Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 200789
Eingetragen
21.6.2006
Branche
Sonstige Überlassung von ArbeitskräftenBefristete Überlassung von ArbeitskräftenErbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der Informationstechnologie
Gegenstand
Überlassung von Personal und die Erbringung von Dienstleistungen zur Unterstützung von Engineering- und Servicearbeiten bei Unternehmen der Automobil- und Kommunikationsindustrie nebst aller damit im Zusammenhang stehenden Tätigkeiten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Marie Wille
seit 3.7.2025
Prokura
Kai Hortmann
seit 22.2.2024
Prokura
Björn Gräfer
seit 11.10.2023
Prokura
Thomas Köhler
seit 19.5.2023
Geschäftsführer
Uta Weinert-Göbel
seit 7.12.2020
Prokura
Christian Rautmann
seit 7.12.2020
Prokura
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Tata Technologies Pte. Ltd.SGP
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
Tata Technologies Pte. Ltd.
Singapore
100.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ES-Tec GmbH

Wolfsburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

1. Grundlagen der Gesellschaft - Geschäftsmodell

Geschäftsmodell der Gesellschaft

Die ES-Tec GmbH wurde mit Gesellschaftsvertrag vom 25.04.2006 gegründet und hat ihren Sitz in Wolfsburg. Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit der ES-Tec GmbH liegt in der Automobilbranche und dort im Entwicklungsdienstleistungsbereich der Elektronik-Entwicklung. Die Hauptschwerpunkte sind Fahrerassistenzsysteme, Komfortelektronik und E-Mobilität. Die ES-Tec GmbH ist einer der weltweiten Spezialisten in diesen Bereichen und für OEMs wie für Tier 1 tätig. Die ES-Tec GmbH hat Büros in Wolfsburg, Ingolstadt und Berlin sowie Tochtergesellschaften in Changchun, China, und Casablanca, Marokko.

2. Wirtschaftsbericht

a. Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung

Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %. Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023 im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Im Vergleich zu 2019, dem Jahr vor Beginn der Corona-Pandemie, war das BIP 2023 um 0,7 % höher.

Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um 0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahr 2023 von durchschnittlich 45,9 Millionen Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 0,7 % oder 333.000 Personen mehr als im Jahr zuvor und so viele wie noch nie in Deutschland. Die Beschäftigung nahm im Jahr 2023 unter anderem durch die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte zu. Hinzu kam eine steigende Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung. Diese positiven Effekte überwogen die dämpfenden Effekte des demografischen Wandels. Der Beschäftigungsaufbau fand 2023 fast ausschließlich in den Dienstleistungsbereichen statt.

Die Verbraucherpreise in Deutschland haben sich im Jahresdurchschnitt 2023 um 5,9 % gegenüber 2022 erhöht. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilte, fiel die Inflationsrate für 2023 damit geringer aus als im Jahr zuvor. Sie hatte im Jahr 2022 noch bei +6,9 % gelegen und ist im Jahr 2023 mit knapp 6 % weiterhin auf einem hohen Stand. Nahrungsmittel verteuerten sich im Jahresdurchschnitt 2023 besonders stark. Im Dezember 2023 lag die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex (VPI) zum Vorjahresmonat - bei +3,7 %. Sie verstärkte sich damit zum Jahresende, nachdem sie in den Monaten zuvor rückläufig gewesen war.

Branchenentwicklung

Aufgrund verkürzter Entwicklungszeiten und neuer Technologien nimmt die Komplexität individueller Mobilitätslösungen in der Automobilbranche weiter zu. Trends wie beispielsweise alternative Antriebe, autonomes und vernetztes Fahren, steigende Modell- und Variantenvielfalt bei Elektrofahrzeugen oder Industrie 4.0 erfordern detailliertes technisches Wissen und ganzheitliches Denken in der Entwicklungsdienstleistung. Steigende Qualitätsanforderungen und eine hohe Prozess-Sicherheit spielen bei Automobilherstellern und -zulieferern eine immer größere Rolle. Bereits heute haben Software sowie elektrische und elektronische Komponenten einen hohen Wertschöpfungsanteil bei der Fahrzeugentwicklung. Der Grund ist die zentrale Rolle der Mechatronik und Elektronik hinsichtlich Funktionalität, Sicherheit und Mobilität. Das Auto der Zukunft wird noch mehr Technologie und Innovation, noch mehr Elektrik und Elektronik erfordern. Ein weiterer wichtiger Treiber neben dem technologischen Fortschritt sind neue regulatorische Rahmenbedingungen wie der Green Deal der EU, der eine deutliche Senkung der CO 2 -Emissionen vorsieht und Neuzulassungen des klassischen Verbrennungsmotors ab 2035 faktisch nicht mehr zulässt. Dies bedeutet auch einen Wandel der Gesellschaft hin zu mehr Nachhaltigkeit.

Ausblick

Der russische Angriffskrieg auf die Ukraine sowie der Krieg im Gaza-Streifen belasten die Aussichten für die Weltwirtschaft weiterhin und bringen große politische Unsicherheiten sowie anhaltend hohe Preise für Energie und Rohstoffe mit sich. Vorausgesetzt, der Angriffskrieg eskaliert nicht weiterhin noch stärker, geht der Sachverständigenrat der Wirtschaft von einem Wirtschaftswachstum von 0,2 % in 2024 bzw. von 0,9 % für 2025 aus.

b. Geschäftsverlauf

Die Geschäftsentwicklung der ES-Tec GmbH war insgesamt zufriedenstellend, die Umsatzerlöse konnten gesteigert werden. Das EBIT ist um TEUR 2.597 auf TEUR 9.684 gestiegen. Vor dem Hintergrund des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und des Kriegs im Gaza-Streifen wird diese Geschäftsentwicklung als positiv beurteilt.

Im Vergleich zum Vorjahr ist das Rohergebnis um 24,64 % gestiegen und liegt damit über dem prognostizierten Zielwert. Dies resultiert maßgeblich aus gewonnenen Neukunden in den Bereichen Fahrerassistenzsysteme, Komfortelektronik, E-Mobilität und Zusatztätigkeiten in den meisten Bestandsprojekten im Test und Versuch/Automatisierung und der damit verbundenen guten Auftragslage.

Der Erfolgskurs konnte auch durch die Optimierung unserer bestehenden Prozesse sowie Straffung unserer Organisation zufriedenstellend fortgeführt werden. Dabei verfolgten wir weiterhin eine nachhaltige Ausgaben- und Investitionspolitik. Durch intensive Schulung unserer Mitarbeiter über unsere ES-Tec-Akademie und die laufende Modernisierung der Mess- und Regeltechnik sowie die damit einhergehenden Effizienzsteigerung ist es uns gelungen, weiterhin dem stark wachsenden Kostendruck entgegenzuwirken.

Wir schätzen, auch unter Berücksichtigung der aktuellen Krisen, die wirtschaftliche Lage der ES-Tec GmbH weiterhin als solide ein und sehen uns für die Zukunft gut aufgestellt.

c. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Ertragslage

Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2023 ist um TEUR 5.848 auf TEUR 29.579 angestiegen. Ausschlaggebend für diese Entwicklung waren insbesondere die verstärkte und fokussierte Expansion im Bereich Fahrassistenzsysteme, Komfortelektronik und E-Mobilität.

Der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2023 ist um TEUR 2.796 auf TEUR 16.054 angestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf den Anstieg der jahresdurchschnittlichen Zahl der Mitarbeiter von 234 auf 259 infolge des gestiegenen Auftragsvolumens zurückzuführen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtsjahr TEUR 3.165 gegenüber TEUR 2.895 im Vergleichszeitraum 2022.

Insgesamt beläuft sich der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr 2023 auf TEUR 6.751 (Vorjahr: TEUR 5.014).

Finanzlage und Vermögenslage

Am Ende des Jahres 2023 weist die ES-Tec GmbH ein Eigenkapital in Höhe von TEUR 968 aus. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Eigenkapital, unter Berücksichtigung des Jahresüberschusses sowie getätigter Ausschüttungen in Höhe von TEUR 6.500, um TEUR 251 erhöht. Die Bilanzsumme beträgt TEUR 8.622 und hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 503 erhöht.

Bei einer Gesellschaftermittelrentabilität von 697,42 % und einer Gesellschaftermittelquote (Eigenkapital + Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern / Bilanzsumme) von 11,2 % kann nach wie vor von einer soliden und gefestigten Kapitalstruktur unseres Unternehmens gesprochen werden.

Aus der laufenden Geschäftstätigkeit konnten Liquiditätsüberschüsse erzielt werden, welche teilweise in den Aufbau von modernem Anlagevermögen investiert wurden. Darüber hinaus wurde für weitere Investitionen ein langfristiges Bankdarlehen in Höhe von TEUR 5.000 in 2022 aufgenommen, wodurch zum Abschlussstichtag Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von TEUR 3.750 existieren. Die liquiden Mittel sind um TEUR 809 auf TEUR 2.226 gesunken.

Das Sachanlagevermögen und die immateriellen Vermögensgegenstände haben sich im Geschäftsjahr um TEUR 258 auf TEUR 1.195 vermindert. Investitionen in Höhe von TEUR 856 stehen planmäßige Abschreibungen in Höhe von TEUR 675 und Abgänge in Höhe von TEUR 439 gegenüber.

Die Rückstellungen sind um TEUR 557 auf TEUR 1.579 gestiegen, was im Wesentlichen auf die Erhöhung der Steuerrückstellungen zurückzuführen ist.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

a. Prognosebericht

Die Weltwirtschaft und die Automobilbranche gehen schwächer in das Jahr 2024, als in der Prognose des IWF und des VDA in den Vorjahren ursprünglich angenommen wurde. Die Belastungen in der Wirtschaftstätigkeit durch Russlands andauernden Krieg in der Ukraine sowie den Krieg im Gaza-Streifen, die restriktive Geldpolitik sowie die teilweise Unterbrechung in den Lieferketten halten weiter an. Die Knappheit an Vorprodukten und Rohstoffen sowie die hohen Preise von Energie und Personal wirken bremsend.

Die sich aktuell dynamisch verändernde Lage und die daraus resultierenden außergewöhnlichen Unsicherheiten stellen Unternehmen wie ES-Tec bei der Vorhersage der wirtschaftlichen Entwicklung und der Herleitung einer verlässlichen und belastbaren quantitativen Prognose branchenübergreifend vor erheblichen Herausforderungen.

Im Geschäftsjahr 2024 hat sich die Auftragslage bisher planmäßig entwickelt. Rohergebnis und Jahresüberschuss werden voraussichtlich im Vergleich zum Geschäftsjahr 2023 spürbar wachsen und bewegen sich im Plan. Bisher sind unverändert keine spürbaren Auswirkungen aufgrund des durch Russland andauernden Kriegs in der Ukraine und des Krieges im Gaza-Streifen auf unseren Geschäftsbetrieb zu verzeichnen. Inwieweit sich dies im Laufe des Geschäftsjahres ändern wird, ist jedoch aktuell nicht final absehbar.

Basis unseres Unternehmenserfolges ist unsere Flexibilität. Durch die stetige Überarbeitung der Geschäftsabläufe und der Organisationsstrukturen sowie durch das Engagement, die Kompetenz sowie die Leistungsfähigkeit mit der stetigen Fortbildung unserer Mitarbeiter haben wir eine gute Basis für einen dauerhaften Unternehmenserfolg auch unter den derzeit schwierigen wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen.

b. Risikobericht

Wesentliche Risiken für die künftige wirtschaftliche Entwicklung von ES-Tec sehen wir in geopolitischen Konflikten sowie weiter steigenden Kosten für Personal. Die politischen Akteure der aktuellen Ampelregierung stellen ein weiteres Risiko für die Automobilindustrie dar.

Entsprechend tragen wir dieser Situation durch ein sukzessives und nachhaltiges Personalmanagement Rechnung. Daneben gilt es, u.a. auch aufgrund der hohen Inflation, attraktive Gehalts- und Arbeitsbedingungen zu bieten. Des Weiteren werden wir unsere Tochtergesellschaft in Marokko weiter ausbauen.

Die Forderungen unterliegen einem strengen Debitorenmanagement. Liquiditätsrisiken bestehen nicht, da eine gute Liquiditätssituation vorliegt und auch nicht in Anspruch genommene Kreditlinien in ausreichendem Umfang existieren.

C. Chancenbericht

Statistisch gesehen gehören wir zur mittelständischen Basis. Die Marktkonzentration der letzten Jahre, welche zukünftig noch deutlich zunehmen wird, haben wir bis dato erfolgreich gemeistert. Unsere Hauptkunden werden infolge des hohen Kostendrucks am Markt weiterhin verstärkt Entwicklungsleistungen in der Elektrik und Elektronik sowie Software auslagern, was wir für uns als Chance zur Stärkung unserer Nischenmärkte sehen. Mittel- und Langfristig wird ein Anstieg der Entwicklungsaufwendungen bei unseren Hauptkunden, primär im Bereich Software und Elektrifizierung, erwartet. Durch unsere Dienstleistung können wir bei der Verkürzung der Entwicklungszeiten unsere Kunden unterstützen. Dies wird bei der notwendigen Kostenreduktion international helfen.

Die deutsche Automobilindustrie treibt die klimaneutrale Mobilität, gemäß VDA, mit massiven Investitionen voran. Allein für den Zeitraum der Jahre 2023 bis 2027 wird erwartet, dass die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie rund 250 Mrd. EUR in Forschung und Entwicklung investieren werden, vor allem in die Elektromobilität, Fahrerassistenzsysteme und die Digitalisierung. Aktuell wird auch wieder in die Entwicklung der Verbrennertechnologie investiert.

Unsere Engineering-Bereiche werden sehr von dieser Entwicklung profitieren.

 

Wolfsburg, den 22. Juli 2024

Die Geschäftsführung

Dipl.-Oec. Marc Wille

Thomas Köhler

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

Vorjahr
EUR TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 268.759,00 282
II. Sachanlagen 926.112,50 1.171
III. Finanzanlagen 24.649,88 25
1.219.521,38 1.478
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 0,00 0
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.140.292,58 3.592
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.225.522,39 3.035
7.365.814,97 6.627
C. Rechnungsabgrenzungsposten 36.377,47 14
8.621.713,82 8.119

Passiva

Vorjahr
EUR EUR TEUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 100.000,00 100
II. Kapitalrücklage 100.000,00 100
III. Bilanzgewinn 768.128,25 517
968.128,25 717
B. Rückstellungen 1.579.332,76 1.022
C. Verbindlichkeiten 6.074.252,81 6.380
8.621.713,82 8.119

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

1.1.2023 - 31.12.2023 Vorjahr
EUR EUR EUR TEUR
1. Rohergebnis 29.578.542,10 23.731
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 13.348.634,13 10.957
b) Soziale Abgaben 2.705.614,84 2.301
16.054.248,97 13.258
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 675.201,25 491
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.164.855,61 2.895
19.894.305,83 16.644
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 199.380,14 48
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 347.297,61 73
-147.917,47 -25
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.779.697,04 2.043
8. Ergebnis nach Steuern 6.756.621,76 5.019
9. Sonstige Steuern 5.647,22 5
10. Jahresüberschuss 6.750.974,54 5.014
11. Bilanzgewinn zu Beginn der Periode 517.153,71 3
12. Ausschüttungen -500.000,00 -3
13. Gewinnvortrag 17.153,71 0
14. Vorabausschüttungen -6.000.000,00 -4.497
15. Bilanzgewinn 768.128,25 517

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Firma: ES-Tec GmbH
Sitz: Wolfsburg
Registergericht: Braunschweig
Registernummer: HRB 200789

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss der ES-Tec GmbH wurde auf der Grundlage der Vorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt.

Ergänzend zu diesen Vorschriften waren die Regelungen des GmbH-Gesetzes zu beachten.

Angaben, die wahlweise in der Bilanz, in der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang gemacht werden können, sind insgesamt im Anhang aufgeführt.

Größenabhängige Erleichterungen bei der Erstellung (§§ 266, 274a, 276, 288 HGB) des Jahresabschlusses wurden teilweise in Anspruch genommen.

II. Angaben zu Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Bilanzierungsmethoden

Der vorliegende Jahresabschluss ist unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Bewertungs- und Ausweisgrundsätze des Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes aufgestellt.

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden.

Das Anlagevermögen weist nur Gegenstände aus, die dazu bestimmt sind, dem Geschäftsbetrieb dauernd zu dienen.

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB und Rechnungsabgrenzungsposten wurden nach den Vorschriften des § 250 HGB gebildet.

Bewertungsmethoden

Immaterielle Vermögensgegenstände

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen angesetzt.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes gemäß amtlichen AfA-Tabellen.

Sachanlagen

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens wurden zu Anschaffungsbzw. Herstellungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen bewertet.

Grundlage der planmäßigen Abschreibung war die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes gemäß amtlichen AfA-Tabellen.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 800,00 wurden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Finanzanlagen

Die Finanzanlagen wurden zu den Anschaffungskosten bewertet.

Vorräte

Die Vorräte wurden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden mit dem Nennbetrag angesetzt.

Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Im aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden geleistete Zahlungen ausgewiesen, die wirtschaftlich Aufwand des Folgejahres darstellen.

Rückstellungen

Die Steuerrückstellungen beinhalten die noch nicht veranlagten Körperschaft- und Gewerbesteuern.

Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Sie berücksichtigen alle erkennbaren Risiken aus schwebenden Geschäften und ungewissen Verpflichtungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten wurden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

III. Angaben zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und beinhalten Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 897 (Vorjahr TEUR 154).

Rückstellungen

Im Posten sonstige Rückstellungen in Gesamthöhe von TEUR 603 (Vorjahr TEUR 534) sind im Wesentlichen Personalkosten für Sonderzahlungen, Resturlaub und Überstunden mit TEUR 531 (Vorjahr: TEUR 479) enthalten.

Verbindlichkeiten

Art der Verbindlichkeit zum 31.12.2023 Gesamtbetrag davon mit einer Restlaufzeit
kleiner 1 J. 1 bis 5 J. größer 5 J.
TEUR TEUR TEUR TEUR
gegenüber Kreditinstituten 3.750,0 1.000,0 2.750,0 0,0
aus Lieferungen und Leistungen 306,2 306,2 0,0 0,0
gegenüber verbundenen Unternehmen 47,8 47,8 0,0 0,0
sonstige Verbindlichkeiten 1.970,2 1.970,2 0,0 0,0
Summe 6.074,2 3.324,2 2.750,0 0,0

Im Vorjahr hatten TEUR 3.750 der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren, der Rest von bis zu einem Jahr.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 16) sowie Verbindlichkeiten aus Steuern in Höhe von TEUR 1.893 (Vorjahr: TEUR 1.397) enthalten.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 II HGB) aufgestellt.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 84) enthalten. Diese betreffen Gewinne aus Anlagenabgängen (Vorjahr: Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Gewinne aus Anlagenabgängen).

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 18). Des Weiteren enthalten sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 35 (Vorjahr: TEUR 0). Es handelt sich um Verluste aus Anlagenabgängen.

V. Sonstige Pflichtangaben

Beteiligungsbesitz

Anteil am Kapital in % Eigenkapital der Gesellschaft in CNY zum 31.12.2023 Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in CNY
ES-Tec (China Co., Ltd., Changchun/China 100 124.527,48 ./.814,60
Anteil am Kapital in % Eigenkapital der Gesellschaft in DH zum 31.12.2023 Ergebnis des Geschäftsjahres 2023 in DH
Cubos SARL, Casablanca/Marokko 1 296.304,53 196.304,53
Engineering System and Technologies SARL,Casablanca/ Marokko 99 736.166,60 636.166,60

Anzahl der Beschäftigten

Im Geschäftsjahr 2023 waren durchschnittlich 259 (Vorjahr: 234) Mitarbeiter beschäftigt.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum 31. Dezember 2023 bestanden sonstige finanzielle Verpflichtungen aus abgeschlossenen Miet- und Dienstleistungsverträgen in Höhe von TEUR 1.449, davon gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.260.

Geschäftsführung

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens durch folgende Personen geführt:

Herr Marc Wille (Dipl.-Oec.), Hildesheim, CEO, hauptberuflich Geschäftsführer der ES-Tec GmbH

Herr Thomas Köhler (B. Eng.), Sassenburg (Diplom-Ingenieur), CTO, hauptberuflich Geschäftsführer der ES-Tec GmbH (seit 10. Mai 2023)

Die Gesellschaft macht von der Befreiung hinsichtlich der Angabe der Bezüge des Geschäftsführungsorgans gemäß § 286 Abs. 4 HGB Gebrauch.

 

Wolfsburg, den 22. Juli 2024

Dipl.-Oec.- Marc Wille, Geschäftsführer

Thomas Köhler, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

Anschaffungs- Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Anschaffungs- Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 647.755,35 183.503,48 8.690,00 822.568,83
Immaterielle Vermögensgegenstände 647.755,35 183.503,48 8.690,00 822.568,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 116.300,70 0,00 12.731,85 103.568,85
2. technische Anlagen und Maschinen 62.786,32 0,00 46.862,68 15.923,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.900.531,58 672.830,77 853.010,21 1.720.352,14
Sachanlagen 2.079.618,60 672.830,77 912.604,74 1.839.844,63
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.640,23 0,00 0,00 24.640,23
2. Beteiligungen 9,65 0 0,00 9,65
Finanzanlagen 24.649,88 0,00 0,00 24.649,88
2.752.023,83 856.334,25 921.294,74 2.687.063,34
kumulierte Abschreibungen 01.01.2023 Abschreibungen Geschäftsjahr Abgänge kumulierte Abschreibungen 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 365.726,35 196.771,48 8.688,00 553.809,83
Immaterielle Vermögensgegenstände 365.726,35 196.771,48 8.688,00 553.809,83
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 8.796,70 17.027,00 5.725,85 20.097,85
2. technische Anlagen und Maschinen 35.933,32 6.402,00 26.961,68 15.373,64
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 863.824,08 455.000,77 440.564,21 878.260,64
Sachanlagen 908.554,10 478.429,77 473.251,74 913.732,13
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
2. Beteiligungen 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
1.274.280,45 675.201,25 481.939,74 1.467.541,96
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte 268.759,00 282.029,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 268.759,00 282.029,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 83.471,00 107.504,00
2. technische Anlagen und Maschinen 550,00 26.853,00
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 842.091,50 1.036.707,50
Sachanlagen 926.112,50 1.171.064,50
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 24.640,23 24.640,23
2. Beteiligungen 9,65 9,65
Finanzanlagen 24.649,88 24.649,88
1.219.521,38 1.477.743,38

In Bezug auf die Offenlegung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 hat die ES-Tec GmbH, Wolfsburg, von den größenabhängigen Erleichterungen des § 327 HGB Gebrauch gemacht.

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht hat die Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft unter dem 22. Juli 2024 den folgenden uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die ES-Tec GmbH, Wolfsburg

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der ES-Tec GmbH, Wolfsburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der ES-Tec GmbH, Wolfsburg, für das Geschäftsjahr 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hannover, den 22. Juli 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jan-Christian Wilhelms, Wirtschaftsprüfer

Tobias Schulz, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss wurde festgestellt am 01.08.2024

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