Schmid Verwaltungs GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Joachim Hauß seit 2.9.2015 | Geschäftsführer |
Matthias Hauß seit 2.9.2015 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Joachim Haub | 40.00% |
M******* H*** | 10.00% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Werner Schmid GmbHEigenbeteiligung | 45.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
4 Gesellschafter
GmbH-Struktur
3 von 4 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Werner Schmid GmbHFuldaJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht1. Grundlagen der GesellschaftI. Beschreibung des GeschäftsmodellsSeit 1946 ist das Unternehmen Werner Schmid GmbH in Fulda ansässig. Inzwischen werden an dem Standort in Fulda mit rd. 250 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern Kunststoff- und Metallprodukte, schwerpunktmäßig für die Automobilindustrie, die Lüftungsindustrie sowie die Mess- und Regeltechnik produziert. Die Werner Schmid GmbH entwickelt und baut Werkzeuge zur Herstellung von technischen Metallteilen und Kunststoffspritzteilen. Diese Werkzeuge werden überwiegend für die eigene Produktion hergestellt, in seltenen Fällen aber auch an andere produzierende Unternehmen verkauft. Die eigene Konstruktion und der eigene Werkzeugbau sowie die anschließende Produktion in unserer Fertigung ermöglichen uns die qualitativ hochwertige Betreuung unserer Kunden über den gesamten Produktlebenszyklus. Wir sind dadurch nicht nur "Auftragsfertiger", sondern Entwicklungs- und Lösungspartner unserer Kunden. Im Metallbereich beschäftigen wir uns mit der Herstellung von kompliziert umgeformten Teilen, die mit Transfer- und Folgeverbundwerkzeugen auf Exzenterpressen mit einer Presskraft bis zu 500 Tonnen sowie zwei modernen Servopressen mit bis zu 400 Tonnen Presskraft hergestellt werden können. Darüber hinaus bietet die Werner Schmid GmbH ihren Kunden ein Portfolio an verschiedenen Weiterverarbeitungsschritten auf eigenen Anlagen. Hierzu gehört unter anderem eine Glühanlage zum Spannungsarmglühen, eine Drehmaschine mit Roboter, eine Gleitschleifanlage sowie eine moderne Entfettungs-, Reinigungs- und Konservierungsanlage. Im Kunststoffbereich fertigen wir technische Spritzgussteile, auf Spritzgießmaschinen mit einer Zuhaltekraft von bis zu 700 Tonnen, mit nachgelagerten Veredelungsprozessen (wie bspw. Montagen, Ultraschallverschweißen oder Tampondruck). Weiterhin sind wir in der Lage, Metallteile aus der eigenen Produktion mit Kunststoff zu umspritzen oder auf anderem Wege mit Kunststoffteilen zu Metall-Kunststoff-Hybriden zu verbinden. Geografisch konzentriert sich die Werner Schmid GmbH auf den deutschen und den europäischen Markt. Die größten Kunden befinden sich zurzeit in der Manometerindustrie, der Lüftungsindustrie und der Automobilindustrie. Das Unternehmen wird von den geschäftsführenden Gesellschaftern Matthias Hauß (Dipl.-Kaufm.) und Joachim Hauß (M.Sc.) geführt. II. Ziele und StrategienEin vorrangiges Ziel der Gesellschaft ist die kontinuierliche Steigerung des Unternehmenswerts. Um dies zu erreichen, orientieren wir uns an nachfolgend dargestellten Unternehmenszielen: 1) Wir wollen nachhaltig wachsen und uns stetig weiterentwickeln. 2) Wir streben eine langfristige Sicherung des Unternehmenserfolgs an, um eine Selbstständigkeit des Unternehmens auch in Zukunft sicherzustellen. 3) Wir setzen auf Innovationen in der Fertigung und in unseren Prozessen, um den Standort Fulda auf Dauer sichern zu können. 4) Wir wollen eine kooperative Firmenkultur und eine gute Arbeitsatmosphäre aufrechterhalten. 5) Wir wollen anerkannter Anbieter komplexer Teile von hoher Qualität bleiben. 6) Wir wollen unserer sozialen und ökologischen Verantwortung für die Region gerecht werden. III. Darstellung des SteuerungssystemsZur Planung, Steuerung und Kontrolle unserer Geschäftsentwicklung verwenden wir folgende Steuerungsgrößen: Die zentralen finanziellen Steuerungskennzahlen der Werner Schmid GmbH, Fulda, sind der Rohertrag, die Personalaufwandsquote in Prozent sowie das Betriebsergebnis (EBIT). Der Rohertrag ist eine unserer zentralen Wert- und Steuerungsgrößen, er berechnet sich aus dem Umsatz abzüglich der direkten Materialkosten und gibt Aufschluss über die Profitabilität und Rentabilität unseres operativen Geschäfts. Das Betriebsergebnis (EBIT) ist eine weitere bedeutende Größe für die operative Steuerung und Analyse unserer Ertragsfähigkeit, es ergibt sich aus dem Jahresergebnis vor Finanzergebnis und Steuern. Die Personalaufwandsquote berechnet sich als Quotient aus Betriebsleistung (Umsatzerlöse +/- Bestandsveränderung + sonstige betriebliche Erträge) und Personalaufwand und informiert uns über die Produktivität des Mitarbeitereinsatzes. IV. Forschung- und EntwicklungAls reiner Zulieferbetrieb wird keine eigene Produktentwicklung betrieben, sondern lediglich in Form von technischen Gesprächen Input in der Produktentwicklungsphase des Kunden gegeben. Die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten der Gesellschaft beruhen primär auf der Entwicklung von Produktionsprozessen für die angefragten Produkte unserer Kunden. Im Rahmen öffentlich geförderter Forschungsprojekte betreiben wir in seltenen Fällen auch Forschung zur Entwicklung neuer Produktionsverfahren oder beteiligen uns an Entwicklungsprojekten bestehender Technologien. 2. WirtschaftsberichtI. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenI.I. Konjunkturelle Lage Ein nach wie vor krisengeprägtes Umfeld, mit hoher Inflation, steigenden Zinsen und mauer Weltkonjunktur, hat die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 schrumpfen lassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts sank das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3%. Insbesondere der private Konsum ist aufgrund der nachwirkenden Kaufkraftverluste und der Kaufzurückhaltung preisbereinigt um 0,8% zurückgegangen. Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9% gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9% gelegen. (Quelle: https://wwwdestatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_020_611.htm). I. II. Branchenumfeld Trotz einer wirtschaftlich angespannten Lage konnte die Automobilindustrie ihren Umsatz aus der Inlandsproduktion auch im Jahr 2023 steigern. Im vergangenen Jahr stieg er 10% auf knapp 558,1 Mrd. Euro. Ein Teil des Umsatzplus dürfte dabei auch der immer noch erhöhten Inflation geschuldet sein. (Quelle:https://www.vda.de/de/themen/automobilindustrie/marktentwicklungen/umsatzdaten.htm). Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu einer gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. (Quelle:https://www.vda.de/de/presse/Pressemeld-ungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum). II. GeschäftsverlaufDas Geschäftsjahr 2023 war geprägt von Umsatzrückgängen bei gleichzeitig stark gestiegenen Kosten. Insgesamt verminderte sich der Umsatz der Werner Schmid GmbH um 10,2% gegenüber dem Vorjahr. Der Rohertrag sank um TEUR 2.011 auf TEUR 20.256 und das Betriebsergebnis um TEUR 1.931 auf TEUR 831. Die Personalaufwandsquote ist gegenüber dem Vorjahr um 3,6%-Punkte auf 31,5% gestiegen. Entsprechend der Prognose aus dem letzten Jahresbericht konnten sich unsere wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren gegenüber dem Vorjahr 2022 nicht verbessern. Ursächlich für die Gesamtentwicklung war die insgesamt schwache Weltwirtschaft sowie die Rezession in Deutschland. Die Umsatzerlöse in den beiden Fertigungsbereichen gingen im 1. Halbjahr leicht und im 2. Halbjahr deutlich zurück. Die Folge war Kurzarbeit, die bis ins Frühjahr 2024 fortbestand. Die durch den Krieg in der Ukraine ausgelöste Energiekrise hatte dank langlaufender Versorgungsverträge für Gas und Strom noch keine direkten Auswirkungen auf die Ertragslage der Werner Schmid GmbH. Allerdings wirkten sich politische Entscheidungen, die zu deutlichen Erhöhungen von Netzgebühren führten bereits im Jahr 2023 negativ auf das Unternehmen aus. Die Situation am Beschaffungsmarkt hatte sich ggü. den Vorjahren erneut entspannt: Vormaterialien waren weniger schwierig zu beschaffen, was sich zum einen in kürzeren Lieferzeiten und zum anderen in fallenden Preisen für Vormaterialien auswirkte. III. Darstellung der Lage der GesellschaftIII.I. Ertragslage Die Umsatzerlöse der Werner Schmid GmbH sind im Vergleich zum Vorjahr um 10,2% gesunken. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen (-TEUR 745; i. Vj. TEUR 255 sowie der sonstigen betrieblichen Erträge (TEUR 234; i. Vj. TEUR 233) ergibt sich im Geschäftsjahr 2023 eine Betriebsleistung von TEUR 39.618 (i. Vj. TEUR 45.195). Die Auftragslage für neue Werkzeuge zeigte sich stabil und lag im Jahr 2023 über dem Niveau der Vorjahre. Die Materialaufwandsquote verbesserte sich bei einer absoluten Verminderung der Materialaufwendungen (TEUR 19.128; i. Vj. TEUR 22.695) um 1,9%-Punkte. Die Personalaufwendungen zeigen sich gegenüber dem Vorjahr absolut um TEUR 135 auf TEUR 12.484 reduziert. Der Rückgang resultiert vor allem aus der Leistungsverminderung. Die Personalaufwandsquote als eine der Kernkostengröße der Gesellschaft ist bezogen auf die Betriebsleistung um 3,6%-Punkte auf 31,5% gestiegen. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren im Unternehmen 225 Mitarbeiter beschäftigt. Die Abschreibungen sind leicht um TEUR 5 auf TEUR 402 gesunken, die übrigen betrieblichen Aufwendungen zeigen sich mit TEUR 6.774 um +TEUR 61 gegenüber dem Vorjahr verändert. Die Maschinen und Anlagen der Werner Schmid GmbH waren über das Jahr hinweg gut ausgelastet. Das Betriebsergebnis beläuft sich nach TEUR 2.762 im Vorjahr auf TEUR 831 im Jahr 2023, was im Wesentlichen auf die niedrigere Betriebsleistung zurückzuführen ist. Unter Berücksichtigung des Steueraufwands (TEUR 245; i. Vj. TEUR 810) weisen wir für das Geschäftsjahr 2023 einen im Vorjahresvergleich um TEUR 1.378 niedrigeren Jahresüberschuss von TEUR 509 aus. III. II. Finanzlage Die Finanzlage der Gesellschaft ist weiterhin als stabil zu bezeichnen. Der Brutto-Cashflow (Jahresüberschuss + Abschreibungen +/- Veränderung der langfristigen Rückstellungen +/- sonstige nicht zahlungswirksame Aufwendungen/Erträge) ist im Wesentlichen geprägt durch das niedrigere operative Jahresergebnis. Er beträgt im Berichtsjahr TEUR 875 (i. Vj. TEUR 2.265). Mit den Zahlungsmittelzuflüssen aus der operativen Geschäftstätigkeit sowie aus den Kreditlinien können die notwendigen Investitionen finanziert und Zahlungen an Kapitalgeber bedient werden. Die Werner Schmid GmbH weist eine solide Finanzstruktur aus. III. III. Vermögenslage Die Bilanzsumme verminderte sich um 8,2% gegenüber dem Vorjahr, was insbesondere auf die deutlich niedrigeren Bestände des Vorratsvermögens zurückzuführen ist. Die Vermögenslage unserer Gesellschaft kann nach wie vor als zufriedenstellend angesehen werden. Auf der Aktivseite ist das Anlagevermögen um TEUR 104 auf TEUR 1.394 (31. Dezember 2022: TEUR 1.498) gesunken. Auch im Jahr 2023 wurde im üblichen Maße in der GmbH investiert. Das Investitionsvolumen in immaterielle Vermögensgegenstände sowie Sachanlagevermögen belief sich auf insgesamt TEUR 310. Es handelte sich überwiegend um Ersatz- und Erweiterungsinvestitionen. Unsere Vorratsbestände verminderten sich unter Berücksichtigung erhaltener Anzahlungen deutlich um TEUR 1.632 auf TEUR 8.710, die Liefer- und Leistungsforderungen stichtags- und abrechnungsbedingt leicht um TEUR 183 auf TEUR 3.130. Auf der Passivseite zeigte sich ein im Vorjahresvergleich um TEUR 1.582 niedrigeres Gesamtkapital von TEUR 17.694. Die Werner Schmid GmbH konnte und kann ihren finanziellen Verpflichtungen jederzeit nachkommen, ohne die Liquidität zu gefährden. Die Eigenkapitalquote der Gesellschaft erhöhte sich bei überproportionalem Rückgang (-8,2%) des Gesamtkapitals um 8,5%-Punkte und lag zum Stichtag bei 71,5% (i. Vj. 63,0%). Unsere Rückstellungen zeigten sich mit TEUR 1.314 gegenüber dem Vorjahr (TEUR 2.272) um -TEUR 958 verändert. Die Kreditverbindlichkeiten lagen mit TEUR 1.485 um TEUR 206 unter ihrem Vorjahreswert. Die Tilgung der Darlehen erfolgte ratierlich und planmäßig. Unsere Liefer- und Leistungsverbindlichkeiten betrugen zum Stichtag 31. Dezember 2023 TEUR 384 (i. Vj. TEUR 1.046). Die sonstigen Verbindlichkeiten veränderten sich zum Vorjahresstichtag um -TEUR 262 auf TEUR 1.102. IV. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenNachfolgend wird die Entwicklung der finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren (vgl. Punkt 1III Darstellung des Steuerungssystems) im Berichtsjahr sowie im Vorjahresvergleich dargestellt. IV.I. Finanzielle Leistungsindikatoren
Die prognostizierten (stagnierende bzw. unter dem Niveau 2022 liegende) finanziellen Leistungsindikatoren, die im Vorjahreslagebericht genannt wurden, sind im Geschäftsjahr 2023 nahezu vollständig eingetroffen. 3. PrognoseberichtI. KonjunkturFür 2024 rechnete die Bundesregierung in ihrer Konjunkturprognose von Februar mit gerade einmal 0,2% Wachstum 1, eine Prognose die manchen Ökonomen sogar noch zu optimistisch ist. So rechnet die DIHK in 2024 sogar mit einer erneuten Rezession und einem Rückgang der Wirtschaftsleistung um 0,5%. 2.Im Juli musste festgestellt werden, dass die deutsche Wirtschaft im zweiten Quartal 2024 erneut um 0,1% geschrumpft ist. 3 Auch für 2025 ist nicht mit einem deutlichen Wachstumsschub zu rechnen: die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für 2025 zuletzt auf 1,0% reduziert.4 II. BrancheDie Stimmung unter den deutschen Zulieferern ist schlecht. Das saisonbereinigte ifo-Geschäftsklima der ArGeZ-(Arbeitsgemeinschaft Zulieferindustrie) Unternehmen liegt deutlich im negativen Bereich. Nicht einmal jedes fünfte Unternehmen bezeichnet die gegenwärtige Geschäftssituation als "gut". Handelte es sich hierbei jeweils um exogene Schocks, stellt sich heute jedoch die Frage nach einer strukturellen Schwäche des Wirtschaftsstandortes Deutschland vor dem Hintergrund der Transformation. Für die mittelständischen Automobilzulieferer ist der Produktionsstandort Deutschland noch wichtiger als für die großen Abnehmer. Doch die Automobilproduktion hierzulande ist seit Jahren rückläufig. Gleichzeitig steigt die Produktion deutscher Autokonzerne im Ausland. Diese schleichende Deindustrialisierung im Automobilsektor führt gerade bei den kleineren Zulieferern zu sinkenden Abrufzahlen, weil im Ausland zunehmend lokal zugekauft wird und nicht jeder Zulieferer mit ins Ausland gehen kann. In diesem Szenario einer abnehmenden Nachfrage kämpfen viele Zulieferer weiterhin mit im internationalen Vergleich zu hohen Kosten. Die Arbeitskosten sind im internationalen Vergleich sehr hoch, auch weil die Anstiege der letzten Jahre nicht durch Produktivitätssteigerungen kompensiert werden konnten. Die Rekrutierung neuer Mitarbeiter gestaltet sich weiterhin äußerst schwierig. Außerdem ist das Problem der hohen Energiepreise nicht gelöst. Das Preisniveau beim Strom und Gas inklusive Netzentgelten und sonstigen Abgaben beträgt immer noch das Doppelte bis Dreifache verglichen mit anderen Ländern. Die weiterhin hohen Energiepreise treffen energieintensive Betriebe, die am Anfang der automobilen Lieferkette stehen, mit voller Wucht.5 III. GesellschaftDie Werner Schmid GmbH rechnet auch für das zweite Halbjahr 2024 nicht mit Wachstumsimpulsen aus der allgemeinen konjunkturellen Entwicklung. Vielmehr wird für die nächsten Monate ein Stagnieren der Abrufe erwartet. Gleichzeitig sind deutliche Kostensteigerungen bei der Energie zu verzeichnen. Aufgrund eines langfristigen Liefervertrags bis Ende 2023 war die Werner Schmid GmbH von den zwischenzeitlich explodierenden Strompreisen bisher nicht betroffen. Gegenüber dem Jahr 2022 ist der Strompreis zwar wieder gesunken, gegenüber unserem bisherigen Vertrag stehen aber dennoch deutliche Steigerungen zu Buche. Hinzu kommen gestiegene Abgaben und Zuschläge, insb. bei den Netzgebühren. Diese Kostensteigerungen konnten zwar durch Preiserhöhungen bei allen Kunden zumindest teilweise weitergegeben werden, allerdings konterkariert der Umsatzrückgang die erwarteten Mehreinnahmen durch die Preissteigerungen. Die für das Jahr 2024 gesteckten Ziele beinhalten daher auch eine Reaktion auf den weiteren niedrigen Teile-Umsatz, d. h. Stabilisierung der Personalkosten in beiden Fertigungsbereichen. Ansonsten gelten die Ziele des Vorjahres auch für 2024 erneut. Unsere Ziele lauten daher: • Stabilisierung der Personalkosten durch vorsichtige Personalplanung bei gleichzeitiger Deckung des Bedarfs an Fachkräften. • Steigerung des Bekanntheitsgrades hinsichtlich der qualitativen Möglichkeiten des Unternehmens, vor allem für schwierige Umformungen oder komplizierte Spritzgießprodukte der geeignete Partner zu sein. • Steigerung des Bekanntheitsgrades in der Region, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. • Neu gewonnene Kunden bestens zu bedienen und die Beziehungen auszubauen. • Pflege bestehender Kundenbeziehungen. • Verstärkte Ausbildung junger Mitarbeiter, um sie für die schwierigen Arbeitsprozesse fit zu machen. • Kontinuierliche Umsetzung der Marketingstrategie & Erreichen neuer Kunden. • Stabilisierung von Umsatz und Ertragslage. Auch und gerade im Jahr 2024 wird durch alle Kunden aus allen Sparten weiter Kostendruck auf uns ausgeübt, wobei der Kostendruck traditionell in der Kfz-Industrie sehr hoch ist. Allerdings hat der Druck auch in anderen Branchen mittlerweile ein mindestens vergleichbares Niveau erreicht. Exemplarisch ist hierbei aktuell die Lüftungsbranche zu nennen, wo der Kostendruck aktuell stärker ausgeübt wird als bei Automobilisten. Mehr denn je muss daher das Ziel sein, durch technologische und organisatorische Verbesserungen die Effizienz zu steigern, um steigende Kosten (insbesondere der Lohnkosten) und Anforderungen nach sinkenden Produktpreisen gleichermaßen abfangen zu können. Automatisierte Abläufe müssen integriert werden, um damit die Stabilität der Firmenleistung und der Arbeitsplätze zu sichern. 4. Chancen- und RisikoberichtI. RisikoberichtDer Erfolg der Gesellschaft beruht auf der konsequenten Nutzung von Chancen im Rahmen der Unternehmensstrategie. Dabei ist die Gesellschaft einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. I.I. Gesamtrisiko Mit Blick auf das laufende Jahr 2024 werden die unternehmerischen Risiken kontinuierlich beobachtet und nach ihrer Tragweite und Eintrittswahrscheinlichkeit bewertet. Begründet durch die insgesamt herausfordernde Gesamtrisikosituation rechnen wir für 2024 mit einer erneuten Stagnation unserer finanziellen Leistungsindikatoren. Die Umsätze in den ersten beiden Quartalen des Jahres 2024 befanden sich dabei im etwa auf dem Niveau des zweiten Halbjahres 2023. Die Vorschauzahlen unserer Kunden lassen jedoch keine Anzeichen auf eine kurzfristige Erhöhung der Abrufe erkennen. Dies deckt sich mit den verhaltenen Konjunkturprognosen von Bundesregierung und Wirtschaftsforschern. Der Gefahr einer weiter ansteigenden Personalaufwandsquote ist durch geeignete Maßnahmen entgegengewirkt worden. Trotzdem stellen wir für das Jahr 2024 keine Verbesserung des Betriebsergebnisses in Aussicht. Obwohl alle weiteren finanziellen Leistungsindikatoren voraussichtlich bestenfalls stagnieren werden, sind aus heutiger Sicht keine Risiken ersichtlich, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten. I. II. Einzelrisiken Die Werner Schmid GmbH ist einer Vielzahl unterschiedlicher Risiken ausgesetzt, die sich in folgende Risiko-Kategorien einordnen lassen: • Höhere Gewalt • Organisatorische Risiken • Menschliche Fehlhandlungen • Technische Risiken • Marktrisiken • Vertrags- & Compliancerisiken Auch im Jahr 2024 ist weiterhin von großen Konjunkturrisiken auszugehen. Die Entwicklung der Konjunkturrisken wird auch von der weiteren Entwicklung der unterschiedlichen Kriegsgeschehen und insbesondere von den Entwicklungen im nationalen und internationalen Energiemarkt abhängig sein. Neben den konjunkturellen Risiken sehen wir auch Risiken im Preiskampf des Wettbewerbs, dem wir uns folgerichtig stellen müssen. Nationale sowie auch regionale Konkurrenten greifen in den Preiskampf um die sensible Kundenstruktur ein. Diese Risiken bedrohen die Entwicklung unseres Rohertrags und damit auch unseres Betriebsergebnisses. Eine Steuerung der Personalaufwandsquote über das Instrument der Kurzarbeit ist uns dagegen möglich. Hierdurch können die negativen Effekte von Rohertrags-Rückgängen auf das Betriebsergebnis zumindest teilweise kompensiert werden. II. RisikomanagementsystemDie Werner Schmid GmbH versteht Risikomanagement als einen fortlaufenden Prozess, in dem Planung, Umsetzung, Überwachung und Verbesserung kontinuierlich stattfinden. Hierzu wurden abgestimmte Kontrollen und Maßnahmen eingerichtet, um die potenziellen Risiken kontinuierlich zu identifizieren und zu analysieren. Die Kontrollen und Maßnahmen sollen sicherstellen, dass der Betrieb wirkungsorientiert und effizient abläuft und die Sicherheit von Mitarbeitern, Vermögenswerten und Umwelt garantiert ist. Unser Risikomanagement orientierte sich im Geschäftsjahr 2023 überwiegend an den Daten unseres operativen Controllings. Es bietet uns einen jederzeitigen Überblick über alle wirtschaftlich relevanten Vorgänge in unserem Unternehmen. Der Führungskreis der Gesellschaft befasst sich in regelmäßigen Abständen mit den identifizierten sowie mit den potenziellen Risiken, um diese auf ein Minimum zu reduzieren. Zeitnah werden Vor- und Nachkalkulationen für unsere Produkte erstellt, die Auswertungen werden dem Vertrieb zur Verfügung gestellt, um gegebenenfalls Maßnahmen bei Neuaufträgen ableiten zu können. Überwachungsaudits für die Zertifizierung der Werner Schmid GmbH nach DIN ISO/TS 16949:2009 werden regelmäßig durchgeführt und leisten somit einen Beitrag, Schaden von unserer Unternehmung fernzuhalten. Zielsetzung der Audits ist es, dass wir als leistungsfähiger und zuverlässiger Partner für unsere Kunden anerkannt bleiben. Wir verfügen über eine strategische Finanzplanung mit der wir unsere Liquiditätssituation fortwährend überwachen und steuern. Den Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen wird durch ein aktives Forderungsmanagement begegnet. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt das Unternehmen über ein adäquates Debitorenmanagement. Darüber hinaus besteht eine Forderungsausfallversicherung, die das Unternehmen bislang jedoch nicht in Anspruch nehmen musste. Dabei achten wir vor allem wegen der typischen branchenimmanenten Risiken auf Kundensolvenz, wobei wir uns hier diversen Auskunfteien bedienen. Risiken aus der allgemeinen unternehmerischen Betätigung sind durch entsprechende Sach- und Vermögensversicherungen gedeckt. Für Ausfälle der Energieversorgung, Arbeitskräftemangel, Ausfall von wichtigen Betriebsmitteln und Feldbeanstandungen sind Notfallpläne erstellt und jederzeit abrufbar. Den nach wie vor intensiven Geschäftsaktivitäten mit Gesellschaften in der Kfz-Industrie und dem damit verbundenen Risiko wurde mit dem Abschluss einer Kfz-Rückruf-Versicherung begegnet. Die üblichen Branchenrisiken, wie der andauernde Fachkräftemangel, die Energiekostenentwicklung sowie die Entwicklung der Nachfrage beinhalten Unsicherheiten, die auf unser Geschäft einwirken und zu großen Teilen außerhalb unseres Einflussbereichs liegen. Den Risiken auf der Beschaffungsseite hinsichtlich Preisentwicklungen begegnen wir mit einer intensiven Marktbeobachtung und langfristigen Lieferverträgen mit gezielt ausgesuchten Lieferanten. III. ChancenberichtUnser Unternehmen verfolgt als international agierendes Unternehmen das Ziel, Chancen konsequent zu nutzen, Risiken rechtzeitig zu erkennen und zu begrenzen. Die unternehmerische Zielsetzung ist es, im Bereich der Produktion und dem Vertrieb von komplexen Formteilen aus Metall und Kunststoff für die Mess-, Regel- und Lüftungstechnik sowie die Automobilindustrie Wachstum zu generieren. Für die kommenden Jahre streben wir an, in diesen Zweigen unsere Marktposition auszubauen. Chancen sehen wir nach wie vor in der Großserienproduktion von komplizierten Umformteilen aus Metall und Kunststoff-Spritzgussbauteilen sowie in der Herstellung von Baugruppen im mittleren und kleinen Stückzahlbereich. 5. ZweigniederlassungsberichtDie Werner Schmid GmbH unterhält keine Zweigniederlassungen.
Fulda, 28. August 2024 gez. Dipl.-Kaufmann Matthias Hauß, Geschäftsführer gez. Joachim Hauß, M. Sc., Geschäftsführer 1 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/habeck-deutschland-konjunktur-100.html 2 https://www.ihk.de/karlsruhe/fachthemen/standort/konjunktur/dihk-konjunkturberichte-fuer-deutschland/dihk-konjunkturumfrage-jahresbeginn-2024-6062038 3 https://www.tagesschau.de/wirtschaft/konjunktur/bip-deutschland-wirtschaftswachstum-100.html 4 https://www.businessinsider.de/wirtschaft/alle-prognosen-fuer-die-konjunktur-in-deutschland-2024-und-2025-tabelle-auf-einen-blick/ 5 Quelle: https:// www.wsm-net.de/fileadmin/user_upload/wsm-net/download/Presse_ArGeZ/202404/20240422_ Pressekonferenz/Pressemitteilung_ArGeZ_22.4.2024.pdf) BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Werner Schmid GmbH hat ihren Sitz in Fulda. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Fulda unter HRB 124 eingetragen. II. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für mittelgroße Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in der Bilanz bzw. in der Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266 Abs. 1, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden in Anspruch genommen. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden (§ 284 Abs. 2 Nr. 1 HGB) Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um lineare Abschreibung entsprechend der vertraglich bzw. gesetzlich feststehenden oder vorsichtig geschätzten Nutzungsdauer vermindert. Sachanlagen wurden zu Anschaffungskosten, die auch etwaige Anschaffungsnebenkosten umfassen, abzüglich Abschreibungen angesetzt. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden linear abgeschrieben. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert zwischen Euro 150,00 und Euro 1.000,00 ist ein "jährlicher" Sammelposten gebildet worden. Der Sammelposten wird, unabhängig von den Nutzungsdauern und des Verbleibs der einzelnen Wirtschaftsgüter, über eine Laufzeit von 5 Jahren abgeschrieben. Der Sammelposten wurde wegen Unwesentlichkeit beibehalten und in die Handelsbilanz übernommen. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von Euro 800,00 (geringwertige Wirtschaftsgüter) wurden im Berichtsjahr voll abgeschrieben und gleichzeitig im Anlagenspiegel als Abgang ausgewiesen. Bei den Finanzanlagen wurden die Beteiligungen mit den Anschaffungskosten angesetzt. Vorräte wurden grundsätzlich mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt, soweit unter Beachtung des Niederstwertprinzips nicht niedrigere Tageswerte am Bilanzstichtag maßgebend waren. In die Herstellungskosten wurden neben den Einzelkosten (Materialeinzelkosten, Fertigungseinzelkosten und Sonderkosten der Fertigung) auch notwendige Gemeinkosten (Material- und Fertigungsgemeinkosten) und durch die Fertigung veranlasste Abschreibungen einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennwert bewertet. Bei den Forderungen wurde dem allgemeinen Kreditrisiko durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Die flüssigen Mittel wurden zu Nominalwerten angesetzt. Aktive latente Steuern wurden mit dem Betrag bilanziert, der sich aus handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Bilanzierungs- und Bewertungsunterschieden ergibt. Bei der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30% zugrunde gelegt. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde auf der Basis versicherungsmathematischer Berechnungen durchgeführt. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz
2. Mitzugehörigkeitsvermerke (§ 265 Abs. 3 Satz 1 HGB)
3. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) Hierzu verweisen wir auf IV. 2. Mitzugehörigkeitsvermerke. 4. Latente Steuern (§§ 274 i. V. m. 285 Nr. 29 HGB)
Die aktiven latenten Steuern sind die Folge der Differenzen zwischen Handels- und Steuerrecht aus der Bewertung der Pensionsrückstellung. 5. Ausschüttungssperre (§ 285 Nr. 28 HGB) Zum 31. Dezember 2023 bestehen ausschüttungsgesperrte Beträge in Höhe von insgesamt TEUR 82, die aus der Aktivierung latenter Steuern resultieren. 6. Angaben zu Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (§ 285 Nr. 24 HGB) Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurde nach der sog. "Project-Unit-Credit-Methode" (PUC-Methode) gebildet. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB): - durchschnittlicher Marktzinssatz von 1,82% für eine Laufzeit von 10 Jahren, der von der Deutschen Bundesbank bekanntgegeben wurde - Restlaufzeit 15 Jahre, Inanspruchnahme der zulässigen Vereinfachungsregel nach § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB - Rentenerhöhungen von 1,5% - Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 HGB aus der Abzinsung der Pensionsrückstellung mit dem Zehn- statt dem Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatz beträgt zum 31.12.2023 Euro 5.493. 7. Sonstige Rückstellungen (§ 285 Nr. 12 HGB) Im Posten "Sonstige Rückstellungen" sind nachfolgende Rückstellungen enthalten:
8. Verbindlichkeiten (§ 285 Nr. 1 und 2 HGB)
Art der Sicherheiten (§ 285 Nr. 1b HGB): Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Euro 384.146,30) sind teilweise durch übliche Eigentumsvorbehalte von Lieferanten besichert. 9. Sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB) Für das Geschäftsjahr 2023 bestehen Verpflichtungen aus längerfristigen Miet- und Leasingverträgen. In den Folgejahren ist mit weiter steigenden Verpflichtungen zu rechnen.
V. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung 1. Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung (§ 275 Abs. 1 HGB) Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. VI. Sonstige Angaben 1. Zahl der Arbeitnehmer (§ 285 Nr. 7 HGB) Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahres im Unternehmen beschäftigt.
2. Angaben gem. § 285 Nr. 9 und 10 HGB Die Geschäftsführung wurde im Berichtsjahr wahrgenommen von: - Herrn Dipl.-Kaufmann Matthias Hauß (Kaufmännischer Geschäftsführer) - Herrn Joachim Hauß, M. Sc. (Technischer Geschäftsführer) Die Schutzklausel gem. § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. 3. Gewinnverwendungsvorschlag (§ 325 Abs. 1 HGB)Die Geschäftsführer schlagen der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresüberschuss 2023 i. H. v. Euro 509.006,74 auf neue Rechnung vorzutragen. 4. Nachtragsbericht (§ 285 Nr. 33 HGB) Hinsichtlich der vielen Unsicherheiten im Markt sowie der die wirtschaftlichen Prozesse der Werner Schmid GmbH beeinflussenden Herausforderungen, wie z. B. hohe Energiekosten, Lieferkettenprobleme, geopolitische Unsicherheiten, anhaltende Inflation, insgesamt höhere Produktionskosten, gestiegene Personalausgaben sowie hohe Zinssätze, wird auf die entsprechenden Angaben und Erläuterungen im Prognose- und Risikobericht des Lageberichts der Gesellschaft verwiesen.
Fulda, den 28. August 2024 gez. Dipl.-Kaufmann Matthias Hauß, Geschäftsführer gez. Joachim Hauß, M. Sc., Geschäftsführer sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 05.09.2024 festgestellt. 1. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Werner Schmid GmbH: 1. Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Werner Schmid GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Werner Schmid GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. 1. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. 1. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. 1. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. • Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Fulda, 28. August 2024 GFP
GmbH
gez. Hanna Reitz, Wirtschaftsprüfer |
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