Stammdaten

Register
Amtsgericht Köln HRB 76920
Vorher
Blitz 06-048 GmbHLunet Entertainment GmbHfilmpool media entertainment GmbHMME fiction GmbH
Eingetragen
10.3.2006
Branche
Herstellung von sonstigen Videofilmen, von Filmen und FernsehprogrammenVermarktung und Vermittlung von Werbezeiten und WerbeflächenFilmverleih und -vertrieb, nicht an private Haushalte
Gegenstand
Herstellung, Vertrieb und Verwertung von Fernseh-, Film-, Musik-, online- und jedweden sonstigen Multimediaproduktionen über alle Print- und elektronischen Medien und Vermarktung von Künstlern und Merchandisingprodukten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Vittorio Valente
seit 8.7.2024
Geschäftsführer
Mathias Lösel
seit 7.2.2023
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
MME MOVIENT AG
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

filmpool fiction GmbH

Hürth

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

1. Geschäft und Rahmenbedingungen


Die filmpool fiction GmbH (nachstehend auch: fpf oder Gesellschaft) ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der MME MOVIEMENT AG, München.


Für das Geschäft der fpf sind die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland relevant, da keine nennenswerten Erlöse im Ausland erzielt werden. Die fpf produziert ausschließlich Programme für die Sparte Unterhaltung, überwiegend für die öffentlich - rechtlichen Fernsehsender in Deutschland.


Die fpf erzielte im Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in Höhe von 14,04 Millionen Euro (Vj.: 20,09 Millionen Euro) und realisierte dabei einen Jahresfehlbetrag von 1,51 Millionen Euro (Vj.: Jahresfehlbetrag 0,46 Millionen Euro).


Hauptauftraggeber der fpf sind dabei die öffentlich - rechtlichen Sendeanstalten (Degeto, NDR, MDR, WDR).


Gerade im Hinblick auf die noch andauernde und weiter fortschreitende weltweite Transformation vom linearen, traditionellen Fernsehen hin zum "Internetfernsehen" kann man auch im Jahr 2023 von einem insgesamt schwierigen Marktumfeld im deutschen Fernsehmarkt sprechen. Neben den mittlerweile etablierten Playern wie Netflix oder Amazon Prime Video, geraten Anbieter wie RTL+, Disney+, Joyn oder Apple TV+ als weitere sogenannte Streaming-Dienstleister weiter in den Mittelpunkt des Streaming-Marktes. Zudem bauen die öffentlichrechtlichen Sendergruppen ihre Mediatheken Angebote weiterhin technisch und inhaltlich aus. Grundsätzlich könnte daraus eine erhöhte Programmnachfrage abgeleitet werden, was aber bei genauerer Betrachtung nicht der Fall ist, weil die Programmbudgets in Summe nicht wachsen, sondern ggf. nur anders allokiert werden. Gleichzeitig bleiben aber auch traditionelle Fernsehsender wie ARD, ZDF und RTL weiterhin wichtig für den deutschen Fernsehmarkt.


Zudem erwarten die Auftraggeber weiterhin in vielen Fällen weitgehende Rechteübertragungen, um ihre linearen und nicht-linearen Angebote zu erweitern, ohne die Produzenten dafür adäquat zu vergüten. Dazu kommen hohe Investitionen, die Sender in die technische Infrastruktur für ihre nicht-linearen Angebote tätigen müssen.


Die im Vergleich zu anderen Programmgenres eher geringe Rohertragsmarge und die daraus resultierende niedrige Umsatzrentabilität beruhen darauf, dass die Produktionen von sogenannten fiktionalen Inhalten aufgrund der vorgenannten schwierigen Marktbedingungen sowie einer seit Jahren anhaltend sehr starken Preissetzungsmacht der Auftraggeber grundsätzlich margenschwach sind. Trotzdem ist es der Gesellschaft im Geschäftsjahr 2023 gelungen, sieben fiktionale Produktionen an ihre Auftraggeber auszuliefern. So wurde im Geschäftsjahr u.a. jeweils eine Folge des Polizeirufs 110 aus Halle (MDR), aus Magdeburg (MDR) und aus Rostock (NDR) produziert. Darüber hinaus produzierte die Gesellschaft vier weitere Filme für öffentlich-rechtliche Auftraggeber, den Tatort aus Göttingen, den Flensburg-Krimi, Die Reise zu mir und eine weitere Folge des Kommissar Dupins.

2. Ertrags- Finanz- und Vermögenslage


Die fpf hat das Ziel, den langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern und auf Basis finanzieller sowie nicht-finanzieller Steuerungsgrößen zu messen und zu bewerten. Die verwendeten finanziellen Steuerungskennzahlen sind im Wesentlichen Umsatzerlöse und das Ergebnis nach Steuern.

2.1 Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung


Im Geschäftsjahr 2023 erzielte die Gesellschaft Umsatzerlöse von insgesamt 14,04 Millionen Euro (Vj.: 20,09 Millionen Euro). Der Rohertrag (Umsatz +/- Bestandsveränderungen, sonstige betriebliche Erträge abzgl. Filmherstellungsaufwand und produktionsbedingter Personalaufwand) betrug -0,54 Millionen Euro (Vj.: 0,26 Millionen Euro). Dies entspricht einer Rohertragsmarge von -3,87% (Vj.: 1,27%). Dieser Abfall der Rohertragsmarge resultiert im Wesentlichen daraus, dass der drohende Verlust des Projekts "Der Informant", welches in 2023 produziert wurde, von ca. -1,19 Millionen Euro im Berichtsjahr abgeschrieben wurde. Das Projekt wird im folgenden Geschäftsjahr 2024 abgeliefert. Bei den in 2023 abgelieferten sieben Produktionen ist es gelungen, einen positiven Deckungsbeitrag zu erwirtschaften.


Der Personalaufwand betrug 10,21 Millionen Euro (Vj.: 8,17 Millionen Euro), davon entfielen 9,81 Millionen Euro (Vj.: 7,92 Millionen Euro) auf projektbezogenen Personalaufwand.


Die sonstigen betriebliche Aufwendungen betrugen 0,35 Millionen Euro (Vj.: 0,32 Millionen Euro). Hiervon entfielen 0,17 Millionen Euro auf Dienstleistungen, die von verbundenen Unternehmen, insbesondere der All3Media Deutschland GmbH, in Anspruch genommen wurden.


Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im Berichtsjahr 0,80 Millionen Euro (Vj.: 0,24 Millionen Euro). Wesentlicher Posten sind insbesondere Erträge aus Nebengeschäften in Höhe von 0,53 Millionen Euro sowie Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 0,22 Millionen Euro.


Die fpf erwirtschaftete einen Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,51 Millionen Euro (Vj.: Jahresfehlbetrag von 0,46 Millionen Euro).

2.2 Erläuterungen zur Finanzlage


Die Gesellschaft finanziert sich derzeit aus dem operativen Geschäftsbetrieb im Wesentlichen selbst. Die erhaltenen Anzahlungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2023 von 1,29 Millionen Euro um 4,38 Millionen Euro auf 5,67 Millionen Euro. Das hängt im Wesentlichen mit den jeweils vertraglich vereinbarten Zahlungskonditionen sowie den zum Stichtag bereits abgeschlossenen und nicht abgeschlossenen Produktionen zusammen.


Die Gesellschaft weist zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 5,26 Millionen Euro aus.


Das Working Capital (Definition: Umlaufvermögen abzgl. flüssige Mittel abzgl. kurzfristige, nicht-zinstragende Verbindlichkeiten) beläuft sich auf 0,84 Millionen Euro ohne Berücksichtigung der Posten "Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen" und liegt damit unter dem Vorjahreswert von 1,70 Millionen Euro. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten und kurzfristigen Rückstellungen übersteigen die kurzfristigen Vermögensgegenstände um 0,61 Millionen Euro. Die sogenannte Quick Ratio (Definition: Verhältnis von Geldvermögen zzgl. Wertpapiere zzgl. kfr. Forderungen dividiert durch kfr. Verbindlichkeiten) beträgt 1,02 (Vj.: 1,11). Die kurzfristigen Vermögenswerte übersteigen die kurzfristigen Verbindlichkeiten um 0,13 Millionen Euro. Es besteht die Gefahr, dass die Gesellschaft zur Bedienung der kurzfristigen Verbindlichkeiten keine hinreichende Liquidität aus den kurzfristigen Vermögenswerten generieren kann.


Eine Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft ist nicht gegeben, da mit der obersten Konzernmutter der DLG Acquisition Limited, London UK (DLG) zum 15. Juli 2024 eine Liquiditätsgarantie geschlossen wurde. In dieser verpflichtet sich DLG die filmpool fiction GmbH so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen. Die Liquiditätsgarantie sieht eine Mindestlaufzeit bis 30. Juni 2026 vor und kann danach mit einer Frist von 3 Monaten nur gekündigt werden, wenn für die filmpool fiction GmbH die Fortführung der Unternehmenstätigkeit i.S.d. §252 Abs.1 Nr.2 HGB nachhaltig gesichert ist.


Darüber hinaus wurde das Risiko auch durch eine Darlehenszusage der Muttergesellschaft MME Moviement AG abgesichert. Die aus dem Vorjahr vorgetragene Darlehenszusage mit einem "Darlehen auf erste Anforderung" vom 6. Januar 2021 mit einer Laufzeit bis 31. Dezember 2024 wurde durch die mit Datum vom 30. Mai 2023 mit Wirkung zum 1. Januar 2023 geschlossene Rahmenkreditvereinbarung als Kontokorrentabrede abgelöst.


Die Rahmenkreditvereinbarung als Kontokorrentabrede hat eine Laufzeit bis 31. Dezember 2027. Der Vertrag sieht eine Übernahme des Saldos in Höhe von 4,577 Millionen Euro zum 31. Dezember 2022 aus der alten Darlehenszusage sowie die Neuausreichung eines Darlehensbetrages in Höhe von zusätzlich 1,0 Million Euro vor.

2.3 Erläuterungen zur Bilanz


Die Bilanzsumme zum 31. Dezember 2023 beträgt 32,65 Millionen Euro (Vj.: 21,82 Millionen Euro). Die Gesellschaft weist zum Stichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 5,26 Millionen Euro aus.


Die kurzfristigen Vermögenswerte belaufen sich zusammen auf 27,38 Millionen Euro (Vj.: 18,07 Millionen Euro). Darin enthalten sind liquide Mittel in Höhe von 18,36 Millionen Euro (Vj.: 13,60 Millionen Euro). In beiden Fällen stehen den liquiden Mitteln auf der Aktivseite Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 20,40 Millionen Euro (Vj.: 14,29 Millionen Euro) gegenüber. Hierbei handelt es sich um reine Zahlungseingangs- und Zahlungsausgangskonten der zu finanzierenden Produktionen. Die unfertigen Leistungen betrugen zum Bilanzstichtag 7,81 Millionen Euro (Vj.: 2,34 Millionen Euro). Weiterhin weist die Gesellschaft erhaltene Anzahlungen in Höhe von 5,67 Millionen Euro aus (Vj.: 1,29 Millionen Euro).


Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen reduzierten sich im Vergleich zum Vorjahr von 1,52 Millionen Euro um 0,88 Millionen Euro auf 0,64 Millionen Euro.


Die Gesellschaft weist zum Bilanzstichtag einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von 5,26 Millionen Euro aus (Vj.: 3,75 Millionen Euro). Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,51 Millionen Euro (Vj.: Jahresfehlbetrag von 0,46 Millionen Euro) erhöht den bestehenden Verlustvortrag für das nächste Geschäftsjahr.


Zum Bilanzstichtag weist die Gesellschaft Rückstellungen und Verbindlichkeiten von insgesamt 32,65 Millionen Euro aus (Vj.: 21,82 Millionen Euro).


Bei den Verbindlichkeiten von zusammen 31,90 Millionen Euro (Vj.: 20,79 Millionen Euro) handelt es sich im Wesentlichen um zum Bilanzstichtag bestehende Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten aufgrund von laufenden Projektfinanzierungen. Diesen stehen aber auch Bankguthaben in Höhe von 18,36 Millionen Euro (Vj.: 13,60 Millionen Euro) gegenüber. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhen sich von 4,86 Millionen Euro um 0,66 Millionen Euro auf 5,52 Millionen Euro. Darin enthalten sind 5,07 Millionen Euro Darlehensverbindlichkeiten gegenüber der MME MOVIEMENT AG.


Der Gesellschaft ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 gelungen, ihren vielfältigen Verpflichtungen, insbesondere gegenüber Arbeitnehmern, Banken und Steuerbehörden nachzukommen.

2.4 Nicht finanzielle Leistungsindikatoren¹


Als wesentlicher nichtfinanzieller Leistungsindikator fungiert für die Gesellschaft die Zuschauerakzeptanz der produzierten TV-Sendungen - gemessen in Einschaltquoten und Reichweiten. Diese Kennziffern geben in gewissem Umfang Aufschluss über die Chancen der Gesellschaft, für die jeweilige Produktion Folgeaufträge erlangen zu können. Die Gesellschaft profitiert davon, dass die von ihr produzierten Filme für die Sendereihen Tatort, Polizeiruf 110 und Kommissar Dupin in der Regel eine hohe bis sehr hohe Zuschauerakzeptanz haben und somit wiederkehrend hohe Chancen für die Gesellschaft bestehen, dass senderseitig weitere Filme der jeweiligen Sendereihen beauftragt werden. Unterstützend kommt hinzu, dass viele von der Gesellschaft produzierten Filme von der Kritik positiv bewertet werden.


Bedingt durch die Produktionszyklen erfolgt die Ausstrahlung eines Films in vielen Fällen erst im Jahr nach Durchführung der Produktion, so dass im Berichtsjahr vor allem die Einschaltquoten von Produktionen aus dem Vorjahr gemessen wurden. Bis zur Erstellung dieses Berichtes erfolgten aber auch bereits Ausstrahlungen einiger Produktionen aus dem Berichtsjahr, so dass die Einschaltquoten in diesen Bericht Eingang finden:

Der im Jahr 2022 produzierte Film aus der Reihe Polizeiruf 110 aus Rostock "Nur Gespenster" wurde am 17.12.2023 ausgestrahlt (17.12.2023; 7,4 Mio. Zuschauer; Marktanteil 24,8 Prozent). Ein weiterer in 2022 produzierte Film aus der gleichen Reihe mit dem Titel "Wer ist hier der Dieb" wurde am 25.02.2024 ausgestrahlt (25.02.2024; 7,4 Mio. Zuschauer: Marktanteil 24,8 Prozent).

Der im Jahr 2022 produzierte Film aus der Reihe Polizeiruf 110 aus Magdeburg "Du gehörst mir" wurde am 27.08.2023 ausgestrahlt (27.08.2023; 7,5 Mio Zuschauer; Marktanteil 27,6 Prozent).

Der Tatort aus Göttingen "Geisterfahrt" wurde im Jahr 2022 produziert und am 11.02.2024 in der ARD ausgestrahlt mit 8,2 Mio. Zuschauern und einem Marktanteil von 27,2 Prozent.

Ebenso wurde der in 2023 produzierte Flensburg-Krimi "Wechselspiele" am 22.02.2024 in der ARD ausgestrahlt und erreichte 5,6 Mio. Zuschauer, was einem Marktanteil von 20,9 Prozent entsprach.

Der im Jahr 2022 produzierte Kommissar Dupin "Bretonische Nächte" wurde am 20.04.2023 ausgestrahlt (20.04.2023; 5,9 Mio. Zuschauer; Marktanteil 22,2 Prozent). Zuletzt wurde der im Jahr 2023 produzierte Film "Bretonischer Ruhm" ebenso aus der Reihe des Kommissar Dupin am 28.03.2024 in der ARD ausgestrahlt (28.04.2024; 6,6 Mio. Zuschauer; Marktanteil 26,9 Prozent).

1 Berechnung aller Quotenangaben der Formate erfolgte auf Grundlage von Daten der GfK / AGF / TV Scope; Senderquoten von GGmedia

2.5 Gesamtaussage


Der Rückgang der Umsatzerlöse ist, wie im Vorjahresabschluss prognostiziert, eingetroffen und liegt mit ca. 30% genau in der Bandbreite der erwarteten mittleren bis unteren zweistelligen prozentualen Umsatzminderung. Im abgelaufenen Geschäftsjahr ist es der Gesellschaft nicht gelungen, ein positives Jahresergebnis zu erwirtschaften. Der Jahresfehlbetrag in Höhe von 1,51 Millionen Euro liegt deutlich über dem prognostizierten mittleren bis unteren sechsstelligen Jahresverlust. Insbesondere die Abschreibung des drohenden Verlustes für eins der Projekte war dafür ausschlaggebend. Weitere wesentliche Gründe waren diverse hohe Preissteigerungen in allen Bereichen, die sich bereits im vergangenen Jahr abgezeichnet und erweitert haben. Auch die inflationäre Lage in Deutschland spielt dabei eine große Rolle. Zwar lag die Inflationsrate für das Jahr 2023 unter dem historischen Höchststand aus 2022, jedoch ist sie mit knapp 6% im Jahresdurchschnitt weiterhin auf einem sehr hohen Stand. Die diversen Teuerungen im Jahr 2023 wurden, wie im vergangenen Jahr, von den Auswirkungen der Kriegs- und Krisensituation beeinflusst, die die Preisentwicklung auf allen Wirtschaftsstufen prägte. Dies betrifft insbesondere auch die Energiepreise. Die damit einhergehenden Mehraufwendungen haben die Roherträge von laufenden und geplanten Produktionen teilweise unter das geplante Niveau sinken lassen. Damit wurde die grundsätzlich vergleichsweise bereits geringe Rohertragsmarge weiter belastet. Selbst mit einem äußerst disziplinierten Management der Entwicklung- und Fixkosten konnten die Rückgänge der Margen nicht in ausreichendem Umfang aufgefangen werden. Die Geschäftsführung beurteilt das Geschäftsjahr unter den genannten Bedingungen als ein schwieriges Geschäftsjahr.


Demgegenüber steht die Fähigkeit der Gesellschaft, wiederholt Produktionen mit hoher Zuschauer- und Kritikerakzeptanz herzustellen. Dadurch hat die fpf eine solide Stellung als Produktionspartner für die öffentlich-rechtlichen Sender in Deutschland und kann davon ausgehen, auch zukünftig Produktionsaufträge insbesondere für die Sendereihen Tatort, Polizeiruf 110 und Kommissar Dupin zu erlangen.

3. Chancen- und Risikobericht

3.1 Risiken der künftigen Entwicklung


Grundsätzlich unterliegt die fpf einer Reihe von internen und externen Risiken, die einzeln oder in der Summe bestandsgefährdend sein können. Durch regelmäßige Abstimmung in den unterschiedlichen Gremien der Gesellschaft und innerhalb des MME MOVIEMENT-Konzerns sowie durch die Etablierung und Weiterentwicklung eines auf die Bedürfnisse der Branche angemessenen Risikomanagementsystems soll vermieden werden, dass Risiken nicht oder zu spät erkannt werden. Es ist hierbei zu bedenken, dass Programmentscheidungen ausschließlich von den TV-Sendern getroffen werden und spontane und unvorhersehbare Entscheidungen mit negativen Konsequenzen für den Auftragnehmer nicht auszuschließen sind. Der Risikoeinschätzung liegt jeweils eine Gesamteinschätzung hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit des Eintritts und der Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zugrunde.


Insgesamt herrscht im deutschen Fernsehmarkt ein intensiver Wettbewerb, sowohl zwischen den einzelnen Sendeanstalten als auch zwischen den Produzenten. Der geringen Anzahl von Sendern steht eine große Anzahl von Produktionsfirmen gegenüber. Darüber hinaus besteht bei einigen Sendern die Tendenz, Produktionsaufträge von ihren eigenen Tochtergesellschaften durchführen zu lassen. Unter Einbeziehung eines derzeit stagnierenden bis nur moderat wachsenden Gesamtmarktes unterliegt die Gesellschaft daher einem permanenten Wettbewerbsdruck. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko als mittleres Risiko ein.


Seit Ausbruch der Corona-Pandemie Anfang 2020 besteht eine Reihe von nicht-versicherbaren produktionsbezogenen Risiken im Zusammenhang mit der Pandemie. Anfang 2023 hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) den internationalen Gesundheitsnotstand für Corona aufgehoben und somit die Pandemie für beendet erklärt. Demnach wurde auch der Ausfallfonds II, der zur Absicherung von nicht refinanzierten Produktionskosten im Falle eines Drehausfalls oder einer -verschiebung diente, aufgehoben. Zwar ist die Pandemie offiziell beendet, es verbleibt jedoch ein nicht verlässlich einschätzbares Restrisiko, dass durch neue Entwicklungen der Lage, z.B. durch Mutationen des Virus, Umstände eintreten, die den Produktionsbetrieb belasten, einschränken oder verhindern. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko derzeit als mittleres Risiko ein.


Für TV-Produktionsfirmen besteht das Risiko, dass Aufträge nicht verlängert werden bzw. neue Aufträge nicht oder nur zeitversetzt erteilt werden. Die Gesellschaft trägt durch eine verstärkte Entwicklungstätigkeit sowie durch eine regelmäßige Beobachtung des internationalen Formatmarktes dazu bei, frühzeitig neue Projekte zu generieren und somit einem modifizierten Nachfrageverhalten der TV-Sender mit einem entsprechenden Angebot begegnen zu können. Hier ist insgesamt von einem mittleren Risiko auszugehen.


Die Auftragsproduktionen der fpf unterliegen einem Produktionsrisiko, da die Entwicklung und Produktion in der Regel sehr kostenintensiv sind. Die Verfügbarkeit von ausreichenden Finanzmitteln für die Entwicklung von Programmen und für deren Herstellung sowie die Fähigkeit, eine Produktion im Rahmen der zur Verfügung stehenden Finanzierung zu realisieren, ist existenziell. Die fpf verfügt über langjährig aufgebautes Know-How, um das Produktionsrisiko bei der Herstellung von Formaten, Serien und Fernsehfilmen kontrollieren zu können. In der Regel wird erreicht, dass das Finanzierungsrisiko vollständig auf den auftraggebenden Sender übergeht, so dass die Gesellschaft nur im begrenzten Rahmen in die Vorfinanzierung zu gehen hat. Hierfür stehen bisher ausreichende Projektkreditlinien seitens der Kreditinstitute zur Verfügung. Auch dieses Risiko ist als mittleres Risiko einzustufen.


Im Rahmen der Verträge, die die fpf mit Kunden, Dienstleistern und Mitwirkenden eingeht, bestehen die allgemeinen vertraglichen Risiken, wie z. B. das Vertragserfüllungsrisiko. Darüber hinaus müssen im Rahmen der Verträge eine Reihe von Urheber-, Leistungsschutz- und sonstigen Rechten von der Gesellschaft an die jeweiligen Sender und dementsprechend auch von den jeweiligen Rechteinhabern (z.B. Autoren, Moderatoren, Mitwirkende, Künstler etc.) an die fpf übertragen werden. Um die daraus entstehenden rechtlichen Risiken zu minimieren, nutzt die fpf die konzerninterne Rechtsabteilung der ALL3MEDIA Deutschland GmbH. Dieses Risiko lässt sich als gering einstufen.


Der wirtschaftliche Erfolg der Gesellschaft hängt in hohem Maße von den Leistungen einzelner Mitarbeiter ab. Der Erfolg der einzelnen Projekte hängt insbesondere auch von der Qualität der an der Entwicklung und Produktion beteiligten Personen, sowohl im kreativen als auch im organisatorischen Bereich, ab. Die Fähigkeit, qualifizierte Mitarbeiter zu halten, neu anzuwerben und langfristig zu binden, ist auch eine wesentliche Voraussetzung für die weitere Entwicklung der Gesellschaft. Die Gesellschaft stuft dieses Risiko als gering ein.


Der Grad der Digitalisierung der TV- und Kommunikationslandschaft nimmt stetig zu. Aus Sicht der fpf ist diese Entwicklung zweiseitig zu beurteilen. Auf der einen Seite ist festzustellen, dass sich die Einnahmesituation der aktuellen Abnehmer (Free-TV-Sender) in naher Zukunft wohl nur unwesentlich verbessern wird. Hieraus wird für die Produzentenseite tendenziell eher Preisdruck auf bestehende bzw. neue Programme entstehen. Dies wird als Risiko für die Weiterentwicklung eingestuft. Die sich aus dieser voraussichtlichen Entwicklung ableitbare anhaltende Konsolidierungsbewegung auf Produzentenseite kann von der Gesellschaft und ihrer Muttergesellschaft, der MME MOVIEMENT AG, andererseits zum Ausbau der Marktposition mittels Akquisition genutzt werden. Zudem besteht grundsätzlich die Chance, dass die durch die Digitalisierung entstandenen neuen Marktteilnehmer (z. B. Netflix, Amazon, Joyn, RTL+) zukünftig verstärkt als Auftraggeber für fiktionale Produktionen im deutschen Markt auftreten und die Gesellschaft somit neue Kunden gewinnen kann. Hierin werden entsprechend Chancen gesehen. Derzeit halten sich Chancen und Risiken nach unserer Einschätzung noch die Waage.


Seit dem 24. Februar 2022 ist Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine Zentrum aller Aufmerksamkeit. Seitdem sind insbesondere die Öl- und Gaspreise stark gestiegen und die deutsche Abhängigkeit von fossilen Energiequellen Russlands treiben die Energiepreise in die Höhen, genauso die Inflationsrate. Sie verteuert das Leben für alle Menschen, auch das unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Schon im März 2022 mussten die Menschen in Deutschland ca. 40% mehr für Haushaltsenergie und Kraftstoffe ausgeben als im Vorjahresmonat. Die deutliche Energiepreissteigerung infolge des Ukraine-Krieges hat die Inflation in Deutschland im November 2022 auf den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung getrieben. Auch Nahrungsmittel, Verbraucherpreise und Dienstleistungen verteuerten sich deutlich. Zwar lag die Inflationsrate im Jahr 2023 unter diesem historischen Höchststand aus 2022, jedoch ist sie mit knapp 6% im Jahresdurchschnitt weiterhin auf einem sehr hohen Niveau.


Das beeinflusst direkt auch die Filmbranche und somit die fpf. Um die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu unterstützen, sowie konkurrenzfähig in der ohnehin umkämpften Branche zu bleiben, sind die Lohn- und Gehaltskosten gestiegen. Auch und insbesondere die weiteren Steigerungen der Preise in den Bereichen Catering, Mietwagen, Baulöhne, Baumaterialien, Setlogistik und alle entsprechenden Dienstleistungen haben direkten Einfluss auf die Filmbranche. Es ist derzeit nicht abzuschätzen, welches Ausmaß die steigenden Preise weiterhin annehmen. Außerdem bleibt abzuwarten, wie der Markt und die Filmindustrie hierauf reagiert. Die fpf stuft das Risiko durch die höheren Produktionskosten als höher ein.


Dem Risiko von Forderungsausfällen wird durch Einzel- und Pauschalwertberichtigungen sowie durch ein zeitnahes Forderungsmanagement Rechnung getragen. Hierbei handelt es sich um ein geringes Risiko.


Die Sicherheit von Bankguthaben und die Verfügbarkeit von bestehenden Kreditlinien für Produktions- und allgemeine Betriebsfinanzierungen unterliegen im Rahmen der weltweiten Finanzmarktkrise auch der weiteren wirtschaftlichen Entwicklung der kreditgebenden Bankinstitute. Zur Streuung dieser Risiken strebt die fpf an, zukünftig in den Bereichen Geldanlage und Finanzierung mit zwei oder mehr voneinander unabhängigen Banken zusammenzuarbeiten. Auf Grund der bestehenden Diversifikation handelt es sich hierbei um ein geringes Risiko.


Zusammenfassend ist insbesondere wegen der steigenden Produktionskosten aufgrund der anhaltenden Inflationären Lage zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine belastbarere Prognoseberichterstattung möglich. Aus den inflationsbedingten Auftragsproduktionsrisiken könnte sich eine angespannte Liquiditätssituation und damit eine bestandsgefährdende Tatsache für die Gesellschaft ergeben (siehe 3.3).

3.2 Chancen der künftigen Entwicklung


Diesen Risiken stehen aber auch unverkennbare Chancen gegenüber. Neben etablierten Programmmarken wie den beliebten "Polizeiruf 110" aus Rostock oder den "Tatort Münster", ist es der Gesellschaft in den vergangenen Jahren gelungen, das Programmportfolio um den "Polizeiruf 110" aus Magdeburg sowie um den "Tatort Göttingen" zu erweitern. Ebenso wird die Reihe des Kommissar Dupins bisher jedes Jahr wieder durch die ARD beauftragt. Diese Neubeauftragungen signalisieren das Vertrauen, das seitens der Sender in die produzentischen Fähigkeiten der fpf besteht. Die Chancen hieraus lassen sich als hoch einstufen.


Damit verfügt die Gesellschaft in einem projektorientierten Branchenumfeld über sehr verlässliche Produktionen, die sich bereits seit vielen Jahren einer hohe Zuschauerakzeptanz erfreuen. Aber auch die neuen Produktionen konnten sich auf Anhieb im Wettbewerbsumfeld behaupten. Es ist Kern der Strategie der fpf und ihrer Muttergesellschaft MME MOVIEMENT AG, genau diese Kernkompetenz konsequent am Markt weiter auszubauen. Die Gesellschaft bewertet diese Chancen als hoch.


Durch die mehrheitliche Zugehörigkeit zur All3Media-Group eröffnen sich der MME MOVIEMENT AG und damit mittelbar auch der fpf darüber hinaus neue Chancen, im internationalen Markt tätig zu werden. So erhält die Gruppe exklusiven Zugang zum Programmportfolio der All3Media-Group und kann Formate aus diesem Portfolio im deutschen Markt anbieten.


Zudem haben sich in den letzten Jahren die großen öffentlich-rechtlichen und privaten Sender in Deutschland verstärkt auf den Ausbau ihrer digitalen Angebote konzentriert. Dadurch konnten und können weiterhin neue Geschäftsfelder erschlossen werden. Zudem können dadurch neue Zielgruppen erreicht und angesprochen werden. Die Gesellschaft stuft diese Chancen als hoch ein.


Darüber hinaus ergeben sich Chancen im Rahmen einer international koordinierten Programmentwicklung sowie durch den Zugriff auf den sog. scripted formats Katalog der All3Media-Group. Hierdurch erhöhen sich grundsätzlich die Chancen, einen Programmhit zu finden bzw. in der gruppenweiten Zusammenarbeit zu kreieren oder durch Adaption eines internationalen Fiction-Formats aus dem All3Media-Group-Katalog Aufträge im deutschen Markt zu erlangen. Inwieweit auch der internationale Vertrieb verstärkt wird, hängt insbesondere davon ab, ob es der fpf zukünftig noch besser gelingt, Rechte für den Auslandsvertrieb zurückzubehalten. Derzeit stehen hier die tradierten Geschäftsbeziehungen in Deutschland zwischen Sender und Produzent noch weitgehend entgegen. Die Rechte am fertiggestellten Programm liegen zumeist beim auftraggebenden Sender. Diese Chancen sieht die Gesellschaft eher moderat.

3.3 Gesamtaussage der zukünftigen Entwicklung


Neben denen unter den Ziffern 3.1 und 3.2 erläuterten Risiken und Chancen der Gesellschaft muss in einer Gesamtaussage auf die noch ungewissen Risiken respektive Auswirkungen insbesondere der Inflationären Lage verwiesen werden. Auch im Geschäftsjahr 2023 bestehen weiterhin eine Reihe von nicht-versicherbaren produktionsbezogenen Risiken im Zusammenhang mit Corona, beispielsweise das Risiko, dass Mitarbeiter des Produktionsteams oder Darsteller sich infizieren und dadurch für die Dreharbeiten nicht zur Verfügung stehen. Es besteht weiterhin das Risiko, dass erforderliche Kosten zum Infektionsschutz im Produktionsbetrieb nicht oder nicht vollständig vom auftraggebenden Sender übernommen werden und so als nicht refinanzierte Produktionskosten die Produktionsroherträge schmälern. Zwar ist es der Produktionsbranche gelungen, schnell effiziente Schutzkonzepte zu entwickeln, es verbleibt jedoch ein nicht verlässlich einschätzbares Restrisiko, dass durch neue Entwicklungen der Virus-Lage, z. B. durch Mutationen, Umstände eintreten, die den Produktionsbetrieb belasten, einschränken oder verhindern.


Zudem besteht das Risiko von weiterhin steigenden Preisen aufgrund der anhaltenden Inflation. Der zukünftige Verlauf der inflationären Lage in Deutschland ist außerdem nicht verlässlich abschätzbar. Auch die weiteren ungewissen Entwicklungen des Angriffskriegs gegen die Ukraine spielen dabei eine große Rolle. Sollten die steigenden Produktionskosten nicht oder nicht vollständig vom auftraggebenden Sender übernommen werden, führen auch diese nicht refinanzierten Produktionskosten zu einer Schmälerung der Roherträge.


Zwar sieht die Geschäftsführung der Gesellschaft für das nächste Geschäftsjahr einer guten Beauftragungssituation entgegen, es lässt sich jedoch derzeit schwer einschätzen, wie sehr die Auswirkungen des Krieges und der Inflation das Geschäft noch beeinflussen werden.


Vor diesem Hintergrund befindet sich die fpf bereits im Wandel und passt sich strategisch einem veränderten Arbeitsmarkt an.

4. Prognosebericht


Der fpf ist es im abgelaufenen Geschäftsjahr gelungen, ihr Produktionsportfolio weiter zu diversifizieren. Mit sieben ausgelieferten Filmen gehört die Gesellschaft nach eigener Einschätzung zu den größten Produzenten von Fernsehfilmen im deutschen Markt. Es ist das erklärte Ziel der Gesellschaft, die Marktposition zu halten und bei sich bietenden Gelegenheiten auszubauen. Aufgrund allgemeiner Marktumstände und der allgemeinen wirtschaftlichen Lage in Deutschland im Besonderen ist die Wirtschaftlichkeit einzelner Produktionen zuletzt jedoch rückläufig gewesen. Gleichzeitig ist es der Gesellschaft gelungen, bei einzelnen Produktionen an Erlösen aus der internationalen Auswertung zu partizipieren.


Derzeit geht die Reichweite bestehender Produktionsaufträge der fpf bis zum Winter 2024. Wie vorhergehend dargestellt, kommen zu den allgemeinen Risiken und Chancen der zukünftigen Entwicklung weitere besondere Risiken aufgrund des anhaltenden Krieges und der Inflation hinzu, deren Eintrittswahrscheinlichkeit kaum abschätzbar ist. Weiterhin sind bereits eingetretene Mehrkosten - bedingt durch hohe Preissteigerungen in allen Bereichen - in einer Prognose zu berücksichtigen. Abhängig vom weiteren Verlauf der inflationären Situation in Deutschland und der damit einhergehenden Preissteigerungen und Mehraufwendungen können die Roherträge von laufenden und geplanten Produktionen unter das derzeit bekannte bzw. geplante Niveau sinken, weitere nicht-refinanzierbare Mehrkosten können auf die Gesellschaft zukommen und geplante Produktionsaufträge können entfallen oder verschoben werden.


Die Geschäftsführung geht davon aus, dass für 2024 bei einem Anstieg der Umsatzerlöse im mittleren bis unteren zweistelligen Prozentbereich ein Jahresverlust mit einem mittleren bis unteren sechsstelligen Betrag erwirtschaften wird.

 

Hürth, den 13. August 2024

Vittorio Valente
Mathias Lösel

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 6,00
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.617,17 4.075,59
4.617,17 4.081,59
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 7.814.638,06 2.343.198,43
2. fertige Erzeugnisse und Waren 422.769,46 398.447,74
8.237.407,52 2.741.646,17
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 635.232,47 1.517.754,76
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 5.993,34 40,00
3. sonstige Vermögensgegenstände 147.432,21 202.296,31
788.658,02 1.720.091,07
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 18.356.357,28 13.604.879,61
27.382.422,82 18.066.616,85
C. Rechnungsabgrenzungsposten 0,00 699,39
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.258.114,14 3.746.128,88
32.645.154,13 21.817.526,71

Passiva

31.12.2023 31.12.2022
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Verlustvortrag -3.771.128,88 -3.314.945,62
III. Jahresfehlbetrag -1.511.985,26 -456.183,26
IV. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 5.258.114,14 3.746.128,88
0,00 0,00
B. Rückstellungen
1. sonstige Rückstellungen 741.798,53 1.028.232,32
741.798,53 1.028.232,32
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.402.207,19 14.286.522,35
2. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.667.308,40 1.287.985,80
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 37.730,90 16.545,15
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.519.255,84 4.857.788,47
davon gegenüber Gesellschaftern EUR 5.170.070,79 (Vorjahr: EUR 4.627.009,07)
5. sonstige Verbindlichkeiten 276.853,27 340.452,62
davon aus Steuern EUR 232.176,83 (Vorjahr: EUR 237.731,31)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 43.655,11 (Vorjahr: EUR 39.394,70)
31.903.355,60 20.789.294,39
32.645.154,13 21.817.526,71

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

01.01. -31.12.2023 01.01. -31.12.2022
1. Umsatzerlöse 14.043.259,20 20.088.917,90
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 5.495.761,35 -3.005.511,54
3. sonstige betriebliche Erträge 802.681,24 242.782,25
4. Filmaufwand 11.072.644,39 9.153.278,90
5. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 8.801.601,95 7.109.832,45
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.410.497,87 1.062.613,56
10.212.099,82 8.172.446,01
6. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 1.263,30 1.735,27
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 346.239,69 318.837,11
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 221.439,85 136.074,58
davon an verbundene Unternehmen EUR 221.439,85 (Vorjahr: EUR 136.074,58)
9. Ergebnis nach Steuern -1.511.985,26 -456.183,26
10. Jahresfehlbetrag -1.511.985,26 -456.183,26

ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR VOM 1. JANUAR BIS 31. DEZEMBER 2023

1. VORBEMERKUNG


Die Gesellschaft wurde am 1. Februar 2006 als Blitz 06-048 GmbH gegründet und nachfolgend zunächst in Lunet Entertainment GmbH und später in filmpool media entertainment GmbH umfirmiert. Mit Gesellschafterbeschluss vom 15. Oktober 2010 und Eintragung in das Handelsregister am 22. Oktober 2010 wurde die filmpool media entertainment GmbH in die MME fiction GmbH umfirmiert. Mit Gesellschafterbeschluss vom 26. September 2012 wurde die Gesellschaft in filmpool fiction GmbH umbenannt. Sie hat ihren Sitz in der Kalscheurener Straße 91 in 50354 Hürth. Die Eintragung im Handelsregister B des Amtsgerichts Köln unter HRB 76920 erfolgte am 8. November 2012. Alleinige Gesellschafterin ist die MME MOVIEMENT AG.


Der Jahresabschluss für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023 der filmpool fiction GmbH, Hürth, wurde nach den Vorschriften des HGB und des GmbHG aufgestellt.


Die Gliederung der Bilanz entspricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgeschriebenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist in Übereinstimmung mit dem in § 275 Abs. 2 HGB dargestellten Gesamtkostenverfahren gegliedert.


Gemessen an den für Kapitalgesellschaften geltenden Größenklassen des § 267 HGB handelt es sich um eine mittelgroße Gesellschaft.

2. ANGABEN ZUR BILANZIERUNG UND BEWERTUNG


Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung (Going Concern) aufgestellt.


Der Jahresabschluss wurde auf der Grundlage der Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften des Handelsgesetzbuches aufgestellt. Im Einzelnen waren dies folgende Grundsätze und Methoden:


Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und um planmäßige Abschreibungen, die den Werteverzehr in der Berichtsperiode widerspiegeln, vermindert.


Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die planmäßigen Abschreibungen werden in Anlehnung an die steuerlichen Afa-Tabellen, soweit diese der tatsächlichen voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer der Vermögensgegenstände entsprechen, linear vorgenommen. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.


Die Bewertung des Vorratsvermögens, unter das unfertige bzw. fertige Film- und Fernsehproduktionen fallen, erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Imparitätsprinzips. Die Herstellungskosten beinhalten Material- und Fertigungseinzelkosten. Verwaltungsgemeinkosten werden nicht mit einbezogen.


Fallen Entwicklungs- und Produktionskosten für Film- und Fernsehproduktionen an, die keine Auftragsproduktionen sind oder für die Verträge als Auftragsproduktionen in absehbarer Zeit voraussichtlich nicht abgeschlossen werden, erfolgt eine sofortige Erfassung der Kosten als Aufwand.


Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennwert bzw. mit dem am Bilanzstichtag niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren Einbringbarkeit mit erkennbaren Risiken behaftet ist, werden angemessene Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.


Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nominalwert bilanziert.


Unter den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten wurden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag erfasst, welche Aufwand für eine bestimmte Zeit danach darstellen.


Das gezeichnete Kapital (Stammkapital) wird gemäß § 272 HGB zum Nennbetrag angesetzt.


Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen sowie alle drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften mit dem Betrag ihrer voraussichtlichen Inanspruchnahme. Die Höhe der Rückstellungen ergibt sich aufgrund vernünftiger kaufmännischer Beurteilung.


Sämtliche Verbindlichkeiten werden zum Erfüllungsbetrag angesetzt.


Umsatzerlöse werden ausgewiesen, sobald sie realisiert sind. Als realisiert gelten Umsätze, wenn alle beauftragten Folgen an den Kunden ausgeliefert sind und mit keinen nennenswerten Änderungen mehr gerechnet wird.


Der sonst übliche Begriff Materialaufwand wird in der Gewinn- und Verlustrechnung durch den Begriff Filmaufwand ersetzt. Dieser beinhaltet alle Materialaufwendungen und Dienstleistungen, die zur Erstellung und Produktion der abgelieferten Folgen mittel- oder unmittelbar aufgewendet werden müssen.

3. GRUNDLAGEN FÜR DIE UMRECHNUNG VON FREMDWÄHRUNGSPOSTEN IN EUR


Der Jahresabschluss enthält keine auf fremde Währung lautenden Sachverhalte, die in EUR umgerechnet wurden.

4. ERLÄUTERUNGEN ZUM JAHRESABSCHLUSS

4.1 Anlagevermögen


Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres ist im Anlagespiegel dargestellt.

4.2 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände


Von den in der Bilanz ausgewiesenen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 789 sind TEUR 754 vor Ablauf eines Jahres fällig.


Die verbleibenden 35 TEUR stellen gezahlte Kautionen dar, deren Fälligkeit von der Laufzeit des jeweiligen Vertrags abhängig ist.

< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 754 0 0
Kautionen 0 35 0

4.3 Sonstige Rückstellungen


Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023 31.12.2022
TEUR TEUR
Urlaub/ Überstunden 51 83
Berufsgenossenschaft 86 61
Ausstehende Rechnungen Produktion 564 832
Boni/Tantiemen 0 12
Sonstige 41 40
742 1.028

4.4 Verbindlichkeiten

31.12.2023
Gesamt bis zu 1 Jahr Über 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 20.402 20.402 0 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 5.667 5.667 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 38 38 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 5.519 445 5.074 0
Sonstige Verbindlichkeiten 277 277 0 0
31.903 26.829 5.074 0
31.12.2022
Gesamt bis zu 1 Jahr Über 1 bis 5 Jahre Über 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 14.287 14.287 0 0
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.288 1.288 0 0
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 17 17 0 0
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 4.858 281 4.577 0
Sonstige Verbindlichkeiten 340 340 0 0
20.789 16.212 4.577 0


Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ausschließlich Konten für einzelne Produktionen und haben daher eine Laufzeit von bis zu 1 Jahr.

4.5 Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen


Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten in Höhe von TEUR 5.170 (Vorjahr: TEUR 4.627) Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin MME MOVIEMENT AG, München, sowie in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 78) gegenüber der All3Media Deutschland GmbH und betreffen im Wesentlichen ein Darlehen und Verbindlichkeiten aus Weiterbelastungen.

4.6 Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag


Die Gesellschaft weist zum 31. Dezember 2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 5.258 (Vorjahr: TEUR 3.746) aus. Eine Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft ist nicht gegeben, da mit der obersten Konzernmutter der DLG Acquisition Limited, London UK (DLG) zum 15. Juli 2024 eine Liquiditätsgarantie geschlossen wurde. In dieser verpflichtet sich DLG die filmpool fiction GmbH so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen.


Zudem hat die Gesellschafterin MME MOVIEMENT AG mit Datum vom 30. Mai 2023 rückwirkend zum 1. Januar 2023 eine Rahmenkreditvereinbarung als Kontokorrentabrede mit einer unkündbaren Laufzeit bis 31. Dezember 2027 geschlossen wurde. Die Rahmenkreditvereinbarung beinhaltet das bisherige Darlehen auf erste Anforderung sowie ein zusätzlich abrufbares Darlehen in Höhe von TEUR 1.000.

4.7 Sonstige betriebliche Erträge


In den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von TEUR 803 (Vorjahr: TEUR 243) sind Erträge aus Nebengeschäften in Höhe von TEUR 533 (Vorjahr: TEUR 0) durch die Abschreibung eines Teils des Darlehens enthalten.


Außerdem sind periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 1 enthalten (Vorjahr: TEUR 213).

4.8 Sonstige betriebliche Aufwendungen


Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe von TEUR 346 (Vorjahr: TEUR 319) enthalten Aufwendungen für von der All3Media Deutschland GmbH, München, erbrachte Leistungen in Höhe von TEUR 169 (Vorjahr: TEUR 169).


Darüber hinaus sind im Wesentlichen Aufwendungen für Reisekosten in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3), Raumkosten in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 55), Beratungskosten in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 3), Bürobedarf in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 3), Aufwendungen für EDV-Kosten in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 9), Telefonkosten in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 9), sowie Aufwendungen für Kfz-Kosten in Höhe von TEUR 15 (Vorjahr: TEUR 8) ausgewiesen.

5. SONSTIGE ANGABEN

5.1 Sonstige finanzielle Verpflichtungen


Sonstige finanzielle Verpflichtungen i.S.d. § 285 Nr. 3a HGB, die nicht in der Bilanz enthalten und nicht nach § 268 Abs. 7 oder § 285 Nr. 3 HGB anzugeben sind, werden wie folgt ausgewiesen:

< 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
TEUR TEUR TEUR
Mietverpflichtungen 1 0 0
Sonstige finanzielle Verpflichtungen 170 0 0
Summe 171 0 0


Davon entfallen TEUR 170 der sonstigen finanziellen Verpflichtungen auf verbundene Unternehmen für die Dienstleistungspauschale.

5.2 Haftungsverhältnisse


Zum Bilanzstichtag bestehen keine Haftungsverhältnisse.

5.3 Liquiditätsgarantie und Darlehen


Zur Vermeidung der Zahlungsunfähigkeit hat die oberste Konzernmutter DLG Acquistions Limited, London UK gegenüber der filmpool fiction GmbH eine Liquiditätsgarantie ausgesprochen. Die Liquiditätsgarantie sieht eine Mindestlaufzeit bis 30. Juni 2026 vor und kann danach mit einer Frist von 3 Monaten nur gekündigt werden, wenn für die filmpool fiction GmbH die Fortführung der Unternehmenstätigkeit i.S.d. §252 Abs.1 Nr.2 HGB nachhaltig gesichert ist.


Zudem hat die Gesellschafterin MME MOVIEMENT AG, München, gegenüber der filmpool fiction GmbH, Hürth, eine Rahmenkreditvereinbarung als Kontokorrentabrede geschlossen. Das Darlehen ist unkündbar und wird bis zum 31. Dezember 2027 gewährt.


Der Fortbestand der Gesellschaft ist somit in ausreichendem Maße sichergestellt.

5.4 Gesellschaftsorgane


Der Geschäftsführung gehörten im Geschäftsjahr an:

Iris Kiefer, Produzentin, Köln (bis 14.02.2024)

Taco Rijssemus, Produzent, Berlin (bis 30.04.2024)

Vittorio Valente, Produzent, Hürth (ab 01.05.2024)

Mathias Lösel, Produzent, München


Die Geschäftsführung erhält Bezüge in Höhe von TEUR 317 (Vorjahr: TEUR 183).

5.5 Abschlussprüfer


Für die Abschlussprüfung für das Geschäftsjahr wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 24 gebildet. Zudem wurden für das Geschäftsjahr Rückstellungen in Höhe von TEUR 13 für Steuerberatungs- und sonstige steuerliche Bestätigungsleistungen gebildet.

5.6 Arbeitnehmer


Während des Geschäftsjahres waren durchschnittlich 94 Arbeitnehmer (Vorjahr: 64) beschäftigt. Davon sind durchschnittlich 92 Arbeitnehmer in Vollzeit und zwei Arbeitnehmer in Teilzeit beschäftigt. Zudem sind davon durchschnittlich 6 Arbeitnehmer unbefristet und 90 Arbeitnehmer befristet angestellt.

5.7 Mutterunternehmen


Die Gesellschaft ist ein Tochterunternehmen im Sinne von § 271 Abs. 2 HGB der MME MOVIEMENT AG, München (HRB 219638 AG, München).


Für den kleinsten Kreis stellt die All3Media Deutschland GmbH den Konzernabschluss auf. Die Gesellschaft wird darüber hinaus in den Konzernabschluss der Tulip Holdings BV, Amsterdam, zum 31. Dezember 2023 einbezogen, die für den größten Kreis den Konzernabschluss aufstellt. Er wird in der Kamer van Koophandel hinterlegt. Der Konzernabschluss wird nach den Vorschriften der Rechnungslegung nach IFRS ("International Financial Reporting Standards") aufgestellt.

6. NACHTRAGSBERICHT


Mit Wirkung zum 14. Februar 2024 hat Iris Kiefer die Geschäftsführung der filmpool fiction GmbH verlassen.


Mit Wirkung zum 30. April 2024 ist Taco Rijssemus als Geschäftsführer der filmpool fiction GmbH ausgeschieden. Gleichzeitig wurde Vittorio Valente mit Wirkung zum 1. Mai 2024 zum neuen Geschäftsführer der Gesellschaft bestellt.


Darüber hinaus wurde eine Änderung des Sitzes der Gesellschaft von ehemals Köln nach Hürth am 8. Juli 2024 in das Handelsregister beim Amtsgericht Köln eingetragen.


Mit Datum vom 15. Juli 2024 wurde mit der obersten Konzernmutter der DLG Acquisition Limited, London UK (DLG) eine Liquiditätsgarantie geschlossen. In dieser verpflichtet sich DLG die filmpool fiction GmbH so auszustatten, dass sie stets in der Lage ist, ihre gegenwärtigen und zukünftigen Verbindlichkeiten in vollem Umfang und fristgerecht zu erfüllen.

 

Hürth, den 13. August 2024

Die Geschäftsführung
Vittorio Valente
Mathias Lösel

Anlagenspiegel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten Kumulierte Abschreibungen
1.1.2023 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2023 1.1.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 56.517 0 56.517 0 0 56.511
56.517 0 56.517 0 0 56.511
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 55.607 2.275 40.384 0 17.499 51.532
55.607 2.275 40.384 0 17.499 51.532
112.125 2.275 96.901 0 17.499 108.043
Kumulierte Abschreibungen Buchwerte
Zugänge Abgänge Zuschreibung 31.12.2023 31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0 56.511 0 0 0 6
0 56.511 0 0 0 6
II. Sachanlagen
1. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.263 39.913 0 12.881 4.617 4.076
1.263 39.913 0 12.881 4.617 4.076
1.263 96.425 0 12.881 4.617 4.082

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS


An die filmpool fiction GmbH, Hürth

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der filmpool fiction GmbH, Hürth, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der filmpool fiction GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 13. August 2024

PricawaterhouseCoopers GmbH WirtschaftsprüfungsgeselIschaft

Anita Botzenhardt ppa. Martina von Möller
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin


Der Jahresabschluss zum 31.12.2023 der filmpool fiction GmbH wurde am 30. August 2024 festgestellt.

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