Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 130862
Vorher
Deharde-Maschinenbau Helmut Hoffmann GmbH
Eingetragen
16.7.1991
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von ArbeitskräftenBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: Betrieb eines Maschinenbauunternehmens sowie gewerbsmäßige Arbeitnehmerüberlassung.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Arne Lübben
seit 16.5.2025
Prokura
Kai Brüggemann
seit 17.11.2021
Geschäftsführer
Jan Hoffmann
seit 6.5.2013
Prokura
Hans-Ulrich Meier
seit 16.1.2013
Prokura

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Deharde GmbH

Varel

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

Deharde GmbH , Varel

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Grundlagen der Gesellschaft

Die Deharde GmbH ist weiterhin schwerpunktmäßig in der internationalen Luft- und Raumfahrt tätig. Ihre Organisationsstruktur spiegelt nach wie vor die Geschäftsbereiche "Aerospace" mit Zerspanung und Montage sowie "Windkanalmodellbau" und "Anlagenbau" wider. Seit 1968 bietet das Unternehmen im Zerspanungsbereich hochwertige Zerspanungsleistungen an, die vom Prototypen bis zur Serienfertigung für verschiedene Kunden auf dem Markt verfügbar sind. Die Montageabteilung konzentriert sich auf die Serienproduktion von Unterbaugruppen für große Luftfahrtkomponenten.

Der Bereich des Windkanalmodellbaus umfasst sämtliche Schritte von der Konzeption bis zur Fertigung und der Begleitung von Tests für Windkanalmodelle. Diese erworbenen Fachkenntnisse und Fertigkeiten werden zunehmend auch in anderen Branchen wie der Halbleiterindustrie genutzt, um hochpräzise Bauteile herzustellen.

Im Anlagenbau bietet die Deharde GmbH maßgeschneiderte Lösungen für die Luftfahrtindustrie an, darunter Anlagen, Montage- und Hebevorrichtungen sowie Werkzeuge zur Produktion von Flugzeugkomponenten.

Die Leistungsfähigkeit wird durch einen modernen Maschinenpark und eine ausgezeichnete Infrastruktur unterstützt. Die geografische Nähe zu fünf Werken der Airbus-Gruppe in Norddeutschland sowie die kurze Entfernung zu verschiedenen Kunden der Halbleiterindustrie in den Niederlanden stellen einen klaren Standortvorteil dar. Hinzu kommt die Nähe zu Raumfahrt-OEMs in Bremen sowie verschiedenen Hochschulen im Weser-Ems-Gebiet. Die Attraktivität des Standorts wird außerdem durch die gute Anbindung an Bundesstraßen und Autobahnen sowie die Möglichkeit des Transports von Komponenten über den Wasserweg über den Vareler Hafen unterstrichen.

Unternehmensentwicklung

Die strategische Neuausrichtung, die im Jahr 2022 beschlossen wurde, zeigte im Jahr 2023 deutliche Erfolge. Die gezielten Maßnahmen zur erheblichen Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit führten dazu, dass der vereinbarte Geschäftsplan mit den Gesellschaftern deutlich übertroffen wurde. Die volle Wirkung dieser Maßnahmen wird für das Jahr 2024 erwartet.

Im Bereich Anlagenbau wurde nicht nur das äußerst ambitionierte Umsatzziel erreicht, sondern sogar übertroffen. Im Jahr 2023 stieg der Umsatz auf EUR 6,6 Mio., und es wurde ein Rekordauftragsbestand von mehr als EUR 7,5 Mio. für die kommenden Jahre erzielt.

Im Bereich Windkanalmodellbau wurde der Umsatz von EUR 6,8 Mio. im Jahr 2022 auf nun EUR 7,7 Mio. deutlich gesteigert. Das Umsatzziel wurde damit um EUR 0,3 Mio. übertroffen.

Im Bereich Aerospace wurde das Umsatzziel um EUR 2,4 Mio. verfehlt, hauptsächlich aufgrund von Engpässen bei Halbzeugen und einer Verschiebung geplanter Produktionshochläufe seitens der Kunden. Diese Umsätze werden im Geschäftsjahr 2024 ohne Einschränkungen realisiert.

Im Jahr 2023 konnten im Bereich Aerospace langfristige Aufträge gewonnen werden, deren volle Auswirkungen aufgrund der langen Transferzeit vom Kunden zu Deharde teilweise erst im Jahr 2025 spürbar sein werden. Darunter befindet sich auch erstmalig wieder ein Auftrag mit Montagetätigkeiten. Dies führt zu einer Vollauslastung aller Bereiche von Deharde im Jahr 2024.

Die im Jahr 2022 eingeleitete Restrukturierung hat im Jahr 2023 die geplante Wirkung erzielt. Das Unternehmensergebnis wurde deutlich verbessert und das geplante Ergebnis wurde deutlich übertroffen. Das geplante Unternehmensergebnis konnte um EUR 0,6 Mio. übertroffen werden. Nach einem Verlust von EUR 3,4 Mio. im Jahr 2022 konnte im Jahr 2023 ein Gewinn von TEUR 8 erzielt werden. Die Zinsaufwände und der inflationsbedingte Personalkostenanstieg konnten dabei durch geeignete Maßnahmen kompensiert bzw. überkompensiert werden.

Der geplante EBIT konnte um TEUR 821 übertroffen werden und stieg auf einen Wert von EUR 1,67 Mio. an (Vj.: TEUR -2.287), was eine Steigerung von EUR 3,45 Mio. gegenüber dem Vorjahr ergibt. Das EBITDA beläuft sich auf EUR 3,16 Mio., es stellt sich eine EBITDA-Marge in Höhe von 9,2 Prozent ein.

Im Sommer 2023 wurden nach einer erfolgreichen 15-monatigen Projektlaufzeit ein neues ERP-System und ein neues Werkzeugmanagement-Tool implementiert. Diese beiden Systeme bilden die Grundlage für die weitere Digitalisierung von Deharde und eröffnen dem Unternehmen neue Möglichkeiten zur Steigerung der Produktivität. Ein externer "Digital-Readiness-Check" wurde durchgeführt, um einen Digitalisierungsfahrplan für die kommenden Jahre zu erstellen.

Die im Jahr 2022 verabschiedete Strategie, die daraus abgeleitete Vertriebsoffensive sowie der Start des Befähigungs- und Einsparprogramms haben Deharde stabilisiert und dem Unternehmen neue Impulse verliehen, um wieder nachhaltig profitabel zu werden. Die im Jahr 2022 eingegangene Partnerschaft mit einem führenden Hersteller von Strukturbauteilen aus Asien hat im Jahr 2023 erste Erfolge gezeigt. Ein Auftrag konnte gewonnen werden, der ohne diese Partnerschaft nicht möglich gewesen wäre. Daraufhin wurden die Partnerschaften im Jahr 2023 ausgebaut, mit insgesamt fünf weiteren Unternehmen wurden Kooperationsvereinbarungen unterzeichnet. Ein weiterer Auftrag eines namhaften internationalen Zulieferers der Luftfahrt wurde aufgrund dieser Kooperationen erhalten. Zudem ermöglichen diese Kooperationen den Zugang zu Ausschreibungen, die Deharde allein nicht erreichen könnte. Diese Ausschreibungen werden noch bis 2024 laufen.

Die amtlichen und kundenspezifischen Audits haben erfreuliche Ergebnisse gezeigt, alle Zulassungen wurden verlängert. Die im Januar 2023 erteilte POA-Zulassung durch das Luftfahrtbundesamt konnte im ersten Re-Zertifizierungsaudit im Herbst 2023 erfolgreich verlängert werden. Diese Zulassung hat Deharde neue Möglichkeiten im Vertrieb eröffnet, ein Auftrag zu Beginn des Jahres 2024 ist unter anderem auf diese Zulassung zurückzuführen.

Marktsituation

Der weltweite Luftverkehr hat sich wieder auf das Niveau vor der Corona-Pandemie erholt, was zu einer steigenden Nachfrage nach Flugzeugen führt. Diese Nachfrage betrifft sowohl Kurz- und Mittelstreckenflugzeuge als auch Langstreckenflugzeuge. Die Auftragsbestände, insbesondere bei Airbus, erreichen Rekordniveaus, was die Hersteller dazu veranlasst, ihre Produktionsraten zu erhöhen. Airbus konnte seine Auslieferungen von 661 im Jahr 2022 auf 735 im Jahr 2023 steigern und plant für 2024 eine weitere Erhöhung auf etwa 800 Flugzeuge. Bis 2026 strebt das Unternehmen an, monatlich 75 Flugzeuge des gefragten Mittelstreckenjets A320 herzustellen. Auch Boeing arbeitet daran, seine Produktionsraten zu steigern, wird jedoch immer wieder durch Qualitätsprobleme zurückgeworfen.

Dieser weltweite Nachfrageboom nach Flugzeugen führt zu einem Anstieg der globalen Nachfrage nach Lieferantenkapazitäten aller Art sowie nach erfahrenen Mitarbeitenden. Insbesondere in den traditionellen Märkten Nordamerikas und Europas treten Engpässe aufgrund der hohen Nachfrage auf. Betroffen sind vor allem metallische Halbzeuge, Triebwerke und Fachkräfte aller Art. Da ein beträchtlicher Teil der Nachfrage aus aufstrebenden asiatischen Nationen wie Indien und der Türkei stammt, drängen auch neue Lieferanten in den Aerospace-Markt.

Der Hochlauf der Produktion bei Airbus führt zu einer Neustrukturierung seiner Werke und seines Zuliefernetzes. Die derzeitige hundertprozentige Tochtergesellschaft "Premium Aerotec GmbH" wird nach einer Neugestaltung von internen und externen Fertigungsanteilen wieder in Airbus integriert. Dadurch entsteht eine hohe Nachfrage nach großen Fertigungspaketen auf dem Markt. Deharde hat bereits von diesem Trend profitiert, indem das Unternehmen zu Beginn des Jahres 2023 sowie im Herbst desselben Jahres einen bedeutenden Auftrag erhalten hat. Durch die enge Zusammenarbeit mit einem großen asiatischen Zulieferer und mittelständischen Unternehmen aus Deutschland gelang es Deharde, auch bei weiteren Ausschreibungen den Zuschlag zu erhalten. Darüber hinaus ist Deharde dabei, Kooperationsabkommen mit Lieferanten aus anderen aufstrebenden asiatischen Ländern abzuschließen, um die wirtschaftlichen Vorteile der Produktion in Asien mit der lokalen Nähe zu fünf Airbus-Standorten zu kombinieren.

Im Segment der Langstreckenflugzeuge gibt es eine deutlich steigende Nachfrage nach Frachtflugzeugen. Airbus hat daher im Jahr 2021 den Start einer Frachterversion seines Langstreckenmodells A350 angekündigt. Deharde ist in diesem Marktsegment mit mehreren Arbeitspaketen für die Umrüstung von Passagierflugzeugen zu Frachtflugzeugen involviert und konnte zu Beginn des Jahres 2024 ein weiteres Auftragspaket gewinnen.

Deharde partizipiert somit am Produktionsanstieg bei Airbus nicht nur durch die Herstellung von Einzelteilen in der Zerspanung, sondern auch im Anlagenbau. Das Unternehmen konnte seinen Umsatz im Anlagenbau im Jahr 2023 deutlich erhöhen. Der bisherige Rekordauftragsbestand im Anlagenbau aus dem Jahr 2023 wurde übertroffen, Deharde startet mit einem neuen Rekordauftragsbestand ins Jahr 2024.

Es wird erwartet, dass sich die Luftfahrtbranche weiterhin positiv entwickelt und ein starkes Marktwachstum verzeichnet. Die Nachfrage ist weltweit stark vorhanden, und die Branche muss sicherstellen, dass die hohen Qualitätsstandards eingehalten werden. Beispiele wie die Probleme bei Boeing oder den Triebwerken von Pratt & Whitney zeigen, dass Qualitätsprobleme vorübergehend das Wachstum einschränken können, obwohl die Nachfrage eigentlich hoch ist. Dies wirkt sich auch auf weltweite Zulieferer in den komplexen Lieferketten aus.

Der militärische Sektor ist von einer anhaltenden gesellschaftlichen Debatte über die veränderte geopolitische Lage und deren Auswirkungen auf die Sicherheit geprägt. Die von der Bundesregierung ausgerufene "Zeitenwende" und das damit verbundene Sondervermögen der Bundeswehr haben bisher nicht zu einer Belebung der Nachfrage im Inland geführt, da ein Großteil dieser Investitionen im Ausland getätigt wird. Darüber hinaus schreibt die Bundesregierung bei Auslandsgeschäften nur bedingt die im Militärbereich üblichen Gegengeschäfte (Offset) vor, was zu keiner nennenswerten Belebung des inländischen Marktes für den militärischen Bereich führt. In der Industrie wird lebhaft darüber diskutiert, wie lange diese "Zeitenwende" anhalten wird und ob sich aufgrund der fehlenden langfristigen Planungsgrundlage Investitionen in diesem Bereich lohnen. Zudem ist der Markt für Militärgüter durch einen hohen bürokratischen Aufwand geprägt. Selbst für den Export von A400M-Teilen nach Spanien sind umfangreiche Genehmigungen durch das Bundesamt für Ausfuhr- und Exportkontrolle erforderlich, was zu längeren Genehmigungszeiten von mehreren Wochen führt.

Neben den etablierten Flugzeugherstellern ist weltweit eine Start-Up-Szene aktiv, die neue Formen der Mobilität mit Lufttaxis und Elektroflugzeugen vorantreibt. Sowohl potenzielle Hersteller als auch Betreiber dieser Fluggeräte gehören dazu. Deharde profitiert weiterhin vom Bau von Windkanalmodellen für deutsche und internationale Kunden in diesem Marktsegment. Es wird erwartet, dass sich dieser Markt in den kommenden Jahren positiv entwickelt, da es noch einige Zeit dauern wird, bis Lufttaxis und Elektroflugzeuge erfolgreich zugelassen werden.

Im Bereich der Raumfahrt drängen sogenannte "New-Space"-Unternehmen, insbesondere aus den USA, mit kostengünstigen Raketen für den Transport von Satelliten in niedrige Umlaufbahnen auf den Markt. Diese stellen sowohl eine ernsthafte Konkurrenz für etablierte Unternehmen dar als auch neue, bisher unerschlossene Märkte. Die europäische Ariane 6, deren Entwicklung jahrelang verzögert wurde, soll nun erstmalig im Jahr 2024 ins Weltall starten.

In Anbetracht geopolitischer Veränderungen und der sich ändernden internationalen Sicherheitslage ist ein europäischer Zugang zum Weltraum von großer Bedeutung. Selbst bei weiteren technischen Verzögerungen wird die europäische Raumfahrtindustrie an Bedeutung gewinnen. Dies eröffnet Deharde durch sein breites Produktportfolio interessante Potenziale. Ende 2023 gingen bereits vielversprechende Anfragen ein.

Neben der Luftfahrt ist Deharde auch im Halbleitermarkt aktiv. Dieser Markt wird weiterhin von einer starken Nachfrage nach Chips geprägt, die mit der zunehmenden Verbreitung von KI-Lösungen einhergeht. Deharde kann sein technisches Know-how aus dem Bau hochpräziser Windkanalmodelle nutzen, um präzise Komponenten für Maschinen zur Herstellung von Halbleitern herzustellen. Die räumliche Nähe zu den in den Niederlanden ansässigen Unternehmen der Halbleiterindustrie ist dabei von Vorteil für Deharde.

Forschung und Entwicklung

Im Jahr 2022 erhielt Deharde die Zusage für zwei Forschungsaufträge vom Land Niedersachsen und dem Bund. Beide Projekte wurden Ende 2023 erfolgreich abgeschlossen und haben Deharde technologisch vorangebracht. Dabei erhielt Deharde Unterstützung von zwei renommierten Instituten aus dem Fachbereich Maschinenbau der Leibniz-Universität Hannover.

Das Forschungsvorhaben zur Verwendung von Formgedächtnislegierungen wurde im Jahr 2023 in Zusammenarbeit mit Boeing erfolgreich fortgesetzt und abgeschlossen. Dabei wurde eine Flugzeugkomponente aus einer Formgedächtnislegierung entwickelt und getestet, um die Luftströmung während des Fluges zu beeinflussen. Es ist geplant, im ersten Halbjahr 2024 einen Flugtest durchzuführen.

Des Weiteren sind Förderaufträge, Mitgliedschaften und Zusammenarbeit im MIN (Manufacturing Innovations Network) sowie eine engere Kooperation mit Hochschulen (F&T Projekte und Teilnahme an projektbegleitenden Ausschüssen) Teil der Bemühungen von Deharde, ein tragfähiges Wissensnetzwerk aufzubauen. Dabei beteiligt sich Deharde insbesondere an Arbeitsgruppen zur Reduzierung des Energieverbrauchs und zur Steigerung der Nachhaltigkeit in der Zerspanung sowie an neuen Ansätzen zur Prozessüberwachung in der Zerspanung, einschließlich künstlicher Intelligenz.

Nachhaltigkeit

Im Jahr 2023 hat Deharde intensiv an dem Thema Nachhaltigkeit gearbeitet und einen dreistufigen Plan zur Reduzierung des Verbrauchs fossiler Energieträger entwickelt. Im ersten Schritt, der "Reduktion" des Energieverbrauchs, wurden zahlreiche Maßnahmen zur Energieeinsparung umgesetzt. So konnte der Stromverbrauch ab August 2023 um rund 5 % pro Fertigungsstunde im Vergleich zum Vorjahreszeitraum reduziert werden. Auch der Verbrauch von Gas konnte signifikant verringert werden. In den kommenden Jahren wird im zweiten Schritt, der "Substitution" von fossilen Energieträgern, nach Alternativen zu den heutigen Energieträgern gesucht. So sind Planungen zur Installation einer Photovoltaik-Anlage auf den Dächern der Produktionshallen angelaufen. Im dritten Schritt, der "Kompensation", werden in Zukunft möglicherweise Zertifikate zum Ausgleich von CO2-Emissionen erworben.

Darstellung der Lage

Ertragslage

Die Umsatzerlöse stiegen um 4 % auf TEUR 34.437 (Vj.: TEUR 33.010), was hauptsächlich auf eine Umsatzsteigerung im Bereich Anlagenbau (Fertigungsmittelbau für die Luftfahrtbranche) sowie im Bereich Windkanalmodellbau zurückzuführen ist. Im Anlagenbau stieg der Umsatz von TEUR 4.200 im Jahr 2022 auf TEUR 6.600 im Jahr 2023. Im Windkanalmodellbau  wurde der Umsatz von TEUR 6.600 im Jahr 2022 auf TEUR 7.700 im Jahr 2023 gesteigert. Der Bereich Aerospace konnte den geplanten Umsatz insbesondere aufgrund von fehlendem Halbzeug nicht ganz erreichen. Es wurde ein Umsatz von TEUR 17.500 erzielt. Ein Anteil von TEUR 2.600 wird ins Folgejahr verschoben.

Die Gesamtleistung ist im zurückliegenden Geschäftsjahr um TEUR 1.425 gegenüber dem Vorjahr auf TEUR 34.326 gestiegen. Die Bestände haben sich um TEUR 151 reduziert.

Der Auftragsbestand beläuft sich zum Zeitpunkt der Abschlussprüfung auf TEUR 28.429. Das sind rund TEUR 4.862 mehr gegenüber dem Vorjahreszeitpunkt. Dies dokumentiert den positiven Trend in den Geschäftsfeldern. Der Auftragsüberhang wird zum größten Teil im Geschäftsjahr 2024 realisiert.

Der Rohgewinn von TEUR 18.956 im Geschäftsjahr 2022 ist um ca. 12 % auf TEUR 21.577 im Jahr 2023 gestiegen.

Die betrieblichen Gesamtkosten sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.804 auf TEUR 20.885 gesunken. Das Abschreibungsvolumen in Bezug auf das Sachanlagevermögen ist im Berichtsjahr auf TEUR 1.486 (Vj.: TEUR 1.630) zurückgegangen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit TEUR 5.479 knapp unterhalb des Niveaus des Vorjahres trotz ge- stiegenem Gesamtleistungsniveau. Der Personalaufwand beträgt TEUR 13.885 und konnte gegenüber dem Vorjahr um TEUR 1.731 (ca. 11 %) reduziert werden.

Insgesamt war das Unternehmensergebnis der Deharde GmbH ausgeglichen. Nach einem Fehlbetrag in Höhe von TEUR 3.425 im Jahr 2022 ergibt sich für das Jahr 2023 ein positives Ergebnis von TEUR 8. Dieses Ergebnis ist ca. TEUR 600 besser als im Vorjahr geplant. Die im Jahr 2022 eingeleiteten Maßnahmen zur nachhaltigen Steigerung der Wirtschaftlichkeit zeigen ihre Wirkung.

Die Gesellschaft wird im Jahr 2024 in der Lage sein, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen.

Investitionen

Die Investitionstätigkeit im Jahr 2023 hat zu einem Mittelabfluss in Höhe von TEUR 637 geführt (Vj.: TEUR 608). Trotz der Investitionen blieb der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit stabil. Im Jahr 2024 planen wir, unsere Investitionen weiter zu optimieren und gezielt in Projekte zu investieren, die langfristig zur Stärkung unseres Unternehmens beitragen. Dazu gehören unter anderem die Modernisierung unserer Produktionsanlagen, die Erweiterung unserer digitalen Infrastruktur und Investitionen in Forschung und Entwicklung. Durch eine sorgfältige Planung und Priorisierung unserer Investitionen streben wir an, unsere finanzielle Stabilität zu erhalten und gleichzeitig unsere Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Personalsituation

Die durchschnittliche Mitarbeitendenzahl während des Geschäftsjahres wurde, insbesondere im Overhead-Bereich, kontinuierlich auf insgesamt ca. 250 Mitarbeitende reduziert, verglichen mit früheren 266 Arbeitnehmern. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die Restrukturierung und die gesteigerte Produktivität durch das Befähigungs- und Einsparprogramm zurückzuführen. Im Zuge der Restrukturierung wurden 30 % der Overhead-Mitarbeitenden abgebaut.

Im direkten Bereich wurden und werden Fachkräfte bei Deharde gehalten. Jedoch führten der zunehmende Fachkräftemangel und die umfangreichen Neueinstellungen seitens Airbus in der Region zu Abgängen, die jedoch im Jahr 2023 durch eine Professionalisierung der Personalarbeit vollständig kompensiert werden konnten.

Die Ausbildung von Nachwuchskräften hat einen hohen Stellenwert im Unternehmen. Die Anzahl der Auszubildenden bleibt unverändert. Sie werden durch internen Unterricht intensiv gefördert. Zudem wurden die Kontakte zu den Hochschulen der Region verstärkt, und ab 2024 wird ein Duales Studium angeboten, dessen Plätze bereits erfolgreich besetzt wurden.

Um die Attraktivität für Mitarbeitende zu steigern, wurde im Sommer 2023 ein Erfolgsbeteiligungsmodell eingeführt. Bei einem positiven Unternehmensergebnis werden alle Mitarbeitenden finanziell beteiligt.

Vermögenslage

Im Vergleich mit dem Vorjahr ergibt sich folgendes Bild der Vermögensstruktur:

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 124 gesunken. Die Abschreibungen auf die gewerblichen Schutzrechte, EDV-Positionen sowie den Geschäfts- oder Firmenwert betragen TEUR 357. Demgegenüber stehen Investitionen in EDV-Software in Höhe von TEUR 234 TEUR im Rahmen der Implementierung von ABAS ERP.

Das Sachanlagevermögen ist um TEUR 811 auf TEUR 10.764 gesunken. Die Abschreibungen auf die Positionen des Sachanlagevermögens betragen TEUR 1.129 im Geschäftsjahr. Demgegenüber stehen Zugänge in Höhe von TEUR 403. Diese Zugänge entfallen auf die Bereiche Gebäude TEUR 17, technische Anlagen und Maschinen (insbesondere maschinengebundene Werkzeuge) TEUR 167, geleistet Anzahlungen auf Anlagen im Bau TEUR 9 sowie auf andere  Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von TEUR 210.

Der Bestand der Vorräte (Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, unfertige Erzeugnisse und Fertige Erzeugnisse) ist gegenüber dem Vorjahr um TEUR 2.143  auf insgesamt TEUR 12.861 gestiegen. Der Anstieg betrifft im Wesentlichen den Bestand der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe um TEUR 2.294 auf insgesamt TEUR 5.284 zwecks Absicherung der Materialverfügbarkeit für das Produktionsprogramm 2024. Die Forderungen aus Lieferungen sinken auf TEUR 6.381 (Vj.: TEUR 8.652).

Finanzlage

In der Kapitalstruktur der Gesellschaft hat es folgende Veränderungen gegeben:

Das Stammkapital beträgt TEUR 950, die Kapitalrücklage TEUR 4.657 und die Gewinnrücklage TEUR 170. Unter Berücksichtigung des Bilanzverlustes (TEUR 7.695) ergibt sich ein nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag von TEUR 1.917. Dieser liegt im Wesentlichen aufgrund von Gesellschaftereinlagen TEUR 529 unter dem Vorjahreswert.

Das wirtschaftliche Eigenkapital setzt sich insgesamt zusammen aus dem gezeichneten Kapital (TEUR 950), der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 4.657, den Gewinnrücklagen in Höhe von TEUR 170, dem Bilanzverlust in Höhe von TEUR 7.695 und den nachrangigen Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 10.207. Es beträgt TEUR 8.289 (Vj.: 7.183 TEUR). Das entspricht einer Eigenkapitalquote von 26,2 % (Vj.: 22,8 %).

Die Gesellschafter haben im Jahr 2023 die Kapitalstruktur der Deharde gestärkt. Es sind der Gesellschaft finanzielle Mittel durch Einzahlung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 521 zugeflossen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um TEUR 1.004 gesunken und betragen nunmehr TEUR 17.504.

Die Deharde GmbH ist ausreichend mit finanziellen Mitteln ausgestattet, die durch die Einzahlung der Gesellschafter weiter gestärkt wurden. Die Gesellschaft verfügt über genügend Mittel, um das Ziel des Finanzmanagement der Gesellschaft, jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, zu erreichen. Die Zielerreichung wird durch eine umfangreiche mittel- und langfristige Liquiditätsplanung überwacht und gewährleistet.

Prognose, Chancen und Risiken

Bei den folgenden zukunftsbezogenen Aussagen ist zu berücksichtigen, dass die tatsächliche Entwicklung von der geplanten und erwarteten abweichen kann.

Nach einem Geschäftsjahr 2022, das hauptsächlich von der Umsetzung der neuen Strategie geprägt war - einschließlich der Vertriebsoffensive, des Befähigungs- und Einsparprogramms sowie der Beendigung zweier verlustreicher Großprojekte -, war 2023 ein Jahr des Übergangs. Der Fokus lag auf der vollständigen Umsetzung der Restrukturierungsmaßnahmen, der Erschließung neuer Kunden und Aufträge sowie auf allen Themen der operativen Exzellenz und Digitalisierung.

Das Geschäftsjahr 2024 markiert erneut einen Übergang. Nach einem herausfordernden Jahr 2022 und einer deutlichen Verbesserung im Jahr 2023 wird für 2024 wieder ein positives Ergebnis erwartet. Neue Aufträge müssen gewonnen und industrialisiert werden, und die volle Wirkung wird sich in den kommenden Jahren entfalten. Es wird auch in diesem Jahr mit einem positiven und verbesserten Cashflow gerechnet, wie bereits im Vorjahr.

Chancen und Risiken

Der Hochlauf der Produktion bei den beiden großen OEMs, Boeing und Airbus, wird auch im Jahr 2024 die Zulieferindustrie vor beträchtliche Herausforderungen stellen, ähnlich wie im Vorjahr. Für den Ausbau der Produktionskapazitäten sind sowohl erhebliche finanzielle Mittel als auch zusätzliche Beschäftigte in der gesamten Zulieferkette erforderlich. Insbesondere Fachkräfte und metallisches Halbzeug könnten knapp werden. Zusätzlich zur Hochlaufphase unterziehen sich die OEMs einer umfangreichen Werksrestrukturierung. Airbus konzentriert sich dabei auf seine Kernkompetenzen und investiert stark in Automatisierung und Robotik. In diesem Bereich bieten sich Möglichkeiten für eine erfolgreiche Positionierung.

Das größte Risiko für die Luftfahrtindustrie ist ihr eigener Erfolg. Das rasante Wachstum hat zu einigen Qualitätsproblemen bei den OEMs geführt. Sowohl Boeing als auch der Triebwerkshersteller Pratt & Whitney haben mit solchen Problemen zu kämpfen, die das Wachstum bremsen oder sogar vorübergehend stoppen können. Diese Probleme wirken sich weltweit auf die verzweigten Lieferketten aus. Zum Beispiel führt das Triebwerksproblem bei Pratt & Whitney dazu, dass weniger Flugzeuge für den Umbau zu Frachtflugzeugen zur Verfügung stehen, da sie weiterhin für den Passagiertransport genutzt werden müssen, bis neue Flugzeuge verfügbar sind. Dies hat dazu geführt, dass Umrüstbetriebe ihre Produktionsraten teilweise drastisch reduziert haben.

Deharde wurde im März 2024 von diesen Auswirkungen betroffen. Die frei gewordene Kapazität konnte jedoch innerhalb von vier Wochen neuen Projekten und Aufträgen zugewiesen werden. Die finanziellen Auswirkungen sind größtenteils auf das zweite Quartal 2024 beschränkt und werden in Zusammenarbeit mit den Finanzpartnern bewältigt.

Im Bereich Anlagenbau setzte sich der Aufwärtstrend der Nachfrage im Laufe des Jahres 2023 fort, wie bereits im Vorjahr. Dadurch konnte Deharde den bereits zu Beginn des Jahres 2023 bestehenden Rekordauftragsbestand bis zum Start des Jahres 2024 erheblich steigern. Zudem ist Deharde durch die enge Zusammenarbeit mit dem Gesellschafter "Schulz Systemtechnik" im Bereich der Automatisierungslösungen optimal positioniert, um neue technologisch anspruchsvolle Anfragen zu bearbeiten. Erste gemeinsam erstellte Angebote verdeutlichen das Marktpotenzial, und bereits erste Aufträge wurden erteilt.

Die Neustrukturierung der Airbus-Werke eröffnet Deharde insbesondere durch gezielte Akquisitionen in Programme mit niedrigen Produktionsraten neue Möglichkeiten. Zu Beginn des Jahres 2023 konnte ein bedeutendes Auftragspaket für die kommenden Jahre gewonnen werden. Darüber hinaus ermöglichen Partnerschaften mit großen Tier-1-Lieferanten den Zugang zu Ausschreibungen, die Deharde allein verschlossen geblieben wären. Durch die Zusammenarbeit mit einem asiatischen Tier-1-Lieferanten sowie mittelständischen europäischen Lieferanten mit ergänzenden technischen Fähigkeiten konnten bereits erste Aufträge akquiriert werden. Diese Kooperationen werden im Jahr 2024 weiter ausgebaut.

Neben dem Hochlauf in der zivilen Luftfahrtindustrie bleibt auch die Nachfrage nach Windkanalmodellen weiterhin hoch, wie bereits im Vorjahr. Weltweit beschäftigen sich zahlreiche Start-ups und etablierte OEMs mit der Forschung und Entwicklung neuer Formen der Mobilität, insbesondere im Bereich des alternativen Antriebs. Lufttaxis und Elektroflugzeuge werden weltweit eine vielversprechende Zukunft prognostiziert. Hier bestehen für Deharde weiterhin beträchtliche Potenziale als etablierter Anbieter von Windkanalmodellen, um das Geschäftsvolumen auszubauen. So konnte auch das Jahr 2024 im Bereich Windkanalmodellbau wie bereits das Jahr 2023 mit einem Rekordauftragsbestand beginnen.

Im Bereich der Militärflugzeuge erwarten wir im Jahr 2024 eine stabile Nachfrage. Zum einen sind die Auswirkungen der erhöhten Verteidigungsausgaben in Europa auf dem Markt noch nicht spürbar, und zum anderen gibt es bisher keine verlässlichen politischen Aussagen darüber, wie lange die erhöhte Nachfrage nach militärischen Gütern anhalten wird, was langfristige Investitionen in Produktionskapazitäten erschwert.

Dank der räumlichen Nähe zur Halbleiterindustrie, die hauptsächlich in den Niederlanden ansässig ist, sowie der technischen Fähigkeiten zur Herstellung hochpräziser Windkanalmodelle kann Deharde auch Kunden aus der Halbleiterbranche gewinnen. Im Jahr 2023 konnte das Auftragsvolumen in der Halbleiterindustrie ausgebaut werden, und es wird erwartet, dass dieser Trend auch im Jahr 2024 anhält und neue Kunden akquiriert werden.

Um diese Chancen zu nutzen, hat Deharde im August 2023 ein neues, zukunftsfähiges ERP-System eingeführt. Die Einführung erfolgte planmäßig und bildet die Grundlage für weitere Schritte in der Digitalisierung. Eine im Herbst 2023 durchgeführte Studie zum Stand der Digitalisierung von Deharde hat wertvolle Erkenntnisse für die Planung der nächsten Schritte in der Digitalisierung geliefert. Diese Schritte werden nun im Jahr 2024 umgesetzt.

Auch im Jahr 2024 wird das Befähigungs- und Einsparprogramm konsequent fortgesetzt, mit einem klaren Fokus auf der weiteren Digitalisierung der Fertigung, Energieeinsparungen und operativer Excellence. Dadurch wird ein Beitrag zur Steigerung der Effizienz und weiteren Kostenreduzierungen im Jahr 2024 geleistet.

Trotz des nur leicht positiven Ergebnisses im Jahr 2023 kann das erwartete Wachstum durch die genannten Chancen finanziert werden. Die geplanten Investitionen werden sich auf dem Vorjahresniveau belaufen.

Die positive Stimmung in der Branche erhält jedoch einen Dämpfer durch die Volatilität in der Supply Chain. Die Verfügbarkeit und die Preise von metallischem Halbzeug und Stahl werden auch im Jahr 2024 eine Herausforderung bleiben, wie bereits im Vorjahr. Die Supply Chain ist derzeit durch sehr lange Beschaffungszeiten geprägt, die teilweise über die von den Auftraggebern übermittelten Vorschauen hinausgehen.

Der Zugang zu technischem Fachpersonal stellt eine Herausforderung für das potenzielle Wachstum dar. Die hohe Nachfrage nach Fachkräften, insbesondere durch Airbus, in unmittelbarer Nähe zu Deharde, erhöht das Risiko der Abwanderung von Talenten. Trotzdem hat Deharde erfolgreich Maßnahmen ergriffen, um dem entgegenzuwirken. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem ein Erfolgsbeteiligungsmodell für alle Mitarbeiter eingeführt, wodurch diese unmittelbar am wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens teilhaben können. Ein solches Modell ist ein Alleinstellungsmerkmal für mittelständische Unternehmen und trägt zur Steigerung der Mitarbeiterattraktivität bei.

Gesamtaussage zu Chancen und Risiken im Hinblick auf die Profitabilität

Zusammenfassend erwartet Deharde für das operative Jahr 2024 ein positives Betriebsergebnis, das leicht verbessert ist im Vergleich zu 2023. Die Auswirkungen der vorangegangenen Vertriebsoffensive und des Befähigungs- und Einsparprogramms waren bereits 2023 spürbar, insbesondere durch die Reduzierung des Overheads und die Bereinigung des Produktportfolios von unrentablen Aufträgen. Die volle Wirkung dieser Maßnahmen wird jedoch erst im Jahr 2024 erwartet.

Der Umsatz im Jahr 2024 wird voraussichtlich leicht über dem Niveau von 2023 liegen und ist zum Zeitpunkt der Erstellung des Lageberichts weitgehend durch den bestehenden Auftragsbestand und Rahmenverträge abgesichert. Für 2025 wird ein weiterer Anstieg des Umsatzes erwartet.

Die Erreichung der Planungsziele ist jedoch mit Unsicherheiten behaftet, insbesondere aufgrund der Unsicherheiten in der Lieferkette und den damit verbundenen Risiken im Hinblick auf die angestrebten Ratensteigerungen seitens Airbus. Infolgedessen besteht das Risiko von Umsatzverschiebungen aus dem Jahr 2024 in das Jahr 2025.

Gesamtaussage zu Chancen und Risiken im Hinblick auf die Liquidität

Die Deharde GmbH verzeichnet für das Geschäftsjahr 2024 ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken. Dank der umgesetzten Maßnahmen in den vergangenen Geschäftsjahren ist die Liquiditätslage ausreichend, vorausgesetzt, die Umsatzziele werden erreicht und es treten keine unvorhergesehenen Risiken auf. Die Abstimmung der Liquidität mit den Finanzpartnern ist erfolgt.

 

Varel, den 14. Juni 2024

gez. Dr. Kai Brüggemann, Geschäftsführer

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 11.599.206,87 12.533.530,51
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 835.017,62 958.676,00
1. Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen 380.713,62 328.513,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 454.304,00 630.163,00
II. Sachanlagen 10.764.189,25 11.574.854,51
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.528.671,74 9.028.670,01
2. technische Anlagen und Maschinen 1.260.351,51 1.366.075,50
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 764.477,00 978.234,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 210.689,00 201.875,00
B. Umlaufvermögen 19.833.801,18 18.874.693,25
I. Vorräte 11.955.028,70 9.018.769,13
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 5.284.206,50 2.989.716,25
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 3.987.681,18 4.661.000,00
3. fertige Erzeugnisse und Waren 3.589.372,35 3.067.000,00
4. geleistete Anzahlungen 356.765,33 120.148,27
5. erhaltene Anzahlungen -1.262.996,66 -1.819.095,39
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 6.834.700,25 9.784.269,63
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 6.380.720,27 8.652.074,35
2. Forderungen gegen Gesellschafter 0,00 714.065,48
3. sonstige Vermögensgegenstände 453.979,98 418.129,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.044.072,23 71.654,49
C. Rechnungsabgrenzungsposten 200.918,38 118.972,33
D. nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 1.917.421,13 2.446.340,32
Bilanzsumme, Summe Aktiva 33.551.347,56 33.973.536,41

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 0,00 0,00
I. gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
1. Eigene Anteile -50.000,00 -50.000,00
II. Kapitalrücklage 4.657.209,65 4.136.643,37
III. Gewinnrücklagen 170.000,00 170.000,00
1. andere Gewinnrücklagen 170.000,00 170.000,00
IV. Bilanzverlust 7.694.630,78 7.702.983,69
B. Sonderposten mit Rücklageanteil 884.014,26 914.014,26
C. Rückstellungen 3.051.337,22 2.681.531,41
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.872.331,00 1.674.522,00
2. sonstige Rückstellungen 1.179.006,22 1.007.009,41
D. Verbindlichkeiten 29.615.996,08 30.377.990,74
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17.504.006,38 18.508.315,43
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.555.339,77 1.512.636,60
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 10.206.753,49 9.629.012,72
Darlehen mit Rangrücktritt 10.206.753,49 9.629.012,72
4. sonstige Verbindlichkeiten 349.896,44 728.025,99
Bilanzsumme, Summe Passiva 33.551.347,56 33.973.536,41

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 34.437.217,10 33.009.561,13
2. Verminderung (Vj. Erhöhung) des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -150.946,47 -119.000,00
3. andere aktivierte Eigenleistungen 40.050,02 10.806,75
4. sonstige betriebliche Erträge 946.940,40 1.398.901,75
5. Materialaufwand 12.749.247,33 13.945.634,31
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 9.072.522,48 9.403.006,12
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.676.724,85 4.542.628,19
6. Personalaufwand 13.884.654,03 15.616.093,86
a) Löhne und Gehälter 11.580.389,38 12.960.330,73
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.304.264,65 2.655.763,13
7. Abschreibungen 1.486.415,15 1.629.674,97
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.486.415,15 1.629.674,97
8. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.478.882,23 5.409.895,72
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 5.492,59 14.065,48
10. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.636.537,19 1.089.907,24
11. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 14.849,96
12. sonstige Steuern 34.664,80 33.119,40
Jahresüberschuss 8.352,91 -3.424.840,35

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 8.352,91 -3.424.840,35
2. Verlustvortrag aus dem Vorjahr 7.702.983,69 4.278.143,34
3. Bilanzverlust 7.694.630,78 7.702.983,69

Anhang

Deharde GmbH , Varel

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die Erstellung des Jahresabschlusses erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches in der Fassung des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG). Ergänzend zu diesen Vorschriften wurden die Regelungen des GmbH-Gesetzes beachtet.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine große Kapitalgesellschaft.

Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, mit Ausnahme des Davon-Vermerks zu den nachrangigen Gesellschafterdarlehen insgesamt im Anhang aufgeführt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Deharde GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Varel
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Oldenburg (Oldenburg)
Register-Nr.: HR B 130 862

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung einschließlich steuerrechtlicher Maßnahmen

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, bewertet.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vornahme der planmäßigen Abschreibungen erfolgt unter Zugrundelegung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Geringwertige Anlagegüter mit einem Einzelanschaffungswert bis zu EUR 800,00 werden im Zugangsjahr in voller Höhe abgeschrieben.

Der Festwert für maschinengebundene Werkzeuge wurde gemäß § 240 Abs. 3 HGB zum 31. Dezember 2023 ermittelt.

Der Ansatz des Vorratsvermögens erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. In die Herstellungskosten werden die Materialeinzelkosten, die Fertigungseinzelkosten und die Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie die Kosten des fertigungsbedingten Werteverzehrs des Anlagevermögens einbezogen. Sofern der Zeitwert am Bilanzstichtag niedriger war, wird dieser angesetzt. Für bestimmte Vorräte wird der Wert mit Hilfe zulässiger Bewertungsvereinfachungsverfahren ermittelt. Das strenge Niederstwertprinzip wird bei der Bewertung beachtet. Das Erfordernis einer Wertaufholung gemäß § 253 Abs. 5 HGB wurde geprüft.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Forderungen gegen verbundene Unternehmen, Forderungen gegen Gesellschafter und sonstige Vermögensgegenstände sind mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erkennbare Einzelrisiken sind durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt worden.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt.

Für den Bewertungsansatz von Zuschüssen wurde das Wahlrecht dahingehend ausgeübt, dass ein Sonderposten in Höhe der Zuschüsse gebildet wurde.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen; sie sind ausreichend bemessen und nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung in der Höhe notwendig. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Geschäftsvorfälle in fremden Währungen werden im Laufe des Geschäftsjahres mit aktuellen Kursen umgerechnet. Am Geschäftsjahresende werden auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs entsprechend § 256a HGB am Bilanzstichtag umgerechnet.

Angaben und Erläuterungen zu den einzelnen Posten der Bilanz

Entgeltlich erworbener Firmenwert

Der entgeltlich erworbene Firmenwert wird über eine Laufzeit von 10 Jahren abgeschrieben, da sich nach der Unternehmensplanung bis dahin der Wert realisiert hat.

Bruttoanlagenspiegel

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens ergeben sich aus dem nachfolgenden Anlagenspiegel.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. In den sonstigen Vermögens­gegen­ständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr in Höhe von EUR 42.397,41 enthalten. Diese betreffen hinterlegte Sicherheiten bei der Eidgenössischen Steuerverwaltung EUR 10.000,00 und EUR 32.397,41 für die Abwicklung von Zoll­angelegen­heiten über ein eingerichtetes Zollaufschubkonto.

Ausschüttungsgesperrte Beträge des Eigenkapitals gem. § 253 Abs. 6 HGB

Der Gesamtbetrag, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt EUR 20.053,00. Der Unterschiedsbetrag resultiert aus der Änderung des durchschnittlichen Marktzinssatzes bei der Bewertung der Pensionsrückstellung.

Sonderposten

Der Sonderposten für Zuschüsse ist zum Nennwert angesetzt und wird gemäß der zugrundeliegenden, bezuschussten Vermögengegenstände über deren Nutzungsdauer aufgelöst.

Pensionsrückstellungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC-Methode) berechnet. Für die Aufzinsung der Pensionsverpflichtung wird nicht mehr der Zinssatz auf Basis der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre zugrunde gelegt, sondern der nach § 253 Abs. 2 HGB veränderte Rechnungszins auf Basis der letzten 10 Jahre, welcher für das Geschäftsjahr 1,82 % beträgt. Die Vereinfachungsregel gemäß § 253 Abs. 2. S. 2 HGB, den Zinssatz für eine Restlaufzeit von 15 Jahren anzuwenden, wurde in Anspruch genommen. Die Ermittlung basiert auf den Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Zukünftige Lohn- und Gehaltssteigerungen wurden in Höhe von jährlich 2,0 % berücksichtigt.

Die Auswirkungen der Änderung des Rechnungszinssatzes werden im Personalaufwand ausgewiesen.

Der Unterschiedsbetrag i. S. d. § 253 Abs. 6 Satz 1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Altersverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Jahren beträgt EUR 20.053,00.

Sonstige Rückstellungen

In den sonstigen Rückstellungen sind folgende Posten enthalten:




EUR
Ausstehende Rechnungen
279.800,00
Tantiemen und Sonderzulagen
258.378,00
Personalrückstellungen
239.493,03
Instandhaltungen
152.312,46
Jubiläumszuwendungen
95.713,00
Mehrkilometer Leasingfahrzeuge
51.914,48
Archivierung
40.000,00
Jahresabschluss- und Prüfungskosten
40.000,00
Berufsgenossenschaft
16.349,55
Übrige, im Einzelwert jeweils unter EUR 10.000,00
5.045,70
Gesamt
1.179.006,22


Verbindlichkeiten

Die Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten und Besicherung ergibt sich aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel.



Restlaufzeiten




bis 1 Jahr
1 bis 5 Jahre
über 5 Jahre
Gesamt



EUR
EUR
EUR
EUR

1.
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
14.350.414,92
2.363.124,46
790.467,00
17.504.006,38


(Vorjahr:
14.318.046,20
2.954.934,23
1.235.335,00
18.508.315,43
)
2.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen
1.555.339,77
0,00
0,00
1.555.339,77


(Vorjahr:
1.512.636,60
0,00
0,00
1.512.636,60
)
3.
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern
0,00
0,00
10.206.753,49
10.206.753,49


(Vorjahr:
0,00
0,00
9.629.012,72
9.629.012,72
)
5.
Verbindlichkeiten aus Steuern
338.488,12
0,00
0,00
338.488,12


(Vorjahr:
698.885,32
0,00
0,00
698.885,32
)
6.
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit
7.290,09
0,00
0,00
7.290,09


(Vorjahr:
10.628,28
0,00
0,00
10.628,28
)
7.
Sonstige Verbindlichkeiten
4.118,23
0,00
0,00
4.118,23


(Vorjahr:
18.512,39
0,00
0,00
18.512,39
)


16.255.651,13
2.363.124,46
10.997.220,49
29.615.996,08


(Vorjahr:
16.558.708,79
2.954.934,23
10.864.347,72
30.377.990,74
)


Sämtliche Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundpfandrechte, Globalzession, Raumsicherungsübereignungen und Sicherungsübereignungen einzelner Maschinen besichert.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind teilweise durch branchenübliche Eigentumsvorbehalte abgesichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um nachrangige Gesellschafterdarlehen.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt auf:


TEUR
Aerospace
17.516
Modellbau
7.737
Anlagenbau
6.575
High Precision Parts
1.177
Forschung
853
Übrige
579

34.437


Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Auflösung von Sonderposten in Höhe von EUR 30.000,00 (Vj.: EUR 133.670,00), periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von EUR 23.750,00 (Vj.: EUR 49.546,94), periodenfremde Erträge aus der Forderungsbewertung in Höhe von EUR 157.590,00 (Vj.: EUR 121.000,00), Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 146.501,35 (Vj.: EUR 346.936,64), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von EUR 0,00 (Vj.: EUR 156.434,00) sowie Erträge aus Schadenersatz in Höhe von EUR 64.438,78 (Vj.: EUR 54.888,15) enthalten.

Personalaufwendungen

Im Gesamtbetrag der Aufwendungen für soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung sind Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von EUR 15.307,23 (Vj.: EUR 38.966,23) enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen aus Forderungsbewertung in Höhe von EUR 201.297,82 (Vj.: EUR 68.573,18) und Aufwendungen aus der Fremdwährungsumrechnung in Höhe von EUR 317.052,28 (Vj.: EUR 202.061,79) enthalten.

Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind in Höhe von EUR 577.740,77 (Vj.: EUR 545.038,45) Zinsen an Gesellschafter und in Höhe von EUR 35.822,00 (Vj.: EUR 34.857,00) Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen enthalten.

Steuern vom Einkommen und Ertrag

Es bestehen Steuerlatenzen hinsichtlich der Bewertung des Anlagevermögens, der Pensionsrückstellungen sowie der sonstigen Rückstellungen. Unter Berücksichtigung von steuerlichen Verlustvorträgen ergibt sich insgesamt ein Aktivüberhang.

Von der Möglichkeit, einen Aktivposten für latente Steuererträge zu bilden, wurde kein Gebrauch gemacht.

Sonstige Angaben

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen von Grundstücken in Höhe von rd. TEUR 127 jährlich. Ferner bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Leasingverträgen für Personenkraftwagen und Bürotechnikgegenständen sowie Wartungsverträgen von rd. TEUR 1.625 jährlich.

Aus der im Jahr 2023 vereinnahmten Rückdeckungsversicherung zur Pensionsverpflichtung ist ein Betrag in Höhe von TEUR 208 an Herrn Hans-Ulrich Meier verpfändet. Beginn der Rentenzahlung war im Januar 2024.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen
2023

2022
Arbeiter
148

150
Angestellte
103

111
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt
251

261


Namen der Geschäftsführer

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Dr. Kai Brüggemann, Bremen
ausgeübter Beruf:
Ingenieur
Marc Brestrich, Wardenburg
ausgeübter Beruf:
Ingenieur


Mit Wirkung zum 7. März 2023 wurde Herr Marc Brestrich als Geschäftsführer abberufen.

Hinsichtlich der Angabe der Gesamtbezüge wird von der Befreiung gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Das vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar für das Geschäftsjahr beträgt TEUR 30 und entfällt mit TEUR 25 auf Abschlussprüferleistungen und mit TEUR 5 auf andere Bestätigungsleistungen.

 

Varel, den 14. Juni 2024

gez. Dr. Kai Brüggemann, Geschäftsührer

Anlagespiegel


Kumulierte Anschaffungs- und Herstellungskosten


Stand



Stand


01.01.2023
Zugänge
Abgänge
Umbuchungen
31.12.2023


EUR
EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände






1. Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen
1.591.053,22
233.624,30
0,00
0,00
1.824.677,52

2. Geschäfts- und Firmenwert
1.758.596,62
0,00
0,00
0,00
1.758.596,62


3.349.649,84
233.624,30
0,00
0,00
3.583.274,14
II.
Sachanlagen






1. Grundstücke und Bauten einschließlich der






    Bauten auf fremden Grundstücken
13.402.467,58
17.402,51
0,00
0,00
13.419.870,09

2. Technische Anlagen und Maschinen
13.403.979,02
167.354,01
241.131,72
0,00
13.330.201,31

3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-






    ausstattung
4.728.568,59
209.552,69
213.607,72
0,00
4.724.513,56

4. Anlagen im Bau
201.875,00
8.814,00
0,00
0,00
210.689,00


31.736.890,19
403.123,21
454.739,44
0,00
31.685.273,96


35.086.540,03
636.747,51
454.739,44
0,00
35.268.548,10

Kumulierte Abschreibungen



Stand


Stand



01.01.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023



EUR
EUR
EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände





1.
Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen
1.262.540,22
181.423,68
0,00
1.443.963,90

2.
Geschäfts- und Firmenwert
1.128.433,62
175.859,00
0,00
1.304.292,62



2.390.973,84
357.282,68
0,00
2.748.256,52
II.
Sachanlagen





1.
Grundstücke und Bauten einschließlich der






Bauten auf fremden Grundstücken
4.373.797,57
517.400,78
0,00
4.891.198,35

2.
Technische Anlagen und Maschinen
12.037.903,52
239.886,00
207.939,72
12.069.849,80

3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-






ausstattung
3.750.334,59
371.845,69
162.143,72
3.960.036,56

4.
Anlagen im Bau
0,00
0,00
0,00
0,00



20.162.035,68
1.129.132,47
370.083,44
20.921.084,71



22.553.009,52
1.486.415,15
370.083,44
23.669.341,23

Buchwerte



Stand
Stand



31.12.2023
31.12.2022



EUR
EUR
I.
Immaterielle Vermögensgegenstände



1.
Gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen
380.713,62
328.513,00

2.
Geschäfts- und Firmenwert
454.304,00
630.163,00



835.017,62
958.676,00
II.
Sachanlagen



1.
Grundstücke und Bauten einschließlich der




Bauten auf fremden Grundstücken
8.528.671,74
9.028.670,01

2.
Technische Anlagen und Maschinen
1.260.351,51
1.366.075,50

3.
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäfts-




ausstattung
764.477,00
978.234,00

4.
Anlagen im Bau
210.689,00
201.875,00



10.764.189,25
11.574.854,51



11.599.206,87
12.533.530,51

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:
Der Jahresabschluss wurde am 18.06.2024 festgestellt.

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die Deharde GmbH
Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Deharde GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Deharde GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
· entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und · vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
· identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.
· gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.
· beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
· ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungs­legungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
· beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.
· beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.
·  führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 14. Juni 2024


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