)
|
3.
|
Verbindlichkeiten
gegenüber Gesellschaftern
|
0,00
|
0,00
|
10.206.753,49
|
10.206.753,49
|
|
|
(Vorjahr:
|
0,00
|
0,00
|
9.629.012,72
|
9.629.012,72
|
)
|
5.
|
Verbindlichkeiten aus
Steuern
|
338.488,12
|
0,00
|
0,00
|
338.488,12
|
|
|
(Vorjahr:
|
698.885,32
|
0,00
|
0,00
|
698.885,32
|
)
|
6.
|
Verbindlichkeiten im
Rahmen der sozialen Sicherheit
|
7.290,09
|
0,00
|
0,00
|
7.290,09
|
|
|
(Vorjahr:
|
10.628,28
|
0,00
|
0,00
|
10.628,28
|
)
|
7.
|
Sonstige Verbindlichkeiten
|
4.118,23
|
0,00
|
0,00
|
4.118,23
|
|
|
(Vorjahr:
|
18.512,39
|
0,00
|
0,00
|
18.512,39
|
)
|
|
|
16.255.651,13
|
2.363.124,46
|
10.997.220,49
|
29.615.996,08
|
|
|
(Vorjahr:
|
16.558.708,79
|
2.954.934,23
|
10.864.347,72
|
30.377.990,74
|
)
|
Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Globalzession,
Raumsicherungsübereignungen und
Sicherungsübereignungen einzelner Maschinen besichert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte
abgesichert.
Bei den Verbindlichkeiten gegenüber
Gesellschaftern handelt es sich um nachrangige
Gesellschafterdarlehen.
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung
Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:
|
TEUR
|
Aerospace
|
17.516
|
Modellbau
|
7.737
|
Anlagenbau
|
6.575
|
High Precision Parts
|
1.177
|
Forschung
|
853
|
Übrige
|
579
|
|
34.437
|
Sonstige betriebliche Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind
Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in
Höhe von EUR 30.000,00 (Vj.: EUR 133.670,00),
periodenfremde Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von EUR 23.750,00 (Vj.: EUR
49.546,94), periodenfremde Erträge aus der
Forderungsbewertung in Höhe von EUR 157.590,00 (Vj.: EUR
121.000,00), Erträge aus der Währungsumrechnung in
Höhe von EUR 146.501,35 (Vj.: EUR 346.936,64),
Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in
Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 156.434,00) sowie
Erträge aus Schadenersatz in Höhe von EUR 64.438,78
(Vj.: EUR 54.888,15) enthalten.
Personalaufwendungen
Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale
Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und
Unterstützung sind Aufwendungen für
Altersversorgung in Höhe von EUR 15.307,23 (Vj.:
EUR 38.966,23) enthalten.
Sonstige betriebliche Aufwendungen
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind
periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsbewertung in
Höhe von EUR 201.297,82 (Vj.: EUR 68.573,18) und
Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in
Höhe von EUR 317.052,28 (Vj.: EUR 202.061,79) enthalten.
Zinsen und ähnliche Aufwendungen
In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in
Höhe von EUR 577.740,77 (Vj.: EUR 545.038,45)
Zinsen an Gesellschafter und in Höhe von EUR 35.822,00
(Vj.: EUR 34.857,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von
Rückstellungen enthalten.
Steuern vom Einkommen und Ertrag
Es bestehen Steuerlatenzen hinsichtlich der Bewertung
des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen
sowie der sonstigen Rückstellungen. Unter
Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen
ergibt sich insgesamt ein Aktivüberhang.
Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für
latente Steuererträge zu bilden, wurde kein Gebrauch
gemacht.
Sonstige Angaben
Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen
Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten
bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen
von Grundstücken in Höhe von rd. TEUR 127
jährlich. Ferner bestehen sonstige finanzielle
Verpflichtungen aus Leasingverträgen für
Personenkraftwagen und Bürotechnikgegenständen
sowie Wartungsverträgen von rd. TEUR 1.625
jährlich.
Aus der im Jahr 2023 vereinnahmten
Rückdeckungsversicherung zur Pensionsverpflichtung ist
ein Betrag in Höhe von TEUR 208 an Herrn Hans-Ulrich
Meier verpfändet. Beginn der Rentenzahlung war im Januar
2024.
Durchschnittliche Zahl der während des
Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer
Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren
während des Geschäftsjahres im Unternehmen
beschäftigt:
Arbeitnehmergruppen
|
2023
|
|
2022
|
Arbeiter
|
148
|
|
150
|
Angestellte
|
103
|
|
111
|
Die Gesamtzahl der
durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer
beträgt
|
251
|
|
261
|
Namen der Geschäftsführer
Während des abgelaufenen Geschäftsjahres
wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende
Personen geführt:
Dr. Kai Brüggemann,
Bremen
|
ausgeübter Beruf:
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Ingenieur
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Marc Brestrich, Wardenburg
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ausgeübter Beruf:
|
Ingenieur
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Mit Wirkung zum 7. März 2023 wurde Herr Marc
Brestrich als Geschäftsführer abberufen.
Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge wird von
der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch
gemacht.
Honorar des Abschlussprüfers
Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar
für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 30 und
entfällt mit TEUR 25 auf Abschlussprüferleistungen
und mit TEUR 5 auf andere Bestätigungsleistungen.
Varel, den 14. Juni 2024
gez.
Dr. Kai Brüggemann, Geschäftsührer
Anlagespiegel
|
Kumulierte Anschaffungs- und
Herstellungskosten
|
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Stand
|
|
|
|
Stand
|
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|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
Umbuchungen
|
31.12.2023
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
|
1. Gewerbliche
Schutzrechte und Lizenzen
|
1.591.053,22
|
233.624,30
|
0,00
|
0,00
|
1.824.677,52
|
|
2. Geschäfts- und
Firmenwert
|
1.758.596,62
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
1.758.596,62
|
|
|
3.349.649,84
|
233.624,30
|
0,00
|
0,00
|
3.583.274,14
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
|
1. Grundstücke und
Bauten einschließlich der
|
|
|
|
|
|
|
Bauten
auf fremden Grundstücken
|
13.402.467,58
|
17.402,51
|
0,00
|
0,00
|
13.419.870,09
|
|
2. Technische Anlagen und
Maschinen
|
13.403.979,02
|
167.354,01
|
241.131,72
|
0,00
|
13.330.201,31
|
|
3. Andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäfts-
|
|
|
|
|
|
|
ausstattung
|
4.728.568,59
|
209.552,69
|
213.607,72
|
0,00
|
4.724.513,56
|
|
4. Anlagen im Bau
|
201.875,00
|
8.814,00
|
0,00
|
0,00
|
210.689,00
|
|
|
31.736.890,19
|
403.123,21
|
454.739,44
|
0,00
|
31.685.273,96
|
|
|
35.086.540,03
|
636.747,51
|
454.739,44
|
0,00
|
35.268.548,10
|
|
Kumulierte Abschreibungen
|
|
|
|
Stand
|
|
|
Stand
|
|
|
|
01.01.2023
|
Zugänge
|
Abgänge
|
31.12.2023
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
|
|
1.
|
Gewerbliche Schutzrechte
und Lizenzen
|
1.262.540,22
|
181.423,68
|
0,00
|
1.443.963,90
|
|
2.
|
Geschäfts- und
Firmenwert
|
1.128.433,62
|
175.859,00
|
0,00
|
1.304.292,62
|
|
|
|
2.390.973,84
|
357.282,68
|
0,00
|
2.748.256,52
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke und
Bauten einschließlich der
|
|
|
|
|
|
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
4.373.797,57
|
517.400,78
|
0,00
|
4.891.198,35
|
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
12.037.903,52
|
239.886,00
|
207.939,72
|
12.069.849,80
|
|
3.
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäfts-
|
|
|
|
|
|
|
ausstattung
|
3.750.334,59
|
371.845,69
|
162.143,72
|
3.960.036,56
|
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
0,00
|
|
|
|
20.162.035,68
|
1.129.132,47
|
370.083,44
|
20.921.084,71
|
|
|
|
22.553.009,52
|
1.486.415,15
|
370.083,44
|
23.669.341,23
|
|
Buchwerte
|
|
|
|
Stand
|
Stand
|
|
|
|
31.12.2023
|
31.12.2022
|
|
|
|
EUR
|
EUR
|
I.
|
Immaterielle Vermögensgegenstände
|
|
|
|
1.
|
Gewerbliche Schutzrechte
und Lizenzen
|
380.713,62
|
328.513,00
|
|
2.
|
Geschäfts- und
Firmenwert
|
454.304,00
|
630.163,00
|
|
|
|
835.017,62
|
958.676,00
|
II.
|
Sachanlagen
|
|
|
|
1.
|
Grundstücke und
Bauten einschließlich der
|
|
|
|
|
Bauten auf fremden
Grundstücken
|
8.528.671,74
|
9.028.670,01
|
|
2.
|
Technische Anlagen und
Maschinen
|
1.260.351,51
|
1.366.075,50
|
|
3.
|
Andere Anlagen, Betriebs-
und Geschäfts-
|
|
|
|
|
ausstattung
|
764.477,00
|
978.234,00
|
|
4.
|
Anlagen im Bau
|
210.689,00
|
201.875,00
|
|
|
|
10.764.189,25
|
11.574.854,51
|
|
|
|
11.599.206,87
|
12.533.530,51
|
sonstige Berichtsbestandteile
Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt.
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die Deharde GmbH
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der Deharde GmbH -
bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem
Anhang, einschließlich der Darstellung der
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deharde
GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis
zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember
2023 und · vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser
Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht
den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3
Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung
zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit
des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und
des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung
nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im
Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für
die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts"
unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.
Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in
Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und
berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen
deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen
Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die
von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht
zu dienen.
Verantwortung
der gesetzlichen Vertreter
für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für
die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen,
für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen
Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und
dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung
und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben
sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern
einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie
dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft
vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem
Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen
Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der
zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner
sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die
Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als
notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines
Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden
deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und
um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die
Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung
gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen
gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen,
der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum
Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können
aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und
werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise
erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt
die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und
Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von
Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die
Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im
Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen
Handlungen oder Irrtümern, planen und führen
Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch
sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und
geeignet sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen
Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen
nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass
aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen
kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen
bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen
beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem
für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten
internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um
Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen
Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel,
ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der
Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von
den gesetzlichen Vertretern angewandten
Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den
gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte
und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über
die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der
Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf
der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine
wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir
zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit
besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk
auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben
unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu
modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der
Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks
erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass
die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr
fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und
Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich
der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde
liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der
Lage der Gesellschaft.
· führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im
Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter
Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die
den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen
Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und
beurteilen die sachgerechte Ableitung der
zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein
eigenständiges Prüfungsurteil zu den
zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden
Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung
Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die
Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame
Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger
bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir
während unserer Prüfung feststellen.
Oldenburg, 14. Juni 2024
Qualitatus Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
gez.
Rohsiepe, Wirtschaftsprüfer
gez.
Post, Wirtschaftsprüfer
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