filmpool fiction GmbH
Hürth
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Lagebericht
für das Geschäftsjahr 2023
1. Geschäft und
Rahmenbedingungen
Die filmpool fiction GmbH (nachstehend auch: fpf oder
Gesellschaft) ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der MME
MOVIEMENT AG, München.
Für das Geschäft der fpf sind die
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland relevant,
da keine nennenswerten Erlöse im Ausland erzielt
werden. Die fpf produziert ausschließlich Programme
für die Sparte Unterhaltung, überwiegend für
die öffentlich - rechtlichen Fernsehsender in
Deutschland.
Die fpf erzielte im Geschäftsjahr 2023
Umsatzerlöse in Höhe von 14,04 Millionen Euro
(Vj.: 20,09 Millionen Euro) und realisierte dabei einen
Jahresfehlbetrag von 1,51 Millionen Euro (Vj.:
Jahresfehlbetrag 0,46 Millionen Euro).
Hauptauftraggeber der fpf sind dabei die
öffentlich - rechtlichen Sendeanstalten (Degeto, NDR,
MDR, WDR).
Gerade im Hinblick auf die noch andauernde und weiter
fortschreitende weltweite Transformation vom linearen,
traditionellen Fernsehen hin zum "Internetfernsehen" kann
man auch im Jahr 2023 von einem insgesamt schwierigen
Marktumfeld im deutschen Fernsehmarkt sprechen. Neben den
mittlerweile etablierten Playern wie Netflix oder Amazon
Prime Video, geraten Anbieter wie RTL+, Disney+, Joyn oder
Apple TV+ als weitere sogenannte Streaming-Dienstleister
weiter in den Mittelpunkt des Streaming-Marktes. Zudem
bauen die öffentlichrechtlichen Sendergruppen ihre
Mediatheken Angebote weiterhin technisch und inhaltlich
aus. Grundsätzlich könnte daraus eine
erhöhte Programmnachfrage abgeleitet werden, was aber
bei genauerer Betrachtung nicht der Fall ist, weil die
Programmbudgets in Summe nicht wachsen, sondern ggf. nur
anders allokiert werden. Gleichzeitig bleiben aber auch
traditionelle Fernsehsender wie ARD, ZDF und RTL weiterhin
wichtig für den deutschen Fernsehmarkt.
Zudem erwarten die Auftraggeber weiterhin in vielen
Fällen weitgehende Rechteübertragungen, um ihre
linearen und nicht-linearen Angebote zu erweitern, ohne die
Produzenten dafür adäquat zu vergüten. Dazu
kommen hohe Investitionen, die Sender in die technische
Infrastruktur für ihre nicht-linearen Angebote
tätigen müssen.
Die im Vergleich zu anderen Programmgenres eher
geringe Rohertragsmarge und die daraus resultierende
niedrige Umsatzrentabilität beruhen darauf, dass die
Produktionen von sogenannten fiktionalen Inhalten aufgrund
der vorgenannten schwierigen Marktbedingungen sowie einer
seit Jahren anhaltend sehr starken Preissetzungsmacht der
Auftraggeber grundsätzlich margenschwach sind.
Trotzdem ist es der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023
gelungen, sieben fiktionale Produktionen an ihre
Auftraggeber auszuliefern. So wurde im Geschäftsjahr
u.a. jeweils eine Folge des Polizeirufs 110 aus Halle
(MDR), aus Magdeburg (MDR) und aus Rostock (NDR)
produziert. Darüber hinaus produzierte die
Gesellschaft vier weitere Filme für
öffentlich-rechtliche Auftraggeber, den Tatort aus
Göttingen, den Flensburg-Krimi, Die Reise zu mir und
eine weitere Folge des Kommissar Dupins.
2. Ertrags- Finanz- und
Vermögenslage
Die fpf hat das Ziel, den langfristigen
Unternehmenserfolg zu sichern und auf Basis finanzieller
sowie nicht-finanzieller Steuerungsgrößen zu
messen und zu bewerten. Die verwendeten finanziellen
Steuerungskennzahlen sind im Wesentlichen Umsatzerlöse
und das Ergebnis nach Steuern.
2.1 Erläuterungen zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft
Umsatzerlöse von insgesamt 14,04 Millionen Euro (Vj.:
20,09 Millionen Euro). Der Rohertrag (Umsatz +/-
Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche
Erträge abzgl. Filmherstellungsaufwand und
produktionsbedingter Personalaufwand) betrug -0,54
Millionen Euro (Vj.: 0,26 Millionen Euro). Dies entspricht
einer Rohertragsmarge von -3,87% (Vj.: 1,27%). Dieser
Abfall der Rohertragsmarge resultiert im Wesentlichen
daraus, dass der drohende Verlust des Projekts "Der
Informant", welches in 2023 produziert wurde, von ca. -1,19
Millionen Euro im Berichtsjahr abgeschrieben wurde. Das
Projekt wird im folgenden Geschäftsjahr 2024
abgeliefert. Bei den in 2023 abgelieferten sieben
Produktionen ist es gelungen, einen positiven
Deckungsbeitrag zu erwirtschaften.
Der Personalaufwand betrug 10,21 Millionen Euro (Vj.:
8,17 Millionen Euro), davon entfielen 9,81 Millionen Euro
(Vj.: 7,92 Millionen Euro) auf projektbezogenen
Personalaufwand.
Die sonstigen betriebliche Aufwendungen betrugen 0,35
Millionen Euro (Vj.: 0,32 Millionen Euro). Hiervon
entfielen 0,17 Millionen Euro auf Dienstleistungen, die von
verbundenen Unternehmen, insbesondere der All3Media
Deutschland GmbH, in Anspruch genommen wurden.
Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im
Berichtsjahr 0,80 Millionen Euro (Vj.: 0,24 Millionen
Euro). Wesentlicher Posten sind insbesondere Erträge
aus Nebengeschäften in Höhe von 0,53 Millionen
Euro sowie Erträge aus der Auflösung von
Rückstellungen in Höhe von 0,22 Millionen Euro.
Die fpf erwirtschaftete einen Jahresfehlbetrag in
Höhe von 1,51 Millionen Euro (Vj.: Jahresfehlbetrag
von 0,46 Millionen Euro).
2.2 Erläuterungen zur
Finanzlage
Die Gesellschaft finanziert sich derzeit aus dem
operativen Geschäftsbetrieb im Wesentlichen selbst.
Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich im
Geschäftsjahr 2023 von 1,29 Millionen Euro um 4,38
Millionen Euro auf 5,67 Millionen Euro. Das hängt im
Wesentlichen mit den jeweils vertraglich vereinbarten
Zahlungskonditionen sowie den zum Stichtag bereits
abgeschlossenen und nicht abgeschlossenen Produktionen
zusammen.
Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen nicht
durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von
5,26 Millionen Euro aus.
Das Working Capital (Definition: Umlaufvermögen
abzgl. flüssige Mittel abzgl. kurzfristige,
nicht-zinstragende Verbindlichkeiten) beläuft sich auf
0,84 Millionen Euro ohne Berücksichtigung der Posten
"Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen"
und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 1,70 Millionen
Euro. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen
Rückstellungen übersteigen die kurzfristigen
Vermögensgegenstände um 0,61 Millionen Euro. Die
sogenannte Quick Ratio (Definition: Verhältnis von
Geldvermögen zzgl. Wertpapiere zzgl. kfr. Forderungen
dividiert durch kfr. Verbindlichkeiten) beträgt 1,02
(Vj.: 1,11). Die kurzfristigen Vermögenswerte
übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um
0,13 Millionen Euro. Es besteht die Gefahr, dass die
Gesellschaft zur Bedienung der kurzfristigen
Verbindlichkeiten keine hinreichende Liquidität aus
den kurzfristigen Vermögenswerten generieren kann.
Eine Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft ist
nicht gegeben, da mit der obersten Konzernmutter der DLG
Acquisition Limited, London UK (DLG) zum 15. Juli 2024 eine
Liquiditätsgarantie geschlossen wurde. In dieser
verpflichtet sich DLG die filmpool fiction GmbH so
auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihre
gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten
in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen. Die
Liquiditätsgarantie sieht eine Mindestlaufzeit bis 30.
Juni 2026 vor und kann danach mit einer Frist von 3 Monaten
nur gekündigt werden, wenn für die filmpool
fiction GmbH die Fortführung der
Unternehmenstätigkeit i.S.d. §252 Abs.1 Nr.2 HGB
nachhaltig gesichert ist.
Darüber hinaus wurde das Risiko auch durch eine
Darlehenszusage der Muttergesellschaft MME Moviement AG
abgesichert. Die aus dem Vorjahr vorgetragene
Darlehenszusage mit einem "Darlehen auf erste Anforderung"
vom 6. Januar 2021 mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2024
wurde durch die mit Datum vom 30. Mai 2023 mit Wirkung zum
1. Januar 2023 geschlossene Rahmenkreditvereinbarung als
Kontokorrentabrede abgelöst.
Die Rahmenkreditvereinbarung als Kontokorrentabrede
hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2027. Der Vertrag sieht
eine Übernahme des Saldos in Höhe von 4,577
Millionen Euro zum 31. Dezember 2022 aus der alten
Darlehenszusage sowie die Neuausreichung eines
Darlehensbetrages in Höhe von zusätzlich 1,0
Million Euro vor.
2.3 Erläuterungen zur Bilanz
Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt
32,65 Millionen Euro (Vj.: 21,82 Millionen Euro). Die
Gesellschaft weist zum Stichtag einen nicht durch
Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 5,26
Millionen Euro aus.
Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich
zusammen auf 27,38 Millionen Euro (Vj.: 18,07 Millionen
Euro). Darin enthalten sind liquide Mittel in Höhe von
18,36 Millionen Euro (Vj.: 13,60 Millionen Euro). In beiden
Fällen stehen den liquiden Mitteln auf der Aktivseite
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in
Höhe von 20,40 Millionen Euro (Vj.: 14,29 Millionen
Euro) gegenüber. Hierbei handelt es sich um reine
Zahlungseingangs- und Zahlungsausgangskonten der zu
finanzierenden Produktionen. Die unfertigen Leistungen
betrugen zum Bilanzstichtag 7,81 Millionen Euro (Vj.: 2,34
Millionen Euro). Weiterhin weist die Gesellschaft erhaltene
Anzahlungen in Höhe von 5,67 Millionen Euro aus (Vj.:
1,29 Millionen Euro).
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,52
Millionen Euro um 0,88 Millionen Euro auf 0,64 Millionen
Euro.
Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht
durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von
5,26 Millionen Euro aus (Vj.: 3,75 Millionen Euro). Der
Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,51 Millionen Euro (Vj.:
Jahresfehlbetrag von 0,46 Millionen Euro) erhöht den
bestehenden Verlustvortrag für das nächste
Geschäftsjahr.
Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft
Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt
32,65 Millionen Euro aus (Vj.: 21,82 Millionen Euro).
Bei den Verbindlichkeiten von zusammen 31,90
Millionen Euro (Vj.: 20,79 Millionen Euro) handelt es sich
im Wesentlichen um zum Bilanzstichtag bestehende
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund
von laufenden Projektfinanzierungen. Diesen stehen aber
auch Bankguthaben in Höhe von 18,36 Millionen Euro
(Vj.: 13,60 Millionen Euro) gegenüber. Die
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen
erhöhen sich von 4,86 Millionen Euro um 0,66 Millionen
Euro auf 5,52 Millionen Euro. Darin enthalten sind 5,07
Millionen Euro Darlehensverbindlichkeiten gegenüber
der MME MOVIEMENT AG.
Der Gesellschaft ist es im abgelaufenen
Geschäftsjahr 2023 gelungen, ihren vielfältigen
Verpflichtungen, insbesondere gegenüber Arbeitnehmern,
Banken und Steuerbehörden nachzukommen.
2.4 Nicht finanzielle
Leistungsindikatoren¹
Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator
fungiert für die Gesellschaft die Zuschauerakzeptanz
der produzierten TV-Sendungen - gemessen in Einschaltquoten
und Reichweiten. Diese Kennziffern geben in gewissem Umfang
Aufschluss über die Chancen der Gesellschaft, für
die jeweilige Produktion Folgeaufträge erlangen zu
können. Die Gesellschaft profitiert davon, dass die
von ihr produzierten Filme für die Sendereihen Tatort,
Polizeiruf 110 und Kommissar Dupin in der Regel eine hohe
bis sehr hohe Zuschauerakzeptanz haben und somit
wiederkehrend hohe Chancen für die Gesellschaft
bestehen, dass senderseitig weitere Filme der jeweiligen
Sendereihen beauftragt werden. Unterstützend kommt
hinzu, dass viele von der Gesellschaft produzierten Filme
von der Kritik positiv bewertet werden.
Bedingt durch die Produktionszyklen erfolgt die
Ausstrahlung eines Films in vielen Fällen erst im Jahr
nach Durchführung der Produktion, so dass im
Berichtsjahr vor allem die Einschaltquoten von Produktionen
aus dem Vorjahr gemessen wurden. Bis zur Erstellung dieses
Berichtes erfolgten aber auch bereits Ausstrahlungen
einiger Produktionen aus dem Berichtsjahr, so dass die
Einschaltquoten in diesen Bericht Eingang finden:
| ― |
Der im Jahr 2022 produzierte
Film aus der Reihe Polizeiruf 110 aus Rostock "Nur
Gespenster" wurde am 17.12.2023 ausgestrahlt
(17.12.2023; 7,4 Mio. Zuschauer; Marktanteil 24,8
Prozent). Ein weiterer in 2022 produzierte Film aus
der gleichen Reihe mit dem Titel "Wer ist hier der
Dieb" wurde am 25.02.2024 ausgestrahlt (25.02.2024;
7,4 Mio. Zuschauer: Marktanteil 24,8 Prozent).
|
| ― |
Der im Jahr 2022 produzierte
Film aus der Reihe Polizeiruf 110 aus Magdeburg "Du
gehörst mir" wurde am 27.08.2023 ausgestrahlt
(27.08.2023; 7,5 Mio Zuschauer; Marktanteil 27,6
Prozent).
|
| ― |
Der Tatort aus Göttingen
"Geisterfahrt" wurde im Jahr 2022 produziert und am
11.02.2024 in der ARD ausgestrahlt mit 8,2 Mio.
Zuschauern und einem Marktanteil von 27,2
Prozent.
|
| ― |
Ebenso wurde der in 2023
produzierte Flensburg-Krimi "Wechselspiele" am
22.02.2024 in der ARD ausgestrahlt und erreichte 5,6
Mio. Zuschauer, was einem Marktanteil von 20,9
Prozent entsprach.
|
| ― |
Der im Jahr 2022 produzierte
Kommissar Dupin "Bretonische Nächte" wurde am
20.04.2023 ausgestrahlt (20.04.2023; 5,9 Mio.
Zuschauer; Marktanteil 22,2 Prozent). Zuletzt wurde
der im Jahr 2023 produzierte Film "Bretonischer Ruhm"
ebenso aus der Reihe des Kommissar Dupin am
28.03.2024 in der ARD ausgestrahlt (28.04.2024; 6,6
Mio. Zuschauer; Marktanteil 26,9 Prozent).
|
1 Berechnung aller Quotenangaben der Formate
erfolgte auf Grundlage von Daten der GfK / AGF / TV Scope;
Senderquoten von GGmedia
2.5 Gesamtaussage
Der Rückgang der Umsatzerlöse ist, wie im
Vorjahresabschluss prognostiziert, eingetroffen und liegt
mit ca. 30% genau in der Bandbreite der erwarteten
mittleren bis unteren zweistelligen prozentualen
Umsatzminderung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es
der Gesellschaft nicht gelungen, ein positives
Jahresergebnis zu erwirtschaften. Der Jahresfehlbetrag in
Höhe von 1,51 Millionen Euro liegt deutlich über
dem prognostizierten mittleren bis unteren sechsstelligen
Jahresverlust. Insbesondere die Abschreibung des drohenden
Verlustes für eins der Projekte war dafür
ausschlaggebend. Weitere wesentliche Gründe waren
diverse hohe Preissteigerungen in allen Bereichen, die sich
bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet und erweitert
haben. Auch die inflationäre Lage in Deutschland
spielt dabei eine große Rolle. Zwar lag die
Inflationsrate für das Jahr 2023 unter dem
historischen Höchststand aus 2022, jedoch ist sie mit
knapp 6% im Jahresdurchschnitt weiterhin auf einem sehr
hohen Stand. Die diversen Teuerungen im Jahr 2023 wurden,
wie im vergangenen Jahr, von den Auswirkungen der Kriegs-
und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung
auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Dies betrifft
insbesondere auch die Energiepreise. Die damit
einhergehenden Mehraufwendungen haben die Roherträge
von laufenden und geplanten Produktionen teilweise unter
das geplante Niveau sinken lassen. Damit wurde die
grundsätzlich vergleichsweise bereits geringe
Rohertragsmarge weiter belastet. Selbst mit einem
äußerst disziplinierten Management der
Entwicklung- und Fixkosten konnten die Rückgänge
der Margen nicht in ausreichendem Umfang aufgefangen
werden. Die Geschäftsführung beurteilt das
Geschäftsjahr unter den genannten Bedingungen als ein
schwieriges Geschäftsjahr.
Demgegenüber steht die Fähigkeit der
Gesellschaft, wiederholt Produktionen mit hoher Zuschauer-
und Kritikerakzeptanz herzustellen. Dadurch hat die fpf
eine solide Stellung als Produktionspartner für die
öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und kann
davon ausgehen, auch zukünftig
Produktionsaufträge insbesondere für die
Sendereihen Tatort, Polizeiruf 110 und Kommissar Dupin zu
erlangen.
3. Chancen- und Risikobericht
3.1 Risiken der künftigen
Entwicklung
Grundsätzlich unterliegt die fpf einer Reihe von
internen und externen Risiken, die einzeln oder in der
Summe bestandsgefährdend sein können. Durch
regelmäßige Abstimmung in den unterschiedlichen
Gremien der Gesellschaft und innerhalb des MME
MOVIEMENT-Konzerns sowie durch die Etablierung und
Weiterentwicklung eines auf die Bedürfnisse der
Branche angemessenen Risikomanagementsystems soll vermieden
werden, dass Risiken nicht oder zu spät erkannt
werden. Es ist hierbei zu bedenken, dass
Programmentscheidungen ausschließlich von den
TV-Sendern getroffen werden und spontane und
unvorhersehbare Entscheidungen mit negativen Konsequenzen
für den Auftragnehmer nicht auszuschließen sind.
Der Risikoeinschätzung liegt jeweils eine
Gesamteinschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit
des Eintritts und der Auswirkungen auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage zugrunde.
Insgesamt herrscht im deutschen Fernsehmarkt ein
intensiver Wettbewerb, sowohl zwischen den einzelnen
Sendeanstalten als auch zwischen den Produzenten. Der
geringen Anzahl von Sendern steht eine große Anzahl
von Produktionsfirmen gegenüber. Darüber hinaus
besteht bei einigen Sendern die Tendenz,
Produktionsaufträge von ihren eigenen
Tochtergesellschaften durchführen zu lassen. Unter
Einbeziehung eines derzeit stagnierenden bis nur moderat
wachsenden Gesamtmarktes unterliegt die Gesellschaft daher
einem permanenten Wettbewerbsdruck. Die Gesellschaft stuft
dieses Risiko als mittleres Risiko ein.
Seit Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 besteht
eine Reihe von nicht-versicherbaren produktionsbezogenen
Risiken im Zusammenhang mit der Pandemie. Anfang 2023 hat
die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen
Gesundheitsnotstand für Corona aufgehoben und somit
die Pandemie für beendet erklärt. Demnach wurde
auch der Ausfallfonds II, der zur Absicherung von nicht
refinanzierten Produktionskosten im Falle eines
Drehausfalls oder einer -verschiebung diente, aufgehoben.
Zwar ist die Pandemie offiziell beendet, es verbleibt
jedoch ein nicht verlässlich einschätzbares
Restrisiko, dass durch neue Entwicklungen der Lage, z.B.
durch Mutationen des Virus, Umstände eintreten, die
den Produktionsbetrieb belasten, einschränken oder
verhindern. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko derzeit
als mittleres Risiko ein.
Für TV-Produktionsfirmen besteht das Risiko,
dass Aufträge nicht verlängert werden bzw. neue
Aufträge nicht oder nur zeitversetzt erteilt werden.
Die Gesellschaft trägt durch eine verstärkte
Entwicklungstätigkeit sowie durch eine
regelmäßige Beobachtung des internationalen
Formatmarktes dazu bei, frühzeitig neue Projekte zu
generieren und somit einem modifizierten Nachfrageverhalten
der TV-Sender mit einem entsprechenden Angebot begegnen zu
können. Hier ist insgesamt von einem mittleren Risiko
auszugehen.
Die Auftragsproduktionen der fpf unterliegen einem
Produktionsrisiko, da die Entwicklung und Produktion in der
Regel sehr kostenintensiv sind. Die Verfügbarkeit von
ausreichenden Finanzmitteln für die Entwicklung von
Programmen und für deren Herstellung sowie die
Fähigkeit, eine Produktion im Rahmen der zur
Verfügung stehenden Finanzierung zu realisieren, ist
existenziell. Die fpf verfügt über
langjährig aufgebautes Know-How, um das
Produktionsrisiko bei der Herstellung von Formaten, Serien
und Fernsehfilmen kontrollieren zu können. In der
Regel wird erreicht, dass das Finanzierungsrisiko
vollständig auf den auftraggebenden Sender
übergeht, so dass die Gesellschaft nur im begrenzten
Rahmen in die Vorfinanzierung zu gehen hat. Hierfür
stehen bisher ausreichende Projektkreditlinien seitens der
Kreditinstitute zur Verfügung. Auch dieses Risiko ist
als mittleres Risiko einzustufen.
Im Rahmen der Verträge, die die fpf mit Kunden,
Dienstleistern und Mitwirkenden eingeht, bestehen die
allgemeinen vertraglichen Risiken, wie z. B. das
Vertragserfüllungsrisiko. Darüber hinaus
müssen im Rahmen der Verträge eine Reihe von
Urheber-, Leistungsschutz- und sonstigen Rechten von der
Gesellschaft an die jeweiligen Sender und dementsprechend
auch von den jeweiligen Rechteinhabern (z.B. Autoren,
Moderatoren, Mitwirkende, Künstler etc.) an die fpf
übertragen werden. Um die daraus entstehenden
rechtlichen Risiken zu minimieren, nutzt die fpf die
konzerninterne Rechtsabteilung der ALL3MEDIA Deutschland
GmbH. Dieses Risiko lässt sich als gering einstufen.
Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft
hängt in hohem Maße von den Leistungen einzelner
Mitarbeiter ab. Der Erfolg der einzelnen Projekte
hängt insbesondere auch von der Qualität der an
der Entwicklung und Produktion beteiligten Personen, sowohl
im kreativen als auch im organisatorischen Bereich, ab. Die
Fähigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu halten, neu
anzuwerben und langfristig zu binden, ist auch eine
wesentliche Voraussetzung für die weitere Entwicklung
der Gesellschaft. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko als
gering ein.
Der Grad der Digitalisierung der TV- und
Kommunikationslandschaft nimmt stetig zu. Aus Sicht der fpf
ist diese Entwicklung zweiseitig zu beurteilen. Auf der
einen Seite ist festzustellen, dass sich die
Einnahmesituation der aktuellen Abnehmer (Free-TV-Sender)
in naher Zukunft wohl nur unwesentlich verbessern wird.
Hieraus wird für die Produzentenseite tendenziell eher
Preisdruck auf bestehende bzw. neue Programme entstehen.
Dies wird als Risiko für die Weiterentwicklung
eingestuft. Die sich aus dieser voraussichtlichen
Entwicklung ableitbare anhaltende Konsolidierungsbewegung
auf Produzentenseite kann von der Gesellschaft und ihrer
Muttergesellschaft, der MME MOVIEMENT AG, andererseits zum
Ausbau der Marktposition mittels Akquisition genutzt
werden. Zudem besteht grundsätzlich die Chance, dass
die durch die Digitalisierung entstandenen neuen
Marktteilnehmer (z. B. Netflix, Amazon, Joyn, RTL+)
zukünftig verstärkt als Auftraggeber für
fiktionale Produktionen im deutschen Markt auftreten und
die Gesellschaft somit neue Kunden gewinnen kann. Hierin
werden entsprechend Chancen gesehen. Derzeit halten sich
Chancen und Risiken nach unserer Einschätzung noch die
Waage.
Seit dem 24. Februar 2022 ist Russlands Angriffskrieg
gegen die Ukraine Zentrum aller Aufmerksamkeit. Seitdem
sind insbesondere die Öl- und Gaspreise stark
gestiegen und die deutsche Abhängigkeit von fossilen
Energiequellen Russlands treiben die Energiepreise in die
Höhen, genauso die Inflationsrate. Sie verteuert das
Leben für alle Menschen, auch das unserer
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schon im März 2022
mussten die Menschen in Deutschland ca. 40% mehr für
Haushaltsenergie und Kraftstoffe ausgeben als im
Vorjahresmonat. Die deutliche Energiepreissteigerung
infolge des Ukraine-Krieges hat die Inflation in
Deutschland im November 2022 auf den höchsten Stand
seit der Wiedervereinigung getrieben. Auch Nahrungsmittel,
Verbraucherpreise und Dienstleistungen verteuerten sich
deutlich. Zwar lag die Inflationsrate im Jahr 2023 unter
diesem historischen Höchststand aus 2022, jedoch ist
sie mit knapp 6% im Jahresdurchschnitt weiterhin auf einem
sehr hohen Niveau.
Das beeinflusst direkt auch die Filmbranche und somit
die fpf. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu
unterstützen, sowie konkurrenzfähig in der
ohnehin umkämpften Branche zu bleiben, sind die Lohn-
und Gehaltskosten gestiegen. Auch und insbesondere die
weiteren Steigerungen der Preise in den Bereichen Catering,
Mietwagen, Baulöhne, Baumaterialien, Setlogistik und
alle entsprechenden Dienstleistungen haben direkten
Einfluss auf die Filmbranche. Es ist derzeit nicht
abzuschätzen, welches Ausmaß die steigenden
Preise weiterhin annehmen. Außerdem bleibt
abzuwarten, wie der Markt und die Filmindustrie hierauf
reagiert. Die fpf stuft das Risiko durch die höheren
Produktionskosten als höher ein.
Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch
Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch ein
zeitnahes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Hierbei
handelt es sich um ein geringes Risiko.
Die Sicherheit von Bankguthaben und die
Verfügbarkeit von bestehenden Kreditlinien für
Produktions- und allgemeine Betriebsfinanzierungen
unterliegen im Rahmen der weltweiten Finanzmarktkrise auch
der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der
kreditgebenden Bankinstitute. Zur Streuung dieser Risiken
strebt die fpf an, zukünftig in den Bereichen
Geldanlage und Finanzierung mit zwei oder mehr voneinander
unabhängigen Banken zusammenzuarbeiten. Auf Grund der
bestehenden Diversifikation handelt es sich hierbei um ein
geringes Risiko.
Zusammenfassend ist insbesondere wegen der steigenden
Produktionskosten aufgrund der anhaltenden
Inflationären Lage zum gegenwärtigen Zeitpunkt
keine belastbarere Prognoseberichterstattung möglich.
Aus den inflationsbedingten Auftragsproduktionsrisiken
könnte sich eine angespannte Liquiditätssituation
und damit eine bestandsgefährdende Tatsache für
die Gesellschaft ergeben (siehe 3.3).
3.2 Chancen der künftigen
Entwicklung
Diesen Risiken stehen aber auch unverkennbare Chancen
gegenüber. Neben etablierten Programmmarken wie den
beliebten "Polizeiruf 110" aus Rostock oder den "Tatort
Münster", ist es der Gesellschaft in den vergangenen
Jahren gelungen, das Programmportfolio um den "Polizeiruf
110" aus Magdeburg sowie um den "Tatort Göttingen" zu
erweitern. Ebenso wird die Reihe des Kommissar Dupins
bisher jedes Jahr wieder durch die ARD beauftragt. Diese
Neubeauftragungen signalisieren das Vertrauen, das seitens
der Sender in die produzentischen Fähigkeiten der fpf
besteht. Die Chancen hieraus lassen sich als hoch
einstufen.
Damit verfügt die Gesellschaft in einem
projektorientierten Branchenumfeld über sehr
verlässliche Produktionen, die sich bereits seit
vielen Jahren einer hohe Zuschauerakzeptanz erfreuen. Aber
auch die neuen Produktionen konnten sich auf Anhieb im
Wettbewerbsumfeld behaupten. Es ist Kern der Strategie der
fpf und ihrer Muttergesellschaft MME MOVIEMENT AG, genau
diese Kernkompetenz konsequent am Markt weiter auszubauen.
Die Gesellschaft bewertet diese Chancen als hoch.
Durch die mehrheitliche Zugehörigkeit zur
All3Media-Group eröffnen sich der MME MOVIEMENT AG und
damit mittelbar auch der fpf darüber hinaus neue
Chancen, im internationalen Markt tätig zu werden. So
erhält die Gruppe exklusiven Zugang zum
Programmportfolio der All3Media-Group und kann Formate aus
diesem Portfolio im deutschen Markt anbieten.
Zudem haben sich in den letzten Jahren die
großen öffentlich-rechtlichen und privaten
Sender in Deutschland verstärkt auf den Ausbau ihrer
digitalen Angebote konzentriert. Dadurch konnten und
können weiterhin neue Geschäftsfelder erschlossen
werden. Zudem können dadurch neue Zielgruppen erreicht
und angesprochen werden. Die Gesellschaft stuft diese
Chancen als hoch ein.
Darüber hinaus ergeben sich Chancen im Rahmen
einer international koordinierten Programmentwicklung sowie
durch den Zugriff auf den sog. scripted formats Katalog der
All3Media-Group. Hierdurch erhöhen sich
grundsätzlich die Chancen, einen Programmhit zu finden
bzw. in der gruppenweiten Zusammenarbeit zu kreieren oder
durch Adaption eines internationalen Fiction-Formats aus
dem All3Media-Group-Katalog Aufträge im deutschen
Markt zu erlangen. Inwieweit auch der internationale
Vertrieb verstärkt wird, hängt insbesondere davon
ab, ob es der fpf zukünftig noch besser gelingt,
Rechte für den Auslandsvertrieb zurückzubehalten.
Derzeit stehen hier die tradierten
Geschäftsbeziehungen in Deutschland zwischen Sender
und Produzent noch weitgehend entgegen. Die Rechte am
fertiggestellten Programm liegen zumeist beim
auftraggebenden Sender. Diese Chancen sieht die
Gesellschaft eher moderat.
3.3 Gesamtaussage der zukünftigen
Entwicklung
Neben denen unter den Ziffern 3.1 und 3.2
erläuterten Risiken und Chancen der Gesellschaft muss
in einer Gesamtaussage auf die noch ungewissen Risiken
respektive Auswirkungen insbesondere der Inflationären
Lage verwiesen werden. Auch im Geschäftsjahr 2023
bestehen weiterhin eine Reihe von nicht-versicherbaren
produktionsbezogenen Risiken im Zusammenhang mit Corona,
beispielsweise das Risiko, dass Mitarbeiter des
Produktionsteams oder Darsteller sich infizieren und
dadurch für die Dreharbeiten nicht zur Verfügung
stehen. Es besteht weiterhin das Risiko, dass erforderliche
Kosten zum Infektionsschutz im Produktionsbetrieb nicht
oder nicht vollständig vom auftraggebenden Sender
übernommen werden und so als nicht refinanzierte
Produktionskosten die Produktionsroherträge
schmälern. Zwar ist es der Produktionsbranche
gelungen, schnell effiziente Schutzkonzepte zu entwickeln,
es verbleibt jedoch ein nicht verlässlich
einschätzbares Restrisiko, dass durch neue
Entwicklungen der Virus-Lage, z. B. durch Mutationen,
Umstände eintreten, die den Produktionsbetrieb
belasten, einschränken oder verhindern.
Zudem besteht das Risiko von weiterhin steigenden
Preisen aufgrund der anhaltenden Inflation. Der
zukünftige Verlauf der inflationären Lage in
Deutschland ist außerdem nicht verlässlich
abschätzbar. Auch die weiteren ungewissen
Entwicklungen des Angriffskriegs gegen die Ukraine spielen
dabei eine große Rolle. Sollten die steigenden
Produktionskosten nicht oder nicht vollständig vom
auftraggebenden Sender übernommen werden, führen
auch diese nicht refinanzierten Produktionskosten zu einer
Schmälerung der Roherträge.
Zwar sieht die Geschäftsführung der
Gesellschaft für das nächste Geschäftsjahr
einer guten Beauftragungssituation entgegen, es lässt
sich jedoch derzeit schwer einschätzen, wie sehr die
Auswirkungen des Krieges und der Inflation das
Geschäft noch beeinflussen werden.
Vor diesem Hintergrund befindet sich die fpf bereits
im Wandel und passt sich strategisch einem veränderten
Arbeitsmarkt an.
4. Prognosebericht
Der fpf ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr
gelungen, ihr Produktionsportfolio weiter zu
diversifizieren. Mit sieben ausgelieferten Filmen
gehört die Gesellschaft nach eigener Einschätzung
zu den größten Produzenten von Fernsehfilmen im
deutschen Markt. Es ist das erklärte Ziel der
Gesellschaft, die Marktposition zu halten und bei sich
bietenden Gelegenheiten auszubauen. Aufgrund allgemeiner
Marktumstände und der allgemeinen wirtschaftlichen
Lage in Deutschland im Besonderen ist die
Wirtschaftlichkeit einzelner Produktionen zuletzt jedoch
rückläufig gewesen. Gleichzeitig ist es der
Gesellschaft gelungen, bei einzelnen Produktionen an
Erlösen aus der internationalen Auswertung zu
partizipieren.
Derzeit geht die Reichweite bestehender
Produktionsaufträge der fpf bis zum Winter 2024. Wie
vorhergehend dargestellt, kommen zu den allgemeinen Risiken
und Chancen der zukünftigen Entwicklung weitere
besondere Risiken aufgrund des anhaltenden Krieges und der
Inflation hinzu, deren Eintrittswahrscheinlichkeit kaum
abschätzbar ist. Weiterhin sind bereits eingetretene
Mehrkosten - bedingt durch hohe Preissteigerungen in allen
Bereichen - in einer Prognose zu berücksichtigen.
Abhängig vom weiteren Verlauf der inflationären
Situation in Deutschland und der damit einhergehenden
Preissteigerungen und Mehraufwendungen können die
Roherträge von laufenden und geplanten Produktionen
unter das derzeit bekannte bzw. geplante Niveau sinken,
weitere nicht-refinanzierbare Mehrkosten können auf
die Gesellschaft zukommen und geplante
Produktionsaufträge können entfallen oder
verschoben werden.
Die Geschäftsführung geht davon aus, dass
für 2024 bei einem Anstieg der Umsatzerlöse im
mittleren bis unteren zweistelligen Prozentbereich ein
Jahresverlust mit einem mittleren bis unteren
sechsstelligen Betrag erwirtschaften wird.
Hürth, den 13. August
2024
| Vittorio Valente |
| Mathias Lösel |
Jahresabschluss
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31.
Dezember 2023
Bilanz zum 31. Dezember 2023
Aktiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
€ |
€ |
| A.
Anlagevermögen |
|
|
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
0,00 |
6,00 |
| II. Sachanlagen |
|
|
| 1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
4.617,17 |
4.075,59 |
|
4.617,17 |
4.081,59 |
| B.
Umlaufvermögen |
|
|
| I. Vorräte |
|
|
| 1. unfertige
Erzeugnisse, unfertige Leistungen |
7.814.638,06 |
2.343.198,43 |
| 2. fertige Erzeugnisse
und Waren |
422.769,46 |
398.447,74 |
|
8.237.407,52 |
2.741.646,17 |
| II. Forderungen und
sonstige Vermögensgegenstände |
|
|
| 1. Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen |
635.232,47 |
1.517.754,76 |
| 2. Forderungen gegen
verbundene Unternehmen |
5.993,34 |
40,00 |
| 3. sonstige
Vermögensgegenstände |
147.432,21 |
202.296,31 |
|
788.658,02 |
1.720.091,07 |
| III. Kassenbestand,
Guthaben bei Kreditinstituten |
18.356.357,28 |
13.604.879,61 |
|
27.382.422,82 |
18.066.616,85 |
| C.
Rechnungsabgrenzungsposten |
0,00 |
699,39 |
| D. Nicht durch
Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
5.258.114,14 |
3.746.128,88 |
|
32.645.154,13 |
21.817.526,71 |
Passiva
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
€ |
€ |
| A. Eigenkapital |
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
25.000,00 |
25.000,00 |
| II. Verlustvortrag |
-3.771.128,88 |
-3.314.945,62 |
| III.
Jahresfehlbetrag |
-1.511.985,26 |
-456.183,26 |
| IV. Nicht durch
Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag |
5.258.114,14 |
3.746.128,88 |
|
0,00 |
0,00 |
| B.
Rückstellungen |
|
|
| 1. sonstige
Rückstellungen |
741.798,53 |
1.028.232,32 |
|
741.798,53 |
1.028.232,32 |
| C.
Verbindlichkeiten |
|
|
| 1. Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
20.402.207,19 |
14.286.522,35 |
| 2. erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
5.667.308,40 |
1.287.985,80 |
| 3. Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
37.730,90 |
16.545,15 |
| 4. Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
5.519.255,84 |
4.857.788,47 |
| davon gegenüber
Gesellschaftern EUR 5.170.070,79 (Vorjahr: EUR
4.627.009,07) |
|
|
| 5. sonstige
Verbindlichkeiten |
276.853,27 |
340.452,62 |
| davon aus Steuern EUR
232.176,83 (Vorjahr: EUR 237.731,31) |
|
|
| davon im Rahmen der
sozialen Sicherheit EUR 43.655,11 (Vorjahr: EUR
39.394,70) |
|
|
|
31.903.355,60 |
20.789.294,39 |
|
32.645.154,13 |
21.817.526,71 |
Gewinn-
und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31.
Dezember 2023
|
01.01. -31.12.2023 |
01.01. -31.12.2022 |
|
€ |
€ |
| 1.
Umsatzerlöse |
14.043.259,20 |
20.088.917,90 |
| 2. Erhöhung oder
Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen
Erzeugnissen |
5.495.761,35 |
-3.005.511,54 |
| 3. sonstige betriebliche
Erträge |
802.681,24 |
242.782,25 |
| 4. Filmaufwand |
11.072.644,39 |
9.153.278,90 |
| 5. Personalaufwand |
|
|
| a) Löhne und
Gehälter |
8.801.601,95 |
7.109.832,45 |
| b) soziale Abgaben und
Aufwendungen für Altersversorgung und für
Unterstützung |
1.410.497,87 |
1.062.613,56 |
|
10.212.099,82 |
8.172.446,01 |
| 6. Abschreibungen |
|
|
| a) auf immaterielle
Vermögensgegenstände des
Anlagevermögens und Sachanlagen |
1.263,30 |
1.735,27 |
| 7. sonstige betriebliche
Aufwendungen |
346.239,69 |
318.837,11 |
| 8. Zinsen und
ähnliche Aufwendungen |
221.439,85 |
136.074,58 |
| davon an verbundene
Unternehmen EUR 221.439,85 (Vorjahr: EUR
136.074,58) |
|
|
| 9. Ergebnis nach
Steuern |
-1.511.985,26 |
-456.183,26 |
| 10.
Jahresfehlbetrag |
-1.511.985,26 |
-456.183,26 |
ANHANG
FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31.
DEZEMBER 2023
1. VORBEMERKUNG
Die Gesellschaft wurde am 1. Februar 2006 als Blitz
06-048 GmbH gegründet und nachfolgend zunächst in
Lunet Entertainment GmbH und später in filmpool media
entertainment GmbH umfirmiert. Mit Gesellschafterbeschluss
vom 15. Oktober 2010 und Eintragung in das Handelsregister
am 22. Oktober 2010 wurde die filmpool media entertainment
GmbH in die MME fiction GmbH umfirmiert. Mit
Gesellschafterbeschluss vom 26. September 2012 wurde die
Gesellschaft in filmpool fiction GmbH umbenannt. Sie hat
ihren Sitz in der Kalscheurener Straße 91 in 50354
Hürth. Die Eintragung im Handelsregister B des
Amtsgerichts Köln unter HRB 76920 erfolgte am 8.
November 2012. Alleinige Gesellschafterin ist die MME
MOVIEMENT AG.
Der Jahresabschluss für die Zeit vom 1. Januar
bis 31. Dezember 2023 der filmpool fiction GmbH,
Hürth, wurde nach den Vorschriften des HGB und des
GmbHG aufgestellt.
Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in §
266 Abs. 2 und 3 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema.
Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung
mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten
Gesamtkostenverfahren gegliedert.
Gemessen an den für Kapitalgesellschaften
geltenden Größenklassen des § 267 HGB
handelt es sich um eine mittelgroße Gesellschaft.
2. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND
BEWERTUNG
Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der
Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.
Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der
Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des
Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen waren dies
folgende Grundsätze und Methoden:
Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle
Vermögensgegenstände des Anlagevermögens
werden zu Anschaffungskosten aktiviert und um
planmäßige Abschreibungen, die den Werteverzehr
in der Berichtsperiode widerspiegeln, vermindert.
Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige
Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen
Abschreibungen werden in Anlehnung an die steuerlichen
Afa-Tabellen, soweit diese der tatsächlichen
voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der
Vermögensgegenstände entsprechen, linear
vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit
Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs
voll abgeschrieben.
Die Bewertung des Vorratsvermögens, unter das
unfertige bzw. fertige Film- und Fernsehproduktionen
fallen, erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Die
Herstellungskosten beinhalten Material- und
Fertigungseinzelkosten. Verwaltungsgemeinkosten werden
nicht mit einbezogen.
Fallen Entwicklungs- und Produktionskosten für
Film- und Fernsehproduktionen an, die keine
Auftragsproduktionen sind oder für die Verträge
als Auftragsproduktionen in absehbarer Zeit voraussichtlich
nicht abgeschlossen werden, erfolgt eine sofortige
Erfassung der Kosten als Aufwand.
Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw.
mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert
angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit
erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene
Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen
werden abgeschrieben.
Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten
sind zum Nominalwert bilanziert.
Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden
Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, welche Aufwand
für eine bestimmte Zeit danach darstellen.
Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird
gemäß § 272 HGB zum Nennbetrag angesetzt.
Die sonstigen Rückstellungen
berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen sowie alle drohenden Verluste
aus schwebenden Geschäften mit dem Betrag ihrer
voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Höhe der
Rückstellungen ergibt sich aufgrund vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung.
Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum
Erfüllungsbetrag angesetzt.
Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald sie
realisiert sind. Als realisiert gelten Umsätze, wenn
alle beauftragten Folgen an den Kunden ausgeliefert sind
und mit keinen nennenswerten Änderungen mehr gerechnet
wird.
Der sonst übliche Begriff Materialaufwand wird
in der Gewinn- und Verlustrechnung durch den Begriff
Filmaufwand ersetzt. Dieser beinhaltet alle
Materialaufwendungen und Dienstleistungen, die zur
Erstellung und Produktion der abgelieferten Folgen mittel-
oder unmittelbar aufgewendet werden müssen.
3. GRUNDLAGEN FÜR DIE UMRECHNUNG
VON FREMDWÄHRUNGSPOSTEN IN EUR
Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde
Währung lautenden Sachverhalte, die in EUR umgerechnet
wurden.
4. ERLÄUTERUNGEN ZUM
JAHRESABSCHLUSS
4.1 Anlagevermögen
Die Entwicklung der einzelnen Posten des
Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des
Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.
4.2 Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände
Von den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und
sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von
TEUR 789 sind TEUR 754 vor Ablauf eines Jahres fällig.
Die verbleibenden 35 TEUR stellen gezahlte Kautionen
dar, deren Fälligkeit von der Laufzeit des jeweiligen
Vertrags abhängig ist.
|
< 1 Jahr |
1 - 5 Jahre |
> 5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Forderungen und sonstige
Vermögensgegenstände |
754 |
0 |
0 |
| Kautionen |
0 |
35 |
0 |
4.3 Sonstige Rückstellungen
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie
folgt zusammen:
|
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
TEUR |
TEUR |
| Urlaub/
Überstunden |
51 |
83 |
|
Berufsgenossenschaft |
86 |
61 |
| Ausstehende Rechnungen
Produktion |
564 |
832 |
| Boni/Tantiemen |
0 |
12 |
| Sonstige |
41 |
40 |
|
742 |
1.028 |
4.4 Verbindlichkeiten
|
31.12.2023 |
|
Gesamt |
bis zu 1 Jahr |
Über 1 bis 5
Jahre |
Über 5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
20.402 |
20.402 |
0 |
0 |
| erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
5.667 |
5.667 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
38 |
38 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
5.519 |
445 |
5.074 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
277 |
277 |
0 |
0 |
|
31.903 |
26.829 |
5.074 |
0 |
|
31.12.2022 |
|
Gesamt |
bis zu 1 Jahr |
Über 1 bis 5
Jahre |
Über 5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten |
14.287 |
14.287 |
0 |
0 |
| erhaltene Anzahlungen
auf Bestellungen |
1.288 |
1.288 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
17 |
17 |
0 |
0 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
4.858 |
281 |
4.577 |
0 |
| Sonstige
Verbindlichkeiten |
340 |
340 |
0 |
0 |
|
20.789 |
16.212 |
4.577 |
0 |
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
beinhalten ausschließlich Konten für einzelne
Produktionen und haben daher eine Laufzeit von bis zu 1
Jahr.
4.5 Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 5.170
(Vorjahr: TEUR 4.627) Verbindlichkeiten gegenüber der
Gesellschafterin MME MOVIEMENT AG, München, sowie in
Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 78) gegenüber der
All3Media Deutschland GmbH und betreffen im Wesentlichen
ein Darlehen und Verbindlichkeiten aus Weiterbelastungen.
4.6 Nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag
Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen
nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe
von TEUR 5.258 (Vorjahr: TEUR 3.746) aus. Eine
Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft ist nicht
gegeben, da mit der obersten Konzernmutter der DLG
Acquisition Limited, London UK (DLG) zum 15. Juli 2024 eine
Liquiditätsgarantie geschlossen wurde. In dieser
verpflichtet sich DLG die filmpool fiction GmbH so
auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihre
gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten
in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen.
Zudem hat die Gesellschafterin MME MOVIEMENT AG mit
Datum vom 30. Mai 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023
eine Rahmenkreditvereinbarung als Kontokorrentabrede mit
einer unkündbaren Laufzeit bis 31. Dezember 2027
geschlossen wurde. Die Rahmenkreditvereinbarung beinhaltet
das bisherige Darlehen auf erste Anforderung sowie ein
zusätzlich abrufbares Darlehen in Höhe von TEUR
1.000.
4.7 Sonstige betriebliche
Erträge
In den sonstigen betrieblichen Erträgen in
Höhe von TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 243) sind
Erträge aus Nebengeschäften in Höhe von TEUR
533 (Vorjahr: TEUR 0) durch die Abschreibung eines Teils
des Darlehens enthalten.
Außerdem sind periodenfremde Erträge in
Höhe von TEUR 1 enthalten (Vorjahr: TEUR 213).
4.8 Sonstige betriebliche
Aufwendungen
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 319) enthalten Aufwendungen
für von der All3Media Deutschland GmbH, München,
erbrachte Leistungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr:
TEUR 169).
Darüber hinaus sind im Wesentlichen Aufwendungen
für Reisekosten in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR
3), Raumkosten in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 55),
Beratungskosten in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3),
Bürobedarf in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3),
Aufwendungen für EDV-Kosten in Höhe von TEUR 14
(Vorjahr: TEUR 9), Telefonkosten in Höhe von TEUR 12
(Vorjahr: TEUR 9), sowie Aufwendungen für Kfz-Kosten
in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 8) ausgewiesen.
5. SONSTIGE ANGABEN
5.1 Sonstige finanzielle
Verpflichtungen
Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. §
285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht
nach § 268 Abs. 7 oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben
sind, werden wie folgt ausgewiesen:
|
< 1 Jahr |
1 - 5 Jahre |
> 5 Jahre |
|
TEUR |
TEUR |
TEUR |
| Mietverpflichtungen |
1 |
0 |
0 |
| Sonstige finanzielle
Verpflichtungen |
170 |
0 |
0 |
| Summe |
171 |
0 |
0 |
Davon entfallen TEUR 170 der sonstigen finanziellen
Verpflichtungen auf verbundene Unternehmen für die
Dienstleistungspauschale.
5.2 Haftungsverhältnisse
Zum Bilanzstichtag bestehen keine
Haftungsverhältnisse.
5.3 Liquiditätsgarantie und
Darlehen
Zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit hat die
oberste Konzernmutter DLG Acquistions Limited, London UK
gegenüber der filmpool fiction GmbH eine
Liquiditätsgarantie ausgesprochen. Die
Liquiditätsgarantie sieht eine Mindestlaufzeit bis 30.
Juni 2026 vor und kann danach mit einer Frist von 3 Monaten
nur gekündigt werden, wenn für die filmpool
fiction GmbH die Fortführung der
Unternehmenstätigkeit i.S.d. §252 Abs.1 Nr.2 HGB
nachhaltig gesichert ist.
Zudem hat die Gesellschafterin MME MOVIEMENT AG,
München, gegenüber der filmpool fiction GmbH,
Hürth, eine Rahmenkreditvereinbarung als
Kontokorrentabrede geschlossen. Das Darlehen ist
unkündbar und wird bis zum 31. Dezember 2027
gewährt.
Der Fortbestand der Gesellschaft ist somit in
ausreichendem Maße sichergestellt.
5.4 Gesellschaftsorgane
Der Geschäftsführung gehörten im
Geschäftsjahr an:
| ― |
Iris Kiefer, Produzentin,
Köln (bis 14.02.2024)
|
| ― |
Taco Rijssemus, Produzent,
Berlin (bis 30.04.2024)
|
| ― |
Vittorio Valente, Produzent,
Hürth (ab 01.05.2024)
|
| ― |
Mathias Lösel, Produzent,
München
|
Die Geschäftsführung erhält
Bezüge in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 183).
5.5 Abschlussprüfer
Für die Abschlussprüfung für das
Geschäftsjahr wurden Rückstellungen in Höhe
von TEUR 24 gebildet. Zudem wurden für das
Geschäftsjahr Rückstellungen in Höhe von
TEUR 13 für Steuerberatungs- und sonstige steuerliche
Bestätigungsleistungen gebildet.
5.6 Arbeitnehmer
Während des Geschäftsjahres waren
durchschnittlich 94 Arbeitnehmer (Vorjahr: 64)
beschäftigt. Davon sind durchschnittlich 92
Arbeitnehmer in Vollzeit und zwei Arbeitnehmer in Teilzeit
beschäftigt. Zudem sind davon durchschnittlich 6
Arbeitnehmer unbefristet und 90 Arbeitnehmer befristet
angestellt.
5.7 Mutterunternehmen
Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen im Sinne
von § 271 Abs. 2 HGB der MME MOVIEMENT AG,
München (HRB 219638 AG, München).
Für den kleinsten Kreis stellt die All3Media
Deutschland GmbH den Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft
wird darüber hinaus in den Konzernabschluss der Tulip
Holdings BV, Amsterdam, zum 31. Dezember 2023 einbezogen,
die für den größten Kreis den
Konzernabschluss aufstellt. Er wird in der Kamer van
Koophandel hinterlegt. Der Konzernabschluss wird nach den
Vorschriften der Rechnungslegung nach IFRS ("International
Financial Reporting Standards") aufgestellt.
6. NACHTRAGSBERICHT
Mit Wirkung zum 14. Februar 2024 hat Iris Kiefer die
Geschäftsführung der filmpool fiction GmbH
verlassen.
Mit Wirkung zum 30. April 2024 ist Taco Rijssemus als
Geschäftsführer der filmpool fiction GmbH
ausgeschieden. Gleichzeitig wurde Vittorio Valente mit
Wirkung zum 1. Mai 2024 zum neuen Geschäftsführer
der Gesellschaft bestellt.
Darüber hinaus wurde eine Änderung des
Sitzes der Gesellschaft von ehemals Köln nach
Hürth am 8. Juli 2024 in das Handelsregister beim
Amtsgericht Köln eingetragen.
Mit Datum vom 15. Juli 2024 wurde mit der obersten
Konzernmutter der DLG Acquisition Limited, London UK (DLG)
eine Liquiditätsgarantie geschlossen. In dieser
verpflichtet sich DLG die filmpool fiction GmbH so
auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihre
gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten
in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen.
Hürth, den 13. August
2024
| Die
Geschäftsführung |
| Vittorio Valente |
| Mathias Lösel |
Anlagenspiegel
Entwicklung des Anlagevermögens im
Geschäftsjahr 2023
|
Anschaffungs- und Herstellungskosten |
Kumulierte
Abschreibungen |
|
1.1.2023 |
Zugänge |
Abgänge |
Umbuchung |
31.12.2023 |
1.1.2023 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
56.517 |
0 |
56.517 |
0 |
0 |
56.511 |
|
56.517 |
0 |
56.517 |
0 |
0 |
56.511 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
55.607 |
2.275 |
40.384 |
0 |
17.499 |
51.532 |
|
55.607 |
2.275 |
40.384 |
0 |
17.499 |
51.532 |
|
112.125 |
2.275 |
96.901 |
0 |
17.499 |
108.043 |
|
Kumulierte
Abschreibungen |
Buchwerte |
|
Zugänge |
Abgänge |
Zuschreibung |
31.12.2023 |
31.12.2023 |
31.12.2022 |
|
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
EUR |
| I. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
0 |
56.511 |
0 |
0 |
0 |
6 |
|
0 |
56.511 |
0 |
0 |
0 |
6 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. andere Anlagen,
Betriebs- und Geschäftsausstattung |
1.263 |
39.913 |
0 |
12.881 |
4.617 |
4.076 |
|
1.263 |
39.913 |
0 |
12.881 |
4.617 |
4.076 |
|
1.263 |
96.425 |
0 |
12.881 |
4.617 |
4.082 |
BESTÄTIGUNGSVERMERK
DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An die filmpool fiction GmbH, Hürth
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der filmpool fiction
GmbH, Hürth, - bestehend aus der Bilanz zum 31.
Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung
der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.
Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der filmpool
fiction GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar
bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
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entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
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vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
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Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen
handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und
haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in
Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten
Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um
als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter für den Jahresabschluss und den
Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der
vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
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identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
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gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
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beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
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ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
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beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
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beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
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führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
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Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
München, den 13. August
2024
PricawaterhouseCoopers GmbH
WirtschaftsprüfungsgeselIschaft
| Anita Botzenhardt |
ppa. Martina von
Möller |
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Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüferin |
Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der filmpool
fiction GmbH wurde am 30. August 2024 festgestellt.
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