Chancen eG
Stammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Martin Hahn seit 27.11.2024 | Vorstandsmitglied |
Florian Emanuel Kollewijn seit 27.4.2022 | Vorstandsmitglied |
BeteiligungenBeta
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 100.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Chancen eGHamburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BILANZAKTIVA
ANHANGA. Allgemeine Angaben Die Chancen eG mit Sitz in Berlin ist registriert beim Amtsgericht in Hamburg und eingetra- gen unter der Registernummer GnR 1139. Es handelt sich um eine kleine Genossenschaftt gemäß § 336 Abs. 2 HGB in Verbindung mit § 267 Abs. 1 HGB. Der Jahresabschluss der Chancen eG zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rech- nungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. und 264 ff. HGB und den ergänzenden Vorschriften für eingetragene Genossenschaften gemäß §§ 336 ff. HGB aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufge- stellt. Das Geschäftsjahr der Chancen eG beginnt am 1. Januar eines jedes Jahres und en- det am 31. Dezember des jeweiligen Jahres. In der Gliederung der Bilanu und Gewinn- und Verlustrechnung ergaben sich keine Verände- rungen. Die in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angegebenen Vorjahresbe- träge sind darüber hinaus mit dem Geschäftsjahr vergleichbar. Im Jahresabschluss wurden bei der Ermittlung von gerundeten Beträgen (volle EUR) die kaufmännischen Rechenregeln beachtet. Korrespondierende Summen wurden ungerundet berechnet und danach das jeweilige Ergebnis gerundet. B. Erläuterungen zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Bei Aufstellung der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung wurden folgende Bilanzie- rungs- und Bewertungsmethoden angewandt: Die selbst geschaffenen gewerblichen Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte werden zu Anschaffungs- oder Herstellkosten bewertet. Von dem Wahlrecht zur Aktivierung selbst- geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurde Gebrauch gemacht. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten, das bedeutet mit den bei der Entwicklung anfallenden Aufwendungen (§ 255 Abs. 2a HGB); die- se entsprechen den Herstellungskosten gemäß § 255 Abs. 2 Satz 1 und 2 HGB. Die Herstel- lungskosten beinhalten die direkt zurechenbaren Fertigungskosten. Kosten der allgemeinen Verwaltung gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB wurden nicht berücksichtigt. Die Abschreibun- gen der selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände erfolgen nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer. Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaf- fungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden mit den Anschaffungskos- ten bewertet. Den planmäßigen Abschreibungen liegen die der geschätzten Nutzungsdauer entsprechenden Abschreibungssätze zugrunde. Die Abschreibungen wurden über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer, die sich grundsätzlich an den von der Finanzverwaltung veröffentlichten Abschreibungstabellen orientiert, linear vorgenommen. Es werden hauptsächlich die kürzeren zulässigen Nutzungsdauern verwendet. Geringwertige Wirtschaftsgüter des Anlagevermögens bis zu einem Anschaffungspreis von 250,00 EUR zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer sind im Geschäftsjahr 2023 voll abgeschrieben worden. Wirtschaftsgüter mit einem Anschaffungspreis zwischen 250,01 EUR und 1000 EUR (jeweils zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer) wurden - analog den vorherigen Geschäftsjahren - jahrgangsweise in einen Sammelposten eingestellt und werden über 5 Jahre abgeschrieben. Die Finanzanlagen wurden mit Anschaffungskosten bewertet. Bei dauerhafter Wertminde- rung erfolgte eine Wertkorrektur auf den beizulegenden Wert. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Bei zweifelhaft einbringlichen Forderungen wurden Einzelwertberichtigungen abgesetzt. Die flüssigen Mittel wurden in allen Fällen mit dem Nennwert angesetzt. Unter den Geschäftsguthaben wurden die Nennbeträge der gezeichneten Geschäftsanteile ausgewiesen. Rückständig fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile werden dabei als Ge- schäftsguthaben ausgewiesen und gemäß § 337 Abs. 1 Satz 3 HGB auf der Aktivseite unter der Bezeichnung "Rückständig fällige Einzahlungen auf Geschäftsanteile" eingestellt. Die sonstigen Rückstellungen entsprechen den zu erwartenden Ausgaben. Sie wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags an- gesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit dem ihrer Rest- laufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Bei einer änderung des Abzinsungssatzes wurde der Eintritt dieser änderung zum Ende der Berichtsperiode angenommen. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten sind nur für wesentliche Posten gebildet worden. C. Entwicklung des Anlagevermögens
D. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung I. BILANZ Die Chancen eG hat mit Wirkung zum 1. Januar 2019 langfristige Ausleihungen gegenüber den geförderten Studierenden aufgrund des Finanzierungsmodells "Umgekehrter Generatio- nenvertrag" (kurz: UGV), welche zum 31. Dezember 2018 im Finanzanlagevermögen als sonstige Ausleihung ausgewiesen waren, in Form von bedingten Rückzahlungsansprüchen aus UGV-Verträgen auf die BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG übertragen. Gleichzeitig hat die Chancen eG die BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG mit entspre- chend langfristigen Darlehen in Form von Ausleihungen gegenüber verbundenen Unterneh- men ausgestattet (Aktivtausch). Seit dem 1. Januar 2019 wurden die zunächst durch die Chancen eG neu abgeschlossenen UGV-Verträge fortlaufend auf die BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG übertragen. Gleich- zeitig wurde die BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG entsprechend mit finanziellen Mitteln bzw. mit langfristigen Darlehen (= Ausleihungen an verbundene Unternehmen) ausgestattet. Seit dem 1. Januar 2022 neu abgeschlossenen UGV-Verträge wurden im Geschäftsjahr 2022 sowohl auf die BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG als auch auf die im Geschäfts- jahr 2021 gegründeten Gesellschaften BildungsCHANCEN II GmbH & Co. KG und Bildungs- CHANCEN III GmbH & Co. KG übertragen. Perspektivisch soll das Ausleihungsportfolio der kommenden Geschäftsjahre bis voraussichtlich 2025 in den neu gegründeten Gesellschaf- ten gebündelt werden. Darüber hinaus beinhalten die Ausleihungen an verbundene Unternehmen auch langfristig gestundete Forderungen im Zusammenhang mit der Verwaltung der Rückzahlungsansprü- che nach dem Prinzip des UGV, Zinsforderungen sowie weiterberechnete Kosten, die der BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG, der BildungsCHANCEN II GmbH & Co. KG sowie der BildungsCHANCEN III GmbH & Co. KG auf Basis von Darlehensverträgen langfristig überlassen werden. Aufgrund der langfristigen Rückzahlungsmodalitäten, der grundsätzlich und im speziellen anzunehmenden zukünftigen Einkommenserwartungen der Schuldner sowie der verschiede- nen Sicherungsmechanismen werden die Adresssausfallrisiken einzeln und insgesamt be- tracht zum 31. Dezember 2023 als sehr gering eingestuft, so dass diesbezüglich keine Wert- berichtungen auf Ebene der BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG, BildungsCHANCEN II GmbH & Co. KG sowie der BildungsCHANCEN III GmbH & Co. KG notwendig waren. Angaben zu Unternehmen, soweit es sich um Beteiligungen im Sinne des § 271 Abs. 1 HGB handelt:
Von den Forderungen haben eine Restlaufzeit von mehr als 1 Jahr:
Nachfolgend genannte Vermögensgegenstände und Schuldposten fallen unter mehrere Posten der Bilanz: Die Forderungen und Verbindlichkeiten im Verhältnis zu verbundenen Un- ternehmen beinhalten auch Forderungen bzw. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leis- tungen. Angabe eines in der Satzung bestimmten Mindestkapitals (§ 337 Abs. 1 S. 6 HGB): Gemäß § 38 Abs. 5 der Satzung der Chancen eG beträgt das Mindestkapital der Genossen- schaft 90,0 % des Gesamtbetrags der Geschäftsguthaben zum Ende des vorangegangenen Geschäftsjahres. Das Mindestkapital zum 31. Dezember 2023 beträgt 3.036.960,00 EUR. Ergebnisrücklagen werden zum Bilanzstichtag nicht ausgewiesen, da die Chancen eG seit Gründung im Jahr 2016 bis zum Geschäftsjahr 2020 - dem langfristigen Geschäftsmodell geschuldet - planmäßig ausschließlich negative Jahresergebnisse erzielt hat. Im Geschäfts- jahr 2021 wurde erstmals ein Jahresüberschuss erzielt. Unter Berücksichtigung des im Geschäftsjahr 2023 erwirtschafteten Jahresfehlbetrags in Höhe von 263,8 TEUR wird zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 ein kumulierter Verlust in Höhe von 1.182,1 TEUR ausge- wiesen. Der Gesamtbetrag nach § 268 Abs. 8 und § 285 Nr. 28 HGB, der einer Ausschüttungssperre unterliegt, beträgt zum Bilanzstichtag 791,2 TEUR und resultiert aus den in den Geschäfts- jahren 2019 bis 2023 aktivierten selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen. In den sonstigen Rückstellungen sind insbesondere enthalten: Rückstellungen für die Jah- resabschlussprüfung und -erstellung sowie für zum Bilanzstichtag nicht genommenen Urlaub der Mitarbeiter. Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren in Höhe von 12.847.534,75 EUR aus Darlehen mit einer Rangrücktrittsvereinbarung. Im Posten "Sonstige Verbindlichkeiten" sind folgende antizipative Beträge größeren Um- fangs enthalten: Zinsabgrenzungen in Höhe von 143,0 TEUR. Von den Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu 1 Jahr bzw. über 1 Jahr:
Von den Verbindlichkeiten haben insgesamt EUR 33.589.500,00 (Vorjahr: 26.860,928,80 EUR) eine Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren. Dabei weisen folgende Posten die angegebe- nen Rstlaufzeiten von mehr als 5 Jahren auf:
Am Bilanzstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB:
Für die Einschätzung des Risikos der Inanspruchnahme ergeben sich folgende Gründe: Die Chancen eG hat im Geschäftsjahr 2018 eine Bürgschaft über den vorgenannten Betrag zugunsten eines verbundenen Unternehmens gegeben. Es handelt sich dabei um eine 100,0 %-ige Tochtergesellschaft der Chacnen eG. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 wird das hieraus bestehende Risiko für eine Inanspruchnahme auf Grundlage der integrierten Mittelfristplanung als sehr gering eingeschätzt. II. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG In Zusammenhang mit den zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 aktivierten selbst ge- schaffenen immateriellen Vermögensgegenständen sind im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 345,3 TEUR (= andere aktivierte Eigenleistungen) Entwicklungskosten angefallen, die in die bilanzierten immateriellen Vermögensgegenstände eingeflossen sind. Forschungskosten sind im Geschäftsjahr 2023 nicht entstanden (§ 285 Nr. 22 HGB). In den Posten der Gewinn und Verlustrechnung sind - soweit nicht vorstehend erläutert - folgende periodenfremde Erträge und Aufwendungen enthalten:
In den nachfolgend aufgeführten Posten der Gewinn- und Verlustrechnung sind Erträge und Aufwendungen aus / an verbundene(n) Unternehmen enthalten:
E. Sonsti ge Angaben Die Chancen eG (Emittentin) und die BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG haben mit ei- nem Treuhänder (Mittelverwendungskontrolleur) einen Mittelverwendungskontrollvertrag ab- geschlossen, um durch eine zweckgebundene Verwendung des im Geschäftsjahr 2019 über die herausgegebenen Inhaberschuldverschreibungen (Wertpapierprospekt vom 19. Juli 2019; Internationale Wertpapierkennnummer: DE000A2TSCT2) realisierten Emissionserlö- ses die Zins- und Rückzahlungsansprüche der Anleihegläubiger sicherzustellen. Der Mittel- verwendungskontrolleur hält den Emissionserlös als Sicherheit für die Anleihegläubiger und gibt Zahlungen aus diesem an die Emittentin nur unter Vorliegen bestimmter Voraussetzun- gen des Mittelverwendungskontrollvertrags frei. Dementsprechend ist ein Teilbetrag des Postens "Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks" in Höhe von 10,7 TEUR (Vorjahr: 893,0 TEUR) verpfändet. Zur Verwendung des Ergebnisses wird folgender Vorschlag gemacht: Der Jahresfehlbetrag des Geschäftsjahres 2023 in Höhe von 263.752,76 EUR soll auf neue Rechnung vorgetragen werden. Es bestehen folgende, nicht in der Bilanz anzugebendene oder unter dem Bilanzstrich anzu- gebende finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind: Aus den bis zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 mit Studierenden abgeschlossenen Ver- trägen über eine Studienfinanzierung (sog. "Umgekehrter Generationenvertrag"), die zu- nächst zwischen dem Darlehensnehmer und der Chancen eG abgeschlossen, gezahlt und sodann an die BildungsCHANCEN I GmbH & Co. KG übertragen werden, ergeben sich zum 31. Dezember 2023 noch nicht ausgezahlte Studiengebühren und dementsprechend noch nicht bilanzierte Verpflichtungen für die Geschäftsjahre 2024 ff in Höhe von 77.110,24 EUR (Vorjahr: 9.591,5 TEUR). Es fallen jährliche Mietaufwendungen für die Büroräumlichkeiten der Chancen eG in Höhe von rund 38,0 TEUR an. Die Zahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer betrug: Vollzeit-
Name und Anschrift des zuständigen Prüfungsverbandes: Genoverband e.V. Wismarsche Straße 302 19055 Schwerin Mitglieder des Vorstands (Vor- und Zuname):
Mitglieder des Aufsichtsrats (Vor- und Zuname):
Hamburg, 23. August 2024 Chancen eG Der Vorstand: Florian Kollewijn Olaf Lampson Dieser Jahresabschluss wurde gemäß § 48 GenG in der General-/Vertreterversammlung am festgestellt und die Ergebnisverwendung wie vorgeschlagen beschlossen.
Hamburg, den 23. August 2024 gez. Florian Kollewijn, Olaf Lampson Die Feststellung bzw. Billigung des Jahresabschlusses erfolgte am: 15. September 2024 |
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