EFG AG Elchinger Flüssiggas
Selbe AdresseEffekten- und Warenbörsen
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Stefan Widmann seit 7.6.2023 | Geschäftsführer |
Sebastian Widmann seit 7.6.2023 | Prokura |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Widmann Gase Gesellschaft mbHDornstadtJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2022 bis zum 30.09.2023Bilanz zum 30. September 2023Aktiva
Passiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Oktober 2022 bis 30. September 2023
ANHANG für das Geschäftsjahr 2022/23Widmann Gase Gesellschaft mbHDornstadtI. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Widmann Gase Gesellschaft mbH (im Folgenden: Widmann Gase GmbH) hat ihren Sitz in Dornstadt und ist eingetragen beim Amtsgericht Ulm unter der Handelsregisternummer: HRB 746292. Der Jahresabschluss der Widmann Gase GmbH ist nach den handelsrechtlichen Rechnungslegungsvorschriften gemäß §§ 242 ff. und §§ 264ff Handelsgesetzbuch (HGB) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG erstellt. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft im Sinne der §§ 264, 267 Abs. 2 HGB auf. Die Gliederung der Bilanz ent 1 spricht dem in § 266 Abs. 2 und 3 HGB vorgesehenen Gliederungsschema. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt (§ 275 Abs. 2 HGB). Der Jahresabschluss ist in Euro (EUR) aufgestellt. Das Geschäftsjahr dauert vom 1. Oktober bis zum 30. September des Folgejahres. Der Jahresabschluss ist grundsätzlich unter Beibehaltung der für den Vorjahresabschluss angewendeten Gliederungs- und Bewertungsgrundsätzen nach den für mittelgroße Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB aufgestellt (§§ 265 Abs. 1, 266 ff. HGB). Es wurden die größenabhängigen Erleichterungen der §§ 276 und 288 HGB (Unterlassen bestimmter Anhangsangaben) bei der Erstellung des Jahresabschlusses in Anspruch genommen. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit werden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang anzubringen sind, weitestgehend im Anhang aufgeführt. II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Wertansätze der Eröffnungsbilanz des Geschäftsjahres stimmen mit denen der Schlussbilanz des vorangegangenen Geschäftsjahres überein. Bei der Bewertung wurde von der Fortführung des Unternehmens ausgegangen. Die Vermögensgegenstände und Schulden wurden einzeln bewertet. Es ist vorsichtig bewertet worden, namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind, berücksichtigt worden, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind. Gewinne sind nur berücksichtigt worden, wenn sie bis zum Abschlussstichtag realisiert wurden. Aufwendungen und Erträge des Geschäftsjahres sind unabhängig vom Zeitpunkt der Zahlung berücksichtigt worden. Die Bilanzierung der immateriellen Vermögensgegenstände und der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung nutzungsbedingter planmäßiger Abschreibungen. Grundlage der planmäßigen Abschreibung ist die voraussichtliche Nutzungsdauer des jeweiligen Vermögensgegenstandes (§ 253 Abs. 1, 3 HGB). Bei den immateriellen Vermögensgegenständen erfolgt die Abschreibung linear. Die beweglichen Anlagegüter werden unter Berücksichtigung ihrer wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear und degressiv abgeschrieben. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungs- oder Herstellungskosten bis EUR 250,00 wurden direkt in den sonstigen betrieblichen Aufwand gebucht, von EUR 250,00 bis EUR 800,00 voll abgeschrieben. Durch die Anforderungen nach dem Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) werden die Stahlflaschen auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 20 Jahren, Transportpaletten auf die wirtschaftliche Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Die Bewertung der Finanzanlagen erfolgt zu Anschaffungskosten (§ 253 Abs. 1 HGB). Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgte gemäß dem gewogenen Durchschnittsverfahren (§ 240 Abs. 4 HGB). Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zum Nominalwert angesetzt. Den in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthaltenen Risiken wird durch die Bildung angemessen dotierter Einzel- und Pauschalwertberichtigungen Rechnung getragen. Flüssige Mittel werden zu Nominalwerten angesetzt (§ 253 Abs. 1 HGB). Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Aktivseite werden Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Die Berechnung der latenten Steuern beruht auf temporären Differenzen zwischen Bilanzposten aus handelsrechtlicher und steuerrechtlicher Betrachtungsweise gemäß § 274 HGB. Die sich ergebenden Steuerbe- und Steuerentlastungen werden verrechnet angesetzt (§ 274 Abs. 1 S. 3 HGB). Der zur Berechnung der latenten Steuern verwendete Ertragsteuer Satz liegt bei 28,25 %. Der Gewerbesteuer-Hebesatz beträgt hierbei 360 %. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Sie werden pauschal mit einem einer Restlaufzeit von 15 Jahren entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Die sonstigen Rückstellungen erfassen alle erkennbaren Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten und sind mit dem Erfüllungsbetrag bewertet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 Abs. 2 S. 1 HGB). Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert (§ 253 Abs. 1 S. 2 HGB). Als Rechnungsabgrenzungsposten auf der Passivseite werden Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen, ausgewiesen. III. Erläuterungen zur Bilanz Die Entwicklung des Anlagevermögens (Anlagenspiegel) ist in Anlage I dargestellt. Hieraus ergeben sich auch die Abschreibungen des Geschäftsjahres (§ 268 Abs. 2 HGB). Die Restlaufzeiten der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände verteilen sich wie folgt:
Der Betrag der Forderungen mit einer Restlaufzeit größer einem Jahr beträgt EUR 4.322,65 (Vorjahr: EUR 14.722,65). Das gezeichnete Kapital in Höhe von EUR 332.350,00 ist voll einbezahlt. Der Gewinnvortrag beträgt EUR 10.648.241,66 und beinhaltet den Jahresüberschuss aus dem Vorjahr in Höhe von EUR 1.707.632,09. Der Jahresüberschuss des Vorjahres wurde auf neue Rechnung vorgetragen. Der Jahresüberschuss des Geschäftsjahres beträgt EUR 3.082.141,43. Die Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wurden nach dem versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren in Höhe von EUR 582.228,00 gebildet. Diese liegen um EUR 28.515,00 Unterschiedsbetrag unter dem Bewertungsansatz für Pensionsrückstellungen, der sich zum 30. September 2023 bei Anwendung des Sieben-Jahres-Durchschnittszinssatzes ergeben hätte. Es wurden folgende Annahmen für die Berechnung berücksichtigt (§ 285 Nr. 24 HGB):
Die sonstigen Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten (§§ 268 Abs. 5 S. 1, 285 Nr. 1 und Nr. 2 HGB) ergeben sich wie folgt:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern (§ 42 Abs. 3 GmbHG) betragen EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00). Die Entwicklung der passiven latenten Steuern im aktuellen Geschäftsjahr lässt sich wie folgt darstellen (§ 285 Nr. 34 HGB):
Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse im Sinne von § 251 HGB (§ 268 Abs. 7 HGB):
Der Gesamtbetrag der am Bilanzstichtag bilanzierten Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, beträgt EUR 0,00. Die Sicherheiten belaufen sich auf EUR 328.952,16, die sich aus selbstschuldnerischen Bürgschaften, Abtretung Forderungen aus Lieferungen/Leistungen und Sicherungsübereignung zusammensetzen. Die Inanspruchnahme aus Bürgschaften und aus Akkreditiven schätzen wir aufgrund der gegenwärtigen Bonität und des bisherigen Zahlungsverhaltens der Begünstigten als gering ein. Erkennbare Anhaltspunkte, die eine andere Beurteilung erforderlich machen würden, liegen uns nicht vor (§ 285 Nr. 27 HGB). Zum 30. September 2023 bestanden neben den in der Bilanz ausgewiesenen Verbindlichkeiten folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen (§ 285 Nr. 3a HGB):
IV. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung Die Umsatzerlöse werden im Wesentlichen durch den Verkauf von medizinischen, technischen und wissenschaftlichen Gasen und Gasgemischen sowie der Vermietung von Versorgungseinrichtungen, Stahlflaschen und anderen Behältern erzielt. Die Aufgliederung der Umsatzerlöse wurde unter Bezug auf § 288 Abs. 2 HGB unterlassen. Die Aufgliederung nach Tätigkeitsbereichen kann wegen der homogenen Leistungsstruktur unterbleiben. Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von TEUR 389,0 beinhalten im Wesentlichen Erträge aus Auflösungen von Rückstellungen (TEUR 179,6), Erträge aus Anlagenverkäufen (TEUR 30,5), Versicherungsentschädigungen (TEUR 47,3) und unregelmäßigen Erträgen (TEUR 17,3). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich im Wesentlichen aus Frachtkosten (TEUR 2.349,0), Fremdarbeitskosten (TEUR 906,0), KFZ-Kosten (TEUR 1.007,9), Beratungskosten (TEUR 55,8), Mietkosten (TEUR 710,1), Reparaturen/Instandhaltungen von Anlagengütern (TEUR 475,6), Versicherungen (TEUR 144,4) und Arbeitnehmerüberlassungen (TEUR 560,3) zusammen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag enthalten im Wesentlichen Aufwendungen für passivische latente Steuern und der Körperschaftssteuer und Gewebesteuer zum 30. September 2023. V. Sonstige Pflichtangaben Anzahl der Mitarbeiter im JahresdurchschnittIm Geschäftsjahr wurden durchschnittlich 64,6 (i.Vj. 65,5) Arbeitnehmer beschäftigt. Zum Bilanzstichtag waren 38,1 (i.Vj. 36,2) gewerbliche Arbeitnehmer und 26,5 (i.Vj. 29,3) Angestellte beschäftigt. Die Auszubildenden wurden nicht berücksichtigt (§ 285 Nr. 7 HGB). Zusammensetzung der Organe und deren GesamtbezügeWährend des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden die Geschäfte des Unternehmens - unverändert - geführt durch Herrn Stefan Widmann, IndustriekaufmannDer Geschäftsführer ist alleinvertretungsberechtigt und befugt, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte vorzunehmen. Die Schutzklausel gemäß § 286 Abs. 4 HGB wurde in Anspruch genommen. NachtragsberichtNach Abschluss des Geschäftsjahres sind keine Ereignisse mit besonderer Bedeutung für die Vermögens-, Finanz-, und Ertragslage eingetreten. ErgebnisverwendungDie Geschäftsführung schlägt vor, das Ergebnis der Widmann Gase GmbH aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr auf neue Rechnung vorzutragen.
Dornstadt, den 30. April 2024 Widmann Gase GmbH Geschäftsführung gez. Stefan Widmann Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2022/23
Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2020/21
Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022/23A. Allgemeines Die Widmann Gase Gesellschaft mbH, Dornstadt (im Folgenden: Widmann Gase GmbH oder Gesellschaft) wurde im Jahre 1997 durch Umwandlung der Einzelfirma gegründet und unterliegt als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung den Vorschriften des deutschen Handelsgesetzbuches und den ergänzenden Vorschriften des GmbH-Gesetzes. Als deutsche Gesellschaft mit beschränkter Haftung wird die Widmann Gase GmbH durch die Geschäftsführung vertreten, welche die Gesellschaft in eigener Verantwortung führt. B. Geschäftsverlauf und Rahmenbedingungen 1. Allgemeine Situation Das globale Wirtschaftswachstum hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr gegenüber dem Vorjahr weiter verlangsamt. Ursächlich dafür waren unter anderem die anhaltenden und neuen geopolitischen Konflikte. Die Inflationsraten bewegten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf einem anhaltend hohem Niveau und schwächte erst im IV. Quartal 2023 so langsam ab 1. Auch der schrittweise Zinsanstieg wirkte sich negativ auf die Investitionsbereitschaft aus und sorgte für eine Verunsicherung in Industrie und Handel jedoch auch auf der Verbraucherseite. Nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) ist das weltweite Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 3,1 Prozent 2 gestiegen und bleibt somit hinter dem Wachstum von 2022 zurück. Entgegen dem Trend des weltweiten Bruttoinlandsprodukts sind die Zahlen für das inländische BIP deutlich schlechter, welches für die Gesellschaft ein relevanter Indikator für die Geschäftsentwicklung ist. Zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2022/23 ist das BIP gegenüber dem Vorquartal preis-, kalender- und saisonbedingt um 0,1 % 3 gesunken. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war im Kalenderjahr 2023 nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 0,3 % 4 niedriger als im Vorjahr. Kalenderbereinigt betrug der Rückgang der Wirtschaftsleistung 0,1 %.
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https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2024/01/PD24_019_811.html
Auf die Bekanntgabe weiterer branchenübergreifenden und gesamtwirtschaftlichen Kennziffern des Bruttoinlandsprodukts ("BIP") wird in dem diesjährigen Lagebericht der Gesellschaft verzichtet. Das Industriegase- und Propangeschäft ist nicht direkt auf eine spezielle Industriebranche konzentriert, sondern findet in den verschiedensten Dienstleistungen, Produktionen und Technologien ihren Einsatz. Die Gesellschaft ist bei der Belieferung von Gasen in fast allen Industriebranchen, vor allem der Automobilindustrie, der Stahlindustrie, aber auch in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, der Umwelttechnik, dem Baugewerbe, der Medizin- und Pharmaindustrie sowie in den Bereichen der Forschung und Entwicklung vertreten. Die von der Gesellschaft belieferten Industriebetriebe benötigen die verschiedensten Arten von Gasen, wie Sauerstoff, Stickstoff, Argon, Kohlendioxid, Acetylen, Wasserstoff, Neon, Xenon, Krypton und Helium sowie eine unzählige Anzahl verschiedenartiger Gasgemische. Durch diese Unterstützung der verschiedensten Gase in flüssiger oder gasförmiger Form können die Produktionsprozesse in den Industriebetrieben wesentlich sicherer und wirtschaftlicher gemacht werden. Dies trägt somit auch zur Verbesserung der Produktqualität und auch vermehrt zum Umweltschutz mit bei. In den meisten Industrieverfahren wäre ohne die chemischen Eigenschaften von Gasen in ihren Anwendungen und neuen Anforderungen sogar undenkbar. Die Geschäftsführung der Widmann Gase GmbH versucht durch bestehende langfristige Kundenverträge, den Ausbau neuer Geschäftsbeziehungen im In- und Ausland und vor allem durch die Kundenzufriedenheit und ihrer Flexibilität aufgrund flacher Hierarchien, immer wieder auftretende wirtschaftliche Einbrüche in den verschiedensten Industriezweigen, wie z.B. der Automobilbranche, der Stahlindustrie, der Gastro- und Getränkeindustrie, zu kompensieren. Weiterhin wird versucht, durch neue Produkte Absatzwege zu kreieren. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr verspürte die Gesellschaft eine erhebliche Unsicherheit sowohl in der Wirtschaft und der Politik, aber auch in der Gesellschaft. Neben der bereits erwähnten Inflation auf hohem Niveau und den spürbar steigenden Zinsen, den anhaltenden und in im abgelaufenen Jahr weiter verschärften Handelsbeschränkungen und -sanktionen, der anhaltenden Energie- und Klimakrise sowie des spürbaren Fachkräftemangel sind die größten Probleme, welche sowohl die Widmann Gase GmbH als auch unsere Industriekunden sich weiterhin stellen müssen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr kam es besonders im I. Geschäftshalbjahr zu massiven Preissteigerungen bei den Stahlflaschen, den Stahlflaschenpaletten, sowie bei Flaschenbündel und Tankanlagen, als auch bei den verschiedenen Gasen, insbesondere bei Argon, Helium, Kohlensäure und Stickstoff. Eine weitere große Herausforderung war auch die Beschaffung sowohl von Stahlflaschen und Tankanlagen also auch bei den oben genannten Gasen. Dies resultiert zum einen durch die Verknappung aufgrund der anhaltenden Handelsbeschränkungen und -sanktionen, sowie durch die eingeschränkte chemische Produktion und des Produktionsrückgangs in der Stahlindustrie aufgrund der anhaltenden hohen Energiekosten. Auch durch die Erweiterung des Beschaffungsmarktes an die angrenzenden EU-Länder konnte die Versorgung unserer Industriekunden gewährleistet werden, was aber auch zu einer Kostensteigerung bei den Bezugsnebenkosten geführt hat. Diese massiven Kostensteigerungen konnte die Gesellschaft nur bedingt an ihre Kunden weitergeben. Durch die Gewinnung neuer Großkunden sowie Stahlflaschenbestellungen von Kunden konnte der Rohertrag gesteigert werden, was zu einem positiven Geschäftsjahresergebnis beitrug. Für das Geschäftsjahr 2023/2024 kann sich bei der Widmann Gase GmbH aufgrund der von der Regierung vorgenommene Energiewende und der Verknappung und Verteuerung von Erdgas sowie die anhaltenden und neuen geopolitischen Konflikte negativ auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage auswirken. Weiterhin kann nicht ausgeschlossen werden, dass es zu wiederholten erheblichen Versorgungsengpässen und massiven Preissteigerungen für spezielle Gase, u.a. Argon, Kohlensäure und Helium sowie bei den Stahlflaschen, Stahlflaschenpaletten, Bündel und Tankanlagen kommen kann. Trotz der aufgeführten Unsicherheiten geht die Geschäftsleitung der Widmann Gase GmbH für das Geschäftsjahr 2023/24 unter Berücksichtigung der anhaltenden Inflation zu Beginn des Geschäftsjahres gegenwärtig von einer leichten Umsatzsteigerung im unteren einstelligen Bereich aus. Über die Entwicklung der Preise am Rohstoffmarkt für Stahlflaschen, Kaltvergasern und auch bei speziellen Gasen kann die Geschäftsleitung zum aktuellen Zeitpunkt aufgrund der oben aufgeführten Sachverhalte keine genaue Prognose abgeben. 2. Unternehmenssituation Wie auch die letzten Geschäftsjahre unterliegt das Geschäft mit technischen und medizinischen Gasen einem starken Wettbewerb, der im Rahmen der Globalisierung stetig zunimmt. Aufgrund des wettbewerbsintensiven Umfeldes und weltweiten Krisen könnten zukünftige Ergebnisse und Mittelzuflüsse vermindert werden. Die Widmann Gase GmbH ist in sehr vielen inländischen und europäischen Industriebranchen tätig und daher den lokalen politischen, sozialen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und den daraus resultierenden Geschäftsrisiken fortwährend ausgesetzt. Regulatorische bzw. staatlich veranlasste Änderungen oder Eingriffe im Bereich der Energiewirtschaft können in einzelnen Ländern zu steigenden Energiepreisen führen. Die anhaltenden und neuen geopolitischen Konflikte und den daraus resultierenden Maßnahmen sowie die vorantreibende kostenintensive Energiewende der aktuellen Bundesregierung lassen die Geschäftsführung langfristig steigende Öl- und Energiepreise erwarten. Entgegen allen Erwartungen und Prognosen sanken im I. Halbjahr 2023/2024 die Energiekosten, welche sich aber im Vergleich zu den europäischen Ländern immer noch auf einem hohen Preisniveau befinden. Auch ist ein deutlicher Rückgang der Inflationsraten im aktuellen Geschäftsjahr zu verzeichnen. Trotz dieser Tendenzen ist der Beschaffungsmarkt bei speziellen Gasprodukten weiterhin noch sehr angespannt. Auch in der Stahlindustrie ist noch keine deutliche Entspannung spürbar, Preisexplosionen und Produktknappheit wie im abgelaufenen Geschäftsjahr sind bei der Beschaffung von Stahlflaschen, Kaltvergasern und Flaschenpaletten aktuell aber nicht bemerkbar. Die Widmann Gase GmbH beliefert neben den Gas-Händlern im Tauschflaschengeschäft auch eine große Bandbreite der produzierenden Industrie auf Basis langfristiger Lieferverträge mit einer Laufzeit von bis zu zehn Jahren, sowohl für Stahlflaschen und Stahlflaschenbündel als auch für stationäre Tankanlagen. Ein signifikanter Rückgang der Marktnachfrage in einigen dieser Schlüsselindustrien und -branchen, vor allem aber in der Automobil- und Stahlbranche und in der Baubranche, kann die zukünftige Entwicklung des Ergebnisses nachteilig beeinflussen beziehungsweise sich ein wichtiger Wachstumsfaktor für die Widmann Gase GmbH abschwächen oder ausfallen. Mit der Expansion in verschiedenen Märkten und Branchen steigen die Anforderungen an die Infrastruktur. Betriebsunterbrechungen bei Kunden werden vermieden, indem die Sachanlagen regelmäßig gewartet und überwacht werden. Für den Fall, dass ein Schaden eintritt, verfügt die Gesellschaft über Not- und Ausfallpläne sowie entsprechende technische Voraussetzungen, um die finanziellen Folgen einer Betriebsunterbrechung bei den Kunden zu mindern. Die Widmann Gase GmbH entwickelt sich kontinuierlich strategisch weiter. Neben dem Ausbau und der Stärkung des Bestandgeschäfts sowie einer ständigen Optimierung der Sourcing- und Logistikprozesse, ist die Geschäftsführung bestrebt, bestehende Märkte zu konsolidieren. Sofern ein Risiko mehr wahrscheinlich als unwahrscheinlich ist, wurde bilanziell vorgesorgt. Das Angebot und die Qualität der Leistungen hängen von der Verfügbarkeit der zugekauften Hardwareteile beziehungsweise der eingesetzten Produktionsmittel (z.B. Flaschen, Tanks) sowie der Leistungsqualität der Lieferanten und Geschäftspartner ab. Im Rahmen von Finanz- bzw. Schuldenkrisen, die politische Energiewende und den anhaltenden und neuen geopolitischen Konflikten kann es immer wieder zu Wirtschaftseinbrüchen oder -abschwächungen kommen. Die Widmann Gase GmbH wird die aktuellen Entwicklungen auch weiterhin genau beobachten und versuchen durch neue Absatzwege dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Die zuvor genannten Risiken sind nicht die einzigen Risiken, denen die Gesellschaft ausgesetzt ist. Zum heutigen Zeitpunkt unbekannte oder als unwesentlich erachtete Risiken können sich bei veränderten Rahmenbedingungen gegebenenfalls nachteilig auf die Widmann Gase GmbH auswirken. Im Geschäftsjahr 2022/23 waren keine Risiken erkennbar, die im Einzelnen oder in ihrer Gesamtheit einen wesentlichen Einfluss auf den Fortbestand des Unternehmens haben könnten. Diese drohen auch in absehbarer Zukunft nach jetzigem Kenntnisstand nicht. Die wesentlichen Risiken lagen im Berichtszeitraum in den Bereichen Marktentwicklung und Produktionsabläufe. Organisatorisch wurden alle Voraussetzungen geschaffen, um mögliche Risiken frühzeitig erkennen zu können. Das Risikomanagement wird bei der Widmann Gase GmbH federführend durch die Geschäftsführung und den Vertriebsleitungen sichergestellt. Dabei werden die relevanten Risiken identifiziert, analysiert und bewertet. Somit kann die Liquidität der Gesellschaft jederzeit sichergestellt werden. Dies hat zur Folge, dass bestandsgefährdende Risiken somit minimiert werden können. 3. Investitionen Der Hauptteil der Investitionen im Geschäftsjahr 2022/23 floss in die Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie in den Fuhrpark. Als Hauptanschaffung im Bereich der Betriebs- und Geschäftsausstattung wurden für die Vermietung an Kunden Stahlflaschen und Bündelgestelle erworben. Die Stahlflaschen und Bündelgestelle vermietet die Gesellschaft an Ihre Industriekunden für eine Nutzungsdauer von bis zu zehn Jahren. Die wirtschaftliche Nutzungsdauer der erworbenen Stahlflaschen beträgt zwanzig Jahre, bei den Bündelgestelle beträgt die wirtschaftliche Nutzungsdauer dagegen zehn Jahre. Ein weiterer Investitionsschwerpunkt ist die stetige Erneuerung unseres Fuhrparks mit der Anschaffung von Firmenfahrzeugen und Aufliegern. 4. Umweltschutz Die Widmann Gase GmbH bietet umweltfreundliche Produkte an und unterstützt Kunden beim schonenden Umgang mit den natürlichen Ressourcen. Die Widmann Gase GmbH ist dem verantwortungsvollen Umgang mit Menschen und Umwelt verpflichtet. Qualität, Produkt- und Arbeitssicherheit sowie Umweltschutz sind in der Gesellschaft verankert und wesentliche Bestandteile der Unternehmensstrategie. Die systematische Integration von Qualitäts- und Umweltschutzmanagement sowie Produkt- und Arbeitssicherheit in allen Arbeitsabläufen ist die Grundvoraussetzung für sichere, umweltfreundliche und wirtschaftliche Produkte und Dienstleistungen. Ein kontinuierlicher Verbesserungsprozess dieser Managementsysteme sorgt dafür, dass Gefahren für Mensch und Umwelt so weit wie möglich vermieden werden. Innovative Technologien und Produkte, die dem Schutz und der Schonung der natürlichen Ressourcen dienen, sind ein Schwerpunkt der Unternehmenspolitik. Behördliche Umweltauflagen wurden in der Vergangenheit und werden auch künftig ausnahmslos erfüllt oder übertreffen sogar diese Anforderungen. Besondere Umweltverpflichtungen über die zu berichten wären, bestehen derzeit nicht und sind auch künftig nicht zu erwarten. Im Übrigen bestehen die üblichen Versicherungen, um Umweltrisiken auch finanziell bewältigen zu können. 5. Personal Der Personalstand zum Bilanzstichtag 30. September 2023 hat sich am Standort Dornstadt und der Niederlassung Siegen, gegenüber dem Vorjahr, um 2 Mitarbeiter auf 67 Mitarbeiter verringert. Diese Reduzierung resultiert aus der immer weiter ausbauenden Optimierung der Ablaufprozesse der Gesellschaft. 6. Wichtige Vorgänge im Geschäftsjahr Auch im laufenden Geschäftsjahr konnten durch verstärkte Aktivitäten im Endkundenbereich zusätzliche namhafte Hersteller aus der Getränkeindustrie, aus dem Automotivbereich, der Pharmaindustrie und der Metallfertigungsbranche als neue Kunden gewonnen werden, unter anderem auch durch die Vermietung von Kaltvergasern und Stahlflaschen und Bündelgestelle. Ferner konnte das Händlerkundengeschäft erfolgreich im Berichtszeitraum ausgebaut werden. Weiterhin konnte die Gesellschaft mit den bestehenden Kunden im Händler- und Endkundenbereich langfristige Verträge von bis zu 5 Jahren abschließen. C. Darstellung der Lage 1. Vermögens- und Finanzlage Das Aktivvermögen der Widmann Gase GmbH ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Im Wesentlichen ist dies auf die Erhöhung des Anlagevermögens und des Umlaufvermögens zurückzuführen. Dabei hat sich die gesamten Aktiva um 10,3 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag um TEUR 2.710,5 auf TEUR 4.201,6 erhöht. Die Liquidität der Gesellschaft wird kontinuierlich überwacht und Plan-Ist-Abweichungen werden periodisch analysiert. Der Vorratsbestand hat sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 754,0 auf insgesamt TEUR 4.529,2 verringert. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 92,8 auf TEUR 2.147,5 verringert. Im abgelaufenen Geschäftsjahr musste die Gesellschaft Forderungsausfälle von TEUR 1,2 ausbuchen. Der Anteil des Anlagevermögens am Gesamtkapital hat sich auf 57,9 % (61,6 % im Vorjahr) leicht verringert. Die sonstigen Rückstellungen setzen sich im Wesentlichen aus Personalrückstellungen, Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen, wiederkehrende Prüfungen der Tankanlagen und Stahlflaschen sowie Lieferantenboni, ausstehende Gutschriften und für vertragliche Rückbauverpflichtungen zusammen. Die sonstigen Rückstellungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um 4,6 % verringert. Langfristige Verbindlichkeiten waren gegenüber Kreditinstituten zum Bilanzstichtag 30. September 2023 nicht vorhanden. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich um TEUR 115,4 auf TEUR 1.438,4 erhöht und betragen somit 5,4 % der Bilanzsumme zum Bilanzstichtag 30. September 2023. Verbindlichkeiten werden grundsätzlich innerhalb der Zahlungsfrist unter Abzug von Skonto beglichen. Die passiven Rechnungsabgrenzungen erhöhten sich zum abgelaufenen Geschäftsjahresende aufgrund der Erhöhung des Verkaufes von langfristigen Nutzungsverträgen um TEUR 70,5 auf TEUR 2.317,0 und betragen somit 8,7 % (im Vorjahr 9,3 %) der Bilanzsumme. Die passiven latenten Steuern haben sich zum Bilanzstichtag 30. September 2023 um TEUR 264,9 auf TEUR 2.307,1 erhöht. Die Finanzlage ist als gesichert zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Die Eigenkapitalquote beträgt zum Bilanzstichtag 53,1 % (im Vorjahr 45,9 %). Gegenüber dem Vorjahr ist dies eine Erhöhung um 7,2 Prozentpunkte. Die Eigenkapitalrentabilität mit 21,7 % (im Vorjahr 15,3 %) liegt deutlich über dem gegenwärtigen Kapitalmarktzins für langfristige Anlagen. 2. Ertragslage Das Rohergebnis im Geschäftsjahr 2022/23 hat sich um 22,7 % gegenüber dem Vorjahr erhöht. Die allgemeinen Kosten des Geschäftsjahres 2022/23 erhöhten sich um 12,6 % gegenüber dem Vorjahr. Der Personalaufwand im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 252,3 (7,6 %) erhöht. Die Abschreibungen erhöhten sich im Geschäftsjahr 2022/23 um 6,9 % im Vergleich zum Vorjahr. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit der Widmann Gase GmbH hat sich gegenüber dem Vorjahr um rund TEUR 1.944,6 verbessert. Durch die Ablöse eines Bankdarlehns im Geschäftsjahr 2022/23 erhöhte sich das Finanzergebnis der Gesellschaft im laufenden Geschäftsjahr um TEUR 2,3 und beträgt TEUR 18,2. Das Geschäftsjahr 2022/23 schließt mit einem Jahresüberschuss von TEUR 3.082,1 (i. Vj. TEUR 1.707,6) bei einem Ergebnis vor Steuern in Höhe von TEUR 4.337,8 (i. Vj. TEUR 2.393,2) ab. 3. Beurteilung der Geschäftsführung zur wirtschaftlichen Lage Die wirtschaftliche Lage wird durch die Geschäftsführung als insgesamt gut und zukunftsorientiert bezeichnet. D. Risiko- und Prognosebericht für das Geschäftsjahr 2022/23 und darüber hinaus bestandsgefährdende Risiken 1. Allgemeiner Risikobericht Hierzu wird auf die Ausführung zu B. 1. Branchensituation verwiesen. 2. Spezieller Risikobericht Es sind keine Risiken bekannt, die entweder bestandsgefährdend sind oder einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage haben könnten. Die Geschäftsführung sieht die allgemeinen Risiken der Unternehmenstätigkeit als beherrschbar an und überwacht diese kontinuierlich. Das Risiko von Forderungsausfällen durch Insolvenzen besteht für das Geschäftsjahr 2023/24 unverändert fort und könnte aufgrund der wirtschaftlichen Prognosen, der Energiewende und der anhaltenden und neuen geopolitischen Konflikte vermehrt erfolgen. Dem wird durch sorgsame Definition von Warenkreditlinien und eines aktiven Debitorenmanagement begegnet. Die Eintrittswahrscheinlichkeit von Forderungsausfällen wird aufgrund von Erfahrungswerten als gering betrachtet. Forderungsausfälle sind die Ausnahme. Die betrieblichen Einrichtungen sind auf einem zeitgemäßen Stand. Ausreichender Versicherungsschutz gegen mögliche Risiken und Gefahren ist ebenfalls in voller Deckung gegeben. Die bestehenden Ertrags- und Kostenmanagementsysteme gewährleisten eine zuverlässige Ertrags- und Kostentransparenz. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend; Engpässe sind nicht zu erwarten. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im Personalbereich kann die Gesellschaft auch künftig auf einen erfahrenen und gut ausgebildeten Mitarbeiterstamm zurückgreifen. 3. Unternehmenssteuerung - finanzielle und nichtfinanzielle - Leistungsindikatoren Die wesentlichen Kennzahlen (finanzielle Leistungsindikatoren), nach denen die Widmann Gase GmbH gesteuert wird, sind das Rohergebnis (nach § 276 HGB) sowie das handelsrechtliche Jahresergebnis. Insgesamt wurde das Rohergebnisziel für das Geschäftsjahr 2022/23 übertroffen. Der Jahresüberschuss liegt oberhalb des angestrebten positiven Jahresergebnis aus der Geschäftsjahresplanung 2022/23. Dies ist im Wesentlichen auf bewusste und nachhaltige Kostensensibilität sowie von in der Jahresplanung nicht berücksichtigten Sonderaufträgen zurückzuführen. Der nichtfinanzielle Leistungsindikator für die Steuerung durch die Geschäftsführung ist die Anzahl der Mitarbeiter, da diese die Basis für Kundenzufriedenheit und ein nachhaltiges Wachstum sind. Zum Ende des letzten Geschäftsjahres wurde durch eine Neuausrichtung und Optimierung die geplante Anzahl an Mitarbeitern für das Geschäftsjahr 2022/23 erreicht. 4. Prognosebericht Die strukturellen Veränderungen im Gasmarkt werden die Entwicklung der Gesellschaft in den nächsten Jahren prägen. In einem oligopolistischen Markt mit einigen wenigen Marktteilnehmern und einem Kreis von mittelständisch geprägten Unternehmen wird weiterhin ein hoher Wettbewerbsdruck herrschen. Unter Würdigung aller Umstände sind derzeit keine hochgradig negativ wirkenden Entwicklungen, die den Bestand und das Fortbestehen der Widmann Gase GmbH gefährden könnten, zu erkennen. Bei unvorhersehbaren Risiken ist die Widmann Gase GmbH nach Auffassung der Geschäftsführung ebenfalls gut strukturiert und kann sich den gegebenen Herausforderungen entsprechend anpassen. Dies wurde von der Geschäftsführung entsprechend in der Geschäftsstrategie berücksichtigt. Im Geschäftsjahr 2022/23 erwirtschaftete die Gesellschaft einen Jahresüberschuss in Höhe von TEUR 3.082,1. Die korrigierte Planung für das Geschäftsjahr geht von einer Reduzierung des Jahresüberschusses aus, aufgrund der steigenden Kosten, welche die Gesellschaft nicht an die Kunden weitergeben kann. Die Investitionsplanung für das aktuelle Geschäftsjahr wurde im Zusammenhang mit den bekannten Krisen überprüft und der neuen Situation angepasst. Die Maßnahmen am Standort in Elchingen und Siegen werden planmäßig durchgeführt. E. Niederlassung Die Widmann Gase GmbH unterhält eine Niederlassung in Siegen und in Elchingen. F. Forschungs- und Entwicklungsbericht Branchenbedingt gibt es keinerlei Aktivitäten im Bereich Forschung und Entwicklung. G. Ausblick Der Geschäftsverlauf im Jahr 2022/23 war vor dem Hintergrund der Inflation und des Produktmangels, sowie die anhaltenden und neuen geopolitischen Konflikte und der daraus resultierenden erschwerten Rahmenbedingungen sehr erfreulich. Insgesamt hat die Geschäftsentwicklung die Erwartungen der Geschäftsleitung erfüllt, beim Ergebnis sogar übertroffen. Im Rahmen der Geschäftsjahresplanung wird aufgrund positiver Umsatz- und Auftragsentwicklung geplant, den Umsatz auch trotz der noch immer anhaltenden Krisen weiterhin kontinuierlich zu steigern. Weitere wichtige Gründe für eine positive Umsatzentwicklung sind die langjährigen Geschäftsbeziehungen zu den Kunden und die Abschlüsse von langfristigen Lieferverträgen im Endkundenbereich. Durch die Breite und Tiefe des Kundenportfolios sowie des relativ konstanten Anbietersegmentes sind die wirtschaftlichen Risiken für die Gesellschaft - selbst bei dem im Lagebericht ausführlich erörterten Problemen - aber nicht existenzbedrohend. Gegen unvorhersehbare beziehungsweise unkalkulierbare Risiken bestehen diverse Haftpflichtversicherungen, deren Versicherungswerte jährlich überprüft und sofern notwendig angepasst werden. Die Liquidität wird eng und kontinuierlich überwacht. Zudem betreibt die Gesellschaft ein sehr aktives Forderungsmanagement. Darüber hinaus sind verschiedene gut ausgebaute Controlling Systeme im Einsatz. Konkrete finanzwirtschaftliche Risiken für die Gesellschaft sieht die Geschäftsführung weder für das aktuelle Geschäftsjahr noch für das nachfolgende Geschäftsjahr. Die wesentlichen Chancen der zukünftigen Entwicklung werden in einer weiteren Verbesserung der Prozesse sowie der Entwicklung des Produkt- und Kundenportfolios gesehen. Die Widmann Gase GmbH verfügen außerdem über das branchenspezifische internationale Qualitätsmanagementsystem ISO 9001.
Dornstadt, den 30. April 2024 Widmann Gase GmbH Geschäftsführung gez. Stefan Widmann Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die Widmann Gase Gesellschaft mbH, Dornstadt Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Widmann Gase Gesellschaft mbH, Dornstadt --bestehend aus Bilanz zum 30. September 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Widmann Gase Gesellschaft mbH für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2022 bis zum 30. September 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Augsburg, den 31. Mai 2024 EVISTRA
Treuhand GmbH
gez. Joachim Sandtner, Wirtschaftsprüfer gez. Jörg Rompf, Wirtschaftsprüfer |
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