Xella International GmbH
Selbe AdresseManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Peter Piechatzek seit 14.10.2025 | Prokura |
Stefan Pohlmann seit 14.10.2025 | Prokura |
Nicole Rebling seit 14.10.2025 | Prokura |
Ramona Tooren seit 16.9.2025 | Prokura |
Daniel Voßkamp seit 9.7.2025 | Prokura |
Jürgen Telke seit 6.6.2024 | Geschäftsführer |
Britta Stracke seit 8.1.2024 | Prokura |
Manfred Streng seit 8.8.2023 | Geschäftsführer |
Dana Gronemann seit 31.3.2023 | Prokura |
Stephan Krieft seit 16.3.2021 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
Xella International S.A. | 61.50% |
| 11.55% | |
Kölner Bausteinwerk GmbH & Co. KG | 10.20% |
Kalksandsteinwerk Wankum GmbH & Co. KG | 9.82% |
| 6.93% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
5 Gesellschafter
GmbH-Struktur
4 von 5 angezeigt
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
| 80.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbHDuisburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023LageberichtInhaltsverzeichnis 1 Geschäftstätigkeit 2 Wirtschafts- und Branchenbericht 2.1 Gesamtwirtschaftliche Lage 2.2 Bauwirtschaft in Deutschland 3 Vermögens-, Finanz- und Ertragslage 3.1 Ertragslage und Geschäftsverlauf der Gesellschaft 3.2 Investitionen 3.3 Finanzlage 3.4 Vermögenslage 4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren 4.1 Nachhaltigkeit 4.2 Mitarbeiter 4.3 Arbeitssicherheit 4.4 Umwelt und Klima 5 Risiko- und Chancenbericht 5.1 Risikobericht 5.2 Chancenbericht 6 Prognosebericht 6.1 Zukünftige Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen Lage 6.2 Zukünftige Entwicklung der Bauwirtschaft in Deutschland 6.3 Zukünftige Ertrags- und Finanzlage 1 GeschäftstätigkeitDie Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH produziert und vertreibt Wandbaustoffe sowie mineralische Dämmstoffe, die sowohl im Neubau- (Wohn- und Nichtwohnbau) als auch im Renovierungssektor Anwendung finden. Ergänzungsprodukte und Dienstleistungen vervollständigen das Angebot. Unsere Produkte werden im Wesentlichen unter den Markennamen Ytong® und Silka® angeboten. Abhängig vom konkreten Produkt bieten sie Eigenschaften wie thermische Isolierung, Tragfähigkeit oder Schallschutz. Die Produktion erfolgt an insgesamt vier Standorten in Nordrhein-Westfalen. Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH ist eine Gesellschaft der Xella Gruppe, da die Xella Deutschland GmbH mit 61,5% den Mehrheitsanteil hält. Die Xella Deutschland GmbH ist eine 100%-ige Tochtergesellschaft der Xella Baustoffe GmbH, welche eine Zwischenholding der Geschäftseinheit Baustoffe der Xella Gruppe ist. Die gesamte operative Organisation ist - über weitere Zwischenholdings - der Führungsgesellschaft LSF10 XL Investments S.à r.l. mit Sitz in Luxemburg unterstellt. Diese wiederum ist Teil der Lone Star Gruppe. Lone Star ist ein führendes Private-Equity-Unternehmen, das in Immobilien, Unternehmensanteile und andere Finanzanlagen investiert sowie Finanzmittel bereitstellt. 2 Wirtschafts- und Branchenbericht2.1 Gesamtwirtschaftliche LageDas Jahr 2023 war geprägt von einer schwierigen wirtschaftlichen Lage. Dem Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) folgend hat sich die Weltwirtschaft trotz Inflation und massiver Reaktion der Geldpolitik besser entwickelt als befürchtet. Im Ergebnis verlangsamte sich die Expansion des globalen Welthandels im Jahr 2023 aber. Das IfW verzeichnete für 2023 ein globales Welthandelsvolumen von -2,0%. Beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnet das Kieler Institut für Weltwirtschaft für 2023 eine globale Wachstumsrate von +3,0%, nach +3,3% im Vorjahr. Im Laufe des Jahres 2023 gingen die Rohstoff- und Energiepreise von ihren Höchstständen zurück, die Inflation verlangsamte sich und die unterstützenden fiskalpolitischen Maßnahmen liefen aus, die zur Dämpfung der negativen Auswirkungen des Energiepreisanstiegs und der Pandemie eingeführt worden waren. Die Unsicherheit unter den Wirtschaftsakteuren blieb jedoch bestehen, und auch die geopolitischen und wirtschaftlichen Spannungen nahmen zu. Auf der Makroebene entwickelten sich die europäischen Volkswirtschaften aufgrund der Auswirkungen des Krieges in der Ukraine wie der Inflation und der darauf reagierenden Geldpolitik schwach. Für die Europäische Union verzeichnet das IfW demnach lediglich ein Wachstum von +0,5%, nach +3,5% im Vorjahr. Diese Abschwächung der Dynamik ist vor allem auf die Stagnation der deutschen Wirtschaft zurückzuführen, die innerhalb der EU ein Gewicht von fast 1⁄4 hat. Laut IfW ging das BIP in Deutschland im Jahr 2023 um -0,3% zurück, nach +1,8% im Jahr 2022. Die schwache Dynamik in den europäischen Volkswirtschaften wirkte sich auch auf den Baumarkt aus, der eine strategische Rolle bei der Erholung der Volkswirtschaften nach der Pandemie spielte. Diesmal sind die Auswirkungen jedoch negativ: Das verlangsamte Wirtschaftswachstum, steigende Baupreise und Finanzierungskosten sowie die große Unsicherheit unter den Marktteilnehmern führten zu einem Rückgang der Bautätigkeit, insbesondere im Wohnungsbau. 2.2 Bauwirtschaft in DeutschlandAuch der Bausektor in Deutschland ist von der aktuellen wirtschaftlich schwierigen Situation betroffen. Für das Jahr 2023 verzeichnen die Experten von Euroconstruct einen Rückgang der Neubauinvestitionen in Deutschland um -5,4% und einen Einbruch der Baugenehmigungen im Wohnungsbau um -28,0%. Betrachtet man die verschiedenen Typen, so sind es vor allem die Ein- und Zweifamilienhäuser, die verlieren. Deren Genehmigungen gehen um -38,6% zurück, während sie sich bei Mehrfamilienhäusern um -23,5% verminderten. Bei der Betrachtung der Fertigstellungen von Wohnungen im Jahr 2023 in Deutschland nennt Euroconstruct einen Rückgang von -8,6%, der vor allem durch das Segment der Einfamilienhäuser mit einem Rückgang von -10,0% getrieben wird. Dies ist auch eine Folge der Entwicklung der Baugenehmigungen bei Einfamilienhäusern, im Vergleich zu 2021 hat sich diese Zahl fast halbiert. Das auf die deutsche Bauwirtschaft spezialisierte Marktforschungsinstitut Heinze interpretiert das Bild für 2023 ähnlich wie die Euroconstruct-Experten. Gründe für diese nachhaltig negative Entwicklung sind ein starker Anstieg der Zinssätze und andere inflationäre Kostenentwicklungen, Kaufkraftverlust der privaten Haushalte, schwächeres Wirtschaftswachstum, eine angespanntere Situation der öffentlichen Haushalte, sinkende Immobilienpreise oder eine geringere Rentabilität von Bauprojekten. In Summe führt dies zu mehr Unsicherheit bei Investoren und privaten Hausbauern. Das zeigt sich auch darin, dass das Neugeschäft mit Hypothekenkrediten für den Hauskauf an private Haushalte zwischen 2022 und 2023 um mehr als 30% eingebrochen ist. 3 Vermögens-, Finanz- und ErtragslageDie Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH hat das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 mit einem Jahresüberschuss von T€ 5.805 abgeschlossen. Insgesamt verlief das Geschäftsjahr 2023 aufgrund des Einbruchs der Baubranche schwierig. Die wesentlichen Kennzahlen Umsatz, EBITDA und Jahresüberschuss verschlechterten sich signifikant. Der Umsatz sank auf T€ 58.629 vor allem aufgrund des massiven Absatzrückgangs bei Kalksandstein und Porenbeton. Auch die deutliche Reduzierung des EBITDA um -41,3% ist vor allem darauf zurückzuführen. 3.1 Ertragslage und Geschäftsverlauf der Gesellschaft
Negative Entwicklung im Umsatz Der Umsatz der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH verminderte sich gegenüber dem Vorjahr um 21,7% auf T€ 58.629. Der signifikante Rückgang des Drittumsatzes resultierte maßgeblich aus geringeren Absätzen bei den Hauptprodukten Kalksandstein und Porenbeton und konnte durch Preiserhöhungen bei Weitem nicht kompensiert werden. Negativ wirkten sich darüber hinaus auch Umsatzverluste bei Frachten, bei Handelswaren und bei Mörtel aus. Dagegen haben sich die Umsätze mit verbundenen Unternehmen im Vergleich zum Vorjahr positiv entwickelt. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde ein deutlicher Umsatzrückgang vor allem aus einem Rückgang der Absatzmengen prognostiziert bei einem weiteren Anstieg der Verkaufserlöse. Beide Effekte traten ein, allerdings sank die Absatzmenge stärker als befürchtet. Im Vergleich zum Vorjahr konnten die Verkaufserlöse erhöht werden, jedoch ließen die Preise ab dem 2. Quartal 2023 deutlich nach und konnten nicht mehr auf dem Niveau der ersten Monate gehalten werden. Demnach fiel auch der positive Effekt aus höheren Preisen niedriger aus als angenommen. Rückläufiger Rohertrag bei gestiegener Rohertragsmarge Der Rohertrag der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH sank gegenüber dem Vorjahr um 19,0% auf T€ 18.156 (Vorjahr: T€ 22.421). Die Rohertragsmarge hingegen entwickelte sich positiv um 1,0 Prozentpunkte auf 31,0%. Dazu trugen neben der beschriebenen Verminderung des Umsatzes und negativen Effekten aus der Bestandsveränderung ein signifikant reduzierter Materialaufwand bei. Im Geschäftsjahr 2023 wurden ein Ertrag aus Bestandsveränderungen in Höhe von T€ 478 verbucht, im Vorjahr beliefen sich die Bestandsveränderungen auf einen Ertrag in Höhe von T€ 918, sodass der negative Effekt in 2023 T€ 440 beträgt. Ursächlich hierfür war der mengenmäßige Bestandsabbau von Kalksandstein nach einem deutlichen Bestandsaufbau im Vorjahr. Preiseffekte führten trotz des mengenmäßigen Bestandsabbaus in 2023 insgesamt zu einem Ertrag aus Bestandsveränderungen. Der Materialaufwand verminderte sich signifikant um T€ 12.430 auf T€ 40.951 (Vorjahr: T€ 53.381), im Zusammenhang mit der um 60,3 Tm 3 verminderten Produktionsmenge. Um dem Absatzrückgang auf der Produktionsseite zu begegnen, wurde die Produktionsmenge auch durch Produktionsstillstände in einzelnen Werken heruntergefahren. Das Personal in den Werken musste Überstunden abbauen, zudem wurde Kurzarbeit angemeldet und genehmigt. Aufgrund der geringeren Absatzmengen lagen zudem Frachtaufwendungen und Aufwendungen für bezogene Waren weit unter Vorjahr. Teilweise kompensiert wurden diese Effekte durch höhere Preise vor allem für Kalk und Sand. Für 2023 wurde eine Fortsetzung des hohen Inflationsniveaus mit gestiegenen Rohstoffpreisen und höheren Energie- und Frachtaufwendungen prognostiziert. Bei den Rohstoffen hat sich dieses gestiegene Niveau auch realisiert, bei Energie aufgrund realisierter Einkaufsmaßnahmen jedoch nicht. Die positiven Mengeneffekte waren erwartet worden, sie überstiegen die negativen Preiseffekte jedoch noch deutlicher als geplant, da auf das sehr geringe Absatzniveau reagiert wurde mit dem Ziel, den Lagerbestand niedrig zu halten. EBITDA verzeichnet signifikanten Einbruch Das EBITDA verschlechterte sich im Geschäftsjahr 2023 signifikant um T€ 3.453 auf T€ 4.908, maßgeblich resultierend aus den geschilderten Effekten im Rohertrag und höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen, während sich die sonstigen betrieblichen Erträge und die Personalaufwendungen positiv entwickelten. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um T€ 561 auf T€ 1.299, insbesondere durch höhere Erträge aus Rückstellungsauflösungen, die im Wesentlichen aus der Auflösung von Rekultivierungsrückstellungen resultierten. Die Personalaufwendungen verringerten sich um T€ 495 auf 7.814 T€ (Vorjahr: T€ 8.309), trotz der üblichen tariflichen und außertariflichen Gehaltssteigerungen, insbesondere durch den Abbau von Urlaub und Überstunden sowie eingesparten Gehältern, da in einigen Werken Kurzarbeit umgesetzt wurde, sowie durch niedrigere Zuführungen zur Rückstellung für Mitarbeiterboni. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen bewegen sich mit T€ 6.732 über dem Niveau des Vorjahres mit T€ 6.489. Die Erhöhung resultierte vor allem aus höheren periodenfremden Aufwendungen, während produktionsbezogene Aufwendungen insbesondere für Leiharbeitnehmer und Instandhaltung reduziert werden konnten. Für das Geschäftsjahr 2023 wurde im Zusammenhang mit dem signifikanten Umsatzrückgang ein deutlicher Rückgang des EBITDA prognostiziert. Dieser Rückgang hat sich wie erwartet realisiert. Um diesen Effekt abzumildern, sollten sowohl die Personal- als auch sonstige betriebliche Aufwendungen sinken. Die Einsparmaßnahmen wurden umgesetzt, allerdings trugen die periodenfremden Aufwendungen dazu bei, dass die sonstigen betrieblichen Aufwendungen insgesamt nicht vermindert werden konnten, sodass das EBITDA auch hieraus höher belastet wurde als geplant. Jahresüberschuss mit deutlichem Rückgang Der Jahresüberschuss verminderte sich von T€ 7.299 im Vorjahr auf T€ 5.805 im Geschäftsjahr 2023. Der Rückgang resultierte aus dem verschlechterten EBITDA und konnte durch höhere Beteiligungserträge, ein verbessertes Zinsergebnis und geringere Steuern teilweise kompensiert werden. Die Beteiligungserträge entsprechen der Dividende der KS Baustoffwerke Blatzheim GmbH & Co. KG und betrugen im Geschäftsjahr 2023 T€ 3.383 (Vorjahr: T€ 2.845). Die Abschreibungen stiegen um T€ 42 auf T€ 904. Das Zinsergebnis lag im Geschäftsjahr 2023 mit einem Ertrag in Höhe von T€ 299 deutlich über dem Vorjahr mit einem Aufwand in Höhe von T€ 23, resultierend aus höheren Zinsen aus dem Cash-Pooling aufgrund des gestiegenen Zinsniveaus. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag verringerten sich von T€ 2.885 im Vorjahr auf T€ 1.739, bedingt durch das schwächere Ergebnis vor Steuern, wohingegen die sonstigen Steuern in Höhe von T€ 143 nicht wesentlich von den Vorjahreswerten abwichen. 3.2 InvestitionenIm Berichtsjahr 2023 beliefen sich die Investitionen in das Sachanlagevermögen der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH auf T€ 523 (Vorjahr: T€ 797), wovon T€ 243 auf Investitionen in Arbeitssicherheit und Umweltschutz und T€ 18 auf das ESG-Programm (Environmental Social Governance) entfielen. In beiden Bereichen wurde im Vorjahr nicht investiert. Die Ersatzinvestitionen sanken in 2023 auf T€ 262 (Vorjahr: T€ 460). Das in den Vorjahren begonnene Investitionsprojekt in Nievenheim, welches unter anderem die Modernisierung der Steuerung, die Generalüberholung der Pressen sowie die Erweiterung der Verpackungsanlage umfasst, wurde in 2023 abgeschlossen, wesentliche Investitionen entfielen hierauf aber nicht mehr. 3.3 FinanzlageDie Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH ist in das Cash-Pooling der Xella Gruppe mit der Xella International GmbH als Cash-Pooling Führerin eingebunden, so dass sich die Liquidität der Gesellschaft auch in den Forderungen gegen die Xella International GmbH widerspiegelt. Darüber hinaus werden durch das aktive Finanzmanagement finanzielle Spielräume geschaffen. Der Liquiditätsgrad (Flüssige Mittel zzgl. Forderungen aus Cash-Pooling / kurzfristige Verbindlichkeiten) verschlechterte sich im Vergleich zum Vorjahr von 3,7 auf 3,4. Veränderungen im Zahlungsmittelbestand resultieren zum einen aus dem Free Cashflow und zum anderen aus der Gewinnausschüttung. Der Free Cashflow lag in 2023 bei T€ 3.241 (Vorjahr: T€ 5.753), da vor allem die operativen Mittelzuflüsse erheblich sanken. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres 2022 in Höhe von T€ 7.299 wurde vollständig an die Gesellschafter der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH abgeführt. Diese Ausschüttung übersteigt den Free Cashflow, so dass sich der Zahlungsmittelbestand gegenüber dem Vorjahr um T€ 4.058 auf T€ 11.596 verminderte. Der Zahlungsmittelbestand enthält zum einen die Cash-Pooling Forderungen gegen die Xella International GmbH, die zum Bilanzstichtag bei T€ 11.595 (Vorjahr: T€ 15.652) lagen, und zum anderen den Bestand von Kasse und Guthaben bei Kreditinstituten, der sich um T€ 1 auf T€ 2 erhöhte. 3.4 VermögenslageInsgesamt sank die Bilanzsumme gegenüber dem 31. Dezember 2022 um T€ 4.756 auf T€ 40.469. Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH ist ein produzierendes Unternehmen mit mehreren Werken. Dieses spiegelt sich auch im Anlagevermögen wider, das sich gegenüber dem Vorjahresstichtag um insgesamt T€ 384 auf T€ 18.365 verminderte, da die planmäßigen Abschreibungen die Investitionen überstiegen. Das Umlaufvermögen verringerte sich insgesamt um T€ 4.372 auf T€ 22.100 (Vorjahr T€ 26.472. Dabei lagen die Vorräte zum 31. Dezember 2023 mit T€ 6.688 auf einem höheren Niveau als im Vorjahr mit T€ 6.071 aufgrund des Anstiegs der Fertigerzeugnisse, der maßgeblich aus Bewertungseffekten entstand, während die Bestandsmenge rückläufig war. Zudem stiegen die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sanken um T€ 1.693 auf T€ 2.083 im Zusammenhang mit dem sehr niedrigen Umsatzniveau am Jahresende. Zusätzlich sanken die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von T€ 15.661 im Vorjahr auf T€ 11.608 zum 31. Dezember 2023 aufgrund geringerer Cash-Pooling Forderungen gegen die Xella International GmbH, was die schwierige Geschäftsentwicklung im Geschäftsjahr 2023 widerspiegelt. Die sonstigen Vermögensgegenstände erhöhten sich auf T€ 1.720 vor allem aufgrund des Ausweises von Steuerforderungen. Das Eigenkapital verringerte sich zum 31. Dezember 2023 um T€ 1.495 auf T€ 26.581. Die Veränderung ergab sich daraus, dass die Gewinnausschüttung für das Geschäftsjahr 2022 in Höhe von T€ 7.299 den Jahresüberschuss für das Geschäftsjahr 2023 in Höhe von T€ 5.804 überstieg. Die Rückstellungen nahmen um T€ 2.400 ab und lagen zum 31. Dezember 2023 bei T€ 10.497. Dabei verringerten sich vor allem die Rückstellungen für Kundenboni, für Rekultivierung und für Mitarbeiterboni. Zudem wurden keine Steuerrückstellungen ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten beliefen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 3.390 und lagen damit um T€ 861 unter dem Niveau des Vorjahres. Der Rückgang resultierte überwiegend aus niedrigeren Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen aufgrund der geringen Geschäftstätigkeit am Jahresende. 4 Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH möchte ihren Teil dazu beitragen, eine nachhaltige Welt aufzubauen und bietet energieeffiziente, kostenoptimierte und nachhaltige Lösungen für Bau- und Renovierungsprojekte an. Nicht nur die Produkte stehen für Nachhaltigkeit, auch das Unternehmen hat den Anspruch, personelle, natürliche und finanzielle Ressourcen bestmöglich im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung zu nutzen. Entsprechend wird die Leistungsfähigkeit der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH nicht nur an den finanziellen, sondern auch an nichtfinanziellen Leistungsindikatoren gemessen. Unterstützt wird die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH bei den verschiedenen Themenbereichen durch die Xella Gruppe und die verschiedenen Zentralfunktionen in den Holding-Gesellschaften Xella International GmbH und Xella Baustoffe GmbH sowie ebenfalls Xella Deutschland GmbH. Sofern in den folgenden Abschnitten die Xella Gruppe erwähnt wird, beinhaltet das insofern auch die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH. 4.1 NachhaltigkeitDie Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH spielt eine proaktive Rolle bei der Verringerung der Auswirkungen auf die Umwelt und trägt zum Kampf gegen den Klimawandel bei durch die Entwicklung von Produkten und Prozessen, die weniger CO 2 verbrauchen, Abfälle vermeiden und die Wiederverwendung oder das Recycling von Produkten erhöhen. Zudem setzt sich das Unternehmen mit allen seinen Führungskräften jederzeit für die Sicherheit der Mitarbeiter ein. Zusammen bilden diese Aspekte die Grundlage der ESG-Strategie (Environmental, Social, Governance). Das Ziel der Xella Gruppe, effiziente, erschwingliche und nachhaltige Lösungen für Wohn- und Geschäftsgebäude anzubieten, wurde im Jahr 2023 durch den Abschwung in der Bauindustrie vor eine große Herausforderung gestellt. Dennoch wurde die Entscheidung getroffen, den Nachhaltigkeitsverpflichtungen und den gesetzten Zielen treu zu bleiben, um die langfristige ESG-Strategie umzusetzen. Und in diesem Sinne hat die Xella Gruppe trotz des finanziellen Drucks der Marktsituation einige spürbare Fortschritte erzielt. Die neu definierten CO 2 -Emissionsziele und der Fahrplan zu ihrer Erreichung wurden von der Science Based Targets Initiative (SBTi) bis Ende 2023 genehmigt. Mit der Umsetzung zielgerichteter Maßnahmen im gesamten Unternehmen wurde bereits begonnen. Zudem wurde die Kreislauffähigkeit der Rohstoffe und Produkte mit Pilotprojekten weiterentwickelt. Nicht zu vergessen, wird kontinuierlich an der Schaffung eines Arbeitsplatzes gearbeitet, der die Sicherheit für alle Mitarbeiter gewährleistet. Die ESG-Strategie der Xella Gruppe basiert auf drei Säulen: - Verringerung von CO 2 -Emissionen und Bereitstellung von Baumaterialien mit einem geringen CO 2 Fußabdruck: Es erfolgt eine aktive Suche nach Möglichkeiten zur Reduzierung der CO 2 e-Emissionen nach Scope 1 und 2 in den eigenen Produkten und Prozessen. Außerdem erfolgt eine proaktive Zusammenarbeit mit den wichtigsten Rohstofflieferanten innerhalb der Lieferkette, um CO 2 -Emissionen nach Scope 3 zu reduzieren. - Entwicklung der Kreislauffähigkeit der Baustoffe: Für die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH geht es bei der Kreislaufwirtschaft darum, einen regenerativen Ansatz in jeden Aspekt der Prozesse einzubinden, der auf der fast vollständigen Recyclingfähigkeit von Kalksandstein basiert. Das Unternehmen hat sich verpflichtet, den Verbrauch an neuen Rohstoffen zu reduzieren, mit der Zielsetzung, spätestens ab dem Jahr 2030 keine Kalksandsteinreste mehr zu deponieren. Produktionsabfälle sollen in die Produktion zurückgeführt, die Abfallmenge auf der Baustelle begrenzt und der Zugang zu Abbruchprodukten als Rohstoff weiter ausgebaut werden. - Sicherer Arbeitsplatz: Durch beträchtliche Investitionen in Sicherheitsschulungen ist der Slogan "Safe work. Safe life." Teil der Unternehmens-DNA und -Kultur geworden. 4.2 Mitarbeiter[1]Kompetente, leistungsfähige und engagierte Mitarbeiter sind das Fundament für den Erfolg und die Weiterentwicklung der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH. Ziel ist es, auf den verschiedenen betrieblichen Ebenen und entsprechend den fachlichen Anforderungen sehr gut qualifizierte und hoch engagierte Mitarbeiter zu beschäftigen und ein attraktiver Arbeitgeber zu sein. Dazu tragen die hochwertige Ausbildung der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH und die Investitionen in die Qualifikation der Mitarbeiter ebenso bei wie eine faire, leistungsorientierte Vergütung, ein diskriminierungsfreies Arbeitsumfeld und flexible Möglichkeiten zur Vereinbarung von Beruf und Familie. Höchste Priorität bei der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH hat die Arbeitssicherheit und Gesundheit der Beschäftigten. Entwicklung der Anzahl der Mitarbeiter Im Geschäftsjahr 2023 waren in der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH durchschnittlich 126 Mitarbeiter beschäftigt. Zum Vorjahr bedeutet dies einen Abbau von 2 Mitarbeitern bzw. 2,5%. Bewerberansprache und Rekrutierung Der Bereich Human Resources unterstützt alle Funktionsbereiche bei der Suche nach kompetenten Fach- und Führungskräften. Im Jahr 2023 lag ein Schwerpunkt auf der Einführung des neu gestalteten Jobportals mit einem moderneren und benutzerfreundlicheren Rahmen. Darüber hinaus wurde an einem Marketingansatz gearbeitet, um bestimmte Mitarbeitergruppen wie Auszubildende in den sozialen Medien anzusprechen und zu gewinnen. Aus- und Weiterbildung Durch die berufliche Förderung und Entwicklung der Mitarbeiter möchte die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH die Qualifikation und Erfahrungen der Belegschaft den sich wandelnden Anforderungen der Industrie und Arbeitswelt anpassen und somit auch den zukünftigen Erfolg sichern. Junge Talente werden im Rahmen der Ausbildungs- und Traineeprogramme gefördert. Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH bietet jungen Menschen zahlreiche berufliche Einstiegschancen in den technischen Bereichen. Im Jahr 2023 beschäftigte die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH fünf Auszubildende. In der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH werden Mitarbeiter aktiv auf ihrem Berufs- und Karriereweg begleitet und die Entwicklung der Talente gefördert. Ziel ist es, die Fähigkeiten und Kenntnisse der Mitarbeiter optimal einzusetzen und bestmöglich zu entfalten. Daher bietet die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH den Mitarbeitern und Führungskräften eine breite Palette an internen und externen Weiterbildungen zu unterschiedlichen Themen, von jobspezifischen bis zu Softskill Trainings, in verschiedenen Formen an, z.B. als interne Schulungen vor Ort, E-Learning-Möglichkeiten oder externe Seminare und Weiterbildungsmöglichkeiten. Im Geschäftsjahr 2023 wurden 77 verschiedene Qualifizierungsmaßnahmen durchgeführt. Mehr als 80 Mitarbeiter nahmen an den Schulungen teil, die Anzahl der Trainingsstunden aller Schulungsteilnehmer betrug mehr als 1.650. Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH bietet ihren Mitarbeitern unterschiedliche Arbeitszeitmodelle zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Ihr Job soll sich flexibel an die Lebenssituation der Mitarbeiter anpassen, nicht umgekehrt. Dazu gehört auch standortunabhängiges, mobiles Arbeiten. 4.3 ArbeitssicherheitSicherheit steht in der Xella Gruppe ganz oben auf der Liste der Grundwerte. Sicherheit wird nicht einfach als eine Priorität betrachtet, die sich leicht ändern könnte, sondern als Teil der Unternehmenskultur. Sicherheit ist die Art und Weise, die sich in jedem Aspekt unseres Geschäfts (z.B. Planung, Herstellung, Lieferung) widerspiegelt. Der Schutz der Mitarbeiter, die im Mittelpunkt des Unternehmens stehen, und die Gewährleistung, dass sie nach jedem Arbeitstag sicher zu ihren Familien nach Hause zurückkehren, ist ein zentraler Grundsatz der Geschäftspraxis. Sicherheit ist in der Führung der Manager und in der Denkweise der Mitarbeiter verankert. Die zentrale EHS-Abteilung (Environment, Health and Safety) und lokale Sicherheitsexperten unterstützen die Vorgesetzten bei der Entwicklung und Umsetzung von Maßnahmen sowie bei der monatlichen Überwachung und Berichterstattung. Gemeinsam arbeiten sie kontinuierlich an der Verbesserung der Gesundheits- und Sicherheitsstandards. Die Grundlage der Gesundheits- und Sicherheitsstandards bildet die Konzernrichtlinie für Gesundheit und Sicherheit, die die Risikobewertung, die Unterweisung und Schulung der Mitarbeiter, die Untersuchung von Vorfällen und die Berichterstattung umfasst. Audits, Inspektionen und eine regelmäßige Berichterstattung über Gesundheits- und Sicherheitsindikatoren sorgen für konzernweite Transparenz über Leistung und Fortschritt in diesem Bereich. Im Rahmen der Konzernrichtlinie und nach konzernweiten Risikobewertungen wurden die wichtigsten Gefahren innerhalb des Unternehmens ermittelt und Sicherheitsstandards zu deren Vermeidung formuliert. Zusätzlich zu diesen organisatorischen Sicherheitsverbesserungen und trotz widriger Marktbedingungen wurde auch im Geschäftsjahr 2023 konsequent und kontinuierlich in Sicherheitsverbesserungen investiert. Das Hauptaugenmerk lag auch im Jahr 2023 auf der weiteren Umsetzung der Sicherheitskultur, die von allen Führungskräften vorangetrieben wird. Um Führungskräfte in die Lage zu versetzen, eine Führungsrolle in Sachen Sicherheit zu übernehmen, wurden im Rahmen des Total Safety Leadership-Programms Schulungen für Führungskräfte eingerichtet. Darüber hinaus wurden Führungskräfte im Rahmen des Sicherheitstrainings im Jahr 2023 geschult und Dialog und Feedback zwischen ihnen und den Mitarbeitern gefördert. 4.4 Umwelt und KlimaDie Xella Gruppe hat sich zu einem kurzfristigen, wissenschaftlich fundierten Emissionsreduktionsziel verpflichtet, indem sie sich der Initiative Science Based Targets (SBTi) angeschlossen hat. Am 30. November 2023 hat die Science Based Targets-Initiative bestätigt, dass die eingereichten wissenschaftsbasierten Ziele zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen mit den SBTi-Kriterien und -Empfehlungen übereinstimmen. SBTi hat Xellas Zielsetzung für die Bereiche 1 und 2 als im Einklang mit einem 1,5°C-Zielpfad stehend eingestuft: - Xella verpflichtet sich, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen bis 2030 um 42% zu reduzieren, ausgehend von einem Basisjahr 2021. - Xella verpflichtet sich außerdem, die absoluten Scope-3-Treibhausgasemissionen aus eingekauften Gütern und Dienstleistungen innerhalb des gleichen Zeitraums um 25 % zu reduzieren. Der Dekarbonisierungsfahrplan wird durch ein Energiemanagementsystem nach ISO 50001 (EMS) flankiert, um sicherzustellen, dass das Unternehmen alle gesetzlichen und behördlichen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus werden an den Produktionsstandorten regelmäßig Energieanalysen durchgeführt, die eine Reihe neuer Ideen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Umsetzung der effektivsten Maßnahmen hervorbringen. CO 2 -Emissionen Die vier Säulen der CO 2 Roadmap - Scope 1 und 2 sind: - Verbesserung der Energieeffizienz: Die Senkung des Energieverbrauchs ist ein Gewinn für das Unternehmen, da sowohl weniger CO 2 e-Emissionen als auch Kosteneinsparungen erzielt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurde in neue und energieeffizientere Maschinen investiert, LED-Beleuchtung installiert und das Stopp-Start-Maschinenmanagement optimiert. Parallel dazu wurde ein Schulungsprogramm ins Leben gerufen, um das Bewusstsein auf Werksebene zu schärfen, damit Manager und Bediener die Notwendigkeit zur Verbesserung der Produktionsprozesse verstehen und in die Praxis umsetzen. - Kraftstoffwechsel: Beim Ausstieg aus der Nutzung von Kohle als Energiequelle wurden bereits große Fortschritte gemacht, insbesondere durch den Ersatz alter, kohlebefeuerter Anlagen durch neue, hocheffiziente Hybrid-Dampferzeuger, die mit Erdgas betrieben werden. Sobald sauberer, umweltfreundlicher Wasserstoff als Energiequelle zur Verfügung steht, können diese Hybridkessel leicht angepasst werden, um die CO 2 -Emissionen weiter zu senken. - Erneuerbare Energien: Es werden fortlaufend Maßnahmen erforscht, die helfen können, nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt zu verringern, z.B. durch die Installation von Solaranlagen in den Werken. Dadurch sollen Kapazitäten an erneuerbaren Energien erhöht werden. - Grüne Energiebeschaffung: Der Energiebedarf, der bisher nicht optimiert oder sogar vollständig vermieden werden kann, wird teilweise durch die Beschaffung von grüner Energie gedeckt. Scope 3 Emissionen Die Bewertung der Scope-3-Emissionen, die 2022 von externen Spezialisten von thinkstep-anz durchgeführt wurde, bestätigte das Ausmaß, in dem Scope-3-Emissionen den gesamten Carbon Footprint von Xella beeinflussen. Dabei zeigte sich, dass ein großer Teil der gesamten CO 2 e-Emissionen unter die Scope 3-Kriterien fällt, d.h. innerhalb der Lieferkette und nicht direkt von Xella emittiert wird. Ein erheblicher Teil davon entfiel auf Transport und Vertrieb. Der größte Beitrag kam jedoch aus der Lieferung der Rohstoffe Zement und Kalk, die eine kohlenstoffintensive Produktion erfordern. Ressourcenschonung durch Kreislaufwirtschaft Bau- und Abbruchabfälle machen mehr als ein Drittel aller in Europa anfallenden Abfälle aus. Und die meisten Bestandteile von Bau- und Abbruchabfällen haben einen Wert. Daher sind die Reduzierung, Wiederverwendung und das Recycling von Abfällen und Nebenprodukten aus den Produktionsprozessen eine große Herausforderung für die Baubranche. In der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH wurden weitere Schritte unternommen, um die Kreislauffähigkeit der Materialien zu entwickeln. Ziel ist, die Umweltauswirkungen der Xella Aktivitäten zu minimieren und natürliche Ressourcen in geringerem Umfang und effizienter zu nutzen. Die Entwicklung der Kreislauffähigkeit der Materialien wird auch dazu beitragen, die CO 2 -Emissionen zu reduzieren und den CO 2 -Gehalt der Produkte zu verringern, da Kalksandstein fast vollständig recycelbar ist. Im Rahmen der Entwicklung der ESG-Roadmap wurde im vergangenen Jahr der erste Schritt in Richtung Kreislaufwirtschaft definiert: Bis 2030 sollen keine Kalksandsteinreste oder Produktionsbruch mehr auf Deponien entsorgt werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden Maßnahmen überdacht und neu ausgerichtet. Es sollen innovativere Wege für die Verwendung dieser Materialien gefunden und neue Rezepturen für Produkte getestet werden. 5 Risiko- und Chancenbericht5.1 RisikoberichtWesentlicher Einflussfaktor für den Erfolg der Xella Gruppe ist die Identifikation und Steuerung von Chancen und Risiken. Basis hierfür ist das konzernweite Risikomanagementsystem, in welches die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH einbezogen ist. Dieses ist darauf ausgerichtet, die wesentlichen Risiken zu erfassen, alle notwendigen Risikosteuerungsmaßnahmen einzuleiten sowie die bestehenden Risiken und eingeleiteten Gegenmaßnahmen zu überwachen. Ziel ist nicht die strikte Vermeidung aller Risiken, sondern eine individuelle Risikosteuerung und -bewältigung. In der Xella Gruppe werden regelmäßig alle konzernrelevanten Risiken mittels einer systematischen Risikoinventur anhand eines gruppeneinheitlichen Risikokatalogs nach Risikokategorien und Risikofeldern erfasst. Unter Berücksichtigung von Eintrittswahrscheinlichkeit und möglicher Auswirkung werden die Risiken bewertet und dem Risikomanagement Board vorgelegt. Regelmäßige Planung und die kontinuierliche Berichterstattung aus allen betroffenen Landesgesellschaften sind essenzielle Bestandteile der Risikosteuerung. Das Risikomanagementsystem zielt darauf ab, dass die relevanten allgemeinen, rechtlichen und unternehmensspezifischen Risiken regelmäßig erfasst, bewertet, vorausschauend gesteuert und überwacht werden können. Die folgenden Risiken für das Geschäftsjahr 2024 sind nach der Auswirkung auf die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH in absteigender Reihenfolge aufgeführt: Absatz- und Wettbewerbsrisiken Die Märkte, in denen die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH produziert und verkauft, sind einem intensivem Wettbewerb ausgesetzt. Dieser Wettbewerb hängt von vielen unterschiedlichen Faktoren ab, unter anderem von der Wahrnehmung der Marken und der Kundenbindung, der Qualität und der Verlässlichkeit der Produkte, der Breite des Produktangebots, dem Produktdesign und Produktinnovationen, den Vertriebswegen, dem Umfang und der Qualität der Services und dem Preis. Preise können sich als Reaktion auf bereits kleinere, von der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH nicht beeinflussbare Veränderungen von Angebot und Nachfrage, allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und anderen Marktbedingungen verändern. Wenn sich das Absatzvolumen, die Preise oder die Gewinnmargen durch nicht vorhersehbare Marktveränderungen oder verschärfte Wettbewerbsbedingungen wesentlich verringern, kann dies erhebliche negative Auswirkungen auf das Geschäft haben. Weitere Risiken stehen im Zusammenhang mit den deutlich gestiegenen Bauzinsen. Lag der Bauzins mit einer 10-jährigen Laufzeit im Januar 2022 noch im Bereich von 1%, ist dieser mittlerweile auf einen Zins bei 10 Jahren Laufzeit von über 4% gestiegen. Die steigenden Baukosten zusammen mit den höheren Zinsen in einem sich eintrübenden wirtschaftlichen Umfeld führten bereits zu einem Rückgang an Baugenehmigungen, der sich weiter fortsetzen und sich negativ auf die Absatzseite auswirken könnte. Geplanter Umsatz und EBITDA könnten dadurch nicht erreicht werden. Das Risiko wird als mittleres Risiko eingeschätzt. Beschaffungsrisiken Für die Herstellung von Produkten müssen Rohstoffe, Energie und andere Einsatzstoffe beschafft werden, der Bezug von Transportdienstleistungen ist notwendig für die Belieferung der Kunden. Die Einkaufspreise der bezogenen Einsatzfaktoren können dabei je nach Marktsituation deutlich schwanken und Kosten erhöhen. Eine Unterbrechung der Versorgung kann einen Ausfall der Produktion nach sich ziehen. Die Energiekosten machen einen großen Anteil an der Kostenstruktur der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH aus, sodass sich Veränderungen der Energiepreise spürbar auf das Ergebnis auswirken. Die Energiepreise sind sowohl von internationalen als auch von nationalen Marktentwicklungen abhängig. In den letzten beiden Jahren beeinflussten zudem die Sanktionen infolge des Krieges in der Ukraine, einschließlich der Gegenmaßnahmen, die Preise für wichtige Energieträger wie Öl und Gas. Dies führte zunächst zu einem massiven Anstieg der Energiepreise. In 2023 gingen diese Preise jedoch wieder deutlich zurück. Es ist nicht auszuschließen, dass die hohen Schwankungen der Energiepreise auch in absehbarer Zukunft anhalten. Dem Risiko steigender Energiepreise wird durch den Abschluss von Termingeschäften oder Fixpreisverträgen mit Versorgern begegnet. Neben den Preisrisiken ist Xella auch Risiken in der Energieversorgung ausgesetzt, insbesondere durch den Krieg in der Ukraine. Eine Unterbrechung der Versorgung kann zu Produktionsausfällen führen und würde sich negativ auf das Betriebsergebnis auswirken, wenn die Nachfrage nicht aus dem Lagerbestand gedeckt werden kann. Dem Risiko steigender Preise für unsere Rohstoffe begegnen wir zudem durch einen möglichst sparsamen Einsatz von Ressourcen und die Hinzunahme von wiederverwendbaren Produkten im Rahmen der Kreislaufwirtschaft. Der Einfluss auf das geplante EBITDA aufgrund steigender Bezugspreise wird für 2024 als mittleres Risiko eingeschätzt. Personalrisiken Das Engagement und die Fähigkeiten der Mitarbeiter sowie das von ihnen aufgebaute Expertenwissen sind entscheidende Faktoren für den Erfolg der Xella Baustoffe Rhein-Ruhr GmbH. Personalrisiken ergeben sich unter anderem durch die Personalbeschaffung, mangelnde Qualifikation und durch Fluktuation. Scheiden Mitarbeiter in Schlüsselpositionen aus dem Unternehmen aus, können wichtiges Wissen, Erfahrungen und Kompetenzen abfließen und es besteht die Gefahr, die Positionen nicht gleichwertig und zeitnah nachzubesetzen. In der aktuell wirtschaftlich schwierigen Situation ist zudem der Abbau von Stellen erforderlich, sodass Nachbesetzungen gar nicht erfolgen. Dies kann zu erhöhten Kosten, gegebenenfalls sogar zu Umsatzeinbußen führen. Attraktive Vergütungs- und Arbeitszeitmodelle, vielfältige Karriereperspektiven, umfangreiche Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen oder ein modernes und gesundes Arbeitsumfeld sollen Personalrisiken begrenzen. Die Auswirkung auf das geplante EBITDA wird daher als gering eingeschätzt. Risiken der Informationssicherheit und Datenschutzrisiken IT-gestützte Geschäftsprozesse sind verschiedenen Informationssicherheitsrisiken ausgesetzt. Risiken können durch menschliche Fehler, organisatorische oder technische Abläufe oder Sicherheitslücken in der Informationsverarbeitung entstehen. Dadurch können die Vertraulichkeit von Daten, die Verfügbarkeit von Systemen und die Integrität von Informationen gefährdet werden. In der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH sind Strukturen und Prozesse etabliert, um sicherzustellen, dass in der Informationsverarbeitung alle personenbezogenen Daten gemäß Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) und gegebenenfalls weiteren national geltenden Gesetzen verarbeitet werden. Innerhalb des Konzerns wird eine Datenschutz-Organisation gebildet. Die entsprechenden Mitarbeiter nehmen an Schulungen zum verantwortungsbewussten Umgang mit personenbezogenen Daten teil, zudem wird die Aufmerksamkeit auf dieses Thema durch Sensibilisierungskampagnen aufrechterhalten. Jeder neue Vertragspartner oder Dienstleister wird ebenfalls daraufhin geprüft, ob er die datenschutzrechtlichen Anforderungen erfüllt. Da die Datenschutzorganisation Teil eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ist, wird die Umsetzung neuer Anforderungen ermöglicht, um das Risiko der Nichteinhaltung zu mindern. Das Risiko des Verlustes personenbezogener Daten, die im zentral geführten Datenverarbeitungssystem aufbewahrt werden, wird zum einen durch ihre Speicherung in zwei räumlich getrennten Rechenzentren und zum anderen durch die Umsetzung entsprechender Rollen- und Autorisierungskonzepte der Systeme minimiert. Eine Unterbrechung der Konnektivität hat eine begrenzte Auswirkung auf das geplante EBITDA, da die Produktionssysteme in den Werken autark betrieben werden. Die Risikosituation im Bereich Cyber-/ Informationssicherheit ergibt sich aus der zunehmenden globalen Bedrohungslage. Cyber-Attacken auf Unternehmen haben ein hohes Niveau erreicht. Entsprechend erweitern wir unsere technischen und organisatorischen Maßnahmen, aktualisieren interne Prozesse und Regelungen und führen regelmäßig Sicherheitstests durch. Derzeit wird der Effekt auf das geplante EBITDA noch als gering eingeschätzt. Produktionstechnische Risiken Die Xella Rhein-Ruhr GmbH produziert in vier Werken. Die Ertragslage ist davon abhängig, dass die Anlagen in den Werken durchgehend in der benötigten Qualität und Quantität produzieren können. Die Produktionsprozesse und Technologien sind komplex. Daher können trotz umsichtiger Wartung, Reparatur und Ersatzinvestitionen wesentliche Produktionsunterbrechungen nicht ausgeschlossen werden, die die Produktivität und Profitabilität der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH negativ beeinflussen könnten. Produktionstechnische Risiken werden durch verschiedene Versicherungen reduziert, Lieferengpässe und das Risiko möglicher Konventionalstrafen durch Belieferung aus anderen Werken minimiert. Die Auswirkung auf das geplante EBITDA wird daher als gering eingeschätzt. Regulatorische Risiken Die Xella Gruppe unterliegt einer Vielzahl von Gesetzen, Verordnungen und Standards auf regionaler, nationaler und EU-Ebene. Hierzu gehören unter anderem Wettbewerbs- und Kartellgesetze sowie Gesetze über Anti-Geldwäsche und Handelssanktionen. Zur rechtzeitigen Risikoerkennung und zur Risikosteuerung erfolgt eine kontinuierliche Beobachtung der legislatorischen Entwicklung, um frühzeitig adäquate Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Darüber hinaus wird, wo sinnvoll, eng mit den relevanten Institutionen zusammengearbeitet, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden. Der Einfluss auf das geplante EBITDA wird als gering eingeschätzt. Umweltrisiken Zur Reduzierung und Vermeidung von Umweltrisiken investiert die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH kontinuierlich in nachhaltige Umweltschutzmaßnahmen in den Produktionsbetrieben. Hierdurch werden Umweltbelastungen minimiert sowie ein schonender Umgang mit Ressourcen sichergestellt. Zusätzlich muss die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH auf Basis von Abbaugenehmigungen z. B. für Sandgruben Rückbau- und Rekultivierungsverpflichtungen erfüllen. Darüber hinaus können zunehmende Umweltauflagen die Genehmigung und Durchführung von Bauprojekten beeinträchtigen und somit Auswirkungen auf das Geschäft haben. Sofern Umweltrisiken zum Bilanzstichtag bekannt waren, wurden Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Für Rekultivierungs-, Abbruch- und Räumungsmaßnahmen sowie sonstige Umweltverpflichtungen bestehen Rückstellungen in Höhe von T€ 786. Darüber hinaus wird das Risiko auf das geplante EBITDA als gering eingeschätzt. Finanzielle Risiken Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH ist in das Cash-Pooling der Xella Gruppe eingebunden. Liquiditätsrisiken sind nicht erkennbar. Die Anlage der liquiden Mittel erfolgt über die Xella Gruppe bei verschiedenen Banken, sodass das Ausfallrisiko einzelner Kreditinstitute reduziert ist. Ein möglicher Ausfall bestimmter wesentlicher Forderungen wird durch eine Warenkreditversicherung gedeckt. Rechtliche Risiken Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH stellt komplexe Produkte her, bei denen trotz ständiger Produktionskontrolle und Produktüberwachung etwaige Produktfehler nicht vollständig auszuschließen sind. Die Produkte haben zudem regelmäßig eine erhebliche Nutzungsdauer, sodass Produktfehler ggf. auch erst einige Jahre nach Auslieferung sichtbar und entdeckt werden. Sich hieraus möglicherweise ergebende Haftungsfragen sind diffizil und es ist möglich, dass sich die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH auch nach Ablauf von vertraglichen Gewährleistungsfristen einer Haftung ausgesetzt sehen kann oder zumindest im Rahmen der Produktbeobachtungspflicht tätig werden muss. Hinsichtlich der Risiken aus schwebenden Rechtsverfahren wurden zum Bilanzstichtag Rückstellungen in angemessener Höhe gebildet. Für spezifische Haftungsrisiken und Schadensfälle werden grundsätzlich Versicherungen abgeschlossen. Der Umfang dieser Versicherungen wird laufend überprüft und orientiert sich am wirtschaftlichen Verhältnis von maximalem Risiko zu Versicherungsprämien. Der Einfluss auf das geplante EBITDA wird als gering eingeschätzt. Fortbestand der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbHgesichert Zum 31. Dezember 2023 lagen keine Risiken vor, die den Fortbestand der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH gefährden. 5.2 ChancenberichtNeben dem Risikomanagement ist auch die Beurteilung und Nutzung von Chancen ein wichtiger Bestandteil von erfolgreicher Geschäftsleitung. Ziel ist es, interne und externe Chancen, die sich positiv auf den wirtschaftlichen Erfolg der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH auswirken können, zu identifizieren und entsprechende Umsetzungsmaßnahmen festzulegen. Grundlage für die Identifikation von Chancen ist die kontinuierliche Beobachtung und Analyse der für die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH relevanten Märkte, des Wettbewerbsumfelds sowie globaler Trends. Die folgenden Chancen für das Geschäftsjahr 2024 sind nach der Relevanz für die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH in absteigender Reihenfolge aufgeführt: Steigende Bedeutung von Nachhaltigkeit und Energie- und Ressourceneffizienz Die recyclebaren und energieeffizienten Baustoffe der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH sollen dazu beitragen, die Energieeffizienz und Langlebigkeit von Gebäuden zu unterstützen und die Umwelt und das Klima zu schützen. Hier besteht eine Chance sowohl durch bestehende Produkte als auch durch Produktinnovationen den Marktanteil im zunehmend nachgefragten Segment der energieeffizienten Baustoffe weiter auszubauen. Über den Klimawandel hinaus ist die Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft ein wichtiges Thema für die Bauindustrie, um den Einsatz von neuen Rohstoffen zu verringern. Baustoffe der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH bestehen überwiegend aus mineralischen Rohstoffen und sind nahezu vollständig recycelbar. Daher ist die Umstellung von Wertschöpfungsketten auf Wertschöpfungszyklen nicht nur aus ökologischen Gründen erforderlich, sondern bietet auch ökonomische Chancen. Um die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens zu sichern, ist ein Leitsatz, mit weniger mehr zu produzieren. Ein wichtiger Bestandteil, um dieses Ziel zu erreichen, ist der Aufbau einer Kreislaufwirtschaft. Es sollen neue Wege gesucht werden, um alte Materialien in der Produktion wiederzuverwenden, anstatt neue Rohstoffe anzuschaffen, und es soll in Maschinen und Methoden investieren werden, um Abfälle in den Werken zu reduzieren. Digitalisierung als Wachstumstreiber Die Digitalisierung ist ein Megatrend unserer Gesellschaft, auch in der Baubranche. Durch digitale Prozesse können Bauprozesse effizienter und kostengünstiger umgesetzt werden und somit der Bau notwendigen bezahlbaren Wohnraums beschleunigt werden. Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH hat die Möglichkeiten der Digitalisierung für die Baubranche und damit für ihr Geschäftsmodell frühzeitig erkannt, ihren Kunden digitale Dienstleistungen angeboten und mit der Digitalisierung eigener interner Prozesse und Abläufe begonnen. Digitale Dienstleistungen, wie der digitale Planungsservice blue.sprint, bieten den Kunden einen Mehrwert und für die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH die Chance, neue Geschäftsfelder und damit Umsatz- und Ertragspotenzial zu generieren. Intern unterstützen digitalisierte Anwendungen die Gesellschaft darin, Prozesse effizienter, schneller und dadurch zum Teil auch kostengünstiger zu gestalten. Nachfrage nach bezahlbarem und nachhaltigem Wohnraum Die Nachfrage nach nachhaltigem und bezahlbarem Wohnraum steigt in Deutschland. Nicht nur die Digitalisierung trägt ihren Teil zum effizienten Bau neuer Gebäude bei, sondern auch der Trend modular und großformatig zu bauen. Es wird erwartet, dass der Bedarf an großformatigen Wandbauelementen weiter ansteigen wird, mit zusätzlichem Potential für das Geschäftsmodell der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH. 6 PrognoseberichtFür das Geschäftsjahr 2024 wird die wirtschaftliche Entwicklung als deutlich rückläufig eingeschätzt. Das weiterhin wirtschaftlich schwierige Umfeld mit hohen Baukosten und zugleich einem hohen Zinsniveau wird voraussichtlich zu rückläufigen Absatzmengen führen. Zudem wird das Preisniveau nicht gesteigert werden können und es ist zu erwarten, dass das Niveau unter dem des Jahres 2023 liegen wird. Dadurch dürfte es zu einem deutlichen Umsatzrückgang im Vergleich zu 2023 kommen. Das EBITDA wird dabei erneut sinken. Bei den im Folgenden dargestellten Prognosen handelt es sich um geplante Entwicklungen, die von den tatsächlichen Ergebnissen wesentlich abweichen können. 6.1 Zukünftige Entwicklung der gesamtwirtschaftlichen LageIm Jahr 2023 sind die Energiekosten gesunken, die Inflation hat sich verlangsamt, die Reallöhne steigen langsam, aber die Unsicherheit bleibt bei allen Wirtschaftsakteuren hoch. Diese Vorsicht beruht auf geopolitischen Spannungen wie dem anhaltenden Krieg in der Ukraine oder der zunehmend instabilen Lage im Nahen und Mittleren Osten, die sich auch auf die Lieferketten auswirken. Hinzu kommen weitere wirtschaftliche Auseinandersetzungen, eine uneinheitliche Wirtschaftspolitik wie in Europa und innenpolitische Unsicherheiten wie in den USA. Unter diesen Umständen gehen die Forscher des IfW in ihrer Märzprognose für die Weltwirtschaft von einem Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von +2,8% im Jahr 2024 nach +3,0% im Jahr 2023 aus, wobei das Wachstum vor allem von außerhalb Europas getragen wird. Allerdings gehen die Prognosen davon aus, dass es keine fiskalischen Impulse geben wird und dass die sich verschärfenden politischen und geopolitischen Spannungen keine Auswirkungen auf den Welthandel und die Weltwirtschaft haben. Europa befindet sich derzeit in einer wirtschaftlichen Schwächephase, die mit einem gedämpften privaten Konsum, ungünstigen Finanzierungsbedingungen und fehlenden Exportimpulsen einhergeht. Diese wirtschaftlichen Entwicklungen sollen sich laut IfW im Laufe des Jahres 2024 in Richtung günstigerer Bedingungen verändern. Der private Konsum wird von steigenden Reallöhnen profitieren, eine geringere Inflation wird zu besseren Finanzierungsbedingungen führen, und auch von den Exportmärkten erwartet das IfW mehr Impulse. Dies soll 2024 zu einem erwarteten Wachstum von 0,8% für die Europäische Union und 0,7% für die Eurozone führen. Für Deutschland prognostiziert das IfW eine Stagnation von 0,1% und demnach deutlich weniger als in der EU insgesamt. Das Institut der deutschen Wirtschaft liegt in seiner Einschätzung mit 0,0% auf diesem Niveau. Die aktuelle Situation zeigt demnach keine Signale für eine Verbesserung in Deutschland. Der ifo Geschäftsklima-Index für Mai, der die Stimmung in der Wirtschaft untersucht, zeigt sich gegenüber den Vormonaten immerhin leicht verbessert. Die deutsche Wirtschaft arbeitet sich schrittweise aus der Krise heraus und auch im Bauhauptgewerbe zeigten sich die Unternehmer zufriedener mit den laufenden Geschäften und mit weniger pessimistischen Erwartungen, wobei der Auftragsmangel ein zentrales Problem bleibt. Auf der Verbraucherseite ist das Bild ähnlich: Das GfK Konsumklima per Mai 2024 verzeichnet eine weitere Belebung, die Konsumstimmung stieg auf den höchsten Wert seit zwei Jahren, liegt allerdings immer noch auf einem niedrigen Niveau. Ein Grund dafür ist der verbesserte Indikator für die Einkommenserwartungen. 6.2 Zukünftige Entwicklung der Bauwirtschaft in DeutschlandSchon vor der Immobilienkrise wurden Neubauprojekte in Deutschland komplexer und anspruchsvoller. Höhere Hürden und Kosten für die Finanzierung, explodierende Baupreise, deutlich geringere öffentliche Fördermittel ließen viele Projekte nicht mehr realisierbar erscheinen. Während 2023 z.B. Rohbauunternehmen noch von Auftragsbeständen profitierten, nimmt dieser Puffer sukzessive ab. Euroconstruct entsprechend weisen alle Marktinformationen auf eine weitere Verschlechterung der Situation hin und beziffert die negativen Auswirkungen in Deutschland mit -9,7% bei den Neubauinvestitionen und -11,8% bei den Baugenehmigungen. Für 2024 prognostiziert Euroconstruct einen Rückgang der Investitionen in den Wohnungsneubau in Deutschland um weitere -15%, entsprechend der geschätzten Zahl der Baugenehmigungen. Euroconstruct erwartet demnach in Deutschland einen Rückgang von 65 Tausend Einfamilienhaus-Genehmigungen auf 60 Tausend (-7,7%) und bei Mehrfamilienhäusern einen Genehmigungseinbruch von 190 Tausend auf 165 Tausend für 2024 (-13,2%), was sich auf -11,8% für die gesamten Wohnungsbaugenehmigungen in 2024 summiert. Das auf die deutsche Bauwirtschaft spezialisierte Marktforschungsinstitut Heinze kommt für Deutschland zu einer anderen Einschätzung. Es geht in seinem Marktbericht vom Dezember 2023 für 2024 von einem Anstieg der Wohnungsbaugenehmigungen um +12,6% aus. Heinze prognostiziert für 2024 einen Anstieg der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um +16,1%, während die Genehmigungen für Mehrfamilienhäuser um +13,8% steigen sollen. Der Optimismus von Heinze stützt sich auf Anzeichen einer Stabilisierung bei den Auftragsbüchern und Wohnungsbaudarlehen im November 2023, die sich als nicht nachhaltig erwiesen haben, sowie auf Bemühungen der öffentlichen Hand, Verfahrens- und Genehmigungshürden abzubauen, wodurch Nachholeffekte bei den Genehmigungen zu erwarten sind, da Heinze das Jahr 2023 als Tiefpunkt interpretiert. Die Xella Baustoffe-Rhein Ruhr GmbH sieht die positive Prognose von Heinze als nicht realistisch an und geht davon aus, dass die negativen Auswirkungen auf Wohnungsbauaktivitäten sogar eher noch größer sein werden als von Euroconstruct eingeschätzt. 6.3 Zukünftige Ertrags- und FinanzlageDie Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH plant für das Geschäftsjahr 2024 mit einem deutlichen Umsatzrückgang. Das ist ein Resultat vor allem von weiter rückläufigen Absatzmengen im Zusammenhang mit der dramatisch negativen Entwicklung der Baubranche durch das hohe Zins- und Baukostenniveau. Dazu kommt ein starker Preiskampf durch Wettbewerber, sodass auch die Preise in 2024 vermutlich nicht entwickelt werden können und sogar unter dem Niveau des Vorjahres liegen könnten. Auf der Kostenseite setzt sich das hohe Inflationsniveau nicht weiter fort, es wird nicht mit signifikanten Inflationssteigerungen gerechnet. Die schwierige Marktsituation wird sich demnach auch bei Lieferanten zeigen, die ihre Preise ebenso wenig entwickeln können wie die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH ihre Verkaufspreise. Allerdings wird mit einer deutlichen Zunahme von Energiekosten gerechnet, da die Preise für Strom- und Gashedging signifikant über dem Vorjahr liegen. Auch bei Frachtaufwendungen wird ein Anstieg der Preise erwartet, u.a. durch höhere Maut. Im Zusammenhang mit dem geringeren Absatzniveau wird auch auf der Produktionsseite mit geringeren Produktionsmengen geplant, demnach werden sich positive Mengeneffekte einstellen. Insgesamt wird der Materialaufwand daher voraussichtlich deutlich zurückgehen. Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH zielt darauf ab, die Personalaufwendungen deutlich zu reduzieren trotz weiterhin hoher Lohn- und Gehaltssteigerungen. Einsparmaßnahmen sind zudem bei Fixkosten geplant, insbesondere bei Instandhaltung aufgrund des gesunkenen Produktionsniveaus. Aufgrund der geschilderten Erwartungen für den Umsatz und die Einsatzfaktoren wird insgesamt mit einem weiteren moderaten Rückgang des EBITDA geplant.
Duisburg, den 30. Juni 2024 Manfred Streng Jürgen Telke [1] In diesem Lagebericht wird aus Gründen besserer Lesbarkeit generell die männliche Form verwendet, auf eine Unterscheidung, z. B. zwischen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, wird verzichtet. BilanzAKTIVA
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangI. Allgemeine Angaben Die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH hat ihren Sitz in Duisburg und ist eingetragen in das Handelsregister beim Amtsgericht Duisburg HRB 9192. Die Aufstellung des Jahresabschlusses zum 31.Dezember 2023 erfolgte nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften und den ergänzenden Vorschriften des GmbHG. Die Aufstellung des Jahresabschlusses erfolgt unter der Annahme der Unternehmensfortführung nach § 252 Abs. 1 Nr. 2 HGB. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Bei der Gesellschaft handelt es sich nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen um eine große Kapitalgesellschaft. Der Abschluss umfasst die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung und den Anhang (einschließlich Anlagenspiegel). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die Werte in den Tabellen stellen exakt ermittelte Werte der jeweiligen Einheit dar, die erst anschließend gerundet wurden. Die Angaben erfolgen in T€ und können aufgrund von Rundungsdifferenzen abweichen. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie auf den vorhergehenden Jahresabschluss anzuwendenden Ansatz- uns Bewertungsmethoden werden stetig oder unverändert angewendet. Immaterielle Vermögensgegenstände und SachanlagenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer planmäßig linear und im Zugangsjahr pro rata temporis abgeschrieben. Soweit notwendig erfolgen außerplanmäßige Abschreibungen. Aktivierungen von selbst erstellten immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens nach § 248 Abs. 2 Satz 1 HGB wurden im aktuellen Geschäftsjahr nicht vorgenommen. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden über eine voraussichtliche Nutzungsdauer von bis zu 15 Jahren linear abgeschrieben. Die Nutzungsdauer basiert auf einer Einschätzung der zeitlichen Ertragsrückflüsse auf Basis der identifizierten Komponenten der Geschäftswerte. Diese repräsentieren insbesondere Synergiepotenziale und Gewinnchancen, die im Rahmen des Erwerbs der Geschäftsbetriebe übernommen wurden. Die Ertragspotentiale dieser Komponenten werden voraussichtlich über einen Zeitraum von 15 Jahren ausgeschöpft. Die Gegenstände des Sachanlagevermögens sind grundsätzlich zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bewertet, vermindert um plan- und - bei voraussichtlich dauernder Wertminderung - außerplanmäßige Abschreibungen. Die Herstellungskosten umfassen Einzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Gemeinkosten und den fertigungsbedingten Wertverzehr des Anlagevermögens. Zinsen für Fremdkapital wurden nicht aktiviert. Es gelten folgende Nutzungsdauern:
Die Zugänge des Geschäftsjahres werden pro rata temporis abgeschrieben. Bei den Ausbeutegrundstücken erfolgt die Absetzung entsprechend dem Substanzverzehr, der durch die Ausbeute der Lagerstätte entsteht. Geringwertige Vermögensgegenstände, die einer selbständigen Nutzung fähig sind und deren Anschaffungskosten € 250,00 nicht übersteigen, werden direkt im Sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht. Geringwertige Anlagegüter mit Anschaffungskosten von über € 250,00 bis zu € 800,00 werden im Zugangsjahr aktiviert und voll abgeschrieben. Zuschreibungen früher vorgenommener außerplanmäßiger Abschreibungen werden auf Anschaffungs- und Herstellungskosten unter Berücksichtigung der fortgeführten planmäßigen Abschreibungen vorgenommen, soweit die Gründe für die Abwertung nicht mehr bestehen. Im Geschäftsjahr wurden keine Zuschreibungen auf außerplanmäßige Abschreibungen aus Vorjahren vorgenommen. FinanzanlagenFinanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bewertet. Außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert werden vorgenommen, wenn eine dauerhafte Wertminderung vorliegt. Unverzinsliche oder unterhalb der marktüblichen Verzinsung liegende Ausleihungen werden mit dem Barwert angesetzt. Zuschreibungen aufgrund des Wertaufholungsgebots werden bis zu den Anschaffungskosten vorgenommen, wenn die Gründe für eine dauernde Wertminderung nicht mehr bestehen. VorräteDie Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips gemäß § 255 Abs. 2 HGB bewertet. Die Ermittlung der Anschaffungskosten bei den Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen sowie Waren erfolgt zum gewogenen Durchschnittspreis. In die Herstellungskosten werden die Einzelkosten, angemessene Teile der notwendigen Materialgemeinkosten, der Fertigungsgemeinkosten und des Werteverzehrs des Anlagevermögens, soweit dieser durch die Fertigung veranlasst ist, einbezogen. Zinsen für Fremdkapital werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer oder verminderter Verwertbarkeit ergeben, werden durch angemessene Abschläge berücksichtigt. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu Nominalwerten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert. Erkennbaren Risiken wird bei Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen durch Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Zur Abdeckung des allgemeinen Kreditrisikos wurde eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 2% (Vorjahr: 2%) von den um einzelwertberichtigte Forderungen, Forderungen an Behörden und die anteilige Mehrwertsteuer gekürzten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen angesetzt. Unverzinsliche oder niedrig verzinsliche Forderungen werden auf den Barwert abgezinst. Kassenbestand, Guthaben bei KreditinstitutenGuthaben bei Kreditinstituten sowie Kassenbestände werden mit dem Nennbetrag angesetzt. RechnungsabgrenzungspostenAusgewiesen werden Ausgaben vor dem Bilanzstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen. EigenkapitalDas gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert. PensionsrückstellungenDie Pensionsrückstellungen sind gemäß den Vorschriften des § 253 HGB unter Verwendung des Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected-Unit-Credit-Methode) ermittelt worden. Dabei wurde gemäß § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB das Wahlrecht zur pauschalen Abzinsung mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Jahre in Anspruch genommen, der sich bei einer angenommenen pauschalen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Dieser betrug zum 31.12.2023 1,83 % (Vorjahr 1,78%). Der Unterschiedsbetrag auf Grundlage der vorgenommenen Berechnung der Pensionsrückstellungen mit einem 10-Jahres-Durchschnittszins im Vergleich zum 7-Jahres-Durchschnittszins beläuft sich zum Stichtag auf T€ 59. Dieser Unterschiedsbetrag unterliegt ein Ausschüttungssperre nach § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB. Weiterhin wurden der Berechnung ein Gehaltstrend von 3% (Vorjahr 3%), ein Rententrend von 2,50% (Vorjahr 2,25%) unter Anwendung der Richttafeln 2018G von Dr. Klaus Heubeck zu Grunde gelegt. Fluktuationswahrscheinlichkeiten sind in Abhängigkeit von Alter und Dienstzeit berücksichtigt worden. Die Erfolgswirkung aus der Änderung des Abzinsungssatzes wird im Finanzergebnis ausgewiesen. RückstellungenDie Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Bei Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden künftige Kosten- und Preissteigerungen einbezogen. Ferner werden Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit einem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzins der vergangenen sieben Jahre, welcher von der Deutschen Bundesbank veröffentlicht wird, abgezinst. Die Rückstellung für Jubiläumsverpflichtungen wurde auf Grundlage des Anwartschaftsbarwertverfahrens ermittelt. Der Berechnung liegen eine unterstellte pauschale Restlaufzeit von 15 Jahren sowie der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der letzten sieben Jahre zugrunde. Die Bewertungsparameter entsprechen denen der Pensionsrückstellungen. VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag bewertet. Latente SteuernZum 31. Dezember 2023 errechnen sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen in der Steuerbilanz im Wesentlichen bei der Rückstellung für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen und den sonstigen Rückstellungen. Der Berechnung liegt ein Steuersatz von 32,9% zugrunde. Aufgrund des ausgeübten Wahlrechts, auf den Ansatz aktiver latenter Steuern zu verzichten, werden zum 31. Dezember 2023 keine aktiven latenten Steuern angesetzt. Bei der Körperschaftssteuer sowie Gewerbesteuer bestehen keine Verlustvorträge. III. Erläuterungen zur Bilanz AnlagevermögenAufgliederung und Entwicklung der Posten des Anlagevermögens sind im Anlagenspiegel dargestellt.
Finanzanlagen (Anteilsverzeichnis)Die Gesellschaft besitzt Kapitalanteile an Unternehmen, bei denen der Anteilsbesitz der Herstellung einer dauernden Verbindung dient. Anteile an verbundenen Unternehmen und Ausleihungen:
UmlaufvermögenDie fertigen Erzeugnisse und Waren setzen sich wie folgt zusammen:
Forderungen und Sonstige VermögensgegenständeDie Forderungen gegen verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 11.608 (Vorjahr T€ 15.661) resultieren mit T€ 11.595 (Vorjahr T€ 15.652) aus dem Finanzverkehr mit der Xella International GmbH, mit T€ 13 (Vorjahr T€ 9) aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Restlaufzeit ist wie im Vorjahr kleiner ein Jahr. Es bestehen wie im Vorjahr keine Forderungen gegen die Gesellschafterin Xella Deutschland GmbH. In den Sonstigen Vermögensgegenständen sind als Posten enthalten:
Alle Forderungen und Sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von T€ 3 (Vorjahr T€ 3) beinhaltet ausschließlich die Kfz-Steuer. EigenkapitalDas Stammkapital der Gesellschaft beträgt unverändert T€ 5.000. Die Gewinnrücklage beträgt unverändert T€ 146. RückstellungenDie Pensionsrückstellungen wurden für Anwartschaften auf Pensionen sowie laufende Renten gebildet. Rückstellungspflichtige Pensionsverpflichtungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von T€ 4.659 (Erfüllungsbetrag). Durch die Umstellung der Bewertung der Pensionsrückstellungen aufgrund des BilMoG ergab sich zum 01.01.2010 ein Unterdeckungsbetrag in Höhe von T€ 522. Von der Übergangsregelung gem. Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB wurde Gebrauch gemacht und von diesem Betrag im Geschäftsjahr 2023 1/15 (T€ 35) den Pensionsrückstellungen erfolgswirksam zugeführt. Der zum Bilanzstichtag noch bestehende Restbetrag der Unterdeckung von T€ 28 wird innerhalb der verbleibenden Übergangszeit bis 2024 den Pensionsrückstellungen zugeführt. Die Sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen:
VerbindlichkeitenDie Aufgliederung der Verbindlichkeiten nach Restlaufzeiten geht aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor.
Es bestehen wie im Vorjahr keine Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin Xella Deutschland GmbH. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen waren im Vorjahr Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung GliederungDer Gewinn- und Verlustrechnung liegt die Gliederung nach § 275 Abs. 2 HGB (Gesamtkostenverfahren) zugrunde. Umsatzerlöse
Die Hauptprodukte beinhalten die Marken Silka und Ytong. Die sonstigen Umsätze von T€ 1.547 (Vorjahr T€ 1.840) setzen sich im Wesentlichen wie folgt zusammen: Erlöse aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen T€ 1.363 (Vorjahr T€ 1.528). Sonstige betriebliche Erträge Die Sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen periodenfremden Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus den Auflösungen langfristiger Rückstellungen: Rekultivierung T€ 456 (Vorjahr T€ 0), Garantierückstellungen T€ 188 (Vorjahr T€ 174) sowie Erträge aus der Auflösung kurzfristiger Rückstellungen T€ 352 (Vorjahr T€ 303) und sonstigen neutralen Erträgen Vorjahre T€ 172 (Vorjahr T€ 185). Sonstige betriebliche AufwendungenDie Sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die konzerninternen Aufwendungen enthalten Konzernumlagen für Betriebskosten und IT-Services von T€ 1.394 (Vorjahr T€ 1.357) und Verwaltungskosten von T€ 12 (Vorjahr T€ 7). Die Sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten in Höhe von T€ 35 Aufwendungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 HGB (Aufstockung der Pensionsrückstellung). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 332 (Vorjahr: T€ 48), die im Wesentlichen auf Nachbelastungen aus dem Sandabbau zurückzuführen sind. Ergebnis aus BeteiligungenDas Ergebnis aus Beteiligungen von T€ 3.383 (Vorjahr T€ 2.845) setzen sich wie folgt zusammen:
ZinsergebnisDas Zinsergebnis enthält im Wesentlichen die Aufwendungen aus der Aufzinsung von Pensionsrückstellungen in Höhe von T€ 66 (Vorjahr T€ 78) sowie die Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von T€ 13 (Vorjahr T€ 0). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag bestehen aus Körperschaftsteuer T€ 983 (Vorjahr T€ 1.730) und Gewerbeertragsteuer T€ 756 (Vorjahr T€ 1.156). Sonstige SteuernDie sonstigen Steuern beinhalten im Wesentlichen Grundsteuer in Höhe von T€ 136 (Vorjahr T€ 130). IV. Sonstige Angaben ArbeitnehmerIm Jahresdurchschnitt beschäftigte das Unternehmen folgende Mitarbeiter:
Zusätzlich wurden im Geschäftsjahr durchschnittlich 6 Auszubildende beschäftigt (Vorjahr: 5). Mitglieder der GeschäftsführungHerr Daniel Marczinkowsky, Zweibrücken, bis 12.06.2023 Herr Manfred Streng, Vertriebsgeschäftsführer, Bonn, ab 13.06.2023 Herr Wolfgang Mischke, technischer Geschäftsführer, Billerbeck, bis 30.04.2024 Herr Jürgen Telke, technischer Geschäftsführer, Winsen, ab 01.05.2024 Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gem. § 286 Abs. 4 HGB in Verbindung mit dem Schreiben des Bundesministeriums der Justiz vom 6. März 1995 abgesehen. AufsichtsratStamm Xella: - Herr Dr. Johann Stachow, Essen, (Aufsichtsratsvorsitzender) bis 12.06.2023 - Herr Daniel Marczinkowsky, Zweibrücken, ab 13.06.2023, (Aufsichtsratsvorsitzender) ab 01.05.2024 - Herr Sven Nedved, Hamburg, (Aufsichtsratsvorsitzender) ab 13.06.2023 bis 12.06.2024 - Herr Aldin Herić, Tuzla, Bosnien ab 01.05.2024 Stamm Mittelstand: - Herr Johannes Graf von Schaesberg, Wegberg, (stellvertr. Vorsitzender) - Herr Martin Ludowigs, Neuss - Herr Dr. Axel Offermanns, Hilden - Herr Knud Sassmannshausen, Hamburg Der Aufsichtsrat hat bisher für das Geschäftsjahr 2023 Bezüge in Höhe von T€ 150 erhalten. KonzernzugehörigkeitDie Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH, Duisburg, steht über ihre Gesellschafterin, die Xella Deutschland GmbH, Duisburg, unter der Kontrolle der LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg. Die LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg, stellt für den größten Kreis von Unternehmen den Konzernabschluss auf, in dem die XI (BM) Holdings GmbH einbezogen ist. Als deren Tochterunternehmen ist sie mit allen Gesellschaften des Xella Konzerns verbunden. Der befreiende Konzernabschluss der LSF10 XL Investments S.à r.l., Luxemburg, wird in englischer Sprache sowohl beim Registre des Commerce et des Sociétés, Luxemburg, als auch bei der das Unternehmensregister führenden Stelle in Deutschland eingereicht. Eine Pflicht zur Aufstellung eines eigenen Konzernabschlusses besteht daher nicht. Der befreiende Konzernabschluss wird nach den IFRS, wie sie in der EU angewendet werden, aufgestellt und weicht insoweit von den deutschen handelsrechtlichen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden ab. AbschlussprüferhonorarDas vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechnete Gesamthonorar nach § 285 Nr.17 HGB ist in der entsprechenden Anhangsangabe des Konzernabschlusses der LSF 10 XLInvestments S.à r.l., Luxemburg, enthalten. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet-, Pacht- und Leasingverträgen weisen folgende Fristigkeiten auf:
In den sonstigen finanziellen Verpflichtungen sind im Wesentlichen die Pacht Haltern in Höhe von T€ 4.179 enthalten. Davon in einem Jahr T€ 103. Ansonsten sind für Pacht Wankum und Wegerecht Dorsten T€ 477, PKW T€ 279 und für Stapler T€ 209 enthalten. Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben liegt bei T€ 76 (Vorjahr T€ 896). HaftungsverhältnisseZum Bilanzstichtag bestehen keine Risiken aus Haftungsverhältnissen Derivative FinanzinstrumenteZum Bilanzstichtag wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Außerbilanzielle GeschäfteZum Bilanzstichtag lagen keine außerbilanziellen Geschäfte vor. Geschäfte mit nahestehenden PersonenIm Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzanlage notwendig und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. NachtragsberichtHohe Baukosten und ein hohes Zinsniveau führen zu rückläufigen Absatzmengen bei Porenbeton und Kalksandstein die durch Preiserhöhungen nicht kompensiert werden und daher zu einem deutlichen Umsatzrückgang führen. Zu den Maßnahmen und Auswirkungen der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH verweisen wir auf die Erläuterungen im Lagebericht. Vor dem Hintergrund der deutlich rückläufigen Nachfrage im Neubau plant die Gesellschaft das Kalksandsteinwerk in Bocholt im August zu schließen. Mit der geplanten Maßnahme werden Überkapazitäten im Produktionsnetzwerk abgebaut und durch Mengenverschiebungen die Effizienz und Auslastung der benachbarten Werke verbessert. Vorschlag oder Beschluss über die ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, analog zum Vorjahr, den Jahresüberschuss im Verhältnis der Beteiligungen an die Gesellschafter auszuschütten.
Duisburg, den 30.06.2024 Manfred Streng Jürgen Telke Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH, Duisburg PRÜFUNGSURTEILE Wir haben den Jahresabschluss der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH, Duisburg - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Xella Baustoffwerke Rhein-Ruhr GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. GRUNDLAGE FÜR DIE PRÜFUNGSURTEILE Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. VERANTWORTUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER UND DES AUFSICHTSRATS FÜR DEN JAHRESABSCHLUSS UND DEN LAGEBERICHT Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. VERANTWORTUNG DES ABSCHLUSSPRÜFERS FÜR DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, 22. Juli 2024 BDO
AG
Fritz, Wirtschaftsprüfer Stolze, Wirtschaftsprüferin Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde von der Gesellschafterversammlung am 14. August 2024 festgestellt. Die Gesellschafter beschließen am 14. August 2024: "von dem Jahresüberschuss in Höhe von 5.803.724,88 Euro einen Teilbetrag in Höhe von 1.741.117,46 Euro am 11. September 2024 in Verhältnis ihrer Beteiligungen an die Gesellschafter auszuschütten und den Restbetrag in Höhe von 4.062.607,42 Euro auf neue Rechnung vorzutragen." |
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