Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 450642
Vorher
Rudolf Storz GmbHRudolf Storz medical GmbH
Eingetragen
6.2.1991
Branche
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen GerätenHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebGroßhandel mit medizinischen und orthopädischen Artikeln, Dental- und Laborbedarf
Gegenstand
Herstellung und Vertrieb von medizintechnischen Produkten, insbesondere chirurgischen Instrumenten aller Art sowie die Vornahme von Geschäften und Dienstleistungen, die geeignet sind, den Unternehmenszweck der Gesellschaft unmittelbar oder mittelbar zu fördern. Die Gesellschaft ist berechtigt, andere Unternehmen zu erwerben sich an solchen zu beteiligen, neue Tochtergesellschaften zu gründen und Zweigniederlassungen zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Fabian Stuckenbrock
seit 15.9.2022
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
Fabian StuckenbrockStuckenbrock Medizintechnik GmbH
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Olaf Storz KG
Germany
26.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Rudolf Storz GmbH

Emmingen-Liptingen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

1. Tätigkeitsschwerpunkte und Absatzmärkte

Die Rudolf Storz GmbH in Emmingen-Liptingen ist ein mittelständisches, etabliertes Unternehmen mit etwas mehr als 130 Mitarbeitern. Die Rudolf Storz GmbH entwickelt und produziert ausschließlich am Standort Emmingen-Liptingen in Deutschland qualitativ hochwertige Instrumente und Powertools im Bereich der Medizintechnik. Neben der Herstellung bereits etablierter Standardinstrumente wird als zweiter Bereich die Entwicklung und Umsetzung kundenspezifischer Lösungen im Bereich medizinischer Instrumente immer wichtiger.

Dank hauseigenem Werkzeugbau und einer hohen Fertigungstiefe, mit dem Spezialgebiet des 5-Achs CNC Fräsens im 24/7 Betrieb, können wir in diesem Produktbereich auch komplexe Anforderungen erfüllen und somit auch exklusive Einzelanfertigungen für unsere anspruchsvollen Kunden umsetzen. Wir bieten mit unseren Produkten höchste Qualität "Made in Germany", absolute Zuverlässigkeit im Umgang mit Kunden, Partnern und Mitarbeitern sowie umfassende Projektdienstleistungen von der Konstruktion über die Fertigung bis hin zum Vertrieb und Kundenservice.

Zielgruppe und Absatzmärkte der Rudolf Storz GmbH finden sich im In- und Ausland. Dabei fokussiert sich die Gesellschaft mit dem Vertrieb eigener Produkte auf Unternehmen im und aus dem medizinischen Bereich.

2. Wirtschaftsbericht

a. Gesamtwirtschaftliches Umfeld - Entwicklung der Branche

Nach 3,5 % Weltwirtschaftswachstum im Jahr 2022 stieg das globale BIP im Jahr 2023 um 2,9 %. Die wirtschaftliche Entwicklung im Kalenderjahr 2023 war zum ersten Mal seit drei Jahren nicht mehr wesentlich von den Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie geprägt. Auch in China wurde die restriktive Eindämmungspolitik aufgegeben. Die Lieferketten entspannten sich jedoch nur allmählich. Die europäische Wirtschaft leidet weiter unter den Auswirkungen des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine. Eine rückläufige Inflationsrate sowie ein robustes Wachstum in den USA und den Schwellen- und Entwicklungsländern führten zu einer Entspannung im zweiten Halbjahr. Der IWF erwartet für 2024 ein globales Wirtschaftswachstum von 3,1 %. Die Wachstumsschwäche in der Eurozone ist vor allem im Vergleich zu den Vereinigten Staaten von Amerika offenkundig. Insbesondere Deutschland blieb hinter den Erwartungen zurück und verzeichnete als einziges G7-Land ein negatives Wachstum. Hingegen zeigen sich die sogenannten ASEAN-Länder und Indien dynamisch. China übertraf nach einem schwachen Jahr 2022 die Erwartungen und konnte das Wachstum auf 5,0 % steigern. Für das Jahr 2024 wird eine verhaltene Erholung der deutschen Wirtschaft erwartet, mit einem Wachstum des BIP um 0,7 %. Die Prognose basiert auf der Annahme, dass sich das private Ausgabeverhalten und die Weltkonjunktur leicht verbessern werden.

Als Indikator für eine neue Zersplitterung oder multipolare Ordnung können die Abstimmungen in der Generalversammlung der Vereinten Nationen gewertet werden. Insbesondere die Länder des globalen Südens, darunter viele Entwicklungsländer in Afrika, Südamerika und Asien, konnten nicht für westliche Positionen gewonnen werden. Als Gegenpol bringt sich China und zunehmend auch Indien in Stellung. Dieses politische Kalkül drückt sich auch in wirtschaftspolitischen Positionen aus. Der schon länger bestehende Zusammenschluss der BRICS (Brasilien, Russland, Indien, China, Südafrika) wurde um sechs Staaten erweitert und stellt die Vormachtstellung der USA, ihrer Währung und die des Westens allgemein zur Disposition.

Der Medizintechnikmarkt hat sich in 2023 insgesamt positiv entwickelt. Für 2024 ist weiterhin eine positive Entwicklung mit einem moderaten Umsatzwachstum zu erwarten. Auch wenn der Sektor trotz des erwarteten Umsatzwachstums weiterhin unter hohem Kostendruck, angetrieben durch globale, branchenspezifische und nationale Faktoren wie steigende Energiepreise, strenge Regulierungen und hohe Steuern leidet. Als Reaktion darauf setzen Unternehmen auf Auslagerung von Entwicklung, Produktion und Supply Chain, um Flexibilität und Effizienz zu erhöhen. Diese Maßnahmen sind besonders für KMUs entscheidend, bergen jedoch Herausforderungen bezüglich Qualitätsstandards und Datensicherheit. Positiv zu vermerken ist die zunehmende Stabilität und Widerstandsfähigkeit der Supply Chain, trotz neuer gesetzlicher Anforderungen.

Die deutsche MedTech-Branche konnte in 2023 den Umsatz um 4,8% gegenüber dem Vorjahr steigern. Auf Grund steigender Personal-, Logistik-, Rohstoff- und Energiepreise gehen 80% der MedTec-Unternehmen von einem Gewinnrückgang gegenüber dem Krisenjahr 2022 aus.

Insgesamt steht die Branche vor einem Jahr voller Herausforderungen, aber auch bedeutender Chancen für Wachstum und Innovation.

Dies wirkt sich auch auf die Einschätzung der Geschäftslage aus. Laut Umfrage der DIHK rechnen zukünftig, insbesondere für das nächste Jahr 30 Prozent (VJ 25%) der befragten MedTech-Unternehmen mit einer guten Geschäftslage. Die Zahl der befragten Unternehmen welche die Geschäftslage als schlecht bezeichnen fiel um 4 Prozentpunkte auf 20 Prozent. Der Saldo aus guten und schlechten Lageeinschätzungen verbessert sich damit auf zehn Punkte (zuvor ein Punkt). Die Lage ist jedoch zum dritten Mal in Folge schlechter als in der Gesamtwirtschaft (19 Punkte) und seit Beginn der Corona-Pandemie deutlich schlechter als der langjährige Schnitt (27 Punkte). (Quelle: DIHK-Gesundheitsreport 2023).

Nur 20 Prozent der MedTech-Unternehmen erwarten in diesem Jahr Gewinnsteigerungen 49 Prozent gehen von einer Verschlechterung der Gewinnsituation aus. (Quelle: BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.).

Zu den größten Hemmnissen für die Unternehmensentwicklung in der deutschen Medizintechnik zählen in 2023 weiterhin die MDR-Themen und die Kostensteigerungen. Dies hat vor allem Auswirkungen auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die 93 Prozent der Branche ausmachen und Innovationstreiber sind. Aktuell gehen die Investitionen am Standort Deutschland zurück, Forschungsinvestitionen werden zunehmend ins Ausland verlagert. Das Innovationsklima ist nach dem BVMed-Index auf einem Tiefstand (Quelle: BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.).

Auf einer Skala von 0 bis 10 bewerten die Unternehmen das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland im Durchschnitt nur noch mit 3,5 (VJ 3,5). Das ist seit BVMed-Erhebung des Indexes 2012 der absolute Tiefstwert und zeigt die Dramatik der Herausforderungen für die KMU-geprägte MedTech-Branche auf. (Quelle: BVMed - Bundesverband Medizintechnologie e.V.).

b. Geschäftsverlauf

Die Rudolf Storz GmbH konnte im Geschäftsjahr 2023 eine Steigerung der Gesamtleistung um 4,0% im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaften.

Der im Jahr 2022 begonnene Prozess die Auslastung der Produktionskapazitäten und damit verbunden die Umsätze gleichmäßiger über das Jahr zu verteilen, spiegelt sich in zwei nahezu gleich hohen Umsätzen für das erste und zweite Halbjahr wider. Von der besseren Planbarkeit des Rohstoffbedarfs konnte das Unternehmen profitieren.

In den ersten sechs Monaten im neuen Jahr konnte die Rudolf Storz GmbH stark starten. Der Wunsch nach hochwertiger Qualität überwiegt wieder gegenüber der kostengünstigen Beschaffung billiger Produkte aus Brücken- und Schwellenländern. Liefertreue und Qualität stehen wieder so stark im Fokus wie seit einigen Jahren nicht mehr - davon profitiert der Standort Deutschland, Tuttlingen und somit auch die Rudolf Storz GmbH.

Die Roherträge aus den Aufträgen und den abgesetzten Mengen mit den damit erzielten spezifischen Margen der einzelnen Geschäftsabschlüsse stellen unverändert die entscheidenden finanziellen Leistungsindikatoren bei der Rudolf Storz GmbH dar. Die Rohertragsmarge ist 2023 leicht gestiegen im Vergleich zum Vorjahr. Die Verteilung zwischen den Halbjahren hat sich im Berichtsjahr deutlich angeglichen.

Der voraussichtliche Umsatz für das Jahr 2024 liegt mit Stand 30. Juni 2024 mit einem Wachstum in Höhe von ca 15% über dem Vorjahresumsatz zum ersten Halbjahr 2023 ebenfalls über dem Umsatzplan für das Jahr 2024. Das voraussichtliche Rohergebnis zum 30. Juni 2024 liegt über dem Plan. Für das Jahr 2025 gehen wir von einem moderaten Wachstum des Umsatzes und des Rohergebnisses aus.

Die Fähigkeit des Unternehmens, seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können, war während des Geschäftsjahres stets gegeben und ist auch für die Zukunft gesichert. Die flüssigen Mittel betrugen zum Stichtag EUR 1.926.087,50 (Vj. TEUR 1.374). Die im Vorjahr gesetzten Ziele im Hinblick auf die Umsatzerlöse sowie das Ergebnis konnten erreicht werden. Die Zulassung für einen Produktbereich ist entgegen der Planung noch nicht erfolgt, jedoch konnten die geplanten Umsätze und Erträge in diesem Bereich durch bestehendes Geschäft kompensiert und leicht übertroffen werden.

c. Finanzanlage und Investitionen

Die Finanzlage der Rudolf Storz GmbH ist stabil.

Die Gesellschaft hat ihre Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Berichtsjahr um TEUR 367 planmäßig verringert.

Die Gesellschaft verfügt über ausreichende finanzielle Mittel, um jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen und das angestrebte Wachstum sicher finanzieren zu können.

Die eingesetzten Finanzierungsmittel werden von der Geschäftsführung der Gesellschaft laufend überprüft und soweit notwendig optimiert und angepasst. Ferner ist das Finanzmanagement darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Skontofrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Das Investitionsvolumen in Sachanlagen im Jahr 2023 betrug TEUR 146.

Hiervon entfielen auf:

Immaterielle Vermögenswerte TEUR 9
Technische Anlagen und Maschinen TEUR 13
PKW TEUR 91
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung TEUR 33

d. Ertragslage

Die Ertragslage war im abgelaufenen Geschäftsjahr zufriedenstellend.

Die Materialeinsatzquote (bezogen auf die Umsatzerlöse) konnte seit 2021 gesenkt werden. Für 2023 konnte gegenüber 2022 ein weiterer leichter Rückgang erwirtschaftet werden. Dies ist unter anderem auf die optimierte Produktionsplanung, welche im Jahr 2022 als Projekt gestartet wurde und im aktuellen Berichtsjahr konsequent weitergetrieben wurde, zurückzuführen. Auf Basis der Situation auf dem Beschaffungsmarkt mit gestiegenen Rohstoff- und Energiepreisen sowie der aktuellen Inflation ist dies als klarer Erfolg einer verbesserten Steuerung zu werten.

Das Rohergebnis hat sich im Jahr 2023 um rund 4% auf TEUR 11.353 erhöht.

Die Personalaufwendungen stiegen im abgelaufenen Geschäftsjahr um 0,8% auf TEUR 6.107, während die Personalaufwandsquote leicht rückläufig war.

Die Abschreibungen belaufen sich im Berichtsjahr auf EUR 517.749 nach EUR 147.479 aus dem Vorjahr. Der Geschäfts- und Firmenwert wurde im Geschäftsjahr außerplanmäßig in Höhe von EUR 268.587 und der Kundenstamm in Höhe von EUR 150.000,00 abgeschrieben. Des Weiteren ist der Anstieg darauf zurück zu führen, dass im Jahr 2023 die Grenze von Anschaffungen, welche über die Rudolf Storz GmbH getätigt werden und nicht über die Gesellschaft, welche das verbleibende Anlagevermögen hält, erhöht wurde.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von EUR 2.444.928 sind auf dem Niveau des Vorjahres.

Das Finanzergebnis wird im Wesentlichen durch die Zinsaufwendungen für den im Rahmen der Transaktion zum 1. September 2022 neu aufgenommenen Kredit, sowie zur Finanzierung des Asset Deals (GAST) zum 1. Januar 2021 bestimmt. Die Zinserträge sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken, sodass sich das Finanzergebnis insgesamt um EUR 17.902 verschlechtert hat.

Das Ergebnis nach Steuern liegt um 12,7% über dem des Vorjahres.

e. Vermögens- und Kapitalstruktur

Die Vermögenslage der Rudolf Storz GmbH ist stabil. Die bestehenden Darlehensverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten wurden im Geschäftsjahr 2023 plangemäß getilgt. Die Eigenkapitalquote steigt von 71% im Vorjahr auf 78% im aktuellen Geschäftsjahr bei einer Erhöhung der Bilanzsumme um EUR 1.341.103. Im Wesentlichen ist dies auf die Erhöhung des Eigenkapitals bei gleichzeitiger Reduktion der Verbindlichkeiten sowie dem Anstieg der liquiden Mittel und der Forderungen aus verbundenen Unternehmen zurückzuführen. Die Kapitalstruktur der Gesellschaft wird als ausgewogen gesehen.

Der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von EUR 268.587, sowie der Kundenstamm in Höhe von EUR 150.000 aus der Acquisition des Einzelunternehmens G. Albert Storz, Wurmlingen (GAST) zum 1.1.2021 wurde im Geschäftsjahr 2023 auf jeweils EUR 1 abgeschrieben.

Kunden, welche ausschließlich GAST als Lieferant hatten und nicht ebenfalls als Kunden der Rudolf Storz gelistet waren sind nach der Übernahme zu einem wesentlichen Teil abgesprungen. Wir haben lange versucht diese Kunden wieder für die Artikel, die sie vorher bei Gast bezogen haben für Rudolf Storz zu gewinnen, jedoch größtenteils ohne Erfolg.

Bei Kunden von GAST, welche ebenfalls Rudolf Storz Kunden gewesen sind, erfolgte bei umsatzstarken Artikeln eine Änderung der Konstruktionszeichnungen und der Fertigungsabläufe auf Basis von Kundenwünschen als Voraussetzung für weitere Aufträge. Rudolf Storz hat diese Möglichkeiten genutzt, welche die kleine Einheit GAST nicht umsetzen konnte.

Der Goodwill bestand im Wesentlichen aus dem übernommenen Mitarbeiterstamm mit dem allgemeinen Know-how und dem Wissen über Prozessabläufe und der Konstruktionen (existing knowledge, welches aber nicht separat als asset betrachtet werden kann, in Anlehnung an IFRS).

Von den damals übernommenen Mitarbeitern sind nur noch 4 Personen bei uns.

Prozessabläufe mussten geändert werden, da sie nicht den regulatorischen Anforderungen entsprochen haben. In diesem Zusammenhang wurde ebenfalls eine nicht unwesentliche Anzahl von Konstruktionen der Artikel neu aufgesetzt. Eine Übernahme der Konstruktionszeichnungen konnte entgegen der ursprünglich geplanten Vorgehensweise nicht erfolgen. Dementsprechend mussten alle Stammdaten neu aufgesetzt werden.

Die Vorräte verminderten sich leicht um EUR 26.939. Die Forderungen erhöhen sich deutlich von EUR 1.087.794 auf EUR 2.266.031. Dies ist zum einen auf eine Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 20%, als auch auf eine Forderung gegenüber Verbundenen Unternehmen in 2023 zurückzuführen. Die flüssigen Mittel sind geschäftsbedingt von EUR 1.373.557 auf EUR 1.926.088 gestiegen.

Das Eigenkapital ist durch den Jahresüberschuss gestiegen. In Summe ist das Eigenkapital gestiegen und beträgt EUR 8.568.520.

Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr geschäftsbedingt von EUR 771.130 auf EUR 893.120 erhöht. Ursächlich hierfür ist im Wesentlichen die ergebnisbedingte Erhöhung bei den Steuerrückstellungen sowie die Erhöhung der Personalrückstellungen.

Die Verbindlichkeiten haben sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 2.025.737 auf EUR 1.540.578 verringert. Maßgebend hierfür sind die Reduktion der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, sowie der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und der sonstigen Verbindlichkeiten.

3. Forschungsbericht

Unsere hausinterne Entwicklungsabteilung arbeitet laufend an neuen qualitativ hochwertigen Produkten für den eigenen Vertrieb als auch für externe Kunden. Um dem Markt gerecht zu werden passen wir den Entwicklungsprozess permanent an die gestiegenen Anforderungen des Marktes und unserer Kunden an. Dies sind wichtige Investitionen in die Zukunft und nehmen bei der Rudolf Storz einen großen Stellenwert ein.

Es arbeiten ca. 10% unserer Mitarbeiter an innovativen und hochwertigen Produktlösung zum Wohle der Patienten aber auch der Anwender. Dies spiegelt sich auch in der Vielzahl von Patenten wider, welche die Rudolf Storz direkt und indirekt hält. In den nächsten Jahren ist unser Ziel das Produktportfolio weiter auszubauen. Unser Fokus liegt hierbei in der Entwicklung von Instrumenten und Power Tools.

4. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

Die im Folgenden genannten Risiken, die Auswirkungen auf die Gesellschaft haben können, beschreiben nicht in jedem Fall alle Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist beziehungsweise ausgesetzt sein kann. Risiken, die zum Zeitpunkt der Erstellung des Geschäftsberichts nicht bekannt sind oder als unwesentlich eingeschätzt werden, können die Ergebnis- und Finanzlage zusätzlich beeinflussen.

Risiken können im Wesentlichen unterteilt werden in gesamtwirtschaftliche Risiken, Branchenrisiken, Beschaffungsrisiken, Produktrisiken und Personalrisiken. Auf der Beschaffungsseite werden die Risiken der Preisanpassung bei Rohstoffen mit einem kontinuierlichen Monitoring und der Verhandlung und dem Abschluss von Rahmenverträgen mit den bedeutendsten Lieferanten begegnet. Personalrisiken können im Rahmen der Organisationsstruktur minimiert werden. Etwaigen Produktrisiken wirkt die Gesellschaft durch geeignete Maßnahmen personeller und prozessbedingter Natur sowie durch ein geeignetes Qualitätsmanagement entgegen; ferner besteht im Hinblick auf Risiken, die sich aus einer unsachgemäßen Handhabung unserer Produkte ergeben könnten, eine Abdeckung durch eine Produkthaftpflichtversicherung. Aufgrund unserer gelebten Risikopolitik gehen wir davon aus, dass wir die mit unserer Tätigkeit verbundenen Risiken frühzeitig erkennen und geeignete Gegenmaßnahmen zu deren Beseitigung bzw. Eindämmung einleiten können, so dass der zukünftigen Entwicklung der Rudolf Storz GmbH keine wesentlichen Risiken entgegenstehen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr bestanden keine bestandsgefährdenden Risiken.

Das monatliche Berichtswesen stellt zeitnah aussagekräftige Daten und Kennzahlen zur Verfügung, die wiederum Grundlage für erfolgreiche Entscheidungen und Maßnahmen waren. Dieses Management Informationssystem unterliegt ständigen Weiterentwicklungen und Verbesserungen.

Neben den Risiken werden auch die Chancen des Unternehmens betrachtet. Grundsätzlich können sich Chancen durch die Weiterentwicklung medizinischer Standards oder durch die Markteinführung neuer Produkte ergeben. Durch den engen Dialog mit unseren Kunden versuchen wir weiterhin, Chancen zügig zu nutzen und mit Innovationen neue Geschäftsmöglichkeiten zu erschließen.

Die Rudolf Storz GmbH sieht in einem zunehmend komplizierteren Markt- und Branchenumfeld weiterhin Chancen. Qualität, Zuverlässigkeit und kaufmännische Attraktivität erzeugen Vertrauen. Sowohl unsere Fachhandelspartner, wie auch Endverbraucher, die unsere Produkte kaufen, vertrauen uns. Wir rechtfertigen dieses Vertrauen seit jeher mit qualitativ hochwertigsten Produkten, die für beide Seiten einen hohen Nutzen bringen (Fachhandel/Deckungsbeitrag - Endverbraucher/Produkt), einer klaren und transparenten Strategie (z. B. Preisgestaltung), einer offenen Kommunikation sowie einem überzeugenden Dienstleistungsangebot.

Zum derzeitigen Zeitpunkt sind die weiteren Auswirkungen auf Grund des noch immer vorherrschenden Ukraine-Kriegs und weiteren geopolitischen Spannungen auf den Beschaffungs- und Absatzmarkt der Rudolf Storz GmbH nicht vollumfänglich abschätzbar, weshalb eine mögliche Eintrübung der wirtschaftlichen Entwicklung im Prognose-, Chancen- und Risikobericht quantitativ nicht berücksichtigt wurde. Die Risiken werden laufend überwacht und mögliche Szenarien werden an die aktuelle geopolitische Lage angepasst.

Vor dem Hintergrund der beschriebenen Risiken und Chancen gehen wir für das kommende Geschäftsjahr von moderat steigenden Umsätzen bei weiterhin guten Erträgen aus. Nach den bisherigen Planungen liegt der kumulierte Auftragseingang und Umsatz für 2024 über dem kumulierten Auftragseingang für das Jahr 2023.

Prognose:

Der Umsatz zum 30. Juni 2024 liegt um ca 15% über dem Umsatz des ersten Halbjahres 2023. Für das Gesamtjahr 2024 wird mit einem Umsatzwachstum in Höhe von 8%- 10% geplant. Dem entgegen stehen Kostensteigerungen durch die Erweiterung der Produktions- und Lagerkapazitäten auf Werk 3 Anfang 2024 im Bereich Raumkosten, Miete, einmalige Aufwendungen für den Umzug und die Instandsetzung der neuen Räumlichkeiten und eine vorübergehende Erhöhung der bezogenen Leistungen durch teilweise vorübergehendes Outsourcing von Produktionsschritten. Die bezogenen Leistungen werden im 2. Halbjahr 2024 wieder auf Vorjahresniveau sinken, durch neu hinzugewonnene Mitarbeiter. Dementsprechend rechnet die Gesellschaft mit einem Ergebnisplus nach Steuer für 2024 in Höhe von 1,8%.

Für das Jahr 2025 plant die Gesellschaft unter Berücksichtigung der Auftragsbestände für das erste Halbjahr 2025 ein moderates Umsatzwachstum im Vergleich zu 2024 und ein um ca 4,7% leicht steigendes Rohergebnis.

 

Emmingen, den 8. Juli 2024

gez. Fabian Stuckenbrock, Geschäftsführer

gez. Olaf Storz, Geschäftsführer

gez. Michaela Troeger, Geschäftsführerin

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 444.007,01 815.727,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.317,01 445.490,00
1. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 418.587,00
2. Sonstige immaterielle Vermögensgegenstände 20.315,01 26.903,00
II. Sachanlagen 423.590,00 370.137,18
1. technische Anlagen und Maschinen 25.016,00 1.166,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.574,00 352.794,00
3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 16.177,18
III. Finanzanlagen 100,00 100,00
B. Umlaufvermögen 10.498.961,72 8.795.133,36
I. Vorräte 6.306.843,02 6.333.782,18
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 2.266.031,20 1.087.793,79
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 1.095.022,66
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.171.008,54 1.087.793,79
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.926.087,50 1.373.557,39
C. Rechnungsabgrenzungsposten 59.248,99 50.254,08
Aktiva 11.002.217,72 9.661.114,62

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.568.520,28 6.864.247,77
I. Gezeichnetes Kapital 26.000,00 26.000,00
II. Gewinnvortrag 6.838.247,77 5.329.333,37
III. Jahresüberschuss 1.704.272,51 1.508.914,40
B. Rückstellungen 893.119,67 771.129,67
C. Verbindlichkeiten 1.540.577,77 2.025.737,18
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.262.471,18 1.628.600,76
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 106.461,59
3. sonstige Verbindlichkeiten 278.106,59 290.674,83
Passiva 11.002.217,72 9.661.114,62

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 11.352.730,14 10.920.989,23
2. Personalaufwand 6.106.836,46 6.061.195,90
a) Löhne und Gehälter 5.049.491,27 5.064.151,10
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.057.345,19 997.044,80
davon für Altersversorgung 600,00 3.600,00
3. Abschreibungen 517.749,48 147.497,22
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 517.749,48 147.497,22
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.444.928,24 2.430.913,14
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 482,46 924,24
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 23.456,57 35.468,96
davon aus verbundenen Unternehmen 1.140,00 34.361,04
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 37.992,17 32.101,59
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 564.218,50 771.718,40
8. Ergebnis nach Steuern 1.704.461,86 1.513.031,94
9. sonstige Steuern 189,35 4.117,54
10. Jahresüberschuss 1.704.272,51 1.508.914,40

Anhang

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

Die Rudolf Storz GmbH hat ihren Sitz in Emmingen-Liptingen. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Stuttgart unter HRB Nr. 450642 eingetragen.

II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften der §§ 242 ff. HGB aufgestellt. Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes sowie des Gesellschaftsvertrags zu beachten.

Die Gliederung der Bilanz erfolgt nach den Vorschriften des § 266 HGB. Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren gem. § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt. Die Form der Darstellung des Jahresabschlusses ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wird der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses sind unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend:

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten angesetzt und um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen, welche zwischen 3 und 7 Jahren betragen.

Der aktivierte Geschäfts- oder Firmenwert wird planmäßig über eine Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben. Da eine Schätzung nicht verlässlich möglich war, wurde die Nutzungsdauer gemäß § 253 Abs. 3 Satz 4 HGB mit zehn Jahren angenommen. Wegen dauerhafter Wertminderung wurde der Geschäfts- und Firmenwert im Berichtsjahr voll abgeschrieben.

Der Kundenstamm wurde aufgrund der langjährigen Kundenbeziehungen und -zufriedenheit aktiviert und über 5 Jahre abgeschrieben. Im Berichtsjahr wurde der Kundenstamm aufgrund dauerhafter Wertminderung voll abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige lineare (zeitanteilige) Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände vorgenommen. Gegenstände des beweglichen Sachanlagevermögens werden zwischen 3 und 20 Jahren abgeschrieben. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden aufgrund ihrer untergeordneten Bedeutung nach den steuerrechtlichen Vorschriften behandelt und im Jahre des Zugangs voll abgeschrieben. Ihr Abgang im laufenden Jahr wird unterstellt.

Geleistete Anzahlungen des Anlagevermögens und Anlagen im Bau sind mit ihrem Nennwert angesetzt.

Die Finanzanlagen wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt.

Die Vorräte werden mit Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bzw. mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Handelswaren sind mit den letzten Einstandspreisen angesetzt.

Die unfertigen Erzeugnisse und die fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen werden nicht einbezogen.

Die fertigen Erzeugnisse werden zusätzlich ausgehend vom durchschnittlichen Verkaufspreis retrograd bewertet. Hierbei werden von den durchschnittlichen Verkaufspreisen die Verwaltungs- und Vertriebsgemeinkosten und der angemessene Unternehmensgewinn in Abzug gebracht.

In allen Fällen wird verlustfrei bewertet, d.h. es werden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt. Abgesehen von handelsüblichen Eigentumsvorbehalten sind die Vorräte frei von Rechten Dritter.

Die geleisteten Anzahlungen sowie die erhaltenen Anzahlungen werden zum Nennwert angesetzt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko wird durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Unverzinsliche Forderungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden, sofern vorhanden, abgezinst.

Die liquiden Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tage darstellen; die Auflösung des Postens erfolgt linear entsprechend dem Zeitablauf.

Das gezeichnete Kapital und der Gewinnvortrag sind mit dem Nennbetrag angesetzt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen werden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Dabei werden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und eine Abzinsung auf den Abschlussstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Geschäftsjahre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank monatlich bekannt gegeben werden.

Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Sachverhalte, Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von bis zu einem Jahr werden am Abschlussstichtag zum Stichtagskurs umgerechnet. Langfristige Fremdwährungsforderungen und Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Stichtagskurs angesetzt, soweit die Entstehungskurse nicht niedriger (bei Aktivposten) oder höher waren (bei Passivposten).

Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften in lokale Währung werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

IV. Erläuterungen zur Bilanz sowie zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibung des Geschäftsjahres dem Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) zu entnehmen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind vollumfänglich solche gegen Gesellschafter und betreffen Forderungen aus dem laufenden Verrechnungsverkehr sowie eine Darlehensforderung.

Sämtliche Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Forderungen in Höhe von TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 3), die rechtlich erst nach dem Abschlussstichtag entstehen. Hierbei handelt es sich um Vorsteuer aus bezogenen Lieferungen, die erst im Folgejahr abzugsfähig sind.

3. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Urlaub TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 60), Zeitguthaben TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 78), Berufsgenossenschaft TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 28), Inflationsausgleichsprämie TEUR 149 (Vorjahr: TEUR 250 und Tantiemen TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 33), Aufbewahrungskosten TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 13), Nachzahlung aus Sozialversicherungsprüfung TEUR 109 (Vorjahr: TEUR 20), Abschluss- und Prüfungskosten TEUR 30 (Vorjahr: TEUR 28) sowie Garantiefälle TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 6).

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr in Höhe von TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 366) über einem Jahr TEUR 887 (Vorjahr: TEUR 1.262).

Die Verbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 1.262 durch Grundschulden auf gepachteten Gebäuden, Sicherungsübereignungen, Abtretung von Forderungen gem. gesondertem Zessionsvertrag sowie durch Raumsicherungsübereignungen besichert.

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen des Vorjahres handelt es sich vollumfänglich um solche gegen Gesellschafter und betreffen Verbindlichkeiten aus dem laufenden Verrechnungsverkehr.

Bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen bestehen Sicherheiten in Form der üblichen Eigentumsvorbehalte.

Die übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von unter einem Jahr.

5. Sonstige betriebliche Erträge

Unter den sonstigen betrieblichen Erträgen sind außerordentliche Erträge in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 50) ausgewiesen. Diese betreffen die Erstattung der Sozialversicherung bei Kurzarbeitergeld, Quarantäne und Kinderbetreuung (TEUR 15; Vorjahr: TEUR 50).

6. Außerordentliche Aufwendungen

Unter den Personalaufwendungen sind außerordentliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 20) und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 48 (Vorjahr: 0) enthalten. Hierbei handelt es sich um Nachzahlungen aus Sozialversicherungsprüfung.

7. Außerplanmäßige Abschreibungen

Im Geschäftsjahr wurde der Geschäfts- und Firmenwert in Höhe von TEUR 268 und der Kundenstamm in Höhe von TEUR 150 aufgrund dauernder Wertminderung außerplanmäßig abgeschrieben.

8. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Bilanzstichtag bestehen Mietverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.124. Die Mietverträge sind im Wesentlichen zum 31. Dezember 2024 kündbar. Leasingverpflichtungen bestehen in Höhe von insgesamt TEUR 40. Diese enden zwischen 2024 und 2026.

Außerdem besteht zum Bilanzstichtag ein Bestellobligo in Höhe von TEUR 1.338.

V. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt:

2023 2022
Gewerbliche Arbeitnehmer 97 97
Angestellte 22 24
Aushilfen 15 15
134 136

2. Angabe zu den Organmitgliedern

Geschäftsführung

Zur Geschäftsführung sind die folgenden Personen bestellt:

Herr Fabian Stuckenbrock, Diplom-Kaufmann

Frau Michaela Troeger, Diplom-Kauffrau

Herr Olaf Storz, Chirurgiemechanikermeister

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

3. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Stichtag

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres die sich weder in der Bilanz noch in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewirkt haben, haben sich nicht ereignet.

 

Emmingen-Liptingen, den 8. Juli 2024

Rudolf Storz GmbH

Geschäftsführung

Fabian Stuckenbrock

Olaf Storz

Michaela Troeger

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 1.361.732,10 146.029,31 0,00 7.294,68 1.500.466,73
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 922.230,45 8.600,01 0,00 0,00 930.830,46
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 336.495,45 0,00 0,00 0,00 336.495,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 585.735,00 0,00 0,00 0,00 585.735,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 8.600,01 0,00 0,00 8.600,01
II. Sachanlagen 439.401,65 137.429,30 0,00 7.294,68 569.536,27
1. Technische Anlagen und Maschinen 2.500,00 13.250,00 16.177,18 0,00 31.927,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 420.724,47 124.179,30 0,00 7.294,68 537.609,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.177,18 0,00 -16.177,18 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 100,00 0,00 0,00 0,00 100,00
1. Genosenschaftsanteile 100,00 0,00 0,00 0,00 100,00
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen 546.004,92 517.749,48 7.294,68 1.056.459,72
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 476.740,45 433.773,00 0,00 910.513,45
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 309.592,45 15.188,00 0,00 324.780,45
2. Geschäfts- oder Firmenwert 167.148,00 418.585,00 0,00 585.733,00
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen 69.264,47 83.976,48 7.294,68 145.946,27
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.334,00 5.577,18 0,00 6.911,18
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 67.930,47 78.399,30 7.294,68 139.035,09
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1. Genosenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Buchwerte
31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 444.007,01 815.727,18
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 20.317,01 445.490,00
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 11.715,00 26.903,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2,00 418.587,00
3. Geleistete Anzahlungen 8.600,01 0,00
II. Sachanlagen 423.590,00 370.137,18
1. Technische Anlagen und Maschinen 25.016,00 1.166,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 398.574,00 352.794,00
3. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 16.177,18
III. Finanzanlagen 100,00 100,00
1. Genosenschaftsanteile 100,00 100,00

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 19.09.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

"BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Rudolf Storz GmbH, Emmingen-Liptingen Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Rudolf Storz GmbH, Emmingen-Liptingen - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Rudolf Storz GmbH, Emmingen-Liptingen für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

- entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

- vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks eriangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen." Vorstehenden Prüfungsbericht erstatten wir in Übereinstimmung mit den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Erstellung von Prüfungsberichten (IDW PS 450 n.F. (10.2021)).

Die Verwendung des vorstehend wiedergegebenen Bestätigungsvermerks außerhalb dieses Prüfungsberichts setzt unsere vorherige Zustimmung voraus.

Die Veröffentlichung oder Weitergabe des Jahresabschlusses und/oder Lageberichts in einer von der bestätigten Fassung abweichenden Form (einschließlich der Übersetzung in andere Sprachen) erfordert unsere erneute Stellungnahme, soweit dabei unser Bestätigungsvermerk zitiert oder auf unsere Prüfung hingewiesen wird. Wir weisen diesbezüglich auf § 328 HOB hin.

 

Stuttgart, den 8. Juli 2024

WirtschaftsTreuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Heinstein, Wirtschaftsprüfer

Dr. Kleinle, Wirtschaftsprüfer

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