PK Holding GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Nikolas Theodor Steffens seit 26.2.2026 | Prokura |
Ksenia Jadwiga Jahnle seit 26.6.2025 | Prokura |
Horst Dipl.-Ing. Mödder seit 12.3.2020 | Geschäftsführer |
Jörg Dipl.-Ing. Topka seit 12.3.2020 | Geschäftsführer |
Stephan Christoph Nieberlein seit 8.2.2012 | Geschäftsführer |
Jan Lube seit 12.12.2002 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 66.70% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
PHILIPP KUTSCH GmbHAldenhovenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.03.2022 bis zum 28.02.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr 01.03.2022 - 28.02.2023der PHILIPP KUTSCH GmbHA. Grundlagen des UnternehmensDie PHILIPP KUTSCH GmbH, Aldenhoven, ist in den Geschäftsfeldern Ingenieur-, Tief- und Straßenbau sowie im Industriebau tätig. Die Bauleistung wird im Großraum Nordrhein-Westfalen, ausgehend von den Standorten Aldenhoven und Witten, im Wesentlichen für öffentliche und groß-industrielle Auftraggeber erbracht. Wir erbringen unsere qualitätsorientierten Bauleistungen in allen Gewerken überwiegend mit eigenem qualifiziertem Fachpersonal bei hoher Fertigungstiefe und schaffen damit die Grundlage um weitgehend autark zu bleiben. Mit unserem Führungskader von Ingenieuren, Technikern und Meistern konzentrieren wir uns auf technisch und logistisch anspruchsvolle, komplexe Objekte und nutzen hierbei Synergien zwischen den einzelnen Geschäftsfeldern. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter. B. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen "Nach Berechnungen des Internationalen Währungsfonds nahm das globale reale Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2021 im Vergleich zu 2020 um 6,2 % zu. Aktuell (Stand Januar 2023) prognostiziert der Internationale Währungsfonds für das Jahr 2022 ein leichtes Wachstum des globalen Bruttoinlandsprodukts um 3,4 %. Denn trotz Inflation, Krieg in der Ukraine, Corona-Ausbrüchen in China und Lieferschwierigkeiten, konnte sich die globale Wirtschaft resilient entwickeln. Das deutsche Baugewerbe war im Jahr 2022 geprägt von hohen Baukosten, Material- und Fachkräftemangel sowie schlechteren Finanzierungsbedingungen. Aus diesem Grund sank die Bruttowertschöpfung um 2,3 %. Auch die Wirtschaftsleistung im verarbeitenden Gewerbe wurde aufgrund einer eingeschränkten Verfügbarkeit von Vorprodukten, hohen Energiepreise und gestörten internationalen Lieferketten gebremst und lag bei + 0,2 %. Die wichtigste Wachstumsstütze im Jahr 2022 stellt der private Konsum dar. Dieser nahm preisbereinigt 4,6 % im Vergleich zum Vorjahr zu. Auch die Konsumausgaben des Staates stiegen weiter an (+ 1,1 %). Straßenbau Während der Straßenbau für den Zeitraum von Januar bis November 2022 nominal ein Auftragsplus von 9,7 % und ein nominales Umsatzplus von 10,9 % verzeichnete, lag der preisbereinigte Auftragseingang um 4,5 % und der preisbereinigte Umsatz um 4,3 % unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Wirtschaftsbau Der Wirtschaftstiefbau konnte nominale Auftragseingänge in Höhe von 17,5 % und einen nominalen Umsatz von 12,6 % verzeichnen. Dies ist unter anderem auf die Investitionen der Deutschen Bahn zurückzuführen. Der Bundeshaushalt hatte der Deutschen Bahn AG im Jahr 2022 8,2 Mrd. Euro an Investitionszuschüssen für Baumaßnahmen im Schienennetz zur Verfügung gestellt. Für das Gesamtjahr 2022 ist mit einem deutlichen Umsatzrückgang im Wirtschaftsbau zu rechnen. Beschäftigung Im Jahr 2009 verzeichnete das Bauhauptgewerbe einen Tiefpunkt der Beschäftigung mit jahresdurchschnittlich 705.000 Erwerbstätigen. Seitdem wurde nach Angaben des Statistischen Bundesamtes die Zahl bis 2021 auf 911.000 erhöht, was einem Zuwachs von rund 30 % entspricht. Gleichzeitig sind circa 260.000 Beschäftigte in den Ruhestand gegangen. Auch im Jahr 2022 stocken die Baufirmen ihre Belegschaften auf. Die Zahl der Erwerbstätigen dürfte im Jahresdurchschnitt um 1 % auf 920.000 zunehmen. Für die Neueinstellungen haben sich die Bauunternehmen vorrangig auf den europäischen Arbeitsmarkt konzentriert. Der Anteil Erwerbstätiger aus anderen europäischen Ländern (wie Rumänien, Polen, Türkei, Kroatien und Ungarn) stieg von 8 % im Jahr 2009 auf 21 % im Jahr 2021. Auch auf ausländische Subunternehmer wird zunehmend zurückgegriffen. Grund dafür ist die sehr geringe Arbeitslosenquote der Baufacharbeiter und Bauingenieure in Deutschland. Die Zahl der gemeldeten offenen Stellen ist höher als die Zahl der Arbeitslosen. Obwohl die Zahl der neuen Auszubildenden zum Ende des Jahres 2021 mit 14.815 auf einem neuen Rekordniveau lag, reicht dies nicht aus die Rentenabgänger auszugleichen. Ende des Jahres gaben laut Konjunkturumfrage des Ifo-Instituts über 34 % der befragten Bauunternehmen an, dass ihre Bautätigkeit aufgrund des Fachkräftemangels behindert wurde. Baupreise Auch in 2022 nahmen die Preise für Bauleistungen stark zu. So lag der Preisanstieg für Leistungen des Bauhauptgewerbes bei +16,8 % über dem Vorjahresniveau. Erzeugerpreise Der Erzeugerpreisindex für Bauholz ist in 2021 um über 60 Prozent gestiegen. In 2022 lagen die Preise um 1,3 % über dem Vorjahresniveau. Bitumen sowie Epoxidharze sind in 2021 um 36 % bzw. 29 % gestiegen. Dieser Preisanstieg setzte sich in 2022 fort (+38,5 % bzw. +15,2 %). Die Preise für Stahlerzeugnisse sind noch stärker gestiegen. So lag beispielsweise der Erzeugerpreisindex für Betonstahl in Stäben im Jahr 2021 53 % und im Jahr 2022 31 % über dem jeweiligen Vorjahresniveau. Auch der Index für Betonstahlmatten ist deutlich gestiegen (2021: +52 %, 2022: +38 %). Die sehr hohen Energiepreise, verteuerten Vorleistungsgüter, wie im Bau eingesetzte chemische Produkte setzten insbesondere mittelständische energieintensive Betriebe unter Druck. Denn der Anstieg des Rohölpreises lag in 2021 bei +56 % und in 2022 bei +50 %. Auch die Erdgasmärkte waren zwischenzeitlich aufgrund geopolitischer Spannungen sehr knapp versorgt, was zu deutlichen Preissprüngen führte Nordrhein-Westfalen Im Zeitraum von Januar bis November 2022 haben die Bauunternehmen (Betriebe mit 20 und mehr Beschäftigten) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein nominales Umsatzplus von 10,6 % erwirtschaftet. Der nominale Auftragseingang im Bauhauptgewerbe NRW lag mit 6,0 % ebenfalls über dem Vorjahresniveau. Real bedeutet dies allerdings einen Umsatzrückgang von 5,1 % und einen Auftragsrückgang von 8,8 %." (Quelle: Auszugsweise aus Publikation Arbeitshilfe Lagebericht 2022, Stand 04.01.2023, Bauindustrieverband Nordrhein-Westfalen e.V.) II. Geschäftsverlauf und Lage Im Verlauf des Geschäftsjahres 2022/23 verbesserte sich unsere Geschäftslage. Die Einflüsse aufgrund Erkrankungen mit dem COVID-19-Virus belasteten noch immer die Produktion, wenn auch in geringerem Maße im Vergleich zum Vorjahr ohne aber nachhaltige Produktionseinschränkungen zu verursachen. Der Fachkräftemangel sowohl bei Auftraggebern als auch bei Dienstleistern behinderten weiterhin unsere Geschäftstätigkeit. Die Materialbeschaffung gestaltete sich entspannter im Vergleich zum Vorjahr und führte nicht zu nennenswerten Produktionsausfällen. Die Bauleistung des Vorjahres wurde übertroffen. Das Geschäftsjahr wurde zu einem erfolgreichen Abschluss gebracht. Der Personalbestand veränderte sich im Berichtszeitraum von 151 um 4 auf 155 Mitarbeiter. Neu beschrittene Wege zur Personalbeschaffung waren erfolgreich und haben den Erhalt der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft gesichert. Geräteinvestitionen wurden im Rahmen der Ersatzbeschaffung und für Neuinvestitionen realisiert. 1. Ertragslage Die Ertragslage stellte sich wie folgt dar:
2. Finanzlage Die Veränderung der Bilanzstruktur spiegelt sich wie folgt in der Kapitalflussrechnung wider:
Nahezu sämtliche Lieferantenrechnungen werden fristgerecht unter Ausnutzung von Skonti ausgeglichen. 3. Vermögenslage Das Gesamtvermögen der Gesellschaft ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % auf T€ 26.016,5 gestiegen. Damit einhergehend verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um T€ 440 und die liquiden Mittel stiegen um T€ 3.193. Die Vermögenslage stellt sich im Wesentlichen wie folgt dar:
Die Quote des Eigenkapitals liegt mit 19,8 % des Gesamtkapitals unter dem Vorjahreswert. Die Verringerung des Eigenkapitals wurde i. W. durch Ausschüttung von Gewinnvorträgen an die Gesellschafter verursacht. Die Verringerung des Eigenkapitals wurde durch eine Patronatserklärung der Gesellschafterin PK Holding GmbH ausgeglichen. Der Gesellschaft stehen darüber hinaus zwei Gesellschafterdarlehen in Höhe von 1 Mio. € und 2,6 Mio. € zur Verfügung. 4. Auftragslage Bis zum Geschäftsjahresende konnte bereits der Auftragsbestand bis deutlich in das neue Geschäftsjahr hinein gesichert werden. III. Finanzielle Leistungsindikatoren Zur Steuerung des Unternehmens verwendet die PHILIPP KUTSCH GmbH im Wesentlichen Steuerungsgrößen, die sich aus operativen monatlichen Kennzahlen (Deckungsbeitragsrechnung und kostenstellenbezogener Ergebnisrechnung), der Gewinn- und Verlustrechnung (Umsatz, EBITDA) mit quartalsmäßiger Bilanzierung und Cashflow-Betrachtung zusammensetzen. Die Betriebsleistung lag ca. 30 % über dem Niveau des Vorjahrs, das bereinigte EBITDA fiel mit T€ 3.261 (VJ: T€ 2.174) höher aus bei einem um ca. 26 % auf T€ 20.860 gesunkenen Bestand von in Ausführung befindlicher Aufträge. C. NachtragsberichtWeitere Vorgänge von besonderer Bedeutung haben sich nach Schluss des Berichtsjahres nicht ereignet. D. PrognoseberichtÖffentlicher Bau Der Bedarf an Erneuerung der Infrastruktur steigt in allen Tiefbausparten, der Abruf von Fertigungskapazitäten der Branche durch öffentliche Auftraggeber sinkt hingegen. Wir erwarten erhöhten Preisdruck. Beschäftigung Um Fachkräfte zu finden, haben Bauunternehmen bereits Löhne und Gehälter erhöht. Wir werden Aufwand und die Methodik der Suche weiter ausbauen. Preise Wir erwarten Zinserhöhungsschritte der Zentralbanken im Versuch, die inflationären Tendenzen zu bremsen, und tarifliche Lohnerhöhungsrunden im Versuch, die Auswirkungen der Inflation auf die Arbeitnehmer aufzufangen. Bauleistungen werden sich hierdurch sowie durch verschärfte behördliche Auflagen weiterhin verteuern und den Vertrieb belasten, da die Märkte nicht auf deutlich steigende Baukosten eingestellt sind. Bei unseren vorwiegend öffentlichen Auftraggebern sind weiterhin zunehmend Erschwernisse aus Personalmangel infolge zunehmender Verrentung und fehlendem Nachwuchs sowie infolge Strukturänderungen zu beobachten. Diese Faktoren führen nach wie vor zu deutlich weniger Marktangebot als die Politik als gewollt erklärt. Infolge unserer dezentralen Produktion in kleinen Produktionseinheiten und infolge der von uns ergriffenen Vorsichtsmaßnahmen und organisatorischen Verbesserungen, welche teils über die politischen Vorgaben hinausgehen, haben wir begründete Zuversicht, auch weiterhin weitestgehend unbeeinträchtigt durch die Pandemie unsere Betriebsleistung erbringen zu können. Wir gehen davon aus, dass der bestehende Mangel an qualifizierten Fachkräften weiter zunehmen wird. Die Stimmung der Baubranche hat sich infolge weiter rückläufiger Ausschreibungstätigkeit der öffentlichen Hand, und hier insbesondere im Straßenbau, weiter verstärkt eingetrübt. Aufgrund unserer derzeitigen Auftragslage erwarten wir ein deutlich positives Ergebnis für das laufende Geschäftsjahr. Derzeit sind keine wesentlichen Änderungen in der Geschäftspolitik geplant. E. Chancen- und RisikoberichtI. Risikobericht Branchenspezifische Risiken Lieferketten Seit Beginn des Krieges in der Ukraine ist der weltweite Handel beeinträchtigt. Darüber hinaus setzen enorm gestiegene Preise für Kraftstoff Transportunternehmen unter Druck. Damit besteht ein Risiko, dass es zu Störungen in nationalen Lieferketten kommt. Zunehmende Störungen der Infrastruktur durch vermehrte Baumaßnahmen führen zu Störungen bei der Beschickung von Baustellen. Energiepreise Die Energiepreise belasten die deutsche Wirtschaft schon jetzt stark. Insbesondere die energieintensive Industrie ist betroffen, was wiederum Vorleistungsgüter für den Bau, insbesondere für Zement, deutlich verteuern wird. Auch dürften geplante Investitionen von Unternehmen nach hinten geschoben werden. Inflation Die Inflationsrate steigt und wird die Baupreise erhöhen. Somit bleibt die Inflation als ein zu beachtendes Risiko bestehen. Steigende Staatsverschuldung Strukturelle Probleme und Verschuldungen öffentlicher Haushalte werden das Investitionsverhalten der öffentlichen Auftraggeber in den Infrastrukturbereich oder den Bau neuer Gebäude belasten bzw. Investitionszeitpunkte verschieben. Digitalisierung Der Einfluss starker System- und Anwendungssoftwareanbieter wächst. Durch die starke Internationalisierung von Cloudanwendungen sowie weiterer Dienste entstehen zudem datenschutzrechtliche Risiken, die sich in der Vermögenssituation widerspiegeln können. Der Bereich Datensicherheit birgt weitere Herausforderungen für die Unternehmen. Das Unternehmen befindet sich in einer darauf reagierenden Umstrukturierung. Arbeitsmarkt Neue Nachwuchskräfte können in der Bauindustrie die Abgänge in die Rente nicht mehr ausgleichen. Die Abwerbung von Arbeitskräften nimmt in der Baubranche zu. Es ist nicht auszuschließen, dass der Fachkräftemangel zu einem Risiko für die wirtschaftliche Entwicklung der Bauwirtschaft werden könnte. Wetterbedingungen Eine Entwicklung hin zu extremen Wetterbedingungen kann in der Zukunft die Bauwirtschaft einschränken. Den mit der Komplexität der Bauprojekte einhergehenden Risiken wird bereits bei der Akquisition durch entsprechende Vertragsbewertung sowie bei der Auftragsabwicklung durch dezidierte Arbeitsvorbereitung und intensives Controlling und Projektmanagement entgegengewirkt. Den aus dem Verdrängungswettbewerb entstehenden Risiken (vor allem bei margenschwachen Standardbauleistungen in einem unverändert von Überkapazitäten geprägten Markt) wird durch verstärkte Akquisition komplexer und anspruchsvoller Objekte unter Ausnutzung der Synergien zwischen den einzelnen Geschäftsfeldern entgegengewirkt. Dem Risiko der Lieferantenabhängigkeit in weitgehend von Großkonzernen gesteuerten Materialmärkten (hier wesentlich Beton- und Asphaltmischgüter) wirkt die Gesellschaft durch ihre eingegangenen Beteiligungen in der Asphalt- und Betonproduktion entgegen. Der durch den weiterhin bestehenden Personalengpass der öffentlichen Hand entstehende erhöhte Vorfinanzierungsaufwand wird durch entsprechende Liquiditätssteuerung gewährleistet. Den Risiken aus der Veränderung der politisch bestimmten Investitionen der öffentlichen Auftraggeber wird durch ein breites Auftraggeberfeld (ausgesucht nach Bonitätskriterien) entgegengewirkt. Der bis dato entstandene Investitionsstau begründet die sich aus dem Nachholbedarf ergebenden Chancen. Im Rahmen des Risikomanagements erfolgt eine kontinuierliche Diskussion und Analyse der Marktentwicklung in den einzelnen Geschäftsfeldern und Regionen im Rahmen der Geschäftsleitungssitzungen und Gesellschafterversammlungen auch in den Beteiligungsgesellschaften. Diese systematische Vorgehensweise ermöglicht eine antizipierende Anpassung an sich rasch verändernde Marktentwicklungen durch z. B. den Kapazitätsausgleich zwischen der Niederlassung und dem Stammsitz sowie entsprechender Schwerpunktsetzung in den einzelnen Geschäftsfeldern. Das mittlere Leistungsvolumen der akquirierten Baumaßnahmen orientiert sich an der Zielvorgabe einer Risikominimierung. Ertragsorientierte Risiken Das monatliche Reporting erfolgt für alle Bereiche auf einheitlicher Basis und ermöglicht kurzfristig die Einleitung von Maßnahmen zur Risikoabwehr. Im Rahmen des Risikomanagements werden kontinuierlich technische und kaufmännische Abläufe auf ihre Wirksamkeit und Effizienz überprüft. Basierend auf den vorhandenen flachen Hierarchien und der daraus resultierenden Marktnähe der jeweiligen operativen Einheiten, werden relevante Risiken erkannt und überwacht und den Risiken durch geeignete Maßnahmen entsprechend gegengesteuert. Finanzwirtschaftliche Risiken Finanzwirtschaftliche Risiken werden mit bewährten Kontroll- und Steuerungsinstrumenten überwacht. Aufgrund der branchenüblichen Verfahren der Auftragsvergabe sind Preisänderungsrisiken von wesentlicher Bedeutung nicht zu erwarten und im Einzelfall durch Stoffpreisgleitklauseln zu kompensieren. Derzeit sich schnell wandelnde Rohstoffmärkte können dazu führen, dass Lieferanten zukünftig Preisbindungen über die gesamte Projektlaufzeit verweigern. Da regelmäßig dem Arbeitsfortschritt angepasste Anzahlungen vereinbart und Auftraggeber mit guter Bonität bevorzugt werden, sind Ausfallrisiken weitgehend ausgeschlossen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch adäquates Debitorenmanagement zeitnah verfolgt. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Durch ausreichend vorhandene Eigenmittel sowie aktiv gestaltete Kredit- und Aval-Linien sind im laufenden Geschäftsjahr Liquiditätsengpässe nicht zu erwarten. Organisatorische Risiken Ein optimiertes Personalmanagement ermöglicht es uns, gegebenenfalls entstehende Personallücken aus mangelndem Nachwuchs oder fehlender Qualifikation bisher erfolgreich zu schließen. Der zunehmende Mangel an auf dem Arbeitsmarkt verfügbarem Fachpersonal kann die Entwicklungsgeschwindigkeit der Gesellschaft beeinträchtigen. Auf die Ausbildung junger Menschen (Lehrlinge) legen wir darüber hinaus besonderen Wert. Wie auch in den Vorjahren wurde im Geschäftsjahr wieder ein Weiterbildungsprogramm für Bauleiter, Kalkulatoren, Poliere sowie gewerbliches Personal zweckorientiert durchgeführt. Unsere IT-Systeme unterliegen laufender Erneuerung und Entwicklung. Um die ständige Verfügbarkeit zu gewährleisten und den Datenzugriff von Unbefugten zu verhindern, werden unsere IT-Installationen durch entsprechende technische Maßnahmen geschützt. Die weiterhin bestehenden COVID-19-Gefahren können auch weiterhin je nach Schwere des Auftretens zu Behinderungen im Geschäftsablauf führen. Auf Basis des internen Kontrollsystems wird eine hohe Transparenz und Effizienz der internen Abläufe sichergestellt. Die Unternehmenssteuerung erfolgt durch mehrere Geschäftsführer und einen Oberbauleiter. II. Chancenbericht Auf der Beschaffungsseite können wir auf eine breite Palette von Liefermöglichkeiten zurückgreifen. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch Qualitätskontrollen in Eigen- sowie Fremdüberwachung um. PHILIPP KUTSCH GmbH ist unter der Registriernummer 010.071940 in die Liste der präqualifizierten Unternehmen eingetragen, zertifiziert zur Herstellung und zum Einbau von Beton der Überwachungsklassen 2 und 3, beim Güteschutz Kanalbau mit dem Gütezeichen Kanalbau AK1 registriert und fremdüberwacht, vom TÜV als Fachbetrieb nach § 19l Wasserhaushaltsgesetz anerkannt, und nach SCC (Safety-Certificate-Contractors) zertifiziert. Eine zukünftige Zertifizierung nach AMS-Bau befindet sich in Vorbereitung. Wir werden von Auftraggebern und Lieferanten als zuverlässig leistungsfähiger Partner mit entsprechender Referenz im Markt wahrgenommen und angesprochen. III. Gesamtaussage Zum laufenden Geschäftsjahr haben wir keine Einzelrisiken festgestellt, die alleine oder in ihrer Gesamtheit den Bestand des Unternehmens gefährden.
Aldenhoven, den 13. November 2023 gez. Jan Lube gez. Stephan Nieberlein BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis 28. Februar 2023PHILIPP KUTSCH GmbH, AldenhovenI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Philipp Kutsch GmbH hat ihren Sitz in Aldenhoven. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Düren unter HRB 4171 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der vorliegende Jahresabschluss wurde gem. der §§ 238 ff. und 264 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend wurden die Vorschriften des GmbH-Gesetzes über die Rechnungslegung beachtet. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Erstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden, gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unveränderten, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Die immateriellen Vermögensgegenstände (Firmenwert) wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um die Abschreibungen, angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens und die Finanzanlagen wurden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen, entsprechend ihrer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, aktiviert. Für die nach dem 31.12.2003 angeschafften oder hergestellten Wirtschaftsgüter erfolgt die Abschreibung pro rata temporis. Geringwertige Wirtschaftsgüter bis zu einem Wert von € 800,00 werden im Jahr des Zugangs gem. § 6 (2) EStG unter Annahme ihres gleichzeitigen Abgangs voll abgeschrieben. Die Entwicklung des Anlagevermögens ist aus der Anlagenbuchführung ersichtlich. Als Anlage ist im Bericht ein Anlagenspiegel (Anlage III) beigefügt. Die Bestände der Vorräte ergeben sich aus der Inventur zum 28.02.2023. Die Bewertung erfolgte unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu dem niedrigeren beizulegenden Wert. Die unfertigen Arbeiten wurden entsprechend ihrem Bearbeitungsstand zu Herstellungskosten bzw. nach den Grundsätzen der verlustfreien Bewertung - soweit der jeweilige Leistungsstand gemäß Baustellenbericht unter den ermittelten Herstellungskosten lag - mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden zum Nennwert angesetzt. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditausfallrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben. Die nachfolgenden Bilanzpositionen wurden zum Nennwert bilanziert: - Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen, - Forderungen gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, - Forderungen gegen Gesellschafter, - sonstige Vermögensgegenstände, - Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten, - Rechnungsabgrenzungsposten, - Eigenkapital. Die Steuerrückstellungen wurden für Körperschaftsteuer und Gewerbesteuer nach entsprechenden Berechnungen gebildet. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern sowie die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Die erhaltenen Anzahlungen wurden nach der Nettomethode aktivisch mit ihrem Nettobetrag von den Vorräten abgesetzt. Angaben nach §§ 285 Nr. 11 und 11a HGB zum Anteilsbesitz (Beteiligungen mit einem Kapitalanteil von mindestens 20 %):
IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das bisher angewandte Gesamtkostenverfahren beibehalten. V. sonstige Angaben a) Die Forderungen gegen Gesellschafter beinhalten Forderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von € 558,33 zu einem Zinsatz von 0,25 %. b) Die Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als 5 Jahren betragen € 2.934.612,70. Hiervon entfallen auf Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 334.612,70, welche mit Grundpfandrechten und Einzelbürgschaften besichert sind. c) Die Gesellschaft hat branchenübliche Gewährleistungsbürgschaften für Bauleistungen und Vertragserfüllungsbürgschaften abgegeben. Weiterhin hat die Gesellschaft eine Bürgschaft in Höhe von € 2,7 Mio. für die AM-NRW Mischwerk Schwelm GmbH & Co. KG abgegeben. d) Durchschnittlicher Personalbestand Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2022/2023 im Jahresdurchschnitt 48 kaufmännische und technische Angestellte und 104 gewerbliche Arbeitnehmer. e) Geschäftsführung Zum Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2022/2023 bestellt: Herr Dipl.-Ing. Jan Lube, Aachen Herr Dipl.-Ing. Stephan Nieberlein, Meerbusch Herr Dipl.-Ing. Jörg Topka, Gladbeck Herr Dipl.-Ing. Horst Mödder, Aachen, f) Gesamtbezüge der Geschäftsführung Gemäß § 286 (4) HGB erfolgen keine Angaben zu den Gesamtbezügen der Geschäftsführung. g) Ergebnisverwendung Der Jahresüberschuss beträgt € 1.949.804,96, er wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Aldenhoven, 13. November 2023 gez. Jan Lube gez. Stephan Nieberlein gez Jörg Topka gez. Horst Mödder Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
gez. Jan Lube gez. Stephan Nieberlein gez. Jörg Topka gez. Horst Mödder Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 30.04.2024 festgestellt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Philipp Kutsch GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Philipp Kutsch GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 28. Februar 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Philipp Kutsch GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 28. Februar 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. März 2022 bis zum 28. Februar 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten eutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Baesweiler, 06. Mai 2024 Gatzweiler
• Thouet • Ehlen Partnerschaftsgesellschaft mbB
Hermann Gatzweiler, Wirtschaftsprüfer |
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