Stammdaten

Register
Amtsgericht Hanau HRB 92315
Eingetragen
6.12.2007
Branche
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für DritteVerwaltung von Wohngrundstücken, Wohngebäuden und Wohnungen für DritteVermietung, Verpachtung von eigenen oder geleasten Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden
Gegenstand
Verwaltung eigenen Vermögens sowie das Erbringen von Managementleistungen im Immobiliensektor.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Michael Abersfelder
seit 11.9.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
SIG European Investments Ltd.GBR
94.83%
SIG European Investment Ltd.GBR
5.17%

Gesellschafter
Beta

Name
Ort
Anteil
SIG Construction GmbH
Germany
94.83%
SIG European Investment Ltd.
United Kingdom
5.17%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SIG Germany GmbH

Hanau

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BESCHLUSSFASSUNG

Unter Verzicht auf die Einhaltung der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Vorschriften zu Form und Fristen über die Einberufung und Abhaltung von Gesellschaftsversammlungen hält die SIG Germany GmbH als alleinige Gesellschafterin der

SIG Construction GmbH

eine Gesellschafterversammlung ab und beschließt wie folgt:

Für das Wirtschaftsjahr 2022 wird gemäß § 264 Abs. 3 des HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vorschriften des ersten, des dritten und des vierten Unterabschnittes des zweiten Abschnittes des dritten Buches des HGB nicht anzuwenden. Der Jahresabschluss 2022 der SIG Construction GmbH ist Bestandteil des Konzernjahresabschlusses der SIG Germany GmbH, Hanau, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau mit der Nummer HRB 5869, und wird somit nicht offengelegt.

Die SIG Germany GmbH ist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages zur Verlustübernahme entsprechend den Vorschriften des § 302 AktG verpflichtet.

 

Hanau, 21. Februar 2023

Alfons Horn

Michael Abersfelder

BESCHLUSSFASSUNG

Unter Verzicht auf die Einhaltung der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Vorschriften zu Form und Fristen über die Einberufung und Abhaltung von Gesellschaftsversammlungen hält die SIG Construction GmbH als Mehrheits-Gesellschafterin der

SIG Property GmbH

eine Gesellschafterversammlung ab und beschließt wie folgt:

Für das Wirtschaftsjahr 2022 wird gemäß § 264 Abs. 3 des HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vorschriften des ersten, des dritten und des vierten Unterabschnittes des zweiten Abschnittes des dritten Buches des HGB nicht anzuwenden. Der Jahresabschluss 2022 der SIG Property GmbH ist Bestandteil des Konzernjahresabschlusses der SIG Germany GmbH, Hanau, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau mit der Nummer HRB 5869, und wird somit nicht offengelegt.

Die SIG Germany GmbH ist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages zur Verlustübernahme entsprechend den Vorschriften des § 302 AktG verpflichtet.

 

Hanau, 21. Februar 2023

Alfons Horn

BESCHLUSSFASSUNG

Unter Verzicht auf die Einhaltung der gesetzlichen und gesellschaftsvertraglichen Vorschriften zu Form und Fristen über die Einberufung und Abhaltung von Gesellschaftsversammlungen hält die SIG Germany GmbH als alleinige Gesellschafterin der

WeGo Systembaustoffe GmbH

eine Gesellschafterversammlung ab und beschließt wie folgt:

Für das Wirtschaftsjahr 2022 wird gemäß § 264 Abs. 3 des HGB von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, die Vorschriften des ersten, des dritten und des vierten Unterabschnittes des zweiten Abschnittes des dritten Buches des HGB nicht anzuwenden. Der Jahresabschluss 2022 der WeGo Systembaustoffe GmbH ist Bestandteil des Konzernjahresabschlusses der SIG Germany GmbH, Hanau, eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Hanau mit der Nummer HRB 5869, und wird somit nicht offengelegt.

Die SIG Germany GmbH ist aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrages zur Verlustübernahme entsprechend den Vorschriften des § 302 AktG verpflichtet.

 

Hanau, 21. Februar 2023

Alfons Horn

Michael Abersfelder

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die SIG Germany GmbH

Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Wir haben den Konzernabschluss der SIG Germany GmbH, Hanau, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, der Konzern-Kapitalflussrechnung und dem Konzern-Eigenkapitalspiegel für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der SIG Germany GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Die in Abschnitt II. Personal- und Sozialwesen kursiv gedruckten Formulierungen des Konzernlageberichts haben wir nicht inhaltlich geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss mit Ausnahme der Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften; der Konzernabschluss vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2022 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Wir geben kein Prüfungsurteil zu dem Inhalt der oben genannten kursiv gedruckten Formulierungen in Abschnitt II. Personal- und Sozialwesen im Konzernlagebericht ab.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht

Entgegen § 314 Absatz 1 Nr. 6 Buchstabe a) und b) HGB wurden im Konzernanhang die Gesamtbezüge der aktiven respektive passiven Organmitglieder nicht angegeben.

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die in Abschnitt II. Personal- und Sozialwesen kursiv gedruckten Formulierungen des Lageberichts.

Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Konzernabschluss, Konzernlagebericht oder unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Falls wir auf Grundlage der von uns durchgeführten Arbeiten den Schluss ziehen, dass eine wesentliche falsche Darstellung dieser sonstigen Informationen vorliegt, sind wir verpflichtet, über diese Tatsache zu berichten. Wir haben in diesem Zusammenhang nichts zu berichten.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen, handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können;

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben;

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben;

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann;

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Konzernabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt;

holen wir ausreichende, geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile;

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns;

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Eschborn/Frankfurt am Main, 16. Oktober 2023

Ernst & Young GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Enzenhofer, Wirtschaftsprüfer

Mercadal Vieira, Wirtschaftsprüferin

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022

AKTIVA

2022 2021
EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 2.078.348,03 277.434,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.307.788,93 0,00
4.386.136,96 277.434,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.509.792,44 1.547.484,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.878,00 64.860,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.738.609,00 5.463.483,00
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 15.304,11 0,00
8.318.583,55 7.075.827,44
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherungen 586.966,00 592.086,00
13.291.686,51 7.945.347,44
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Vorräte
Waren 42.213.702,44 42.987.348,20
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.085.790,35 31.690.927,06
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 197.741,36 60.086,23
3. Sonstige Vermögensgegenstände 17.448.385,06 16.286.564,51
53.731.916,77 48.037.577,80
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 14.510.199,63 12.359.539,26
110.455.818,84 103.384.465,26
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 395.328,81 397.964,22
D. Aktive latente Steuern 1.610.444,13 3.904.736,62
125.753.278,29 115.632.513,54

PASSIVA

2022 2021
EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 312.000,00 312.000,00
II. Konzernkapitalrücklage 16.561.596,36 19.817.121,06
III. Konzernbilanzgewinn 24.997.036,53 11.493.896,16
IV. Nicht beherrschende Anteile 1.530,00 1.530,00
41.872.162,89 31.624.547,22
B. RÜCKSTELLUNGEN
1. Rückstellungen für Pensionen 4.242.873,00 4.272.022,00
2. Steuerrückstellungen 4.457.854,24 414.553,91
3. Sonstige Rückstellungen 19.752.992,28 14.703.961,87
28.453.719,52 19.390.537,78
C. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 289.612,51 0,00
2. Erhaltene Anzahlungen 153.915,07 167.279,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.089.178,18 22.530.586,43
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.073.163,39 40.887.142,24
5. sonstige Verbindlichkeiten 1.498.478,83 757.405,17
davon aus Steuern EUR 1.184.108,92 (Vi. EUR 749.634,05)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 5.605,44 (Vj. EUR 2.253,96)
54.104.347,98 64.342.413,81
D. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 545.802,09 275.014,73
E. PASSIVE LATENTE STEUERN 777.245,81 0,00
125.753.278,29 115.632.513,54

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Umsatzerlöse 540.446.637,47 458.129.107,23
2. Sonstige betriebliche Erträge 1.601.465,33 2.034.968,45
davon Erträge aus der Währungsumrechnung EUR 0,00 (Vj.EUR 0,00)
542.048.102,80 460.164.075,68
3. Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 389.375.392,83 332.628.390,97
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 60.780.791,71 58.742.160,12
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 12.050.398,17 11.573.102,20
davon für Altersversorgung EUR 71.888.14 (Vj. EUR 30.060.19)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 2.126.991,06 2.680.076,11
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 59.783.559,37 54.835.994,76
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung EUR 126,12 (Vj. EUR 129.373,14)
524.117.133,14 460.459.724,16
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 438.891,76 475.967,18
davon aus verbundenen Unternehmen EUR 222.805,60 (Vj. EUR 222.805,60)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1.367.204,17 1.537.681,69
davon an verbundene Unternehmen EUR 1.086.626,04 (Vj. EUR 1.067.795,26)
-928.312,41 -1.061.714,51
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 6.515.250,28 -2.193.191,09
10. Ergebnis nach Steuern 10.487.406,97 835.828,10
11. Sonstige Steuern 239.791,30 232.298,69
12. Konzernjahresüberschuss 10.247.615,67 603.529,41
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 14.749.420,86 10.890.366,75
davon aus Anpassung Vorjahre 3.255.524,70 0,00
14. Bilanzgewinn 24.997.036,53 11.493.896,16

Konzern-Anhang für das Geschäftsjahr 2022

(Amtsgericht Hanau: HRB 5869)

I. Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss

Die Gesellschaft beachtet bei der Aufstellung des Konzernabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften §§ 290 ff. des HGB.

Die SIG Germany GmbH (im Folgenden auch "die Gesellschaft") hat ihren Sitz in der Maybachstraße 14, 63456 Hanau. Die Gesellschaft unterliegt dem deutschen Recht. Die Gesellschaft ist im Handelsregister Hanau unter der Nummer HRB 5869 eingetragen.

Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung folgt dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten gemacht.

II. Konsolidierungskreis

In den Konzernabschluss der SIG Germany GmbH (Mutterunternehmen i.S.d. § 290 HGB) wurden neben der Muttergesellschaft SIG Germany GmbH, Hanau, die inländischen Tochterunternehmen SIG Construction GmbH, SIG Property GmbH, WeGo Systembaustoffe GmbH, alle in Hanau, sowie die im Jahr 2022 neu erworbene Thermodämm GmbH, Elsenfeld, im Rahmen der Vollkonsolidierung einbezogen.

III. Konsolidierungsmethoden

Der Konzernabschluss ist auf den Bilanzstichtag des Mutterunternehmens aufgestellt. Das Geschäftsjahr des Mutterunternehmens sowie der einbezogenen vollkonsolidierten Tochterunternehmen endet jeweils zum 31. Dezember.

Die Kapitalkonsolidierung der vor Einführung des BilMoG bereits in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird, gemäß § 66 Abs. 3 Satz 4 EGHGB, weiterhin nach der Buchwertmethode (§ 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB i. d. F. vor Einführung des BilMoG) durch Verrechnung der Buchwerte der Anteile mit dem anteiligen Eigenkapital der in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung vorgenommen. Die Kapitalkonsolidierung der nach Einführung des BilMoG in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wird entsprechend der im Berichtszeitraum jeweils gültigen Fassung des § 301 HGB durch Verrechnung des Wertansatzes der dem Mutterunternehmen gehörenden Anteile mit dem auf diese Anteile entfallenden Betrag des Eigenkapitals des Tochterunternehmens vorgenommen. Die Erstkonsolidierung dieser einbezogenen Unternehmen erfolgte im Jahr des Erwerbs oder der Gründung. Sich durch den Ansatz der Buchwerte ergebende aktive Unterschiedsbeträge werden, soweit sie stille Reserven oder stille Lasten betreffen, dem Wertansatz der jeweiligen Vermögensgegenstände bzw. Verbindlichkeiten zugeschrieben.

Die im Rahmen der erstmaligen Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2007 entstandenen aktivischen Unterschiedsbeträge wurden gemäß § 309 Abs. 1 HGB in der damaligen Fassung als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert oder mit den Kapitalrücklagen verrechnet. Die aktivierten Geschäfts- oder Firmenwerte wurden über eine Nutzungsdauer von zwei Jahren vollständig abgeschrieben.

Zum Erwerbszeitpunkt, den 14. Juli 2022, ist im Rahmen der Erstkonsolidierung der Anteile an dem Tochterunternehmen, Thermodämm GmbH, ein aktivischer Unterschiedsbetrag entstanden, welcher als Geschäfts- und Firmenwert zum 31. Dezember 2022 in Höhe von TEUR 2.308 ausgewiesen wird. Der Geschäfts- und Firmenwert wird gem. § 309 Abs. 1 HGB in den Jahren 2022 bis 2028 über eine Nutzungsdauer von sechs Jahren planmäßig abgeschrieben, wobei die Abschreibung für 2022 bereits in dem vorgenannten Wert berücksichtigt wurde. Die Dauer der Abschreibung über sechs Jahre resultiert aus einem Durchschnittswert der Nutzungsdauern, der in der Kaufpreisallokation ermittelten einzelnen Geschäftsbereiche, der Thermodämm GmbH.

Für nicht dem Mutterunternehmen gehörende Anteile an in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen wurde ein Ausgleichsposten für nicht beherrschende Anteile in Höhe ihres Anteils am Eigenkapital unter der entsprechenden Bezeichnung innerhalb des Eigenkapitals gesondert gemäß § 307 Abs. 1 HGB ausgewiesen.

Bei der Schuldenkonsolidierung werden konzerninterne Forderungen und Verbindlichkeiten gegeneinander aufgerechnet.

Nach § 304 Abs. 2 HGB sind enthaltene Zwischenergebnisse bei den angesetzten Vermögensgegenständen von untergeordneter Bedeutung.

Bei der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Umsätze, Aufwendungen und Erträge innerhalb des Konsolidierungskreises aufgerechnet und eliminiert.

Die vorgenannten Konsolidierungsmaßnahmen führten zu Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen gemäß § 306 HGB. Folglich wurden passive latenten Steuern in Höhe von TEUR 781 gebildet. Diese resultieren aus den durch die Kaufpreisallokation ermittelten immateriellen Vermögensgegenständen der Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 746 zum Erwerbszeitpunkt. Nach anteiliger Inanspruchnahme im Jahr 2022 werden davon am Stichtag noch TEUR 697 ausgewiesen. Darüber hinaus wurden zum Bilanzstichtag passive latente Steuern auf temporäre Differenzen infolge der abweichenden Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwertes der Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 35 gebildet.

IV. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweismethoden

Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der SIG Germany GmbH, Hanau, einbezogenen Unternehmen wurden nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen erstellt. Zum 31. Dezember 2022 wurden in Ausübung des Wahlrechts nach § 274 Abs.1 Satz 2 HGB aktive latente Steuern aktiviert. Die Ausübung von Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ausweiswahlrechten erfolgte unverändert zum Vorjahr.

Die Tochterunternehmen WeGo Systembaustoffe GmbH, SIG Construction GmbH und SIG Property GmbH, alle in Hanau, machen von den ihnen eingeräumten Befreiungsmöglichkeiten gemäß § 264 Abs. 3 HGB (Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses) Gebrauch.

AKTIVA

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände sowie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von planmäßigen Abschreibungen bewertet. Planmäßige Abschreibungen erfolgen linear über die betriebsinterne voraussichtliche Nutzungsdauer.

Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von EUR 250, die im Zeitraum 1. Januar 2022 - 31. Dezember 2022 erworben wurden, wurden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Für die Anlagegüter von EUR 250 (bis zum 31. Dezember 2017 EUR 150) bis EUR 1.000, die nach dem 31. Dezember 2008 angeschafft wurden, die abnutzbar, beweglich und selbständig bewertbar sind, wurde ein Sammelposten gebildet, der im Geschäftsjahr und in den folgenden vier Geschäftsjahren mit 20 % abgeschrieben wird. Anlagegüter von EUR 250 bis EUR 800 wurden bei der Thermodämm GmbH im Zeitraum 1. Januar 2022 - 31. Dezember 2022 vollständig abgeschrieben.

Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens werden im Übrigen zeitanteilig vorgenommen.

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet, soweit nicht außerplanmäßige Abschreibungen nach § 253 HGB vorzunehmen sind.

Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungskosten gemäß § 255 Abs. 1 HGB unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Für erhaltene Skonti und Boni wurde ein pauschaler Abschlag zur Berücksichtigung von Anschaffungskostenminderungen vorgenommen. Bestände eingeschränkter Verwertbarkeit und Überbestände wurden auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgeschrieben.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden, soweit erforderlich, Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Dem allgemeinen Kreditrisiko wurde durch eine entsprechende Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen.

Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zu ihrem Nominalbetrag bilanziert.

In Ausübung des Wahlrechts zum Ansatz der aktiven latenten Steuern, aufgrund sich ergebender Steuerentlastungen nach § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB, werden zum 31. Dezember 2022 die vollen aktiven latenten Steuern angesetzt.

PASSIVA

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Anwendung versicherungsmathematischer Grundsätze ermittelt. Basis waren die 2018 veröffentlichten Richttafeln 2018G von Prof. Dr. Klaus Heubeck. Die Abzinsung erfolgte pauschal mit dem von der Deutschen Bundesbank ermittelten durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt (Zinssatz: 1,78 % (Vorjahr: 1,87 % p.a.)). Die Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der letzten zehn Jahre führt zu einer um TEUR 217 niedrigeren Rückstellung im Vergleich zu der zuvor angewendeten Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz aus den vergangenen sieben Jahren.

Bei Pensionsverpflichtungen mit Rückdeckungsversicherungsverträgen, welche an die Pensionäre verpfändet sind, werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Der bilanziell berücksichtigte Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen beträgt TEUR 4.590. Mit diesem Erfüllungsbetrag wurden Vermögenswerte mit einem beizulegenden Zeitwert von TEUR 347 verrechnet. Es ergibt sich eine verbleibende Rückstellung in Höhe von TEUR 4.243.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen werden in Höhe des Erfüllungsbetrages angesetzt, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurde dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen davon-Vermerke zur Währungsumrechnung enthalten sowohl realisierte als auch nicht realisierte Währungskursdifferenzen.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Der Zinsanteil bei den Zuführungen zu Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 100) wurde verrechnet mit dem Effekt aus der Änderung der Zinsermittlung in Höhe von TEUR 55 sowie reduziert um Erträge in Höhe von TEUR 4 aus dem Deckungsvermögen, so dass sich ein Zinsaufwand aus der Abzinsung der Rückstellung bzw. der Änderung des Diskontierungszinssatzes in Höhe von TEUR 136 ergibt. Der reguläre Zuführungsbetrag zu der Pensionsrückstellung wird im Personalaufwand gezeigt.

V. Erläuterungen zur Konzernbilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist in dem als Anlage beigefügten Konzernanlagenspiegel dargestellt.

2. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 36.086 31.691
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 198 60
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 17.448 16.287
- davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr (0) (0)
53.732 48.038

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich auf TEUR 36.086 (Vorjahr: TEUR 31.691).

Es bestehen im Jahr 2022 Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 60). Diese Forderungen bestehen gegen die Muttergesellschaft in Großbritannien, SIG plc. und resultieren aus diversen Leistungen, die für das Mutterunternehmen übernommen wurden und des Weiteren aus einer Aval-Gebühr für eine Bürgschaft gegenüber dem Mutterunternehmen.

Die sonstigen Vermögensgegenstände von TEUR 17.448 (Vorjahr: TEUR 16.287) betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Bonusvereinbarungen mit Lieferanten in Höhe von TEUR 16.889 (Vorjahr: TEUR 15.593).

3. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel von TEUR 14.510 (Vorjahr: TEUR 12.360) beinhalten Festgelder von TEUR 3.534 (Vorjahr: TEUR 2.942), die zur Besicherung von Aval-Linien bei Banken hinterlegt worden sind.

4. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

In dem aktiven Rechnungsabgrenzungsposten sind vorausbezahlte Aufwendungen enthalten. Im Wesentlichen sind dies Kfz-Versicherungen TEUR 143 (Vorjahr: TEUR 143), IT-Lizenzen und abgegrenzte Wartungsverträge TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 62), sonstige Versicherungen TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 11) und abgegrenzte Gebäudekosten TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 75).

5. Aktive latente Steuern

Aktive latente Steuern resultieren aus unterschiedlichen Bewertungen in Handels- und Steuerbilanz für Rückstellungen zu TEUR 805 (Vorjahr: TEUR 899), für das Umlaufvermögen zu TEUR 545 (Vorjahr: TEUR 544), für das Anlagevermögen zu TEUR 197 (Vorjahr: TEUR 195). Basierend auf körperschaftsteuerlichen Verlustvorträgen in Höhe von TEUR 397 aus Vorjahren, resultieren weitere aktive latente Steueransprüche in Summe von TEUR 63.

Die Bewertung der aktiven latenten Steuern, basierend auf Verlustvorträgen und temporären Differenzen zwischen Handels- und Steuerrecht, legt einen durchschnittlichen, konzerneinheitlichen Steuersatz von 31,19 % zugrunde.

6. Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital von TEUR 312 entspricht dem in der SIG Germany GmbH ausgewiesenen Bilanzposten.

Die Aufgliederung und Entwicklung der Posten des Eigenkapitals ist dem Konzern-Eigenkapitalspiegel zu entnehmen.

Für das Geschäftsjahr 2021 erfolgte keine Ausschüttung aus dem Bilanzgewinn der SIG Germany GmbH (Vorjahr: TEUR 0) an die Alleingesellschafterin, die SIG European Investments Limited, Sheffield, Großbritannien.

Zur Korrektur eines Fehlers aus Vorjahren wurde im Jahr 2022 in laufender Rechnung eine Anpassung zwischen der Konzernkapitalrücklage und dem Konzernbilanzgewinn vorgenommen. Dies erfolgte zu Lasten der Konzernkapitalrücklage in Höhe von TEUR 3.256.

Zum 31. Dezember 2022 stehen im Posten Konzernkapitalrücklage sowie Konzernbilanzgewinn, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist, TEUR 40.725 (Vorjahr: TEUR 27.407) zur Ausschüttung an die Gesellschafter zur Verfügung. Darin enthalten ist ein aktiver Überhang aus latenten Steuern in Höhe von EUR 833 (Vorjahr: TEUR 3.904) der einer gesetzlichen Ausschüttungssperre unterliegt.

Gewinnverwendungsvorschlag:

Mit Gesellschafterbeschluss vom 14. August 2023 wurde festgelegt, dass die SIG Germany GmbH, Hanau, im Jahr 2023 eine Ausschüttung in Höhe von TEUR 3.000 aus dem Bilanzgewinn der SIG Germany GmbH an die Alleingesellschafterin, die SIG European Investments Limited, Sheffield, Großbritannien vornimmt.

7. Rückstellungen

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Rückstellungen für Pensionen 4.243 4.272
Steuerrückstellungen 4.458 415
sonstige Rückstellungen 19.753 14.704
28.454 19.391

8. Pensionsrückstellungen

Die Pensionsrückstellungen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen gemäß der Projected Unit Credit Method (PuC Methode) berechnet. Dabei wurde ein Zinssatz von 1,78 % sowie die jährliche Rentenanpassung wie im Vorjahr mit 2,0 % entsprechend berücksichtigt. Zudem wurden die Sterbetafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck verwendet.

Für Pensionsverpflichtungen existieren Rückdeckungsversicherungsverträge in Höhe von TEUR 347, welche an die Pensionäre verpfändet sind. Sie sind dem Zugriff übriger Gläubiger entzogen. Entsprechend werden die Verpflichtungen und der Aktivwert der Rückdeckungsversicherung nach § 246 Abs. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Nicht verpfändete Rückdeckungsversicherungsansprüche in Höhe von TEUR 587 (Vorjahr: TEUR 592) sind auf der Aktivseite separat ausgewiesen.

9. Steuerrückstellungen

Steuerrückstellungen beinhalten im Wesentlichen Körperschaftsteuer- und Gewerbesteuerrückstellungen in Höhe von TEUR 4.458 (Vorjahr: TEUR 415). Diese resultieren aus Steuern für das Jahr 2022 in Höhe von TEUR 3.493, für Steuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung 2016-2018 in Höhe von TEUR 803, aus Vorjahren in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 55) und aus der Betriebsstätte in Luxemburg in Höhe von TEUR 107 (Vorjahr: TEUR 95).

10. Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Kundenboni TEUR 7.119 (Vorjahr: TEUR 5.510), für Mitarbeitererfolgsbeteiligung TEUR 4.711 (Vorjahr: TEUR 2.234), für Rückbauverpflichtungen TEUR 2.214 (Vorjahr: TEUR 1.752) und für ausstehende Rechnungen für das Jahr 2022 TEUR 1.950 (Vorjahr TEUR 1.310) gebildet. Des Weiteren für Abgaben an die Berufsgenossenschaft und für Schwerbehinderte TEUR 773 (Vorjahr: TEUR 721), für Urlaubsansprüche TEUR 513 (Vorjahr: TEUR 460), sowie für Prüfungs- und Beratungsleistungen TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 324).

11. Verbindlichkeiten

Davon mit einer Restlaufzeit
31.12.2022 (31.12.2021) bis zu einem Jahr zwischen 1 und 5 Jahren von mehr als 5 Jahren davon gesichert
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 290 131 159 0 0
(0) (0) (0) (0) (0)
Erhaltene Anzahlungen 154 154 0 0 0
(167) (167) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 21.089 21.089 0 0 0
(22.531) (22.531) (0) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 31.073 31.073 0 0 0
(40.887) (40.887) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 1.498 1.498 0 0 0
(757) (757) (0) (0) (0)
54.104 53.945 159 0 0
(64.342) (64.342) (0) (0) (0)

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 31.073 (Vorjahr: TEUR 40.887) betreffen im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten der SIG Germany GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen enthalten TEUR 364 (Vorjahr: TEUR 9.982) gegenüber der Muttergesellschaft, der SIG plc, Großbritannien.

12. Passive latente Steuern

Die passiven latenten Steuern TEUR 777 (Vorjahr: TEUR 0) resultieren aus steuerlichen Abweichungen der identifizierten Vermögensgegenstände aus der Kaufpreisallokation zum Erwerb der Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 697, aus unterschiedlicher Abschreibungsdauer des Firmenwerts der Thermodämm GmbH nach Handels- und Steuerrecht in Höhe von TEUR 35, sowie aus der Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen im Bereich des Anlagevermögens bei der Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 45. Hierbei wurde grundsätzlich der Gruppensteuersatz von 37 % angesetzt. Abweichend fand bei der Inanspruchnahme von Investitionsabzugsbeträgen mangels bestehender ertragsteuerlicher Organschaft zwischen der SIG Germany GmbH und der Thermodämm GmbH ein spezifischer Steuersatz der Thermodämm GmbH von 28,43 % Anwendung.

VI. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse sind wie folgt gegliedert:

2022 2021
TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse
- nach Regionen
Deutschland 530.938 98 447.753 98
EU-Länder 8.290 2 9.046 2
Übriges Europa und Welt 1.219 0 1.330 0
540.447 100 458.129 100

Sämtliche Umsatzerlöse werden im Tätigkeitsbereich des Handels mit Baustoffen erwirtschaftet.

2. Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 434 auf TEUR 1.601 gesunken und enthalten im Wesentlichen periodenfremde Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von TEUR 452 (Vorjahr: TEUR 602) und der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 359). Des Weiteren setzen sich die sonstigen betrieblichen Erträge zusammen aus Werbekostenzuschüssen TEUR 314 (Vorjahr: TEUR 324), periodenfremden Erträgen TEUR 224 (Vorjahr: TEUR 178) und aus Verkäufen von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 316).

3. Abschreibungen

Abschreibungen auf das Anlagevermögen von TEUR 2.127 (Vorjahr: TEUR 2.680) beinhalten Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen von TEUR 1.734 (Vorjahr: TEUR 1.715) sowie auf immaterielle Vermögenswerte TEUR 393 (Vorjahr: TEUR 965).

4. Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 59.784 (Vorjahr: TEUR 54.836) beinhalten hauptsächlich Aufwendungen für Miet- und Pachtzahlungen TEUR 12.258 (Vorjahr: TEUR 11.298), Ausgangsfrachten TEUR 10.871 (Vorjahr: TEUR 11.180), Kfz-Leasing TEUR 5.974 (Vorjahr: TEUR 5.364), Kraftstoffkosten TEUR 5.455 (Vorjahr: TEUR 3.845), Kfz-Reparatur- und Betriebskosten TEUR 3.639 (Vorjahr: TEUR 3.449), Nebenkosten für Gebäude TEUR 3.083 (Vorjahr TEUR 2.166), Managementumlagen des Mutterkonzerns in UK in Höhe von TEUR 1.646 (Vorjahr TEUR 1.153) und Aufwendungen für Zeitpersonal/Zeitarbeiter TEUR 852 (Vorjahr: TEUR 1.284). Ebenfalls enthalten sind Forderungsverluste in Höhe von TEUR 409 (Vorjahr: TEUR 637). Einmalige Aufwendungen für externe Beratungskosten betrugen im Jahr 2022 nur noch TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 26), davon waren alle außergewöhnliche Aufwendungen gem. § 314 Abs. 1 Nr. 23 HGB. Kostensteigerungen in Miet- und Pachtzahlungen, Kfz-Leasing, Kraftstoffen und Nebenkosten für Gebäude sind wesentlich durch Kosteninflation verursacht. Der Anstieg der Managementumlage des Mutterkonzerns begründet sich unter anderem in gestiegenen Anforderungen im Bereich Cyber Security und Compliance.

5. Zinsen und ähnliche Aufwendungen

In den Zinsaufwendungen ist der Zinsanteil der Rückstellungsveränderung bei Pensionsverpflichtungen enthalten. Der Zinsanteil für Pensionsverpflichtungen setzt sich im Geschäftsjahr 2022 aus der Abzinsung der Rückstellung sowie dem Entlastungseffekt aus der Änderung des Diskontierungszinssatzes zusammen und beträgt TEUR 136 (Vorjahr: TEUR 363).

6. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag im Geschäftsjahr weisen einen Aufwand von TEUR 6.515 aus. Zum Vergleich belief sich der Steuerbetrag im Vorjahr auf einen Ertrag von TEUR 2.193.

Für das laufende Geschäftsjahr 2022 sind Steueraufwendungen in Höhe von TEUR 3.525 (Vorjahr: TEUR 68) angefallen und beinhalten Gewerbesteuer in Höhe von TEUR 2.397 (Vorjahr: TEUR 58) sowie Körperschaftsteuer in Höhe von TEUR 1.128 (Vorjahr: TEUR 10). Aus der im Jahr 2022 abgeschlossenen Betriebsprüfung für die Jahre 2016 - 2018 entstand ein weiterer Steueraufwand in Höhe von TEUR 360 für Gewerbesteuer und TEUR 366 für Körperschaftsteuer. Der Steueraufwand aus latenten Steuern resultiert aus der Inanspruchnahme von aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 2.294 und aus der Bildung von passiven latenten Steuern, aufgrund der unterschiedlichen Abschreibungsdauer des Geschäfts- oder Firmenwerts der Thermodämm GmbH nach Handels- und Steuerrecht, in Höhe von TEUR 35. Erträge aus der Inanspruchnahme von passiven latenten Steuern belaufen sich im Jahr 2022 auf TEUR 65. Nicht ergebniswirksam sind Veränderungen der passiven latenten Steuern aus der Kaufpreisallokation der Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 746 und aus der dem Einzelabschluss der Thermodämm GmbH zum Erwerbszeitpunkt in Höhe von TEUR 61.

VII. Sonstige Angaben

1. Haftungsverhältnisse

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Aus Bürgschaften 3.534 2.942

Die Gesellschaft ist in der Vergangenheit nicht aus Mietbürgschaften in Anspruch genommen worden. Es ist nicht damit zu rechnen, dass das Unternehmen in unmittelbarer Zukunft aus den Bürgschaften in Anspruch genommen wird.

Daneben wurde von der WeGo Systembaustoffe GmbH gemeinsam mit weiteren bedeutenden Tochtergesellschaften des obersten Mutterkonzerns (SIG plc.) eine Garantie begeben, um einen Konsortialkredit der SIG plc. (sog. revolving credit facility) über TGBP 250.000 zu besichern. Zudem wurden weitere Garantien über TEUR 100.000 gegenüber der SIG plc. im Rahmen zweier Haftungsvereinbarungen (sog. note purchase agreements) begeben. Die aus den begebenen Garantien resultierende Haftung ist auf die Summe des Eigenkapitals abzüglich Stammkapital der WeGo Systembaustoffe GmbH (TEUR 48.436) begrenzt.

Das Risiko der Inanspruchnahme ist aufgrund der regelmäßigen Abstimmung mit der Muttergesellschaft SIG plc. und deren Maßnahmen zur Sicherung und Finanzierung des Konzerns zum Zeitpunkt der Aufstellung des Jahresabschlusses gering.

2. Außerbilanzielle Geschäfte

Sonstige außerbilanzielle Geschäfte und Veräußerungen wurden im Jahr 2022 nicht durchgeführt.

3. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

31.12.2022 31.12.2021
TEUR TEUR
Miet- und Leasingverträge
im Folgejahr 17.124 17.738
im 2. bis 5. Jahr 37.912 35.843
ab dem 6. Jahr 8.195 9.569
63.231 63.150

Weiterhin wird Operating Leasing zur Stärkung der Liquidität und zur Verbesserung des Working Capitals durch geringere langfristige Bindung von Anlagevermögen durchgeführt. Diese Vorteile überwiegen bei weitem eventuelle Risiken aus einmaligen Abschlagszahlungen bei vorzeitiger Rückgabe.

4. Finanzmittel

Der Finanzmittelfonds (Bestand an Finanzmitteln) der SIG Germany-Gruppe beträgt zum Geschäftsjahresende TEUR 14.510 (Vorjahr: TEUR 12.360). Der Cash Flow, aus laufender Geschäftstätigkeit, beläuft sich auf TEUR 18.941 (Vorjahr: TEUR -13.599), im Wesentlichen begründet durch Veränderungen in Höhe von TEUR 15.172 bei den Vorräten (konstanter Lagerbestand), Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva, Veränderung beim Ertragssteueraufwand in Höhe von TEUR 8.700 und dem wesentlich verbesserten Periodenergebnis zum Vorjahr in Höhe von TEUR 9.644.

Maßnahmen zur Liquiditätsverbesserung, wie verkürzte Mahnprozesse, sowie verbesserte Vertragsbedingungen bei der Auszahlung der Lieferantenboni, werden weiter forciert. Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit liegt im Geschäftsjahr bei TEUR -5.679 (Vorjahr: TEUR -989). Der Anstieg der Mittelabflüsse begründet sich in erster Linie durch Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 3.818.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -11.112 (Vorjahr: TEUR 8.958). Hintergrund für die Abnahme ist die vollständige Tilgung eines kurzfristigen Darlehens der SIG plc in Höhe von TEUR 10.000.

5. Honorar des Abschlussprüfers

Das für das Geschäftsjahr als Honorar des Abschlussprüfers berechnete Honorar, beträgt in TEUR, aufgeschlüsselt für:

2022 2021
Abschlussprüfung 443 418
Andere Bestätigungsleistungen 0 0
Steuerberaterleistungen 0 0
Sonstige Leistungen 0 0
443 418

6. Geschäftsführung und Vertretungsbefugnis

Als Geschäftsführer waren im Jahr 2022 bestellt:

 

Herr Alfons Horn, Dipl.-Betriebswirt, Wegberg

(Vorsitzender Geschäftsführer)

 

Herr Stephen Francis, Kaufmann, London, Großbritannien bis 1. Februar 2023

 

Herr Michael Abersfelder, Master of Arts, Hanau, ab 1. März 2022

(Geschäftsführer Finanzen)

Bis zum 28. Februar 2022 bestand eine Einzelvertretungsberechtigung für die Gesellschaft. Seit dem 1. März 2022 wird die Gesellschaft durch die Mitglieder der Geschäftsführung gemeinsam vertreten.

7. Gesamtbezüge der Geschäftsführung

Die in § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a und b HGB verlangten Angaben über die Gesamtbezüge der Geschäftsführung unterbleiben unter Bezugnahme zu § 286 Abs. 4 HGB.

8. Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigten Mitarbeiter:

2022 Gesamt 2021 Gesamt
Gewerbliche Arbeitnehmer 483 479
Angestellte 785 798
1.268 1.277

9. Wesentliche Ereignisse nach dem Abschlussstichtag

Im Februar bzw. März 2023 wurden C-19 bedingte Arbeitsschutzverordnungen sowie Masken- und Testregularien im öffentlichen Raum eingestellt. Die pandemische Lage wurde damit als beendet erklärt. Aufgrund der nun fehlenden rechtlichen Grundlage liegen die Schutzmaßnahmen in alleiniger Entscheidung und Verantwortung der Niederlassungen.

Die Folgen des Ukraine-Krieges und der globalen Wirtschaftsentwicklungen sorgen aktuell für eine aller Voraussicht nach vorübergehende Schwächung der Baukonjunktur.

Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Ende des Geschäftsjahres 2022 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses nicht eingetreten.

10. Anteilsbesitz des SIG Germany GmbH-Konzerns zum 31. Dezember 2022

Name und Sitz der Gesellschaft Konsolidierungsmethode Anteil am Kapital Eigenkapital Jahresergebnis
% TEUR TEUR
WeGo Systembaustoffe GmbH, Hanau voll 100 48.466 0
SIG Construction GmbH, Hanau voll 100 30 0
SIG Property GmbH, Hanau voll 94,84 30 0
Thermodämm GmbH, Elsenfeld voll 100 631 271

11. Konzernverhältnisse

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die

 
 

SIG plc.

 

Adsetts House

 

16 Europa View

 

Sheffield Business Park

 

Sheffield S9 1XH, Großbritannien

Der Konzernabschluss ist erhältlich unter www.sigplc.com.

 

Hanau, den 13. Oktober 2023

Alfons Horn

Michael Abersfelder

Konzernanlagespiegel zum 31. Dezember 2022

SIG Germany GmbH, Hanau

Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.413.155,39 2.016.269,40 5.456,00 10.017.361,66 4.417.519,13
2. Geschäfts- oder Firmenwert 67.544.179,21 2.480.011,98 0,00 0,00 70.024.191,19
3. Software in Entwicklung 860.177,48 0,00 0,00 0,00 860.177,48
80.817.512,08 4.496.281,38 5.456,00 10.017.361,66 75.301.887,80
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8.417.146,97 0,00 39.157,73 268.933,88 8.187.370,82
2. Technische Anlagen und Maschinen 199.153,15 0,00 0,00 55.331,29 143.821,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 31.989.317,38 1.213.088,63 2.332.811,91 6.099.306,54 29.435.911,38
4. Anlagen in Bau 0,00 0,00 15.304,11 0,00 15.304,11
40.605.617,50 1.213.088,63 2.387.273,75 6.423.571,71 37.782.408,17
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 592.086,00 0,00 0,00 5.120,00 586.966,00
592.086,00 0,00 0,00 5.120,00 586.966,00
122.015.215,58 5.709.370,01 2.392.729,75 16.446.053,37 113.671.261,97
Kumulierte Abschreibungen
01.01.2022 Veränderungen des Konsolidierungskreises Zugänge Abgänge 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 12.135.721,39 0,00 220.811,37 10.017.361,66 2.339.171,10
2. Geschäfts- oder Firmenwert 67.544.179,21 0,00 172.223,05 0,00 67.716.402,26
3. Software in Entwicklung 860.177,48 0,00 0,00 0,00 860.177,48
80.540.078,08 0,00 393.034,42 10.017.361,66 70.915.750,84
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.869.662,53 0,00 73.227,73 265.311,88 6.677.578,38
2. Technische Anlagen und Maschinen 134.293,15 0,00 9.570,00 54.919,29 88.943,86
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 26.525.834,38 472.595,63 1.651.158,91 5.952.286,54 22.697.302,38
4. Anlagen in Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
33.529.790,06 472.595,63 1.733.956,64 6.272.517,71 29.463.824,62
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
114.069.868,14 472.595,63 2.126.991,06 16.289.879,37 100.379.575,46
Nettobuchwerte
31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.078.348,03 277.434,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.307.788,93 0,00
3. Software in Entwicklung 0,00 0,00
4.386.136,96 277.434,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.509.792,44 1.547.484,44
2. Technische Anlagen und Maschinen 54.878,00 64.860,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 6.738.609,00 5.463.483,00
4. Anlagen in Bau 15.304,11 0,00
8.318.583,55 7.075.827,44
III. Finanzanlagen
Ansprüche aus Rückdeckungsversicherung 586.966,00 592.086,00
586.966,00 592.086,00
13.291.686,51 7.945.347,44

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG 2022

SIG Germany GmbH, Hanau

Berichtsjahr 2022 Berichtsjahr 2021 Veränderung in TEURO
Periodenergebnis 10.248 604 9.644
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 2.127 1.820 307
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge / Aufwendungen -262 -177 -85
Abnahme/Zunahme der sonstigen Rückstellungen 5.020 1.837 3.183
Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens (Saldo) -158 -316 158
Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie andere Aktiva -4.857 -20.029 15.172
Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva -225 2.774 -2.999
Zinsaufwendungen / Zinserträge 812 1.082 -270
Ertragsteueraufwand 6.507 -2.193 8.700
Ertragsteuerzahlungen -271 141 -412
Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 860 -860
Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit 18.941 -13.599 32.540
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 309 318 -9
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.387 -835 -1.552
Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5 -94 89
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 0 259 -259
Auszahlungen für Investitionen in das Finanzanlagevermögen -4.118 0 -4.118
Zahlungsmittel erstkonsolidierter Gesellschaften (Periodenanfang) 300 0 300
Erhaltene Zinszahlungen von verbundene Unternehmen 222 223 -1
Auszahlungen iZm Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung oder außergewöhnlicher Bedeutung 0 -860 860
Cash Flow aus Investitionstätigkeit -5.679 -989 -4.690
Auszahlung aus der Tilgung von Finanzkrediten ggü. verbundenen Unternehmen -26.500 -8.000 -18.500
Gezahlte Zinsen an verbundene Unternehmen -1.112 -1.042 -70
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten durch verbundene Unternehmen 16.500 18.000 -1.500
Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit -11.112 8.958 -20.070
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 2.150 -5.630 7.780
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 12.360 17.990 -5.630
Finanzmittelbestand am Ende der Periode 14.510 12.360 2.150

Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022

SIG Germany GmbH, Hanau

Mutterunternehmen
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Bilanzgewinn /-verlust
§ 272 Abs. 2 Nr.1-3 § 272 Abs. 2 Nr. 4 Ergebnisvortrag Jahresergebnis
TEUR TEUR TEUR TEUR TEUR
Stand 31.12.2019 312 19.817 11.485
Vortrag auf neue Rechnung 11.485 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis -595
Stand 31.12.2020 312 19.817 10.890
Vortrag auf neue Rechnung 10.890 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis 604
Stand 31.12.2021 312 19.817 11.494
Vortrag auf neue Rechnung 11.494 0
Korrektur in laufender Rechnung -3.255 3.255 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis 10.248
Stand 31.12.2022 312 16.562 24.997
Mutterunternehmen
Eigenkapital des Mutterunternehmens
TEUR
Stand 31.12.2019 31.614
Vortrag auf neue Rechnung 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis 0
Stand 31.12.2020 31.019
Vortrag auf neue Rechnung 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis 0
Stand 31.12.2021 31.623
Vortrag auf neue Rechnung 0
Korrektur in laufender Rechnung 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis 0
Stand 31.12.2022 41.871
Minderheitengesellschafter Konzerneigenkapital
Nicht beherrschende Anteile
TEUR TEUR
Stand 31.12.2019 2 31.616
Vortrag auf neue Rechnung 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis -595
Stand 31.12.2020 2 31.021
Vortrag auf neue Rechnung 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis 604
Stand 31.12.2021 2 31.625
Vortrag auf neue Rechnung 0
Korrektur in laufender Rechnung 0
Ausschüttung 0
Konzernjahresergebnis 10.468
Stand 31.12.2022 1 41.872

Konzern-Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

A. Grundlagen des Konzerns

I. Geschäftsmodell des Konzerns

Die SIG Germany GmbH ist eine 100%-ige Tochter der SIG European Investments Limited, Sheffield, Großbritannien und hat ihren Sitz in Hanau, Deutschland.

Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die

 

SIG plc.

 

Adsetts House

 

16 Europa View

 

Sheffield Business Park

 

Sheffield S9 1XH, Großbritannien

Die Geschäftstätigkeit der SIG Germany-Gruppe ist der Handel mit Trockenbaustoffen, Dämmstoffen, Estrich- und Bodensystemen, technischer Isolierung und Dienstleistungen.

Forschung und Entwicklung wird in der Gruppe selbst nicht durchgeführt.

Unter dem Dach der SIG Germany GmbH als Holding betreiben die Tochterunternehmen 54 Niederlassungen in Deutschland und Luxemburg.

II. Personal- und Sozialwesen

Zum 31. Dezember 2022 beschäftigte die SIG Germany-Gruppe 1.263 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.294), davon 65 Auszubildende (Vorjahr: 61).

Im Rahmen der beruflichen Erstausbildung werden zu folgenden Berufsbildern deutschlandweit zusammen mit den jeweils örtlichen IHKs Nachwuchskräfte ausgebildet: Kaufleute für Groß- & Außenhandelsmanagement, Fachkräfte für Lagerlogistik und Bürokaufleute. In 2023 ist es geplant 45 weitere Auszubildende in diesen Bereichen einzustellen (2022: 30 geplante Stellen); die Bewerbungen laufen, erste Verträge sind abgeschlossen.

Sowohl bei den gewerblichen Mitarbeitern/-innen als auch für die kaufmännischen Angestellten wird der aufgabenbezogene Kompetenzaufbau durch entsprechende Schulungsmaßnahmen gefördert. Insbesondere die Möglichkeit innerhalb des Unternehmens durch Weiterbildung andere Rollen einzunehmen zu können, ist auch in 2023 weitergegeben.

Arbeitssicherheit ist eines der zentralen Themen innerhalb der SIG Germany-Gruppe. Die sogenannte "Zero Harm" Initiative wird weiterhin umgesetzt. Unterstrichen wird dies auch durch die 7 Strategiesäulen. Sicherheitsunterweisungen und Arbeitssicherheitsbegehungen sind eingespielte Standards; ein regelmäßiges Berichtswesen zu Unfällen und Statistiken stellt eine hohe Aufmerksamkeit für das Thema in allen Bereichen des Unternehmens sicher. Aktuelle Maßnahmen und Statistiken zum Thema Arbeitssicherheit sind Bestandteil des Geschäftsberichtes der SIG plc., Sheffield, Großbritannien, und können unter www.sigplc.com eingesehen werden. *

* Nicht prüfungspflichtiger Bestandteil des Lageberichts gemäß IDW PS 350 n.F.

B. Wirtschaftsbericht

I. Allgemeine Entwicklung und Branchenentwicklung

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes zeigte sich die konjunkturelle Lage in Deutschland im Jahr 2022 stabil nach der leichten Erholung im Vorjahr. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stieg gegenüber dem Vorjahr preisbereinigt um 1,9% an, trotz der auslaufenden Pandemiesituation und zunehmender Liefer- und Materialengpässe als Reaktion auf den Ukraine-Krieg sowie logistischer Engpässe auf den Weltmärkten.

Die Bauwirtschaft zeigte sich im Jahr 2022 unter den Einflüssen der Pandemie und des Ukraine-Kriegs instabil. Das reale Bauvolumen fiel um -2%. Die Zahl der neu gebauten Wohnungen erreichte ein Volumen von 280.000 statt der durch die deutsche Bundesregierung angestrebten 400.000 Einheiten.

Gleichzeitig entwickelten sich die Baupreise stark nach oben. Der Preisanstieg für Bauleistungen lag im Vergleich zum Vorjahr in der Spitze bei um die 17% und führte zu einem starken nominalen Anstieg des Bauumsatzes. Hatte man noch Anfang des Jahres 2022 für dieses Jahr und das Jahr 2023 einen Zuwachs des Bauvolumens von real 2,7% (2022) und 3% (2023) prognostiziert, ist doch bedingt durch den andauernden Ukraine-Krieg und dessen Auswirkungen auf die Beschaffungsmärkte und Energiekosten sowie damit einhergehende weitere Preissteigerungen, Zinsmaßnahmen der EZB, Auftragsstornierungen oder Auftragsverschiebungen, mit einem deutlich schwächeren Zuwachs des Bauvolumens zu rechnen. Wenngleich die pandemische Lage im Februar bzw. März 2022 durch die Bundesregierung schrittweise für beendet erklärt wurde, halten gestiegene Zinsen von 3,6% im Februar 2023 (für 10 Jahre) im Vergleich zu 1,19% (für 10 Jahre) im Januar 2022 und weiterhin hohe Baupreise den Druck auf die Baubranche hoch.

II. Wettbewerbssituation und Geschäftsverlauf

Im Geschäftsjahr 2022 erreichte die SIG Germany-Gruppe einen Gesamtumsatz, welcher 18,0% über dem Vorjahr lag. Unterstützt wurde dies auch im Jahr 2022 durch den inflationsbedingten Anstieg der Preise im Bereich der Baustoffe. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr um 21,3% gesunken - im Wesentlichen resultiert dies aus niedrigeren Erträgen aus der Wertaufholung von wertberichtigten Forderungen und geringeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

III. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf

Der Geschäftsverlauf 2022 lag im EBIT deutlich über den Budgeterwartungen. Im EBIT enthalten waren Sondereffekte im Jahr 2022 in Höhe von TEUR 1.426 (Vorjahr: TEUR 2.938). Bereinigt um die Sondereffekte betrug das EBIT im Jahr 2022 damit TEUR 19.357 (Vorjahr: TEUR 2.642).

Insgesamt zeigte das Jahr 2022 einen positiven Verlauf bei einer Umsatzsteigerung von 18,0% sowie bei leicht gestiegener Bruttomarge um 0,6%-Punkte.

Der temporär höhere Finanzmittelbedarf des SIG Germany Konzerns konnte, basierend auf einer stabilen Finanzsituation des Mutterkonzerns, jederzeit als unkritisch und gesichert angesehen werden.

Die bereinigten operativen Kosten lagen im Jahr 2022 4,8% über dem Budget, im Wesentlichen bedingt durch höhere Fracht-, Fahrzeug- und Gebäudekosten, ebenso wie die an Vertriebsziele gekoppelten Tantiemen. Im bereinigten Vergleich zum Vorjahr sind diese Kosten um 6,9% angestiegen.

Kosten noch resultierend aus der strategischen Neuausrichtung "Empower the Touchpoints" und "Back to the Future", waren im Jahr 2022 in Höhe von TEUR 26 angefallen (Vorjahr: TEUR 1.626).

C. Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

I. Ertragslage

Der Konzernumsatz in Höhe von TEUR 540.447 ist zum Vorjahr um 18,0% angestiegen, bedingt auch durch die weiterhin gestiegenen Preise auf dem Baustoffmarkt. Dieser wurde zum größten Teil im Inland in Höhe von TEUR 530.938 erzielt. Des Weiteren wurden TEUR 8.290 in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union und TEUR 1.219 in restlichen Staaten im Jahr 2022 erwirtschaftet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 434 auf TEUR 1.601 gesunken. Die Reduzierung beruht in erster Linie auf niedrigeren Erträgen aus der Wertaufholung von wertberichtigten Forderungen und niedrigeren Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um TEUR 4.948 auf TEUR 59.784 (Vorjahr: TEUR 54.836) angestiegen. Darin enthalten waren im Jahr 2022 nicht operativer Aufwand für Restrukturierungen und weitere Sondereffekte in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 298). Bereinigt um alle Sondereffekte im Jahr 2022 ergab sich eine Erhöhung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen zum Vorjahr um 10,0%.

Die Materialaufwandsquote beträgt 72,0% (Vorjahr: 72,6%) und ist bei einem leichten Anstieg der Bruttomarge um 0,6%-Punkte leicht gesunken. Die Personalaufwandsquote ist mit 13,5% (Vorjahr: 15,3%) zurückgegangen. Dies ist unmittelbar auf den Umsatzanstieg zurückzuführen.

Bei leicht gestiegener Brutto-Marge auf 28,0% (Vorjahr: 27,4%) belief sich das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT; finanzieller Leistungsindikator) auf TEUR 17.931 (Vorjahr: TEUR -296). Die EBIT-Rendite (hier: EBIT / Umsatzerlöse) betrug in 2022 3,32% nach -0,06% im Vorjahr.

Im Jahr 2022 wies das Ergebnis vor Steuern einen Gewinn in Höhe von TEUR 17.003 (Vorjahr: TEUR -1.357) aus. Der Konzernjahresüberschuss betrug im Jahr 2022 TEUR 10.248 (Vorjahr Konzernjahresüberschuss: TEUR 604).

2022 verzeichnete die SIG Germany-Gruppe durch den erzielten Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 10.248, die Anpassung zwischen der Kapitalrücklage und dem Gewinnvortrag aus Vorjahren auf laufende Rechnung in Höhe von TEUR 3.256 und den Gewinnvortrag aus dem Vorjahr TEUR 11.494 einen Konzern-Bilanzgewinn in Höhe von TEUR 24.997 (Vorjahr: TEUR 11.494).

Insgesamt hat das Jahr 2022 über den Erwartungen abgeschlossen. Das EBIT verbesserte sich zum Vorjahr um TEUR 18.227.

II. Vermögenslage

Die Konzern-Bilanzsumme erhöht sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 10.121 auf TEUR 125.753 (Vorjahr: TEUR 115.633).

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind gestiegen auf TEUR 4.386 (Vorjahr: TEUR 277). Der Anstieg begründet sich aus der Aktivierung eines per Kaufpreisallokation ermittelten Geschäfts- und Firmenwerts für die im Jahr 2022 erworbene Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 2.480. Bereinigt um die laufende Abschreibung im Jahr 2022 in Höhe von TEUR 172 wird zum Jahresende noch ein Betrag in Höhe von TEUR 2.308 in der Bilanz ausgewiesen. Ebenfalls wurden in der Kaufpreisallokation identifizierte Vermögensgegenstände der Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 2.016 aktiviert. Bereinigt um die AfA im Jahr 2022 in Höhe von TEUR 132 steht zum Jahresende noch ein Wert in Höhe von TEUR 1.885 zu Buche. Für die Abschreibung dieses Geschäfts- und Firmenwerts wurde eine Laufzeit von 6 Jahren angesetzt. Die in der Kaufpreisallokation identifizierten Vermögensgegenstände der Thermodämm werden zwischen 2 und 8 Jahren abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen erhöht sich um TEUR 1.243. Die Erhöhung resultiert aus dem Wert des Anlagevermögens der Thermodämm GmbH zum Beginn des Jahres 2022 in Höhe von TEUR 741 und der unterjährigen Veränderung durch Zugänge, Abgänge und Abschreibung in Höhe von TEUR 502.

Das Umlaufvermögen ist um TEUR 7.071 gestiegen, im Wesentlichen durch den Anstieg des Forderungsbestands aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.395, resultierend aus dem Umsatzwachstum und dem weiteren Anstieg der Preise im Bereich der Baustoffe im Jahr 2022. Die sonstigen Vermögensgegenstände sind um TEUR 1.162 zum Vorjahr gestiegen, im Wesentlichen aufgrund des höheren Forderungsbestands aus Lieferantenbonusvereinbarungen (TEUR 1.041). Der Anstieg der Forderungen aus Bonusvereinbarungen mit Lieferanten begründet sich in erster Linie durch höhere Einkaufsvolumina, verursacht durch die erhebliche Umsatzsteigerung im Jahr 2022. Gleichzeitig konnte einem linearen Anstieg durch bessere Bonusvereinbarungen entgegengewirkt werden.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhen sich um TEUR 138 und belaufen sich im Jahr 2022 auf TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 60). Der Finanzmittelbestand verbessert sich um TEUR 2.150 im Wesentlichen aufgrund des erheblichen Umsatzwachstums im Jahr 2022.

Das zum Geschäftsjahresende ausgewiesene Konzern-Eigenkapital betrug TEUR 41.872 (Vorjahr: TEUR 31.625) Die Veränderung entspricht dem Konzernjahresüberschuss in Höhe von TEUR 10.248 des aktuellen Jahres. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf 33,3% (Vorjahr: 27,4%).

Die sonstigen Rückstellungen erhöhten sich um TEUR 5.049 auf TEUR 19.753. Der Wert der Rückstellungen für sonstige Sachverhalte, inklusive ausstehende Rechnungen und ohne separat ausgewiesene Prüfungs- und Beratungsleistungen, belief sich im Jahr 2022 auf TEUR 2.775 (Vorjahr: TEUR 1.809). Ein wesentlicher Teil der sonstigen Rückstellungen sind mit TEUR 7.119 weiterhin die Rückstellungen für Kundenboni (Vorjahr: TEUR 5.510). Die Steigerung bei Kundenboni und Mitarbeitererfolgsbeteiligung sind im Wesentlichen auf die erhebliche Umsatzsteigerung und positive Ergebnisentwicklung zurückzuführen. Zudem beinhalteten die sonstigen Rückstellungen eine Rückstellung für Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEUR 2.214 (Vorjahr: TEUR 1.752), wobei der Anstieg im Wesentlichen aus einem gestiegenen Baukostenindex, aufgrund der Inflation der Baustoffkosten, resultiert. Ferner sind die Personalkostenrückstellungen für Mitarbeitererfolgsbeteiligungen in Höhe von TEUR 4.085 (Vorjahr: TEUR 2.234) und für Urlaubsansprüche in Höhe von TEUR 464 (Vorjahr: TEUR 460) enthalten. Der Wert der Rückstellungen für ausstehende Rechnungen belief sich im Jahr 2022 auf TEUR 1.872 (Vorjahr: TEUR 1.310). Weitere Rückstellungen, für Prüfungs- und Beratungsleistungen TEUR 322 (Vorjahr: TEUR 324) und für Abgaben an die Berufsgenossenschaft und für Schwerbehinderte TEUR 773 (Vorjahr: TEUR 721), wurden gebildet. Rückstellungen für Restrukturierungsmaßnahmen sind im Jahr 2022 noch in Höhe von TEUR 35 ausgewiesen (Vorjahr: TEUR 790) via Personalaufwand.

Die Steuerrückstellungen erhöhen sich auf TEUR 4.458 (Vorjahr: TEUR 415). Diese resultieren aus Steuern für das Jahr 2022 in Höhe von TEUR 3.493, für Steuernachzahlungen aus der Betriebsprüfung 2016-2018 in Höhe von TEUR 803, aus Vorjahren in Höhe von TEUR 55 und der Betriebsstätte in Luxemburg in Höhe von TEUR 107.

Die Abnahme der Verbindlichkeiten um TEUR 10.238 auf TEUR 54.104 resultiert im Wesentlichen aus der Tilgung eines kurzfristigen Darlehens im Jahr 2022 von der SIG plc in der Höhe von TEUR 10.000 sowie der damit einhergehenden Reduzierung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und aus einer Reduzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistung um TEUR 1.441. Die liquiden Mittel dafür waren wesentlich begünstigt durch die Umsatzsteigerungen und daraus folgenden höheren unterjährigen Einnahmen.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen von TEUR 31.073 (Vorjahr: TEUR 40.887) beinhalten im Wesentlichen Finanzverbindlichkeiten der SIG Germany GmbH und sind aufgrund der Tilgung eines kurzfristigen Darlehens der SIG plc. über TEUR 10.000 gesunken.

Der Anlagendeckungsgrad (Anlagevermögen/Eigenkapital x 100) für 2022 beträgt 31,7% (Vorjahr: 25,1%). Der Veränderung ist durch das gestiegene Anlagevermögen bei gleichzeitigem Anstieg des Eigenkapitals im Jahr 2022 begründet.

III. Finanzlage

Liquidität und Cash Flow

Der Bestand an Finanzmitteln der SIG Germany-Gruppe beträgt zum Geschäftsjahresende TEUR 14.510 (Vorjahr: TEUR 12.360). Der Anstieg begründet sich im Wesentlichen durch den Anstieg des Umsatzvolumens im Geschäftsjahr 2022, höheren Einzahlungen aus Lieferanten-boni-Vereinbarungen und einem konstanten Lagerbestand. Die Konten werden grundsätzlich auf Guthabenbasis geführt. Es sind keine Kreditlinien mit den Hausbanken vereinbart, es bestehen lediglich Avallinien.

Der Cash Flow aus laufender Geschäftstätigkeit erhöht sich auf TEUR 18.941 (Vorjahr: TEUR-13.599) im Wesentlichen aufgrund eines konstanten Lagerbestandes und höheren Einzahlungen aus dem positiven Jahresergebnis im Jahr 2022.

Der Cash Flow aus Investitionstätigkeit lag im Geschäftsjahr bei TEUR -5.679 (Vorjahr: TEUR -989). Dieser beinhaltet Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen von TEUR 2.387 (Vorjahr: TEUR 835) und in das immaterielle Anlagevermögen von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 94), bei gleichzeitig niedrigeren Erlösen aus den Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens in Höhe von TEUR 309 (Vorjahr: TEUR 318). Weiterhin führten Investitionen in das Finanzanlagevermögen in Höhe von TEUR 4.118 (Vorjahr TEUR 0) zu einer wesentlichen Veränderung.

Der Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit betrug TEUR-11.112 (Vorjahr: TEUR 8.958). Die Reduzierung zum Vorjahr resultierte daraus, dass im Jahr 2022 ein kurzfristiges Darlehen zur Finanzmitteldisposition in Höhe von TEUR 10.000 bei der SIG plc. vollständig getilgt wurde. Die Zinszahlungen gegen verbundene Unternehmen erhöhten sich um TEUR 70 im Vergleich zum Vorjahr.

Insgesamt erhöhten sich die Finanzmittel um TEUR 2.150 auf TEUR 14.510 zum Bilanzstichtag.

Investitionen

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde mit TEUR 6.512 (Vorjahr: TEUR 1.789) um TEUR 5.100 mehr in das Anlagevermögen investiert als im Vorjahr. Die Investitionen enthalten die im Jahr 2022 erworbenen Anteile an der Thermodämm GmbH in Höhe von TEUR 4.118. Weitere wesentliche Investitionen erfolgten in den Fuhrpark in Höhe von TEUR 891 für den Kauf von LKW aus dem Leasing in Höhe von TEUR 851, um Lieferschwierigkeiten der Hersteller zu überbrücken und Gabelstapler in Höhe von TEUR 40. Zur Erneuerung der Regalausstattung in den Lagern wurden ebenfalls TEUR 767 und weiter TEUR 235 in die IT-Infrastruktur investiert. Damit wurde 2022 eine Investitionsquote (Summe Zugänge 2022 / Summe Nettobuchwerte 2021) von 81,9% erreicht. Die Investitionen in das gesamte Anlagevermögen waren um TEUR 4.939 höher als die Abschreibungen des laufenden Jahres (TEUR 2.127).

D. Chancen- und Risikomanagement

Die Einflüsse aus dem Ukraine-Krieg sowie die Nachwirkungen der Pandemie lassen eine äußerst unsichere Geschäftsentwicklung erwarten. Die Auftragslage der Gesellschaft zeigte sich trotz der externen Einflüsse in 2022 nicht erheblich beeinflusst. Unter Berücksichtigung der Baupreisinflation konnte in 2022 eine stabile Mengenentwicklung verzeichnet werden. Erste Indikatoren wie Verschiebung oder Absagen von Projekten auf dem Markt deuteten sich aber an. Der Jahresstart 2023 war eher verhalten und es zeigen sich bereits erste Deflationen in Produktsegmenten sowie eine nachlassende Nachfrage durch weiter steigende Zinsen und Unsicherheiten in den Märkten. Trotzdem ist die Konzern-Strategie weiter auf Wachstum ausgelegt, unterstützt durch ein entsprechendes Warenverfügbarkeits-Management. Auch für das Jahr 2023 wurden im Zuge der operativen Jahresplanung, die Chancen- und Risikoüberlegungen sowie auch die konjunkturellen Aspekte mit einbezogen. Die 7 Säulen -Strategie (Verantwortliches Handeln, Erfolgreiche Standorte, Exzellenter Service, Expertise, Wertvolle Partnerschaften, Höchste Produktivität und Fokus auf Wachstum) bildet weiterhin die Basis für ein erfolgreiches Wachstum.

Das Berichtswesen, welches auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis erstellt und kontrolliert wird, bildet die Basis für das Chancen- und Risikomanagement. Die Sicherstellung der Budget-Kontrolle erfolgt durch das Unternehmenscontrolling und stärkt gezielt die Erfolgskontrolle in den Regionen und Standorten, durch regelmäßige Geschäftsdurchsprachen. Die lokale Ergebnissteuerung wird dabei durch die wieder implementierte Niederlassungsleiter-Organisation unterstützt. Chancen und Risiken werden proaktiv betrachtet und mit Maßnahmenplänen hinterlegt. So werden mit dem Beginn eines jeden Geschäftsjahres ein rollierender Forecast sowie eine hiermit verbundene Liquiditätsplanung auf Tages-, Wochen- und Monatsbasis erstellt. Szenarioanalysen ermöglichen es, frühzeitig auf Entwicklungen reagieren zu können.

Weiterhin erfolgt ein Risk Assessment, welches fortlaufend überprüft wird. Hier wird auf die Früherkennung von unternehmensinternen Risiken abgestellt, wie der Verlust von wichtigen Mitarbeitern, EDV-Systemausfälle, kriminelle Handlungen, der Wechsel wichtiger Lieferanten, der Verlust wichtiger Kunden, Marktveränderungen, neue Produkte, Wettbewerber etc. Letzte Ergänzungen in diesem Umfeld sind u.a. die Anforderungen aus dem Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz und damit verstärkt aufkommende Anfragen zu Selbstauskünften.

Durch das Control Self-Assessment wird die Wahrscheinlichkeit eines Eintritts von Risiken und die Qualität der internen Kontrolle bewertet. Unter Berücksichtigung von regelmäßig aktualisierten Risikobewertungen werden Aktionspläne erstellt und umgesetzt.

Durch das Risk Register, Risk Control Matrix und Key Control Framework, kommt es in regelmäßigen Abständen zur Überprüfung der Kernprozesse des Unternehmens auf Funktion und Angemessenheit, weiterhin gesteuert durch eine eigens dafür geschaffene Stelle. Diese wird unterstützt durch gesonderte Funktionen im Mutterkonzern.

Bedingt durch die Marktstruktur können die Tochterunternehmen der SIG Germany GmbH nicht auf ein gesichertes langfristiges Grundgeschäft abstellen. Dieses besteht aus einer Aneinanderreihung von mehreren tausend Bauprojekten per annum.

Der Auftragsvorlauf der Kunden beträgt in der Regel zwischen vier bis acht Wochen, längerfristiger Auftragsbestand wird im Zuge des Wirtschaftsjahres ausgeschrieben und an die Handelslieferanten vergeben.

Eine nachhaltige Beeinflussung durch den Ukraine-Krieg ist im Wohnbau, sowie auch im Gewerbebau zu erwarten.

Zusammenfassend stellt die Geschäftsführung fest, dass aufgrund der Bestandsaufnahme und Bewertung der Chancen und Risiken, der Marktsituation und der vorhandenen Liquidität der Fortbestand der SIG Germany-Gruppe aus heutiger Sicht gesichert ist.

E. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Chancen und Risiken

I. Konjunkturelle Chancen und Risiken

Der Ukraine-Krieg sowie die Zins- und Baukostenentwicklung lässt momentan nicht von einer Normalisierung des Marktes ausgehen. Die Rohstoff- und Energiemärkte sind davon stark betroffen und lassen weiterhin ein hohes Preisniveau erwarten. Ein daraus bedingter großflächiger Investitionsstopp könnte die Folge sein. Eine Quantifizierung der einzelnen Risiken ist daher situationsbedingt nicht möglich.

Das ifo Institut rechnet in seiner Prognose im Juni 2023 mit einer Reduzierung des BIP im Jahr 2023 um 0,4%. Die Erwartung für die Inflationsrate liegt bei 5,8% für 2023.

Mit Blick auf die aktuelle Zinsentwicklung und die unsicheren Preisaussichten, zeigt sich eine gewisse Marktunsicherheit.

Trotz der schwierigen Marktlage im Jahr 2023 geht die Geschäftsführung weiterhin von einem stabilen Umsatzniveau aus, unterstützt durch eine gesicherte Warenverfügbarkeit, bei einer rückläufigen Nachfrage auf dem Markt. Hierbei bleibt die Stabilisierung der Brutto-Marge ein wesentlicher Fokus. Jedoch sind Auswirkungen von Deflation sowohl im Marktverhalten der Wettbewerber als auch bei der Erreichung von Lieferanten-Bonus-Zielen in Betracht zu ziehen.

II. Preisänderungsrisiken

Auch im Jahr 2022 wurden durch die Lieferanten die Produktpreise teilweise stark angepasst, weitere Anpassungen sind auch im ersten Halbjahr 2023 zu verzeichnen und weiter zu erwarten bzw. bereits angekündigt. Bedingt durch den laufenden Ukraine-Krieg, die Zinsentwicklung und die damit einhergehende Zurückhaltung auf der Nachfrageseite wird es zu verstärktem Preis- und Volumendruck kommen. Weitere Effekte sind durch stetig steigenden Energie- und Rohstoffkosten, beispielhaft die deutlich gestiegenen Rohölkosten oder CO 2 -Bepreisungen oder Mautabgaben, zu erwarten.

Die anhaltende allgemeine Frachtraumverknappung und weitere Erhöhungen über Personalkosten, Mautkosten oder CO 2 -Bepreisungen werden auch im Jahr 2023 die Logistikkosten zusätzlich belasten. Bei weiter hohen Treibstoffkosten, ist für 2023 mit einer im Vergleich zum Vorjahr ähnlich hohen Anspannung zu rechnen. Eine volle Weitergabe der Kosten an unsere Kunden wird weiterhin angestrebt, ist jedoch zunehmend schwieriger.

III. Finanzierungsrisiken

Bankverbindungen aller Gesellschaften werden grundsätzlich ausschließlich auf Guthabenbasis geführt. Mit allen verbundenen Unternehmen der SIG Germany-Gruppe bestehen Cash-Pooling-Vereinbarungen.

Die SIG Germany GmbH ist bestrebt, internes und externes Wachstum über den operativen Cash Flow aus eigenen Mitteln zu finanzieren und damit weiter Darlehen von verbundenen Unternehmen abzulösen. Weitergehende Finanzierungen der SIG Germany GmbH sind durch andere Konzerngesellschaften der SIG plc-Gruppe sichergestellt.

IV. Zinsänderungsrisiken

Zinsänderungsrisiken sind trotz steigendem Zinsniveau nicht zu erwarten, da alle kurzfristigen Geldgeschäfte mit Kreditinstituten auf Basis des Interbankensatzes abgerechnet werden. Zinsänderungsrisiken werden daher als nicht wesentlich eingeschätzt.

Die SIG Intercompany Darlehen werden auf der Basis aktueller marktüblicher Zinsen begeben.

V. Liquiditätsschwankungsrisiken

Ein Risiko aus Liquiditätsschwankungen wird im Geschäftsjahr 2023 nicht erwartet, da regelmäßige Liquiditätsplanungen durchgeführt werden und bei Bedarf Liquiditätstransfers mit dem Mutterunternehmen getätigt werden. Zudem hat die SIG-Gruppe im Jahr 2022 ihre kurz- und mittelfristige Working-Capital-Finanzierung (RCF) um TGBP 40.000 erhöht, um angesichts des unsicheren makroökonomischen Umfelds zusätzliche Liquidität bereit zu stellen.

VI. Währungsrisiken

Die Konzernumsätze werden fast ausschließlich im Inland erbracht und in Euro fakturiert, zudem erfolgt der Warenbezug ebenfalls nahezu ausschließlich in Euro-Einkaufsregionen, so dass nur äußerst geringe Währungsrisiken bestehen.

VII. Ausfallrisiken

Die Insolvenzen in der deutschen Baubranche haben im Jahr 2022 im Vergleich zum Vorjahr leicht zugenommen - damit bleiben Insolvenzen im Baugewerbe im Vergleich zu anderen Wirtschaftszweigen sehr hoch. Auswirkungen durch die Corona- und Ukraine-Krise waren auch im Jahr 2022 zu verzeichnen. Die Risiken werden durch ein konsequentes Kreditlimit-Management, Telefoninkasso, wöchentliches Reporting auf kritische Kunden sowie einen sehr engen Dialog zwischen Vertrieb und Zentrale minimiert, wodurch in 2022 trotz der oben angegebenen insgesamten Entwicklung im Baugewerbe der absolute Umsatzausfall im deutschen Teilkonzern von SIG unter 0,01% des Gesamtumsatzes gehalten werden konnte. Für benannte Kunden besteht weiterhin eine Kreditversicherung. Die Kreditversicherung für Kunden konnte auch im Jahr 2022 weiter ausgebaut werden. Alle weiteren Kreditrisiken verbleiben im Konzern.

VIII. Risiken durch die Situation des Mutterkonzerns

Die SIG plc. verzeichnete im Jahr 2022 einen Anstieg des Konzernumsatzes gegenüber 2021 um 17% auf TGBP 2.744.500.

Aufgrund der anhaltenden Profitabilität, angetrieben von der Wachstumsstrategie und unterstützt durch die Marktnachfrage wurde im Jahr 2022 ein operatives Ergebnis vor Steuern und Zinsen von TGBP 56.200 erzielt (2021: TGBP 14.000).

Details zum Konzernabschluss können unter www.sigplc.com eingesehen werden.

F. Prognosebericht

Die Geschäftsführung der SIG Germany GmbH, Hanau, und ihrer Tochterunternehmen geht davon aus, dass der Wohnungs- und Nicht-Wohnungsbau im Jahr 2023, aufgrund der anhaltenden Kriegssituation und hohen Zinsen, leicht rückläufig sein wird. Durch konsequente Vertriebsarbeit und den Ausbau von Kompetenzen ist in diesem negativen Markttrend jedoch mit einem leichten Marktanteilswachstum zu rechnen.

Die Planungstreue wird grundsätzlich durch konjunkturelle, aber auch witterungsbedingte Rahmenbedingungen stark beeinflusst. Auf Grund unserer strategischen Ausrichtung, der allgemeinen Marktaktivitäten und unseres Kundenmanagements sehen wir trotzdem eine solide Basis, um weiteres Wachstum zu generieren. Ein konsequentes Kostenmanagement ist dabei die Grundlage für profitables Wachstum.

Weiterhin bleibt im Fokus das Eigenkapital zu stärken, um die Eigenkapitalquote auf einem Niveau von 30% zu halten. Die EBIT-Rendite soll mittelfristig auf ein Level von 5% verbessert werden. Dies wird unterstützt durch geplante Akquisitionstätigkeiten.

Durch das Beenden der pandemischen Lage im Frühjahr 2022 durch die Bundesregierung besteht keine Masken- oder Testpflicht mehr. Die Möglichkeit zu regelmäßigen Tests und Maskennutzung bleibt aber bestehen, das Unternehmen stattet die Niederlassungen entsprechend aus.

Die Sicherung der administrativen Abläufe ist auch weiterhin gegeben. Dies geschieht über eine flexible Office/Home-Office Lösung.

Im Rahmen der Einhaltung der unternehmerischen Sorgfaltspflichten fanden regelmäßige Krisenstabsmeetings hinsichtlich der Entwicklung des Ukraine-Kriegs und der Nachwirkungen der Pandemie statt. Diese wurden zwischenzeitlich in die monatlich stattfindenden Management Meetings integriert. Zudem, erfolgt weiterhin eine tägliche Liquiditätsprüfung und -planung sowie eine tägliche Beobachtung des Zahlverhaltens der Kunden. Die Auftragslage ist der allgemeinen Marktsituation angepasst, die Warenverfügbarkeit ist durch intensives Bestandsmanagement sichergestellt.

 

Hanau, den 13. Oktober 2023

Alfons Horn

Michael Abersfelder

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