3B Nord GmbH Dienstleistungen
Selbe AdresseAllgemeine Gebäudereinigung
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Farhad Sabzevari seit 12.9.2024 | Prokura |
Fatimata Sow seit 12.9.2024 | Prokura |
Laura Patricia Esmeral Pezzano seit 12.9.2024 | Prokura |
Monica Garcia Cristobal seit 13.2.2024 | Vorstandsmitglied |
Alexander Held seit 13.2.2024 | Prokura |
Frank Senge seit 7.6.2023 | Vorstandsmitglied |
Tatjana Herleth seit 7.6.2023 | Prokura |
Felix Dr. Ludwig seit 29.3.2021 | Vorstandsmitglied |
José Ramón Alegre Cabrelles seit 12.2.2016 | Vorsitzender des Vorstands |
Karola Irmscher seit 21.11.2013 | Prokura |
Axel Wolfstein seit 6.6.2006 | Prokura |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
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Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Verti Versicherung AGTeltowJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023A. Lagebericht1. Grundlagen des UnternehmensDie Verti Versicherung AG (im Folgenden Verti) mit Hauptsitz im brandenburgischen Teltow bei Berlin, registriert am Amtsgericht Potsdam (HRB 9828), ist der zweitgrößte Kfz-Direktversicherer in Deutschland und seit 1997 auf dem Markt aktiv. Seit 2019 betreibt Verti auch eine Betriebsstätte in Vaterstetten bei München. Bis zum 14.06.2017 war das Unternehmen unter dem Namen Direct Line Versicherung AG bekannt. Seit 2015 gehört Verti zur MAPFRE Gruppe. Der Jahresabschluss der Verti ist zum 31.12.2023 in den übergeordneten Abschluss der MAPFRE Internacional S.A., Madrid, einbezogen worden. Dieser stellt den kleinsten Konsolidierungskreis dar. Größter Konsolidierungskreis ist die MAPFRE S.A., Madrid. Die wesentlichen Geschäftsbereiche der Verti sind die Kfz-Haftpflichtversicherung und die sonstigen Kraftfahrtversicherungen. Alle anderen Geschäftsbereiche fassen wir aufgrund des geringen Volumens unter den sonstigen Versicherungen zusammen. Folgende Tabelle gibt eine Übersicht über die betriebenen Geschäftsbereiche.
Die Fahrzeugversicherungen bieten wir für Auto, Motorrad, Lieferwagen bis 3,5 t, Wohnmobile und Anhänger an. Es werden verschiedene Produktlinien mit spezifischen Deckungsumfängen angeboten, welche die Kunden entsprechend der Verkaufskanäle wählen können. Zu den klassischen Deckungen bietet Verti eine Reihe von Produktvarianten an, die es unseren Kunden ermöglichen, den Versicherungsschutz auf ihren persönlichen Bedarf anzupassen. Im Bereich des Schutzbriefgeschäfts kooperiert Verti mit der ROLAND Schutzbrief-Versicherung AG und im Bereich Rechtsschutzversicherungen mit der ROLAND Rechtsschutz-Versicherungs-AG sowie der ARAG SE. Das Neugeschäft in der Sparte Rechtsschutz-Versicherung wird seit 2022 nicht weiter betrieben. Der Vertrieb unserer Produkte erfolgt über die Absatzwege Telefon, eigene Website, Internetportale wie Check24, kleinere und größere Versicherungsvermittler-Organisationen sowie Kooperationspartner aus dem Bereich der Maklergesellschaften oder Automobil-Finanzdienstleister. Einen eigenen Außendienst unterhalten wir nicht. Seit 2016 haben wir in bewusst begrenztem Umfang Fahrzeugflotten in unser Portfolio aufgenommen. Verti betreibt das Versicherungsgeschäft ausschließlich in Deutschland. Wesentliche Geschäftsvorfälle oder sonstige Ereignisse im BerichtszeitraumDas Geschäftsjahr 2023 war geprägt durch sich weiter verschärfende geopolitische Krisen in Europa und im Nahen Osten, als auch einer wirtschaftlich herausfordernden Situation in Deutschland. Die Pkw-Neuzulassungen sind im Geschäftsjahr um 7,3 % auf 2,84 Millionen Fahrzeuge gestiegen und liegen damit aber weiterhin mehr als 20 % unter dem Vorkrisen-Niveau von 2019. Die Inflation lag im Berichtsjahr auf einem hohen Niveau mit deutlichen Auswirkungen auf die Werkstatt- und Reparaturkosten. Weiterhin fiel die Belastung aus Naturgefahren im betrachteten Zeitraum überdurchschnittlich hoch aus. Zwar stieg seit Mitte des Berichtsjahres das Prämienniveau im Markt deutlich an, die verdiente Prämie des Gesamtbestandes erreicht jedoch nur mit zeitlichem Verzug das erforderliche Niveau. Dies führte insgesamt im Autoversicherungsmarkt in Deutschland und auch bei Verti zu einer signifikanten Verschlechterung der versicherungstechnischen Ergebnisse. Die wichtigsten Zahlen auf einen Blick
2. WirtschaftsberichtTrotz des herausfordernden Marktumfeldes erreichte Verti im Geschäftsjahr 2023 ein Umsatzwachstum, das oberhalb des Vorjahreswachstums und im erwarteten Bereich lag. Mit 38.125 weniger Verträgen erreichten wir zum Stichtag 387.465 TEUR Bruttoprämieneinnahmen und somit ein Wachstum von 3,9 % (Vorjahr: 0,4 %). Das Unternehmensergebnis (nach Steuern) lag bei -10.136 TEUR (Vorjahr: -1.706 TEUR). Die dazu führenden Einzeleffekte werden im Folgenden ausgeführt. 2.1 ErtragslageBeitragseinnahmenDie gebuchten Bruttobeiträge konnten im Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr um 3,9 % auf 387.465 TEUR gesteigert werden. Nach wie vor entfällt mit 99,2 % der wesentliche Teil der gebuchten Beiträge auf Fahrzeugversicherungen. Die verdienten Beiträge f.e.R. des Geschäftsjahres sind im Vorjahresvergleich um 3,6 % auf 243.685 TEUR gestiegen (Vorjahr: 235.192 TEUR). Aufwendungen für VersicherungsfälleDie Aufwendungen für Versicherungsfälle f.e.R. haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 20,4 % auf 271.737 TEUR (Vorjahr: 225.736 TEUR) erhöht. Aufwendungen für den VersicherungsbetriebDie Bruttoabschluss- und Verwaltungskosten sanken um 8,4 % auf 66.645 TEUR (Vorjahr: 72.789 TEUR). Versicherungstechnisches ErgebnisIm Vergleich zum Vorjahr hat sich das versicherungstechnische Bruttoergebnis von 7.922 TEUR auf -24.831 TEUR verschlechtert. In der Kfz-Haftpflichtversicherung ergibt sich ein positives Ergebnis von 12.146 TEUR nach 10.716 TEUR im Vorjahr. In der Sparte sonstige Kraftfahrtversicherungen zeigt sich eine Verschlechterung des versicherungstechnischen Bruttoergebnisses von -1.402 TEUR auf -37.904 TEUR. Ursächlich war neben den inflationsbedingt gestiegenen Schadenkosten auch eine überdurchschnittliche Schadenbelastung aus Hagelereignissen. Für die sonstige Kraftfahrtversicherung wurde eine Rückstellung für drohende Verluste in Höhe von 7.744 TEUR gebildet. Der Schwankungsrückstellung wurden 29.999 TEUR entnommen (Vorjahr: 12.406 TEUR), wovon 19.555 TEUR auf die Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung, 10.353 TEUR auf die sonstigen Kraftfahrtversicherungen und 90 TEUR auf die sonstigen Versicherungen entfallen. Der Rückversicherungssaldo des Berichtsjahres beträgt 2.997 TEUR nach 6.945 TEUR im Vorjahr. Insgesamt ergibt sich nach Beteiligung des Rückversicherers ein versicherungstechnischer Nettoverlust von -27.828 TEUR (Gewinn im Vorjahr: 977 TEUR). Das versicherungstechnische Nettoergebnis verteilt sich wie folgt auf die Sparten:
Zu den sonstigen Kraftfahrtversicherungen zählen die Teil- und die Vollkaskoversicherung, zu den sonstigen Versicherungen die Privathaftpflicht, Rechtsschutz, die Beistandsleistung und die Insassenunfallversicherung. Das versicherungstechnische Ergebnis f.e.R. lässt sich nach Sparten folgendermaßen darstellen:
KapitalanlageergebnisDie Kapitalanlagen der Verti setzen sich aus Anleihen, direkt gehaltenen Aktien, Fonds und einem Nachrangdarlehen an die Verti Assicurazioni S.p.A., Italien zusammen und belaufen sich auf insgesamt 484.395 TEUR (Vorjahr: 510.967 TEUR). Das Portfolio wird seit 2017 konzernintern von der MAPFRE Asset Management, S.A. verwaltet. Das Kapitalanlageergebnis liegt mit 15.053 TEUR deutlich über dem Ergebnis des Vorjahres (-1.771 TEUR). Im Vorjahr wurde das Ergebnis in Folge der Zinsentwicklung durch Abschreibungen und Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen belastet. Im Berichtsjahr konnten sowohl die Erträge als auch die Gewinne aus Abgang gesteigert werden. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses im Vergleich zum Vorjahr:
Die ausgewiesenen Erträge aus anderen Kapitalanlagen resultieren teilweise aus Fonds, die unter den Anteilen an verbundenen Unternehmen ausgewiesen werden. Sonstige Erträge/AufwendungenDie sonstigen Erträge sind im Berichtsjahr von 6.201 TEUR auf 6.316 TEUR gestiegen. Die sonstigen Aufwendungen liegen mit 4.654 TEUR unter dem Niveau des Vorjahres (6.492 TEUR). Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit vor SteuernInsgesamt ergibt sich aus dem Rückgang des versicherungstechnischen Nettoergebnisses und durch das positive Kapitalanlageergebnis ein Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit in Höhe von -11.424 TEUR (Vorjahr: -1.504 TEUR). Steuern vom Einkommen und ErtragDie Steuern vom Einkommen und Ertrag für das Geschäftsjahr entfallen mit -1.427 TEUR (Vorjahr: -1.452 TEUR) auf latente Steuern. Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nicht angesetzt (Vorjahr: 461 TEUR). Für die Körperschafts- und Gewerbesteuern ergibt sich insgesamt ein Aufwand von 136 TEUR (Vorjahr: 1.652 TEUR). Davon entfallen 456 TEUR auf ausländische Quellensteuern. JahresfehlbetragDer Jahresfehlbetrag beläuft sich auf -10.136 TEUR (Vorjahr: -1.706 TEUR). Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass marktweit steigende Durchschnittsprämien zu einer positiven Entwicklung der geschriebenen Prämien geführt haben, die gestiegenen Schadenkosten konnten hierdurch jedoch noch nicht kompensiert werden, weshalb sich das Jahresergebnis negativ entwickelt hat. 2.2 FinanzlageKapitalstrukturIm Berichtsjahr sank das Eigenkapital der Verti auf 38.099 TEUR (Vorjahr: 48.235 TEUR). Rückstellungen von wesentlicher BedeutungDie versicherungstechnischen Rückstellungen reduzierten sich zum Bilanzstichtag von 520.254 TEUR auf 512.041 TEUR (Veränderung von -8.213 TEUR). Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Reduktion der Schwankungsrückstellung auf 37.737 TEUR (Veränderung von -29.999 TEUR). Gegenläufig entwickelten sich die Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle i.H.v. 366.385 TEUR (Veränderung von +13.971 TEUR) und die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen mit 11.891 TEUR (Veränderung von +7.447 TEUR), in welche eine Rückstellung für drohende Verluste aus dem Versicherungsgeschäft i.H.v. 7.744 TEUR enthalten ist. Geringfügig erhöhten sich außerdem die Rückstellungen für Beitragsüberträge auf 96.482 TEUR (Veränderung von +402 TEUR). Die anderen Rückstellungen reduzierten sich von 15.946 TEUR auf 12.521 TEUR. LiquiditätDie Höhe des laufenden Guthabens bei Kreditinstituten betrug zum Geschäftsjahresende 12.815 TEUR. Die Zielsetzung unseres Finanzmanagements ist die Sicherstellung der Zahlungsfähigkeit, d.h. Zahlungsverpflichtungen müssen zu jeder Zeit erfüllt werden können. Hierzu werden über das Liquiditätsmanagement die Zahlungsmittelzu- und -abflüsse genau geplant und regelmäßig kontrolliert. Durch ausreichend fungible Kapitalanlagen erreichen wir, auch unerwartete Liquiditätsanforderungen zeitnah erfüllen zu können. Das Vermögen legen wir mit einer möglichst hohen Sicherheit und Rentabilität bei ausreichender Liquidität unter Wahrung einer angemessenen Mischung und Streuung an. Im Rahmen des Finanzmanagements gewährleisten wir darüber hinaus jederzeit die Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsvorschriften. 2.3 Vermögenslage
Der Kapitalanlagenbestand der Verti sank im Geschäftsjahr 2023 um 5,2 % auf 484.395 TEUR (Vorjahr: 510.967 TEUR). Der Bestand an Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren ist auf 357.791 TEUR (Vorjahr: 369.981 TEUR) gesunken. Der Anteil am Kapitalanlagenbestand beträgt 73,9 %. Die Aktieninvestments umfassen ausschließlich Titel, die in großen europäischen Indizes (z.B. EuroStoxx 50 oder Ibex 35) gelistet sind. Zum Ende des Geschäftsjahres betrug der Gesamtbestand an Aktien 53.092 TEUR (Vorjahr: 62.467 TEUR). Dies entspricht einer Aktienquote von 11,0 %. Seit dem Jahr 2019 tätigt Verti Investitionen in geschlossene Immobilienfonds. Im Jahr 2021 erfolgte erstmals eine Beteiligung an einem Infrastrukturfonds mit Schwerpunkt erneuerbare Energien, weiterhin wurde im Jahr 2023 ein Fonds mit Investitionen in Private Debt ergänzt. Zum 31.12.2023 betrug der Gesamtbestand dieser Positionen 38.512 TEUR (Vorjahr: 43.519 TEUR), was einem Anteil am gesamten Kapitalanlagebestand von 8,0 % entspricht. Wir gewähren unverändert zum Vorjahr ein Nachrangdarlehen an die Verti Assicurazioni S.p.A. Italien in Höhe von 35.000 TEUR, welches durch eine Bürgschaft der Konzernmutter besichert ist. Der Anteil am Kapitalanlagenbestand beträgt 7,2 %. Die aktiven latenten Steuern in Höhe von 36.966 TEUR (Vorjahr: 35.996 TEUR) wurden im Wesentlichen auf Grund von steuerrechtlichen Bewertungsdifferenzen bei der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle in Höhe von 32.931 TEUR (Vorjahr: 33.778 TEUR) gebildet. 2.4 Finanzielle LeistungsindikatorenFür eine Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Unternehmens sowie für eine adäquate Steuerung des Unternehmens wurden finanzielle Leistungsindikatoren in Form von Umsatz-, Kosten-, Ertrags- und Ergebnisgrößen definiert. Die ausgewählten Leistungsindikatoren werden auch zur unterjährigen operativen Steuerung genutzt, da sie einerseits zeitnah zur Verfügung stehen und andererseits bereits erste Hinweise darauf geben, ob voraussichtlich übergeordnete strategische Ziele erreicht werden. Wichtige finanzielle Leistungsindikatoren, die für unternehmerische Entscheidungen in den Blick genommen werden, sind die Verwaltungskosten- sowie die Abschlusskostenquote. Die Verwaltungs- und Abschlusskosten spiegeln wider, wieviel das Unternehmen für den Service am Kunden und den Vertrieb ausgibt. Die Verwaltungskosten, die Abschlusskosten und der Schadenaufwand bestimmen das versicherungstechnische Ergebnis. Die Brutto-Verwaltungskostenquote, die das Verhältnis der Verwaltungskosten zu den verdienten Bruttobeiträgen angibt, ist im Berichtsjahr von 6,7 % um 0,2 Prozentpunkte auf 6,9 % gestiegen. Die Brutto-Abschlusskostenquote betrachtet die Kosten der Vertriebsaktivitäten, d.h. Kosten für Marketing und Provisionen. Diese Quote, d.h. das Verhältnis von Abschlusskosten zu den verdienten Bruttobeiträgen, ist im Berichtsjahr von 12,8 % auf 10,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Als zentraler finanzieller Leistungsindikator wird die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (brutto) verwendet. Dabei wird das Verhältnis der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb sowie der Aufwendungen für Versicherungsfälle zu den verdienten Beiträgen bezeichnet. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote gibt Aufschluss über die Schaden- und Kostenintensität des betriebenen Versicherungsgeschäfts und ermöglicht somit auch Wettbewerbsvergleiche. Die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (brutto) betrug im Berichtsjahr 112,4 % (Vorjahr: 101,3 %). Die Erhöhung resultiert im Wesentlichen aus einem im Vergleich zum Vorjahr höheren Schadenaufwand, der den Rückgang der Kostenquoten überkompensiert. Nach Einbeziehung der Rückversicherung hat sich die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (netto) von 105,0 % auf 120,9 % verschlechtert. In Hinblick auf Ereignisse von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Berichtszeitraums eingetreten sind, wird auf den Anhang verwiesen. Der Vorstand bedankt sich bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr hohes Engagement und ihre guten Leistungen im vergangenen Geschäftsjahr. Ebenso dankt der Vorstand dem Betriebsrat für die stets vertrauensvolle und konstruktive Zusammenarbeit. 3 Prognose- und ChancenberichtFür das Berichtsjahr hatten wir mit einer weiteren Erholung der gesamtwirtschaftlichen Lage und des Fahrzeugmarktes sowie einer damit einhergehenden Steigerung der Nachfrage nach Autoversicherungen gerechnet. Des Weiteren hatten wir mit weiteren Steigerungen der Schadenkosten gerechnet, die durch Prämienerhöhungen kompensiert werden sollten. Erwartungsgemäß konnte ein Wachstum des Absatzes von Neufahrzeugen und von Besitzstandsumschreibungen verzeichnet werden, dennoch liegen beide Werte weiterhin unterhalb des Niveaus der Vor-Corona-Jahre. Insgesamt war eine Steigerung der Nachfrage nach Autoversicherungen zu verzeichnen, was auch durch eine erhöhte Wechselbereitschaft zu begründen ist. Im Berichtsjahr waren Steigerungen der Schadenkosten zu verzeichnen, die deutlich oberhalb unserer Erwartungen lagen. Ursächlich waren die Schadeninflation sowie die erhöhte Schadenbelastung aus Naturereignissen. Deshalb haben wir uns auf Steigerungen der Durchschnittsprämien auf ein auskömmliches Niveau fokussiert. Im Ergebnis wurden die Wachstumsziele hinsichtlich der Neugeschäftsstücke nicht erreicht, aufgrund der stärker als geplant gestiegenen Durchschnittsprämien lag das Prämienwachstum jedoch im erwarteten Bereich. Aufgrund der marktweit beobachtbaren verschlechterten Ertragssituation gehen wir für 2024 von weiter stark steigenden Durchschnittsprämien aus. Vor diesem Hintergrund und aufgrund einer erwarteten weiterhin steigenden Nachfrage planen wir mit einem Beitragswachstum, das auf dem Niveau des Berichtsjahres liegt. Dazu halten wir an unseren Planungen fest, insbesondere das Makler- und Partnerschaftsgeschäft weiter auszubauen. Hinsichtlich der Auskömmlichkeit des versicherungstechnischen Geschäfts geht der Vorstand von im Vergleich zu den Pandemiejahren moderat steigenden Schadenfrequenzen aus, die jedoch aufgrund der vermehrten Nutzung von Homeoffice und dem langjährigen Trend folgend unter dem Niveau der Vor-Corona-Jahre liegen sollten. Steigende Schadendurchschnittskosten, insbesondere im Sachschadenbereich, sind keine neue Entwicklung, sondern waren bereits in den Vorjahren zu beobachten. Nach dem ungewöhnlich starken Anstieg der Schadendurchschnittskosten im Berichtsjahr gehen wir davon aus, dass sich die Steigerung der Schadenkosten entsprechend der Entwicklung der Verbraucherpreisinflation im weiteren Verlauf abschwächt. Durch Effizienzverbesserungen und den vermehrten Einsatz von Automatisierung planen wir, steigende Schadenkosten teilweise kompensieren zu können. Ob die in unserem Bestand erzielten und auch marktweit beobachtbaren Prämiensteigerungen bereits im Jahr 2024 ausreichen werden, um die Schadenkosteninflation zu kompensieren, ist allerdings unsicher und hängt auch vom weiteren Verlauf der Schadeninflation ab. Aktuell gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2024 eine leichte Verbesserung der Schadenquote (brutto) erzielen können. Nach erfolgreich umgesetzten Kostenreduktionen gehen wir für das Jahr 2024 von einer konstanten Kostenquote aus. Insgesamt erwarten wir damit für das Jahr 2024, dass die kombinierte Schaden-Kosten-Quote (brutto) moderat unterhalb des Niveaus des Berichtsjahres liegt. Da wir von einer durchschnittlichen Großschadenbelastung ausgehen, rechnen wir jedoch mit einem deutlich verringerten Rückversicherungsergebnis und darüber hinaus mit einer deutlich geringeren Entnahme aus der Schwankungsrückstellung, so dass ein nur moderat verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis (netto) zu erwarten ist. Hinsichtlich der Kapitalmarktentwicklung war das Berichtsjahr von einer positiven Entwicklung der Aktienmärkte und gesunkenen Marktzinsen geprägt, was zu einer deutlichen Steigerung des Kapitalanlageergebnisses führte. Wir gehen davon aus, dass sich das Zinsniveau weiter verringert, jedoch weiterhin deutlich oberhalb des Niveaus der Jahre vor 2022 liegen wird. Damit führt das höhere Zinsniveau zu einer höheren Verzinsung von Neu- und Ersatzinvestitionen im festverzinslichen Bereich und zu einer schrittweisen Verbesserung der Rentabilität des Portfolios. Da das Kapitalanlageergebnis des Berichtsjahres jedoch von Zuschreibungen und Veräußerungsgewinnen geprägt war, mit denen wir für 2024 nicht in entsprechender Höhe rechnen, planen wir mit einem moderat verringerten Kapitalanlageergebnis. Insgesamt erwarten wir, dass das Jahresergebnis in 2024 ähnlich zum Berichtsjahr ausfallen wird. Analog zu den Vorjahren ist weiterhin eine hohe Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und insbesondere der Entwicklung der Schadenkosten festzustellen. Wir beobachten die wesentlichen Parameter und deren Auswirkungen auf unser Geschäft daher laufend und werden unsere Geschäftsstrategie und -planung an sich ändernde Rahmenbedingungen anpassen. 4 RisikoberichtVerti gehört seit Mai 2015 zur MAPFRE Gruppe, die in Deutschland eine nachhaltige und langfristige Präsenz anstrebt. Die dafür erforderliche Kapitalausstattung wird seitens der Muttergesellschaft regelmäßig mit der deutschen Tochter abgestimmt und sichergestellt. 4.1 Regulatorische AnforderungenEin Kernbestandteil der regulatorischen Anforderungen an Versicherungsunternehmen gemäß Solvency II ist die Berechnung des Kapitalbedarfs entsprechend eines europaweit vorgegebenen Modells. Wir verwenden dazu die so genannte Standardformel, die das vorhandene Kapital einer speziell für Solvenzzwecke erstellten Bilanz mit dem unter Risikogesichtspunkten benötigten Kapital vergleicht. Damit wird überprüft, ob angesichts der eingegangenen Risiken ausreichend Kapital vorhanden ist. Seit 2020 werden bei der Berechnung des versicherungstechnischen Risikos anstelle der gesetzlich vorgegebenen Standardfaktoren unternehmensspezifische Parameter (USP) eingesetzt. Somit lässt sich das versicherungstechnische Risiko unternehmensindividuell entsprechend den gezeichneten Risiken ermitteln. Solvency II enthält des Weiteren Vorgaben für die Ausgestaltung des Risikomanagements und der Governance in Versicherungsunternehmen. Neben der Risikomanagementfunktion haben wir eine Compliance-Funktion, eine interne Revisionsfunktion und eine versicherungsmathematische Funktion eingerichtet. Diese Funktionen befassen sich u. a. mit der Überwachung von rechtlichen Risiken, beurteilen unabhängig die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und geben eine Stellungnahme zur Angemessenheit der Rückversicherung sowie zur Zeichnungs- und Annahmepolitik. 4.2 RisikomanagementprozesseUnsere Risikomanagementprozesse basieren auf der Risikostrategie, die sich aus der Geschäftsstrategie ableitet und durch den Vorstand sowie den Aufsichtsrat beschlossen wird. Durch das zentrale Risikomanagement unserer Gesellschaft werden sämtliche wesentlichen identifizierten Risiken laufend überwacht und bewertet, um nicht im Einklang mit den risikostrategischen Vorgaben stehende Entwicklungen frühzeitig erkennen zu können. Zur Sicherstellung einer vollständigen Identifikation der relevanten Risiken haben wir spezifische Prozesse implementiert, mittels derer Geschäftsrisiken, strategische Risiken und operationelle Risiken analysiert werden. Zur Überwachung der identifizierten Risiken werden Kennzahlen und Schwellenwerte als Indikatoren verwendet. Dadurch stellen wir auch sicher, dass der Kapitalbedarf für einzelne Risikoarten innerhalb der festgelegten Grenzen liegt. Das Ergebnis der Risikoüberwachung wird laufend an den Vorstand berichtet. Unter Beachtung von Risikoreduzierung und Risikokostenoptimierung planen wir Maßnahmen, durch die nicht akzeptierte Unternehmensrisiken vermieden, reduziert oder abgegeben werden. Im Rahmen des internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass angemessene Kontrollen zur Vermeidung von operationellen Risiken sowie von Compliance Risiken implementiert und mögliche Kontrollschwächen behoben werden. Die Aktualität, Angemessenheit und Vollständigkeit der im internen Kontrollsystem erfassten Kontrollen werden jährlich überprüft. Die Durchführung sowie die Wirksamkeit der Kontrollen sind zudem Gegenstand von Prüfungen der internen Revision. Weiterhin verpflichten gesetzliche Vorschriften das Management einer Aktiengesellschaft dazu, ein funktionierendes Risikofrüherkennungssystem im Unternehmen zu implementieren und für einen geeigneten Umgang mit den Unternehmensrisiken zu sorgen. Damit sollen unerwünschte und existenzgefährdende Entwicklungen frühzeitig erkannt, bewertet und letztendlich auch beherrscht werden. Unser Risikomanagementsystem entspricht selbstverständlich auch den Anforderungen gemäß KonTraG. 4.3 RisikokategorienVersicherungstechnisches RisikoDas versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächliche Schadenaufwand vom erwarteten Aufwand abweicht. Das versicherungstechnische Risiko setzt sich im Wesentlichen aus dem Prämien-, Reserve-, Groß- und Kumulschadenrisiko zusammen. Unter Prämienrisiko wird das Risiko verstanden, dass die festgelegten Versicherungsbeiträge den zukünftigen Schadenentwicklungen nicht entsprechen und damit die geplanten Geschäftsergebnisse nicht erreicht werden. Zur Reduzierung des Risikos verfolgt Verti vor allem eine ertragsorientierte Zeichnungspolitik, d.h. die Prämienkalkulation ist ausschließlich aktuariell ausgerichtet. Damit ist gemeint, dass die aktuelle Entwicklung von Schadenfrequenzen und - kosten in die Beitragskalkulation einfließt. Eine laufende Überwachung der Schadenentwicklung stellt sicher, dass Veränderungen im Schadenverlauf zeitnah erkannt und ggf. Maßnahmen ergriffen werden können. Zudem erfolgt regelmäßig eine Beurteilung der Zeichnungs- und Annahmepolitik durch die Versicherungsmathematische Funktion. Weiteres Wachstum des Portfolios soll Schwankungen des versicherungstechnischen Ergebnisses reduzieren. Das Reserverisiko bezeichnet das Risiko, dass die versicherungstechnischen Rückstellungen für in der Vergangenheit eingetretene Schäden nicht ausreichend sind, da die Schadenabwicklung ungewiss im Hinblick auf den Auszahlungszeitpunkt und die endgültige Schadenhöhe ist. Sämtliche im Berichtszeitraum durchgeführten Überprüfungen sowohl der Einzel-, als auch der Pauschalreserven bestätigen deren Auskömmlichkeit. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Nettoschadenquote und Abwicklungsergebnisse seit 2014. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass sich die Ausgestaltung des Rückversicherungsprogramms auf die Nettoschadenquote auswirkt. Änderungen der Rückversicherungsvereinbarungen sind daher ebenfalls ursächlich für die Entwicklung der Nettoschadenquote im Zeitablauf. Die Nettoschadenquote für 2023 liegt über dem Niveau der Vorjahre, Hauptreiber hierfür sind gestiegene Schadendurchschnitte und eine höhere Schadenbelastung aus Naturereignissen. Das Abwicklungsergebnis des Berichtsjahres hat sich im Vergleich zum Vorjahr verringert, liegt jedoch innerhalb der Schwankungsbreite der letzten Jahre.
Dem Groß- und Kumulschadenrisiko, insbesondere hinsichtlich des Auftretens von Hagelereignissen und Personen-Großschäden, wird durch den Abschluss von Rückversicherungsverträgen begegnet. Die Rückversicherungsvereinbarungen werden jährlich durch die Versicherungsmathematische Funktion auf Angemessenheit überprüft. Der Bestand unterliegt keinem regionalen Konzentrationsrisiko. Der Vertrieb der Produkte erfolgt über verschiedene Absatzwege wie Telefon, Website, Internetportale, Makler sowie Kooperationspartner, so dass unsere Kunden bundesweit erreicht werden. Zusätzlich haben wir im begrenzten Umfang Fahrzeugflotten in unserem Portfolio sowie dieses seit Anfang 2018 durch Lieferwagen und Wohnmobile und seit Juni 2022 durch Anhänger ergänzt. Bedingt durch die Inflation setzte sich im Berichtsjahr der bereits in den Vorjahren beobachtbare Trend steigender Schadendurchschnittskosten weiter fort. Durch das überdurchschnittliche Auftreten von Naturereignissen (insbesondere Hagelschäden) im Vergleich zum langjährigen Mittel ist die Schadenhäufigkeit in 2023 höher als im Vorjahr, jedoch im Vergleich zu 2019 weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Steigenden Schadenkosten begegneten wir mit Prämienerhöhungen, um die Auskömmlichkeit des Neu- und Bestandsgeschäfts sicherzustellen. Durch schnell steigende Schadenkosten ist jedoch ein temporärer Anstieg der Schadenquoten zu verzeichnen. MarktrisikoUnter Marktrisiko wird das Risiko finanzieller Verluste verstanden, dass sich aus der Höhe oder der Volatilität der Marktpreise von Finanzinstrumenten ergibt, die den Wert unserer Vermögenswerte beeinflussen. Von wesentlicher Bedeutung sind für uns das Bonitäts-, das Zins-, und das Immobilienrisiko. Das Bonitätsrisiko wird durch eine restriktive Anlagepolitik in Hinblick auf begrenzte Investitionen in Ratingklassen, Länder, Sektoren sowie in einzelne Emittenten beschränkt. Wir investieren daher größtenteils in Fremdkapitalinstrumente mit Investmentgrade zum Anlagezeitpunkt und gewährleisten eine breite Diversifikation des Investment-Portfolios. Zusätzlich sind, entsprechende Bonität vorausgesetzt in einem sehr begrenzten Umfang und mit einer kurzfristigen Laufzeit, Anlagen ohne Rating erlaubt. Im Rahmen des Asset-Liability-Managements erfolgt regelmäßig eine Abstimmung der Laufzeitstruktur der Anlagen mit der Passivseite. Zudem werden die Auswirkungen von ungünstigen Kapitalmarktentwicklungen im Rahmen von Stresstests untersucht. Die Ergebnisse der Analysen werden gewürdigt und in der Budgetplanung verwendet. Für das Jahr 2024 sehen wir die Möglichkeit andauernder hoher Zinsen, dies könnte weiterhin negative Auswirkungen auf die Marktwerte der Zinsträger zur Folge haben. Zudem könnte die aktuelle unsichere geopolitische Lage zu starken Schwankungen an den Kapitalmärkten führen. Verti versucht deshalb, die Duration der Anleihen zu optimieren. Bei den festverzinslichen Wertpapieren würde eine Verschiebung der Zinskurve um einen Prozentpunkt nach oben zu einer Verminderung des Zeitwerts um 13.381 TEUR führen und zu einem zusätzlichen handelsrechtlichen Abschreibungsbedarf von 1.695 TEUR. Um das mit Investitionen in Aktien einhergehende Risiko zu steuern, wurde eine Aktienquote festgelegt. Zugelassen sind nur Titel, die in europäischen Aktienindizes gelistet sind. Ein Rückgang der Aktienkurse um 20 % hätte bei dem zum Abschlussstichtag im Bestand befindlichen Portfolio zu einer Verminderung der Zeitwerte um 10.924 TEUR und zu einem handelsrechtlichen Abschreibungsbedarf von 9.396 TEUR führen. Im Mai des laufenden Jahres wurde das Aktienportfolio veräußert, so dass kein Aktienrisiko mehr besteht. Aus der Investition in zwei geschlossene Immobilienfonds ergibt sich für Verti das Immobilienrisiko. Um diesem Risiko zu begegnen, erfolgt eine sorgfältige Analyse der Fonds durch Verti und die Investmentexperten der Muttergesellschaft sowie eine fortlaufende Überwachung der Entwicklung der Marktwerte. Fremdwährungsanlagen wurden nicht getätigt, so dass den damit einhergehenden Wechselkursrisiken keine Bedeutung zukommt. KreditrisikoDas Kreditrisiko bezeichnet einen ökonomischen Verlust, der infolge von Veränderungen der finanziellen Lage von Schuldnern entstehen kann. Neben Kreditrisiken, die durch Ausfall der Zahlungen der Versicherungsnehmer und Versicherungsvermittler entstehen, fällt auch das Ausfallrisiko der Rückversicherer in diese Kategorie. Das Ausfallrisiko von Rückversicherern ist weiterhin als gering einzuschätzen. Seit dem Jahr 2016 erfolgt die Platzierung des Rückversicherungsprogramms konzernintern bei der MAPFRE RE Compania de Reaseguros S.A., die über ein "A+" Rating (Standard & Poor's) verfügt. Das Ausfallrisiko gegenüber Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern ist begrenzt, da wir im Falle der Nichtzahlung der Prämie die Deckung kündigen können. Ein kleiner Teil unserer Kunden bezahlt jedoch nach Abschluss eines Versicherungsvertrages die zugehörigen Beiträge nicht, sodass wir Schäden regulieren müssen, ohne die Prämie erhalten zu haben. Die entsprechenden Schadenkosten müssen damit auch von der Versichertengemeinschaft getragen werden. Daher beobachten wir die Höhe der Außenstände laufend. Die hohe Inflation hatte bis zum Jahresende keine wesentlichen negativen Auswirkungen auf das Kreditrisiko. Es sind kein signifikanter Anstieg von nichtgezahlten Prämien von Versicherungsnehmern und Versicherungsvermittlern sowie keine wesentlichen Ratingabstufungen bei den Rückversicherern zu verzeichnen. LiquiditätsrisikoDie grundlegende Zielsetzung des Finanzmanagements der Verti ist die Sicherstellung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit. Dazu werden mittels des Liquiditätsmanagements Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse geplant und regelmäßig kontrolliert. Zur Beschränkung des Liquiditätsrisikos weisen unsere Kapitalanlagen eine hohe Fungibilität auf und orientieren sich an den geplanten Ein- und Auszahlungsströmen. Darüber hinaus verfügen wir zum 31.12.2023 über einen Zahlungsmittelbestand von 12.815 TEUR. Operationelles RisikoUnter dem operationellen Risiko wird die Gefahr von Verlusten zusammengefasst, die sich aus fehlerhaften Prozessen, dem Versagen von Systemen oder menschlichen Fehlern ergeben. Durch das interne Kontrollsystem wird sichergestellt, dass angemessene Kontrollen implementiert sind und sämtliche operationellen Risiken erkannt werden. Identifizierte Kontrollschwächen werden durch Maßnahmen adressiert und behoben. Es wurden umfangreiche Maßnahmen zum effektiven Schutz vor Betriebsunterbrechungen und Katastrophenfällen getroffen. Hierzu verfügen wir über eine redundante IT-Infrastruktur. Der Notfallplan wird laufend aktualisiert und erlaubt die Fortführung der wesentlichen Geschäftsprozesse im Katastrophenfall. Von besonderer Wichtigkeit ist die gesamte IT-Infrastruktur, für die Sicherheitsvorkehrungen getroffen wurden, wie zum Beispiel die Installation von Firewalls und Anti-Viren-Systemen, laufendes Monitoring und Verschlüsselungstechnologien. Dadurch soll der nicht autorisierte Zugriff auf sensitive Daten, Informationen und IT-Systeme möglichst ausgeschlossen werden. Diese Maßnahmen dienen auch dem Schutz vor Cyber-Risiken. Cyber-Risiken beinhalten unter anderem vorsätzliche Angriffe auf IT-Systeme und Daten mit dem Ziel der Verletzung der Vertraulichkeit von Daten sowie der Integrität und Verfügbarkeit der IT-Systeme. Ein weiterer wichtiger Bestandteil des Sicherheitssystems ist die systematische und vollständige Sicherung der Datenbestände und deren Auslagerung. Zur Absicherung einer hohen Verfügbarkeit des Internetauftritts wird die zugehörige IT-Infrastruktur fortlaufend optimiert. Die Serverstrukturen sind parallel ausgelegt und sichern die jederzeitige Verfügbarkeit auch bei hohen Belastungen sowie beim Ausfall einzelner Komponenten. Andere wesentliche RisikenStrategische RisikenEine große strategische Herausforderung ist das Finden qualifizierter Arbeitskräfte mit Versicherungsfachwissen. Die Region Berlin-Brandenburg ist kein traditioneller Versicherungsstandort. Um u.a. diesem Risiko zu begegnen, betreibt Verti in Vaterstetten bei München einen zweiten Standort. Dadurch versprechen wir uns weiterhin Vorteile bei der Personalgewinnung. Auch durch das Anbieten der Möglichkeiten zum mobilen Arbeiten erhoffen wir uns positive Effekte. Ein weiteres strategisches Risiko sind mögliche Änderungen in der Automobiltechnologie und langfristige Entwicklungen, die die Mobilität der Gesellschaft grundsätzlich verändern. Wir verfolgen diesbezügliche Entwicklungen und sind bestrebt, produktseitig reagieren zu können. Einige Automobilkonzerne versuchen mittlerweile, eigene Versicherungsprodukte im Rahmen des Autokaufs anzubieten. Ob dieser Ansatz größeren Einfluss auf unser Geschäft haben wird, ist heute noch nicht absehbar. Die Abhängigkeit von der Preisentwicklung auf dem Kfz-Versicherungsmarkt für Privatkunden ist eine Folge unserer strategischen Fokussierung. Eine Ausdehnung des Produktportfolios auf weitere Kundensegmente und Mobilitätsprodukte wird daher weiterhin angestrebt. Auf die wachsende Anzahl von Autos mit Elektromotoren haben wir mit der Einführung eines extra auf diese Fahrzeugklasse zugeschnittenen Produktes reagiert, das u. a. erhöhte Leistungen für Schäden an der Batterie vorsieht. ReputationsrisikenAls größtes Reputationsrisiko wird die Gefahr von negativer Presseberichterstattung gesehen. Im Rahmen des internen Kontrollsystems wird sichergestellt, dass angemessene Kontrollen zum Schutz vor Reputationsrisiken implementiert wurden. Insbesondere unterliegt das Kundenfeedback einem laufenden Monitoring, und wir verfügen über ein Spezialistenteam, das für die Beschwerdebearbeitung zuständig ist. Gesamteinschätzung der RisikolageVerti war entsprechend der Berichterstattung an die BaFin gemäß Solvency II im Berichtsjahr zu jeder Zeit ausreichend kapitalisiert, im Rahmen der so genannten unternehmenseigenen Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (Own Risk and Solvency Assessment - ORSA) durchgeführte Analysen bestätigen dieses Ergebnis. Aufgrund der herausfordernden Marktsituation hat der Vorstand die erforderlichen Maßnahmen eingeleitet, um den versicherungstechnischen Risiken, den Risiken aus Kapitalanlagen und Forderungen sowie den operationellen Risiken angemessen zu begegnen. Selbst wenn die Verbesserung der Ertragssituation durch Prämiensteigerungen aufgrund einer anhaltend hohen Schadeninflation nur verzögert eintreten sollte, können weitere Maßnahmen ergriffen werden, die eine Existenz- oder Bestandsgefährdung ausschließen. Diese Einschätzung gründet sich auch auf die Konzernzugehörigkeit von Verti als strategischem Land innerhalb der spanischen MAPFRE-Gruppe und die damit einhergehenden verfügbaren Finanzierungsquellen, die durch eine harte Patronatserklärung der MAPFRE S.A. auch in formeller Hinsicht abgesichert sind. Zudem ist dadurch auch sichergestellt, dass Verti die aufsichtsrechtlichen Solvenzvorgaben zu jeder Zeit erfüllen wird. 5 Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen UnternehmenDer Vorstand hat gemäß § 312 AktG einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erstellt, der folgende Schlusserklärung enthält: "Nach den Umständen, die uns jeweils zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, haben wir bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Andere Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen."
Teltow, 04.07.2024 Der Vorstand Mónica García Dr. Felix Ludwig Frank Senge B. AbschlussB.I Jahresbilanz(in Euro)Aktivseite
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter Posten B.II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f und § 341g HGB sowie der aufgrund des § 88 Abs. 3 VAG erlassenen Rechtsverordnung berechnet worden ist.
Teltow, 04.07.2024 Verantwortlicher Aktuar: Axel Wolfstein B.II Gewinn- und Verlustrechnung
B.III AnhangBilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer vorliegende Jahresabschluss und der Lagebericht sind nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG), des Aktiengesetzes (AktG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt. Die immateriellen Vermögensgegenstände wurden mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen, entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer erfasst. Die Abschreibungsdauer beträgt maximal sieben Jahre. Im Jahr 2022 wurde ein Teil des Bestandes an Inhaberschuldverschreibungen gemäß § 341b HGB erstmals dem Anlagevermögen zugeordnet. Für diese Wertpapiere erfolgt die Bewertung gemäß dem gemilderten Niederstwertprinzip, Abschreibungen auf den niedrigeren Zeitwert werden lediglich bei voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen vorgenommen und sind bislang nicht erfolgt. Der restliche Bestand an Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren sowie die Aktien und Anteile an Investmentvermögen werden nach dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip bewertet. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots (§ 253 Abs. 5 HGB) wurden beachtet. Die Anteile an verbundenen Unternehmen betreffen einen Immobilienfonds (Stable Income European Real Estate Funds SCS SICAF-SIF, Luxembourg) und einen Infrastrukturfonds (MAPFRE Energias Renovables I, F.C.R., Madrid). Die Bewertung erfolgt nach dem für das Umlaufvermögen geltenden strengen Niederstwertprinzip. Die Ausleihungen an verbundene Unternehmen wurden zum Nennwert bilanziert. Die Zeitwerte (§§ 54, 56 RechVersV) der Inhaberschuldverschreibungen wurden im Wesentlichen mittels der entsprechenden Börsenkurse zum Bilanzstichtag ermittelt, während der Zeitwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen unter Anwendung der risikolosen EIOPA Zinsstrukturkurve und des Spreads ermittelt wurde. Die Zeitwerte der Aktien entsprechen den Börsenpreisen. Die Zeitwerte der Fondsanteile wurden mittels der Net Asset Value Methode durch die Fondsgesellschaften ermittelt. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, Abrechnungsforderungen aus dem Rückversicherungsgeschäft, sonstige Forderungen und andere Vermögensgegenstände wurden zum Nennbetrag bewertet. Bei den Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch die gebildeten Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Die Sachanlagen wurden mit den Anschaffungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibungen erfolgten nach der linearen Methode. Die Nutzungsdauer beträgt drei bis zehn Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert zwischen 250 EUR und 1.000 EUR wurden im Jahr des Zugangs in einem Sammelposten aktiviert und über eine normierte Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Die laufenden Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Nennwert bewertet. Bei den unter abgegrenzten Zinsen und Mieten ausgewiesenen Beträgen handelt es sich um Zinsen, die erst nach dem Bilanzstichtag fällig werden. Sie sind zu Nominalwerten angesetzt. Dies gilt auch für die sonstigen Rechnungsabgrenzungsposten, die unter anderem im Voraus gezahlte Miet- und Leasinggebühren enthalten. Das Aktivierungswahlrecht für latente Steuern nach § 274 Abs. 1 HGB wurde genutzt. Die latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus dem Bewertungsunterschied bei den Schadenreserven zwischen Steuer- und Handelsbilanz i.H.v. 32.931 TEUR (Vorjahr: 33.778 TEUR). Latente Steuern auf Verlustvorträge wurden nicht angesetzt (Vorjahr: 461 TEUR). Die latenten Steuern wurden mit dem durchschnittlichen Steuersatz der Verti in Höhe von 27 % berechnet. Die Verti wird in den Konzernabschluss der MAPFRE einbezogen. Da die MAPFRE-Gruppe einen Konzernumsatz von mehr als 750 Mio. Euro ausweist, ist sie von den Regelungen der sog. globalen Mindestbesteuerung betroffen, die in Deutschland durch das sog. Mindeststeuergesetz umgesetzt wurde, Gruppenträgerin der Mindeststeuergruppe ist die MAPFRE. Für das Jahr 2023 ergibt sich aus dem Mindeststeuergesetz keine Auswirkung auf den tatsächlichen Steueraufwand. Die Beitragsüberträge wurden einzelvertraglich auf Basis von 365 Tagen errechnet. Eine Kürzung um Kostenanteile wird hierbei nicht vorgenommen. Die Schadenrückstellungen wurden für alle bekannten Schäden individuell ermittelt. Für noch nicht bekannte Schadenereignisse wurde eine Pauschalreserve gebildet, die nach der Schadenerfahrung unter Berücksichtigung der zeitlichen Differenz zwischen Schadenereignis und Schadenmeldung berechnet wurde. Die Bildung der Teilschadenrückstellung für bekannte Versicherungsfälle erfolgt nach der Methode des so genannten Anticipated-Settlement-Day. Danach werden bis zum Zeitpunkt der geschätzten abschließenden Regulierung erwartete Entschädigungen in voller Höhe, das heißt unverrentet zurückgestellt. Rentenfälle werden unter Verwendung der DAV-Sterbetafel 2006 HUR gemäß §§ 341f, 341g HGB sowie § 88 Abs. 3 VAG und der geltenden Zinssätze zum Zeitpunkt des Schadeneintritts auf Angemessenheit überprüft. Die Teilschadenrückstellung für interne Schadenregulierungskosten wurde gemäß den steuerlichen Vorschriften (koordinierter Ländererlass vom 2. Februar 1973) gebildet. Die Schwankungsrückstellung wurde gemäß § 341h HGB in Verbindung mit § 29 RechVersV und der Anlage zu § 29 RechVersV ermittelt. Der Bemessung der sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden Erfahrungswerte zugrunde gelegt. Vor dem Hintergrund der negativen versicherungstechnischen Ergebnisse im Berichtsjahr wurde ermittelt, in welchem Umfang aus dem Bestand per Jahresende 2023 weiterhin mit negativen Ergebnissen zu rechnen ist und eine Rückstellung für drohende Verluste aus dem Versicherungsgeschäft gemäß § 341e Abs. 2 Nr. 3 HGB gebildet. Die Anteile der Rückversicherer an den Bruttorückstellungen wurden entsprechend den Verträgen mit den Rückversicherern ermittelt. Die Bewertung der Pensionsrückstellung erfolgt nach den Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck. Der Rechnungszinssatz von 1,82 % wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB nach der Vereinfachungsregelung ermittelt. Es wurde der letzte von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte Zinssatz auf Basis des aktuellen Zinsniveaus und des für die Ermittlung des Rechnungszinses vorgeschriebenen Verfahrens bis zum Bilanzstichtag verwendet. Für den Rententrend wurde eine Steigerung von 1,75 % p. a. angenommen. Die Bewertung erfolgte nach der Projected Unit Credit Method, bei der die pro Dienstjahr erarbeiteten Teilansprüche eben diesem Jahr periodengerecht zugeordnet werden. Die Änderungen durch das BilRUG wurden beachtet. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren (Anzuwenden auf Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2015 enden) beträgt im Geschäftsjahr 20 TEUR. Dieser Betrag unterliegt der Ausschüttungssperre gem. § 253 Abs. 6 HGB. Die sonstigen Rückstellungen wurden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Die Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, die Abrechnungsverbindlichkeiten aus dem Rückversicherungsgeschäft und die sonstigen Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet. Angaben zu den AktivaEntwicklung der Aktivposten A und B im Geschäftsjahr 2023Aktivposten (in TEUR)
Der Zeitwert der Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapiere beträgt 335.814 TEUR. Davon entfallen 242.487 TEUR auf Finanzinstrumente, die dem Anlagevermögen zugeordnet sind und deren Zeitwert unter dem Buchwert liegt. Der Buchwert dieser Finanzinstrumente beläuft sich auf 266.165 TEUR, d.h. es bestehen stille Lasten i.H.v. 23.678 TEUR. Die entsprechenden Finanzinstrumente sind dazu bestimmt, dauerhaft dem Geschäftsbetrieb zu dienen, ferner besteht Dauerhalteabsicht und -fähigkeit. Die zinsbedingten Marktwertverluste werden als nicht dauerhaft eingeschätzt. Der Zeitwert der Ausleihungen an verbundene Unternehmen beträgt zum Stichtag 35.425 TEUR (unter Berücksichtigung der erwarteten Restlaufzeit) und der Zeitwert der Aktien 57.681 TEUR. Der Zeitwert der unter den Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen ausgewiesenen Investmentanteilen beträgt 35.921 TEUR. Der Zeitwert der Einlagen bei Kreditinstituten entspricht dem Buchwert. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Aktive latente Steuern ergeben sich überwiegend aus der steuerlich definierten "realitätsnäheren Bewertung der Schadenreserven" und aus einer steuerlich höheren Bewertung von Inhaberschuldverschreibungen und anderen festverzinslichen Wertpapieren. Der zukünftig erwartete durchschnittliche Steuersatz wird mit rund 27 % angenommen. Angaben zu den PassivaEigenkapitalDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) von 29.145 TEUR ist in 582.900 Namensaktien ohne Nennbetrag eingeteilt, die seit dem 29. Mai 2015 die MAPFRE Internacional S.A., Madrid hält. Der Bilanzgewinn beträgt 6.039 TEUR. Beträge in Höhe von 36.966 TEUR aus der Aktivierung latenter Steuern (Vorjahr: 35.996 TEUR) und der Pensionsrückstellung (20 TEUR) stehen nicht zur Ausschüttung zur Verfügung. Versicherungstechnische Bruttorückstellungen
Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen liegen mit 11.891 TEUR um 7.447 TEUR über dem Vorjahreswert, der Anstieg resultiert aus der Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste i.H.v. 7.744 TEUR, die für die Sparte sonstige Kraftfahrtversicherungen zu bilden ist. PensionsrückstellungenFür ausgeschiedene Vorstandsmitglieder bestehen Anwartschaften in Höhe von 1.855 TEUR. Der Pensionsrückstellung für frühere Organmitglieder wurden 26 TEUR zugeführt (2022: Zuführung von 31 TEUR). Hier besteht eine Ausschüttungssperre aus der Pensionsrückstellung in Höhe von 20 TEUR gemäß § 253 Abs. 6 HGB. Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen beinhalten auch Rückstellungen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr. Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-Rechnung
Die gebuchten Bruttobeiträge werden ausschließlich in Deutschland erzielt.
Technischer Zinsertrag für eigene RechnungAufgrund des § 38 Abs.1 Nr. 2 RechVersV werden 311 TEUR (Vorjahr: 419 TEUR) technischer Zinsertrag aus der nichtversicherungstechnischen Rechnung in die versicherungstechnische Rechnung umgegliedert. Der technische Zinsertrag wird einzelfallbezogen aus dem arithmetischen Mittel des Anfangs- und Endbestands der Rentendeckungsrückstellung errechnet. Dieser beträgt für Fälle zwischen 01.07.2000 und 31.12.2003 3,25 %, danach bis zum 31.12.2006 2,75 %, dann bis zum 31.12.2011 2,25 %, ab dem 01.01.2012 1,75 % sowie ab dem 01.01.2015 1,25 %, ab dem 01.01.2017 0,90 % sowie ab dem 01.01.2021 0,25% (Datumsangaben jeweils einschließlich).
Der Rückversicherungssaldo stellt sich aus Sicht der Verti folgendermaßen dar:
Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter und Personalaufwendungen
Erträge und Aufwendungen aus KapitalanlageIm Berichtsjahr wurden insgesamt Erträge von 21.363 TEUR (Vorjahr: 13.964 TEUR) aus Kapitalanlagen erzielt. Die gesamten Aufwendungen für Kapitalanlagen betrugen 6.310 TEUR (Vorjahr: 15.734 TEUR inklusive der Aufwendungen für Verwaltung dieser), so dass sich per Saldo das Kapitalanlageergebnis auf 15.053 TEUR (Vorjahr: -1.771 TEUR) belief. Sonstige AufwendungenDie sonstigen Aufwendungen betreffen im Wesentlichen das Unternehmen als Ganzes. Das Gesamthonorar des Abschlussprüfers wird im Konzernabschluss der MAPFRE S.A., Madrid / Spanien angegeben. Ergebnis der normalen GeschäftstätigkeitDas Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit beträgt -11.424 TEUR (Vorjahr: -1.504 TEUR). Der Gewinnvortrag beträgt 16.175 TEUR (Vorjahr: 17.881 TEUR). Es wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn i.H. von 6.039 TEUR auf neue Rechnung vorzutragen. Anzahl der VersicherungsverträgeDie Bewegungen des Bestandes an selbst abgeschlossenen, mindestens einjährigen Schaden- und Unfallversicherungen stellen sich im Geschäftsjahr 2023 wie folgt dar:
Die Zahl der bei uns haftpflichtversicherten Fahrzeuge mindert sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um -1,9 % auf nunmehr 961.329. Unter Einbeziehung der weiteren angebotenen Versicherungsarten wie der angebundenen sonstigen Kraftfahrtversicherungen und der Sparten Privathaftpflicht und Rechtsschutz minderte sich der Gesamtbestand an Versicherungsverträgen auf 1.867.919 Verträge. PersonalIm Berichtsjahr beschäftigten wir durchschnittlich 473 (Vorjahr: 500) Angestellte. Am 31.12.2023 waren es 471 Angestellte. Das Unternehmen ist von der Abgabe der nichtfinanziellen Erklärung gemäß § 341a Abs. 1a i.V.m. § 289b Abs 2 HGB befreit. Die entsprechende Berichterstattung erfolgt durch die Konzernmutter MAPFRE S.A. und ist unter https://www.mapfre.com/en/annual-reports/ öffentlich zugänglich. In 2019 hat das Unternehmen eine Zielquote für die Anteile von Frauen im Aufsichtsrat und im Vorstand beschlossen. Die Ziele sollen bis Anfang 2024 erreicht werden und liegen bei 33 % für den Aufsichtsrat und 25 % für den Vorstand. Zum Berichtszeitpunkt beträgt der Anteil im Aufsichtsrat 33 % und im Vorstand 33 % und somit ist die Zielquote erreicht. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle VerpflichtungenWir sind Mitglied im Verein "Verkehrsopferhilfe e. V.". Damit haben wir uns zusammen mit den anderen Mitgliedern verpflichtet, dem Verein die erforderlichen Mittel zur Erreichung seines Vereinszwecks zur Verfügung zu stellen. Die jeweiligen Beiträge richten sich nach dem jeweiligen Anteil an den Gesamtbeiträgen des Kfz-Haftpflichtversicherungsgeschäftes im vorletzten Kalenderjahr. Mit einer über den Mitgliedsbeitrag hinausgehenden Inanspruchnahme wird nicht gerechnet. Es bestehen nicht eingezahlte Kapitalzusagen für Investmentfonds i.H.v. 13.068 TEUR. Für indirekte Versorgungszusagen über eine Unterstützungskasse besteht eine Subsidiärhaftung. Diesem Risiko wurde bei der Bemessung der Pensionsrückstellung zum Stichtag Rechnung getragen. Für die von uns angemieteten Büroräume bestanden finanzielle Verpflichtungen zum 31. Dezember 2023 in folgender Höhe: Mietaufwendungen 2024 - 1.143 TEUR Mietaufwendungen 2025 - 1.167 TEUR Mietaufwendungen 2026 - 1.208 TEUR Wesentliche Ereignisse nach Ende des GeschäftsjahresDie Entwicklungen im laufenden Geschäftsjahr setzen den Trend aus dem abgeschlossenen Geschäftsjahr weiter fort, d.h. die Marktlage ist gekennzeichnet durch Prämiensteigerungen im Neu- und Erneuerungsgeschäft und weiterhin steigende Schadendurchschnittskosten. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Umschichtungen des Kapitalanlageportfolios vorgenommen und der Aktienbestand veräußert. Die MAPFRE S.A. hat gegenüber der Verti Versicherung AG am 01.07.2024 eine harte Patronatserklärung abgegeben. Sonstige AngabenUnternehmensorganeAufsichtsratMark Meyerhoff I München I Deutschland Direktor MAPFRE RE Europa Ordentliches Mitglied seit 10.10.2019, stellvertretender Vorsitzender seit 17.03.2021, Vorsitzender des Prüfungsausschusses Lydia Bolck | Frankfurt am Main | Deutschland Diplom-Volkswirtin Ordentliches Mitglied seit 01.01.2017, Mitglied des Prüfungsausschusses Mariel von Schumann I München I Deutschland Diplom-Betriebswirtin Ordentliches Mitglied seit 16.02.2021, Vorsitzende seit 07.03.2023 Jose Ramon Alegre | Madrid | Spanien CEO MAPFRE EMEA Region Ordentliches Mitglied seit 07.03.2023, ausgeschieden zum 18.03.2024 Eduardo Perez de Lema Holweg | Madrid | Spanien CEO MAPFRE International Insurance Unit Ordentliches Mitglied seit 19.03.2024 Thomas Schneider | Berlin | Deutschland Senior Aktuar Verti Versicherung AG Vertreter der Arbeitnehmer seit 01.10.2021 Marco Cornelius-Bernickel I Berlin I Deutschland Teamleiter HR Analytics & Organisation Verti Versicherung AG Vertreter der Arbeitnehmer seit 15.09 2022 VorstandMiguel Ángel Rosa | Berlin | Betriebswirt Vorstandsvorsitzender seit 01.01.2021, ausgeschieden am 31.12.2023 Monica García Cristobal | Berlin | Telekommunikationsingenieurin Vorstandsvorsitzende seit 01.01.2024 Dr. Felix Ludwig | Kleinmachnow | Wirtschaftsingenieur Vorstand seit 01.01.2021 Carlos Nagore Achilla | Berlin | Jurist Vorstand seit 19.03.2019, ausgeschieden am 30.04.2023 Frank Senge | Berlin | Jurist Vorstand seit 01.06.2023 Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhielten in 2023 insgesamt eine Vergütung von 101 TEUR. Die Gesamtbezüge des Vorstandes beliefen sich auf 1.363 TEUR. Die Gesamtbezüge früherer Vorstandsmitglieder beliefen sich auf 61,2 TEUR. Die alleinige Muttergesellschaft der Verti Versicherung AG ist die Mapfre Internacional S.A., Madrid. Der Jahresabschluss unseres Unternehmens ist zum 31.12.2023 in den übergeordneten Abschluss der Mapfre Internacional S.A., Madrid einbezogen worden. Größter Konsolidierungskreis der Gruppe ist die MAPFRE S.A., Madrid.
Teltow, 04.07.2024 Der Vorstand Mónica García Dr. Felix Ludwig Frank Senge C. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersVermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts PrüfungsurteileWir haben den Jahresabschluss der Verti Versicherung AG, Teltow, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Verti Versicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die im Abschnitt "Sonstige Informationen" unseres Bestätigungsvermerks genannten Bestandteile des Lageberichts haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des JahresabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellungen für bekannte Versicherungsfälle. Hinsichtlich der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze verweisen wir auf die Erläuterungen im Anhang des Unternehmens im Abschnitt "Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze". Risikoangaben sind im Risikobericht als Teil des Lageberichts unter dem Abschnitt "Versicherungstechnisches Risiko" enthalten. Das Risiko für den AbschlussDie Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle beträgt EUR 442,2 Mio. Dies sind 75,2 % der Bilanzsumme; hieraus ergibt sich ein wesentlicher Einfluss auf die Vermögenslage des Unternehmens. Die Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle teilt sich in verschiedene Teilschadenrückstellungen auf. Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle betreffen den wesentlichen Teil der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle. Die Bewertung der Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle unterliegt Unsicherheiten hinsichtlich der voraussichtlichen Schadenhöhe. Die Schätzung darf nach handelsrechtlichen Grundsätzen nicht risikoneutral im Sinne einer Gleichgewichtung von Chancen und Risiken durchgeführt werden, sondern sie hat unter Beachtung des bilanzrechtlichen Vorsichtsprinzips (§ 341e Abs. 1 Satz 1 HGB) zu erfolgen. Die Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle werden nach dem voraussichtlichen Aufwand für jeden einzelnen Schadenfall gebildet. Das Risiko für den Abschluss besteht bei den zum Bilanzstichtag bereits bekannten Schadenfällen darin, dass die noch zu erwartenden Schadenzahlungen nicht in zutreffender Höhe zurückgestellt werden. Unsere Vorgehensweise in der PrüfungBei der Prüfung der Rückstellungen für bekannte Versicherungsfälle haben wir als Teil des Prüfungsteams eigene Aktuare eingesetzt und risikoorientiert insbesondere folgende Prüfungshandlungen durchgeführt:
Unsere SchlussfolgerungenDie verwendeten Methoden zur Bewertung der in der Brutto-Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle im selbst abgeschlossenen Schaden-/Unfall-Versicherungsgeschäft enthaltenen Teilschadenrückstellung für bekannte Versicherungsfälle sind sachgerecht und stehen im Einklang mit den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen. Die zugrunde liegenden Annahmen und Parameter wurden in geeigneter Weise abgeleitet. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter bzw. der Aufsichtsrat sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die folgenden nicht inhaltlich geprüften Bestandteile des Lageberichts:
Die sonstigen Informationen umfassen zudem die übrigen Teile des Geschäftsberichts. Die sonstigen Informationen umfassen nicht den Jahresabschluss, die inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben sowie unseren dazugehörigen Bestätigungsvermerk. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten zu dem Schluss gelangen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den LageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Versicherungsunternehmen geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des LageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche AnforderungenÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der außerordentlichen Hauptversammlung am 18. Dezember 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 22. Dezember 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2015 als Abschlussprüfer der Verti Versicherung AG tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen. Wir haben folgende Leistungen, die nicht im Jahresabschluss oder im Lagebericht angegeben wurden, zusätzlich zur Abschlussprüfung für das geprüfte Unternehmen erbracht:
Verantwortlicher WirtschaftsprüferDie für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüferin ist Sylvie Hensen.
Frankfurt am Main, den 23. Juli 2024 KPMG
AG
gez. Hensen, Wirtschaftsprüferin gez. Bachran, Wirtschaftsprüfer D. Bericht des Aufsichtsratsder Verti Versicherung AktiengesellschaftWährend des Berichtsjahres, das am 31. Dezember 2023 endete, hat der Aufsichtsrat die Geschäftsführung der Gesellschaft gemäß Satzung und Rechtsvorschriften geprüft, indem er sich vom Vorstand in Form regelmäßiger mündlicher Berichte, der Quartalsberichte sowie durch die Beantwortung von Anfragen über die Lage der Gesellschaft und über wichtige Fragen der Geschäftsführung unterrichten ließ. Regelmäßig ließ sich der Aufsichtsrat vom Vorstand den Geschäftsverlauf, die Entwicklung der Schadenquote und der Kapitalausstattung erläutern. Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 18. Dezember 2023 ernannte der Aufsichtsrat den Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023. Mit Schreiben vom 22. Dezember 2023 erteilte der Aufsichtsrat den Prüfungsauftrag an die Abschlussprüfer. Der verantwortliche Aktuar bestätigte, dass die Deckungsrückstellungen unter Beachtung der geltenden Rechtsvorschriften berechnet worden sind. Der Jahresabschluss und Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 sind unter Einbeziehung der Buchführung von der durch den Aufsichtsrat als Abschlussprüfer bestimmten KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Hannover, geprüft worden. Sie hat in dem von ihr am 23. Juli 2024 erteilten uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erklärt, dass die Buchführung und der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften entsprechen, dass der Jahresabschluss 2023 unter Beachtung des Grundsatzes ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt und der Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss steht. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss, den Lagebericht, den Vorschlag für die Verwendung des Bilanzgewinns sowie den Bericht der Abschlussprüfer ebenfalls geprüft. Nach dem abschließenden Ergebnis ihrer Prüfung sind Einwände nicht zu erheben. Der Aufsichtsrat billigt daher den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2023, der damit gemäß § 172 AktG festgestellt ist.
Teltow, 25. Juli 2024 Für den Aufsichtsrat Mariel von Schumann, Vorsitzende des Aufsichtsrats Vorstandsbeschlussanwesend:Mónica García, Dr. Felix Ludwig, Frank Senge Nicht anwesend:TOPVerti Versicherung AGGewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand hat gemäß § 170 Absatz 1 Aktiengesetz den Jahresabschluss und den Lagebericht unverzüglich nach ihrer Aufstellung dem Aufsichtsrat vorzulegen. Gemäß § 170 Absatz 2 Aktiengesetz hat der Vorstand zugleich dem Aufsichtsrat den Vorschlag vorzulegen, den er der Hauptversammlung für die Verwendung des Bilanzgewinns machen will. Der Vorstand der Gesellschaft hat in seiner heutigen Sitzung folgendes beschlossen. Es soll dem Aufsichtsrat mitgeteilt werden, dass der Vorstand beabsichtigt, der Hauptversammlung für die Verwendung des Bilanzgewinns folgenden Vorschlag zu unterbreiten: Es wird vorgeschlagen, von dem im Geschäftsjahr 2023 angefallenen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 6.039.495, der in voller Höhe ausschüttungsgesperrt ist, auf neue Rechnung vorzutragen.
Teltow, 24.07.2024 Monica Garcia, Vorstandsvorsitzende Dr. Felix Ludwig, Mitglied des Vorstands Frank Senge, Mitglied des Vorstands |
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