Stammdaten

Register
Amtsgericht Aachen HRB 3177
Eingetragen
12.4.1985
Branche
BeteiligungsgesellschaftenHerstellung von Stärke und StärkeerzeugnissenHerstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Gegenstand
Gegenstand des Unternehmens ist die Herstellung von Nahrungsmitteln aller Art sowie die Übernahme der Stellung eines persönlich haftenden Gesellschafters in der zu Würselen unter der Firma "Frankerg GmbH & Co. Kommanditgesellschaft" bestehenden Kommanditgesellschaft, die zum Gegenstand des Unternehmens die Herstellung von Nahrungsmitteln aller Art hat. Die Gesellschaft ist zu allen Geschäften und Maßnahmen berechtigt, die zur Erreichung des Gesellschaftszwecks notwendig oder nützlich erscheinen. Sie ist insbesondere auch berechtigt, sich an anderen Unternehmen, die dem vorgenannten Zwecke dienen, zu beteiligen und deren Geschäftsführung zu übernehmen. Die Gesellschaft ist ferner berechtigt, Zweigniederlassungen im In- und Ausland zu errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Sebastian Schlaadt
seit 19.9.2019
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Rüdiger Friedrichs
seit 4.7.2002
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

Identifizierte Personen (4)

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

5 Gesellschafter

GmbH-Struktur

3 von 5 angezeigt

Aachen
8.948 €
35.00%
Aachen
8.436 €
33.00%
Köln
7.925 €
31.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Frankenberg GmbH

Würselen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Bilanz zum 31. Dezember 2024

AKTIVA

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31.12.2024 31.12.2023
A. Anlagevermögen
Finanzanlagen
Ausleihungen an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 39.742,97 48.187,20
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 4.914.230,00 4.988.919,00
2. fertige Erzeugnisse und Waren 5.530.553,00 5.802.819,00
10.444.783,00 10.791.738,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 4.415.207,34 5.225.362,94
2. sonstige Vermögensgegenstände 510.566,57 560.924,25
4.925.773,91 5.786.287,19
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 6.931.135,01 14.213.165,16
C. Rechnungsabgrenzungsposten 22.155,03 0,00
22.363.589,92 30.839.377,55

PASSIVA

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31.12.2024 31.12.2023
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 25.565,00 25.565,00
II. Gewinnvortrag 12.785.799,87 13.660.169,84
III. Jahresüberschuss 6.095.151,51 5.125.629,36
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 148.784,38 3.009.364,00
2. Steuerrückstellungen 458.746,01 1.624.002,68
3. sonstige Rückstellungen 1.853.375,00 6.076.304,00
2.460.905,39 10.709.670,68
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 909.003,86 1.166.422,31
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 70.843,46
3. sonstige Verbindlichkeiten 87.164,29 81.076,90
996.168,15 1.318.342,67
- davon aus Steuern € 1.132,45 (€ 29.064,30)
22.363.589,92 30.839.377,55

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024

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2024 2023
1. Umsatzerlöse 108.767.785,66 92.384.368,63
2. Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 272.266,00- 2.092.914,00
3. Gesamtleistung 108.495.519,66 94.477.282,63
4. sonstige betriebliche Erträge 394.196,77 127.161,30
5. Materialaufwand 46.666.595,29- 41.423.521,40-
6. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 9.545.221,04- 8.466.485,26-
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 299.023,86- 202.729,81-
9.844.244,90- 8.669.215,07-
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 43.605.981,24- 37.099.949,29-
8. Erträge aus Beteiligungen 39.742,97 48.187,20
9. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 398.667,55 212.174,03
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 3.094.051,42- 2.530.031,23-
11. Ergebnis nach Steuern 6.117.254,10 5.142.088,17
12. sonstige Steuern 22.102,59- 16.458,81-
13. Jahresüberschuss 6.095.151,51 5.125.629,36

Anhang zum Jahresabschluss per 31. Dezember 2024

A. Allgemeine Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bei der Frankenberg GmbH handelt es sich um eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 HGB. Die Gesellschaft, mit Sitz in Würselen, ist im Handelsregister Aachen unter der Nummer HRB 3177 eingetragen.

Die Buchführung und das Inventar wurden unter Beachtung der gesetzlichen Vorschriften erstellt. Bei der Bewertung wurde gemäß § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen, da weder tatsächliche noch rechtliche Gegebenheiten dem entgegenstehen.

Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs-/Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet worden.

Die Bewertung der Gegenstände des Vorratsvermögens erfolgte zu Anschaffungs-/Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten in Ansatz gebracht worden. Auszahlungen, die Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach dem Bilanzstichtag darstellen, werden als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen. Rückstellungen wurden im erforderlichen Umfange gebildet, alle erkennbaren Risiken wurden berücksichtigt. Die Rückstellungen wurden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist.

Der Berechnung der Pensionsverpflichtungen liegt ein versicherungsmathematisches Gutachten zugrunde. Die Rückstellung wurde nach den Regelungen des Handelsgesetzbuches berechnet (Bewertungsmethode Teilwertverfahren „Richttafeln 2018 G“ Dr. Klaus Heubeck, Gehaltsdynamik 0 % p. a ., Zinssatz 1,9% zum 31. Dezember 2024, keine Fluktuation). Die im Vorjahr noch bestehenden Rückdeckungsversicherungen wurden in 2023 ausgezahlt. Abweichend zum Vorjahr werden ab dem Jahr 2024 die ausgezahlten Rückdeckungsversicherungen, mit einem Gesamtwert von € 3.130.653,62 unter der Pensionsrückstellung anstatt unter den liquiden Mitteln ausgewiesen. Insoweit sind die Vorjahresbeträge sowohl der liquiden Mittel als auch der Pensionsrückstellungen nicht vergleichbar. Aufgrund der Umgliederung kommt es zu einer Reduzierung sowohl der liquiden Mittel als auch der Pensionsrückstellungen um jeweils € 3.131 Mio.

Die ausgewiesenen Verbindlichkeiten wurden mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Vermögensgegenstände sowie Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, die ursprünglich auf fremde Währungen lauteten, wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

B. Erläuterungen und Angaben zu einzelnen Positionen des Jahresabschlusses

Die Entwicklung des Anlagevermögens ist nachfolgendem Anlagespiegel zu entnehmen:

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Finanzanlagevermögen Buchwert 01.01.2024 Rückzahlungen 2024 Zuführungen 2024 Buchwert 31.12.2024
Darlehenskonto Frankenberg KG 48.187,20 € 48.187,20 € 39.742,97 € 39.742,97 €

Von den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen haben € 87.884,38 (Vorjahr € 70.827,17) eine Laufzeit von mehr als einem Jahr. Sämtliche Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

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Die sonstigen Rückstellungen enthalten:
Rückstellungen für Urlaubsansprüche T€ 105
Rückstellung für unterlassene Instandhaltung T€ 293
Rückstellungen Gewährleistungsverpflichtungen T€ 108
Rückstellungen für Prüfungskosten TE 20
Sonstige Personalkosten T€ 1.327

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus Währungsumrechnungen in Höhe von € 2.370,16 (Vorjahr € 400,12) enthalten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind keine Aufwendungen aus Währungsumrechnungen enthalten.

C. Sonstige Angaben

Im Geschäftsjahr waren durchschnittlich 65 Arbeitnehmer (Vorjahr 59) beschäftigt.

Zum Bilanzstichtag bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Miet- und Pachtverträgen in Höhe von T€ 6.080. Weitere sonstige finanzielle Verpflichtungen, die für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung sind, bestehen nicht.

Die Frankenberg GmbH ist Komplementärin der Kommanditgesellschaft Frankenberg GmbH & Co. Kommanditgesellschaft, Würselen.

Die Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis auf neue Rechnung vorzutragen.

Geschäftsführer im gesamten Berichtsjahr waren Rüdiger Friedrichs sowie Laura Schlaadt und Sebastian Schlaadt.

 

Würselen, den 31.März 2025

Frankenberg GmbH

Rüdiger Friedrichs, Geschäftsführer

Laura Schlaadt, Geschäftsführerin

Sebastian Schlaadt, Geschäftsführer

Lagebericht zum Jahresabschluss per 31.12.2024

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Frankenberg GmbH entwickelt und produziert tiefgekühlte Spezialitäten aller Art, insbesondere Fertiggerichte für internationale Fluggesellschaften, jedoch auch für den Einzel- und Onlinehandel sowie für Großverbraucher. Diese Produktionsleistung erbringt unsere Gesellschaft im Wesentlichen an drei Hauptkunden, die jeweils die hergestellten Produkte in den drei zuvor genannten Märkten vertreiben.

2. Forschung und Entwicklung

Gegenstand unserer Entwicklungstätigkeit ist die ständige Aktualisierung unserer Fertiggerichte und Komponenten auf aktuelle Trends, vor allem im Bereich authentischer ethnischer Rezepturen sowie die laufende Verbesserung unserer professionellen IQF-Tiefgefrierverfahren. Ziel dieser Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist es, unsere aktuelle Marktposition gegenüber unseren Mitbewerbern zu verteidigen bzw. auszubauen. Der wichtigste Pfeiler unserer Innovationskraft ist unser Team hochqualifizierter Mitarbeiter.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche, branchenbezogene Rahmenbedingungen

Nach mehreren durch die Corona-Pandemie beeinflussten Jahren, konnte bereits in 2023 von einer weitestgehenden Normalisierung des Geschäftsbetriebs gesprochen werden, die sich auch im Geschäftsjahr 2024 entsprechend fortgesetzt hat. Dabei war insbesondere eine weiter voranschreitende Erholung bzw. neues Wachstum im Bereich internationaler Airlines sowie dem klassischen Einzel- /Onlinehandel zu beobachten. Nichtsdestotrotz sind geopolitische Risiken (u.a. der Konflikt USA-China oder der Russland-Ukraine-Krieg) sowie eine gewisse Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Inflationsentwicklung nach wie vor vorhanden und müssen eng verfolgt werden. Gleichzeitig stellt die schnelle Erholung/das rasche Wachstum der Märkte das Unternehmen auch intern vor neue Herausforderungen, insbesondere im Bereich der Kapazitätsplanung.

2. Geschäftsverlauf

Insgesamt konnte die positive Umsatzentwicklung aus 2023 auch im Geschäftsjahr 2024 fortgesetzt werden, sodass das prognostizierte Wachstum von 3 bis 5 % mit letztlich 17,7 % deutlich übertroffen wurde. Durch die saisonal gewohnt starken Monate April bis September sowie durch ein deutliches Wachstum in nahezu allen Absatzmärkten unserer Hauptkunden konnte die Entwicklung aus dem Vorjahr fortgeführt werden.

Mit Blick auf die zuletzt deutlichen Kostensteigerungen konnte im Vergleich zum Vorjahr eine gewisse Stabilisierung verzeichnet werden. Zwar befindet sich die Inflation immer noch leicht über dem Zielkorridor der Zentralbanken, mit einem Inflationswert im Durchschnitt von 2,2 % sind die Preissteigerungen über die Produktgruppen hinweg im Vergleich zu den Vorjahren jedoch relativ gering ausgefallen.

Insgesamt konnten durch diese Entwicklung über das gesamte Jahr hinweg Überschüsse erzielt werden. Die Unternehmensfortführung ist daher nach wie vor nicht gefährdet.

3. Lage

Die Lage des Unternehmens war in 2024 von weiterem Wachstum in den einzelnen Absatzmärkten und damit von steigenden Umsätzen geprägt. In der Folge wurde der Geschäftsbetrieb kontinuierlich flexibel an die veränderten Rahmenbedingungen angepasst.

Ertragslage

Nachdem bereits 2023 durch das gestiegene Umsatzvolumen erfolgreich abgeschlossen werden konnte, hat sich die Ertragslage durch das weitere Wachstum und die erhöhte Auslastung absolut gesehen weiter verbessert.

Finanzlage

Durch die verbesserte Ertragslage ist unsere Finanzlage als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets unter Ausnutzung von Skonti zu begleichen und Forderungen innerhalb der vereinbarten Zahlungsziele zu vereinnahmen. Unsere Kapitalstruktur ist solide. Wesentlichen Anteil daran hat unsere langfristig orientierte Konsolidierungspolitik, aufgrund derer wir erwirtschaftete Ergebnisse größtenteils im Unternehmen belassen. Die Eigenkapitalquote der Frankenberg GmbH beträgt 85% (Vorjahr: 61%) Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten existieren nicht, die Verbindlichkeiten gegenüber Lieferanten betragen 4,1% (Vorjahr: 3,8%) der Bilanzsumme.

Vermögenslage

Aufgrund des entstandenen Jahresüberschusses stellt sich die Vermögenslage unserer Gesellschaft gegenüber dem Vorjahr verbessert dar. Die Struktur unseres kurz- und langfristigen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung monatliche betriebswirtschaftliche Auswertungen heran und überwachen jede einzelne Kostenposition regelmäßig. Dies ermöglicht uns eine sofortige Reaktion auf jedwede Veränderung. Unsere wirtschaftliche Lage für das Jahr 2024 kann insgesamt als verbessert bezeichnet werden. In den Folgejahren sollten sich die aktuellen Umsätze durch ein stabiles, kontinuierliches Wachstum weiter Stück für Stück erhöhen. Auch die Ertragslage dürfte durch weitere interne Optimierungen sowie einer hohen Grundauslastung trotz weiterhin leicht steigender Kosten stabil bleiben.

III . Prognosebericht

Für die Planung des Geschäftsjahres 2025 berücksichtigen wir wie auch in der Vergangenheit die tatsächlichen Ist-Zahlen des ersten Quartals 2025 sowie die von unserem Hauptkunden prognostizierten Abnahmemengen der Monate April bis Dezember 2025 (Forecast-Zahlen). Diese Planungsrechnung zeigt ein Umsatzwachstum von ca. 5 bis 10 % und schließt erneut mit einem positiven Ergebnis. Relativ zum Umsatz gesehen rechnen wir über den Jahresverlauf jedoch mit leicht rückläufigen Erträgen, was zunehmendem Wettbewerbsdruck durch eine Vielzahl zu erwartender Ausschreibungen sowie einer mangelnden Bereitschaft der Kunden weitere, wenn auch geringere Kostensteigerungen zu tragen, geschuldet ist. Für das Geschäftsjahr 2026 rechnen wir mit Umsätzen auf ähnlich hohem Niveau sowie einem gleichfalls positiven Ergebnis.

Aufgrund der bestehenden Struktur sowie der verbesserten Ergebnis- und Liquiditätsentwicklung ist das Unternehmen grundsätzlich in der Lage, auch weiterhin auf dynamische Veränderungen der Geschäftswelt flexibel zu reagieren.

Die Liquiditätsbetrachtung zeigt, dass die bestehende Vermögens- und Finanzlage durch die o. g. Umsatzentwicklung und das straffe Management unserer Kosten das ganze Jahr 2025 und weitere Jahre darüber hinaus ausreicht unseren Zahlungsverpflichtungen immer fristgerecht nachzukommen.

IV. Chancen- und Risikobericht

1. Risikobericht

Als wesentliche Risiken für die weitere Geschäftsentwicklung sind makroökonomisch die nach wie vor vorhandenen weltweiten geopolitischen Spannungen, eine zunehmende Unsicherheit durch den Regierungswechsel in den USA sowie eine sich abkühlende Wirtschaft in Deutschland zu sehen. All diese Risiken haben potenziell negative Auswirkungen auf den Tourismus sowie die Reisetätigkeit, wodurch die Umsätze sowohl im Bereich der internationalen Fluggesellschaften als auch im Hotellerie- und Gastronomiebereich zurückgehen könnten. Gleichzeitig könnten weitere (wirtschaftliche) Konflikte (z.B. USA/Taiwan - China) sowie Veränderungen in der internationalen politischen Grundhaltung einzelner Länder (z.B. zunehmende Anti-EU-Politik innerhalb Europas, Zoll-Strategien) zu einem erneuten Anstieg der Inflation und damit zu einem Rückgang der Nachfrage über all unsere Märkte hinweg führen.

Mikroökonomisch sehen wir als Risiko einen potenziell wachsenden Kostendruck auf Seiten der internationalen Fluggesellschaften, der sich in vermehrten Ausschreibungen und/oder einer kritischeren Prüfung bestehender Preise niederschlägt, bei einem gleichzeitig weiteren Anstieg unserer Betriebskosten, insbesondere in den Bereichen Personal und Energie. Diese Tendenzen könnten die Ertragslage des Unternehmens negativ beeinflussen.

Hinzu kommt, dass das höhere Umsatzniveau weitere, teilweise signifikante Investitionen in den operativen Betrieb notwendig macht. Auch wenn dies durch die gute Finanz- und Vermögenslage durchaus realisierbar ist, müssen die Auswirkungen potenziell negativer Szenarien wie z.B. der Wegfall einzelner großer direkter oder indirekter Kunden, die einen gewissen Umsatzanteil ausmachen, auf solche Investitionsvorhaben genau analysiert werden.

Aufgrund der stabilen Eigenkapitalsituation sowie der bestehenden Vermögens- und Finanzlage unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken derzeit allerdings selbst bei negativer Planung nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend.

2. Chancenbericht

Auf der anderen Seite ist ein weiterhin zunehmender Trend zu qualitativ hochwertigeren Produkten sowie insbesondere im Bereich der Großverbraucher zu High Convenience-Lösungen festzustellen. Insofern können wir davon ausgehen, dass wir aufgrund unserer qualitativ hochwertigen Produkte sowie mit unserem aktuellen Kundenstamm unsere Position im Markt sichern und ausbauen können. Dies hilft uns auch in der Entwicklung und Erschließung neuer Märkte, die auf qualitative Lösungen bauen.

Dem Wettbewerb am Markt werden wir auch weiterhin durch unsere Erfahrung, Innovation, Zuverlässigkeit und durch ein hohes Maß an Qualität begegnen. Hier ist besonders die Sicherung des firmenbezogenen Know-Hows und der Firmenwerte hervorzuheben.

Trotz aller aktuellen Herausforderungen können wir aufgrund unserer Kapitalstärke sowie unserer Vermögens- und Finanzlage langfristig davon ausgehen, dass unser Unternehmen im wettbewerblichen Umfeld bestehen wird. Mit Blick auf das abgelaufene Geschäftsjahr sowie auf die Planung der Folgejahre kann man festhalten, dass unser Unternehmen aufgrund des anstehenden Wachstums in den nächsten Jahren potenziell zusätzliche Kapazitäten in der Produktion schaffen muss.

3. Gesamtaussage

Unser Unternehmen konnte aufgrund der konservativen Risiko- und Finanzpolitik, schnellen Reaktionen auf Kostensteigerungen sowie der erfolgreichen Sicherung bestehender Märkte und Kunden sowohl den Umsatz als auch den absoluten Ertrag in dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2024 steigern. Trotz aller mikro- und makroökonomischen Risiken ist unser Unternehmen weiterhin stark genug, um auf potenziell anstehende Herausforderungen flexibel und dynamisch zu reagieren und wird die mögliche Schaffung zusätzlicher Kapazitäten prüfen, um weiteres Wachstum entsprechend bedienen zu können.

V. Allgemeines Risikomanagement

Die Unternehmung finanziert sich bereits seit längerer Zeit ausschließlich aus ihrem Eigenkapital. Unsere Hauptkunden verfügen über einen grundsätzlich solventen Kundenstamm. Unsere Verbindlichkeiten werden in den meisten Fällen innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen bezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft ebenfalls ausschließlich aus ihrem Eigenkapital. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Das Unternehmen verfolgt eine überaus konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- oder Bonitätsrisiken erkennbar sein sollten, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Darüber hinaus informieren wir uns vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen stets über die Bonität unserer Kunden.

VI. Bericht über Zweigniederlassungen

Zweigniederlassungen werden von der Gesellschaft nicht unterhalten.

VII. Nachtragsbericht

Es sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag eingetreten.

 

Würselen, den 31. März 2025

Frankenberg GmbH

Sebastian Schlaadt, Geschäftsführer

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Frankenberg GmbH, Würselen

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Frankenberg GmbH, Würselen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Frankenberg GmbH, Würselen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Aachen, den 12. Mai 2025

WWS WIRTZ, WALTER, SCHMITZ GMBH
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT
STEUERBERATUNGSGESELLSCHAFT

Gehlen, Wirtschaftsprüfer

Bette, Wirtschaftsprüfer

Nachrichten & Medien

Insolvenzbekanntmachungen

Aktuelle Insolvenzverfahren

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