Greidenweis GmbH
Selbe AdresseHerstellung von Prüfmaschinen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Christian Kurtenbach seit 18.6.2025 | Geschäftsführer |
Mathias Angermeier seit 8.5.2025 | Prokura |
Kristoffer Jay Siegmann seit 6.3.2025 | Prokura |
Volker Göddertz seit 15.1.2025 | Prokura |
Markus Johannes Unterstein seit 15.5.2023 | Geschäftsführer |
Cornelia Monika Braun seit 14.7.2022 | Prokura |
Roger Schöpf seit 1.3.2022 | Prokura |
Gerhard Ulmer seit 21.1.2021 | Prokura |
Claus Dr. Eppler seit 16.12.2020 | Geschäftsführer |
Astrid Dr. Brennecke seit 25.5.2020 | Prokura |
Jörg Seifermann seit 26.7.2019 | Prokura |
Frank Geiselhart seit 4.4.2019 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 64.80% | |
V******* I******* H***** | 13.25% |
A******** S****** H***** | 13.25% |
| Name | Anteil |
|---|---|
Hoberg & Driesch GmbHEigenbeteiligung | 8.70% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% | |
PartU GmbHAufgelöst | 30.00% |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Hoberg & Driesch GmbHDüsseldorfKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzern-Eigenkapitalspiegel 2022
Konzern-Kapitalflussrechnung für 2022
Konzernanhang für das Geschäftsjahr 20221. Gesetzliche Grundlagen Die Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf, erstellt zum 31. Dezember 2022 einen Konzernabschluss unter Anwendung der Vorschriften der §§ 290 ff. HGB. Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Düsseldorf und ist im Handelsregister beim Amtsgericht Düsseldorf unter HRB 83 eingetragen. Die Gesellschaft erstellt den Konzernabschluss nach den Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuches und unter Berücksichtigung der Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung (GmbHG). Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt worden. 2. Konsolidierungskreis In den Konzernabschluss wurden alle in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, an denen die Hoberg & Driesch GmbH unmittelbar oder mittelbar mehrheitlich beteiligt ist. Alle in den Konzernabschluss nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogenen in- und ausländischen Tochterunternehmen sind dem folgenden Anteilsverzeichnis des Konzerns zu entnehmen. Anteilsverzeichnis der Hoberg & Driesch - Gruppe:
Zweckgesellschaften:
Gegenüber dem Vorjahr hat sich der Konsolidierungskreis von 29 auf insgesamt 32 Gesellschaften verändert. Die Veränderungen betreffen die unter der Nummer 13, 19 und 32 im Anteilsverzeichnis ausgewiesenen drei Zugänge. Mit Wirkung zum 01.01.2022 hat die CHIRON Group SE 100,0 % der Anteile an der Greidenweis GmbH und an der Greidenweis GmbH & Co. KG sowie 90% an der CHIRON Croatia d.o.o. (vormals firmierend unter HSTEC d.d.) erworben. Mit Wirkung zum 01.05.2022 ist die CHIRON Group SE als alleinige Kommanditistin aus der Greidenweis Maschinenbau GmbH & Co. KG ausgeschieden, wodurch das Gesellschaftsvermögen der Greidenweis Maschinenbau GmbH & Co. KG auf die Greidenweis Verwaltungsgesllschaft mbH angewachsen ist. Die Greidenweis Maschinenbau GmbH & Co. KG wurde hierdurch ohne Liquidation beendet und ihr Vermögen ging im Wege der Gesamtrechtsnachfolge auf die Greidenweis Verwaltungsgesellschaft mbH über. Im Anschluss erfolgte die Umfirmierung der nunmehr operativ tätigen Greidenweis Verwaltungsgesellschaft mbH in "Greidenweis GmbH". Des Weiteren wurden zum 01.01.2022 weitere 10% an der Chiron Czech s.r.o. erworben. Die Hoberg & Driesch South East Europe d.o.o. wurde zum 15. Juni 2022 in Serbien gegründet und ist eine 70%-ige Tochtergesellschaft der Hoberg & Driesch GmbH & Co. KG. Sie nahm ihre Geschäftstätigkeit im vierten Quartal 2022 auf. Durch diese Veränderungen des Konsolidierungskreises ist die Vergleichbarkeit des Konzernabschlusses zum Vorjahr nicht wesentlich eingeschränkt. Für die inländischen Gesellschaften wurden die Befreiungsvorschriften der §§ 264 Abs. 3 und 264b HGB hinsichtlich der Offenlegung der jeweiligen Einzelabschlüsse in Anspruch genommen. 3. Konsolidierungsgrundsätze Sämtliche Konzerngesellschaften wurden auf Grundlage ihres jeweils auf den 31. Dezember 2022 erstellten Jahresabschluss bzw. Zwischenabschluss in den Konzernabschluss einbezogen. Aktiva und Passiva sowie Erträge und Aufwendungen der vollkonsolidierten Tochterunternehmen und der Zweckgesellschaften sind vollständig in die Konzernbilanz und Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung übernommen worden. Für die Umrechnung der Fremdwährungsabschlüsse wurde die "modifizierte Stichtagskursmethode" angewandt. Der Stichtagskurs sowie der Durchschnittskurs wurden aus der Devisenkursstatistik der Deutschen Bundesbank übernommen. Die Umrechnung erfolgte hiernach wie folgt:
Die Umrechnungsdifferenzen von insgesamt TEUR 2.899 wurden ergebnisneutral im Eigenkapital verrechnet. Die Kapitalkonsolidierung wurde für die bis zum 31. Dezember 2009 erworbenen Tochterunternehmen nach der Buchwertmethode entsprechend § 301 Abs. 1 Satz 2 Nr. 1 HGB a. F. durchgeführt. Für die ab dem 1. Januar 2010 erworbenen Unternehmen erfolgte die Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gemäß § 301 Abs. 1 Satz 2 HGB durch Verrechnung der Beteiligungsbuchwerte mit dem anteiligen Eigenkapital der Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der erstmaligen Konsolidierung. Aktive Unterschiedsbeträge wurden als Geschäfts- oder Firmenwert behandelt und für Erwerbe bis zum 31. Dezember 2009 im Zeitpunkt ihrer Entstehung mit den Rücklagen verrechnet. Die Konsolidierungsrücklage enthält neben Währungseffekten im Wesentlichen in Vorjahren thesaurierte Gewinne der Tochterunternehmen. In den Gegenständen des Vorratsvermögens enthaltene Zwischengewinne wurden ergebniswirksam eliminiert, sofern diese von anderen Konzernunternehmen geliefert oder bearbeitet werden. Bei den anderen Vermögensgegenständen wurde auf eine Eliminierung von Zwischengewinnen verzichtet, da sie von untergeordneter Bedeutung sind. Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden aufgerechnet. Konzerninterne Erlöse und übrige Erträge wurden mit den entsprechenden Aufwendungen verrechnet. Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungseffekten sind mit dem für die Hoberg & Driesch GmbH anzuwendenden Steuersatz für Gewerbesteuer und für Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) berechnet. 4. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse der Tochtergesellschaften sind einheitlich nach den auf den Jahresabschluss der Hoberg & Driesch GmbH angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften aufgestellt worden. Die auf die Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung angewandten Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr beibehalten worden. Die von diesen Gliederungs-, Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen abweichenden ausländischen Abschlüsse wurden durch Überleitungen auf die Handelsbilanz II angepasst. Im Konzernabschluss 2022 sind sämtliche Vermögensgegenstände, Verbindlichkeiten, Rechnungsabgrenzungsposten, Sonderposten, Aufwendungen und Erträge enthalten. Die Posten der Aktivseite sind nicht mit Posten der Passivseite, Aufwendungen nicht mit Erträgen verrechnet worden, soweit dies nach den Vorschriften des § 246 HGB nicht ausdrücklich gefordert wird. Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Konzernabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind, soweit dies gesetzlich nicht ausdrücklich gefordert wird, nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Anlagevermögen Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger und - soweit erforderlich - außerplanmäßiger Abschreibungen angesetzt. Den planmäßigen Abschreibungen liegen Nutzungsdauern von drei bis neun Jahren (gewerbliche Schutzrechte und Lizenzen) sowie zehn Jahren (Firmenwerte) zugrunde. Die Annahme einer betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer der originären Firmenwerte von zehn Jahren beruhte auf den stabilen Verhältnissen am Absatzmarkt infolge langjähriger Kundenbeziehungen sowie der Lebenszyklen der Produkte der Tochterunternehmen. Analog dazu wird der entgeltlich erworbene Firmenwert ebenfalls über einen typisierten Zeitraum von zehn Jahren abgeschrieben. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Herstellungskosten abzüglich planmäßiger und - soweit erforderlich - außerplanmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenstände betreffen das Customizing von Software und werden zwischen 3 und 5 Jahre abgeschrieben. Sachanlagen werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen angesetzt. Bei der Bemessung der planmäßigen Abschreibungen wurden folgende Nutzungsdauern angesetzt:
Falls erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderung vorgenommen. Für geringwertige Wirtschaftsgüter (GwG) wird die Regelung des § 6 Abs. 2 EStG angewendet. Dementsprechend werden GwG mit Anschaffungskosten bis zu EUR 800,00 im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben, wobei im Zugangsjahr auch der Abgang unterstellt wird. Unter den Finanzanlagen werden die Wertpapiere des Anlagevermögens zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren Börsenkurs bewertet. Die sonstigen Ausleihungen und geleisteten Anzahlungen auf Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten angesetzt. Falls erforderlich, werden außerplanmäßige Abschreibungen wegen dauernder Wertminderung vorgenommen. Vorräte Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten bewertet. Es werden Abschläge auf niedrigere Marktpreise vorgenommen. Weitere Abschläge berücksichtigen neben der Gängigkeit und dem Alter der Bestände auch deren Reichweite. Unfertige und Fertige Erzeugnisse werden zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet. In die Herstellungskosten werden neben den Einzelkosten auch angemessene Material- und Fertigungsgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden nicht aktiviert. Bewertungsabschläge werden zur Berücksichtigung der verlustfreien Bewertung und sonstiger Bestandsrisiken vorgenommen. Die Bewertung der Waren im Bereich des Röhrenhandels erfolgt mit Hilfe des Warenwirtschaftssystems in einem automatisierten Verfahren unter Beachtung des Grundsatzes der Einzelbewertung. Ausgangspunkt der Bewertung sind die aus dem gleitenden Durchschnittswert abgeleiteten historischen Anschaffungskosten. Gesunkenen Wiederbeschaffungskosten wird am Bilanzstichtag durch Niederstwertabschreibungen Rechnung getragen. Daneben erfolgen nach Lagerbewegungen gestaffelte, pauschale Gängigkeitsabschläge. Fertigerzeugnisse werden zu Herstellungskosten angesetzt. In die Herstellungskosten werden die Fertigungs- und Materialeinzelkosten sowie angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Forderungen werden zum Nennwert abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko wird durch Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die sonstigen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten bzw. mit dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bewertet. Unverzinsliche Forderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Barwert angesetzt. Fremdwährungsforderungen werden mit dem Devisenkassamittelkurs am Stichtag oder dem Sicherungskurs bewertet. Wertpapiere des Umlaufvermögens Wertpapiere des Umlaufvermögens werden zu Anschaffungskosten oder dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Flüssige Mittel Der Ansatz der flüssigen Mittel erfolgt zum Nennwert. Fremdwährungsguthaben werden ggf. zum niedrigeren Stichtagskurs bzw. zum Sicherungskurs bewertet. Latente Steuern Latente Steuern aufgrund von Konsolidierungseffekten sind mit dem für die CHIRON Group SE anzuwendenden Steuersatz für Gewerbesteuer von 12,47 % bzw. für die Hoberg & Driesch GmbH von 15,40 % bis 16,1 % und für Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) von 15,83% berechnet. Die latenten Steuern waren gemäß § 306 HGB auf eliminierte Zwischengewinne in den Vorräten abzugrenzen. Vermögens- sowie Ertrags und Aufwandsverrechnung Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus der Altersversorgung werden im Rahmen von Contractual Trust Arrangements (CTA) treuhänderisch Vermögensgegenstände verwaltet. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Als Zeitwert wird der Börsenwert zum Bilanzstichtag verwendet. Erträge und Aufwendungen aus diesen Vermögensgegenständen werden mit dem Aufwand aus der Aufzinsung der entsprechenden Verpflichtungen saldiert und im Finanzergebnis ausgewiesen. Weiterhin werden diese Vermögensgegenstände mit der jeweils zugrunde liegenden Verpflichtung verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Wert der Vermögensgegenstände die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung. Rückstellungen Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der "Projected-Unit-Credit-Methode" ermittelt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2018 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung der folgenden Annahmen verwendet:
Steuerrückstellungen werden in Höhe der voraussichtlichen Steuerzahlungen gebildet. Die übrigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostenänderungen angesetzt. Bei Rückstellungen mit Restlaufzeiten von über einem Jahr erfolgt eine Abzinsung mit dem fristkongruenten von der Deutschen Bundesbank vorgegebenen durchschnittlichen Marktzins. Personalbezogene Rückstellungen werden auf Grundlage der anfallenden Personalaufwendungen kalkuliert. Rückstellungen für noch ausstehende Leistungen für bereits ausgelieferte Maschinen werden sowohl anhand einer Einzelbetrachtung der ausgelieferten Maschinen als auch anhand von erfahrungsgemäß durchschnittlich anfallenden Aufwendungen ermittelt. Gewährleistungsrückstellungen werden ebenfalls anhand einer Einzelbetrachtung der in Garantie befindlichen Maschinen sowie auf Grundlage des erfahrungsgemäß durchschnittlich anfallenden Garantieaufwands bewertet. Für zu erwartende Verluste im Auftragsbestand werden Drohverlustrückstellungen gebildet, sofern der Drohverlust den Bilanzansatz des jeweiligen Auftrags übersteigt. Alle sonstigen Rückstellungen werden in Höhe der vermutlichen Inanspruchnahme dotiert. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag passiviert. Derivative Finanzinstrumente Im Bereich Maschinenbau werden zur Absicherung von Währungsrisiken aus dem operativen Geschäft bzw. den daraus resultierenden Finanzierungserfordernissen derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Sofern ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht, werden die derivativen Finanzinstrumente im Rahmen eines Portfolio-Hedge als Bewertungseinheit mit den betroffenen Grundgeschäften zusammengefasst. Besteht kein oder ein nicht ausreichender Sicherungszusammenhang, wird für unrealisierte Verluste eine Rückstellung für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften gebildet. Für den wirksamen Teil der Bewertungseinheiten wird die Einfrierungsmethode gewählt. Währungsumrechnung Die in den Einzelabschlüssen der konsolidierten Unternehmen zum 31. Dezember 2022 ausgewiesenen Fremdwährungsposten wurden zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag oder zum Sicherungskurs umgerechnet. Dabei wurden im Fall von Restlaufzeiten von einem Jahr und weniger auch buchmäßige Umrechnungsgewinne erfasst. Die Abschlüsse ausländischer Gesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Aktiv- und Passivposten werden mit dem Bilanzstichtagskurs umgerechnet. Das Eigenkapital wird mit Ausnahme der direkt im Eigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen zu historischen Kursen geführt. Die sich hieraus ergebenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang der Tochtergesellschaft ergebnisneutral behandelt und als gesonderte Position im Eigenkapital ausgewiesen. 5. Erläuterungen zur Konzernbilanz Das Anlagevermögen und die Abschreibungen haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt: ANLAGENSPIEGEL Die immateriellen Vermögensgegenstände entfallen mit TEUR 15.775 auf vierzehn (i. V. zwölf) aus der Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode gem. § 301 Abs.1 Satz 2 HGB entstandene Firmenwerte, die erfolgswirksam über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren abzuschreiben sind. Der Buchwert der Firmenwerte zum 31. Dezember 2022 setzt sich aus der Akquisition der Greidenweis GmbH mit TEUR 2.198, CHIRON Croatia d.o.o. mit TEUR 3.051, CHIRON Czech s.r.o. mit TEUR 2.260, der CHIRON Iberia S.A. mit TEUR 2.204, der CHIRON Swiss S.A. mit TEUR 534, der Hoberg & Driesch Processing GmbH mit TEUR 1.933, der MUT Tubes, s.r.o. mit TEUR 519, der Hoberg & Driesch Röhrenhandel GmbH mit TEUR 347, der Hoberg & Driesch Logistik GmbH mit TEUR 61, der Pouchard Tubes et Barres SAS mit TEUR 107, der Hoberg & Driesch Sweden AB mit TEUR 20, der Hoberg & Driesch Finland OY mit TEUR 4, der Hoberg & Driesch South East Europe d.o.o. mit TEUR 9 sowie der Hoberg und Driesch Immobilien GmbH & Co. KG mit TEUR 9 zusammen. Zudem sind entgeltlich erworbene originäre Firmenwerte für den Kundenstamm in der Hoberg & Driesch GmbH & Co. KG mit TEUR1.555 und in der Pouchard Tubes et Barres SAS mit TEUR 964 enthalten. Die Forderungen und die sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Die unter den sonstigen Wertpapieren ausgewiesenen Vermögensverwaltungsmandate werden zum Zwecke der Risikostreuung bei zwei unterschiedlichen Geschäftsbanken gehalten und wurden zum ursprünglich eingesetzten Kapital von insgesamt TEUR 99.300 erworben. Die Wertpapiere wurden zum 31. Dezember 2022 aufgrund der Anwendung des strengen Niederstwertprinzips mit TEUR 93.631 (i.V. TEUR 93.184) bilanziert. Diese Posten beinhalten neben Rentenpapieren auch Anlagen in Geldmarktfonds. Der Marktwert der Wertpapierdepots beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 94.257 (i.V. TEUR 94.215). Im Konzernabschluss sind aufgrund von Konsolidierungseffekten im Bereich Maschinenbau latente Steuern von TEUR 795 (i. V. TEUR 863) aktiviert. Die latenten Steuererträge in Höhe von TEUR 68 wurden erfolgswirksam unter den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag erfasst. Darüber hinaus resultieren aus den unterschiedlichen Bilanzansätzen in den Handels- und Steuerbilanzen der einbezogenen Unternehmen aktive latente Steuern gemäß den Bilanzierungsvorschriften des § 274 HGB (i. W. bei Pensionsrückstellungen, sonstigen Rückstellungen und sonstigen Vermögensgegenständen). Als maßgebliche Steuersätze wurden die für die einbezogenen Konzernunternehmen anzuwendenden Steuersätze für Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) in einer Bandbreite von 12,47 % bis 31,93 % angewendet. Die sich insgesamt ergebenden aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 56.165 wurden in Ausübung des Wahlrechts gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB nicht bilanziert. Die eigenen Anteile wurden zu Anschaffungskosten bilanziert und vollständig mit dem Eigenkapital verrechnet. Dabei wurde der Nominalwert der eigenen Anteile in einer Vorspalte der Bilanz offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Die Differenz zwischen dem vom gezeichneten Kapital abzusetzenden Betrag und dem Kaufpreis der eigenen Anteile wurde mit den frei verfügbaren Gewinnrücklagen verrechnet. Die Gewinnrücklagen der Hoberg & Driesch GmbH blieben im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Bei dem Sonderposten für Investitionszuschuss zum Anlagevermögen in Höhe von TEUR 2.781 handelt es sich um einen vereinnahmten öffentlichen Zuschuss für den Neubau der Chiron Machine Tools (Taicang) Ltd. Gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB wurden Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen dienen, in einer Gesamthöhe von TEUR 27.734 (Anschaffungskosten TEUR 31.104) mit den Pensionsrückstellungen verrechnet. Der Gesamtbestand der Verpflichtungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (vor Saldierung) beträgt gemäß Pensionsgutachten insgesamt TEUR 41.396. Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung der Pensionsrückstellungen und dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden verrechnet. Der Unterschiedsbetrag gem. § 253 Abs. 6 S. 1 HGB zwischen dem Ansatz der Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31. Dezember 2022 TEUR 2.021. Die Sonstigen Rückstellungen sind nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung so bemessen, dass sie den Erfüllungsrückstand der voraussichtlichen Verbindlichkeiten und der erkennbaren Risiken abdecken. Sie entfallen im Wesentlichen auf Verpflichtungen für und gegenüber Mitarbeitern (TEUR 23.817), Gewährleistungen, Kulanzen und Lieferantenverbindlichkeiten aus ausstehenden Rechnungen (TEUR 20.986) sowie Drohverluste (TEUR 5.520). Die erforderliche Sicherung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitverhältnissen erfolgte teilweise durch Guthaben bei der Öffentlichen Lebensversicherung Berlin Brandenburg AG. Das Deckungsvermögen wurde demzufolge nach § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den ihnen zu Grunde liegenden Verpflichtungen verrechnet. Für den Ausweis der Rückstellung für Altersteilzeit wurden die Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von TEUR 1.527 mit dem Deckungsvermögen in Höhe von TEUR 1.305 zu einem Saldo von TEUR 222 verrechnet. Aufwendungen und Erträge aus der Aufzinsung und Erträge aus dem zu verrechnenden Deckungsvermögen wurden ebenfalls verrechnet. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus dem nachstehenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind durch Grundschulden bzw. durch Sicherungsübereignungen mobiler Sachanlagen besichert, alle übrigen Verbindlichkeiten sind unbesichert. Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten mit TEUR 6.817 (i. V. TEUR 3.564) Verbindlichkeiten aus Steuern und mit TEUR 1.151 (i. V. TEUR 722) Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit. Haftungsverhältnisse Zum Bilanzstichtag bestanden keine berichtspflichtigen Haftungsverhältnisse. Sonstige finanzielle Verpflichtungen Insgesamt betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen zum 31. Dezember 2022 TEUR 42.551 und entfallen auf Verpflichtungen aus langfristigen Leasing- und Mietverträgen. Im Bereich Maschinenbau in Höhe von TEUR 29.435 und im Bereich Röhrenhandel in Höhe von TEUR 12.389. Von den Miet- und Leasingverträgen haben TEUR 18.770 eine Laufzeit von mehr als einem Jahr und TEUR 16.999 eine Laufzeit von mehr als fünf Jahren. Abschlussprüferhonorar Das gem. § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB im Geschäftsjahr für den Abschlussprüfer als Aufwand erfasste Honorar entfällt in Höhe von TEUR 542 auf die Prüfung des Konzernabschlusses und der in den Konzernabschluss einbezogenen deutschen Gesellschaften und mit TEUR 113 auf sonstige Leistungen im Zusammenhang mit dem Verkauf und Kauf von Gesellschaften. Derivative Finanzinstrumente Zum 31. Dezember 2022 besteht für den Bereich Maschinenbau eine Bewertungseinheit der Art Portfolio-Hedge. Zur bilanziellen Abbildung des wirksamen Teils der Bewertungseinheit wurde die Einfrierungsmethode angewendet. Im Rahmen von bereits fakturierten Lieferungen und Leistungen sowie zukünftig zu erwartenden Zahlungseingängen aus schwebenden Geschäften in USD wird das Währungsrisiko aufgrund von Fremdwährungsschwankungen (Wertänderungsrisiko) mit Hilfe von Terminverkäufen abgesichert. In die Bewertungseinheiten sind zum Bilanzstichtag Fremdwährungsforderungen gegenüber Dritten (TUSD 4.194) sowie schwebende Verkaufsverträge mit Dritten (TUSD 9.885) einbezogen. Die Nominal- und Marktwerte der am Bilanzstichtag bestehenden derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar:
Die Nominalwerte sind die Summe aller den Geschäften zugrundeliegenden Verkaufsbeträge. Die ausgewiesenen Marktwerte entsprechen dem Preis, zu dem Dritte die Pflichten aus den Finanzinstrumenten übernehmen würden. Die Marktwerte berücksichtigen keine gegenläufige Wertentwicklung aus Grundgeschäften. Aufgrund der bis zum Ablauf des Geschäftsjahres eingetretenen Währungskursentwicklung haben sich in den oben genannten Bewertungseinheiten zum Bilanzstichtag keine abzusichernden Risiken ergeben. Für das abgesicherte Währungsrisiko gleichen sich die gegenläufigen Wertänderungen von Grundgeschäften und Sicherungsgeschäften in vollem Umfang über die Laufzeit der Grundgeschäfte aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind, auf das identische Faktoren in gleicher Weise einwirken. Dabei wird die Wirksamkeit der Bewertungseinheit prospektiv festgestellt. Als Methode zur Ermittlung der Effektivität der Sicherungsbeziehungen wurde die Critical-Term- Match Methode angewendet. Im Ergebnis stellen sich die Bewertungseinheiten als vollständig effektiv dar. Zur Beschränkung des Ausfallrisikos werden Geschäfte mit Derivaten nur im Rahmen festgelegter Risikolimits mit Banken hoher Bonität getätigt. 6. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse gliedern sich wie folgt:
Sonstige betriebliche Erträge Im Geschäftsjahr 2022 wurden TEUR 29.597 sonstige betriebliche Erträge generiert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um periodenfremde Erträge aus Buchgewinnen aus Anlagenabgängen (TEUR 12.209), der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 3.641), aus Kursgewinnen (TEUR 4.375) sowie aus der Auflösung von Wertberichtigungen (TEUR 1.345). Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 4.162 enthalten. Sie entfallen im Wesentlichen auf Aufwendungen aus Währungsumrechnungen (TEUR 3.592), auf Aufwendungen aus Schadensfällen (TEUR 110) sowie auf Einzelwertberichtigungen von Forderungen (TEUR 367). Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Hierin sind Aufwendungen in Höhe von TEUR 2.422 und Erträge in Höhe von TEUR 86 für frühere Jahre enthalten. 7. Erläuterungen zur Konzern-Kapitalflussrechnung Der Finanzmittelfonds setzt sich im Vorjahresvergleich wie folgt zusammen:
In den Finanzmittelfonds wurden zum 31. Dezember 2022 auch die der kurzfristigen Finanzmitteldisposition dienenden Geldanlagen in Wertpapieren einbezogen. 8. Arbeitnehmerzahl Im Jahresdurchschnitt waren in der Hoberg & Driesch Gruppe beschäftigt:
9. Nachtragsbericht Außergewöhnliche externe Störfälle wie Naturkatastrophen, geopolitische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen sowie die potenziellen Auswirkungen der andauernden Corona-Pandemie könnten negative Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage in 2023 haben. Wir verweisen in diesem Zusammenhang auf unsere Ausführungen im Lagebericht in den Kapiteln "Prognosebericht" und "Risiko- und Chancenbericht". Darüber hinaus sind nach dem Ende des Geschäftsjahres keine Ereignisse eingetreten, die eine besondere Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage haben. 10. Angaben zu den Gesellschaftsorganen Als Geschäftsführer der Muttergesellschaft sind bestellt:
Die Geschäftsführer üben ihre Tätigkeit nebenberuflich aus. Sie sind hauptberuflich Geschäftsführer der Hoberg & Driesch Beteiligungsgesellschaft mbH sowie geschäftsführende Direktoren der CHIRON Group SE. Dem Gesellschafterausschuss gehören folgende Personen an:
Organbezüge Die Mitglieder des Gesellschafterausschusses des Mutterunternehmens erhielten für ihre Tätigkeit im Geschäftsjahr 2022 Bezüge von insgesamt TEUR 400. Ergebnisverwendung Gemäß § 12 des Gesellschaftsvertrages vom 24. Juni 2014 wird aus dem Jahresschuss der Hoberg & Driesch GmbH in Höhe von EUR 19.888.354,59 und dem Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 197.428.431,38 ein Betrag von EUR 6.606.756,20 an die Gesellschafter im Verhältnis ihrer Beteiligung am Stammkapital der Gesellschaft, wobei eigene Anteile der Gesellschaft als nicht existent angesehen werden, ausgeschüttet. Der nach Ausschüttung verbleibende Gewinnvortrag aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 210.710.029,77 wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Düsseldorf, 19. Mai 2023 Hoberg & Driesch GmbH Die Geschäftsführung Dr. Marcus Schubbe Hanns-Jörg Westendorf Carsten Liske Markus Unterstein Konzernanlagenspiegel zum 31. Dezember 2022
Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2022I. Grundlagen des Konzerns 1. Geschäftsmodell des Konzerns Die Hoberg & Driesch-Gruppe ist weltweit tätig. Unterhalb der Konzernholding Hoberg & Driesch GmbH bestehen zwei selbständig operierende Einheiten, Maschinenbau und Röhrenhandel. Die Geschäftsaktivitäten der Konzernholding Hoberg & Driesch GmbH erstrecken sich neben der Beteiligungsverwaltung im Wesentlichen auf das Cash-Management ihrer Geldanlagen. Die operativen Einheiten des Teilkonzerns Maschinenbau sind unter der Dachgesellschaft CHIRON Group SE mit Sitz in Tuttlingen zusammengefasst. Die Ursprünge der Chiron-Gruppe gehen auf das Jahr 1921 zurück. Seit den 1950er Jahren ist sie Teil der Hoberg & Driesch-Unternehmensgruppe in Düsseldorf. Heute ist Chiron ein weltweit agierendes Unternehmen mit Tochtergesellschaften in allen wichtigen Industrieländern und beschäftigt gut 1.900 Mitarbeiter. Zu den Marken der Unternehmensgruppe gehören Chiron, STAMA, CMS, Factory5, Greidenweis und HSTec. Die Unternehmen konzentrieren sich auf die Entwicklung und Herstellung von vertikalen Präzisions-Fertigungszentren für die anspruchsvolle Metallzerspanung. Der Teilkonzern Maschinenbau erzielt rund die Hälfte seines Umsatzes mit Turnkey-Lösungen, die Exportquote liegt bei knapp 70 %. Unter den Kunden aus der Automobil- und Luftfahrtindustrie, dem Maschinenbau, der Medizintechnik sowie der Uhren- und Schmuckindustrie befinden sich zahlreiche internationale Branchenführer. Die operativen Einheiten des Röhrenhandels sind unter der Dachgesellschaft der Hoberg & Driesch GmbH & Co. KG Röhrengroßhandel mit Sitz in Düsseldorf zusammengefasst. Die Hoberg & Driesch Röhrengruppe wurde 1948 gegründet und ist heute eines der führenden europäischen Großhandelshäuser für Stahlrohre mit weiteren Niederlassungen im gesamten Bundesgebiet. Darüber hinaus hält sie Beteiligungen an Tochterunternehmen in Skandinavien, West- und Osteuropa. Unternehmensschwerpunkt des Röhrenhandels ist die Lagerung und der Handel von hochwertigen Stahlrohrprodukten für unterschiedliche Anwendungsbereiche und Branchen. Organisatorisch besteht der Röhrenhandel aus den drei Bereichen Commodity (lagerhaltender Handel), Anarbeitung sowie Premium/Projekte. Die Betriebsimmobilien der Sparte Commodity an den Lagerstandorten Düsseldorf und Kornwestheim werden unverändert zum Vorjahr von zwei Schwestergesellschaften und einem Tochterunternehmen der Hoberg & Driesch GmbH & Co. KG Röhrengroßhandel gehalten. Höchste Qualitätsanforderungen an die jeweiligen Rohrsorten und die ständige Lieferbereitschaft aus Vorrat kennzeichnen dabei den Röhrenhandel der Hoberg & Driesch-Unternehmensgruppe. Das Produktsortiment umfasst hauptsächlich nahtlose warm- und kaltgefertigte Stahlrohre sowie geschweißte Stahlrohre. Darüber hinaus bietet die Hoberg & Driesch-Röhrengruppe umfangreiche Anarbeitungsmöglichkeiten sowie Service- und Beratungsleistungen dazu Logistik- und individuelle Bevorratungslösungen an. Der Röhrenhandel erwarb im Berichtsjahr die Mehrheitsbeteiligung an einem serbischen Tochterunternehmen. Die Gesellschaften des Teilkonzerns Röhrenhandel beschäftigen derzeit ca. 550 Mitarbeiter und haben sich im Wesentlichen auf den Handel mit nahtlosen normal- und starkwandigen Stahlrohren sowie geschweißten Rohren fokussiert. Zu den Kunden des Röhrenhandels zählen der klassische Maschinenbau, der Stahlhochbau und der Fahrzeugbau sowie der regionale Stahlhandel in Deutschland und dem benachbarten Ausland. 2. Steuerungssystem Im Mittelpunkt unserer Unternehmenspolitik steht die nachhaltige Steigerung des Unternehmenswertes. Zur wertorientierten Steuerung des Konzerns sowie der einzelnen Konzerngesellschaften setzen wir ein gruppeneinheitliches Planungs- und Controllingsystem ein. Die Planung und Steuerung der Gesellschaften des Maschinenbaus sowie des Röhrenhandels erfolgt über die von der Geschäftsführung der jeweiligen Dachgesellschaft verabschiedeten Rahmenvorgaben, die im Strategieprozess weiter ausgestaltet werden. In der operativen Budgetplanung werden diese in konkrete, messbare Ziele übersetzt. Der Planungs- und Steuerungsprozess wird vervollständigt durch die laufende Überprüfung der Geschäftsentwicklung mittels regelmäßiger unterjähriger Berichterstattung einschließlich aktualisierter Hochrechnungen wesentlicher Steuerungs- und Leistungskennzahlen. Bei Zielabweichungen werden Maßnahmen zur Gegensteuerung eingeleitet. 3. Forschung und Entwicklung Die Entwicklungsaktivitäten erstreckten sich ganz überwiegend auf den Bereich Maschinenbau und konzentrierten sich in 2022 auf die Vervollständigung des Produktprogramms über alle Baureihen hinweg und auf Kostensenkungsmaßnahmen. Die Forschung- und Entwicklungstätigkeit ist für den Maschinenbau ein wesentlicher Bestandteil des internen nichtfinanziellen Steuerungssystems, da nur durch die technologische Weiterentwicklung des Produktprogramms der Erfolg am Markt sichergestellt werden kann. Die Forschung- und Entwicklungstätigkeit ist für die CHIRON Gruppe ein wesentlicher Bestandteil des internen nichtfinanziellen Steuerungssystems, da nur durch die technologische Weiterentwicklung des Produktprogramms der Erfolg am Markt sichergestellt werden kann. Bei der kleinsten Maschinenbaureihe Micro5 wurde die auf Robustheit optimierte Version der Bearbeitungseinheit und die Standardautomationszelle Feed5 in Serie eingeführt. Der Produkt-Konfigurator zu dieser Baureihe wurde ausgearbeitet und die Vertriebsmitarbeiter in den wesentlichen Märkten geschult. Die ersten Serienmaschinen konnten Ende des Jahres 2022 fertiggestellt werden. Bei der Baureihe MT/MP715 wurden Profilbe- bzw. entladungssysteme zusammen mit der Greidenweis GmbH ausgearbeitet, aufgebaut und getestet. Diese Automatisierungssysteme sind der Schlüssel für die Umsetzung von mehreren Kundenprojekten. Der gesamte Optionsbaukasten der Baureihe 715 wurde ergänzt mit einer zweiten Bearbeitungseinheit inklusive angetriebenen Werkzeugen, einer Drehspindel mit Durchlass 100 und weiteren Optionen. Die ersten Serienmaschinen dieser Baureihe wurden im Laufe des Jahres 2022 ausgeliefert. Diverse Kundenapplikationen im Bereich der Medizintechnik, Uhren- und Schmuckindustrie sowie der Werkzeugtechnik wurden erfolgreich ausgearbeitet. Bei den Baureihen 16, 19 und 22 wurden umfangreiche Kostensenkungsmaßnahmen ausgearbeitet und für die Serieneinführung vorbereitet. Die Maschinenvariante mit Anlage 6 - 2 - schnellen Drehspindeln im Maschinentisch (System 8) wurde aufgebaut und bei unterschiedlichen Elektromobilitäts-Kernwerkstücken verprobt. Zusätzlich sind weitere Maschinenoptionen wie zum Beispiel die Spindelfeinverstellung umgesetzt worden. Die neue Steuerungsgeneration von Siemens - Sinumerik One - wurde innerhalb der gesamten Baureihe appliziert und umfangreich ausgetestet. Ab dem Jahr 2023 wird der Produkt-Konfigurator umgestellt und diese Steuerung innerhalb der Baureihen 16, 19 und 22 in die Serie eingeführt. In den Baureihen 25 und 28 für große Automotive Strukturbauteile wurde ebenfalls die neue Steuerungsgeneration von Siemens umgesetzt. Zusätzlich wurde die Fanuc-Steuerung 31 iMB5 plus in diesen Baureihen appliziert und in der Serie freigegeben. Im Projekt AM Cube (Additive Manufacturing Anlage zum Beschichten und Reparieren von Bauteilen) wurden weitere Materialienkombinationen qualifiziert. Die Serienanlage im Projekt AM Coating (Anlage zur Beschichtung von Bremsscheiben) wurde aufgebaut und qualifiziert. Erste Kleinserien von Bremsscheiben wurden bearbeitet. Die digitalen Softwareprodukte unter der Dachmarke SmartLine wurden im Jahr 2022 mit neuen Funktionen ausgebaut. Das Fernwartungssystem RemoteLine auf Basis der Mindsphere wurde für alle Maschinenbaureihen in den Standard aufgenommen. Die Verfügbarkeitsanalyse der Maschinen sowie ConditionLine-Funktionen wurden neu in dieses System integriert. Innerhalb der TouchLine Bedienungsumgebung wurde eine neue Einstiegsversion mit Touch-Funktionalität aufgebaut und ausgetestet. Die Serieneinführung ist für 2023 geplant. Bei dem Kollisionsvermeidungssystem ProtectLine konnte die mehrkanalige Maschinenüberwachung bei Dreh-Fräsmaschinenzentren prototypisch erfolgreich appliziert und getestet werden. Die Kosten für Forschung und Entwicklung beliefen sich auf 21,5 Mio. EUR (Vorjahr 19,9 Mio. EUR). II. Wirtschaftsbericht 1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen Trotz weiterhin großer Herausforderungen der europäischen Wirtschaft im Jahr 2022 stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der Eurozone gemäß Berechnung des Internationalen Währungsfonds (IWF) um 3,5 %. Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und die damit verbundenen zunehmenden Kürzungen bis hin zur Aussetzung der Gaslieferungen hatten aufgrund der starken Abhängigkeit von russischem Öl und Gas erhebliche negative Auswirkungen auf die europäische Wirtschaftsleistung. Durch die Limitierung der allgemeinen Energieversorgung wurden die bestehenden Spannungen auf den Rohstoffmärkten zusätzlich verschärft und die Energiepreise stiegen massiv an. Die Ungewissheit bezüglich der Energieversorgung sorgte für anhaltenden Druck auf die Unternehmen und führte zu einer schwächeren Verbrauchernachfrage. Zusätzlich hat die Europäische Zentralbank zur Bekämpfung der hohen Inflation den Leitzins deutlich angehoben. Grundsätzlich entwickelte sich im Berichtsjahr die wirtschaftliche Lage sehr ungleichmäßig zwischen einzelnen Ländern, Sektoren und demografischen Gruppen in Europa in Bezug auf Produktion und Beschäftigung. - Maschinenbau Entsprechend der weltwirtschaftlichen Entwicklung setzte sich auch die Erholung beim Absatz in der deutschen Werkzeugmaschinenindustrie fort. Das Inlandsgeschäft und der Export wuchsen ähnlich stark, wobei der Export unverändert ein deutlich höheres Volumen darstellt. Die stärksten Absatzländer waren unverändert China und die USA. Danach folgten Italien, Schweiz, Österreich, Polen und Frankreich. Schon in 2021 erholte sich die Weltwirtschaft von der durch die Corona-Pandemie bedingten Rezession. Diese Erholung setzte sich auch in 2022 fort, wobei das Wachstum im Vorjahresvergleich geringer war. Das größte Wachstum konnte Asien verzeichnen. Indien wuchs am stärksten, gefolgt von China, wo das Wachstum deutlich unter dem Vorjahr lag. Amerika und Europa wuchsen sich in vergleichbarem Umfang. Deutschland hat - wie schon im Vorjahr - verglichen zu den anderen europäischen Ländern das geringste Wachstum. Im Vordergrund standen unverändert Maschinenverkäufe für den Absatzbereich Automobiltechnik. Der rückläufige Anteil aus 2021 hat sich wieder umgekehrt, aber nicht das Niveau von vor der Corona Zeit erreicht. Der Bereich Medizin- und Präzisionstechnik sowie Uhren / Schmuck gewinnt weiterhin an Bedeutung. Die Bereiche Luft- und Raumfahrttechnik sind weiterhin äußerst schwach. - Röhrenhandel Bedingt durch den russische Angriffskrieg gegen die Ukraine verbunden mit Engpässen in den globalen Lieferketten und dem starken Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise erhöhte sich die Nachfrage nach Stahlrohren in der ersten Jahreshälfte deutlich und verstärkte die bereits schon vorhandene Marktenge noch zusätzlich. Obwohl auf Anbieterseite unverändert eine strukturelle Unterauslastungssituation mit erheblichen Überkapazitäten auf Seiten der Lieferwerke besteht, resultierten die Limitierungen der allgemeinen Energieversorgung und die bestehenden Spannungen auf den Rohstoffmärkten zum Teil in Lieferengpässen ab dem zweiten Quartal 2022. Parallel dazu reagierten die Anbieter mit zum Teil deutlichen Preissteigerungen auf diese Entwicklung. Im zweiten Halbjahr verursachten die anhaltenden Engpässe in den globalen Lieferketten sowie die Kombination aus hohen Inflationsraten und stark steigenden Zinsen eine deutliche Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Erhebliche Kostensteigerungen und hohe Lagerbestände auf Kundenseite ließen die Nachfrage sinken, was in der Folge zu deutlichen Preisrückgängen führte. Auf der Distributionsstufe begegneten die Unternehmen des Röhrenhandels der Hoberg & Driesch-Gruppe der beschriebenen Marktenge in der ersten Jahreshälfte mit einer entschlossen verfolgten "Margin-Over-Volume-Strategie". In Verbindung mit dem sich im weiteren Jahresverlauf verschlechternden gesamtwirtschaftlichen Umfeld wurde die Nachfrage nach Stahlrohren gebremst, worauf unsere Unternehmensgruppe insbesondere in der zweiten Hälfte des Berichtszeitraums mit einer aktiven Reduktion der Bestände reagierte. Vor diesem Hintergrund entwickelte sich der Absatz des Röhrenhandels entgegen der prognostizierten deutlichen Steigerung im Berichtszeitraum im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. 2. Geschäftsverlauf a) Entwicklung von Auftragseingang und -bestand sowie Umsatz Die Umsatzerlöse der Gruppe haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr von Mio. EUR 647 um Mio. EUR 128 oder rd. 19,7 % auf Mio. EUR 774 erhöht, womit der Planwert von Mio. EUR 723 um 7,1 % überschritten wurde. Der Umsatzanstieg entfällt mit Mio. EUR 78 auf den Bereich Röhrenhandel und mit Mio. EUR 49 auf den Bereich Maschinenbau. Das Geschäftsjahr hat sich im Vergleich zum Vorjahr sowie der Planung stark unterschiedlich entwickelt. Während der Röhrenhandel von der durch geringe Materialverfügbarkeit und stark gestiegene Energie- und Rohstoffpreisen ausgelösten Preisdynamik auf dem Stahlrohrmarkt in erheblichem Umfang profitierten konnte und den höchsten Vorsteuergewinn der Unternehmensgeschichte erzielte, ist die Geschäftsentwicklung im Maschinenbau insgesamt als ungünstig zu beurteilen. Belastend wirkten sich hier noch immer die die Materialknappheit und die weltweiten Logistik- und Lieferschwierigkeiten aus. - Maschinenbau Der Auftragseingang lag 2022 mit 419,7 Mio. EUR ca. 6 % über dem Vorjahresniveau. Der Auftragseingang im Maschinengeschäft war bei 282,2 Mio. EUR und das Service- und Ersatzteilgeschäft lag bei 137,2 Mio. EUR. Im Neumaschinengeschäft hat die Produktlinie CHIRON mit 232,5 Mio. EUR und die Produktlinie STAMA mit 24,8 Mio. EUR zum Auftragseingang beigetragen. Factory 5 hat sich auf 8,3 Mio. EUR erhöht und substituiert auch einen Teil bisheriges Maschinengeschäft der Produktlinie CHIRON. Zum Jahresende 2022 stieg der Auftragsbestand nochmals stark an auf 231,6 Mio. EUR, lag damit 30% über dem Vorjahreswert (177,7 Mio. EUR) und sichert die Beschäftigung für gut sieben Monate. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vorjahr (329,0 Mio. EUR) um 15 % auf 377,9 Mio. EUR. Im Maschinengeschäft betrug er 242,7 Mio. EUR. Im Geschäftsbereich Service und Ersatzteile lag der Umsatz bei 134,9 Mio. EUR. Der Exportanteil im Maschinengeschäft am Umsatz belief sich auf ca. 74 % nach 72 % im Vorjahr. Die Produktionskapazitäten waren über den Geschäftsjahresverlauf stark ausgelastet. Aufgrund der instabilen Materialversorgung und der Corona Einschränkungen in China hatte der Maschinenbau das ganze Jahr mit stark schwankender Arbeitsverteilung und dementsprechenden Effizienzverlusten zu kämpfen. - Röhrenhandel Im Vergleich zum Planwert 2022 von 189.339 t für den Gesamtabsatz realisierte der Teilkonzern Röhrenhandel im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Absatz von insgesamt 164.898 t, der mit 24.441 t oder rd. 12,9 % deutlich hinter dem Planwert und mit 17.672 t oder rd. 9,7% hinter dem Vorjahreswert zurückblieb. Auch die für Stahlrohre wichtigen Abnehmerbranchen entwickelten sich in 2022 in Deutschland und Europa sehr uneinheitlich. Wie schon in den Vorjahren zählten auch in 2022 der Maschinen- und Anlagenbau, die Automobilindustrie sowie die Bauindustrie zu den wichtigsten Kundenbranchen des Röhrenhandels. Der Maschinen- und Anlagenbau wuchs im Berichtszeitraum nach Schätzungen von Oxford Economics in der Eurozone um rund 3 %. Insbesondere die Auswirkungen der angespannten Energiemärkte als Folge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine und die gestiegenen Finanzierungskosten sowie eine damit verbundene gesunkene Investitionsbereitschaft der Unternehmen wirkten sich dämpfend auf den europäischen Maschinen- und Anlagenbausektor aus. Die Entwicklung des globalen Automobilmarkts war im Berichtszeitraum von kriegsbedingten Unterbrechungen in den Lieferketten, steigenden Inflationsraten und von einem weiter anhaltenden, im Jahresverlauf jedoch deutlich abnehmenden Halbleitermangel geprägt. Der Automobilabsatz in Europa ging im Jahr 2022 laut dem Verband der Automobilindustrie (VDA) um rund 4 % zurück und lag somit weiterhin unter dem Niveau vor der Pandemie. Im Bereich des Projektgeschäftes war bei unseren Kunden ebenfalls keine nachhaltige Belebung der Nachfrage zu verzeichnen. Im Berichtsjahr betrugen die Inlandslieferungen 91.562 t (55,5 %), die Exportlieferungen 73.336 t (44,5 %). Auf das Lager- und Zukaufsgeschäft entfielen dabei 93,0 % und auf das Streckengeschäft lediglich 7,0 % des Gesamtabsatzes. Der Gesamtabsatz 2022 von 164.898 t entfällt mit 105.144 t auf das Commodity-Geschäft, mit 39.030 t auf den Bereich Anarbeitung und mit 20.724 t auf den Geschäftsbereich Premium/Projekte. In der ersten Jahreshälfte war der Markt von einem schnellen und merklichen Preisanstieg in nahezu allen Produktgruppen geprägt, der erst im Verlauf des dritten Quartals abflachte und zu stabileren Preisen auf hohem Niveau führte. Der durch die "Margin-Over-Volume-Strategie" verursachte Rückgang der Absatzmenge wurde durch die beschriebene Erhöhung der Absatzpreise überkompensiert, was im Vorjahresvergleich zu einem überproportionalen Zuwachs der Umsatzerlöse um 24,8 % auf TEUR 396.663 führte. Auf Inlandslieferungen entfällt dabei ein Umsatzanteil von 53,4 %, auf Auslandslieferungen ein Anteil von 46,6 %. b) Beschaffung Die Beschaffungsstrukturen der operativen Teileinheiten blieben im Berichtsjahr überwiegend unverändert. Europa war weiterhin der Hauptbeschaffungsmarkt. - Maschinenbau Die Beschaffungssituation im Jahr 2022 war analog zu der in 2021 begonnenen Entwicklung geprägt von den weltweiten Lieferschwierigkeiten und teilweise deutlichen Rohstoffpreissteigerungen. Sodass die Schwerpunkte in der Beschaffung erneut auf der Sicherstellung der Materialversorgung sowie der Abwehr oder Reduzierung von Preissteigerungen lagen. Zusätzlich wurden Initiativen zur Globalisierung der Zuliefernetzwerke intensiviert und erste Erfolge in Osteuropa für Blechkomponenten sowie in Indien für Guss realisiert. Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen (brutto) erhöhten sich im Geschäftsjahr auf 79,0 Mio. EUR (i.V. 66,0 Mio. EUR). Die Abwertungen insgesamt haben sich von 28,6 Mio. EUR auf 30,3 Mio. EUR erhöht. Die Nettobestände sind dadurch von im Vorjahr 37,4 Mio. EUR auf 48,7 Mio. EUR angestiegen. Der Bruttobestand an Halbfabrikaten erhöhte sich von 6,6 Mio. EUR auf 8,4 Mio. EUR. Das Bestellvolumen lag Ende 2022 bei 79,2 Mio. EUR und ist im Vergleich zum Ende 2021 um 21,7 Mio. EUR angestiegen. Das hieraus resultierende Risiko und die damit verbundene Drohverlustrückstellung ist mit 3,4 Mio. EUR nahezu konstant geblieben (Vorjahr 3,2 Mio. EUR). - Röhrenhandel in der ersten Jahreshälfte war die Stahlnachfrage in Europa und Deutschland von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägt. Durch die große Versorgungsunsicherheit unmittelbar nach Kriegsbeginn zogen Absatzvolumen und Preisniveau weiter an und lagen deutlich über dem bereits hohen Level zu Jahresbeginn. In der zweiten Jahreshälfte war dann zunehmend eine Nachfragenormalisierung festzustellen. Auf der Angebotsseite entwickelte sich der Markt für Stahlrohre im vergangenen Jahr äußerst dynamisch. Mit Beginn des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine kam es zu einer plötzlichen und unerwarteten Verknappung des Stahlrohrangebotes, insbesondere in Europa. Die Versorgungsängste der Abnehmer, flankiert von der Erwartung steigender Preise, führten zu einer merklichen Nachfragebelebung und einem überdurchschnittlichen Bestandsaufbau des lagerhaltenden Handels, sodass auf dem Spotmarkt eine Preisrallye einsetzte. Durch ein aktives Bestandsmanagement unseres Zentraleinkaufs sowie durch in dieser Form noch nie dagewesenen Mengenrationierungen bei den Verkäufen konnten mögliche Engpässe in der Verfügbarkeit einzelner Produktgruppen vermieden werden. Die Lagerdisposition sowie das Bestandsmanagement der inländischen Gesellschaften obliegen im Wesentlichen dem Zentraleinkauf der Hoberg & Driesch Logistik GmbH. Im Berichtsjahr konnten erneut die geplanten Kosten- und Degressionsvorteile aus der Bündelung der Einkaufsmengen realisiert werden. Die mit den Lieferanten ausgehandelten Bonusstufen für den Jahresbonus 2022 konnten vollständig realisiert werden. Die Beschaffung im Geschäftsjahr 2022 für den Teilkonzern Röhrenhandel konzentrierte sich wie schon in den Vorjahren im Wesentlichen auf Deutschland sowie das angrenzende europäische Ausland. Darüber hinaus wurden in geringem Umfang Warenbestände aus China bezogen. Der Anteil des Materialaufwandes am Umsatz lag im Berichtsjahr bei 70,9% und damit um 2,0%-Punkte über dem Niveau des Vorjahres (68,9%). Im ersten Quartal war der Beschaffungsmarkt von einem schnellen und merklichen Preisanstieg in nahezu allen Produktgruppen geprägt, der zunächst im zweiten Quartal abflachte und dann im weiteren Jahresverlauf in einem deutlichen Rückgang der Beschaffungspreise endete. Wegen der zeitlich verzögerten Auswirkung fallender Wiederbeschaffungspreise auf die Bewertung des Wareneinsatzes zum gleitenden Durchschnittswert und notwendige Bestandsabwertungen zum Jahresende ist die Materialeinsatzquote im Vorjahresvergleich leicht angestiegen. Während der Wert des Vorratsvermögens zum 31.12.2022 mit TEUR 132.930 um 41,2 % über dem Vorjahreswert liegt, hat sich der korrespondierende Lagerbestand mit 76.209 t nur um 3,5% erhöht. c) Personal Die Unternehmen des Hoberg & Driesch Konzerns sind stark von der Qualifikation und Erfahrung ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter abhängig. Die emotionale Bindung unserer Mitarbeiter ist für uns ein hohes Gut. Das gilt in Zeiten von Homeoffice und hybridem Arbeiten mehr denn je. Der Wettbewerb um hochqualifizierte, einsatzbereite, engagierte Fach- und Führungskräfte ist in den Branchen und in den Regionen, in denen wir tätig sind, sehr stark und hat sich weiter intensiviert. Ursache hierfür ist der zunehmende Fachkräftemangel auf dem Personalmarkt als wesentliches Personalrisiko. Es wird immer schwieriger, neue Facharbeiter für die Unternehmensgruppe zu rekrutieren, um altersbedingte Personalabgänge auszugleichen. Wir begegnen dieser Entwicklung u. a. mit einer konzernweiten gemeinsamen Initiative mit dem Ziel, das Image der Arbeitgebermarke Hoberg & Driesch weiter zu verbessern und einen attraktiveren Arbeitsplatz und Karriereweg für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter anzubieten. Zudem verfolgen wir intensiv die aktuellen Entwicklungen auf dem Personalmarkt und beobachten ganz genau die Marktentwicklung von Gehältern und Löhnen. Zum Ende des Geschäftsjahres 2022 gehörten 2.438 Mitarbeiter (i.V. 2.181 Mitarbeiter) einschließlich Auszubildenden zur Belegschaft. Davon waren 767 Mitarbeiter (i.V. 604 Mitarbeiter) im Ausland beschäftigt. Die Erhöhung der Lohn- und Gehaltsaufwendungen um EUR Mio. 20,7 oder rd. 14,0 % gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den Personalaufbau um 250 Mitarbeiter im Bereich Maschinenbau zurückzuführen. Durch die Schaffung von Treuhandvermögen im Wege eines Contractual Trust Arrangement (CTA-Modell) strebt die Hoberg & Driesch-Gruppe dauerhaft die vollständige Ausfinanzierung sowie Insolvenzsicherung seiner betrieblichen Altersvorsorgeverpflichtungen an. Der Marktwert des CTA-Deckungsvermögens betrug zum 31. Dezember 2022 insgesamt TEUR 27.734. 3. Lage a) Ertragslage Der konsolidierte Jahresüberschuss in Höhe von EUR 15,2 Mio. hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 19,7 Mio. verschlechtert und ist auch deutlich hinter dem Planansatz von EUR 35,7 Mio. zurückgeblieben. Die Umsatzerlöse der Gruppe haben sich im Berichtszeitraum in einem maßgeblich von den Auswirkungen des Krieges in der Ukraine geprägten Marktumfeld von Mio. EUR 647 um Mio. EUR 128 oder rd. 19,7 % auf Mio. EUR 774 erhöht. Der Umsatzanstieg im Bereich Maschinenbau ist auf das im Vorjahresvergleich wieder höhere Maschinengeschäft aber vor allem auf das deutlich angestiegene Servicegeschäft zurückzuführen. Der Röhrenhandel profitierte vor allem von dem starken Anstieg der Stahlnachfrage und daraus resultierend des Preisniveaus aufgrund der durch den Krieg in der Ukraine ausgelösten Versorgungsunsicherheit auf den für den Röhrenhandel relevanten Absatzmärkten. Die Erhöhung der Gesamtleistung des Konzerns fällt mit Mio. EUR 144,3 oder 22,2% sogar geringfügig höher aus als der Umsatzanstieg, was im Wesentlichen auf die im Vorjahresvergleich höhere Bestandserhöhung im Bereich der fertigen und unfertigen Erzeugnisse zurückzuführen ist. Ursache hierfür war vor allem die durch Materialengpässe verursachte zu geringe Ausbringungsmenge der Maschinenbau-Gruppe. Die im Vergleich zum Anstieg der Gesamtleistung korrespondierende Erhöhung der Materialaufwendungen verlief mit 28,2 % jedoch leicht überproportional, was bei einem Anstieg des Rohertrages um Mio. EUR 34,6 im Vorjahresvergleich zu einer um 2,9 %- Punkten reduzierten Rohertragsmarge führte. Während der Röhrenhandel neben höheren Erträgen aus Lieferantenboni vor allem hohe Windfall-Profits durch die konsequente Umsetzung einer Margin over Volume-Strategie über den gesamten Verlauf des Geschäftsjahres realisieren konnte, verursachte im Bereich Maschinenbau neben der Erhöhung von Bewertungsabschlägen im Vorratsvermögen vor allem die zu geringe Ausbringung in Verbindung mit hohen Kosten für Arbeitnehmerüberlassung und Fremddienstleister die beschriebene Entwicklung. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 4,4 erhöht und enthalten im Wesentlichen die Mehrerlöse aus dem Verkauf eines Altstandortes des Röhrenhandels sowie zweier Verkäufe von Liegenschaften der CHIRON Group SE. Die Kostenstruktur hat sich zum Vorjahr nochmals verändert. Während die Abschreibungen ohne Firmenwerte mit Mio. EUR 16,9 nahezu unverändert auf Vorjahresniveau verblieben, erhöhte sich der Personalaufwand (Mio. EUR +20,7) sowie die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (Mio. EUR +19,4) im Vorjahresvergleich deutlich. Die Erhöhung des Personalaufwandes gegenüber dem Vorjahr ist im Wesentlichen auf den bereits beschriebenen Personalaufbau im Bereich Maschinenbau zurückzuführen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist neben der deutlichen Ausweitung der Geschäftstätigkeit maßgeblich durch den deutlichen Anstieg der Energiekosten beeinflusst worden. Unter Berücksichtigung eines um Mio. EUR 8,5 rückläufigen Finanzergebnisses, den um Mio. EUR 0,6 höheren Abschreibungen auf Firmenwerten und einer im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 7,3 höheren Steuerlast ergibt sich das Konzernergebnis mit Mio. EUR 15,2. Die Verschlechterung des Finanzergebnisses ist im Wesentlichen auf die aktuelle Entwicklung an den Rentenmärkten zurückzuführen. Die zur Bekämpfung der Inflation von den Notenbanken eingeleitete Zinswende hat zu extremen Kursrückgängen bei unseren Rentenpapieren geführt. Im Berichtsjahr haben wir daher Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens in einer Höhe von Mio. EUR 5,5 vornehmen müssen. b) Finanzlage Das Konzernjahresergebnis 2022 in Höhe von Mio. EUR +15,2 bleibt um Mio. EUR 19,7 hinter dem Konzernjahresüberschuss 2021 von Mio. EUR 34,9 zurück. Im Berichtsjahr generierte der Konzern einen Cashflow in Höhe von Mio. EUR +39,0. Die als eigenständiger Bestandteil des Konzernabschlusses aufgestellte Konzern-Kapitalflussrechnung verdeutlicht die Bewegung der Zahlungsströme des vergangenen Geschäftsjahres und gibt Auskunft über die Cashflow-Entwicklung und die Liquiditätsveränderung des Konzerns. Im Geschäftsjahr 2022 investierte die Hoberg & Driesch-Gruppe Mio. EUR 21,0 in das Anlagevermögen. Davon entfielen Mio. EUR 8,0 auf immaterielle Vermögensgegenstände (davon Mio. EUR 6,0 Zugänge von Firmenwerten für Tochterunternehmen) und Mio. EUR 13,0 auf Sachanlagen. Unter Berücksichtigung der Zugänge aus Erstkonsolidierung, der Abschreibungen sowie der Anlagenabgänge erhöhte sich das Anlagevermögen von Mio. EUR 175,6 auf Mio. EUR 181,0. Die Abschreibungen beinhalten auch die vorgenannten Firmenwertabschreibungen (Mio. EUR 2,5). Die Zugänge aus Erstkonsolidierung betreffen den Erwerb eines inländischen Tochterunternehmens sowie den Erwerb und die Gründung zweier Auslandsbeteiligungen. Die Erhöhung des Sachanlagevermögens entfällt im Wesentlichen auf den Bereich Maschinenbau und betrifft im Wesentlichen Ersatzinvestitionen im Bereich der technischen Anlagen und Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung. Der Finanzmittelbestand hat sich im Vorjahresvergleich trotz eines im Berichtsjahres generierten Cashflow in Höhe von Mio. +39,0 um Mio. EUR -17,6 verringert, was im Wesentlichen auf den Aufbau des Working Capitals im Bereich des Vorratsvermögens von Mio. EUR -70,8 und den negativen Cashflow aus Investitionstätigkeit zurückzuführen ist. Zum 31.12.2022 verfügt der Hoberg & Driesch Konzern über einen Finanzmittelbestand in Höhe von Mio. EUR 121,1. Dieser entfällt mit Mio. EUR 27,5 auf Guthaben bei Kreditinstituten und mit Mio. EUR 93,6 auf im Rahmen von Vermögensverwaltungsmandaten angelegten Rentenpapieren, die jederzeit kurzfristig liquidierbar sind, so dass der Konzern in der Lage ist, seine Zahlungsverpflichtungen zu erfüllen. Um die Zahlungsfähigkeit und finanzielle Flexibilität des Hoberg & Driesch Konzerns jederzeit sicherzustellen, werden zudem Liquiditätsreserven in Form von Kreditlinien vorgehalten. c) Vermögenslage Die Bilanzsumme hat sich im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 59,8 auf Mio. EUR 716,7 erhöht. Auf der Aktivseite entfällt die Bilanzverlängerung im Wesentlichen auf den Aufbau des Vorratsvermögens (Mio. EUR +70,8), den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR +10,3) sowie die bereits beschriebene Erhöhung des Anlagevermögens (Mio. EUR +5,4). Dem steht die bereits beschriebene Reduzierung der flüssigen Mittel und Wertpapiere (Mio. EUR -17,6) sowie die Verminderung der sonstigen Aktiva (Mio. EUR -9,4) gegenüber. Die sonstigen Wertpapiere entfallen wie schon im Vorjahr auf zwei Vermögensverwaltungsmandate und enthalten im Wesentlichen festverzinsliche Rentenpapiere. Das Anlagevermögen ist zum Bilanzstichtag 31.12.2022 vollständig durch langfristiges Kapital finanziert. Auf der Passivseite hat sich das Eigenkapital primär aufgrund des Konzernjahresüberschusses 2022 um Mio. EUR 9,8 auf Mio. EUR 448,5 erhöht. Durch den unterproportionalen Anstieg des Eigenkapitals im Vergleich zur Bilanzverlängerung verminderte sich die Eigenkapitalquote gegenüber dem Vorjahr um 4,2 %-Punkte und liegt nunmehr bei 62,6 %. Der Sonderposten für Investitionszuschuss zum Anlagevermögen in Höhe von Mio. EUR 2,8 ist ein vereinnahmter öffentlicher Zuschuss für den Bau einer Produktionsstätte in China. Der Anstieg der Rückstellungen im Vorjahresvergleich um Mio. EUR 23,9 betrifft mit Mio. EUR 10,9 die ergebnisabhängigen Steuerrückstellungen. Der Anstieg der Sonstigen Rückstellungen im Vergleich zum Vorjahr um Mio. EUR 8,1 betrifft im Wesentlichen den Bereich der Personalrückstellungen sowie die auftragsbezogenen Rückstellungen. Der Anstieg der Pensionsrückstellungen wurde maßgeblich durch Kursrückgänge des zur Deckung der Altersvorsorgeverpflichtungen im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement-Modells gebildeten Planvermögens im Berichtsjahr verursacht. Der Aufbau der Verbindlichkeiten gegenüber dem Vorjahr um Mio. EUR 25,3 betrifft hauptsächlich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (Mio. EUR+13,6), die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (Mio. EUR +4,1), die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen (Mio. EUR +3,5) sowie die Sonstigen Verbindlichkeiten (Mio. EUR +3,3). Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten dienen der langfristigen Finanzierung des Anlagevermögens. Zur Fälligkeitsstruktur verweisen wir auf die bereits im Anhang gemachten Angaben. III. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 1. Prognosebericht Ziel der Gruppe wird es auch zukünftig sein, den Unternehmenswert durch ein langfristiges und profitables Wachstum kontinuierlich zu steigern und die finanzielle Unabhängigkeit zu sichern. Der Internationale Währungsfonds (IWF) prognostiziert für das Jahr 2023 ein globales Wirtschaftswachstum in Höhe von 2,9 %. Wie schon die Jahre zuvor unterliegt die Weltwirtschaft auch im Jahr 2023 großen Unsicherheiten. So wird erwartet, dass die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine die weltweiten Wirtschaftsaktivitäten weiterhin beeinträchtigten werden. Der Inflationsdruck dürfte anhalten, getrieben durch Preise für Energie, Rohstoffe und Lebensmittel, jedoch in deutlich geringerem Maße als im Vorjahr. Die Normalisierung der Geld- und Fiskalpolitik zur Begrenzung der Inflation dürfte fortgesetzt werden, jedoch mit deutlich reduzierter Dynamik. Eine schnelle Normalisierung der globalen Lieferketten sowie deutlich sinkende Inflationsraten könnten sich indes stützend auf die Weltwirtschaft auswirken. Zusätzlich könnte die von der chinesischen Regierung initiierte Abkehr von der Zero-COVID-Strategie positive Impulse für die Weltwirtschaft setzen. - Maschinenbau Die Planung des Teilkonzerns Maschinenbau geht für 2023 von einem leichten Rückgang beim Auftragseingang von ca. 403 Mio. EUR im Vorjahr auf nunmehr 396 Mio. EUR aus. Der Umsatz wird mit 443 Mio. EUR deutlich über dem Vorjahr liegen und somit den aufgrund von Produktionsrückständen hohen Auftragsbestand reduzieren. Unter Berücksichtigung der fortgesetzten Kostensteigerungen rechnen wir mit einem Jahresergebnis vor Zinsen und Steuern von 11,3 Mio. EUR, welches über dem Vorjahresniveau liegt. Die Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten werden mit Schwerpunkt auf die Reduzierung der Herstellkosten in den neuen Baureihen fortgesetzt. Zudem ist die Integration der Entwicklungsabteilungen von Chiron Swiss und Chiron Croatia einer der Schwerpunkte des Jahres 2023. - Röhrenhandel Die Prognose für das Geschäftsjahr 2023 für den Teilkonzern Röhrenhandel beruht auf den Annahmen, dass geopolitische Spannungen nicht weiter eskalieren und die Herausforderungen aufgrund von COVID-19 und der Engpässe in den Versorgungsketten weiter zurückgehen werden. Die Ende des Berichtsjahres erstellte Planung des Teilkonzerns Röhrenhandel sieht für das Geschäftsjahr 2023 ein Absatzvolumen von 174.352 t vor, was einer Steigerung von 5,7 % gegenüber dem Vorjahresabsatz entspricht, jedoch ca. 8 % hinter dem Planwert von 2022 zurückbleibt. Für 2023 rechnen wir mit einer deutlich rückläufigen Entwicklung der Bruttomargen über unsere gesamte Produktpalette hinweg. Während wir im Vorjahr bei steigenden Einstandspreisen unserer Produkte durch den zeitlich verzögerten Anstieg des zum gleitenden Durchschnittswertes bewerteten Wareneinsatzes in erheblichen Umfang Windfall Profits realisieren konnten, rechnen wir insbesondere in der ersten Jahreshälfte 2023 aufgrund der bereits ab Ende des dritten Quartals 2022 fallenden Einstandspreisen mit einer Umkehr dieses Effektes. Für 2023 ist bis ins zweite Quartal mit einer Belastung der Bruttomarge durch Windfall-Losses zu rechnen, wodurch sich die geplante Bruttomarge um durchschnittlich ca. 5 %-Punkte verringern könnte. Dies vorausgeschickt, haben wir für das Geschäftsjahr 2023 ein im Vergleich zum Geschäftsjahr 2022 deutlich geringeres Ergebnis vor Steuern von EUR 12,7 Mio. geplant. Die tatsächliche Entwicklung des Teilkonzerns Röhrenhandel kann aufgrund der unten beschriebenen Chancen und Risiken oder für den Fall, dass unsere Erwartungen und Annahmen nicht eintreten, sowohl positiv als auch negativ von unseren Prognosen abweichen. Der aktuelle Auftragsbestand sichert den Bereichen Maschinenbau und Röhrenhandel derzeit eine Beschäftigung bis in das zweite Quartal des Geschäftsjahres 2023. Für das Geschäftsjahr 2023 hat die Hoberg & Driesch GmbH mit den beiden Teilbereichen Röhrenhandel und Maschinenbau einen Jahresüberschuss von insgesamt knapp Mio. EUR 36 geplant. 2. Finanzinstrumente Der Hoberg & Driesch Konzern setzt zur Absicherung von Währungsrisiken, die aus Schwankungen der in Fremdwährung lautenden Forderungen und/oder Verbindlichkeiten resultieren, derivative Finanzinstrumente ein. Ihr Einsatz erfolgt nach einheitlichen Richtlinien, unterliegt strengen internen Kontrollen und ist auf die Absicherung des operativen Geschäfts des Konzerns beschränkt. Die Devisentermingeschäfte wurden mit den zugrundeliegenden Grundgeschäften zu Bewertungseinheiten zusammengefasst. Bezüglich der mit den Finanzinstrumenten verbundenen Risiken wird auf die Ausführungen im Konzernanhang verwiesen. 3. Chancen- und Risikobericht Im Rahmen ihrer Geschäftsaktivitäten ist der Konzern unternehmerischen Chancen, aber auch Risiken, speziell durch die weltweite konjunkturelle Entwicklung, ausgesetzt. Außergewöhnliche externe Störfälle wie Naturkatastrophen, geopolitische Spannungen und kriegerische Auseinandersetzungen sowie Pandemien können unser Geschäftsergebnis negativ beeinflussen. Wie in vielen anderen Themenfeldern auch, stellen die mit dem Krieg in der Ukraine sowie der globalen COVID-19-Pandemie einhergehenden bzw. darauf basierenden wirtschaftlichen Krisen, Volatilitäten und Engpasssituationen in den für uns wesentlichen Beschaffungs-, Transport- und Absatzmärkten weiterhin die bestimmenden Faktoren bei der Analyse und Bewertung der operativen Risiken dar. Insbesondere die fortgesetzten Materialpreissteigerungen mit weiter nicht vollständig abschätzbaren Entwicklungen stellen eine signifikante Herausforderung für unsere Margen- und Profitabilitätsentwicklung dar. Die Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine werden auch in 2023 die weltweiten Wirtschaftsaktivitäten weiterhin beeinträchtigten. - Maschinenbau Im Rahmen einer revolvierenden Umsatz- und Absatzplanung werden im Bereich Maschinenbau die Chancen- und Risikopositionen der Geschäftsaktivitäten analysiert, aufbereitet und beurteilt. Es werden Ziele und Maßnahmen vereinbart, mit deren Umsetzung die Chancen- und Risikostrukturen effizient gesteuert werden. Der Verdrängungswettbewerb aus den Vorjahren wird sich aufgrund der weiter fortschreitenden Veränderung im Automotivbereich hin zu Elektromobilität weiter verschärfen. So sind Wettbewerber aus dem Umfeld des Antriebstranges vom Verbrennungsmotor nun auf der Suche nach neuen Geschäftsfeldern. Hierbei versuchen sie, uns aus unseren Marktsegmenten zu verdrängen. Durch unsere aktive Forschungs- und Entwicklungsarbeit in verschiedenen Produktbereichen können wir ein diversifiziertes und stark auf kundenindividuelle Anforderungen ausgerichtetes Produktsortiment anbieten und stärken dadurch unsere technische Differenzierung gegenüber Wettbewerbern. Durch die in 2022 getätigte Akquisition der HSTec d.d., Kroatien, mit ihrem Schwerpunkt im Bereich der Entwicklung und Kleinserienfertigung von Motorspindeln bereiten wir hier eine konzerninterne Fertigung von Motorspindeln vor. Hierdurch erwarten wir einen technologischen Vorsprung, eine Reduzierung von Herstell- und Gewährleistungskosten sowie eine Ausweitung des Reparaturgeschäfts von Spindeln. Die ebenfalls in 2022 erfolgte Akquisition der Firma Greidenweis in Spaichingen dient der Verstärkung der Automatisierungsfähigkeiten in der Verkettung mehrerer Produktionsschritte bei unseren Kunden und ihren steigenden Anforderungen beim Einsatz von Robotik in der lohnintensiven Wertschöpfung. In 2022 hat die CHIRON Group ihren ersten Nachhaltigkeitsbericht für das Jahr 2021 vorgelegt und ist der Science Based Targets initiative (SBTi) beigetreten, um ihre Emissionsreduktionsziele für die kommenden Jahre wissenschaftlich validieren zu lassen. Da derartige Selbstverpflichtungen in den Einkaufspräferenzen unserer Kunden eine zunehmend bedeutende Rolle spielen, und viele unserer Wettbewerber diesen Schritt offenbar erst mit Eintritt der entsprechenden gesetzlichen Verpflichtung gehen werden, erwarten wir uns aus dem ab jetzt regelmäßigen Bericht über den Fortschritt unserer Nachhaltigkeitsbemühungen weitere Differenzierungschancen. - Röhrenhandel Die Ergebnislage im Röhrenbereich ist im starken Maße abhängig von der Entwicklung der Handelsspanne, d.h. von der Entwicklung der Einkaufs- und Verkaufspreise. Gezielte Maßnahmen im Beschaffungsbereich verbunden mit einer konsequenten Marktstrategie sollen helfen Belastungen der Handelsspanne zu vermeiden. Finanzwirtschaftliche Risiken werden in Controlling und Buchhaltung überwacht. Forderungsrisiken sind begrenzt indem die Bonität und das Zahlungsverhalten der Kunden laufend beobachtet werden und entsprechende Kreditlimits festgelegt sind. Für ausgewählte Kunden sind Kreditausfallversicherungen abgeschlossen. Im Zusammenhang mit den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine haben die Warenkreditversicherer die Limits der Geschäftspartner in Russland und Weißrussland gestrichen, was jedoch kaum negative Auswirkungen auf unsere Geschäftsaktivitäten entfalten dürfte. Durch die sehr gute Eigenkapitalausstattung sehen wir keine Zinsrisiken, die sich in erheblichem Umfang negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnten. Geschäftschancen sollen unter dem Aspekt nachhaltiger Profitabilität gezielt genutzt werden. Wir befassen uns nicht nur mit initiierten Maßnahmen des organischen Wachstums, sondern prüfen auch neue Geschäftsmodelle sowie externe Möglichkeiten auf ihren möglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg des Röhrenhandels. Chancen ergeben sich vor allem aus unserem umfangreichen Produktsortiment, der diversifizierten Kundenstruktur, unseren länderübergreifenden Absatzmärkten sowie unserer Zuverlässigkeit und Termintreue. Auf Basis der aktuellen Marktbeobachtungen versuchen wir die Auswirkungen auf unsere Lagerbestände und auf die Nachfrage in den entsprechenden Regionen bestmöglich zu prognostizieren. Die Auswirkungen sind jedoch in hohem Maße von der Dauer der Beeinträchtigung unserer Geschäftsaktivitäten abhängig. Aufgrund der wirtschaftlichen Stärke des Teilkonzerns im Vergleich zu den Wettbewerbern besteht allerdings auch die Chance, aus den verursachten Krisen gestärkt hervorzugehen und sich zusätzliche Marktanteile und Geschäftsaktivitäten zu sichern. In einem weiterhin volatilen Marktumfeld werden neu auftretende Risiken frühzeitig erkannt und, soweit erforderlich oder wirtschaftlich sinnvoll, geeignete Maßnahmen getroffen, um ihnen zu begegnen. Die Geschäftsführung ist von der Wirksamkeit unseres Risikomanagementsystems überzeugt. Sie geht darüber hinaus davon aus, dass der Teilkonzern alle bei der Aufstellung des Abschlusses bilanziell zu berücksichtigenden Risiken durch ausreichende Rückstellungen abgebildet hat. Aufgrund der ergriffenen und vorbereiteten Maßnahmen kann die Geschäftsleitung aus heutiger Sicht keine Risiken erkennen, die einzeln oder in ihrer Gesamtheit den Fortbestand des Konzerns gefährden. Wir sind überzeugt, die sich aus den oben genannten Risiken ergebenden Herausforderungen auch zukünftig erfolgreich zu meistern. Wir verfolgen die sich bietenden Möglichkeiten und konkretisieren die erwarteten Effekte in der prognostizierten Entwicklung zu Absatz und Umsatzerlösen. Des Weiteren wird der Konzern neue Chancen aktiv suchen, deren Umsetzung prüfen und gegebenenfalls vorantreiben. Sofern sich zusätzlich zu den prognostizierten Entwicklungen Chancen ergeben oder diese schneller als erwartet eintreten sollten, könnte dies positive Auswirkungen auf die Vermögens-, Ertrags- und Finanzlage haben. Geschäftschancen sollen unter dem Aspekt nachhaltiger Profitabilität gezielt genutzt werden. Wir befassen uns nicht nur mit initiierten Maßnahmen des organischen Wachstums, sondern prüfen auch neue Geschäftsmodelle sowie externe Möglichkeiten auf ihren möglichen Beitrag zum Unternehmenserfolg des Konzerns. Chancen ergeben sich vor allem aus unserem umfangreichen Produktsortiment, der diversifizierten Kundenstruktur, unseren länderübergreifenden Absatzmärkten sowie unserer Zuverlässigkeit und Termintreue. Insbesondere aufgrund der noch immer nicht vollständig absehbaren Auswirkungen des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine gehen sowohl der Bereich Maschinenbau wie auch der Röhrenhandel davon aus, dass die Risiken aus den skizzierten außergewöhnlichen Störfällen die ansonsten ausgewogene Verteilung von Risiken und Chancen derzeit auch weiterhin dominieren. Zur Reduzierung der aus Verstößen gegen Vorschriften resultierenden Risiken hat die Geschäftsleitung ein für alle Organisationseinheiten verpflichtendes Compliance-Management-System (CMS) implementiert, was zum Fortbestand der Unternehmensgruppe nachhaltig beiträgt.
Düsseldorf, 19. Mai 2023 Hoberg & Driesch GmbH Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf Eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Wir haben den Konzernabschluss der Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Hoberg & Driesch GmbH, Düsseldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkung des Prüfungsurteils zum Konzernabschluss zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für das eingeschränkte Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und für das Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht Im Konzernanhang wurde entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe a) HGB die für die Geschäftsführer gewährten Gesamtbezüge nicht angegeben und entgegen § 314 Abs. 1 Nr. 6 Buchstabe b) HGB die Gesamtbezüge der ehemaligen Geschäftsführer und ihrer Hinterbliebenen sowie die für diese Personengruppe gebildeten Pensionsrückstellungen nicht angegeben. Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser eingeschränktes Prüfungsurteil zum Konzernabschluss und unser Prüfungsurteil zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Gesellschafterausschusses für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Gesellschafterausschuss ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Düsseldorf, den 19. Mai 2023 Grant
Thornton AG
Hermann Schulze Osthoff, Wirtschaftsprüfer Oliver Vos, Wirtschaftsprüfer |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
2 nahegelegene Organisationen
Herstellung von Prüfmaschinen
Herstellung von Bestrahlungs- und Elektrotherapiegeräten und elektromedizinischen Geräten
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen