1.2.3 Textilvertriebs GmbH

Poststraße 12, 47051 Duisburg, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Duisburg HRB 33281
Vorher
ETAMIL Textilvertriebs-GmbH
Eingetragen
27.9.2006
Branche
Einzelhandel mit TextilienGroßhandel mit TextilienEinzelhandel mit Bekleidung
Gegenstand
der Einzelhandel mit klassischen Damentextilien, insbesondere solchen, die von der Firma ETAM S.A. oder mit ihr verbundenen Unternehmen bezogen werden. Zu diesem Zweck betreibt die Gesellschaft Verkaufsfilialen. Neben Textilien vertreibt die Gesellschaft das für den Verkauf von klassischen Damentextilien üblichen Randsortiment.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.03% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
INVESTINT S.A.BEL
51.83%
INVESTINT S.A.BEL
47.14%
Société Belge Etam S.A.BEL
1.06%

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

INVESTINT S.A.
Belgium
708.300 €
98.94%
Société Belge Etam S.A.
Belgium
7.600 €
1.06%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

1.2.3 Textilvertriebs GmbH

Duisburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Darstellung des Geschäftes

Die 1.2.3 Textilvertriebs GmbH mit Sitz in Duisburg ist eine Tochtergesellschaft der Investint S.A., Brüssel, Belgien. Die operative Geschäftstätigkeit wird durch die ETAM Développement S.C.A., Clichy, Frankreich, bestimmt. Konzernobergesellschaft der Etam-Gruppe, in deren Konzernabschluss die 1.2.3 Textilvertriebs GmbH einbezogen wird, ist die ETAM Développement S.C.A., Clichy, Frankreich.

Die Etam-Gruppe vertreibt Damenmoden sowie Textilien und Accessoires unter folgenden Marken (Labels):

Etam prêt-à porter

Etam Lingerie

Maison 123

Undiz

Livy

Yse

In Deutschland ist die Unternehmensgruppe durch die 1.2.3 Textilvertriebs GmbH mit dem Label Maison 123 (Damenoberbekleidung) Ende 2023 mit 28 Verkaufsstellen vertreten. Die 27 Shops befinden sich innerhalb von Textilwarenhäusern sowie Vollsortimentwarenhäusern mit Textilabteilung (personalisiertes "Shop in Shop Konzept"), darüber hinaus wurde 1 Mono-Store in exquisiter Lage in Dresden eröffnet.

Nach einer durch Corona bedingten Konsolidierung in den Jahren 2020 und 2021, sowie im Jahr 2022 durch die Insolvenz der Galeria Karstadt-Kaufhof reduzierte Anzahl der Verkaufsstellen, wurde auch im Jahr 2023 durch eine weitere Insolvenz der Galeria die Anzahl der Verkaufsstellen bei Galeria reduziert. Jedoch konnte die Marke Maison 123 im Jahr 2023 forciert werden und so konnte in Berlin im Warenhaus Galeries Lafayette ein Maison 123 Shop implementiert werden und in Dresden wurde in exklusiver Lage ein Mono Store eröffnet. Somit konnte die Anzahl der Verkaufsstellen bei 28 im Jahr 2023 bestehen bleiben.

Auch wurde die Marke Maison 123 weiter forciert um den Marktanforderungen im Omni-Channel-Bereich gerecht zu werden.

Im Jahr 2023 wurden aufgrund der Galeria Schließungen 2 Shops in Frankfurt und Nürnberg geschlossen.

Unter der Marke Maison 123 werden Damenoberbekleidung und Accessoires des gehobenen Preissegments angeboten. Die Kollektionen sind modisch, elegant und feminin gestaltet und auf die Zielgruppe der modernen, aktiven Frauen abgestimmt. Um unsere Zielgruppe erreichen zu können, ist es erforderlich, unser Netzwerk von Verkaufsstellen an attraktiven Standorten kontinuierlich auszubauen und diese den hohen Ansprüchen unserer Kundinnen entsprechend modern auszustatten.

Unternehmenspolitik und -strategie orientieren sich an den Vorgaben durch die ETAM Développement S.C.A. in Clichy, Frankreich. Die in der Etam-Organisation vorhandenen Strukturen, Standards und Systeme werden, soweit dies sinnvoll und möglich erscheint, bei der 1.2.3 Textilvertriebs GmbH eingeführt und genutzt. Strategische Entscheidungen und die Auswahl der Kollektionen werden durch die französische ETAM Développement S.C.A. in Clichy, Frankreich, bestimmt.

Ein monatliches Berichtswesen zur ETAM Développement S.C.A. in Frankreich ist am Firmensitz installiert und enthält alle wesentlichen Geschäftsdaten und Besonderheiten der 1.2.3 Textilvertriebs GmbH. Die Kassensysteme in allen Verkaufsstellen sind mit den zentralen IT-Systemen der ETAM Développement S.C.A. in Frankreich verbunden und gewährleisten eine taggenaue Kontrolle und Überwachung von Warenbewegungen und Umsätzen. Durch eine einheitliche IT-Infrastruktur ist sichergestellt, dass die gesamte Produktpalette in allen Verkaufsstellen in jeder erhältlichen Konfektionsgröße verfügbar ist.

2. Darstellung der Rahmenbedingungen

Im Jahr 2023 ist das deutsche Bruttoinlandsprodukt preisbereinigt um 0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken, laut Pressemitteilung vom Statistischen Bundesamt 019/15.01.2024.

Quelle: Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2023 um 0,3 % gesunken - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Gemäß Statistischen Bundesamtes (Pressemitteilung Nr.41 vom 31. Januar 2024) ist der gesamte Einzelhandelsumsatz im Jahr 2023 um -3,3 % real (preisbereinigt) gesunken und um 2,3 % nominal (nicht preisbereinigt) gestiegen.

Quelle: DeStatis https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_041_45212.html - :~:text=WIESBADEN%20%E2%80%93%20Der%20Einzelhandel%20in%20Deutschland,erwirtschaftet%20als%
20im%20Jahr%202022.Einzelhandelsumsatz im Jahr 2023 real um 3,3 % niedriger als 2022 - Statistisches Bundesamt (destatis.de)

Der Versand- und Interneteinzelhandel (B2C) lag im Jahr 2023 mit einem Umsatzplus von 1 %. Quelle: Destatis vom 08.05.2024 E-Commerce - Entwicklung des Umsatzes 2024 | Statista

Der Stationäre Modehandel konnte 2023 die Umsätze um 9 % nominal um +2,9 % gegenüber 2022 und preisbereinigt um 1,9 % steigern.

Quelle TW-Testclub Modehandel +DeStatis: Jahresabschluss für die Einzelhandels-Umsatzstatistik Text Aziza Freutel vom 31.01.2023

Destatis: Jahresabschluss für die Einzelhandelsumsatzstatistik: So haben sich die Umsätze im Modehandel 2023 entwickelt (textilwirtschaft.de)

a) Geschäftsverlauf und Ertragslage

Der Rohertrag (Umsatzerlöse abzüglich Materialaufwand) hat sich bei leicht reduzierten Umsatzerlösen aufgrund reduzierter Materialeinsatzquote um ca. 1,0 Mio. € auf 6,6 Mio. € erhöht. Die Personalaufwandsquote (zum Rohertrag) lag bei vergleichbaren Umsätzen bei 38,4 % nach 41,4 % im Vorjahr. Auf Basis des höheren Rohertrags wurde ein Ergebnis vor Steuern und Zinsen in Höhe von + T€ 386 + T€ 489 im Vorjahr erzielt.

Insgesamt haben wir die im Vorjahr prognostizierte Entwicklung der Umsatzerlöse und des Ergebnisses nicht erreichen können. Mit Ausnahme der EBIT-Quote haben sich die finanziellen Leistungsindikatoren allerdings verbessert.

b) Vermögens- und Finanzlage

Das Vermögen der Gesellschaft stellt sich im Vorjahresvergleich wie folgt dar:

31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Aktivseite
Anlagevermögen 75 0,8 136 1,5
Langfristig gebundenes Vermögen 75 0,8 136 1,5
Vorräte 868 9,4 900 10,3
Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Gesellschafter 6.299 71,5
7.767 83,5
Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Rechnungsabgrenzungsposten 1.048 12,8
422 4,5
Liquide Mittel 163 1,8 344 3,9
Kurzfristig gebundenes Vermögen 9.220 99,2 8.591 98,5
9.295 100 8.728 100
Passivseite
Gezeichnetes Kapital 716 7,7 716 8,2
Kapitalrücklage 3.945 42,4 3.945 45,2
Gewinnvortrag 3.312 35,6 2.933 33,6
Jahresergebnis 478 5,2 380 4,4
Eigenkapital 8.478 90,9 7.974 91,4
Kurzfristige Verbindlichkeiten, Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungsposten 844 9,1 754 8,6
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und Gesellschaftern 0 0 0 0
Fremdkapital 844 9,1 754 8,6
9.295 100 8.728 100

Die Bilanzsumme hat sich aufgrund höherer Forderungen um ca. 6 % erhöht. Die Eigenkapitalquote liegt im Berichtsjahr aufgrund der Ergebnisthesaurierung mit 90,9 % auf Vorjahresniveau.

Zur Beurteilung der Finanzlage der Gesellschaft wird die Liquiditätsentwicklung wie folgt dargestellt:

2023
T€
2022
T€
Jahresüberschuss 478 380
Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 54 61
Zunahme/ Abnahme der Rückstellungen 204 -189
Verluste aus dem Abgang von Anlagevermögen 7 0
Abnahme/ Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, gegen verbundene Unternehmen sowie anderer Aktiva --507 1.890
Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstiger Verbindlichkeiten -115 -220
Cashflow aus lfd. Geschäftstätigkeit 121 2.096
Cashflow aus der Investitionstätigkeit 0 0
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 0 174
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 121 2.096
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 6.666 4.570
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 6.787 6.666

Der Finanzmittelfonds beinhaltet sowohl die liquiden Mittel als auch die Forderungen/ Verbindlichkeiten gegen/gegenüber einer verbundenen Gesellschaft aus dem gruppenweiten Cash-Management.

c) Gesamtaussage der Geschäftsführung zur Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft

Die wirtschaftliche Lage der Gesellschaft hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr nicht zufriedenstellend entwickelt.

3. Finanzielle Leistungsindikatoren

Für interne Managementzwecke werden die folgenden finanziellen Leistungsindikatoren genutzt:

Finanzielle Leistungsindikatoren 2023 2022 Delta
Rohertrag Mio. EUR 6,6 5,6 1,0
Personalaufwandsquote zum Rohertrag % 38,4 41,4 - 3,0
EBIT zum Rohertrag % 5,8 9,7 - 3,9
Mietaufwand zum Rohertrag % 28,0 35,6 - 7,6

Bzgl. der Erläuterungen der Veränderungen wird auf die obigen Ausführungen verwiesen.

Insgesamt hat sich die für 2023 prognostizierte Entwicklung der finanziellen Leistungsindikatoren nur zum Teil realisiert.

4. Risiko- und Chancenbericht

Nach wie vor setzt die Etam-Gruppe ihr Risiko- und Chancenmanagementsystem als ein wesentliches Steuerungsinstrument für unternehmerische Entscheidungen und Geschäftsprozesse ein. Risiken werden durch das zentrale Controlling der Muttergesellschaft, welches eng mit dem nationalen Controlling der 1.2.3 Textilvertriebs GmbH zusammenarbeitet, frühzeitig identifiziert, analysiert und bewertet.

Derzeit sehen wir für die 1.2.3 Textilvertriebs GmbH die folgenden wesentlichen Risiken und Chancen:

Marktrisiken

Durch eine hohe Marktdynamik im Bekleidungssegment für Frauen (DOB) ist das Unternehmen mit jeder Saison dem Risiko ausgesetzt, dass bestimmte Teile der Kollektion nicht im erwarteten Umfang in Deutschland abgesetzt werden. Dieses Risiko mindert die Etam-Gruppe durch eine einheitliche Kassen- und IT-Infrastruktur, welche eine taggenaue Erfassung der veräußerten Artikel ermöglicht. Dadurch kann das Produktionsvolumen überwacht und kontrolliert werden. Das Risiko von nicht verkauften Beständen wird national und gruppenübergreifend durch die Rückkaufvereinbarung mit der Muttergesellschaft erheblich reduziert.

Dem Risiko von Umsatzeinbrüchen begegnen wir mit der permanenten Optimierung unseres Internet-Auftritts, in welchem wir unsere Kundinnen exklusiv über unsere aktuelle Kollektion und die neuesten Mode-Trends informieren, die in Deutschland ausschließlich in unseren Verkaufsstellen und im Internet vertrieben werden.

Standortrisiken

Weiterhin erfordert der Aufbau eines flächenübergreifenden Shop-Netzwerks in Deutschland umfangreiche Investitionsentscheidungen, die mit entsprechenden Risiken verbunden sind. Diesen Investitionsrisiken begegnet die Gesellschaft mit der sorgfältigen Auswahl der Geschäftspartner bei der Anmietung von Verkaufsflächen (Shop-in-Shop System). Es werden grundsätzlich nur Verkaufsflächen bei etablierten Textilwarenhäusern und Vollsortiment-warenhäusern mit Textilabteilung angemietet. Der Abschluss von Rahmenmietverträgen gewährleistet eine einheitliche Kostenstruktur und ermöglicht ein effektives Controlling. Darüber hinaus wird das Risiko durch relativ flexible Mietverträge, welche überwiegend eine feste und eine umsatzabhängige Vergütung enthalten, sowie durch den einheitlichen Aufbau unserer Shopeinrichtungen vermindert.

Risiken aus den finanziellen Entwicklungen der Vermieter im Jahr 2024 sind nicht ohne weiteres vorauszusehen. Wir können nicht ausschließen, dass bedingt durch die Vermieter Standorte geschlossen werden müssen. So steht bereits fest, dass im Laufe des Jahres 2024 die Standorte Augsburg und Chemnitz, sowie Galeries Lafayette seitens des Vermieters geschlossen werden. Die im Jahr 2022 begonnene Galeria Karstadt-Kaufhof Insolvenz hatte in 2023 weitere Schließungen zur Folge (Frankfurt und Nürnberg), von denen wir betroffen sind.

Diesem Risiko begegnen wir nach Möglichkeit mit der Aufwertung bestehender Standorte, insbesondere durch einen Umzug in eine attraktivere Lage. So konnte im Jahr 2023 ein Mono Store in Dresden eröffnet werden, sowie stehen Eröffnungen von Shop in Shop Standorten in Frankfurt und Konstanz bevor.

Aktuell betreiben wir noch 28 Standorte.

Beschaffung und Lagerhaltung

Die Kreationen werden ausschließlich durch Gesellschaften der Etam-Gruppe bezogen. Von dem Risiko eines Anstiegs der Rohstoff-, Lohn- und Energiekosten, die in die Produktion der Kollektionen eingehen, sind wir indirekt betroffen. Ein Anstieg wird sich negativ auf unsere Rohertragsmarge auswirken, da erfahrungsgemäß nicht alle Kostensteigerungen unmittelbar an unsere Kundinnen weitergegeben werden können.

Durch die länderübergreifende Absatz- und Produktionskontrolle durch eine französische Konzerngesellschaft wird es ermöglicht, den Warenbestand optimal zu steuern. In Deutschland schwer veräußerbare Artikel können in den übrigen Ländern, in denen die Etam-Gruppe tätig ist, verkauft werden. Dadurch wird das Preisänderungs-Risiko für die deutsche Gesellschaft wesentlich reduziert.

Fremdwährungen haben keinen unmittelbaren Einfluss auf die Entwicklung der Gesellschaft, weil deren Geschäftstransaktionen in Euro stattfinden. Da die Produktion der Kollektionen weltweit erfolgt, sind jedoch grundsätzlich Fremdwährungsrisiken gegeben. Ungünstige Kursentwicklungen können die Herstellungskosten der Gruppe und unsere Einkaufspreise und Rohmargen mittelbar negativ beeinflussen.

Technische Risiken

Technische Risiken bestehen primär in der Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit der Kassen- und Rechnersysteme, welche unmittelbar mit den Warenwirtschafts- und Bestellsystemen verbunden sind. Die Gesellschaft hat IT-Systeme im Einsatz, die überwiegend durch die Muttergesellschaft kontrolliert werden. Störungen oder ein Ausfall von Kassensystemen können zu Umsatz- und Liquiditätsverlusten führen, welche die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft negativ beeinflussen können.

Gesamtbeurteilung der Chancen und Risiken

Die Gesamtsituation der Chancen und Risiken setzt sich aus den oben genannten Einzelaspekten zusammen. Auf der Grundlage, der uns heute bekannten Informationen, sind derzeit - abgesehen von der Situation Galeria Karstadt-Kaufhof - keine Risiken erkennbar, die einzeln oder gemeinsam im aktuell überschaubaren Zeitraum den Fortbestand der Gesellschaft gefährden.

5. Prognose

Die 1.2.3 Textilvertriebs GmbH sieht den weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2024 weiterhin kritisch und befindet sich weiterhin in Konsolidierungsmaßnahmen. Bei Fortgang der unsicheren politischen Lage in Zusammenhang mit dem Ukraine Krieg und o. g. Standortschließungen liegen die Umsatzerlöse bis zum in etwa auf dem Niveau des Vorjahres auf vergleichbarer Fläche.

Für die finanziellen Leistungsindikatoren planen wir im Vergleich zum Vorjahr keine wesentliche Veränderung.

Wir erwarten einen Umsatz und ein Jahresergebnis auf Vorjahreshöhe.

Ziel ist es, zunächst die Marktposition und Präsenz der Marke Maison 123 in Deutschland zu halten und perspektivisch wieder deutlich auszubauen.

 

Duisburg, den 31. Oktober 2024

Frédéric de Castro

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 75.223,11 136.273,28
I. Sachanlagen 68.276,10 129.326,27
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.276,10 129.326,27
II. Finanzanlagen 6.947,01 6.947,01
B. Umlaufvermögen 9.220.038,75 8.591.259,84
I. Vorräte 867.813,36 900.238,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 8.189.374,20 7.346.812,28
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 7.767.721,13 6.298.533,48
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 162.851,19 344.209,44
Summe Aktiva 9.295.261,86 8.727.533,12

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 8.451.340,51 7.973.547,62
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 715.900,00 715.900,00
1. Gezeichnetes Kapital 715.900,00 715.900,00
II. Kapitalrücklage 3.945.194,10 3.945.194,10
III. Gewinnvortrag 3.312.453,52 2.932.732,59
IV. Jahresüberschuss 477.792,89 379.720,93
B. Rückstellungen 600.549,25 396.308,81
C. Verbindlichkeiten 243.372,10 357.676,69
davon aus Steuern 98.225,36 194.620,33
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 11.130,23 6.282,95
Summe Passiva 9.295.261,86 8.727.533,12

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Betriebsergebnis 397.271,08 488.967,92
a) Rohergebnis 6.672.707,11 5.921.153,13
b) Personalaufwand 2.548.822,41 2.332.832,38
Löhne und Gehälter 2.113.691,63 1.955.447,95
soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 435.130,78 377.384,43
c) Abschreibungen 54.494,81 61.185,09
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 54.494,81 61.185,09
d) sonstige betriebliche Aufwendungen 3.672.118,81 3.038.167,74
2. Finanz- und Beteiligungsergebnis 294.915,28 56.508,22
a) sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 295.115,28 59.235,31
davon sonstige Zinsen und ähnliche Erträge von verbundenen Unternehmen 295.115,28 59.235,31
b) Zinsen und ähnliche Aufwendungen 200,00 2.727,09
3. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 202.956,30 188.359,99
4. Ergebnis nach Steuern 489.230,06 357.116,15
5. sonstige Steuern 11.437,17 -22.604,78
Jahresüberschuss 477.792,89 379.720,93

Anhang

I. Allgemeine Angaben zur Gesellschaft und zum Jahresabschluss

Firma: 1.2.3 Textilvertriebs GmbH
Rechtsform: Gesellschaft mit beschränkter Haftung
Sitz: Duisburg
Anschrift: Poststr. 12, 47051 Duisburg
Handelsregister-Eintragung: Amtsgericht Duisburg unter HRB 33281

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des GmbH-Gesetzes aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft gemäß § 267 Abs. 2 HGB.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023 wird das Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB gewählt.

Die Erleichterungsvorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften wurden teilweise in Anspruch genommen.

Die von uns angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im Vorjahr angewandten Methoden.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer angesetzt.

Dabei wurde von Nutzungsdauern für Betriebs- und Geschäftsausstattungen von drei bis acht Jahren ausgegangen.

Die Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter EUR 1.000,00 (Vj: EUR 800,00) werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten bewertet.

Das Vorratsvermögen wird zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Wert am Bilanzstichtag bewertet. Alle erkennbaren Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit und niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Abwertungen berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihren Nominalbeträgen angesetzt. Soweit erforderlich, werden Wertberichtigungen vorgenommen.

Liquide Mittel werden zu Nennwerten angesetzt.

Das Eigenkapital wird zum Nennbetrag angesetzt. Das gezeichnete Kapital entspricht der Eintragung im Handelsregister.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und werden in der Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages gebildet.

Die Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als verbundene Unternehmen werden alle Gesellschaften bezeichnet, die in den Konzernabschluss der ETAM Développement S.C.A., 78, Rue de Rivoli, 75004 Paris, Frankreich, einbezogen werden.

III. Angaben zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

1. Anlagevermögen

Zur Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023 einschließlich der kumulierten Abschreibungen wird auf den Anlagenspiegel (vgl. die Anlage zu diesem Anhang) verwiesen.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen im Wesentlichen Forderungen aus der Cash Pool-Vereinbarung in Höhe von TEUR 6.624 (Vorjahr: TEUR 6.323) sowie aus der laufenden Verrechnung TEUR 1.144.

3. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt TEUR 716 und ist in voller Höhe eingezahlt.

4. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten im Wesentlichen:

mitarbeiterbezogene Rückstellungen

Kundenbindungsprogramme

Jahresabschlusskosten und Beratungskosten

5. Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten sind unbesichert und haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

6. Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind staatliche Corona-Hilfen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 246) enthalten.

7. Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Wertberichtigungen in Höhe von TEUR 671 enthalten. Es sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 71 aus Vorjahreskorrekturen enthalten.

IV. Sonstige Angaben

1. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat u. a. finanzielle Verpflichtungen aus den Mietverträgen mit den KaDeWe-Häusern, welche auf einer fixen Grundmiete und zum Teil auf umsatzabhängigen Komponenten basieren, sowie aus der fixen Miete eines Mono-Stores. Im Jahr 2024 ist aus dem fixen Teil voraussichtlich von Mittelabflüssen in Höhe von ca. TEUR 450 auszugehen. Die über das Jahr 2024 hinausgehenden finanziellen Verpflichtungen aus den Mietverträgen können wegen der vorliegenden Schätzungsunsicherheiten nicht verlässlich beurteilt werden, weil sich die geschätzten Verpflichtungen aufgrund der noch ausstehenden Verhandlungen zu den Mietverlängerungen sowie durch Shop-Schließungen, welche von der Gesellschaft nicht beeinflusst werden können, wesentlich verändern können.

2. Mitarbeiter

Im Jahresdurchschnitt 2023 waren 82 Mitarbeiter beschäftigt.

Die Mitarbeiter teilen sich weiter wie folgt auf:

2023
Vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter 16
Teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter 59
Aushilfen 7

3. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

Der Geschäftsführung gehört an:

Herr Frédéric de Castro, Paris/Frankreich

Herr Frédéric de Castro ist CFO der ETAM Développement S.C.A.. Der Geschäftsführer erhält keine Bezüge von der Gesellschaft.

Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

4. Honorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe des Honorars des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB) wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 3 HGB verzichtet.

5. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft wird in den Konzernabschluss (kleinster und größter Konsolidierungskreis) der ETAM Développement S.C.A., 78, Rue de Rivoli, 75004 Paris/Frankreich, einbezogen.

Der Konzernabschluss der ETAM Développement S.C.A., Paris/Frankreich, wird im französischen Unternehmensregister ("Greffe du Tribunal de Commerce") veröffentlicht.

 

Duisburg, den 31. Oktober 2024

Frédéric de Castro

Der Jahresabschluss wurde am 13.03.2025 festgestellt.

Ergebnisverwendungsbeschluss

Es wird beschlossen, den Jahresüberschuss zusammen mit dem Gewinnvortrag in Höhe von insgesamt € 3.790.246,41 auf neue Rechnung vorzutragen.

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel für das Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
1.1.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.457.123,08 0,00 170.195,46 1.286.927,62
II. Finanzanlagen 6.947,01 0,00 0,00 6.947,01
Anlagevermögen gesamt 1.464.070,09 0,00 170.195,46 1.293.874,63
Abschreibungen
1.1.2023
Zugänge
Abgänge
31.12.2023
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.327.796,81 54.494,81 163.640,10 1.218.651,52
II. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
Anlagevermögen gesamt 1.327.796,81 54.494,81 163.640,10 1.218.651,52
Buchwerte 31.12.2023
Buchwerte 31.12.2022
I. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 68.276,10 129.326,27
II. Finanzanlagen 6.947,01 6.947,01
Anlagevermögen gesamt 75.223,11 136.273,28

Bestätigungsvermerk

Den nachfolgenden Bestätigungsvermerk haben wir, unter Beachtung der gesetzlichen und berufsständigen Bestimmungen, nach Maßgabe der in der Anlage "Auftragsbedingungen, Haftung und Verwendungsvorbehalt" beschriebenen Bedingungen erteilt:

Falls das vorliegende Dokument in elektronischer Fassung für Zwecke der Offenlegung im Bundesanzeiger verwendet wird, sind für diesen Zweck daraus nur die Dateien zur Rechnungslegung und im Falle gesetzlicher Prüfungspflicht der Bestätigungsvermerk resp. die diesbezüglich erstellte Bescheinigung bestimmt.

Der vorstehende, für Zwecke der Offenlegung verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die 1.2.3 Textilvertriebs GmbH, Duisburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der 1.2.3 Textilvertriebs GmbH, Duisburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der 1.2.3 Textilvertriebs GmbH, Duisburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen

nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Frankfurt am Main, den 31. Oktober 2024

HSA Frankfurt GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Veronika Leja, Wirtschaftsprüferin

Ulrike Antosch, Wirtschaftsprüferin

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