DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH
Friedrich-List-Platz 2, 01069 Dresden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Axel Pechstein seit 2.7.2025 | Prokura |
Jens-Patric Miguel Hirtz seit 19.12.2024 | Prokura |
Olaf Adermann seit 15.11.2022 | Prokura |
Thomas Dr. Edelmann seit 16.2.2022 | Prokura |
Thomas Dr. Käseberg seit 28.1.2022 | Prokura |
Axel Dr. Cunow seit 28.7.2021 | Geschäftsführer |
Lars Seiffert seit 29.1.2019 | Geschäftsführer |
Frank Dr. Brinkmann seit 12.1.2018 | Geschäftsführer |
Jörg Heger seit 6.6.2016 | Prokura |
Frank Dr. Arnold seit 12.6.2013 | Prokura |
Ulrich Sucolowsky seit 8.7.2008 | Prokura |
Frank Neuber seit 18.1.2007 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbHEigenbeteiligung | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbHDresdenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023Grundlagen des Unternehmens Geschäftsmodell des Unternehmens Die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH (kurz: DREWAG) versorgt die Dresdner Bürger und Gewerbetreibenden zuverlässig mit Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. In eigenen Anlagen wird Strom, Wärme und Wasser selbst erzeugt bzw. gefördert. Geschäftsfeldnahe Dienstleistungen ergänzen das Angebot. Auf Basis von Konzessions- und Gestattungsverträgen für Strom, Gas, Fernwärme und Wasser hat sie das Eigentum an den Versorgungsnetzen im Stadtgebiet Dresden. Versorgungssicherheit und Versorgungsqualität besitzen höchste Priorität. Strategie und organisatorische Einbindung Seit 2021 steht die SachsenEnergie AG (kurz: SachsenEnergie) zusammen mit der Tochtergesellschaft DREWAG als größtes kommunales Versorgungsunternehmen Ostdeutschlands für Versorgungssicherheit, Wirtschaftlichkeit, Nachhaltigkeit sowie gleichwertige regionale Teilhabe. In diesem Rahmen werden verlässliche Infrastrukturlösungen für Kommunen, Bürger und Wirtschaft in Sachsen bereitgestellt und die Daseinsvorsorge in Stadt und Land gesichert. Die kapitalintensive Infrastruktur der Energie- und Wasserversorgung, der großräumige Glasfaserausbau sowie der Einsatz neuer Technologien im Rahmen der erneuerbaren Energien werden auch in der Zukunft Schwerpunkte der Investitionstätigkeit des SachsenEnergie Konzerns sein. Sie sind Basis und Kern für die verlässliche Belieferung und Versorgung unserer Kunden und somit auch für die Sicherung der wirtschaftlichen Stabilität der Unternehmensgruppe. Das im Jahr 2021 begonnene Fusionsumsetzungsprogramm "Post-Merger-Integration" soll im Jahr 2024 abgeschossen werden. Die im Rahmen des Projektes identifizierten Kostensenkungspotentiale wurden bereits im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2023 erreicht. Auch organisatorisch, strukturell, prozessual und kulturell hat der SachsenEnergie Konzern in den vergangenen Jahren die Weichen für eine zukunftsfähige Energieversorgung und Infrastrukturentwicklung gestellt. Das zeigt sich in der fokussierten Ausrichtung der strategischen Geschäftsfelder Kundenwertmanagement, Energienetze, Kraft & Wärme, Wasser sowie Telekommunikation & Breitband. Entstanden ist eine kraftvolle und agile Organisation, die sich in rasantem Tempo weiterentwickelt und im Jahr 2024 um das neue Geschäftsfeld "NaturKraft" wächst, welches zukünftig die Kompetenzen rund um die erneuerbaren Energien bündelt.
Kundenwertmanagement: Wir streben eine Positionierung als umfassender Lösungsanbieter auf dem Markt an. Dabei bleiben wir starker Heimatversorger in unserem Netzgebiet, gleichzeitig wachsen wir und gewinnen Kundinnen und Kunden in ganz Sachsen und bundesweit hinzu. Wir stehen für individualisierte Produkte & Services für unsere Kundengruppen auf Basis standardisierter Produktwelten in kurzen Entwicklungszeiträumen.
Energienetze: Wir machen das Strom- und Gasnetz in Dresden und Ostsachsen fit für die Energiewende. Wir bauen unser Stromnetz massiv aus für die erneuerbaren Energien, machen unsere Gasnetze bereit für die Dekarbonisierung und stellen das Ladenetz für E-Mobilität zur Verfügung.
Kraft & Wärme: Wir bauen Wärmenetze vor allem in Ballungszentren weiter aus und dekarbonisieren die bereits emissionsarme Erzeugung Schritt für Schritt nach wirtschaftlichen Maßgaben und politischer Rahmensetzung. Wir forcieren hierbei die Dekarbonisierung der Fernwärmeerzeugung.
Wasser: Wir stellen die Trinkwasserversorgung in Dresden sicher und beliefern angrenzende Wasserversorger. Wir engagieren uns beim Aufbau eines ostsächsischen Fernwasser-Verbundsystems zur Sicherung der Versorgung und Ermöglichung von Industrieansiedlungen. Gleichzeitig versorgen wir den industriestarken Nordraum von Dresden. Dabei fokussieren wir die Substitution von Trinkwasser durch Industriewasser, um somit auch den zukünftigen Mehrbedarf zu decken.
TK/Glasfaser: Wir treiben die flächendeckend neu entstehende Glasfaser-Infrastruktur voran. Wir positionieren uns im Telekommunikationsmarkt als innovativer und regionaler Anbieter in Dresden und Sachsen. Erfolgskriterien sind für uns dabei Kundennähe, Regionalität, Qualität und ein faires Preis-Leistungs-Niveau.
NaturKraft: Wir treiben den Ausbau erneuerbarer Energien in Sachsen voran und setzen Maßstäbe bei der Planung und Umsetzung von Windkraft- und Photovoltaikprojekten. Wir arbeiten eng mit den Kommunen zusammen und erhöhen die Bürgerakzeptanz durch innovative Beteiligungsformen. 2023 stand die Harmonisierung und Digitalisierung der Prozesse im SachsenEnergie Konzern weiterhin im Vordergrund. Ein Schwerpunkt war auch 2023 die Einführung und Implementierung der künftig in allen Konzernteilen als Standard eingesetzten ERP-Software SAP S/4 HANA, das für die Unternehmensgruppe in den Jahren 2024 und 2025 in Betrieb geht. Das Ergebnis der "Post-Merger-Integration" soll die Basis für den effektiven und effizienten Betrieb sowie für die nachhaltige Weiterentwicklung des SachsenEnergie Konzerns bilden. SachsenEnergie und DREWAG sind Konzernunternehmen der Technischen Werke Dresden GmbH (kurz: TWD). Die TWD ist die konzernsteuernde kommunale Management-, Finanz- und Steuerholding der Landeshauptstadt Dresden mit den Geschäftsbereichen der Energie- und Wasserversorgung, der Entsorgung, des öffentlichen Nahverkehrs, der Dresdner Bäder und den ergänzenden Dienstleistungen. In diesem Rahmen stellt sie auch den steuerlichen Querverbund sicher. Die Unternehmen im Bereich der Energie- und Wasserversorgung sind seitens der TWD in der EnergieVerbund Dresden GmbH (kurz: EVD) konzentriert. DREWAG ist ein hundertprozentiges Tochterunternehmen der SachsenEnergie. Wirtschaftsbericht Energiepolitisches Umfeld - Schwerpunkte 2023 Wie bereits 2022, war auch das Jahr 2023 ein energiepolitisch dynamisch geprägtes Jahr mit umfangreichen Novellen sowie neuen Gesetzen. Im internationalen Kontext wirkte dabei weiterhin der Russland-Ukraine-Krieg auf die Energiewirtschaft sowie die damit verbundene Substitution des russischen Erdgases durch andere Energieträger und -quellen inkl. deren Auswirkungen auf die Energiekosten. Damit im Zusammenhang steht auch der von EU und Bund forcierte Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft. Infolge eines Urteils des Bundesverfassungsgerichtes zum zweiten Nachtragshaushalt 2021 verfügte das Bundesfinanzministerium Ende 2023 eine Haushaltssperre, welche sich auf den Klima- und Transformationsfonds (KTF) und damit auf für die Energiewende zentrale Förderprogramme des Bundes auswirkte. Energiepolitische Schwerpunktthemen in 2023 waren u. a.:
Konkret ergaben sich 2023 auf EU- und Bundesebene folgende energiepolitisch zentrale Änderungen: Änderungen auf EU-Ebene Energieeffizienz-Richtlinie Aus dem EU-Fit-for-55-Maßnahmenpaket wurde am 29. September 2023 die überarbeitete Energieeffizienz-Richtlinie (EED) im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Die neuen Vorgaben sind innerhalb von zwei Jahren in nationales Recht umzusetzen. Nach den neuen Vorgaben soll der Endenergieverbrauch für das Jahr 2030 um mindestens 11,7 % gegenüber der Projektion aus dem Jahr 2020 sinken. Das allgemeine jährliche Einsparziel wird ebenfalls angehoben. Weitere Regelungen betreffen eine stringente Ausgestaltung des Efficiency-first-Prinzips, das Themenfeld Messen und Abrechnen sowie Maßnahmen gegen Energiearmut. Neu gefasst wurde die Definition für ein effizientes Fernwärmesystem. Renewable Energy Directive (RED III) - Höhere Ausbauziele & Konzept für "Beschleunigungsgebiete" Im Oktober 2023 wurde die aktualisierte Erneuerbare-Energien-Richtlinie RED III (RED - Renewable Energy Directive) vom Europäischen Rat angenommen und verbindlich beschlossen. Zum 20. November 2023 ist die Richtlinie in Kraft getreten. Mit der RED III soll die Nutzung erneuerbarer Energien weiter gesteigert und Treibhausgasemissionen verringert werden. Entsprechend der vorhergehenden RED II galt bislang das Ziel, bis zum Jahr 2030 den Anteil erneuerbarer Energien am Gesamtenergieverbrauch auf 32,0 % zu steigern. Dieses EU-Ziel wurde mit der Novelle auf mindestens 42,5 % angehoben. Ebenfalls wurden verbindliche Ziele für die unterschiedlichen Sektoren eingeführt. So soll bspw.in der Wärmeversorgung bis 2030 ein Anteil von 49 % aus erneuerbaren Quellen stammen. Für den Industriesektor wurde ein verbindliches Ziel für den Einsatz von Wasserstoff und anderen strombasierten Brennstoffen (RFNBO - renewable fuels of non-biological origin) vorgegeben. Dementsprechend sollen 42 % des verbrauchten Wasserstoffes im Jahr 2030 aus erneuerbaren Energiequellen stammen und 60 % bis 2035. Der notwendige EE- und Netzausbau gilt als von überragendem öffentlichem Interesse, sodass bspw. in sogenannten Vorranggebieten auf zeitaufwendige Prüfschritte wie eine zweite Umwelt- und Artenschutzprüfung verzichtet werden kann. Zum 10. Juli 2023 sind darüber hinaus zwei delegierte Rechtsakte zur RED II (Art. 27 und 28) in Kraft getreten. Im delegierten Rechtsakt zu Art. 27 werden die Kriterien für den Strom festgelegt, der für die Produktion von erneuerbarem Wasserstoff bzw. zur Erzeugung erneuerbarer Kraftstoffe nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO) im Verkehrssektor genutzt werden darf. Ziel des Rechtsakts war es sicherzustellen, dass dem angespannten Strommarkt möglichst keine benötigten erneuerbaren Energien aufgrund der Herstellung von Kraftstoffen bzw. grünem Wasserstoff entzogen wird. Grundsätzlich ergeben sich aus dem Rechtsakt drei verschiedene Szenarien des grünen Strombezugs, welche die Nachhaltigkeitskriterien erfüllen und zur vollständigen Anrechenbarkeit des erneuerbaren Stroms für die Herstellung von RFNBO führen. Der delegierte Rechtsakt zur RED II befasste sich lediglich mit der Nutzung von Wasserstoff im Verkehrssektor. Mit der RED III wurden die für den Verkehrssektor geltenden Kriterien entsprechend auch auf die Verwendung in den anderen Sektoren übertragen. Für den SachsenEnergie Konzern sind Investitionen in erneuerbare Energien ein zentraler Investitionsschwerpunkt der nächsten Jahre. Zur Forcierung der Aktivitäten auf der Erzeugungsseite wurde zum Jahreswechsel das neue strategische Geschäftsfeld NaturKraft geschaffen, in dem vor allem die Umsetzung von Solar- und Windkraftprojekten gebündelt ist. EU-Gaspaket - Rahmen für europäisches Wasserstoffnetz gesetzt Mit dem "Fit for 55"-Paket der EU von 2021 wurde u. a. ein sogenanntes "Gaspaket" angekündigt, welches aus einer Verordnung und einer Richtlinie zum Gas-Wasserstoff-Binnenmarkt sowie einer Methan-Verordnung bestehen soll. Diese Rechtsvorhaben sollen auf das EU-Ziel der Klimaneutralität bis 2050 einzahlen und in diesem Zusammenhang auch den Übergang des Gassektors zu erneuerbaren und CO 2 -armen Gasen gestalten. Mit der Gasbinnenmarktrichtlinie werden die Vorschriften für die schrittweise Einrichtung eines europäischen Wasserstoffverbundnetzes (EHB - European-Hydrogen-Backbone) festgelegt, welches die Grundlage für die Integration von Wasserstoff in das europäische Energieversorgungssystem schaffen soll. Im Trilog-Verfahren haben sich Parlament, Rat und Kommission der EU Anfang Dezember 2023 darauf geeinigt, dass die Richtlinie ein horizontales Entflechtungsmodell für Wasserstoffnetzbetreiber enthalten soll, d. h. Betreiber nicht gleichzeitig auch Vertrieb und Erzeugung von Wasserstoff verantworten. Gleichzeitig wird diese Regelung jedoch den Mitgliedsstaaten durch eine sogenannte "Opt-Out"-Regelung freigestellt. Von den Regeln zum horizontalen Unbundling sind Fernleitungsnetzbetreiber betroffen, nicht jedoch Verteilnetzbetreiber. Die dazugehörige Gasbinnenmarktverordnung behandelt primär die Regeln für die Netzbetreiber und umfasst etwa die Planung einer unabhängigen europäischen Wasserstoff-Regulierungsbehörde (ENNOH - European Networks of Hydrogen Networks Operators) sowie eine weitere Reduzierung noch laufender Importe von russischem Erdgas. Die Festlegungskompetenz der jeweiligen Netztarife soll weiterhin bei den nationalen Regulierungsbehörden liegen. EU-Methanemissions-Verordnung Zur Eindämmung von Methanemissionen innerhalb des EU-Energiesektors sowie bei Energieimporten haben sich das Europäische Parlament und die Mitgliedsstaaten am 15. November 2023 auf neue Regeln geeinigt, die in der EU-Methanemissions-Verordnung zusammengefasst sind. Anlagenbetreiber innerhalb der EU sind künftig verpflichtet, regelmäßig Methanemissionen zu messen und darüber zu berichten. Davon betroffen sind auch nicht-operative Anlagen. Auch sollen Öl- und Gasunternehmen ihre Anlagen regelmäßig auf Methanlecks überprüfen und diese ggf. umgehend reparieren. Routinemäßiges Entlüften und Abfackeln im Öl- und Gassektor ist künftig auf unvermeidbare Umstände beschränkt. Für die mit dem Import von Öl, Gasen und Kohle verbundenen Methanemissionen soll eine Methan-Transparenzdatenbank eingerichtet werden. Importeure und EU-Betreiber sollen hierbei Daten über Methanemissionen melden, welche dann der Öffentlichkeit bereitgestellt werden. Für den Betrieb unserer Erdgasnetze bedeuten die neuen Vorgaben eine deutliche Erhöhung des Prüf- und Dokumentationsaufwandes, obwohl die Leckageverluste nur sehr gering sind. Reform des EU-Strommarktdesigns soll den Markt stabilisieren Ende 2023 endeten die Trilog-Verhandlungen über eine Novellierung des EU-Strommarktdesigns. Ziel der Reform ist es, die Strommärkte langfristig zu stabilisieren, indem Endkunden vor hohen Energiepreisen geschützt und Preisschwankungen an den Großhandelsbörsen reduziert werden sowie die Wettbewerbsfähigkeit der erneuerbaren Energien gestärkt wird. Die grundsätzlichen Marktregeln, bzw. das Merit-Order-Prinzip, bleiben jedoch erhalten. Die erzielte vorläufige Einigung muss noch von Rat und Parlament der EU gebilligt und förmlich angenommen werden, um Verbindlichkeit zu erlangen. Änderungen auf Bundesebene Novellierung des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) - mindestens 65 % EE-Anteil bei neuen Heizungen Im Bundesgesetzblatt wurde am 19. Oktober 2023 die Novelle des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) veröffentlicht, welche zum 1. Januar 2024 in Kraft getreten ist. Mit dem geänderten Gesetz wird die Dekarbonisierung des Wärmesektors im Gebäudebereich adressiert und der schrittweise Umstieg auf erneuerbare Energien beim Heizen sowie der Warmwasserbereitstellung forciert. Das Gesetz fokussiert auf Wärmepumpen und Wärmenetze, wobei die lokal wirtschaftlich sinnvollsten Optionen unter Einbezug von Fördermitteln zuvor über die kommunale Wärmeplanung identifiziert werden sollen. Zentraler Inhalt des GEG ist die Pflicht zu einem Anteil erneuerbarer Energien oder unvermeidbarer Abwärme i. H. v. mindestens 65 % bei Heizungserneuerung im Gebäudebestand und im Neubau von Gebäuden. Diese Regelung greift für Bestandsgebäude und baulückenschließende Neubauten jedoch erst mit Vorliegen der kommunalen Wärmeplanung (vgl. Wärmeplanungsgesetz - WPG). Für Gebäude mit Perspektive eines Fernwärmeanschlusses wird eine Übergangsfrist von zehn Jahren eingeräumt, wenn die Heizungsanlage ausgetauscht werden muss. Die gelieferte Wärme muss dann zu 65 % aus erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme bestehen. Bei direktem Anschluss an ein bestehendes Wärmenetz ohne Zwischenlösung gelten die Vorgaben des Wärmeplanungsgesetzes an Wärmenetze. Für Regionen, die laut Wärmeplan mit Wasserstoff versorgt werden sollen, hat der Gasnetzbetreiber bis 2028 darzulegen, wie die Wasserstoffversorgung gewährleistet werden kann. Wärmeplanungsgesetz (WPG) - Wärmewende beginnt in den Kommunen Eng mit dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) verknüpft ist das Ende 2023 verabschiedete und zum Januar 2024 in Kraft getretene Wärmeplanungsgesetz (WPG), welches die verpflichtende Erstellung von kommunalen Wärmeplänen (kWP) vorsieht. Ziel der Wärmeplanung ist es, den vor Ort besten und kosteneffizientesten Weg zu einer treibhausgasneutralen Wärmeversorgung bis spätestens 2045 aufzuzeigen. Bestehende Wärmenetze müssen bis 2030 zu mindestens 30 % und bis 2040 zu 80 % mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer Abwärme gespeist werden. Bei neuen Wärmenetzen liegt dieser Mindestanteil bei 65 %. Die im Wärmeplan für das jeweilige Untersuchungsgebiet favorisierten Technologien zur Wärmeversorgung wirken sich entsprechend auch auf die Infrastruktur aus, weshalb Energieversorgungsunternehmen und Netzbetreiber eine zentrale Rolle bei der Wärmeplanung einnehmen. Für Kommunen mit über 100.000 Einwohnern sollen die Wärmepläne bis zum 30. Juni 2026 vorliegen, während kleinere Kommunen zwei Jahre länger Zeit haben. Da der Bund die Kommunen nicht direkt verpflichten kann, werden mit dem WPG formal die Bundesländer verpflichtet, für die Umsetzung des Bundesgesetzes Sorge zu tragen. Der Freistaat Sachsen muss den rechtlichen Rahmen noch spezifizieren. Die Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns werden die Umsetzung der neuen Vorgaben aus GEG und WPG basierend auf der Energieverteilstrategie für die Verteilnetze aktiv begleiten. Dies betrifft sowohl die Unterstützung der Kommunen bei der Durchführung der kommunalen Wärmeplanung, die Energieverteilstrategie und damit die Erstellung zukunftssicherer Wärmeversorgungslösungen für die Kunden. Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) - Planung eines Wasserstoff-Kernnetzes und Unabhängigkeit der Bundesnetzagentur Im Juni 2023 veröffentlichte die Bundesregierung die Fortschreibung der ersten Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) aus dem Jahr 2020. Die Fortschreibung sieht u. a. den Aufbau einer Wasserstoffinfrastruktur in Deutschland vor, die mit dem Wasserstoffmarkt wächst und in den europäischen Binnenmarkt eingebettet ist. Das sogenannte "Wasserstoffkernnetz" mit einer Länge von 9.700 km soll die Versorgung von Schlüsselindustrien und Regionen mit Wasserstoff sicherstellen und bereits bis 2032 in Betrieb gehen. Die Zielstellung für die heimische Elektrolyseleistung bis 2030 wird auf 10 GW angehoben. Mit der Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG 2023) hat die Bundesregierung die notwendigen Rechtsgrundlagen für das Wasserstoffkernnetz geschaffen, wonach sich die Ausprägung, bzw. der Verlauf des Kernnetzes, auf die Ermöglichung eines überregionalen Transports von Wasserstoff konzentrieren soll. Hierfür sollen die verschiedenen Fernleitungsnetzbetreiber der Bundesnetzagentur (BNetzA) einen gemeinsamen Antrag auf ein entsprechendes Wasserstoffkernnetz zur Genehmigung vorlegen. Der SachsenEnergie Konzern hat erreicht, dass die Anbindung der Landeshauptstadt Dresden an das Wasserstoffkernnetz in den Antragsentwurf der FNB Gas (Zusammenschluss der Fernleitungsnetzbetreiber "FNB Gas e. V.") aufgenommen wurde. Auch für die Verbrauchsschwerpunkte im Industriebogen Meißen wurden entsprechende Erweiterungsmeldungen veranlasst. Den finalen Antrag werden die FNB Gas bis Mai 2024 an die BNetzA übermitteln, welche dann abschließend über die Realisierung der gemeldeten Leitungsabschnitte entscheiden wird. Abseits des Kernnetzes wird die Wasserstoffversorgung über das Gasverteilnetz erfolgen. Die Vorbereitungsarbeiten dafür haben bereits begonnen. Neben den Regelungen zum Wasserstoffkernnetz wurde mit der EnWG-Novelle auch einem Urteil des europäischen Gerichtshofs zur Stärkung der Bundesnetzagentur Rechnung getragen. Diese soll künftig frei über Netzentgelte und Netzzugänge entscheiden können und unabhängiger vom deutschen Verordnungsgeber sein. Ebenfalls Bestandteil der EnWG-Novelle ist die Einführung des Prinzips "Nutzen statt Abregeln" von erneuerbaren Energien im Stromsektor. Für eine Netzentgeltbefreiung können nach 2008 errichtete Elektrolyseure und Speicher anstatt wie bisher 2026, nun bis spätestens 2029 in Betrieb genommen werden. Für 2024 wurden bereits weitere Novellierungen des EnWG angekündigt. Novelle Messstellenbetriebsgesetz - Digitalisierung der Energiewende Das Inkrafttreten des Gesetzes zum Neustart der Digitalisierung der Energiewende (GNDEW) am 27. Mai 2023 setzte den Startpunkt des von der Branche lange geforderten rechtssicheren Rollouts von intelligenten Messsystemen. Für Verbraucher bis 100.000 kWh/a - das umfasst alle Privatkunden - und Anlagen bis 100 kW können die Messstellenbetreiber den Rollout auf freiwilliger Basis sofort beginnen oder fortsetzen. Zur Pflicht wird das Rollout für grundzuständige Messstellenbetreiber spätestens ab 1. Januar 2025. Novelle Energieeffizienzgesetz (EnEfG) - bessere Nutzung vorhandener Energiepotenziale Am 18. November 2023 ist das neue Energieeffizienzgesetz (EnEfG) in Kraft getreten. Es setzt, im Vorgriff auf die neue EU-Energieeffizienzrichtlinie, Ziele für die jährliche Endenergieeinsparung mit einer besonderen Vorbildwirkung der öffentlichen Hand. Neu sind Regelungen für Informationspflichten zu Abwärmepotenzialen und Abwärmenutzungspflichten für Rechenzentren. Die Anzahl von Unternehmen, die Energie- oder Umweltmanagementsysteme einrichten müssen, wurde durch Absenkung von Grenzwerten erweitert. Bei den Unternehmen des SachsenEnergie Konzerns sind Energie- und Umweltmanagementsysteme bereits etabliert und es ist bereits die Abwärmeeinspeisung eines Rechenzentrums in das Dresdner Fernwärmenetz in Umsetzung. Klimaschutzprogramm 2023 - Bundesregierung gibt sich einen Dekarbonisierungsfahrplan Deutschland will bis 2045 klimaneutral werden und bis 2030 sollen zunächst knapp zwei Drittel aller Emissionen eingespart sein. Die Bundesregierung hat vor diesem Hintergrund am 4. Oktober 2023 das Klimaschutzprogramm 2023 im Kabinett beschlossen. Nach Einschätzung der Bundesregierung wird die bestehende Klimaschutzlücke bis 2030 durch zahlreiche zusätzliche Maßnahmen deutlich reduziert. Das Klimaschutzprogramm listet diese Maßnahmen nach Sektoren getrennt auf. Keine Verlängerung der Strom- & Gaspreisbremsen bis 2024 Mit Blick auf die signifikant angestiegenen Energiekosten wurden bereits Ende 2022 die Preisbremsen für Strom, Gas und Wärme zur Entlastung von Bürgerinnen und Bürgern sowie der Unternehmen in Deutschland beschlossen. Sie waren das gesamte Jahr 2023 wirksam, wurden jedoch nicht über den Jahreswechsel hinaus verlängert. Für den Erdgas- und Wärmeverbrauch galt: Für Endkunden mit Standardlastprofil sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU) wurden 80 % des Erdgasverbrauches mit 12 Cent/kWh bzw. 80 % des Wärmeverbrauches mit 9,5 Cent/kWh berechnet. Bei Industriekunden wurden für 70 % des Erdgasverbrauches 7 Cent/kWh bzw. 7,5 Cent/kWh beim Wärmeverbrauch festgelegt. Mit den Kontingenten von 80 % bzw. 70 % wurden weiterhin Sparanreize beim Energieverbrauch gewährleistet. Auch die Strompreisbremse umfasste ein sogenanntes Basispreiskontigent, bei dem eine bestimmte Strommenge zu einem vergünstigten Preis angeboten wurde: Endkunden mit einem Verbrauch von bis zu 30.000 kWh erhielten demnach ein auf 40 Cent/kWh gedeckeltes Kontingent für bis zu 80 % ihres historischen Netzbezuges. Bei Kunden mit einem höheren Jahresverbrauch wurden 70 % des historischen Netzbezuges auf 13 Cent/kWh gedeckelt. Die Differenzbeträge zu den tatsächlichen Energiekosten wurden den Energieversorgungsunternehmen erstattet. Die Umsetzung der Preisbremse war eine große organisatorische Herausforderung, da im laufenden Betrieb in bestehende Abrechnungssysteme eingegriffen werden musste. Sie konnte nur mit erheblicher Mehrarbeit unserer Beschäftigten bewältigt werden, da neben der technischen Umsetzung auch ein erhöhtes Niveau an Kundenanfragen zu bewältigen war. Dem SachsenEnergie Konzern ist es gelungen, insbesondere bei der Belieferung der Stromkunden, fast vollständig Preise unterhalb des Limits der Preisbremse anzubieten. Haushaltsfinanzierungsgesetz zum Bundeshaushalt 2024 - Stromsteuersenkung statt Industriestrompreis & Anhebung des CO 2 -Preises ab 2024 Um insbesondere die stromintensive Industrie bei den gestiegenen Stromkosten zu entlasten, wurde seit April 2023 umfangreich über die Einführung eines sogenannten "Industriestrompreises" diskutiert. Innerhalb der Bundesregierung war man sich dabei jedoch lange uneins über die konkrete Ausgestaltung. Im November 2023 einigte sich die Koalition schließlich darauf, die Stromsteuer für alle Betriebe des produzierenden Gewerbes ab dem Jahr 2024 für mindestens zwei Jahre von derzeit rund 2 Cent/kWh auf den europäischen Mindestwert von 0,05 Cent/kWh abzusenken. Sofern im Bundeshaushalt eine Gegenfinanzierung sichergestellt werden kann, soll diese Regelung bis 2028 verlängert werden. Das entsprechende Haushaltsfinanzierungsgesetz 2024 wurde am 15. Dezember 2023 im Bundestag verabschiedet und vom Bundesrat gebilligt. Im Gegenzug für die Stromsteuersenkung entfällt der bisher geltende Spitzenausgleich. Ebenfalls Bestandteil des Haushaltsfinanzierungsgesetzes ist eine Anhebung der Festpreise im Brennstoffemissionshandelsgesetz. Dieses wird dahingehend angepasst, dass der CO 2 -Preis im Jahr 2024 von 30 EUR/t auf 45 EUR/t und ab 2025 von 45 EUR/t auf 55 EUR/t erhöht wird. Die Änderung betrifft vor allem den privaten Gasverbrauch und Kfz-Kraftstoffe. Ursprünglich sollte es für 2024 einen Zuschuss des Bundes an die Übertragungsnetzbetreiber i. H. v. EUR 5,5 Mrd. zur Stabilisierung der Übertragungsnetzentgelte geben. Darauf hatte sich die Bundesregierung mit dem Strompreispaket vom 9. November 2023 geeinigt. Infolge des Haushaltsurteils des Bundesverfassungsgerichtes wurden diese EUR 5,5 Mrd. jedoch im Bundeshaushalt 2024 wieder eingespart und sind somit nicht mehr Bestandteil des Haushaltsfinanzierungsgesetzes 2024. Dies hat deutlich gestiegene Netzentgelte der Übertragungsnetze zur Folge. Der SachsenEnergie Konzern hat die Entscheidung getroffen, den hieraus resultierenden Anstieg der Strompreise nicht über seine Stromtarife an die Privatkunden weiterzugeben. Forschung und Entwicklung Die eigene Zukunft unter den Randbedingungen der Energiewende und der zunehmenden Vernetzung und Digitalisierung zu gestalten, erfordert die proaktive Beschäftigung mit neuen Trends und Marktchancen. Dafür beteiligt sich die DREWAG an ausgewählten perspektivreichen Projekten, aus denen Ansätze für neue Dienstleistungen, Effizienzverbesserungen oder eine noch bessere Servicequalität hervorgehen können. Im September 2023 wurde das seit 2017 laufende Projekt "MAtchUP" [1] abgeschlossen, welches unter dem EU-Programm HORIZON 2020 gefördert wurde und an dem sich der SachsenEnergie Konzern zusammen mit europäischen Partnern beteiligte. Ziel des Projektes war es, Ansätze für weitere Städte zu geben, um diese Konzepte zu adaptieren, wofür in einem Testquartier potenziell replizierbare Smart-City-Konzepte zur Digitalisierung und Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz implementiert wurden. Erarbeitet und umgesetzt wurden u. a. Projekte mit der Wohnungswirtschaft zu Photovoltaik und Mieterstrom mit flexiblen Tarifen. Im Bereich der Elektromobilität entstanden neue Ladepunkte sowie ein verbessertes Bezahl- und Abrechnungssystem für Ladevorgänge. Die Auswirkungen von Schnellladern auf die Wirksamkeit eines netzstabilisierenden Großspeichers konnten innerhalb von MAtchUP analysiert werden. Zur Dekarbonisierung der Energieversorgung wurde die Reduzierung der Vorlauftemperaturen (LowEx) des Fernwärmesystems untersucht, als Voraussetzung für die Integration volatiler erneuerbarer Energien. [1] MAximizing the UPscaling and replication potential of high level urban transformation strategies, https://www.matchup-project.eu/, aufgerufen am 11. Dezember 2023 Das unter dem EU-Programm HORIZON Europe geförderte Projekt "NEUTRALPATH" wurde im Januar 2023 gestartet und ist mit einer Laufzeit von fünf Jahren angesetzt. Der SachsenEnergie Konzern untersucht als Projektpartner innerhalb des europäischen Konsortiums, wie Städte zukünftig klimaneutral gestaltet werden können. In Dresden wurden dafür zwei Testquartiere definiert, welche durch die Umsetzung von Dekarbonisierungsmaßnahmen eine positive Energiebilanz erreichen sollen. Ein zentraler Forschungsbestand ist die saisonale Absenkung des Temperaturniveaus der Fernwärmeversorgung. Ziel soll es sein, das Verhalten von Sekundärnetzen bei verringerten Temperaturen und die Trinkwarmwasserbereitung unter den geänderten Bedingungen zu untersuchen. Weiterhin soll der Ausbau schnellladefähiger bidirektional steuerbarer Infrastruktur für die Elektromobilität weiter vorangetrieben und ladedynamische Abrechnungstarife entwickelt werden. In 2023 wurden die bisherigen Projektergebnisse reflektiert sowie die zukünftige Ausrichtung von energy.NEXT im Kernteam Innovationsmanagement erarbeitet. Die Ausbildung neuer agiler Coaches in 2023 liefert einen essentiellen Beitrag zur weiteren Stärkung der Innovationsfähigkeit der DREWAG. Gestützt durch den konzernweiten Rollout von Kollaborationswerkzeugen kann die agile Arbeitsweise von allen Mitarbeiten angewandt und in den Arbeitsalltag integriert werden. Das Kommunikationsformat "mit" macht allen Geschäftsbereichen Themen wie Agilität, Interdisziplinarität und Kunden-/Nutzenorientierung zugänglich. Zum weiteren Ausbau der Innovationsfähigkeit und der Operationalisierung wurde eine neue Projektvereinbarung abgeschlossen. Wirtschaftliches Umfeld Bereits im ersten Quartal des Jahres 2023 wurde in Deutschland kein Wirtschaftswachstum verzeichnet. Während dann im zweiten und dritten Quartal das Wirtschaftswachstum noch stagnierte, ging es im vierten Quartal gegenüber 2022 um 0,2 % zurück. Im Gesamtjahr 2023 gab das Bruttoinlandsprodukt damit um 0,3 % nach. Preisentwicklung Die Energiemärkte haben sich im Jahr 2023 im Vergleich zu den Vorjahren beruhigt. Die erheblichen Verwerfungen an den Terminmärkten Gas und Strom wie im Jahr 2022 traten 2023 nicht mehr auf. Seit dem Peak Mitte August 2022 sind die Preise am Großhandelsmarkt gefallen, doch es bleibt abzuwarten, ob diese Entwicklung nachhaltig ist. Aktuell sind die Gasflüsse nach Deutschland laut Angaben der BNetzA stabil und ausgeglichen. Die Gefahr einer angespannten Gasversorgung im aktuellen Winter schätzt die BNetzA mittlerweile als gering ein. Die gesetzliche Festlegung, zum 1. November des Jahres 95 % der Gasspeicher befüllt zu haben, wurde früher erfüllt als gefordert. Bereits Ende September wurden 95 % erreicht, per Ende Dezember 2023 lag der Speicherfüllstand immer noch auf diesem Niveau. Gas (THE CAL +1) wurde im Jahr 2023 mit rund 53 EUR/MWh gehandelt. Das milde Winterwetter des Jahres 2023, gut gefüllte Gasspeicher und zusätzliche LNG-Importe führten dazu, dass die Gaspreise nachgaben und sich dem Niveau von unmittelbar vor Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine näherten. Für den Import von verflüssigtem Erdgas (LNG) wurden zusätzliche Terminals in Deutschland in Betrieb genommen. Der Anteil von LNG an den gesamten Gasimporten lag im Jahr 2023 bei 7 %. Erstmalig wurden bilanziell im Gesamtjahr 56 % der Elektroenergie in Deutschland aus erneuerbaren Energiequellen zur Verfügung gestellt. Der durchschnittliche Großhandelsstrompreis in Deutschland betrug im Jahr 2023 rund 137 EUR/MWh (Base CAL +1) und liegt damit um ca. 54 % unter dem Durchschnittspreis des Vergleichszeitraums 2022. Verglichen mit dem Durchschnittspreis des Jahres 2021 i. H. v. rund 88 EUR/t bewegten sich die Preise dennoch auf einem hohen Niveau. Der CO 2 -Preis, welcher für die Stromerzeugung aus Gas- und Kohlekraftwerken eine erhebliche Rolle spielt, betrug im Jahr 2023 rund 85 EUR/t und liegt damit leicht über dem Vorjahresniveau. Geschäftsverlauf Geschäftstätigkeit 2023 - Kurzüberblick DREWAG zieht für das Geschäftsjahr eine positive Bilanz. Mit EUR 190,2 Mio liegt das Ergebnis vor Steuern (EBT) über dem Vorjahreswert (EUR 139,1 Mio) und auch deutlich über dem Planwert (EUR 111,2 Mio).
Ergebniserhöhungen resultieren in hohem Maße aus einer gegenüber Vorjahr entspannten Lage auf den Energiemärkten in Verbindung mit optimierten Beschaffungsstrategien im SachsenEnergie Konzern. Ausbau der Wasserversorgung Die Landeshauptstadt Dresden ist bereits heute der größte Standort der Halbleiter-Industrie in Europa In den nächsten Jahren wird mit der weiteren Neuansiedlung von branchenähnlichen Firmen gerechnet. Die mit diesen Ausbauplänen verbundene Ausweitung der Produktionskapazitäten wird dazu führen, dass sich die Nachfrage an Industriewasser durch die Halbleiterindustrie in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren verdoppelt oder gar verdreifacht. Damit wird sich der Anteil dieses Industriezweiges am Gesamtwasserbedarf Dresdens von derzeit 30 % auf ca. 50 % bis zum Jahr 2030 erhöhen. Um dieser erhöhten Nachfrage der stark wachsenden Chip-Industrie an Industriewasser bei gleichzeitigem Erhalt der hohen Versorgungssicherheit der Dresdner Bevölkerung mit Trinkwasser gerecht zu werden, soll bis 2030 ein neues Flusswasserwerk und das dazugehörigen Transportsystem im Dresdner Nordraum errichtet werden. Mit dem Bau dieses Flusswasserwerkes wird die Industriewasserversorgung von der Trinkwasserversorgung entkoppelt, so dass industrielle Neuansiedlungen und Erweiterungen ermöglicht werden, ohne die Trinkwasserversorgung für die Bevölkerung zu beeinträchtigen. Parallel dazu werden bis 2026 die bestehenden Wasserwerke Coschütz, Hosterwitz und Tolkewitz ertüchtigt und das Reserve-Wasserwerk Albertstadt erneut in Betrieb genommen. Bereits Anfang des Jahres 2023 wurde die Wasserfassung Saloppe mit 15 Uferfiltrat-Brunnen zur ausschließlichen Belieferung von Unternehmen im Dresdner Norden in Betrieb genommen. Damit hat der SachsenEnergie Konzern einen ersten wichtigen Schritt zur Errichtung eines umfangreichen reinen Industriewassersystem getan. Dekarbonisierung im SachsenEnergie Konzern Das Ziel des SachsenEnergie Konzerns, möglichst bis 2035, spätestens bis 2045, klimaneutral zu werden, soll mit dem im Juni 2023 vom Aufsichtsrat beschlossenen Konzept DECARB35+ umgesetzt werden. Das SGF-übergreifende Programm umfasst die Vermeidung von Emissionen, die bei der Erzeugung von Strom und Wärme in den eigenen Kraftwerken, dem Ausgleich von Netzverlusten sowie im Fuhrpark entstehen. Da ca. 90 % der zu vermeidenden Emissionen des SachsenEnerige Konzerns in der Sächsischen Landeshauptstadt Dresden entstehen, ist die Ergrünung der Fernwärmeversorgung, ein zentraler Bestandteil des Dekarbonisierungskonzeptes. Dessen Umsetzung soll durch die Nutzung industrieller Abwärme, den Einsatz von Großwärmepumpen und -speichern sowie weiteren Elektrodenheizkesseln erfolgen. Neue entscheidende Bausteine zur Neutralisierung der CO 2 -Emissionen sind die thermische Abfallverwertung sowie später auch der Einsatz von Wasserstoff. "RING30" Beispielhaft für die schrittweise Realisierung des Dekarbonisierungskonzeptes ist das Projekt RING30. Im April 2023 erfolgte die Gründung der RING30 GmbH, einer einhundertprozentigen Tochter der SachenEnergie, mit dem Ziel der Errichtung und dem Betrieb einer Anlage zur klimaschonenden Aufbereitung und energetischen Verwertung von Restabfällen der Stadt Dresden. Die dabei gewonnene Energie soll zur Bereitstellung von Wärme und Strom genutzt werden. Derzeit befindet sich das Projekt noch in der Planungs- und Genehmigungsphase und wird voraussichtlich 2030 den Dauerbetrieb aufnehmen. Inbetriebnahme Erweiterung Windpark Streumen Mit der Inbetriebnahme der Süderweiterung des Windparks Streumen am 3. November 2023 erfolgte ein wichtiger Schritt für den Ausbau erneuerbarer Energien, der die Richtung künftiger Projekte im SachsenEnergie Konzern vorgibt. Mit einer Leistung von insgesamt 14,4 MW können die drei neu errichteten Windenergieanlagen ca. 34 GWh/a grünen Strom erzeugen und decken damit den jährlichen Bedarf von etwa 11.000 Haushalten. Als wichtiger Teil des Gesamtprojektes wurde ein Umspannwerk errichtet zur direkten Einspeisung des erzeugten Stromes ins öffentliche Netz. Kraftwerk Mitte - Eröffnung "Villa der Kulturen" Bei der Sanierung des Kraftwerkes Mitte durch den Bereich Liegenschaften wurde im Sommer 2023 ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht. Am 22. September 2023 wurde nach mehrjährigen Sanierungsarbeiten die "Villa der Kulturen" eröffnet. Das heute denkmalgeschützte, vor über 150 Jahre erbaute und damit älteste Gebäude auf dem Areal des Kraftwerkes Mitte beherbergt heute ein interkulturelles Begegnungszentrum. Die Fertigstellung eines weiteren mehrjährigen Sanierungsobjektes im Kraftwerk Mitte wird für 2024 erwartet: Im historischen Lichtwerk soll ab September 2024 die Puppentheatersammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden untergebracht werden. Das neue gemeinsame Ausbildungszentrum in Dresden-Reick Im Rahmen der Personalbeschaffung hat die eigene Ausbildung im SachsenEnergie Konzern eine wesentliche Bedeutung. Wichtig hierbei ist u. a. ein attraktives Arbeits- und Ausbildungsumfeld mit moderner Gebäude-Infrastruktur. Dafür werden die beiden bisherigen Ausbildungsstätten zusammengelegt und ein neues repräsentatives Ausbildungszentrum am Innovationsstandort Dresden-Reick errichtet. Damit verbunden ist die umfassende Sanierung eines Bestandsgebäudes sowie die Errichtung eines Nebengebäudes. Kürzere Wege werden so zukünftig für eine noch engere Zusammenarbeit der Ausbildungsteams sorgen und die fachbereichsübergreifende Unternehmenskultur fördern. Zertifizierung des Informationssicherheits- sowie des Umwelt- und Energiemanagementsystems Die DREWAG betreibt seit dem Jahr 2015 ein Energiemanagementsystem, das im Jahr 2023 erfolgreich nach der internationalen Norm ISO 50001 im Rahmen eines Überwachungsaudits überprüft wurde. Die Zertifikatsgültigkeit beträgt drei Jahre und endet im November 2024. Die fortlaufende Verbesserung der Energieeffizienz sowie die Umsetzung normkonformer Messungen und Verifizierungen der energiebezogenen Leistung konnte erfolgreich im Rahmen der Überwachung durch die Umweltgutachter der OmniCert Umweltgutachter GmbH, Bad Abbach, bestätigt werden.
Seit 2021 ist die DREWAG für die Sparte Abwasserentsorgung nach der Norm ISO 14001 im Umweltmanagement zertifiziert, womit die hohe Qualität und Umweltschutzleistung in diesem Bereich bestätigt wird. Umwelt- und Energiemanagement sind als integriertes System Bestandteil einer Verbundzertifizierung im SachsenEnergie Konzern. Demnach werden externe Überwachungen gemeinsam geplant und durchgeführt. Die DREWAG ist Teil des ISO/IEC 27001-Matrix-Zertifikates der SachsenEnergie. Somit konnte die seit 2017 erworbene ISO/IEC 27001-Zertifizierung wieder positiv bestätigt werden.
Das Zertifikat deckt insbesondere die Aspekte der Informationssicherheit im Bereich der Informationstechnologie ab. Somit wird die Informationssicherheit im Rahmen der Bereitstellung und des Betriebes von IT-Services zur Unterstützung des sicheren Betriebes kritischer Infrastrukturen sowie zur Ausübung des technischen Betriebes intelligenter Messsysteme gewährleistet. Mit dem virtuellen Kraftwerk bündelt die DREWAG viele dezentrale Stromerzeugungsanlagen (u. a. Windenergie, Biomasse, Solarenergie) per Software in einem Computersystem. Das virtuelle Kraftwerk ist neben der Trinkwassererzeugung und der Trinkwasserverteilung im Stadtgebiet Dresden eine kritische Infrastruktur im Sinne des BSI-Gesetzes. Der Nachweis nach dem "Stand der Technik" der hierfür eingesetzten IT-Systeme sowie den regulatorisch geforderten "Systemen zur Angriffserkennung" wurde im Jahr 2023 für das virtuelle Kraftwerk erneut erfolgreich gegenüber dem Bundesamt für Sicherheit im Informationswesen (BSI) durch eine unabhängige externe Prüfung nachgewiesen. DREWAG als TOP-Lokalversorger ausgezeichnet
Die DREWAG wurde vom Energieverbraucherportal [1] in den Sparten Strom, Gas und Wasser als "TOP-Lokalversorger 2023" ausgezeichnet. An diesem Siegel erkennen Strom-, Gas- und Wasserkunden auf einen Blick ein Energieunternehmen mit transparenter Preispolitik, Engagement und Investitionen in die eigene Region, einem hohen Stellenwert an Umweltgesichtspunkten und mit einer hohen Servicequalität. DREWAG ist "Herausragender Regionalversorger 2022/23"
Die Deutsche Gesellschaft für Verbraucherstudien (DtGV) [2] hat die DREWAG in den Bereichen Strom und Gas für ihre Leistung hinsichtlich Kundenservice, Internetauftritt, Tarifoptionen, Nachhaltigkeit und regionales Engagement als "Herausragender Regionalversorger 2022/23" ausgezeichnet. Unseren Kunden bestätigt es einmal mehr: mit DREWAG haben sie einen zuverlässigen und kompetenten Partner rund um das Thema Energie direkt in ihrer Stadt. Wirtschaftliche Lage Ertragslage Absatz-, Erzeugungs- und Beschaffungsentwicklung Der Stromabsatz an Kunden und in der Portfoliooptimierung lag im Geschäftsjahr 2023 mit 11.451 GWh um 78 GWh (i. Vj. 11.373 GWh) über dem Vorjahreswert. Die Absatzmengen an Großkunden stiegen um 681 GWh auf 6.603 GWh (i. Vj. 5.922 GWh) und der Absatz der Portfoliooptimierung erhöhte sich um 420 GWh auf 3.911 GWh (i. Vj. 3.491 GWh). Die Fahrplanlieferungen [3] verringerten sich um 1.026 GWh auf 188 GWh (i. Vj. 1.214 GWh), da keine Belieferung von fremden Netzgesellschaften in 2023 erfolgte. Der Gasabsatz an Kunden und in der Portfoliooptimierung i. H. v. 9.734 GWh (i. Vj. 9.394 GWh) lag im Geschäftsjahr 2023 um 340 GWh über dem Vorjahr. Der Anstieg ist durch höhere Absatzmengen in der Portfoliooptimierung bedingt. Der Fernwärmeabsatz der DREWAG lag im Geschäftsjahr 2023 mit 1.542 GWh um 67 GWh unter dem Vorjahreswert von 1.609 GWh. Der Rückgang ist die Folge der deutlich wärmeren Monate des zweiten Halbjahres 2023. Die Wasserlieferungen sanken im Geschäftsjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr um 0,6 Mio m 3 auf 41,3 Mio m 3 (i. Vj. 41,9 Mio m 3 ). Die Deckung des Wasserbedarfes erfolgte im Wesentlichen aus Eigengewinnung. Die Stromerzeugung lag mit 1.456 GWh (i. Vj. 1.303 GWh) über der Vorjahreserzeugung. Die umweltschonend überwiegend im KWK-Verfahren in den Kraftwerksanlagen erzeugte Strommenge deckte 13 % (i. Vj. 11 %) des gesamten Strombezugs der DREWAG ab. Die darüber hinaus benötige Strommenge i. H. v. 10.052 GWh (i. Vj. 10.135 GWh) wurde hauptsächlich im Rahmen der strukturierten Strombeschaffung am Großhandelsmarkt bezogen. Die Wärmeerzeugung betrug 1.871 GWh (i. Vj. 1.974 GWh). Die Strom- und Wärmeerzeugung erfolgt überwiegend auf Erdgasbasis. Der Erdgasbezug für den Vertrieb und die Portfoliooptimierung betrug im Berichtsjahr 9.861 GWh und lag somit infolge höherer Gasabsatzmengen über dem Vorjahreswert von 9.525 GWh. Der Erdgasbezug für die Erzeugung erhöhte sich mit 4.140 GWh gegenüber dem Vorjahreswert von 4.059 GWh. Entwicklung wesentlicher Posten in der Gewinn- und Verlustrechnung Die DREWAG erzielt im Jahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 3.770,2 Mio (i. Vj. EUR 3.089,0 Mio). Die Umsatzerlöse aus dem Verkauf der Produkte Strom, Gas, Wärme, Wasser und Energiedienstleistungen betragen 2023 insgesamt EUR 3.599,9 Mio (i. Vj. EUR 2.890,1 Mio). Hierbei sind insbesondere die Umsatzerlöse aus Strom- und Gaslieferungen preisbedingt angestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr auf EUR 49,2 Mio angestiegen (i. Vj. EUR 37,4 Mio). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus einem einmaligen Schadenersatz aus einem Gasliefervertrag mit einem Kunden in Höhe von EUR 17,7 Mio. Die Materialaufwendungen i. H. v. EUR 3.363,0 Mio sind im Vergleich zum Vorjahr (i. Vj. EUR 2.716,7 Mio) im Wesentlichen durch preisbedingt höhere Strom- und Gasbezugskosten gestiegen. Im Jahr 2023 haben wir durch den Verkauf von Futuregeschäften Erträge in zukünftige Perioden verlagert, was das aktuelle Jahresergebnis zu deren Gunsten beeinträchtigt (EUR 133,8 Mio). Der Personalaufwand i. H. v. EUR 73,2 Mio (i. Vj. EUR 65,5 Mio) erhöhte sich gegenüber dem Vorjahr. Die Ursachen hierfür sind Tarifsteigerungen, eine im Vergleich zum Vorjahr höhere durchschnittliche Anzahl der Mitarbeitenden und Rückstellungszuführungen. Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen betragen EUR 89,0 Mio (i. Vj. EUR 80,9 Mio) Die Zunahme der Abschreibungen ist auf das anhaltend hohe Investitionsvolumen zurückzuführen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit EUR 101,8 Mio leicht unter dem Vorjahreswert (i. Vj. EUR 105,6 Mio). Die Veränderung beruht vor allem auf geringeren Rückstellungszuführungen für den Rückbau von Versorgungsleitungen und auf geringeren Zuführungen zu Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber dem Vorjahr. Die Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von EUR 7,6 Mio (i. Vj. EUR 46,2 Mio) betreffen die Wertminderung des Beteiligungsbuchwertes an der DIGImeto GmbH & Co. KG, Dresden (i. Vj. VNG Verbundnetz Gas Aktiengesellschaft, Leipzig). Das im Geschäftsjahr 2023 von DREWAG erwirtschaftete Ergebnis vor Steuern i. H. v. EUR 190,2 Mio (i. Vj. EUR 139,1 Mio) liegt damit um EUR 51,1 Mio über dem Vorjahreswert. Finanzlage Investitionen Im Geschäftsjahr 2023 wurden Investitionen i. H. v. EUR 146,4 Mio (i. Vj. EUR 139,4 Mio) getätigt. Stromnetz Die DREWAG verpachtet für das Medium Strom das Hochspannungsnetz und zugehörige Anlagen an SachsenNetze HS.HD sowie die Mittel- und Niederspannungsnetze und zugehörige Anlagen an SachsenNetze. Die DREWAG investierte nach den Vorgaben der Pächter EUR 26,9 Mio in die Stromversorgung (i. Vj. EUR 27,5 Mio). Die Hauptschwerpunkte der Investitionstätigkeit lagen wie in den Vorjahren in Ausbau und Erneuerung der Netze sowie in der Erweiterung bzw. Ertüchtigung der Umspannwerke. Ein Schwerpunkt der Maßnahmen lag 2023 in dem Ausbau von Umspannstationen zu "intelligenten Ortsnetzstationen". Ausgewählte Stationen werden mit fernüberwachten und fernsteuerbaren Schaltanlagen ausgestattet und damit die Versorgungszuverlässigkeit erhöht, die Zugriffszeiten im Störungsfall reduziert und die volatile dezentrale Einspeisung von erneuerbaren Energien sowie die steigende Auslastung der Netze durch die E-Mobilität beobachtbar gemacht. Schwerpunkte der Investitionstätigkeit in Stromnetze lagen im Ersatz von nicht qualitätsgerechtem Leitungsbestand, wie z. B. der Ablösung störungsbehafteter PE-Mittelspannungs- und Massekabel. Ein wesentlicher Teil dieser Maßnahmen erfolgt in Koordinierung mit der Landeshauptstadt Dresden. Als Beispiele können dafür die Maßnahmen Hansastraße, Reicker Straße sowie Arno-Lade-Straße genannt werden. Gasnetz Die DREWAG verpachtet für das Medium Gas das Hochdrucknetz und zugehörige Anlagen an SachsenNetze HS.HD sowie die Mittel- und Niederdrucknetze und zugehörige Anlagen an SachsenNetze. In die Sanierung und den Ausbau des Gasnetzes wurden nach den Vorgaben der Pächter im Jahr 2023 EUR 8,7 Mio (i. Vj. EUR 9,9 Mio) investiert. Schwerpunkte waren dabei der Neubau sowie die Erneuerung von Netz- und Hausanschlussleitungen. Bei der Erneuerung lag der Fokus auf der Ablösung von Hausanschlüssen aus Stahl sowie von Netzleitungen entsprechend Erreichung der festgelegten Nutzungsdauern. Auch 2023 erfolgten in Dresden weitere Netzumstellungen bei Gasleitungen von Niederdruck auf erhöhten Niederdruck oder Mitteldruck, um in druckschwachen oder druckschwankungsreichen Gebieten wie Dresden-Plauen, -Wölfnitz, -Kleinpestitz, -Strehlen, -Mockritz sowie -Zschertnitz eine erhöhte Versorgungsqualität zu erreichen. Fernwärmenetz Für den Ausbau des Fernwärmenetzes in der Landeshauptstadt Dresden wurden 2023 durch die DREWAG EUR 18,4 Mio (i. Vj. EUR 18,5 Mio) investiert. Die Investitionsstrategie besteht im Wesentlichen im Ausbau und in der Verdichtung des zentralen Fernwärmesystems sowie der Inselnetze, umfasst aber auch den Ausbau von Nahwärmelösungen und den Anschluss von Inselnetzen an das Zentrale Fernheiznetz (ZFHN). Der Fokus des vergangenen Jahres lag dabei auf dem Neubau von Fernwärmeverteilleitungen sowie Fernwärmehausanschlüssen für Neukunden. Neben dem Ausbau und der Verdichtung bereits erschlossener Versorgungsgebiete wurden die Anschlüsse neuer Gebiete an das zentrale Fernwärmenetz vorbereitet bzw. hergestellt. Größere Erschließungsvorhaben wurden in den Stadtteilen Pieschen, Löbtau, Conrad-Karree und Hechtviertel realisiert. Die Erschließungen des Sportkomplexes Heinz-Steyer-Stadion, des Sparkassengebäudes an der Flutrinne, der Wohnanlage Marina Garden, der Mensa Bergstraße der TU Dresden, des REWE Münchner Straße/Bergstraße sowie des Anschlusses Ferdinandplatz wurden fertiggestellt. Netzerneuerungen und Umverlegungen erfolgten in Koordinierung mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden und privaten Investoren, z. B. bei den Vorhaben Lingnerstadt Süd (Bauwerkssanierung), Kaufpark Nickern, Devrientstraße, Kanalsanierung Baluschekstraße sowie bei der Errichtung des Fernwärme-Provisoriums zur Baufeldfreimachung für den Düker Nossener Brücke in Verbindung mit dem Bauvorhaben Campuslinie. Weitere Schwerpunkte waren die Ablösung des Inselnetzes Trachau sowie der Beginn der Maßnahme Netzverstärkung zwischen Augustusbrücke und Marienbrücke. Die Fernwärme wurde aus den Kraftwerken der DREWAG eingespeist. Wassernetz und -anlagen In das Wassernetz und in die Wasseranlagen wurden im Geschäftsjahr 2023 durch die DREWAG EUR 29,9 Mio (i. Vj. EUR 20,7 Mio) investiert. Von diesen Investitionen betrafen EUR 13,7 Mio Wassergewinnungs- und Aufbereitungsanlagen, EUR 0,8 Mio Verteilanlagen und EUR 15,3 Mio Maßnahmen des Leitungsnetzes. 2023 wurden EUR 15,3 Mio in das Dresdner Wassernetz investiert. Den größten Anteil bildeten Maßnahmen, welche aufgrund von Schadenshäufigkeiten erneuert werden mussten und Maßnahmen, welche zu einer Optimierung des Leitungsnetzes führten. Hier investierte die DREWAG EUR 6,7 Mio Beispielhaft sind die Trinkwasserleitungen in der Würzburger Straße und der Fischhausstraße (Optimierung Pumpenkette Ost) zu nennen. Weiter wurden in Zusammenarbeit mit dem Straßen- und Tiefbauamt der Landeshauptstadt Dresden Maßnahmen in einem Wertumfang von EUR 3,2 Mio, durchgeführt. Zu nennen sind dabei insbesondere die Erneuerung des Leitungsbestandes in der Bautzner Straße/Prießnitzbrücke, der Bautzner Landstraße und der Wehlener Straße. Der Ausbau des Netzes für die Betriebswasserversorgung im Dresdner Norden, mit der Neuverlegung einer Transportleitung vom Hochbehälter Hosterwitz bis zum Pumpwerk Pillnitz-Moritzburger-Weg, einschließlich der Querung von zwei Gewässern und einer Bahntrasse, sowie der Querung der Königsbrücker Straße in Höhe Moritzburger Weg stellt ein weiteres Großprojekt dar. Im Jahr 2023 wurde für diese Maßnahme mit der Grundlagenermittlung und Planung begonnen, i. H. v. EUR 0,3 Mio. Die Bauzeit der gesamten Maßnahme geht voraussichtlich bis 2027 und die Investitionskosten belaufen sich auf ca. EUR 12,3 Mio. Schwerpunkte des Investitionsgeschehens der Wassergewinnungsanlagen waren die Fortführung der Erneuerung der Rohwasserleitung mit dem Bauabschnitt Gitterseer Straße i. H. v. EUR 1,0 Mio, welche im Jahr 2024 zur Fertigstellung kommt. Weitere Bauabschnitte folgen in den kommenden Jahren. Im Wasserwerk Coschütz, welches das Leitwasserwerk der Dresdner Wasserversorgung ist, wurden erneut umfangreiche Erneuerungsmaßnahmen i. H. v. EUR 1,5 Mio durchgeführt, u. a. die Fortführung der Erneuerung der Filter. Im Wasserwerk Hosterwitz wurde das größte Investitionsvolumen i. H. v. EUR 7,0 Mio über mehrere Einzelmaßnahmen umgesetzt. Zu nennen ist dabei u. a. der Neubau einer Flusswasserfilterhalle einschließlich darin enthaltener Aufbereitungstechnik, wie z. B. Filterbecken. Ebenfalls wird die Erneuerung der Fassungsanlagen vorangetrieben. Zudem sind die Maßnahmen zur Erneuerung des Heber II und der damit verbundenen Erneuerung von Brunnen, des Reinwassersammelkanals, der Niederspannungshauptverteilung 2, des Pufferbeckens einschließlich dazugehörigem Leitungssystems, der Speichererweiterung und der EMSR-Technik zu nennen. Für den Neubau und die Erneuerung von Hausanschlüssen wurden im Jahr 2023 EUR 1,4 Mio investiert. Erzeugungsanlagen In Erzeugungsanlagen wurden im Geschäftsjahr 2023 durch die DREWAG EUR 33,0 Mio (i. Vj. EUR 29,7 Mio) investiert. Ein Schwerpunkt des Investitionsgeschehens war der Ausbau der erneuerbaren Energien. Hierzu zählten Vorhaben wie die Erweiterung des Windparks Streumen durch die Errichtung von drei Winderzeugungsanlagen, welche im Herbst 2023 in Betrieb genommen wurden, inklusive eines Umspannwerkes (Projektlaufzeit bis 2024) sowie die Planung der PVA Niesky zur Erreichung einer Baugenehmigung für eine Anlage mit einer geplanten Leistung von 130 MWp in den Folgejahren. Weiterer Investitionsschwerpunkt waren Projekte zur Dekarbonisierung der Wärme im Stadtgebiet Dresden. Zum einen wurden laufende Bauprojekte weiter vorangetrieben, z. B. die Luft-Wasser-Wärmepumpe im Zentralen Fernwärmenetz, die Solarthermieanlage Räcknitz und die Wärmepumpenanlage an der TU Dresden zur Abwärmenutzung des Rechenzentrums. Andererseits begann die Planung mehrerer Großwärmepumpen im Stadtgebiet Dresden, welche auch Bestandteil des Wärmetransformationsplanes für die Stadt Dresden sind und durch die Bundesförderung für effiziente Wärmenetze (BEW) gefördert werden. Des Weiteren wurden Umbaumaßnahmen in bestehender Anlagentechnik durchgeführt. Ein Beispiel hierfür ist die Erdgasanlage Klotzsche mit der Erneuerung des BHKW inkl. zusätzlicher Installation eines Erhitzers. Übrige Investitionen In das sonstige verpachtete Anlagevermögen wurden EUR 2,2 Mio (i. Vj. EUR 2,0 Mio) investiert. Die übrigen Investitionen der DREWAG im Jahr 2023 (EUR 27,4 Mio) betrafen Liegenschaften und Informationsverarbeitung (EUR 17,0 Mio), Investitionen in energienahe Dienstleistungen (EUR 9,9 Mio) sowie in Finanzanlagen (EUR 0,5 Mio). Schwerpunkte der Investitionen waren dabei die Sanierung der unter Denkmalschutz stehenden Industriebauten im ehemaligen Heizkraftwerk Mitte und die Informationsverarbeitung sowie IT-Infrastruktur. Im Bereich der energienahen Dienstleistungen wurde insbesondere in Wärmekompaktstationen sowie in die Erneuerung der Kälteanlage im SachsenEnergie Center investiert. Die Investitionen in Finanzanlagen betrafen Beteiligungen an der Energieanlagen Frank Bündig GmbH sowie Ausleihungen an die Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden GmbH & Co. KG. Kapitalflussrechnung Die Liquidität der DREWAG war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gesichert. Die Investitionen des Geschäftsjahres wurden insbesondere aus dem erwirtschafteten Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und aus dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit finanziert.
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist gegenüber dem Vorjahr gestiegen, was insbesondere auf eine Zunahme der Rückstellungen sowie eine Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen ist. Gegenläufig wirkte sich der Rückgang der Verbindlichkeiten aus. Die gegenüber dem Vorjahr gestiegenen Zuschüsse zum Anlagevermögen führen zu einem insgesamt verbesserten Cashflow aus der Investitionstätigkeit. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist aufgrund der Änderung des DRS 21 gegenüber dem Vorjahr angestiegen. Aufgrund der Änderung des DRS 21 durch DRÄS 13 werden nur Cashpool-Verbindlichkeiten im Finanzmittelfonds ausgewiesen. Ferner werden Auszahlungen für erhaltene Zuschüsse nunmehr im Cashflow aus der Investitionstätigkeit gezeigt. Entsprechend wurde die Darstellung im Geschäftsjahr 2023 sowie im Vorjahr angepasst. Der Finanzmittelfonds betrug am 31. Dezember 2023 EUR -142,6 Mio (i. Vj. EUR 345,2 Mio) und setzte sich aus Guthaben bei Kreditinstituten i.H.v. EUR 1,8 Mio (i. Vj. EUR 1,4 Mio) und Cashpool-Verbindlichkeiten i.H.v. EUR -144,4 Mio (i. Vj. EUR -346,6 Mio) zusammen. Die freien Kreditlinien der DREWAG zum 31. Dezember 2023 bei Banken betrugen EUR 128,0 Mio. Aus dem Cash-Management-Vertrag mit der SachsenEnergie wurden zum 31.12.2023 EUR 132,5 Mio in Anspruch genommen. Vermögenslage Die Bilanz der DREWAG zum 31. Dezember 2023 weist eine Bilanzsumme i. H. v. EUR 1.993,6 Mio (i. Vj. EUR 2.022,3 Mio) aus. Die Aktiva zeigen einen branchentypisch hohen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von 70,4 % (i. Vj. 67,2 %). Das Anlagevermögen der DREWAG lag im Geschäftsjahr 2023 durch Investitionen i. H. v. EUR 146,4 Mio, die die Abschreibungen und Abgänge übersteigen, mit EUR 1.404,5 Mio um EUR 45,7 Mio über dem Vorjahresniveau (i. Vj. EUR 1.358,8 Mio). Das Umlaufvermögen ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 74,1 Mio infolge stichtagsbedingt geringerer Forderungen gegen verbundene Unternehmen und sonstiger Vermögensgegenstände, bedingt durch deutlich geringere hinterlegte Sicherheiten (Initial Margin) für Handelsgeschäfte, auf EUR 587,5 Mio (i. Vj. EUR 661,6 Mio) gesunken. Gestiegene Vorräte aufgrund höherer Bestände an Emissionszertifikaten und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die mit den höheren Umsatzerlösen korrespondieren, können die Verminderung nicht vollständig kompensieren. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich im Geschäftsjahr 2023 auf 20,6 % (i. Vj. 20,3 %). Begründet ist dieser Anstieg durch den leichten Rückgang der Bilanzsumme. Die Sonderposten für Zuschüsse haben sich aufgrund von Investitionsförderungen wie beispielsweise für Fernwärmeheiznetze und Wassernetz- und Wasseraufbereitungsanlagen um EUR 22,1 Mio auf EUR 194,6 Mio (i. Vj. EUR 172,5 Mio) erhöht. Der Bestand der Rückstellungen i. H. v. EUR 444,3 Mio (i. Vj. EUR 229,6 Mio) stieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2022 um EUR 214,7 Mio, insbesondere durch höhere Rückstellungszuführungen für Rückbauverpflichtungen von Versorgungsleitungen und für ausstehende Rechnungen, an. Gegenläufig haben die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund eines früheren Buchungsschlusses, der gleichzeitig zu höheren Rückstellungen geführt hat, abgenommen (EUR 137,2 Mio). Die Verbindlichkeiten der DREWAG sind gegenüber dem Vorjahr um EUR 265,8 Mio auf EUR 941,0 Mio (i. Vj. EUR 1.206,8 Mio) gesunken. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben sich im Vergleich zum Jahresende 2022 um EUR 52,2 Mio aufgrund Tilgung und Verschiebung in die kurzfristigen Verbindlichkeiten (Veränderung der Fristigkeit) auf insgesamt EUR 144,0 Mio reduziert. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2022 aufgrund Verschiebung aus den mittel- und langfristigen Verbindlichkeiten um EUR 28,4 Mio auf EUR 53,5 Mio. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen reduzierten sich gegenüber dem Vorjahresbilanzstichtag um EUR 51,8 Mio auf EUR 524,2 Mio sowie die sonstigen Verbindlichkeiten um EUR 67,8 Mio auf EUR 181,9 Mio. Die Verminderung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen resultiert aus geringeren Verbindlichkeiten aus kurz- und langfristigen Darlehen. Die gegenüber dem Vorjahr geringen sonstigen Verbindlichkeiten sind auf die Tilgung des Darlehens an die Landeshauptstadt Dresden zurückzuführen. In der nachfolgenden Tabelle ist die Entwicklung von wesentlichen Bilanzkennzahlen der jüngsten drei Jahre zusammengefasst:
Die Geschäftsführung schätzt die Lage der Gesellschaft als stabil ein. Angaben nach § 6b Abs. 7 Satz 4 EnWG Die DREWAG führt die folgenden Tätigkeiten im Sinne des § 6 b EnWG durch:
Tätigkeitsabschlüsse werden für die regulierten Bereiche Elektrizitäts- und Gasversorgungsnetze erstellt und veröffentlicht. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren Zur Bestimmung der Leistungsfähigkeit der DREWAG werden neben finanziellen auch nichtfinanzielle Steuerungskennzahlen herangezogen. Beide spielen für die Unternehmensentwicklung eine wichtige Rolle. Am bedeutsamsten für die interne Unternehmensteuerung ist die Verwendung der betriebswirtschaftlich ermittelten Kenngröße "Betriebliches Ergebnis vor Steuern" (EBT). Dieses ist bereits im Abschnitt "Geschäftstätigkeit 2023 - Kurzüberblick" dargestellt. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren erfasst die DREWAG regelmäßig die Absatzmengen für Strom und Gas sowie die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen. Zum 31. Dezember 2023 beschäftigte die DREWAG 907 Mitarbeitende sowie drei Geschäftsführer. Da alle bestehenden Ausbildungsverträge in 2023 ausgelaufen sind und alle neuen Ausbildungsverträge mit der SachsenEnergie und der SachsenNetze abgeschlossen wurden, beschäftige die DREWAG am Jahresende keine Auszubildenden mehr. Im folgenden Jahr 2024 wird von einem Aufbau der Mitarbeiterzahlen ausgegangen (937 Mitarbeitende), wobei die Zahl der Geschäftsführer konstant bleiben soll. Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen Mit Inkrafttreten des Gesetzes für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst vom 24. April 2015 sind gemäß § 36 GmbHG, § 52 Abs. 2 GmbHG und § 5 EG-GmbHG Gesellschaften mit beschränkter Haftung, die dem Drittelbeteiligungsgesetz unterliegen, verpflichtet, für den Frauenanteil im Aufsichtsrat, in der Geschäftsführung sowie den ersten beiden Führungsebenen nach der Geschäftsführung Zielgrößen festzulegen. Für die DREWAG wurden zuletzt folgende Frauenanteile beschlossen, die bis zum 30. Juni 2027 erreicht werden sollen (Beschluss des Aufsichtsrates vom 30. November 2022; Geschäftsführungsbeschluss vom 21. Dezember 2022):
Im Aufsichtsrat war die Zielgröße im Jahr 2023 erfüllt, da mit Stand zum Jahresende 2023 sieben von 20 Mandaten (35 %) im paritätisch mitbestimmten Aufsichtsrat durch Frauen besetzt waren. Bei der Beschlussfassung über die Zielgröße für die Geschäftsführung wurde berücksichtigt, dass die Geschäftsführung aktuell mit drei Männern besetzt und eine Neubesetzung einer Geschäftsführungsposition nicht absehbar ist. Die beschlossene Zielgröße war damit Ende des Jahres 2023 erreicht. In der ersten Führungsebene der DREWAG liegt der Anteil an Frauen zum Abschlussstichtag bei 0 %. Innerhalb der zweiten Führungsebene beträgt der Frauenanteil 21 %. Im Vergleich zum Vorjahr ist der Frauenanteil in der ersten Führungsebene unverändert (i. Vj. 0 %). In der zweiten Führungsebene veränderte er sich geringfügig (i. Vj. 26 %). Aufgrund der geringen Fluktuation in den ersten beiden Führungsebenen können die selbstgestellten Zielgrößen erst mittelfristig erreicht werden. Berichterstattung gemäß § 99 Abs. 2 SächsGemO [8] Die Angaben zur Berichterstattung nach § 99 Abs. 2 SächsGemO finden sich im Anhang unter den Erläuterungen zur Bilanz: Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen. Prognosebericht Voraussichtliche Ergebnisentwicklung Die DREWAG plant für das Jahr 2024 mit einem Ergebnis vor Steuern i. H. v. EUR 161,9 Mio. Ergebnisbeeinflussend wirken dabei u. a. schwankende KWK-Zuschläge, ein inflations- und einstellungsbedingter Anstieg des Personalaufwandes, eine Zunahme der Abschreibungen und Projektaufwendungen aufgrund der geplanten Investitionstätigkeit, Beteiligungserträge sowie die weiterhin unbeständige Lage am Beschaffungsmarkt für Strom und Gas. Es wird von folgender voraussichtlicher Erzeugungs- und Absatzentwicklung für das Jahr 2023 ausgegangen:
Weiterhin hängt die voraussichtliche Ergebnisentwicklung der DREWAG wesentlich von den energiewirtschaftlichen und politischen Regelungen und Rahmenbedingungen ab. Geplante Investitionen Der Investitionsrahmen der DREWAG beinhaltet für das Jahr 2024 Vorhaben mit einem Gesamtvolumen von EUR 172,9 Mio. Besondere Schwerpunkte der kommenden Jahre sind:
Auswirkungen Russland-Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt Die Auswirkungen des noch immer andauernden russischen Angriffskrieges auf die Ukraine sind weiterhin weder geopolitisch noch energiepolitisch und wirtschaftlich zum gegenwärtigen Zeitpunkt absehbar. Auch der seit Oktober 2023 eskalierte israelisch-arabische Konflikt sowie die Befürchtung vor einer Ausweitung auf Nachbarländer hat zu einer angespannten und unsicheren geopolitischen Lage geführt, dessen wirtschaftliche Folgen derzeit noch nicht vollständig abschätzbar sind. Somit sind auch eine belastbare Prognose und eine vollumfängliche Bewertung der Folgen dieser Konflikte für Unternehmen und Verbraucher nicht möglich. Die DREWAG beobachtet die aktuelle Lage genau und bewertet sie regelmäßig entlang der bestehenden Vorsorgepläne neu. Für das Jahr 2024 geht DREWAG zum gegenwärtigen Zeitpunkt vom Erreichen des geplanten EBT aus. Risiko- und Chancenbericht Risikobericht Organisation des Risikomanagements Ziel des Risikomanagements der DREWAG ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Dazu erfasst der Risikomanagementprozess die potenziellen Abweichungen von der geplanten Vermögens-, Finanz- und Ertragslage für den dargelegten Planungszeitraum. Abweichungen von dieser Planung werden als Risiken und Chancen erfasst. Der Betrachtungsschwerpunkt im Risikomanagement liegt auf dem mittelfristigen Planungszeitraum. Hinzu kommen Risiken und Chancen über diesen Zeitraum hinaus, wenn sie von besonderer Bedeutung sind. Der Risikomanagementprozess umfasst als wesentliche Bestandteile die Identifikation, Analyse mit Bewertung, Frühwarnung, Steuerung und Dokumentation mit Berichterstattung. Zur Umsetzung dieses Prozesses folgt das Risikomanagement der DREWAG sowohl einem zentralen als auch einem dezentralen Ansatz. Während das zentrale Risikomanagement insbesondere für einheitliche Prozesse und Methoden sowie für die Berichterstattung zuständig ist, werden durch dezentral angesiedelte Risikobeauftragte fachspezifische aktuelle Informationen ausgewertet. Das zentrale Risikomanagement übernimmt in Umsetzung der Funktionstrennung auch permanente Überwachungsaufgaben für marktnahe Strukturen im Sinne der MaRisk. [9] Generelle Festlegungen zum Risikomanagement sind in allgemeingültigen Richtlinien geregelt. Für marktnahe Strukturen existiert eine spezifische Untersetzung der allgemeinen Regelungen. Aktuelle Fragen und Sachverhalte dieser Strukturen werden jährlich mehrfach in einem Risikoausschuss behandelt. Dieser ist interdisziplinär besetzt. Der vorstehend beschriebene Risikomanagementprozess ist ein kontinuierlicher Prozess, welcher jährlich mit einer Risiko- und Chancenbestandsaufnahme beginnt. Die dort aufgenommenen Sachverhalte bilden die Basis für eine quartalsweise Berichterstattung. Zu diesen Berichtsterminen werden die betrachteten Sachverhalte aktualisiert und um neu hinzugekommene ergänzt. Da Risiken häufig grundsätzlich abschätzbar, aber dennoch zufällig sind, werden für diese Fälle Monte-Carlo-basierte Modelle verwendet, die mithilfe einer Simulationssoftware umgesetzt werden. Damit sind sowohl für Risiken als auch für Chancen etablierte Value-at-Risk-Aussagen möglich. Sind Sachverhalte aus objektiven Gründen nicht quantifizierbar, werden sie verbal in die Berichte aufgenommen. Bei Bedarf erfolgt unabhängig von diesem Berichtsraster eine zusätzliche aktuelle Beurteilung von Sachverhalten nach dem beschriebenen Risikomanagementprozess. SachsenNetze und andere Tochtergesellschaften sind direkt in das Risikomanagementsystem eingebunden. Aktuelles Risikoumfeld Insgesamt sieht sich die DREWAG gegenwärtig mit einer fortwährend hohen Volatilität an den Energiemärkten konfrontiert. Ursächlich hierfür sind die weiterhin unsicheren globalen Lieferketten bei Erdgas durch mögliche langandauernde und besonders intensive Kälteperioden, eine mögliche Einstellung der Erdgasbelieferung durch Russland an andere europäische Staaten und die damit einsetzende solidarische Lieferpflicht (bspw. Österreich), sowie die Störungen der LNG-Lieferketten im Roten Meer im Kontext des Nahost-Konfliktes. Hierdurch sind jederzeit starke Ausschläge der Großhandelspreise und damit der Beschaffungskosten zur Kundenbelieferung möglich. Gleichzeitig erzeugt das aktuell wieder gesunkene Großhandelspreisniveau im Spot-Bereich einen starken Wettbewerb mit in der Beschaffung kurzfristig agierenden Wettbewerbern. Diese sind gegenwärtig in der Lage, besonders günstige Endkundenpreise anzubieten und damit einen Margendruck zu erzeugen. Bei einem möglicherweise wieder anziehenden Niveau der Großhandelspreise ergeben sich hieraus sowohl Insolvenzrisiken der betreffenden Wettbewerber und damit eine ansteigende Nachfrage im Bereich der Grund-/Ersatzversorgung als auch potenzielle Insolvenzrisiken der Endkunden durch die volkswirtschaftliche Belastung bei steigenden Energiepreisen. Zentral für das zukünftige erfolgreiche Agieren der DREWAG ist die Verteidigung der Stellung als kommunaler Infrastrukturanbieter in der Region Dresden und Ostsachsen. Hierfür ist eine Erzeugung erneuerbarer Energien, eine Ertüchtigung der Netze aller Medien sowie eine weitere Digitalisierung (insb. auch durch den Ausbau der Glasfasernetze) notwendig. Weiterhin ist die DREWAG auf einen stabilen politischen Rahmen zur Umsetzung der Dekarbonisierungsziele aller Infrastrukturbereiche angewiesen. Die sich aus diesen übergeordneten Themenfeldern ergebenden Risiken sind im Folgenden nach absteigender Bedeutung für das Unternehmen sortiert und können unter Umständen erhebliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der DREWAG haben. Preis- und Marktrisiken Die DREWAG deckt den Bedarf ihrer Kunden sowohl durch eigene Energieerzeugung als auch über Zukäufe am Markt ab. Potenzielle Abweichungen vom geplanten Mengenabsatz durch konjunkturelle Einflüsse, Wettbewerb und Wettereinflüsse führen in Verbindung mit schwankenden Marktpreisen zu Risiken in den Bereichen Energiehandel und Energieerzeugung. Hier sind durch die angespannte wirtschaftliche und geopolitische Situation hohe Schwankungen zu erwarten. Der Mengenabsatz im Industriekundensegment ist von der zukünftigen konjunkturellen Entwicklung abhängig. Weicht der Konjunkturverlauf negativ von den in der Planung zugrunde gelegten Prämissen ab, besteht für nicht abgesetzte Mengen ein Wiedervermarktungsrisiko aufgrund ungünstigerer Preiskonstellationen am Markt sowie das Risiko reduzierter Vertriebsmargen. Die Verschärfung des Wettbewerbs birgt das Risiko von Kundenverlusten. Die dadurch nicht abgesetzten Mengen unterliegen wie im Falle des Konjunkturrisikos einem Wiedervermarktungsrisiko sowie dem Risiko reduzierter Vertriebsmargen. Durch eine stärker strukturierte Produktentwicklung und eine Optimierung der internen Kostenstruktur steuert die DREWAG diesem Risiko entgegen. Sparten- und teilportfoliospezifisch können sowohl nicht als auch zusätzlich abgesetzte Mengen durch Abweichung des sich einstellenden Wetters gegenüber dem langjährigen Mittel entstehen. Hierdurch anfallende Differenzmengen werden kurzfristig an Spotmärkten gekauft oder verkauft. Durch den Unterschied zwischen den realisierten Preisen bei der Eindeckung der von Kunden benötigten Menge und den Preisen am Spotmarkt entstehen Risiken. Diese werden teilweise über Risikozuschläge abgedeckt. Zur Risikobegrenzung wurden zahlreiche Maßnahmen getroffen. Der auf die Stromerzeugung entfallende Brennstoffbezugsanteil wird für das jeweils laufende Geschäftsjahr größtenteils abgesichert und die wärmegeführte Stromerzeugung wird weitgehend verkauft. Das Koppelprodukt Fernwärme verfügt über eine Preisgleitung, welche die der Wärmeerzeugung zuzurechnenden Gaspreisänderungen größtenteils abdeckt. Strom und Erdgas beschafft die DREWAG zeitlich und strukturell differenziert. Zur Abdeckung individuell abgeschlossener Verträge größerer Kunden erfolgt die Beschaffung zwecks Risikobegrenzung unmittelbar nach Vertragsschluss (back to back). Die Kontrolle der Energiehandelsgeschäfte ist zur Wahrung einer strikten Funktionstrennung in einer vom Handelsbereich unabhängigen Struktur angesiedelt. Dort wird für den Strom- und den Gashandel eine regelmäßige Überwachung und Bewertung der offenen Positionen in Verbindung mit vorgegebenen Risikolimiten vorgenommen. Limite gelten sowohl je Handelspartner als auch je Produktportfolio. Die entsprechenden Vorgaben sind in Risikohandbüchern festgelegt und unterliegen einer jährlichen Überprüfung. Für neue Energiehandelsgeschäfte und Vertriebsprodukte existiert ein Produktfreigabeprozess mit Beteiligung des Risikomanagements. Kreditrisiken Kreditrisiken entstehen durch den potenziellen Ausfall von Kontrahenten und damit verbundener Nichterfüllung vertraglicher Vereinbarungen. Die DREWAG hat insbesondere für Ausfälle von Handelspartnern in der Energiebeschaffung und für Ausfälle von Kunden im Vertrieb risikobegrenzende Maßnahmen festgelegt. Bei Ausfall eines Handelspartners in der Energiebeschaffung besteht neben Forderungsausfall auch das Risiko eines finanziell ungünstigeren Ersatzgeschäftes. Daher unterliegen die Handelspartner einem Ratingprozess, der mit Handelsfreigaben verbunden ist. Vertragsgrundlage sind EFET [10] - oder Rahmenverträge mit Vereinbarungen zur Lieferung von Sicherheitsleistungen bei Bonitätsverschlechterungen. Bonität und Positionen von Handelspartnern werden vom zentralen Risikomanagement überwacht. Kunden des Vertriebes unterliegen ebenfalls einem Ratingprozess mit darauf aufbauenden Festlegungen zur Zahlungsausfallprävention, z. B. durch Erbringen von Sicherheitsleistungen oder dem Abschluss einer Warenkreditversicherung. Ferner existieren Regelungen zum Forderungsmanagement, welche mit einem permanenten Überwachungsprozess verbunden sind. Die DREWAG arbeitet kontinuierlich an der Verbesserung dieser Prozesse, da diesem Thema eine hohe Bedeutung beigemessen wird. Finanzrisiken Die DREWAG ist durch Zinsschwankungen Finanzrisiken ausgesetzt. Zinszahlungen für Neuaufnahme von Fremdkapital können durch Schwankungen des Marktes über den geplanten Aufwendungen liegen. Die Planwerte leiten sich aus den bestehenden und neu aufzunehmenden Finanzverbindlichkeiten anhand von geplanten Zinssätzen ab. Die eigentliche Finanzierung erfolgt zu gegebener Zeit zum dann vorherrschenden Zinsniveau. Da dieses nicht dem geplanten Zinsniveau entsprechen muss, besteht ein Zinsänderungsrisiko. Zur Risikobegrenzung beobachtet die DREWAG permanent das Zinsumfeld und prüft den Einsatz von Zinssicherungsinstrumenten. Liquiditätsrisiken Liquiditätsrisiken bestehen in erster Linie durch unvorhergesehenen Finanzbedarf (z. B. ungeplante Ersatzinvestitionen, erhöhte Margin-/Clearingzahlungen aus Energiehandel o. ä.) oder durch Marktversagen. Diesen Risiken wird durch eine regelmäßig aktualisierte Liquiditätsplanung begegnet. Im Ergebnis werden durch die DREWAG Kreditlinien über den geplanten Bedarf hinaus bei verschiedensten Kreditinstituten vorgehalten. Darüber hinaus ist im TWD-Konzern ein Cash-Management implementiert, das es erlaubt, auf zusätzliche Finanzierungsquellen zurückzugreifen. Im Falle der außerplanmäßigen Nutzung der Kreditlinien käme es zu zusätzlichen Zinsaufwendungen. Risiken aus globalen Krisen und Pandemien Neben dem aktuellen Russland-Ukraine-Krieg sowie dem Nahost-Konflikt können weitere lokale und globale Krisen, verursacht z. B. durch Epidemien, Anschläge, Kriege oder Naturkatastrophen den Geschäftsablauf erheblich beeinflussen. Für existenzielle Kernprozesse sind Notfallpläne im Handbuch Notfallmanagement (Anlage 2) hinterlegt. Diese legen auch Kernpersonal für Kernprozesse zur Aufrechterhaltung eines Minimalbetriebes der Versorgung fest. Sämtliche Regelungen werden durch das konzernweite Krisenmanagement koordiniert. Die DREWAG beobachtet permanent die Entwicklung an den Beschaffungsmärkten sowie den Absatzverlauf und aktualisiert auf Basis dieser Informationen und unter Hinzunahme der Aussagen von Wirtschaftsinstituten fortlaufend die Prognosen für die Strom-, Gas- und CO 2 -Bewirtschaftung. Dies trägt zur Reduktion von Risiken bei. In Krisensituationen erfolgen beispielsweise kurzfristig einberufene Besprechungen des Krisenstabs zur Beurteilung der aktuellen Lage mit Prüfung und Beschluss von risikominimierenden Maßnahmen unter Teilnahme von Geschäftsleitung, Risikomanagement und Fachabteilungen. Politische, rechtliche und regulatorische Risiken Das Geschäft der Versorgungsunternehmen ist und wird auch künftig maßgeblich durch die politischen Rahmenbedingungen bestimmt. Für die DREWAG und die zugehörigen verbundenen Unternehmen sind besonders die politischen Vorgaben zur Umsetzung der Energiewende und zum Erreichen der Klimaziele, Maßnahmen zur Sicherung der Energieversorgung bei privaten Haushalten und Industrie sowie die Rolle der KWK und der Verteilnetze im zukünftigen Energiekonzept von Bedeutung. Mit den politischen Vorgaben wird die Rentabilität und Risikobehaftung von Geschäftsaktivitäten beeinflusst. Diese Vorgaben haben erheblichen Einfluss auf die zukünftige Marktposition der DREWAG. Vermiedene Netzentgelte sind ein Vergütungsbestandteil für netzeinspeisende KWK-Erzeugungsanlagen der DREWAG. In Abhängigkeit der aus der Gesamtsituation resultierenden tatsächlich eingesetzten Heizkraftwerksleistung, kann eine Änderung der Vermeidungsleistung der Kraftwerke eintreten. Hieraus ergeben sich Risiken durch niedrigere vermiedene Netznutzungsentgelte. Ändert der Gesetzgeber Vergütungen für Erneuerbare Energien-Anlagen, können Investitionen der DREWAG in Windenergie-, Biogas- oder Photovoltaikanlagen betroffen sein. Regulatorische Risiken können die DREWAG insbesondere über ihre Tochter SachsenNetze treffen. Die Festlegungen der Regulierungsbehörden können gegebenenfalls zu einer Veränderung der Einnahmensituation gegenüber der Planung führen. Die Bundesnetzagentur hat die ihr zugesprochene weitreichende Gestaltungsfreiheit bei der Methodenwahl zur Festlegung der Eigenkapitalverzinsung in Verbindung mit dem geringen Marktzinsniveau genutzt und die Eigenkapitalverzinsung für die vierte Regulierungsperiode festgelegt. Die weitere Absenkung des Verzinsungsanspruchs mit negativen Auswirkungen auf die Investitions- und Finanzkraft der Branche wurde in der aktuellen Planung berücksichtigt. Allerdings sind das Ausgangsniveau und der Effizienzwert der vierten Regulierungsperiode jeweils für Gas und Strom noch nicht beschieden. Des Weiteren bestehen laufende Verfahren zu einer Erhöhung der anerkannten Verzinsung und einer verkürzten Abschreibungsdauer insbesondere im Bereich Gas für die vierte Regulierungsperiode. Beteiligungs- und Investitionsrisiken Risikokomponenten von Beteiligungsrisiken sind der Wertverlust, der Ausfall ausgereichter Kredite und der Ausfall oder die Reduzierung eingeplanter Ausschüttungen oder im Einzelfall die Inanspruchnahme gewährter Haftungsgarantien. Die DREWAG hält über eine kommunale Beteiligungsholding eine Beteiligungsposition an der VNG Verbundnetz Gas AG (kurz: VNG). Der Russland-Ukraine-Krieg und die damit verbundene Neuausrichtung der Energieversorgung in Deutschland und Europa werden große Auswirkungen auf das zukünftige Geschäftsmodell der VNG haben. Der Beteiligungsansatz ist daher mit Unsicherheit belastet. Die DREWAG betreibt mit dem Partner Air Liquide Deutschland GmbH zwei Kraftwerke für ein Großunternehmen in der Chipindustrie. Ab 1. Januar 2024 übernimmt die DREWAG die Anteile von Air Liquide Deutschland GmbH und wird somit alleiniger Anteilseigner. Grundsätzliche Bestandsrisiken dieser Beteiligung bestehen durch die Abhängigkeit von einem singulären Kunden. Weiterhin bestehen Risiken in Form von Vertragserfüllungs- und Qualitätsgarantien in beiderseitige Richtung. Weitere Risiken ergeben sich aus Beteiligungen an Windparks. In windschwachen Jahren kann sich ein Minderertrag gegenüber der Planung einstellen. Setzen sich schlechte Windjahre fort, kann eine Wertberichtigung erforderlich werden. Mögliche Anlagenschäden an den Windkraftanlagen sind über Wartungsverträge oder Versicherungen weitgehend abgedeckt. Operative Risiken Operative Risiken entstehen aus der Komplexität der Prozesse in Energieversorgungsunternehmen sowie aus fehlenden Kontrollen an wichtigen Punkten der Prozessketten. Die DREWAG wirkt diesem Risiko durch zahlreiche implementierte Kontrollen entgegen. Die Abwehr von Cyber-Angriffen hat an Bedeutung gewonnen. Eine stärkere Betonung eines ganzheitlichen Ansatzes im Sinne technischer und organisatorischer Maßnahmen wirkt diesem Risiko entgegen. Aufgrund aktueller demographischer Entwicklungstendenzen wird dem Risiko fehlenden (Fach-)Personales eine hohe Bedeutung, insbesondere im Kontext des angestrebten Wachstums der DREWAG, beigemessen. Zur Minderung dieses Risikos wurden zahlreiche interne und externe Maßnahmen ergriffen. Im Rahmen der Investitionen sind zahlreiche Bauprojekte geplant. Aufgrund von unvorhersehbaren internen und externen Ressourcenverknappungen im Bauablauf kann es zu Verzögerungen und damit verbundenen Kostensteigerungen kommen. Sonstige Risiken Die DREWAG ist Risiken aus Umwelteinflüssen ausgeliefert. Unter Umwelteinflüssen werden wetterbedingte Extremsituationen wie Hochwasser, Sturm, Orkan, Gewitter oder Eislasten verstanden, welche mit ihren Auswirkungen hohe Schäden an technischen Anlagen und flächendeckende Versorgungsausfälle verursachen können. Bei der Beseitigung der dadurch entstehenden Schäden ist mit hohen Aufwendungen zu rechnen. Zum Hochwasserschutz sind sowohl von der Stadt Dresden als auch dem Unternehmen zahlreiche Maßnahmen zur Schadensbegrenzung umgesetzt worden. Risiken aufgrund technischer Schäden betreffen hauptsächlich die Netze und Erzeugungsanlagen. Zur Begrenzung der Schäden sind vertragliche, technische und organisatorische Maßnahmen umgesetzt. Chancenbericht Im Rahmen des Risikomanagementprozesses werden auch Chancen als potenzielle Ertrags- oder Vermögensverbesserungen gegenüber den Planwerten erfasst und bewertet. Chancen bestehen überwiegend bei Absatz und Beschaffung von Strom und Gas sowie in einer reduzierten Inanspruchnahme von bilanzierten Risikovorsorgen. Kommt es durch neue Entscheidungen des Gesetzgebers oder der Regulierungsbehörden zu einer Verbesserung des rechtlichen und regulatorischen Rahmens im Vergleich zur Planung, wirken sie sich positiv auf das Ergebnis aus. Weitere Chancen bestehen, in Verbindung mit der Umsetzung des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzepts der Landeshauptstadt Dresden, im weiteren Ausbau der Fernwärme, bei der Entwicklung neuer marktkonformer Energiedienstleistungen, in der Gebäudeklimatisierung, im Contracting, bei Mess- und Abrechnungsdienstleistungen sowie bei der Fortführung von Investitionen und Eigenprojektentwicklungen in erneuerbare Energien und Komplementärtechnologien. Der Ausbau von Produkten auf Basis smarter Technologien und die Sicherung der Stromnetzstabilität erfordern die intensive Beteiligung der Verteilnetzbetreiber. Langfristig ist die Erschließung thermischer Potenziale mittels Tiefengeothermie eine interessante Entwicklungsoption für das zentrale Fernwärmenetz. Ebenso können sich Optionen zur Nutzung von industrieller Abwärme ergeben. Mit einer kontinuierlichen Prüfung neuer Geschäftsansätze und deren Umsetzung, der Wahrnehmung von sich ergebenden Chancen in Veränderungsprozessen und der permanenten Verbesserung von Arbeitsabläufen sichert die DREWAG ihre Wettbewerbsposition. Die transparenten und serviceorientierten Geschäftsmodelle werden durch eine hohe Kundenzufriedenheit bestätigt. Chancen ergeben sich aus der erlangten Resilienz gegenüber Energiemarktkrisen, die durch eine Anpassung der Kundenverträge insbesondere im Großkundenbereich sowie die Berücksichtigung der finanziellen Risiken aus der Volatilität in den Kundenverträgen erlangt werden konnte. Weiterhin wird die DREWAG sowohl politisch als auch durch die Kunden als stabiler und verlässlicher Energieversorger auch in Krisenzeiten wahrgenommen. Das mehrfach ausgezeichnete Niveau der Ausbildungsleistungen der DREWAG wird sich in der Qualität und Leistungsfähigkeit des nachwachsenden Mitarbeiterstamms ausdrücken. Gesamtaussage Auch künftig muss die Energiebranche mit tiefgreifenden Veränderungen, instabilen Rahmenbedingungen und volatilen Energiemärkten rechnen. Die Geschäftstätigkeit der DREWAG ist demzufolge mit Risiken behaftet. Vorteilhaft ist die thematisch breite Aufstellung sowie die diversifizierte Kundenstruktur der DREWAG. Die umgesetzten Maßnahmen zur Risikobegrenzung sichern ein vielfältig zusammengesetztes Chancen- und Risikoprofil. Obwohl die DREWAG eine klare Ausrichtung hat, kann sie, wie weite Teile der gesamten Volkswirtschaft, die Folgen globaler Krisen, die Umsetzung der klimapolitischen Ziele, die allgemeine Ressourcenverknappung und damit die weitere Entwicklung für den SachsenEnergie Konzern nur unzureichend in Gänze absehen. Die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist deshalb weiterhin mit Unsicherheiten verbunden.
1 Vgl. Energieverbraucherportal,
http://www.energieverbraucherportal.de (22.01.2024)
Dresden, den 10. Mai 2024 Geschäftsführung Dr. Frank Brinkmann Dr. Axel Cunow Lars Seiffert Bilanz zum 31. Dezember 2023Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023
Anhang für das Geschäftsjahr 2023A. Allgemeine Hinweise Die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH (kurz: "DREWAG"), mit Sitz in Dresden ist im Handelsregister des Amtsgerichts Dresden unter der Nummer HRB 2626 eingetragen. Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und DMBilG aufgestellt. Ferner wurden die Vorschriften des EnWG berücksichtigt. Es gelten die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Mit der SachsenEnergie AG (kurz: "SachsenEnergie"), Dresden, wurde am 3. Mai 2021 mit Wirkung zum 1. Januar 2021 ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Mit der SachsenEnergie besteht ein körperschaft-, umsatz- und gewerbesteuerliches Organschaftsverhältnis. B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren die nachfolgenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden maßgebend. Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die hier ausgewiesenen Grunddienstbarkeiten wurden mit den zu zahlenden Entschädigungen abzüglich der planmäßigen linearen Abschreibungen bewertet. Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich Abschreibungen angesetzt. In die Herstellungskosten der selbst erstellten Anlagegegenstände sind neben den direkt zurechenbaren Kosten auch anteilige Gemeinkosten einbezogen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende betriebsgewöhnliche Nutzungsdauern, die sich an den steuerlichen Abschreibungstabellen orientieren, zugrunde:
Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen grundsätzlich zeitanteilig, wobei überwiegend die lineare und in Sonderfällen auch die degressive Abschreibungsmethode Anwendung findet. Im Jahr 2023 wurden geringwertige Wirtschaftsgüter mit einem Wert bis EUR 800,00 im Jahr der Anschaffung sofort abgeschrieben. Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zu niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Unverzinsliche Ausleihungen sind auf den Barwert abgezinst. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Aufgrund mangelnder Gängigkeit bestimmter Vorräte war eine Wertkorrektur auf die entsprechenden Materialien vorzunehmen. Der Ansatz der unter den Vorräten ausgewiesenen geleisteten Anzahlungen erfolgt zum Nominalwert. In den Vorräten enthalten ist auch der Bestand an entgeltlich erworbenen Emissionszertifikaten. Die unentgeltlich zugeteilten Emissionszertifikate wurden mit einem Erinnerungswert von EUR 1,00 angesetzt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Wertberichtigungen Rechnung getragen. Aufgrund der teilweisen rollierenden Abrechnung der Verbräuche bei den Kunden enthalten die Forderungen zum 31. Dezember 2023 einen Schätzanteil aus der Hochrechnung. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks werden zu Nennwerten bewertet. Unter dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag bewertet. Die empfangenen Investitionszuschüsse werden als Sonderposten passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände aufgelöst. Eine Ausnahme bildet der im Geschäftsjahr 2004 für einen Aktienkauf erhaltene Zuschuss (EUR 16,1 Mio). Dieser wird aktivisch von den Anschaffungskosten dieser Aktien abgesetzt. Die erhaltenen Baukostenzuschüsse, Investitionszuschüsse und die Zuschüsse für Infrastrukturmaßnahmen werden in jeweils eigenen Sonderposten ausgewiesen. Die Auflösungen dieser Sonderposten erfolgt in Abhängigkeit der Nutzungsdauer der bezuschussten Anlagegegenstände. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie sonstige Personalrückstellungen sind durch versicherungsmathematische Gutachten mittels der Anwartschaftsbarwertmethode (Projected Unit Credit Method) ermittelt worden. Als Rechnungsgrundlage wurden die Richttafeln "2018 G" von Klaus Heubeck verwendet. Die übrigen Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden gemäß § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB abgezinst. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet. In Analogie zu der Verfahrensweise in den Vorjahren werden Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gegenseitig aufgerechnet oder saldiert dargestellt. Zudem werden auch Forderungen und Verbindlichkeiten gleicher oder ähnlicher Fälligkeiten gegenüber Strom- und Gashändlern im Jahresabschluss saldiert ausgewiesen, sodass im Ergebnis entweder eine Forderung oder eine Verbindlichkeit verbleibt. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. C. Erläuterungen zur Bilanz 1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel, der in Anlage zu diesem Anhang enthalten ist, dargestellt. Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen An nachstehenden Unternehmen besitzt die DREWAG unmittelbar Anteile:
1 Aufgrund des Bestehens eines Gewinnabführungsvertrages ist das Jahresergebnis Null. 2 vorläufige Zahlen 3 Jahresabschluss 2023 liegt noch nicht vor - Eigenkapital und Ergebnis 2022. Für drei Gesellschaften wurde die Befreiungsvorschrift des § 286 Abs. 3 Satz 1 Nr. 2 HGB in Anspruch genommen. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung auf den Beteiligungsbuchwert der DIGImeto GmbH & Co. KG (TEUR 7.559). Ausleihungen Im Jahr 2017 beteiligte sich die Gesellschaft an der Windpark Streumen GmbH, Dresden, und reichte dieser zwei Gesellschafterdarlehen in Höhe von TEUR 1.953 und TEUR 469 aus, deren Darlehensstände bis zum 31. Dezember 2023 unverändert blieben. Für beide Darlehen wurden seitens der DREWAG Rangrücktrittsvereinbarungen abgegeben. Ein weiteres Darlehen über TEUR 4.100 wurde im Geschäftsjahr 2019 an die Windpark Streumen GmbH zur Finanzierung von Windkraftanlagen ausgereicht. Das Darlehen wurde im Jahr 2023 vollständig getilgt. Zwischen der DREWAG und der Projektgesellschaft Anbau CITY CENTER Dresden GmbH & Co. KG (kurz: PACC) wurde im Jahr 2019 ein Darlehensvertrag über eine Höhe von bis zu EUR 35 Mio abgeschlossen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis 30. Dezember 2023. Die Darlehenssumme kann durch die PACC in Teiltranchen entsprechend ihrem Finanzierungsbedarf abgerufen werden. Die DREWAG hat im Geschäftsjahr 2023 TEUR 450 ausgezahlt. Zum Stichtag 31.12.2023 beträgt der Darlehenstand EUR 30,8 Mio. 2 Vorräte Von den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (TEUR 80.121) entfallen TEUR 6.889 auf Lagermaterial, TEUR 7.455 auf leichtes Heizöl und TEUR 1.818 auf Biomasse. Außerdem enthält diese Position entgeltlich erworbene und zum 31. Dezember 2023 noch nicht verbrauchte Emissionszertifikate (TEUR 63.959). In den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sind Wertberichtigungen aufgrund mangelnder Gängigkeit und veränderten Marktwerten von derzeit TEUR 1.307 enthalten. Weiterhin werden in dieser Position Unfertige Leistungen (TEUR 718) und geleistete Anzahlungen (TEUR 2.971) ausgewiesen. 3 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Unter den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Verbrauchsabgrenzungen zum Abschlussstichtag in Höhe von TEUR 805.421 ausgewiesen. Erhaltene Abschlagszahlungen werden mit TEUR 577.646 abgesetzt. Die Einzelwertberichtigungen zum Abschlussstichtag betragen TEUR 19.354. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen:
Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen EUR 15,2 Mio (i. Vj. EUR 58,7 Mio) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und EUR 4,1 Mio (i. Vj. EUR 4,9 Mio) sonstige Forderungen. Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 29), betreffen ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Wasserversorgung Brockwitz-Rödern GmbH (i. Vj. TEUR 247). Die sonstigen Vermögensgegenstände (TEUR 54.161) beinhalten im Wesentlichen die Initial Margin auf Strom- und Gasfutures (TEUR 40.000) sowie Forderungen gegen das Hauptzollamt aus überzahlter Strom- und Energiesteuer (TEUR 12.968). Alle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind innerhalb des kommenden Jahres fällig. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten (TEUR 1.639) enthalten u. a. Cap-Prämien (TEUR 52) zur Begrenzung des Risikos eines steigenden Kapitalmarktzinses bei Krediten der Gesellschaft. Die Auflösung des aktiven Rechnungsabgrenzungspostens erfolgt entsprechend der Laufzeit der zugrunde liegenden Geschäfte. 4 Eigenkapital Das gezeichnete Kapital der DREWAG beträgt TEUR 81.807, die Kapitalrücklage TEUR 94.053 und die Gewinnrücklagen TEUR 235.447. 5 Sonderposten für Zuschüsse und Zulagen Die Auflösungsbeträge der Investitionszuschüsse werden zugunsten der sonstigen betrieblichen Erträge und die Auflösung der erhaltenen Baukostenzuschüsse in den Umsatzerlösen ausgewiesen. 6 Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Rückstellungen für Pensionen wurden unter Berücksichtigung nachfolgender Annahmen ermittelt:
Die Berechnung der Rückstellung für Überbrückungsgeldverpflichtungen erfolgte mit den versicherungsmathematischen Annahmen:
Die Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen wurden statt mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten sieben Jahre mit einem Durchschnittszinssatz auf Basis der letzten zehn Jahre abgezinst. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB beträgt TEUR 166 (i. Vj. TEUR 537) und wird im operativen Ergebnis ausgewiesen. Für diesen Unterschiedsbetrag gilt gemäß § 253 Abs. 6 HGB eine Ausschüttungssperre. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen bestehen insbesondere für Rückbauverpflichtungen stillgelegter Strom-, Gas- und Wasserleitungen, für ausstehende Rechnungen, für Emissionszertifikate und für Drohverluste. Die Rückstellung aus Altersteilzeitregelungen wurde unter Zugrundelegung des IDW RS HFA 3 berechnet. Für die Bewertung wurde eine Gehaltserhöhung von 4,50 % ab November 2024, ein Gehaltstrend von 4,00 % ab September 2025 und von 3,50 % p.a. ab dem Jahr 2026 sowie die Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenzen im selben Umfang zugrunde gelegt. Der Ermittlung des Barwertes wurde jeweils ein Rechnungszinssatz von 1,00 % p.a. (Stand 31. Oktober 2023) zugrunde gelegt. Für einen bestimmten Mitarbeiterkreis (50% möglicher Anspruchsberechtigter) wurde darüber hinaus eine weitere Rückstellung für Altersteilzeit gebildet. Grundlage für die Bewertung bildet der Aufstockungsbetrag von 30 % auf die durchschnittliche Vergütung zuzüglich 14,7 % Aufstockung zur Rentenversicherung. Es wurde eine Laufzeit bis zum Jahr 2028 unterstellt. Entsprechende Tarifsteigerungen und Abzinsungen wurden berücksichtigt. 7 Verbindlichkeiten Verbindlichkeitenspiegel (Angaben in TEUR; Vorjahresbeträge in Klammer)
Gegenüber den Gläubigerbanken wurde durch die DREWAG eine Negativerklärung oder vergleichbare Erklärungen abgegeben sowie die Einhaltung von Covenants zugesichert. Weitere Sicherheiten für Verbindlichkeiten wurden nicht gewährt. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen gegenüber folgenden Unternehmen:
In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind im Wesentlichen TEUR 293.709 (i. Vj. TEUR 391.870) kurzfristige und langfristige Darlehen, TEUR 189.714 (i. Vj. TEUR 138.665) Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung sowie mit TEUR 54.574 (i. Vj. TEUR 20.648) sonstige Verbindlichkeiten aus Umsatzsteuer enthalten. Die verbleibenden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die, wenn vorhanden, mit Forderungen aus Lieferungen und Leistungen saldiert wurden. Von den Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht (TEUR 15.497), betreffen vor Verrechnung mit den Forderungen TEUR 8.361 (i. Vj. TEUR 11.800) kurzfristige Darlehen. Die sonstigen Verbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen Verbindlichkeiten aus Marginzahlungen aus dem Energiehandel (TEUR 157.896). 8 Haftungsverhältnisse Die Gesellschaft haftet als Rechtsnachfolger der Dresden Gas GmbH, Dresden, gesamtschuldnerisch für die noch bestehenden, vor der Abspaltung begründeten Verbindlichkeiten bei der SachsenEnergie AG (verbundenes Unternehmen), Dresden, in Höhe von insgesamt TEUR 1.898 (i. Vj. TEUR 1.905). Die Haftung ist auf den Betrag beschränkt, den die Gläubiger erhalten hätten, wenn die Spaltung nicht durchgeführt worden wäre (§ 11 Abs. 1 SpTrUG). Zur Versorgung der Globalfoundries Dresden Module Two GmbH & Co. KG, Dresden, errichtete die DREWAG 1997 die Energieversorgungscenter Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG, Dresden (kurz: "EVC KG"). Die Hafteinlage in Höhe von TEUR 52 wurde in bar geleistet. Die DREWAG verpflichtete sich 50 % der finanziellen Unterstützung für die EVC KG zu leisten, die erforderlich ist, damit die EVC KG ihren Verpflichtungen im Rahmen des Energieliefervertrages jederzeit nachkommen kann - bis zu einem maximalen Gesamtbetrag von EUR 22,5 Mio. Zum 31. Dezember 2023 hatte die EVC KG keine offenen Verbindlichkeiten aus der Verpflichtung. Zur Versorgung der Globalfoundries Dresden Module One Limited Liability Company & Co. KG Dresden, errichtete die DREWAG 2004 die Zweite Energieversorgungscenter Dresden-Wilschdorf GmbH & Co. KG, Dresden (kurz: "EVC II KG"). Die DREWAG ist an der EVC II KG mit einer Hafteinlage in Höhe von TEUR 100 beteiligt. Die Mindesteinlage in Höhe von TEUR 100 wurde in bar geleistet. Die DREWAG verpflichtete sich 50 % der finanziellen Unterstützung für die EVC II KG zu leisten, die erforderlich ist, damit die EVC II KG ihren Verpflichtungen im Rahmen des Energieliefervertrages jederzeit nachkommen kann. Diese Verpflichtung ist auf einen Gesamtbetrag von EUR 30 Mio begrenzt. Zum 31. Dezember 2023 hatte die EVC II KG keine offenen Verbindlichkeiten aus der Verpflichtung. Im Geschäftsjahr 2000 erworbene Grundstücke sind durch Sicherungshypotheken in Höhe von USD 33 Mio mitbelastet. Mögliche finanzielle Verpflichtungen hieraus sind nicht bekannt. Zudem wurden in 2017 Rangrücktrittserklärungen bezüglich der beiden gegenüber der Windpark Streumen GmbH ausgereichten Darlehen von TEUR 1.953 und TEUR 469 abgegeben, die unverändert bestehen. Des Weiteren besteht eine Haftung für alle Verbindlichkeiten der Dresden Netz OHG, Dresden. Aufgrund der wirtschaftlichen Situation der Gesellschaften wird gegenwärtig nicht mit einer Inanspruchnahme gerechnet. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB stellen sich wie folgt dar:
Davon bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 515.357. Die Verpflichtungen aus Gasbezugsverträgen betreffen insbesondere Verpflichtungen aus Erdgasbezugsverträgen mit und ohne Take-or-Pay-Klauseln. Die Höhe der Verpflichtungen wird durch die bis 31. Dezember 2023 abgeschlossenen Verträge zum Bezug von Erdgas für Vertrieb und Eigenerzeugung für den Lieferzeitraum 2024 bis 2027 bestimmt. Für die Bewertung der Verpflichtungen, die aus den Verträgen resultieren, wurden die zum Abschlussstichtag prognostizierten Vertragspreise herangezogen. Die Verpflichtungen aus Strombezugsverträgen sind Bestandteil des absatzorientierten Beschaffungsportfolios und betreffen den Lieferzeitraum 2024 bis 2027. Finanzielle Verpflichtungen bestehen weiterhin aus Leistungsscheinen mit den verbundenen Unternehmen für die Erbringung von technischen und kaufmännischen Dienstleistungen. Für das Geschäftsjahr 2024 zahlt die DREWAG für die Leistungserbringung insgesamt EUR 31,5 Mio p.a. 9 Finanzinstrumente Es wurden Commodity Swaps als Preisabsicherungsgeschäfte für einen Teil des in den Jahren 2024-2027 geplanten Erdgasbezugs abgeschlossen. Die Zeitwerte dieser Swapgeschäfte werden aus den vereinbarten Festpreisen und den Marktpreisen der den Geschäften zugrunde liegenden Basiswerten zum 31. Dezember 2023 ermittelt. Der beizulegende positive Zeitwert beträgt zum Abschlussstichtag insgesamt TEUR 7.297. Die den Sicherungsgeschäften aus Swaps zugrunde liegenden Gasmengen weisen einen unsaldierten Nominalwert von TEUR 61.671 auf. Daneben wurden im Bereich des Energievertriebes zur weiteren Beschaffung und Verkauf der Commodities Strom und Gas physische Lieferverträge zu Festpreisen abgeschlossen. Diese Geschäfte werden zusammen mit den übrigen Termingeschäften verschiedenen Kunden- bzw. Vertragsportfolios, anhand derer die Gesellschaft den Vertrieb steuert, zugeordnet. Am Abschlussstichtag bestanden solche schwebenden Strom- und Gasgeschäfte mit einem unsaldierten Nominalvolumen in Höhe von insgesamt TEUR 1.880.537. Soweit sich auf dieser Portfoliobasis im jeweiligen Erfüllungsjahr ein Verlust abzeichnet, werden Drohverlustrückstellungen gebildet. Im Geschäftsjahr 2023 wird eine Drohverlustrückstellung in Höhe von TEUR 1.089 passiviert. Eigenhandelsgeschäfte sind in einem Buch zusammengefasst und werden nach § 254 HGB in einer Bewertungseinheit bilanziert. Das Nominalvolumen dieser Commodity-Termingeschäfte wird unsaldiert angegeben. Es stellt die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge (inklusive offener Positionen) dar, die den Commodity-Termingeschäften zugrunde liegen. Die beizulegenden Zeitwerte (= innerer Wert = Gewinn) ergeben sich aus anerkannten Bewertungsmethoden unter Berücksichtigung von Börsenkursen.
Commodity-Termingeschäfte (Kauf und Verkauf von Strom und Gas), die nicht zur Abdeckung des eigenen physischen Bedarfs dienen, werden mittels Festbewertung ("Einfrierungsmethode") zu Micro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Dabei ist jedes Einzelgeschäft durch ein zeit- und volumengleiches Gegengeschäft abgesichert. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung ist durch die Identität aller wesentlichen Bewertungsparameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft sichergestellt. Die Gegengeschäfte werden unmittelbar nach Abschluss des Basisgeschäfts getätigt. Positive und negative Wertänderungen gleichen sich in den Jahren 2024-2026 weitgehend aus. "Sleeve-Geschäfte" mit einem Nominalvolumen von TEUR 56.711 sind aus der Bewertungseinheit ausgeschlossen und werden in einer separaten Bewertungseinheit bilanziert. Bei diesen Geschäften handelt es sich um zeitgleich abgeschlossene Kauf- und Verkaufsgeschäfte für den Zeitraum 2024 bis 2026, welche frist- und mengengleich abgeschlossen werden. Hieraus entstehen keine Marktpreisrisiken sowie keine Ergebnisse und auch keine zu bilanzierenden Beträge. Darüber hinaus werden in analoger Weise auch Future-Kontrakte zur Preisabsicherung von Strom- und Gaslieferungen abgeschlossen. Der beizulegende positive Zeitwert der Future-Geschäfte beträgt zum Abschlussstichtag insgesamt TEUR 161.350 und die auf Positionsebene unsaldierte Summe der absoluten Nominalwerte der einzelnen Positionen TEUR 2.941.880. Der Zeitwert beruht ebenfalls auf Marktpreisen. Bewertungseinheiten von Finanzierungsgeschäften Im Bereich der Finanzierung wurde eine Bewertungseinheit gemäß § 254 HGB gebildet. Bei dem Grundgeschäft handelt es sich um eine variabel verzinsliche Darlehensverbindlichkeit. Das aus ihr resultierende Zinsänderungsrisiko wird mit dafür geeigneten Zinstermingeschäften (Sicherungsinstrumenten) abgesichert. Die Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wurde durch den Abgleich zwischen Grundgeschäft und Sicherungsinstrument gemessen, wobei vor allem Nominalbetrag, Laufzeit und der Referenzzinssatz die wesentlichen abzugleichenden Bedingungen darstellen. Aufgrund dieser Basiswertidentität und weiteren übereinstimmenden Bedingungen zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft gleichen sich zukünftige positive und negative Zahlungsströme von Grund- und Sicherungsgeschäft weitgehend aus. Sofern beispielsweise ein negativer Marktwert des Sicherungsgeschäfts gegeben ist, stehen den zukünftigen Aufwendungen aus diesem Geschäft ausgleichend zukünftige geringere Zinsaufwendungen aus dem Grundgeschäft gegenüber. Das durch die Bewertungseinheit in Form eines Portfolio Hedges gesicherte Kreditvolumen beträgt zum Bilanzstichtag EUR 20,0 Mio. Der Marktwert des Sicherungsinstruments beträgt TEUR 360. Ferner wurden zur Begrenzung von Zinsrisiken Sicherungsgeschäfte in Form von Zinscaps und Zinsswaps abgeschlossen. Die Sicherungsbeziehungen der Zinsswaps werden in Bewertungseinheiten nach § 254 HGB abgebildet. Die Zinscaps weisen zum Bilanzstichtag einen Nominalwert von TEUR 25.000 und einen Marktwert von TEUR 124 auf. Der Buchwert der Caps beträgt TEUR 52 und ist in der Bilanzposition der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten erfasst. Die bilanzielle Abbildung der erwähnten Bewertungseinheit erfolgt nach der Einfrierungsmethode. 10 Latente Steuern Bei körperschaftsteuerlicher und gewerbesteuerlicher Organschaft ist das Einkommen bzw. der Gewerbeertrag der Organgesellschaft (DREWAG) dem Organträger als Steuersubjekt und Steuerschuldner zuzurechnen. In diesem Fall sind künftige Steuerbe- oder -entlastungen aus temporären Differenzen zwischen den handelsrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden oder Rechnungsabgrenzungsposten der DREWAG und den korrespondierenden steuerlichen Wertansätzen im Einzelabschluss der TWD als Steuersubjekt zu berücksichtigen. Ein Ansatz latenter Steuern im Einzelabschluss der DREWAG erfolgt insoweit nicht. D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung 1 Umsatzerlöse
Die Umsatzerlöse wurden überwiegend im Inland erzielt. Unter den Pachtentgelten werden die erzielten Erlöse für die Verpachtung der Netze und Anlagen für Strom und Gas ausgewiesen. Die Pachtentgelte bei den Medien Strom und Gas wurden unter Anwendung von § 4 Abs. 5 StromNEV und § 4 Abs. 5 GasNEV ermittelt. Die Umsatzerlöse werden um periodenfremde Umsätze von TEUR 4.805 erhöht. Diese betreffen im Wesentlichen die Korrektur der im Vorjahr aufgrund der rollierenden Verbrauchsabrechnung geschätzten Umsätze. 2 Sonstige betriebliche Erträge Von den sonstigen betrieblichen Erträgen entfallen auf folgende Erträge:
3 Materialaufwand Die Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (TEUR 2.792.750) umfassen im Wesentlichen den Aufwand für den Bezug von Medien einschließlich nationalen und internationalen Emissionszertifikaten (TEUR 2.784.116) sowie Material für Betrieb und Instandhaltung von Anlagen (TEUR 8.634). Die Aufwendungen für bezogene Leistungen (TEUR 570.292) enthalten insbesondere die an die Netzbetreiber zu zahlenden Netzentgelte (TEUR 463.719). Daneben werden hierunter Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen sowie die Konzessionsabgaben ausgewiesen. 4 Sonstige betriebliche Aufwendungen Ausgewiesen werden folgende Aufwendungen:
5 Zinsen Aus der Bewertung langfristiger Rückstellungen ergaben sich im Geschäftsjahr 2023 Zinsaufwendungen in Höhe von TEUR 8.507 (Aufzinsung) und Zinserträge in Höhe von TEUR 5.415 (Abzinsung). E. Sonstige Angaben 1 Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage von besonderer Bedeutung wären, sind nach dem 31. Dezember 2023 nicht eingetreten. 2 Angaben über Geschäfte mit verbundenen Unternehmen Im Geschäftsjahr 2023 wurden gemäß § 6b Abs. 2 EnWG folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen getätigt:
3 Honorar des Abschlussprüfers Der Ausweis des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar und dessen Aufschlüsselung unterbleibt nach § 285 Nr. 17 HGB, da die Angaben im Konzernabschluss der TWD enthalten sind. 4 Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt
5 Geschäftsführung
Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird unter Berufung auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. Frühere Mitglieder des Vorstands erhielten TEUR 392. Es bestehen Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern der Geschäftsführung in Höhe von TEUR 9.937. 6 Aufsichtsrat Vertreter der Anteilseigner
Vertreter der Arbeitnehmer
Die Aufsichtsratsbezüge beliefen sich im Geschäftsjahr auf TEUR 22. 7 Konzernabschluss Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Technische Werke Dresden GmbH, Dresden. Der Konzernabschluss wird im Unternehmensregister veröffentlicht. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis aufstellt, ist die SachsenEnergie AG, Dresden. Es handelt sich hierbei um einen freiwilligen Teilkonzernabschluss, der in den Konzernabschluss der Technischen Werke Dresden GmbH, Dresden, eingeht und nicht veröffentlicht wird.
Dresden, 10. Mai 2024 Geschäftsführung Dr. Frank Brinkmann Dr. Axel Cunow Lars Seiffert Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023
Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWGAngaben über die Zuordnungsregeln einschließlich Abschreibungsmethodengemäß § 6b Abs. 3 Satz 7 EnWGDie DREWAG ist im Sinne von § 3 Nr. 38 EnWG ein vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen und erstellt gemäß § 6b Abs. 3 EnWG interne Bilanzen und Gewinn- und Verlustrechnungen für die folgenden Aktivitäten:
Grundlage für die Erstellung der Aktivitätenabschlüsse Strom- und Gasverteilung bildet der geprüfte Jahresabschluss der DREWAG. Seit dem Jahr 2020 werden die energiespezifischen Dienstleistungen den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung zugeordnet. Direkte Kontierung Bei der DREWAG wird bereits bei der unterjährigen Kontierung auf eine möglichst direkte Zuordnung zu den entsprechenden Tätigkeitsfeldern geachtet. Als Kontierungsobjekte dienen Kostenstellen und Aufträge, die im Profitcenter zusammengefasst werden. Schlüsselung Soweit eine direkte Zuordnung der Primärkosten zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist, erfolgte die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten. Im Wesentlichen handelt es sich um folgende Schlüssel:
Gewinn- und Verlustrechnung der Aktivitäten Sämtliche folgenden Erläuterungen zur Schlüsselung und zur Zuordnung gelten sowohl für die Elektrizitäts- wie auch die Gasverteilung. Die Gewinn- und Verlustrechnung der einzelnen Tätigkeitsfelder basiert auf der Profitcenterrechnung der DREWAG. Es existiert eine 1:1 Beziehung zwischen Kostenstellen und Profitcentern. Über sachgerechte Kontierung wird eine direkte Zuordnung zu den Tätigkeitsfeldern sichergestellt. Soweit eine direkte Zuordnung der Kosten und Erlöse zu den einzelnen Tätigkeiten nicht möglich ist, erfolgt die Zuordnung durch Schlüsselung der Konten mit einem sachgerechten Schlüssel. Die Umsatzerlöse sind im Wesentlichen direkt in den Aktivitäten gebucht. Ein untergeordneter Betrag wurde über eine Umlage zugeordnet. Die Bestandsveränderungen sind direkt in den Aktivitäten gebucht. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind hauptsächlich direkt in den Aktivitäten gebucht. Ein untergeordneter Betrag wurde über eine Umlage zugeordnet. Der Materialaufwand konnte im Wesentlichen auf Grund direkter Buchung zweifelsfrei den Aktivitäten zugeordnet werden. Für einen untergeordneten Betrag (energiespezifische Dienstleistungen, Umlage) erfolgt eine Schlüsselung. Der Personalaufwand wurde den Aktivitäten (energiespezifische Dienstleistungen) anteilig zu geschlüsselt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich zeitanteilig, wobei überwiegend die lineare und in Sonderfällen die degressive Abschreibungsmethode Anwendung findet. Die Zuordnung nach Aktivitäten erfolgt entweder direkt anhand der Profitcenter oder durch sachgerechte Schlüsselung analog dem Sachanlagevermögen. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen konnten im Wesentlichen auf Grund direkter Buchung zweifelsfrei den Aktivitäten zugeordnet werden. Für einen untergeordneten Betrag (energiespezifische Dienstleistungen, Umlage) erfolgte eine Schlüsselung zu den Aktivitäten. Das Zinsergebnis ist teilweise durch direkte Buchungen ermittelbar. Die restlichen Zinsaufwendungen und Zinserträge werden entsprechend den zugeordneten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten oder dem Bestand Kasse/Bank geschlüsselt. Die Zuordnung der Einkommens- und Ertragsteuern erfolgte mit Hilfe des Ergebnisschlüssels. Leistungsverrechnung und Umlagen in der GuV Bei der DREWAG existieren Umlagen für den Vertrieb und die Energiewirtschaft. Innerhalb des Vertriebes und der Energiewirtschaft werden die Kosten der Struktureinheiten mittels Umlage den entsprechenden Medien (Strom, Gas und EDL) zugeordnet. Die Schlüssel der internen Umlagen werden vom Vertriebscontrolling zugearbeitet. Mit dem Instrument der Leistungsverrechnungen werden Leistungsbeziehungen zwischen den Aktivitäten (z. B. Miete, Informationsverarbeitung) abgebildet. Gebucht wird diese Verrechnung als Aufwand in der empfangenden Aktivität und als Erlös in der leistenden Aktivität. Bei der Zusammenführung zum Gesamtabschluss werden diese internen Leistungsverrechnungen in der GuV wieder eliminiert. Eine Überleitung der Aktivitätenabschlüsse zum Gesamtabschluss wird damit gewährleistet. Aktivitätenbilanzen Nachfolgend wird dargestellt, wie die DREWAG die einzelnen Sachkonten den Tätigkeitsfeldern zugeordnet hat. Zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden verweisen wir auf den Anhang (Anlage 1.3). Sämtliche folgenden Erläuterungen zur Schlüsselung und zur Zuordnung gelten sowohl für die Elektrizitäts- wie auch die Gasverteilung. Aktiva Das Anlagevermögen der DREWAG ist den Tätigkeitsbereichen über angelegte Anlagenkostenstellen direkt zuordenbar. Das an die SachsenNetze und die SachsenNetze HS.HD verpachtete Strom- bzw. Gasnetz wird in der Aktivität wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts ausgewiesen. Das Anlagevermögen der Dienstleister wurde mithilfe von Schlüsseln (Umsatzschlüssel, anteilige Nutzungsfläche bei Gebäuden) zugeordnet. Die Finanzanlagen der DREWAG sind den Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors zugeordnet. Die Vorräte setzen sich aus den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen, den unfertigen Leistungen sowie den geleisteten Anzahlungen zusammen. Die Zuordnung zu den Tätigkeiten erfolgt mittels Einzelpostenauswertung. Bei der Aufteilung der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte für die Mehrzahl der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der sonstigen Vermögensgegenstände eine direkte Zuordnung zu den einzelnen Aktivitäten. Für eine untergeordnete Anzahl von Forderungen wird im Wesentlichen der Umsatzschlüssel verwendet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden verursachungsgerecht anhand von Centern den einzelnen Aktivitäten zugeordnet. Für die nicht direkt zuordenbaren Forderungen wurde im Wesentlichen der Umsatzschlüssel verwendet. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 357 (i. Vj. TEUR 6) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 149 (i. Vj. TEUR 20) für die Gasverteilung. Alle Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von unter einem Jahr. Die aktivische Rechnungsabgrenzung erfolgt anhand des Nettoanlagenschlüssels zu Restbuchwerten. Passiva Aufgrund der Harmonisierung der Tätigkeitsabschlüsse im Unternehmensverbund erfolgt seit 2020 für die Zuordnung des Eigenkapitals die Verwendung eines Kapitalbedarfschlüssels. Die Sonderposten umfassen die steuerfreien Investitionszulagen, die erhaltenen Investitionszuschüsse, Baukostenzuschüsse sowie Infrastrukturzuschüsse. All diese Positionen sind mit dem Anlagevermögen verknüpft und direkt den Aktivitäten zuordenbar. Die Rückstellungen werden den jeweiligen Aktivitäten anhand der Profitcenter zugeordnet. Die personalabhängigen Rückstellungen werden mit dem Personalschlüssel bzw. dem Personalaufwand verteilt. Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB zwischen der 10-Jahres-Durchschnittsbildung und der 7-Jahres-Durchschnittsbildung beträgt TEUR 19 (i. Vj. TEUR 59) für die Elektrizitätsverteilung sowie TEUR 11 (i. Vj. TEUR 34) für die Gasverteilung. Die sonstigen Rückstellungen enthalten WE/RE Verrechnungen, die über den Schlüssel "Materialaufwand" verteilt werden. Die Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen anhand von Profitcentern direkt den einzelnen Aktivitäten zugeordnet. Bei der Aufteilung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie den Verbindlichkeiten gegenüber Beteiligungsunternehmen wird darüber hinaus der Schlüssel Material- und Primäraufwand verwendet. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 4.326 (i. Vj. TEUR 454) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 1.148 (i. Vj. TEUR 135) für die Gasverteilung. Gegen Gesellschafter sind Verbindlichkeiten in Höhe von insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 434) für die Elektrizitätsverteilung sowie insgesamt TEUR 0 (i. Vj. TEUR 123) für die Gasverteilung enthalten. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind teilweise direkt zugeordnet oder über eine sachgerechte Schlüsselung verteilt. Dabei werden der Umsatzschlüssel (für Verbindlichkeiten kreditorische Debitoren und die Steuerverbindlichkeiten) sowie der Mitarbeiterschlüssel (z. B. Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer) angewendet. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden nach dem Nettoanlagenschlüssel zu Restbuchwerten verteilt. Bilanz zum 31. Dezember 2023Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die ElektrizitätsverteilungAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die Elektrizitätsverteilung
Bilanz zum 31. Dezember 2023Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die GasverteilungAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023Tätigkeitsabschluss i. S. d. § 6b Abs. 3 Satz 6 EnWG für die Gasverteilung
Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH, Dresden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen" des Lageberichts enthalten ist, haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Sonstige Informationen Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote), die im Abschnitt "Erklärung zur Zielgröße für den Frauenanteil in den Führungsebenen" des Lageberichts enthalten ist. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat. Darüber hinaus haben wir die Tätigkeitsabschlüsse für die Tätigkeiten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nach § 6b Abs. 3 Satz 1 EnWG - bestehend jeweils aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie den als Anlage beigefügten Angaben zu den Rechnungslegungsmethoden für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse - geprüft.
Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten und der Tätigkeitsabschlüsse in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist nachfolgend weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den IDW Qualitätsmanagementstandard: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen. Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten. Die gesetzlichen Vertreter sind auch verantwortlich für die Aufstellung der Tätigkeitsabschlüsse nach den deutschen Vorschriften des § 6b Abs. 3 Sätze 5 bis 7 EnWG. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten. Die Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass der jeweilige Tätigkeitsabschluss kein unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Tätigkeit zu vermitteln braucht. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten der Gesellschaft nach § 6b Abs. 3 EnWG. Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen,
Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unsere Prüfungsurteile zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Unsere Verantwortung für die Prüfung der Tätigkeitsabschlüsse entspricht der im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" hinsichtlich des Jahresabschlusses beschriebenen Verantwortung mit der Ausnahme, dass wir für den jeweiligen Tätigkeitsabschluss keine Beurteilung der sachgerechten Gesamtdarstellung vornehmen können.
Dresden, den 10. Mai 2024 KPMG
AG
Salcher, Wirtschaftsprüfer Rößler, Wirtschaftsprüfer Bericht des Aufsichtsrates für das Geschäftsjahr 2023der DREWAG - Stadtwerke GmbHWährend des Geschäftsjahres 2023 hat sich der Aufsichtsrat der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH durch schriftliche und mündliche Berichte der Geschäftsführung regelmäßig über die Lage und Entwicklung der Gesellschaft unterrichten lassen. Er hat die Aufgaben, die ihm nach Gesetz und Satzung zukommen, uneingeschränkt wahrgenommen und die Geschäftsführung in diesem Rahmen beraten und überwacht. Der Aufsichtsrat wurde in Sitzungen sowie durch schriftliche Informationen der Geschäftsführung zur Geschäftslage über alle wesentlichen Vorgänge in Kenntnis gesetzt. Die nach Gesetz und Satzung notwendigen Beschlüsse wurden eingehend beraten und gefasst. Im Geschäftsjahr 2023 fanden zwei Aufsichtsratssitzungen statt (16.05.2023 und 28.11.2023). Inhaltliche Schwerpunkte der beiden Sitzungen waren jeweils die energiewirtschaftlichen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen sowie die wirtschaftliche Entwicklung der Gesellschaft. In der Sitzung am 16.05.2023 wurde über die starke Belastung im Kundeservice als Folge der Energiekrise berichtet. Sodann informierte die Geschäftsführung über das Unternehmens- und Dekarbonisierungskonzept der SachsenEnergie. Über den Jahresabschluss 2022 wurde Beschluss gefasst. In der Sitzung am 28.11.2023 berichtete die Geschäftsführung über aktuelle energiepolitische Entwicklungen sowie deren Auswirkungen auf das Unternehmen. Zudem wurde der aktuelle Stand der Revitalisierung des ehemaligen Industrieareals "Kraftwerk Mitte" vorgestellt. Herr Jonas Senftleben legte sein Amt als gewerkschaftliches Aufsichtsratsmitglied mit Wirkung zum 30.04.2023 nieder. Auf Vorschlag der Gewerkschaft ver.di wurde durch gerichtlichen Beschluss vom 05.06.2023 Herr Tillmann Kubitz zum Aufsichtsratsmitglied bestellt. Der Jahresabschluss der DREWAG - Stadtwerke Dresden GmbH und der Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023 wurden durch die KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk gemäß § 322 HGB versehen. Der Bericht des Abschlussprüfers wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrates ausgehändigt. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 28.05.2024 war er Gegenstand einer eingehenden Prüfung und Erläuterung. Hieran nahm der Wirtschaftsprüfer teil, der im Einzelnen über Umfang und Schwerpunkte der Prüfung berichtete und für Fragen zur Verfügung stand. Im Ergebnis seiner Prüfungen des Jahresabschlusses zum 31.12.2023 hat der Aufsichtsrat keine Einwendungen erhoben und der Gesellschafterversammlung empfohlen, den Jahresabschluss festzustellen und der Geschäftsführung für das Geschäftsjahr 2023 Entlastung zu erteilen. Der Aufsichtsrat dankt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, dem Betriebsrat und der Geschäftsführung der DREWAG für die im Geschäftsjahr 2023 geleistete Arbeit und spricht ihnen seine Anerkennung aus.
Dresden, im Mai 2024 Dirk Hilbert, Vorsitzender des Aufsichtsrates Feststellung des JahresabschlussesDie Feststellung des Jahresabschlusses 2023 fand am 3. September 2024 statt. |
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