Stammdaten

Register
Amtsgericht Freiburg HRB 5973
Eingetragen
17.6.1999
Branche
Großhandel mit chemischen ErzeugnissenHerstellung von pharmazeutischen GrundstoffenHerstellung von sonstigen anorganischen Grundstoffen und Chemikalien
Gegenstand
die Entwicklung, die Herstellung, der Vertrieb von und der Handel mit Grundstoffen und Substanzen für die pharmazeutische, chemische und biotechnologische und Nahrungsmittelindustrie sowie verwandten Industrien. Weiterhin wird Beratung für oben genannte Industrien auf insbesondere chemischen, biologischen, physikalischen, Verfahrenstechnischen, medizinischen und biotechnologischen sowie damit verwandten Gebieten angeboten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ilka Noack
seit 30.10.2025
Prokura
Thorsten Lars Bogisch
seit 30.10.2025
Prokura
Peter Dr. Gockel
seit 28.8.2017
Prokura
Raphael Dr. Vogler
seit 9.3.2006
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Raphael VoglerVogler Enterprises Holdings GmbH
100.00%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
15.000 €
50.00%
Freiburg im Breisgau
15.000 €
50.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ChemCon GmbH

Freiburg im Breisgau

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

1. Grundlagen der ChemCon GmbH

1.1 Geschäftsmodell

ChemCon ist ein Unternehmen, das auf die Entwicklung, Herstellung, Analyse und GMP-Freigabe chemischer Produkte spezialisiert ist. Die Nische, die ChemCon besetzt, ist die Produktion vergleichsweise kleiner Mengen von wenigen Gramm bis hunderte Kilogramm in extrem hoher Qualität mit bester Dokumentation.

Seit der Gründung vor nahezu 30 Jahren konnte ChemCon durch eine Vielzahl unterschiedlichster Projekte sehr fundierte Expertise im Bereich organischer, anorganischer und polymerchemischer Prozessentwicklungen nach cGMP aufbauen. Wir beschränkten uns dabei nicht nur auf die Entwicklung und Produktion von Pharmawirkstoffen (active pharmaceutical ingredients = APIs) zum Einsatz am Menschen, sondern bearbeiteten auch Hilfsstoffe, Provokationssubstanzen, in vivo und in vitro Diagnostika, GMP-Startmaterialien, Referenzsubstanzen, Nahrungsergänzungsmittel wie beispielsweise Spurenelement-Salze oder Substanzen, die in Medizinprodukten eingesetzt werden. In unseren Forschungslaboratorien und Reinräumen stellen wir Substanzen zum Einsatz in präklinische Studien, Wirkstoffe für die Durchführung von klinischen Phasen sowie kommerzielle Produkte her, die in Medikamenten weltweit eingesetzt werden. Weiterhin produzieren wir auch hochwertige Feinchemikalien, ebenfalls spezialisiert auf kleine Mengen.

Umfassende hauseigene Analytik-Dienstleistungen und Qualitätskontrolle nach cGMP und ICH guidelines sind ein integraler Bestandteil aller Projekte bei ChemCon. Seit einigen Jahren wird dieser Bereich zusätzlich als eigenständige Dienstleistung vermarktet. Wesentlicher Bestandteil unserer Service-Expertise beinhaltet die Erstellung umfangreicher Dokumentationen und eine fundierte regulatorische Beratung als Teil unserer intensiven Kommunikation mit unseren Kunden.

Zusätzlich zu unserem Auftragssynthese-Business (CDMO-Services) und der Analytical Services strebt die Firma an, weitere API-Produkte zu identifizieren, selbst zu entwickeln und weltweit zu vermarkten. Dieses Produkte-Business bezieht sich ebenfalls auf den Bereich der Kleinmengen-Pharmazeutika bzw. Spezialchemikalien. Die Produktvermarktung hat im abgelaufenen Geschäftsjahr erneut einen wesentlichen Anteil am Umsatz gehabt und wir erwarten eine deutliche Steigerung dieses Geschäftszweigs.

1.2 Forschung und Entwicklung

ChemCon bietet Forschung & Entwicklung hauptsächlich im Service für ihre Kunden an. Wir arbeiten jedoch auch an der Optimierung von etablierten Synthese- und Analytik-Verfahren und verfügen über einige eigene Einreichungen (ASMF, DMF, zukünftig auch CEP geplant).

2. Darstellung des Geschäftsverlaufs einschließlich des Geschäftsergebnisses

2.1 Entwicklung von Gesamtwirtschaft und Branche

Die Weltwirtschaft setzte ihren langsamen Wachstumstrend fort. Die weltwirtschaftliche Expansion wurde nach wie vor von den Dienstleistungen getragen. Das BIP in Deutschland sank im Jahr 2024 um -0,2%. In der Industrie war ein Rückgang von 4,5% zu verzeichnen. Die Chemieproduktion ohne Pharma konnte ein Wachstum um 4,0% verzeichnen. Die Einschätzung der aktuellen Geschäftslage der chemisch-pharmazeutischen Industrie verbesserte sich nur marginal zum Jahresende. Der Wert blieb im negativen Bereich. Auftragsmangel sowie der Verlust an preislicher Wettbewerbsfähigkeit drücken die Stimmung. Die Zukunftserwartungen verbesserten sich zwar, sie bleiben aber negativ. Die Produktion in der chemischen Industrie lag 2024 um 2,9% über dem Vorjahr.

2.2 Geschäftsergebnis der ChemCon GmbH

Die ChemCon GmbH hat zum wiederholten Mal ein gutes Jahresergebnis erzielt. Das Jahresergebnis lag aufgrund der Sondereffekte aus Versicherungsleistungen bei 7,051 Mio. € nach 1,631 Mio. € im Vorjahr.

2.3 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Der Umsatz im Geschäftsjahr betrug 17,66 Mio. €. Die Bestandskunden bestellten weiter vor allem sogenannte Routine-Produkte. Aber auch Entwicklungsprojekte werden weiter bestellt und vorangetrieben. Der Auftragseingang war der drittbeste in der Historie. die Auftragsreichweite zum Bilanzstichtag betrug knapp 10,5 Monate bezogen auf den erhöhten Planumsatz für 2025.

2.4 Produktion

Ab Mitte des Berichtsjahres standen, nach umfassenden Renovierungsarbeiten, wieder alle Produktionskapazitäten (Reinräume, Entwicklungs- sowie Analytik-Labore) zur Verfügung. Die analytischen Geräte waren in normalem Rahmen ausgelastet. Der stetig wachsende Gerätepark und die Produktionsmittel waren in einem ordnungsgemäßen Zustand.

2.5 Beschaffung

Der Materialaufwand ist bei ChemCon von untergeordneter Bedeutung und wird, auch im Berichtsjahr, zu einem wesentlichen Teil an die Kunden weiter berechnet. Die Einkaufspreise haben sich aufgrund der Inflation erhöht. Wechselkursveränderungen spielten keine wesentliche Rolle. Liefertreue, Versorgungssicherheit, Qualität und Verfügbarkeit der geforderten Dokumentation sind wichtige Parameter bei unserer Lieferantenbewertung. Bei der Beschaffung von Chemikalien und Geräten kam es zu keinen wesentlichen produktionskritischen Verzögerungen. Für kritische Startmaterialien wird weiter daran gearbeitet, mehrere Lieferanten zu identifizieren und zu qualifizieren, um die Resilienz weiter zu steigern.

2.6 Investitionen und Großreparaturen

Im Berichtsjahr wurden etwa 3,1 Mio. € für Investitionen ausgegeben. Ein Großteil wurde für die Flächenerweiterung im Gebäude sowie für die üblichen Investitionen in Laborgeräte, Produktions-Equipment sowie Analysengeräte investiert.

2.7 Finanzierungsmaßnahmen bzw. -vorhaben

Sämtliche Investitionen wurden aus der laufenden Liquidität finanziert. Die Kontokorrentlinien wurden zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen.

2.8 Personal und Sozialbereich

Aufgrund des geplanten weiteren Wachstums hat sich der Personalbestand weiter leicht erhöht. Insgesamt wurden 21 Mitarbeiter neu eingestellt, 13 Personen haben das Unternehmen verlassen. Im Jahresdurchschnitt waren 132 Mitarbeiter bei ChemCon beschäftigt, darunter 11 Auszubildende und 25 Teilzeitkräfte.

2.9 Umweltschutz

Wesentliche Umweltrisiken sind nicht vorhanden. Produktionsabfälle werden ordnungsgemäß entsorgt bzw. aufbereitet.

2.10 Sonstige wichtige Ereignisse und Entwicklungen im Geschäftsjahr

Die Brandschäden aus den Jahren 2022 und 2023 wurden im Geschäftsjahr mit der Versicherung final abgerechnet. Ab Mitte 2024 waren alle Laborkapazitäten wieder voll verfügbar und ausgelastet. Die neue Pilotanlage ist weitestgehend einsatzbereit und wir gehen davon aus, dass die ersten Chargen Anfang 2025 über die Anlage produziert werden können.

3. Darstellung der Lage

3.1 Ertragslage

Die Gesamtleistung lag aufgrund der guten Auslastung unserer Kapazitäten um 43,1% über dem Vorjahreswert. Im sonstigen betrieblichen Ertrag sind 8,51 Mio. € aus der Endabrechnung der Sach- und Betriebsunterbrechungsleistung enthalten. Das Rohergebnis beläuft sich auf 16,81 Mio. € nach 10,87 Mio. € im Vorjahr. Die Materialaufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr gesunken. Trotz höherer Abschreibungen, Personalkosten und sonstigen Aufwendungen konnte das Betriebsergebnis (vor außerordentlichen Erträgen) demnach im Berichtsjahr deutlich erhöht werden.

3.2 Finanzlage

Der operative Cash-Flow (Jahresergebnis zzgl. Abschreibungen) und die Schlusszahlungen der Versicherung reichten aus, um die hohen Investitionen zu finanzieren und eine Ausschüttung vorzunehmen. Die Kontokorrentlinien wurden im Geschäftsjahr 2024 erneut zu keinem Zeitpunkt in Anspruch genommen. Die Zahlungsfähigkeit war jederzeit gegeben.

3.3 Vermögenslage

Die Eigenkapitalquote hat sich durch den im Berichtsjahr erreichten Bilanzgewinn auf 66,4% in Vergleich zum Vorjahr von 50% deutlich verbessert. Die Anlagendeckung beträgt 113%. Die Versicherungszahlungen für den Sach- und Betriebsunterbrechung wurden in Höhe von 8,51 Mio. € als außerordentliche Erträge ausgewiesen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Für die Beurteilung der Produktivität ziehen wir einen Wertschöpfungsfaktor heran, ermittelt aus der Relation des Personalaufwands im Verhältnis zum Rohergebnis. Aufgrund der höheren Gesamtleistung stieg der Wertschöpfungsfaktor von 1,55 auf 2,16.

3.4 Gesamtaussage

Die allgemeine wirtschaftliche Situation von ChemCon schätzen wir als sehr gut sowie sehr stabil ein. Die Liquidität ist durch die Umsätze mit Kundenprojekten sowie durch erfolgte Versicherungsleistungen positiv. Das Geschäft mit bestehenden Kunden und bereits gut etablierten Projekten mit diesen Kunden entwickelt sich seit Jahren sehr stabil. Durch aktuell sehr signifikante Verkaufschancen kann die zukünftige Entwicklung kurzfristig sehr positiv beeinflusst werden.

4. Prognosebericht

ChemCon hat in ihrer über fünfundzwanzigjährigen Geschichte einen breiten Stamm an Kunden weltweit aufbauen können. Dabei bearbeitet ChemCon inzwischen zahlreiche Projekte, die in ihrem Entwicklungsstadium immer weiter fortschreiten oder bereits kommerziell am Markt sind. Die Anzahl an Aufträgen für regelmäßig wiederkehrende Produkte steigt, was der Finanzstabilität sehr zugute kommt. Inzwischen produziert die ChemCon weit über 20 verschiedenste Wirkstoffe, die bereits kommerziell in Medikamenten eingesetzt werden. Der Aufbau einer eigenen Projektliste zusätzlich zum bestehenden Auftragssynthesebusiness soll intensiv weiterbetrieben werden. ChemCon gelingt es gut, durch Streuung des Umsatzes auf verschiedene Kunden und Regionen Sicherheit zu gewähren.

5. Chancen- und Risikobericht

Risikomanagement ist ein Kernelement für die langfristige Sicherung des Unternehmens und dessen erfolgreiche Weiterentwicklung in der Zukunft. Grundlagen des Risikomanagements sind klar geregelte Geschäftsprozesse, eine lückenlose Zuordnung von Zuständigkeiten in der Organisation sowie angemessene Berichtssysteme, die eine zeitnahe Bereitstellung von entscheidungsrelevanten Informationen gewährleisten. Das Risikomanagement umfasst insbesondere:

• monatliche IST-Plan- und IST-Vorjahresvergleiche

• regelmäßige Produktionssteuerungs-Meetings zur zeitnahen Abstimmung zwischen Vertriebs- und Produktionsabteilung unter Einbeziehung der Qualitätskontrolle

• regelmäßige Analyse von Kundenbeschwerden, der Kundenzufriedenheit und der Verkaufschancen

Das Managen von Risiken ist eine wichtige Aufgabe der Geschäftsleitung.

Risiken der zukünftigen Entwicklung: Es bestehen keine bestandsgefährdenden Risiken.

a. Währungsrisiko: Der überwiegende Teil des Wareneinkaufs wird in Euro abgewickelt, die Umsatzerlöse werden hauptsächlich in Euro fakturiert.

b. Liquiditätsrisiko: Die vorhandene Liquidität, der erarbeitete Cash Flow, Kontokorrentlinien, die gute Bonität und eine permanente Liquiditätsvorschau stellen die jederzeitige Liquidität sicher.

c. Forderungsausfallrisiko: Risiken im Forderungsbestand konnten durch kontinuierliches Debitoren-Management auf niedrigem Niveau gehalten werden. Forderungsausfälle sind in Bezug auf Umsatz und Forderungsbestand vergleichsweise gering.

d. Absatzrisiko: Eine negative Konjunkturentwicklung oder politische Krisen (Handelsstreit, Zölle) könnten in den kommenden Jahren negative Auswirkungen auf künftige Umsatzentwicklungen haben. Nach derzeitigem Kenntnisstand sind keine signifikanten Umsatzverluste aufgrund von Konjunktureinbrüchen erkennbar, wobei die derzeitige Zollpolitik der USA ein Unsicherheitsfaktor darstellt. Grundsätzlich wird in 2025 von einer weiterhin stabilen Marktsituation ausgegangen. Durch die Diversifikation auf verschiedene Märkte und Kunden weltweit versuchen wir, das Absatzrisiko zu minimieren.

e. Qualitätsrisiko: Durch Inprozesskontrollen und das 6-Augenprinzip der cGMP-Regularien (Produktion, Qualitätskontrolle und Qualitätssicherung) verlassen keine Produkte das Haus, die nicht den Spezifikationen entsprechen. Haftungsrisiken werden in Verantwortungsabgrenzungsverträgen definiert. Aus Vorsichtsgründen haben wir Rückstellungen gebildet.

f. Regulatorische Anforderungen: Wir verfügen über eine qualifizierte Qualitätssicherungs-Abteilung, die unsere Projektchemiker regulatorisch berät. Durch externe Kontrollen (Regierungspräsidium, amerikanische Gesundheitsbehörde FDA sowie durch vorgeschriebene Auditierungen unserer Kunden) werden wir bisher ohne kritische Beanstandungen extern intensiv überwacht.

g. Prozessrisiken: Der Verlust von Knowhow durch Abgang erfahrener Mitarbeiter kann die Projektbearbeitung, die Effizienz und die Qualität der Leistungserbringung verschlechtern. Bisher ist es uns gelungen, dieses Risiko durch Projektmanagement-Tools zu minimieren.

Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die zunehmenden Qualitätsanforderungen von Schwellenländern nach cGMP-Produkten und die anhaltende Tendenz zur Auslagerung von F&E-Aktivitäten werden den Markt für unsere Dienstleistungen weiter wachsen lassen. Hinzu kommt das generelle Wachstum des Gesundheitsmarktes aufgrund der demografischen Entwicklung und des Anstiegs der Weltbevölkerung.

Wir verfügen über eine breite Kundenbasis mit vielversprechenden F&E-Projekten, deren Upscale wir in den nächsten Jahren bis hin zur kommerziellen Phase begleiten wollen. Immer mehr Projekte erreichen die Routineproduktion in kommerzieller Phase und lassen uns unsere Ressourcen immer besser planen.

ChemCon ist mit den getätigten Erweiterungsinvestitionen und dem geplanten Digitalisierungsprojekt in der Lage, den Umsatz am vorhandenen Standort mit wenigen zusätzlichen Mitarbeitern noch erheblich zu steigern. Das Knowhow für komplexe Synthesen mit "dedicated equipment" und vielfältige Analytik-Methoden in Verbindung mit dem ausgeprägten Servicegedanken heben uns vom Wettbewerb ab. Besondere Chancen für die Zukunft ergeben sich durch die Einführung selbst entwickelter Produkte und deren weltweiter Vermarktung.

Die Geschäftsführung erwartet auch für das kommende Jahr zum einen eine Steigerung der Gesamtleistung sowie auch des Betriebsergebnisses (ohne neutrale oder periodenfremde Ergebniseffekte) im niedrigen zweistelligen Prozentbereich.

 

Freiburg, im Februar 2025

Bilanz

Aktiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 13.575.603,43 12.177.314,34
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 279.937,00 429.706,00
II. Sachanlagen 13.294.741,09 11.746.683,00
III. Finanzanlagen 925,34 925,34
B. Umlaufvermögen 9.337.941,73 5.222.528,78
I. Vorräte 2.902.866,79 1.533.736,71
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.858.845,92 2.823.568,32
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.187.028,54 2.618.102,27
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 4.248.046,40 1.070.689,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 187.076,45 134.309,68
Summe Aktiva 23.100.621,61 17.534.152,80

Passiva

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
A. Eigenkapital 15.335.798,39 8.753.957,81
I. Gezeichnetes Kapital 30.000,00 30.000,00
II. Bilanzgewinn 15.305.798,39 8.723.957,81
B. Rückstellungen 3.386.185,49 1.916.690,04
C. Verbindlichkeiten 3.188.375,28 6.863.207,45
D. Rechnungsabgrenzungsposten 250,00 297,50
E. Passive latente Steuern 1.190.012,45
Summe Passiva 23.100.621,61 17.534.152,80

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2024 - 31.12.2024
EUR
1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 25.466.816,23 14.650.364,92
2. Personalaufwand 7.786.003,66 6.992.246,14
a) Löhne und Gehälter 6.465.942,00 5.676.687,91
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.320.061,66 1.315.558,23
3. Abschreibungen 1.691.606,36 1.305.810,68
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.691.606,36 1.305.810,68
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 5.850.164,65 3.972.750,40
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 31.382,56 25.782,54
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 10.231,79 13.308,14
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.108.138,75 759.338,43
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.190.012,45
8. Ergebnis nach Steuern 7.052.053,58 1.632.693,67
9. sonstige Steuern 1.213,00 1.213,00
10. Jahresüberschuss 7.050.840,58 1.631.480,67
11. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 8.723.957,81 7.982.477,14
12. Ausschüttung 469.000,00 890.000,00
13. Bilanzgewinn 15.305.798,39 8.723.957,81

Anhang

I. Allgemeine Angaben

Die ChemCon GmbH hat ihren Sitz in Freiburg im Breisgau. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Freiburg unter der Nummer HRB 5973 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss der ChemCon GmbH ist auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften sind die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB auf.

Die Gesellschaft nimmt größenabhängige Angabenerleichterungen, die für mittelgroße Kapitalgesellschaften gelten, in Anspruch.

Zur Verbesserung der Darstellungsklarheit werden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und Davon-Vermerke grundsätzlich im Anhang gemacht.

Der vorliegende Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen geltenden Vorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Die Gliederungsvorschrift des § 266 Abs. 3 HGB ist erweitert worden.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aktiva

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bewertet und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und - soweit abnutzbar - um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Herstellungskosten der Sachanlagen werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungskosten sowie Werteverzehr des Anlagevermögens, soweit durch die Fertigung veranlasst).

Einbeziehungswahlrechte werden nicht ausgeübt. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert.

Die planmäßigen Abschreibungen sind nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände und analog den steuerlichen Vorschriften linear vorgenommen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis EUR 800,00 werden als geringwertige Wirtschaftsgüter sofort abgeschrieben.

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten.

Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet. Sofern die Tageswerte am Bilanzstichtag niedriger waren, sind diese angesetzt.

Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen wurden bis zur Höhe der unfertigen Leistungen aktivisch von den ausgewiesenen Vorräten abgesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten angesetzt.

Erkennbare Risiken sind durch Einzelwertberichtigungen angemessen Rechnung getragen. Das allgemeine Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend berücksichtigt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Bankguthaben und flüssige Mittel sind zum Nennbetrag angesetzt. Guthabenkonten, die in ausländischer Währung geführt wurden, sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag zu bewerten.

Passiva

Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB).

Die Bewertung der Jubiläumsrückstellungen erfolgte handels- und steuerrechtlich nach der Pauschalwertmethode.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die auf fremde Währung lauteten, sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währung lauteten, sind zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag bewertet.

Passive Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt.

IV. Erläuterungen zur Bilanz

Aktiva

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagewerte sowie die Geschäftsjahresabschreibung je Posten (§ 284 Abs. 3 HGB) sind dem nachfolgend dargestellten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.808.631,01 128.870,30 0,00 36.941,00 1.900.560,31
1.808.631,01 128.870,30 0,00 36.941,00 1.900.560,31
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 774.911,76 0,00 0,00 0,00 774.911,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 11.166.370,20 1.301.474,09 4.501.777,97 261.197,35 16.708.424,91
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 6.204.792,25 1.712.286,06 -4.501.777,97 0,00 3.415.300,34
18.146.074,21 3.013.760,15 0,00 261.197,35 20.898.637,01
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 925,34 0,00 0,00 0,00 925,34
925,34 0,00 0,00 0,00 925,34
19.955.630,56 3.142.630,45 0,00 298.138,35 22.800.122,66
Abschreibungen
01.01.2024
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2024
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.378.925,01 278.631,30 36.933,00 1.620.623,31
1.378.925,01 278.631,30 36.933,00 1.620.623,31
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 657.116,76 49.359,00 0,00 706.475,76
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.742.274,45 1.363.616,06 208.470,35 6.897.420,16
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
6.399.391,21 1.412.975,06 208.470,35 7.603.895,92
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00
7.778.316,22 1.691.606,36 245.403,35 9.224.519,23
Buchwerte
31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 279.937,00 429.706,00
279.937,00 429.706,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 68.436,00 117.795,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 9.811.004,75 5.424.095,75
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.415.300,34 6.204.792,25
13.294.741,09 11.746.683,00
III. Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 925,34 925,34
925,34 925,34
13.575.603,43 12.177.314,34

Die Gesellschaft ist zu 100 % an der ChemCon America Inc. mit Sitz in Lake Mary, Florida (USA) beteiligt.

Das gezeichnete Kapital der ChemCon America Inc. beträgt per 31.12.2024 USD 1.000,00.

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen besitzen EUR 123.448,37 eine Restlaufzeit von über einem Jahr (Vorjahr: EUR 123.448,37).

Alle übrigen Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

Passiva

Im Bilanzgewinn ist ein Gewinnvortrag in Höhe von EUR 8.723.957,81 (Vorjahr: EUR 7.982.477,14) enthalten.

Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von EUR 76.089,13 (Vorjahr: EUR 75.397,45) und solche im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 6.637,19) enthalten.

Entwicklung der passiven latenten Steuern gem. § 285 Nr. 30 HGB:

01.01.2024
EUR
Zugang
EUR
Verbrauch
EUR
Auflösung
EUR
31.12.2024
EUR
aktive latente Steuern 0,00 32.463,42 0,00 0,00 32.463,42
passive latente Steuern -1.222.475,87 0,00 0,00 0,00 -1.222.475,87
passive latente Steuern -1.190.012,45

Angabe zur Mitzugehörigkeit von Schulden zu mehreren Bilanzpositionen

Erhaltene Anzahlungen wurden gemäß § 265 Abs. 7 HGB in Höhe von EUR 1.858.845,92 (Vorjahr: EUR 2.823.568,32) aktivisch von den Beständen des Vorratsvermögens abgesetzt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen:

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz ausgewiesen werden und auch nicht nach § 251 HGB anzugeben sind, resultieren aus Mietverpflichtungen mit einem Jahreswert von EUR 791.725,68 und Leasingverpflichtungen mit einem Jahreswert von EUR 32.145,24 und Laufzeiten bis längstens Jahr.

V. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Im Jahresergebnis sind außerordentliche Erträge in Höhe von EUR 8.512.922,00 (Vorjahr: EUR 3.200.000,00) aus Entschädigungszahlungen der Betriebs un ter- brechungs- und Sachversicherung enthalten. Sie betreffen die Schadensfälle aus den Geschäftsjahren 2022 und 2023.

In den Personalaufwendungen sind Aufwendungen für Altersversorgungen in Höhe von EUR 17.839,56 (Vorjahr: EUR 19.363,50) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 19.838,76 (Vorjahr: EUR 51.853,65) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von EUR 33.971,27 (Vorjahr: EUR 160.957,79) enthalten.

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträgen sind Erträge aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 2.618,25) enthalten.

In den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus verbundenen Unternehmen in Höhe von EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 3.750,00) und Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen in Höhe von EUR 2.023,48 (Vorjahr: EUR 0,00) enthalten.

VI. Sonstige Angaben

Angabe der Arbeitnehmerzahl

Im Geschäftsjahr sind durchschnittlich 132 (Vorjahr: 124) Arbeitnehmer beschäftigt

Angaben über die Mitglieder der Unternehmensorgane:

Geschäftsführer im abgelaufenen Geschäftsjahr ist Dr. Raphael Vogler, Dipl. Chemiker, Freiburg im Breisgau.

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag:

Zu berichtende Vorgänge haben sich nicht ergeben.

Ergebnisverwendung

Im Geschäftsjahr wurde eine Vorabausschüttung in Höhe von EUR 469.000,00 beschlossen.

Der Bilanzgewinn zum 31.12.2024 hat sich wie folgt entwickelt:

EUR
Bilanzgewinn zum 31.12.2023 8.723.957,81
Gewinnverwendung in 2024 -469.000,00
Jahresüberschuss 2024 7.050.840,58
Bilanzgewinn zum 31.12.2024 15.305.798,39

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit dem Gesellschafter folgende Ergebnisverwendung vor:

Der Bilanzgewinn in Höhe von EUR 15.305.798,39 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

sonstige Berichtsbestandteile

 

Freiburg im Breisgau, 27.02.2025

gez. Dr. Raphael Vogler, Geschäftsführer

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 02.07.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Hinweis zum Bestätigungsvermerk:

Wir weisen darauf hin, dass sich der von der Euregio Südwest GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft erteilte Bestätigungsvermerk auf den vollständigen Jahresabschluss bezieht.

Wir haben den Jahresabschluss der ChemCon GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ChemCon GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben.

Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• erlangen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Freiburg im Breisgau, 28.02.2025

EUREGIO Südwest GmbH, Freiburg im Breisgau
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Hansjörg Winterhalter, Wirtschaftsprüfer

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