Stammdaten

Register
Amtsgericht Deggendorf HRB 2303
Eingetragen
12.3.2001
Branche
Vermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und NichtwohngebäudenVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Wohngrundstücken, Wohngebäuden und WohnungenVermietung von sonstigen Maschinen, Geräten und beweglichen Sachen a. n. g.
Gegenstand
Anmietung und Weitervermietung sowie Betrieb von Gastronomiebetrieben und Warenhandelsgeschäften jeglicher Art im In- und Ausland sowie Vergabe von Franchiserechten oder ähnlichen Diensten im In- und Ausland.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Matthias Schmid
seit 4.4.2019
Prokura
Ramona Eberl
seit 4.4.2011
Prokura
Yorma Eberl
seit 3.2.2004
Vorstandsmitglied
Karl Kraft
seit 3.2.2004
Vorstandsmitglied

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

YORMA'S AG

Plattling

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht

I. Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf der Gesellschaft stellte sich im Geschäftsjahr 2023 als positiv dar. Die Umsätze stiegen weiter, und haben ein Rekordhoch erreicht. Im Geschäftsjahr wurde ein Jahresüberschuss erwirtschaftet; dieser fiel höher aus als das erwartete und um Corona-Hilfen bereinigte Vorjahresergebnis.

1. Allgemeine Situation

Die allgemeine wirtschaftliche Situation und die wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen waren vielfach eine Herausforderung.

Wegen unserer starken Marktposition und der starken Orientierung im unteren Preissegment haben sich diese marktbeeinflussenden Faktoren aus unserer Sicht bei uns weniger negativ bemerkbar gemacht als bei der Konkurrenz.

Im Geschäftsjahr 2023 wurden wieder neue Filialen eröffnet. Bestehende Filialen mussten dagegen aufgrund von Umbaumaßnahmen der Deutschen Bahn teilweise vorübergehend geschlossen werden.

Es ist künftig geplant, das Fundament des Unternehmens zu stärken.

2. Tätigkeit und Organisation

Die YORMA'S AG betreibt Fast-Food Läden in Verbindung mit Convenience-Stores unter dem eingetragenen Markennamen "YORMA'S". In einigen Filialen werden auch Tabakwaren verkauft.

Das YORMA'S-Konzept beinhaltet den Verkauf von Sandwiches unterschiedlichster Art, diversen Heiß-Theken-Gerichten, Obst, Gebäck, Kaffee, Tee und Schokogetränken in verschiedenen Zubereitungen; des Weiteren werden zahlreiche Getränke, Süßwaren und Snacks angeboten. Dies alles in einer Form, die dem in Eile befindlichen Bahnkunden gerecht wird, der die Produkte nicht nur vor Ort verzehren will. Ziel dabei ist immer dem Kundenbedarf gerecht zu werden, was sich auch dadurch ausdrückt, dass ca. 80 % des Umsatzes durch Stammkundschaft realisiert wird.

Geschlossen wurde im Geschäftsjahr die Filiale in Berlin Friedrichstraße (U-Bahn).

Es bestanden 2023 Filialen in Nürnberg, Erlangen, Coburg, Mainz, München, Ingolstadt, Landshut, Hof, Heilbronn, Darmstadt, Freising, Augsburg, Hamburg, Stuttgart, Passau, Neumarkt, Pasing, Regensburg, Ludwigsburg, Rosenheim, Pforzheim, Dortmund, Braunschweig, Singen, Heidelberg, Ansbach, Würzburg, Essen, Aschaffenburg, Koblenz, Kaiserslautern, Aachen, Berlin, Mannheim, Köln, Münster, Bochum, Bayreuth, Plattling, Friedrichshafen, Bamberg, Holzkirchen und Bremen.

An einigen Standorten (Nürnberg, München, Hamburg, Stuttgart, Essen, Mannheim und Berlin) werden mehrere Outlets betrieben.

Die kaufmännische Abteilung ist in der Zentrale in Plattling angesiedelt. Wir sind hier sehr schlank aufgestellt; so arbeiten in der kaufmännischen Abteilung 37 Personen. Wir bieten die Vorzüge eines papierlosen Büros an.

3. Umsatzentwicklung

Die Entwicklung der Umsatzerlöse der letzten acht Jahre ist nachfolgender Tabelle zu entnehmen:

2023
Mio. €
2022
Mio. €
2021
Mio. €
2020
Mio. €
111,1 91,9 59,1 51,4
2019
Mio. €
2018
Mio. €
2017
Mio. €
2016
Mio. €
92,3 89,3 85,5 81,4

Von 2019 auf 2020 erfolgte ein massiver Umsatzrückgang, der auf die Auswirkung der Corona-Pandemie zurück zu führen ist. Die Bahnkunden und Bahnpendler nahmen stark ab, so dass auch die Bahnhöfe sehr wenig frequentiert waren. Im Geschäftsjahr 2022 konnte der Umsatz wieder deutlich gesteigert werden und erreichte annähernd das Vor-Pandemie-Niveau. Das Umsatzwachstum wurde in den Bestandsfilialen erreicht. Zu dem starken Umsatzwachstum mit beigetragen hat das zeitlich befristet eingeführte "9-€-Ticket", welches dazu führte, dass die Bahnhöfe stark frequentiert, teilweise sogar überfüllt waren. Die Arbeitsleistung bei den Mitarbeitern war in diesem Zeitraum übermäßig hoch. Im laufenden Geschäftsjahr konnte erstmals die Umsatzgrenze von 100 Mio. € überschritten werden. Die Umsatzsteigerung wurde im Wesentlichen wieder durch bestehende Filialen realisiert.

Bezüglich der Aufteilung der Umsatzerlöse auf die einzelnen Bundesländer verweisen wir hier auf den Anhang.

4. Warenbeschaffung

Der Wareneinkauf erfolgt hauptsächlich bei Branchenführern in diesem Marktsegment.

Unser programmgestütztes Bestellsystem wird fortlaufend weiter ausgebaut. Die Bestellungen werden vor Ort über Scanner aufgenommen und per Internet an die Zentrale gesendet. Hier findet eine Bestpreisfindung statt, wobei dann eine automatische Bestellung beim preiswertesten Anbieter erfolgt. Für jede Filiale existiert ein individueller Filialordersatz. Darin ist festgelegt, welche Waren bestellt werden dürfen und in welchen Mengen. Dieser Filialordersatz wird von der Zentrale aus gepflegt. Auf diese Weise kann der Wareneisatz zentral gesteuert werden.

5. Investitionen und Finanzierung

Die Investitionen betreffen die neu zu eröffnende Filiale, sowie den Um- bzw. Neubau und die Erweiterung von bestehenden Filialen. Dabei werden Einbauten in die Mieträume vorgenommen und Ladeneinrichtungen installiert. Daneben wird auch in der Zentrale, hauptsächlich in EDV-Technik sowie Robotik, investiert. Im Jahr 2023 erfolgten Investitionen in bestehende Standorte (insbesondere Augsburg und Dortmund) sowie in die neuen Filialen Bremen und München Container, welche 2023 eröffnet wurden.

Die Finanzierung erfolgt durch Eigenfinanzierung. Neue Kredite für die Finanzierung wurden im Berichtsjahr nicht aufgenommen. Für Investitionen in bewegliche Wirtschaftsgüter wird, mit Ausnahme von PKW, nicht auf Leasingverträge gesetzt.

Die Höhe der im laufenden Geschäftsjahr getätigten Investitionen in das Anlagevermögen ist aus dem Anlagenspiegel im Anhang ersichtlich.

Die Investitionen sollen die Standorte attraktiver machen, Betriebsabläufe optimieren und die Kundenzufriedenheit steigern.

6. Mitarbeiter

Die YORMA'S AG beschäftigte zum 31.12.2023 insgesamt 1.050 Mitarbeiter, davon 1.013 in den Filialen und 37 in der kaufmännischen Abteilung der Zentrale. Von den Mitarbeitern sind 871 Vollzeitkräfte und 179 Aushilfen.

II. Lage der Gesellschaft

1. Vermögens- und Ertragslage

Das Gesamtvermögen hat sich um 1.893 T€ oder 5,0% auf 35.767 T€ verringert. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Rückgang bei den liquiden Mitteln (3.430 T€), aber auch auf einen Rückgang bei den sonstigen Vermögensgegenständen (619 T€) zurückzuführen. Im Gegensatz dazu stiegen im Berichtszeitraum das Anlagevermögen (485 T€) sowie die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (1.549 T€). Die Vorräte haben sich absolut um 119 T€ und prozentual um 7,0% erhöht.

Auf der Finanzierungsseite fiel das Eigenkapital trotz des hohen Jahresergebnisses aufgrund einer Ausschüttung um 2.129 T€ auf 20.827 T€. Ebenfalls rückläufig waren die Rückstellungen (1.051 T€) und die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (1.017 T€). Hingegen angestiegen sind die Lieferantenverbindlichkeiten (2.234 T€). und die sonstigen Verbindlichkeiten (70 T€).

Die Eigenkapitalquote ist mit 58,3% im Vergleich zum Vorjahr (61,0%) gefallen.

Bezüglich der Laufzeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir an dieser Stelle auf den Anhang.

Der Umsatz ist gegenüber dem Vorjahr um 19.264 T€ oder 21,0% gestiegen. Der Anstieg ist in den bereits bestehenden Filialen erzielt worden.

Der Wareneinsatz ist prozentual stärker als der Umsatz gestiegen, um 10.765 T€ oder 29,9%. Der prozentual stärkere Anstieg ist darauf zurück zu führen, dass Preissteigerungen nicht an die Kunden weitergegeben wurden. Die Wareneinsatzquote ist, wie im Vorjahr erwartet, gestiegen.

Der Rohertrag hat sich um 8.499 T€ oder 15,2% verbessert.

In den Folgejahren wird mit einer weiteren Preissteigerung im Wareneinkauf gerechnet, allerdings nicht in dem Umfang wie im laufenden Geschäftsjahr.

Die Personalkosten sind durch die Stärkung des Mitarbeiterstamms um 4.584 T€ oder 16,4% gestiegen, und damit prozentual geringer als der Umsatz. Die Personalkostenquote hat sich gegenüber dem Vorjahr dementsprechend verbessert. Künftig soll diese weiter stabilisiert und verbessert werden. Die Personalquote ist, entgegen den Erwartungen im Vorjahr, gesunken. Dies hängt mit den stärker als erwartet gestiegenen Umsätzen zusammen.

Die Abschreibungen sind um 44 T€ oder 1,8% gesunken.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 3.724 T€ oder 17,6%. Gegenüber dem Vorjahr sind im Wesentlichen die Raumkosten, die Kosten der Warenabgabe sowie Reparatur- und Instandhaltungskosten angestiegen.

Die Verbesserung des Zins-/ Beteiligungsergebnisses resultiert aus der kontinuierlichen Rückzahlung von Bankverbindlichkeiten. Daneben profitiert die Gesellschaft von steigenden Guthabenzinsen.

Der Jahresüberschuss liegt mit 4.006 T€ auf Vorjahresniveau (4.021 T€).

2. Finanzlage

Der Finanzmittelbestand (Guthaben- und Kassenbestände) ist am Bilanzstichtag gegenüber dem Vorjahr um 3.430 T€ oder 14,6% gefallen. Ebenfalls rückläufig waren die Bankverbindlichkeiten, welche ausschließlich aus Krediten bestehen, um 1.018 T€ oder 48,4%.

Investitionen in neue und bestehende Standorte wurden ausschließlich durch Eigenmittel finanziert. Gesellschafterdarlehen bestanden am Bilanzstichtag nicht. Im laufenden Geschäftsjahr wurden Investitionen in Höhe von 2.953 T€ getätigt.

Die laufenden Geschäfte werden über kurzfristige Lieferantenverbindlichkeiten bzw. im Rahmen der regelmäßig vorhandenen hohen Bargeldbestände abgewickelt.

Alle Eingangsrechnungen werden soweit möglich ausnahmslos skontiert. Die wichtigsten Lieferanten haben ein SEPA Mandat.

Die Finanzlage ist sehr gut. Es bestehen keine Bedenken, bestehende oder künftige Zahlungsverpflichtungen nicht erfüllen zu können.

III. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Für die interne Unternehmenssteuerung werden verschiedene Kennzahlen sowie monatliche Auswertungen herangezogen. Als Kennzahlen werden insbesondere der Cash Flow, die Umsatz- und Ertragsentwicklung, auch im Rahmen eines Soll-Ist-Vergleichs, sowie die Wareneinsatz- und Personalkostenquoten betrachtet. Des Weiteren werden die Personalkosten je Umsatz und der Umsatz je Arbeitsstunde berechnet.

Der (einfache) Cash Flow wird aus dem Jahresergebnis zuzüglich Abschreibungen ermittelt und beträgt im Geschäftsjahr 6.424 T€ im Vergleich zu 6.483 T€ im Vorjahr. Das EBIT, Ergebnis vor Zinsen und Steuern, beträgt 5.718 T€ im Vergleich zu 6.154 T€ im Vorjahr. Das EBITDA, Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, beträgt 8.135 T€ im Vergleich zu 8.616 T€ im Vorjahr.

Die Umsätze haben die Planzahlen weit übertroffen. Gründe hierfür liegen insbesondere in der höheren Frequentierung in den Bahnhöfen. Maßgebend dazu beigetragen hat das bundeseinheitliche Monatsticket der Deutschen Bahn.

Die Wareneinsatzquote stieg von 39,1% auf 42,0%. Die Personalkostenquote beträgt 29,3% im Vergleich zu 30,5% im Vorjahr.

Die Umsatzrendite (Verhältnis des Jahresüberschusses zu den Umsatzerlösen) beträgt im laufenden Geschäftsjahr 3,6% und die Eigenkapitalrendite (Verhältnis des Jahresüberschusses zum Eigenkapital) 19,2%.

Die YORMA'S AG übernimmt im Rahmen der Initiative Hilfe für Betrawati / Help The Children e.V. Patenschaften für Kinder in Nepal. Dabei werden hilfsbedürftigen Kindern und deren Familien Schulausbildungen, medizinische Versorgung und eine Verbesserung der Lebensbedingungen ermöglicht. Daneben werden weitere zahlreiche Spenden an gemeinnützige Organisationen getätigt.

Die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn AG als Vermieterin sowie die ebenfalls sehr langjährigen Vertragsbeziehungen mit qualitativ hochwertigen Lieferanten tragen positiv zur Entwicklung des Unternehmens bei.

Als wertvoller Beitrag zur positiven Unternehmensentwicklung werden auch die Arbeitnehmer der YORMA'S AG eingestuft. In 2019 wurde ein Prämiensystem eingeführt, welches langjährige Mitarbeiter begünstigt. YORMA'S ist und bleibt ein attraktiver Arbeitgeber.

IV. Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die Situationen an den Bahnhöfen haben sich weitestgehend normalisiert. Risiken bestehen bei Bahnstreiks im Personenverkehr und dem damit zusammenhängenden Rückgang der Frequentierung auf den Bahnhöfen. Positiv bewerten wir für uns die Einführung eines verbilligten Monatstickets im Nahverkehr. Dies sollte die Umsätze in unseren Filialen weiterhin auf einem guten Niveau halten bzw. weiter steigern.

Aus geopolitischen und handelspolitischen Entwicklungen können weiterhin Unsicherheiten für die Weltwirtschaft und damit auch unsere Geschäftsentwicklung entstehen. Im Fokus steht dabei insbesondere der Russland-Ukraine-Krieg und schlimmstenfalls dessen Ausweitung auf andere Staaten. Wesentliche Risiken treffen die Realwirtschaft z.B. aus ihren Lieferketten (Einkaufs- und Logistikprozesse), auf ihren Absatzmärkten oder hinsichtlich Kreditversorgung und Cyber-Angriffen. Die Risiken aus dem Russland-Ukraine-Krieg auf unser Geschäftsmodell werden von uns fortlaufend überwacht. Auch wenn wir negative Auswirkungen auf unsere Geschäftstätigkeit nicht ausschließen können, ist eine Quantifizierung oder abschließende Beurteilung dieser Risiken vom aktuellen Standpunkt nicht möglich.

Risiken sehen wir zukünftig auch vor diesem Hintergrund in stark steigenden Kosten für Energie und LKW-Maut, sowie damit einhergehende Preissteigerungen. Wir erwarten eine durchgängige Preiserhöhung bei unseren Vorprodukten, die nicht mehr so hoch wie in der Vergangenheit ausfallen dürfte. Neben Preissteigerungen könnten auch etwaige Lieferschwierigkeiten hinzutreten, die insbesondere auf Personalmangel bei ausliefernden Speditionen zurückzuführen sind, und sich somit negativ auf den Umsatz auswirken. Neben etwaigen Lieferengpässen wirken sich Baumaßnahmen im Bahnverkehr ebenfalls negativ auf unsere Umsätze aus, insbesondere bei Schienenersatzverkehr. Vorübergehende Schließungen von Filialen aufgrund dieser Baumaßnahmen seitens des Vermieters können sich negativ auf die Entwicklung unserer Vermögens-, Finanz- und Ertragslage auswirken.

Verstärkt zu beobachten sind und werden immer mehr Diebstahldelikte, welchen wir durch Sicherheitsmaßnahmen entgegenwirken wollen. Dadurch werden erhöhte Kosten für Sicherheitsdienste erwartet.

Weitere signifikante Risiken des Unternehmens bestehen daneben insbesondere im Bereich der Kundenbeziehungen und im Personalbereich. Auch Reinigung und Hygiene ist ein wichtiger Risikobereich.

Die richtige Einschätzung des Kaufverhaltens der Kunden ist von großer Bedeutung. Zusammen mit den Hauptlieferanten werden die Marktentwicklungen beobachtet und analysiert. Eine hauseigene "Renner- und Pennerliste" liefert permanent die aktuellen Trends. Werbekampagnen der Hersteller und der Mitbewerber werden verfolgt und deren Erfolge in die eigene Strategie übernommen. Die konsequente Preispolitik wirkt sich kundenbindend aus. Die Entstehung von wesentlichen Risiken aus einer Fehleinschätzung des Kaufverhaltens der Kunden betrachten wir als gering, die Auswirkungen vorübergehender Fehleinschätzungen auf unsere Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sind ebenfalls als gering einzuschätzen.

Die Vorhaltung der optimalen Personalausstattung während der langen Öffnungszeiten ist ebenfalls eine Herausforderung. Fluktuation und Arbeitsunfähigkeiten erfordern Personalreserven und kurze Reaktionszeiten. Den Eintritt und die Auswirkungen von Personalrisiken betrachten wir als gering.

Die Einhaltung der Hygienevorschriften ist Grundlage für einen störungsfreien Betriebsablauf. Hygienemängel beeinträchtigen die Kundenzufriedenheit. Die Reinigung wird verstärkt durch eigene Mitarbeiter erledigt und nicht mehr durch Fremdfirmen.

Die bisherige sehr erfolgreiche Geschäftsentwicklung bietet enorme Chancen für die zukünftige Entwicklung. Sie wird uns nach unserer Einschätzung auch die aktuellen Herausforderungen gut überstehen lassen.

Grundlage dieser Chancen ist einerseits die immer stärker werdende Positionierung der Gesellschaft als solventer und zuverlässiger Mieter gegenüber der Deutschen Bahn AG und anderen Anbietern. Dadurch wird auch gewährleistet, dass uns häufig neue Standorte angeboten werden.

Die hervorragenden Kundenbeziehungen, das Produktportfolio, die Preispolitik und die Qualität stellen sicher, dass wir von weiteren Umsatzsteigerungen in den nächsten Jahren ausgehen. Für die Jahre 2024-2025 wurden zwei Planungen aufgestellt. Die Planungen wurde im Frühjahr 2024 aufgestellt und werden nicht an aktuelle Entwicklungen des Planjahres, insbesondere nicht vorhersehbare Ereignisse, angepasst. Die Planungen waren mit großer Unsicherheit verbunden. Eine verlässliche Schätzung der Umsätze sowie der Entwicklung der Einkaufspreise und Personalkosten war nicht möglich.

Die hohe Liquidität und die genehmigten Kreditlinien geben die Sicherheit, jederzeit auch größere Investitionsvorhaben problemlos realisieren zu können. Sämtliche Verbindlichkeiten konnten ausnahmslos innerhalb der Zahlungsfrist beglichen werden.

Zunehmende Umsätze verstärken zwangsläufig auch die Einkaufsmacht und ermöglichen Preisnachlässe und Rückvergütungen. Die Wareneinsatzquote kann so auch bei teilweisen Preiserhöhungen insgesamt niedrig gehalten werden.

In den Anfang 2024 aufgestellten Planungen wurde mit weiteren Umsatzsteigerungen gegenüber dem Vorjahr geplant. Bekannte neue und weggefallene Standorte wurden berücksichtigt bzw. eliminiert. Eine verlässlichere Schätzung der Umsätze, des Ergebnisses und der o.g. finanziellen Leistungsindikatoren ist aktuell schwer möglich. Eine positive Auswirkung des verbilligten Monatstickets für den Nahverkehr wurden ebenso wenig berücksichtigt wie die immense Steigerung der Umsätze in 2022. Vor diesem Hintergrund gehen wir auf Basis einer aktuellen Einschätzung für 2024 von steigenden Umsätzen gegenüber 2023 aus. Die Ergebnissituation wurde im positiven Bereich geplant und liegt auch nach aktueller Einschätzung in etwa auf dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahres. Kurzarbeit wurde im abgelaufenen Geschäftsjahr, soweit benötigt, wieder beantragt. In Abhängigkeit der weiteren Entwicklungen erwarten wir die negativen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, insbesondere im operativen Geschäftsbetrieb, vorausschauend meistern zu können. Wie stark unser Unternehmen von politischen Reglementierungen und der ggf. steigenden Frequentierung der Bahnhöfe betroffen sein wird ist derzeit nicht abschätzbar.

In den Folgejahren ist dennoch nach wie vor geplant, weitere Standorte zu erschließen, wenn diese den wirtschaftlichen und logistischen Ansprüchen Rechnung tragen. Daneben sollen jährlich mehrere schon länger bestehende Filialen umgebaut und modernisiert werden. Die Umbaumaßnahmen und Neuerschließungen sollen hauptsächlich durch Eigenmittel, aber auch durch Finanzierungen abgewickelt werden. Die Anzahl der weiteren Erschließungen und Modernisierungen ist abhängig von der weiteren Entwicklung des Geschäftsverlaufs sowie der angebotenen bzw. ausgeschriebenen Standorte.

Das Lohnniveau soll attraktiv sein, um qualifizierte Mitarbeiter langfristig zu binden und die YORMA'S AG weiterhin als attraktiven Arbeitgeber zu erhalten. Der Einstiegslohn ist und soll weiterhin deutlich über dem Mindestlohn liegen.

Zusammengefasst wird die Zukunft generell positiv erwartet. Bestehenden Krisen werden mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln entgegengewirkt und wir betrachten die oben genannten Risiken insgesamt als beherrschbar. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, sind derzeit nicht erkennbar.

Die Planungen aus dem Vorjahr, mit einer Umsatzsteigerung im kleinen bis mittleren einstelligen Bereich, wurden übertroffen. Die Umsatzsteigerungen schlugen sich nicht vollständig bis zum Cash Flow bzw. dem Jahresergebnis durch; das positive Ergebnis liegt auf dem Niveau des Vorjahres. Der Umsatz stieg, wie oben dargestellt, um 21,0%.

V. Weitere Entwicklung

Die Investitionsplanung reicht derzeit bis ins Jahr 2025 mit relativ konkreten Standorten. Die zeitliche Umsetzung ist im Moment ungewiss.

Die Modernisierung der Bestandfilialen wird kurzfristig entschieden und zeitlich so angelegt, dass der Betriebsablauf möglichst wenig gestört wird.

Für das Jahr 2024 wird mit weiteren Umsatzsteigerungen im mittleren bis hohen einstelligen Bereich gerechnet. Das erwartete Ergebnis wie auch der erwartete Cash-Flow sollten betragsmäßig über dem Niveau des aktuellen Geschäftsjahrs liegen. Die Wareneinsatzquote wird im Folgejahr gleichbleibend bzw. leicht verbessert und die Personalkostenquote gleichbleibend bzw. leicht steigend erwartet. Die Geschäftsleitung der YORMA'S beobachtet die laufende Entwicklung aufmerksam und ist weiterhin vorbereitet, alle notwendigen Maßnahmen zeitnah zu ergreifen.

 

Plattling, 29. März 2024

gez. Yorma Eberl

gez. Karl Kraft

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 9.214.407,67 8.729.233,67
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 28.505,50 33.582,00
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutz- und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.405,50 14.002,00
2. geleistete Anzahlungen 23.100,00 19.580,00
II. Sachanlagen 8.164.803,50 7.674.553,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.166.417,00 4.343.488,50
2. technische Anlagen und Maschinen 19.167,00 25.442,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.979.219,50 3.305.622,50
III. Finanzanlagen 1.021.098,67 1.021.098,67
1. Beteiligungen 17.632,49 17.632,49
2. Wertpapiere des Anlagevermögens 1.003.466,18 1.003.466,18
B. Umlaufvermögen 26.513.814,95 28.894.918,88
I. Vorräte 1.830.167,37 1.710.509,71
1. fertige Erzeugnisse und Waren 1.830.167,37 1.710.509,71
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 4.653.100,33 3.723.593,37
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.530.854,85 1.982.192,35
2. sonstige Vermögensgegenstände 1.122.245,48 1.741.401,02
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 20.030.547,25 23.460.815,80
C. Rechnungsabgrenzungsposten 38.457,93 35.520,84
Bilanzsumme, Summe Aktiva 35.766.680,55 37.659.673,39

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 20.826.823,97 22.955.612,43
I. gezeichnetes Kapital 500.000,00 500.000,00
II. Kapitalrücklage 21.116,99 21.116,99
III. Gewinnrücklagen 50.000,00 50.000,00
1. gesetzliche Rücklage 50.000,00 50.000,00
IV. Bilanzgewinn 20.255.706,98 22.384.495,44
davon Gewinnvortrag 22.384.495,44 18.768.966,77
B. Rückstellungen 5.567.402,48 6.618.052,95
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 1.307.050,00 1.190.714,00
2. Steuerrückstellungen 56.701,24 1.228.587,00
3. sonstige Rückstellungen 4.203.651,24 4.198.751,95
C. Verbindlichkeiten 9.372.454,10 8.086.008,01
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.086.349,67 2.103.735,92
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 6.669.682,62 4.435.582,46
3. sonstige Verbindlichkeiten 1.616.421,81 1.546.689,63
davon aus Steuern 454.301,54 494.468,93
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 29.926,16 30.850,56
Bilanzsumme, Summe Passiva 35.766.680,55 37.659.673,39

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 111.148.147,35 91.884.418,09
2. sonstige betriebliche Erträge 1.243.472,86 1.914.425,20
davon Erträge aus Währungsumrechnung 94,97 243,00
3. Materialaufwand 46.732.383,75 35.967.495,43
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 46.732.383,75 35.967.495,43
4. Personalaufwand 32.613.572,60 28.028.807,34
a) Löhne und Gehälter 27.080.319,44 23.262.218,58
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 5.533.253,16 4.766.588,76
davon für Altersversorgung -63.578,85 -20.246,66
5. Abschreibungen 2.417.522,30 2.461.884,33
a) Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.417.522,30 2.461.884,33
6. sonstige betriebliche Aufwendungen 24.906.845,05 21.183.233,92
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 1.785,48 624,24
7. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 337.304,64 138,37
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34.860,38 114.037,80
davon aus Abzinsung 23.363,00 23.708,00
9. Steuern vom Einkommen und Ertrag 2.013.967,81 2.019.950,75
10. Ergebnis nach Steuern 4.009.772,96 4.023.572,09
11. sonstige Steuern 3.561,42 3.043,42
Jahresüberschuss 4.006.211,54 4.020.528,67

Ergebnisverwendung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Jahresüberschuss 4.006.211,54 4.020.528,67
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 22.384.495,44 18.768.966,77
3. Vorabausschüttung / beschlossene Ausschüttung GJ 6.135.000,00 405.000,00
4. Bilanzgewinn 20.255.706,98 22.384.495,44

Anhang

A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die YORMA'S AG hat ihren Sitz in Plattling. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Deggendorf unter HRB 2303 eingetragen.

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Rechnungslegungsvorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches, den Vorschriften des Aktiengesetzes sowie den ergänzenden Vorschriften der Satzung aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft gem. § 267 Abs. 3 HGB.

B. Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, inklusive der Anschaffungsnebenkosten und abzüglich der Preisminderungen, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauern angesetzt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten inklusive der Anschaffungsnebenkosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen (linear und degressiv) entsprechend der branchenüblichen Nutzungsdauer angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis Euro 800,00 werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Ist der beizulegende Wert niedriger, so wird dieser angesetzt. Der Bestand wird durch Fortschreibung der Vorjahreswerte ermittelt. Das Anlagenverzeichnis gibt Auskunft über die Höhe der Anschaffungs- und Herstellungskosten, den Buchwert am Bilanzstichtag sowie den jährlichen Abschreibungssatz und Betrag.

Das Finanzanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Waren werden mit den Anschaffungskosten bzw. dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zum Nennwert abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen bewertet. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird eine angemessene Pauschalwertberichtigung auf den nicht gesicherten Nettoforderungsbestand gebildet.

Der Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert angesetzt.

Als Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Bilanzstichtag ausgewiesen, sofern sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen.

Die Pensionsrückstellungen werden unter Verwendung des Teilwertverfahrens ohne Fluktuation mit einem Zins von 1,82 % bewertet. Bei der Restlaufzeit wird das Endalter laut Zusage zugrunde gelegt. Es werden die Richttafeln 2018G von Dr. Heubeck zugrunde gelegt. Rentenerhöhungen werden mit jährlich 1,00 % berücksichtigt.

Die Steuerrückstellungen erfassen alle im Geschäftsjahr noch nicht veranlagten Steuern.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten im Rahmen einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Schätzungen beruhen auf Erfahrungs- und Vorjahreswerten. Die Bewertung erfolgt mit dem Erfüllungsbetrag.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Die sonstigen Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet.

Zu den Fristigkeiten der Verbindlichkeiten verweisen wir auf den Verbindlichkeitenspiegel.

Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden gegenüber dem Vorjahr im Wesentlichen unverändert angewendet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

C.1 Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Positionen des Anlagevermögens ist aus dem Anlagenspiegel auf der folgenden Seite zu ersehen (§ 284 Abs. 3 HGB).

Auf die Angaben nach § 285 Nr. 11 HGB wird gemäß § 286 Abs. 3 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung für die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage verzichtet.

C.2 Umlaufvermögen

Die sonstigen Vermögensgegenstände haben in Höhe von T€ 201 (Vorjahr T€ 183) eine Restlaufzeit von über einem Jahr.

C.3 Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital über € 500.000,00 setzt sich wie folgt zusammen:

- 475.000 auf den Namen lautende Stammaktien mit Nennwert von € 1,00

- 25.000 auf den Namen lautende Vorzugsaktien mit Stimmrecht und Nennwert von € 1,00

Das gezeichnete Kapital ist voll einbezahlt.

In der Kapitalrücklage sind zum 31.12.2023 unverändert T€ 21 ausgewiesen.

Die Gewinnrücklage beinhaltet gesetzliche Rücklagen und ist gemäß § 150 Abs. 1 AktG in Höhe von T€ 50 gebildet.

Der Posten Bilanzgewinn beinhaltet einen Gewinnvortrag in Höhe von T€ 16.249 (Vorjahr T€ 18.364).

C.4 Rückstellungen

Der Erfüllungsbetrag der Pensionsrückstellung beträgt T€ 1.307. Der sich aus der unterschiedlichen Bewertung der Pensionsverpflichtungen auf Basis eines Sieben-Jahres bzw. Zehn-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergebende Unterschiedsbetrag unterliegt einer Ausschüttungssperre. Diese beläuft sich zum Bilanzstichtag auf T€ 13 (Vorjahr T€ 62). Der Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt 1,74 %.

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
TEuro
31.12.2022
TEuro
Verpflichtungen aus Pachtverhältnissen 3.232 3.295
Tantiemen 120 60
Urlaub und Überstunden 552 490
Rechts- und Beratungskosten 5 5
Jahresabschlusskosten 25 25
Archivierungskosten 20 20
Übrige 250 304
Gesamt 4.204 4.199

C.5 Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten entnehmen Sie der nachfolgenden Tabelle:

Art der Verbindlichkeit zum 31. Dezember 2023 bis zu 1 Jahr
T€
über 1 Jahr
T€
über 5 Jahre
T€
Gesamtbetrag
T€
gegenüber Kreditinstituten 749 337 0 1.086
(1.102) (1.002) (0) (2.104)
aus Lieferungen und Leistungen 6.670 0 0 6.670
(4.435) (0) (0) (4.435)
sonstige Verbindlichkeiten 1.616 0 0 1.616
(1.507) (40) (0) (1.547)
Summen 9.035 337 0 9.372
(7.044) (1.042) (0) (8.086)

Die Zahlen in Klammern betreffen Vorjahreszahlen.

Mietkautionen sind durch Konto- und Depotverpfändungen über T€ 1.356 gedeckt.

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind durch die üblichen Eigentumsvorbehalte gesichert.

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von T€ 135 (Vorjahr T€ 135).

C.6 Sonstige finanzielle Verpflichtungen

An sonstigen finanziellen Verpflichtungen werden im Anhang genannt:

Verpflichtungen aus Leasingverträgen:

- 2024 T€ 78
- 2024-2025 T€ 117

Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Wartungsverträgen:

Die mittels einer Planung auf Basis von 2023 ermittelten voraussichtlichen Pachten für die Folgejahre betragen ohne Nebenkosten p.a. ca. 11,6 bis 12,1 Mio. €. Die Pachten werden aufgrund des Umsatzes der Standorte ermittelt und können in den Folgejahren variieren. Auch da während des laufenden Geschäftsjahres neue Filialen eröffnet werden, die noch nicht berücksichtigt sind.

Zweck dieser Verträge ist die Anmietung von Verkaufs- und Lagerflächen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung. Besondere Risiken und Chancen aus diesen Verträgen, die über allgemeine Unternehmensrisiken hinausgehen, sind nicht bekannt.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die Umsätze in den Filialen gliedern sich wie folgt:

2023
TEuro
2022
TEuro
2021
TEuro
Bayern 59.655 48.353 30.130
Baden-Württemberg 21.223 17.923 12.448
Hamburg 3.738 3.015 1.915
Hessen 3.047 2.562 1.840
Nordrhein-Westfalen 10.991 11.051 7.029
Rheinland-Pfalz 5.073 4.157 2.671
Niedersachsen 1.947 1.583 1.027
Bremen 1.329 0 0
Berlin 4.145 3.240 2.069
Gesamt 111.148 91.884 59.129

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 545. Die periodenfremden Erträge betreffen im Wesentlichen Erstattungen aus Nebenkosten- und Stromabrechnungen der Vorjahre.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 257 und Aufwendungen aus Währungsumrechnung über T€ 2. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Nachzahlungen aus Nebenkosten und Stromabrechnungen der Vorjahre. Innerhalb der Personalaufwendungen wurden Erstattungen aus Kurzarbeitergeld inkl. SV-Beiträge in Höhe von T€ 88 saldiert.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten Honorare des Abschlussprüfers für Abschlussprüferleistungen in Höhe von T€ 23 sowie aus sonstigen Dienstleistungen in Höhe von T€ 5.

E. Sonstige Angaben

E.1 Arbeitnehmer

Die Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt setzen sich wie folgt zusammen:

2023 2022
Angestellte 842 765
Aushilfen 167 117
Mitarbeiter gesamt 1.009 882

E.2 Organe

Dem Vorstand der YORMA'S AG gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Yorma Eberl, Kaufmann, Deggendorf

Herr Karl Kraft, Kaufmann, Heilbronn

Die Vorstände sind jeweils einzelvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge des Vorstands wird die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB in Anspruch genommen.

Dem Aufsichtsrat der YORMA'S AG gehörten im Geschäftsjahr an:

Herr Dr. Roland Pfefferle, Rechtsanwalt , Heilbronn (Vorsitzender)

Herr Theodor Dreker, Kaufmann, Offenau

Herr Albert Hager, Dipl.-Informatiker, Tegernsee

Die Bezüge der Aufsichtsräte betrugen im laufenden Geschäftsjahr T€ 40 (Vorjahr: T€ 38).

E.3 Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Bilanzstichtag eingetreten sind

In 2024 wurden die Schlussabrechnungen für die staatlichen Corona-Hilfen gestellt.

E.4 Ergebnisverwendungsvorschlag

Über die Ergebnisverwendung beschließt die Hauptversammlung.

 

Plattling, 29. März 2024

DER VORSTAND

gez. Herr Yorma Eberl

gez. Herr Karl Kraft

Anlagespiegel

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023
Euro
Zugänge
Euro
davon FK-Zinsen
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 422.823,88 0,00 0,00 14.847,06 0,00 407.976,82
geleistete Anzahlungen 19.580,00 3.520,00 0,00 0,00 0,00 23.100,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 442.403,88 3.520,00 0,00 14.847,06 0,00 431.076,82
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.713.239,34 902.481,64 0,00 171.052,09 0,00 14.444.668,89
technische Anlagen und Maschinen 25.874,93 0,00 0,00 5.247,27 0,00 20.627,66
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.145.995,62 2.046.817,56 0,00 685.713,64 0,00 22.507.099,54
Summe Sachanlagen 34.885.109,89 2.949.299,20 0,00 862.013,00 0,00 36.972.396,09
Finanzanlagen
Beteiligungen 17.632,49 0,00 0,00 0,00 0,00 17.632,49
Wertpapiere des Anlagevermögens 1.003.466,18 0,00 0,00 0,00 0,00 1.003.466,18
Summe Finanzanlagen 1.021.098,67 0,00 0,00 0,00 0,00 1.021.098,67
Summe Anlagevermögen 36.348.612,44 2.952.819,20 0,00 876.860,06 0,00 38.424.571,58
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023
Euro
Abschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Zugänge
Euro
Abgänge
Euro
Umbuchungen
Euro
kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 408.821,88 8.029,50 0,00 14.280,06 0,00 402.571,32
geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 408.821,88 8.029,50 0,00 14.280,06 0,00 402.571,32
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 9.369.750,84 1.064.960,51 0,00 156.459,46 0,00 10.278.251,89
technische Anlagen und Maschinen 432,93 1.027,73 0,00 0,00 0,00 1.460,66
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 17.840.373,12 1.343.504,56 0,00 655.997,64 0,00 18.527.880,04
Summe Sachanlagen 27.210.556,89 2.409.492,80 0,00 812.457,10 0,00 28.807.592,59
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Anlagevermögen 27.619.378,77 2.417.522,30 0,00 826.737,16 0,00 29.210.163,91
Zuschreibungen Geschäftsjahr
Euro
Buchwert 31.12.2023
Euro
Buchwert 31.12.2022
Euro
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände
entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.405,50 14.002,00
geleistete Anzahlungen 0,00 23.100,00 19.580,00
Summe immaterielle Vermögensgegenstände 0,00 28.505,50 33.582,00
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 0,00 4.166.417,00 4.343.488,50
technische Anlagen und Maschinen 0,00 19.167,00 25.442,00
andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 3.979.219,50 3.305.622,50
Summe Sachanlagen 0,00 8.164.803,50 7.674.553,00
Finanzanlagen
Beteiligungen 0,00 17.632,49 17.632,49
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 1.003.466,18 1.003.466,18
Summe Finanzanlagen 0,00 1.021.098,67 1.021.098,67
Summe Anlagevermögen 0,00 9.214.407,67 8.729.233,67

Bericht des Aufsichtsrats

Im nachfolgenden Bericht informiert der Aufsichtsrat über seine Kontroll- und Beratungstätigkeiten im Geschäftsjahr 2023:

Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2023 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben und Pflichten wahr. Zu seinen Aufgaben gehörten insbesondere die Diskussion und Entscheidungsfindung zu verschiedenen Sachthemen und zustimmungspflichtigen Geschäftsvorfällen, die Prüfung des Jahresabschlusses 2022 sowie die Beratungen und Entscheidungen zu personellen Veränderungen in der Gesellschaft.

Der Aufsichtsrat überwachte und begleitete den Vorstand beratend bei der Leitung des Unternehmens. Die beiden Vorstandsmitglieder, Yorma Eberl und Karl Kraft, vertreten gleichzeitig sämtliche Aktionäre der Gesellschaft. Der Aufsichtsrat konnte sich dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Der coronabedingte Umsatzrückgang konnte wieder ausgeglichen werden. Die Liquidität des Unternehmens war stets gesichert.

Der Aufsichtsrat wurde vom Vorstand durch mündliche und schriftliche Berichte regelmäßig, zeitnah und umfassend unterrichtet. Die Berichte beinhalteten alle relevanten Informationen zur Planung, zur Geschäftsentwicklung und über die Lage des Unternehmens, einschließlich der Risikolage, des Risikomanagements und der Compliance. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Planzahlen wurden vorgetragen, begründet und diskutiert. Der Vorstand stimmte die strategische Ausrichtung des Unternehmens mit dem Aufsichtsrat ab und erörterte mit ihm alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge - insbesondere die Weiterentwicklung des Unternehmens. Der Aufsichtsrat war in alle wesentlichen Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, eingebunden. Der Aufsichtsrat hat die nach Gesetz oder Satzung erforderlichen Beschlüsse gefasst.

Der Aufsichtsrat hat keine Ausschüsse eingerichtet.

Im Geschäftsjahr 2023 fanden vier turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen statt.

An den Aufsichtsratssitzungen nahmen jeweils die beiden Vertreter der Anteilseigner und gleichzeitig Vorstandsmitglieder teil. Die Aufsichtsratsmitglieder haben stets vollzählig teilgenommen.

Die Entwicklung von Umsatz, Ergebnis und Beschäftigung sowie die Finanzlage und die strukturelle Weiterentwicklung des Unternehmens waren Gegenstand regelmäßiger Berichterstattung durch den Vorstand und der Beratungen des Aufsichtsrats.

Im Mittelpunkt der Aufsichtsratssitzung am 07.02.2023 standen die Besprechungen hinsichtlich der Zusammenarbeit unter den Vorständen, die Nachfolge im Unternehmen, die Geschäftsverteilungspläne der Vorstände, die Ausschüttungen und die Vergütung des Aufsichtsrats. Außerdem fanden Besprechungen zur Unternehmensentwicklung bis zu diesem Zeitpunkt und die Planung für das Jahr 2023 statt.

Am 23.05.2023 fand die zweite Aufsichtsratssitzung statt.

Im Mittelpunkt dieser Sitzung standen erneut das Thema Zusammenarbeit unter den Vorständen, die Nachfolge im Unternehmen sowie die Unternehmensentwicklung bis zu diesem Zeitpunkt. Außerdem erfolgten Beratungen über den Jahresabschluss zum 31.12.2022 und der Plan-/Ist-Vergleich. Es kam zur Feststellung des Jahresabschlusses, für den ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt wurde.

An der Beratung über den Jahresabschluss nahmen auch Herr Schick von der Firma consaris AG und Herr Aigner als Leiter der Buchhaltung teil. Sie standen für die Beantwortung von Fragen zur Verfügung. Der Aufsichtsrat beriet über die strategische Entwicklung des Unternehmens.

Gegenstand der Prüfung war der vom Vorstand vorgelegte und nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs (HGB) aufgestellte Jahresabschluss der Yorma's AG zum 31.12.2022 sowie der Lagebericht. Der Jahresabschluss wurde festgestellt; es wurde ein uneingeschränkter Bestätigungsvermerk erteilt.

Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats vorgelegen.

Nach eigener Prüfung des Jahresabschlusses 2022 der Yorma's AG, des Lageberichts sowie des Ergebnisses der Abschlussprüfung hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss der Yorma's AG in der Aufsichtsratssitzung am 23.05.2023 gebilligt und damit ebenso wie den Lagebericht festgestellt.

Am 23.05.2023 fand auch eine ordentliche Hauptversammlung statt. Sie hat den Vorständen und den Mitgliedern des Aufsichtsrates Entlastung erteilt.

Am 14.09.2023 fand die dritte Aufsichtsratssitzung im Rahmen einer Telefonkonferenz statt. In dieser wurden Besprechungen bezüglich des Anteilsverkaufs, der Regelung unter den Aktionären und der Ertragslage geführt.

Am 24.11.2023 fand die vierte Aufsichtsratssitzung statt. Im Mittelpunkt dieser Sitzung standen erneut die Erörterungen bezüglich der Verbesserung der Zusammenarbeit unter den Vorständen sowie die Unternehmensentwicklung bis zu diesem Zeitpunkt.

Weiter wurde die Firma consaris AG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Im Schlosspark Gern 1, 84307 Eggenfelden, vom Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 bestellt.

 

Dezember 2023

Der Aufsichtsrat

gez. Dr. Roland Pfefferle, Vorsitzender

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 17.06.2024 festgestellt.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die YORMA'S AG, Plattling

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der YORMA'S AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden -? geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der YORMA'S AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "?Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eggenfelden, den 14. Juni 2024

consaris AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Diplom-Betriebswirt (FH) Albert Schick, Wirtschaftsprüfer

Diplom-Volkswirt Collin Späth, Wirtschaftsprüfer

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