Taunus-Auto-Verkaufs-GmbHLiquidiert

65189 Wiesbaden, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Wiesbaden HRB 2040
Vorher
Taunus-Auto-Verkaufs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Eingetragen
21.3.2003
Branche
Tätigkeiten der Großhandelsvermittlung von KraftwagenEinzelhandel mit Kraftwagen mit einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 t oder wenigerTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Kraftwagenteilen und -zubehör
Gegenstand
Der Vertrieb und die Vermietung von Kraftfahrzeugen, der Vertrieb von Kraftfahrzeug-Ersatzteilen, Zubehörteilen und die Durchführung damit zusammenhängender Handelsgeschäfte sowie die Ausführung von allen Pflege- und Reparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jochen Kreit
seit 25.6.2015
Geschäftsführer

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH

Wiesbaden

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2021 bis zum 31.12.2021

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2021

der Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH

A. Grundlagen des Unternehmens

Gegenstand des Unternehmens ist der Vertrieb und die Vermietung von Kraftfahrzeugen, der Vertrieb von Kfz-Ersatz- und Zubehörteilen und die Durchführung damit zusammenhängender Handelsgeschäfte sowie die Ausführung von Pflege- und Reparaturarbeiten an Kraftfahrzeugen.

Im Neufahrzeuggeschäft (PKW und Nutzfahrzeuge) tritt die TAV als Vermittler für Fahrzeuge der Marke Mercedes-Benz und Smart auf. Somit wird aus dem Vermittlungsumsatz im Neufahrzeuggeschäft eine Vermittlungsprovision realisiert.

Die Gesellschaft hat neben ihrer Hauptstelle in Wiesbaden Zweigstellen in Schierstein mit LKW- und Transporter-Verkauf nebst Service, in Taunusstein einen PKW-Service und in Idstein PKW-Verkauf und Service.

B. Wirtschaftsbericht

1. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach der Jahresbilanz 2021 des Kraftfahrzeugbundesamtes ging der Markt für PKW Neuzulassungen von 2,9 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2020, insbesondere aufgrund der Coronapandemie und dem anhaltenden Halbleitermangel, auf 2,6 Mio. Neuzulassungen im Jahr 2021 nochmals zurück. Aufgrund der Umweltprämie und der niedrigeren Dienstwagenbesteuerung verzeichneten Plug-in-Hybride einen Anteil an den Gesamtzulassungen von 12,4 % (Vorjahr 6,9 %) und Elektrofahrzeuge einen Anteil an den Gesamtzulassungen von 13,6 % (Vorjahr 6,7 %).

Der Markt mit gebrauchten PKW war weitgehend stabil. Die Besitzumschreibungen gingen mit 4,5 % leicht zurück. Nach einem Rückgang im Jahr 2020 erhöhte sich im Jahr 2021 die Anzahl der Neuzulassungen von Nutzfahrzeugen wieder. Sie stieg um 2,2 % auf 411 Tsd. Einheiten.

Die Mercedes-Benz-Vertreter verzeichneten beim Absatz von PKW-Neu- und Vorführwagen einen Rückgang von 11,6 % und von PKW-Gebrauchtfahrzeugen einen Rückgang von 15 %. Der Transporter Absatz der Mercedes-Benz-Vertreter verringerte sich insgesamt um 5,4 %. Der LKW-Absatz der Vertreter ging um insgesamt 3,1 % zurück.

2. Geschäftsverlauf und Lage der Gesellschaft

Als finanzielle Leistungsindikatoren hat das Unternehmen die Umsatzerlöse, den Rohertrag und das EBITDA definiert.

Die Planung 2021 von Umsatzerlösen mit 87,8 Mio EUR, Rohertrag über 29,8 Mio EUR und EBITDA in Höhe von 7,0 Mio EUR wurde im Berichtsjahr überschritten.

2.1 Ertragslage

Die Ertragslage des Unternehmens wird als gut und stabil eingestuft.

Die Umsatzerlöse sanken gegenüber dem Jahr 2020 von 94.144 TEUR auf 89.841 TEUR. Dabei ging der Umsatz mit Vorführ- und Gebrauchtwagen um 9,0 % zurück. Die Minderung der Provisionserlöse konnte durch Umsatzsteigerungen im Ersatzteil-, Reifen- und Zubehörverkauf sowie im Werkstattgeschäft überkompensiert werden. Aufgrund der gesunkenen Materialaufwendungen (- 8,4 %) wurde ein Rohertrag von 33.347 TEUR ausgewiesen, der um 1.024 TEUR oder 3,2 % gesteigert werden konnte.

Position 2021 2020 Abweichung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Umsatzerlöse 89.841 94.144 -4.303 -4,6
unfertige Leistungen +81 -86 +167 +194,2
Materialaufwand -56.575 -61.735 -5.160 -8,4
Rohertrag 33.347 32.323 +1.024 +3,2

Bei einem gegenüber dem Vorjahr konstanten durchschnittlichen Personalbestand sind die Personalkosten im Vergleich zum Vorjahr von 18.300 TEUR um 496 TEUR (2,7 %) auf 18.796 TEUR gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich von 5.657 TEUR um 441 TEUR (7,8 %) auf 6.098 TEUR erhöht; dies steht u.a. im Zusammenhang mit dem Projekt MAR2020 der Mercedes-Benz AG.

Position 2021 2020 Abweichung
in TEUR in TEUR in TEUR in %
Rohertrag 33.347 32.323 +1.024 3,2
sonst. betr. Erträge 1.377 857 +520 60,7
Personalkosten 18.796 18.300 +496 2,7
sonst.betr.Aufwand + so.Steuern 6.098 5.657 +441 7,8
EBITDA 9.830 9.223 +607 6,6
Abschreibungen 1.808 1.496 +312 20,8
Zinsen -1.963 -1.787 +176 9,8
Ertragsteuern 2.328 2.227 +101 4,5
Jahresergebnis nach Steuern 3.731 3.713 +18 0,5

Es ergab sich ein Jahresergebnis von 3.730.551,90 EUR gegenüber 3.712.643,04 EUR im Vorjahr.

2.2 Vermögens- und Finanzlage

Die Vermögenslage der Gesellschaft stellt sich wie folgt dar:

2021 2020
in TEUR % in TEUR %
Aktiva
Anlagevermögen 23.126 43,2 18.182 37,2
Umlaufvermögen inkl. RAP 30.402 56,8 30.658 62,8
Gesamtvermögen 53.528 100 48.840 100
Passiva
Eigenkapital 12.154 22,7 12.924 26,5
Rückstellungen 24.689 46,1 22.868 46,8
Verbindlichkeiten inkl. RAP 16.685 31,2 13.048 26,7
Gesamtkapital 53.528 100 48.840 100

Die Erhöhung des Anlagevermögens resultiert im Wesentlichen aus dem höheren Bestand an PKW-Vorführwagen zum Bilanzstichtag. Ohne Berücksichtigung der Vorführwagen wurden Investitionen in Höhe von 433 TEUR vorgenommen, denen planmäßige Abschreibungen von insgesamt 859 TEUR gegenüberstehen.

Im Vergleich zum Vorjahr blieb das Umlaufvermögen in seiner Höhe nahezu identisch. Dabei steht dem Abbau der Vorräte - vor allem Gebrauchtwagen - von rd. 2,9 Mio EUR und dem stichtagsbedingten Rückgang der Forderungen von rd. 1,6 Mio EUR die Erhöhung der liquiden Mittel zum Bilanzstichtag um 4,7 Mio EUR auf 7,9 Mio EUR gegenüber.

Stichtagsbedingt haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um 2,2 Mio EUR bzw. 1,5 Mio EUR erhöht.

Bei einer um 9,6 % höheren Bilanzsumme hat sich die Eigenkapital-Quote zum Bilanzstichtag von 26,4 % auf 22,7 % vermindert.

Das Unternehmen hat eine gesicherte Liquiditätslage. Verbindlichkeiten wurden stets innerhalb der Zahlungsfrist beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Die Zwischenfinanzierung einzelner Gebrauchtwagengeschäfte erfolgt nur kurzfristig und innerhalb der eingeräumten Kreditlinie der Händlerfinanzierung der Herstellerbank. Die kurzfristigen Forderungen und die Bankbestände übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die Investitionen wurden aus den vorhandenen Barmitteln finanziert.

C. Prognosebericht

Für das Geschäftsjahr 2022 wird ein Umsatz von 92,1 Mio EUR, ein Rohertrag von 35,0 Mio EUR sowie ein EBITDA von 11 Mio EUR erwartet.

Der Pkw-Vertrieb der TAV wird den bereits eingeschlagenen Weg der besseren Ausschöpfung der Potenziale im Segment kleinerer und mittlerer Flotten weiter vorantreiben. Auch wird der Absatz über den Internetvertrieb und den damit verbundenen Plattformen noch weiter ausgebaut. Im Nutzfahrzeugbereich wird eine steigende Nachfrage durch höhere Ersatzbedarfe der Kunden erwartet. Die Potenziale im wachsenden Markt der Freizeitmobile sollen erschlossen werden. Im Service wird weiterhin stark in Betriebsmittel und Werkstattausstattung, insbesondere für Elektrofahrzeuge, investiert. Die Chancen der Digitalisierung ermöglichen eine bessere Servicebetreuung der Kunden.

Unsicherheiten stellen der Kriegsausbruch in der Ukraine sowie der Lockdown in Shanghai dar.

Die Mercedes-Benz AG weist einen guten Autohandelsabsatz, eine gute Modellpolitik mit Hybridfahrzeugen und Elektrofahrzeugen in jeder Fahrzeugklasse und eine hohe Produktqualität auf. Das Konjunkturprogramm der Bundesregierung wird auch 2022 weitergeführt, die Förderung von Elektro- und Hybridfahrzeugen ist positiv für unser Autohandelsgeschäft zu bewerten.

Der Wettbewerb im lokalen Markt ist geprägt durch eine zunehmende Konkurrenz der Anbieter im Segment der kleinen und mittleren Flotten. Die TAV wird durch verstärkte Digitalisierung die Prozesse in Vertrieb und Service verbessern und weiterhin durch ein hohes Maß an Dienstleistungsqualität und Kundenorientierung überzeugen.

D. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung

Der Handel mit Kraftfahrzeugen wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst, die für jedes Unternehmen in diesem Markt ein gewisses Chancen- und Risikopotential mit sich bringen. Der Auftragsbestand am Jahresanfang 2022 war in allen Sparten gut.

Als Risiko ist noch der Rückgang des Pkw-Flottengeschäfts durch nicht gewonnene Aus-schreibungen, länger werdende Lieferzeiten, Direktgeschäfte des Herstellers bei Behörden und ein hoher Fahrzeugbestand bei den PKW-Vorführfahrzeugen zu nennen.

In den Bereichen Forderungs- und Liquiditätsmanagement sehen wir für die Gesellschaft aktuell keine erhöhten Risiken. Der Fahrzeugbestand wird aus eigenen Mitteln finanziert, kurzfristige Zwischenfinanzierungen durch die Mercedes-Benz-Bank werden in Anspruch genommen.

Aufgrund der differenzierten Struktur von Abnehmern und Partnern gibt es keine existentiellen Abhängigkeiten von einem oder mehreren Großkunden.

Im Rahmen der Planung für das Geschäftsjahr 2022 hat die Geschäftsführung eine stabile Geschäftsentwicklung unterstellt, jedoch bestehen vor dem Hintergrund der aktuellen Rahmenbedingungen (Corona Pandemie, Halbleitermangel und Ukraine Krieg) durchaus Markt- und Branchenrisiken, die Einfluss auf die Umsatz- und Ertragsentwicklung haben können. Die damit einhergehenden gesamtwirtschaftlichen Risiken könnten zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer auf die Wirtschaft ist aus heutiger Sicht quantitativ nicht abschließend möglich. Bestandsgefährdende Risiken werden jedoch nicht erwartet.

 

Wiesbaden, 29. Juni 2022

Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH

Jochen Kreit, Geschäftsführer

Bilanz zum 31.12.2021

AKTIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.539,28 151.365,24
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
124.540,28 151.366,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich Bauten auf fremden Grundstücken 9.813.217,76 10.159.096,48
2. Technische Anlagen und Maschinen 1.214.377,00 1.309.164,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.806.451,34 6.487.150,37
4. Geringwertige Wirtschaftsgüter 20.184,01 36.147,00
5. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 146.867,84 38.584,98
23.001.097,95 18.030.142,83
Anlagevermögen Endsumme 23.125.638,23 18.181.509,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 59.876,54 64.200,18
2. Unfertige Leistungen 149.930,78 69.012,61
3. Waren 10.549.672,42 13.587.791,37
10.759.479,74 13.721.004,16
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.591.740,12 9.244.454,72
2. Sonstige Vermögensgegenstände 4.062.459,72 4.434.877,77
11.654.199,84 13.679.332,49
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 7.905.110,93 3.212.768,75
Umlaufvermögen Endsumme 30.318.790,51 30.613.105,40
C. Rechnungsabgrenzungsposten 83.989,20 45.436,10
53.528.417,94 48.840.050,57

PASSIVA

31.12.2021 31.12.2020
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.113.000,00 5.113.000,00
II. Kapitalrücklage 3.168.284,33 3.168.284,33
III. Gewinnvortrag 142.395,04 0,00
IV. Jahresüberschuss 3.730.551,90 0,00
V. Bilanzgewinn 0,00 4.642.395,04
12.154.231,27 12.923.679,37
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 19.245.397,00 17.501.840,00
2. Steuerrückstellungen 618.374,00 662.868,51
3. Sonstige Rückstellungen 4.825.078,05 4.703.250,22
24.688.849,05 22.867.958,73
C. Verbindlichkeiten
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 383.601,28 351.142,02
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11.436.264,15 9.268.567,08
3. Sonstige Verbindlichkeiten 4.277.378,44 2.776.360,37
davon aus Steuern GJ 1.095.824,86 EUR (VJ 720.932,53 EUR)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit GJ 103.845,04 EUR (VJ 13.319,43 EUR)
16.097.243,87 12.396.069,47
D. Rechnungsabgrenzungsposten 588.093,75 652.343,00
53.528.417,94 48.840.050,57

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2021

01.01. - 31.12.2021 01.01. - 31.12.2020
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 89.840.655,07 94.143.538,42
2. Erhöhung des Bestands an unfertigen Leistungen (Vorjahr Erhöhung) 80.918,17 -86.488,48
3. Sonstige betriebliche Erträge 1.377.145,37 857.104,73
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 56.311.180,56 61.340.336,06
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 1.431.681,61 1.235.505,52
c) Lieferantenboni /-skonti -1.167.751,60 -841.156,76
56.575.110,57 61.734.684,82
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 15.554.278,91 15.100.573,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.241.614,66 3.199.349,23
davon für Altersversorgung GJ 523.150,64 EUR (VJ 523.560,02 EUR)
18.795.893,57 18.299.922,52
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.808.272,33 1.495.600,92
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.979.018,59 5.535.671,83
8. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 608,67 1.141,67
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.963.129,33 1.788.204,60
davon Aufwendungen aus der Abzinsung von Pensionsrückstellungen GJ 1.954.629,00 EUR (VJ 1.736.412 EUR)
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.327.934,39 2.227.282,49
11. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 3.849.968,50 3.833.929,16
12. Sonstige Steuern 119.416,60 121.286,12
13. Jahresüberschuss 3.730.551,90 3.712.643,04
14. Gewinnverwendung 0,00 -1.600.000,00
15. Gewinnvortrag 142.395,04 2.529.752,00
16. Bilanzgewinn 3.872.946,94 4.642.395,04

Anhang für das Geschäftsjahr 2021

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Gesellschaft ist unter der Firma Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH mit Sitz in Wiesbaden im Handelsregister des Amtsgerichts Wiesbaden unter der Nummer HRB 2040 eingetragen.

Die Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH weist zum Abschlussstichtag die Merkmale einer großen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf.

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2021 wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften in Anwendung der §§ 242-288 HGB sowie den Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Ergänzende Bestimmungen aus der Satzung ergeben sich nicht.

Die Darstellung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB.

II. Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Der Beginn des Angriffskrieges Russlands auf die Ukraine am 24. Februar 2022 stellt ein einschneidendes Ereignis für die Weltwirtschaft dar. Unmittelbar haben u.a. die Kapitalmärkte und Rohstoffmärkte reagiert. Die weltweite Verunsicherung hält an. Wir werten diesen Sachverhalt in Übereinstimmung mit den entsprechenden Verlautbarungen des Instituts der Wirtschaftsprüfer in Deutschland als wertbegründendes Ereignis im Jahr 2022 und sehen keine Notwendigkeit zur Anpassung von Bilanzwerten im vorliegenden Jahresabschluss.

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren daher unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend.

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Als Nutzungsdauer werden regelmäßig drei Jahre zugrunde gelegt. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist bis auf einen Erinnerungswert abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um lineare, planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer beträgt bei Gebäuden 1 bis 29 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen 5 bis 11 Jahre und bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 14 Jahre.

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungswert von bis zu € 799,99 werden sofort aufwandswirksam erfasst. Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen € 800,00 und € 999,99, die im abgelaufenen Geschäftsjahr zugegangen sind, werden in einem Sammelposten erfasst und über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren (insbesondere Gebrauchtfahrzeuge und Ersatzteile) werden zu Anschaffungspreisen einschließlich Nebenkosten abzüglich Preisnachlässen bewertet, die bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Ersatzteilen unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht über den Wiederbeschaffungskosten am Bilanzstichtag liegen. Soweit erforderlich, werden Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, durch pauschale Gängigkeitsabschläge berücksichtigt. Der Wertansatz der Gebrauchtfahrzeuge erfolgt unter Beachtung des Prinzips der verlustfreien Bewertung nicht über den Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Verkaufspreisen.

Die unfertigen Erzeugnisse resultieren aus Reparaturaufträgen und sind mit den Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten sind die direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten eingerechnet.

Die Bewertung bei den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen erfolgt zu Nennwerten. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch Bildung einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Einzelwertberichtigungen werden vorgenommen, wenn Forderungen ganz oder teilweise uneinbringlich sind oder die Uneinbringlichkeit wahrscheinlich ist. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden abgezinst.

Der Bestand der liquiden Mittel wird mit Nominalwerten bewertet.

Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt. Die Berechnung wird mit Hilfe der aktuellen Richttafeln "2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck durchgeführt. Dabei wird unter der Annahme einer Restlaufzeit von 15 Jahren ein Rechnungszins von 1,87 % angesetzt. Als Rententrend wird ein Satz von 1,8 % berücksichtigt. Eine Fluktuationsrate (2,54 %) und Gehaltstrends (3 %) werden eingerechnet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt und decken alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Dabei werden die übrigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Alle Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Für Abweichungen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten und ihren steuerlichen Wertansätzen, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, werden nach dem bilanzorientierten Konzept latente Steuern gebildet. Die sich aus temporären Abweichungen ergebenden aktiven und passiven latenten Steuern werden miteinander verrechnet. Ein verbleibender passiver Saldo wird in der Bilanz unter dem Posten "Passive latente Steuern" angesetzt. Ein Überhang an aktiven latenten Steuern wird nicht angesetzt.

Die Bewertung der latenten Steuern erfolgt mit dem Steuersatz, der wahrscheinlich im Zeitpunkt des Abbaus der Abweichung gültig sein wird. Zum 31. Dezember 2021 wurde hierbei ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Die latenten Steuern werden aufgelöst, sobald die Steuerbe- oder -entlastung eintritt oder mit ihr nicht mehr zu rechnen ist.

III. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der Positionen des Anlagevermögens im Jahr 2021 ist im Einzelnen dem Anlagenspiegel zu entnehmen, der dem Anhang als Anlage 1 beigefügt ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen weisen - wie im Vorjahr - Restlaufzeiten bis zu einem Jahr auf. Als sonstige Vermögensgegenstände werden vor allem Ansprüche auf Boni, Steuern aus Vorjahren und Mietausgleich sowie debitorische Kreditoren ausgewiesen. Der Ausweis enthält keine Beträge, die erst nach dem Bilanzstichtag rechtlich entstehen.

Latente Steuern

Es bestehen ausschließlich aktive latente Steuern aus temporären Differenzen zwischen handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen bei den Pensions- und Archivierungsverpflichtungen sowie beim Ansatz der Warenbestände. Vom Aktivierungswahlrecht wird kein Gebrauch gemacht.

Rückstellungen

Die für die Pensionsrückstellungen ausgewiesenen Buchwerte zum Bilanzstichtag entsprechen den ermittelten notwendigen Erfüllungsbeträgen.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Verlängerung des Ermittlungszeitraumes für den durchschnittlichen Marktzinssatz von sieben auf zehn Jahre beträgt T€ 2.187. In gleicher Höhe besteht eine Ausschüttungssperre.

Die Steuerrückstellungen betreffen die Ertragsteuern der Gesellschaft für das Jahr 2021.

Wesentliche sonstige Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Gewährleistungen und Personalaufwendungen (Urlaub, Tantieme, Erfolgsbeteiligung).

Verbindlichkeiten

Sämtliche Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres zur Zahlung fällig.

Passive Rechnungsabgrenzungsposten

Hier werden vorwiegend Investitionsgutschriften der Mercedes-Benz AG für den Umbau nach MAR2020 gebucht, TEUR 338. Das Bauprojekt wird im Jahr 2022 beendet sein. Weiterhin besteht ein Teil für die Abgrenzung der Servicegarantie für das Folgejahr, TEUR 158.

IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 89.840 entfallen insbesondere mit TEUR 51.403 auf den Verkauf von Gebraucht- und Vorführwagen, mit TEUR 20.909 auf den Ersatzteil-, Reifen- und Zubehörverkauf, mit TEUR 11.751 auf Erlöse aus der KFZ-Instandsetzung und TEUR 15.946 auf Provisionserlöse sowie TEUR 482 für KFZ-Vermietung.

V. Sonstige Angaben

Finanzielle Verpflichtungen

Als sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen Rückkaufsverpflichtungen von Leasingfahrzeugen und Finanzierungen über insgesamt TEUR 66.824 für die Jahre 2022 bis 2027. Eine etwaige Differenz zwischen dem jeweils garantierten Restwert und dem Marktwert im Rücknahmezeitpunkt der PKWs trägt im Wesentlichen die Daimler AG.

Angaben zu nahestehenden Personen

Die Transaktionen zwischen der Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH und ihren nahestehenden Personen beziehen sich im Wesentlichen auf den Austausch von Waren und Dienstleistungen. Grundsätzlich erfolgen alle Geschäfte zu marktüblichen Bedingungen. Im Jahr 2021 wurden - mit Ausnahme von Leistungen im Rahmen des Dienstverhältnisses - keine Geschäfte mit Mitgliedern der Geschäftsführung abgeschlossen.

Angaben zum Personalbestand

Während des Geschäftsjahres wurden neben der Geschäftsführung durchschnittlich 260,5 Personen beschäftigt, davon 155 Angestellte (inklusive 16,5 Teilzeitbeschäftigte) und 72,75 gewerbliche Beschäftigte (inklusive 1 Teilzeitbeschäftigte). Des Weiteren waren im Jahr 2021 durchschnittlich 32,75 Auszubildende beschäftigt.

Konzernabschluss

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss der NCM GmbH, Bad Breisig, einbezogen. Dieser wird im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angabe des Abschlussprüferhonorars erfolgt im Konzernabschluss der NCM GmbH, Bad Breisig.

Geschäftsführung

Geschäftsführer im Berichtsjahr war Herr Jochen Kreit. Die Angabe der für das Mitglied des Geschäftsführungsorgans gewährten Gesamtbezüge und die Angabe der Gesamtbezüge der früheren Mitglieder und ihrer Hinterbliebenen entfällt mit Hinweis auf die Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB.

Die Pensionsrückstellungen für ehemalige Mitglieder der Geschäftsführung und ihre Hinterbliebenen sind in voller Höhe gebildet.

VI. Nachtragsbericht

Aus dem Angriffskrieg der Russischen Förderation gegen die Ukraine können sich gesamtwirtschaftliche Risiken ergeben, die zu signifikanten Rückgängen des Wirtschaftswachstums führen können. Eine Beurteilung des Ausmaßes und der Dauer der Auswirkungen des Krieges auf die Wirtschaft und das operative Geschäft der Taunus-Auto-Verkaufs GmbH ist aus heutiger Sicht nicht abschließend möglich.

Auf Basis der aktuellen Risikoanalysen wird sich infolge der Auswirkungen des Krieges unter Verweis auf die Erläuterungen im Lagebericht nach Einschätzung der Geschäftsführung keine wesentliche, nachhaltige Entwicklungsbeeinträchtigung für die angegebenen Kernsteuerungsgrößen ergeben. Auf Basis der durchgeführten Analysen wird nicht von einer Bestandsgefährdung der Gesellschaft ausgegangen.

Darüber hinaus sind nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2021 keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten, die wesentliche finanzielle Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Taunus-Auto-Verkaufs- GmbH haben.

 

Wiesbaden, den 29. Juni 2022

Jochen Kreit

Anlagenspiegel

der Taunus-Auto-Verkaufs-Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Wiesbaden

in EUR

Anschaffungskosten
01.01.2021 Zugänge Umbuchungen Abgänge 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 718.573,84 33.775,76 0,00 -12.395,70 739.953,90
Geschäfts- oder Firmenwert 224.598,89 0,00 0,00 0,00 224.598,89
943.172,73 33.775,76 0,00 -12.395,70 964.552,79
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 12.720.424,57 25.790,15 0,00 0,00 12.746.214,72
Technische Anlagen und Maschinen 4.390.329,86 95.769,46 20.000,00 -105.748,50 4.400.350,82
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.703.033,58 11.170.793,75 0,00 -5.315.012,49 15.558.814,84
Geringwertige Wirtschaftsgüter 229.995,17 73.105,25 0,00 -133.024,68 170.075,74
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.584,98 148.282,86 -20.000,00 0,00 146.867,84
27.062.368,16 11.513.741,47 0,00 -5.553.785,67 33.022.323,96
Anlagevermögen 28.005.540,89 11.547.517,23 0,00 -5.566.181,37 33.986.876,75
Abschreibungen
01.01.2021 Umbuchungen Zugänge Abgänge 31.12.2021
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 567.208,60 0,00 60.595,72 -12.389,70 615.414,62
Geschäfts- oder Firmenwert 224.597,89 0,00 0,00 0,00 224.597,89
791.806,49 0,00 60.595,72 -12.389,70 840.012,51
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 2.561.328,09 0,00 371.668,87 0,00 2.932.996,96
Technische Anlagen und Maschinen 3.081.165,86 0,00 203.563,46 -98.755,50 3.185.973,82
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.215.883,21 0,00 1.083.417,04 -546.936,75 3.752.363,50
Geringwertige Wirtschaftsgüter 193.848,17 0,00 89.027,24 -132.983,68 149.891,73
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
9.052.225,33 0,00 1.747.676,61 -778.675,93 10.021.226,01
Anlagevermögen 9.844.031,82 0,00 1.808.272,33 -791.065,63 10.861.238,52
Buchwerte
31.12.2021 31.12.2020
Immaterielle Vermögensgegenstände
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 124.539,28 151.365,24
Geschäfts- oder Firmenwert 1,00 1,00
124.540,28 151.366,24
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. Bauten auf fremden Grundstücken 9.813.217,76 10.159.096,48
Technische Anlagen und Maschinen 1.214.377,00 1.309.164,00
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.806.451,34 6.487.150,37
Geringwertige Wirtschaftsgüter 20.184,01 36.147,00
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 146.867,84 18.584,98
23.001.097,95 18.010.142,83
Anlagevermögen 23.125.638,23 18.161.509,07

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH, Wiesbaden

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2021 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Taunus-Auto-Verkaufs-GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2021 bis zum 31. Dezember 2021 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2021 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2021 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Saarbrücken, den 29. Juni 2022

DFP Feß & Kollegen GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dipl.-Kaufmann Ralf Marquis, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses sowie Ergebnisverwendung

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2021 wurde am 29.06.2022 festgestellt.

Es wurde beschlossen, den Bilanzgewinn auf neue Rechnung vorzutragen.

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