Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 16971
Vorher
Kempchen Dichtungstechnik GmbH
Eingetragen
22.6.2004
Branche
Herstellung von Verpackungsmitteln aus KunststoffenHerstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug darausHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
die Herstellung und der Vertrieb von Dichtungen, Packungen, Kompensatoren, Gummi- und Kunststofferzeugnissen.

Historie

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Management

NameRolle
Christian Gemsa
seit 2.2.2026
Prokura
Marvin Toma
seit 27.4.2023
Prokura
Dirk Dr. Sunderer
seit 29.3.2023
Geschäftsführer

Konzern- und Jahresabschlüsse

KLINGER Kempchen GmbH (vormals: Kempchen Dichtungstechnik GmbH)

Oberhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

Für den vollständigen Jahresabschluss der KLINGER Kempchen GmbH, d.h. vor Inanspruchnahme der Offenlegungserleichterungen, wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

An die KLINGER Kempchen GmbH (vormals: Kempchen Dichtungstechnik GmbH), Oberhausen

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Jahresabschluss der KLINGER Kempchen GmbH, Oberhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KLINGER Kempchen GmbH, Oberhausen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2019 bis zum 31. Dezember 2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, 21. April 2020

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

gez. Jakob, Wirtschaftsprüferin

gez. Fries, Wirtschaftsprüferin

Anhang zum Jahresabschluss 2019 der

KLINGER Kempchen GmbH, Oberhausen
(vormals: Kempchen Dichtungstechnik GmbH)

Amtsgericht Duisburg, HRB16971

A. Allgemeine Angaben und Erläuterungen

Durch Beschluss der Gesellschafterversammlung vom 16. April 2019 wurde der Gesellschaftsvertrag im §1 Name geändert in KLINGER Kempchen GmbH (vormals: Kempchen Dichtungstechnik GmbH).

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019 der KLINGER Kempchen GmbH wurde nach den handelsrechtlichen Vorschriften und den Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 HGB. Das Gliederungsschema für die Bilanz gemäß § 266 HGB wurde um den gesonderten Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter erweitert, die somit gesondert von den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Es werden größenabhängige Erleichterungen nach § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Der Jahresabschluss wird unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr.

B. Angaben und Erläuterungen zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften

Die immateriellen Vermögensgegenstände und die Sachanlagen sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer, angesetzt. Die Herstellungskosten umfassen neben den Material- und Fertigungskosten auch angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abnutzbare bewegliche und unbewegliche Anlagegüter mit zeitlich begrenzter Nutzung werden zeitanteilig abgeschrieben. Die Abschreibungen wurden nach der linearen Methode vorgenommen.

Dabei werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:

Immaterielle Vermögensgegenstände 3 bis 7 Jahre
Technische Anlagen und Maschinen 5 bis 16 Jahre
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 33 Jahre

Geringwertige Anlagegüter im Einzelwert bis zu EUR 250,00 (netto) werden im Jahr des Zugangs vollständig abgeschrieben.

Für Anlagegüter zwischen EUR 250,00 und EUR 1.000,00 wird ein Sammelposten gebildet und über 5 Jahre abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen (sonstige Ausleihungen) enthält ein zum Nennwert bilanziertes Mieterdarlehen, das mit dem zugrunde liegenden Mietvertrag eine Bewertungseinheit bildet und unverzinslich ist.

Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie die Waren werden mit ihren Anschaffungskosten auf Basis der gleitenden Durchschnittswerte angesetzt. Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind mit den Herstellungskosten angesetzt und berücksichtigen neben den Materialeinzel- und -gemeinkosten auch die sich aus der Kalkulation ergebenden Fertigungskosten. Abwertungen für Bestände werden nach Gängigkeit unter Berücksichtigung der Altersstruktur der Bestände vorgenommen. Das Niederstwertprinzip wird ebenso wie der Grundsatz der verlustfreien Bewertung beachtet.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zum Nominalwert angesetzt. Bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird dem allgemeinen Kreditrisiko in Form einer Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Einzelrisiken wurden durch Einzelwertberichtigungen berücksichtigt.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten werden jeweils zum Nennwert angesetzt.

Auf den Ansatz aktiver latenter Steuern aus Bewertungsdifferenzen zwischen Steuer- und Handelsbilanz wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB verzichtet.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Langfristige Rückstellungen mit einer Laufzeit von über einem Jahr berücksichtigen zukünftige Kosten- und Preissteigerungen in Höhe der allgemeinen Inflationsrate und werden abgezinst. Dabei wird ein Zinssatz von 1,59 % unter Berücksichtigung einer 7-jährigen Restlaufzeit gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung der Deutschen Bundesbank angewandt.

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Es besteht eine sog. Alt- und eine Neuregelung. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen für die Altregelung wird unverändert zum Vorjahr fortgeführt. Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen für die sog. Neuregelung war bis zum 31. Dezember 2018 als rückdeckungsakzessorische Pensionszusage behandelt worden. Aufgrund des auseinanderfallens von Verpflichtungsseite und Deckungsvermögen wurde eine Neubewertung vorgenommen. Nunmehr erfolgt keine bewertungstechnische Anpassung des Deckungsvermögens auf die Höhe des Verpflichtungswerts mehr, sondern es wird das nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Deckungsvermögen mit der Pensionsverpflichtung saldiert. Dies führt zu einem um TEUR 486 höheren Ansatz der Pensionsrückstellungen. Der Zinsertrag aus dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 151 wurde mit den Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 346 saldiert. Folgende Parameter lagen der Bewertung zugrunde:

Zinssatz: 2,71 %, Rentensteigerung: 1,75 % (Neuregelung) bzw. 2,00 % (Altregelung), Kündigungsrate: 0,00 %.

Die Berechnung erfolgte auf ein rechnungsmäßiges Endalter in Anlehnung an das RVA-GAnpG. Die biometrische Rechnungsgrundlage waren die Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.

Für die Abzinsung des Erfüllungsbetrags wird pauschal der von der Deutschen Bundesbank ermittelte durchschnittliche Marktzinssatz, der sich aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, in Höhe von 2,71 % verwendet.

Die Rückstellung für die Verpflichtung aus Altersteilzeitvereinbarungen umfasst die Aufwendungen für die Lohn- bzw. Gehaltszahlungen an Mitarbeiter in der Freistellungsphase sowie die tarifvertraglich vereinbarten Aufstockungsleistungen. Diese Rückstellung wird ratierlich ab dem Beginn der Beschäftigungsphase angesammelt. Die Rückstellung wurde auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck unter Zugrundelegung eines Rechnungszinsfußes von 0,63 % ermittelt. Künftige Gehaltserhöhungen wurden mit 3,0 % pro Jahr angesetzt. Es wurden keine Fluktuationswahrscheinlichkeiten angesetzt.

Die Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Währungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zum Anschaffungskurs eingebucht. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden mit einem Konzernverrechnungskurs umgerechnet, der in etwa mit dem amtlichen Devisenkassamittelkurs am Stichtag identisch ist.

II. Erläuterungen zur Bilanz

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens im Jahre 2019 ist in der Anlage zu diesem Anhang (Anlagenspiegel) dargestellt.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 481 resultieren mit TEUR 444 (Vorjahr: TEUR 444) aus einem gewährten Darlehen an die Kempchen Beteiligungs GmbH. Das Darlehen an die Kempchen s.r.o. in Höhe von Vorjahr TEUR 58 wurde im Geschäftsjahr 2019 getigt. Der verbleibende Betrag in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 577) resultiert aus Lieferungen und Leistungen.

Die Forderungen gegen Gesellschafter resultieren - wie im Vorjahr - aus Dienstleistungen.

Bei den sonstigen Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um ein gewährtes Darlehen in Höhe von TEUR 227 (Vorjahr: TEUR 250).

Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände stellen sich wie folgt dar:

Summe
EUR
über 1 Jahr
EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.591.685,86 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 480.899,04 244.000,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 7.948,82 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 592.691,24 202.795,21
4.673.224,96 446.795,21
Vorjahr: Summe EUR über 1 Jahr EUR
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.396.095,02 0,00
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.079.347,23 494.695,00
3. Forderungen gegen Gesellschafter 7.824,30 0,00
4. Sonstige Vermögensgegenstände 483.757,14 226.527,60
4.967.023,69 721.222,60

Das Stammkapital der Gesellschaft beträgt TEUR 25 und ist vollständig eingezahlt. In 2004 hat die Gesellschafterin die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 6.831 dotiert.

Der Gewinnvortrag hat sich im Geschäftsjahr 2019 wie folgt entwickelt:

EUR
Stand 1.1.2019 2.977.851,69
Jahresüberschuss 2018 1.116.010,31
Ausschüttung 1.500.000,00
2.593.862,00

Die nach § 246 HGB bewerteten Pensionsrückstellungen für Altregelung und Neuregelung betragen zum 31. Dezember 2019 insgesamt TEUR 3.479. Der Zeitwert des Deckungsvermögen aus Rückdeckungsversicherungen in Höhe von TEUR 2.756, das dem Zugriff aller Gläubiger entzogen ist, wurde gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der bestehenden Pensionsrückstellung für die Neuregelung verrechnet.

Zum 31. Dezember 2019 betrug die Verpflichtung aus der Neuregelung (Past Service) TEUR 3.243. Die Bewertung des Aktivwertes der Rückdeckungsversicherung zur Neuregelung von TEUR 2.756 (Zeitwert) erfolgte auf der Grundlage von fortgeführten Anschaffungskosten, die auf der Basis eines eingezahlten Einmalbetrages (Anschaffungskosten 31. Dezember 2003: TEUR 1.963) zuzüglich eines Überschussanteils von der Rückdeckungsversicherung mitgeteilt wurden. Der Erfüllungsbetrag der verrechneten Schulden nach § 253 HGB beträgt TEUR 3.243.

Der Unterschiedsbetrag zum 7-Jahres-Durchschnittszins nach § 253 Abs.6 S.1 HGB beträgt insgesamt TEUR 438 (Vorjahr: TEUR 607) und unterliegt der Ausschüttungssperre. Der Zinssatz zur Bestimmung des ausschüttungsgesperrten Unterschiedsbetrages beträgt 1,97% (7-Jahres-Durchschnitt).

Die Pensionsrückstellung für Verpflichtungen aus der Altregelung beträgt TEUR 236 (Vorjahr: TEUR 223). Ein zu verrechnendes Deckungsvermögen besteht nicht.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen mit TEUR 121 (Vorjahr: TEUR 828) Rückstellungen für Altersteilzeit, mit TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 132) eine Rückstellung für ausstehende Berufsgenossenschaftsbeiträge und mit TEUR 142 (Vorjahr: TEUR 122) diverse Rückstellungen für den Personalbereich. Im Jahr 2013 wurde mit 22 Mitarbeitern und in den Jahren 2016 bis 2018 mit weiteren 11 Mitarbeitern eine Altersteilzeitregelung vereinbart.

Für Garantierückstellungen erfolgte eine pauschale Bewertung auf den Selbstbehalt der Versicherung.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind nicht besichert.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter betreffen - wie im Vorjahr - Dienstleistungen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultieren in Höhe von TEUR 449 (Vorjahr: TEUR 633) aus Lieferungen- und Leistungsverbindlichkeiten.

III. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnung in Höhe von EUR 941,10 (Vorjahr: EUR 1.690,12), in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 1.376,85 (Vorjahr: EUR 968,26), enthalten.

Die Zinserträge resultieren aus gewährten Darlehen.

Die Zinsaufwendungen ergeben sich wie folgt:

TEUR
Altersversorgung
Zinsanteil Pensionen unter Berücksichtigung der Erträge aus dem Deckungsvermögen 217
Aufzinsung Rückstellungen 5
222
Sonstige 79
301

Die Erträge aus der Änderung der Altersteilzeitrückstellung infolge Inanspruchnahme in Höhe von TEUR 756 (Vorjahr: TEUR 996) werden unter Lohn- und Gehaltsaufwendungen verrechnet.

C. Sonstige Angaben

1. Bürgschaften

Die Gesellschaft bürgt für ein anderes Unternehmen der Klinger-Gruppe für einen Kreditrahmen mit bis zu TEUR 198. Zudem bestehen Gewährleistungsbürgschaften für Kunden in Höhe von insgesamt TEUR 146. Die Inanspruchnahmewahrscheinlichkeit aus Bürgschaften schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Bewertung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Aus Miet- und Leasingverträgen bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von TEUR 6.269, die mit TEUR 871 in 2020 fällig werden. KLINGER Kempchen GmbH hat als Leasingnehmerin einen Leasingvertrag über ein Grundstück nebst aufstehendem Produktions- und Verwaltungsgebäude geschlossen. Das Leasingverhältnis wurde als Operate-Leasing klassifiziert. Das Grundstück, das Gebäude und die Leasingverbindlichkeit werden nicht in der Bilanz der KLINGER Kempchen GmbH gezeigt. Damit werden eine Bilanzverkürzung sowie eine verbesserte Kapitalrelation erreicht. Die Vertragsdauer beträgt 20 Jahre und endet am 30. November 2028.

Die Gesellschaft erwartet in der Zukunft steigende Zinsen. Aus diesem Grund wurde die Restschuld in 2015 bis zum vereinbarten Leasingende umfinanziert.

3. Anzahl der Arbeitnehmer

Im Jahresdurchschnitt wurden beschäftigt:

Angestellte Gewerbliche Arbeitnehmer Auszubildende Gesamt
2019 57 111 2 170
2018 61 122 1 184

4. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag

Die nach dem Bilanzstichtag sich weltweit ausbreitende Corona-Pandemie und die in diesem Zuge ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit werden absehbare erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit auch auf die KLINGER Kempchen GmbH haben. Wir verweisen hinsichtlich der in diesem Zusammenhang für die Gesellschaft bestehenden Risiken und den Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Geschäftsentwicklung auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter Risiko- und Prognosebericht (siehe Kapitel 3., "Prognose" bzw. "Risiken" des Lageberichts).

5. Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung wird dem Gesellschafter vorschlagen, eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 750 vorzunehmen.

6. Konzernzugehörigkeit

Die KLINGER Kempchen GmbH ist eine 100%ige Tochter der KLINGER Holding Deutschland GmbH, Oberhausen, und wird in den nach den IFRS-Vorschriften aufgestellten Konzernabschluss der Klinger Holding GmbH, Gumpoldskirchen/Österreich, für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen einbezogen. Dieser wird im österreichischen Firmenbuch unter der Nummer FN408172 d veröffentlicht.

7. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft war im Geschäftsjahr:

 

Herr Dipl.-Oec. Klaus Schonebeck, Recklinghausen

Der Beruf des Geschäftsführers ist mit seiner Organstellung identisch.

Die Angabe der Bezüge der Geschäftsführer unterbleibt in Ausübung der Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 4 HGB.

8. Abschlussprüferhonorar

Mit Verweis auf die größenabhängige Erleichterung gem. § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB wurde auf die Angabe nach § 285 Nr. 17 HGB verzichtet.

 

Oberhausen, den 21. April 2020

KLINGER Kempchen GmbH

gez. K. Schonebeck, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 598.409,50 85.362,00 13.620,00 49.889,00 720.040,50
2. Geleistete Anzahlungen 65.800,00 0,00 0,00 -65.800,00 0,00
664.209,50 85.362,00 13.620,00 -15.911,00 720.040,50
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 5.026.260,66 293.630,00 74.175,08 0,00 5.245.715,58
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.432.688,83 303.788,90 23.948,80 15.911,00 4.728.439,93
3. Geleistete Anzahlungen 9.600,00 5.000,00 0,00 0,00 14.600,00
9.468.549,49 602.418,90 98.123,88 15.911,00 9.988.755,51
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 327.577,10 127.518,17 0,00 0,00 455.095,27
10.460.336,09 815.299,07 111.743,88 0,00 11.163.891,28
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2019
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2019
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 508.210,95 62.876,00 13.620,00 557.466,95
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
508.210,95 62.876,00 13.620,00 557.466,95
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.812.517,40 263.180,00 74.175,08 3.001.522,32
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.393.344,38 263.019,90 23.886,80 3.632.477,48
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.205.861,78 526.199,90 98.061,88 6.633.999,80
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
6.714.072,73 589.075,90 111.681,88 7.191.466,75
Buchwert
Stand 31.12.2019
EUR
Stand 31.12.2018
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162.573,55 90.198,55
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 65.800,00
162.573,55 155.998,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.244.193,26 2.213.743,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.095.962,45 1.039.344,45
3. Geleistete Anzahlungen 14.600,00 9.600,00
3.354.755,71 3.262.687,71
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 455.095,27 327.577,10
3.972.424,53 3.746.263,36

Bilanz

AKTIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 162.573,55 90.198,55
2. Geleistete Anzahlungen 0,00 162.573,55 65.800,00 155.998,55
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.244.193,26 2.213.743,26
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.095.962,45 1.039.344,45
3. Geleistete Anzahlungen 14.600,00 3.354.755,71 9.600,00 3.262.687,71
III. Finanzanlagen
Sonstige Ausleihungen 455.095,27 327.577,10
3.972.424,53 3.746.263,36
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 1.309.186,00 1.390.999,00
2. Unfertige Erzeugnisse 99.715,00 95.184,00
3. Fertige Erzeugnisse und Waren 2.154.336,85 3.563.237,85 2.407.726,01 3.893.909,01
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.591.685,86 3.396.095,02
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 480.899,04 1.079.347,23
3. Forderungen gegen Gesellschafter 7.948,82 7.824,30
4. Sonstige Vermögensgegenstände 592.691,24 4.673.224,96 483.757,14 4.967.023,69
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 1.065.136,27 1.507.056,94
9.301.599,08 10.367.989,64
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 151.334,97 51.993,76
13.425.358,58 14.166.246,76

PASSIVA

31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.830.646,71 6.830.646,71
III. Gewinnvortrag 2.593.862,00 2.977.851,69
IV. Jahresüberschuss 866.357,60 1.116.010,31
10.315.866,31 10.949.508,71
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 722.956,00 222.978,00
2. Steuerrückstellungen 261.666,30 208.959,22
3. Sonstige Rückstellungen 518.181,55 1.502.803,85 1.327.249,00 1.759.186,22
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 39.634,59 32.612,88
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 578.609,34 530.609,28
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 1.363,38 2.099,28
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 449.100,66 633.130,94
5. Sonstige Verbindlichkeiten 537.980,45 259.099,45
- davon aus Steuern: EUR 431.302,92 (i.Vj. EUR 183.144,37) -
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 9.428,44 (i.Vj. EUR 10.228,27) - 1.606.688,42 1.457.551,83
13.425.358,58 14.166.246,76

Gewinn- und Verlustrechnung

2019 2018
EUR EUR EUR EUR
1. Rohergebnis 20.456.469,79 21.224.513,43
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.949.787,27 9.969.645,31
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2.308.190,14 2.163.067,41
- davon für Altersversorgung: EUR 375.342,01 (i.Vj. EUR 98.167,23) - 12.257.977,41 12.132.712,72
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 589.075,90 629.558,41
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 5.775.910,75 6.759.395,44
- davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung: EUR 1.376,85 (i.Vj. EUR 968,26) -
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 91.226,82 23.195,55
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 8.040,35 (i.Vj. EUR 9.011,59) -
- davon Erträge aus der Abzinsung: EUR (i.Vj. EUR 0,00) -
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 301.124,57 42.384,31
- davon an verbundenen Unternehmen: EUR 0.00 (i.Vj. EUR 0,00) -
- davon Aufwendungen aus der Aufzinsung: EUR 217.566,00 (i.Vj. EUR 187.257,97) -
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 715.375,37 525.802,51
-925.273,12 -544.991,27
8. Ergebnis nach Steuern 908.232,61 1.157.855,59
9. Sonstige Steuern 41.875,01 41.845,28
10. Jahresüberschuss 866.357,60 1.116.010,31

Lagebericht zum Jahresabschluss 2019

der KLINGER Kempchen GmbH, Oberhausen

(vormals: Kempchen Dichtungstechnik GmbH)

1. Grundlagen des Unternehmens

Geschäftstätigkeit

Die Gesellschaft KLINGER Kempchen GmbH (Vormals: Kempchen Dichtungstechnik GmbH) ist tätig auf dem Gebiet der Entwicklung, Produktion und des Vertriebs von Dichtungen, Packungen, Kompensatoren, Gummi- und Kunststofferzeugnissen.

Strategisch sind die chemische und petrochemische Industrie sowie die Metallindustrie und die Energieversorger die wichtigsten Kundengruppen. Das Produktprogramm umfasst sämtliche statische Dichtungen. Mit den Serviceleistungen unterscheidet sich die Gesellschaft von den Wettbewerbern.

Ziel ist die schnelle und pünktliche Belieferung der Kunden. Unser Bestreben liegt in der Steigerung des Rohergebnisses und damit einhergehend des Jahresüberschusses. Die Geschäftstätigkeit wird auf einem angemieteten Grundbesitz ausgeübt. Hierzu hat die Gesellschaft einen Leasingvertrag, beginnend ab dem 01.12.2008, geschlossen.

Forschung und Entwicklung

Entwicklung wird als eine Serviceleistung in Richtung auf den Kunden betrachtet und ist als strategische Komponente unverzichtbar. Durch die Mitarbeit in Gremien wie VDI und DIN wird die Kompetenz dokumentiert.

Leistungsindikatoren

Für die Unternehmenssteuerung wird eine Reihe von finanziellen Leistungsindikatoren verwendet. Einer besonderen Bedeutung in dieser Hinsicht kommen dem Auftragseingang und dem operativem Ergebnis zu.

2. Wirtschaftsbericht

Das weltwirtschaftliche Umfeld der deutschen Wirtschaft hat sich seit 2018 deutlich eingetrübt. Gebremst durch Handelskonflikte und politische Unsicherheiten wuchs die Weltwirtschaft 2019 mit nur wenig Schwung. Auch die Wirtschaft in Deutschland wuchs in 2019 lt. dem statistischen Bundesamt lediglich um ca. 0,6 % gegenüber dem Vorjahr.

Die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft ist erheblich von der Branchenentwicklung in Chemie, Petrochemie, Metallindustrie und Energieversorgung abhängig. In allen Bereichen ist eine Konjunkturabschwächung spürbar.

Branchenspezifisch sind im vergangenen Geschäftsjahr keine negativen Faktoren zu verzeichnen gewesen.

Insgesamt blickt die Gesellschaft auf ein positives Geschäftsjahr zurück, wenn auch die Erwartungen nicht vollumfänglich erzielt werden konnten. Auftragseingang und Umsatzerlöse blieben in 2019 hinter den Erwartungen zurück. Dennoch konnte die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 866 erzielen.

Insgesamt lag der Geschäftsverlauf sowohl im Bereich des Auftragseingangs als auch der Umsatzsteigerung im einstelligen Prozentbereich hinter den Erwartungen zurück.

Ertragslage

Rohergebnis-Entwicklung

Das Rohergebnis stellt die Zwischensumme der Posten 1. bis 5. der Gewinn- und Verlustrechnung dar. Im Vergleich zum Vorjahr entwickelte es sich wie folgt:

2019 2018
Rohergebnis 20.456.469,79 21.224.513,43

Analyse der Ertragslage

Im Vergleich zum Vorjahr wurde mit einer Umsatzreduzierung von 4,9 % gerechnet, da viele Kunden Großrevisionen bereits in 2018 vorgezogen hatten. Zusätzlich reduzierte sich das Marktvolumen in 2019, so dass sich die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 5,9 % verringerten. Auch der Auftragseingang lag dementsprechend unter der Planung. Die Umsatzreduzierung im Produktionsbereich konnte durch die Erbringung vermehrter Dienstleistungen teils aufgefangen werden.

Demgegenüber konnte der Materialaufwand überproportional um 8,9 % reduziert werden, was unter anderem auf Effizienzsteigerungen in der Produktion zurückzuführen ist. Trotz Senkung der Materialaufwandsquote führte dies zu einer Verschlechterung des Rohergebnisses um TEUR 768.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sanken von TEUR 6.759 um TEUR 983 auf TEUR 5.776, was insbesondere auf Reduzierungen im Bereich der Personalgestellung sowie auf geringere Kosten durch Aussteller auf Messen zurückzuführen ist.

Der Personalaufwand stieg leicht um TEUR 125 zum Vorjahr auf TEUR 12.258 durch höhere Aufwendungen im Zusammenhang mit der geänderten Bilanzierung für Pensionsrückstellungen.

Die Abschreibungen reduzierten sich um TEUR 41, so dass ein insgesamt positives Ergebnis nach Steuern erzielt werden konnte. Die KLINGER Kempchen GmbH erwirtschaftete im Geschäftsjahr einen Jahresüberschuss von TEUR 866 (Vorjahr: TEUR 1.116).

Finanzlage

Entwicklung der Finanzlage

2019 2018
Eigenkapitalquote in % EK / Bilanzsumme * 100 76,8 % 77,3 %
Fremdkapitalquote in % FK / Bilanzsumme * 100 23,2 % 22,7 %

Analyse der Finanzlage

Die Finanzierung erfolgt aus eigenen Mitteln.

Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsziele zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen TEUR 579 und können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden.

Investitionen wurden im Bereich immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen im ähnlichen Rahmen gegenüber dem Vorjahr getätigt (TEUR 688/ Vorjahr: TEUR 725) und betrafen im Wesentlichen die Produktion.

Die Liquidität lag mit TEUR 1.065 unter dem Vorjahr mit TEUR 1.507.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich gegenüber dem Vorjahr von TEUR 14.166 auf TEUR 13.425 leicht reduziert. Das Anlagevermögen ist von TEUR 3.746 auf TEUR 3.972 gestiegen. Die Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind von TEUR 4.967 auf TEUR 4.673 gesunken. Die Verbindlichkeiten stiegen um TEUR 149 auf TEUR 1.607. Das Unternehmen ist mit einer Eigenkapitalquote von 76,8 % gut ausgestattet.

Aufgrund des geplanten Auftragsvolumens ist mit konstanter Beschäftigtenzahl geplant. Für aktuell 6 Mitarbeiter besteht eine Altersteilzeitregelung. Wesentliche Personalrückstellungen wurden auf Grundlage eines versicherungsmathematischen Gutachtens gebildet.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Prognose

Umsatz und Ergebnisprognose

Lt. neusten Prognosen (aus März 2020) des Instituts für Weltwirtschaft in Kiel wird das BIP in der Bundesrepublik Deutschland einen Rückgang ca. -4,5 % für 2020 verzeichnen. Vor Ausbruch der Corona-Pandemie prognostizierte die Gesellschaft gleichbleibende Umsatzerlöse und rechnete mit einem Jahresüberschuss für 2020, der deutlich über dem Jahresüberschuss für 2019 liegt. Das ursprünglich geplante Rohergebnis für 2020 wurde mit TEUR 19.994 erwartet. Belastungen aus der notwendigen Zuführung zur Rückstellung für Altersteilzeitverpflichtungen wurden in Höhe von TEUR 35 erwartet. Investitionen sind für 2020 mit ca. TEUR 292 über Vorjahreshöhe vorgesehen und werden aus dem laufenden Cashflow finanziert. Entsprechend den erwarteten Tarifsteigerungen wird mit Personalkostensteigerungen gerechnet.

Inwieweit diese Erwartungen vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie aufrechterhalten werden können, ist abhängig von der Dauer der Pandemie und der in diesem Zusammenhang ergriffenen politischen Maßnahmen sowohl in Deutschland als auch in anderen Ländern. Die Gesellschaft erzielte per Ende März 2020 einen erhöhten Auftragsbestand und einen Umsatzzuwachs im einstelligen Prozentbereich im Verhältnis zur budgetierten Prognose.

Zum derzeitigen Zeitpunkt Ende März 2020 sind keine spürbaren Einschränkungen in den Geschäftsabläufen und Auswirkungen auf Umsatzerwartungen und Prognose erkennbar.

Chancen

Einen entscheidenden strategischen Wettbewerbsfaktor können wir aufgrund der steigenden Kundenanforderungen im Bereich Stillstandsunterstützung erkennen. Unser Ziel ist es, diesen Sektor als Wettbewerbsvorteil gezielt weiterzuentwickeln und eine führende Position zu halten. Die Produktpalette, das durchdachte Servicekonzept und die Einbindung in die Klinger-Gruppe bilden eine gute Basis für eine weiterhin positive Ertragsentwicklung.

Risiken

Vorgehensweisen im Rahmen der Großrevisionen bei Anlagenbetreibern

Risiken liegen in der periodischen Entwicklung der Branche, die im Instandhaltungsbereich stark durch Großrevisionen der Anlagenbetreiber geprägt und nur noch kurzfristig vorhersehbar ist. Hier finden durch die Anlagenbetreiber vermehrt unerwartete, kostenbedingte Verschiebungen statt.

Entwicklung des Absatzmarktes

Der Preiswettbewerb für Standarddichtungen kann sich aufgrund von Verdrängungstendenzen und Rückgängen im Bereich der konventionellen Energieerzeugung in Zukunft gerade im Hinblick auf die konjunkturelle Lage weiter verschärfen.

Beschaffung

Bei den Rohstoffpreisen gehen wir für das nächste Jahr von Steigerungen aus. Preiserhöhungen von Lieferanten können nur teilweise an Kunden weitergegeben werden. Insoweit besteht das Risiko reduzierter Rohgewinnmargen und Ergebnisverschlechterungen.

Finanzinstrumente

Derivate liegen nicht vor.

Corona-Pandemie

Die weltweite Corona-Pandemie und die in diesem Zuge ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung der Krankheit werden absehbare erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft und damit möglicherweise auch auf die Gesellschaft haben. Das wirtschaftliche Risiko für die Gesellschaft wird erst in Abhängigkeit der Dauer der Pandemie und der von politischer Seite ergriffenen Maßnahmen zur Eindämmung verlässlich eingeschätzt werden können. Risiken für die Gesellschaft ergeben sich einerseits durch die aufgrund der erwarteten Rezession geringere Nachfrage nach unseren angebotenen Produkten als auch hinsichtlich möglicher künftiger Verschlechterungen der Geschäfts- und Finanzsituation unserer Kunden und damit einhergehender möglicher künftiger Ausfallrisiken.

Die Gesellschaft hat bereits frühzeitig zum Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiter, deren Angehörigen und Mitmenschen, sowie unserer Geschäftspartner Maßnahmen zur Reduzierung der Anzahl infizierter und potenziell infizierter Mitarbeiter getroffen. Zusätzlich hierzu existieren eindeutige Handlungsanweisungen sowie mehrstufige Maßnahmenpläne für die Mitarbeiter im Falle eines Verdachts. Es gibt einen zentralen Ansprechpartner für den gesamten Konzern und darüber hinaus Beauftragte in den jeweiligen Standorten. Sollte sich diese Krise weiter verschärfen, sind Auswirkungen auf die Produktionsabläufe bis hin zu Produktionsstillständen nicht ausgeschlossen.

Insgesamt kann die Geschäftsleitung derzeit keine bestandsgefährdenden Risiken erkennen.

Es bestehen umfangreiche Berichts- und Kontrollmechanismen, um Risiken aus dem Tagesgeschäft rechtzeitig zu erkennen und gegebenenfalls entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Das Risikomanagementsystem schließt die Bereiche Markt, Leistung, Kosten- und Kapitalstruktur ein. Sämtliche Risiken sind mit entsprechenden Beträgen ausreichend abgesichert.

4. Zukunftsgerichtete Angaben

Dieser Bericht enthält Angaben und Prognosen, die sich auf die zukünftige Entwicklung der KLINGER Kempchen GmbH, vormals Kempchen Dichtungstechnik GmbH, Oberhausen, beziehen. Die Prognosen stellen Einschätzungen dar, die wir auf der Basis aller uns zum derzeitigen Zeitpunkt zur Verfügung stehenden Informationen getroffen haben. Sollten die den Prognosen zu Grunde gelegten Annahmen nicht eintreffen oder Risiken - wie die im Risikobericht dargestellten - eintreten, so könnten die tatsächlichen Ergebnisse von den derzeit erwarteten Ergebnissen abweichen.

 

Oberhausen, 21. April 2020

KLINGER Kempchen GmbH

K. Schonebeck, Geschäftsführer

Der Jahresabschluss 2019 wurde am 30. Juli 2020 durch die Gesellschafterversammlung festgestellt.

Mit Beschluss vom 28. September 2020 wurde ein Betrag in Höhe von 750.000,00 an die Klinger Holding Deutschland GmbH ausgeschüttet.

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