Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 202031
Vorher
tecmart gmbh
Eingetragen
12.8.2009
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernWärme- und KältehandelGashandel durch Rohrleitungen
Gegenstand
1. Das Führen eines Handelsgeschäftes, insbes. der erlaubnispflichtige Energiehandel mit Strom und Gas zur Belieferung von Endkunden, 2. die Ausübung von entgeltlichen Dienstleistungen im Zusammenhang mit dem Handelsgeschäft, 3. die Erzeugung, der Bezug und die Verteilung von Energie durch Bau und Unterhaltung eines Energieversorgungsunternehmens und/oder die Beteiligung und Vermittlung von Beteiligungen an Anlagen zur Erzeugung und Verteilung von Energie, 4. die Betriebsführung von Anlagen zur Energieerzeugung, 5. Energiemonitoring, Messstellenbetrieb und Messdienstleistung, sowie die Installation von Anlagen zu diesen Zwecken, 6. die Beteiligung und Vermittlung von Beteiligungen an Projekten und Einrichtungen der sozialen und ökologische Nachhaltigkeit, insbes. zur Herstellung einer Klimaneutralität in Bezug auf den sog. "Carbon-Footprint" von Energielieferungen sowie 7. die Unterhaltung und der Betrieb von Nebenund Hilfsbetrieben, soweit sie zur Durchführung der zu 1.-6. genannten Aufgaben notwendig sind.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Lien Niebuhr-Ta
seit 20.5.2024
Prokura
Jannik Kreye
seit 29.3.2011
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Paul Helge Joachim Kreye
Deutsch Evern
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Firstcon GmbH

Lüneburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 114.837,00 150.185,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 4,00
114.841,00 150.189,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.929,00 5.072,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 219.808,00 236.555,00
233.737,00 241.627,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.275,00 19.675,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.725,00 25.725,00
3. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
32.500,00 47.900,00
381.078,00 439.716,00
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.353.702,43 2.446.873,00
davon Forderungen gegen Gesellschafter 542.886,68 504.413,67
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 350.942,91 (EUR 349.196,93 )
davon Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 37.107,38 0,00
- davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr EUR 3.000 (EUR 0,00)
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 8.791.892,83 8.131.209,15
12.145.595,26 10.578.082,15
C. Rechnungsabgrenzungsposten 315.755,92 2.484.857,26
12.842.429,18 13.502.655,41

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 7.000,00 7.000,00
III. Gewinnvortrag 2.843.550,60 685.409,00
IV. Jahresüberschuss 85.475,39 2.388.141,60
2.961.025,99 3.105.550,60
B. Rückstellungen 6.219.023,74 5.749.298,55
C. Verbindlichkeiten 3.632.998,29 4.647.806,26
davon mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr 3.542.022,07 4.647.806,26
davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 1.459,20
D. Passive latente Steuern 29.381,16 0,00
12.842.429,18 13.502.655,41

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. - 31.12.2023 01.01. - 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 4.654.946,17 9.596.481,37
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter - 1.093.308,76 - 1.080.548,97
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung - 230.691,94 - 215.216,06
- davon für Altersversorgung EUR 10.472,02 (EUR 12.537,64)
- 1.324.000,70 - 1.295.765,03
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -95.192,45 - 79.928,45
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen - 3.530.947,63 - 4.151.708,91
- 295.194,61 4.069.078,98
5. Erträge aus anderen Wertpapieren und Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 92,93 87,50
6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 161.428,13 7.639,74
7. Abschreibungen auf Finanzanlagen 0,00 - 30.000,00
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen - 1.551,71 - 15.558,63
159.969,35 - 37.831,39
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 220.834,65 - 1.641.391,21
10. Ergebnis nach Steuern 85.609,39 2.389.856,38
11. Sonstige Steuern - 134,00 - 1.714,78
12. Jahresüberschuss 85.475,39 2.388.141,60

Anhang

1. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der Firstcon GmbH wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (§§ 242 ff. HGB) unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften sowie den Vorgaben des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

2. Angaben zur Identifikation der Gesellschaft laut Registergericht

Firmenname laut Registergericht: Firstcon GmbH
Firmensitz laut Registergericht: Lüneburg
Registereintrag: Handelsregister
Registergericht: Lüneburg
Register-Nr.: HRB 202031

3. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

3.1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterlagen, um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Den Abschreibungen lagen betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern von drei Jahren zugrunde.

Die selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Entwicklungskosten angesetzt und um planmäßige lineare Abschreibungen unter Annahme einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer von sechs Jahren vermindert.

3.2 Sachanlagen

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die planmäßigen Abschreibungen wurden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände linear vorgenommen. Dabei lagen den Bauten, einschließlich der Bauten auf fremdem Grund, Nutzungsdauern von fünf bis zehn Jahren zugrunde. Bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung wurde eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei bis 20 Jahren angenommen.

3.3 Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Außerplanmäßige Abschreibungen werden nur bei Wertminderungen vorgenommen, die voraussichtlich von Dauer sind.

3.4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen werden mit dem Nennbetrag abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen für zweifelhafte Forderungen bewertet.

3.5 Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen sind für alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten in der Höhe des Betrages gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zu ihrer Erfüllung notwendig ist.

3.6 Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

4. Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Beim Jahresabschluss konnten die bisher angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden im Wesentlichen übernommen werden.

Ein grundlegender Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

5. Angaben zur Bilanz

5.1 Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz ist aus dem Anlagenspiegel zu entnehmen.

Die Sofortabschreibung geringwertiger Vermögensgegenstände wird als Zugang und Abgang ausgewiesen. Somit sind in den Geschäftsjahresabschreibungen auch die Abschreibungen für geringwertige Vermögensgegenstände enthalten.

5.2 Angaben und Erläuterungen zu Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich aus Personalkosten (TEUR 106,0), Berufsgenossenschaft (TEUR 1,1), ungewissen Verbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 4.531,5), Archivierungskosten (TEUR 10,0) und Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 46,7) zusammen.

6. Sonstige Angaben

6.1 Ausschüttungssperre

Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände des Anlagevermögens führen abzüglich darauf entfallender passiver Steuerlatenzen von EUR 35.059 zu einer Ausschüttungssperre von EUR 79.778.

6.2 Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigten Arbeitnehmer betrug 25.

Arbeitnehmergruppen Zahl
Arbeiter 1,00
Angestellte 17,00
leitende Angestellte 7,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlich beschäftigten Arbeitnehmer beträgt damit 25,00
vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 14,00
teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 11,00

6.3 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen belaufen sich auf TEUR 67 p.a.

6.4 Name der Geschäftsführer

Zu den Geschäftsführern der Gesellschaft wurden durch Beschluss der Gesellschafterversammlung im Kalenderjahr 2020 Herr Malte Steinmetz und Frau Jowana Lohmöller bestellt. Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Hinsichtlich der Angaben zu den Bezügen der Organmitglieder oder früherer Organmitglieder wird von der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

6.6 Ergebnisverwendungsvorschlag

Der Gewinn soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

6.7 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Keine.

 

Lüneburg, den 30.10.2024

Malte Steinmetz

Jowana Lohmöller

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 11. Dezember 2024 festgestellt.

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungskosten/Herstellungskosten
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 212.044,70 0,00 0,00 212.044,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.600,50 0,00 0,00 8.600,50
220.645,20 0,00 0,00 220.645,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.183,55 9.848,17 0,00 36.031,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 385.398,08 45.239,28 25.893,59 404.743,77
411.581,63 55.087,45 25.893,59 440.775,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 23.950,00 3.300,00 18.700,00 8.550,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 51.450,00 0,00 0,00 51.450,00
3. Genossenschaftsanteile 2.500,00 0,00 0,00 2.500,00
77.900,00 3.300,00 18.700,00 62.500,00
710.126,83 58.387,45 44.593,59 723.920,69
Abschreibungen
01.01.2023 Zugänge Abgänge 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 61.859,70 35.348,00 0,00 97.207,70
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 8.596,50 0,00 0,00 8.596,50
70.456,20 35.348,00 0,00 105.804,20
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 21.111,55 991,17 0,00 22.102,72
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 148.843,08 58.853,28 22.760,59 184.935,77
169.954,63 59.844,45 22.760,59 207.038,49
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.275,00 0,00 0,00 4.275,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.725,00 0,00 0,00 25.725,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
30.000,00 0,00 0,00 30.000,00
270.410,83 95.192,45 22.760,59 342.842,69
Buchwert
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 114.837,00 150.185,00
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4,00 4,00
114.841,00 150.189,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.929,00 5.072,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 219.808,00 236.555,00
233.737,00 241.627,00
III. Finanzanlagen
1. Beteiligungen 4.275,00 19.675,00
2. Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 25.725,00 25.725,00
3. Genossenschaftsanteile 2.500,00 2.500,00
32.500,00 47.900,00
381.078,00 439.716,00

Lagebericht 2023

A Grundlagen

1.Einleitung

2.Marktentwicklung

2.1Strommarkt

2.2Gasmarkt

B Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsentwicklung

1.1 Ökostrom-Vertrieb

1.2 Vertrieb klimaneutralen Erdgases

1.3 Photovoltaik-Vertrieb

1.4 Personalentwicklung

1.5 Gesamtbetrachtung

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Ertragslage

2.2 Finanzlage

2.3 Vermögenslage

C Prognosebericht

D Bericht über Chancen und Risiken

A Grundlagen

1. Einleitung

Die Firstcon GmbH ist ein deutschlandweit agierender Energievertrieb, der sich auf Ökostrom und klimaneutrales Erdgas spezialisiert hat. Die Energieversorgung erfolgt durch eigene Bilanzkreise unter verschiedenen Vertriebsmarken. Als lokal verwurzeltes und engagiertes Unternehmen übernimmt die Gesellschaft Verantwortung über die reine Energieversorgung hinaus, indem sie beispielsweise in den Ausbau von Windkraftanlagen investiert, CO 2 -Emissionen kompensiert, die E-Mobilität fördert und zahlreiche Vereine durch Spendenpartnerschaften unterstützt.

Zusätzlich bietet Firstcon eine Reihe von energiewirtschaftlichen Prozessdienstleistungen an, darunter Mieterstromabrechnung, Shopsysteme und White-Label-Marken. Im laufenden Geschäftsjahr hat das Unternehmen den im Vorjahr gestarteten Vertrieb von Photovoltaikanlagen an Privatkunden erfolgreich fortgesetzt.

Alleiniger Gesellschafter der Firstcon GmbH bleibt Herr Joachim Kreye. Die Geschäftsführung lag im Geschäftsjahr weiterhin unverändert in den Händen von Frau Jowana Lohmöller und Herrn Malte Steinmetz, die jeweils alleinvertretungsberechtigt sind.

2. Marktentwicklung

2.1 Strommarkt

Im Jahr 2023 verzeichnete der Strommarkt einen Rückgang des Stromverbrauchs um 5,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Gesamterzeugung von Strom fiel um 9,1 Prozent niedriger aus. Der durchschnittliche Day-Ahead Großhandelspreis für Strom sank deutlich auf 95,18 Euro/MWh, was einen starken Rückgang gegenüber dem Vorjahrespreis von 235,45 Euro/MWh darstellt und in etwa dem Niveau von 2021 entspricht.

Die Preisschwankungen im Strommarkt standen im engen Zusammenhang mit den Entwicklungen auf dem Gasmarkt, die insbesondere durch den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine im Jahr 2022 beeinflusst wurden. Dies führte zu einem signifikanten Anstieg der Gas- und Kohlepreise. Ab Oktober 2022 begannen die Großhandelspreise für Strom jedoch wieder zu sinken. Trotz eines vorübergehenden Anstiegs im Januar 2023 setzte sich der Trend fallender Preise in den folgenden Monaten fort.

Deutscher Day-Ahead Großhandelsstrompreis 2023 2022
Durchschnitt [Euro/MWh] 95,18 235,45
Minimum [Euro/MWh] -500 -19,04
Maximum [Euro/MWh] 524,27 871
Anzahl Stunden mit negativen Preisen 301 69

Die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien stieg im Vergleich zum Vorjahr um 7,5 Prozent und erreichte einen Anteil von 56,0 Prozent an der Gesamterzeugung (2022: 47,4 Prozent). Im Gegensatz dazu ging die konventionelle Stromerzeugung um 24,0 Prozent zurück, was unter anderem auf die Abschaltung der letzten Kernkraftwerke am 15. April 2023 zurückzuführen ist.

2.2 Gasmarkt

Im Jahr 2023 sanken die Gaspreise im Vergleich zum Vorjahr deutlich. Der durchschnittliche Day-Ahead-Preis für Gas lag bei 41 Euro/MWh, deutlich unter dem Vorjahreswert von 127,1 Euro/MWh.

Deutschland hat im Jahr 2023 erheblich Gas eingespart. Der Gasverbrauch ging insgesamt um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurück. Haushalte und Gewerbebetriebe machten dabei etwa 41 Prozent des gesamten deutschen Gasverbrauchs aus, während 59 Prozent auf die Industrie entfielen. Verglichen mit dem Durchschnittsverbrauch der Jahre 2018 bis 2021 verringerte sich der Erdgasverbrauch um 17,5 Prozent. Haushalte und Gewerbebetriebe sparten dabei 16,4 Prozent, während die Industrie ihren Verbrauch um 18,3 Prozent reduzierte.

Die Temperaturen hatten einen signifikanten Einfluss auf den Gasverbrauch. Im Jahr 2023 lagen die Durchschnittstemperaturen 0,58 °C über dem Mittel der Jahre 2018 bis 2021, was den Gasverbrauch insgesamt reduzierte. Besonders auffällig waren die Temperaturen im Oktober, die 1,5 °C über dem Monatsmittel lagen, und im November, der um 0,3 °C wärmer war. Der Dezember 2023 war mit einer Durchschnittstemperatur von 4,0 °C ebenfalls wärmer als in den Vergleichsjahren und lag 0,8 °C über dem Durchschnittswert.

B Wirtschaftsbericht

1. Geschäftsentwicklung

1.1 Ökostrom-Vertrieb

Im Geschäftsjahr 2023 belieferte Firstcon ihre Kunden mit insgesamt 48 GWh OK Power plus-zertifiziertem Ökostrom, was einen Rückgang im Vergleich zu den 68 GWh des Vorjahres darstellt. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf die hohe Kündigungsrate in 2022 zurückzuführen, die infolge der starken Preisanpassung zum 1. Januar 2023 erfolgte. Aufgrund des hohen Preisniveaus an den Terminmärkten im Jahr 2022 stiegen die variablen Kosten für die Strombeschaffung erheblich, wodurch die Gesellschaft gezwungen war, diese Kosten teilweise an ihre Kunden weiterzugeben.

Wie erwartet, war das Berichtsjahr ein Jahr der Konsolidierung, in dem die Kundenzahlen und Liefermengen stabil gehalten werden konnten.

Die Implementierung der Strompreisbremse gemäß dem StromPBG konnte bereits für die Abschläge im Januar umgesetzt werden.

1.2 Vertrieb klimaneutralen Erdgases

Im Jahr 2023 lieferte die Firstcon insgesamt 55 GWh Erdgas, verglichen mit 137 GWh im Vorjahr. In Zusammenarbeit mit First Climate wurden sämtliche durch den Kundenverbrauch verursachten CO 2 -Emissionen durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten kompensiert. Der Rückgang des Absatzes ist vor allem auf Kündigungen im Jahr 2022 zurückzuführen, die aufgrund notwendiger Preisanpassungen infolge stark gestiegener Beschaffungskosten erfolgten.

Im ersten Halbjahr konzentrierte sich das Unternehmen auf die Konsolidierung der Kundenzahlen, um im zweiten Halbjahr wieder Wachstum zu erzielen. Zudem wurde die Gaspreisbremse gemäß dem EWPBG bereits für die Abschlagszahlungen im Januar umgesetzt.

1.3 Photovoltaik-Vertrieb

Im Jahr 2023 ging die Nachfrage nach Photovoltaikanlagen parallel zu den fallenden Energiepreisen zurück. Infolgedessen konnte Firstcon im abgelaufenen Geschäftsjahr lediglich 22 PV-Anlagen an Privat- und Gewerbekunden vermitteln, was nur ein geringes Wachstum im Vergleich zum Vorjahr (2022: 21 Anlagen) darstellt.

1.4 Personalentwicklung

Zum Bilanzstichtag waren 27 Mitarbeiter bei Firstcon beschäftigt. Das quartalsweise Bonusprogramm für das Erreichen festgelegter Ziele wurde fortgesetzt, ebenso wie die flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Optionen.

1.5 Gesamtbetrachtung

Im vergangenen Geschäftsjahr stiegen die Energiebeschaffungskosten der Gesellschaft erheblich an, von denen ein Teil auf die Kunden weitergegeben werden konnte. Diese Preiserhöhungen führten jedoch zu einem erheblichen Kundenverlust, dem in der zweiten Jahreshälfte durch Preissenkungen entgegengewirkt wurde. Diese Preissenkungen führten in den Quartalen 3 und 4 zu operativen Verlusten, die die Gewinne aus den ersten beiden Quartalen überstiegen. Dank eines positiven neutralen Ergebnisses, das hauptsächlich aus Mehr- und Mindermengenabrechnungen der Vorjahre sowie Erträgen aus der Auflösung einer Drohverlustrückstellung resultierte, konnte der operative Verlust für das Jahr 2024 vollständig ausgeglichen werden. Insgesamt bleibt die Einschätzung jedoch negativ, auch wenn das äußerst schwierige Marktumfeld im Jahr 2023 diese Bewertung etwas relativiert.

2. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.1 Ertragslage

Das Geschäftsjahr 2023 schloss mit einem Jahresüberschuss von 85 TEUR, gegenüber einem Jahresüberschuss von 2.388 TEUR im Jahr 2022. Die Umsatzerlöse erhöhten sich signifikant aufgrund der steigenden Strom- und Gaspreise auf 38.857 TEUR (Vorjahr: 33.588 TEUR). Entsprechend stieg auch der Materialaufwand auf 38.107 TEUR (Vorjahr: 25.501 TEUR). Der Verbrauch der im Vorjahr gebildeten Rückstellungen für drohende Verluste aufgrund der stark gesunkenen Gaspreise, für die bereits Abnahmeverpflichtungen bestanden, führte dazu, dass die Aufwendungen um 1.500 TEUR weniger stark anstiegen. Das EBT fiel von 4.030 TEUR im Vorjahr auf -135 TEUR.

2.2 Finanzlage

Das Eigenkapital zum Bilanzstichtag belief sich auf 2.961 TEUR, ein Rückgang gegenüber den 3.106 TEUR Ende 2022. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich auf 23,1% (Vorjahr: 23,0%). Langfristiges Anlagevermögen wurde vollständig durch Eigenkapital gedeckt, während kurzfristige Verbindlichkeiten vollständig durch liquide Mittel abgedeckt waren.

2.3 Vermögenslage

2023 nahm Firstcon keine externen Darlehen in Anspruch. Alle Garantien für Sicherheiten der OTC-Handelspartner und Vorfinanzierungen wurden intern finanziert.

C Prognosebericht

Im Jahr 2024 wird die wirtschaftliche Entwicklung voraussichtlich weiterhin stark durch die Beschaffungsmärkte und deren Preisvolatilitäten geprägt sein. Insbesondere im Vertrieb besteht die Herausforderung darin, in einem anspruchsvollen Wettbewerbsumfeld das aktuelle Preis- und Margenniveau bei den bestehenden Kunden während des Jahres zu halten und gleichzeitig den Wachstumskurs wieder aufzunehmen. Vor diesem Hintergrund wird für das Geschäftsjahr 2024 trotz eines erwarteten Umsatzrückgangs ein positives EBT erwartet, das dem Niveau von vor 2022 entspricht.

D Bericht über Chancen und Risiken

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet die Geschäftsführung mit einer Rückkehr zum Kundenwachstum bei einem positiven Ergebnis. Ein mögliches finanzielles Risiko stellt der Anstieg der Energiepreise dar. Dem soll durch eine kleinteiligere Beschaffungsstrategie über einen längeren Zeitraum und durch kürzere Preisgarantien im Vertrieb begegnet werden.

Dem gegenüber besteht die Chance, offene Beschaffungspositionen unterhalb der kalkulierten Preise zu beschaffen.

Ein weiteres finanzielles Risiko könnten Rückforderungen von Erstattungsbeträgen im Zusammenhang mit den Energiepreisbremsen darstellen. Insbesondere die unsichere Rechtslage im Zuge einer Untersuchung durch das Bundeskartellamt könnte zusätzliche Herausforderungen mit sich bringen.

Auch Forderungsausfälle sind angesichts der aktuellen wirtschaftlichen Lage ein Risiko, das berücksichtigt werden muss. Um dieses Risiko zu minimieren, legt das Forderungsmanagement der Firstcon verstärkt Wert auf das Scoring neuer Kunden und das Monitoring bestehender Geschäftsbeziehungen.

Die fortschreitende Digitalisierung bringt für Firstcon die Notwendigkeit mit sich, IT-bezogene Risiken frühzeitig zu erkennen und zu reduzieren. Aus diesem Grund betreibt sie keine eigene Serverinfrastruktur, sondern nutzt Cloud-Lösungen, die hohe Verfügbarkeit und Skalierbarkeit bieten. Darüber hinaus schützen moderne Firewalls vor unbefugtem Zugriff, und es wurden technische und organisatorische Maßnahmen (TOMs) implementiert, um die IT-Sicherheit zu gewährleisten:

Strenge Sicherheitsrichtlinien für das Homeoffice, um auch außerhalb der Unternehmensräume Sicherheit zu garantieren.

Orientierung an den BSI-Grundschutzkatalogen, um eine umfassende und systematische IT-Sicherheitsstrategie zu verfolgen.

Regelmäßige Schulungen der Mitarbeiter zu aktuellen Bedrohungen im Bereich Cybersecurity und Best Practices.

Einsatz von Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) für alle Mitarbeiter, um den Zugang zu sensiblen Daten zusätzlich abzusichern.

Derzeit sind keine weiteren Risiken erkennbar, die einen nachhaltigen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Firstcon GmbH haben könnten.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Firstcon GmbH, Lüneburg:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Firstcon GmbH, Lüneburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023, der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Lüneburg GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungs-legung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, 27. November 2024

NPP Niethammer, Posewang & Partner GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Holger Martens, Wirtschaftsprüfer

ppa. Torge Bothmann, Wirtschaftsprüfer

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