Brenntag Global Services GmbH

Bahnhofstraße 16, 15806 Zossen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Potsdam HRB 29108
Eingetragen
20.7.2016
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenErbringung sonstiger Vermittlungs- und Vermarktungsdienstleistungen für PatenteBeteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen, insbesondere die Unterlizensierung von Marken, Lizenzverwaltung, IT Lizenzmanagement, Verwaltung von Grundvermögen, sowie die Finanzierung für verbundene Unternehmen im Sinne des § 15 AktG, das Halten und Verwalten von Beteiligungen sowie die Verwaltung des eigenen Vermögens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Elisabeth Tu
seit 7.1.2019
Geschäftsführer
Gido Grüter
seit 20.7.2016
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Brenntag Global Services GmbH

Zossen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

LAGEBERICHT FÜR DEN ZEITRAUM VOM 1. JANUAR 2022 BIS 31. DEZEMBER 2022

A. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFT

Das Hauptgeschäft der Brenntag Global Services GmbH ist die weltweite Lizenzierung der eingetragenen Wort- / Bildmarke "Brenntag", des Claims "ConnectingChemistry" sowie weiterer Nebenmarken an Unternehmen des Brenntag-Konzerns.

Die Brenntag Holding GmbH, als Eigentümerin der Marke "Brenntag", des Claims "ConnectingChemistry" sowie weiterer Nebenmarken, hat der Brenntag Global Services GmbH das Recht zur Nutzung der Brenntag-Handelsmarke und des Claims "ConnectingChemistry" vertraglich eingeräumt. Die Brenntag Global Services GmbH räumt operativen Konzerngesellschaften, die unter der Handelsmarke Brenntag agieren, im Rahmen von Lizenzverträgen das Recht zur Nutzung der Brenntag-Handelsmarke sowie des Claims und der Nebenmarken gegen Entgelt ein. Die Brenntag Holding GmbH hat 2022 damit begonnen neue Konzernmarken anzumelden und einen neuen Markenauftritt für 2023 angekündigt.

Per 31. Dezember 2022 bestanden mit 83 (2021: 81) Gesellschaften des Brenntag-Konzerns entgeltliche Lizenzvereinbarungen. Neben der Lizenzierung erzielte die Brenntag Global Services GmbH Erlöse aus der Erbringung konzerninterner Dienstleistungen. Darüber hinaus hält die Gesellschaft langfristige Darlehensverträge sowohl in EUR als auch in Fremdwährung mit Unternehmen des Brenntag-Konzerns.

B. WIRTSCHAFTSBERICHT

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Die weltweite Industrieproduktion stieg im Verlauf des Geschäftsjahres 2022 deutlich langsamer als in vorherigen Jahren mit global nur 2,3 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Ukraine-Krieg, steigende Lebensmittel- und Energiepreise sowie eine anhaltend angespannte Corona-Situation in China prägten die weltweite konjunkturelle Entwicklung. Hohe Inflationsraten belasteten den privaten Konsum und die Investitionsmöglichkeiten der Unternehmen. Neben den Rohstoffpreisanstiegen verschärften sich auch die Lieferkettenstörungen. Ausgehend von den schwierigen Rahmenbedingungen sank der globale Einkaufsmanagerindex (Global Manufacturing PMI) auf 48,6 und fiel damit unter die neutrale Marke von 50.

Im Euroraum wuchs die Industrieproduktion im Jahr 2022 mit etwa 1,1 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum leicht, die Wachstumsraten fielen allerdings in den Mitgliedstaaten zum Teil deutlich auseinander. Grund für die anhaltende Schwäche waren insbesondere Lieferengpässe und hohe Energiepreise, die sich im Zuge des Kriegs in der Ukraine nochmals verschärften Die Inflation kletterte im Jahr 2022 im Euro-Währungsgebiet auf 8,0 % an. Ähnlich wie die Eurozone war auch die amerikanische Wirtschaft vor allem in der zweiten Jahreshälfte von hoher Inflation (8,0 %) gezeichnet. Die industrielle Produktion verzeichnete in den USA im Jahr 2022 insgesamt einen Rückgang von -0,4 %. In Lateinamerika verlief die konjunkturelle Entwicklung weiterhin uneinheitlich, insgesamt aber stabiler als in den USA und im Euroraum. Insgesamt expandierte die lateinamerikanische Wirtschaft im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr mit einem Wachstum der Industrieproduktion um ca. 3,8 %. Auch in den asiatischen Schwellenländern (ohne China und Japan) konnte im Jahr 2022 ein Wachstum erzielt werden und die Produktion wuchs um 3,2 % gegenüber dem Vorjahreswert. In China nahmen die COVID-19-Infektionszahlen im Jahr 2022 einen erneut stark steigenden Verlauf, auf den zunächst mit umfangreichen Eindämmungsmaßnahmen gegen sich ausbreitende Ausbrüche reagiert wurde, welche die wirtschaftliche Dynamik massiv behinderten. Im Dezember 2022 wurden Lockerungen der Null-Covid-Strategie vorgenommen. Zum Jahresende befanden sich die Infektionszahlen auf dem Weg zu neuen Höchstwerten. Aufgrund der massiven Einschränkungen vor allem im ersten Halbjahr 2022 wuchs die Industrieproduktion in China im Jahr 2022 nur um ca. 3,4 % gegenüber dem Vorjahr.

2. Geschäftsverlauf

Auf der Basis der sehr guten operativen Ergebnisse des Brenntag-Konzerns im Geschäftsjahr 2022, stiegen auch die Erlöse aus Lizenzerträgen im Vergleich zum Vorjahr um 40% (2022:143.951 TEUR; 2021:102.708 TEUR).

Das Jahr 2022 war erneut von außergewöhnlichen Einflussfaktoren geprägt. Die COVID-19-Pandemie führte in einigen Ländern weiterhin zu erheblichen Einschränkungen des beruflichen und privaten Lebens, und viele globale Lieferketten leiden bis heute an den Folgen der Pandemiejahre. Darüber hinaus führte der Angriff Russlands auf die Ukraine zu erheblichen Engpässen im weltweiten Warenverkehr. In diesem außergewöhnlichen geopolitischen und wirtschaftlichen Umfeld ist es uns gelungen, im Geschäftsjahr 2022 die operativen Tätigkeiten vollständig aufrechtzuerhalten.

3. Vermögenslage

Die Bilanzsumme erhöhte sich zum Stichtag um 22,0 % auf insgesamt 227.453 TEUR (2021: 186.417 TEUR).

Maßgeblich hierfür ist einerseits die Minderung der Finanzanlagen um 5,6% auf 68.540 TEUR (2021: 72.624 TEUR) durch im Geschäftsjahr erfolgte Teiltilgungen der langfristigen Darlehen zum Bilanzstichtag; andererseits durch die Erhöhung der kurzfristigen Intercompany-Darlehen auf 154.750 TEUR (2021:110.830 TEUR)

Das Umlaufvermögen erhöhte sich um 39,7% auf 158.910 TEUR (2021:113.790 TEUR). Der Anstieg des Umlaufvermögens resultiert - neben den vorgenannten kurzfristigen Forderungen im Intercompany-Bereich - im Wesentlichen aus gestiegenen Lizenzeinnahmen, wodurch sowohl ein Anstieg der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände als auch ein Anstieg des Guthabens bei Kreditinstituten zu verzeichnen ist.

Die Erhöhung der Verbindlichkeiten um 41,7% auf 140.375 TEUR (2021: 99.077 TEUR) resultiert im Wesentlichen aus der Gewinnabführung an die Gesellschafterin. Diese ist ebenfalls auf gestiegene Lizenzeinnahmen zurückzuführen.

4. Finanzlage und Kapitalstruktur

Die Liquidität der Gesellschaft war stets gesichert. Der Kapitalbedarf wird aus dem operativen Cashflow gedeckt.

Die Kapitalrücklage beträgt unverändert zum Vorjahr 87,0 Mio. EUR.

5. Investitionen

Es gab keine wesentlichen Investitionen im abgelaufenen Geschäftsjahr.

6. Ertragslage

Die Erlöse der Gesellschaft aus der Lizensierung im Geschäftsjahr 2022 betragen 143.951 TEUR (2021: 102.708 TEUR) und entsprechen unverändert 99,9 % der Gesamterlöse.

Die Verteilung der Erlöse aus Lizenzerträgen auf den EURO- und auf den USD-Währungsraum sowie auf die restlichen Währungsräume hat sich im Vergleich zum Vorjahr unwesentlich verändert:

EURO-Währungsraum: 24,9% (2021: 26,8%)

USD-Währungsraum: 44,1% (2021: 42,7%)

Übrige Währungen: 31,0% (2021: 30,5%)

Das Ergebnis vor Steuern beläuft sich auf 145.273 TEUR (2021: 102.365 TEUR). Nach Steuern, in Höhe von 4.909 TEUR (2021 3.292 TEUR), beträgt das Ergebnis vor Gewinnabführung 140.363 TEUR (2021: 99.073 TEUR), welches an die Gesellschafterin abzuführen ist.

Bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen sind insbesondere die Verluste und Gewinne aufgrund von Währungskurschwankungen zu erwähnen. Im Jahr 2022 ergibt sich folgende Verteilung in diesem Bereich:

7.012 TEUR Aufwendungen aus Derivaten und Währungskursverlusten

6.292 TEUR Erträge aus Derivaten und Währungskursgewinnen

Insgesamt ergibt sich damit aus Wechselkurseffekten ein Verlust in Höhe von 720 TEUR.

Dieser Verlust resultiert im Wesentlichen aus Absicherungsgeschäften von Fremdwährungen.

Die weltweite wirtschaftliche Erholung im Jahr 2022 findet sich auch im Ergebnis vor Gewinnabführung wieder, welches im Vergleich zum Vorjahr um 41,7 % gestiegen ist.

Die Ergebnisse aus der Absicherung der Fremdwährungen hat, im Vergleich zum Vorjahr, keinen wesentlichen Einfluss auf das Gesamtergebnis, Durch die zuvor genannt positive Entwicklung konnten wir im Vergleich zur moderat prognostizierten Geschäftsentwicklung in 2022 eine erhebliche Steigerung erreichen.

7. Personal

Der Personalbestand umfasste im Geschäftsjahr durchschnittlich vier Mitarbeiter (2021: sechs). Der Personalaufwand beträgt 234 TEUR (2020: 218 TEUR).

C. PROGNOSE-, CHANCEN- UND RISIKOBERICHT

1. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2023 ist weiterhin davon auszugehen, dass der Krieg in der Ukraine und geopolitische Spannungen zu angespannten Lieferketten sowie einem hohen Inflationsdruck führen. Dabei ist es denkbar, dass es aufgrund einer geringeren Nachfrage trotz allgemeiner Preissteigerungen zu Preissenkungen in den Lieferketten von Brenntag kommen kann. Dies resultiert in einer weiterhin überdurchschnittlichen Unsicherheit hinsichtlich der Wachstumserwartungen der Weltwirtschaft im Jahr 2023. Gemäß der aktuellen Prognose von Oxford Economics wird sich die Weltwirtschaft, gemessen an der Industrieproduktion, im Jahr 2023 rückläufig entwickeln. Gewichtet mit dem von Brenntag in den einzelnen Ländern erzielten Umsatz ergibt sich eine prognostizierte durchschnittliche reale Wachstumsrate für die Industrieproduktion von - 0,5 % im Jahr 2023.

In dem derzeit herausfordernden wirtschaftlichen Umfeld geht die Brenntag SE trotzdem von einer stabilen Geschäftsentwicklung unter Berücksichtigung von Akquisitionen und Effekten aus Strategieprojekten aus. Vor diesem Hintergrund gehen wir insgesamt für unsere Steuerungskennzahl "Umsatzerlöse" von ähnlichen Erlösen aus der Verwertung der Marken wie im Jahr 2022 aus.

2. Risikomanagement

Die Brenntag Global Services GmbH ist als mittelbare Tochtergesellschaft der Brenntag SE in das Risikomanagement des Brenntag-Konzerns einbezogen.

Das Ziel des Risikomanagements ist es, potenzielle Risiken zu vermeiden und entstehende Risiken frühzeitig zu erkennen, zu kontrollieren und zu begrenzen. Daher besteht das Risikomanagementsystem aus

einem Risikoberichtswesen (Früherkennungssystem),

einem Controlling,

einem internen Überwachungssystem sowie

individuellen Maßnahmen zur frühzeitigen Identifizierung von Risiken und zur Begrenzung der bekannten Risiken.

Nachfolgend beschreiben wir Risiken und Chancen, die die Geschäftsentwicklung und die Finanz- und Ergebnislage der Brenntag Global Services GmbH beeinflussen könnten.

Marktrisiken und -chancen

Als Unternehmen des internationalen Brenntag-Konzerns ergibt sich langfristig die Chance, an den überdurchschnittlichen Wachstumsmöglichkeiten, die sich durch die kontinuierliche Expansion in aufstrebenden Märkten eröffnen, zu partizipieren.

Die verstärkte Wettbewerbsintensität in der Chemiedistribution ist ein Risiko, welches die Umsatz- und Ergebnislage negativ beeinflussen könnte.

Rechtliche Risiken

Die Brenntag Global Services GmbH hat Lizenzverträge mit Lizenznehmern in 61 Ländern mit jeweils unterschiedlichen Rechtssystemen abgeschlossen. Daher können sich insbesondere aus der lokalen Gesetzgebung der Lizenznehmer rechtliche Risiken ergeben, die den Abschluss von Lizenzverträgen und das Leisten von Lizenzzahlungen an die Brenntag Global Services GmbH betreffen.

Fremdwährungsrisiken

Die Rechnungsstellung an die Landesgesellschaften sowie die Darlehensbeträge erfolgen in der jeweiligen Landeswährung. Fremdwährungsrisiken, die aus der Umrechnung von Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten entstehen, werden - soweit wirtschaftlich sinnvoll - abgesichert.

Die Risiken werden einzeln und insgesamt als nicht bestandsgefährdend eingeschätzt.

Bilanz

AKTIVA

in EUR Anhang 31.12.2022 31.12.2021
Anlagevermögen
Sachanlagen 1.) 3.160,00 4.163,00
Finanzanlagen 2.) 68.539.585,75 72.623.643,08
68.542.745,75 72.627.806,08
Umlaufvermögen
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 3.) 158.427.980,13 113.482.786,74
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 4.) 482.366,01 306.882,37
158.910.346,14 113.789.669,11
227.453.091,89 186.417.475,19

PASSIVA

Eigenkapital 5.)
Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
Kapitalrücklage 87.000.000,00 87.000.000,00
87.025.000,00 87.025.000,00
Rückstellungen 6.) 53.189,72 315.117,39
Verbindlichkeiten 7.) 140.374.902,17 99.077.357,80
227.453.091,89 186.417.475,19

Gewinn- und Verlustrechnung

in EUR Anhang 2022 2021
Umsatzerlöse 8.) 144.007.827,30 102.764.016,98
Sonstige betriebliche Erträge 9.) 6.587.494,05 1.733.476,31
Materialaufwand 10.) -68.168,31 -59.386,13
Abschreibungen -1.003,00 -11.942,78
Personalaufwand 11.) -234.094,56 -218.022,42
Sonstige betriebliche Aufwendungen 12.) -7.178.807,88 -4.825.556,87
Finanzergebnis 13.) 2.159.818,25 2.982.486,82
Ergebnis vor Steuern 145.273.065,85 102.365.071,91
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 14.) -4.909.426,62 -3.292.282,73
Ergebnis nach Steuern / Ergebnis vor Gewinnabführung 140.363.639,23 99.072.789,18
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführter Gewinn 15.) -140.363.639,23 -99.072.789,18
Jahresüberschuss 0,00 0,00

Anhang

Allgemeine Informationen

Die Brenntag Global Services GmbH hat ihren Sitz in Zossen und ist eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Potsdam unter der Handelsregisternummer HRB 29108 P.

Grundlagen

Der Jahresabschluss der Brenntag Global Services GmbH ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches (HGB) aufgestellt. Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, sind einzelne Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert und umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022.

Die Größenmerkmale der Brenntag Global Services GmbH entsprechen denen einer großen Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 2 i.V.m. Abs. 3 HGB.

Der Jahresabschluss wird in Euro (EUR) aufgestellt.

Die Brenntag SE, Essen, ist das Mutterunternehmen, das für den größten sowie den kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss aufstellt, in den die Brenntag Global Services GmbH einbezogen ist. Der nach IFRS (International Financial Reporting Standards) - wie in der EU übernommen - aufgestellte Konzernabschluss der Brenntag SE wird beim Unternehmensregister elektronisch eingereicht und bekannt gemacht.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Sachanlagen sind mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten, soweit abnutzbar vermindert um planmäßige, in der Regel lineare Abschreibungen, bewertet. Voraussichtlich dauerhaften Wertminderungen, die über den normalen Werteverzehr hinausgehen, wird durch außerplanmäßige Abschreibungen Rechnung getragen. Entfällt der Grund für eine außerplanmäßige Abschreibung, so wird maximal auf die fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten zugeschrieben.

Bei den Abschreibungen wird von folgenden Nutzungsdauern ausgegangen:

Nutzungsdauer
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5 bis 13 Jahre

Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten von bis zu 250,00 EUR werden im Zugangsjahr in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Für Anlagenzugänge wird ein jährlicher Sammelposten gebildet, wenn die Anschaffungskosten im Einzelfall mehr als 250,00 EUR und bis zu 1.000,00 EUR betragen. Der jeweilige Sammelposten wird im Jahr der Bildung und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit jeweils einem Fünftel ergebniswirksam abgeschrieben. Insgesamt beläuft sich der Sammelposten auf 1.027,00 EUR (2021: 1.409,00 EUR).

Ausleihungen des Finanzanlagevermögens an verbundene Unternehmen sind mit den Anschaffungskosten oder, bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung, mit den niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Wurden in Vorjahren Wertberichtigungen vorgenommen und sind die Gründe für die Wertminderung in der Zwischenzeit ganz oder teilweise entfallen, erfolgt eine Wertaufholung bis höchstens zu den Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit den Nennwerten bilanziert. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt.

Die flüssigen Mittel (Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten) sind zu Nennwerten erfasst.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nennwert angesetzt und ist voll eingezahlt.

Die Pensionsrückstellungen werden versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018G) nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt.

Bei dem für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen zugrunde gelegten Rechnungszins handelt es sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren.

Die sonstigen Rückstellungen sind so bemessen, dass sie allen erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen ausreichend Rechnung tragen. Die Bewertung erfolgt zum Erfüllungsbetrag nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, soweit verlässlich einschätzbar unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen.

Sämtliche Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag bewertet.

Die auf Fremdwährung lautenden Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten werden gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet und unter Beachtung des Anschaffungskostenprinzips (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) und des Realisationsprinzips (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) bewertet. Kurzfristige Posten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr werden gemäß § 256a HGB mit dem Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Daraus resultierende Gewinne und Verluste werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "Sonstige betriebliche Erträge" bzw. "Sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Derivative Finanzinstrumente werden nur zu Sicherungszwecken eingesetzt. Hierbei werden vor allem Devisenderivate zur Reduzierung des aus der internationalen Geschäftstätigkeit resultierenden Wechselkursrisikos abgeschlossen. Diese Devisensicherungsgeschäfte beziehen sich auf bereits kontrahierte Grundgeschäfte in Fremdwährung.

Derivative Finanzinstrumente werden einzeln mit dem Marktwert bzw. Marktterminkurs am Bilanzstichtag, maximal zu den Anschaffungskosten, bewertet. Nach handelsrechtlichen Bewertungsgrundsätzen wird ein negatives Bewertungsergebnis erfolgswirksam erfasst und führt zur Bildung einer Rückstellung für drohende Verluste. Im Gegensatz hierzu bleiben positive Bewertungsergebnisse unberücksichtigt.

Die im Ausland einbehaltenen Quellensteuern sowie die inländischen Kapitalertragsteuern werden als Aufwand gebucht.

Erläuterungen zur Bilanz

1.) Sachanlagen

Die Entwicklung der Sachanlagen lässt sich der folgenden Darstellung entnehmen:

in EUR
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2022 65.265,23
Zugänge -
Abgänge -
Stand 31.12.2022 65.265,23
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022 -61.102,23
Zugänge -1.003,00
Abgänge -
Stand 31.12.2022 -62.105,23
Nettowert 31.12.2022 3.160,00
Nettowert 31.12.2021 4.163,00

Bei den Abschreibungen des Geschäftsjahres handelt es sich ausschließlich um planmäßige Abschreibungen.

2.) Finanzanlagen

in EUR Ausleihungen an verbundene Unternehmen
Anschaffungskosten
Stand 01.01.2022 72.676.477,40
Zugänge -
Abgänge -4.084.057,33
Stand 31.12.2022 68.592.420,07
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2022 -52.834,32
Zugänge -
Abgänge -
Stand 31.12.2022 -52.834,32
Nettowerte 31.12.2022 68.539.585,75
Nettowerte 31.12.2021 72.623.643,08

Bei den Ausleihungen an verbundene Unternehmen handelt es sich um langfristige Darlehensverträge mit der Holland Chemical International B.V., Dordrecht, Niederlande, (2022 und 2021: 39.385.589,28 EUR), der BRENNTAG CANADA INC., Toronto, Kanada, (2022: 29.153.996,47 EUR; 2021: 33.238.053,80 EUR). Die Reduzierung des Darlehensbetrages ist auf eine Teilrückrückführung des Darlehens an BRENNTAG CANADA INC. in Höhe von 4.084.057,33 EUR zurückzuführen.

Die Darlehensverträge wurden in der Landeswährung der verbundenen Unternehmen geschlossen und zum Stichtag mit dem Stichtagskurs der Europäischen Zentralbank bewertet.

Die Sicherung der Fremdwährungsrisiken erfolgt mittels revolvierend abgeschlossener Devisenswaps.

3.) Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in EUR 31.12.2022 31.12.2021
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 157.817.608,54 113.482.786,74
Sonstige Vermögensgegenstände 610.371,59 -
Summe 158.427.980,13 113.482.786,74

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten im Wesentlichen Forderungen gegen die Brenntag SE. Sie setzen sich zusammen aus kurzfristigen Darlehensforderungen nebst Zinsen in Höhe von 155.587.609,86 EUR (2021: 111.159.983,97 EUR).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen enthalten ferner Forderungen aus Lizenzgebühren in Höhe von 2.191.598,29 EUR (2021: 2.246.485,59 EUR).

Die sonstigen Forderungen betreffen Forderungen gegen das polnische Finanzamt. Diese beinhalten Erstattungen aus einem erhöhten Quellensteuersatz.

Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

4.) Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten

Die flüssigen Mittel beinhalten ein Bankguthaben von 482.122,31 EUR (2021: 306.720,17 EUR) und einen Kassenbestand von 243,70 EUR (2021: 162,20 EUR).

5.) Eigenkapital

Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der Brenntag Global Services GmbH beträgt 25.000,00 EUR und wird zu 100% von der Brenntag European Services GmbH & Co. KG, Zossen, gehalten, mit der ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag besteht.

Angaben zu ausschüttungsgesperrten Beträgen

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 297,00 EUR (2021: 341,00 EUR). Dieser Betrag ist grundsätzlich nach § 253 Abs. 6 HGB ausschüttungsgesperrt. Da eine korrespondierende Abführungssperre vom Gesetzgeber jedoch nicht eingeführt wurde, hat die Brenntag Global Services GmbH aufgrund des bestehenden Gewinnabführungsvertrages ihren gesamten Gewinn an die Brenntag European Services GmbH & Co. KG, Zossen, abgeführt.

6.) Rückstellungen

Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 31.12.2022 31.12.2021
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 5.013,00 3.684,00
Sonstige Rückstellungen 48.176,72 311.433,39
Summe 53.189,72 315.117,39

Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen in Höhe von 5.013,00 EUR (2021: 3.684,00 EUR) betreffen Rentenverpflichtungen gegenüber aktiven Mitarbeitern.

Für die Bewertung der Rückstellungen wurden folgende Parameter zugrunde gelegt:

in % 31.12.2022 31.12.2021
Rententrend 2,00 1,75
Gehaltstrend 2,50 2,50
BBG-Trend (Beitragsbemessungsgrenze) 2,25 2,25
Fluktuation 0,00 - 25,00 0,00 - 25,00
Anwendbarer Zinssatz (Durchschnitt der vergangenen zehn Geschäftsjahre) 1,79 1,87

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen für Pensionen unter Verwendung des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen zehn Geschäftsjahre und des durchschnittlichen Marktzinssatzes (2022: 1,45%; 2021: 1,35 %) der vergangenen sieben Geschäftsjahre beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 297,00 EUR (2021: 341,00 EUR).

Bei den zuvor genannten Zinssätzen handelt es sich um vom Versicherungsmathematiker zugrunde gelegte Prognosezinssätze. Zum 31. Dezember 2022 weichen die von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten Zinssätze hiervor ab und betragen 1,78% (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre) bzw. 1,44% (durchschnittlicher Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre).

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 31.12.2022 31.12.2021
Rückstellung für drohende Verluste - 256.640,71
Personalaufwendungen 24.457,00 25.920,46
Prüfungskosten 7.518,00 6.508,94
Übrige 16.201,72 22.363,28
Summe 48.176,72 311.433,39

Die Rückstellung für drohende Verluste im Vorjahr umfasste das negative Bewertungsergebnis von abgeschlossenen Devisenswaps. Unter Rückstellungen für Personalaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Jahresvergütungen sowie rückständigen Urlaub ausgewiesen. Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Aufwendungen für Steuerberatung und andere Beratungsleistungen.

7.) Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

in EUR 31.12.2022 31.12.2021
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.249,37 22,80
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 140.371.428,23 99.074.121,18
davon gegenüber Gesellschafterin (140.371.428,23) (99.074.121,18)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.224,57 3.213,82
Summe 140.374.902,17 99.077.357,80

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Brenntag European Services GmbH & Co. KG und betreffen im Wesentlichen die Gewinnabführung an die Gesellschafterin. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Erläuterung zur Gewinn- und Verlustrechnung

8.) Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse in Höhe von 144.007.827,30 EUR (2021: 102.764.016,98 EUR) bestehen im Wesentlichen aus Lizenzeinnahmen aus der Lizenzierung der Wort- / Bildmarke "Brenntag", des Claims "ConnectingChemistry" sowie weiteren Nebenmarken an Unternehmen des Brenntag-Konzerns.

Die Umsatzerlöse aus Lizenzeinnahmen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um 40% erhöht und belaufen sich auf 143.951.029,80 EUR (2021: 102.707.755,73 EUR). Sie entfallen zu 44% auf den USD-Raum, zu 25% auf den Euro-Raum und zu 31% auf andere Währungsräume. Die Verteilung der Umsatzerlöse auf die drei Währungsräume hat sich zum Vorjahr nur unwesentlich verändert.

Andere Umsatzerlöse wurden mit Dienstleistungen für Brenntag Konzerngesellschaften erzielt.

9.) Sonstige betriebliche Erträge

in EUR 2022 2021
Erträge aus Derivaten und Währungskursgewinnen 6.291.559,55 1.493.640,53
davon aus Derivaten (4.566.507,57) (430.170,19)
davon aus Währungskursgewinnen (1.725.051,98) (1.063.470,34)
Konzernverrechnung 26.531,83 32.933,65
Auflösung von Rückstellungen 491,28 7.500,00
Übrige 268.911,39 199.402,13
Summe 6.587.494,05 1.733.476,31

10.) Materialaufwand

Beim Materialaufwand in Höhe von 68.168,31 EUR (2021: 59.386,13 EUR) handelt es sich ausschließlich um Aufwendungen für bezogene Leistungen.

11.) Personalaufwand

in EUR 2022 2021
Löhne und Gehälter -201.470,82 -179.175,55
Soziale Abgaben -31.428,74 -38.015,87
Aufwendungen für Altersversorgung -1.195,00 -831,00
Summe -234.094,56 -218.022,42

Unter Zugrundelegung der Berechnungsmethode gemäß § 267 Abs. 5 HGB wurden durchschnittlich vier Mitarbeiter (2021: sechs) beschäftigt. Hierbei handelt es sich ausschließlich um Angestellte.

12.) Sonstige betriebliche Aufwendungen

in EUR 2022 2021
Aufwendungen aus Derivaten und Währungskursverluste -7.012.050,09 -4.729.264,47
davon aus Derivaten (-5.229.991,93) (-4.179.446,12)
davon aus Währungsverlusten (-1.782.058,16) (-549.818,35)
Aufwendungen für Beratung, Notargebühren und Abschlussprüfung -65.383,84 -21.130,40
Aufwendungen aus Konzernverrechnung -74.342,00 -54.331,00
Aufwendungen für sonstige fremde Dienstleistungen -5.682,82 -4.788,35
Übrige -21.349,13 -16.042,65
Summe -7.178.807,88 -4.825.556,87

13.) Finanzergebnis

in EUR 2022 2021
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 1.716.078,92 1.101.602,52
davon von verbundenen Unternehmen (1.716.078,92) (1.101.602,52)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1.656.347,46 973.678,99
davon von verbundenen Unternehmen (1.656.347,46) (973.678,99)
Zuschreibungen auf Finanzanlagen - 1.568.703,31
Zinsen und ähnliche Aufwendungen -1.212.608,13 -661.498,00
davon an verbundenen Unternehmen (-1.212.470,13) (-661.184,00)
davon aus Aufzinsung (-138,00) (-311,00)
Summe 2.159.818,25 2.982.486,82

Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens in Höhe von 1.716.078,92 EUR (2021: 1.101.602,52 EUR) betreffen ausschließlich die auf die Ausleihungen an verbundene Unternehmen entfallenen Darlehenszinsen.

Die sonstigen Zinsen und ähnliche Erträge in Höhe von 1.656.347,46 EUR (2021: 973.678,99 EUR) resultieren aus Finanzierungsgeschäften mit der Brenntag SE.

Die Zinsen und ähnlichen Aufwendungen beinhalten Zinsanteile der Bewertung der Devisenswaps in Höhe von 654.358,10 EUR (2021: 282.590,48 EUR), Zinszahlungen an die Brenntag European Services GmbH & Co. KG für die Gewinnabführungsverpflichtung in Höhe von 558.112,03 EUR (2021: 378.593,52 EUR) und die Aufwendungen aus der Aufzinsung und den Zinssatzänderungen von Pensionsrückstellungen in Höhe von 134,00 EUR (2021: 311,00 EUR).

14.) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in Höhe von 4.909.426,62 EUR (2021: 3.292.282,73 EUR) betreffen vollständig ausländische Quellensteuer.

15.) Gewinnabführung

Das Ergebnis vor Gewinnabführung in Höhe von 140.363.639,23 EUR (2021: 99.072.789,18 EUR) wird im Rahmen eines bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages an die Brenntag European Services GmbH & Co. KG, Zossen, abgeführt.

Sonstige Angaben

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich zum 31. Dezember 2022 auf insgesamt 154.175,35 EUR (2021: 50.772,84 EUR). Sie betreffen Verpflichtungen aus einem Mietvertrag.

Die Nominalwerte der sonstigen finanziellen Verpflichtungen weisen die folgenden Fälligkeiten auf:

in TEUR 31.12.2022 31.12.2021
fällig 2022 - 50.772,84
fällig 2023 52.860,12 -
fällig 2024 52.860,12
fällig 2025 48.455,11

Abschlussprüferhonorare

Die Angaben nach § 285 Nr. 17 HGB sind unterblieben, da diese im Konzernabschluss der Brenntag SE, Essen, enthalten sind.

Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die Gesellschaft hat bezüglich der Bezüge von aktiven und ehemaligen Mitgliedern des Geschäftsführungsorgans von der Schutzklausel des § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch gemacht.

Mitglieder der Geschäftsführung

Der Geschäftsführung gehören an:

Elisabeth Tu

Diplom-Kauffrau, Geschäftsführerin Bereich Finanzen, Controlling und Personal

Dr. Dorin Bauer

Volljurist, Master of Business Administration, Geschäftsführer Bereich Legal

 

Zossen, 22. Juni 2023

Brenntag Global Services GmbH

DIE GESCHÄFTSFÜHRUNG

Elisabeth Tu

Dr. Dorin Bauer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Brenntag Global Services GmbH, Zossen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Brenntag Global Services GmbH, Zossen, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Brenntag Global Services GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)

festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 23. Juni 2023

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Christiane Lawrenz, Wirtschaftsprüferin

ppa. Daniel Deing, Wirtschaftsprüfer

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