INTER Krankenversicherung AG
Mannheim
Jahresabschluss zum Geschäftsjahr
vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023
Erzbergerstraße 9-15
68165 Mannheim
Telefon: 0621/ 427-427
Die im Folgenden dargestellten Zahlenangaben sind
maschinell gerundet. Es können sich daher
darstellungsbedingt Rundungsabweichungen ergeben.
Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die
differenzierte Verwendung verschiedener Sprachformen
verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen in diesem
Bericht gelten gleichermaßen für alle
Geschlechter.
Lagebericht
Grundlagen der Gesellschaft
Geschäftsmodell der INTER
Versicherungsgruppe
Individuelle Lösungen auf Top-Niveau -
dafür steht die INTER Versicherungsgruppe (INTER) als
unabhängiger Versicherungskonzern seit über 100
Jahren. Neben der Geschäftsausrichtung auf
Privatkunden und das mittelständische Gewerbe ist die
INTER aus Tradition Ärzten und Handwerkern eng
verbunden. Als solider und verlässlicher Partner
bietet die INTER ihren Kunden mit Versicherungs- und
Vorsorgeprodukten ein hohes Maß an finanzieller
Sicherheit und legt seit jeher besonderen Wert auf Service
und Qualität.
An der Spitze der INTER steht der INTER
Versicherungsverein aG (INTER Verein), der als
Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit von seinen
Mitgliedern getragen wird. Die Wurzeln des INTER Verein
reichen bis in das Jahr 1926 zurück. Der INTER Verein
nimmt seit 2016 im Wesentlichen eine Holdingfunktion
für die unmittelbar und mittelbar gehaltenen
Tochtergesellschaften wahr. Der INTER Verein betreibt die
Unfallversicherung mit dem Produkt "INTER Mitglieder
Assistance". Dieses Produkt wird allen Versicherungsnehmern
mit einem Versicherungsvertrag bei der INTER
Krankenversicherung AG (INTER Kranken, außer
Auslandsreisekrankenversicherung), der INTER
Lebensversicherung AG (INTER Leben) und der INTER
Allgemeine Versicherung AG (INTER Allgemeine, außer
INTER Cyberguard) angeboten. Mit dem Abschluss dieses
Versicherungsvertrags werden die Kunden der genannten
Tochterversicherungsunternehmen Mitglieder der
Obergesellschaft, dem INTER Verein. Damit wird die
Aufrechterhaltung eines möglichst breiten
Mitgliederbestandes gewährleistet.
Die INTER Kranken bietet nahezu die gesamte
Produktpalette der privaten Krankenversicherung zur
umfassenden Gesundheitsvorsorge ihrer Versicherungsnehmer
an. Neben der privaten Krankheitskostenvollversicherung
umfasst das Angebot eine Vielzahl von Zusatzversicherungen
zur individuellen Absicherung gesetzlich Versicherter.
Hierzu zählt auch der weltweite Versicherungsschutz
durch die Auslandsreisekrankenversicherung. Zum umfassenden
Kundenservice gehören zudem zahlreiche
Gesundheitsservices.
Die INTER Leben entwickelte sich aus der im Jahre
1910 gegründeten "VOHK Versicherungsanstalt
Ostdeutscher Handwerkskammern V.a.G.". Mit den Produkten
der INTER Leben sichern Kunden sich und ihre Familien gegen
Risiken der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sowie
für den Todesfall ab und sorgen privat für die
Zeit nach dem aktiven Berufsleben vor. Gewerblichen Kunden,
insbesondere aus dem Handwerk, bietet die INTER Leben die
Durchführung der betrieblichen Altersvorsorge für
deren Arbeitnehmer an.
Die INTER Allgemeine wurde 1981 als
Unfallversicherungsunternehmen gegründet. Im Jahr 1993
wurde das Versicherungsangebot um die Sparten Sach- und
Haftpflichtversicherungen erweitert und ab 2012 für
gewerbliche Kunden um Technische Versicherungen
ergänzt. Weitere spezielle Versicherungslösungen
bietet die INTER Allgemeine über ausgewählte
Kooperationspartner bzw. Beteiligungen an.
Mit der Beteiligung an der Bausparkasse Mainz AG
(BKM) hat die INTER einen Kooperationspartner rund um den
Erwerb und die Finanzierung von Wohneigentum. Das
Kerngeschäft der BKM besteht aus dem
Bauspargeschäft und der Vergabe von Baudarlehen. Ein
weiteres Geschäftsfeld ist das Angebot von
Geldanlageprodukten.
Seit 1996 engagiert sich die INTER auch in Polen. Mit
der Übernahme von jeweils 100% der Anteile wurden die
TU INTER Polska S.A. und die TU INTER-ZYCIE Polska S.A. im
Jahr 2012 vollständig in die INTER integriert.
Das Produktangebot der 1991 gegründeten TU INTER
Polska S.A. richtet sich insbesondere an Berufsgruppen aus
der medizinischen Branche und umfasst Unfall- und
Krankenversicherungen sowie Haftpflicht-, Sach- und
Rechtsschutzversicherungen. Dabei ist das Angebot von
berufsorientierten Versicherungspaketen für die
medizinische Branche besonders hervorzuheben.
Die TU INTER-ZYCIE Polska S.A. besitzt ein besonderes
Versicherungsangebot zur Absicherung des Lebens und der
Gesundheit der Mitarbeiter des Heilwesens in Polen.
Über die Gruppenlebensversicherung wird den Kunden ein
umfangreiches Spektrum zur Abdeckung von Risiken angeboten,
das sowohl die Spezifika der medizinischen Berufe als auch
private Risiken beinhaltet.
Die INTER kooperiert umfassend mit der Freie Arzt-
und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr
und der Polizei VVaG (FAMK) mit Sitz in Frankfurt am Main.
Diese ist spezialisiert auf die
Krankheitskostenvollversicherung für Personen mit
Anspruch auf Beihilfe nach der Hessischen
Beihilfeverordnung oder auf freie Heilfürsorge des
Landes Hessen, insbesondere als Angehörige von
Feuerwehr, Polizei, Justiz, Strafvollzug, Zoll,
Steuerfahndung, Gefahrenabwehrbehörden und deren
Verwaltungen in Hessen. Neben diesen Personengruppen
können auch alle anderen Beihilfeberechtigten und
deren Angehörige von den Services der FAMK
profitieren. Die FAMK bietet einen umfassenden Service
hinsichtlich der Beihilfeberatung und -abwicklung samt
Vorfinanzierung.
Insgesamt ist die INTER in der Lage, ein
Mehrfinanzangebot im Bereich der privaten Vorsorge,
Risikoabsicherung und Vermögensbildung anzubieten.
INTER Versicherungsgruppe
Tarifwerk
Die INTER Kranken betreibt das selbst abgeschlossene
Versicherungsgeschäft in folgenden Versicherungsarten:
| ― |
Krankheitskostenvollversicherung
|
| ― |
Krankentagegeldversicherung
|
| ― |
Krankenhaustagegeldversicherung
|
| ― |
Krankheitskostenteilversicherung
|
| ― |
Pflegepflichtversicherung
|
| ― |
Ergänzende
Pflegezusatzversicherung
|
| ― |
Auslandsreisekrankenversicherung
|
| ― |
Gruppen-Krankenversicherung
(nach Einzel- und Sondertarifen) sowie das Mit- und
Rückversicherungsgeschäft der
Versicherungssparte Kranken für die FAMK.
|
Standorte
Die Versicherungsgesellschaften der INTER - der INTER
Verein, die INTER Kranken, die INTER Leben und die INTER
Allgemeine - haben ihren Sitz in Mannheim. Die FAMK hat
ihren Sitz in Frankfurt am Main und die BKM in Mainz. Neben
der Direktion in Mannheim unterhält die INTER an 27
Standorten Geschäftsstellen zur
Vertriebsunterstützung. Eine detaillierte Aufstellung
der einzelnen Standorte befindet sich am Ende des
Geschäftsberichts.
Wirtschaftsbericht
Gesamtwirtschaftliche und
branchenbezogene Rahmenbedingungen
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Weltkonjunktur wächst
schwächer als im Vorjahr
Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 mit +3,1% weniger
stark gewachsen als im Jahr davor mit 3,5%. Die
Entwicklungen waren weltweit vom Krieg in der Ukraine und
dem israelisch-palästinensischen Konflikt
geprägt, ebenso von der hohen Inflation und
Naturkatastrophen.
Die hoch entwickelten Volkswirtschaften erreichten im
Jahr 2023 ein Wachstum in Höhe von 1,6% (nach +2,6% im
Vorjahr), wobei die USA mit +2,5% (Vorjahr +1,9%) weit vor
dem Europäischen Währungsraum mit +0,5% (Vorjahr
+3,4%) landeten. Die Wirtschaftsleistung der Schwellen- und
Entwicklungsländer stieg um 4,1% wie im Vorjahr,
darunter China mit +5,2% (Vorjahr +3,0%), Indien mit +6,7%
(Vorjahr +7,2%) und Russland mit 3,0% (Vorjahr -1,2%).
Deutschland als Schlusslicht der
entwickelten Länder
Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts in
Deutschland wird im Jahr 2023 voraussichtlich -0,3% nach
+1,8% im Vorjahr betragen. Deutschland wäre damit die
einzige Industrienation mit einer schrumpfenden
Wirtschaftsleistung. Aufgrund der schwachen
weltwirtschaftlichen Entwicklung ging die Nachfrage im
Ausland beträchtlich zurück und die Exporte
nahmen deutlich ab. Die Importe litten zudem unter der
zurückhaltenden Nachfrage im Binnenland. Die weiterhin
massiven Steigerungen der Verbraucherpreise im Jahr 2023 in
Höhe von 5,9% nach 6,9% im Vorjahr führten zu
Kaufkraftverlusten der Konsumenten und zu einem
Rückgang der privaten Konsumausgaben in Höhe von
0,8%. Zudem reduzierte der Staat seine Ausgaben um 1,7%
nach den Sonderausgaben im Rahmen der Corona-Pandemie. Die
Europäische Zentralbank reagierte auf die hohe
Inflation mit weiteren Zinsanhebungen, so dass die
Finanzierungskosten für Investitionen stiegen und die
wirtschaftliche Aktivität erschwert hat. Die
Immobilienwirtschaft wurde insbesondere im Nachgang der
Corona-Pandemie, die einen hohen Nachfragerückgang bei
Büroimmobilien auslöste, zusätzlich durch
gestiegene Fremdkapitalzinsen und hohe Materialkosten
getroffen. Dies löste auch Sorgen um die Banken aus,
die Gewerbeimmobilien finanzieren. Die Zahl der
Unternehmensinsolvenzen insgesamt stieg im Jahresverlauf an
und übertraf im Dezember im siebten Monat in Folge das
Vor-Corona-Niveau (gemessen an den Jahren 2016-2019). Der
Arbeitsmarkt zeigte sich weiter robust. Die
Arbeitslosenquote wuchs zwar im Jahr 2023 auf 5,7% an
(Vorjahr 5,3%, 2019 vor Corona: 5,0%), jedoch hat sich auch
die Zahl der Erwerbstätigen auf über 46 Mio.
erhöht. Die Sparquote hat sich im Jahr 2023 kaum
verändert und beträgt voraussichtlich 11,3%
(Vorjahr 11,1%). Sie liegt im internationalen Vergleich
weiterhin sehr hoch.
Die hohe Inflation wirkt sich auf die
Versicherungswirtschaft aus
Die Beitragsentwicklung der deutschen Versicherer
wies im Jahr 2023 einen Anstieg in Höhe von 0,6%
(Vorjahr -0,7%) aus. Insbesondere in der Schaden- und
Unfallversicherung konnte ein überdurchschnittlich
hohes Plus in Höhe von 6,7% verzeichnet werden. Dieser
Zuwachs resultierte u. a. aus Beitragsanpassungen, die zum
Ausgleich der gestiegenen Schadenzahlungen vorgenommen
wurden. Infolge der hohen Inflation waren die Kosten
für die Regulierung von Versicherungsleistungen
sprunghaft angestiegen. In der Krankenversicherung legten
die Beiträge mit +2,3% (Vorjahr +3,9%) weniger zu als
in den vorangegangenen Jahren. Die Treiber für die
Beitragsentwicklung sind vor allem Beitragsanpassungen und
Zuwächse bei Zusatzversicherungen. In der
Lebensversicherung sanken die Beiträge mit -5,3%
(Vorjahr -5,9%) im dritten Jahr in Folge. Während die
laufenden Beiträge um 0,2% zurückgingen,
reduzierte sich das Geschäft mit Einmalbeiträgen
um 16,2%.
Außergewöhnlich hoher
Zinsrückgang und gutes Aktienjahr
Am europäischen Kapitalmarkt gingen die Zinsen
zum Ende des Jahres 2023 beträchtlich nach unten.
Nachdem die Europäische Zentralbank den Leitzins im
Oktober 2023 zum ersten Mal seit Juli 2022 nicht weiter
angehoben hatte, kam am Kapitalmarkt eine
Zinssenkungseuphorie auf, die die Renditen für
Anleihen absinken und die Aktienkurse ansteigen ließ.
Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe gab
beispielsweise von 2,6% am Jahresende 2022 auf +2,0% am
Jahresende 2023 nach. Dabei reduzierten sich die
Risikoaufschläge leicht. Der Deutsche Aktienindex DAX
verzeichnete nach einem schwachen Jahr 2022 (-12,3%) einen
deutlichen Wertzuwachs in Höhe von 20,3%.
Die Aussagen und Daten zum gesamtwirtschaftlichen
Umfeld basieren auf den Publikationen "World Economic
Outlook - Update Jan 2024" des IWF,
"Jahreswirtschaftsbericht 2023" des BMWK, der
Presseinformation "Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2022"
der Creditreform und der Beitragsstatistik des GDV.
Geschäftsverlauf
Geschäftsergebnisse im
Überblick
Die INTER Kranken konnte im Geschäftsjahr erneut
aus Sicht des Vorstandes ein gutes Ergebnis erzielen, an
dem die Versicherungsnehmer im Zuge der
Überschussbeteiligung prozentual wieder in sehr hohem
Maße beteiligt wurden. Der Jahresüberschuss
betrug nach Zuteilung an die Versicherungsnehmer T€
8.400 (Vorjahr T€ 10.000) und das Eigenkapital belief
sich am Bilanzstichtag auf T€ 283.900 nach T€
277.500 im Vorjahr. Im Geschäftsjahr erfolgte die
Ausschüttung einer Dividende von T€ 2.000 an den
INTER Verein.
Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich
um 1,9% auf T€ 766.578 (Vorjahr T€ 751.940). Der
Versichertenbestand in der Zusatzversicherung konnte im
Geschäftsjahr nahezu auf Vorjahresniveau stabilisiert
werden. Der Versichertenbestand in der Vollversicherung
verzeichnet hingegen einen Rückgang.
Die Abschlussaufwendungen erhöhten sich auf
T€ 60.729 (Vorjahr T€ 59.172), die
Abschlusskostenquote stieg leicht auf 7,93% (Vorjahr
7,87%). Die Verwaltungsaufwendungen gingen um 8,2%
zurück (Vorjahr ein Rückgang von 2,0%). Die
Verwaltungskostenquote verringerte sich auf 2,45% (Vorjahr
2,72%).
Die Kapitalanlagen leisteten im Geschäftsjahr
abermals einen signifikanten Ergebnisbeitrag. Das
Nettoergebnis der Kapitalanlagen betrug im
Geschäftsjahr T€ 224.053 nach T€ 277.256 im
Vorjahr. Die Nettoverzinsung lag bei 3,41% nach 4,37% im
Vorjahr.
Der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung (RfB) wurden zusätzliche
Mittel in Höhe von T€ 76.948 (Vorjahr T€
92.690) gutgebracht. Für die poolrelevante
Pflegepflichtversicherung konnte ein erfolgsabhängiger
Betrag von T€ 31.307 (Vorjahr T€ 15.588)
zugeführt werden. Die Bilanzposition betrug am
Bilanzstichtag somit in Summe T€ 307.237 (Vorjahr
T€ 315.115). Dies ermöglicht es der INTER
Kranken, neben der Ausschüttung von weiterhin
attraktiven Beitragsrückerstattungen, künftige
Beitragsanpassungen abzumildern.
Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres wurden
für die Versicherungsnehmer insgesamt T€ 17.740
(Vorjahr T€ 51.810) als Direktgutschrift bzw. als
Mittel zur Limitierung von Beitragsänderungen bei
Versicherten, die älter als 65 Jahre sind,
gutgeschrieben bzw. reserviert.
Der Vergleich der Aussagen im Prognosebericht des
Geschäftsberichts der INTER Kranken aus 2022 mit den
Ergebnissen 2023 zeigt folgendes Bild:
Die Prognose für das Jahr 2023 wurde
weitestgehend bestätigt. Für den Bestand in der
Vollversicherung wurde ein leicht rückläufiges
Volumen korrekt vorhergesehen und der prognostizierte
leichte Rückgang der Anzahl der Verträge des
Gesamtbestands ist eingetreten. Der prognostizierte leichte
Anstieg der Beitragseinnahmen ist trotz eines moderat
rückläufigen Neugeschäfts eingetreten. Das
prognostizierte moderate Wachstum in der
Krankenzusatzversicherung ist eingetreten. Die Aufwendungen
für Versicherungsfälle sind angestiegen,
allerdings stärker als erwartet. Die
Verwaltungskostenquote ist gemäß der Prognose
leicht gesunken.
Die Verzinsungskennzahlen für die Kapitalanlage
lagen unterhalb der Prognosen. Die Nettoverzinsung
erreichte 3,41% und die laufende Durchschnittsverzinsung
3,52%. Der Prognosewert lag für beide Kennzahlen bei
3,8%. Der prognostizierte deutliche Rückgang des
Kapitalanlagenergebnisses ist wie erwartet eingetreten.
Die von der INTER Kranken für 2023
prognostizierte Rohüberschussquote von über 20%
wurde unterschritten und der Rohüberschuss hat sich
entsprechend der Prognose reduziert. Die Eigenkapitalquote
lag gemäß der Prognose bei 37% und die RfB-Quote
entwickelte sich gemäß der Prognose bei
über 40% stabil.
Der Personalbestand im Innendienst hat sich
gemäß der Prognose im Jahr 2023 leicht
reduziert.
Beitragseinnahmen
Im Geschäftsjahr stiegen die gebuchten
Bruttobeiträge von T€ 751.940 im Vorjahr um 1,9%
auf T€ 766.578. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf
die Beitragsanpassung in der Pflegepflichtversicherung
zurückzuführen. Die verdienten Nettobeiträge
erhöhten sich von T€ 751.893 im Vorjahr um 1,9%
auf T€ 766.091.
Gebuchte Bruttobeiträge in Mio.
€
Die Beiträge aus der Rückstellung für
Beitragsrückerstattung betrugen im Geschäftsjahr
T€ 92.059 nach T€ 23.136 im Vorjahr.
Insgesamt erhöhte sich die Summe aus den
verdienten Nettobeiträgen und den Beiträgen aus
der Rückstellung für Beitragsrückerstattung
um 10,7% auf T€ 858.150 nach T€ 775.029 im
Vorjahr.
Die Bruttobeiträge (ohne die Beiträge aus
der Rückstellung für Beitragsrückerstattung
und ohne die Beiträge aus aktiver
Rückversicherung von T€ 110) verteilten sich
prozentual wie folgt auf die einzelnen Versicherungsarten:
Beitragsverteilung
|
2023 |
2022 |
|
% |
% |
|
Krankheitskostenvollversicherungen |
71,0 |
73,1 |
|
Krankentagegeldversicherungen |
3,7 |
3,9 |
|
Krankenhaustagegeldversicherungen |
0,4 |
0,4 |
|
Krankheitskostenteilversicherungen |
8,2 |
8,2 |
|
Pflegepflichtversicherungen |
15,7 |
13,4 |
| Ergänzende
Pflegezusatzversicherungen |
0,5 |
0,4 |
|
Auslandsreisekrankenversicherungen |
0,6 |
0,6 |
|
100,0 |
100,0 |
Wie alle gesetzlichen Krankenkassen und privaten
Krankenversicherungen ist auch die INTER Kranken mit der
Nichtzahlerproblematik konfrontiert. Die betroffenen
Verträge wurden entsprechend in den Notlagentarif
umgestellt. Die Anzahl der im Notlagentarif versicherten
Personen ist mit 1.089 (Vorjahr 1.109) zwar
rückläufig, befindet sich aber weiterhin auf
einem hohen Niveau.
Bestandsentwicklung
Die Anzahl der bei der INTER Kranken versicherten
Personen reduzierte sich von 386.112 Personen im Vorjahr um
0,9% auf 382.694 Personen. Beim Versichertenbestand in der
Vollversicherung ergab sich ein Rückgang auf 122.588
Personen (Vorjahr 124.595 Personen). Die Anzahl der
zusatzversicherten Personen verringerte sich
geringfügig um 0,5% von 261.517 Personen im Vorjahr
auf 260.106 Personen. Die Zusammensetzung des Bestandes an
versicherten natürlichen Personen befindet sich im
Anhang.
Anzahl der versicherten
natürlichen Personen
Aufwendungen für
Versicherungsfälle
Die Aufwendungen für Versicherungsfälle
erhöhten sich im Geschäftsjahr von T€
633.726 um 4,5% auf T€ 662.103. In der berechneten
Entwicklung nicht enthalten sind T€ 94 aus der aktiven
Rückversicherung.
Dabei stiegen die Zahlungen für
Versicherungsfälle aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft deutlich um 12,5% auf T€
677.908 (Vorjahr T€ 602.524). Haupttreiber
hierfür sind neben der medizinischen Inflation auch
Sondereffekte, die sich im Wesentlichen daraus ergeben,
dass im Bereich Leistungsabwicklung
Arbeitsrückstände abgetragen wurden.
Der nach einem statistischen Näherungsverfahren
zu bildenden Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle waren insgesamt
T€ 15.805 zu entnehmen. Sie betrug zum Bilanzstichtag
T€ 177.604 (Vorjahr T€ 193.409).
Aufwendungen für
Versicherungsfälle in Mio. €
Von den Zahlungen für Versicherungsfälle
aus dem selbst abgeschossenen Versicherungsgeschäft,
einschließlich der Schadenregulierungsaufwendungen,
entfielen T€ 491.297 (Vorjahr T€ 437.191) auf
Geschäftsjahresschäden und T€ 186.611
(Vorjahr T€ 165.333) auf Vorjahresleistungen.
Die Zahlungen für Versicherungsfälle ohne
die Zahlungen aus aktiver Rückversicherung in
Höhe von T€ 94, verteilten sich im Vergleich zum
Vorjahr prozentual wie folgt:
Zahlungen für
Versicherungsfälle
|
2023 |
2022 |
|
% |
% |
|
Krankheitskostenvollversicherungen |
79,4 |
78,2 |
|
Krankentagegeldversicherungen |
4,2 |
4,7 |
|
Krankenhaustagegeldversicherungen |
0,6 |
0,6 |
|
Krankheitskostenteilversicherungen |
7,1 |
6,9 |
|
Pflegepflichtversicherungen |
8,1 |
9,2 |
| Ergänzende
Pflegezusatzversicherungen |
0,2 |
0,2 |
|
Auslandsreisekrankenversicherungen |
0,4 |
0,3 |
|
100,0 |
100,0 |
Aus der Abwicklung der im Vorjahresabschluss
gebildeten Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle resultierte im
Geschäftsjahr ein Abwicklungsgewinn von T€ 6.798
(im Vorjahr Abwicklungsverlust von T€ 3.126). Die
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle wurde im Vorjahr mit
zusätzlichen Sicherheiten gebildet, um einen erneuten
Abwicklungsverlust zu vermeiden.
Die Schadenquote betrug 80,0% nach 78,4% im Vorjahr.
Diese Quote zeigt, in welchem Umfang die Beitragseinnahmen
unmittelbar in Versicherungsleistungen und
Alterungsrückstellungen fließen. Sie umfasst
damit nicht nur die Aufwendungen für gegenwärtige
Erstattungsleistungen, sondern auch die Zuführungen zu
den Rückstellungen für das mit dem Alter
wachsende Krankheitskostenrisiko.
Aufwendungen für den
Versicherungsbetrieb
Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb
setzen sich aus Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen
zusammen.
Die Abschlussaufwendungen sind insbesondere vom
Vermittlungserfolg des Außendienstes abhängig.
Die Abschlussaufwendungen erhöhten sich auf T€
60.729 (Vorjahr T€ 59.172), die Abschlusskostenquote
stieg leicht auf 7,92% (Vorjahr 7,87%).
Die Verwaltungsaufwendungen gingen um 8,2% auf
T€ 18.779 zurück (Vorjahr T€ 20.446) in
Folge von Kosteneinsparungen. Die Verwaltungskostenquote
verringerte sich auf 2,45% (Vorjahr 2,72%).
Beitragsrückerstattung
Rund 36 Tsd. Versicherungsnehmer erhielten im
Geschäftsjahr eine Beitragsrückerstattung (BRE)
für die Nichtinanspruchnahme von
Versicherungsleistungen in den Vorjahren. Dafür hat
die INTER Kranken im Geschäftsjahr T€ 25.969
(Vorjahr T€ 26.473) an die Versicherungsnehmer
ausgezahlt.
Der Vorstand hat im Geschäftsjahr die Höhe
der BRE bei Leistungsfreiheit im Jahr 2023 mit Auszahlung
im Jahr 2024 beschlossen. Die Höhe der Auszahlungen
ist abhängig vom versicherten Tarif und der Anzahl der
leistungsfreien Jahre (1 bis 7 Jahre). Tarife, die
ausschließlich Leistungen bei stationärer
Behandlung vorsehen, erhalten keine BRE.
Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage
Kapitalanlagen
Die Kapitalanlagen erhöhten sich um 3,3% auf
T€ 6.686.425 (Vorjahr T€ 6.472.038). Das
Geschäftsjahr stand bei den Kapitalanlagen im Zeichen
der Ausweitung des Portfolioaufbaus für Alternative
Anlagen. Unter Alternativen Anlagen werden die Assetklassen
Immobilien, Infrastrukturanlagen, nicht notierte
Unternehmensbeteiligungen (Private Equity), nicht notierte
Unternehmensdarlehen (Private Debt Corporates) und nicht
notierte Immobilienfinanzierungen (Private Debt Real
Estate) zusammengefasst. Die INTER Kranken investiert mit
Ausnahme einiger Immobilienobjekte im Direktbestand
ausschließlich über Fonds in diese Anlagearten.
Ihr Anteil am Anlageportfolio stieg von 30,7% auf 32,8% an.
Im Gegenzug ging der Anteil der direkt gehaltenen
Zinsanlagen (Inhaberschuldverschreibungen,
Hypothekendarlehen und Ausleihungen) von 59,3% auf 57,0%
zurück und der Anteil des
Renten-Spezialsondervermögens verringerte sich von
8,5% auf 8,2%. Der Anteil der kurzfristigen Einlagen bei
Kreditinstituten reduzierte sich von 1,4% auf 0,7%. Die
strategischen Anlagen blieben unverändert bei einem
Anteil von unter 0,1%. Unter den strategischen Anlagen
gruppieren sich Unternehmensbeteiligungen.
Entwicklung der Kapitalanlagen in Mio.
€
Im Bereich der Alternativen Anlagen gab die INTER
Kranken im Geschäftsjahr neue Kapitalzusagen für
Private Equity in Höhe von T€ 123.995 ab. Die
planmäßigen Kapitalabrufe überstiegen die
Rückzahlungen aus den Fonds dieser Anlageklasse um
T€ 78.420. Die Buchwerte stiegen demzufolge auf
T€ 811.974 (Vorjahr T€ 733.554) an. Für
Private Debt Corporates zeichnete das Unternehmen im
Geschäftsjahr neue Kapitalzusagen in Höhe von
T€ 50.000.
Die planmäßigen Kapitalabrufe
überstiegen die Rückzahlungen aus den Fonds
dieser Anlageklasse um T€ 35.438, so dass die
Buchwerte auf T€ 460.659 (Vorjahr T€ 425.221)
anwuchsen. In der noch jungen Assetklasse Private Debt Real
Estate zeichnete das Unternehmen weitere T€ 50.000
neue Kapitalzusagen. Die planmäßigen Abrufe
überstiegen die Rückflüsse um T€
76.150. Die Buchwerte lagen am Jahresende bei T€
170.120 (Vorjahr T€ 93.970). Für Immobilienfonds
wurden neue Zeichnungszusagen in Höhe von T€
60.000 abgegeben. Die Buchwerte der Immobilienfonds, die
sich teilweise in der Liquidationsphase befinden, stiegen
aufgrund der planmäßigen Kapitalabrufe um
T€ 68.502 auf T€ 424.946 (Vorjahr T€
356.445) an. Bei den Immobilien im Direktbestand gab es
keine Bestandsveränderungen. Insgesamt gingen die
Buchwerte aufgrund von ordentlichen und
außerordentlichen Abschreibungen um T€ 8.603 auf
T€ 90.505 (Vorjahr T€ 98.189) zurück. Im
Bereich Infrastrukturanlagen wurden im Geschäftsjahr
neue Kapitalzusagen in Höhe von T€ 100.000
abgegeben. Der Bestand stieg um T€ 40.409 auf T€
322.767 (Vorjahr T€ 282.358).
Die über die Zeichnungsverpflichtungen
hinausgehenden freien Mittel wurden in Höhe von
T€ 140.408 in langlaufende gedeckte oder staatlich
besicherte Zinsanlagen mit überwiegend sehr guter
Bonität angelegt. Dem standen im Geschäftsjahr
Rückzahlungen aus Verkäufen von Zinsanlagen in
Höhe von T€ 15.933 und aus
vertragsmäßigen Tilgungen in Höhe von
T€ 157.866 gegenüber. Insgesamt verringerten sich
die direkt gehaltenen Zinsanlagen um T€ 30 auf T€
3.808.635 (Vorjahr T€ 3.839.066). Der Buchwert des
Renten-Spezialsondervermögen blieb konstant auf
T€ 549.175.
Die kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten
gingen um T€ 46.401 auf T€ 47.000 (Vorjahr
T€ 93.401) zurück.
Die strategischen Anlagen reduzierten sich um T€
16 auf T€ 642 (Vorjahr T€ 658).
Gegenüber dem Vorjahr hat sich die risikolose
Zinskurve außergewöhnlich stark nach unten
verschoben. Bei den Risikoaufschlägen kam es im
Geschäftsjahr zu einer Erhöhung für die
Anleihen im Bestand des Unternehmens.
In diesem Marktumfeld sind die saldierten
Bewertungsreserven der INTER Kranken nach
Berücksichtigung von Agio und Disagio auf T€
210.253 gestiegen (Vorjahr T€ 47.572). Das Unternehmen
wies damit eine Reservequote in Höhe von 3,1% (Vorjahr
0,7%) aus. Die Bruttoreserven betrugen T€ 582.461 und
standen Bruttolasten in Höhe von T€ 372.208
gegenüber. Die Bruttolasten resultierten mit T€
357.559 hauptsächlich aus langlaufenden Zinsanlagen,
die in der Phase niedriger Zinsen vor dem Jahr 2022
erworben wurden.
Entwicklung der Bewertungsreserven in
Mio. € *⁾
*) Die Angaben berücksichtigen die beim
Abgang aufzulösenden Agio-/Disagiobeträge
Eine detaillierte Gegenüberstellung der Buch-
und Zeitwerte sowie eine Darstellung zur Entwicklung der
Kapitalanlagen befinden sich im Anhang.
Ergebnis der Kapitalanlagen
Im Geschäftsjahr gingen die laufenden
Erträge auf T€ 239.215 (Vorjahr T€ 282.722)
zurück. Der Rückgang wurde erwartet, da im
Vorjahr außergewöhnlich hohe Erträge auf
Alternative Anlagen vereinnahmt werden konnten. Die
laufenden Aufwendungen sanken auf T€ 7.508 (Vorjahr
T€ 7.633). Darin enthalten sind laufende
Abschreibungen auf Immobilien in Höhe von T€
2.723 (Vorjahr T€ 2.778).
Das außerplanmäßige Ergebnis - das
sich im Wesentlichen aus Abschreibungen, Abgangsgewinnen
und -verlusten bei der Rückgabe von Fondsanteilen
sowie beim Verkauf von Inhaber- und
Namensschuldverschreibungen speist - lag im
Geschäftsjahr mit T€ -7.654 (Vorjahr T€
2.167) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die
Erhöhung der außerplanmäßigen
Abschreibungen resultierte aus einem Immobilienobjekt im
Direktbestand. Darüber hinaus wurden
außerplanmäßige Abschreibungen bei
Fondsanteilen, Inhaberschuldverschreibungen und
Hypothekendarlehen vorgenommen.
Entwicklung des
Kapitalanlageergebnisses netto in Mio. €
Das laufende Ergebnis der Kapitalanlagen ist auf
T€ 231.707 (Vorjahr T€ 275.089) gesunken. Das
Nettoergebnis der Kapitalanlagen betrug im
Geschäftsjahr T€ 224.053 (Vorjahr T€
277.255).
Die genaue Zusammensetzung des
Kapitalanlageergebnisses (netto) kann der nachfolgenden
Tabelle entnommen werden.
Kapitalanlageergebnis netto
|
2019 |
2020 |
2021 |
2022 |
2023 |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| Laufende
Erträge |
211.278 |
208.288 |
292.076 |
282.722 |
239.215 |
| Kosten für
Instandhaltung von Immobilien |
1.562 |
1.881 |
3.123 |
2.027 |
1.726 |
| Kosten für
Vermögensverwaltung |
3.172 |
4.536 |
2.638 |
2.828 |
3.059 |
Planmäßige
Abschreibungen auf
Immobilien |
2.808 |
2.704 |
2.788 |
2.778 |
2.723 |
| Laufendes Ergebnis |
203.736 |
199.166 |
283.526 |
275.089 |
231.707 |
Gewinne aus dem Abgang
von
Kapitalanlagen |
1.758 |
9.073 |
4.563 |
8.496 |
560 |
Verluste aus dem Abgang
von
Kapitalanlagen |
1.092 |
275 |
1.125 |
3.111 |
78 |
| Erträge aus
Zuschreibungen |
800 |
13 |
551 |
0 |
0 |
Außerplanmäßige Abschreibungen auf
Kapitalanlagen |
6 |
0 |
1.680 |
3.219 |
8.136 |
|
Außerplanmäßiges Ergebnis |
1.460 |
8.811 |
2.309 |
2.167 |
-7.654 |
| Kapitalanlageergebnis
netto |
205.196 |
207.977 |
285.835 |
277.256 |
224.053 |
Die laufende Durchschnittsverzinsung hielt sich mit
3,52% (Vorjahr 4,34%) auf einem sehr hohen Niveau.
Die Nettoverzinsung betrug 3,41% (Vorjahr 4,37%). Die
Entwicklung im Vergleich zum risikolosen Kapitalmarktzins
wird in der folgenden Tabelle dargestellt.
Verzinsung der Kapitalanlage und
Kapitalmarktzins in %
Verzinsung der Kapitalanlagen und
Kapitalmarktzins
Versicherungstechnische
Rückstellungen
Die versicherungstechnischen
Bruttorückstellungen haben sich im Geschäftsjahr
um 3,1% auf insgesamt T€ 6.519.699 erhöht nach
T€ 6.322.783 im Vorjahr.
Dabei entfielen 92,3% auf die
Deckungsrückstellung mit T€ 6.019.198
(Vorjahr T€ 5.797.739). Die Zuführung
betrug T€ 221.459 (Vorjahr T€ 190.698), davon
T€ 17.082 (Vorjahr T€ 48.928) als
Direktgutschrift. Die Rückstellung für
erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung hat einen
Anteil von 4,7% und betrug T€ 307.237 nach
T€ 315.115 im Vorjahr. Dies resultiert aus
einer die Zuführung übersteigenden Entnahme in
Höhe von T€ 108.255 (Vorjahr T€ 108.278).
Zur Milderung von Beitragserhöhungen wurden
T€ 90.164 (Vorjahr T€ 21.670) und für
Beitragsrückerstattung für Leistungsfreiheit
T€ 25.969 (Vorjahr T€ 26.473) entnommen. Die
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle verringerte sich im
Geschäftsjahr auf T€ 177.604 (Vorjahr
T€ 193.409). Der Rückgang ist im
Wesentlichen auf die zum Jahresende geringeren
Arbeitsrückstände in der Leistungsabwicklung
zurückzuführen. Weiterhin werden unter den
versicherungstechnischen Rückstellungen noch die
Beitragsüberträge mit T€ 6.826
(Vorjahr T€ 6.340), die Rückstellung
für erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung mit T€ 8.341
(Vorjahr T€ 9.503) und die sonstigen
versicherungstechnischen Rückstellungen mit
T€ 493 (Vorjahr T€ 678) ausgewiesen.
An Rückversicherer waren keine Anteile
abzugeben, daher entsprechen die versicherungstechnischen
Bruttorückstellungen den Nettowerten.
Ergebnisquellen
Jede der Ergebnisquellen Kapitalanlagen, Risiko und
Kosten hat einen positiven Beitrag geleistet.
Das Risikoergebnis hat in 2023 das stärkste
Gewicht und ist wie in den Vorjahren auch ohne
Berücksichtigung des Sicherheitszuschlags positiv.
Daneben hat das Kapitalanlageergebnis im hohen Maße
zum Erfolg beigetragen.
Überschussverwendung
Der Jahresüberschuss betrug im
Geschäftsjahr T€ 8.400 (Vorjahr T€ 10.000).
Der Rückstellung für erfolgsabhängige
Beitragsrückerstattung konnte ein Betrag von T€
76.948 (Vorjahr T€ 92.690) zugeführt werden.
Hinzu kam die RfB-Zuführung für die poolrelevante
Pflegepflichtversicherung in Höhe von T€ 31.307
(Vorjahr T€ 15.588). Die erfolgsabhängige RfB
betrug am Bilanzstichtag somit T€ 307.237 (Vorjahr
T€ 315.115). Dies ermöglicht es der INTER
Kranken, neben der Ausschüttung von weiterhin
attraktiven Beitragsrückerstattungen, künftige
Beitragsanpassungen abzumildern.
Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres wurden
für die Versicherungsnehmer insgesamt T€ 17.740
(Vorjahr T€ 51.810) als Direktgutschriften bzw. als
Mittel zur Limitierung von Beitragsänderungen bei
Versicherten, die älter als 65 Jahre sind,
gutgeschrieben bzw. reserviert.
Entsprechend des Gewinnverwendungsvorschlags des
Vorstands sollen aus dem Bilanzgewinn T€. 7.400 in die
Gewinnrücklage eingestellt werden. An den INTER Verein
soll eine Dividende von T€ 1.000 ausgezahlt werden.
Eigenkapital
Der Jahresüberschuss 2023 betrug T€ 8.400.
Davon sind T€ 1.000 zur Ausschüttung einer
Dividende im Gewinnverwendungsvorschlag vorgesehen. Das
Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag T€ 283.900
(Vorjahr T€ 277.500 vor Ausschüttung einer
Dividende von T€ 2.000).
Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem
gezeichneten Kapital von T€ 5.000 (Vorjahr T€
5.000), der Kapitalrücklage von T€ 201.180
(Vorjahr T€ 201.180), den Gewinnrücklagen von
T€ 69.320 (Vorjahr T€ 61.320) und dem
Bilanzgewinn von T€ 8.400 (Vorjahr T€ 10.000).
Damit verfügt die INTER Kranken weiterhin
über eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.
Das Eigenkapital dient der INTER Kranken als sichere
Basis für die laufende Geschäftstätigkeit
und damit zur dauerhaften Erfüllung der
Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen.
Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt
36,93% (Vorjahr 36,64%). Diese ist in der
Krankenversicherung definiert als das Verhältnis
"Eigenkapital (abzüglich Dividendenzahlungen zu
verdienten Bruttobeiträgen" und ist ein Maßstab
für die Solvabilität des Unternehmens. Ein hohes
Eigenkapital versetzt das Unternehmen in die Lage,
kurzfristige Verluste auszugleichen.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
Menschlich, engagiert, begeisternd. Dies sind die
zentralen Werte, die das Handeln im Unternehmen bestimmen.
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die
Vertriebspartner der INTER tragen maßgeblich zum
Unternehmenserfolg bei. Daher investiert die INTER
kontinuierlich in die Qualifizierung und Weiterentwicklung
ihres Personals. Sie unterstützt die Mitarbeitenden
bei berufsbegleitenden fachlichen und überfachlichen
Fortbildungen, indem sie sich an den Fortbildungskosten und
-zeiten beteiligt. Beispielsweise werden die Ausbildung zum
Versicherungsfachwirt, wirtschaftswissenschaftliche
Bachelor- und Masterstudiengänge sowie
versicherungsfachliche Studiengänge der Deutschen
Versicherungsakademie gefördert. Daneben bietet die
INTER sowohl Präsenz- als auch Onlinetrainings in
verschiedenen Feldern, wie Arbeitsmethodik,
Selbstmanagement und Kommunikation, an.
Unter dem Motto "Gemeinsam zum Erfolg" wurde im
Geschäftsjahr ein neues Entwicklungsprogramms für
Potenzialträger gestartet. In diesem vertiefen und
festigen die Teilnehmenden ihre
Schlüsselqualifikationen als Vorbereitung für den
Einstieg in einen der drei Karrierewege Führungs-,
Projektmanagement- oder Expertenlaufbahn. Im Vordergrund
stehen dabei die Themengebiete Change-Management, Feedback,
Strategiekompetenz und Selbstmanagement.
Mitarbeitende, die als Projektleiter tätig
werden, können sich in einem modular aufgebauten
Trainingsprogramm praxisnah qualifizieren. Neben
klassischen Projektmanagementmethoden liegt der Fokus hier
auf agilen Arbeitsformen.
Im beständigen Veränderungsprozess hin zu
einem Unternehmen, das den Herausforderungen auf dem
Versicherungsmarkt und an den Arbeitgeber von morgen
gewachsen ist, kommt den Führungskräften eine
zentrale Funktion zu. In ihrer Rolle tragen sie die
Verantwortung für die Weiterentwicklung des
Unternehmens und behalten die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter als wertvollste Ressource im Fokus. In ihrer
Führungsrolle werden die Führungskräfte in
Trainings und Workshops unterstützt. Das
jährliche Mitarbeiterentwicklungsgespräch bietet
Führungskräften eine Plattform, mit ihren
Mitarbeitenden in einen strukturierten Austausch zu gehen,
Feedback zu geben, Entwicklungsfelder zu besprechen und
gezielte Weiterentwicklungsmaßnahmen zu vereinbaren.
Ende 2023 wurde eine INTER-weite Mitarbeiterbefragung
durchgeführt, die zukünftig in
regelmäßigen Abständen wiederholt wird.
Zielsetzung ist es, aktuelle Themen und Handlungsfelder,
welche die Belegschaft bewegen, frühzeitig erkennen
und aufgreifen zu können. So können alle
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der INTER dazu beitragen,
das Unternehmen aktiv mitzugestalten und kontinuierlich zu
verbessern.
Die INTER stellt sich als moderner Arbeitgeber ihrer
sozialen Verantwortung und wirkt auf ein
partnerschaftliches Zusammenwirken im Betrieb hin. Das
betriebliche Gesundheitsmanagement, zahlreiche
Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf,
die Flexibilität des mobilen Arbeitens, bis hin zum
Angebot einer attraktiven betrieblichen Altersversorgung
zahlen hierauf positiv ein.
Zahlen und Fakten
|
2023 |
2022 |
| Mitarbeiter (Stichtag
31.12.) |
1.071 |
1.131 |
| davon im
Innendienst |
975 |
1.018 |
| davon im angestellten
Außendienst |
62 |
74 |
| davon Auszubildende |
34 |
39 |
| Anteil Frauen |
60% |
60% |
| Anteil Männer |
40% |
40% |
| Teilzeitquote
gesamt |
30% |
28% |
| Anteil Akademiker
Innendienst (ohne Auszubildende) |
30% |
31% |
| Durchschnittsalter
Innendienst (ohne Auszubildende; Durchschnitt in
Jahren) |
46,8 |
46,4 |
| Durchschnittsalter
Außendienst (ohne Auszubildende; Durchschnitt
in Jahren) |
52,1 |
49,6 |
| Durchschnittliche
Betriebszugehörigkeit Innendienst* (ohne
Auszubildende; Durchschnitt in Jahren) |
19,3 |
19,0 |
| Durchschnittlichen
Betriebszugehörigkeit Außendienst* (ohne
Auszubildende; Durchschnitt in Jahren) |
15,5 |
13,5 |
* Die Zahlen beziehen sich auf die INTER
Versicherungsgruppe
Dank an die Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter
An dieser Stelle dankt der Vorstand ausdrücklich
allen Vertriebspartnern sowie allen Beschäftigten in
den Geschäftsstellen und in der Direktion für
ihren erfolgreichen Einsatz im vergangenen Jahr.
Vertrieb
Die Vertriebspartner in der Ausschließlichkeit,
die Mehrfachagenturen und die Makler stehen für den
vertrieblichen Erfolg der INTER Versicherungsgruppe.
Führungskräfte im Vertrieb leiten die regionalen
Geschäftsstellen mit den gebundenen Vertriebspartnern.
Dank leistungsstarker Tablet-PCs verfügen die
Vertriebspartner der Ausschließlichkeitsorganisation
der INTER über die technischen Möglichkeiten
einer modernen und effizienten Beratung, u. a. mit der
systematischen, DIN-zertifizierten Bedarfsanalyse oder der
Möglichkeit von Online-Schadenmeldungen, welche direkt
über die Tablet-PCs ausgefüllt und samt Fotos
weitergeleitet werden können. Ferner stehen den
Vertriebspartnern alle Verkaufshilfen auf dem Tablet-PC zur
Verfügung. Qualifizierte Vertriebspartner sind eine
der wichtigsten Ressourcen eines Versicherungsunternehmens,
daher investiert die INTER gezielt in deren Aus- und
Weiterbildung, beispielsweise mittels der attraktiven
Bildungsangebote der INTER Akademie.
Zum 31.12.2023 sind insgesamt 201 Vertriebspartner
gemäß §84 HGB (Selbstständige), 13
Vertriebspartner gemäß §59 HGB
(Angestellte) sowie 8 Auszubildende im Vertrieb nach
§59 HGB (Angestellte) beschäftigt.
Die INTER hat mit insgesamt 7.672 Maklern und
Mehrfachagenturen Vermittlungsverträge geschlossen.
Zum Ende des Geschäftsjahres ist die INTER an
bundesweit 27 Standorten mit Geschäftsstellen und
darüber hinaus durch weitere Servicestellen vertreten.
Erklärung zur Umsetzung des
Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und
Männern an Führungspositionen
Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat
der Aufsichtsrat eine Zielgröße von zwei Frauen
an den insgesamt neun Mandaten festgelegt. Diese ist im
Geschäftsjahr erfüllt worden.
Die Frauenquote im Vorstand liegt derzeit bei 0%.
Eine Aufstockung des Vorstands ausschließlich zur
Sicherstellung einer Frauenquote ist nicht beabsichtigt.
Daher hat der Aufsichtsrat hinsichtlich der Zusammensetzung
des Vorstands für den Frauenanteil eine
Zielgröße von 0% bestimmt.
Die beiden Zielgrößen wurden vom
Aufsichtsrat mit Frist bis zum 31.12.2025 festgelegt.
Der Frauenanteil in den Führungsebenen der INTER
Kranken liegt inklusive des Vertriebs bei 12,9% auf der
ersten Führungsebene. Die Zielquote von 11,1% wurde
damit erreicht. Auf der zweiten Führungsebene liegt
der Frauenanteil inklusive des Vertriebs bei 21,1% bei
einer Zielquote von 18,0%. Der Vorstand hat entschieden,
die Zielquoten beizubehalten.
Nichtfinanzielle Erklärung
Die INTER Kranken ist nach § 289b Abs. 2 HGB von
der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine
nichtfinanzielle Erklärung befreit. Wir verweisen hier
auf den gesonderten nichtfinanziellen Bericht der INTER
Versicherungsgruppe, der auf folgender Seite
https://www.inter.de/ueber-uns/
die-unternehmen/nachhaltigkeit veröffentlicht wird.
Eine ausführlichere Berichterstattung erfolgt im
Konzernabschluss des INTER Verein. Dieser wird unter
https://www.inter.de/ueber-uns/berichte
veröffentlicht.
Risikomanagement
Risikomanagementsystem
Die INTER Kranken ist im Rahmen der regulären
Geschäftstätigkeit laufend einer Vielzahl von
Risiken ausgesetzt. Ziel des Unternehmens ist es, diesen
Risiken durch eine aktive Risikosteuerung zu begegnen, um
die positive Entwicklung des Unternehmens dauerhaft
sicherzustellen.
Hierzu hat die INTER Kranken ein
Risikomanagementsystem aufgebaut, das in die
Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des
Unternehmens integriert ist. Das Risikomanagementsystem
umfasst die mit der Geschäftsstrategie verzahnte
Risikostrategie sowie interne Prozesse und Meldeverfahren,
um die Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu
identifizieren, zu bewerten, zu überwachen und zu
steuern sowie aussagefähig über diese Risiken zu
berichten. Darüber hinaus ist die Governancestruktur
der INTER Kranken so aufgebaut, dass sie das
Risikomanagementsystem sowie die Risikokultur im
Unternehmen unterstützt. Somit ist sichergestellt,
dass bestandsgefährdende wie auch neue Risiken
frühzeitig identifiziert, bewertet und in den
bestehenden Steuerungskreislauf integriert werden.
Das Eingehen von Risiken ermöglicht es dem
Unternehmen, Chancen am Markt zu nutzen und die
Attraktivität der Produkte für bestehende und
neue Kunden aufrechtzuerhalten. Die INTER Kranken
entwickelt ihr Produktportfolio permanent weiter, um durch
gezieltes Wachstum die Profitabilität der Gesellschaft
zu optimieren. Zudem wird die Servicequalität laufend
verbessert, um die Zufriedenheit der Kunden stetig zu
erhöhen. Der Themenkomplex Digitalisierung ist
für die INTER Kranken ebenfalls eine Chance, um
für ihre Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter
flexible Lösungen anzubieten, wie neue
Möglichkeiten der digitalen Interaktion mit Kunden
oder die Umsetzung von Homeofficelösungen für die
Mitarbeitenden.
Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Methoden
und Verfahren zur risikoorientierten Unternehmenssteuerung
ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die INTER
Kranken auch zukünftig die steigenden
Herausforderungen eines sich immer schneller
verändernden Markts meistern und die Risiken aus ihren
Geschäftsaktivitäten zielgerichtet steuern kann.
Risikostrategie
Aus der vom Vorstand verabschiedeten
Geschäftsstrategie wird die Risikostrategie abgeleitet
und jährlich überprüft. In der
Risikostrategie ist der risikopolitische Grundsatz
"Sicherheit vor Rendite" für unternehmerische
Entscheidungen verankert. Mit dem Ziel der jederzeitigen
Erfüllung interner und externer Anforderungen wurden
für die INTER Kranken Zielgrößen
festgelegt, die zur risikoorientierten Steuerung und zur
Sicherstellung der Risikotragfähigkeit eingesetzt
werden. Die Einhaltung der Zielgrößen wird
laufend überwacht.
Aufbauorganisation des
Risikomanagements
Vorstand
Der Vorstand der INTER Kranken ist insbesondere
verantwortlich für die Festlegung der
Geschäftsstrategie und der daraus abgeleiteten
Risikostrategie. Im Zuge dessen legt er Leitlinien für
das Risikomanagement und für die unternehmenseigene
Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (Own Risk and
Solvency Assessment, ORSA) fest. Er gibt die Risikotoleranz
für das Unternehmen vor, überwacht die Einhaltung
der Risikotragfähigkeit und entscheidet bei
wesentlichen risikorelevanten Ad-hoc-Ereignissen über
geeignete Maßnahmen.
Risikomanagementfunktion (RMF)
Die RMF unterstützt den Vorstand und die
weiteren Schlüsselfunktionen bei einer effektiven
Handhabung des Risikomanagementsystems, überwacht das
Risikomanagementsystem sowie das Risikoprofil und
analysiert regelmäßig die Risikosituation der
INTER Kranken. Sie ermittelt die
Solvabilitätssituation gemäß Standardformel
und ist für den ORSA-Prozess verantwortlich. Durch
interne Informations- und Schulungsveranstaltungen sowie
den laufenden Austausch zum Thema Risikomanagement mit den
dezentralen Risikobeauftragten (DRB) und den
risikoverantwortlichen Personen fördert die RMF die
laufende Weiterentwicklung der Risikokultur der INTER. Die
intern verantwortliche Person für die RMF der INTER
Kranken ist die Leitung des Bereichs Risikomanagement (RM).
Risikoausschuss
Zentrales Gremium der Risikomanagementorganisation
der INTER Kranken ist der Risikoausschuss unter Leitung der
RMF. Mitglieder sind das für das Risikomanagement
zuständige Vorstandsmitglied, die intern
verantwortliche Person der RMF sowie der
versicherungsmathematischen Funktion, der Bereichsleiter
Rechnungswesen sowie der Bereichsleiter
Unternehmensplanung/Controlling. Die intern verantwortliche
Person der Schlüsselfunktion Interne Revision ist
ständiger Gast im Risikoausschuss.
Im Risikoausschuss erfolgt die regelmäßige
Bewertung und Beratung der Risikosituation der INTER
Unternehmen, die Ableitung und Diskussion von
Maßnahmen zur Steuerung der Risikosituation, die
Empfehlung von Maßnahmen an den Vorstand und das
laufende Umsetzungscontrolling der Maßnahmen.
Dezentrale
Risikomanagementorganisation
Der zentrale Bereich Risikomanagement wird durch die
DRB in seiner Arbeit unterstützt. Neben der
regelmäßigen Identifikation und Bewertung der
Einzelrisiken im Rahmen der Risikoinventur beobachten die
DRB laufend die Risiken in ihrem
Zuständigkeitsbereich, implementieren geeignete
Kontrollen und entwickeln Maßnahmen zur
Risikoreduktion. Außerdem informieren die DRB bei
Erkennen von Ad-hoc-Risiken die verantwortliche Person
für die RMF.
Interne Revision des
Risikomanagementsystems
Die Interne Revision der INTER Kranken ist aufgrund
ihrer allgemeinen Aufgabenstellung und ihrer
prozessunabhängigen Position zuständig für
die unternehmensinterne Prüfung der
Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems.
Risikomanagementprozess
Der Risikomanagementprozess folgt dem Ablauf des Own
Risk and Solvency Assessment (ORSA) und umfasst die
Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung
sowie die Berichterstattung und Kommunikation der Risiken.
Risikoidentifikation
Bei der INTER Kranken werden Risiken im Rahmen einer
halbjährlichen Risikoinventur identifiziert und
hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit beurteilt. Auf die
wesentlichen Risiken wird nachfolgend eingegangen.
Risikobewertung
Die Risikobewertung erfolgt mithilfe der
Standardformel gemäß Solvency II. Die
Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement,
SCR) wird anhand des Risikomaßes Value at Risk zum
Konfidenzniveau 99,5% berechnet. Darüber hinaus werden
sonstige wesentliche Risiken anhand individueller
Bewertungsmaßstäbe wie Markt-, Wettbewerbs- und
Umfeldanalysen quantitativ bewertet. Die
Risikodiversifikation, als wesentlicher Aspekt des
Geschäftsmodells, wird in den Berechnungen
berücksichtigt. Die Angemessenheit der Risikobewertung
wird jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen
überprüft.
Risikosteuerung und
-überwachung
Die Ableitung von Steuerungsimpulsen erfolgt
regelmäßig aus der Beurteilung der
Risikosituation sowie der Überprüfung von
definierten Risikolimiten. Limite werden bei der INTER
Kranken für alle relevanten Risikokategorien
festgelegt. Die Auslastung der vom Vorstand festgelegten
Risikolimite wird laufend im Risikoausschuss
überwacht. Bei Limitverletzungen werden geeignete
Maßnahmen entwickelt, um das Risiko zu reduzieren.
Ad-hoc-Risikomeldungen
Neue bestandsgefährdende oder als wesentlich
beurteilte Risiken werden über einen etablierten
Prozess für Ad-hoc-Risikomeldungen kommuniziert. Zur
Orientierung, ab wann eine Meldung an die zuständige
Person für die RMF und gegebenenfalls an den Vorstand
zu erfolgen hat, sind Schwellenwerte definiert.
Interne Kommunikation und
Berichterstattung
Die qualitative und quantitative Berichterstattung
ist außerdem Bestandteil des
Risikomanagementprozesses. Darüber hinaus berichtet
die RMF regelmäßig im Risikoausschuss und an den
Vorstand über die aktuelle Risikosituation.
Versicherungstechnisches Risiko
Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das
Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder
Änderung der tatsächlichen
Schadenursachenkomplexe die eingetretenen Schadenleistungen
vom erwarteten Wert nachteilig abweichen. Bei der INTER
Kranken dominiert das krankenversicherungstechnische Risiko
nach Art der Lebensversicherung, insbesondere die
Unterkategorien Sterblichkeits-/Langlebigkeits-,
Invaliditäts-/Morbiditäts-, Storno- und
Kostenrisiko. Darüber hinaus wird das Storno-,
Prämien- und Reserverisiko nach Art der Schaden und
das Katastrophenrisiko ermittelt.
Sterblichkeits-/Langlebigkeitsrisiko
Das Sterblichkeits-/Langlebigkeitsrisiko steht
jeweils in direktem Zusammenhang mit dem Leben der
versicherten Person und beschreibt das Risiko eines
Verlustes oder einer nachhaltigen Veränderung des
Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, welches sich aus
Veränderungen in der Höhe, im Trend oder in der
Volatilität der Ausscheideordnungen ergibt.
Durch einen Anstieg der Sterblichkeitsraten werden
zukünftig geringere versicherungstechnische
Überschüsse erzielt, welche gegebenenfalls durch
die entstehenden Vererbungsgewinne nicht kompensiert werden
können.
Umgekehrt werden durch einen Rückgang der
Sterblichkeitsraten geringere Vererbungsgewinne erzielt,
welche gegebenenfalls durch die zukünftig realisierten
höheren Überschüsse nicht kompensiert werden
können.
Es ergibt sich somit ein Sterblichkeits- bzw.
Langlebigkeitsrisiko.
Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko
Das Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko
beschreibt das Risiko eines Verlustes oder einer
nachteiligen Veränderung des Werts der
Versicherungsverbindlichkeiten, welches sich aus
Veränderungen in der Höhe, im Trend oder bei der
Volatilität der Invaliditäts-, Krankheits- und
Morbiditätsraten ergibt.
Bei der Bewertung des Risikos für
Kostenersatzversicherungen wird sowohl ein veränderter
Trend in den Krankenversicherungsleistungen
(Inflationsrisiko) als auch eine veränderte Höhe
der Krankenversicherungsleistungen (Schätzrisiko)
unterstellt.
Das Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko der
Einkommensersatzversicherungen ergibt sich unter der
Annahme einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit
sowie eines veränderten Schweregrads von
Invalidität oder Krankheit.
Stornorisiko
Das Stornorisiko bildet den Verlust oder eine
nachteilige Veränderung der
Versicherungsverbindlichkeiten ab, die sich aus
Veränderungen in der Höhe oder der
Volatilität der Quoten hinsichtlich Storno und
Optionsausübung der Versicherungsnehmer ergeben. Zur
Ermittlung des Risikos werden genau diese
Versicherungsverträge mit dauerhaft erhöhten,
einmalig stark erhöhten oder dauerhaft
rückgängigen Stornoraten gestresst, für
welche das Eintreten der jeweiligen Ereignisse zu einem
Verlust für das Versicherungsunternehmen führen
würde.
Kostenrisiko
Das Kostenrisiko einer Krankenversicherung nach Art
der Lebensversicherung umfasst das Risiko eines Verlusts
oder einer nachteiligen Veränderung der
Versicherungsverbindlichkeiten, welches sich aus
Veränderungen in der Höhe, im Trend oder in der
Volatilität, der bei der Verwaltung von
Versicherungsverträgen anfallenden Kosten ergibt. Das
Kostenrisiko berücksichtigt Schwankungen aller Kosten,
die zur Erfüllung von Versicherungsverträgen
dienen. Diese umfassen zum Beispiel Kosten für
Personalaufwendungen, Provisionen von Vermittlern,
IT-Infrastruktur sowie genutzte Immobilien.
Beitragskalkulation und
Risikovorsorge
Im Zusammenhang mit den versicherungstechnischen
Risiken sind die Beitragskalkulation und die Risikovorsorge
von zentraler Bedeutung. Bei der INTER Kranken werden die
Beiträge mit vorsichtigen Rechnungsgrundlagen und den
erforderlichen Sicherheitszuschlägen kalkuliert, um
die dauerhafte Erfüllbarkeit aller vertraglichen
Verpflichtungen während der gesamten
Versicherungsdauer sicherzustellen. Dabei werden für
jeden Tarif zumindest jährlich die erforderlichen
Versicherungsleistungen mit den kalkulierten verglichen
sowie die kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten den
zuletzt durch die Bundesanstalt für
Finanzdienstleistung (BaFin) veröffentlichten
gegenübergestellt. Bei einer Abweichung oberhalb der
gesetzlich bzw. vertraglich festgelegten Schwellenwerte
sind die Beiträge zu überprüfen. Im Zuge
einer erforderlichen Nachkalkulation der Beiträge
(Beitragsanpassung) werden die weiteren Rechnungsgrundlagen
überprüft und gegebenenfalls an die
geänderten Verhältnisse angepasst. Die
Sterblichkeitsentwicklung in der privaten
Krankenversicherung wird vom Verband der Privaten
Krankenversicherung e.V. (PKV) fortlaufend systematisch
überwacht. Veränderungen bei der Sterblichkeit
führen zeitnah zu einer neuen PKV-Sterbetafel, die von
der Aufsichtsbehörde veröffentlicht wird. Die
INTER Kranken verwendet bei jeder Neu- und Nachkalkulation
die jeweils aktuelle Fassung der jährlich
veröffentlichten PKV-Sterbetafel. Darüber hinaus
werden neue Tarife der INTER Kranken durch einen
unabhängigen Sachverständigen geprüft und
erst nach dessen Unbedenklichkeitserklärung
eingeführt, um das Risiko einer gesetzlichen Haftung
gemäß § 155 Abs. 3 Satz 4 VAG zu mindern.
Das Risiko einer anders als erwartet verlaufenden
Entwicklung der Ausgaben für medizinische Behandlungen
aufgrund der Verteuerung bestehender oder der Etablierung
neuer Behandlungsmethoden wird laufend beobachtet. Die
INTER Kranken geht auch für die Zukunft von einer
weiteren Verbesserung der medizinischen
Behandlungsmöglichkeiten und einer damit
einhergehenden Kostensteigerung im Gesundheitswesen aus.
Das Verhältnis der erforderlichen zu den kalkulierten
Versicherungsleistungen wird deshalb jährlich
überprüft. Für das Neugeschäft und
für Vertragsänderungen bestehen
Annahmerichtlinien, um risikogerechte Beiträge
sicherzustellen.
Die von der INTER Kranken im Rahmen der Kalkulation
verwendeten Stornotafeln werden jährlich
überprüft und bei Bedarf dem veränderten
Stornoverhalten angepasst. Bei der Berechnung der
Stornowahrscheinlichkeiten werden in der
Krankheitskostenvollversicherung auch die Effekte aus der
Mitgabe der Übertragungswerte adäquat
berücksichtigt.
Um zu vermeiden, dass die eingerechneten Abschluss-
und Verwaltungskosten sowie Schadenregulierungskosten die
tatsächlichen Kosten nicht mehr decken, erfolgt
mindestens jährlich eine Analyse der Kostenentwicklung
des Unternehmens. Veränderungen werden sukzessive im
Rahmen von Beitragsanpassungen in der Beitragskalkulation
berücksichtigt.
Marktrisiko
Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus
Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität
der Marktpreise für die Vermögenswerte,
Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt, die den
Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des
Unternehmens beeinflussen. Es spiegelt die strukturelle
Inkongruenz zwischen Vermögenswerten und
Verbindlichkeiten, insbesondere im Hinblick auf deren
Laufzeit, wider. Das Marktrisiko umfasst das Zins-,
Aktien-, Währungs-, Immobilien-, Spread- und
Konzentrationsrisiko.
Die Leitlinie Kapitalanlagen gibt den Rahmen des
Kapitalanlagemanagements vor. Sie beinhaltet den internen
Anlagekatalog und beschreibt die Organisationsstruktur, den
Investmentprozess sowie die risikoreduzierenden
Maßnahmen. Die grundsätzliche Ausrichtung der
Kapitalanlagen ist entsprechend der Unternehmensleitlinie
auf Sicherheit abgestellt. Unter dieser Vorgabe zielt sie
auf eine möglichst hohe Rentabilität ab, die bei
jederzeit ausreichender Liquidität und unter
angemessener Diversifikation erreicht werden soll.
Die Entwicklung der Kapitalanlagen wird
kontinuierlich von mehreren Bereichen und Ausschüssen
überwacht.
Die konsequente Umsetzung der gesetzlichen und
aufsichtsrechtlichen Vorschriften wird durch ein
qualifiziertes Kapitalanlagemanagement, eine nachhaltige
Kapitalanlagepolitik und organisatorische Maßnahmen,
wie die klare Trennung des Portfoliomanagements von
Abwicklung und Risikocontrolling, sichergestellt.
Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte
unterliegen besonderen Bestimmungen und stehen unter
ständiger Beobachtung. Sie werden zur Absicherung von
Marktpreisrisiken und in Einzelfällen zur
Ertragsvermehrung eingesetzt.
Investmentprozess
Das Asset-Liability-Management gewährleistet
eine ganzheitliche Steuerung des Unternehmens und
verknüpft den Investmentprozess mit der
Unternehmenssteuerung. Die Kapitalanlageplanung ist in die
Unternehmensplanung integriert und das
Kapitalanlagecontrolling ist in die laufenden
Risikomanagementverfahren eingebunden.
Im Rahmen der Kapitalanlageplanung wird die
Anlagestrategie für die kommenden Jahre im Kontext der
Unternehmensergebnisse umgesetzt und die nötigen
Maßnahmen, die zur angestrebten Struktur des
Kapitalanlagebestandes führen, identifiziert und
bewertet. Dabei werden eindeutige und messbare
Zielgrößen festgelegt. Transaktionen werden
vorschriftsgemäß durchgeführt und strikt
überwacht. Das Kapitalanlagereporting berichtet
zeitnah über die Wertentwicklung der einzelnen
Kapitalanlagen und über deren Risikopotenziale.
Mittels Szenariorechnungen und Sensitivitätsanalysen
werden die zukünftigen Kapitalanlageergebnisse in
unterschiedlichen Kapitalmarktsituationen im Rahmen des
ALM-Prozesses dargestellt. Darüber hinaus werden
interne Stresstestberechnungen durchgeführt. Auf
Unternehmensebene werden zudem im Rahmen des ORSA
ausgewählte Szenarien mit ungünstiger
Marktentwicklung simuliert und deren Auswirkungen
analysiert. Die Ergebnisse fließen in die
Überarbeitung der Strategie ein.
Der größte Teil der Kapitalanlagen
entfällt gemäß der Kapitalanlagestrategie
auf Zinsanlagen (Rentenfonds, Inhaberschuldverschreibungen,
Hypothekendarlehen und Ausleihungen). Als weitere
Kapitalanlagen befinden sich Alternative Anlagen,
kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten und zu einem
kleinen Teil strategische Anlagen wie nicht
börsennotierte, direkt gehaltene
Unternehmensbeteiligungen im Bestand. Entsprechend der
Anlagen sind die folgenden Risiken zu überwachen.
Zinsrisiko
Das Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität der
Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und
Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der
Zinskurve oder in Bezug auf die Volatilität der
Zinssätze. Steigen die Zinsen am Kapitalmarkt, sinken
die Markwerte der Zinsanlagen im Bestand und umgekehrt.
Derivative Finanzinstrumente, die als Bestandteil von
strukturierten Zinsprodukten enthalten sind, können
sich davon abweichend verhalten. Der Entwicklung des
Zinsniveaus kommt eine erhebliche Bedeutung zu. Die
folgenden Ergebnisse einer Sensitivitätsanalyse
bestätigen dies:
Sensitivitätsanalyse:
Marktwertveränderung Zinsanlagen
|
2023 |
2022 |
| Zinsänderung |
T€ |
T€ |
| + 100 Basispunkte |
-424.197 |
-378.118 |
| - 100 Basispunkte |
494.746 |
457.684 |
Bei einer Änderung des Kapitalmarktzinses
entwickeln sich die Zeitwerte von zinssensitiven
Aktivpositionen und zinsfordernden Passivpositionen
gegenläufig. Deshalb werden strategische
Kapitalanlageentscheidungen aus der übergreifenden
Sicht des Asset-Liability-Managements getroffen.
Aktienrisiko
Das Aktienrisiko beschreibt die Sensitivität der
Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und
Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der
Höhe oder bei der Volatilität der Marktpreise von
Aktien. Neben den Kursveränderungen von
börsennotierten Aktien werden hierunter die
Wertveränderungen von nicht notierten
Unternehmensbeteiligungen und von Infrastrukturanlagen
betrachtet. Sinken die Preise dieser Anlageprodukte,
führt dies zu Marktwertverlusten und kann in der Folge
zu Aufwendungen führen.
Sensitivitätsanalyse:
Marktwertveränderung Aktien
|
Aktienkursänderung |
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| + 30% |
466.328 |
433.794 |
| - 30% |
-466.328 |
-433.794 |
Immobilienrisiko
Das Immobilienrisiko beschreibt die Sensitivität
der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und
Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der
Höhe oder bei der Volatilität der Marktpreise von
Immobilien. Immobilienpreise können sich regional sehr
unterschiedlich verhalten. Aus diesem Grunde strebt die
INTER Kranken eine breite Streuung der Objekte an und
investiert in diese Assetklasse auch über Fonds. Aus
sinkenden Immobilienpreisen resultieren Marktwertverluste,
die zu Aufwendungen führen können.
Sensititivitätsanalyse:
Marktwertveränderung Immobilien
|
Immobilienpreisänderung |
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| + 25% |
141.161 |
128.404 |
| - 25% |
-141.161 |
-128.404 |
Währungsrisiko
Das Währungsrisiko beschreibt die
Sensitivität der Werte von Vermögenswerten,
Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf
Veränderungen in der Höhe oder bei der
Volatilität der Wechselkurse. Der Anteil der
Zinsanlagen, der in Fremdwährung investiert ist, ist
stark begrenzt. Zinsanlagen dürfen
ausschließlich in Euro und zu einem kleinen Teil in
Dänische Kronen angelegt werden. Im Bereich der
Alternativen Anlagen sind Investitionen in
Fremdwährungen Voraussetzung für globale
Anlagestrategien und tragen zur Diversifikation bei. Die
folgende Tabelle weist die Auswirkung auf die
Kapitalanlagen aus:
Sensivitätsanalyse:
Marktwertveränderung bei Fremdwährung
|
Währungskursveränderung |
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| + 25% |
118.279 |
110.922 |
| - 25% |
-118.279 |
-110.922 |
Spreadrisiko
Das Spreadrisiko beschreibt die Sensitivität der
Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und
Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der
Höhe oder in der Volatilität der Credit-Spreads
über der risikofreien Zinskurve. Weiterhin werden in
dieser Unterkategorie Ausfallrisiken und Migrationsrisiken
berücksichtigt.
Ein wichtiger Aspekt für das Management von
Spreadrisiken ist die Bonität der Anlagen. Die
Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines
Emittenten erfolgt mittels der Ratings von anerkannten
externen Agenturen. Zusätzlich wird in einem internen,
produktspezifischen Ratingmodell für jede Einzelanlage
eine Ratingnote ermittelt. Die Aktualisierung der Ratings
erfolgt kontinuierlich.
Zinsanlagen nach Ratingklassen*
| Anteile an den gesamten
Zinsanlagen |
2023 |
2022 |
|
% |
% |
| AAA |
41,0 |
36,2 |
| AA |
32,5 |
34,9 |
| A |
20,9 |
19,7 |
| BBB |
1,9 |
5,0 |
| BB |
0 |
0 |
| B oder schlechter |
0
|
0 |
| ohne Rating |
3,7 |
4,2 |
| Durchschnittsrating
(ermittelt mit der Methode Moody's WARF) |
AA- |
A+ |
| Durchschnittsrating
(ermittelt mit der Methode nach Solvency II) |
AA |
AA |
* enthält direkte und indirekte Anlagen in
Inhaberschuldverschreibungen, Ausleihungen und
Hypothekendarlehen / Aufteilung anhand der zweitbesten
Ratingnote der ausgewählten externen Ratingagenturen
Wertverluste bei Zinsanlagen sind als
vorübergehend zu betrachten, solange aufgrund der
Bonität bei Endfälligkeit von einer
Rückzahlung zum Nennwert auszugehen ist. Dies ist bei
Zinsanlagen mit einem Rating im Bereich des Investment
Grade der Fall. Dieser Bereich umfasst die Ratingnoten AAA,
AA, A und BBB.
Wegen der sicherheitsorientierten Anlagepolitik
handelt es sich bei einem großen Teil der Zinsanlagen
um Pfandbriefe und Staatsanleihen bzw. Anleihen mit
Staatsgarantie sowie Anleihen staatsnaher Emittenten.
Grundsätzlich wird durch die Festlegung von
Mindestratings und strengen Limiten pro Anlageart, Emittent
und Kontrahent eine Konzentration gleichartiger
Risikofaktoren vermieden.
Zinsanlagen nach Anlageart*
| Anteil an den gesamten
Zinsanlagen |
2023 |
2022 |
|
% |
% |
| Pfandbriefe |
42,2 |
43,9 |
|
Staatsanleihen/staatsgarantierte Anleihen** |
27,6 |
25,4 |
| Erstrangige Anleihen
staatsnaher Unternehmen |
27,1 |
26,9 |
| Erstrangige Anleihen
Banken |
2,2
|
2,9 |
| Erstrangige Anleihen
sonstiger Unternehmen |
0,9 |
0,9 |
| Nachrangige
Zinsanlagen |
0,0
|
0,0 |
| Darlehen an
Privatpersonen |
0,0 |
0,0 |
* enthält direkte und indirekte Anlagen in
Inhaberschuldverschreibungen, Hypothekendarlehen und
Ausleihungen
** Unter Staatsanleihen werden alle Anleihen der
öffentlichen Hand inkl. Anleihen von
Regionalregierungen und Kommunen verstanden.
Konzentrationsrisiko
Das Konzentrationsrisiko beschreibt zusätzliche
Risiken für das Unternehmen, die entweder durch eine
mangelnde Diversifikation des Assetportfolios oder durch
eine hohe Exponierung gegenüber dem Ausfallrisiko
eines einzelnen Wertpapieremittenten oder einer Gruppe
verbundener Emittenten bedingt sind. Besonders hohe
Anlagevolumina bei einem Geschäftspartner, in einer
Region, in einer Branche oder in eine Anlagestrategie
erhöhen die Gefahr von bedeutenden Verlusten. Zur
Steuerung dieses Risikos wurden unter anderem Obergrenzen
pro Emittenten für besicherte und unbesicherte
Zinsanlagen festgelegt. Darüber hinaus werden
Zinsanlagen pro Land in Abhängigkeit von der aktuellen
Bonität und von der volkswirtschaftlichen Situation
begrenzt.
Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass das Unternehmen
überwiegend auf dem Heimatmarkt Deutschland und in den
wirtschaftlich wichtigsten Ländern des
Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) investiert.
Kapitalanlagen nach Land
|
|
|
Zinsanlagen |
Sonstige |
|
Anteil Buchwert
an den Kapitalanlagen in % |
Buchwert
in T€ |
Staatsrisiko
in T€ |
Pfandbriefe
in T€ |
Unbesichert
in T€ |
in T€ |
| Anteil Anlageklassen an
Buchwert |
|
|
35,6 % |
27,4 % |
2,0 % |
35,0 % |
| Luxemburg |
29,8 |
1.993.334 |
209.349 |
10.000 |
0 |
1.773.985 |
| Deutschland |
16,9 |
1.129.991 |
300.956 |
330.027 |
100.000 |
399.008 |
| Belgien |
12,0 |
800.781 |
790.732 |
10.049 |
0 |
0 |
| Frankreich |
10,8 |
724.264 |
458.566 |
234.090 |
0 |
31.608 |
| Österreich |
6,1 |
407.646 |
203.734 |
188.912 |
15.000 |
0 |
| Spanien |
6,1 |
404.750 |
32.365 |
372.385 |
0 |
0 |
| Dänemark |
5,0 |
335.282 |
0 |
335.282 |
0 |
0 |
| Niederlande |
4,1 |
274.459 |
203.530 |
70.930 |
0 |
0 |
|
Großbritannien |
2,8 |
183.605 |
0 |
90.000 |
0 |
93.605 |
| Italien |
2,7 |
183.242 |
0 |
183.242 |
0 |
0 |
| Polen |
1,3 |
84.385 |
84.385 |
0 |
0 |
0 |
| Irland |
1,0 |
69.270 |
10.670 |
0 |
20.000 |
38.600 |
| Tschechische
Republik |
0,9 |
62.416 |
62.416 |
0 |
0 |
0 |
| Schweden |
0,3 |
20.000 |
20.000 |
0 |
0 |
0 |
| Norwegen |
0,1 |
9.000 |
0 |
9.000 |
0 |
0 |
| Slowakei |
0,1 |
3.999 |
3.999 |
0 |
0 |
0 |
| Schweiz |
0,0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
0 |
| Gesamtergebnis |
100,0 |
6.686.425 |
2.380.702 |
1.833.917 |
135.000 |
2.336.806 |
Gegenparteiausfallrisiko
Das Gegenparteiausfallrisiko trägt
möglichen Verlusten Rechnung, die sich aus einem
unerwarteten Ausfall oder der Verschlechterung der
Bonität von Gegenparteien und Schuldnern während
der nächsten zwölf Monate ergeben. Das
Gegenparteiausfallrisiko umfasst Verträge zur
Risikominderung wie Rückversicherungsvereinbarungen,
Verbriefungen und Derivate sowie Forderungen gegenüber
Vermittlern und alle sonstigen Kreditrisiken, die nicht vom
Spreadrisiko abgedeckt werden.
Zur Risikoreduzierung gelten Mindestanforderungen an
die Bonität der Kontrahenten. Bei
Finanztermingeschäften sind die
Risikominderungstechniken für nicht standardisierte
Derivate einzusetzen, für die gemäß der
EU-Verordnung EMIR eine gesetzliche Besicherungspflicht
besteht. Die Sicherheitsleistungen im Rahmen eines
Collateral-Managements werden ausschließlich in Form
von Kontoguthaben gestellt bzw. erhalten.
Forderungen und Verbindlichkeiten aus
Kapitalanlagen mit Ausfallrisiko
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
|
Finanztermingeschäfte |
0 |
0 |
| Einlagen bei
Kreditinstitute |
55.660 |
130.242 |
| Saldierte
Sicherheitsleistungen |
0 |
0 |
|
55.660 |
130.242 |
Risiken aus dem Ausfall von
Forderungen
Den Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem
Versicherungsgeschäft wird durch das
Forderungsmanagement begegnet. Sofern erforderlich, werden
Pauschal- und Einzelwertberichtigungen gebildet.
Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe
von T€ 21.407 bestehen an Versicherungsnehmer und
-vermittler. Davon sind T€ 17.207 älter als 90
Tage. Zur Risikovorsorge wurden diese Forderungen um 81,5%
wertberichtigt. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre
beläuft sich die Quote auf 85,8%.
Sonstige Risiken aus
Kapitalanlagen
Unter besonderer Beobachtung stehen Anleihen von
hochverschuldeten Staaten des Euroraums.
Diese werden zur Risikominderung durch
bonitätsabhängige interne Grenzen limitiert.
Weiterhin erfolgen Investitionen in solchen Staaten fast
ausschließlich in Form von Covered Bonds. Es mussten
keine Wertberichtigungen auf Anleihen betroffener Staaten
im Anlagevermögen vorgenommen werden.
Aufgrund der Investitionen in Alternative Anlagen
sind auch Rechts- und Steuerrisiken vorhanden. Diese
Risiken werden in den laufenden Prozessen (beim Erwerb in
der Due Diligence und im Bestandscontrolling bei
Planrechnungen) überwacht und berücksichtigt.
Alternative Anlagen werden ausschließlich über
Fonds- oder Dachfondsvehikel erworben, die oft im Ausland
ihren Sitz und den Gerichtsstand haben. Hinzu kommt die
globale Anlagetätigkeit in diesen Fonds, so dass
Veränderungen in der Gesetzgebung Einfluss auf die
Rendite haben können.
Operationelle Risiken
Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von
Verlusten, das sich aus der Unangemessenheit oder dem
Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen
oder durch externe Ereignisse ergibt. Es umfasst auch
Rechtsrisiken. Die INTER Kranken begegnet den
operationellen Risiken durch eine Vielzahl von
Maßnahmen, beispielsweise mit Limiten im
Kapitalanlagebereich und bei der Freigabe von
Schadenzahlungen oder Leistungserstattungen. Ein wichtiges
Instrument zur Begrenzung operationeller Risiken stellt das
Interne Kontrollsystem (IKS) dar. Umfassende Kontrollen
sind auf allen Ebenen und Funktionen implementiert, um die
Risiken von Fehlern bei der Ausführung der
Geschäftsprozesse und von dolosen Handlungen zu
minimieren. Die Wirksamkeit des IKS wird
regelmäßig durch die Interne Revision
geprüft.
Compliance
Ein Compliancerisiko ist das Risiko eines
Schadeneintritts zu Lasten des Unternehmens infolge der
Verletzung rechtlicher Vorgaben durch
unternehmensangehörige Personen. Die Compliancerisiken
werden durch die Compliance-Funktion identifiziert und
beurteilt. Sie setzt sich aus einer Zentralen
Compliance-Funktion (ZCF) und einer Dezentralen
Compliance-Funktion (DCF) zusammen. Die ZCF ist eine
selbstständige Einheit im Unternehmen und direkt dem
Vorstand unterstellt.
Die ZCF prüft, ob die von der DCF in der INTER
Risikomanagement Software (IRS) erfassten Compliancerisiken
und die hierzu festgelegten risikoreduzierenden
Maßnahmen und das IKS plausibel, unter
Risikogesichtspunkten zur Sicherstellung von Compliance
geeignet und angemessen erscheinen. Über das Ergebnis
dieser Prüfung wird jährlich dem Gesamtvorstand
berichtet.
Anti-Fraud-Management
Zur Vermeidung von Risiken wie Diebstahl,
Unterschlagung, Betrug und Geldwäsche (sog.
Fraud-Risiken) hat die INTER Kranken ein
Anti-Fraud-Management-System eingerichtet.
Fraudgefährdete Organisationseinheiten sind
bezüglich Fraud-Risiken sensibilisiert. Für
relevante Geschäftsprozesse sind Kontrollen definiert,
die der Abwehr von rechtswidrigen Handlungen dienen bzw.
risikoreduzierend wirken sollen und durch die operativen
Geschäftsbereiche zu überwachen sind. Die
Fraud-Risiken sind ebenfalls in der IRS erfasst.
Notfallpläne
Die INTER Kranken hat Notfallvorsorgekonzepte
für den Fall einer Pandemie bzw. den Nutzungsausfall
von Gebäuden erstellt. Ein zügiger und
organisierter Umgang mit Ereignissen, die zum Ausfall von
wesentlichen Bereichen, Prozessen und Ressourcen
führen können, ist notwendig, um
größere Schäden zu vermeiden bzw. diesen
vorzubeugen. Ziel hierbei ist es, die
Geschäftstätigkeit während eines
möglichen Ausfalls aufrechtzuerhalten und die
vollständige Betriebsfähigkeit innerhalb einer
tolerierbaren Zeitspanne wiederherzustellen.
Die Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit
der IT-Systeme, auch nach einem Krisenfall, ist für
die INTER Kranken ein wesentliches operationelles Risiko.
Für erkannte Einzelrisiken, z. B. das Risiko durch
Datenverluste oder externe Angriffe auf die IT-Landschaft,
wurden entsprechende Maßnahmen geschaffen, wie
Backupsysteme für Rechner und Datenbestände,
Firewalls, Notfallplanungen, Zugangskontrollen und
Berechtigungssysteme, die entweder den Eintritt des
schädigenden Ereignisses verhindern oder die Folgen
daraus beherrschbar machen sollen.
Informationssicherheitsmanagement
Der Informationssicherheitsbeauftragte (ISB), als
Stabstelle im Unternehmen organisiert, ist verantwortlich
für die Gestaltung und Optimierung des
Informationssicherheitsmanagements (ISM). Neben der
Initiierung von Maßnahmen veranlasst der ISB
risikobasiert die Prüfung der IT-Sicherheit im
Unternehmen, informiert den Vorstand zur aktuellen Lage und
berät ihn zu weiteren sicherheitsrelevanten
Maßnahmen. Schwerpunkte des
Informationssicherheitsmanagements liegen auf der
Begleitung der Einführung neuer Arbeitsmodelle, wie z.
B. flexibler Homeofficelösungen, sowie der
technologischen Erneuerung der IT-Landschaft.
Zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden für das
Thema Cybersicherheit wurde ein Awarenessprogramm mit
Schulungen und simulierten Mailangriffen aufgebaut. Zum
Schutz sensibler Kundendaten werden wichtige
Geschäftsprozesse und zugeordnete Anwendungen in einer
Schutzbedarfsanalyse regelmäßig bezüglich
ihrer Kritikalität untersucht und abhängig vom
Ergebnis weitere Maßnahmen wie die
Überprüfung der Sicherheit der Systeme oder der
zugehörigen Infrastruktur eingeleitet.
Personalplanung und -entwicklung
Um dem Risiko fachlich nicht ausreichend
qualifizierter Mitarbeiter im Risikomanagementprozess
entgegenzuwirken, informiert die RMF die dezentralen
Risikobeauftragten regelmäßig über aktuelle
Themen rund um Risikomanagement und Solvency II. Dem Risiko
personeller Engpässe wirken die INTER Unternehmen
durch eine angemessene Personalausstattung entgegen, die
mithilfe von quantitativen Personal- und
Kapazitätsplanungen zur Sicherstellung der
Funktionsfähigkeit in den einzelnen
Organisationseinheiten erstellt wird. Das INTER
Bildungsprogramm, die INTER Förderleitlinien und die
weiteren Personalentwicklungsmaßnahmen für
Mitarbeiter und Führungskräfte sichern die
Qualität der Mitarbeiter und wirken dem
Fachkräftemangel entgegen.
Fachliche Qualifikation und
persönliche Zuverlässigkeit - "fit &
proper"
Die INTER Kranken hat einen Prozess implementiert, um
die Anforderungen an die fachliche Qualifikation und die
persönliche Zuverlässigkeit von Personen, die das
Unternehmen tatsächlich leiten oder andere
Schlüsselaufgaben innehaben bzw. intern
verantwortliche Personen im Unternehmen für eine
Schlüsselfunktion bzw. -aufgabe sind, sicherzustellen.
Als Rahmenregelung dienen dabei die internen Leitlinien zu
"fit & proper". Zudem bestehen Standards zur "fit &
proper"-Bewertung und zur laufenden Dokumentation der Fort-
und Weiterbildung der betroffenen Personen.
Sonstige wesentliche Risiken
Liquiditätsrisiko
Unter Liquiditätsrisiko ist das Risiko zu
verstehen, dass Versicherungsunternehmen nicht in der Lage
sind, Anlagen und andere Vermögenswerte zu
realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei
Fälligkeit nachzukommen. Die jederzeitige
Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen aus dem
laufenden Geschäftsbetrieb wird durch eine aktive
Laufzeitsteuerung der Zinsanlagen und durch die zentrale
Überwachung sämtlicher Zahlungsströme des
Unternehmens in der Liquiditätsplanung sichergestellt.
Im Rahmen des ALM-Prozesses wird mehrmals im Jahr über
die Fortschreibung der wesentlichen Zahlungsströme aus
Kapitalanlage und Versicherungstechnik die Entwicklung der
Liquidität des Unternehmens überprüft, so
dass ggf. frühzeitig Maßnahmen für die
Liquiditätssteuerung angestoßen werden
können. Darüber hinaus erfolgt monatlich die
Aktualisierung der unterjährigen
Liquiditätsvorschau. Die Gewährleistung
unerwarteter Zahlungsverpflichtungen wird zudem durch die
Einteilung der Kapitalanlagen in Fungibilitätsklassen
und der daraus resultierenden Liquiditätsquoten
überwacht.
Reputationsrisiko
Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus
einer möglichen Beschädigung des Rufes des
Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der
Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden,
Geschäftspartnern, Anteilseignern, Behörden)
ergibt. Das Reputationsrisiko kann als eigenständiges
Risiko auftreten (primäres Reputationsrisiko) oder im
Zusammenhang mit anderen Risiken (sekundäres
Reputationsrisiko), z. B. als Folge eines operationellen
Risikos. Die INTER Kranken begrenzt das Risiko der Ruf- und
Imageschädigung durch eine kontinuierliche
Verbesserung der Geschäftsprozesse und Qualifikation
der Mitarbeiter. Auch dem Beschwerdemanagement wird ein
hoher Stellenwert beigemessen. Zudem wird die
öffentliche Berichterstattung über die INTER
sowie über aktuelle Themen der Versicherungswirtschaft
laufend beobachtet.
Strategisches Risiko
Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus
strategischen Geschäftsentscheidungen bzw. daraus
ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem
geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Die
INTER beobachtet laufend aktuelle Entwicklungen am Markt
und in der Versicherungswirtschaft und analysiert
regelmäßig die strategische Ausrichtung. Die
Erkenntnisse werden bei der mindestens jährlichen
Überprüfung der Geschäftsstrategie
berücksichtigt, welche wiederum die Basis für die
Risikostrategie ist.
Für das Jahr 2024 wird die
Vermögensvollübertragung der FAMK auf die INTER
Kranken angestrebt. Hieraus sind Effekte auf die
Risikotragfähigkeit der INTER Kranken zu erwarten.
Aufgrund der äußerst komfortablen
Bedeckungssituation der INTER Kranken wird die Auswirkung
in einem geringen Umfang erwartet, was durchgeführte
Szenarioberechnungen bestätigen, sodass die
Risikotragfähigkeit der INTER Kranken nicht nachhaltig
negativ beeinflusst wird.
Nachhaltigkeitsrisiko
Nachhaltigkeitsrisiko ist definiert als ein Ereignis
oder eine Bedingung in den Bereichen Umwelt, Soziales oder
Unternehmensführung, dessen bzw. deren Eintreten
tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf
den Wert der Investition oder auf den Wert der
Verbindlichkeit haben könnte. Nachhaltigkeitsrisiken
bilden keine eigene Risikokategorie, sondern werden als
Risikotreiber in bestehenden Risikokategorien
berücksichtigt.
Risikotragfähigkeit
Die Risikotragfähigkeit wird als das
Verhältnis der Eigenmittel zur
Solvabilitätskapitalanforderung ermittelt. Im
Geschäftsjahr 2023 erfüllte die INTER Kranken die
aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen. Eine
detaillierte Beschreibung der Anforderungen und deren
Erfüllung ist im Bericht über die
Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zu finden.
Zusammenfassende Darstellung der
Risikolage
Das Risikomanagementsystem der INTER Kranken
beinhaltet neben der regelmäßigen Ermittlung und
Steuerung der quantitativen Risikosituation auch die
laufende Berichterstattung über die
durchgeführten Aktivitäten und
Vorsorgemaßnahmen zur Risikobeherrschung. Es ist
sichergestellt, dass auch neue Risiken identifiziert,
bewertet und in den bestehenden Steuerungskreislauf
integriert werden. Plötzlich auftretende Risiken
werden über das installierte Ad-hoc-Berichtsverfahren
an die RMF und an den Vorstand gemeldet. Die Instrumente
zur Risikosteuerung werden kontinuierlich verfeinert. Die
INTER Kranken hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um
die maßgeblichen Risiken zu steuern und einer
negativen Entwicklung des Unternehmens entgegenzuwirken.
Die mit dem Krieg in der Ukraine und anderen
großen geopolitischen Unsicherheiten einhergehenden
Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Finanzmärkte
lassen sich nur schwer einschätzen. Aktuell zeigen
sich die Auswirkungen vor allem in der höheren
Inflation.
Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den
Bestand der INTER Kranken gefährden oder die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich
beeinträchtigen.
Verbundene Unternehmen
Der INTER Verein hält am Bilanzstichtag 100% des
Grundkapitals der INTER Kranken in Höhe von T€
5.000. Das Grundkapital ist am Bilanzstichtag in 5.000.000
auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt und zu
100% eingezahlt.
Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG
schließt mit folgender Erklärung:
"Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt
bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen
wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft
eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige
Maßnahmen wurden weder getroffen noch
unterlassen."
Prognose- und Chancenbericht
Gesamtwirtschaftliches Umfeld
Die globale Situation im Jahr 2024 ist weiterhin
geprägt von geopolitischen Krisen wie dem Krieg in der
Ukraine und dem Nahost-Konflikt sowie von den Folgen der
Corona-Pandemie und der hohen Inflation.
In Deutschland leidet zu Beginn des Jahres 2024 der
private Konsum unter den Kaufkraftverlusten, die sich durch
die hohen Kostensteigerungen für Energie und
Nahrungsmittel ergeben haben. Im Laufe des Jahres 2024
könnte eine sinkende Inflation für Entlastung
sorgen. Der Ausblick für die Exportnachfrage wird
durch die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft als einer
der wichtigsten Handelspartner getrübt. Nach der
Insolvenz von Evergrande, einem der größten
Immobilienunternehmen der Welt, leiden neben dem
Immobiliensektor weitere Branchen unter den Folgen des
Zusammenbruchs. Die Konsumentenstimmung in China ist auf
einem Tiefpunkt angelangt und der Arbeitsmarkt entwickelt
sich negativ. Selbst die Exporte gehen zurück, da vor
allem die westlichen Handelspartner die regionalen
Wirtschaftsbeziehungen stärken, um Engpässe in
den Lieferketten zu reduzieren.
Der Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex im
Januar 2024 und die gesunkene Geschäftserwartung
zeigen, dass der kurzfristige Ausblick auf die
wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stark
gedämpft ist. Neben den hohen Energiepreisen und der
schwachen globalen Nachfrage trüben der
Arbeitskräftemangel, die hohen Regulierungs- und
Steuerbelastungen sowie die nur langsam voranschreitende
Digitalisierung die Aussichten auf eine wirtschaftliche
Erholung. Die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts
erforderliche Anpassung des Bundeshaushalts für 2024
lässt zudem weniger Spielraum für Impulse durch
staatliche Förderprogramme und Investitionen.
Zum Jahresbeginn 2024 hat der Internationale
Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen für
die europäischen Volkswirtschaften gegenüber den
Einschätzungen aus dem Herbst 2023 fast durchgehend
gesenkt, während sich die Projektionen für die
USA und den asiatischen Raum verbesserten. Für die
Weltwirtschaft wird ein Wachstum in Höhe von 3,1%
(Vorjahr +3,1%) erwartet. Auf den bedeutendsten
Marktplätzen wird der größte Anstieg mit
+6,5% (Vorjahr +6,7%) für Indien vorhergesagt. China
folgt mit +4,6% (Vorjahr +5,2%) mit einem für seine
Verhältnisse unterdurchschnittlichen Wachstum.
Für die USA prognostiziert der IWF mit +2,1% (Vorjahr
+2,5%) erneut ein höheres Wachstumsniveau als im
Euroraum mit +0,9% (Vorjahr +0,5%). Deutschland hinkt trotz
einer leichten Erholung weiterhin mit +0,5% (Vorjahr -0,3%)
hinterher. Die Prognose für 2024 wurde zuletzt
deutlich um 0,4 Prozentpunkte reduziert. Die
Bundesregierung geht für 2024 sogar nur von einem
Wachstum von +0,2% aus.
Der Arbeitsmarkt zeigt sich ungeachtet der
wirtschaftlichen Entwicklung robust. Es wird auch für
2024 ein Zuwachs der Erwerbstätigen bei einer leicht
steigenden Arbeitslosenquote in Höhe von 5,9% (Vorjahr
5,7%) erwartet. Die Sparquote wird mit 11,1% auf einem
weiterhin hohen Niveau aber leicht niedriger erwartet als
im Jahr 2023. Der Verbraucherpreisindex wird
voraussichtlich erheblich auf 2,8% (Vorjahr +5,9%)
absinken. Damit steigen die Erwartungen auf Zinssenkungen
der Zentralbanken auch vor dem Hintergrund der
schwächelnden Konjunktur im Euroraum. Die EZB
möchte allerdings zunächst die Lohnentwicklung
abwarten. Es besteht zusätzlich die Gefahr, dass
aufgrund der geopolitischen Risiken kurzfristig der
Ölpreis stark ansteigen könnte oder
wiederaufkommende Lieferengpässe die Inflation
anheben. Die fortwährend inverse Zinskurve zu Beginn
des Jahres 2024 ist Ausdruck davon, dass der Markt
kurzfristig das Risiko einer Rezession sieht. Der hohe
Zinsrückgang in den letzten Monaten des Jahres 2023
zeigt die gestiegene Volatilität an den
Anleihemärkten und bildet die Zinssenkungserwartungen
ab.
Die Auswirkungen auf die Finanzmärkte und
infolgedessen auch auf die Ergebnisse der Kapitalanlagen
sind im aktuell von vielen Unsicherheiten geprägten
und ungewöhnlich volatilen Umfeld schwer vorhersehbar.
Die Aussagen zum gesamtwirtschaftlichen Umfeld
basieren auf den Publikationen "Jahreswirtschaftsbericht
2024" des BMWK , "World Economic Outlook Update, January
2024" des IMF und "Economics & Finance Perspectives
Januar 2024" des GDV.
Branchentrends
Im Oktober 2023 beschloss die Bundesregierung eine
weitere Anhebung der Versicherungspflichtgrenze für
2024 in Höhe von 4,1%, nachdem sie im Jahr 2023
bereits um 3,5% gestiegen war. Diese Entwicklung erschwert
zunehmend den Wechsel in die private Krankenversicherung
und dämpft die Wachstumserwartungen der deutschen
Krankenversicherungsunternehmen in der
Krankheitskostenvollversicherung. Während die
allgemeine Stimmungslage zum Jahreswechsel 2023/24
gemäß der Verbandsumfrage des Instituts der
deutschen Wirtschaft in der Versicherungswirtschaft besser
als ein Jahr zuvor beurteilt wird, sank das
Geschäftsklima in der privaten Krankenversicherung im
4. Quartal 2023 sowohl für die Voll- als auch für
die Zusatzversicherung beträchtlich ab und lag jeweils
weit unter dem langfristigen Mittelwert.
Dennoch wird insgesamt ein überdurchschnittlich
hohes Beitragswachstum in Höhe von 4,5% in der Branche
Krankenversicherung erwartet. Ein Teil des
Beitragswachstums resultiert aus Beitragsanpassungen, die
im Jahr 2024 fast die Hälfte der Privatversicherten
trifft. Hierin spiegeln sich die steigenden ausgezahlten
Leistungen wider, die einerseits durch den medizinischen
Fortschritt und andererseits durch die hohe Inflation sowie
außergewöhnlich hohe Krankenstände
verursacht wurden. Darüber hinaus erweitern immer mehr
gesetzlich versicherte Personen ihren Gesundheitsschutz mit
Zusatzversicherungen.
Geschäftstendenzen
Die INTER Kranken erwartet ein leicht höheres
Neugeschäft als in 2023 und geht in ihren
Prognoserechnungen für 2024 von einem
unveränderten Zinsniveau bei einer höheren
Volatilität der Zinsen, der Aktienkurse und der
Risikoaufschläge bei Zinsanlagen aus. Das Unternehmen
wird seine sicherheitsorientierte Strategie fortsetzen und
die Kapitalanlagen konsequent auf die
versicherungstechnischen Verpflichtungen ausrichten. Dabei
wird in langlaufende Zinsanlagen mit möglichst sehr
guter Bonität investiert. Zentrales Anlageprodukt
bleiben Anleihen mit dinglicher Besicherung und Anleihen,
die von ausgewählten Staaten des Europäischen
Wirtschaftsraums besichert sind. Um nachhaltig eine
angemessene laufende Verzinsung des Kapitalanlagebestandes
zu erzielen, wird der Portfolioaufbau im Bereich der
Alternativen Anlagen fortgeführt. Der angestrebte
Asset-Mix trägt zu einer verstärkten
Diversifikation der Kapitalanlagen bei, was in der
aktuellen, von Unsicherheiten geprägten Phase von
besonderer Bedeutung ist.
Im Bestand geht die INTER Kranken für das Jahr
2024 von einem Anstieg der Beitragseinnahmen aus, der wie
im Vorjahr +2% beträgt. Das Unternehmen rechnet mit
einem moderaten Rückgang der versicherten Personen,
sowohl in der Krankheitskostenvoll- als auch in der
Zusatzversicherung. Die Aufwendungen für
Versicherungsfälle werden signifikant steigen. Die
Verwaltungskostenquote wird knapp über dem Wert des
Vorjahres erwartet. Der Personalbestand im Innendienst wird
sich aufgrund der Altersstruktur im Unternehmen leicht
reduzieren.
Das Kapitalanlageergebnis wird mit einer
Nettoverzinsung in Höhe von 3,9% deutlich besser
ausfallen als im Vorjahr. Das Unternehmen prognostiziert
höhere Erträge aus Alternativen Anlagen und
dadurch eine signifikant höhere laufende
Durchschnittsverzinsung in Höhe von rund 4,0%.
Der Rohüberschuss wird sich aufgrund der
steigenden Leistungszahlungen beträchtlich reduzieren.
Das Unternehmen prognostiziert eine Rohüberschussquote
von 14% bei einer nahezu konstanten Eigenkapitalquote in
Höhe von 36%. Die RfB-Quote wird signifikant sinken,
da mehr Mittel zur Limitierung der Beitragsanpassung
eingesetzt werden sollen.
Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse
können von den vorgenannten Prognosen abweichen, vor
allem dann, wenn sich Planannahmen in der Realität als
nicht zutreffend erweisen sollten.
Chancenbericht
Das von der Bundesregierung vorgeschlagene
Wachstumschancengesetz soll die privaten Investitionen
erhöhen. Zudem soll durch Maßnahmen das Angebot
an Arbeitskräften aus dem In- und Ausland gesteigert
werden. Dies könnte zu einer steigenden Nachfrage
führen.
Zudem erhalten weltweit Projekte eine höhere
Bedeutung, die die Abhängigkeiten der jeweils lokalen
Wirtschaft mindern. Darüber hinaus soll mit dem
Genehmigungsbeschleunigungsgesetz in der Bundesrepublik
Deutschland die schnellere Umsetzung von
Infrastrukturprojekten gefördert werden. Dies
würde zu besseren Investitionsmöglichkeiten im
Bereich der Alternativen Anlagen mit hohen Renditechancen
führen.
Bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin stabil und
zusätzlich als Lehre aus der Pandemie das Bewusstsein
für die Bedeutung des Gesundheitsschutzes hoch, kann
dies ein Anschub für die Nachfrage nach
Krankheitskostenabsicherung sein.
Das gestiegene Zinsniveau müsste die
Profitabilität von Personenversicherungen
unterstützen und langfristig zur
Beitragsstabilität in der privaten Krankenversicherung
beitragen.
Neben den externen Einflüssen bieten sich der
INTER Kranken Chancen aus der geplanten
Vermögensvollübertragung der FAMK auf die INTER
Kranken. Neben der Erweiterung des Kundenbestands und der
Erhöhung des Marktanteils könnten durch
Synergieeffekte Kosten eingespart und höhere
Überschüsse zugeteilt werden, so dass sich die
Produkte im Wettbewerbsvergleich verbessern könnten.
Darüber hinaus ergänzt der spezielle Beamtentarif
der FAMK das Produktportfolio der INTER Kranken. Diese
Effekte könnten einen positiven Einfluss auf die
Neugeschäftsentwicklung des Unternehmens nehmen.
Darüber hinaus bietet die Strategie der INTER Kranken
Chancen aus dem Unternehmen heraus. In den vier
Perspektiven Profitabilität, Kundenzufriedenheit,
Prozesse und Mitarbeiter entwickelt sich das Unternehmen
gezielt weiter. Die Kundenzufriedenheit spielt für das
Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Kundengewinnung und
-bindung. So hat das Unternehmen die IT-Infrastruktur
modernisiert und wird die Ablösung der bisherigen
Bestandsführungssysteme durch eine moderne,
zukunftsfähige Software 2024 abschließen.
Gelingt auf Basis dieses Systemwechsels schneller als
erwartet die Erhöhung des Automatisierungsgrads,
könnte der verbesserte Service gegenüber Kunden
und Vertriebspartnern vorzeitig wirken. Zudem könnten
gleichzeitig durch Kosteneinsparungen günstigere
Preise kalkuliert werden, die die Wettbewerbsposition der
Produkte verbessern.
Durch die Weiterentwicklung des ganzheitlichen
Beratungsansatzes werden Kunden bedarfsorientiert versorgt,
was zu deren Gesamtzufriedenheit beiträgt. Gelingt es,
die Anzahl der Vertriebspartner auszuweiten und die
Kundenzufriedenheit zu erhöhen, wird dies einen
positiven Einfluss auf die Neugeschäftsentwicklung des
Unternehmens nehmen.
Chancen ergeben sich darüber hinaus aus der
Kapitalanlage. Werden bessere Kapitalanlageergebnisse
erzielt als geplant, können noch mehr finanzielle
Mittel zur Sicherung der Beitragsstabilität eingesetzt
werden. Neben der höheren Kundenzufriedenheit im
Bestand könnte dies wirksame Wachstumsimpulse durch
attraktivere Konditionen für Neukunden
ermöglichen.
Zusammenfassung
Die INTER Kranken bietet ihren Kunden modernen,
leistungsstarken Versicherungsschutz und professionellen
Service. Mit neuen, zukunftsfähigen Produkten,
kundenorientierten Geschäftsprozessen, innovativer
Technologie und einer modernen Vertriebsstruktur ist die
Gesellschaft gut auf branchenweite Herausforderungen
vorbereitet und blickt zuversichtlich in das
Geschäftsjahr 2024.
Sowohl die sehr guten Ratingergebnisse als auch die
zahlreichen positiven Produktbewertungen unabhängiger
Dritter sind aussagekräftige Belege für den
anhaltenden Erfolgskurs der INTER Kranken. Die erfreulichen
Geschäftsergebnisse der vergangenen Jahre belegen die
Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells.
Der Weg des ertragsorientierten Wachstums der INTER
Kranken wird auch im Jahr 2024 fortgesetzt. Zusätzlich
wird die im Rahmen einer Vermögensvollübertragung
angestrebte Übernahme der Freie Arzt- und Medizinkasse
(FAMK) im Jahr 2024 für anorganisches Wachstum sorgen.
INTER Krankenversicherung AG
Der Vorstand
| Dr. Koryciorz |
Schillinger |
Svenda |
Entgeltbericht
Bericht zur Gleichstellung und
Entgeltgleichheit
"Der Bericht zur Gleichstellung und
Entgeltgleichheit" stellt Maßnahmen zur
Förderung der Gleichstellung von Frauen und
Männern, deren Wirkungen sowie Maßnahmen zur
Herstellung der Entgeltgleichheit für Frauen und
Männer dar. Er muss nach Geschlecht
aufgeschlüsselte Angaben zur durchschnittlichen
Gesamtzahl der Beschäftigten sowie zur
durchschnittlichen Zahl der Vollzeit- und
Teilzeitbeschäftigten enthalten.
Maßnahmen zur Förderung von
Entgeltgleichheit und deren Wirkung
Die INTER Kranken ist Mitglied im Arbeitgeberverband
der Versicherungsunternehmen in Deutschland. Als
Mitgliedsunternehmen finden für unsere
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tarifverträge
für die private Versicherungswirtschaft Anwendung. Das
für die INTER Kranken geltende Tarifwerk sowie die mit
dem Betriebsrat durchgeführte Eingruppierungspraxis
stellt die Entgeltgleichheit für Männer und
Frauen sicher, so dass keine zusätzlichen
Maßnahmen zur Einhaltung und Förderung von
Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern
erforderlich sind. Das Vergütungssystem für
außertarifliche Angestellte richtet sich nach
marktbezogenen, geschlechtsneutralen Kriterien. Ein
jährlicher Vergütungsbenchmark in der
Versicherungswirtschaft stellt sicher, dass sich die
Vergütung vergleichbarer Funktionen marktgerecht und
geschlechtsneutral entwickelt. Darüber hinaus stellen
die im Rahmen der Anforderungen von Solvency II
angefertigten internen Leitlinien zur
Vergütungspolitik die erforderliche Transparenz her.
Maßnahmen zur Förderung von
Gleichstellung und deren Wirkung
Der Frauenanteil bei der INTER Kranken beträgt
60%, während rund 18% der Führungspositionen von
Frauen besetzt werden. Das Unternehmen hat erkannt, dass
diese Zahlen nicht den realgesellschaftlichen Gegebenheiten
entsprechen. Mittelfristig möchte die INTER Kranken
daher weitere Maßnahmen ergreifen, die
Diversität in der Belegschaft zu fördern und zu
nutzen.
Im Zuge des Wandels der Arbeitswelt hin zu mehr
mobilem Arbeiten zeigen Studien tendenziell eine
Verschärfung der Ungleichheit zwischen den
Geschlechtern, beispielsweise im Hinblick auf die
Übernahme von Sorgearbeit. Bei der Förderung von
Chancengleichheit legt die INTER Kranken daher einen Fokus
auf die Unterstützung einer guten Vereinbarkeit von
Beruf und Privatleben.
Hierzu zählen:
| ― |
Betriebsvereinbarung zur
Arbeitszeitflexibilisierung für die Direktion in
Mannheim mit individuellem Arbeitszeitkonto
|
| ― |
Betriebsvereinbarung zur
Mobilarbeit mit hoher Flexibilität (80% der
Wochenstunden in Mobilarbeit an privaten Orten
deutschlandweit möglich)
|
| ― |
Rückkehrgarantie nach bis
zu 12 Monaten Elternzeit auf den gleichen
Arbeitsplatz;
|
| ― |
Flexible Teilzeitmodelle (u. a.
für Führungspositionen)
|
| ― |
3 Monate Auszeit
(Sabbatical)
|
| ― |
Sonderurlaub zu besonderen
Anlässen wie Umzug, Hochzeit oder der Geburt
eines Kindes
|
| ― |
Bildungszeit
|
| ― |
Geburtsgeld (250 €)
|
| ― |
umfangreicher Familienservice
mit Beratungs‐ und Vermittlungsleistungen in
den Bereichen Elternschaft und Pflege sowie einem
Ferienbetreuungsangebot
|
| ― |
Vortragsangebote zu den Themen
Lebensberatung, Pflege und Elternschaft
|
| ― |
Eltern-Kind-Arbeitszimmer
|
| ― |
Mittagessen mit der Familie im
Betriebsrestaurant
|
| ― |
die kostenlose Nutzung des INTER
Fitnessstudios in der Direktion sowie Angebote des
Betriebssport
|
| ― |
Rahmenvereinbarung mit der
"Deutsche Dienstrad" für das Leasing von
Diensträdern
|
| ― |
Job‐Ticket
|
| ― |
Paketannahmeservice
|
| ― |
Reha-/Rentenberatung durch einen
Berater der Deutschen Rentenversicherung
|
Statistische Daten zu den
Beschäftigten der INTER Krankenversicherung AG
| im
Jahresdurchschnitt |
2023 |
2022 |
| Anzahl der
Beschäftigten |
1.092 |
1.148 |
| davon Frauen |
651 |
684 |
| davon Männer |
442 |
464 |
| Anzahl der
Vollzeitbeschäftigen |
775 |
830 |
| davon Frauen |
363 |
395 |
| davon Männer |
412 |
435 |
| Anzahl der
Teilzeitbeschäftigten |
318 |
318 |
| davon Frauen |
288 |
289 |
| davon Männer |
30 |
29 |
Bilanz zum
31.12.2023
AKTIVSEITE
|
|
|
|
|
Vorjahr |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| A. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| I. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
|
|
|
4.804 |
5.631 |
| B. Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
| I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
|
|
90.505 |
|
98.189 |
| II. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
| 1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
|
2.739.642 |
|
|
2.440.724 |
| 2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
|
2.410.564 |
|
|
2.389.725 |
| 3. Hypotheken-,
Grundschuld- und Rentenschuldforderungen |
|
250 |
|
|
256 |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
|
|
|
|
|
| a)
Namensschuldverschreibungen |
1.203.613 |
|
|
|
1.268.887 |
| b)
Schuldscheinforderungen und Darlehen |
194.209 |
|
|
|
180.199 |
|
|
1.397.822 |
|
|
1.449.086 |
| 5. Einlagen bei
Kreditinstituten |
|
47.000 |
|
|
93.401 |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
|
642 |
|
|
658 |
|
|
|
6.595.920 |
|
6.373.849 |
|
|
|
|
6.686.425 |
6.472.038 |
| C. Forderungen |
|
|
|
|
|
| I. Forderungen aus dem
selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft
an: |
|
|
|
|
|
| 1.
Versicherungsnehmer |
|
2.897 |
|
|
1.224 |
| 2.
Versicherungsvermittler |
|
1.072 |
|
|
1.039 |
|
|
|
3.969 |
|
2.263 |
| II. Sonstige
Forderungen |
|
|
53.466 |
|
50.336 |
| davon: |
|
|
|
|
|
| an verbundene
Unternehmen T€ 45.283 (Vorjahr T€
41.036) |
|
|
|
57.435 |
52.598 |
| D. Sonstige
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
| I. Sachanlagen und
Vorräte |
|
|
2.047 |
|
2.812 |
| II. Laufende Guthaben
bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand |
|
|
8.660 |
|
36.842 |
| III. Andere
Vermögensgegenstände |
|
|
15.017 |
|
9.899 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
|
|
|
| I. Abgegrenzte Zinsen
und Mieten |
|
|
51.128 |
|
52.048 |
| II. Sonstige
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
12.704 |
|
13.581 |
|
|
|
|
63.832 |
65.629 |
| F. Aktive latente
Steuern |
|
|
|
20.340 |
8.797 |
| G. Aktiver
Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung |
|
|
|
124 |
114 |
| Summe der Aktiva |
|
|
|
6.858.683 |
6.654.360 |
Ich bestätige hiermit entsprechend § 128
Abs. 5 VAG, dass das Sicherungsvermögen
vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.
Der Treuhänder
PASSIVSEITE
|
|
|
|
|
Vorjahr |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| A. Eigenkapital |
|
|
|
|
|
| I. Gezeichnetes
Kapital |
|
|
5.000 |
|
5.000 |
| II.
Kapitalrücklage |
|
|
201.180 |
|
201.180 |
| III.
Gewinnrücklagen |
|
|
|
|
|
| 1. Andere
Gewinnrücklagen |
|
69.320 |
|
|
61.320 |
| IV.
Jahresüberschuss |
|
|
8.400 |
|
10.000 |
|
|
|
|
283.900 |
277.500 |
| B.
Versicherungstechnische Rückstellungen |
|
|
|
|
|
| I.
Beitragsüberträge |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
6.826 |
|
|
6.340 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft |
|
0 |
|
|
0 |
|
|
|
6.826 |
|
6.340 |
| II.
Deckungsrückstellung |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
6.019.198 |
|
|
5.797.739 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft |
|
0 |
|
|
0 |
|
|
|
6.019.198 |
|
5.797.739 |
III. Rückstellung
für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
177.604 |
|
|
193.409 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft |
|
0 |
|
|
0 |
|
|
|
177.604 |
|
193.409 |
| IV. Rückstellung
für erfolgsabhängige und
erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung |
|
|
|
|
|
| 1.
erfolgsabhängige |
|
|
|
|
|
| a) Bruttobetrag |
307.237 |
|
|
|
315.115 |
| b) davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft |
0 |
|
|
|
0 |
|
|
307.237 |
|
|
315.115 |
| 2.
erfolgsunabhängige |
|
|
|
|
|
| a) Bruttobetrag |
8.341 |
|
|
|
9.503 |
| b) davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft |
0 |
|
|
|
0 |
|
|
8.341 |
|
|
9.503 |
|
|
|
315.578 |
|
324.618 |
| V. Sonstige
versicherungstechnische Rückstellungen |
|
|
|
|
|
| 1. Bruttobetrag |
|
493 |
|
|
678 |
2. davon ab: Anteil
für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft |
|
0 |
|
|
0 |
|
|
|
493 |
|
678 |
|
|
|
|
6.519.699 |
6.322.783 |
| C. Andere
Rückstellungen |
|
|
|
|
|
I. Rückstellungen
für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen |
|
|
317 |
|
315 |
| II.
Steuerrückstellungen |
|
|
32 |
|
1.023 |
| III. Sonstige
Rückstellungen |
|
|
12.416 |
|
13.672 |
|
|
|
|
12.764 |
15.010 |
| D. Andere
Verbindlichkeiten |
|
|
|
|
|
I. Verbindlichkeiten aus
dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft gegenüber |
|
|
|
|
|
| 1.
Versicherungsnehmern |
|
26.115 |
|
|
23.988 |
| 2.
Versicherungsvermittlern |
|
2.348 |
|
|
2.310 |
|
|
|
28.463 |
|
26.299 |
| II. Sonstige
Verbindlichkeiten |
|
|
8.951 |
|
9.322 |
| davon: |
|
|
|
|
|
| gegenüber
verbundenen Unternehmen T€ 2.517 (Vorjahr
T€ 2.232) |
|
|
|
|
|
| aus Steuern T€
1.096 (Vorjahr T€ 1.859) |
|
|
|
|
|
im Rahmen der sozialen
Sicherheit T€ 4
(Vorjahr T€ 1) |
|
|
|
|
|
|
|
|
|
37.414 |
35.621 |
| E.
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
|
4.905 |
3.446 |
| Summe der Passiva |
|
|
|
6.858.683 |
6.654.360 |
Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter
dem Posten B.II. der Passiva eingestellte
Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f
HGB sowie nach § 156 Abs. 2 Nr. 2 VAG berechnet worden
ist. Für eine Mitversicherung wurden die Angaben des
Konsortialführers übernommen.
Der Verantwortliche Aktuar
| Thor,
Diplom-Mathematiker |
Gewinn-
und Verlustrechnung vom 01.01. bis 31.12.2023
|
|
|
|
Vorjahr |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| I.
Versicherungstechnische Rechnung |
|
|
|
|
| 1. Verdiente
Beiträge für eigene Rechnung |
|
|
|
|
| a) Gebuchte
Bruttobeiträge |
766.578 |
|
|
751.940 |
| b) Abgegebene
Rückversicherungsbeiträge |
0 |
|
|
0 |
|
|
766.578 |
|
751.940 |
| c) Veränderung der
Bruttobeitragsüberträge |
|
486 |
|
48 |
|
|
|
766.091 |
751.893 |
| 2. Beiträge aus der
Brutto-Rückstellung für
Beitragsrückerstattung |
|
|
92.059 |
23.136 |
| 3. Erträge aus
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
| a) Erträge aus
anderen Kapitalanlagen |
|
|
|
|
| davon: |
|
|
|
|
| aus verbundenen
Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0) |
|
|
|
|
| aa) Erträge aus
Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten
und Bauten einschließlich der Bauten auf
fremden Grundstücken |
6.116 |
|
|
6.124 |
| bb) Erträge aus
anderen Kapitalanlagen |
233.099 |
|
|
276.598 |
| b) Erträge aus
Zuschreibungen |
|
0 |
|
0 |
| c) Gewinne aus dem
Abgang von Kapitalanlagen |
|
560 |
|
8.496 |
|
|
|
239.775 |
291.218 |
| 4. Sonstige
versicherungstechnische Erträge für eigene
Rechnung |
|
|
8.385 |
5.233 |
| 5. Aufwendungen für
Versicherungsfälle für eigene Rechnung |
|
|
|
|
| a) Zahlungen für
Versicherungsfälle |
|
|
|
|
| aa) Bruttobetrag |
678.002 |
|
|
602.524 |
| bb) Anteil der
Rückversicherer |
0 |
|
|
0 |
|
|
678.002 |
|
602.524 |
b) Veränderung der
Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle |
|
|
|
|
| aa) Bruttobetrag |
-15.805 |
|
|
31.202 |
| bb) Anteil der
Rückversicherer |
0 |
|
|
0 |
|
|
-15.805 |
|
31.202 |
|
|
|
662.197 |
633.726 |
| 6. Veränderung der
übrigen versicherungstechnischen
Netto-Rückstellungen |
|
|
|
|
| a)
Deckungsrückstellung |
|
|
|
|
| aa) Bruttobetrag |
221.459 |
|
|
190.698 |
| bb) Anteil der
Rückversicherer |
0 |
|
|
0 |
|
|
221.459 |
|
190.698 |
| b) Sonstige
versicherungstechnische
Netto-Rückstellungen |
|
-172 |
|
-185 |
|
|
|
221.287 |
190.513 |
| 7. Aufwendungen für
erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung für eigene
Rechnung |
|
|
|
|
| a)
erfolgsabhängige |
|
108.255 |
|
108.278 |
| b)
erfolgsunabhängige |
|
735 |
|
2.938 |
|
|
|
108.990 |
111.216 |
| 8. Aufwendungen für
den Versicherungsbetrieb für eigene
Rechnung |
|
|
|
|
| a)
Abschlussaufwendungen |
60.729 |
|
|
59.172 |
| b)
Verwaltungsaufwendungen |
18.779 |
|
|
20.446 |
|
|
79.508 |
|
79.618 |
| c) davon ab: Erhaltene
Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in
Rückdeckung gegebenen
Versicherungsgeschäft |
|
0 |
|
0 |
|
|
|
79.508 |
79.618 |
| 9. Aufwendungen für
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
| a) Aufwendungen für
die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen
und sonstige Aufwendungen für die
Kapitalanlagen |
|
4.785 |
|
4.855 |
| b) Abschreibungen auf
Kapitalanlagen |
|
10.859 |
|
5.997 |
| c) Verluste aus dem
Abgang von Kapitalanlagen |
|
78 |
|
3.111 |
|
|
|
15.722 |
13.963 |
| 10. Sonstige
versicherungstechnische Aufwendungen für eigene
Rechnung |
|
|
2.439 |
2.792 |
| 11.
Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene
Rechnung |
|
|
16.167 |
39.652 |
| II.
Nichtversicherungstechnische Rechnung |
|
|
|
|
| 1. Sonstige
Erträge |
|
44.293 |
|
40.317 |
| 2. Sonstige
Aufwendungen |
|
54.915 |
|
55.697 |
|
|
|
-10.622 |
-15.380 |
| 3. Ergebnis der normalen
Geschäftstätigkeit |
|
|
5.545 |
24.272 |
| 4. Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag |
|
-3.114 |
|
13.716 |
| davon Ertrag aus
latenten Steuern T€ 11.543 (Vorjahr Aufwand
T€ 3.431) |
|
|
|
|
| 5. Sonstige Steuern |
|
259 |
|
557 |
|
|
|
-2.855 |
14.272 |
| 6.
Jahresüberschuss |
|
|
8.400 |
10.000 |
Anhang
Angaben zur Identifikation
gemäß § 264 Abs. 1a HGB
Die INTER Krankenversicherung AG, Mannheim, ist beim
Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 723887
eingetragen.
Angaben zu den Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden
Maßgebende
Rechnungslegungsvorschriften
Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des
Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung
über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen
(RechVersV) aufgestellt.
Immaterielle
Vermögensgegenstände
Die entgeltlich erworbenen immateriellen
Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten
nach Abzug linearer Abschreibungen gem. der im System
hinterlegten amtlichen AfA-Tabellen bewertet.
Kapitalanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken wurden gemäß § 253 Abs. 1
Satz 1 HGB grundsätzlich mit den Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten angesetzt. Bei Gebäuden im
Anlagevermögen, für die eine Restnutzungsdauer
bestimmt werden kann, wurden die Anschaffungs- bzw.
Herstellungskosten um lineare Abschreibungen entsprechend
ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer reduziert. Bei voraussichtlich dauernder
Wertminderung wurden außerplanmäßige
Abschreibungen vorgenommen. Dabei wurden Gebäude- und
Grundstückswerte getrennt betrachtet. Das
Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde
in allen Fällen beachtet.
Anteile oder Aktien an Investmentvermögen wurden
grundsätzlich mit den fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet. Der Bestand an Fonds, die in
Alternative Anlagen investieren, sowie das
Renten-Spezialsondervermögen wurden dazu bestimmt,
dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Bewertung
erfolgte demzufolge gemäß § 341b Abs. 2 2.
Halbsatz HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Die
Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen
gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den
beizulegenden niedrigeren Zeitwert wurde
berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253
Abs. 5 Satz 1 HGB wurde in allen Fällen beachtet.
Die ausgewiesenen Inhaberschuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere wurden
grundsätzlich mit den fortgeführten
Anschaffungskosten bewertet. Sie wurden ausnahmslos dazu
bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die
Bewertung erfolgte demzufolge gemäß § 341b
Abs. 2 2. Halbsatz HGB nach dem gemilderten
Niederstwertprinzip. Die Abschreibungspflicht bei
dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253
Abs. 3 Satz 5 HGB auf den beizulegenden niedrigeren
Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot
des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.
Außerdem erfolgte die Bewertung der
Inhaberschuldverschreibungen mit laufenden Zinszahlungen
mit den Anschaffungskosten zuzüglich bzw.
abzüglich einer Amortisation von Agien und Disagien
unter Anwendung der Effektivzinsmethode analog § 341c
Abs. 3 HGB.
Die Bewertung von Inhaberschuldverschreibungen und
von Namensschuldverschreibungen ohne laufende Zinszahlungen
(Zeros) erfolgte mit den Anschaffungskosten zuzüglich
der bis zum Geschäftsjahresende kumulierten
Zinsansprüche (Aufzinsung).
Hypotheken- und Grundschuldforderungen wurden mit den
fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Gemäß § 341b Abs. 1 Satz 2 HGB wurde das
gemilderte Niederstwertprinzip angewendet. Das
Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde
beachtet.
Die Bewertung der Namensschuldverschreibungen
erfolgte gemäß § 341c Abs. 1 HGB jeweils
zum Nennwert. Die sich bei der Auszahlung von
Namensschuldverschreibungen ergebenden Disagio-bzw.
Agiobeträge wurden gemäß § 341c Abs. 2
HGB passiv bzw. aktiv abgegrenzt und planmäßig
aufgelöst. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften
Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5
HGB auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert wurde
berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253
Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.
Bei Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden die
Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der
kumulierten Amortisation, der Differenz zwischen
Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag, unter
Anwendung der Effektivzinsmethode gemäß §
341c Abs. 3 HGB angesetzt. Die Abschreibungspflicht bei
dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253
Abs. 3 Satz 5 HGB auf den beizulegenden niedrigeren
Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot
des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.
Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den
Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungspflicht bei
einem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag gem.
§ 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet.
Die Bewertung der anderen Kapitalanlagen erfolgte
gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB zu den
Anschaffungskosten, sofern keine Abschreibungen aufgrund
dauerhafter Wertminderung vorzunehmen waren. Das
Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde
beachtet.
Forderungen
Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft wurden mit dem Nominalwert
bewertet. Soweit Bonitätsrisiken vorlagen, wurden
Einzelwertberichtigungen in Höhe der befürchteten
Zahlungs- und Zinsausfälle gebildet.
Sonstige Forderungen wurden mit dem Nominalwert
ausgewiesen. Erforderliche Wertberichtigungen wurden auf
Basis von Einzel- und Pauschalwertberichtungen vorgenommen.
Sämtliche als uneinbringlich erkannten Forderungen
wurden abgeschrieben.
Sonstige
Vermögensgegenstände
Die Sachanlagen und Vorräte wurden zu
Anschaffungskosten und nach Abzug linearer Abschreibungen
gem. der im System hinterlegten amtlichen AfA-Tabellen
bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden
in dem jeweiligen Geschäftsjahr in voller Höhe
abgeschrieben. Vorräte wurden nach einem
Pauschalverfahren in Abhängigkeit vom
unterjährigen Beschaffungsvolumen bewertet. Laufende
Guthaben bei Kreditinstituten, Scheck- und Kassenbestand
wurden mit dem Nominalwert angesetzt.
Andere Vermögensgegenstände wurden mit dem
Nominalwert ausgewiesen.
Rechnungsabgrenzungsposten
Abgegrenzte Zinsen, die auf das Geschäftsjahr
entfallen, aber noch nicht fällig sind, wurden
zeitanteilig mit dem Nominalwert bewertet. Sonstige aktive
Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den
Nominalbeträgen angesetzt.
Aktive latente Steuern
Für die voraussichtliche Entlastung in den
folgenden Geschäftsjahren wurde gemäß
§ 274 HGB ein Abgrenzungsposten für aktive
latente Steuern gebildet. Zum 31.12.2023 errechneten sich
künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden
Wertansätzen im Wesentlichen aus den
Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und
Bauten einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken, Aktien, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere, den Rückstellungen für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle, den
Rückstellungen für erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattungen, der Rückstellung
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den
sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt
T€ 20.340 (Vorjahr T€ 8.797). Der Bewertung lag
ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€
65.435 (Vorjahr T€ 28.420) und ein Steuersatz von
31,09% (Vorjahr 30,96%) zugrunde.
Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung
Für die Pensionsrückstellungen wurden
Rückdeckungsversicherungen verpfändet. Die
verpfändete Rückdeckungsversicherungen wurden
gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem
beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 1.932
(Vorjahr T€ 1.883) bewertet und gemäß
§ 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der entsprechenden
Verpflichtung in Höhe von T€ 2.249 (Vorjahr
T€ 2.198) verrechnet.
Erträge in Höhe von T€ 226 (Vorjahr
T€ 217) wurden mit Aufwendungen in Höhe von
T€ 167 (Vorjahr T€ 382) verrechnet.
Der diese Pensionsrückstellungen
übersteigende Betrag des Deckungsvermögens ist
nach § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB unter
dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der
Vermögensverrechnung" auszuweisen.
Versicherungstechnische
Rückstellungen
Bei der Ermittlung der versicherungstechnischen
Rückstellungen wurden die allgemeinen
Bilanzierungsgrundsätze des § 341e HGB beachtet.
Die Beitragsüberträge wurden auf
Vertragsebene auf das Jahresende abgegrenzt. Bei der
Ermittlung der übertragsfähigen Beitragsteile
wurde unter Berücksichtigung der Provision das
Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April
1974 beachtet. Die kalkulatorische
Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung von §
341f HGB nach der prospektiven Methode als Barwert der
künftigen Versicherungsleistungen, vermindert um den
Barwert der künftigen gezillmerten Nettoprämien,
nach Maßgabe der technischen Berechnungsgrundlagen
der einzelnen Tarife ermittelt. Darüber hinaus umfasst
die Deckungsrückstellung Zuschreibungen
gemäß § 149 und § 150 Abs. 2 VAG, die
dem Aufbau einer Anwartschaft auf
Beitragsermäßigung im Alter dienen. Dieser
Anteil wurde nach der retrospektiven Methode ermittelt.
Die Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle wurde gemäß
dem Näherungsverfahren nach § 341g Abs. 3 HGB i.
V. m. § 26 RechVersV entsprechend gebildet. Dem
Näherungsverfahren liegen geschätzte Zahlungen
für Versicherungsfälle der ersten drei Monate des
folgenden Geschäftsjahres zugrunde. Regressforderungen
wurden gekürzt. Die Rückstellung für
Schadenregulierungsaufwendungen wurde in Anlehnung an das
BMF-Schreiben vom 02.02.1973 pauschal ermittelt auf der
Grundlage des Verhältnissatzes von
Schadenregulierungsaufwendungen zu Schadenaufwendungen des
Geschäftsjahres.
Die Rückstellung für erfolgsabhängige
Beitragsrückerstattung wurde gemäß §
341e Abs.2 Nr.2 HGB gebildet. Zusätzlich enthält
sie seit dem Geschäftsjahr 2012 Mittel für die
Pflegepflichtversicherung entsprechend dem initialen
Poolvertrag vom 30.11.2012 in der aktuellen Fassung.
Die Rückstellung für
erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung wurde
aufgrund der Bestimmungen des § 150 Abs. 4 VAG
ermittelt. Weiterhin umfasste sie den Bedarf für die
tariflich garantierte Beitragsrückerstattung und die
vertraglich vereinbarte Überschussbeteiligung aus
Kollektivverträgen. Diese wurden anhand des
tariflichen Anspruchssatzes und der Erfahrung der Vorjahre
geschätzt.
Die sonstigen versicherungstechnischen
Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2
HGB in Höhe des nach vernünftiger
kaufmännischer Beurteilung notwendigen
Erfüllungsbetrags angesetzt. Unter diesen wird u.a.
die Stornorückstellung gemäß §31
RechVersV ausgewiesen.
Andere Rückstellungen
Die Berechnung der Pensionsrückstellungen
erfolgte nach dem international üblichen "projected
unit credit"-Verfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit
§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der
Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Neben
gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen
und Trends berücksichtigt. Für die Bewertung zum
31. Dezember 2023 wurde auf Basis des Zinssatzes mit Stand
November 2023 eine Projektion des Zinssatzes zum 31.
Dezember 2023 unter Berücksichtigung des
gegenwärtigen Zinsniveaus vorgenommen. Mögliche
Abweichungen sind unwesentlich.
Verpflichtungen aus Zusagen infolge
Gehaltsumwandlungen wurden in die Bewertung einbezogen.
Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt
der Unterschiedsbetrag zwischen der Ermittlung mit einem
Sieben-Jahresdurchschnittszins (1,75%) und dem
Zehn-Jahresdurchschnittszins einer
Ausschüttungssperre. Dabei wurde ein von der Deutschen
Bundesbank abweichender Zinssatz verwendet. Die Abweichung
ist unwesentlich.
Es wurden nachstehende versicherungsmathematische
Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen
verwendet:
| Bewertungsverfahren |
Project Unit Credit
(PUC) |
| Biometrie |
HEUBECK-RICHTTAFEL 2018
G |
| Rententrend |
2,00%
(Durchschnitt) |
| Bewertung
Witwen-/Witwerrenten |
kollektive Methode |
| Zinssatz |
1,78% zum
01.01.2023 |
|
1,83% zum
31.12.2023 |
Das der Bewertung zugrunde liegende rechnerische
Pensionsalter entspricht dem Zeitpunkt der
frühestmöglichen Inanspruchnahme einer
vorzeitigen Altersrente aus der gesetzlichen
Rentenversicherung.
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen
aus Gehaltsumwandlung wurden mit dem Zeitwert der
Rückdeckungsversicherungen gemäß § 253
Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet und mit dem Aktivwert dieser
Vermögensgegenstände gemäß § 246
Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, da diese durch die Abtretung
der Versicherungsleistungen an die Mitarbeiter dem Zugriff
aller übrigen Gläubiger entzogen sind.
Die Bewertung der Rückstellung für
Jubiläen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1
Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB
analog zur Pensionsrückstellung. Bezüglich der
verwendeten versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen
wird auf diese Ausführungen verwiesen. Für die
Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde auf Basis des
Zinssatzes mit Stand November 2023 eine Projektion des
Zinssatzes zum 31. Dezember 2023 unter
Berücksichtigung des gegenwärtigen Zinsniveaus
vorgenommen. Mögliche Abweichungen sind unwesentlich.
Es wurden nachstehende versicherungsmathematische
Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen
verwendet:
| Bewertungsverfahren |
Project Unit Credit
(PUC) |
| Biometrie |
HEUBECK-RICHTTAFEL 2018
G |
| Gehaltsdynamik |
2,00 % |
| Zinssatz |
1,44 % zum
01.01.2023 |
|
1,75 % zum
31.12.2023 |
Die berücksichtigte Fluktuation wird
gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G
berücksichtig. Als rechnungsmäßiges
Endalter (spätester Zeitpunkt, zu dem eine
Jubiläumsleistung berücksichtigt wird) gilt die
Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung
abzgl. 2 Jahre.
Die Bewertung der Rückstellung für eine
Vorruhestandsverpflichtung erfolgte gemäß §
253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2
Satz 1 HGB analog zur Pensionsrückstellung.
Bezüglich der verwendeten versicherungsmathematischen
Rechnungsgrundlagen wird auf diese Ausführungen
verwiesen. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der
Bundesbank gemäß der RückAbzinsVO
veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der
letzten sieben Jahren für eine Restlaufzeit der
Verpflichtung von drei Jahren.
Es wurden nachstehende versicherungsmathematische
Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen
verwendet:
| Pensionsalter |
63 Jahre |
| Zinssatz |
0,67 % zum
01.01.2023 |
|
1,07 % zum
31.12.2023 |
Die Bewertung der Rückstellung für die
Verpflichtung zur Zahlung von Altersteilzeitleistungen
erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in
Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB analog zur
Pensionsrückstellung. Bezüglich der verwendeten
versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen wird auf
diese Ausführungen verwiesen. Die Ermittlung erfolgt
ausschließlich auf Basis des Blockmodells, dass eine
Aufteilung in eine Arbeitsphase und eine Freistellungsphase
vorsieht. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023
wurde auf Basis des Zinssatzes mit Stand Oktober 2023 eine
Projektion des Zinssatzes zum 31. Dezember 2023 unter
Berücksichtigung des gegenwärtigen Zinsniveaus
vorgenommen.
Sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der
Altersteilzeitverpflichtung weniger als 12 Monate
beträgt, wird bei der Rückstellungsermittlung
keine Abzinsung berücksichtigt.
| Gehaltsdynamik |
2,00% |
| Zinssatz |
1.07 % zum
31.12.2023 |
Alle anderen Rückstellungen wurden nach §
253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und, falls die
Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß
§ 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der
vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Andere Verbindlichkeiten
Die Verbindlichkeiten wurden mit den
Erfüllungsbeträgen bewertet. In der Bilanz sind
weder Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als
fünf Jahren noch Verbindlichkeiten, die durch
Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind,
enthalten.
Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige
Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr.
Rechnungsabgrenzungsposten
Im Voraus erhaltene Zinsen und Mieten sowie sonstige
passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den
Nominalbeträgen angesetzt.
Währungsumrechnungen
Für die in fremder Währung abgeschlossenen
Kapitalanlagen werden die Aktiva und Passiva in der
jeweiligen ausländischen Währung geführt.
Zur Erstellung des Jahresabschlusses wurden diese Posten
gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs
des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Ergebniseffekte
bei Kapitalanlagen aufgrund von
Währungskursschwankungen werden innerhalb der Zu- und
Abschreibungen bzw. Gewinne und Verluste auf Kapitalanlagen
ausgewiesen.
Aktiva - Entwicklung der Aktivposten
A., B.I. bis B.II. im Geschäftsjahr 2023
|
Bilanzwerte
Vorjahr |
Zugänge
1) |
Umbuchungen |
Abgänge |
Zuschreibungen
3) |
Abschreibungen
3) |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| A. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
5.631 |
1.548 |
0 |
909 |
0 |
1.467 |
| 2. Summe A. |
5.631 |
1.548 |
0 |
909 |
0 |
1.467 |
| B.I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
2) |
98.189 |
920 |
0 |
0 |
0 |
8.603 |
| B.II. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
2.440.724 |
382.555 |
0 |
81.740 |
0 |
1.897 |
| 2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
2.389.725 |
107.087 |
0 |
85.906 |
0 |
342 |
3. Hypotheken-,
Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen |
256 |
0 |
0 |
6 |
0 |
0 |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
|
|
|
|
|
|
| a)
Namensschuldverschreibungen |
1.268.887 |
14.727 |
0 |
80.000 |
0 |
0 |
| b)
Schuldscheinforderungen und Darlehen |
180.199 |
24.009 |
0 |
10.000 |
0 |
0 |
| 5. Einlagen bei
Kreditinstituten |
93.401 |
0 |
0 |
46.401 |
0 |
0 |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
658 |
0 |
0 |
0 |
0 |
16 |
| 7. Summe B.II. |
6.373.849 |
528.379 |
0 |
304.053 |
0 |
2.255 |
| Insgesamt |
6.477.669 |
530.846 |
0 |
304.961 |
0 |
12.325 |
|
Bilanzwerte
Geschäftsjahr |
|
T€ |
| A. Immaterielle
Vermögensgegenstände |
|
| 1. Entgeltlich erworbene
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und
ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an
solchen Rechten und Werten |
4.804 |
| 2. Summe A. |
4.804 |
| B.I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
2) |
90.505 |
| B.II. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
| 1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
2.739.642 |
| 2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
2.410.564 |
3. Hypotheken-,
Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen |
250 |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
|
| a)
Namensschuldverschreibungen |
1.203.613 |
| b)
Schuldscheinforderungen und Darlehen |
194.209 |
| 5. Einlagen bei
Kreditinstituten |
47.000 |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
642 |
| 7. Summe B.II. |
6.595.920 |
| Insgesamt |
6.691.229 |
1) davon Zerozinszuschreibungen in Höhe von
T€ 3.747
2) davon eigengenutzte Grundstücke und
Bauten in Höhe von T€ 42.934
3) davon Devisenabschreibungen in Höhe von
T€ 342
Angaben zur Bilanz
AKTIVA
I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken
Der Bilanzposten wies in Summe Buchwerte in Höhe
von T€ 90.505 (Vorjahr T€ 98.189) und Marktwerte
in Höhe von T€ 118.443 (Vorjahr T€ 126.742)
aus.
In diesem Posten waren Grundstücke mit
Buchwerten in Höhe von T€ 76.724 (Vorjahr T€
60.369) enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von
T€ 29.007 auswiesen. Für Immobilien mit
Buchwerten in Höhe von T€ 13.780 (Vorjahr T€
37.820) lag der Zeitwert um T€ 1.068 unter dem
Buchwert.
Das Unternehmen geht davon aus, dass die
verbleibenden stillen Lasten nicht dauerhaft waren, weil
entweder Wertsteigerungen erwartet werden oder die
laufenden Abschreibungen den Buchwert senken werden.
Außerdem gab es ordentliche Abschreibungen in
Höhe von T€ 2.723 und
außerplanmäßige Abschreibungen in
Höhe von T€ 5.881.
Der Bilanzwert der überwiegend eigengenutzten
Grundstücke und Bauten betrug T€ 42.934 (Vorjahr
T€ 59.140).
II. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere
Der Bilanzposten wies in Summe Buchwerte in Höhe
von T€ 2.739.642 (Vorjahr T€ 2.440.724) aus.
Der Fondsbestand, der in Alternative Anlagen
investiert, wurde nach den Vorschriften für das
Anlagevermögen bewertet und hatte Marktwerte in
Höhe von T€ 2.639.238 (Vorjahr T€
2.364.489). Darin waren zum einen Vermögenswerte mit
einem Buchwert in Höhe von T€ 1.660.242 (Vorjahr
T€ 1.641.777) enthalten, die Bewertungsreserven in
Höhe von T€ 462.320 auswiesen. Zum anderen waren
Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€
530.224 (Vorjahr T€ 249.772) enthalten, bei denen
durch die Zuordnung zum Anlagevermögen Abschreibungen
in Höhe von T€ 13.549 vermieden wurden.
Diese Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft
beurteilt, da es sich um Fonds handelt, die eine
langfristige Anlagestrategie verfolgen und durch
zukünftige Investitionen ein hohes
Wertaufholungspotenzial beinhalten. Das
Renten-Spezialsondervermögen wies bei einem Buchwert
in Höhe von T€ 549.175 Stille Reserven in
Höhe von T€ 2.164 aus.
Im Geschäftsjahr gab es keine
Devisenabschreibungen, welche den Buchwert reduzierten
(Vorjahr Reduzierung um T€ 372).
Der Bilanzposten wird aufgrund der ausstehenden
Kapitalzusagen in Höhe von T€ 1.127.178
weiterwachsen.
Angaben zu den Investmentvermögen
nach § 285 Nr. 26 HGB
|
Buchwerte |
Zeitwerte |
Bewertungsreserven |
Ausschüttung |
|
2023 |
2023 |
2023 |
2023 |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| Zinsanlagen |
549.175 |
551.339 |
2.164 |
18.718 |
| Private Debt
Corporates |
117.865 |
118.493 |
628 |
3.806 |
| Private Debt Real
Estate |
170.120 |
169.613 |
-507 |
778 |
| Private Real Estate |
302.836 |
301.243 |
-1.593 |
6.297 |
| Private Equity |
532.234 |
728.522 |
196.289 |
9.406 |
| Private
Infrastructure |
84.200 |
97.581 |
13.381 |
820 |
Die Anteile am Renten-Spezialfonds können
täglich an die das Sondervermögen verwaltende
Kapitalanlageverwaltungsgesellschaft zurückgegeben
werden.
Die Anteile an den Immobilien-Spezialfonds
können grundsätzlich täglich an die das
Sondervermögen verwaltende
Kapitalanlageverwaltungsgesellschaft zurückgegeben
werden. Die Rückgabe der Anteile kann aufgeschoben
werden, wenn außergewöhnliche Umstände oder
eine unzureichende Liquiditätslage vorliegen, die eine
Aufschiebung unter Berücksichtigung der Interessen der
Anleger erforderlich erscheinen lassen.
Die Anteile an den geschlossenen alternativen
Investmentfonds können nicht zurückgegeben
werden.
Die aufgeführten Ausschüttungen wurden
erfolgswirksam vereinnahmt.
II. 2. Inhaberschuldverschreibungen und
andere festverzinsliche Wertpapiere
Der Bilanzposten enthielt ausschließlich
Inhaberschuldverschreibungen und betrug T€ 2.410.564
(Vorjahr T€ 2.389.725).
Der gesamte unter diesem Bilanzposten ausgewiesene
Bestand wurde nach den Vorschriften des
Anlagevermögens bewertet und hatte Marktwerte in
Höhe von T€ 2.246.147 (Vorjahr T€
2.109.897).
Darin waren zum einen Vermögenswerte mit
Buchwerten in Höhe von T€ 1.115.314 (Vorjahr
T€ 773.701) enthalten, die Bewertungsreserven in
Höhe von T€ 56.770 auswiesen. Zum anderen waren
Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€
1.295.250 (Vorjahr T€ 1.656.024) enthalten, bei denen
durch die Zuordnung zum Anlagevermögen Abschreibungen
in Höhe von T€ 221.187 vermieden wurden.
Sämtliche Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft
beurteilt, da es sich ausnahmslos um besicherte Anleihen
mit sehr guten Bonitäten handelte und die
Wertminderung ausschließlich aus der Veränderung
des Zinsniveaus resultierte.
Durch Amortisationen reduzierten sich die Buchwerte
im Geschäftsjahr saldiert um T€ 455. Die
Zinskapitalisierung bei Inhaberschuldverschreibungen betrug
T€3.020.
Devisenabschreibungen führten zu einem
Buchwertrückgang um T€ 342 (Vorjahr Rückgang
um T€372).
II. 3. Hypotheken-, Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen
Der Bestand an Hypothekendarlehen verringerte sich im
Geschäftsjahr um T€ 6 auf T€ 250 (Vorjahr
T€ 256). Es waren ausschließlich Hypotheken
enthalten, deren Zeitwerte den Buchwerten entsprachen.
II. 4. Sonstige Ausleihungen
In diesem Posten waren Namensschuldverschreibungen
und Schuldscheindarlehen in Höhe von T€ 1.397.822
(Vorjahr T€ 1.449.086) enthalten.
Die Namensschuldverschreibungen haben sich auf
T€ 1.203.313 (Vorjahr T€ 1.268.887) verringert.
Die Schuldscheindarlehen stiegen auf T€ 194.209
(Vorjahr T€ 180.190).
Die gesamten sonstigen Ausleihungen hatten Marktwerte
in Höhe von T€ 1.296.064 (Vorjahr T€
1.293.065).
Darin waren Vermögenswerte mit Buchwerten in
Höhe von T€ 615.110 (Vorjahr T€ 539.383)
enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von T€
31.974 auswiesen. Vermögenswerte deren Buchwerte unter
den Marktwerten lagen, waren in Höhe von T€
782.712 vorhanden (Vorjahr T€ 909.703) und wiesen
Lasten in Höhe von T€ 136.371 aus. Sämtliche
Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft beurteilt, da es
sich fast ausnahmslos um besicherte Anleihen mit sehr guten
Bonitäten handelte und die Wertminderung
ausschließlich aus der Veränderung des
Zinsniveaus resultierte.
Durch Amortisationen erhöhten sich die Buchwerte
der Schuldscheindarlehen im Geschäftsjahr saldiert um
T€ 9. Die Zinskapitalisierung bei
Zero-Namensschuldverschreibungen betrug T€ 727.
II. 6. Andere Kapitalanlagen
In diesem Bilanzposten befanden sich kleinere
strategische Unternehmensbeteiligungen und Anteile an
Unternehmen, die sich in der Liquidationsphase befinden.
Die Buchwerte verringerten sich auf T€ 642 (Vorjahr
T€ 658).
Die Zeitwerte der in diesem Bilanzposten
ausgewiesenen Anlagen betrug zum Bilanzstichtag T€ 790
(Vorjahr T€ 833).
Darin waren Vermögenswerte enthalten mit
Buchwerten in Höhe von T€ 466 (Vorjahr T€
481), die Bewertungsreserven von T€ 180 auswiesen.
Vermögenswerte, deren Buchwerte unter den Marktwerten
lagen, waren in Höhe von T€ 177 vorhanden
(Vorjahr T€ 177) und wiesen Lasten in Höhe von
T€ 32 aus. Die Wertminderungen wurden als nicht
dauerhaft beurteilt, da Wertsteigerungen erwartet werden.
Zeitwerte der Kapitalanlagen
|
Buchwerte |
Zeitwerte |
Buchwerte |
Zeitwerte |
|
2023 |
2023 |
2022 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| B.I. Grundstücke,
grundstücksgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken |
90.505 |
118.128 |
98.189 |
126.742 |
| B.II. Sonstige
Kapitalanlagen |
|
|
|
|
| 1. Aktien, Anteile oder
Aktien an Investmentvermögen und andere nicht
festverzinsliche Wertpapiere |
2.739.642 |
3.190.577 |
2.440.724 |
2.900.322 |
| 2.
Inhaberschuldverschreibungen und andere
festverzinsliche Wertpapiere |
2.410.564 |
2.246.147 |
2.389.725 |
2.109.897 |
3. Hypotheken-,
Grundschuld-
und Rentenschuldforderungen |
250 |
296 |
256 |
256 |
| 4. Sonstige
Ausleihungen |
|
|
|
|
| a)
Namensschuldverschreibungen |
1.203.613 |
1.104.887 |
1.268.887 |
1.125.498 |
| b)
Schuldscheinforderungen und Darlehen |
194.209 |
191.176 |
180.199 |
167.567 |
| 5. Einlagen bei
Kreditinstituten |
47.000 |
47.000 |
93.401 |
93.401 |
| 6. Andere
Kapitalanlagen |
642 |
790 |
658 |
833 |
| 7. Summe B.II. |
6.595.920 |
6.780.873 |
6.373.849 |
6.397.774 |
| B. Kapitalanlagen |
6.686.425 |
6.899.001 |
6.472.038 |
6.524.516 |
| davon zu
fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert |
5.502.608 |
5.814.508 |
5.222.221 |
5.418.485 |
| davon zum Nennwert
bilanziert |
1.183.817 |
1.084.493 |
1.249.817 |
1.106.030 |
| davon Finanzinstrumente
wie Anlagevermögen bewertet (§ 285 Nr. 18
HGB) |
5.365.103 |
5.649.380 |
6.280.448 |
6.304.373 |
| davon mit stillen
Lasten |
1.893.547 |
1.645.454 |
3.364.851 |
2.847.219 |
Die nach § 54 RechVersV auszuweisenden
Beträge der in die Überschussbeteiligung
einzubeziehenden Kapitalanlagen betrugen am Bilanzstichtag:
| Fortgeführte
Anschaffungskosten inkl. Agio/Disagio |
T€ 6.689.063 |
| Beizulegender
Zeitwert |
T€ 6.899.001 |
| Saldo aus
fortgeführten Anschaffungskosten und
Zeitwert |
T€ 209.938 |
Zeitwerte der Kapitalanlagen
Die Zeitwerte der Grundstücke,
grundstücksgleichen Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken sind als Marktwerte zu verstehen, die im
Wege einer Schätzung entsprechend der
Wertermittlungs-Verordnung (WertV) und den
Wertermittlungs-Richtlinien (WertR76) durch das
Ertragswertverfahren Ende 2021 ermittelt wurden.
Die Zeitwerte der nicht notierten Aktien eines
Unternehmens, das sich in der Endphase der Abwicklung
befand und bei dem keinerlei Liquidationserlöse mehr
erwartet werden, wurde mit einem Erinnerungswert von 1
€ angesetzt.
Bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen
entsprachen die Zeitwerte den Nettovermögenswerten,
die die Gesellschaften, die das Kapital verwalten,
ermittelt haben. Bei den Spezial-AIF weisen die Zeitwerte
Substanzwerte aus, da es keinen aktiven Markt für
diese Fondsanteile und die im Fonds enthaltenen
Vermögenswerte gibt.
Für das Renten-Spezialsondervermögen
entsprach der Zeitwert dem offiziellen Rücknahmepreis
der Kapitalverwaltungsgesellschaft.
Bei Inhaberschuldverschreibungen, die an einer
Börse notierten, wurden die Zeitwerte mit dem
Jahresultimo-Börsenkurs angesetzt.
Die Zeitwerte der Inhaberschuldverschreibungen, die
nicht an einer Börse notieren, und die sonstigen
Ausleihungen wurden mit Hilfe eines Marktpreismodells
ermittelt. Das Marktpreismodell bemisst den Zeitwert auf
Basis von Preisnotierungen für identische
Vermögenswerte auf inaktiven Märkten, von
Preisnotierungen für ähnliche
Vermögensgegenstände auf aktiven und inaktiven
Märkten sowie auf Basis weiterer für die
Wertentwicklung des Vermögenswerts relevanter
Marktdaten, die beobachtet werden konnten, wie z.B.
Zinskurven, Risikoaufschläge und Volatilitäten.
Die Zeitwerte der Hypothekendarlehen wurden mittels
der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als Grundlage
der Bewertung dienten laufzeitkongruente Swapzinssätze
unter Berücksichtigung der Bonität der jeweiligen
Schuldner.
Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem
Nominalwert angesetzt.
Der Zeitwert der Anderen Kapitalanlagen wurde auf
Basis des anteiligen Eigenkapitals oder auf Basis des
Substanzwertes ermittelt.
Zu C. Forderungen
Sonstige Forderungen
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Forderungen an
verbundene Unternehmen |
45.283 |
41.036 |
| Forderungen an nahe
stehende Unternehmen |
895 |
1.310 |
| Forderungen an
Finanzämter (einschl. Erstattungszinsen) |
0 |
0 |
Forderungen an Vertreter
aus der Vermittlung für
Unternehmen der INTER Versicherungsgruppe |
6.243 |
6.055 |
| Zins- und
Mietforderungen |
0 |
0 |
| Geleistete Mietkautionen
für Außenstellen |
29 |
362 |
| Forderungen an
Inkassounternehmen |
323 |
776 |
| Übrige |
694 |
798 |
|
53.466 |
50.336 |
Zu E. Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| I. abgegrenzte Zinsen
und Mieten |
|
|
| Staatsanleihen |
12.315 |
10.588 |
|
Unternehmensanleihen |
38.813 |
41.460 |
| Einlagen bei
Kreditinstituten |
0 |
0 |
| II. Sonstige
Rechnungsabgrenzungsposten |
|
|
| Agio aus
Namensschuldverschreibungen |
7.543 |
8.352 |
| Übrige |
5.160 |
5.229 |
|
63.832 |
65.629 |
Zu G. Aktive latente Steuern
Es handelt sich um voraussichtliche
Steuerentlastungen nachfolgender Geschäftsjahre
gemäß § 274 HGB.
Zum 31.12.2023 errechneten sich künftige
Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden
Wertansätzen im Wesentlichen aus den
Grundstücken, grundstückgleiche Rechte und Bauten
einschließlich der Bauten auf fremden
Grundstücken, Aktien, Anteile oder Aktien an
Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche
Wertpapiere, den Rückstellungen für noch nicht
abgewickelte
Versicherungsfälle, der Rückstellung
für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie
den Rückstellungen für
Vorruhestandsverpflichtungen, den sonstigen
Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€
20.340 (Vorjahr T€ 8.797).
Der Bewertung lag ein aktiver Unterschiedsbetrag in
Höhe von T€ 65.435 (Vorjahr T€ 28.420) und
ein Steuersatz von 31,09% (Vorjahr 30,96%) zugrunde.
PASSIVA
Zu A. Eigenkapital
Eigenkapital
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| I. Gezeichnetes
Kapital |
5.000 |
5.000 |
| II.
Kapitalrücklage |
201.180 |
201.180 |
| III.
Gewinnrücklagen |
|
|
| Andere
Gewinnrücklagen |
|
|
| Stand am 01.01. |
61.320 |
51.320 |
| Einstellung aus dem
Bilanzgewinn des Vorjahres |
8.000 |
10.000 |
| Stand am 31.12. |
69.320 |
61.320 |
| IV. Bilanzgewinn |
|
|
|
Jahresüberschuss |
8.400 |
10.000 |
| Stand am 31.12. |
283.900 |
277.500 |
Der INTER Versicherungsverein aG, Mannheim, hält
100% des Grundkapitals der INTER Kranken. Die entsprechende
Mitteilung nach § 20 AktG liegt vor.
Das Grundkapital ist am Bilanzstichtag in 5.000.000
auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt und zu
100% eingezahlt.
Der Bilanzgewinn und die anderen Gewinnrücklagen
unterliegen in Höhe von T€ 20.340 (Vorjahr
T€ 8.797) einer Ausschüttungssperre
gemäß § 268 Abs. 8 HGB und in Höhe von
T€ 40 (Vorjahr T€ 183) einer
Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6
HGB.
Gewinnverwendungsvorschlag
In der Bilanz zum 31.12.2023 wird ein Bilanzgewinn in
Höhe von T€ 8.400 ausgewiesen. Vorstand und
Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung folgende
Gewinnverwendung vor:
Gewinnverwendungsvorschlag
|
2023 |
|
T€ |
| Ausschüttung einer
Dividende |
1.000 |
| Einstellung in andere
Gewinnrücklagen |
7.400 |
|
8.400 |
Zu B. Versicherungstechnische
Rückstellungen
Versicherungstechnische
Bruttorückstellungen
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Versicherungstechnische
Bruttorückstellungen |
6.519.699 |
6.322.783 |
| davon |
|
|
| -
Bruttorückstellungen für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle |
177.604 |
193.409 |
In der Dotierung der Deckungsrückstellung ist
ein Betrag von T€ 297 (Vorjahr T€ 321) für
Übertragungswerte aus zum 31.12.2023 abgehenden
Verträgen enthalten.
IV. Rückstellung für
erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
Rückstellung für
erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
|
Rückstellung für
erfolgsabhängige
Beitragsrückerstattung |
Rückstellung für
erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung |
|
Gesamt |
davon
Poolrelevante
RfB aus der
PPV |
Poolrelevante
RfB aus der PPV |
Betrag nach
§ 150 Abs. 4 VAG |
Sonstiges |
|
(a) |
(b) |
(c) |
(d) |
(e) |
|
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
T€ |
| 1. Bilanzwerte
Vorjahr |
315.115 |
47.391 |
0 |
9.376 |
127 |
| 2. Entnahme zur
Verrechnung |
90.164 |
23.854 |
0 |
1.895 |
0 |
| 3. Entnahme zur
Barausschüttung |
25.969 |
0 |
0 |
0 |
2 |
| 4. Zuführung |
108.255 |
31.307 |
0 |
658 |
77 |
| 5. Bilanzwerte
Geschäftsjahr |
307.237 |
54.844 |
0 |
8.139 |
202 |
6. Gesamter Betrag des
Geschäftsjahres
nach § 150 VAG |
|
|
17.740 |
|
|
Zu C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen
Die Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab
einen Erfüllungsbetrag von T€ 6.237 (Vorjahr
T€ 6.042).
Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen von
T€ 6.274 (Vorjahr T€ 6.038) wurde mit dem
Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen
verrechnet. Daraus entstand ein aktiver Unterschiedsbetrag
aus der Vermögensverrechnung i. H. v. T€ 124
(Vorjahr T€ 114).
Rückstellungen für Pensionen
und ähnliche Verpflichtungen
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Erfüllungsbetrag
aus Zusagen |
|
|
| - aus den
Versorgungsordnungen bzw. Einzelzusagen |
2.249 |
2.198 |
| - Zusage auf eine
abgekürzte Leibrente (Einzelzusage) |
0 |
0 |
| - aus
Gehaltsumwandlungen |
3.989 |
3.844 |
|
6.237 |
6.042 |
| Erhöhung der
Pensionsverpflichtung aus Gehaltsumwandlung zu
Verrechnung |
229 |
196 |
|
6.467 |
6.238 |
davon mit Aktivwerten
der verpfändeten
Rückdeckungsversicherungen
verrechenbar |
6.274 |
6.038 |
| Aktivischer
Überhang aus der
Rückdeckungsversicherung |
124 |
114 |
|
317 |
315 |
Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der
Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden
durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn
Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen
nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen
Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben
Geschäftsjahren beträgt T€ 40 (Vorjahr
T€ 183). Dieser unterliegt gemäß § 253
Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.
III. Sonstige Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
|
Jubiläumsrückstellung |
2.767 |
3.130 |
|
Abschlussprovisionen |
351 |
351 |
| Erstellung und
Prüfung Solvabilitätsübersicht |
176 |
117 |
Erstellung,
Prüfung, Veröffentlichung und Archivierung
Jahresabschluss |
592 |
368 |
| Urlaubs- und
Gleitzeitverpflichtungen |
1.818 |
1.756 |
|
Vorruhestandsverpflichtungen |
47 |
291 |
|
Altersteilzeitvergütung |
266 |
206 |
| Rechts- und
Beratungskosten |
22 |
41 |
Rückstellungen
für Abfindungen, Boni, Steuerzinsen,
Sonderzahlungen |
2.209 |
2.391 |
| Restrukturierung |
2.941 |
3.582 |
|
Berufsgenossenschaft |
0 |
261 |
| Noch ausstehende
Rechnungen |
819 |
620 |
|
Aufsichtsgebühren |
0 |
0 |
| Prozesskosten |
397 |
549 |
| Gematik |
0 |
0 |
|
Aufbewahrungspflicht |
10 |
10 |
|
12.416 |
13.672 |
Zu D. Andere Verbindlichkeiten
Sonstige Verbindlichkeiten
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Verbindlichkeiten
gegenüber verbundenen Unternehmen |
2.517 |
2.232 |
| Verbindlichkeiten aus
Steuern |
1.096 |
1.859 |
| Verbindlichkeiten im
Rahmen der sozialen Sicherheit |
4 |
2 |
| Verbindlichkeiten
gegenüber Vertretern aus der Vermittlung
für Unternehmen der INTER
Versicherungsgruppe |
4.342 |
4.244 |
| Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen |
481 |
319 |
| Verbindlichkeiten aus
nicht eingelösten Schecks |
157 |
154 |
| Sonstige |
353 |
512 |
|
8.951 |
9.322 |
Zu E. Rechnungsabgrenzungsposten
Rechnungsabgrenzungsposten
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Disagio aus
Namensschuldverschreibungen |
4.904 |
3.446 |
| Vorauserhaltene Mieten
und Zinsen |
1 |
0 |
|
4.905 |
3.446 |
Angaben zur Gewinn- und
Verlustrechnung
Zu I. Versicherungstechnische
Rechnung
Zu 1. a) Gebuchte
Bruttobeiträge
Gebuchte Bruttobeiträge
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| aa) Gebuchte
Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft, untergliedert nach: |
|
|
| -
Einzelversicherungen |
695.064 |
681.986 |
| -
Gruppenversicherungen |
71.403 |
69.955 |
|
766.468 |
751.940 |
| bb) Gebuchte
Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft, untergliedert nach: |
|
|
| - Laufenden
Beiträgen |
766.468 |
751.940 |
| -
Einmalbeiträgen |
0 |
0 |
|
766.468 |
751.940 |
| cc) Gebuchte
Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft, untergliedert nach: |
|
|
| -
Krankheitskostenvollversicherungen |
544.010 |
549.832 |
| -
Krankentagegeldversicherungen |
28.211 |
29.111 |
| -
Krankenhaustagegeldversicherungen |
2.920 |
3.026 |
| -
Krankenhauskostenteilversicherungen |
62.747 |
61.811 |
| -
Pflegepflichtversicherungen (inkl. GPV) |
120.584 |
101.027 |
| - Ergänzende
Pflegezusatzversicherungen |
3.462 |
2.968 |
| -
Auslandsreisekrankenversicherungen |
4.534 |
4.164 |
|
766.468 |
751.940 |
| Gebuchte
Bruttobeiträge gesamt |
766.468 |
751.940 |
In den gebuchten Beiträgen sind T€ 15.101
(Vorjahr T€ 15.645) für den gesetzlichen Zuschlag
gemäß § 149 VAG enthalten. Die gebuchten
Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft betreffen im Wesentlichen
inländisches Geschäft.
Zahl der versicherten natürlichen Personen
aufgeteilt auf:
Zahl der versicherten natürlichen
Personen
|
2023 |
2022 |
|
Anzahl |
Anzahl |
|
Krankheitskostenvollversicherungen |
122.588 |
124.595 |
|
Krankentagegeldversicherungen |
52.374 |
53.126 |
|
Krankenhaustagegeldversicherungen |
61.424 |
63.803 |
|
Krankheitskostenteilversicherungen |
175.623 |
175.456 |
|
Pflegepflichtversicherungen |
152.150 |
155.066 |
| Ergänzende
Pflegezusatzversicherungen |
7.156 |
7.002 |
|
Auslandsreisekrankenversicherungen |
188.669 |
186.851 |
Bei der Zählung der natürlichen Personen
treten Mehrfachzählungen auf, da versicherte Personen
nach mehreren Versicherungsarten versichert sein
können. Per 31.12.2023 sind 382.694 (Vorjahr 386.112)
natürliche Personen versichert.
Zu 2. Beiträge aus der
Brutto-Rückstellung für
Beitragsrückerstattung
Beiträge aus der
Brutto-Rückstellung für
Beitragsrückerstattung
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| a) Erfolgsabhängige
Beitragsrückerstattung |
|
|
| -
Krankheitskostenvollversicherungen |
30.798 |
21.524 |
| -
Krankentagegeldversicherungen |
28 |
0 |
| -
Krankenhaustagegeldversicherungen |
0 |
0 |
| -
Krankheitskostenteilversicherungen |
73 |
20 |
| -
Pflegepflichtversicherungen |
58.625 |
0 |
| - Ergänzende
Pflegezusatzversicherungen |
639 |
156 |
|
90.164 |
21.700 |
| b)
Erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung |
|
|
| -
Krankheitskostenvollversicherungen |
1.644 |
1.060 |
| -
Krankentagegeldversicherungen |
0 |
0 |
| -
Krankenhaustagegeldversicherungen |
0 |
2 |
| -
Krankheitskostenteilversicherungen |
205 |
360 |
| -
Pflegepflichtversicherungen (inkl. GPV) |
0 |
0 |
| - Ergänzende
Pflegezusatzversicherungen |
46 |
14 |
|
1.895 |
1.436 |
| Beiträge aus der
Rückstellung für
Beitragsrückerstattung gesamt |
92.059 |
23.136 |
Zu 3. Erträge aus
Kapitalanlagen
Negative Zinsen auf Einlagen bei Kreditinstituten
wurden in Höhe von T€ 28 in den Erträgen aus
anderen Kapitalanlagen berücksichtigt.
In den Erträgen aus Kapitalanlagen waren
Devisenkursgewinne in Höhe von weniger als T€ 1
enthalten.
Zu 4. Sonstige versicherungstechnische
Erträge für eigene Rechnung
Sonstige versicherungstechnische
Erträge für eigene Zahlung
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Poolausgleich |
7.743 |
4.426 |
|
Übertragungswerte |
573 |
739 |
| Ausgebuchte Schecks |
0 |
22 |
| Sonstige |
68 |
46 |
|
8.385 |
5.233 |
Zu 5. Aufwendungen für
Versicherungsfälle für eigene Rechnung
Aufwendungen für
Versicherungsfälle für eigene Rechnung
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Gezahlt |
491.391 |
437.191 |
| Zurückgestellt |
177.604 |
193.409 |
| Ergebnis aus der
Abwicklung der Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle des
Vorjahres |
6.798 |
-3.126 |
|
662.197 |
633.726 |
Die Rückstellung für noch nicht
abgewickelte Versicherungsfälle wurde im Vorjahr mit
zusätzlichen Sicherheiten gebildet, um einen erneuten
Abwicklungsverlust zu vermeiden.
Zu 9. Aufwendungen für
Kapitalanlagen
Aufwendungen für
Kapitalanlagen
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
Außerplanmäßige Abschreibungen
gemäß § 253 Abs. 3 Satz
5 HGB |
7.794 |
3.219 |
Aufwendungen für
Kapitalanlagen
In den Aufwendungen aus Kapitalanlagen sind
Devisenabschreibungen in Höhe von T€ 342 und
Devisenkursverluste in Höhe von T€ 7 enthalten.
Zu 10. Sonstige versicherungstechnische
Aufwendungen für eigene Rechnung
In den sonstigen versicherungstechnischen
Aufwendungen für eigene Rechnung sind Aufwendungen
für Übertragungswerte auf Grund von
Bestandsabgängen von T€ 1.042 (Vorjahr T€
1.358) enthalten.
Zu II. Nichtversicherungstechnische
Rechnung
Zu 1. Sonstige Erträge
Sonstige Erträge
| Die größeren
Beträge sind: |
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Erträge aus
Dienstleistungen für verbundene und nahe
stehende Unternehmen |
40.943 |
39.336 |
| Zinsen und ähnliche
Erträge |
1.605 |
210 |
| Erträge aus der
Auflösung von Rückstellungen |
808 |
166 |
Zu 2. Sonstige Aufwendungen
Sonstige Aufwendungen
| Die größeren
Beträge sind: |
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Aufwendungen für
Dienstleistungen für verbundene und nahe
stehende Unternehmen |
42.287 |
40.665 |
| Aufwendungen, die das
Unternehmen als Ganzes betreffen |
9.660 |
12.719 |
| Zinsen und ähnliche
Aufwendungen |
845 |
369 |
| ALADIN
1) |
930 |
1.073 |
1) Projekt "ALADIN": Aufbau und Einführung
neuer Bestands- und Leistungssysteme
Zinsen aus Ab- und Aufzinsung
Durch die Aufzinsung aus langfristigen
Rückstellungen entstanden Aufwendungen in Höhe
von T€ 37 (Vorjahr T€ 106), im Gegensatz zum
Vorjahr gab es durch die Abzinsung einen Ertrag in
Höhe von T€ 41.
Währungsumrechnung
Aus den Fremdwährungsumrechnungen, die abseits
der Kapitalanlagen entstanden sind, ist bei den sonstigen
Erträgen ein Ergebniseffekt von T€ 1 (Vorjahr
T€ 0) aufgetreten, bei den sonstigen Aufwendungen
haben sich im Geschäftsjahr T€ 4 (Vorjahr T€
5) ergeben, die in den sonstigen Erträgen bzw.
sonstigen Aufwendungen enthalten sind.
Zu 4. Steuern vom Einkommen und
Ertrag
Das Unternehmen übt gemäß § 83
des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie EU 2022/2523 des
Rates zur Gewährleistung einer globalen
Mindestbesteuerung vom 21. Dezember 2023 nur eine
untergeordnete internationale Tätigkeit aus und ist
daher für die ersten fünf Jahre von der
Mindeststeuer (Pillar II) befreit. Aus der Einführung
der Globalen Mindeststeuer ergeben sich mithin keine
Auswirkungen auf die Steuerposition des Unternehmens.
Sonstige Angaben
Provisionen und sonstige Bezüge
der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen
Provisionen und sonstige Bezüge
der Versicherungsvertreter
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| 1. Provisionen jeglicher
Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92
HGB für das selbst abgeschlossene
Versicherungsgeschäft |
18.421 |
17.946 |
| 2. Sonstige Bezüge
der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92
HGB |
11.280 |
8.082 |
| 3. Löhne und
Gehälter |
66.492 |
68.282 |
| 4. Soziale Abgaben und
Aufwendungen für Unterstützung |
11.337 |
11.437 |
| 5. Aufwendungen für
Altersversorgung |
4.136 |
4.424 |
| 6. Aufwendungen
insgesamt |
111.666 |
110.170 |
Anzahl der im Geschäftsjahr im
Angestelltenverhältnis durchschnittlich
beschäftigten Mitarbeiter
Anzahl der im Geschäftsjahr
durchschnittlich Beschäftigten im
Angestelltenverhältnis
|
2023 |
2022 |
|
T€ |
T€ |
| Innendienstmitarbeiter
Direktion |
933 |
960 |
| Innendienstmitarbeiter
Außenstellen |
65 |
67 |
|
Außendienstmitarbeiter |
63 |
81 |
|
1.061 |
1.108 |
Bezüge der Organe
Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen T€
799 (Vorjahr T€ 785). An frühere Mitglieder des
Vorstands und an Hinterbliebene früherer
Vorstandsmitglieder wurden T€ 0 (Vorjahr T€ 0)
gezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen wurden
gegenüber Mitgliedern des Vorstands T€ 1.239
(Vorjahr T€ 1.202) und gegenüber früheren
Mitgliedern des Vorstands T€ 1.003 (Vorjahr T€
997) zurückgestellt. Die Aufsichtsratsvergütungen
betrugen T€ 318 (Vorjahr T€ 292).
Unternehmensgruppe
Die INTER Kranken wird in den Konzernabschluss des
Geschäftsjahres 2023 des Mutterunternehmens INTER
Versicherungsverein aG, Mannheim, einbezogen (kleinster und
größter Konsolidierungskreis). Der
Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger
offengelegt.
Honorar des Abschlussprüfers
Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers
für die gesetzlich vorgeschriebene
Jahresabschlussprüfung gemäß § 285 Nr.
17 HGB erfolgen im Konzernabschluss des INTER Verein.
Weiterhin wurde der Abschlussprüfer für die
Migrationsprüfung als sonstige Leistung entlohnt.
Haftungsverhältnisse und sonstige
finanzielle Verpflichtungen
Die INTER Kranken ist über die Mitgliedschaft im
Verband der privaten Krankenversicherer mittelbar Mitglied
des Sicherungsfonds für die Krankenversicherer. Der
Sicherungsfonds erhebt von den
Krankenversicherungsunternehmen im Sicherungsfall zur
Erfüllung seiner Verpflichtungen aus übernommenen
Krankenversicherungsverträgen Sonderbeiträge. Zum
Bilanzstichtag ergab sich eine Eventualverbindlichkeit von
T€ 13.039. Bisher erfolgte keine Inanspruchnahme, auch
ist nicht davon auszugehen, dass es in Zukunft zu einer
Inanspruchnahme kommen wird.
Aufgrund von Kapitalzusagen bei Alternativen Anlagen
(Private Equity, Private Debt, Immobilien und
Infrastrukturanlagen) bestanden zum 31.12.2023
Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von T€
1.127.178. Die INTER Kranken und die INTER Beteiligungen AG
haben am 15.12.2014 gemeinsam Verträge über die
Einführung von Bestands- und
Leistungsbearbeitungssystemen bei den INTER Versicherungen
abgeschlossen. Hieraus ergeben sich finanzielle
Verpflichtungen in Höhe von T€ 5.130, für
die die INTER Kranken und die INTER Beteiligungen AG
gesamtschuldnerisch haften und die sich auf das
Geschäftsjahr 2024 beziehen.
Für bestehende Leasingverträge sind in den
nächsten Jahren insgesamt T€ 496 zu leisten.
Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Leasing von
Kraftfahrzeugen, welche während der Grundmietzeit
unkündbar sind. Die Vertragslaufzeit liegt bei maximal
fünf Jahren.
Angaben zu den Geschäften mit nahe
stehenden Unternehmen und Personen
Zu den nahe stehenden Unternehmen zählen die mit
dem INTER Verein verbundenen Unternehmen sowie die FAMK,
die mit dem INTER Verein einen Gleichordnungskonzern im
Sinne des § 18 Abs. 2 AktG bildet.
Zu den nahe stehenden Personen gehören die
Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands und die
leitenden Angestellten der ersten Führungsebene unter
dem Vorstand sowie die nahen Familienangehörigen.
Zwischen den nahe stehenden Unternehmen bestehen ein
Organisationsgemeinschaftsvertrag sowie diverse
Generalagenturverträge und ein Vertrag über die
Ausgliederung von Funktionen, Versicherungstätigkeiten
und sonstigen Tätigkeiten zwischen dem INTER Verein
und den deutschen Tochtergesellschaften, wobei ganz
überwiegend die INTER Kranken Dienstleistungen
für die Konzernunternehmen erbringt und in geringem
Umfang erhält. Die Dienstleistungen werden bzw. wurden
überwiegend zu Selbstkosten einschließlich
entsprechender Gemeinkostenzuschläge bzw. zu
vereinbarten marktüblichen Preisen oder im Wege der
sachgerechten Kostenteilung abgerechnet.
Bei den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden
Personen handelt es sich im Wesentlichen um Versicherungs-
und Bausparverträge. Hierbei erhalten nahe stehende
Personen Versicherungsschutz zu für Mitarbeiter von
Finanzdienstleistern geltenden Konditionen. Ansonsten
erfolgen die Vertragsabschlüsse zu den üblichen
Bedingungen.
Zusammenfassend ergibt sich keine
Berichterstattungspflicht im Sinne des § 285 Satz 1
Nr. 21 HGB über wesentliche Geschäfte zu
marktunüblichen Bedingungen.
Verbände
Die INTER Kranken ist u.a. Mitglied folgender
Organisationen:
| ― |
Verband der privaten
Krankenversicherung e.V., Köln
|
| ― |
Gesamtverband der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V., Berlin
|
| ― |
Arbeitgeberverband der
Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V.,
München
|
| ― |
Berufsbildungswerk der Deutschen
Versicherungswirtschaft e.V., München
|
Nachtragsbericht
Nach dem Schluss des Geschäftsjahres
beabsichtigt der Aufsichtsrat der INTER Krankenversicherung
AG, auf Grundlage des aktuellen Informationsstands der
Vermögensvollübertragung von der FAMK auf die
INTER Krankenversicherung AG zuzustimmen. Von der
Vermögensvollübertragung erwarten die
gesetzlichen Vertreter keine wesentlichen Auswirkungen auf
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Mitglieder der Organe
Aufsichtsrat
| Thomas, Peter |
vorm. Vorsitzender der
Vorstände der INTER Versicherungen,
Betriebswirt, Nieblum OT Goting, Vorsitzender
des Aufsichtsrats |
| Gordt, Claudia |
Rechtsanwältin und
Notarin a.D., Viernheim stellvertretende Vorsitzende
des Aufsichtsrats |
| Dr. Dedert, Bernd |
Diplom Volkswirt Doktor
der Staatswissenschaften, Hennef (Sieg) |
| Feldmann, Joachim |
Zahntechnikermeister,
Bremen |
| Friedrichs,
Jörg |
Versicherungsangestellter, Hockenheim |
| González
Pérez, Olga |
Dipl. Betriebswirtin,
Reilingen |
| Jordan, Michael |
gepr.
Versicherungsfachwirt (BWV), Mannheim |
| Krimmer, Joachim |
Meister im
Zentralheizungs- und Lüftungsbauhandwerk,
Präsident der Handwerkskammer Ulm,
Leutkirch |
| Olbermann,
Jürgen |
Betriebswirt,
Tröndel OT Emkendorf |
Vorstand
| Dr. Solf, Michael |
Sprecher des Vorstands,
Baierbrunn, bis 30.06.2023
Datenverarbeitung, Interne Revision,
Kapitalanlagen,
Organisationsentwicklung, Personal,
Unternehmenskommunikation, Recht |
| Dr. Koryciorz, Sven |
Vorstandsmitglied,
Neustadt a. d. Weinstraße
Mathematik, Rechnungswesen, Risikomanagement,
Unternehmensplanung / Controlling, Interne
Revision (seit 01.07.2023) |
| Schillinger,
Michael |
Vorstandsmitglied,
Mannheim
Marketing, Vertrieb, Unternehmenskommunikation
(seit 01.07.2023),
Personal (seit 01.07.2023), Recht (seit
01.07.2023) |
| Svenda, Roberto |
Vorstandsmitglied,
Ilvesheim, Sprecher des Vorstands ab 01.07.2023
Antrag, Bestand, Leistung, Compliance,
Zentrales Eingangs- und
Service Management, Unternehmenspolitik (seit
01.07.2023),
Datenverarbeitung (seit 01.07.2023),
Kapitalanlagen (seit 01.07.2023),
Organisationsentwicklung (seit 01.07.2023) |
INTER Krankenversicherung AG
Der Vorstand
| Svenda |
Dr. Koryciorz |
Schillinger |
Bestätigungsvermerk
des unabhängigen Abschlussprüfers
An die INTER Krankenversicherung AG,
Mannheim
Vermerk über die Prüfung des
Jahresabschlusses und des Lageberichts
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss der INTER
Krankenversicherung AG, Mannheim, - bestehend aus der
Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und
Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus
haben wir den Lagebericht der INTER Krankenversicherung AG
für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den
deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich
geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
| ― |
entspricht der beigefügte
Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und
vermittelt unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger
Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum
31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für
das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31.
Dezember 2023 und
|
| ― |
vermittelt der beigefügte
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der
Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen
steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem
Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht
erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben
genannten Erklärung zur
Unternehmensführung.
|
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB
erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen
Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des
Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die
Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses
und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317
HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr.
537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom
Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger
Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen
ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks
weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen
unabhängig in Übereinstimmung mit den
europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen
und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere
sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung
mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus
erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2
Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen
Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO
erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns
erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile
zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.
Besonders wichtige
Prüfungssachverhalte in der Prüfung des
Jahresabschlusses
Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind
solche Sachverhalte, die nach unserem
pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in
unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023
waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit
unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und
bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu
berücksichtigt; wir geben kein gesondertes
Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.
Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am
bedeutsamsten in unserer Prüfung:
❶ Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen
❷ Bewertung der Deckungsrückstellung in
der Krankenversicherung
Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt
strukturiert:
① Sachverhalt und Problemstellung
② Prüferisches Vorgehen und
Erkenntnisse
③ Verweis auf weitergehende Informationen
Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen
Prüfungssachverhalte dar:
❶ Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen
① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden
sonstige Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von
T€ 6.595.920 (96,2 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die
handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen
richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem
niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach
§ 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse
Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu
bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen,
nach den für das Anlagevermögen geltenden
Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden
außerplanmäßige Abschreibungen auf den
niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich
dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes
Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende
Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre
vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem
Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht
und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus.
Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts
wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen
Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren
Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder
sonstigen Marktpreisen erfolgt, insbesondere bei
Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und
Darlehen, besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung
von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko.
In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern
Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen,
auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der
makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren,
einschließlich der Zinsentwicklung, auf die Bewertung
der Kapitalanlagen, zu treffen. Geringfügige
Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten
Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die
Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen haben. Aufgrund der
betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der
sonstigen Kapitalanlagen für die Vermögens- und
Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des
gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen
Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen
Vertreter und den damit verbundenen
Schätzunsicherheiten war die Bewertung der sonstigen
Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von
besonderer Bedeutung.
② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in
Anbetracht der Bedeutung der sonstigen Kapitalanlagen
für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam
mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen
die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von
den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt.
Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise
für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere
Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die
Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten
Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der sonstigen
Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus
Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir
weitere analytische Prüfungshandlungen und
Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die
Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen vorgenommen. In dem
Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der
gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der
makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren
einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung
der sonstigen Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben
unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze
und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung
gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente
Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung
überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung
vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt,
inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und
-fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen
nicht von Dauer sind. Auf Basis unserer
Prüfungshandlungen konnten wir uns davon
überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern
vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen
zur Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen begründet
und hinreichend dokumentiert sind.
③ Die Angaben der Gesellschaft zu den sonstigen
Kapitalanlagen sind im Abschnitt "Angaben zu den
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Angaben zur
Bilanz" des Anhangs enthalten.
❷ Bewertung der Deckungsrückstellung in
der Krankenversicherung
① Im Jahresabschluss der Gesellschaft wird
unter dem Bilanzposten "versicherungstechnische
Rückstellungen" die Deckungsrückstellung in
Höhe von T€ 6.019.198 (87,8 % der Bilanzsumme)
ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben eine
Deckungsrückstellung insoweit zu bilden, wie dies nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig
ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen
aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Dabei
sind neben den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften
auch eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Vorschriften
über die Berechnung der Deckungsrückstellung zu
berücksichtigen. Die Festlegung von Annahmen zur
Bewertung der Deckungsrückstellung verlangt von den
gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der
Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen
Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger
Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden.
Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der
verwendeten Methoden können eine wesentliche
Auswirkung auf die Bewertung der Deckungsrückstellung
haben.
Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen
Bedeutung der Deckungsrückstellung für die
Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, der
Komplexität der anzuwendenden Vorschriften und der
zugrundeliegenden Berechnungen sowie der
Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den
damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die
Bewertung der Deckungsrückstellung im Rahmen unserer
Prüfung von besonderer Bedeutung.
② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in
Anbetracht der Bedeutung der Deckungsrückstellung
für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam
mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der
Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen
Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir
unter anderem unser Branchenwissen und unsere
Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden
berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und
die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der
Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung der
Deckungsrückstellung gewürdigt. Hierauf aufbauend
haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und
Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die
Bewertung der Deckungsrückstellung vorgenommen. Wir
haben hierbei unter anderem auch die der Berechnung des
Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den
Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir
die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe
der Rückstellung anhand der anzuwendenden gesetzlichen
Vorschriften nachvollzogen und
die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und
die Periodenabgrenzung überprüft. Darüber
hinaus haben wir die Bestätigungen des
Treuhänders für durchgeführte
Beitragsanpassungen eingesehen und abgestimmt. Auf Basis
unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon
überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern
vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen
zur Bewertung der Deckungsrückstellung begründet
und hinreichend dokumentiert sind.
③ Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung
der Deckungsrückstellung sind im Abschnitt "Angaben zu
den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Angaben
zur Bilanz" des Anhangs enthalten.
Sonstige Informationen
Die gesetzlichen Vertreter sind für die
sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen
Informationen umfassen die Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB
(Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich
geprüften Bestandteil des Lageberichts.
Die sonstigen Informationen umfassen den
Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf
externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften
Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie
unseres Bestätigungsvermerks.
Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und
zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen
Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein
Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von
Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.
Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir
die Verantwortung, die oben genannten sonstigen
Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die
sonstigen Informationen
| ― |
wesentliche Unstimmigkeiten zum
Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften
Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der
Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder
|
| ― |
anderweitig wesentlich falsch
dargestellt erscheinen.
|
Verantwortung der gesetzlichen
Vertreter und des Aufsichtsrats für den
Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich
für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen
wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der
Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die
gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen
Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den
deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die
Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen,
der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund
von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der
Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder
Irrtümern ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die
gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren
haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang
mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit,
sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus
sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des
Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der
Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht
tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten
entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter
verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts,
der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der
Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den
deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen
Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und
Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet
haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in
Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um
ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im
Lagebericht erbringen zu können.
Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die
Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der
Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts.
Verantwortung des Abschlussprüfers
für die Prüfung des Jahresabschlusses und des
Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit
darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes
frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der
Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen
Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der
Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht,
den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die
Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk
zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum
Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an
Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO
unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche
Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern
resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn
vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass
sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses
Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen
wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten
beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir
pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine
kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
| ― |
identifizieren und beurteilen
wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen
im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von
dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und
führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf
diese Risiken durch sowie erlangen
Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere
Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus
dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche
Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher
als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende
wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt
werden, da dolose Handlungen kollusives
Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte
Unvollständigkeiten, irreführende
Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen
interner Kontrollen beinhalten können.
|
| ― |
gewinnen wir ein
Verständnis von dem für die Prüfung
des Jahresabschlusses relevanten internen
Kontrollsystem und den für die Prüfung des
Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu
planen, die unter den gegebenen Umständen
angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein
Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme
der Gesellschaft abzugeben.
|
| ― |
beurteilen wir die
Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die
Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern
dargestellten geschätzten Werte und damit
zusammenhängenden Angaben.
|
| ― |
ziehen wir Schlussfolgerungen
über die Angemessenheit des von den gesetzlichen
Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes
der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
sowie, auf der Grundlage der erlangten
Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche
Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder
Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung
der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine
wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir
verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die
dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese
Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges
Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen
unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis
zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten
Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse
oder Gegebenheiten können jedoch dazu
führen, dass die Gesellschaft ihre
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen
kann.
|
| ― |
beurteilen wir Darstellung,
Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt
einschließlich der Angaben sowie ob der
Jahresabschluss die zugrunde liegenden
Geschäftsvorfälle und Ereignisse so
darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze
ordnungsmäßiger Buchführung ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes
Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Gesellschaft vermittelt.
|
| ― |
beurteilen wir den Einklang des
Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine
Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild
von der Lage der Gesellschaft.
|
| ― |
führen wir
Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen
Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben
im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender
geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir
dabei insbesondere die den zukunftsorientierten
Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde
gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die
sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten
Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges
Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten
Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen
geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches
unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse
wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben
abweichen.
|
Wir erörtern mit den für die
Überwachung Verantwortlichen unter anderem den
geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie
bedeutsame Prüfungsfeststellungen,
einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im
internen Kontrollsystem, die wir während unserer
Prüfung feststellen.
Wir geben gegenüber den für die
Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab,
dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen
eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle
Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen
vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie
sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern
einschlägig, die zur Beseitigung von
Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen
Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.
Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den
für die Überwachung Verantwortlichen
erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der
Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen
Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die
besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir
beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk,
es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften
schließen die öffentliche Angabe des
Sachverhalts aus.
Sonstige gesetzliche und andere
rechtliche Anforderungen
Übrige Angaben gemäß
Artikel 10 EU-APrVO
Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2023
als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28.
September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind
ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als
Abschlussprüfer der INTER Krankenversicherung AG,
Mannheim, tätig.
Wir erklären, dass die in diesem
Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile
mit dem zusätzlichen Bericht an den
Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO
(Prüfungsbericht) in Einklang stehen.
Verantwortlicher
Wirtschaftsprüfer
Der für die Prüfung verantwortliche
Wirtschaftsprüfer ist Martin Eibl.
Frankfurt am Main, den 2.
April 2024
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Martin Eibl |
ppa. Lea
Winnewisser |
|
Wirtschaftsprüfer |
Wirtschaftsprüferin |
Bericht des Aufsichtsrats
Der Aufsichtsrat ließ sich im Jahre 2023
über die Geschäftsentwicklung, die
Geschäftsführung und die finanzielle Situation
des Unternehmens vom Vorstand umfassend schriftlich und
mündlich berichten. Ein weiterer Schwerpunkt der
Berichterstattung war die Umsetzung der Optimierung der
Konzernstruktur. Zudem wurden in regelmäßigen
gemeinsamen Sitzungen alle wichtigen
geschäftspolitischen Ereignisse eingehend besprochen
und dabei vom Vorstand alle Fragen erschöpfend
beantwortet.
Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2023 wurden
durch den vom Aufsichtsrat bestimmten Abschlussprüfer,
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main,
geprüft. Es wurden keine Beanstandungen erhoben, so
dass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk
erteilt wurde. Der Aufsichtsrat hat zu den
Prüfungsergebnissen keine Bemerkungen zu machen.
Der Aufsichtsrat hat den ihm vorgelegten
Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft; er erhebt
nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung
keine Einwendungen und billigt den vom Vorstand
aufgestellten Jahresabschluss 2023, der damit festgestellt
ist.
Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die
Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und
schließt sich den Feststellungen der
Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden
Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat
Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands
über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht
zu erheben.
Dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen erteilten die
Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung
und Beurteilung bestätigen wir, dass die
tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes
richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten
Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht
unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden
sind."
INTER Krankenversicherung AG
Der Aufsichtsrat
| Thomas |
Gordt |
Dr. Dedert |
| Vorsitzender |
Stellvertretende
Vorsitzende |
|
| Feldmann |
Friedrichs |
González-Pérez |
| Jordan |
Krimmer |
Olbermann |
Standorte
Standorte der INTER
Versicherungsgesellschaften
Direktion
| Mannheim |
Erzbergerstraße
9-15
68165 Mannheim |
Telefon
Fax |
0621 / 427-427
0621 / 427-944 |
Geschäftsstellen
| Augsburg |
Stadtberger Straße
99
86157 Augsburg |
Telefon
Fax |
0821 / 455962-12
0821 / 455962-25 |
| Berlin |
Wittenbergplatz 2
10789 Berlin |
Telefon
Fax |
030 / 235165-17
030 / 235165-76 |
| Bremen |
Martinistraße
53-55
28195 Bremen |
Telefon
Fax |
0421 / 16936-30
0421 / 16936-50 |
| Dortmund |
Lindemannstraße 79
44137 Dortmund |
Telefon
Fax |
0231 / 206398-41
0231 / 206398-55 |
| Erfurt |
Fischmarkt 12
99084 Erfurt |
Telefon
Fax |
0361 / 4302354-11
0361 / 4302354-40 |
| Frankfurt/Oder |
Spiekerstraße 11a
15230 Frankfurt/Oder |
Telefon
Fax |
0335 / 68368-90
0335 / 68368-55 |
| Freiburg |
Konrad-Goldmann-Straße 5a
79100 Freiburg |
Telefon
Fax |
0761 / 707699-19
0761 / 707699-25 |
| Halle |
Graefestraße 22
06110 Halle |
Telefon
Fax |
0345 / 29261-11
0345 / 29261-25 |
| Hamburg |
Rosenstraße 8
20095 Hamburg |
Telefon
Fax |
040 / 30219-132
040 / 30219-191 |
| Hannover |
Karl-Wiechert-Allee 1
30625 Hannover |
Telefon
Fax |
0511 / 54709-12
0511 / 54709-18 |
| Köln |
Ettore-Bugatti-Straße 6-14
51149 Köln |
Telefon
Fax |
0231 / 206398-41
02203 / 35839-25 |
| Leipzig |
Dresdener Straße
11-13
04103 Leipzig |
Telefon
Fax |
0341 / 98279-20
0341 / 98279-43 |
| Lübeck |
Kohlmarkt 19-21
23552 Lübeck |
Telefon
Fax |
0451 / 20345-17
0451 / 20345-50 |
| Magdeburg |
Liebigstraße 7
39104 Magdeburg |
Telefon
Fax |
0391 / 61193-11
0391 / 61193-19 |
| Mannheim |
Erzbergerstraße 17
68165 Mannheim |
Telefon
Fax |
0621 / 12718-15
0621 / 12718-66 |
| München |
Wilhelm-Hale-Straße 50
80639 München |
Telefon
Fax |
089 / 532938-11
089 / 532938-50 |
| Nürnberg |
Frankenstraße 148
90461 Nürnberg |
Telefon
Fax |
0911 / 929953-18
0911 / 929953-50 |
| Rostock |
Am Vögenteich 24
18055 Rostock |
Telefon
Fax |
0381 / 25222-73
0381 / 25222-77 |
| Saarbrücken |
Trierer Straße 12
66111 Saarbrücken |
Telefon
Fax |
0681 / 94828-23
0681 / 94828-10 |
| Stuttgart |
Hauptstätter
Straße 89
70178 Stuttgart |
Telefon
Fax |
0711 / 64877-45
0711 / 64060-91 |
| Tuttlingen |
Karlstraße 17
78532 Tuttlingen |
Telefon
Fax |
07461 / 96619-14
07461 / 96619-50 |
| Ulm |
Söflinger
Straße 250
89077 Ulm |
Telefon
Fax |
0731 / 96284-15
0721 / 96284-25 |
| Würzburg |
Koellikerstraße 13
97070 Würzburg |
Telefon
Fax |
0931 / 3512-41
0931 / 3512-35 |
| Schwerin |
Heinrich-Mann-Straße 9
19053 Schwerin |
Telefon
Fax |
0385 / 74313-45
0385 / 74313-40 |
Handwerk
| Dresden |
Am Lagerplatz 7 01099
Dresden |
Telefon
Fax |
0351 / 43556-10
0351 / 43556-50 |
| Leipzig |
Dresdener Straße
11-13
04103 Leipzig |
Telefon
Fax |
0341 / 98279-20
0341 / 98279-43 |
Ärzte-Service
| Berlin |
Wittenbergplatz 2
10789 Berlin |
Telefon
Fax |
030 / 235165-75
030 / 235165-76 |
| Bremen |
Martinistraße
53-55
21895 Bremen |
Telefon
Fax |
0421 / 16936-30
0421 / 16936-50 |
| Dortmund |
Lindemannstraße 79
44137 Dortmund |
Telefon
Fax |
0231 / 206398-41
0231 / 206398-55 |
| Dresden |
Schützenhöhe
20 01099 Dresden |
Telefon
Fax |
0351 / 81266-34
0351 / 81266-50 |
| Erfurt |
Mainzerhofplatz 14
99084 Erfurt |
Telefon
Fax |
0361 / 59801-50
0361 / 59801-60 |
| Frankfurt |
Lyoner Straße 20
60528 Frankfurt am Main |
Telefon
Fax |
02203 / 35839-12
069 / 2713696-50 |
| Hamburg |
Rosenstraße 8
20095 Hamburg |
Telefon
Fax |
040 / 30219-114
040 / 30219-195 |
| Mannheim |
Erzbergerstraße 17
68165 Mannheim |
Telefon
Fax |
0621 / 12718-15
0621 / 12718-66 |
| München |
Wilhelm-Hale-Straße 50
80639 München |
Telefon
Fax |
089 / 532938-18
089 / 532938-51 |
| Nürnberg |
Frankenstraße 148
90461 Nürnberg |
Telefon
Fax |
0911 / 929953-18
0911 / 929953-50 |
| Schwerin |
Heinrich-Mann-Straße 9
19053 Schwerin |
Telefon
Fax |
0385 / 74313-45
0385 / 74313-40 |
| Stuttgart |
Hauptstätter
Straße 89
70178 Stuttgart |
Telefon
Fax |
0711 / 64877-45
0711 / 64060-91 |
| Ulm |
Söflinger
Straße 250
89077 Ulm |
Telefon
Fax |
0731 / 96284-15
0731 / 96284-25 |
Makler
| Mannheim |
Erzbergerstraße
9-15
68165 Mannheim |
Telefon
Fax |
0621 / 427-1216
0621 / 427-8709 |
Gewinnverwendungsbeschluss
Auf ihrer Sitzung am 23.05.2024 hat die
Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns
2023 in Höhe von T€ 8.400 wie folgt entschieden:
| Ausschüttung einer
Dividende |
T€ 1.000 |
| Einstellung in andere
Gewinnrücklagen |
T€ 7.400 |
|
T€ 8.400 |
|