Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH
Dieselstraße 27, 74211 Leingarten, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Parag Arvind Shah seit 15.10.2024 | Geschäftsführer |
Claudia Eva Györi seit 26.10.2023 | Prokura |
Marcus Bachert seit 26.10.2023 | Prokura |
Andreas Manfred Michael Weiss seit 14.6.2019 | Prokura |
Thomas Greiner-Adam seit 4.4.2018 | Geschäftsführer |
Marleen Doris Baumann seit 3.5.2017 | Prokura |
Markus Scholl seit 9.9.2015 | Prokura |
Jürgen Bruno Neuser seit 9.9.2015 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Daten zu wirtschaftlich Berechtigten sind nur für registrierte Nutzer zugänglich.
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
2 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbHLeingartenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2023KNIPPING KUNSTSTOFFTECHNIK GESSMANN GMBH, LEINGARTEN1. Grundlagen des Unternehmens Der Schwerpunkt des Unternehmens, welches mehrheitlich zur Arnold Knipping Holding GmbH (AKH) gehört, liegt in der Entwicklung, der Produktion und dem Vertrieb von Komponenten und Baugruppen aus Kunststoff und Metall für die Automobil- und Elektroindustrie. Im Rahmen der Konzernstrategie ist die Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH (GESSMANN) der Kompetenzträger im elektronischen Bereich. Ein hoch entwickeltes Know-how im Bereich der Produktentwicklung und eine sehr effiziente und stark automatisierte Fertigung zeichnen die Standorte aus. Schwerpunktmäßig fertigt GESSMANN an den Produktionsstandorten Leingarten und Talheim Bordnetzkomponenten wie Steckverbinder, Relais- und Kupplungsträger sowie Kabelführungs- und Sicherungsboxen. 2. Wirtschaftsbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Bedingungen Die Weltwirtschaft wächst derzeit mit einem moderaten Tempo. Gleichzeitig gibt es deutliche regionale Unterschiede. Während die USA bislang ein kräftiges Wachstum der Wirtschaftsleistung verzeichnet, ist die Konjunktur in Europa schwach und die Dynamik der chinesischen Wirtschaft bleibt, nicht zuletzt aufgrund anhaltender Probleme im Immobiliensektor, nur gebremst. Der Welthandel entwickelt sich ebenfalls schwach. Europas Wirtschaft stagniert weitgehend, und die Aussichten für das laufende Jahr haben sich eher noch eingetrübt. Das hat viel mit Deutschland zu tun. Die deutsche Wirtschaft wird 2024 nach Ansicht der EU-Kommission nur um 0,3 % wachsen. Unter den 20 Euro-Ländern belegt die Bundesrepublik damit den letzten Platz. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Jahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes um 0,3 % niedriger als im Vorjahr. Die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Die ersten drei Jahre der neuen Dekade waren geprägt von extremen Einflüssen. Allen voran die Pandemie sorgte in den Jahren 2020 und 2021 für starke Schwankungen bei den Absätzen der einzelnen Autobauer. Noch extremer wirkten sich für viele OEMs und Zulieferer die Folgen des Ukraine-Kriegs aus. Zwar dauert dieser noch immer an, doch für das abgelaufene Jahr waren die Auswirkungen auf die Autobranche weniger deutlich. Viele Hersteller verzeichneten wieder Zunahmen bei ihren weltweiten Verkäufen. Die großen internationalen Automobilmärkte haben im Gesamtjahr 2023 einen deutlichen Anstieg der Neuzulassungen verzeichnet. Im Vergleich zum Jahr 2022 war die Fahrzeugverfügbarkeit deutlich verbessert, was sich positiv auf den Pkw-Absatz auswirkte. Hinzu kommen schwache Vorjahreswerte. Dennoch bleibt das Geschäftsumfeld für die Automobilwirtschaft herausfordernd: Insbesondere in Europa, aber auch in anderen Weltregionen, kam es infolge von geopolitischen und gesamtwirtschaftlichen Unsicherheiten zuletzt zu dieser gedämpften gesamtwirtschaftlichen Nachfrage und damit zu einem verhaltenen Wirtschaftswachstum. Auch die nach wie vor hohen Energie- und Verbraucherpreise wirken sich negativ auf die gesamtwirtschaftliche Nachfrage aus. Auf dem europäischen Pkw-Markt (EU, EFTA & UK) wurden im Jahr 2023 gut 12,8 Mio. Fahrzeuge neu zugelassen und damit 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Erholung verläuft jedoch weiterhin schleppend: Der europäische Pkw-Markt liegt aktuell noch immer knapp ein Fünftel (-19 Prozent) unter den Neuzulassungen des Vorkrisenniveaus von 2019. Die fünf größten europäischen Einzelmärkte entwickelten sich im Dezember 2023 wie folgt: Frankreich (+15 Prozent), Spanien (+11 Prozent), Vereinigtes Königreich (+10 Prozent), Italien (+6 Prozent), Deutschland (-23 Prozent). Auf dem chinesischen Pkw-Markt wurden 2023 knapp 25,8 Mio. Pkw neu zugelassen. Nie wurden in China in einem Jahr mehr Pkw verkauft. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 stiegen die Pkw-Verkäufe im abgelaufenen Jahr um 11 Prozent und gegenüber 2017, dem bisherigen Rekordjahr, betrug das Plus knapp 7 Prozent. Der chinesische Pkw-Markt widersetzte sich damit dem Trend einer an Dynamik verlierenden chinesischen Gesamtwirtschaft und war eine wichtige Stütze der ansonsten zuletzt schwächelnden Konjunktur. Der US-Light-Vehicle-Markt (Pkw und Light Duty) entwickelte sich im Jahr 2023 dynamisch. In den Vereinigten Staaten sind die Light-Vehicle-Verkäufe im vergangenen Jahr zweistellig um 12 Prozent gestiegen. Insgesamt wurden knapp 15,5 Mio. Fahrzeuge abgesetzt. Damit liegt der Markt allerdings noch knapp 9 Prozent unter dem Vorkrisenniveau von 2019. 2.2 Geschäftsverlauf Die internationalen Automobilmärkte zeichneten ein durchwachsenes Gesamtbild. Noch immer belasten gestörte Wertschöpfungs- und Logistikketten Märkte und Produktion. Der Krieg in der Ukraine sorgt vorrangig in Europa weiterhin für Verunsicherung. Die hohe Preisdynamik in den USA und in Europa belastet die Märkte zusätzlich. Der europäische Automobilmarkt steht vor tiefgreifenden Veränderungen, durch die Konsolidierungstempo sowie Margen- und Kostendruck in den nächsten Jahren weiter zunehmen werden. Geopolitische Entwicklungen wie z.B. gestiegene politische Unsicherheit durch den Ukraine-Krieg, Nachwirkungen der COVID-19 Pandemie im Bereich von Logistikketten mit entsprechender Knappheit bestimmter Vorprodukte oder deutlich über den Zielen der EZB liegende Inflationsraten wirken zusätzlich auf die mittelfristige Marktsituation ein. Das Konsolidierungstempo wird, begleitet von Margen- und Kostendruck, in den nächsten 2-3 Jahren weiter deutlich zunehmen und auch auf Knipping wirken. Unabhängig von den kurzfristigen, sich insbesondere auf Zulieferer negativ auswirkenden Trends, bleiben die mittel- und langfristig wirkenden Marktentwicklungen bestehen. Mittelfristig sieht sich Knipping durch Produkte, die sowohl im Verbrenner wie auch in Elektrofahrzeugen verbaut werden, gut aufgestellt. Mit dem Bereich New Mobility ist Knipping in einem neuen Marktsegment unterwegs, mit dem Ziel im ersten Schritt einen Befeuchter für die Brennstoffzelle als Knipping-Eigenprodukt auf den Markt zu bringen. Der Geschäftsverlauf von GESSMANN ist geprägt von steigenden Umsätzen hauptsächlich im Bereich der Bordnetzkomponenten. Das Geschäftsvolumen erhöhte sich somit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um ca. 19 % auf einen Wert von 100,4 Mio. €. Ohne die von der mexikanischen Gesellschaft erhaltenen Beträge wurde ein Umsatz von 86,7 Mio. € (Vorjahr 72,5 Mio. €) erzielt. Das EBITDA (Jahresüberschuss vor Finanzergebnis, Ertragsteuern und Abschreibungen) liegt mit 9,1 Mio. € (9,1 % des Umsatzes) deutlich über dem Vorjahresniveau von 7,1 Mio. €. Das EBIT (Jahresüberschuss vor Finanzergebnis und Ertragsteuern) belief sich 2023 auf 5,5 Mio. € (Vorjahr 3,7 Mio. €). Aufgrund des seit dem 01.04.2015 geltenden Cost-Plus-Vertrages mit Knipping Automotive S.A. de C.V., hat GESSMANN die im Jahr 2023 erzielten Erlöse der mexikanischen Tochtergesellschaft abzüglich einer Provision in Höhe von 13,3 Mio. €, erhalten (Vorjahr 10,9 Mio. €). Die Prognose für Umsatz und EBIT konnte somit übertroffen werden. 2.3 Lage 2.3.1 Ertragslage Im Jahre 2023 erzielte GESSMANN einen Umsatz von 100,4 Mio. €, gegenüber 84,2 Mio. € im Vorjahr. Dieses Wachstum resultiert vor allem aus dem Geschäft mit Bordnetzkomponenten. Bei den Bordnetzkomponenten, die in Leingarten und Talheim gefertigt werden, lag der Umsatz bei 45,7 Mio. € (Vorjahr 40,8 Mio. €). Der Anteil des Auslandsumsatzes liegt bei 35,8 % (Vorjahr 39,2 %). Die Materialaufwandsquote (im Verhältnis zum Umsatz) erhöhte sich auf 56,7 % (Vorjahr 53,9 %). Hier wirkten sich der Produktmix, die Materialpreiserhöhungen und die gestiegenen Handelswaren aus. Die Personalkosten erhöhten sich um 1,9 Mio. € auf 24,7 Mio. €. Dies begründet sich mit dem Umsatzanstieg. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 11,8 Mio. € um 0,5 Mio. € über dem Wert des Vorjahrs. Das Finanzergebnis ist mit -2,1 Mio. € um 0,8 Mio. € gegenüber dem Vorjahr verschlechtert. Grund sind die gestiegenen Zinsen. Das Ergebnis vor Steuern für das Geschäftsjahr 2023 liegt bei 3,3 Mio. € (Vorjahr 2,4 Mio. €) und beinhaltet die Berechnung an die Knipping Automotive S.A de C.V. in Höhe von 0,9 Mio. € (Vorjahr 1,5 Mio. €) aus dem Cost-Plus-Vertrag. 2.3.2 Finanzlage GESSMANN strebt eine dauerhafte solide, ausgewogene Finanzierungsstruktur an. Ziel ist es, kurzfristig eine Eigenkapitalquote von mindestens 35 % zu erreichen, um eine hohe Akzeptanz sowohl bei Banken, Kunden als auch Lieferanten nachhaltig zu sichern. Mit der Hereinnahme eines Minderheitsgesellschafters (7,5 % der Anteile von GESSMANN) wurde eine stabile langfristige Kapitalsituation sowohl für das Unternehmen als auch für Mitarbeiter und die Finanzierungspartner geschaffen. Das Finanzmanagement des Konzerns wird zentral von der Arnold Knipping Holding GmbH betrieben. Die wichtigsten Ziele des Finanzmanagements sind die Sicherung der Liquidität der Unternehmensgruppe, die Optimierung der Finanzaufwendungen und -erträge sowie die Steuerung und Minimierung der Währungs- und Zinsrisiken. Generell setzt Knipping auf eine langfristige, vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kreditinstituten. Die kurz- und mittelfristige Finanzierung der Knipping-Gruppe erfolgt auf Basis einer Konsortialdarlehensfinanzierung. Der aktuelle Konsortialdarlehensvertrag wurde bis Ende 2025 prolongiert. Damit ist die Gruppe bezogen auf die aktuellen Planungen bis Ende 2025 durchfinanziert. Die Jahre 2021 und 2022 waren geprägt von exogenen Faktoren, die zu einer sehr großen Volatilität der wirtschaftlichen Kerngrößen geführt haben und einen erheblichen und stark schwankenden Finanzierungsbedarf zur Folge hatten. Die Arnold Knipping Holding GmbH hat im Oktober 2021 die Ebner Stolz Management Consultants GmbH (ESMC) mit der Plausibilisierung des Forecast 2021 sowie der Mehrjahresplanung 2022-2024 und im November 2021 mit der Erstellung eines umfassenden betriebswirtschaftlichen Gutachtens für die Arnold Knipping Holding und ihre Tochterunternehmen beauftragt. Das Gutachten beinhaltete für die Knipping-Gruppe eine positive Fortbestehensprognose und unterlegt durch vorhandene Aufträge ein überdurchschnittliches Wachstum in Jahren bis einschließlich 2024. Die wesentlichen Eckpunkte des in diesem Zusammenhang vorgelegten Finanzierungskonzepts sind bereits umgesetzt. Der Nachtrag zum Gutachten von ESMC aus Juli 2024, basierend auf der Unternehmensplanung bis Ende 2026, bescheinigt der Knipping Gruppe unverändert eine positive Fortbestehensprognose. Die zukünftige Zahlungsfähigkeit ist auf Basis des erneut prolongierten Konsortialkredits und des vorgelegten Finanzierungskonzepts (u.a. Factoring) bis Ende 2025 sichergestellt. Der neue Konsortialdarlehensvertrag hat eine Laufzeit bis Ende 2025. Am Bilanzstichtag bestanden Kreditverbindlichkeiten in Höhe von 20,3 Mio. € (Vorjahr: 21,5 Mio. €). Auch das außerbilanzielle Instrument Leasing, welches wir zur Verbesserung der Liquidität einsetzen, wird zentral gesteuert. Angaben zum Leasing sind im Anhang unter sonstige finanzielle Verpflichtungen ausgewiesen. GESSMANN flossen 2023 aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8,4 Mio. € zu gegenüber 2,7 Mio. € im Vorjahr. Im Berichtsjahr investierte GESSMANN 3,4 Mio. € nach 2,2 Mio. € im Vorjahr. Schwerpunkt der Investitionsmaßnahmen waren Erweiterungen im Bereich unseres Maschinenparks, Rationalisierungen im Bereich der Produktion, die Herstellung von eigenen Formen und Werkzeugen für neue Produkte und IT-Hardware. Die Abschreibungen lagen mit 3,6 Mio. € leicht über Vorjahresniveau. Der Investitionsplan (Rahmenplan) für das Jahr 2024 weist für GESSMANN eine Gesamtsumme von 5,8 Mio. € aus. Der Schwerpunkt liegt im Bereich neuer Maschinen, in Investitionen für die Entwicklung und Fertigung neuer Produkte sowie in der Herstellung von Werkzeugen und Formen für neue Produkte. 2.3.3 Vermögenslage GESSMANN wies am 31. Dezember 2023 eine Bilanzsumme von 75,0 Mio. € gegenüber 71,9 Mio. € zum Jahresultimo 2022 aus. Die Bilanzverlängerung war auf der Aktivseite vor allem eine Folge der Ausweitung der Finanzanlagen um 4,0 Mio. € und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (+ 4,3 Mio. €). Reduziert haben sich insbesondere die Vorräte um ca. 3,1 Mio. €. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital um 2,3 Mio. € auf 24,5 Mio. € erhöht. Dies resultiert bei aus dem Jahresüberschuss. Die nach handelsrechtlichen Grundsätzen ermittelte Eigenkapitalquote liegt am 31.12.2023 bei 32,6 % (Vorjahr 30,9 %). Die sonstigen Rückstellungen liegen mit 1,3 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind um 1,2 Mio. € auf 20,3 Mio. € gefallen. Darüber hinaus stehen GESSMANN Nachrangdarlehen von 2,6 Mio. € sowie Gesellschafterdarlehen von 18,8 Mio. € zur Verfügung. Somit ergibt sich ein wirtschaftliches Eigenkapital von 61,1 % (Vorjahr 58,9 %) der Bilanzsumme. 2.4 Gesamtaussage GESSMANN sieht sich als ein Technologieunternehmen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, kostenbewusst zu handeln und den Kunden Wettbewerbsvorteile zu bieten. Dies geschieht durch innovative Produkte und neue Werkstoffe. Verschiedene zum Teil umfangreiche Einzelprojekte mit dem Ziel, Prozesse zu optimieren und wertanalytische Vorteile bei Produkten zu erzielen, sind gestartet und werden sich schrittweise positiv auswirken. Überzeugende Produkte punkten gegenüber Wettbewerbern und sorgen für neue Aufträge. Wesentliche technische Entwicklungsvorhaben betrafen im Geschäftsjahr 2023 Baugruppen, Module und Komponenten im Bordnetz von Automobilen sowie der Befeuchter für die Brennstoffzelle. Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen, die zu einem Großteil projektbezogen sind, lagen auf Vorjahresniveau. Bei der Mitarbeiterentwicklung lag der Schwerpunkt im Bereich Vertrieb, Entwicklung und Projektmanagement. Die Ausbildungsquote liegt weiterhin auf einem hohen Niveau und ist Garant für die zukünftige Weiterentwicklung. Know-How, Erfahrungen und Leistungsfähigkeit jedes einzelnen Mitarbeiters bestimmen den Unternehmenserfolg wesentlich mit und sind das wichtigste Kapital von GESSMANN. Erreicht wird unser künftiges Wachstum im Wesentlichen auf Kosten des Wettbewerbs durch konsequente Nutzung der strategischen Stärken. Das mittelfristige Wachstum ist durch konkrete Projekte für neue Produkte belegt, die aus Sicht des Planungszeitpunktes bereits akquiriert waren oder mit hoher Wahrscheinlichkeit in den nächsten Geschäftsjahren des Planungszeitraumes akquiriert werden. Dieses Ergebnis konnte realisiert werden, weil wir umfangreiche Maßnahmen eingeleitet haben, um die Fertigung in den Produktionsstandorten durch weitere Automatisierung wettbewerbsfähig zu gestalten. Die regelmäßige Verfolgung der Kostensenkungsprojekte sowie das ständige Suchen nach Optimierungsmaßnahmen zur schrittweisen Reduzierung von Verschwendungen sowohl in den Produktions- und produktionsnahen Bereichen als auch in dem administrativen Umfeld werden zu weiteren Einsparungen führen. Mittelfristig rechnen wir mit einer deutlichen Verbesserung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gruppe. 3. Chancen- und Risikobericht Die Knipping Gruppe ist überwiegend abhängig von der Entwicklung in der Automobilindustrie und der Nachfrage ihrer wesentlichen Kunden. Absatzeinbrüche bei den Kunden bedeuten Risiken, welche Knipping mit Kosten- und Personalanpassungen begegnen würde. Für die gesamte Automobilzulieferbranche ist ein seit langem steigender Preisdruck festzustellen. Gleichzeitig nehmen die Entwicklungsansprüche und die von den Zulieferern geforderten Vorleistungen kontinuierlich weiter zu. Der Konzern ist durch seine internationalen Aktivitäten Risiken ausgesetzt, die eine systematische Überwachung und Steuerung erfordern. Unsere Politik ist auf unsere Zielsetzung nach nachhaltigem und profitablem Wachstum und Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtet, wobei wir vor allem unangemessene Risiken vermeiden. Hierzu bedienen wir uns Risikomanagement- und Kontrollsystemen. Besonderes Gewicht hat dabei das interne Berichtswesen. Unser Geschäftsumfeld wird durch die inländischen wie auch die weltweiten konjunkturellen Bedingungen beeinflusst. Zahlreiche Faktoren wie globale politische Konflikte, Finanzkrise, Bankenkrise, Schuldenkrise und geopolitische Verspannungen stellen mögliche Risiken dar. Auch wenn viele Auslandsmärkte unverändert mittelfristig Chancen bieten, erschwert die Schwankungsanfälligkeit der Volkswirtschaften die Strategien zu deren Erschließung. Auch kann sich die finanzielle Lage der Kunden von GESSMANN in der Automobilbranche nachteilig auf das Ergebnis auswirken. Ferner steht die Nachfrage nach den Produkten der Gesellschaften im Zusammenhang mit der Nachfrage der Verbraucher nach Kraftfahrzeugen, die durch die anhaltende konjunkturelle Unsicherheit beeinträchtigt werden kann. Bedingt durch die schwache Nachfrage und Überkapazitäten sind Wettbewerb und Preisdruck in der Automobilzulieferindustrie weiterhin zunehmend. GESSMANN ist ebenso wie der gesamte Markt den Steigerungen bei Energie- und Rohstoffpreisen ausgesetzt. Diese Preissteigerungen können erhebliche negative Auswirkungen auf die Ertragslage haben, sofern es nicht gelingt, die dadurch gestiegenen Kosten an die Kunden weiterzugeben oder anderweitig beispielsweise durch Rationalisierung, Material- und/oder Lieferantenwechsel zu kompensieren. Entsprechende Gespräche werden bereits intensiv geführt. Als produzierendes Unternehmen haben wir einen erheblichen Energiebedarf. Diese unvermeidbaren Zusatzkosten wirken sich ergebnisbelastend aus. Eine weitere Chance unseres kundenspezifischen Geschäfts besteht in der engen Kundenbindung, indem GESSMANN aus ihrem breiten Leistungsspektrum Automatisierungslösungen individuell auf die jeweiligen Anforderungen abstimmen. Auf diese Weise bauen wir spezielles Know-how auf, das uns klar vom Wettbewerber unterscheidet. Die Finanzierung der Knipping Gruppe erfolgt auf Basis eines Konsortialdarlehensvertrages, welcher eine Laufzeit bis Ende 2025 hat. In diesem hat sich die Gruppe u.a. verpflichtet, definierte Finanzkennzahlen einzuhalten. Die Kennzahlen werden mittels der eingereichten konsolidierten Jahres- bzw. Halbjahreszahlen berechnet. Die Nichteinhaltung einer der beiden Finanzkennzahlen stellt einen Kündigungsgrund für den Konsortialdarlehensvertrag dar. Die Knipping Gruppe hat die Finanzkennzahlen zum 31.12.2023 eingehalten. Der Krieg in der Ukraine behindert derzeit massiv fast die gesamte Automobilproduktion in Europa. 4. Prognosebericht Die Weltkonjunktur hielt sich angesichts des Inflationsschocks und der massiven Straffung der Geldpolitik im Jahr 2023 besser als erwartet, auch wenn die wirtschaftliche Expansion moderat war. Eine konjunkturelle Belebung zeichnet sich aber derzeit noch nicht ab. In den fortgeschrittenen Volkswirtschaften bremsen eine hohe Unsicherheit über die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, und finanzpolitische Impulse fallen weg. In China bleibt die wirtschaftliche Dynamik angesichts struktureller Probleme verhalten. Insgesamt rechnet das Kieler Institut für Weltwirtschaft für das kommende Jahr mit einem Anstieg der Weltproduktion - gemessen auf Basis von Kaufkraftparitäten - um 2,8 Prozent, nach 3,1 Prozent im Jahr 2023. Für das Jahr 2025 wird ein Anziehen der Weltkonjunktur auf eine Zuwachsrate von 3,2 Prozent erwartet. 2024 auf keine konjunkturelle Trendwende hin: Verschlechterung der Auftragslage in allen Wirtschaftsbereichen, geringer Auftragsbestand, hoher Krankenstand, andauernde Streiks. Zu einer spürbaren gesamtwirtschaftlichen Erholung dürfte es nach Ansicht des ifo Instituts erst in der zweiten Jahreshälfte kommen. Insgesamt wird das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt in diesem Jahr nur um 0,2 % im Vergleich zum Vorjahr zunehmen. Im kommenden Jahr soll die Wirtschaftsleistung dann um 1,5 % zulegen. Die deutschen Autobauer blicken laut einer ifo-Umfrage pessimistisch auf das Jahr 2024. Der Grund sind schwierige wirtschaftliche Rahmenbedingungen und ein befürchteter Einbruch bei den E-Auto-Verkäufen. Die wegfallende E-Auto-Prämie und die Konkurrenz aus China bereiten den Autobauern Sorgen. Der Verband der Automobilindustrie (VDA) rechnet für den deutschen Automarkt im laufenden Jahr mit einem Minus beim Absatz von einem Prozent auf 2,8 Millionen Fahrzeuge - das ist ungefähr ein Viertel weniger als im Vorkrisenjahr 2019. Der Elektroauto-Absatz dürfte dabei deutlicher schrumpfen, bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen sagt der Verband ein Minus von 14 Prozent voraus. Besser seien die Aussichten auf dem europäischen Markt insgesamt, wo der VDA ein Plus von vier Prozent erwartet. Für die USA ist mit zwei Prozent mehr Fahrzeugen zu rechnen. Der weltweit wichtigste Einzelmarkt China dürfte um ein Prozent zulegen. Weltweit werde der Automarkt um zwei Prozent wachsen und damit sein Vorkrisenniveau von 2019 fast wieder erreichen. Hildegard Müller, die Vorsitzende des Verbandes der Automobil-Industrie (VDA), glaubt weiterhin an die internationale Konkurrenzfähigkeit der deutschen Automobilindustrie. "Wir haben über 130 Elektromobilitätsmodelle auf dem Markt weltweit." Und es sollen bald noch mehr werden. Während die deutschen Autobauer Volkswagen, Mercedes und BMW in 2023 Umsatzsteigerungen verkünden, die Auto-Exporte und -Neuzulassungen wieder steigen, klagen Zulieferer über Produktionsrückgange und streichen massenhaft Stellen im Automotive-Sektor. Der Zulieferermarkt wird ein Wachstumsgeschäft bleiben, "jedoch mit anderen Komponenten, bei anderen Kunden und für andere Zulieferer als heute", heißt es in der Global Automotive Supplier Study. Die deutschen Autobauer und Zulieferer erwartet ein Jahr ohne großes Absatzwachstum. In Europa und Nordamerika werden laut der Unternehmensberatung Roland Berger 2024 kaum mehr Autos abgesetzt als 2023. Immerhin in China, dem größten Pkw-Einzelmarkt der Welt, dürften die Verkäufe weiter steigen. Roland Berger rechnet für das laufende Jahr weltweit zwar mit einem Absatz von rund 88 Millionen Fahrzeugen. Das wären etwa 2,5 Millionen mehr als noch 2023, aber im Vergleich zum Höchststand aus dem Jahr 2017 rund sieben Millionen Pkw weniger. Entscheidend wird sein, ob die deutschen OEMs mit ihren Elektroautos im Preiskampf mit Tesla und den chinesischen Konkurrenten bestehen können. Davon wird auch abhängen, ob es den OEMs im neuen Jahr besser als 2023 gelingt, die Werke in Deutschland und China auszulasten. Die mittelständischen Automobilzulieferer stehen vor einer ganzen Reihe neuer Herausforderungen. Der Wirtschaftsabschwung, fehlende Wettbewerbsfähigkeit des deutschen Standorts sowie ein weltweiter Konsumrückgang führen zu sinkenden Produktionszahlen, angespannten Lieferketten und schwankenden Kosten für Energie, Arbeitskräfte sowie Rohstoffe. Parallel erfordert die grüne und die digitale Transformation hohe Investitionen in Forschung und Entwicklung, in Informationstechnologie, künstliche Intelligenz, Maschinen sowie in CO 2 neutrale Energiequellen und Energieeffizienz. Die Knipping Gruppe wird sich ungeachtet des historisch hohen Auftragseinganges in 2023 der allgemeinen Branchenentwicklung nicht entziehen können. So sind die Märkte insgesamt durch hohe Unsicherheiten geprägt. Das Marktumfeld bleibt außerdem sehr herausfordernd. Knipping ist hier mit seinen Standorten in Mexico und Ungarn gut aufgestellt. Zugleich investieren wir auch weiterhin deutlich in Forschung und Entwicklung und rechnen mit ansonsten hohen Material-, Energie- und Personalkosten. Für 2024 erwarten wir bei einem rückläufigen Umsatz und überproportional steigender Kosten ein positives EBIT, deutlich unter dem Niveau des Jahres 2023. Die Prognose berücksichtigt allerdings keine langfristigen Auswirkungen des Ukraine Krieges und der Energiekosten, da diese zurzeit nicht abschätzbar sind. Die Erwartungen für das Geschäftsjahr 2024 können sich daher auch kurzfristig deutlich ändern.
Leingarten, den 25.07.2024 gez. Michael Hagemann gez. Jürgen Neuser gez. Thomas Greiner Adam Die Geschäftsführung BILANZ ZUM 31. DEZEMBER 2023KNIPPING KUNSTSTOFFTECHNIK GESSMANN GMBH, LEINGARTENAKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023KNIPPING KUNSTSTOFFTECHNIK GESSMANN GMBH, LEINGARTENI. Allgemeine Angaben Die KNIPPING KUNSTSTOFFTECHNIK Gessmann GmbH hat ihren Sitz in Leingarten. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichtes Stuttgart unter HRB 753957 eingetragen. Der vorliegende Abschluss wurde gem. §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für eine große Kapitalgesellschaft. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt. Eine umsatzsteuerliche Organschaft besteht mit der Knipping International GmbH. II. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich der bisher verrechneten Abschreibungen angesetzt. Die Abschreibungen erfolgen grundsätzlich linear. Die Nutzungsdauern betragen bei immateriellen Vermögensgegenständen 3 Jahre, bei Gebäuden zwischen 25 und 33 Jahren, bei Außenanlagen 10-15 Jahre, bei technischen Anlagen und Maschinen aufgrund der Mehrschichtnutzung zwischen 3 und 7 Jahren sowie bei anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 bis 20 Jahre. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Sinne von § 6 Abs. 2 EStG werden im Zugangsjahr voll abgeschrieben. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. niedrigen Zeitwerten bilanziert. Die Bewertung der Vorräte erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips. In die Herstellungskosten der fertigen und unfertigen Erzeugnisse werden neben den direkt zurechenbaren Kosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibung einbezogen. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Dem allgemeinen Kreditrisiko wird durch eine Pauschalwertberichtigung ausreichend Rechnung getragen. Auf fremde Währung lautenden Forderungen werden am Abschlussstichtag gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Liquide Mittel werden mit den Nennwerten angesetzt. Fremdwährungskonten werden mit dem Kurs zum 31.12.2023 umgerechnet angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Sie sind in der Höhe der voraussichtlichen Inanspruchnahme ausgewiesen. Gewährleistungsrisiken werden auf Basis von in der Vergangenheit angefallenen Gewährleistungsfällen geschätzt. Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag passiviert. III. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung a. Anlagevermögen Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens zeigt der beiliegende Anlagenspiegel. Aus ihm sind auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres ersichtlich. b. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben jeweils Restlaufzeiten von unter einem Jahr. Von den Forderungen gegen verbundene Unternehmen besteht in Höhe von T€ 17.806 (Vj. T€ 13.506) eine Mitzugehörigkeit zu den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Unter den sonstigen Vermögensgegenständen ist ein Vorsteuerguthaben in Höhe von T€ 430 enthalten. c. Rechnungsabgrenzungsposten Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält Bonuszahlungen in Höhe von T€ 1.633 (Vj. T€ 1.371), Wartungskosten/Lizenzkosten in Höhe von T€ 294 (Vj. T€ 181) und durch den bis 2024 verlängerten Konsortialvertrag entstandene Gebühren in Höhe von T€ 60 (Vj. T€ 120). d. Rückstellungen Die sonstigen Rückstellungen betreffen:
e. Verbindlichkeiten
Die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von T€ 638 durch Grundschulden und durch Sicherungsübereignungen von technischen Anlagen und Maschinen sowie in Höhe von T€ 19.700 durch Sicherungsübereignung des Vorratsvermögens und Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gesichert. Sowohl bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen als auch bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern besteht, wie im Vorjahr, in voller Höhe Mitzugehörigkeit zu den sonstigen Verbindlichkeiten. f. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse resultieren im Wesentlichen aus Lieferungen von produzierten Kunststoffelementen für die Automobil- und Elektroindustrie sowie den hierfür notwendigen Werkzeugen.
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind T€ 581 (Vj. T€ 754) Kursgewinne, in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen T€ 760 (Vj. T€ 259) Kursverluste enthalten. Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten T€ 81 periodenfremde Erträge (Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigung). g. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Mit Datum vom 11.06.2018 haben die Arnold Knipping Holding GmbH, die Knipping Kunststofftechnik King Plastic GmbH und die Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH als Darlehensnehmer einen Konsortialdarlehensvertrag über einen Gesamtrahmen von € 47,5 Mio. abgeschlossen. Im Januar 2022 wurde der Gesamtrahmen um € 10,0 Mio. erhöht. Die Inanspruchnahme beträgt zum Stichtag bei Gessmann € 19,7 Mio. und in der Gruppe insgesamt € 47,2 Mio. Hierbei haften die Darlehensnehmer für alle Verbindlichkeiten der jeweils anderen Darlehensnehmer aus dem Darlehensvertrag den Darlehensgebern als Gesamtschuldner. Als Sicherheit gelten die Übereignung des Vorratsvermögens der Gesellschaft und die Globalzession der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Drittschuldnern. Die Knipping Kunststofftechnik King Plastic GmbH, die Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH und die Arnold Knipping Holding GmbH bürgen für Leasingverträge der Knipping Automotive Kft. Ungarn. Die Verpflichtungen betragen zum Bilanzstichtag rd. T€ 1.792. Es bestehen Leasingverträge über bewegliches Anlagevermögen. Im Wesentlichen betroffen sind technische Anlagen und Maschinen. Im Übrigen handelt es sich um Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die zum Bilanzstichtag bestehenden Leasingverpflichtungen haben ein Restobligo von insgesamt T€ 5.545. Ausschlaggebend für den Abschluss dieser Geschäfte sind die Liquiditätsschonung und die Vermeidung von Restwert- und Verwertungsrisiken. Darüber hinaus bestehen Verpflichtungen aus Werkzeugbestellungen von T€ 3.809. IV. Sonstige Angaben a. Geschäftsführung Geschäftsführer waren im Geschäftsjahr 2023: Herr Michael Hagemann, kaufmännischer Geschäftsführer, Neukirchen Herr Jürgen Neuser, Geschäftsführer Vertrieb und Entwicklung, Lauffen Herrn Thomas Greiner-Adam, technischer Geschäftsführer, Memmingen b. Mitarbeiter Im Jahresdurchschnitt waren 140 Angestellte, 251 gewerbliche Arbeitnehmer und 26 Auszubildende beschäftigt. c. Beirat Gemäß § 9 des Gesellschaftsvertrages hat die Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH einen Beirat, der solange nicht eingerichtet wird, wie es bei der Arnold Knipping Holding GmbH einen Beirat gibt, der die Aufgaben des Beirats bei der Gessmann GmbH wahrnimmt. Im Geschäftsjahr 2023 hatte die Arnold Knipping Holding einen Beirat, dem folgende Personen angehörten: Herr Dr. Harald Berninghaus, Unternehmer, Hamburg, (Vorsitzender) Herr Christopher Schäfer, Unternehmer, Hattingen Herr Dr. Gyula Meleghy, Unternehmer, Bergisch Gladbach d. Beteiligungsbesitz Die Gessmann GmbH hält Anteile an folgenden Gesellschaften (Angaben zum 31.12.2023):
e. Konzernverhältnisse Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für den größten Kreis von verbundenen Unternehmen werden von der Arnold Knipping Holding GmbH, Gummersbach, aufgestellt. Dieser wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers elektronisch offengelegt. Die Gesellschaft ist gemäß § 291 HGB von der Verpflichtung, einen Konzernabschluss und einen Konzernlagebericht aufzustellen, befreit. f. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, das Jahresergebnis auf neue Rechnung vorzugetragen.
Leingarten, 25.07.2024 gez. Michael Hagemann gez. Jürgen Neuser gez. Thomas Greiner-Adam Die Geschäftsführung
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Knipping Kunststofftechnik Gessmann GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wuppertal, den 8. August 2024 Breidenbach
und Partner PartG mbB
Dr. Niemeyer, Wirtschaftsprüfer Eisenberg, Wirtschaftsprüfer Der Jahresabschluss wurde am 05.09.2024 festgestellt. |
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