Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 215612
Eingetragen
18.8.2020
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Verwaltung des eigenen Vermögens, insbesondere durch Beteiligung an anderen Kapital- und Personengesellschaften sowie Erbringung von Dienstleistungen gegenüber Gesellschaften mit denen Beteiligungsverhältnisse bestehen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Thomas Josef Storck
seit 18.8.2020
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Hinterm Esch 42, 49681 Garrel
12.750 €
51.00%
Hinterm Esch 42, 49681 Garrel
12.250 €
49.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

TST Holding GmbH

Garrel

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

Aktivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 877.161,19 1.120.405,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.206.516,00 1.385.260,00
2.083.677,19 2.505.665,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.819.042,53 15.620.238,51 '
2. technische Anlagen und Maschinen 4.749.682,95 5.641.495,25
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.769.540,00 1.542.885,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 357.871,07 119.532,92
5. Viehbestand Zuchttiere 8.711.800,54 11.229.260,07
31.407.937,09 34.153.411,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.000,00 205.338,57
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.134.170,00 918.062,66
3. Beteiligungen 22.446,50 22.446,50
4. sonstige Ausleihungen 15.258,02 31.058,46
5. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
1.193.874,52 1.177.906,19
34.685.488,80 37.836.982,95
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.304.377,60 1.568.526,95
2. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 5.107.546,25 3.856.292,96
6.411.923,85 5.424.819,91
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.153.008,18 7.403.333,11
2. Forderungen gegen Gesellschafter 573.366,85 501.500,00
3. Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.075,00 1.480,00
4. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 1.040.000,00 1.040.000,00
5. sonstige Vermögensgegenstände 1.490.717,58 1.623.524,06
10.284.167,61 10.569.837,17
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.156.667,49 536.272,67
17.852.758,95 16.530.929,75
C. Rechnungsabgrenzungsposten 2.602.175,30 2.676.081,75
55.140.423,05 57.043.994,45

Passivseite

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Konzerngewinnvortrag 804.246,72 108.370,45
III. Konzerngewinn 3.146.562,80 695.876,27
IV. nicht beherrschende Anteile 2.869.874,00 2.971.371,14
6.845.683,52 3.800.617,86
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 1.461.171,19 658.511,00
2. Sonstige Rückstellungen 3.555.778,51 3.191.690,04
5.016.949,70 3.850.201,04
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.489.191,15 30.832.688,26
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 695.752,32 411.417,55
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.982.921,14 4.596.685,09
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 305.032,37
5. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 691.389,28 1.064.209,21
6. Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 8.328.565,15 7.937.513,75
7. sonstige Verbindlichkeiten 865.897,99 1.416.088,58
41.053.717,03 46.563.634,81
D. Rechnungsabgrenzungsposten 550,00 1.613,71
E. Passive latente Steuern 2.223.522,80 2.827.927,03
55.140.423,05 57.043.994,45

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 86.558.428,58 77.553.046,51
2. Verminderung und Erhöhung des Bestands an unfertigen Erzeugnissen sowie des Viehbestandes Zuchttiere -1.266.206,24 1.009.978,21
3. sonstige betriebliche Erträge 946.759,83 1.683.461,10
4. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 35.889.341,34 35.201.339,37
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.846.813,35 4.694.961,29
40.736.154,69 39.896.300,66
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 18.168.225,87 18.528.057,71
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 3.495.863,28 3.691.016,49
21.664.089,15 22.219.074,20
6. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.988.630,98 3.291.303,76
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 13.652.288,75 12.849.691,71
8. Erträge aus assoziierten Unternehemen 314.977,19 1.282,90
9. Erträge aus Beteiligungen 0,00 50,00
10. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 92.612,49 85.621,97
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.208.163,98 922.491,63
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.971.162,13 196.422,81
13. Ergebnis nach Steuern 3.426.082,17 958.155,92
14. Sonstige Steuern 186.016,51 168.776,79
15. Konzernüberschuss 3.240.065,66 789.379,13
16. nicht beherrschende Anteile 93.502,86 93.502,86
17. Konzerngewinn 3.146.562,80 695.876,27

Konzernanhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

A. Allgemeine Angaben

Der Konzernabschluss der TST Holding GmbH, Garrel, Amtsgericht Oldenburg HRB 215612, wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) unter Beachtung der ergänzenden Vorschriften für Gesellschaften mit beschränkter Haftung und den Grundsätzen ordnungsgemäßer (Konzern)Buchführung erstellt.

Die TST Holding GmbH wurde am 24. Juli 2020 gegründet.

Der Konzernabschluss ist auf den Stichtag des Jahresabschlusses des Mutterunternehmens aufgestellt worden. Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht dem des Mutternunternehmens.

Die Bilanz wurde im Anlagevermögen um den Posten "Viehbestand Zuchttiere", in dem die Elterntiere, die der Produktion von Eiern dienen, enthalten sind und im Umlaufvermögen sowie unter den Verbindlichkeiten um den Posten "Forderungen und Verbindlichkeiten gegen / gegenüber nahestehenden Unternehmen" erweitert.

In Ausübung des Wahlrechts werden nicht in der Bilanz oder Gewinn- oder Verlustrechnung gemachte Angaben in den Anhang aufgenommen (Wahlpflichtangaben). Ferner werden zur besseren Darstellung die in der Bilanz sowie in der Gewinn- und Verlustrechnung anzugebenden Davon-Vermerke in den Anhang aufgenommen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren i. S. von § 275 HGB aufgestellt.

B. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss werden neben der TST Holding GmbH als Mutterunternehmen die folgenden unmittelbaren und unmittelbaren Tochterunternehmen einbezogen, auf die die TST Holding GmbH unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte einen beherrschenden Einfluss ausübt:

Name Anteil am Kapital
in %
Moorgut Kartzfehn Turkey Breeder GmbH, Kartzfehn/Bösel 85,00
Kartzfehn Märkische Puten GmbH, Gühlen-Glienicke * 85,00
Kartzfehn Putenbrüterei GmbH, Kartzfehn/Bösel * 85,00
GLOBAL TURKEYS GmbH, Kartzfehn/Bösel * 85,00

* mittelbare Beteiligung über die Moorgut Kartzfehn Turkey Breeder GmbH

Die nicht dem Mutterunternehmen zuzurechnenden Anteile am Kapital werden innerhalb des Eigenkapitasl als nicht beherrschende Anteile ausgewiesen. Diese Anteile in Höhe von 15% befinden sich ebenfalls innerhalb des Familienverbundes und werden von der BST Holding GmbH, Garrel, gehalten.

Die Moorgut Kartzfehn Turkey Breeder GmbH, die Kartzfehn Märkische Puten GmbH und die Kartzfehn Putenbrüterei GmbH haben die Befreiungsmöglichkeit des § 264 Abs. 3 HGB hinsichtlich der Offenlegung ihrer Jahresabschlüsse in Anspruch genommen.

Die folgenden Gesellschaften werden im Konzernabschluss als assoziierte Unternehmen einbezogen und nach der Equity-Methode bewertet:

Anteil am Kapital
Name in %
Themann Kraftfutter GmbH, Bösel 50,00
Bargmann Putenzucht GmbH & Co. KG, Soltau 33,33

C. Konsolidierungsgrundsätze

Kapitalkonsolidierung

Die Erstkonsolidierung aller in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften erfolgte zum 1. Oktober 2020. Die Jahresabschlüsse der Tochterunternehmen sind unter Anwendung der Vollkonsolidierung (§ 301 HGB) in den Konzernabschluss einbezogen. Die der Konsolidierung zu Grunde liegenden Abschlüsse wurden einheitlich nach den vom Mutterunternehmen festgelegten Bilanzierungs- und Bewertungsrichtlinien aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung aller einbezogenen Unternehmen erfolgte nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 HGB. Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligungen zum Zeitpunkt der erstmaligen Einbeziehung mit dem auf sie entfallenden neubewerteten Eigenkapital verrechnet.

In den Neubewertungsbilanzen der Tochtergesellschaften sind alle Vermögensgegenstände, Schulden mit Ausnahme der in § 301 Abs. 1 Satz 3 HGB genannten Bilanzposten und Rechnungsabgrenzungsposten vollständig und einzeln erfasst sowie mit dem beizulegenden Zeitwert zum maßgeblichen Erstkonsolidierungszeitpunkt bewertet worden. Rückstellungen wurden mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bewertet. Für steuerliche Be- oder Entlastungen, die aus dem Abbau abzugsfähiger oder zu versteuernder temporärer Differenzen der in der Neubewertungsbilanz angesetzten Vermögens- und Schuldposten resultieren, sind latente Steuern angesetzt worden. Die latenten Steuern sind mit einem unternehmensindividuellen Steuersatz von 30 % bewertet worden.

Aus der Verrechnung der Anschaffungskosten mit dem zu Zeitwerten bewerteten Vermögen der Tochtergesellschaften ist ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von EUR 1.787.432,99 (Geschäfts- oder Firmenwert) entstanden. Da dessen voraussichtliche Nutzungsdauer nicht verlässlich geschätzt werden kann, ist die planmäßige Abschreibung gem. § 309 Absatz 1 HGB i. V. m. § 253 Absatz 3 Satz 3 und 4 HGB über einen Zeitraum von zehn Jahren vorzunehmen. Im Berichtsjahr wurde der Geschäfts- oder Firmenwert in Höhe von EUR 178.744,00 planmäßig abgeschrieben, so dass sich zum Bilanzstichtag der Geschäfts- oder Firmenwert auf EUR 1.206.516,00 beläuft.

Schulden-, Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Bei der Schuldenkonsolidierung wurden die Forderungen und Verbindlichkeiten der einbezogenen Unternehmen gegeneinander aufgerechnet (§ 303 Abs. 1 HGB).

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden die Innenumsätze und alle wesentlichen konzerninternen Erträge mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet. Beteiligungsergebnisse aus Unternehmen des Konsolidierungskreises wurden eliminiert.

Auf die Eliminierung von Zwischenergebnissen sowie die etwaige Abgrenzung aktiver latenter Steuern aus der Zwischenergebniseliminierung wurde aufgrund der nur untergeordneten Höhe verzichtet.

D. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die aus den Jahresabschlüssen der in den Konzern einbezogenen Unternehmen vollständig in den Konzernabschluss nach § 300 Abs. 2 HGB übernommenen Vermögensgegenstände, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind nach den auf den Jahresabschluss des Mutterunternehmens anwendbaren Bewertungsmethoden einheitlich bewertet worden.

Anlagevermögen

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und ggf. außerplanmäßig abgeschrieben. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über Nutzungsdauern von 3 bis 8 Jahren vorgenommen.

Das Sachanlagevermögen wird im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich, soweit abnutzbar, nutzungsbedingter planmäßiger und ggf. außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Im Jahr des Zugangs erfolgt die Abschreibung zeitanteilig.

Die planmäßigen Abschreibungen werden über die folgenden (gruppeneinheitlichen) Nutzungsdauern vorgenommen:

Anlagengruppe Nutzungsdauern
Gebäude und bauliche Betriebsvorrichtungen 5 bis 50 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 20 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen 2 bis 14 Jahre

Geringwerte Anlagegüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben und ihr Abgang unterstellt.

Die Finanzanlagen werden im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums mit den Anschaffungskosten angesetzt und bei voraussichtlich dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren beizulegenden Wert am Abschlussstichtag bewertet.

Die Bewertung der Zuchtputen erfolgt mit den durchschnittlichen Herstellungskosten je Altersgruppe für Hennen und Hähne. In den Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung der Produktionsanlagen einbezogen. Planmäßige Abschreibungen werden nach Legeleistungsverlauf vorgenommen, durch den auch dem späteren Wertverlust, der durch die Abnahme der Legeleistung verursacht wird, Rechnung getragen wird.

Assoziierte Unternehmen

Assoziierte Unternehmen werden gemäß § 312 HGB grundsätzlich zum Buchwert angesetzt und in den Folgejahren um den anteiligen Betrag der Eigenkapitalveränderungen fortgeschrieben. Zwischen Buchwert und anteiligem Eigenkapital besteht aus der Erstkonsolidierung der Themann Kraftfutter GmbH ein aktiver Unterschiedsbetrag (Geschäfts- oder Firmenwert) von EUR 637.677,06, der im Berichtsjahr basierend auf einer Nutzungsdauer von 10 Jahren um EUR 63.767,71 abgeschrieben wurde und zum Bilanzstichtag noch EUR 398.548,16 beträgt.

Umlaufvermögen

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten. Sofern der beizulegende Wert am Bilanzstichtag niedriger war, wurde dieser angesetzt.

In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung des jeweiligen Produktionsbereichs bei normaler Auslastung einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Fertigung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Finanzierungskosten sowie Kosten für soziale Einrichtungen, freiwillige soziale Leistungen und die betriebliche Altersversorgung werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Für unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen erfolgt eine verlustfreie Bewertung durch Ansatz mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten und den retrograd ermittelten beizulegenden Werten. Dem strengen Niederstwertprinzip wird durch angemessene Wertabschläge Rechnung getragen.

Forderungen sowie sonstige Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennwert oder mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken bei zweifelhaften Forderungen werden durch entsprechende Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Uneinbringliche Forderungen werden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben. Dem allgemeinen Kredit-, Zins- und Ausfallrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden durch eine Pauschalwertberichtigung auf die einzelwertberichtigten Forderungen Rechnung getragen. Bei der Bemessung der Wertberichtigungen wird berücksichtigt, dass die Forderungen teilweise durch eine Warenkreditversicherung abgesichert sind.

Aufrechenbare Forderungen und Verbindlichkeiten gegen(über) denselben verbundenen Unternehmen werden saldiert dargestellt.

Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt. Fremdwährungen wurden zum Stichtagskurs umgerechnet.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 Abs. 1 HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Eigenkapital

Der Ausweis und die Darstellung des Eigenkapitals erfolgt nach § 272 HGB unter Berücksichtigung der ergänzenden Bestimmungen des Gesellschaftsvertrages und zum Abschlussstichtag vorliegender Beschlüsse.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für die ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und die erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen werden soweit erforderlich bei der Ermittlung des Erfüllungsbetrags (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) berücksichtigt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 Abs. 2 HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst.

Die Ermittlung der Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen erfolgte unter Anwendung versicherungsmathematischer Methoden (PUC-Methode) mit Verwendung der "Richttafeln 2018 G" von Klaus Heubeck. Erwartete Gehaltssteigerungen wurden mit 2,5 % (Vorjahr 2,5 %) und Fluktuation mit 2,5 % (Vorjahr: 2,5 %) eingerechnet. Die Abzinsung erfolgte mit einem Zinssatz von 1,74% p.a. (Vorjahr 1,44% p.a.; 15- Jahres-Zins, 7-Jahres-Durchschnitt, gemäß RückAbzinsV- Dezember 2023).

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten werden jeweils mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Umrechnung von Fremdwährungsposten

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger waren (Niederstwertprinzip) oder höher lagen (Höchstwertprinzip). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Geschäften in Fremdwährung werden erfolgswirksam erfasst im Anhang gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Latente Steuern

Latente Steuern ergeben sich aus Unterschieden in den Wertansätzen zwischen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Sie werden nach §§ 274 und 306 HGB und unter Anwendung von DRS 18 gebildet. Sie enthalten künftige Steuerminder- oder Steuermehrbelastung, die sich aus temporären Differenzen zwischen der Konzernbilanz, den Einzelbilanzen und den Steuerbilanzen ergeben, sowie aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge. Die passiven Steuerlatenzen resultieren im Wesentlichen aus aufgedeckten stillen Reserven von Vermögensgegenständen des Sachanlagevermögens auf Ebene des Konzernabschlusses im Rahmen der Erstkonsolidierung sowie aus Bewertungsunterschieden bei den sonstigen Rückstellungen. Latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge werden gebildet, soweit zukünftig ausreichende steuerliche Gewinne mit hinreichender Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Latente Steuern werden unter Verwendung der unternehmensindividuellen Steuersätze berechnet (30%), die nach gegenwärtiger Rechtslage zum voraussichtlichen Ausgleichszeitpunkt der temporären Differenzen maßgebend sein werden.

Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet. Zum Bilanzstichtag ergibt sich nach Saldierung der aktiven und passiven latenten Steuern (Gesamtdifferenzenbetrachtung) ein Passivüberhang.

Angaben zur Bildung von Bewertungseinheiten

Zum Bilanzstichtag 31.12.2023 bestehen keine Bewertungseinheit mehr.

Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse werden realisiert, wenn die Lieferungen und Leistungen ausgeführt sind und der Gefahrenübergang erfolgt ist. Aufwendungen und Erträge sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

E. Erläuterungen zu den Posten der Konzernbilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres für die Einzelposten des Anlagevermögens sind dem als Anlage beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen, der integraler Bestandteil dieses Anhangs ist.

Aufstellung des Konzernanteilsbesitzes

Name, Sitz des Unternehmens Eigenkapital Jahresergebnis Anteile am Kapital
TEuro TEuro %
PKM Beteiligungs GmbH i.L., Bösel * 21 -2 100,00
Cord Bargmann Putenzucht GmbH, Soltau 44 -1 33,33
Lethetal Putenspezialitäten GmbH, Alhorn 14 -1 26,00

* Jahresabschluss zum 31.03.2023

Die Gesellschaften werden aufgrund der einzeln und insgesamt nur untergeordneten Bedeutung für die Vermittlung eines den tatsächlichen Verhältnissen entsprechenden Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns nicht in den Konzernabschluss einbezogen (§ 296 Abs. 2 HGB bzw. § 311 Abs. 2 HGB).

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände mit einer Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr gesamt
Euro Euro Euro
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 7.153.008,18 0,00 7.153.008,18
Vorjahr: 7.403.333,11 0,00 7.403.333,11
Forderungen gegen Gesellschafter 573.366,85 0,00 573.366,85
Vorjahr: 501.500,00 0,00 501.500,00
Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 27.075,00 0,00 27.075,00
Vorjahr: 1.480,00 0,00 1.480,00
Forderungen gegen nahestehende Unternehmen 1.040.000,00 0,00 1.040.000,00
Vorjahr: 1.040.000,00 0,00 1.040.000,00
sonstige Vermögensgegenstände 1.477.217,58 13.500,00 1.490.717,58
Vorjahr: 1.621.524,06 2.000,00 1.623.524,06
10.270.667,61 13.500,00 10.284.167,61
Vorjahr: 10.567.837,17 2.000,00 10.569.837,17

Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren wie im Vorjahr aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Im Umlaufvermögen sind Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEuro 573 (Vorjahr: TEuro 502) aus einem Darlehn ausgewiesen. Forderungen gegen nahestehende Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für Jubiläumszuwendungen (TEuro 1.067, Vorjahr TEuro 1.119), Urlaub und Gleitzeitstunden sowie sonstige Personalkosten (TEuro 821, Vorjahr TEuro 855), noch ausstehende Rechnungen (TEuro 645, Vorjahr TEuro 461) sowie Entsorgungsverpflichtungen (TEuro 253, Vorjahr TEuro 253).

Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten werden in dem folgenden Verbindlichkeitenspiegel dargestellt:

Restlaufzeit
bis zu einem Jahr von mehr als einem Jahr davon von mehr als fünf Jahren Summe
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 12.639.158,86 13.850.032,29 9.716.437,60 26.489.191,15
(Vorjahr) (15.902.991,04) (14.929.697,22) (10.772.586,92) (30.832.688,26)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 695.752,32 0,00 0,00 695.752,32
(Vorjahr) (411.417,55) (0,00) (0,00) (411.417,55)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 3.982.921,14 0,00 0,00 3.982.921,14
(Vorjahr) (4.596.685,09) (0,00) (0,00) (4.596.685,09)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
(Vorjahr) (305.032,37) (0,00) (0,00) (305.032,37)
Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 691.389,28 0,00 0,00 691.389,28
(Vorjahr) (1.064.209,21) (0,00) (0,00) (1.064.209,21)
Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen 4.255.748,19 4.072.816,96 3.038.450,88 8.328.565,15
(Vorjahr) (3.606.105,27) (4.331.408,48) (3.297.042,40) (7.937.513,75)
Sonstige Verbindlichkeiten 865.897,99 0,00 0,00 865.897,99
(Vorjahr) (1.416.088,58) (0,00) (0,00) (1.416.088,58)
davon aus Steuern 274.787,46 0,00 0,00 274.787,46
(Vorjahr) (382.970,33) (0,00) (0,00) (382.970,33)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 39.828,15 0,00 0,00 39.828,15
(Vorjahr) (50.562,57) (0,00) (0,00) (50.562,57)
Summe 23.130.867,78 17.922.849,25 12.754.888,48 41.053.717,03
(Vorjahr) (27.302.529,11) (19.261.105,70) (14.069.629,32) (46.563.634,81)

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in voller Höhe durch Grundschulden, Raumsicherungsübertragung von Inventar eines Büro- und Verwaltungsgebäude, eine selbstschuldnerische Bürgschaft sowie der Mithaft der Moorgut Kartzfehn Turkey Breeder GmbH, der Kartzfehn Putenbrüterei GmbH und der Kartzfehn Märkische Puten GmbH sowie durch Sicherungsübereignungen und Forderungsabtretungen gesichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, resultieren, wie im Vorjahr, aus Lieferungen und Leistungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber nahe stehenden Unternehmen resultieren, wie im Vorjahr, aus sonstigen Verbindlichkeiten.

Passive latente Steuern

Bei den in der Konzernbilanz ausgewiesenen passiven latenten Steuern handelt es sich um eine Saldogröße aus aktiven latenten Steuern auf Unterschiede bei den sonstigen Rückstellungen (TEuro 101), den Sachanlagen (TEuro 177) und aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEuro 62) sowie passiven latenten Steuern aus Bewertungsunterschieden im Sachanlagevermögen zwischen dem Einzel- und dem Konzernabschluss (TEuro 2.559). Latente Steuern wurden unter Verwendung unternehmensindividueller Steuersätze in Höhe von 30 % gebildet.

In nachfolgender Übersicht werden die Veränderungen der latenten Steuersalden im Laufe des Geschäftsjahres und die latenten Steuersalden am Ende des Geschäftsjahres dargestellt:

Stand zu Beginn des Geschäftsjahres Veränderung Stand zu Ende des Geschäftsjahres
TEuro TEuro TEuro
Aktive latente Steuern 378 -38 340
Passive latente Steuern 3.206 -642 2.564
2.828 -604 2.224

F. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse entfallen auf:

2023 2022
TEuro TEuro
Nach geographischen Märkten
Inland 61.636 52.000
Ausland 24.922 25.553
86.558 77.553
Nach Tätigkeitsbereichen
Küken 43.611 37.989
Eier 16.646 19.160
Jungputen 12.588 10.541
Schlachtputen 10.090 7.252
Sonstige 3.623 2.611
86.558 77.553

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr sind Erträge, die hinsichtlich ihres Betrages und ihrer Art einem anderen Geschäftsjahr zuzuordnen sind, in Höhe von Euro 359.357,89 (Vorjahr Euro 835.090,13) angefallen. Die periodenfremden Erträge betreffen Erträge aus Versicherungserstattungen die unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen werden.

Im Posten "Sonstige betriebliche Erträge" sind periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von Euro 45.872,88 (Vorjahr Euro 287.148,00) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind ferner Erträge aus Währungskursumrechnung in Höhe von Euro 98.805,22 (Vorjahr Euro 161.746,93) enthalten.

Von den sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung entfallen Euro 220.039,22 (Vorjahr Euro 236.624,61) auf Aufwendungen für Altersversorgung.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungskursumrechnung in Höhe von Euro 87.823,05 (Vorjahr Euro 79.132,12) enthalten.

In dem Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" sind solche aus der Abzinsung von langfristigen Rückstellungen in Höhe von Euro 18.850,00 (Vorjahr Euro 16.154,00) enthalten.

Latente Steuern

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten Erträge aus der Veränderung der bilanzierten latenten Steuern in Höhe von Euro 604.404,22 (Vorjahr Euro 38.817,09).

G. Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Über die in der Bilanz ausgewiesenen Schuldposten hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen sowie sonstigen Verträgen mit folgenden geschätzten Belastungen:

Fällig im Folgejahr Fällig im 2. bis 5. Jahr Fällig nach dem 5. Jahr Summe
Sonstige finanzielle Verpflichtungen TEUR TEUR TEUR TEUR
aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen 3.081 9.615 5.661 18.357

Haftungsverhältnisse

Im Vorjahr bestanden Verbindlichkeiten aus der Begebung und Übertragung von Wechseln in Höhe von TEuro 1.323.

Die Wahrscheinlichkeit der Inanspruchnahme der im Anhang ausgewiesenen Verbindlichkeiten aus Bürgschaften und Gewährleistungsverträgen sowie aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns zurzeit nicht vor.

Konzernverhältnisse

Als oberste Konzerngesellschaft stellt die TST Holding GmbH, Garrel, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 einen Konzernabschluss für den größten und kleinsten Konsolidierungskreis auf. Dieser ist im Unternehmensregister unter www.unternehmensregister.de abrufbar.

Gesamthonorar des Konzernabschlussprüfers

Die Aufwendungen für Honorare des Abschlussprüfers für das abgeschlossene Geschäftsjahr betrugen Euro 43.900,00 (Vorjahr Euro 85.000,00) und entfallen in voller Höhe auf Abschlussprüfungsleistungen.

Arbeitnehmer

Im Konzern wurden während des Geschäftsjahres 2023 im Jahresdurchschnitt beschäftigt:

2023 2022
Angestellte 96 97
Arbeiter 380 405
Gesamt 476 502

Organe des Mutterunternehmens

Während des Geschäftsjahrs wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

 

Dr. Barbara Storck, Garrel (Tierärztin)

 

Thomas Storck, Garrel (Geschäftsführer Moorgut Kartzfehn Turkey Breeder GmbH)

Bezüglich der Angaben der Gesamtbezüge der Geschäftsführung nach § 314 Abs. 1 Nr. 6a) HGB macht die Gesellschaft von der Schutzklausel nach § 314 Abs. 3 i. V. m. § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss des Mutterunternehmens in Höhe von 3.110 TEUR mit dem Verlustvortrag zu verrechnen und den verbleibenden Restbetrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Zum 1. Januar 2024 wurde die Kartzfehn Putenbrüterei GmbH als übertragende Gesellschaft mit der Kartzfehn Turkey Breeder GmbH als aufnehmende Gesellschaft verschmolzen.

Nach dem Abschlussstichtag sind ansonsten keine Vorgänge eingetreten, die für den Konzern eine im Sinne des § 314 Abs. 1 Nr. 25 HGB besondere Bedeutung haben.

 

Garrel den 31. Mai 2024

Thomas Storck, Geschäftsführer

Dr. Barbara Storck, Geschäftsführerin

Entwicklung des Konzern-Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Bilanzposten Anschaffungskosten
Vortrag 01.01.2023 Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.150.650,43 148.940,66 51.723,87 0,00 2.351.314,96
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.787.432,99 0,00 0,00 0,00 1.787.432,99
3.938.083,42 148.940,66 51.723,87 0,00 4.138.747,95
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.934.075,60 142.423,91 67.809,05 6.079,50 18.138.229,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 7.979.565,43 255.041,54 0,00 77.099,49 8.157.507,48
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.286.276,60 2.475.567,84 0,00 824.462,93 3.937.381,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 119.532,92 357.871,07 -119.532,92 0,00 357.871,07
5. Viehbestand Zuchttiere 11.229.260,07 8.711.800,54 0,00 11.229.260,07 8.711.800,54
39.548.710,62 11.942.704,90 -51.723,87 12.136.901,99 39.302.789,66
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 216.338,57 0,00 0,00 184.338,57 32.000,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 962.444,11 216.107,34 0,00 0,00 1.178.551,45
3. Beteiligungen 22.446,50 0,00 0,00 0,00 22.446,50
4. Sonstige Ausleihungen 31.058,46 64,93 0,00 15.865,37 15.258,02
5. Genossenschaftsanteile 1.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000,00
1.233.287,64 216.172,27 0,00 200.203,94 1.249.255,97
44.720.081,68 12.307.817,83 0,00 12.337.105,93 44.690.793,58
Bilanzposten Abschreibungen
Vortrag 01.01.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.030.245,42 443.908,35 0,00 1.474.153,77
2. Geschäfts- oder Firmenwert 402.172,99 178.744,00 0,00 580.916,99
1.432.418,41 622.652,35 0,00 2.055.070,76
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2.313.837,09 1.011.428,95 6.079,51 3.319.186,53
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.338.070,18 1.132.718,84 62.964,49 3.407.824,53
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 743.391,60 1.221.830,84 797.380,93 1.167.841,51
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Viehbestand Zuchttiere 0,00 0,00 0,00 0,00
5.395.298,87 3.365.978,63 866.424,93 7.894.852,57
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.000,00 0,00 0,00 11.000,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 44.381,45 0,00 0,00 44.381,45
3. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
4. Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
5. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
55.381,45 0,00 0,00 55.381,45
6.883.098,73 3.988.630,98 866.424,93 10.005.304,78
Bilanzposten Restbuchwerte
31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 877.161,19 1.120.405,01
2. Geschäfts- oder Firmenwert 1.206.516,00 1.385.260,00
2.083.677,19 2.505.665,01
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 14.819.042,53 15.620.238,51
2. Technische Anlagen und Maschinen 4.749.682,95 5.641.495,25
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.769.540,00 1.542.885,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 357.871,07 119.532,92
5. Viehbestand Zuchttiere 8.711.800,54 11.229.260,07
31.407.937,09 34.153.411,75
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 21.000,00 205.338,57
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 1.134.170,00 918.062,66
3. Beteiligungen 22.446,50 22.446,50
4. Sonstige Ausleihungen 15.258,02 31.058,46
5. Genossenschaftsanteile 1.000,00 1.000,00
1.193.874,52 1.177.906,19
34.685.488,80 37.836.982,95

Konzerneigenkapitalspiegel

Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital Summe
Stammkapital Summe Gewinnvortrag/ Verlustvortrag Konzernjahresüberschuss/ - fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechen ist
Stand am 31.12.2021 25.000,00 25.000,00 -415.130,30 690.155,99 300.025,69
Ergebnisverwendung 690.155,99 -690.155,99 0,00
Ausschüttung/Ausgleichszahlungen -166.655,24 -166.655,24
Konzerngewinn 695.876,27 695.876,27
Stand am 31.12.2022 25.000,00 25.000,00 108.370,45 695.876,27 829.246,72
Ergebnisverwendung 695.876,27 -695.876,27 0,00
Ausschüttung/Ausgleichszahlungen
Konzerngewinn 3.146.562,80 3.146.562,80
Stand am 31.12.2023 25.000,00 25.000,00 804.246,72 3.146.562,80 3.975.809,52
Nicht beherrschende Anteil
Summe
Nicht beherrschende Annteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne/ Verluste
Stand am 31.12.2021 2.928.616,85 144.251,43 3.072.868,28
Ergebnisverwendung 144.251,43 -144.251,43 0,00
Ausschüttung/Ausgleichszahlungen -195.000,00 -195.000,00
Konzerngewinn 93.502,86 93.502,86
Stand am 31.12.2022 2.877.868,28 93.502,86 2.971.371,14
Ergebnisverwendung 93.502,86 -93.502,86 0,00
Ausschüttung/Ausgleichszahlungen -195.000,00 -195.000,00
Konzerngewinn 93.502,86 93.502,86
Stand am 31.12.2023 2.776.371,14 93.502,86 2.869.874,00
Konzerneigenkapital
Summe
Stand am 31.12.2021 3.372.893,97
Ergebnisverwendung 0,00
Ausschüttung/Ausgleichszahlungen -361.655,24
Konzerngewinn 789.379,13
Stand am 31.12.2022 3.800.617,86
Ergebnisverwendung 0,00
Ausschüttung/Ausgleichszahlungen -195.000,00
Konzerngewinn 3.240.065,66
Stand am 31.12.2023 6.845.683,52

Konzernkapitalflussrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023 1.1.2022 - 31.12.2022
TEUR TEUR
1. Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter) 3.240 789
2. +/- Abschreibungen / Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 3.989 3.291
3. +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen 364 -698
4. +/- Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge 250 -1.119
5. -/+ Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -701 -4.827
6. +/- Zunahme / Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -1.166 3.193
7. -/+ Gewinn / Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -89 -118
8. +/- Zinsaufwendungen / Zinserträge 1.115 836
9. - Sonstige Beteiligungserträge -315 -1
10. +/- Ertragsteueraufwand / -ertrag 1.971 196
11. -/+ Ertragsteuerzahlungen -1.773 25
12. = Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 11) 6.885 1.568
13. - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -97 -77
14. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 11.270 10.916
15. - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -11.994 -12.844
16. + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 16 10
17. - Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen 0 -15
18. + Erhaltene Zinsen 93 86
19. = Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 13 bis 18) -712 -1.924
20. - Auszahlungen an Gesellschafter 0 -166
21. + Einzahlungen aus der der Aufnahme von (Finanz-) Krediten 1.282 0
22. - Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-) Krediten -2.947 -854
23. - Gezahlte Zinsen -1.208 -922
24. = Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 20 bis 23) -2.873 -1.942
25. Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds (Summe der Zeilen 12, 19 und 24) 3.300 -2.299
26. + Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -5.233 -2.934
27. = Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 25 bis 26) -1.933 -5.233
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende der Periode
- Zahlungsmittel 1.157 536
1.157 536
- jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -3.090 -5.769
-1.933 -5.233

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der TST Holding GmbH, Garrel

A. Grundlagen des Konzerns

Geschäftsmodell

Die TST Holding GmbH wurde im Juli 2020 gegründet. Sie ist seit Oktober 2020 Mutterunternehmen der Moorgut Kartzfehn Gruppe.

Die Moorgut Kartzfehn Gruppe ist im Bereich der Erzeugung und des Vertriebs von Puteneintagsküken und Putenbruteiern der größte unabhängige Putenvermehrungsbetrieb in Europa.

Die Kartzfehner Geschichte reicht bis in das Jahr 1922 zurück, die Putenhaltung begann im Jahr 1957. Seither steht der Name Moorgut Kartzfehn nach Ansicht der Geschäftsführung für beste Qualität, innovative Forschung und umfassenden Service in den Bereichen Putenhaltung und - vermehrung. Unsere Forschung entwickelt seit Jahrzehnten neue Erkenntnisse rund um die Pute. Kartzfehner Kunden schätzen die Fachkenntnis unseres Beraterteams sowie die regelmäßigen Fortbildungsmöglichkeiten.

Dank konsequenter Forschung auf den Gebieten der Zucht, Haltung, Fütterung, Stalltechnik, Brut und Hygiene sowie der beispielhaften Zusammenarbeit mit landwirtschaftlichen Aufzucht- und Mastbetrieben und Vermarktern entwickelte sich Kartzfehn zum Marktführer und Impulsgeber der nationalen Putenwirtschaft.

Auf eigenen Farmen werden jährlich etwa 250.000 Elterntiere gehalten, die rund 30 Millionen Bruteier erzeugen. In unseren Brütereien schlüpfen jedes Jahr bis zu 20 Millionen Puteneintagsküken aus unser eigenen Bruteierzeugung. Ein Großteil davon liefern wir an deutsche Putenhalter, exportiert wird z.B. nach Polen, die Niederlande oder nach Osteuropa.

Ziel und Strategie unserer Tätigkeit ist es, unsere Produkte und Prozesse kontinuierlich zu verbessern und durch unsere Expertise im Rahmen unserer Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten weiterzuentwickeln. Unsere Stellung am Markt soll durch ein hohes Qualitätsniveau gesichert werden. Weiterhin ist es das Ziel unseres Handelns, die Wirtschaftlichkeit nachhaltig zu sichern und zu optimieren.

Grundlagen der internen Steuerung und Steuerungskennzahlen

Das bestehende Steuerungs- und Risikomanagementsystem, das zur Planung, Steuerung und Kontrolle der Geschäftstätigkeit eingesetzt wird, wird kontinuierlich ausgebaut. Verschiedene Kennzahlen werden zur Beurteilung und Steuerung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage herangezogen. Dies umfasst das Beschaffungswesen (hier insbesondere die Futtermittelpreise), die Ertragslage (Verkaufspreise, Umsatz und Jahresergebnis) sowie die Finanzlage (Investitionen und Zahlungsziele).

Zentraler finanzieller Leistungsindikator ist das Jahresergebnis.

Forschung und Entwicklung

Der Erfolg unserer Tätigkeit beruht auch auf unserer eigenen Forschungs- und Entwicklungsarbeit. Hierbei konzentriert sich die Tätigkeit vor allem auf die Tiergesundheit und die Fütterung. Dadurch generiert sich das Know-how um die zukünftige Weiterentwicklung von Kartzfehn voranzutreiben.

Für ein gesundes Wachstum braucht die Pute beste Bedingungen - die Kartzfehner Forschung testet für den Mäster, wie die Tiergesundheit und damit die Leistung und das Wohlbefinden verbessert werden können.

Dabei stehen Tierwohl und Optimierung des Managements im Fokus. Tests zu neuen Zuchtlinien, Beschäftigungsmaterialien, Fütterung und Einstreu unter Praxisbedingungen bilden daher auch die Schwerpunkte der Forschung in Kartzfehn. Effekte der Lichtverhältnisse auf das Tierverhalten werden genauso untersucht, wie verschiedene Wasserbehandlungen oder Futterzusammensetzungen. In den vergangenen Jahren konnte umfangreiches Know-how zu verschiedenen Einstreumaterialien wie Pellets aus Holz und Stroh, Getreideschalenprodukten, Häckselstroh und zum Einstreumanagement gesammelt werden. Diese werden ständig weiterentwickelt.

Insgesamt steht das Thema Tierwohl an erster Stelle der Kartzfehner Forschungsaktivitäten. Weiterer Forschungsbedarf besteht beispielsweise zur praktischen Umsetzung der Haltung von Puten ohne Schnabelbehandlung, auf welche bisher nicht verzichtet werden kann.

Zusatzstoffe zur Förderung der Darmgesundheit stehen daher ebenfalls hoch im Kurs - in der Kartzfehner Forschung wird wissenschaftlich geprüft, welche Maßnahmen geeignet sind, die Tiere widerstandsfähiger zu machen, um dadurch den Antibiotikaeinsatz zu reduzieren.

Es stehen die für den europäischen Markt relevanten Zuchtlinien, wie BUT 6, Hybrid Converter oder Bronzeputen im Focus. Auch Zuchtlinien, die noch nicht auf dem Markt sind, werden in den eigenen Testställen unter realen Mastbedingungen beobachtet.

Die Abrundung des Themenportfolios bilden die Tests verschiedener Futtervarianten, die alle das Ziel haben, das Tier artgerecht, schonend und wirtschaftlich zu ernähren.

Die gewonnenen Erkenntnisse und Erfahrungen werden im Austausch mit den Vertriebsberatern und im direkten Kundengespräch weitergegeben. Regelmäßige Informationsveranstaltungen zu Einzelthemen bringen das Knowhow in die Praxis. Die Beratung innerhalb von Fachgremien und Arbeitskreisen und die Mitwirkung bei der Entwicklung von politischen Normen für die Putenhaltung gehören ebenso zu den Aufgaben der Kartzfehner Forschung.

Die Wissensvermittlung zur Putenhaltung in der Ausbildung von Nachwuchskräften wird sowohl intern in der Geflügelwirtsausbildung als auch extern durch Vorlesungen an (Fach-)Hochschulen und überregionalen Ausbildungsstätten unterstützt.

Die internen Abläufe in den Elterntierfarmen und Brütereien werden ständig optimiert. Hierfür werden unter anderem Tests zum Fütterungsmanagement der Elterntiere durchgeführt - mit dem Ziel, die Ei- und Kükenqualität stetig zu verbessern.

Wesentliche Änderungen der Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten sind im Berichtsjahr nicht eingetreten.

B. Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche Lage

Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die wirtschaftlichen Folgen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine haben die konjunkturelle Entwicklung in Deutschland darüber hinaus merklich belastet. Insgesamt ist das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im Jahr 2023 um 0,3% gesunken. 1

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Besonders stark sanken die preisbereinigten Ausgaben für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte (-6,2 %). Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %).

Trotz globaler Herausforderungen hat der deutsche Außenhandel eine solide Leistung gezeigt. Deutschland erbrachte einen Exportüberschuss von 224 Milliarden Euro. 2

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/pm-bip.pdf
2 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/_inhalt.html

Im Jahr 2023 wurden nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von 254,4 Milliarden Euro zwischen Deutschland und der Volksrepublik China gehandelt (Exporte und Importe). Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, war damit die Volksrepublik China im Jahr 2023 zum achten Mal in Folge Deutschlands wichtigster Handelspartner. Auf den Rängen zwei und drei folgten die Vereinigten Staaten mit einem Warenverkehr in Höhe von 252,5 Milliarden Euro und die Niederlande mit einem Außenhandelsumsatz von 220,3 Milliarden Euro.

Wichtigstes Abnehmerland deutscher Waren im Jahr 2023 waren wie bereits in den Vorjahren die Vereinigten Staaten. Güter im Wert von 157,9 Milliarden Euro wurden von Deutschland in die Vereinigten Staaten exportiert. Auf den Plätzen zwei und drei der bedeutendsten deutschen Exportländer lagen Frankreich (120,1 Milliarden Euro) und die Niederlande (115,4 Milliarden Euro). 3

Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiterhin robust. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die Arbeitslosenzahl im Jahresdurchschnitt 2023 betrug 2.609.000, was eine Zunahme von +191.000 gegenüber 2022 darstellt. 4

Entwicklung der Putenbranche in Deutschland 2023

Nach der großen Herausforderung des Vorjahres für die Putenbranche in Deutschland konnte die Putenproduktion von 2022 auf 2023 um 3 % gesteigert werden. Nach den starken Reduzierungen der Corona Jahre ist dies ein positives Signal und spiegelt auch das stabile Marktumfeld wider. Darüber hinaus haben sich die Energiepreise nicht so negativ entwickelt, wie zum Ende des Vorjahres prognostiziert wurde und auch die Futtermittelpreise haben eine starke Erholung erfahren. 5

Diese Marktsituation ist allerdings fragil. So erzeugen zollfreie Einfuhren aus der Ukraine mit durchschnittlich 25.000 t/Monat (überwiegend Hähnchen) Mengendruck im EU-Geflügelfleischmarkt. Zusammen mit deutlich geringeren Ausfällen durch Vogelgrippe führte dies im Laufe des Jahres zu einer Überversorgung im Putenfleischbereich.

Strategisch muss weiter mit Nachdruck versucht werden, die deutsche Herkunft im gesamten deutschen Putenfleischmarkt zu etablieren. Hier setzt die Branche bereits jetzt auf "Konzeptfleisch", welches bspw. mit dem Kennzeichen "5 x D" die Deutsche Herkunft in den Fokus der Verbraucher stellt. Weitere Kennzeichen sind die "Initiative Tierwohl - ITW" mit einer annähernd hundertprozentigen Marktabdeckung sowie Haltungsformkennzeichen wie "HF 3" und "Bio".

Fleisch aus dieser Erzeugung erzielt beim Handel höhere Erlöse, führt aber automatisch zu einer weiteren Produktionsreduzierung in Deutschland, da mit einer höheren Haltungsform eine geringere Besatzdichte einhergeht. Dies ist mittelfristig positiv für die Marktentwicklung, allerdings negativ für die Auslastung in vor- und nachgelagerten Bereichen. Außerdem führen höhere Haltungsstufen durch erhöhte Produktionskosten zu einer Verteuerung der Putenerzeugung in Deutschland. Dies resultiert letztlich in einer Reduzierung der Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Produktion im europäischen Umfeld, da Ware aus anderen Ländern nicht diesen hohen Standards entspricht und entsprechend preisgünstiger angeboten werden kann.

Entsprechend deutlich war der Widerstand der Putenbranche zu Beginn des Jahres 2023, als ein Eckpunktepapier des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft unter Leitung des Ministers Cem Özdemir vorgestellt wurde. Im Kern sollte die Putenbranche die Besatzdichten um 30 % reduzieren. Eine einseitige Umsetzung dieses Vorstoßes in Deutschland hätte erwiesenermaßen das Aus des gesamten Wirtschaftszweiges zur Folge. So wurde über alle Gremien und Verbände der Landwirtschaft daran gearbeitet, diesen Vorstoß abzuwenden und stattdessen eine europäische Lösung anzustreben. Zum Ende des Jahres signalisierte das Ministerium zwar Kompromissbereitschaft, jedoch soll an einem noch herauszubringenden Referentenentwurf festgehalten werden.

3 https://www.destatis.de/DE/Themen/Wirtschaft/Aussenhandel/handelspartner-jahr.html
4 https://www.arbeitsagentur.de/presse/2024-02-jahresrueckblick-2023
5 Fleischproduktion im Jahr 2023 um 4 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Die Vogelgrippe war trotz regelmäßiger Funde von infizierten Wildvögeln sowie einzelnen Bestandsinfektionen nicht marktrelevant. Dennoch hat die EU erkannt, dass Biosicherheit und das Keulen infizierter Bestände nicht die Lösung sein können. Internationale Diskussionen zu einer flächendeckenden Impfung nahmen daher an Intensität zu, kamen aber zuletzt ins Stocken, da rechtliche Fragen zum Export von geimpften Tieren noch ungeklärt sind.

Geschäftsverlauf und Lage des Konzerns

Das angenommene schwierige Marktumfeld für den Jahresbeginn 2023 ist nicht eingetreten.

Der Bruteiverkauf konnte insbesondere nach Osteuropa massiv gesteigert werden. Hier profitierte Kartzfehn von einer internationalen Bruteiknappheit und Lieferschwierigkeiten kanadischer Produzenten nach Osteuropa.

Beim Kükenverkauf konnte Kartzfehn schwächelnde Auslandsabsätze durch gesteigerte Inlandsabsätze kompensieren.

Kartzfehn profitierte durch flexible Auslastungsmöglichkeiten der Farmen und eine enge Zusammenarbeit mit Gut Jäglitz. Freistehende Stallflächen konnten mit Jungputenaufzucht und Masttieren belegt werden, wodurch der Flächenertrag deutlich verbessert werden konnte.

Ab dem zweiten Quartal 2023 war das Marktumfeld nahezu optimal. Die Futterpreise sind spürbar gesunken, gleichzeitig hielten die Vermarkter die Auszahlungspreise noch auf einem konstant hohen Niveau.

Auf Seiten der Kartzfehner Kunden sorgten diese Effekte für eine gute Wirtschaftlichkeit, sodass Kartzfehn die Kükenpreise nochmals moderat erhöhen konnte. Allerdings sollte sich das Marktumfeld im Laufe des Jahres wieder spürbar eintrüben. Durch eine Überversorgung an Bruteiern gerieten die Kükenpreise bereits wieder unter Druck.

Im weiteren Jahresverlauf entfalteten die operativ ergriffenen Optimierungsmaßnahmen spürbare Wirkung: Die Energie- und Personalkosten lagen deutlich unterhalb des Plans. Absatzseitig sorgten stabile Preise für eine gute Wirtschaftlichkeit. Auf das Bruteigeschäft bezogen trafen jedoch die zuvor thematisierten Prognosen zu. Es kam zu einer deutlichen Eintrübung beim Auslandsabsatz.

Kartzfehn konnte das Jahr 2023 mit einem guten Ergebnis abschließen und konnte damit die getroffene Prognose eines moderat höheren Konzernergebnisses deutlich übertreffen.

Absatz- und Umsatzentwicklung

Die Umsätze des zwölfmonatigen Berichtsjahres 2023 zeigen folgende Zusammensetzung im Vergleich zur Vergleichsperiode:

2023 2022
TEuro TEuro
Nach geographischen Märkten
Inland 61.636 52.000
Ausland 24.922 25.553
86.558 77.553
Nach Tätigkeitsbereichen
Küken 43.611 37.989
Eier 16.646 19.160
Schlachtputen 10.090 7.252
Jungputen 12.588 10.541
Sonstige 3.623 2.611
86.558 77.553

Beschaffungsmarkt

Die Gruppe Kartzfehn vertreibt die durch die Unternehmen der Gruppe Kartzfehn erzeugten Produkte (Puteneintagsküken und Putenbruteier).

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden Investitionen im Sachanlagevermögen in Höhe von TEuro 11.943 umgesetzt. Sie betreffen vor allem die üblichen Investitionen in den Viehbestand an Zuchttieren (TEuro 8.712), der dem Anlagevermögen zugerechnet wird, Grundstücke und Bauten (TEuro 142), technische Anlagen und Maschinen (TEuro 255) sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEuro 2.476).

Personalbereich

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Mitarbeiterbestand mit im Durchschnitt 476 Mitarbeitern im Vergleich zum vorangegangen Geschäftsjahr leicht reduziert.

Zudem befanden sich zwölf junge Menschen in der Ausbildung.

Auf der Grundlage spezieller Bedarfsanalysen haben wir im Berichtsjahr für diverse Mitarbeiter interne Schulungen durchgeführt, bzw. zu externen Schulungen entsandt, um ihre weitere berufliche Qualifikation zu fördern.

Das Thema Arbeitssicherheit hat in unserem Unternehmen traditionell einen hohen Stellenwert.

Umfassender Umweltschutz und hohe Sicherheitsstandards haben für unser Unternehmen hohe Priorität. Besondere Risiken im Umweltbereich - auch vor dem Hintergrund des Klimawandels - sind nicht zu erwarten.

Finanzierungsmaßnahmen und -vorhaben

Der Konzern ist im Wesentlichen durch Eigenkapital und den Verbundbereich der Gruppe Kartzfehn finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden planmäßig getilgt.

Vermögenslage

Die Vermögens- und Kapitalstruktur zeigt folgendes Bild:

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 34.685 62,9 37.837 66,3
Umlaufvermögen 17.853 32,4 16.531 29,0
Rechnungsabgrenzungsposten 2.602 4,7 2.676 4,7
Aktiva 55.140 100,0 57.044 100,0

Den größten Teil des Anlagevermögens machen die Sachanlagen mit 31.408 (Vorjahr TEuro 34.135) aus. Darin sind insbesondere das Grundvermögen mit TEuro 14.819 (Vorjahr TEuro 15.620), technische Anlagen und Maschinen TEuro 4.750 (Vorjahr TEuro 5.641) und die Tierbestände des Anlagevermögens 8.712 (Vorjahr TEuro 11.229) aus.

Innerhalb des Umlaufvermögens entfallen TEuro 6.412 (Vorjahr TEuro 5.425) auf das Vorratsvermögen und TEuro 7.153 (Vorjahr TEuro 7.403) auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält im Wesentlichen Vorauszahlungen für Pachten.

Im Vergleich zum vorherigen Wirtschaftsjahr hat sich die Vermögensstruktur nur marginal verändert.

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Eigenkapital 6.846 12,4 3.801 6,7
Rückstellungen 5.017 9,1 3.850 6,7
Fremdkapital, Rechnungsabgrenzungsposten und passive latente Steuern 43.277 78,5 49.393 86,6
Passiva 55.140 100,0 57.044 100,0

Aus den Rückstellungen entfällt ein Betrag in Höhe von TEuro 1.461 (Vorjahr TEuro 0,7) auf Steuerrückstellungen.

Aus Bewertungsunterschieden zwischen Handels- und Steuerbilanz werden passive latente Steuern in Höhe von TEuro 2.223 (Vorjahr TEuro 2.827) bilanziert.

Das Anlagevermögen ist im Wesentlichen durch langfristige Mittel (Eigenkapital und langfristige Kredite) finanziert. Das Fremdkapital enthält im Wesentlichen Bankverbindlichkeiten TEuro 26.489 (Vorjahr TEuro 30.833).

Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund des Jahresüberschusses nahezu verdoppelt. Die Bankverbindlichkeiten konnten im Volumen von etwa TEuro 4.344 nennenswert abgebaut werden.

Finanzlage

Die Kapitalflussrechnung zeigt folgendes Bild:

1.1. bis 31.12.2023 1.1. bis 31.12.2022
T€ T€
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 6.885 1.567
Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit -712 -1.924
Mittelabfluss aus der Finanzierungstätigkeit -2.873 -1.942
zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelbestandes 3.300 -2.299
Finanzmittelbestand am Anfang der Periode -5.233 -2.934
Finanzmittelbestand am Ende der Periode -1.933 -5.233

Der Finanzmittelbestand umfasst jeweils die Barmittel sowie die Guthaben der bei den Kreditinstituten geführten Kontokorrentkonten und jederzeit fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit enthält Mittelabflüsse für Investitionen in das Anlagevermögen.

Der Mittelzufluss aus der Finanzierungstätigkeit enthält neben Zuflüssen aus Darlehensaufnahmen die Mittelabflüsse für Tilgungen von Bankdarlehen und die gezahlten Zinsen.

Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist insbesondere geprägt vom Konzernergebnis. Zudem hat sich das Vorratsvermögen und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten reduziert. Das Sachanlagevermögen hat sich gegenläufig reduziert.

Der vereinfacht ermittelte Cash-Flow des Geschäftsjahres 2023 aus Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen auf das Anlagevermögen und Veränderung der Rückstellungen stellt sich wie folgt dar:

1.1. bis 31.12.2023 1.1. bis 31.12.2022
T€ T€
Cash-Flow 7.593 3.382

Ertragslage

Die folgende Aufstellung zeigt die Ertragslage im Zweijahresvergleich

1.1. bis 31.12.2023 1.1. bis 31.12.2022
T€ T€
Gesamtleistung 85.292 78.563
Rohertrag 44.556 38.667
Betriebsergebnis 6.012 1.820
Finanzergebnis -801 -835
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -1.971 -196
Konzernergebnis 3.240 789

Umsatz und Rohertrag konnten aufgrund der Absatzausweitung erheblich gesteigert werden. Bei reduzierten Personalkosten und unterproportional gestiegenen Kosten verbleibt ein beträchtlich gewachsener Rohertrag.

Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur Lage

Das Geschäftsjahr 2023 verlief aufgrund des guten Marktumfelds, den operativ umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen sowie einer erfolgreichen Verkaufsstrategie außerordentlich positiv.

C. Prognosebericht

In den ersten fünf Monaten verlief das Geschäftsjahr 2024 zufriedenstellend. Kartzfehn kann zwar nicht an die Ergebnisse des Vorjahrs anknüpfen, dennoch wird ein Halbjahresergebnis auf Vorkrisenniveau erwartet.

Der anhaltende Krieg in der Ukraine beeinflusst das Kartzfehner Geschäft nur noch marginal. Die Lieferketten konnten angepasst werden, sodass Kartzfehner Stammkunden im Westen der Ukraine normal beliefert werden können.

Die branchenweit ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Vogelgrippe greifen, sodass zwar noch immer vereinzelt Ausbrüche auftreten, aber ein Flächenbrand bisher vermieden werden konnte.

Mit fallenden Futterpreisen sind auch die Auszahlungspreise auf der Fleischseite stark zurückgegangen. Dennoch agieren die Kartzfehner Kunden weiterhin in einem positiven Marktumfeld, an dem auch Kartzfehn partizipieren kann.

Aufgrund guter Sicherungen kann Kartzfehn derzeit Futterpreise unter Marktniveau einkaufen und sich somit einen Spielraum verschaffen. Für das zweite Halbjahr rechnen wir mit leicht steigenden Futterpreisen, die jedoch mit einer Erhöhung der Küken- und Auszahlungspreise kompensiert werden können.

Durch kontinuierliche Optimierungen im Produktionsbereich kann Kartzfehn auf der Kostenseite Potenziale heben, die direkt in die laufende Modernisierung des Betriebes fließen. Die Investitionstätigkeit liegt im laufenden Wirtschaftsjahr gemäß Forecast über dem Niveau der Vorjahre.

Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2024 ein gutes Ergebnis, dass jedoch nicht an die sehr guten Zahlen des Vorjahres 2023 anknüpfen wird. Es wird prognostiziert, dass das Jahresergebnis um ca, 10 % abnehmen wird. Absatzseitig ist ein moderater Rückgang zu erwarten, da Tierwohlkonzepte mit reduzierten Besatzdichten zunehmen.

D. Nachhaltigkeitsbericht

Im Jahr 2023 konnte der Ausbau von Photovoltaik Anlagen weiter vorangetrieben werden. In Kombination mit der voranschreitenden Umrüstung auf LED Beleuchtung verfolgt Kartzfehn die Strategie zur Verbrauchsreduzierung und nachhaltiger Energiegewinnung konsequent weiter. Im turnusmäßigen Bankenreporting wird laufend über die neuen Entwicklungen berichtet.

Viele Themen wurden bereits in der Vergangenheit umgesetzt. Hierzu zählen beispielweise der Einsatz von LNG betriebenen Zugmaschinen im internen Brutei-Lieferverkehr, der Einsatz von KWK-Anlagen und die Nutzung von Fernwärme aus Biogasanlagen in den Brütereien, aber auch das Möglichkeit des E-Bike Leasings für Kartzfehner Mitarbeiter.

Aktuell in der Umsetzung befinden sich Projekte wie die Digitalisierung der Verwaltung sowie die Ausweitung von mehrwegfähigen Materialien in der Produktion.

E. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagementziele und -methoden

Der Konzern verfügt über ein Controlling-System, welches die Geschäftsprozesse im Konzern steuert und überwacht. Daher kann Abweichungen schnell und wirksam begegnet werden. Durch die zentrale Organisation besteht ein hoher Grad der Transparenz von Strukturen und Abläufen. Mittels der strategischen und operativen Planungs- und Reportingtools werden Chancen und Risiken mittel- bis langfristig analysiert und bewertet.

Das Ziel ist es, potentielle Risiken zu erkennen und über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können.

Zur Erfassung und Steuerung von Risiken existieren viele Instrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Dieses Risikomanagement soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Wesentlich für unser Risikomanagement sind das interne Überwachungssystem sowie das Controlling- und Frühwarnsystem.

Unser Unternehmen verfügt über umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, um Gesamtrisiken frühzeitig zu erkennen und um wirksame Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

Zur frühzeitigen Erkennung, zur Bewertung und zum richtigen Umgang mit bestehenden Risiken haben wir wirksame Steuerungs- und Kontrollsysteme entwickelt und eingesetzt:

Die Elemente des Risikomanagementsystems sind

die Risikosteuerung,

das Risikocontrolling und

das Risikoreporting.

Zum internen Überwachungssystem gehören:

Die Anwendung einheitlicher Richtlinien.

Den Einsatz zuverlässiger Software.

Die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals.

Laufende Prüfung durch interne Audits.

Abweichungsanalysen.

Arbeitsanweisungen.

Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Maßnahmen zur Funktionstrennung.

Die Frühwarnsysteme wurden zu einem Risikomanagement zusammengefasst. Dadurch ist sichergestellt, dass die Unternehmensleitung wesentliche Risiken frühzeitig erkennen und entsprechende Maßnahmen ergreifen kann.

Chancen- und Risikobericht

Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Preisänderungsrisiken, sowie Ausfall- und Liquiditätsrisiken können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Im Produktionsbereich bestehen die latenten Risiken von Krankheiten und Leistungseinbußen in der Elterntierhaltung. Dem wird durch konsequente Qualitätssicherung und Krankheitsvorbeugung begegnet.

Ertragsausfälle durch Krankheitsrisiken wie z. B. Influenzaviren, werden durch einen umfangreichen Versicherungsschutz minimiert.

Operationelle Risiken

Tierseuchen, insbesondere die aviäre Influenza ("Vogelgrippe") stellen ein Risiko für die Kartzfehn Gruppe dar. Weltweit gibt es ein ständiges Vorhandensein von niedrig- und hochpathogenen aviären Influenzaviren in den Wildgeflügelpopulationen. Gleichwohl muss den Erfahrungen der Vergangenheit zu Folge im Abständen von mehreren Jahren mit einem Seuchenzug bei Nutzgeflügelbeständen gerechnet werden. Das Risiko für einen Eintrag in die Nutzgeflügelbestände, beschränkt sich nach den gemachten Erfahrungen auf die Zeit des Wildvogelzuges. Durch Schulungen von Behörden, Verbänden und Unternehmen gibt es eine hohe Sensibilität zur Biosicherheit und Früherkennung. Risiken werden durch eine umfassende Versicherung, ein permanentes Monitoring, wirksame Hygienekonzepte sowie Mitarbeiterschulungen weitgehend minimiert. Zur weiteren Risikominimierung hat Kartzfehn eine dritte Brüterei in einem weiteren Landkreis ausgerüstet, die genutzt werden kann, sobald eine oder beide Stammbrütereien in Restriktionsgebieten liegen.

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Abgabenerhöhungen und vor allem Preissteigerungen im Rohstoffbereich können zu einer weiteren Reduzierung der Nachfrage führen und sich somit negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken.

Hingegen könnte die Wettbewerbssituation für den Standort Deutschland zunehmend problematisch werden, wenn sich die Rahmenbedingungen (Tierschutz, Umweltschutz, Baurecht) im Verhältnis zu den anderen EU- Ländern weiter verschärfen.

Produktrisiken

Folgende Produktrisiken sind zu erkennen:

Verschlechterung der Qualität des Zuchtmaterials und der Rohstoffe.

Geringerer Deckungsbeitrag der Produkte.

Erhöhte Ausschussquoten.

Investitions-/Finanzrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet.

Folgende mögliche Finanzrisiken sind identifiziert worden:

Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens.

Fehlende Kreditsicherheiten.

Steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele.

Personalrisiken

Die Gruppe Kartzfehn ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen.

Es besteht daher ein großer Bedarf an qualifiziertem Personal, was unternehmensinterne Qualifizierungsmaßnahmen erfordert.

Die Aus- und Weiterbildung für Mitarbeiter sichert die fachliche Kompetenz des Personals.

Chancen

Chancen sehen wir insbesondere in der weiter fortschreitenden Absatzstabilisierung durch unsere Premiumstrategie. Neben einer guten Qualitätssituation bieten wir unseren Geschäftspartnern ein umfangreiches Servicepaket - insbesondere durch umfassende Beratung und zahlreiche Forschungsaktivitäten. Somit sind wir ein wichtiger Partner der Putenerzeuger vor allem in Deutschland.

Als Ergebnis der Analyse inklusive der Berücksichtigung geeigneter Gegenmaßnahmen, Vorsorgen und Absicherungen sehen wir auf Basis der aktuellen Risikobewertung keine bestandsgefährdenden Risiken und schätzen die Gesamtrisiko- und Chancenlage im Wesentlichen unverändert zum Vorjahr ein.

Mit einer starken Kapital- und Liquiditätsbasis sind wir gut ausgestattet, um auch im Geschäftsjahr 2024 erfolgreich am Markt tätig und ein starker Partner für unsere Geschäftspartner zu sein.

 

Garrel, 31. Mai 2024

Thomas Storck, Geschäftsführer

Dr. Barbara Storck, Geschäftsführerin

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die TST Holding GmbH, Garrel

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der TST Holding GmbH, Garrel, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der TST Holding GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Oldenburg, 27. Juni 2024

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