Stammdaten

Register
Amtsgericht Nürnberg HRB 41801
Vorher
SCUR-Alpha 1547-BIS GmbHGem BidCo GmbH
Eingetragen
21.10.2022
Branche
Managementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenBeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
der Erwerb, das Halten und das Verwalten von Beteiligungen an Unternehmen, der Erwerb, das Halten und Verwalten von sonstigen Vermögensgegenständen, die Übernahme der persönlichen Haftung, der Geschäftsführung und die Vertretung von Gesellschaften sowie das Erbringen von Dienstleistungen aller Art insbesondere für verbundene Unternehmen. Ausgenommen sind Bankgeschäfte oder erlaubnispflichtige Finanzdienstleistungen nach dem Gesetz über das Kreditwesen und dem Kapitalanlagegesetzbuch.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Martina Ritzer-Volland
seit 25.11.2025
Prokura
Geschäftsführer
Michael Thallinger
seit 28.5.2025
Prokura
Niklas Schmogro
seit 21.2.2025
Prokura
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Gerd Weidner
seit 24.5.2023
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

16.10% identifiziert83.90% ungelöst

Identifizierte Personen (1)

NameAnteil
16.10%

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
KP I Adelboden SARLLUX
80.57%
2.74%
Van den Broek Advisory B.V.NLD
0.59%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
GemHoldCo GmbH
Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

GMC-Instruments GmbH (vormals: Gem BidCo GmbH)

Nürnberg (vormals: München)

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2023 bis zum 31.12.2023

Konzernlagebericht

1. Grundlagen des Konzerns

1.1. Geschäftsmodell und Konzernstruktur

Die GMC-Instruments Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt unter zahlreichen Marken wie Gossen Metrawatt, Seaward, Camille Bauer, Dranetz, Electrotek Concepts, Daytronic und Kurth Electronic weltweit Geräte, Systeme und Software der elektrischen Mess- und Prüftechnik. Daneben werden auch ergänzend OEM-Produkte sowie Handelsprodukte vermarktet.

Die Geschäftsfelder der GMC-Instruments Gruppe sind in die Tätigkeitsgebiete „Elektrische Sicherheitstechnik“, „Qualität elektrischer Energie“, „Effizienter Einsatz elektrischer Energie“ und „Technisch sichere Kommunikation“ gegliedert.

Bei allen Geschäftsfeldern handelt es sich um B2B - Geschäfte, also um Geschäfte zwischen Unternehmen.

Zu den Produkten der GMC-Instruments Gruppe gehören u.a. tragbare elektrische Prüfgeräte und -systeme für Stromnetze und Geräte, Multimeter und Kalibratoren sowie Geräte, zur Analyse und Dokumentation der Qualität elektrischer Netze im Hinblick auf Störungen. Ergänzt wird diese Produktpalette durch Tester für den Photovoltaikbereich, Batterietester und portable Prüf- und Testgeräte für die kabelgebundene Daten- und Telekommunikation (xDSL-Tester, Ethernet-Tester).

Die GMC-Instruments Gruppe bietet auch Servicedienstleistungen wie Kalibrierung, Reparatur, Schulung und Projektierung sowie verschiedene Anwendungssoftware an, die zusammen mit den jeweiligen Hardwareprodukten als System die Analyse, Auswertung und Darstellung von Messwerten durchführt.

Zielmärkte der Produkte sind die Energieerzeugung im fossilen und regenerativen Bereich, die Energieverteilung, sowie vor allem Abnehmer und Nutzer elektrischer Energie im Niederspannungsbereich wie Industrieunternehmen, Handwerksunternehmen, Elektrogroßhändler, Serviceunternehmen, Unternehmen der Medizintechnik, Krankenhäuser, ebenso wie auch Telekommunikationsunternehmen sowie Bahnen und Behörden.

Die GMC-Instruments GmbH als oberste Holding der GMC-Instruments Gruppe ist die operative Führungsebene der Gruppe. Sie stellt mit externen Partnern die Finanzierung der Gesamtgruppe sicher, führt die operativen Tochtergesellschaften und erbringt auch Management-Dienstleistungen für diese.

In Deutschland sind die Gossen Metrawatt GmbH, die GMC-I Service GmbH und die Produktionsgesellschaft MTP Messtechnik Produktions GmbH sowie die GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH auf ihren Märkten aktiv.

In UK ist die GMC-Instruments Gruppe über die Zwischenholding GMC-Instruments UK Ltd. mit den Unternehmen Seaward Electronic Ltd. (UK) sowie Clare Instruments (U.S.) Inc. (USA) sowie der GMC-I PROSys Ltd. vertreten. In der Schweiz ist die Camille Bauer Metrawatt AG sowie in den USA sind die Global Power Technology Inc. sowie die Dranetz Technologies Inc. und die Electrotek Concepts Inc. über die deutsche Zwischenholding GMC-I New World Beteiligungs GmbH vertreten.

In anderen Ländern wie Italien, Spanien, Frankreich, Tschechien, Österreich, Niederlande und China arbeiten operative Vertriebsgesellschaften.

Eine Minderheitsbeteiligung von 24,9% wird zusammen mit einem zweiten Industriepartner an der AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH gehalten, die spezielle ASIC-Lösungen für die Gruppe entwickelt.

Alleingesellschafterin der GMC-Instruments GmbH war am Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 zu 100% die Gem HoldCo GmbH, Nürnberg. Sie hat ihren Sitz im Südwestpark 15, 90449 Nürnberg.

1.2. Gesellschaftsrechtliche Entwicklungen

In 2023 fanden folgende gesellschaftsrechtliche Veränderungen statt.

Auf Basis des Kaufvertrages vom 20. Dezember 2022 hat die Gem BidCo GmbH, München, alle Anteile an der GMC-Instruments GmbH (alt) erworben. Das Closing hierzu ist am 29. März 2023 erfolgt. In einer Gesellschafterversammlung wurde eine Änderung der Satzung und die Sitzverlegung nach Nürnberg beschlossen.

In einer weiteren Gesellschafterversammlung am 03. August 2023 wurde beschlossen, die GMC-Instruments GmbH auf die Gem BidCo GmbH zu verschmelzen und, als zusätzliche Änderung, die Metrawatt International GmbH ebenfalls auf die Gem BidCo GmbH zu verschmelzen. Diese Verschmelzungen erfolgten für alle beteiligten Gesellschaften rückwirkend zum 1. Januar 2023. Darüber hinaus wurde die Satzung dahingehend geändert, dass die Gem BidCo GmbH neu in die GMC-Instruments GmbH umfirmiert wird.

Die Kurth Electronic GmbH, Eningen unter Achalm, wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 3. Juli 2023 und entsprechendem Gesellschafterbeschluss vom selben Tag rückwirkend zum 1. Januar 2023 mit der Gossen Metrawatt GmbH verschmolzen.

1.3. Steuerungssysteme

Die vorhandenen Instrumente zur Früherkennung, Steuerung und Überwachung von Risiken werden unternehmensübergreifend einheitlich verwendet. In Verbindung mit Organisations- und Führungsstrukturen sowie Informations-, Berichts- und Kontrollsystemen besteht ein strukturiertes Vorgehen, um Risiken frühzeitig erkennen, mildern bzw. verhindern zu können.

Mittel hierzu ist insbesondere die jährliche detaillierte Vierjahresplanung mit Prämissen durch die operative Holding und Durchsprachen mit den Tochtergesellschaften sowie dem übergeordneten Beirat. Die aktuelle Bewertung der Eintrittswahrscheinlichkeiten von Risiken und die Ermittlung möglicher Folgen und Schäden findet regelmäßig operativ im Rahmen monatlicher Berichterstattungen statt. In den jeweiligen Reviews werden auch Überlegungen zu Chancen und deren potenzieller Realisierung hinterfragt.

Im Einzelfall bzw. unter besonderen Umständen erfolgt zusätzlich eine unmittelbar angeordnete Ad-hoc Berichterstattung durch die jeweilige Geschäftsführung mit teilweiser Berichtspflicht auch an die nächsthöhere Ebene bis hin zum Gesellschafter.

Die Genehmigungspflichten im Rahmen eines Katalogs zustimmungsbedürftiger Geschäfte bzw. von reserved matters für die Geschäftsführungen werden regelmäßig aktualisiert.

1.4. Forschung und Entwicklung

Die GMC-Instruments Gruppe setzt Standards sowie technologische und qualitative Maßstäbe in ihren Märkten. Sie hat deshalb das Ziel, zumindest in Teilbereichen, Innovations- und Marktführer zu sein. Basierend auf diesem Ziel haben Entwicklungsvorhaben für die Gruppe eine hohe Bedeutung.

Im Jahr 2023 wurden zahlreiche Produktentwicklungen von den Produkthäusern durchgeführt und vermarktet. Dies betrifft Hardware- als auch Softwarelösungen. Neue Hardwareprodukte waren unter anderem Produktvarianten des Profitest MF XTRA und des Secutest IV der Marke Gossen Metrawatt mit kundenorientierten Prüfabläufen sowie ein kundenspezifisches Modell des Multimeter Metrahit IM Tech für einen Nutzfahrzeug e-Mobility Kunden. Unter der Marke Camille Bauer wurden der LINAX PQ5000 Multi-PQ als Multichannel Power Quality und Load Flow Instrument auf den Markt gebracht und die Smart Collect SC2 mit neuen Features für CAD Import und kundenspezifische Reports präsentiert. Für die Marke Seaward kam der PV150+ auf den Markt, der mit einem höheren intrinsischen Schutz ausgestattet ist. GMC-I ProSys hat eine neue Fluxgate DC Current Probe entwickelt und die Vermarktung der neuen App für das MetSys-System gestartet. Im Produktsegment von Gossen Foto wurden die neuen Mavomaster und Mavoprobes entwickelt und in den Markt eingeführt. Die GPT-Gruppe hat PQ-View IV jetzt auch als Software-as-a-service im Angebot, weitere PQDR-Berichte und eMail-Benachrichtigungen zum Funktionsumfang hinzugefügt sowie die neue DranView-Software marktfähig präsentiert.

Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 beliefen sich die gesamten Forschungs- und Entwicklungskosten der GMC-Instruments Gruppe auf EUR 8,3 Mio. Dies entspricht 8,4% der Nettoumsatzerlöse. Das Vorjahr mit Forschungs- und Entwicklungskosten von EUR 10,1 Mio. ergab das gleiche Verhältnis in Relation zu den Nettoumsatzerlösen von 8,4%.

Im Durchschnitt wurden 103 Mitarbeiter (Verträge) im F&E-Bereich beschäftigt.

2. Wirtschaftsbericht

Die Vorjahresangaben im Folgenden beziehen sich auf den durch Verschmelzung übernommenen GMC-I GmbH (alt) Konzernabschluss. Die Vorjahresangaben umfassen ein volles Wirtschaftsjahr, die aktuellen Angaben beziehen sich auf das Rumpfwirtschaftsjahr.

2.1 Allgemeine wirtschaftliche Entwicklung

Das Jahr 2023 war, wie die Vorjahre, durch Krisen geprägt, die großen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung hatten. Neben dem Krieg in der Ukraine, dem Konflikt im Nahen Osten zwischen Israel und den Palästinensern haben die Angriffe auf Handelsschiffe auf der Route zum Suezkanal starke Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland.

Durch diese Belastungen hat sich das Wachstum des BIP der Weltwirtschaft im Jahr 2023 weiter verlangsamt. Nach +3,6% in 2022 wird für 2023 nur noch von +3,1% berichtet. Die USA konnten das Wachstum von +1,9% auf +2,5% in 2023 steigern, während der Euroraum einen Rückgang von +3,5% Wachstum in 2022 auf +0,5% in 2023 zu verzeichnen hat. China berichtet mit +5,2% von einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr 2022, das nur +3,0% Wachstum hatte. Auch in Japan ist die Wirtschaft in 2023 mit +1,9% stärker gewachsen als im Vorjahr (0,9%).

Für Deutschland wird für 2023 sogar ein Rückgang von -0,3% berichtet bei einem Anstieg um +1,8% im Vorjahr.

Für das Jahr 2024 wird ein Anhalten der schwierigen Lage auf den Märkten erwartet, so dass sich wiederum ein Rückgang des Bruttoinlandsproduktes um -0,3% ergeben soll. Bei der Inflationsrate wird erfreulicherweise ein deutlicher Rückgang erwartet, so dass die Verbraucherpreise nach dem Anstieg um +5,9% in 2023 jetzt in 2024 nur um +2,7% steigen sollen. Dies kann sich positiv auf die Stimmung der Abnehmer und somit auf Nachfrage und Konjunktur auswirken.

Die aktuelle Entwicklung in den ersten Monaten von 2024 bestätigen diese Erwartungen.

2.2. Branchenentwicklung

Gemäß Konjunkturbarometer des ZVEI, welches als Maßstab für die GMC-Instruments Gruppe relevant ist, konnte die deutsche Elektro- und Digitalindustrie ihren Umsatz in 2023 gegen Vorjahr deutlich steigern. Von Januar bis Dezember stieg er nach +12,1% in 2022 auf EUR 239,4 Mrd. in 2023, also erneut um +6,6% an. Der Auftragseingang ist im gleichen Zeitraum gegen Vorjahr um 1,9% gefallen. In 2023 sind die inländischen Aufträge um +3,0% gestiegen, während die Auslandsbestellungen um -5,9% abnahmen.

Die GMC-Instruments Gruppe entwickelte sich im vergleichbaren 12-Monatszeitraum auf Euro-Basis betrachtet im Jahr 2023 im Auftragseingang trotz der unterschiedlichen bedienten Geschäftsfelder deutlich besser als der der deutsche Branchendurchschnitt laut ZVEI (ZVEI: -1,9% zu GMC-I: +6,3%) Auch im Umsatz war die GMC-Instruments Gruppe besser als der Branchendurchschnitt des ZVEI (+6,6% zu +10,7%).

Grund für diese Entwicklung im Vergleich zur deutschen Branche ist das vorhandene Produktportfolio, das grundsätzlich auf Sicherheit und nicht auf Optimierung, z.B. von Produktionsabläufen bei Kunden, ausgerichtet ist. Probleme in der Lieferkette haben die Umsetzung des Auftragseingangs in Umsatz immer wieder behindert, so dass Auftragsbestand aufgebaut wurde.

2.3. Geschäftsverlauf mit Auftragseingang und Umsatz

Der Auftragseingang der Gruppe beläuft sich im Rumpfgeschäftsjahr 2023 auf EUR 100,0 Mio. bzw. im 12-Monatszeitraum auf EUR 136,9 Mio. Dies bedeutet einen Anstieg von +6,3% gegenüber dem Vorjahr mit EUR 128,7 Mio. Wir konnten einen Nettoumsatz von EUR 99,2 Mio. erzielen. Dies trug dazu bei, dass das Vorjahr (EUR 120,3 Mio.) im 12-Monatszeitraum mit EUR 133,2 Mio. um +10,7% übertroffen wurde. Aufgrund der wiederum besonderen Umstände und der dafür notwendigen Durchsetzung von Preiserhöhungen wird dies von uns als gutes Ergebnis betrachtet.

Der Umsatz der Vertriebs-Landesgesellschaften mit EUR 15,9 Mio. entwickelte sich im Rumpfgeschäftsjahr positiv, da der Bruttoumsatz des Vorjahres von EUR 17,4 Mio. im 12-Monatszeitraum auf EUR 21,1 Mio. erhöht wurde.

Das Geschäft der einzelnen Gesellschaften fiel unterschiedlich, aber überwiegend positiv aus. In Italien, Tschechien, Österreich, Spanien, Niederlanden und China wurde das Vorjahr teilweise deutlich überschritten. Nur in Frankreich musste ein Rückgang gegenüber dem Vorjahr verzeichnet werden. Den Grund sehen wir in der wirtschaftlichen Situation und der Verzögerung von Projekten.

Die drei deutschen Gesellschaften, die vorwiegend die Marke Gossen Metrawatt bedienen haben sich alle positiv entwickelt. So konnte die Gossen Metrawatt GmbH einen Umsatz von EUR 38,0 Mio. erzielen und damit Anstieg des Umsatzes um +9,6% auf EUR 51,1 Mio. im 12-Monatszeitraum (Vorjahr: EUR 46,6 Mio.) verzeichnen. Die zuliefernde MTP Messtechnik Produktions GmbH (MTP) hat einen Umsatz von EUR 12,9 Mio. sowie EUR 17,7 Mio. im 12-Monatszeitraum und somit +4,6% gegenüber Vorjahr: EUR 16,9 Mio. erreicht. Die im After-sales tätige GMC-I Service GmbH hat EUR 9,0 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr und erstmals einen Umsatz von EUR 12,2 Mio. im 12-Monatszeitraum erreicht und damit 11,0% mehr als im vergleichbaren Vorjahr. (Vorjahr: EUR 11,0 Mio.)

Die GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH (GFL) war im Jahr 2023 beim Umsatz fast konstant (-1,4%) und konnte durch einen Rückgang im Auftragseingang bei einem Großkunden nur EUR 1,6 Mio. 9 Monate bzw. EUR 2,3 Mio. (Vorjahr: EUR 2,4 Mio.) im Nettoumsatz erreichen.

Bei der Camille Bauer Metrawatt AG konnten die Umsätze durch Power Quality Projekte in der Schweiz einen Umsatzanstieg um +3,9% bewirken, jedoch haben andere Vertriebsbereiche zu einem Rückgang im Auftragseingang von -4,5% ergeben.

Die Umsatzentwicklung bei Dranetz Technologies Inc. innerhalb der GPT-Gruppe ist mit -0,5% annähernd konstant, während Electrotek Concepts Inc. mit -28,1% eine negative Umsatzentwicklung auszuweisen hat. Hier haben sich Auftragseingänge immer wieder verzögert und liegen deutlich unter den Erwartungen. Der Auftragseingang bei Dranetz Technologies Inc. (+5,8% ggü. Vorjahr) profitiert von Last-time-buy-orders aus dem Produktportfolio von der Daytronic Corporation, die mit Dranetz Inc. verschmolzen wurde.

Positiv entwickelten sich Auftragseingang und Umsatz innerhalb der Seaward-Gruppe. So erreichte Seaward Electronic Ltd. mit einem Auftragseingang von EUR 29,5 Mio. über den 12-Monatszeitraum (EUR 21,0 Mio. über 9 Monate) einen Anstieg um +12,1% gegenüber Vorjahr (EUR 26,3 Mio.). Der Umsatz stieg um +16,6% auf EUR 28,4 Mio. (EUR 21,6 Mio. über 9 Monate) nach EUR 24,3 Mio. im Vorjahr.

Die amerikanische Tochtergesellschaft der Seaward-Gruppe, Claire Instruments (US) Inc., entwickelte sich im Jahr 2023 ebenfalls gut und der Umsatz stieg um 7,9% auf EUR 3,6 Mio. (EUR 2,5 Mio. 9 Monate, Vorjahr: EUR 3,4 Mio.) Durch die Verschiebung eines Auftrags ins Jahr 2024 ist der Auftragseingang rückläufig, aber der Auftrag ist mittlerweile eingegangen.

GMC-I PROSys Ltd. hatte auch in 2023 eine sehr gute Entwicklung in Auftragseingang und Umsatz. So konnte der Auftragseingang um +33,4% und der Umsatz um +41,6% gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden.

Konsolidiert konnte die GMC-Instruments Gruppe im Jahr 2023 einen Auftragseingang von insgesamt EUR 100,0 Mio. sowie im 12-Monatszeitraum EUR 136,9 Mio. verbuchen. Dies liegt +6,3% über dem Vorjahreswert von EUR 128,7 Mio.

Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) wurden zu 48,1% (Vorjahr: 49,0%) auf inländischen und zu 51,9% (Vorjahr: 51,0%) auf ausländischen Märkten erzielt. Die Nettoumsatzerlöse teilen sich auf in Warenlieferungen mit 83,4% (Vorjahr: 83,6%), Dienstleistungen mit 16,5% (Vorjahr: 16,3%) und sonstige Umsätze mit 0,1% (Vorjahr: 0,1%).

Zusammenfassend kann für den Geschäftsverlauf, gemessen an den finanziellen Leistungsindikatoren Auftragseingang und Umsatz, folgendes gesagt werden. Im Jahr 2023 betrugen die hieraus erzielten Nettoumsatzerlöse in Summe EUR 99,2 Mio. bzw. im 12-Monatszeitraum EUR 133,2 Mio. nach einem Vorjahreswert von EUR 120,3 Mio. (+10,7%). Damit wurden die Erwartungen bzgl. eines Auftragseingangsvolumens von EUR 138,4 Mio. und Umsatzvolumens (Nettoumsatzerlöse) von EUR 135,5 Mio. im 12-Monatszeitraum mit -1,1% bzw. -1,7% nur leicht unterschritten. Die Entwicklungen der relevanten Wechselkurse gegenüber den Budgetplanungen trugen dazu nur geringfügig bei, die Abweichung gegenüber der Budgetplanung um 0,3% zu reduzieren.

Der weit überwiegende Teil der Abweichungen ist auf die Terminierung der Aufträge zurückzuführen. Es konnten nicht alle Terminwünsche der Kunden berücksichtigt werden, so dass die Lieferungen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt sind bzw. erfolgen.

2.4. Ertrags- und Ergebnissituation

Die Ertrags- und Ergebnissituation der GMC-Instruments Gruppe wurde in 2023 maßgeblich vor allem durch die Umsetzung der Transaktion und operativ durch die Entwicklung von Auftragseingang und Umsatz in den jeweiligen Gesellschaften geprägt.

Der Anstieg der Nettoumsätze profitierte von der Durchsetzung von Preiserhöhungen im Jahr 2023. Dies war durch die Erhöhung der Material- und Personalkosten notwendig und begründet.

Das Bruttoergebnis vom Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr von EUR 56,4 Mio. im 12-Monatszeitraum um EUR 2,3 Mio. auf EUR 58,7 Mio. an (Rumpfgeschäftsjahr: EUR 42,4 Mio.).

Das konsolidierte, operative Ergebnis der GMC-Instruments Gruppe vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) beläuft sich für 2023 auf EUR 1,9 Mio. Nach EUR 13,4 Mio. in 2022 ist diese auch auf Basis des 12-Monatswertes von EUR 6,4 Mio. deutlich niedriger.

Bei der Bewertung des EBITDA ist zu berücksichtigen, dass hierin Auswirkungen in Höhe von EUR 5,7 Mio. Transaktionskosten und EUR 2,7 Mio. im Materialaufwand aus Vorratsumbewertungen im Rahmen der PPA enthalten sind.

Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) liegt bei EUR -16,4 Mio., da neben dem oben erläuterten Ergebniseffekt auch die zusätzlichen Abschreibungen aus dem Goodwill und Effekte aus dem Erwerb wirken.

Das Ergebnis vor Steuern (EBT) beläuft sich auf EUR -19,3 Mio. bei einem Vorjahr von EUR 1,3 Mio. und dem 12-Monatswert von EUR -17,9 Mio.

Nach Steuern führte dies zu einem negativen Konzernergebnis von EUR -17,9 Mio. in 2023 (Vorjahr: EUR 0,1 Mio. und dem 12-Monatswert von EUR -17,2 Mio.).

2.5. Fertigung/Logistik

In den produzierenden Einheiten der GMC-Instruments Gruppe normalisierten sich in 2023 die Themen. Die Kundenwunschtermine zur Belieferung stellten zusammen mit einigen Zulieferproblemen bei Lieferanten von Zubehör oder ergänzenden Produkten die Herausforderung für die Fertigung und Logistik dar. Durch die guten Auftragseingänge, das Wachstum und kleinere technische Probleme musste deshalb umdisponiert werden und es waren Samstags- und Mehrschichtarbeit notwendig, um die eigenen kurzfristigen Lieferrückstände wieder aufzuholen.

Zum Stichtag 31. Dezember 2023 belief sich die Höhe der Vorräte auf EUR 23,0 Mio. und damit leicht unter dem Niveau vor einem Jahr, das bei EUR 23,3 Mio. lag. Darin spiegelt sich immer noch wider, dass seit dem Jahr 2023 alles getan wurde, um durch vorausschauende Teilebeschaffung mit größeren Losgrößen die Fertigungs- und Lieferfähigkeit zu erhalten.

2.6. Investitionen

Die Gesamtinvestitionen liegen bei EUR 5,0 Mio. im Rumpfgeschäftsjahr und betrugen im Vorjahr EUR 7,9 Mio.

Hiervon wurden EUR 3,7 Mio. (Vorjahr: EUR 4,3 Mio.) für immaterielle Vermögengegenstände aufgewendet, EUR 1,3 Mio. für Sachanlagen (Vorjahr: EUR 3,6 Mio.).

Bei den Sachanlagen wurde u.a. in technische Ausstattung bei der MTP Messtechnik Produktions GmbH in Höhe von EUR 0,3 Mio. investiert.

2.7. Finanzierung

Durch den Verkauf der Unternehmensgruppe wurde auch die komplette der Finanzierung der GMC-Instruments Gruppe im Jahr 2023 neu strukturiert.

Die Zusammensetzung der Finanzierung ist im Anhang des Jahresabschlusses dargestellt.

Hinsichtlich einer Liquiditätsanalyse wird auf die Kapitalflussrechnung verwiesen. Die Ausstattung mit Liquidität wird als geeignet für die aktuelle Situation beurteilt.

Innerhalb der GMC-Instruments Gruppe waren als Liquidität zum 31. Dezember 2023 Mittel in Höhe von EUR 16,8 Mio. verfügbar. Die Betriebsmittellinie der Tranche C wurde nur in Höhe der Mietavale von EUR 0.3 Mio. in Anspruch genommen.

2.8. Personal

Die GMC-Instruments Gruppe beschäftigte zum Stichtag 31. Dezember 2023 insgesamt 817 Mitarbeiter, hiervon 378 in Deutschland, 241 in UK, 69 in der Schweiz, 54 in den USA, 26 in China sowie 49 in weiteren Staaten.

2.9. Vermögens- und Finanzlage

Das Rumpfgeschäftsjahr und der Geschäftsverlauf im 12-Monatszeitraum entwickelten sich positiv und es wurde ein gutes operatives EBITDA erwirtschaftet, wenn die Effekte aus der Transaktion und Einmaleffekte unberücksichtigt bleiben. Auf dieser Basis ergibt sich im 12-Monatszeitraum ein adjustiertes EBITDA aus dem operativen Geschäft in Höhe von EUR 16,7 Mio., das inhaltlich mit dem Vorjahr (EUR 13,4 Mio.) verglichen werden kann.

Die erste vereinbarte Tilgung der Tranche A1 der neuen Finanzierung in Höhe von EUR 0,2 Mio. ist im September 2023 erfolgt. Die Betriebsmittel-Tranche C wurde einschließlich der Mietavale in Höhe von EUR 0.3 Mio. in Anspruch genommen.

Investitionen konnten sämtlich aus Eigenmitteln durchgeführt werden. Soweit es sich als günstiger erwies, wurden Anschaffungen durch Leasinggeschäfte (operatives Leasing z. B. bei Fahrzeugen und Abteilungsdruckern) finanziert.

Das Vorratsvermögen beläuft sich zum Jahresende 2023 auf EUR 23,0 Mio. und liegt damit knapp unter dem Vorjahresniveau von EUR 23,3 Mio. Grund sind die noch nicht erfolgte Rückkehr zu den Dispositionsmustern vor den Sondereffekten und der Preiseffekt aus den Preissteigerungen der letzten Jahre. Bei den Lieferkettenengpässen gehen wir für 2024 von einem Normalzustand aus, sehen aber es als schwierig an, das Preisniveau flächendeckend wieder abzusenken.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen mit EUR 15,2 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (EUR 12,3 Mio.) wegen der Umsatzerhöhung. Der Umsatzanstieg wurde u.a. später im Jahr realisiert, so dass die entsprechenden Zahlungen noch nicht eingegangen sind

Die Rückstellungen sind in 2023 einschließlich der Steuerrückstellungen und Rückstellungen im Personalbereich über dem Vorjahresniveau von EUR 12,2 Mio. (Vorjahr: EUR 8,2 Mio.), da u.a. im Personalbereich eine Rückstellung für Restrukturierungen in Höhe von EUR 2,7 Mio. gebucht wurde.

Auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind mit EUR 5,8 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres (EUR 7,0 Mio.).

Das Eigenkapital im Konzern liegt zum 31. Dezember 2023 bei EUR 101,4 Mio., was einer Quote von 54,0% entspricht. Dies ist durch die Transaktion bedingt und nicht mit dem Vorjahr: (EUR 34,1 Mio.) 40,5% vergleichbar.

Der Bestand an liquiden Mitteln belief sich zum 31. Dezember 2023 auf insgesamt EUR 16,8 Mio. (Vorjahr EUR 8,8 Mio.).

Die wirtschaftliche Lage der Gruppe bewerten wir im Hinblick auf Vermögen, Ertrag und Finanzierung und das uns umgebende Umfeld für die Zukunft als positiv.

Auf nichtfinanzielle Leistungsindikatoren wird in der Darstellung verzichtet, da sie für das Verständnis des Geschäftsverlaufes, der Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage und der gesamten Lage des Konzerns keine weiteren Erkenntnisse bieten und nicht der internen Steuerung des Konzerns dienen.

3. Chancen-, Prognose- und Risikobericht

3.1. Unternehmensstrategische Chancen

Die Geschäftsführung geht davon aus, dass die von Unternehmen der GMC-Instruments Gruppe bedienten Märkte langfristig ihre Attraktivität behalten bzw. sich die Attraktivität zukünftig sogar noch steigen wird, da es sich um Megatrends handelt. Hierzu zählen „erneuerbare Energien“, „e-Mobility“, „Smart Home“ „Medizintechnik“, aber auch „Industrieinfrastruktur“ zur Energieeinsparung und Sicherung sowie „universelle Mess- und Prüftechnik“.

Grund hierfür ist auch generell der weiterwachsende Bedarf an elektrischer Energie und damit die wachsende Abhängigkeit von einer sicheren Bereitstellung an jedem Punkt, an dem elektrische Energie, in welcher Form auch immer, benötigt wird, um hierdurch das Klima zu schützen und den Carbon- und CO2 -Footprint des Einzelnen nachweislich zu vermindern.

Dieser Trend verstärkt sich noch durch die zunehmende Tendenz zur allgegenwärtigen Digitalisierung.

Diese Einschätzung bezieht sich nicht nur auf Deutschland und Europa, sondern weltweit. Die Gruppe wird auch weiterhin vom Ausbau und der Nutzung elektrischer Energie in allen Lebensbereichen profitieren.

Darüber hinaus bilden zahlreiche, unterschiedliche Vorschriften eine komplexe Materie mit harten Zulassungsvoraussetzungen. Meist niedrige bis mittlere Stückzahlen, eine hohe Variantenvielfalt sowie langjährige Kundenbeziehungen sind des Weiteren hohe Zugangshürden für neue Anbieter.

Trotz langer Lebenszyklen der Produkte ist nachhaltiger Erfolg jedoch nur durch permanente Innovation möglich. Aus diesem Grund wird in allen Konzernunternehmen intensiv daran gearbeitet, sich als Technologieführer zu präsentieren und durch neue Lösungen zusätzlichen Kundennutzen zu schaffen. Hierdurch wird angestrebt, trotz langer Produktlebenszyklen den Absatz zu sichern, weiter auszubauen sowie Billiganbieter auf Abstand zu halten. Diese Aktivitäten werden durch stete Maßnahmen zur Verbesserung der vorhandenen Prozesse und damit Erhalt des hohen Qualitätsniveaus der Produkte begleitet.

3.2. Unternehmerischer Ausblick und Prognose

Für 2024 wird erwartet, dass aus Gründen der Weltklimaentwicklung, der Druck, auf fossile Brennstoffe zu verzichten, hoch bleiben und damit die Elektrifizierung voranschreiten wird.

Auf dieser Basis können wir die vorsichtig optimistische Entwicklung von +3,1% Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für die gesamte Welt und +0,5% für den Euroraum in 2024 nachvollziehen.

Der für Deutschland für 2024 prognostizierte Rückgang des Bruttoinlandsproduktes von -0,3% sowie das geringe Wachstum in UK mit +0,2% machen entsprechende Vorsicht notwendig, auch wenn sich die GMC-Instruments Gruppe in 2023 besser als das Wachstum des Bruttoinlandsproduktes entwickelt hat.

Vom Wachstum in den USA, das mit +2,5% vorausgesehen wird, und dem Wachstum in der Schweiz mit +1,2% haben wir in der Vergangenheit wenig profitiert, so dass wir das auch nicht für 2024 erwarten können.

Für unsere Gruppe bedeutet dies, dass wir unsere Kostenposition nicht nur eng beobachten werden, sondern auch Verbesserungen in den Kosten durch strategische Entscheidungen und strukturelle Veränderungen planen. Dafür wird die Aufstellung und Organisation überdacht und wir werden die Möglichkeiten zur unternehmensübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der Gruppe prüfen und möglichst kostensenkend nutzen.

Die Vorgehensweise bei Sachinvestitionen wird fortgesetzt und bei allen Investitionen die Wirtschaftlichkeit überprüft bzw. ist nachzuweisen. Beim Personal sind aus Volumen und Wachstum sowie aus strategischen Gründen Zuwächse möglich. Bei der Entgeltpolitik spielt die weitere Entwicklung der Inflation eine große Rolle.

Wachstum und Profitabilität sind die übergeordneten Ziele der GMC-Instruments Gruppe, die durch sich kurzfristig ergebende Chancen am Markt konsequent und strategisch-strukturelle Weiterentwicklungen erreicht werden sollen.

Für die wirtschaftlichen Entwicklung gehen wir für die GMC-Instruments Gruppe für das Jahr 2024 davon aus, das Wachstum bei Auftragseingang und Bruttoumsatz fortzusetzen. Der Auftragseingang des Jahres soll jeweils auch direkt als Umsatz monetarisiert werden und die operative Performance gesteigert werden.

Das geplante Umsatzwachstum für 2024 sollte durch die strategisch-strukturellen Weiterentwicklungen mit einer deutlichen Verbesserung der Ergebnislage einhergehen

Neben den oben beschriebenen unternehmerischen Steuerungsgrößen bzw. Leistungsindikatoren ist der finanzielle Covenant „Verschuldungsgrad“ aus der Finanzierung aus dem Jahre 2023 eine ganz wichtige wesentliche Steuerungsgröße. Diese Steuerungsgröße sollte auch im Jahr 2024 beim geplanten Verlauf auf jeden Fall und mit „Abstand“ eingehalten werden.

3.3. Unternehmensstrategische Risiken

Die Wachstums- und Profitabilitätsziele werden von einem Veränderungsprozess in den Strukturen begleitet. Dieser Veränderungsprozess wird konsequent, aber gleichzeitig mit Bedacht durchgeführt. Dies wird von markt- und produktstrategischen Überlegungen begleitet, um die Ziele und mittelfristigen Erwartungen zu erreichen.

Monatliche Performance reviews und der Austausch mit dem Beirat sind zusätzliche Instrumente, um Risiken zu erkennen und möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Zielerreichung einzuleiten.

3.4. Leistungswirtschaftliche Risiken

Risiken können vor allem aus der Beschaffung von Vormaterialien, der Effizienz der Produktion sowie der Akzeptanz der Produkte auf den Absatzmärkten herrühren.

Die Produkte der GMC-Instruments Gruppe werden in verschiedenen Märkten unter verschiedensten Marken vertrieben. Wir verfolgen die Ausrichtung, dass die Kunden die Produkte aufgrund hoher Qualität und Lebensdauer schätzen und bereit sind, hierfür höhere Preise zu akzeptieren. Damit dies so bleibt, müssen die Produkte auch zukünftig die Kundenerwartungen erfüllen, was unter anderem durch interne Audits sowie externe Zertifizierungen der Produkte gewährleistet wird.

Risikominimierung wird auch für die bestehenden Produktionseinrichtungen betrieben, bei denen viel Wert auf fortlaufende Wartung und den rechtzeitigen Austausch zur Optimierung von Qualität und Ausstoß gelegt wird. Die Zielsetzung „niedrige Fehlerquoten“ wird durch die stete Beobachtung des First-Pass-Yield verfolgt. Bei negativen Abweichungen erfolgt ein unmittelbares Eingreifen in den Fertigungsprozess. Dies wird flankiert durch Prüfeinrichtungen im laufenden Prozess zur Beibehaltung oder weiteren Verbesserung des Qualitätsniveaus.

Darüber hinaus sichert der Einkaufsbereich durch weltweite Beschaffung von Materialien und Werkzeugen günstige Preise trotz kleiner Liefermengen. Aktives Lieferantenmanagement von der Einführung eines neuen Lieferanten über Lieferantenbewertungen und Lieferantenaudits sind unsere Basis, um Lieferverzögerungen zu minimieren, bestätigten Kundenliefertermine bestmöglich einzuhalten und gleichzeitig den Fokus auf Qualität und Preise zu halten.

Hinsichtlich der Produkte und Produktlösungen werden begleitend durch das Produktmanagement Möglichkeiten analysiert, die die Digitalisierung heute durch Plattformen, andere Formen der Produktbereitstellung oder durch andere Arten von Produkten bietet. Auf diesem Weg wird sich das Produktportfolio schrittweise hin zu mehr Softwarelösungen und höherer Softwareanteile verändern.

3.5. Personalrisiken

Risiken können hierbei in der Qualifikation, der Verfügbarkeit sowie in der Arbeitsqualität liegen.

Eine hohe Identifikation mit den jeweiligen Unternehmen wird durch die gelebte Unternehmenskultur gefördert. Durch qualitativ hochwertige Besetzungsprozesse von der Stellenausschreibung über die Bewerberauswahl bis zum Onboarding wollen wir unsere Ressource Mitarbeiter kontinuierlich weiterentwickeln und wachstumsbedingte oder technologiebedingte Neueinstellungen bestmöglich durchführen.

Dennoch sorgt die demographische Entwicklung nicht nur in Deutschland für zunehmende Schwierigkeiten, Personal mit der benötigten Qualifikation auf dem Markt zu finden. Gerade bei Unternehmen mit hoher Spezialisierung und damit Knowhow-Tiefe sind lange Einarbeitungszeiten nötig. Es wird deshalb versucht, durch Teamarbeit, ausreichende Knowhow-Dokumentation mittels IT-Unterstützung, Abhängigkeiten von Einzelnen wie auch den Verlust von Knowhow nach Kräften zu minimieren. Diese Vorgehensweise wird gerade auch durch Nachfolgeplanungen und spezielle Mitarbeitergespräche für Mitarbeiter über 60 Jahre unterstützt.

Zur Nachfolgergewinnung sind die entwickelnden und produzierenden Einheiten an technischen Fachschulen und Universitäten der Umgebung immer wieder präsent, um bei Absolventen im Gespräch zu bleiben. Begleitete Praktika, Bachelor- und Masterarbeiten unterstützen dieses Vorgehen, um die Bekanntheit der Gruppe nach außen zu verbessern, die Möglichkeiten durch die vielfältigen Standorte (auch über Ländergrenzen hinweg) aufzuzeigen und so attraktiv für Bewerber zu sein. Hierfür werden auch Soziale Medien verstärkt genutzt.

Neben dieser anhaltenden Aufgabenstellung führt die zunehmende Digitalisierung der Produkte zu einer notwendigen Veränderung der Qualifikationen neuer Mitarbeiter, die durch die Verschiebung auch zu vernetzten Softwarelösungen benötigt werden.

3.6. IT-Risiken

Alle Unternehmen arbeiten EDV-gestützt und hängen damit von der immerwährenden Verfügbarkeit von IT-Leistung ab.

Als ERP-System werden unabhängige SAP R/3 Systeme oder andere ERP-Lösungen genutzt, die gewollt nicht gekoppelt sind, um Komplexität zu vermeiden und Risiken zu separieren. Dies gilt auch für CRM-Systeme sowie die jeweiligen System-Provider, die für die jeweilige Gesellschaft verantwortlich sind und einen Backup-Betrieb gewährleisten müssen, um bei Cyberattacken gewappnet zu sein.

Die Tochtergesellschaften sind für ihre EDV-Umgebung grundsätzlich im Rahmen von generellen Vorgaben eigenverantwortlich. Wir sind dabei die übergeordnete Koordination schrittweise auszubauen, um die Chancen der Digitalisierung kurzfristig und wirtschaftlich zu nutzen.

3.7. Finanzwirtschaftliche Risiken

Die Zahlungsfähigkeit ist über die bis 2029 laufende Finanzierung über drei Banken sowie über das vorhandene Eigenkapital sichergestellt.

Die Geschäfte der GMC-Instruments Gruppe werden mehrheitlich, auch mit Kunden im Ausland, in Euro abgewickelt, so dass auf Kundenseite kein signifikantes Währungsrisiko besteht.

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung wird durch die internationale Aufstellung von der Entwicklung der Wechselkurse zum Euro beeinflusst. Es wirken sich vor allem die Wechselkursentwicklungen zum britischen Pfund, zum US-Dollar und zum Schweizer Franken aus. Die Entwicklung des Euro zum chinesischen Yuan sowie zur tschechischen Krone sind nachrangig.

Auch nach der Umstrukturierung der Finanzierung der Gruppe in 2023 bleibt die Verpflichtung zur Einhaltung des vereinbarten Covenant hinsichtlich der Darlehen der Banken erhalten. Diese sind weiterhin quartalsmäßig auf Einhaltung nachzuweisen und können im Verfehlungsfall zu einer Erhöhung des Zinssatzes bis hin zu einer kompletten Kündigung der Kredite führen.

Um dieser Gefahr zu begegnen, erstellen die Unternehmen in Deutschland, der Schweiz, den USA und UK einen monatlichen, rollierenden Auftragseingangs- und Umsatz-Forecast. Dieser bildet die Basis, die Zahlungsströme gruppenweit monatlich zu steuern, so dass der Covenant eingehalten werden und die Zahlungsfähigkeit sichergestellt ist.

3.8. Sonstige Risiken

Die Zielsetzung als innovatives Unternehmen zu agieren, das immer wieder neue Produkte auf den Markt bringen möchte, sieht sich mit nicht unerheblichen Risiken aus dem Produktentstehungsprozess konfrontiert. Hier kann es Fehleinschätzungen über die Entwicklungsdauer, erreichbare Herstellungskosten bis hin zu erreichbaren Marktvolumen geben, was an einem neuen Wettbewerbsumfeld, regulatorischen Eingriffen oder gar Einflüssen durch die Pandemien liegen kann.

Für bestehende Risiken aus Produkthaftung nach Serienanlauf besteht ebenso Versicherungsschutz wie für Schäden, die zu Betriebsunterbrechungen führen können. Dieser Schutz wird in regelmäßigen Abständen geprüft und bei Bedarf angepasst.

Dennoch können unvorhersehbare Ereignisse wie staatliche Eingriffe und Regularien zur Bekämpfung von Pandemien geplante Vorgehensweisen plötzlich entwerten und zu ungeplanten Aufwendungen und Abschreibungen führen.

Die GMC-Instruments Gruppe stellt langfristig nutzbare Investitionsgüter her, die aufgrund ihrer Qualität eine lange bis sehr lange Lebensdauer haben und damit auch die natürlichen Ressourcen schonen. Dennoch wird es mittel- bis langfristig nötig, Zusatzmaßnahmen einzuführen, die die Nachhaltigkeit wie auch die Fähigkeit der Produkte zum Recycling weiter steigern und damit rasch die Klimaneutralität unseres Tuns erreichen und nachweisen zu können.

Die Gesetzgebungsveränderungen, wie z.B. durch das Lieferkettensorgfaltsgesetz, werden von uns sehr nah mitverfolgt, obwohl wir aktuell nicht direkt unter den Regelungsrahmen fallen. Da viele unserer Kunden jedoch unter diese Regelungen fallen, erhalten wir entsprechende Anfragen und geben diese auch an unsere Lieferanten weiter.

Aufgrund des internationalen Geschäftes sind die operativen Unternehmen der Gruppe zunehmend mit der Compliance-Gesetzgebung in verschiedenen Ländern befasst. Dies betrifft Themen wie Export-/Sanktionskontrolle, Antikorruption, Geldwäsche aber auch weitere Themen wie die Ächtung von Kinderarbeit und Umweltrisiken. Zur Vermeidung hieraus entstehender Risiken wurden Prozeduren installiert, die u. a. die Annahme von Aufträgen von Unternehmen möglichst vorab unterbinden, die auf entsprechend online-zugänglichen Sanktionslisten stehen. Zum anderen werden Schulungsmaßnahmen durchgeführt und Individualverpflichtungen von Mitarbeitern verlangt, die in einem Umfeld arbeiten, dass ein entsprechendes Gefährdungspotential aufweist. Entsprechende Erklärungen werden zunehmend auch von Kunden systematisch von unseren Unternehmen eingefordert.

Die GMC-Instruments Gruppe hat in 2018 eine Berichterstattung aller Gruppenunternehmen zu ausgewählten CSR-Themen (Corporate Social Responsibility) eingeführt und einen entsprechenden Code-of-conduct (siehe Link: www.gmc-instruments.com) eingeführt. Dabei wurden neben der Einhaltung des geltenden Rechts auch der ordnungsgemäße Umgang mit Unternehmenseigentum erfragt. Durch die Aufnahme in das Investmentportfolio von KLAR Partners ist die GMC-Instruments Gruppe auch ein Teil des jährlichen ESG-Reporting (Environmental, Social, Governance). Der Gesamtbericht einschließlich der GMC-Instruments Gruppe ist unter https://www.klarpartners.com/app/uploads/KLAR-2023-ESG-Report.pdf abrufbar.

Im Bereich Umwelt wird über die CO2 Emissionen berichtet, die in Summe über Scope I bis Scope III für die GMC-Instruments Gruppe 4.153 t betragen. Im Bereich gesellschaftliche Themen werden u.a. die Quote mit 35% weiblichen Beschäftigten und die krankheitsbezogenen Abwesenheitstage in Relation zu den gesamten verfügbaren Arbeitstagen in Höhe von 6% veröffentlicht. Im Bereich Governance stehen die hohe Beteiligungsquote von 81% und der mit 92% hohe Implementierungsgrad von ESG-Richtlinien und Vorgehensweisen im Mittelpunkt.

Die ESG-Strategie und ESG-Ziele werden veröffentlicht und die GMC-Instruments Gruppe möchte nicht nur gute und sichere Arbeitsplätze bieten, sondern auch den Energieverbrauch, die Nutzung fossiler Energie und Abfälle vermeiden.

Die voraussichtliche Entwicklung der GMC-Instruments Gruppe beurteilt die Geschäftsführung vor dem Hintergrund der Positionierung in den Märkten, den erläuterten Chancen in den Märkten und den in der GMC-Instruments Gruppe seit vielen Jahren gelebten Prozessen und Vorgehensweisen, um Chancen umzusetzen sowie um die Risiken zu Erkennen bzw. mit Maßnahmen möglichst vorausschauend darauf zu reagieren, als insgesamt positiv.

Die langfristige Ausrichtung zielt auf Wachstum sowie Ergebnisverbesserung. Die Substanz der Gruppe ermöglicht es sowohl auf externe Einflüsse wie Risiken oder Krisen zu reagieren, als auch durch nachhaltige Verbesserung und Innovation diese Ausrichtung umzusetzen.

 

Nürnberg, den 26. April 2024

Geschäftsführung

Joachim Czabanski

Matthias Wist

Konzernbilanz

AKTIVA

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Stichtag 31.12.2023 Stichtag 01.04.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.143.267,28 6.501.700,44
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 18.046.344,53 23.108.828,05
3. Geschäfts- oder Firmenwert 82.651.095,11 89.366.176,98
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 11.367.428,70 9.867.710,77
118.208.135,62 128.844.416,24
II. Sachanlagen
1. Grundstücke und Bauten 1.810.094,00 1.938.942,16
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.691.495,57 2.285.662,54
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.286.538,07 3.604.167,06
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 204.125,83 519.026,65
7.992.253,47 8.347.798,41
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.800,00 27.800,00
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 57.318,02 54.595,75
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 135.000,00 150.000,00
220.118,02 232.395,75
126.420.507,11 137.424.610,40
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 15.362.935,35 15.459.390,58
2. Unfertige Erzeugnisse 2.548.823,25 3.028.688,69
3. Fertige Erzeugnisse und Handelswaren 5.070.629,78 8.549.442,46
22.982.388,38 27.037.521,73
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 15.183.966,74 15.417.195,16
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2.883.199,42 1.522.922,56
18.067.166,16 16.940.117,72
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 16.844.533,84 10.842.294,90
57.894.088,38 54.819.934,35
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.776.102,34 605.417,50
D. Aktive latente Steuern 1.776.805,08 2.290.934,47
187.867.502,91 195.140.896,72

PASSIVA

A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 118.837.154,18 113.686.743,22
III. Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung 274.008,84 0,00
IV. Gewinnvortrag / Verlustvortrag 0,00 0,00
V. Konzerngewinn -17.927.054,91 0,00
Eigenkapital des Mutterunternehmens 101.209.108,11 113.711.743,22
VI. Nicht beherrschende Anteile 191.638,10 177.670,03
Konzerneigenkapital 101.400.746,21 113.889.413,25
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 901.400,85 929.520,36
2. Steuerrückstellungen 879.046,31 1.384.785,60
3. Sonstige Rückstellungen 10.451.125,99 5.537.894,08
12.231.573,15 7.852.200,04
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.300.000,00 26.666.666,00
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.319.504,12 1.146.064,13
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.793.601,70 7.260.478,00
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 15.796.849,31 20.000.000,00
5. Sonstige Verbindlichkeiten 4.007.290,45 3.402.287,15
64.217.245,58 58.475.495,28
D. Passive latente Steuern 10.017.937,97 14.923.788,15
187.867.502,91 195.140.896,72

Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

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UMSATZKOSTENVERFAHREN 01.04.-31.12.2023
EUR
1. Umsatzerlöse 99.221.497,25
2. Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen -56.819.773,19
3. Bruttoergebnis vom Umsatz 42.401.724,06
4. Vertriebskosten -20.686.703,62
5. Allgemeine Verwaltungskosten -21.331.744,29
6. Forschungs- und Entwicklungskosten -8.329.171,30
7. Sonstige betriebliche Erträge 892.782,62
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen -793.709,32
9. Abschreibungen auf den Geschäfts- oder Firmenwert -8.568.854,05
10. Aufwendungen / Erträge aus assoziierten Unternehmen 2.722,27
11. Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 3.038,66
12. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.013,43
13. Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen -2.979.295,80
14. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -19.341.197,34
15. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.444.362,95
16. Ergebnis nach Steuern -17.896.834,39
17. Sonstige Steuern -6.494,01
18. Konzernjahresfehlbetrag -17.903.328,40
19. Auf nicht beherrschende Anteile entfallender Gewinn -23.726,51
20. Konzernverlust -17.927.054,91

Konzernanhang

1. Allgemeines

Die Konzernrechnungslegungspflicht ist mit Erlangung des beherrschenden Einflusses durch Erwerb der Anteile zum 1. April 2023 entstanden. Zu diesem Zeitpunkt wurde die Erstkonsolidierung vorgenommen. Zur besseren Verständlichkeit wurden den Konzernstichtagswerten die Konzerneröffnungsbilanzwerte gegenübergestellt. Vorjahreswerte in der Gewinn- und Verlustrechnung existieren nicht.

Der vorliegende Konzernabschluss der GMC-Instruments GmbH, Nürnberg, für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. Dezember 2023 wurde nach den Vorschriften gemäß §§ 238 und 290 ff. HGB, insbesondere unter Beachtung der Regelungen nach §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB und nach dem GmbHG unter Beibehaltung der für die Eröffnungsbilanz angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätze erstellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Umsatzkostenverfahren aufgestellt worden. Alle Beträge werden in Euro angegeben.

Beim vorliegenden Konzernabschluss handelt es sich um einen freiwilligen Teilkonzernabschluss.

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfolgt unter Annahme der Unternehmensfortführung.

Die Unternehmen dieser Gruppe sind auf allen Gebieten der elektrischen Sicherheit sowie dem effizienten Einsatz elektrischer Energie tätig.

2. Konsolidierungskreis

In den vorliegenden Konzernabschluss wurden die folgenden Gesellschaften einbezogen: (Beteiligungsquote 100%, falls nichts anderes erwähnt)

a) Vollkonsolidiert

aa) Inland

• (1) GMC-Instruments GmbH, Nürnberg (D)

• (2) Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg (D)

• (3) GMC-I Service GmbH, Nürnberg (D)

• (4) MTP Messtechnik Produktions GmbH, Nürnberg (D)

• (5) GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg (D)

• (6) GMC-I New World Beteiligungs GmbH, Nürnberg (D)

• ab) Ausland

• (7) Camille Bauer Metrawatt AG, Wohlen (CH)

(8) GMC-Instruments France SARL, Massy (FR)

• (9) GMC-Instruments Nederland B.V., Woerden (NL)

• (10) GMC-Instruments Italia S.r.l., Biassono (IT)

• (11) Electromediciones Kainos S.A.U., Barcelona (ES)

• (12) GMC-merici technika s.r.o., Blansko (CZ)

• (13) GMC-Instruments Austria GmbH, Wien (AT)

• (14) GMC-I PROSys Ltd., Skelmersdale (GB)

• (15) Global Power Technology Inc., Edison (New Jersey, USA)

• (16) Dranetz Technologies Inc., Edison (New Jersey, USA)

• (17) Electrotek Concepts Inc., Edison (New Jersey, USA

• (18) GMC-Instruments UK Ltd., Peterlee (GB)

• (19) Seaward Electronic Ltd., Peterlee (GB)

• (20) Clare Instruments (U.S.) Inc., Tampa (Florida, USA)

• (21) GMC-Instruments (Tianjin) Co. Ltd. (Tianjin, P.R. China) Beteiligung 85%

• (22) GMC-I (Shanghai) Power Measurement Co. Ltd. (Shanghai, P.R. China), Beteiligung 85%

b) Nicht einbezogene Tochterunternehmen

• (23) Fentus 156. GmbH, Hamburg (D)

c) Assoziierte Unternehmen

• (24) AMAC ASIC- und Mikrosensoranwendung Chemnitz GmbH,

Chemnitz (D), Beteiligung 24,9%

Die Fentus 156. GmbH wird als stille Gesellschaft ohne Geschäftsbetrieb geführt. Sie wird im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 unter den Anteilen an nicht einbezogenen Unternehmen ausgewiesen. Daraus haben sich keine Auswirkungen auf die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.

Neugründung SCUR-Alpha 1547-BIS GmbH und Umfirmierung in Gem BidCo GmbH

Die Gesellschaft ist mit Gesellschafter Vertrag vom 18. Oktober 2022 unter der Firmierung SCUR-Alpha 1547-BIS GmbH, München (D) mit einem Stammkapital in Höhe von TEUR 25 gegründet und am 21. Oktober 2022 ins Handelsregister eingetragen worden. Anlässlich der Gesellschafterversammlung vom 15. Dezember 2022 wurde die Satzung neu gefasst und die Firma wurde in Gem BidCo GmbH, umbenannt. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte per 30. Dezember 2022.

Kauf der GMC-Instruments Gruppe

Mit Datum 29. März 2023 hat die Gem BidCo GmbH sämtliche Anteile von der APRICUM CAPITAL GMBH, Ratingen an der GMC-Instruments Gruppe übernommen. Anlässlich der Gesellschafterversammlung vom 29. März 2023 wurde eine Änderung der Satzung beschlossen und mit gleichem Datum der bisherige Sitz von München nach Nürnberg verlegt. Der Eintrag im Handelsregister erfolgte am 24. Mai 2023.

Verschmelzung Gem BidCo GmbH mit GMC-Instruments GmbH und Metrawatt International GmbH und Umfirmierung in GMC-Instruments GmbH

An der Gesellschafterversammlung vom 03. August 2023 wurde beschlossen, die GMC-Instruments GmbH auf die Gem BidCo GmbH zu verschmelzen. Mit gleichem Datum wurde als zusätzliche Änderung ebenfalls beschlossen, die Metrawatt International GmbH ebenfalls auf die Gem BidCo GmbH zu verschmelzen. Die Verschmelzung erfolgt für alle beteiligten Gesellschaften rückwirkend zum 1. Januar 2023. Ausserdem wurde anlässlich der Gesellschafterversammlung die Satzung dahingehend geändert, dass die Gem BidCo GmbH neu in die GMC-Instruments GmbH umfirmiert wird. Der Eintrag im Handelsregister wurde am 19. Oktober 2023 vorgenommen.

Das Verschmelzungsergebnis in den Einzelabschlüssen der GMC-Instruments GmbH und der Metrawatt International GmbH wurde im Konzernabschluss eliminiert. Vermögen und Schulden der Gesellschaften werden ohne Bewertungsänderung im Konzernabschluss fortgeführt. Beide Gesellschaften sind dadurch formal aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

Kapitalerhöhung bei der GMC-Instruments GmbH

Am 29. März 2023 wurden der Gem BidCo GmbH zwei Darlehen durch die Gem HoldCo GmbH in Höhe von jeweils TEUR 2.500 gewährt. Mit Datum 28. September 2023 wurde eine Kapitalerhöhung mit Einlage in die Kapitalreserven durch die Gem HoldCo GmbH durch Umwandlung dieser beiden Darlehen zuzüglich aufgelaufener Zinsen in Höhe von jeweils TEUR 75 insgesamt über TEUR 5.150 beschlossen und ebenfalls mit Datum 28. September 2023 vorgenommen.

Verschmelzung der Kurth Electronic GmbH auf die Gossen Metrawatt GmbH

Die Kurth Electronic GmbH mit Sitz in Eningen unter Achalm (D) wurde mit Verschmelzungsvertrag vom 3. Juli 2023 und entsprechendem Gesellschafterbeschluss vom selben Tag rückwirkend zum 1. Januar 2023 mit der Gossen Metrawatt GmbH verschmolzen. Die Eintragung im Handelsregister erfolgte am 14. Juli 2023. Das Verschmelzungsergebnis im Einzelabschluss aus der Übernahme der Kurth Electronic GmbH wurde ohne Bewertungsänderung im Konzernabschluss eliminiert. Die Kurth Electronic GmbH ist formal damit aus dem Konsolidierungskreis ausgeschieden.

3. Konsolidierungsgrundsätze

Konsolidierungsstichtag ist der 31. Dezember. Das Geschäftsjahr für den Konzern und für alle konsolidierten Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr. Das erste Geschäftsjahr für den Konzernabschluss ist ein Rumpfgeschäftsjahr mit Beginn der Entstehung des Konzerns zum 1. April 2023 bis zum 31. Dezember 2023.

Der Konsolidierung sind die von den einbezogenen Gesellschaften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellten, von unabhängigen Abschlussprüfern geprüften bzw. einer prüferischen Durchsicht unterzogenen Jahresabschlüsse zum 31. Dezember 2023 zu Grunde gelegt worden.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bei den vollkonsolidierten Unternehmen nach der Neubewertungsmethode. Als Grundlage hierzu dient ein Bewertungsgutachten der KPMG AG zum 1. April 2023. Die Zeitwerte wurden unter der Annahme eines einheitlichen Steuersatzes von 31,5% wie folgt ermittelt:

- Immaterielle Vermögensgegenstände: Der Zeitwert von Markenrechten (Trademarks) wurde anhand von Erlösplanungen und einer Royalty Rate von 1,5% berechnet.

- Immaterielle Vermögensgegenstände: Der Zeitwert von eingesetzten Technologien (Technology) wurde anhand von Erlösplanungen und einer Royalty Rate von 3,0% berechnet.

- Immaterielle Vermögensgegenstände: Der Zeitwert der Gewinne aus dem Auftragsbestand (Order Backlog) wurde anhand einer WACC-Berechnung für den Zeitraum 01. April bis 31. Dezember 2023 berechnet.

- Sachanlagen: Der Zeitwert von eigenem Grund und Boden wurde anhand von veröffentlichten Grundstücks-Kaufpreisen und der von eigenen Gebäuden anhand Vergleichsmieten berechnet.

- Vorräte: Der Zeitwert von unfertigen und fertigen Erzeugnissen wurde unter Berücksichtigung von betriebsbezogenen Gewinnmargen und bei unfertigen Erzeugnissen unter der Prämisse eines einheitlichen Anarbeitungsstandes von 50% berechnet.

Der die Zeitwerte, der im Konzernabschluss aufgenommenen, neubewerteten Vermögenswerte und Schulden, übersteigende Buchwert der Anteile der einbezogenen Tochtergesellschaften wurde in die Position Geschäfts- oder Firmenwert eingestellt.

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, bei welchem der Konzern über maßgeblichen Einfluss verfügt. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Beteiligungsunternehmens mitzuwirken, nicht aber die Beherrschung oder die gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse.

Die Anteile des Konzerns an einem assoziierten Unternehmen werden nach der Equity Methode bilanziert. Die vom assoziierten Unternehmen angewandten Bewertungsmethoden entsprechen den handelsrechtlichen Grundsätzen.

Nach der Equity Methode werden Anteile an einem assoziierten Unternehmen bei der erstmaligen Erfassung mit den Anschaffungskosten angesetzt. Der Buchwert der Beteiligung wird um die Änderungen des Anteils am Nettovermögen des assoziierten Unternehmens seit dem Erwerbszeitpunkt angepasst. Aus Vereinfachungsgründen wurde der unwesentliche, passive Unterschiedsbetrag von TEUR 14 im Erstkonsolidierungszeitpunkt im Equity-Wert sofort angesetzt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält den Anteil des Konzerns am Periodenergebnis des assoziierten Unternehmens.

Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Rahmen der Schuldenkonsolidierung gem. § 303 I HGB gegeneinander aufgerechnet.

Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung wurden gemäß § 305 I HGB dieErlöse aus Innenumsätzen sowie konzerninterne Erträge mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet.

Aus dem konzerninternen Lieferverkehr resultierende Zwischenergebnisse sind - soweit wesentlich - eliminiert worden.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bilanzierung der Vermögensgegenstände und Schulden erfolgt im Zeitpunkt des Übergangs des wirtschaftlichen bzw. rechtlichen Eigentums. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig von den Zeitpunkten der entsprechenden Zahlungen im Jahresabschluss berücksichtigt. Alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, werden berücksichtigt. Gewinne werden nur berücksichtigt, wenn sie am Abschlussstichtag realisiert sind.

Die Bilanzierung und Bewertung der in den konsolidierten Jahresabschluss einbezogenen inländischen Gesellschaften erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und des GmbH-Gesetzes. Für die verbundenen Unternehmen wurde eine Überleitung von den teilweise nach internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellten Jahresabschlüssen bzw. des jeweiligen Teilkonzernabschlusses auf handelsrechtliche Vorschriften für die wesentlichen Abweichungen vorgenommen.

Der Konzernabschluss wird in Euro, der funktionalen Währung des Mutterunternehmens, aufgestellt. Jedes Unternehmen innerhalb des Konzerns legt seine eigene funktionale Währung fest. Die im Abschluss des jeweiligen Unternehmens enthaltenen Posten werden unter Verwendung dieser funktionalen Währung bewertet.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden unter Inanspruchnahme des Wahlrechtes des § 248 II HGB zu Herstellungskosten aktiviert und planmäßig linear über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer von zwei bis fünf Jahren abgeschrieben. Bei Vorliegen einer voraussichtlich dauernden Wertminderung werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. In die Herstellungskosten werden neben den direkt zurechenbaren Einzelkosten auch angemessene Teile der Materialgemeinkosten einschließlich Kosten der allgemeinen Verwaltung einbezogen. Darüber hinaus wird der Werteverzehr des Anlagevermögens, sofern dieser durch die Herstellung veranlasst ist, in den Herstellungskosten berücksichtigt. Die erstmalige Aktivierung der Kosten beruht auf der Einschätzung des Managements, dass die technische und wirtschaftliche Realisierbarkeit nachgewiesen ist. Der Gesamtprozess wurde mittlerweile weitestgehend nach agilen Methoden gestaltet. Dabei wird hierzu in aufeinander abgestimmten Abstimmrunden aller Prozessbeteiligten je Einzelvorgang besprochen, ob es sich um reine Produktpflegemaßnahmen, Vorentwicklungen oder aktivierungsfähige Themen handelt. Dies wird dann durch die Einstufung in eine entsprechende Vorgangsart im eingesetzten Vorgangs- und Projektverfolgungstool (JIRA) dokumentiert und gepflegt. Für Zwecke der Ermittlung der Niederstwerte trifft das Management Annahmen über die Höhe der erwarteten künftigen Cashflows aus dem Projekt, die anzuwendenden Abzinsungssätze und den Zeitraum des Zuflusses des erwarteten zukünftigen Nutzens. Die Prinzipien für die Aktivierung und Überprüfung der Werthaltigkeit wurden grundsätzlich beibehalten.

Die Positionen „Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte“ sowie „Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau“ beinhalten aus Konzernsicht zum 1. April 2023 erworbene Rechte und Werte. Eine getrennte Fortführung dieser Rechte und Werte nach „aus Konzernsicht erworben“ und aus Einzelabschlusssicht „selbst geschaffen“ ist nicht möglich. Der Ausweis wird entsprechend den Einzelabschlüssen als „selbst erstellt“ fortgeführt, wodurch zugleich die Darstellung der Entwicklungstätigkeit des Konzerns verbessert wird.

Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten aktiviert und planmäßig über die voraussichtliche Nutzungsdauer und gegebenenfalls außerplanmäßig abgeschrieben. Die Herstellungskosten werden in Höhe der handelsrechtlichen Untergrenze bemessen (Einzelkosten, angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten). Die planmäßigen Abschreibungen werden linear über eine Nutzungsdauer von drei bis 15 Jahren vorgenommen. Die Markenrechte werden jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft und soweit notwendig außerplanmäßig abgeschrieben. Mit dem Erwerb der Gruppe wurden Technologien und Trademarks neu angesetzt, welche über eine Nutzungsdauer von zehn bzw. 15 Jahre linear abgeschrieben werden.

Der aus der Kapitalkonsolidierung entstandene Geschäfts- oder Firmenwert wird entsprechend § 301 HGB aktiviert und über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 8 Jahren planmäßig abgeschrieben. Bei der Schätzung der Nutzungsdauer der Geschäfts- oder Firmenwerte wurden insbesondere die Lebenszyklen der Produkte der erworbenen Unternehmensgruppe und die tatsächliche Nutzungsdauer der eingesetzten Technologien berücksichtigt.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige steuerlich zulässige lineare Abschreibungen, angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten die Einzelkosten für Material und Fertigung, die Sonderkosten der Fertigung und angemessene Teile der Gemeinkosten. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Die Nutzungsdauer im Sachanlagevermögen beträgt drei bis 15 Jahre. Neuzugänge werden grundsätzlich pro rata temporis abgeschrieben.

Den Wertansätzen für das Sachanlagevermögen liegen folgende unterstellte Nutzungsdauern zugrunde:

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Gebäudeeinrichtungen und Installationen 3 -15 Jahre
Maschinen 4 - 10 Jahre
Mess- und Prüfmittel und Werkzeuge 3 - 8 Jahre
Betriebs- und Geschäftsausstattung 3 - 15 Jahre

Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten. Soweit notwendig, werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung Abschreibungen vorgenommen, die bei Wegfall des Grundes wieder aufgeholt werden.

Die Vorräte werden zu durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Abschreibungen auf den niederen beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn der Marktpreis niedriger war als die ursprünglichen durchschnittlichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Als solche werden bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und Waren die Wiederbeschaffungskosten, bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen die voraussichtlich erzielbaren Verkaufserlöse abzüglich der bis zum Verkauf noch anfallenden Kosten oder niedrigere Wiederherstellungskosten angesetzt.

Zu den Anschaffungskosten wurden Anschaffungsnebenkosten einbezogen, soweit diese direkt zurechenbar sind.

In die Herstellungskosten werden direkt zurechenbare Material- und Fertigungskosten, Sonderkosten der Fertigung sowie angemessene Teile der Gemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst sind, einbezogen.

Die Herstellungskosten der zur Erzielung der Umsatzerlöse erbrachten Leistungen haben den gleichen Umfang wie die aktivierten Herstellungskosten.

Für Bestandsrisiken aus der Lagerdauer und aus verminderter Verwertbarkeit erfolgen Abschläge unter Anwendung eines Reichweitenabwertungsverfahrens.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Anschaffungskosten angesetzt. Erkennbare Einzelrisiken werden durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Liquide Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden gemäß § 250 I HGB Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, abgegrenzt.

Das gezeichnete Kapital ist zum Nominalwert mit EUR 25.000,00 bilanziert.

Den Rückstellungen für Pensionen liegen versicherungsmathematische Gutachten zugrunde. Die Bewertungsannahmen und Bewertungsmethoden für die Ermittlung der Pensionsrückstellungen lassen sich wie folgt zusammenfassen:

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31.12.2023
angewandte Rechnungslegungsstandards HGB
angewandte Bewertungsstandards Projected Unit Credit Method (PUCM)
Abzinsungszinssatz gemäß RückAbzinsV p.a. (7 Jahre) 1,76%
Abzinsungszinssatz gemäß RückAbzinsV p.a. (10 Jahre) 1,83%
erwartete Rentensteigerung p.a. 2,25%
erwartete Einkommenssteigerung p.a. -
Steigerung der BBG in der Rentenversicherung -
Fluktuation keine
rechnungsmäßiges Endalter RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007

Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Marktzinssatzes aus den vergangenen 10 Geschäftsjahren gegenüber dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe eines pauschalen Zinssatzes aus den vergangenen 7 Geschäftsjahren beträgt zum Abschlussstichtag TEUR 5. Die Erfolgswirkungen aus der Änderung des Rechnungszinses werden im operativen Ergebnis ausgewiesen.

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag bemessen.

Die Rückstellungen werden für alle ungewissen Verpflichtungen und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Dabei wird vorsichtig bewertet und alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen (in Höhe der allgemeinen Inflationsrate) angesetzt.

Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden nach § 253 II HGB auf den Abschlussstichtag abgezinst. Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden auf Basis von Vollkosten ermittelt.

Die Rückstellung für Jubiläumskosten wurden unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck ermittelt. Als Abzinsungssatz wurden 1,76% und als Einkommenssteigerung 2,25% angesetzt.

Die pauschalen Rückstellungen für Gewährleistungen wurden basierend auf dem Anteil der tatsächlich angefallenen Gewährleistungskosten im Verhältnis zu den garantiebehaftenden Umsatzerlösen der letzten zwei Jahre ermittelt.

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die bilanzierten latenten Steuern beziehen sich auf temporäre Unterschiede zwischen Handels- und Steuerbilanz in den Bilanzposten selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände, Sachanlagevermögen, Vorräte, Forderungen, Pensionsrückstellungen, sonstige Rückstellungen und Verbindlichkeiten. Die latenten Steuern wurden mit der aktuell gültigen Ertragsteuerbelastung in den jeweiligen Ländern (Steuersätze liegen zwischen 16,5% und 31,5%), in Deutschland mit einer Gesamtsteuerbelastung von 31,5% für Gewerbesteuer, Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag berechnet. Die latenten Steuern werden unsaldiert ausgewiesen (§ 306 S. 2 HGB).

Es werden keine Auswirkungen aufgrund des Mindeststeuergesetzes und der ausländischen Mindeststeuergesetze erwartet, da eine Geschäftstätigkeit ausschließlich in Ländern erfolgt, in denen eine Besteuerung über 15% vorgenommen wird.

Die Umrechnung von auf fremde Währung lautenden Abschlüssen erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Die Aktiv- und Passivposten eines Tochterunternehmens werden zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag (Konzernbilanzstichtag) in Euro umgerechnet. Das Eigenkapital wird zum historischen Kurs in Euro umgerechnet. Die Posten der GuV werden zum Jahresdurchschnittskurs umgerechnet. Die aus der Umrechnung der Aktiv- und Passivposten der Bilanz entstandenen Umrechnungsdifferenzen werden ohne Berührung der GuV direkt im Konzerneigenkapital gesondert erfasst. Aus Vereinfachungsgründen wurden die Aufrechnungsdifferenzen aus der Schuldenkonsolidierung erfolgswirksam erfasst sowie die Erfolgsbeiträge aus den Jahresabschlüssen in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung belassen. Die Veränderung zwischen dem Wechselkurs bei Lieferung und dem Kurs am Abschlussstichtag wurde, soweit sie auf das Zwischenergebnis entfällt, erfolgsneutral in die Eigenkapital-Differenz aus Währungsumrechnung eingestellt.

5. Erläuterungen zur Bilanz und zur Gewinn- und Verlustrechnung

Bei den Tabellen und Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung beziehen sich die Inhalte stets auf das Rumpfgeschäftsjahr, falls nicht anders erwähnt.

Anlagevermögen

Die Zusammensetzung und Entwicklung des Anlagevermögens ist im Anlagespiegel (als Anlage des Konzernanhangs) dargestellt.

In 2023 sind selbst geschaffene Entwicklungsleistungen in Höhe von TEUR 3.626 aktiviert worden. Der Gesamtbetrag der Forschungs- und Entwicklungskosten betrug in 2023 TEUR 8.329.

Der Wertansatz der Equity-Bewertung des assoziierten Unternehmens wurde auf Basis des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2022 vorgenommen, da dies der letzte, vorliegende Jahresabschluss ist.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

GMC-Instruments GmbH (vormals Gem BidCo GmbH), Nürnberg

Konzernabschlus für das Rumpfgeschäftsjahr

vom 01. April 2023 bis zum 31. Dezember 2023

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Entwicklung der aktiven und passiven latenten Steuern
Stand 1.4.2023
TEUR
Veränderungen
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Stand 31.12.2023
TEUR
I. Aktive latente Steuern
Aktiva
1. Sachanlagen 155 -1 0 154
2. Vorräte 919 -89 -4 826
3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 60 6 -1 65
4. Verlustvorträge 499 -286 22 235
1.633 -371 17 1.280
Passiva
1. Sonstige Rückstellungen 287 77 0 364
2. Sonstige Verbindlichkeiten 371 -238 0 133
658 -161 0 497
Total aktive latente Steuern 2.291 -531 17 1.777
II. Passive latente Steuern
Aktiva
1. immaterielle Vermögensgegenstände 12.844 -4.226 31 8.649
2. Sachanlagen 648 -4 8 652
3. Vorräte 846 -846 0 0
4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 99 2 0 101
14.437 -5.073 39 9.403
Passiva
1. Sonstige Rückstellungen 0 69 3 72
2. Sonstige Verbindlichkeiten 487 75 -19 543
487 143 -15 615
Total passive latente Steuern 14.924 -4.930 24 10.018

Auf folgende Verlustvorträge wurden aktive latente Steuern gebildet:

Aktive latente Steuern auf Verlustvorträge in der Schweiz in Höhe von TEUR 235.

Diese sind zeitlich innerhalb von einem bis drei Jahren nutzbar.

Aufgrund von Unsicherheiten über die mögliche Verlustverrechnung wurde auf den Ansatz aktiver latenter Steuern in den folgenden Gesellschaften verzichtet:

• Global Power Technology Inc.,

• GMC-Instruments France SARL und

• GMC-Instruments Austria GmbH.

Die Global Power Technology Inc. hat Verlustvorträge, die überwiegend bis 2028 nutzbar sind.

Die nutzbaren Verlustvorträge der GMC-Instruments France SARL belaufen sich auf TEUR 986 und sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Die nutzbaren Verlustvorträge der GMC-Instruments Austria GmbH belaufen sich TEUR 1.719. Die Verlustvorträge sind zeitlich unbegrenzt nutzbar.

Eigenkapital

Hinsichtlich der Entwicklung des Eigenkapitals verweisen wir auf den Konzerneigenkapitalspiegel.

Der Eigenkapitalspiegel wurde zur besseren Verständlichkeit ab dem Erstkonsolidierungszeitpunkt dargestellt.

Sonstige Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen beinhalten Rückstellungen aus dem Sachkostenbereich TEUR 3.923 und dem Personalbereich TEUR 6.528.

Verbindlichkeiten

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind TEUR 1.686 „Verbindlichkeiten aus Steuern“ enthalten.

Weiterhin werden unter den sonstigen Verbindlichkeiten TEUR 629 „Verbindlichkeiten aus sozialer Sicherheit“ ausgewiesen.

Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern

Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich um sonstige Verbindlichkeiten aus Darlehensverträgen.

Verbindlichkeitenspiegel

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Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
31.12.2023
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 37.300.000 1.206.251 36.093.749 27.375.000
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.319.504 1.319.504 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 5.793.602 5.793.602 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 15.796.849 796.849 15.000.000 15.000.000
Sonstige Verbindlichkeiten 4.007.290 4.007.290 0 0
Summe 64.217.246 13.123.497 51.093.749 42.375.000
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Art der Verbindlichkeit Gesamtbetrag mit einer Restlaufzeit von
01.04.2023
EUR
bis 1 Jahr
EUR
über 1 Jahr
EUR
davon über 5 Jahre
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 26.666.666 550.000 26.166.666 20.316.666
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.146.064 1.146.064 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 7.260.478 7.260.478 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter 20.000.000 0 20.000.000 20.000.000
Sonstige Verbindlichkeiten 3.402.287 3.402.287 0 0
Summe 58.475.495 12.358.829 46.166.666 40.316.666

Periodenfremde Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge in Höhe von TEUR 400 aus der Auflösung von Rückstellungen enthalten.

Des Weiteren sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen die periodenfremden Erträge aus Geldeingängen aus abgeschriebenen Forderungen aus den Vorjahren in Höhe von TEUR 5 enthalten.

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse (vor Erlösschmälerungen) wurden zu 48,1% auf inländischen und zu 51,9% auf ausländischen Märkten erzielt.

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Umsätze nach Kategorien 2023
EUR
Umsätze aus Warenlieferungen 82.671.221
Umsätze aus Serviceleistungen 16.416.825
Sonstige Umsätze 133.451
Summe 99.221.497

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 352 enthalten.

Materialaufwand

Der gesamte Materialaufwand beträgt TEUR 35.885. Davon entfallen auf Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe TEUR 34.536 und auf Aufwendungen für bezogene Leistungen TEUR 1.349.

Personalaufwand

Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 45.394 entfällt mit TEUR 39.229 auf Löhne und Gehälter und mit TEUR 6.165 auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung. Die Aufwendungen für Altersversorgung betragen TEUR 888.

Personalaufwand nach Funktionen

Die Personalaufwendungen teilen sich wie folgt auf die einzelnen Funktionsbereiche auf:

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Aufteilung Personalaufwand nach Funktionen 2023
EUR
Produktion -12.508.257
Verkauf und Marketing -15.544.074
Forschung und Entwicklung -6.950.690
Administration -10.390.701
Summe -45.393.722

Außerplanmäßige Abschreibungen

In den Abschreibungen sind außerplanmäßige Abschreibungen aus der Ermittlung der Niederstwerte der aktivierten Entwicklungsprojekte in Höhe von TEUR 473 sowie außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagevermögen in Höhe von TEUR 1 enthalten.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von TEUR 120 enthalten.

Das für das Rumpfgeschäftsjahr vom Abschlussprüfer berechnete Gesamthonorar setzt sich aufgeschlüsselt nach Tätigkeitsbereichen wie folgt zusammen: TEUR 97 für die Abschlussprüfungsleistungen, TEUR 29 für Steuerberatungsleistungen und für sonstige Leistungen TEUR 4.

Zinsergebnis

In den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Aufzinsung einschließlich Änderung des Abzinsungssatzes von langfristigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 15 sowie Zinsaufwendungen an Gesellschafter (gleichfalls verbundene Unternehmen) in Höhe von TEUR 947 enthalten.

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Der in der Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthaltene Ertrag für latente Steuern beträgt TEUR 2.084.

Steuerüberleitungsrechnung

Unter der Annahme, dass das Ergebnis durchgängig den in den jeweiligen Ländern unterliegenden Steuersätzen unterworfen ist, würde sich im Vergleich vom tatsächlich ermittelten Steueraufwand folgende Steuerquote ergeben:

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2023
Ertragsteuerbelastung EUR %
Ergebnis vor Ertragsteuern -19.341.197 100,0%
laufende Ertragsteuern -639.980 3,3%
latente Steuern 2.084.343 -10,8%
sonstige Steuern -6.494 0,0%
Ergebnis nach Ertragsteuern -17.903.328 92,6%
tatsächliche Steuerquote -7,4%
Ergebnis vor Ertragsteuern -19.341.197 100,0%
Konzernsteuersatz 31,5%
erwarteter Ertragsteueraufwand 6.092.477
erwartetes Ergebnis nach Ertragsteuern -13.248.720 68,5%
Differenz 4.654.608
Überleitungsrechnung:
Steuerfreie Erträge und Aufwendungen 6.893
Steuerliche Zu- und Abrechnungen 8.456.476
Im Geschäftsjahr angefallene, nicht aktivierte
steuerliche Verluste 0
Erstmalige Aktivierung von latenten Steuern -126.228
Steuernachzahlungen bzw. Steuererstattungen für
Vorjahre 200.289
Unterschied aus Steuersätzen -873.305
Nutzung von Verlustvorträgen, die in
Vorjahren nicht aktiviert wurden 0
Sonstige Steuereffekte -3.009.517
Total 4.654.608

6. Weitere Angaben

Konsortialkreditvertrag / Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Erwerb der Anteile an der GMC-Instruments Gruppe, für die Finanzierung des operativen Geschäftsbetriebes nach der Übernahme sowie für erforderliche Maßnahmen zur strategischen Neuausrichtung wurde die GMC-Instruments GmbH (ehemals Gem BidCo GmbH) mit einem entsprechenden Finanzierungspaket ausgestattet.

Im Unternehmenskaufvertrag vom 20. Dezember 2022, mit dem der Kauf der GMC-Instruments GmbH (alt) vereinbart wurde, wurde u.a geregelt, dass der vereinbarte Kaufpreis teilweise dadurch erbracht wird, dass am Closing - Tag (29. März 2023) sämtliche offenen Beträge aus den bis dahin bestehenden Finanzierungsverträgen (Konsortialkreditvertrag unter Konsortialführung durch die Deutsche Bank sowie Mezzanine - Finanzierung durch die CBG Commerz Beteiligungskapital GmbH & Co. KG) in der GMC-Instruments Gruppe (Kaufobjekt) vom Käufer abgelöst werden.

Als externe Finanzierungskomponente wurde hierzu am 16. März 2023 ein Senior Facilities Agreement (SFA) zwischen der Gem BidCo GmbH als Darlehensnehmer und einem Bankenkonsortium mit deutschen Banken über insgesamt EUR 31,7 Mio. abgeschlossen.

Der Gesamtbetrag mit einer Laufzeit bis zum 29. März 2029 teilt sich in ein Tilgungsdarlehen, ein endfälliges Darlehen und eine Revolving Facility.

Die Zinsen werden unter Heranziehung des EURIBOR zuzüglich einer Marge berechnet.

Der Vertrag gilt in der Fassung des 1. Nachtrages vom 3. November 2023. Mit diesem Nachtrag wurde ein weiterer Finanzierungspartner einbezogen. Durch den Eintritt wurde das Kreditvolumen um EUR 15,8 Mio. erhöht.

Die ursprünglich vereinbarten Laufzeiten, Verzinsungsmodalitäten und Sicherheiten blieben unverändert.

Neben dem Vertragspartner GMC-Instruments GmbH (vormals: Gem BidCo GmbH) sind weitere deutsche Gesellschaften der GMC-Instruments Gruppe als Kreditnehmer und Garanten beteiligt.

Diese Gesellschaften sind berechtigt, die Original Revolving Facilities in Anspruch zu nehmen.

Als zusätzliche Garanten sind Tochterunternehmen der GMC-Instruments Gruppe in Deutschland und UK zusätzliche Vertragspartner des Kreditvertrages:

Im Zusammenhang mit diesem Konsortialkredit wurden Sicherheiten durch Verpfändung von Anteilen an Gesellschaften der GMC-Instruments Gruppe, durch Sicherungsübereignung des Warenlagers, durch Verpfändung der Bankkonten, durch Abtretung der Forderungen aus Intercompany Darlehen und durch Sicherungsübereignung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Versicherungsforderungen einzelner Gruppengesellschaften eingeräumt.

Insgesamt waren die Darlehenstranchen zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 37,3 Mio. in Anspruch genommen.

Diese Inanspruchnahme ist vollumfänglich durch die von der Gesellschaft und weiteren Unternehmen der GMC-Instruments Gruppe, die ebenfalls Vertragspartner des Konsortialkreditvertrages sind, gewährten Sicherheiten gedeckt.

Das Risiko einer künftigen Inanspruchnahme aus den Haftungsübernahmen im Zusammenhang mit dem Konsortialkreditvertrag wird auf Basis der zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung bestehenden Erkenntnisse über die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der gesamten Unternehmensgruppe und insbesondere aufgrund erwarteter positiver operativer Cashflows in den Jahren 2024 bis 2027 sowie der erwarteten Einhaltung der Kreditverpflichtungen als gering eingestuft.

Aus dem Kreditvertrag besteht die Verpflichtung in den ersten Jahren einen Teil des Zinsrisikos über ein Zinssicherungsgeschäfts abzudecken. Dies wurde vereinbarungsgemäß umgesetzt und die Abrechnung zum 31. Dezember 2023 ergab einen Ertrag von TEUR 19.

Das Zinssicherungsgeschäft bildet als Micro-Hedge zusammen mit dem Kredit-Grundgeschäft eine Bewertungseinheit und sichert das Zinsänderungsrisiko ab.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Zum Abschlussstichtag bestanden Bürgschaftsverpflichtungen zugunsten Dritter in Höhe von TEUR 571. Des Weiteren bestanden zum Abschlussstichtag Abnahmeverpflichtungen für Vorratsvermögen in Höhe von TEUR 10.936.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von TEUR 13.930 sowie aus Leasingverträgen in Höhe von TEUR 1.987.

Durchschnittlicher Personalstand 2023

In 2023 wurden durchschnittlich 776 Mitarbeiter zuzüglich 22 Auszubildende, insgesamt 798 beschäftigt.

Davon entfallen 368 auf den Bereich Produktion, 230 auf den Bereich Verkauf und Marketing, 103 auf den Bereich Forschung und Entwicklung sowie 97 auf den Bereich Administration.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag i. S. d. § 314 I Nr. 25 HGB

Es liegen keine Vorgänge von besonderer Bedeutung vor, die nach dem Ende des Konzernrumpfgeschäftsjahres eingetreten sind und wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben.

Mitglieder des Geschäftsführungsorgans

Der Geschäftsführung gehörte im Rumpfgeschäftsjahr 2023 an:

• Joachim Czabanski, ab 16. Juni 2023, (Eintrag im Handelsregister 16. Juni 2023)

• Matthias Wist, ab 7. August 2023 (Eintrag im Handelsregister 7. August 2023)

• Dr.-Ing. Hans-Peter Opitz, ab 5. April 2023 bis 7. August 2023, (Eintrag im Handelsregister 7. August 2023)

• Dipl.-Ing. Marcel Josef Hutka, Lesmo, Italien von 7. August 2023 bis 17. Oktober 2023

• Tim Käsbach, ab 30. Dezember 2022 bis 5. April 2023, (Eintrag im Handelsregister 5. April 2023)

Im Rumpfgeschäftsjahr erhielt die Geschäftsführung Bezüge von rd. EUR 0,7 Mio.

Anwendung der Befreiungsvorschrift nach § 264 Abs. 3 HGB

Folgende Tochtergesellschaften haben für das Geschäftsjahr die Befreiungsvorschrift des § 264 III HGB in Anspruch genommen und auf die Erstellung eines eigenen Lageberichtes sowie die Offenlegung des Jahresabschlusses - soweit sie dazu verpflichtet sind - mit Hinweis auf die Erstellung des Konzernlageberichtes und die Offenlegung des Konzernabschlusses verzichtet:

• GMC-Instruments GmbH, Nürnberg (D)

• Gossen Metrawatt GmbH, Nürnberg (D)

• GMC-I Service GmbH, Nürnberg (D)

• MTP Messtechnik Produktions GmbH, Nürnberg (D)

• GMC-I New World Beteiligungs GmbH, Nürnberg (D)

• GOSSEN Foto- und Lichtmesstechnik GmbH, Nürnberg (D)

Die GMC-Instruments GmbH, Nürnberg, wird in den Konzernabschluss der Gem TopCo GmbH, Nürnberg, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden im Unternehmensregister veröffentlicht.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen Konditionen.

 

Nürnberg, den 26. April 2024

GMC-Instruments GmbH

Joachim Czabanski

Matthias Wist

Entwicklung des Anlagevermögens

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ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
Stand 1.4.2023 / Erstkonsolidierung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 66.284.257 78.349 -3.510.151 1.746.022
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 27.867.652 69.140 -54.683 100.562
3. Geschäfts- oder Firmenwert 91.435.974 0 0 0
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 11.279.922 3.548.045 -941.135 -1.746.022
196.867.806 3.695.534 -4.505.969 100.562
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 2.478.854 0 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 14.483.582 614.583 -606.232 116.263
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 25.287.758 666.925 -1.102.775 140.104
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 519.027 42.875 -299 -356.928
42.769.220 1.324.382 -1.709.306 -100.562
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.800 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 54.596 2.722 0 0
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 150.000 0 -15.000 0
232.396 2.722 -15.000 0
GESAMT 239.869.422 5.022.639 -6.230.275 0
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ANSCHAFFUNGS- ODER HERSTELLUNGSKOSTEN
Währungsdifferenzen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 917.224 65.515.701
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 139.110 28.121.780
3. Geschäfts- oder Firmenwert 134.761 91.570.735
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 243.800 12.384.610
1.434.894 197.592.827
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 28.102 2.506.956
2. Technische Anlagen und Maschinen 511.219 15.119.414
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 314.777 25.306.788
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau -548 204.126
853.549 43.137.285
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 27.800
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 57.318
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 135.000
0 220.118
GESAMT 2.288.443 240.950.229
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ABSCHREIBUNGEN
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Stand 1.4.2023 / Erstkonsolidierung
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Umbuchungen
EUR
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 59.782.557 2.329.404 -3.510.151 0
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 4.758.824 5.304.102 -54.665 0
3. Geschäfts- oder Firmenwert 2.069.797 8.568.854 -1.822.596 0
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 1.412.211 452.418 -847.448 0
68.023.389 16.654.778 -6.234.860 0
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 539.912 151.115 0 0
2. Technische Anlagen und Maschinen 12.197.919 419.848 -687.667 0
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 21.683.591 1.013.024 -994.019 0
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0 0 0
34.421.422 1.583.987 -1.681.686 0
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0 0 0
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0 0 0
0 0 0 0
GESAMT 102.444.811 18.238.765 -7.916.546 0
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ABSCHREIBUNGEN
Währungsdifferenzen
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 770.624 59.372.434
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 67.175 10.075.436
3. Geschäfts- oder Firmenwert 103.585 8.919.640
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 0 1.017.181
941.384 79.384.691
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 5.835 696.862
2. Technische Anlagen und Maschinen 497.818 12.427.919
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 317.655 22.020.250
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0 0
821.308 35.145.031
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0 0
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 0 0
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 0 0
0 0
GESAMT 1.762.692 114.529.722
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I. IMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Buchwert Stand 31.12.2023
EUR
Buchwert Stand 1.4.2023 / Erstkonsolidierung
EUR
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 6.143.267 6.501.700
2. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 18.046.345 23.108.828
3. Geschäfts- oder Firmenwert 82.651.095 89.366.177
4. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte im Bau 11.367.429 9.867.711
118.208.136 128.844.416
II. SACHANLAGEN
1. Grundstücke und Bauten 1.810.094 1.938.942
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.691.496 2.285.663
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.286.538 3.604.167
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 204.126 519.027
7.992.253 8.347.798
III. FINANZANLAGEN
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 27.800 27.800
2. Anteile an assoziierten Unternehmen 57.318 54.596
3. Ausleihungen an assoziierte Unternehmen 135.000 150.000
4. Sonstige Ausleihnungen 0 0
220.118 232.396
GESAMT 126.420.507 137.424.610

Konzerneigenkapitalspiegel

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Eigenkapital des Mutterunternehmens
Gezeichnetes Kapital
EUR
Kapitalrücklage nach § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB
EUR
Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
EUR
Gewinnvortrag / Verlustvortrag
EUR
Stand zum 1.04.2023 25.000 113.686.743 0 0
Kapitalerhöhung 5.150.411
Währungsumrechnung 274.009
Konzernjahresfehlbetrag
Stand zum 31.12.2023 25.000 118.837.154 274.009 0
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Konzernjahresüberschuss/- fehlbetrag, der dem Mutterunternehmen zuzurechnen ist
EUR
Summe
EUR
Stand zum 1.04.2023 0 113.711.743
Kapitalerhöhung 5.150.411
Währungsumrechnung 274.009
Konzernjahresfehlbetrag -17.927.055 -17.927.055
Stand zum 31.12.2023 -17.927.055 101.209.108
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Nicht beherrschende Anteile
Nicht beherrschende Anteile vor Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung und Jahresergebnis
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Eigenkapitaldifferenzen aus Währungsumrechnung
EUR
Auf nicht beherrschende Anteile entfallende Gewinne
EUR
Summe
EUR
Stand zum 1.04.2023 163.538 14.132 0 177.670
Kapitalerhöhung 0
Währungsumrechnung -9.758 -9.758
Konzernjahresfehlbetrag 23.727 23.727
Stand zum 31.12.2023 163.538 4.374 23.727 191.638
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Konzerneigenkapital
Summe
EUR
Stand zum 1.04.2023 113.889.413
Kapitalerhöhung 5.150.411
Währungsumrechnung 264.250
Konzernjahresfehlbetrag -17.903.328
Stand zum 31.12.2023 101.400.746
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Konzern Kapitalflussrechnung 2023
EUR
1. Periodenergebnis nach Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter -17.927.055
2. Ergebnisanteil nicht beherrschender Gesellschafter 23.727
3. Abschreibungen (+) auf Gegenstände des Anlagevermögens 18.238.765
4. Zunahme (+) / Abnahme (-) der Rückstellungen 4.571.305
5. Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen (+) / Erträge (-) -1.731.613
6. Zunahme (-) / Abnahme (+) der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 1.835.926
7. Zunahme (+) / Abnahme (-) der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -261.412
8. Gewinn (-) / Verlust (+) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens -3.339
9. Zinsaufwendungen (+) 2.975.131
10. Zinserträge (-) -51.052
11. Ertragssteueraufwand (+) / -ertrag (-) -3.748.991
12. Ertragssteuerzahlungen (-) -913.704
13. Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit 3.007.688
14. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens (+) 0
15. Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen (-) -3.695.534
16. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens (+) 30.959
17. Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen (-) -1.324.382
18. Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 15.000
19. Erhaltene Zinsen (+) 48.013
20. Cashflow aus der Investitionstätigkeit -4.925.945
21. Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen von Gesellschaftern des Mutterunternehmens 5.150.411
22. Einzahlungen aus der Aufnahme von Kreditverbindlichkeiten (+) 10.633.334
23. Auszahlungen aus der Tilgung von Gesellschafterdarlehen (-) -5.000.000
24. Gezahlte Zinsen (-) -2.857.726
25. Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens (-) 0
26. Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 7.926.019
27. Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 6.007.762
28. Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds -5.523
29. Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 10.842.295
30. Finanzmittelfonds am Ende der Periode 16.844.534
Zusammensetzung des Finanzmittelfonds
Liquide Mittel 16.844.534
Jederzeit fällige Kreditverbindlichkeiten 0
16.844.534

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlusspüfers

An die GMC-Instruments GmbH (vormals: Gem BidCo GmbH), Nürnberg

PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben den Konzernabschluss der GMC-Instruments GmbH (vormals: Gem BidCo GmbH), Nürnberg, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der GMC-Instruments GmbH (vormals: Gem BidCo GmbH) für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

― entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 1. April 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

― vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt.

Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.

Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER FÜR DEN KONZERNABSCHLUSS UND DEN KONZERNLAGEBERICHT

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTS

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

― identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

― gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

― beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

― ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

― beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

― holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

― beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

― führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Essen, 26. April 2024

BDO AGWirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Wulfmeier, Wirtschaftsprüfer

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