Stammdaten

Register
Amtsgericht München HRB 173072
Vorher
MIFcom GmbH
Eingetragen
8.4.2008
Branche
Herstellung von Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit Geräten der UnterhaltungselektronikGroßhandel mit elektronischen Bauteilen und Telekommunikationsgeräten
Gegenstand
Elektronikhandel mit Service, Herstellung von Elektronikgeräten, Beratung im IT-Bereich und Elektronik.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Andreas Litzel
seit 11.9.2025
Prokura
Prokura
Dmitry Ginzburg
seit 8.4.2008
Geschäftsführer
Dimitri Mistetski
seit 8.4.2008
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
50.00%
50.00%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
IM Management GmbH
Germany
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

MIFCOM GmbH

München

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Grundlagen des Unternehmens

I.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die MIFCOM GmbH, eine 100-prozentige Tochter der IM Management GmbH, ist seit 2008 erfolgreich am Markt etabliert und gehört zu den führenden Herstellern maßgeschneiderter, leistungsstarker Computersysteme in der DACH-Region. Unser Unternehmen spezialisiert sich auf die Entwicklung, Wartung und den Vertrieb individuell konfigurierbarer Computerlösungen, darunter Desktop-PCs, Notebooks, Workstations und Server.

Unser Leistungsangebot beginnt mit einer umfassenden Marktanalyse und der kontinuierlichen Beobachtung neuer Technologien und Plattformen durch unsere Produktmanager. Sämtliche neuen Computerkomponenten werden in unserem firmeneigenen Testlabor gründlich auf Leistung, Stabilität und Funktionalität geprüft. Nur die besten Komponenten schaffen es in unser Portfolio, auf dessen Basis wir verschiedene Systemkonfigurationen und Konfiguratoren entwickeln.

Der Großteil unseres Vertriebs erfolgt über unsere eigenen Online-Shops. Dort haben Kunden die Möglichkeit, ihre Computersysteme nach ihren individuellen Wünschen zu konfigurieren, die Kompatibilität zu prüfen und direkt zu bestellen. Für Geschäftskunden, die komplexe Projekte oder größere Bestellvolumina umsetzen möchten, steht unser Business-Vertriebsteam direkt zur Verfügung. Zusätzlich bieten wir Fulfillment-Lösungen für die Produktion und den Service von Computern als "White Label"-Lösungen sowie für Drittanbietermarken an.

Unsere Systeme werden im Privatkundensegment vor allem für Gaming und Content-Erstellung genutzt. Im B2B-Bereich kommen sie hauptsächlich in rechenintensiven Anwendungsgebieten wie Künstlicher Intelligenz, wissenschaftlichem Rechnen, CAD, 3D-Modellierung sowie Rendering und Visualisierung zum Einsatz.

Nach dem Kauf steht unseren Kunden ein erfahrenes Support-Team zur Seite, das bei Hardware- und Softwareproblemen, Fernwartungen, dem Austausch defekter Teile, Reparaturen und der Organisation von Vor-Ort-Support unterstützt.

Zusätzlich zu unseren Kerngeschäften handeln wir mit Computerperipherie und Software. Zu unseren neueren Geschäftsfeldern gehören Cloud-Lösungen und die Bereitstellung von Rechenkapazitäten für GPUComputing-Anwendungen.

I.2 Vertrieb und Absatzmärkte

Unser Hauptmarkt erstreckt sich primär über die DACH-Region, wobei wir zusätzlich einen EU-weiten Versand anbieten. Im Rahmen spezifischer Projekte erfolgt die Lieferung unserer Produkte auch weltweit. Sowohl Privat- als auch Geschäftskunden können bequem über unseren firmeneigenen Onlineshop bestellen. Für Geschäftskunden mit komplexen Projekten, Key Accounts und öffentliche Auftraggeber steht unser spezialisiertes Vertriebsteam zur Verfügung, um eine maßgeschneiderte und persönliche Betreuung sicherzustellen. Der Großteil unseres Vertriebs erfolgt direkt, zusätzlich vertreiben wir unsere Produkte über Fachhändler, Retailer, Systemhäuser sowie auf Online-Marktplätzen.

I.3 Forschung und Entwicklung

Im Bereich Forschung und Entwicklung konzentrieren wir uns intensiv auf die Weiterentwicklung von Computersystemen und Lösungen im High-Performance-Computing (HPC). Ein Schwerpunkt liegt dabei auf der Optimierung effizienter Kühllösungen, um die Stabilität und maximale Leistungsfähigkeit dieser Systeme zu gewährleisten.

Darüber hinaus arbeiten wir an der Entwicklung einer digitalen Commerce-Plattform, die ein nahtloses, vollintegriertes Einkaufserlebnis für individuell konfigurierbare Computersysteme bietet. Diese Plattform umfasst einen Onlineshop, einen Produktkonfigurator sowie vollständig integrierte CMS-, CRM- und ERPSysteme, die durch eine Kombination aus Eigenentwicklungen und bewährten Drittanbieterlösungen realisiert werden. Gleichzeitig setzen wir auf die fortlaufende Optimierung und Digitalisierung unserer Produktions- und Logistikprozesse.

Zu unseren aktuellen Entwicklungsfeldern zählen außerdem innovative Lösungen in den Bereichen Künstliche Intelligenz, Datacenter und Cloud-Computing.

II. Wirtschaftsbericht

II.1 Gesamtwirtschaftliche branchenbezogene Rahmenbedingungen

Für das Jahr 2023 zeigte sich, dass die gesamtwirtschaftliche Lage in Deutschland von mehreren Herausforderungen geprägt war. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) Deutschlands verzeichnete im Jahr 2023 ein leichtes negatives Wachstum von -0,3 %, was auf die anhaltende Schwäche der Weltwirtschaft, die hohe Inflation und die steigenden Zinsen zurückzuführen war.

Die geringere Ausgabenbereitschaft der Verbraucherinnen und Verbraucher spiegelte sich im Jahr 2023 erneut in deutlich gesunkenen Gesamtumsätzen im deutschen E-Commerce wider. Der Brutto-Umsatz mit Waren fiel im Gesamtjahr 2023 erstmals zweistellig um 11,8 % auf 79,7 Mrd. Euro, nach 90,4 Mrd. Euro im Jahr davor. Im Segment Unterhaltung mit dem Bereich Computer/Zubehör/Spiele/Software lag der Rückgang bei den E-Commerce Umsätzen in Deutschland mit minus 16,2 % nochmal deutlich über dem Gesamtdurchschnitt. Das Endkundengeschäft im E-Commerce mit Waren hat sich auch im dritten Quartal 2024 weiter stabilisiert. Das nominale Umsatzwachstum von 1,5 % auf 17,3 Mrd. Euro konnte in der Gesamtjahresbetrachtung die Rückgänge zu Jahresbeginn fast kompensieren. Die aufgelaufenen Umsätze der ersten neun Kalendermonate des Jahres 2024 (55.4 Mrd. Euro) liegen damit aktuell nur noch 0,4 % unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Der Bereich Computer/Zubehör/Spiele/Software im Bereich Unterhaltung liegt im Vergleich hierzu nach neun Monaten in 2024 ca. 2,2 % unter dem Vorjahr, zeigte aber im Verlauf des Jahres deutliche Erholungstendenzen.

Im Jahr 2023 zeigte der Computermarkt in Europa und Deutschland keine vollständige Erholung von den Einbrüchen der Vorjahre. Die weltweiten PC-Auslieferungen in Höhe von 259,5 Millionen PCs sanken um etwa 13,9 % im Vergleich zu 2022. Dies war das zweite Jahr in Folge mit einem zweistelligen Rückgang, stark beeinflusst durch wirtschaftliche Unsicherheiten und eine abgeschwächte Nachfrage. Die Nachfrage nach PCs blieb gedämpft, vor allem aufgrund hoher Produktionskosten und einer geringeren Kaufkraft der Verbraucher. Zwar verbesserte sich die Verfügbarkeit von Chips und Prozessoren, aber das allgemeine Marktumfeld war weiterhin von Unsicherheiten geprägt. IDC prognostizierte für 2024 ein Wachstum mit einem erwarteten Anstieg der PC-Lieferungen um etwa 3,4 %.789, jedoch blieb der Markt bis zum Ende des vierten Quartals 2024 hinter diesen Erwartungen zurück und stieg im Vergleich zum Vorjahr nur um 1,0 %.

Die prognostizierte anhaltende Chipknappheit trat nicht in dem erwarteten Ausmaß ein. Durch die Nachfragerückgänge verringerte sich die Auslastung der Auftragsfertiger wie TSMC im Jahresverlauf, was zu einer Erholung der Verfügbarkeit von Chips und Prozessoren führte. Zusätzlich trug die abnehmende Nachfrage nach Grafikprozessoren, bedingt durch den Rückgang des Kryptominings infolge steigender Energiekosten, regulatorischer Unsicherheiten und nachlassender Profitabilität, zur Entspannung der Produktionskapazitäten bei. Dies resultierte in sinkenden Preisen und einer besseren Verfügbarkeit dieser Komponenten.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass nach zwei Jahren des Rückgangs der weltweite PC-Markt in 2024 ein moderates Wachstum von 1,0 % erreicht hat. Dies war hauptsächlich auf den starken Rückgang in 2023 zurückzuführen, der das niedrigste Niveau in der Geschichte des PC-Marktes darstellte. Während sich der Markt in den meisten Regionen erholt, bleibt China aufgrund schwacher Nachfrage und wirtschaftlicher Herausforderungen ein Problem. Neue Entwicklungen wie KI-gestützte PCs werden für weiteres Wachstum sorgen, insbesondere bei höherpreisigen Geräten.

II.2 Geschäftsverlauf und Lage

II.2.1 Umsatz- und Auftragsentwicklung

Trotz der allgemeinen Marktrückgänge war das Geschäftsjahr der Gesellschaft sehr erfolgreich. In 2023 wurde eine Gesamtleistung (Umsatzerlöse + Andere aktivierte Eigenleistungen) in Höhe von EUR 85,9 Mio. erzielt und übertraf damit das Vorjahr mit EUR 72,8 Mio. um EUR 13,1 Mio. (+17,1 %). Der Umsatz als Teil der Gesamtleistung wurde durch gezielte, erfolgreiche Marketingmaßnahmen und die starke Markenposition der MIFCOM gestützt.

Die Auftragslage war in dem zurückliegenden Geschäftsjahr 2023 sehr zufriedenstellend und gegen den Markttrend sehr robust. Die Kundenstruktur besteht aus einer gesunden Mischung von Stammkunden und Neukunden aus verschiedenen Branchen. Abhängigkeiten von Einzelkunden bestehen aufgrund der breiten Kundenbasis nicht.

Die im Jahr 2023 weiterhin gestiegene Nachfrage nach MIFCOM-Systemen wurde durch mehrere positive Faktoren beeinflusst:

- Ein wachsender Anteil gamingaffiner Computernutzer

- Stark ausgeweitete Marketingaktivitäten zur Stabilisierung und Steigerung des Umsatzes

- Erweiterung des Produktportfolios, insbesondere in den Bereichen Server und Workstations

- Zunehmende Nachfrage nach Rechenleistung für Künstliche Intelligenz, insbesondere im Geschäftskundenumfeld

II.2.2 Beschaffung

Die globale Technologieindustrie hat auch im Jahr 2023 die Nachwirkungen des Chipmangels gespürt, obwohl sich die Situation gegenüber den Vorjahren verbessert hat. Folgende Faktoren haben weiterhin eine Rolle gespielt:

- Produktionsunterbrechungen: Während die pandemiebedingten Schließungen von Chipfabriken abnahmen, führte die langsame Erholung in einigen Regionen weiterhin zu Verzögerungen.

- Russlands Angriffskrieg in der Ukraine: Die geopolitische Unsicherheit und die wirtschaftlichen Folgen, insbesondere durch Sanktionen und gestiegene Energiepreise, haben die globalen Lieferketten und die wirtschaftliche Stabilität weiterhin belastet.

- Handelskriege: Die Spannungen zwischen den USA und China haben 2023 weiterhin die Lieferketten für Halbleiter beeinträchtigt, insbesondere im Bereich kritischer Technologien wie Künstliche Intelligenz und 5G.

- Komplexität der Chipproduktion: Trotz verstärkter Investitionen in Produktionskapazitäten bleibt der zeitaufwändige Prozess der Chipherstellung ein Hemmnis für schnelle Anpassungen an Nachfrageschwankungen.

- Vielfältige Chipanwendungen: Die Nachfrage nach Chips stieg 2023 weiter an, insbesondere aufgrund des Wachstums in den Bereichen Automobilindustrie, Haushaltsgeräte und vernetzte Technologien (IoT).

- Naturkatastrophen: Obwohl größere Naturkatastrophen im Jahr 2023 die Produktion nicht wesentlich beeinträchtigten, bleiben sie ein potenzielles Risiko für zukünftige Engpässe.

Gegen Ende des Jahres 2023 konnte eine weitere Entspannung auf der Beschaffungsseite festgestellt werden. Dies führte dazu, dass viele Unternehmen, darunter auch wir, die Lagerbestände im Verhältnis zum Umsatz weiter abbauten. Unsere Bestände sind bei deutlich gestiegenem Umsatz zum Stichtag nahezu auf dem Vorjahresniveau verblieben.

Eine effiziente Lagerführung und die kontinuierliche Optimierung des Einkaufs unter Berücksichtigung der Preiserwartungen bleiben auch 2023 eine zentrale Herausforderung. Diese Prozesse sind essenziell, um den Erfolg des Unternehmens sicherzustellen.

Durch die enge Zusammenarbeit mit Herstellern und Lieferanten konnte auch im Jahr 2023 eine durchgehende Produktions- und Lieferfähigkeit sichergestellt werden. Die Beschaffungsstruktur blieb stabil, ohne wesentliche Veränderungen, und ermöglichte eine Anpassung an die neuen Marktbedingungen.

Die Warenbestellungen verteilen sich auf eine Vielzahl von Lieferanten. Es bestehen keine Abhängigkeiten. Bei den zehn größten Lieferanten deckt die Gesellschaft ca. 69 % ihres gesamten Einkaufsvolumens. Langfristige Abnahmeverträge mit Lieferanten, die die Gesellschaft binden, bestehen nicht.

II.2.3 Investitionen

Die Investitionen in das Sachanlagevermögen (1.638 TEUR) konzentrierten sich im Wesentlichen auf Anzahlungen für Fremdleistungen und die Aktivierung von Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Erstellung einer neuen Shop-Software für das E-Commerce-Geschäft der Gesellschaft in Höhe von 1.103 TEUR sowie Anschaffungen für Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 535 TEUR.

II.2.4 Finanzierungsmaßnahmen

Die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten valutierten zum Geschäftsjahresende in Höhe von TEUR 7.280 (davon TEUR 6.337 mit einer Fälligkeit von bis zu einem Jahr) und dienten vornehmlich der Finanzierung des Umlaufvermögens. Die Gesellschaft ist bestrebt den Finanzierungsbedarf für das weiter steigende Umsatzvolumen durch Ausweitung der Kontokorrentlinien bei den drei finanzierenden Banken und durch die Erhöhung der Umschlagshäufigkeit des Lagers zu decken. Die Kontokorrentlinien werden regelmäßig durch die Inanspruchnahme von niedriger verzinsten Geldmarktkrediten auf Basis des Euribor ausgenutzt. Gleichzeitig bemüht sich die Gesellschaft, die Finanzierung langfristiger zu strukturieren.

II.2.5 Sonstige wichtige Vorgänge des Geschäftsjahres

Es liegen keine wesentlichen schwebenden Geschäfte oder Rechtsstreitigkeiten vor, für die nicht Rückstellungen gebildet wurden oder für die nach jetziger Einschätzung der Geschäftsführung eine Bildung von Rückstellungen erforderlich wäre. Für eventuelle Gewährleistungsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet.

Ertragslage

Das Jahresergebnis 2023 war leicht höher als das Ergebnis des Vorjahres. Ein Anstieg von TEUR 1.282 auf TEUR 1.482 (+TEUR 200) wurde verzeichnet. Begründet ist das gestiegene Ergebnisniveau durch wieder stark gestiegenen Umsatz (+17,1 %) bei allerdings überproportional gestiegenen Kosten. Die Umsatzerlöse zeigten eine positive Dynamik, indem sie von EUR 72,8 Mio. auf EUR 85,3 Mio. zunahmen (+EUR 12,5 Mio.). Alle Vertriebskanäle trugen zu diesem Umsatzwachstum bei. Erstmalig für 2023 wurden Eigenleistungen im Zusammenhang mit der Entwicklung eines neuen Onlineshops in Höhe von TEUR 651 aktiviert und haben damit die Gesamtleistung positiv beeinflusst. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind diesjährig insbesondere Erträge aus der Weiterbelastung von in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthaltenen Kosten berücksichtigt, die den Anstieg entsprechend begründen. Im Vorjahr waren hier insbesondere auch Versicherungsentschädigungen enthalten.

Die Kostenpositionen entwickelten sich wie folgt:

Der Materialaufwand erhöhte sich absolut von EUR 55,2 Mio. um EUR 9,5 Mio. (+17,2 %) auf EUR 64,7 Mio. Die Materialeinsatzquote verringerte sich dabei unwesentlich von 75,7 % auf 75,4 %.

Die Personalkosten stiegen infolge von Neueinstellungen und Gehaltserhöhungen deutlich um EUR 2,3 Mio. auf EUR 11,5 Mio., was einem Anstieg von 25,0 % entspricht. Im Durchschnitt des Geschäftsjahres waren 158 Voll- oder Teilzeitmitarbeiter (im Vergleich zu 143 im Vorjahr) sozialversicherungspflichtig beschäftigt, zuzüglich acht Auszubildender.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich im Jahresvergleich um EUR 1,5 Mio. auf EUR 8,8 Mio. Der höhere Aufwand wurde insbesondere durch Mehrkosten in Höhe von EUR 1,0 Mio. für Rechts- und Beratungskosten, Energie, Leasing und Instandhaltung beeinflusst. Auch die Werbe- und Marketingkosten erhöhten sich ggü. Vorjahr proportional zum Umsatz um EUR 0,5 Mio. auf EUR 3,0 Mio.

Während sich umsatzabhängige Kosten, wie Fracht- und Verpackungskosten sowie die Urheberrechtsabgaben unterproportional zum Umsatz verhielten, entwickelten sich Geldverkehrsnebenkosten, überproportional.

Finanzlage

Die Eigenkapitalquote betrug 26,2 % gegenüber 35,1 % im Vorjahr. Der Rückgang der Eigenkapitalquote resultierte aus einer Aktiv-/Passiv-Mehrung bedingt durch die vollständige Ausnutzung der Kontokorrentlinie der Unicredit Bank AG in Höhe von EUR 6,2 Mio. (EUR 3,0 Mio. BAW-Linie und EUR 3,2 Mio. Saisonlinie) über ein Geldmarktdarlehen. Dem stand per Stichtag ein Bankguthaben in Höhe von EUR 8,6 Mio. gegenüber. Bei Bereinigung der Eigenkapitalquote auf ein unterstelltes Bankguthaben von EUR 1,3 Mio. per Stichtag (d. h. Reduzierung der flüssigen Mittel in Höhe der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten) hätte sich eine Quote in Höhe von 34,8 % und damit auf Vorjahreshöhe ergeben.

Die Kreditlinien unserer Hausbanken, der Unicredit Bank AG sowie der Stadtsparkasse München und der Kreissparkasse Ebersberg werden kurzfristig bei Lieferspitzen in Anspruch genommen und waren im Berichtszeitraum ausreichend.

Vermögenslage

Wesentliche Bilanzposten Geschäftsjahr
TEUR
Vorjahr
TEUR
Veränderung
TEUR
%
Aktiva
Anlagevermögen 3.838 2.680 1.158 43,2%
Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 16.979 14.533 2.447 16,83%
liquide Mittel 8.556 431 8.125 1.885,2%
Rechnungsabgrenzungsposten 123 167 -44 -26,4%
Passiva
Eigenkapital 7.729 6.246 1.482 23,7%
Rückstellungen 2.885 2.757 128 4,6%
Verbindlichkeiten 18.883 8.808 10.075 114,4%
Bilanzsumme 29.496 17.811 11.684 65,6%

Die Bilanzsumme hat sich im Vergleich zum Vorjahr von TEUR 17.812 um TEUR 11.685 auf TEUR 29.496 erhöht. Die Erhöhung ist im Wesentlichen auf den Zuwachs der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der liquiden Mittel zurückzuführen. Das Anlagevermögen hat sich primär durch die Aktivierung von Kosten für die Entwicklung des neuen Onlineshops der Gesellschaft von TEUR 2.680 um TEUR 1.158 auf TEUR 3.838 erhöht. Die liquiden Mittel hingegen haben sich von TEUR 431 um TEUR 8.125 auf TEUR 8.556 erhöht. Auf der Passivseite haben sich insbesondere die Verbindlichkeiten ggü. Kreditinstituten (+ TEUR 3.351) und der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (+ TEUR 6.556) erhöht.

Der Lagerbestand sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind als werthaltig einzuschätzen.

Finanzielle Leistungsindikatoren

Die für die Gesellschaft zur Steuerung bedeutsamen Leistungsindikatoren sind Gesamtleistung, Rohertragsmarge, (bereinigtes) EBITDA und (bereinigtes) EBIT.

In TEURO 2023 2022 Abw.
TEURO
Abw. In%
Gesamtleistung 85.279 72.834 12.445 17,1%
Rohertragsmarge (Umsatzerlöse abzgl. Materialaufwand) in % 24,10% 24,20%
(Bereinigtes) EBITDA 2.135 1.742 393 22,6%
(Bereinigtes) EBITDA in % v. Gesamtleistung 2,5% 2,4%
(Bereinigtes) EBIT 1.651 1.435 215 15,0%
(Bereinigtes) EBIT in % v. Gesamtleistung 1,9% 2,0%

Mit der weiteren Steigerung der Umsatzerlöse um 17,1 % stiegen auch das (bereinigte) EBITDA und das (bereinigte) EBIT absolut um 22,6 % bzw. 15,0 %. Das (bereinigte) EBITDA in % von den Umsatzerlösen entwickelte sich von 2,4 % in 2022 auf 2,5 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Das (bereinigte) EBIT in % von der Gesamtleistung verblieb bei 1,9 % im Vergleich zu 2,0 % in 2022. Im Vorjahr wurden dabei beim bereinigten EBITDA sowie beim bereinigten EBIT insbesondere periodenfremde Aufwendungen und Versicherungsentschädigungen in Höhe von in Summe TEUR 514 bereinigt. Diesjährig waren Versicherungsentschädigungen in Höhe von TEUR 104 zu bereinigen. Die Umsatzentwicklung und das Ergebnis entsprach damit der im Vorjahreslagebericht genannten Prognose für das Geschäftsjahr 2023.

II.2.6 Gesamtaussage

Trotz eines rückläufigen Gesamtmarktes konnte sich die MIFCOM GmbH im Geschäftsjahr 2023 erneut sehr gut behaupten und verzeichnete im Berichtszeitraum eine deutliche Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorjahr. Das Ergebnis nach Steuern lag jedoch trotz erforderlicher Investitionen und geplanten Kostensteigerungen, die dem starken Wachstum der vergangenen Jahre geschuldet waren, über dem Vorjahr. Die getätigten Investitionen in die Erweiterung der Produktions- und Personalinfrastruktur legen jedoch eine solide Basis, um das weiterhin geplante Wachstum des Unternehmens zu unterstützen. Daher rechnet die MIFCOM GmbH in den kommenden Jahren mit einer steigenden Rentabilität. Der dennoch erzielte Jahresüberschuss in Höhe von 1.482 TEUR (+15,6 % ggü- Vorjahr) im Geschäftsjahr 2023 ist ein positives Signal für die Zukunft.

III. Prognosebericht

Die Gesellschaft wird an ihrer bisherigen strategischen Ausrichtung festhalten und weiterhin darauf abzielen, ihre Marktposition in der Entwicklung und Vermarktung von "State of the Art"-Computersystemen, insbesondere im High-End-Gaming-Segment sowie in spezialisierten Geschäftsanwendungen, weiter auszubauen. Trotz geopolitischer Unsicherheiten, insbesondere durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und dessen wirtschaftlichen Folgen, wird für das Jahr 2025 eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen erwartet. Risiken bleiben bestehen, jedoch sieht die Gesellschaft weiterhin signifikante Chancen aufgrund technologischer Fortschritte und der Nachfrage in wachsenden Märkten.

Im Geschäftsjahr 2024 geht die Gesellschaft nach vorläufigen Abschlusszahlen von einem Umsatzanstieg in Höhe von ca. 4 %. Damit liegt die Gesellschaft oberhalb der allgemeinen Marktentwicklung in ihrem Segment, bleibt damit aber unterhalb Ihrer ursprünglichen Prognose. Der Rohertrag soll im Geschäftsjahr 2024 absolut wie auch relativ leicht steigen. Aufgrund überproportional steigender Kosten für Personal und sonstigem betrieblichem Aufwand wird von einem deutlich niedrigeren bereinigten EBITDA in Höhe von EUR 1,3 Mio. bzw. EBIT in Höhe von EUR 0,9 Mio. ausgegangen, wobei keine Bereinigungen in diesen Zahlen enthalten sind. Dieser Umstand ist darauf zurückzuführen, dass verspätet Finanzierungszusagen für die Saison und den generell wachsenden Geschäftsbetrieb erteilt wurden, die erst kurz vor Jahresende wirksam wurden, so dass die erhöhte Kostenbasis nicht durch ein entsprechendes Umsatzwachstum überkompensiert werden konnte. Darüber hinaus hatten AMD und NVIDIA ihre neuen Grafikkartengenerationen nun doch nicht, wie ursprünglich erwartet, im vierten Quartal 2024 vorgestellt.

Für das Jahr 2025 prognostiziert die Gesellschaft ein stärkeres Umsatzwachstum in niedriger zweistelliger Prozenthöhe. Dieses Wachstum wird insbesondere in den folgenden Geschäftsfeldern erwartet:

- High-End-Gaming-PCs: Die fortschreitende Entwicklung in den Bereichen Virtual Reality, Augmented Reality und anspruchsvolle Gaming-Technologien treibt die Nachfrage nach leistungsstarken Gaming-PCs weiter an. So ist nach 2 Jahren des Rückgangs im PC-Markt der Absatz in 2024 insgesamt um 1,0 % gestiegen. Im vierten Quartal waren es sogar 1,8 % Absatzplus gegenüber dem Vergleichsquartal des Vorjahres.

- Workstations für professionelle Anwendungen: Hier wird eine verstärkte Nachfrage aus Bereichen wie Forschung, Entwicklung, Medienproduktion sowie Künstliche Intelligenz und Datenanalyse erwartet.

- AI-optimierte Systeme: Systeme, die speziell für Anwendungen im Bereich Künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen konzipiert sind, werden zunehmend von Geschäftskunden nachgefragt.

- Cloud- und Datencenter-Lösungen: Mit dem Anstieg der Datenmengen und der Digitalisierung von Unternehmen in den Kernmärkten Deutschland, Österreich und der Schweiz wird weiteres Wachstum im Bereich spezialisierter Server- und Datencenter-Lösungen erwartet.

Die Steuerungsmechanismen der Gesellschaft beruhen auf einer detaillierten Umsatz- und Rohertragsplanung, die nach Vertriebskanälen, Kundengruppen und Regionen segmentiert ist. Dies ermöglicht eine präzise Überwachung der Leistung in den jeweiligen Geschäftsfeldern. Die Planung erfolgt quartalsweise und umfasst folgende Maßnahmen zur Steuerung:

- Quartalsweise Überprüfung der Kennzahlen: Alle wichtigen Kennzahlen, einschließlich Umsatz, Rohertrag und Kosten, werden regelmäßig mit den Planwerten verglichen.

- Abweichungsanalysen: Signifikante Abweichungen von den Planvorgaben werden umgehend identifiziert. Dies erlaubt der Geschäftsführung, frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.

- Anpassung der Einkaufsstrategie: Der Einkauf wird basierend auf Marktanalysen und Preistrends flexibel angepasst, um auf Schwankungen in der Nachfrage und auf technologische Veränderungen schnell reagieren zu können.

- Kundenspezifische Produktentwicklung: Durch die enge Zusammenarbeit mit Geschäftskunden und eine agile Produktentwicklung kann die Gesellschaft schnell auf spezifische Anforderungen reagieren und maßgeschneiderte Lösungen anbieten.

- Marktbeobachtung und Wettbewerbsanalysen: Diese unterstützen die Gesellschaft dabei, Chancen und Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte Maßnahmen zu ergreifen, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

Diese Entwicklung wird durch das Potenzial in den genannten Geschäftsfeldern gestützt, wobei Ai-optimierte Systeme und High-End-Gaming-PCs weiterhin im Fokus stehen.

Auch in 2025 erwartet die Gesellschaft aufgrund wirtschaftlicher und politischer Unsicherheiten eine fortgesetzte Kaufzurückhaltung der Verbraucher. Andererseits erwartet die Gesellschaft aber erhebliche Nachholeffekte für 2024 in 2025, die sich aus der nunmehr von AMD und NVIDIA für Januar 2025 zugesagten Vorstellung der neuen Grafikkartengeneration ergibt.17 Der Rohertrag soll insofern ebenfalls absolut als auch relativ weiter deutlich steigen. Beim bereinigten EBITDA als auch EBIT für das Jahr 2025 gehen wir insbesondere aufgrund von Fixkostendegressionen von einem deutlichen Anstieg im Vergleich zu den vorläufigen Werten des Jahres 2024 aber auch im Vergleich zu den Werten des Jahres 2023 aus (keine Bereinigungen in der Prognose enthalten).

IV. Chancen- und Risikobericht

Branchenspezifische Risiken

Aufgrund der anhaltenden und sich beschleunigenden Digitalisierung sind in der Computerherstellung, sowie im Hard- und Softwarevertrieb weiterhin keine langfristig negativen globalen Risiken auf der Absatzseite zu erkennen. Die zunehmende Bedeutung von Cloud-Computing, Künstlicher Intelligenz und datenintensiven Anwendungen treibt die Nachfrage in der IT-Branche. Dennoch gibt es verschiedene Risiken, die die Geschäftsentwicklung in den kommenden Jahren beeinflussen können:

- Geopolitische Spannungen und wirtschaftliche Unsicherheiten: Der russische Angriffskrieg in der Ukraine hat auch 2023 und 2024 weiterhin direkte und indirekte Auswirkungen auf die Weltwirtschaft. Inflationäre Preissteigerungen und hohe Energiepreise haben die Kaufkraft der Verbraucher und die Investitionsbereitschaft der Unternehmen beeinflusst, was sich insbesondere in einer abgeschwächten Nachfrage im Konsumsektor bemerkbar macht. Auch wenn sich die Gesellschaft weiterhin erfolgreich gegen den allgemeinen Markttrend behauptet hat, bleibt die geopolitische Situation ein zentrales Risiko, das eng überwacht wird. Für 2025 bleibt die Unsicherheit hinsichtlich der wirtschaftlichen Erholung bestehen, insbesondere mit Blick auf die anhaltenden Spannungen zwischen den USA und China, die sich negativ auf Lieferketten und die Verfügbarkeit von wichtigen IT-Komponenten auswirken könnten.

- Chipmangel und Lieferkettenprobleme: Während sich der Chipmangel im Jahr 2023 weitgehend entspannt hat, bleibt das Risiko von Engpässen durch unvorhergesehene geopolitische Ereignisse oder Naturkatastrophen bestehen. Produktionsengpässe bei wichtigen Chipherstellern wie Intel, AMD und NVIDIA könnten aufgrund der hohen Abhängigkeit von diesen Anbietern für Prozessoren und Grafikkarten nach wie vor zu Verzögerungen führen. Die Gesellschaft begegnet diesem Risiko weiterhin durch enge Partnerschaften mit Herstellern, eine diversifizierte Lieferkette und ein proaktives Risikomanagement, das ständige Technologie-Monitoring und eine flexible Produktentwicklung umfasst.

- Cloud-Dienste und Transformation der IT: Ein mittelfristiges Risiko bleibt die fortschreitende Transformation der IT-Branche hin zu Cloud-basierten Diensten. Die zunehmende Verlagerung von IT-Ressourcen in die Cloud könnte die Nachfrage nach klassischen Arbeitsplatzcomputern und On- Premise-Hardware dämpfen. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft durch die Fokussierung auf spezialisierte Business-Systeme und Anwendungen sowie durch das Angebot von Datacenter-Lösungen. Für 2025 wird erwartet, dass die Cloud-Nachfrage weiter wächst, jedoch bietet die breite Produktdiversifizierung der Gesellschaft weiterhin eine solide Grundlage, um auf Veränderungen im Markt schnell und flexibel zu reagieren.

- Kaufzurückhaltung und wirtschaftliche Risiken: Die Verzögerung der Markteinführung neuer Grafikkartengenerationen von AMD und Nvidia für den Jahresanfang 2025 ist nicht auf eine schwache Konsumlaune zurückzuführen, sondern auf technische und produktionstechnische Gründe. Nvidia und AMD planen die Einführung ihrer neuen GPU-Serien, die auf GDDR7-Speicher basieren, nun sicher für Januar 2025. Aufgrund von Produktionsherausforderungen und strategischen Überlegungen im Zusammenhang mit dem Fokus auf AI und Hochleistungsanwendungen verzögern sich die neuen Modelle. Die vollständige Markteinführung wird im Verlaufe der ersten Monate des Jahres 2025 erwartet.

- Abhängigkeit von Zulieferern: Die Gesellschaft bezieht ihre Komponenten weiterhin von einer Vielzahl an deutschen und europäischen IT-Distributoren, was die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten reduziert. Im Bereich der Prozessoren und Grafikkarten bleibt jedoch ein Oligopol von Intel, AMD sowie NVIDIA bestehen. Hier könnten Produktionsengpässe, technologische Herausforderungen oder Lieferverzögerungen die Verfügbarkeit der Produkte beeinträchtigen, insbesondere da die Nachfrage nach leistungsstarken Komponenten wie GPUs weiterhin hoch ist. Die Gesellschaft adressiert dieses Risiko durch langfristige Beziehungen zu Lieferanten und eine optimierte Lagerhaltung.

Fazit: Trotz der anhaltenden geopolitischen und wirtschaftlichen Unsicherheiten sowie der Risiken in den Lieferketten bleibt die Gesellschaft aufgrund ihrer diversifizierten Produktpalette und ihrer flexiblen Struktur gut positioniert, um den Herausforderungen der kommenden Jahre erfolgreich zu begegnen. Die breite Aufstellung in wachstumsstarken Bereichen wie AI-optimierte Systeme, Gaming-PCs und Datacenter- Lösungen bietet eine solide Grundlage für weiteres Wachstum, selbst in einem herausfordernden Marktumfeld.

Ertragsorientierte Risiken

Durch die wachsende Kundenbasis im Geschäftskundenbereich sowie ein erweitertes Produktportfolio und einen historisch bedingt hohen Anteil an Endkunden ist die Gesellschaft nicht von einzelnen Kunden abhängig. Auch aufgrund des Direktvertriebs besteht keine Abhängigkeit von externen Vertriebspartnern. Der Ausbau des zweiten Produktionsstandorts hat die Diversifikation auf Produktebene zusätzlich gestärkt und trägt dazu bei, potenzielle Risiken weiter zu minimieren.

Finanzwirtschaftliche Risiken

Die solide Eigenkapitalquote, kombiniert mit der weiterhin positiven Geschäftsentwicklung, eröffnet der Gesellschaft zusätzliche Finanzierungsmöglichkeiten bei den Banken. Im Geschäftsjahr 2024 konnten neue Kreditlinien mit neuen Finanzinstituten in Höhe von rd. EUR 2,8 Mio. vereinbart werden, welche an verschiedene Verpflichtungen geknüpft sind. Obwohl das Unternehmen überwiegend kurzfristig finanziert ist, wird aufgrund der positiven Geschäftsentwicklung von einer Fortführung bzw. Erweiterung der Kreditlinien ausgegangen. In diesem Zusammenhang plant das Unternehmen, seine Finanzierungsstrategie zu überarbeiten, um eine mittel- bis langfristige Finanzierungsstruktur zu etablieren. Eine fortbestehende Herausforderung stellt jedoch die finanzielle Absicherung saisonaler Umsatzspitzen dar. Sollten die in den Kreditvereinbarungen enthaltenen Verpflichtungen nicht eingehalten werden, hätte dies zur Folge, dass sich Finanzierungskonditionen verschlechtern würden bzw. Finanzierungen auch teilweise fällig gestellt werden könnten, was die Finanzierungsmöglichkeiten entsprechend einschränken würde. Eine entsprechender Umsatzausfall könnte sich in Kombination mit den vorhandenen Fixkosten/fehlenden Skaleneffekten deutlich auf das Unternehmensergebnis sowie die generelle finanzielle Situation auswirken.

Zur Minimierung von Währungsrisiken werden Einkäufe durch die Bereitstellung der jeweiligen Fremdwährungen abgesichert. In geringem Umfang werden auch Währungssicherungsgeschäfte getätigt, wobei zum Bilanzstichtag keine offenen Positionen bestanden.

Risikoberichterstattung über Finanzinstrumente

Die Finanzinstrumente umfassen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten.

Um Ausfallrisiken vorzubeugen, werden bei neuen Geschäftspartnern umfangreiche Recherchen durchgeführt. Aufgrund der zum Teil langjährigen, vertrauensvollen Zusammenarbeit mit vielen Kunden und der sorgfältigen Auswahl neuer Kunden verfügt die Gesellschaft über bonitätsstarke Geschäftspartner.

Das Forderungsmanagement beinhaltet ein sehr effizientes Mahnwesen und sorgt so für zusätzliche Sicherheit. Durch diese Überwachungs- und Steuerungsinstrumente konnten die Forderungsausfälle auf einem niedrigen Niveau gehalten werden. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen.

Die Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele beglichen.

Neben Lieferantenkrediten finanziert sich die Gesellschaft über Geschäftsbeziehungen zu fünf Banken, mit denen eine langjährige Zusammenarbeit besteht.

Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Absicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art.

Da der Fokus zur Risikominimierung unter anderem auf dem Forderungsmanagement liegt, haben sich bisher keine Auswirkungen aus dem Finanzrisiko auf unser Unternehmen ergeben.

Dem Liquiditätsrisiko begegnen wir durch eine vorausschauende Finanzplanung, um die finanzielle Unabhängigkeit des Unternehmens sicherzustellen.

Chancenbericht

1. Steigende Nachfrage nach leistungsstarker Gaming-Hardware

Der globale Markt für Gaming-PCs und -Zubehör wächst kontinuierlich und erreichte laut einer Studie von Statista 2024 ein Marktvolumen von über 60 Milliarden US-Dollar. Dies wird durch steigende Zahlen von Gamern sowie den Trend zu immersiven Spielerfahrungen angetrieben. Die Mifcom GmbH kann hiervon profitieren, da sie sich auf die Fertigung leistungsstarker und individuell konfigurierbarer Systeme spezialisiert hat.

2. Zunehmende Bedeutung von E-Sports und Content Creation

E-Sports ist ein Wachstumssektor mit prognostizierten Einnahmen von über 2 Milliarden US-Dollar bis 2025 (Newzoo). Professionelle Spieler und Streamer benötigen maßgeschneiderte Systeme mit hoher Leistung und Zuverlässigkeit, was die Nachfrage nach hochwertigen Gaming-PCs weiter ankurbelt. Die Mifcom GmbH kann ihre Position als Anbieter von High-End-Lösungen durch Kooperationen mit E-Sport-Teams und Influencern stärken.

3. Technologische Innovationen treiben die Nachfrage

Technologische Fortschritte bei Grafikkarten, Prozessoren und SSDs fördern regelmäßig die Nachfrage nach aktuellen Gaming-Systemen. Zum Beispiel führte die Einführung der Nvidia RTX 4000-Serie zu einem spürbaren Upgrade-Boom bei Gamern. Die Mifcom GmbH hat die Möglichkeit, durch frühzeitige Verfügbarkeit neuer Komponenten Marktanteile zu gewinnen.

4. Effiziente Zielgruppenansprache über digitale Kanäle

Laut einer McKinsey-Analyse bevorzugen Gaming-Enthusiasten den direkten Kauf über Online-Plattformen. Die Mifcom GmbH erreicht ihre technikaffine Zielgruppe effizient durch Social Media und gezielte Marketingkampagnen. Plattformen wie YouTube, Twitch und TikTok bieten zusätzliche Potenziale zur Markenbildung und Steigerung des Umsatzes.

5. Wachstumspotenzial in internationalen Märkten

Die steigende Gaming-Nachfrage in Schwellenländern wie Indien und Südostasien eröffnet der Mifcom GmbH neue Absatzmöglichkeiten. Laut Deloitte wächst die Gaming-Industrie in Asien um mehr als 10 % pro Jahr. Mit ihrer starken Marke und qualitativ hochwertigen Produkten ist die Gesellschaft gut positioniert, um international zu expandieren.

6. Hohe Qualität und Kundenzufriedenheit als Wettbewerbsvorteil

Bewertungen auf Plattformen wie Trustpilot zeigen, dass die Mifcom GmbH eine hohe Kundenzufriedenheit erreicht. Dies stärkt die Markenwahrnehmung und fördert die Kundenbindung in einem wettbewerbsintensiven Markt.

Gesamtaussage

Zusammenfassend hat die Gesellschaft erkannt, dass sich durch die Erweiterung der Produkt- und Kundensegmente, die geplante Neuentwicklung der E-Commerce-Plattform sowie den Aufbau eines zweiten Standorts erhebliche Chancen ergeben, das Unternehmen in Bezug auf Ertrag und Rentabilität weiter zu stärken und zusätzliche Marktanteile zu gewinnen. Die Risiken werden insgesamt als beherrschbar eingeschätzt; substanzielle Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Die Gesellschaft wird die geopolitischen Spannungen, die durch den russischen Angriffskrieg in der Ukraine und den Handelskonflikt zwischen den USA und China entstanden sind, weiterhin aufmerksam beobachten und bei Bedarf angemessene Gegenmaßnahmen ergreifen, um potenzielle Auswirkungen auf Beschaffungs- und Absatzmärkte zu minimieren.

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 3.838.101,57 2.680.235,84
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.191.373,57 91.661,84
II. Sachanlagen 2.646.728,00 2.588.574,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.038.267,00 1.176.287,00
2. technische Anlagen und Maschinen 26.963,00 33.773,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.581.498,00 1.378.514,00
B. Umlaufvermögen 25.535.244,90 14.963.725,66
I. Vorräte 6.832.984,87 7.250.220,68
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.326.767,13 817.116,44
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 10.146.171,95 7.282.601,98
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 153.681,02
2. sonstige Vermögensgegenstände 10.146.171,95 7.128.920,96
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 8.556.088,08 430.903,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 123.100,82 167.322,45
Summe Aktiva 29.496.447,29 17.811.283,95

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 7.728.471,26 6.246.054,44
I. Gezeichnetes Kapital 25.050,00 25.050,00
II. Gewinnvortrag 6.221.004,44 4.938.536,00
III. Jahresüberschuss 1.482.416,82 1.282.468,44
B. Rückstellungen 2.885.415,30 2.757.135,93
C. Verbindlichkeiten 18.882.560,73 8.808.093,58
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 7.280.271,90 3.928.998,89
2. sonstige Verbindlichkeiten 11.602.288,83 4.879.094,69
Summe Passiva 29.496.447,29 17.811.283,95

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Rohergebnis 22.481.612,21 18.663.915,72
2. Personalaufwand 11.456.983,84 9.203.506,74
a) Löhne und Gehälter 9.573.946,77 7.624.912,00
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.883.037,07 1.578.594,74
davon für Altersversorgung 20.050,92 18.467,52
3. Abschreibungen 484.369,76 307.209,24
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 484.369,76 307.209,24
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 8.785.050,44 7.201.093,60
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 179.699,55 153.594,17
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 244.218,92 63.937,03
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 194.775,52 756.695,84
8. Ergebnis nach Steuern 1.495.913,28 1.285.067,44
9. sonstige Steuern 13.496,46 2.599,00
10. Jahresüberschuss 1.482.416,82 1.282.468,44

Anhang

Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der MlFCOM GmbH (Amtsgericht München, HRB 173072) wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und GmbH-Gesetzes aufgestellt. Nach den in § 267 Abs. 2 Nr. 1 und Nr. 2 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Einzelnen werden folgende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt:

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten, vermindert um lineare Abschreibungen bewertet. Die Abschreibungen werden linear über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 5 Jahren vorgenommen.

Selbsterstellte immaterielle Vermögensgegenstände, wie z.B. Software oder Entwicklungsprojekte, werden in unserer Bilanz erfasst, sofern sie die Ansatzkriterien wie technische Realisierbarkeit, Verwendung oder Verkaufsmöglichkeit, und hinreichende Ressourcen zur Fertigstellung erfüllen. Die Bewertung erfolgt zu Herstellungskosten, welche die direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Gemeinkosten umfassen. Alle Entwicklungskosten werden umfassend dokumentiert und regelmäßig auf Werthaltigkeit überprüft. In Höhe der selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände (TEUR 1.169) besteht ein ausschüttungsgesperrter Betrag. Passive latente Steuern sind hiervon mangels Bildung nicht abzuziehen.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellkosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige, lineare Abschreibungen vermindert. Die betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauern liegen hierbei zwischen 3 und 13 Jahren.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet. Ausleihungen wurden zum Nennwert bewertet bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert bewertet.

Die Vorräte betreffen Waren und wurden zu Anschaffungskosten angesetzt. Abwertungen auf einen niedrigeren Wert zum Bilanzstichtag waren nicht vorzunehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nennwerten angesetzt. Alle erkennbaren Einzelrisiken werden bei der Bewertung berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung für Forderungen aus dem Liefer- und Leistungsverkehr mit 1 % gebildet.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährungen werden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet.

Bei Forderungen und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und bei Devisenbeständen werden Gewinne und/oder Verluste aus Kursänderungen zum Bilanzstichtag ergebniswirksam berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen beinhalten die das Geschäftsjahr bzw. die Vorjahre betreffenden, noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages bewertet.

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Gegenüber dem Vorjahr abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Ein Wechsel von Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden gegenüber dem Vorjahr fand nicht statt.

Angaben zur Bilanz

Anlagespiegel für die einzelnen Posten des Anlagevermögens

Die gesondert dargestellte Entwicklung des Anlagevermögens ist integraler Bestandteil des Anhangs. Der Gesamtbetrag der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten beträgt TEUR 1.658. Davon entfallen auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens TEUR 1.079.

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 24.645,46 23.868,00
2. geleistete Anzahlungen 89.938,84 1.078.878,73
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 114.584,30 1.102.746,73
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.218.961,74
2. technische Anlagen und Maschinen 85.487,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.040.695,06 535.129,79
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.700,18
Summe Sachanlagen 4.348.844,35 535.129,79
Summe Anlagevermögen 4.463.428,65 1.637.876,52
Umbuchungen
EUR
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 48.513,46
2. geleistete Anzahlungen 1.168.817,57
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.217.331,03
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.218.961,74
2. technische Anlagen und Maschinen 85.487,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.358,97 3.580.183,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.700,18
Summe Sachanlagen 4.358,97 4.888.333,11
Summe Anlagevermögen 4.358,97 6.105.664,14
kumulierte Abschreibung 01.01.2023
EUR
Abschreibung Geschäftsjahr
EUR
kumulierte Abschreibung 31.12.2023
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.922,46 3.035,00 25.957,46
2. geleistete Anzahlungen 0,00 0,00
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 22.922,46 3.035,00 25.957,46
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 42.674,74 138.020,00 180.694,74
2. technische Anlagen und Maschinen 51.714,37 6.810,00 58.524,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.662.181,06 336.504,76 1.998.685,82
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 3.700,18 3.700,18
Summe Sachanlagen 1.760.270,35 481.334,76 2.241.605,11
Summe Anlagevermögen 1.783.192,81 484.369,76 2.267.562,57
Buchwert Geschäftsjahr 31.12.2023
EUR
Buchwert Vorjahr 31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 22.556,00 1.723,00
2. geleistete Anzahlungen 1.168.817,57 89.938,84
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 1.191.373,57 91.661,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.038.267,00 1.176.287,00
2. technische Anlagen und Maschinen 26.963,00 33.773,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.581.498,00 1.378.514,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
Summe Sachanlagen 2.646.728,00 2.588.574,00
Summe Anlagevermögen 3.838.101,57 2.680.235,84

Sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten Forderungen gegen Gesellschafter in Höhe von TEUR 1.112 (Vorjahr: TEUR 154) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 3.262 (Vorjahr: TEUR 4.168) haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von TEUR 1.507 (Vorjahr: TEUR 640) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 4.265 (Vorjahr: TEUR 2.222) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben in Höhe von TEUR 6.337 (Vorjahr: TEUR 3.729) eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr und in Höhe von TEUR 943 (Vorjahr: TEUR 200) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie die sonstigen Verbindlichkeiten haben, wie im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die sonstigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.506.998,64 978.959,77
Übrige sonstige Verbindlichkeiten davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 6.923,29 (Vorjahr: EUR 4.629,05) 76.871,53 438.093,38
Sonstige Verbindlichkeiten gesamt 1.583.870,17 1.417.053,15

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
Rückstellungen Urheberrechtsabgabe 144.706,55 117.761,70
Rückstellungen Betriebsveranstaltung 13.176,26 0,00
Rückstellungen Berufsgenossenschaft 36.814,42 31.050,00
Rückstellungen für Personalkosten 419.047,32 245.756,11
Urlaubsrückstellungen 581.188,19 384.365,11
Rückstellungen f. Gewährleistungen 177.990,00 133.972,00
Rückstellungen für Abschluss u. Prüfung 238.900,00 123.000,00
Rückstellungen für Aufbewahrungspflichten 6.800,00 6.800,00
Sonstige Rückstellungen gesamt 1.618.622,74 1.042.704,92

Nicht bilanzierte sonstige finanzielle Verpflichtungen

Am Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Leasing-Verträgen.

Im Einzelnen ergeben sich die Verpflichtungen aus den folgenden Sachverhalten:

- Mietverträge: 1.001.880,00

- Leasingverträg: 738.351,53

Darüber hinaus gehende Haftungsverhältnisse bestehen nicht.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Erträge und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind TEUR 102 (Vorjahr: TEUR 97) Erträge und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind TEUR 91 (Vorjahr: TEUR 68) Aufwendungen aus Währungsumrechnung enthalten.

Aufwendungen für Altersversorgung

Der im abgelaufenen Geschäftsjahr angefallene Personalaufwand beinhaltet Aufwendungen für Altersversorgung in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 18).

Sonstige Angaben

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Arbeitnehmer beträgt 158.

Namen der Geschäftsführer

Der Geschäftsführung gehörten im Zeitraum vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 an:

- Geschäftsführer: Dimitri Mistetski (Kaufmännischer Geschäftsführer), München

- Geschäftsführer: Dmitry Ginzburg (Technischer Geschäftsführer), München

Auf die Angabe der Geschäftsführerbezüge wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Geschäftsführer

Zu Gunsten einzelner Geschäftsführer vergebenen Krediten wird berichtet:

Gegenüber dem Gesellschafter Dimitri Mistetski bestehen Forderungen aus Kreditverträgen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 112 (Vorjahr: TEUR 99). Das Verrechnungskonto wird ohne Stellung von Sicherheiten gewährt. Die Laufzeit des Darlehens ist bis zum 31.12.2026.

Darlehensentwicklung Betrag
EUR
Stand bisheriger Kredite 98.622,63
Rückzahlungen im Berichtsjahr 2.038,00
Neuvergaben im Berichtsjahr 15.838,80
= neuer Kreditbestand 112.423,43

Gegenüber Geschäftsführer Dmitry Ginzburg bestehen Forderungen aus Kreditverträgen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 13). Das Verrechnungskonto wird ohne Stellung von Sicherheiten gewährt. Die Laufzeit des Darlehens ist bis zum 31.12.2026.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen neben den oben genannten Darlehen mit den Geschäftsführern zwei weitere Darlehen mit nahestehenden Personen der Gesellschaft. Mit der Tonigold Projektentwicklung GmbH, München, besteht ein Darlehen in Höhe von TEUR 1.499. Das Darlehen wird mit 6,5 % verzinst und hate eine Laufzeit bis zum 31.12.2025. Ebenfalls bestehen mit der Arcware GmbH Darlehen in Höhe von TEUR 2.580.

Die Darlehen werden mit 5 % über dem EURIBOR (3 Monate) verzinst.

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 1.482 auf neue Rechnung vorzutragen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Mit Wirkung zum 30. Juni 2024 hat die IM Management GmbH die Darlehensforderungen der Gesellschaft gegen die Arcware GmbH in Höhe von zu diesem Stichtag TEUR 3.587 übernommen, wozu die Arcware GmbH zugestimmt hat. Insofern besteht mit Wirkung zum 30. Juni 2024 ein entsprechendes Darlehensverhältnis mit der Gesellschafterin IM Management GmbH. Daneben wurden mit Vereinbarung vom 30. Juni 2024 geregelt, dass die Darlehensforderungen gegen die IM Management GmbH von in Summe TEUR 4.800 eine Laufzeit bis zum 31. Dezember 2026 aufweisen und mit einem qualifizierten Rangrücktritt versehen sind.

sonstige Berichtsbestandteile

 

München, den 28.01.2025

gez. Dimitri Mistetski

gez. Dmitry Ginzburg

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 10.02.2025 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MIFCOM GmbH, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der MIFCOM GmbH, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der MIFCOM GmbH, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

- identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

- gewinnen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

- beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

- ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

- beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

- beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

- führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 29. Januar 2025

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Sebastian Straub, Wirtschaftsprüfer

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