Hittech Germany GmbH & Co. KG
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Oliver Keicher seit 28.1.2021 | Prokura |
Volker Kiefer seit 25.11.2019 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Eigentümerstruktur und Kapitalverteilung des Unternehmens
4 von 5 Anteilseignern sichtbar
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hittech PRONTOR GmbHBad WildbadJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Hittech PRONTOR GmbH, Bad Wildbad, Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Hittech PRONTOR GmbH, Bad Wildbad, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Hittech PRONTOR GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften und Personenhandelsgesellschaften im Sinne des § 264a HGB geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Wemding, den 31. Mai 2024 Dr. Frank Loch, Wirtschaftsprüfer Bilanz zum 31.12.2023Hittech PRONTOR GmbH, Bad WildbadAKTIVA
PASSIVA
Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01.2023 bis 31.12.2023Hittech PRONTOR GmbH, Bad Wildbad
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023Grundlegende Angaben zum Unternehmen und zur Bilanzierung Eckdaten zum Unternehmen, Gliederung, Vorjahresbeträge Der Jahresabschluss der Hittech PRONTOR GmbH, Bad Wildbad, (Amtsgericht Stuttgart, HRB 330322) wurde nach den Vorschriften der §§ 242 ff. HGB unter Beachtung der ergänzenden Bestimmungen für große Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) sowie des GmbHG aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert. Dieses Gliederungsschema erfolgt unter Anwendung der u. a. durch das BILRUG geänderten Vorschriften des HGB. Das Geschäftsjahr beginnt am 01. Januar 2023 und endet am 31. Dezember 2023. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungskosten einschließlich Nebenkosten oder Herstellungskosten (gemäß § 255 HGB) bilanziert. Die immateriellen Vermögensgegenstände und das Sachanlagevermögen sind mit Anschaffungskosten bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bewertet. Den Abschreibungen liegen die voraussichtlichen Nutzungsdauern zwischen 1-50 Jahre zu Grunde. Soweit zulässig, wird die degressive, im Übrigen die lineare Abschreibungsmethode angewandt. Der Übergang von der degressiven zur linearen Abschreibung erfolgt planmäßig. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Wert von EUR 800,00 werden im Jahr der Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Möglichkeit von Mehrschichtabschreibungen wird in Anspruch genommen. Die Finanzanlagen sind mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Unfertige und fertige Erzeugnisse sowie unfertige Leistungen sind zu aktivierungspflichtigen Herstellungskosten bewertet. Wertminderungen und sonstige Risiken, die sich aus der Lagerdauer oder geminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch entsprechende Abschläge berücksichtigt. Der Grundsatz der verlustfreien Bewertung wurde beachtet. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Erkennbare Ausfallrisiken sind durch individuelle Bewertungsabschläge berücksichtigt. Für das allgemeine Kreditrisiko ist eine Pauschalwertberichtigung gebildet. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nominalwert angesetzt. Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite enthalten Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit diese, Aufwand für bestimmte Zeit nach dem Abschlussstichtag darstellen. Wertpapiere sind mit ihren Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Aktive Latente Steuern werden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe der voraussichtlichen Steuerentlastung nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt. Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nennwert bilanziert. Das Eigenkapital weist einen Jahresüberschuss in Höhe von EUR 6.785.199,22 aus. Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresüberschuss auf neue Rechnung vorzutragen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen unter Anwendung der "Projected- Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln2018G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Für die Abzinsungen wurde der laufzeitadäquate Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre von 1,82% (im Vorjahr 1,78%) verwendet. Gehaltssteigerungen haben keinen Einfluss auf die Höhe der Pensionsrückstellung, Rentensteigerungen wurden mit der vereinbarten Anpassungsgarantie von 1% berücksichtigt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d.h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt. Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden zeitnah mit dem Kurs zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls bewertet und grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird dabei das Realisationsprinzip (§ 252 Abs. 1 Nr. 4 Halbsatz 2 HGB) und das Anschaffungskostenprinzip (§ 253 Abs. 1 Satz 1 HGB) beachtet. Passive Latente Steuern gemäß § 274 Abs. 1 Satz 1 HGB werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerbelastung nachfolgender Geschäftsjahre angesetzt. Weitere Angaben zur Bilanz Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist aus dem in der Anlage zum Anhang dargestellten Anlagenspiegel zu ersehen. Zinsen für Fremdkapital wurden bei keinem Posten des Anlagevermögens aktiviert. Anteilsbesitz
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 90 (VJ TEUR 109) enthalten. In den sonstigen Vermögensgegenständen sind in Höhe von TEUR 54 (VJ TEUR 83) Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr enthalten. Eigenkapital § 268 Abs. 8 HGB findet keine Anwendung, da zum Stichtag 31.12.2022 keine aktiven latenten Steuern ausgewiesen werden . Aus dem Unterschiedsbetrag (Pensionsrückstellungen) gemäß § 253 Abs. 6 HGB in Höhe von TEUR 60 ergibt sich eine Ausschüttungssperre. Rückstellungen Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen wurde der laufzeitadäquate, durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen 10 Jahre (1,82%) verwendet. Bei einer Abzinsung mit dem laufzeitadäquaten, durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen 7 Jahre (1,74%) hätte sich ein um TEUR 60 höherer Rückstellungsbetrag ergeben. Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Beträge für Personalaufwendungen in Höhe von TEUR 1.171 (VJ TEUR 1.948), ausstehende Rechnungen in Höhe von TEUR 647 (VJ TEUR 463), Liefer- und Abnahmeverpflichtungen in Höhe von TEUR 65 (VJ TEUR 84) und für Gewährleistungsverpflichtungen in Höhe von TEUR 57 (VJ TEUR 34). Verbindlichkeiten Alle Verbindlichkeiten haben Restlaufzeiten von bis zu einem Jahr. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 49 (VJ TEUR 126) enthalten. Latente Steuern Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 15% für die Körperschaftssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und 13,3% für die Gewerbesteuer zugrunde gelegt. Aktive latente Steuern in Höhe von TEUR 515 (vornehmlich für Pensionsrückstellungen) wurden verrechnet mit den passiven latenten Steuern (vornehmlich auf Grundstücke) in Höhe von TEUR 820. Der sich aus der Saldierung aktiver und passiver latenter Steuern ergebene passive Überhang in Höhe von TEUR 305 wurde entsprechend bilanziert. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahres, welche sich im Wesentlichen auf den Bereich der feinmechanisch-optischen Produkte beziehen, gliedern sich wie folgt:
Periodenfremde Erträge und Aufwendungen Die sonstige betrieblichen Erträge enthalten Erträge aus der Auflösung von Wertberichtigungen in Höhe von TEUR -27 (VJ TEUR 26), Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen in Höhe von TEUR 347 (VJ TEUR 5) sowie im Vorjahr Erträge aus der Auflösung von sonstigen Rückstellungen in Höhe von TEUR 13). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für sonstige Dienstleistungen (Aufwendungen aus Geschäftsbesorgung, sonstige Dienstleistung EDV, etc.) in Höhe von TEUR 1.745 (VJ TEUR 1.356), Instandhaltung in Höhe von TEUR 1.512 (VJ TEUR 1.250), Mieten in Höhe von TEUR 103 (VJ TEUR 397), Leasing in Höhe von TEUR 744 (VJ TEUR 599). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhalten einen Ertrag aus der Erhöhung der aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 24 (VJ TEUR 30). Ergänzende Angaben Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zum Bilanzstichtag bestanden in Höhe von TEUR 1.901 (VJ TEUR 1.259) sonstige finanzielle Verpflichtungen aus langfristigen Miet-, Pacht- und Leasingverträgen, von denen TEUR 773 innerhalb eines Jahres fällig sind. Darüber hinaus bestehen langfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Geschäftsbesorgungsverträgen in Höhe von TEUR 768 (VJ TEUR 770), von denen TEUR 768 (VJ TEUR 770) innerhalb eines Jahres fällig sind. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Bestellobligo belaufen sich auf TEUR 10.368 (VJ TEUR 13.266). Mitarbeiter Im Durchschnitt waren im Geschäftsjahr 01.01.-31.12.2023 beschäftigt:
Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr berechnete Gesamthonorar beträgt TEUR 35 und beinhaltet ausschließlich Abschlussprüfungsleistungen. Bericht über wesentliche Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Nach Ramp-up Szenarien und Engpässen in allen unseren Märkten aufgrund von höherer Nachfrage im Jahre 2023, kühlt die Nachfrage nun ab und das Jahr 2024 wird eine Konsolidierungsphase darstellen. Unsere Hauptkunden in allen Märkten verzeichnen reduzierte Bestellungen ihrer Systeme. Dies führt zu reduziertem Bestelleingang bei PRONTOR. Zusätzlich haben unsere Kunden in den Zeiten der Verknappung versucht Bestände aufzubauen, um immer lieferfähig zu bleiben. Diese Bestände bauen unsere Kunden nun ab, was ebenfalls zu einer Reduktion der Bedarfe für uns führt. Preise für Rohstoffe und Vorprodukte steigen nicht mehr in dem Maß wie in den Vorjahren. Lohnsteigerungen müssen laut geltendem Tarifvertrag umgesetzt werden. Alle unsere Kunden gehen von einer erheblichen Erholung gegen Ende 2024/Anfang 2025 aus. Hittech PRONTOR begegnet diese Effekten mit der Konzentration auf Effizienzverbesserungen, um auf den zu erwartenden Aufschwung vorbereitet zu sein. Ziel ist es durch geeignete Maßnahmen mehr Leistung mit den bestehenden Ressourcen zu erbringen. Gleichzeitig sind die Kosten des Unternehmens im Fokus, die mit den reduzierten Umsätzen in Einklang gebracht werden. Die weltpolitische Lage, wie z.B. der Ukraine-Krieg, die kriegerischen Auseinandersetzungen in Nahost oder die drohende Taiwan-Krise haben derzeit nur indirekt Einfluss auf unseren Geschäftsverlauf. Vor allem die anhaltende Unsicherheit, die aus den unterschiedlichen Großmachtsinteressen bezüglich Taiwans entstehen, haben einen Einfluss auf den Absatz von Halbleiterfertigungsmaschinen, in die wir Teile und Baugruppen liefern. Innenpolitisch belastet die zunehmende Bürokratisierung mit immer neuen Berichten und Auflagen mittelständische Unternehmen wie unseres über Gebühr. Selbst wenn Unternehmen unserer Größe von manchen Regelungen noch ausgenommen bleiben, so bleiben wir von den Anforderungen nicht verschont, denn unsere großen Kunden werden von den Regeln erfasst und sind gezwungen die Einhaltungen und Nachweise von uns ebenfalls einzufordern (z.B. Lieferkettengesetz, Nachhaltigkeit). Organe der Gesellschaft Geschäftsführung Seit dem 01.11.2019 ist Herr Volker Kiefer, Dipl.-Informatiker, Altenstadt, als alleiniger Geschäftsführer bestellt. Von der Angabe der Bezüge für die Mitglieder der Geschäftsführung wurde gem. § 286 Abs. 4 HGB abgesehen. Mutterunternehmen und verbundene Unternehmen, Konzernabschluss Der Kreis der verbundenen Unternehmen der Hittech PRONTOR GmbH umfasst alle mittelbaren und unmittelbaren Tochtergesellschaften des obersten Mutterunternehmens, der Hittech Group B.V., Den Haag in den Niederlanden. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Hittech Group B.V., Den Haag (Niederlande). Der Konzernabschluss der Hittech Group B.V., Den Haag (Niederlande), wird beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht.
Bad Wildbad, den 31. Mai 2024 Volker Kiefer Entwicklung des Anlagevermögens für die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 31. Dezember 2023
Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 20231. Grundlagen des Unternehmens Gegenstand der Hittech PRONTOR GmbH, Bad Wildbad, (nachfolgend "Gesellschaft" oder "PRONTOR") ist die Entwicklung und die Herstellung von Baugruppen, Subsystemen und Geräten der Präzisionsmechanik, Mechatronik, Optomechanik und Optoelektronik sowie komplexen Einzelteilen mit Oberflächenbearbeitung im Auftrag unserer Kunden. Der Fokus liegt hierbei auf Produkten mit hohem technischen Anspruch. Branchenschwerpunkte sind die Medizintechnik, Halbleiterzulieferindustrie und die Mess- und Analysetechnik. PRONTOR ist ein vollstufiges Produktionsunternehmen, das auf die Produktentstehung (Entwicklung/Konstruktion) und Produktrealisierung (Herstellung) von Geräten, Baugruppen und Subsystemen spezialisiert ist. Die Fertigungsprozesse umfassen dabei spanende Bearbeitung, Oberflächenbehandlung sowie Montage. Begleitet wird der Prozess von einer Supply Chain, die für die Materialbeschaffung sowie die interne wie externe Logistik zuständig ist. Folgende wesentlichen Kompetenzfelder bilden den Kern des Geschäftes:
2. Geschäftsverlauf im Geschäftsjahr 2023 PRONTOR agiert als Full-Service-Provider vornehmlich im Marktumfeld seiner Kunden in den Bereichen Stativsysteme, Operationsmikroskope, Sehtestgeräte, Halbleiterlithographie und Kontrastmittelinjektoren für die Computertomographie. Weitere Umsätze werden mit Mess- und Analysesystemen erzielt. PRONTOR beschäftigt sich innerhalb der Medizintechnik mit den Hauptfeldern Medizingerätetechnik, Operationsrobotik, augenoptische Geräte und Analyse-, Bio- und Labortechnik. In der Medizinbranche konnte PRONTOR auch im Geschäftsjahr 2023 die größten Umsatzanteile verzeichnen. Hittech Prontor konnte 2023 ein Rekordjahr verbuchen. € 65,379 Million bei einem EBIT von € 9,687 Millionen ergeben eine positiv zu bewertende EBIT-Marge von 14,8%. Die reinen Zahlen erwecken den Anschein, als wären wir auf der Erfolgswelle geritten. Doch der Beginn des Jahres war geprägt von Ramp-Up Anforderungen unserer Kunden. Während dies eine erfreuliche Entwicklung darstellte, mussten diese Wünsche auch umgesetzt werden. Dazu musste die gesamte Lieferkette ihre Kapazität erhöhen. Dies stellte eine große Herausforderung dar, nachdem auch andere Kunden unserer Lieferanten höhere Bedarfe angemeldet hatten. Dazu kam noch der Ausfall einer unserer zentralen Maschinen über 8 Wochen. Trotzdem konnten wir schließlich unsere Kunden beliefern und an dem Aufschwung partizipieren. Doch schon gegen Mitte des Jahres machte sich in der Wirtschaft eine verhaltene Stimmung breit. Auch für Hittech Prontor bedeutete dies eine genaue Beobachtung unserer spezifischen Märkte und Kunden und deren Abnahmeverhalten. Die Bedarfe nahmen Schritt für Schritt ab. Manche Kunden standen noch unter dem Eindruck der Lieferengpässe und füllten ihre Bestände, um für eine nochmalige Engpasssituation besser gewappnet zu sein. Dies bescherte uns im Jahr 2023 zwar Umsätze, die jedoch bei einer sich abkühlenden Nachfrage lediglich von 2024 vorgezogen sind und im Folgejahr ausfallen werden. Weitere Effekte, die zu dem guten Gesamtergebnis 2023 beitrugen, sind Einmaleffekte aus Entwicklung und Ramp-Up Arrangements, auf die wir ebenfalls im Folgejahr nicht mehr bauen können. Auftragseingang, Auftragsbestand und Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr wie folgt entwickelt.
Der Gesamtumsatz stieg 2023 mit 65.380 TEUR im Vergleich zum Vorjahr (55.674 TEUR) deutlich an und entsprechend damit der ursprünglichen Planung für das Geschäftsjahr. Die Produktions- und Absatzentwicklung nahm einen dem Umsatz entsprechenden Verlauf. Die produzierten Stückzahlen konnten abgesetzt werden, die Bestandsveränderungen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen beliefen sich auf 1.414 TEUR. Im Berichtszeitraum wurden Investitionen von insgesamt 1.300 TEUR in Sachanlagen getätigt (VJ 2.404 TEUR) und 13 TEUR in immaterielle Vermögensgegenstände (VJ 90 TEUR). Die Investitionen sind im Wesentlichen mit Modernisierungsprojekten begründet und dienen der Einführung neuer Technologien im Fertigungsbereich. Zum Stichtag waren am Standort 246 Mitarbeiter (Jahresdurchschnitt 2023: 243 Jahresdurchschnitt 2022: 227) sowie 10 Auszubildende (Jahresdurchschnitt 2023: 11 Jahresdurchschnitt 2022: 16) beschäftigt. Pensionsrückstellungen bestehen zum Stichtag in Höhe von 3.896 TEUR (VJ 3.891 TEUR). 3. Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft per 31. Dezember 2023 Nachfolgend wird anhand der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft analysiert. 3.1. Vermögenslage Der Jahresüberschuss betrug 6.785 TEUR (VJ 2.881 TEUR). Das Eigenkapital betrug zum Stichtag +27.363 TEUR (VJ +20.578 TEUR). Die Eigenkapitalquote liegt zum 31. Dezember 2023 bei +72,94% (VJ +61,26%). Das Anlagevermögen liegt mit 6.721 TEUR unter dem Wert zum 31.12.2022 (VJ 7.247 TEUR), darin enthalten sind aktivierte Anzahlungen auf Maschinen und Betriebs- und Geschäftsausstattung über 281 TEUR (VJ 727 TEUR). Die Vorräte liegen mit 15.499 TEUR (VJ 16.292 TEUR) unter dem Niveau zum 31.12.2022, gemessen an der Bilanzsumme senkte sich die Vorratsintensität von 48,50% auf 41,31% im Geschäftsjahr. In den Vorräten sind geleistete Anzahlungen auf Vorräte im Wert von 569 TEUR (VJ 900 TEUR) enthalten. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf 6.407 TEUR (VJ 3.203 TEUR) gestiegen (+100%). Unter anderem liegt zugrunde, dass im Laufe des Geschäftsjahres 2023 über die Konzernmutter Hittech Group BV mit der ING Netherlands ein unechtes Factoring vereinbart und beansprucht wurde. Gegenüber der Konzernmutter Hittech Group BV besteht zum Stichtag eine Forderung in Höhe von 5.003 TEUR auf Grund 2er Darlehensverträge mit einer Befristung zum 31.12.2024. Der Bestand an verkauften Forderungen zum Stichtag betrug 3 TEUR (VJ 1.858). Die Wertpapiere liegen zum Stichtag bei einem Wert von 145 TEUR (VJ 154 TEUR). Der Bestand an liquiden Mitteln lag zum Bilanzstichtag bei 3.596 TEUR (VJ 4.119 TEUR). Auf Grund steuerlicher Bewertungsunterschiede ergab sich bei den latenten Steuern ein Passivüberhang in Höhe von 305 TEUR (VJ 281 TEUR). Auf der Passivseite der Bilanz erhöhte sich die Rückstellung für Pensionen auf 3.896 TEUR (VJ 3.891 TEUR). Die sonstigen Rückstellungen reduzierten sich von 2.597 TEUR zum Vorjahresstichtag auf 1.989 TEUR. Die Bankverbindlichkeiten beinhalten das Darlehen der ehemaligen Prontor Immobilien GmbH & Co. KG. Zum Stichtag beläuft sich die Verbindlichkeit auf 1.380 TEUR und konnte somit gegenüber dem Vorjahr (TEUR 1.614) dem Plan entsprechend weiter abgebaut werden. Die Gesamtverbindlichkeiten summierten sich auf2.974 TEUR (VJ 3.092 TEUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen liegen zum Stichtag im Vergleich zum 31.12.2022 mit 1.207 TEUR (VJ 1.108 TEUR) darüber, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf 49 TEUR (VJ 126 TEUR) gesunken. Die sonstigen Verbindlichkeiten sanken auf 335 TEUR (VJ 244 TEUR). 3.2. Finanzlage Das Finanzmanagement der Gesellschaft zielt auf die Steuerung der Liquidität und der Kapitalstruktur des Unternehmens. Die nachfolgende Kapitalflussrechnung stellt vereinfacht die Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse der Gesellschaft in ihren wesentlichen Posten dar.
Die Zahlungsfähigkeit der Gesellschaft war im Geschäftsjahr 2023 jederzeit gegeben. Der Finanzmittelbestand zum 31. Dezember 2023 setzt sich vorwiegend aus Bankguthaben zusammen. PRONTOR hat im Geschäftsjahr 2023 keine derivativen Finanzinstrumente (inkl. Sicherungsgeschäfte und/oder Hedging) eingesetzt. 3.3. Ertragslage Der Jahresüberschuss im Geschäftsjahr betrug +6.785 TEUR (VJ +2.881 TEUR) und ist damit deutlich gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um TEUR 392 gestiegen und belaufen sich auf TEUR 478 (VJ TEUR 86). Zu den genannten Umsätzen erfolgte im Geschäftsjahr 2023 eine Bestandszunahme an fertigen und unfertigen Produkten von 1.414 TEUR, so dass sich eine Gesamtleistung von 66.793 TEUR (VJ 56.337 TEUR) ergab. Der Materialaufwand in Höhe von 33.186 TEUR blieb mit einem Anteil von 49,7% (VJ 52,2%) an der Gesamtleistung wie in den Vorperioden Hauptkostenbestandteil. Im Vergleich zum 31.12.2022 ist die Materialquote leicht gesunken. Die Optimierung des Verhältnisses von Kauf- und Fertigungsanteilen wird weiter vorangetrieben. Die Personalaufwendungen sind im Vergleich zum 31.12.2022 auf 17.563 TEUR (VJ 16.048 TEUR) gestiegen. Die Abschreibungen betrugen 952 TEUR (VJ 741 TEUR) und haben sich somit um 28,4% erhöht, das liegt im Wesentlichen an den Neuinvestitionen im Bereich Fertigungsvorrichtungen und Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen blieben konstant und belaufen sich auf 5.806 TEUR (VJ 5.815 TEUR). Hier sind Instandhaltungsaufwendungen in Höhe von 1.512 TEUR (VJ 1.250 TEUR), Leasingaufwendungen in Höhe von 744 TEUR (VJ 599 TEUR) und Aufwendungen für IT in Höhe von 777 TEUR (VJ 649 TEUR) zu erwähnen. Das Ergebnis nach Steuern verbesserte sich um 3.949 TEUR und liegt bei 6.852 TEUR (VJ TEUR 2.903). Hieraus errechnet sich eine Umsatzrendite von 10,5 % (VJ 5,2%) Insgesamt kann die Finanz- und Vermögenslage der Gesellschaft als sehr zufriedenstellend beurteilt werden. 4. Prognose- und Chancenbericht Seit 2014 gehört PRONTOR zum Firmenverbund der Hittech Group B.V. mit Sitz in Den Haag/ NL. Die Hittech Group B.V. vereint Unternehmen aus den Bereichen der Entwicklung, der Montage von Geräten und Baugruppen, der spanenden mechanischen Bearbeitung und des Gusses. Der Umsatzschwerpunkt der Hittech Group B.V. befindet sich in den Niederlanden und in Deutschland. PRONTOR profitiert von der gemeinsam abgestimmten Strategie der Gruppe, vom Leistungsportfolio und vom sehr guten Vertriebsnetz der Unternehmensgruppe. Gemeinsam mit den anderen Unternehmen der Gruppe können durch das breite Technologieportfolio leichter neue Kunden gewonnen werden. PRONTOR verfolgt eine organische Wachstumsstrategie. Neben Programmen zur Steigerung der Effizienz und Wettbewerbsfähigkeit wird das Wachstum durch die Implementierung der Vertriebsstrategie verfolgt. Ziel hierbei ist die Stabilisierung und der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen und die selektive Gewinnung von Neukunden im Bereich der Halbleiterzulieferindustrie und der Medizintechnik. Der Bereich der Medizintechnik liegt auf einem stabilen Niveau und weist deutliches Potential zur Umsatzsteigerung in den folgenden Geschäftsjahren. Im Bereich der Medizintechnik wird es durch die demographische Entwicklung mittelfristig und langfristig zu weiter steigender Nachfrage kommen. Auch die zunehmenden Erwartungen der Patienten an ärztliche Leistungen und Behandlungsergebnisse bieten Wachstumspotentiale für unsere Kunden. Ein weiterer Wachstumsmotor ist der Nachholeffekt weniger entwickelter Länder im Bereich der Medizintechnik. Für PRONTOR als Systemlieferant ergibt sich dadurch die Chance, neue Aufträge im Bereich Entwicklung, Konstruktion, Serienanlaufbetreuung und Serienfertigung zu gewinnen. PRONTOR ist dabei der ideale Partner als versierter Entwickler und vollintegrierter Produktionsbetrieb mit jahrzehntelanger Erfahrung an der Seite seiner Kunden, um eine Produktidee zur Serienreife zu bringen. Durch die einzigartige Kombination aus Entwicklung, Konstruktion, Fertigung, Oberflächenbehandlung und Montage im eigenen Haus kann PRONTOR auf die Anforderungen seiner Kunden schnell und flexibel reagieren. Das Angebot an Entwicklungsleistungen wurde in seiner Breite weiter ausgebaut. Gerade im Bereich der Medizinprodukte, mit ihren hohen Zulassungsanforderungen, verfügt PRONTOR über die notwendigen Voraussetzungen, um die Produkte unserer Kunden zu marktgerechten Preisen zu entwickeln und zu fertigen. Ein weiterer Branchenschwerpunkt ist die Halbleiterzulieferindustrie. Mehrere Megatrends führten und führen auch weiterhin zum rasanten Wachstum der Halbleiterbranche: Energiewende, Gesundheitsvorsorge und Gesundheitsüberwachung, Smart Mobility, künstliche Intelligenz. Die Halbleiterzulieferindustrie stattet die neu gebauten und noch zu bauenden Fertigungszentren der globalen großen Halbleiterhersteller aus. Daher führen die Wachstumszahlen der Halbleiterhersteller zu nachhaltigem Wachstum auch in der Zulieferindustrie. PRONTOR partizipiert an diesem Wachstum. Der Umsatzanteil dieses Segments an PRONTOR's Gesamtumsatz steigt stetig an. Die im Jahre 2021 begonnene Erweiterung auf die Halbleiterzulieferindustrie wird im Geschäftsjahr 2024 weiter fortgeführt. Der Umsatzanteil aus der Halbleiterzulieferindustrie konnte 2023 deutlich gesteigert werden. Dadurch bewegt sich das Verhältnis von Umsatz mit Medizinprodukten zum Umsatz mit Halbleiterzulieferkunden sowie mit anderen Branchen in eine ausgewogenere Richtung. Trotz der strategisch langfristig wachsenden Märkte erwartet Hittech PRONTOR im Jahre 2024 operativ kein Umsatzwachstum. Es wird ein Umsatzplateau bei ca. 60 Mio. € erwartet. Daher wurden schon im November 2023 Effizienzprogramme aufgelegt, die die Produktivität und die Effektivität stärken werden. Während das Jahr 2023 von Ramp-Up Szenarien geprägt war und Kundenbedarfe mit fast allen verfügbaren Mitteln befriedigt werden mussten, so wird uns 2024 die Freiräume geben, um unsere Prozesse zu optimieren und zu digitalisieren. Derart gestärkt sehen wir uns dann in der Lage den Aufschwung, den wir für 2025 erwarten, zu meistern, ohne operative Hektik und der damit verbundenen Ineffizienz. Daher erwarten wir für das Jahr 2024 bei ca. 60,6 Mio. € Umsatz einen EBIT von 5,7 Mio. € (9,4% EBIT/Umsatz). 5. Risikoberichterstattung Die Gesellschaft besitzt ein Risikomanagement- und Überwachungssystem, mit dem Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, frühzeitig erkannt werden. Die im Rahmen einer Risikoinventur identifizierten wesentlichen Risiken betreffen Umfeld-, Branchen-, Beschaffungs-, Technologie- und Standortrisiken. Das bestehende Risiko-Reporting wird regelmäßig den Gesellschaftern vorgetragen. Der Krieg in der Ukraine stellt wie auch letztes Jahr ein Risiko dar. Allerdings hat PRON- TOR schon im Jahre 2022 und 2023 alternative Lieferanten für Unterbaugruppen oder Rohmaterialien aus der Ukraine oder Russland verpflichtet. Daher trifft uns dieses Risko nicht mehr in vollem Umfang. Ein weiteres Risiko stellt die politische Situation in Taiwan und in China dar. Einer der größten Chiphersteller (TSMC) produziert in Taiwan einen großen Teil der weltweit eingesetzten Chips. Damit ist er ein Hauptkunde der Halbleiterzulieferindustrie. Fällt dieser Fertigungsstandort für Chips weg, dann löst dies eine massive Kettenreaktion unter anderem auch für die Halbleiterzulieferindustrie aus und damit auch für PRONTOR. Diesem Risiko wird durch die diversifizierte Aufstellung von PRONTOR mit einem großen Umsatzanteil aus der Medizintechnik-Branche entgegengewirkt. Auch das Hochtechnologie Embargo der USA für Lieferungen nach China stellt ein Risiko dar. Neueste (Chip-)Technologie darf nicht nach China exportiert werden. Das reduziert die Umsatzmöglichkeiten unserer Kunden aus der Halbleiterzulieferindustrie. Diesem Risiko wird begegnet, indem nicht nur Bauteile für die neuesten Technologien bei PRONTOR gefertigt werden, sondern auch solche, die in Bestandsmaschinen und in weiterhin exportierbare Maschinen einfließen. Technologische Risiken sind zurzeit nicht ersichtlich. Mögliche rechtliche Risiken können aus der Erbringung der Dienstleistungen für die Kunden entstehen. Aktuell bilden sich hieraus keine Belastungen für das Unternehmen ab. Finanzwirtschaftliche Risiken zeichnen sich derzeit insbesondere im Hinblick auf die planmäßige Erfüllung des Jahresplans nicht ab. Es besteht im Bereich Personal ein Ressourcenbeschaffungsrisiko; der Arbeitsmarkt kann den Personalbedarf für notwendige Neueinstellungen nur schwer decken, PRONTOR hat zwar die wichtigsten Positionen für 2024 besetzt. Doch die Kapazitätserweiterungen erfordern auch moderate Personaleinstellungen. Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, setzt PRONTOR weiterhin auf eigene Ausbildung im kaufmännischen und technischen Bereich. PRONTOR möchte gezielt weitere Kunden gewinnen, um sein Geschäft auf eine breitere Basis zu stellen. 6. Strategische Ausrichtung PRONTOR bedient weiterhin maßgeblich Kunden aus der Medizintechnik, ist aber auch für Projekte anderer Branchen durchaus attraktiv. Im Vordergrund stehen hierbei die Analytik-, Labortechnik, Industrielle Messtechnik und Präzisionsmechanik, besonders in Reinraumapplikationen wie in der Halbleiterzulieferindustrie. Als vollstufiges Unternehmen bietet PRONTOR die Möglichkeit, Kunden mit weitreichenden Leistungen zu bedienen, die möglichst in stabile und langfristige Systempartnerschaften münden. Eine enge Verzahnung der Entwicklung mit der Fertigung und der Beschaffung führt dabei zu Wettbewerbsvorteilen wie kostenoptimierte Konstruktion und schnelle Serieneinführung. Das bestehende Integrierte Managementsystem (IMS) bildet dabei eine unabdingbare Voraussetzung zum Agieren als Zulieferer für unsere Kunden im Umfeld der Medizintechnik und anderer Branchen mit anspruchsvollen Anforderungen. Die Summe dieser Vorteile macht PRONTOR zu einem ausgewiesen kompetenten Outsourcing Partner. Die Zugehörigkeit zur Hittech Group bietet den Kunden zusätzliche Möglichkeiten, auf die Kompetenzen der gesamten Unternehmensgruppe zuzugreifen. Entwicklungskompetenzen und Fertigungstechnologien können unternehmensübergreifend in einem breiten Leistungsportfolio für alle Kunden angeboten werden. Dadurch ergibt sich eine erhebliche Verbreiterung des Leistungsportfolios. Das Wissen und die Erfahrungen in den Bereichen Entwicklung, Fertigung, Oberflächenveredelung und Montage werden branchenübergreifend angeboten und nachgefragt. Generell hat PRONTOR in einem immer mehr globalisierten Wettbewerbsumfeld die Voraussetzungen, um mit hochwertigen und spezialisierten Lösungen konkurrenzfähig agieren zu können. Diese müssen kontinuierlich weiter ausgebaut und technologisch auf dem neuesten Stand gehalten werden. Die notwendigen Zertifizierungen, die Lieferanten im Bereich der Medizintechnik vorweisen müssen, stellen eine hohe Eintrittsschwelle in diese Märkte dar. Die bestehenden Zertifizierungen nach ISO 9001, ISO 13485, ISO 14001 und OHSAS 18001 von PRONTOR bedeuten hier einen deutlichen Wettbewerbsvorteil. PRONTOR hatte die Chancen der Megatrends genutzt und präsentiert sich profitabel. Die Effizienzmaßnahmen zeigen ihre gewünschte Wirkung und werden weiter fortgeführt. So bieten sich neue Chancen partnerschaftlicher nachhaltiger Kundenbeziehungen.
Bad Wildbad, den 31.05.2024 Volker Kiefer |
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