INTER Krankenversicherung AG

Erzbergerstraße 9, 68165 Mannheim, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 723887
Vorher
INTER Immobilien AG
Eingetragen
14.1.2016
Branche
Managementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit aktivem VersicherungsgeschäftTätigkeiten von Versicherungsvertreterinnen und -vertreternTätigkeiten von Versicherungsmaklerinnen und -maklern
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: 1. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb des Versicherungsgeschäfts in der Sparte Krankheit (Nr. 2 der Anlage Teil A zum VAG) nach Maßgabe der Allgemeinen Versicherungsbedingungen und Tarife sowie das Mit- und Rückversicherungsgeschäft gleicher Art für andere Versicherungsunternehmen. 2. Die Gesellschaft kann ferner in allen von ihr selbst nicht betriebenen Versicherungssparten Versicherungsverträge sowie Bausparverträge vermitteln.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Karina Trapp-Gramlich
seit 25.8.2025
Prokura
Florian Sperl
seit 14.7.2025
Prokura
Günther Dr. Blaich
seit 14.7.2025
Vorstandsmitglied
Jens Neumann
seit 12.5.2025
Prokura
Emrullah Avci
seit 12.5.2025
Prokura
Gerd Dr. Sautter
seit 6.3.2025
Prokura
Holger Hauswirth
seit 27.1.2025
Prokura
Andreas Bahr
seit 30.10.2024
Prokura
Sascha Kuß
seit 19.6.2023
Prokura
Matthias Kaulich
seit 7.1.2022
Prokura
Miriam Dr. Maugé
seit 5.7.2021
Prokura
Prokura
Alexander Lies
seit 5.7.2021
Prokura
Sven Dr. Koryciorz
seit 2.9.2020
Vorstandsmitglied
Alexander Frauenfeld
seit 21.4.2020
Prokura
Eike Helwig Böhm
seit 21.4.2020
Prokura
Matthias Wildhagen
seit 28.2.2020
Prokura
Michael Hartnagel
seit 28.2.2020
Prokura
Christian Sachsenweger
seit 11.10.2019
Prokura
Frank Wiemann
seit 4.9.2019
Prokura
Stephan Bratek
seit 24.5.2019
Prokura
Christoph Wichmann
seit 15.4.2019
Prokura
Jan Thor
seit 3.1.2019
Prokura
Ralph Seibert
seit 3.7.2017
Prokura
Jörg Lemberg
seit 25.10.2016
Prokura
Jörg-Rudolf Stepic
seit 25.10.2016
Prokura
Wolfgang Karcher
seit 25.10.2016
Prokura
David Maurer
seit 8.8.2016
Prokura
Frank Dr. Reinhard
seit 8.8.2016
Prokura
Roberto Svenda
seit 14.1.2016
Vorstandsmitglied
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Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

INTER Krankenversicherung AG

Mannheim

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023


Erzbergerstraße 9-15


68165 Mannheim


Telefon: 0621/ 427-427


Die im Folgenden dargestellten Zahlenangaben sind maschinell gerundet. Es können sich daher darstellungsbedingt Rundungsabweichungen ergeben.


Aus Gründen der besseren Lesbarkeit wird auf die differenzierte Verwendung verschiedener Sprachformen verzichtet. Sämtliche Personenbezeichnungen in diesem Bericht gelten gleichermaßen für alle Geschlechter.

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Geschäftsmodell der INTER Versicherungsgruppe


Individuelle Lösungen auf Top-Niveau - dafür steht die INTER Versicherungsgruppe (INTER) als unabhängiger Versicherungskonzern seit über 100 Jahren. Neben der Geschäftsausrichtung auf Privatkunden und das mittelständische Gewerbe ist die INTER aus Tradition Ärzten und Handwerkern eng verbunden. Als solider und verlässlicher Partner bietet die INTER ihren Kunden mit Versicherungs- und Vorsorgeprodukten ein hohes Maß an finanzieller Sicherheit und legt seit jeher besonderen Wert auf Service und Qualität.


An der Spitze der INTER steht der INTER Versicherungsverein aG (INTER Verein), der als Versicherungsverein auf Gegenseitigkeit von seinen Mitgliedern getragen wird. Die Wurzeln des INTER Verein reichen bis in das Jahr 1926 zurück. Der INTER Verein nimmt seit 2016 im Wesentlichen eine Holdingfunktion für die unmittelbar und mittelbar gehaltenen Tochtergesellschaften wahr. Der INTER Verein betreibt die Unfallversicherung mit dem Produkt "INTER Mitglieder Assistance". Dieses Produkt wird allen Versicherungsnehmern mit einem Versicherungsvertrag bei der INTER Krankenversicherung AG (INTER Kranken, außer Auslandsreisekrankenversicherung), der INTER Lebensversicherung AG (INTER Leben) und der INTER Allgemeine Versicherung AG (INTER Allgemeine, außer INTER Cyberguard) angeboten. Mit dem Abschluss dieses Versicherungsvertrags werden die Kunden der genannten Tochterversicherungsunternehmen Mitglieder der Obergesellschaft, dem INTER Verein. Damit wird die Aufrechterhaltung eines möglichst breiten Mitgliederbestandes gewährleistet.


Die INTER Kranken bietet nahezu die gesamte Produktpalette der privaten Krankenversicherung zur umfassenden Gesundheitsvorsorge ihrer Versicherungsnehmer an. Neben der privaten Krankheitskostenvollversicherung umfasst das Angebot eine Vielzahl von Zusatzversicherungen zur individuellen Absicherung gesetzlich Versicherter. Hierzu zählt auch der weltweite Versicherungsschutz durch die Auslandsreisekrankenversicherung. Zum umfassenden Kundenservice gehören zudem zahlreiche Gesundheitsservices.


Die INTER Leben entwickelte sich aus der im Jahre 1910 gegründeten "VOHK Versicherungsanstalt Ostdeutscher Handwerkskammern V.a.G.". Mit den Produkten der INTER Leben sichern Kunden sich und ihre Familien gegen Risiken der Berufs- und Erwerbsunfähigkeit sowie für den Todesfall ab und sorgen privat für die Zeit nach dem aktiven Berufsleben vor. Gewerblichen Kunden, insbesondere aus dem Handwerk, bietet die INTER Leben die Durchführung der betrieblichen Altersvorsorge für deren Arbeitnehmer an.


Die INTER Allgemeine wurde 1981 als Unfallversicherungsunternehmen gegründet. Im Jahr 1993 wurde das Versicherungsangebot um die Sparten Sach- und Haftpflichtversicherungen erweitert und ab 2012 für gewerbliche Kunden um Technische Versicherungen ergänzt. Weitere spezielle Versicherungslösungen bietet die INTER Allgemeine über ausgewählte Kooperationspartner bzw. Beteiligungen an.


Mit der Beteiligung an der Bausparkasse Mainz AG (BKM) hat die INTER einen Kooperationspartner rund um den Erwerb und die Finanzierung von Wohneigentum. Das Kerngeschäft der BKM besteht aus dem Bauspargeschäft und der Vergabe von Baudarlehen. Ein weiteres Geschäftsfeld ist das Angebot von Geldanlageprodukten.


Seit 1996 engagiert sich die INTER auch in Polen. Mit der Übernahme von jeweils 100% der Anteile wurden die TU INTER Polska S.A. und die TU INTER-ZYCIE Polska S.A. im Jahr 2012 vollständig in die INTER integriert.


Das Produktangebot der 1991 gegründeten TU INTER Polska S.A. richtet sich insbesondere an Berufsgruppen aus der medizinischen Branche und umfasst Unfall- und Krankenversicherungen sowie Haftpflicht-, Sach- und Rechtsschutzversicherungen. Dabei ist das Angebot von berufsorientierten Versicherungspaketen für die medizinische Branche besonders hervorzuheben.


Die TU INTER-ZYCIE Polska S.A. besitzt ein besonderes Versicherungsangebot zur Absicherung des Lebens und der Gesundheit der Mitarbeiter des Heilwesens in Polen. Über die Gruppenlebensversicherung wird den Kunden ein umfangreiches Spektrum zur Abdeckung von Risiken angeboten, das sowohl die Spezifika der medizinischen Berufe als auch private Risiken beinhaltet.


Die INTER kooperiert umfassend mit der Freie Arzt- und Medizinkasse der Angehörigen der Berufsfeuerwehr und der Polizei VVaG (FAMK) mit Sitz in Frankfurt am Main. Diese ist spezialisiert auf die Krankheitskostenvollversicherung für Personen mit Anspruch auf Beihilfe nach der Hessischen Beihilfeverordnung oder auf freie Heilfürsorge des Landes Hessen, insbesondere als Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Justiz, Strafvollzug, Zoll, Steuerfahndung, Gefahrenabwehrbehörden und deren Verwaltungen in Hessen. Neben diesen Personengruppen können auch alle anderen Beihilfeberechtigten und deren Angehörige von den Services der FAMK profitieren. Die FAMK bietet einen umfassenden Service hinsichtlich der Beihilfeberatung und -abwicklung samt Vorfinanzierung.


Insgesamt ist die INTER in der Lage, ein Mehrfinanzangebot im Bereich der privaten Vorsorge, Risikoabsicherung und Vermögensbildung anzubieten.

INTER Versicherungsgruppe

Tarifwerk


Die INTER Kranken betreibt das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft in folgenden Versicherungsarten:

Krankheitskostenvollversicherung

Krankentagegeldversicherung

Krankenhaustagegeldversicherung

Krankheitskostenteilversicherung

Pflegepflichtversicherung

Ergänzende Pflegezusatzversicherung

Auslandsreisekrankenversicherung

Gruppen-Krankenversicherung (nach Einzel- und Sondertarifen) sowie das Mit- und Rückversicherungsgeschäft der Versicherungssparte Kranken für die FAMK.

Standorte


Die Versicherungsgesellschaften der INTER - der INTER Verein, die INTER Kranken, die INTER Leben und die INTER Allgemeine - haben ihren Sitz in Mannheim. Die FAMK hat ihren Sitz in Frankfurt am Main und die BKM in Mainz. Neben der Direktion in Mannheim unterhält die INTER an 27 Standorten Geschäftsstellen zur Vertriebsunterstützung. Eine detaillierte Aufstellung der einzelnen Standorte befindet sich am Ende des Geschäftsberichts.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Gesamtwirtschaftliches Umfeld

Weltkonjunktur wächst schwächer als im Vorjahr


Die Weltwirtschaft ist im Jahr 2023 mit +3,1% weniger stark gewachsen als im Jahr davor mit 3,5%. Die Entwicklungen waren weltweit vom Krieg in der Ukraine und dem israelisch-palästinensischen Konflikt geprägt, ebenso von der hohen Inflation und Naturkatastrophen.


Die hoch entwickelten Volkswirtschaften erreichten im Jahr 2023 ein Wachstum in Höhe von 1,6% (nach +2,6% im Vorjahr), wobei die USA mit +2,5% (Vorjahr +1,9%) weit vor dem Europäischen Währungsraum mit +0,5% (Vorjahr +3,4%) landeten. Die Wirtschaftsleistung der Schwellen- und Entwicklungsländer stieg um 4,1% wie im Vorjahr, darunter China mit +5,2% (Vorjahr +3,0%), Indien mit +6,7% (Vorjahr +7,2%) und Russland mit 3,0% (Vorjahr -1,2%).

Deutschland als Schlusslicht der entwickelten Länder


Die Veränderung des Bruttoinlandsprodukts in Deutschland wird im Jahr 2023 voraussichtlich -0,3% nach +1,8% im Vorjahr betragen. Deutschland wäre damit die einzige Industrienation mit einer schrumpfenden Wirtschaftsleistung. Aufgrund der schwachen weltwirtschaftlichen Entwicklung ging die Nachfrage im Ausland beträchtlich zurück und die Exporte nahmen deutlich ab. Die Importe litten zudem unter der zurückhaltenden Nachfrage im Binnenland. Die weiterhin massiven Steigerungen der Verbraucherpreise im Jahr 2023 in Höhe von 5,9% nach 6,9% im Vorjahr führten zu Kaufkraftverlusten der Konsumenten und zu einem Rückgang der privaten Konsumausgaben in Höhe von 0,8%. Zudem reduzierte der Staat seine Ausgaben um 1,7% nach den Sonderausgaben im Rahmen der Corona-Pandemie. Die Europäische Zentralbank reagierte auf die hohe Inflation mit weiteren Zinsanhebungen, so dass die Finanzierungskosten für Investitionen stiegen und die wirtschaftliche Aktivität erschwert hat. Die Immobilienwirtschaft wurde insbesondere im Nachgang der Corona-Pandemie, die einen hohen Nachfragerückgang bei Büroimmobilien auslöste, zusätzlich durch gestiegene Fremdkapitalzinsen und hohe Materialkosten getroffen. Dies löste auch Sorgen um die Banken aus, die Gewerbeimmobilien finanzieren. Die Zahl der Unternehmensinsolvenzen insgesamt stieg im Jahresverlauf an und übertraf im Dezember im siebten Monat in Folge das Vor-Corona-Niveau (gemessen an den Jahren 2016-2019). Der Arbeitsmarkt zeigte sich weiter robust. Die Arbeitslosenquote wuchs zwar im Jahr 2023 auf 5,7% an (Vorjahr 5,3%, 2019 vor Corona: 5,0%), jedoch hat sich auch die Zahl der Erwerbstätigen auf über 46 Mio. erhöht. Die Sparquote hat sich im Jahr 2023 kaum verändert und beträgt voraussichtlich 11,3% (Vorjahr 11,1%). Sie liegt im internationalen Vergleich weiterhin sehr hoch.

Die hohe Inflation wirkt sich auf die Versicherungswirtschaft aus


Die Beitragsentwicklung der deutschen Versicherer wies im Jahr 2023 einen Anstieg in Höhe von 0,6% (Vorjahr -0,7%) aus. Insbesondere in der Schaden- und Unfallversicherung konnte ein überdurchschnittlich hohes Plus in Höhe von 6,7% verzeichnet werden. Dieser Zuwachs resultierte u. a. aus Beitragsanpassungen, die zum Ausgleich der gestiegenen Schadenzahlungen vorgenommen wurden. Infolge der hohen Inflation waren die Kosten für die Regulierung von Versicherungsleistungen sprunghaft angestiegen. In der Krankenversicherung legten die Beiträge mit +2,3% (Vorjahr +3,9%) weniger zu als in den vorangegangenen Jahren. Die Treiber für die Beitragsentwicklung sind vor allem Beitragsanpassungen und Zuwächse bei Zusatzversicherungen. In der Lebensversicherung sanken die Beiträge mit -5,3% (Vorjahr -5,9%) im dritten Jahr in Folge. Während die laufenden Beiträge um 0,2% zurückgingen, reduzierte sich das Geschäft mit Einmalbeiträgen um 16,2%.

Außergewöhnlich hoher Zinsrückgang und gutes Aktienjahr


Am europäischen Kapitalmarkt gingen die Zinsen zum Ende des Jahres 2023 beträchtlich nach unten. Nachdem die Europäische Zentralbank den Leitzins im Oktober 2023 zum ersten Mal seit Juli 2022 nicht weiter angehoben hatte, kam am Kapitalmarkt eine Zinssenkungseuphorie auf, die die Renditen für Anleihen absinken und die Aktienkurse ansteigen ließ. Die Rendite der 10-jährigen Bundesanleihe gab beispielsweise von 2,6% am Jahresende 2022 auf +2,0% am Jahresende 2023 nach. Dabei reduzierten sich die Risikoaufschläge leicht. Der Deutsche Aktienindex DAX verzeichnete nach einem schwachen Jahr 2022 (-12,3%) einen deutlichen Wertzuwachs in Höhe von 20,3%.


Die Aussagen und Daten zum gesamtwirtschaftlichen Umfeld basieren auf den Publikationen "World Economic Outlook - Update Jan 2024" des IWF, "Jahreswirtschaftsbericht 2023" des BMWK, der Presseinformation "Insolvenzen in Deutschland, Jahr 2022" der Creditreform und der Beitragsstatistik des GDV.

Geschäftsverlauf

Geschäftsergebnisse im Überblick


Die INTER Kranken konnte im Geschäftsjahr erneut aus Sicht des Vorstandes ein gutes Ergebnis erzielen, an dem die Versicherungsnehmer im Zuge der Überschussbeteiligung prozentual wieder in sehr hohem Maße beteiligt wurden. Der Jahresüberschuss betrug nach Zuteilung an die Versicherungsnehmer T€ 8.400 (Vorjahr T€ 10.000) und das Eigenkapital belief sich am Bilanzstichtag auf T€ 283.900 nach T€ 277.500 im Vorjahr. Im Geschäftsjahr erfolgte die Ausschüttung einer Dividende von T€ 2.000 an den INTER Verein.


Die gebuchten Bruttobeiträge erhöhten sich um 1,9% auf T€ 766.578 (Vorjahr T€ 751.940). Der Versichertenbestand in der Zusatzversicherung konnte im Geschäftsjahr nahezu auf Vorjahresniveau stabilisiert werden. Der Versichertenbestand in der Vollversicherung verzeichnet hingegen einen Rückgang.


Die Abschlussaufwendungen erhöhten sich auf T€ 60.729 (Vorjahr T€ 59.172), die Abschlusskostenquote stieg leicht auf 7,93% (Vorjahr 7,87%). Die Verwaltungsaufwendungen gingen um 8,2% zurück (Vorjahr ein Rückgang von 2,0%). Die Verwaltungskostenquote verringerte sich auf 2,45% (Vorjahr 2,72%).


Die Kapitalanlagen leisteten im Geschäftsjahr abermals einen signifikanten Ergebnisbeitrag. Das Nettoergebnis der Kapitalanlagen betrug im Geschäftsjahr T€ 224.053 nach T€ 277.256 im Vorjahr. Die Nettoverzinsung lag bei 3,41% nach 4,37% im Vorjahr.


Der Rückstellung für Beitragsrückerstattung (RfB) wurden zusätzliche Mittel in Höhe von T€ 76.948 (Vorjahr T€ 92.690) gutgebracht. Für die poolrelevante Pflegepflichtversicherung konnte ein erfolgsabhängiger Betrag von T€ 31.307 (Vorjahr T€ 15.588) zugeführt werden. Die Bilanzposition betrug am Bilanzstichtag somit in Summe T€ 307.237 (Vorjahr T€ 315.115). Dies ermöglicht es der INTER Kranken, neben der Ausschüttung von weiterhin attraktiven Beitragsrückerstattungen, künftige Beitragsanpassungen abzumildern.


Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres wurden für die Versicherungsnehmer insgesamt T€ 17.740 (Vorjahr T€ 51.810) als Direktgutschrift bzw. als Mittel zur Limitierung von Beitragsänderungen bei Versicherten, die älter als 65 Jahre sind, gutgeschrieben bzw. reserviert.


Der Vergleich der Aussagen im Prognosebericht des Geschäftsberichts der INTER Kranken aus 2022 mit den Ergebnissen 2023 zeigt folgendes Bild:


Die Prognose für das Jahr 2023 wurde weitestgehend bestätigt. Für den Bestand in der Vollversicherung wurde ein leicht rückläufiges Volumen korrekt vorhergesehen und der prognostizierte leichte Rückgang der Anzahl der Verträge des Gesamtbestands ist eingetreten. Der prognostizierte leichte Anstieg der Beitragseinnahmen ist trotz eines moderat rückläufigen Neugeschäfts eingetreten. Das prognostizierte moderate Wachstum in der Krankenzusatzversicherung ist eingetreten. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle sind angestiegen, allerdings stärker als erwartet. Die Verwaltungskostenquote ist gemäß der Prognose leicht gesunken.


Die Verzinsungskennzahlen für die Kapitalanlage lagen unterhalb der Prognosen. Die Nettoverzinsung erreichte 3,41% und die laufende Durchschnittsverzinsung 3,52%. Der Prognosewert lag für beide Kennzahlen bei 3,8%. Der prognostizierte deutliche Rückgang des Kapitalanlagenergebnisses ist wie erwartet eingetreten.


Die von der INTER Kranken für 2023 prognostizierte Rohüberschussquote von über 20% wurde unterschritten und der Rohüberschuss hat sich entsprechend der Prognose reduziert. Die Eigenkapitalquote lag gemäß der Prognose bei 37% und die RfB-Quote entwickelte sich gemäß der Prognose bei über 40% stabil.


Der Personalbestand im Innendienst hat sich gemäß der Prognose im Jahr 2023 leicht reduziert.

Beitragseinnahmen


Im Geschäftsjahr stiegen die gebuchten Bruttobeiträge von T€ 751.940 im Vorjahr um 1,9% auf T€ 766.578. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen auf die Beitragsanpassung in der Pflegepflichtversicherung zurückzuführen. Die verdienten Nettobeiträge erhöhten sich von T€ 751.893 im Vorjahr um 1,9% auf T€ 766.091.

Gebuchte Bruttobeiträge in Mio. €


Die Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung betrugen im Geschäftsjahr T€ 92.059 nach T€ 23.136 im Vorjahr.


Insgesamt erhöhte sich die Summe aus den verdienten Nettobeiträgen und den Beiträgen aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung um 10,7% auf T€ 858.150 nach T€ 775.029 im Vorjahr.


Die Bruttobeiträge (ohne die Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung und ohne die Beiträge aus aktiver Rückversicherung von T€ 110) verteilten sich prozentual wie folgt auf die einzelnen Versicherungsarten:

Beitragsverteilung

2023 2022
% %
Krankheitskostenvollversicherungen 71,0 73,1
Krankentagegeldversicherungen 3,7 3,9
Krankenhaustagegeldversicherungen 0,4 0,4
Krankheitskostenteilversicherungen 8,2 8,2
Pflegepflichtversicherungen 15,7 13,4
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 0,5 0,4
Auslandsreisekrankenversicherungen 0,6 0,6
100,0 100,0


Wie alle gesetzlichen Krankenkassen und privaten Krankenversicherungen ist auch die INTER Kranken mit der Nichtzahlerproblematik konfrontiert. Die betroffenen Verträge wurden entsprechend in den Notlagentarif umgestellt. Die Anzahl der im Notlagentarif versicherten Personen ist mit 1.089 (Vorjahr 1.109) zwar rückläufig, befindet sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau.

Bestandsentwicklung


Die Anzahl der bei der INTER Kranken versicherten Personen reduzierte sich von 386.112 Personen im Vorjahr um 0,9% auf 382.694 Personen. Beim Versichertenbestand in der Vollversicherung ergab sich ein Rückgang auf 122.588 Personen (Vorjahr 124.595 Personen). Die Anzahl der zusatzversicherten Personen verringerte sich geringfügig um 0,5% von 261.517 Personen im Vorjahr auf 260.106 Personen. Die Zusammensetzung des Bestandes an versicherten natürlichen Personen befindet sich im Anhang.

Anzahl der versicherten natürlichen Personen

Aufwendungen für Versicherungsfälle


Die Aufwendungen für Versicherungsfälle erhöhten sich im Geschäftsjahr von T€ 633.726 um 4,5% auf T€ 662.103. In der berechneten Entwicklung nicht enthalten sind T€ 94 aus der aktiven Rückversicherung.


Dabei stiegen die Zahlungen für Versicherungsfälle aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft deutlich um 12,5% auf T€ 677.908 (Vorjahr T€ 602.524). Haupttreiber hierfür sind neben der medizinischen Inflation auch Sondereffekte, die sich im Wesentlichen daraus ergeben, dass im Bereich Leistungsabwicklung Arbeitsrückstände abgetragen wurden.


Der nach einem statistischen Näherungsverfahren zu bildenden Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle waren insgesamt T€ 15.805 zu entnehmen. Sie betrug zum Bilanzstichtag T€ 177.604 (Vorjahr T€ 193.409).

Aufwendungen für Versicherungsfälle in Mio. €


Von den Zahlungen für Versicherungsfälle aus dem selbst abgeschossenen Versicherungsgeschäft, einschließlich der Schadenregulierungsaufwendungen, entfielen T€ 491.297 (Vorjahr T€ 437.191) auf Geschäftsjahresschäden und T€ 186.611 (Vorjahr T€ 165.333) auf Vorjahresleistungen.


Die Zahlungen für Versicherungsfälle ohne die Zahlungen aus aktiver Rückversicherung in Höhe von T€ 94, verteilten sich im Vergleich zum Vorjahr prozentual wie folgt:

Zahlungen für Versicherungsfälle

2023 2022
% %
Krankheitskostenvollversicherungen 79,4 78,2
Krankentagegeldversicherungen 4,2 4,7
Krankenhaustagegeldversicherungen 0,6 0,6
Krankheitskostenteilversicherungen 7,1 6,9
Pflegepflichtversicherungen 8,1 9,2
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 0,2 0,2
Auslandsreisekrankenversicherungen 0,4 0,3
100,0 100,0


Aus der Abwicklung der im Vorjahresabschluss gebildeten Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle resultierte im Geschäftsjahr ein Abwicklungsgewinn von T€ 6.798 (im Vorjahr Abwicklungsverlust von T€ 3.126). Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurde im Vorjahr mit zusätzlichen Sicherheiten gebildet, um einen erneuten Abwicklungsverlust zu vermeiden.


Die Schadenquote betrug 80,0% nach 78,4% im Vorjahr. Diese Quote zeigt, in welchem Umfang die Beitragseinnahmen unmittelbar in Versicherungsleistungen und Alterungsrückstellungen fließen. Sie umfasst damit nicht nur die Aufwendungen für gegenwärtige Erstattungsleistungen, sondern auch die Zuführungen zu den Rückstellungen für das mit dem Alter wachsende Krankheitskostenrisiko.

Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb


Die Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb setzen sich aus Abschluss- und Verwaltungsaufwendungen zusammen.


Die Abschlussaufwendungen sind insbesondere vom Vermittlungserfolg des Außendienstes abhängig. Die Abschlussaufwendungen erhöhten sich auf T€ 60.729 (Vorjahr T€ 59.172), die Abschlusskostenquote stieg leicht auf 7,92% (Vorjahr 7,87%).


Die Verwaltungsaufwendungen gingen um 8,2% auf T€ 18.779 zurück (Vorjahr T€ 20.446) in Folge von Kosteneinsparungen. Die Verwaltungskostenquote verringerte sich auf 2,45% (Vorjahr 2,72%).

Beitragsrückerstattung


Rund 36 Tsd. Versicherungsnehmer erhielten im Geschäftsjahr eine Beitragsrückerstattung (BRE) für die Nichtinanspruchnahme von Versicherungsleistungen in den Vorjahren. Dafür hat die INTER Kranken im Geschäftsjahr T€ 25.969 (Vorjahr T€ 26.473) an die Versicherungsnehmer ausgezahlt.


Der Vorstand hat im Geschäftsjahr die Höhe der BRE bei Leistungsfreiheit im Jahr 2023 mit Auszahlung im Jahr 2024 beschlossen. Die Höhe der Auszahlungen ist abhängig vom versicherten Tarif und der Anzahl der leistungsfreien Jahre (1 bis 7 Jahre). Tarife, die ausschließlich Leistungen bei stationärer Behandlung vorsehen, erhalten keine BRE.

Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Kapitalanlagen


Die Kapitalanlagen erhöhten sich um 3,3% auf T€ 6.686.425 (Vorjahr T€ 6.472.038). Das Geschäftsjahr stand bei den Kapitalanlagen im Zeichen der Ausweitung des Portfolioaufbaus für Alternative Anlagen. Unter Alternativen Anlagen werden die Assetklassen Immobilien, Infrastrukturanlagen, nicht notierte Unternehmensbeteiligungen (Private Equity), nicht notierte Unternehmensdarlehen (Private Debt Corporates) und nicht notierte Immobilienfinanzierungen (Private Debt Real Estate) zusammengefasst. Die INTER Kranken investiert mit Ausnahme einiger Immobilienobjekte im Direktbestand ausschließlich über Fonds in diese Anlagearten. Ihr Anteil am Anlageportfolio stieg von 30,7% auf 32,8% an. Im Gegenzug ging der Anteil der direkt gehaltenen Zinsanlagen (Inhaberschuldverschreibungen, Hypothekendarlehen und Ausleihungen) von 59,3% auf 57,0% zurück und der Anteil des Renten-Spezialsondervermögens verringerte sich von 8,5% auf 8,2%. Der Anteil der kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten reduzierte sich von 1,4% auf 0,7%. Die strategischen Anlagen blieben unverändert bei einem Anteil von unter 0,1%. Unter den strategischen Anlagen gruppieren sich Unternehmensbeteiligungen.

Entwicklung der Kapitalanlagen in Mio. €


Im Bereich der Alternativen Anlagen gab die INTER Kranken im Geschäftsjahr neue Kapitalzusagen für Private Equity in Höhe von T€ 123.995 ab. Die planmäßigen Kapitalabrufe überstiegen die Rückzahlungen aus den Fonds dieser Anlageklasse um T€ 78.420. Die Buchwerte stiegen demzufolge auf T€ 811.974 (Vorjahr T€ 733.554) an. Für Private Debt Corporates zeichnete das Unternehmen im Geschäftsjahr neue Kapitalzusagen in Höhe von T€ 50.000.


Die planmäßigen Kapitalabrufe überstiegen die Rückzahlungen aus den Fonds dieser Anlageklasse um T€ 35.438, so dass die Buchwerte auf T€ 460.659 (Vorjahr T€ 425.221) anwuchsen. In der noch jungen Assetklasse Private Debt Real Estate zeichnete das Unternehmen weitere T€ 50.000 neue Kapitalzusagen. Die planmäßigen Abrufe überstiegen die Rückflüsse um T€ 76.150. Die Buchwerte lagen am Jahresende bei T€ 170.120 (Vorjahr T€ 93.970). Für Immobilienfonds wurden neue Zeichnungszusagen in Höhe von T€ 60.000 abgegeben. Die Buchwerte der Immobilienfonds, die sich teilweise in der Liquidationsphase befinden, stiegen aufgrund der planmäßigen Kapitalabrufe um T€ 68.502 auf T€ 424.946 (Vorjahr T€ 356.445) an. Bei den Immobilien im Direktbestand gab es keine Bestandsveränderungen. Insgesamt gingen die Buchwerte aufgrund von ordentlichen und außerordentlichen Abschreibungen um T€ 8.603 auf T€ 90.505 (Vorjahr T€ 98.189) zurück. Im Bereich Infrastrukturanlagen wurden im Geschäftsjahr neue Kapitalzusagen in Höhe von T€ 100.000 abgegeben. Der Bestand stieg um T€ 40.409 auf T€ 322.767 (Vorjahr T€ 282.358).


Die über die Zeichnungsverpflichtungen hinausgehenden freien Mittel wurden in Höhe von T€ 140.408 in langlaufende gedeckte oder staatlich besicherte Zinsanlagen mit überwiegend sehr guter Bonität angelegt. Dem standen im Geschäftsjahr Rückzahlungen aus Verkäufen von Zinsanlagen in Höhe von T€ 15.933 und aus vertragsmäßigen Tilgungen in Höhe von T€ 157.866 gegenüber. Insgesamt verringerten sich die direkt gehaltenen Zinsanlagen um T€ 30 auf T€ 3.808.635 (Vorjahr T€ 3.839.066). Der Buchwert des Renten-Spezialsondervermögen blieb konstant auf T€ 549.175.


Die kurzfristigen Einlagen bei Kreditinstituten gingen um T€ 46.401 auf T€ 47.000 (Vorjahr T€ 93.401) zurück.


Die strategischen Anlagen reduzierten sich um T€ 16 auf T€ 642 (Vorjahr T€ 658).


Gegenüber dem Vorjahr hat sich die risikolose Zinskurve außergewöhnlich stark nach unten verschoben. Bei den Risikoaufschlägen kam es im Geschäftsjahr zu einer Erhöhung für die Anleihen im Bestand des Unternehmens.


In diesem Marktumfeld sind die saldierten Bewertungsreserven der INTER Kranken nach Berücksichtigung von Agio und Disagio auf T€ 210.253 gestiegen (Vorjahr T€ 47.572). Das Unternehmen wies damit eine Reservequote in Höhe von 3,1% (Vorjahr 0,7%) aus. Die Bruttoreserven betrugen T€ 582.461 und standen Bruttolasten in Höhe von T€ 372.208 gegenüber. Die Bruttolasten resultierten mit T€ 357.559 hauptsächlich aus langlaufenden Zinsanlagen, die in der Phase niedriger Zinsen vor dem Jahr 2022 erworben wurden.

Entwicklung der Bewertungsreserven in Mio. € *⁾

*) Die Angaben berücksichtigen die beim Abgang aufzulösenden Agio-/Disagiobeträge


Eine detaillierte Gegenüberstellung der Buch- und Zeitwerte sowie eine Darstellung zur Entwicklung der Kapitalanlagen befinden sich im Anhang.

Ergebnis der Kapitalanlagen


Im Geschäftsjahr gingen die laufenden Erträge auf T€ 239.215 (Vorjahr T€ 282.722) zurück. Der Rückgang wurde erwartet, da im Vorjahr außergewöhnlich hohe Erträge auf Alternative Anlagen vereinnahmt werden konnten. Die laufenden Aufwendungen sanken auf T€ 7.508 (Vorjahr T€ 7.633). Darin enthalten sind laufende Abschreibungen auf Immobilien in Höhe von T€ 2.723 (Vorjahr T€ 2.778).


Das außerplanmäßige Ergebnis - das sich im Wesentlichen aus Abschreibungen, Abgangsgewinnen und -verlusten bei der Rückgabe von Fondsanteilen sowie beim Verkauf von Inhaber- und Namensschuldverschreibungen speist - lag im Geschäftsjahr mit T€ -7.654 (Vorjahr T€ 2.167) deutlich unter dem Vorjahresniveau. Die Erhöhung der außerplanmäßigen Abschreibungen resultierte aus einem Immobilienobjekt im Direktbestand. Darüber hinaus wurden außerplanmäßige Abschreibungen bei Fondsanteilen, Inhaberschuldverschreibungen und Hypothekendarlehen vorgenommen.

Entwicklung des Kapitalanlageergebnisses netto in Mio. €


Das laufende Ergebnis der Kapitalanlagen ist auf T€ 231.707 (Vorjahr T€ 275.089) gesunken. Das Nettoergebnis der Kapitalanlagen betrug im Geschäftsjahr T€ 224.053 (Vorjahr T€ 277.255).


Die genaue Zusammensetzung des Kapitalanlageergebnisses (netto) kann der nachfolgenden Tabelle entnommen werden.

Kapitalanlageergebnis netto

2019 2020 2021 2022 2023
T€ T€ T€ T€ T€
Laufende Erträge 211.278 208.288 292.076 282.722 239.215
Kosten für Instandhaltung von Immobilien 1.562 1.881 3.123 2.027 1.726
Kosten für Vermögensverwaltung 3.172 4.536 2.638 2.828 3.059
Planmäßige Abschreibungen auf
Immobilien
2.808 2.704 2.788 2.778 2.723
Laufendes Ergebnis 203.736 199.166 283.526 275.089 231.707
Gewinne aus dem Abgang von
Kapitalanlagen
1.758 9.073 4.563 8.496 560
Verluste aus dem Abgang von
Kapitalanlagen
1.092 275 1.125 3.111 78
Erträge aus Zuschreibungen 800 13 551 0 0
Außerplanmäßige Abschreibungen auf
Kapitalanlagen
6 0 1.680 3.219 8.136
Außerplanmäßiges Ergebnis 1.460 8.811 2.309 2.167 -7.654
Kapitalanlageergebnis netto 205.196 207.977 285.835 277.256 224.053


Die laufende Durchschnittsverzinsung hielt sich mit 3,52% (Vorjahr 4,34%) auf einem sehr hohen Niveau.


Die Nettoverzinsung betrug 3,41% (Vorjahr 4,37%). Die Entwicklung im Vergleich zum risikolosen Kapitalmarktzins wird in der folgenden Tabelle dargestellt.

Verzinsung der Kapitalanlage und Kapitalmarktzins in %

Verzinsung der Kapitalanlagen und Kapitalmarktzins

Versicherungstechnische Rückstellungen


Die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen haben sich im Geschäftsjahr um 3,1% auf insgesamt T€ 6.519.699 erhöht nach T€ 6.322.783 im Vorjahr.


Dabei entfielen 92,3% auf die Deckungsrückstellung mit T€ 6.019.198 (Vorjahr T€ 5.797.739). Die Zuführung betrug T€ 221.459 (Vorjahr T€ 190.698), davon T€ 17.082 (Vorjahr T€ 48.928) als Direktgutschrift. Die Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung hat einen Anteil von 4,7% und betrug T€ 307.237 nach T€ 315.115 im Vorjahr. Dies resultiert aus einer die Zuführung übersteigenden Entnahme in Höhe von T€ 108.255 (Vorjahr T€ 108.278).


Zur Milderung von Beitragserhöhungen wurden T€ 90.164 (Vorjahr T€ 21.670) und für Beitragsrückerstattung für Leistungsfreiheit T€ 25.969 (Vorjahr T€ 26.473) entnommen. Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle verringerte sich im Geschäftsjahr auf T€ 177.604 (Vorjahr T€ 193.409). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf die zum Jahresende geringeren Arbeitsrückstände in der Leistungsabwicklung zurückzuführen. Weiterhin werden unter den versicherungstechnischen Rückstellungen noch die Beitragsüberträge mit T€ 6.826 (Vorjahr T€ 6.340), die Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung mit T€ 8.341 (Vorjahr T€ 9.503) und die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen mit T€ 493 (Vorjahr T€ 678) ausgewiesen.


An Rückversicherer waren keine Anteile abzugeben, daher entsprechen die versicherungstechnischen Bruttorückstellungen den Nettowerten.

Ergebnisquellen


Jede der Ergebnisquellen Kapitalanlagen, Risiko und Kosten hat einen positiven Beitrag geleistet.


Das Risikoergebnis hat in 2023 das stärkste Gewicht und ist wie in den Vorjahren auch ohne Berücksichtigung des Sicherheitszuschlags positiv. Daneben hat das Kapitalanlageergebnis im hohen Maße zum Erfolg beigetragen.

Überschussverwendung


Der Jahresüberschuss betrug im Geschäftsjahr T€ 8.400 (Vorjahr T€ 10.000).


Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung konnte ein Betrag von T€ 76.948 (Vorjahr T€ 92.690) zugeführt werden. Hinzu kam die RfB-Zuführung für die poolrelevante Pflegepflichtversicherung in Höhe von T€ 31.307 (Vorjahr T€ 15.588). Die erfolgsabhängige RfB betrug am Bilanzstichtag somit T€ 307.237 (Vorjahr T€ 315.115). Dies ermöglicht es der INTER Kranken, neben der Ausschüttung von weiterhin attraktiven Beitragsrückerstattungen, künftige Beitragsanpassungen abzumildern.


Aus dem Ergebnis des Geschäftsjahres wurden für die Versicherungsnehmer insgesamt T€ 17.740 (Vorjahr T€ 51.810) als Direktgutschriften bzw. als Mittel zur Limitierung von Beitragsänderungen bei Versicherten, die älter als 65 Jahre sind, gutgeschrieben bzw. reserviert.


Entsprechend des Gewinnverwendungsvorschlags des Vorstands sollen aus dem Bilanzgewinn T€. 7.400 in die Gewinnrücklage eingestellt werden. An den INTER Verein soll eine Dividende von T€ 1.000 ausgezahlt werden.

Eigenkapital


Der Jahresüberschuss 2023 betrug T€ 8.400. Davon sind T€ 1.000 zur Ausschüttung einer Dividende im Gewinnverwendungsvorschlag vorgesehen. Das Eigenkapital betrug am Bilanzstichtag T€ 283.900 (Vorjahr T€ 277.500 vor Ausschüttung einer Dividende von T€ 2.000).


Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus dem gezeichneten Kapital von T€ 5.000 (Vorjahr T€ 5.000), der Kapitalrücklage von T€ 201.180 (Vorjahr T€ 201.180), den Gewinnrücklagen von T€ 69.320 (Vorjahr T€ 61.320) und dem Bilanzgewinn von T€ 8.400 (Vorjahr T€ 10.000).


Damit verfügt die INTER Kranken weiterhin über eine sehr gute Eigenkapitalausstattung.


Das Eigenkapital dient der INTER Kranken als sichere Basis für die laufende Geschäftstätigkeit und damit zur dauerhaften Erfüllung der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen.


Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2023 beträgt 36,93% (Vorjahr 36,64%). Diese ist in der Krankenversicherung definiert als das Verhältnis "Eigenkapital (abzüglich Dividendenzahlungen zu verdienten Bruttobeiträgen" und ist ein Maßstab für die Solvabilität des Unternehmens. Ein hohes Eigenkapital versetzt das Unternehmen in die Lage, kurzfristige Verluste auszugleichen.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


Menschlich, engagiert, begeisternd. Dies sind die zentralen Werte, die das Handeln im Unternehmen bestimmen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie die Vertriebspartner der INTER tragen maßgeblich zum Unternehmenserfolg bei. Daher investiert die INTER kontinuierlich in die Qualifizierung und Weiterentwicklung ihres Personals. Sie unterstützt die Mitarbeitenden bei berufsbegleitenden fachlichen und überfachlichen Fortbildungen, indem sie sich an den Fortbildungskosten und -zeiten beteiligt. Beispielsweise werden die Ausbildung zum Versicherungsfachwirt, wirtschaftswissenschaftliche Bachelor- und Masterstudiengänge sowie versicherungsfachliche Studiengänge der Deutschen Versicherungsakademie gefördert. Daneben bietet die INTER sowohl Präsenz- als auch Onlinetrainings in verschiedenen Feldern, wie Arbeitsmethodik, Selbstmanagement und Kommunikation, an.


Unter dem Motto "Gemeinsam zum Erfolg" wurde im Geschäftsjahr ein neues Entwicklungsprogramms für Potenzialträger gestartet. In diesem vertiefen und festigen die Teilnehmenden ihre Schlüsselqualifikationen als Vorbereitung für den Einstieg in einen der drei Karrierewege Führungs-, Projektmanagement- oder Expertenlaufbahn. Im Vordergrund stehen dabei die Themengebiete Change-Management, Feedback, Strategiekompetenz und Selbstmanagement.


Mitarbeitende, die als Projektleiter tätig werden, können sich in einem modular aufgebauten Trainingsprogramm praxisnah qualifizieren. Neben klassischen Projektmanagementmethoden liegt der Fokus hier auf agilen Arbeitsformen.


Im beständigen Veränderungsprozess hin zu einem Unternehmen, das den Herausforderungen auf dem Versicherungsmarkt und an den Arbeitgeber von morgen gewachsen ist, kommt den Führungskräften eine zentrale Funktion zu. In ihrer Rolle tragen sie die Verantwortung für die Weiterentwicklung des Unternehmens und behalten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als wertvollste Ressource im Fokus. In ihrer Führungsrolle werden die Führungskräfte in Trainings und Workshops unterstützt. Das jährliche Mitarbeiterentwicklungsgespräch bietet Führungskräften eine Plattform, mit ihren Mitarbeitenden in einen strukturierten Austausch zu gehen, Feedback zu geben, Entwicklungsfelder zu besprechen und gezielte Weiterentwicklungsmaßnahmen zu vereinbaren.


Ende 2023 wurde eine INTER-weite Mitarbeiterbefragung durchgeführt, die zukünftig in regelmäßigen Abständen wiederholt wird. Zielsetzung ist es, aktuelle Themen und Handlungsfelder, welche die Belegschaft bewegen, frühzeitig erkennen und aufgreifen zu können. So können alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der INTER dazu beitragen, das Unternehmen aktiv mitzugestalten und kontinuierlich zu verbessern.


Die INTER stellt sich als moderner Arbeitgeber ihrer sozialen Verantwortung und wirkt auf ein partnerschaftliches Zusammenwirken im Betrieb hin. Das betriebliche Gesundheitsmanagement, zahlreiche Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf, die Flexibilität des mobilen Arbeitens, bis hin zum Angebot einer attraktiven betrieblichen Altersversorgung zahlen hierauf positiv ein.

Zahlen und Fakten

2023 2022
Mitarbeiter (Stichtag 31.12.) 1.071 1.131
davon im Innendienst 975 1.018
davon im angestellten Außendienst 62 74
davon Auszubildende 34 39
Anteil Frauen 60% 60%
Anteil Männer 40% 40%
Teilzeitquote gesamt 30% 28%
Anteil Akademiker Innendienst (ohne Auszubildende) 30% 31%
Durchschnittsalter Innendienst (ohne Auszubildende; Durchschnitt in Jahren) 46,8 46,4
Durchschnittsalter Außendienst (ohne Auszubildende; Durchschnitt in Jahren) 52,1 49,6
Durchschnittliche Betriebszugehörigkeit Innendienst* (ohne Auszubildende; Durchschnitt in Jahren) 19,3 19,0
Durchschnittlichen Betriebszugehörigkeit Außendienst* (ohne Auszubildende; Durchschnitt in Jahren) 15,5 13,5

* Die Zahlen beziehen sich auf die INTER Versicherungsgruppe

Dank an die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter


An dieser Stelle dankt der Vorstand ausdrücklich allen Vertriebspartnern sowie allen Beschäftigten in den Geschäftsstellen und in der Direktion für ihren erfolgreichen Einsatz im vergangenen Jahr.

Vertrieb


Die Vertriebspartner in der Ausschließlichkeit, die Mehrfachagenturen und die Makler stehen für den vertrieblichen Erfolg der INTER Versicherungsgruppe. Führungskräfte im Vertrieb leiten die regionalen Geschäftsstellen mit den gebundenen Vertriebspartnern. Dank leistungsstarker Tablet-PCs verfügen die Vertriebspartner der Ausschließlichkeitsorganisation der INTER über die technischen Möglichkeiten einer modernen und effizienten Beratung, u. a. mit der systematischen, DIN-zertifizierten Bedarfsanalyse oder der Möglichkeit von Online-Schadenmeldungen, welche direkt über die Tablet-PCs ausgefüllt und samt Fotos weitergeleitet werden können. Ferner stehen den Vertriebspartnern alle Verkaufshilfen auf dem Tablet-PC zur Verfügung. Qualifizierte Vertriebspartner sind eine der wichtigsten Ressourcen eines Versicherungsunternehmens, daher investiert die INTER gezielt in deren Aus- und Weiterbildung, beispielsweise mittels der attraktiven Bildungsangebote der INTER Akademie.


Zum 31.12.2023 sind insgesamt 201 Vertriebspartner gemäß §84 HGB (Selbstständige), 13 Vertriebspartner gemäß §59 HGB (Angestellte) sowie 8 Auszubildende im Vertrieb nach §59 HGB (Angestellte) beschäftigt.


Die INTER hat mit insgesamt 7.672 Maklern und Mehrfachagenturen Vermittlungsverträge geschlossen.


Zum Ende des Geschäftsjahres ist die INTER an bundesweit 27 Standorten mit Geschäftsstellen und darüber hinaus durch weitere Servicestellen vertreten.

Erklärung zur Umsetzung des Gesetzes zur gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen


Für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats hat der Aufsichtsrat eine Zielgröße von zwei Frauen an den insgesamt neun Mandaten festgelegt. Diese ist im Geschäftsjahr erfüllt worden.


Die Frauenquote im Vorstand liegt derzeit bei 0%. Eine Aufstockung des Vorstands ausschließlich zur Sicherstellung einer Frauenquote ist nicht beabsichtigt. Daher hat der Aufsichtsrat hinsichtlich der Zusammensetzung des Vorstands für den Frauenanteil eine Zielgröße von 0% bestimmt.


Die beiden Zielgrößen wurden vom Aufsichtsrat mit Frist bis zum 31.12.2025 festgelegt.


Der Frauenanteil in den Führungsebenen der INTER Kranken liegt inklusive des Vertriebs bei 12,9% auf der ersten Führungsebene. Die Zielquote von 11,1% wurde damit erreicht. Auf der zweiten Führungsebene liegt der Frauenanteil inklusive des Vertriebs bei 21,1% bei einer Zielquote von 18,0%. Der Vorstand hat entschieden, die Zielquoten beizubehalten.

Nichtfinanzielle Erklärung


Die INTER Kranken ist nach § 289b Abs. 2 HGB von der Pflicht zur Erweiterung des Lageberichts um eine nichtfinanzielle Erklärung befreit. Wir verweisen hier auf den gesonderten nichtfinanziellen Bericht der INTER Versicherungsgruppe, der auf folgender Seite https://www.inter.de/ueber-uns/ die-unternehmen/nachhaltigkeit veröffentlicht wird.


Eine ausführlichere Berichterstattung erfolgt im Konzernabschluss des INTER Verein. Dieser wird unter https://www.inter.de/ueber-uns/berichte veröffentlicht.

Risikomanagement

Risikomanagementsystem


Die INTER Kranken ist im Rahmen der regulären Geschäftstätigkeit laufend einer Vielzahl von Risiken ausgesetzt. Ziel des Unternehmens ist es, diesen Risiken durch eine aktive Risikosteuerung zu begegnen, um die positive Entwicklung des Unternehmens dauerhaft sicherzustellen.


Hierzu hat die INTER Kranken ein Risikomanagementsystem aufgebaut, das in die Organisationsstruktur und die Entscheidungsprozesse des Unternehmens integriert ist. Das Risikomanagementsystem umfasst die mit der Geschäftsstrategie verzahnte Risikostrategie sowie interne Prozesse und Meldeverfahren, um die Risiken, denen das Unternehmen ausgesetzt ist, zu identifizieren, zu bewerten, zu überwachen und zu steuern sowie aussagefähig über diese Risiken zu berichten. Darüber hinaus ist die Governancestruktur der INTER Kranken so aufgebaut, dass sie das Risikomanagementsystem sowie die Risikokultur im Unternehmen unterstützt. Somit ist sichergestellt, dass bestandsgefährdende wie auch neue Risiken frühzeitig identifiziert, bewertet und in den bestehenden Steuerungskreislauf integriert werden.


Das Eingehen von Risiken ermöglicht es dem Unternehmen, Chancen am Markt zu nutzen und die Attraktivität der Produkte für bestehende und neue Kunden aufrechtzuerhalten. Die INTER Kranken entwickelt ihr Produktportfolio permanent weiter, um durch gezieltes Wachstum die Profitabilität der Gesellschaft zu optimieren. Zudem wird die Servicequalität laufend verbessert, um die Zufriedenheit der Kunden stetig zu erhöhen. Der Themenkomplex Digitalisierung ist für die INTER Kranken ebenfalls eine Chance, um für ihre Kunden, Vertriebspartner und Mitarbeiter flexible Lösungen anzubieten, wie neue Möglichkeiten der digitalen Interaktion mit Kunden oder die Umsetzung von Homeofficelösungen für die Mitarbeitenden.


Die kontinuierliche Weiterentwicklung der Methoden und Verfahren zur risikoorientierten Unternehmenssteuerung ist eine wichtige Voraussetzung dafür, dass die INTER Kranken auch zukünftig die steigenden Herausforderungen eines sich immer schneller verändernden Markts meistern und die Risiken aus ihren Geschäftsaktivitäten zielgerichtet steuern kann.

Risikostrategie


Aus der vom Vorstand verabschiedeten Geschäftsstrategie wird die Risikostrategie abgeleitet und jährlich überprüft. In der Risikostrategie ist der risikopolitische Grundsatz "Sicherheit vor Rendite" für unternehmerische Entscheidungen verankert. Mit dem Ziel der jederzeitigen Erfüllung interner und externer Anforderungen wurden für die INTER Kranken Zielgrößen festgelegt, die zur risikoorientierten Steuerung und zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit eingesetzt werden. Die Einhaltung der Zielgrößen wird laufend überwacht.

Aufbauorganisation des Risikomanagements

Vorstand


Der Vorstand der INTER Kranken ist insbesondere verantwortlich für die Festlegung der Geschäftsstrategie und der daraus abgeleiteten Risikostrategie. Im Zuge dessen legt er Leitlinien für das Risikomanagement und für die unternehmenseigene Risiko- und Solvabilitätsbeurteilung (Own Risk and Solvency Assessment, ORSA) fest. Er gibt die Risikotoleranz für das Unternehmen vor, überwacht die Einhaltung der Risikotragfähigkeit und entscheidet bei wesentlichen risikorelevanten Ad-hoc-Ereignissen über geeignete Maßnahmen.

Risikomanagementfunktion (RMF)


Die RMF unterstützt den Vorstand und die weiteren Schlüsselfunktionen bei einer effektiven Handhabung des Risikomanagementsystems, überwacht das Risikomanagementsystem sowie das Risikoprofil und analysiert regelmäßig die Risikosituation der INTER Kranken. Sie ermittelt die Solvabilitätssituation gemäß Standardformel und ist für den ORSA-Prozess verantwortlich. Durch interne Informations- und Schulungsveranstaltungen sowie den laufenden Austausch zum Thema Risikomanagement mit den dezentralen Risikobeauftragten (DRB) und den risikoverantwortlichen Personen fördert die RMF die laufende Weiterentwicklung der Risikokultur der INTER. Die intern verantwortliche Person für die RMF der INTER Kranken ist die Leitung des Bereichs Risikomanagement (RM).

Risikoausschuss


Zentrales Gremium der Risikomanagementorganisation der INTER Kranken ist der Risikoausschuss unter Leitung der RMF. Mitglieder sind das für das Risikomanagement zuständige Vorstandsmitglied, die intern verantwortliche Person der RMF sowie der versicherungsmathematischen Funktion, der Bereichsleiter Rechnungswesen sowie der Bereichsleiter Unternehmensplanung/Controlling. Die intern verantwortliche Person der Schlüsselfunktion Interne Revision ist ständiger Gast im Risikoausschuss.


Im Risikoausschuss erfolgt die regelmäßige Bewertung und Beratung der Risikosituation der INTER Unternehmen, die Ableitung und Diskussion von Maßnahmen zur Steuerung der Risikosituation, die Empfehlung von Maßnahmen an den Vorstand und das laufende Umsetzungscontrolling der Maßnahmen.

Dezentrale Risikomanagementorganisation


Der zentrale Bereich Risikomanagement wird durch die DRB in seiner Arbeit unterstützt. Neben der regelmäßigen Identifikation und Bewertung der Einzelrisiken im Rahmen der Risikoinventur beobachten die DRB laufend die Risiken in ihrem Zuständigkeitsbereich, implementieren geeignete Kontrollen und entwickeln Maßnahmen zur Risikoreduktion. Außerdem informieren die DRB bei Erkennen von Ad-hoc-Risiken die verantwortliche Person für die RMF.

Interne Revision des Risikomanagementsystems


Die Interne Revision der INTER Kranken ist aufgrund ihrer allgemeinen Aufgabenstellung und ihrer prozessunabhängigen Position zuständig für die unternehmensinterne Prüfung der Funktionsfähigkeit des Risikomanagementsystems.

Risikomanagementprozess


Der Risikomanagementprozess folgt dem Ablauf des Own Risk and Solvency Assessment (ORSA) und umfasst die Identifikation, Bewertung, Überwachung und Steuerung sowie die Berichterstattung und Kommunikation der Risiken.

Risikoidentifikation


Bei der INTER Kranken werden Risiken im Rahmen einer halbjährlichen Risikoinventur identifiziert und hinsichtlich ihrer Wesentlichkeit beurteilt. Auf die wesentlichen Risiken wird nachfolgend eingegangen.

Risikobewertung


Die Risikobewertung erfolgt mithilfe der Standardformel gemäß Solvency II. Die Solvenzkapitalanforderung (Solvency Capital Requirement, SCR) wird anhand des Risikomaßes Value at Risk zum Konfidenzniveau 99,5% berechnet. Darüber hinaus werden sonstige wesentliche Risiken anhand individueller Bewertungsmaßstäbe wie Markt-, Wettbewerbs- und Umfeldanalysen quantitativ bewertet. Die Risikodiversifikation, als wesentlicher Aspekt des Geschäftsmodells, wird in den Berechnungen berücksichtigt. Die Angemessenheit der Risikobewertung wird jährlich und gegebenenfalls anlassbezogen überprüft.

Risikosteuerung und -überwachung


Die Ableitung von Steuerungsimpulsen erfolgt regelmäßig aus der Beurteilung der Risikosituation sowie der Überprüfung von definierten Risikolimiten. Limite werden bei der INTER Kranken für alle relevanten Risikokategorien festgelegt. Die Auslastung der vom Vorstand festgelegten Risikolimite wird laufend im Risikoausschuss überwacht. Bei Limitverletzungen werden geeignete Maßnahmen entwickelt, um das Risiko zu reduzieren.

Ad-hoc-Risikomeldungen


Neue bestandsgefährdende oder als wesentlich beurteilte Risiken werden über einen etablierten Prozess für Ad-hoc-Risikomeldungen kommuniziert. Zur Orientierung, ab wann eine Meldung an die zuständige Person für die RMF und gegebenenfalls an den Vorstand zu erfolgen hat, sind Schwellenwerte definiert.

Interne Kommunikation und Berichterstattung


Die qualitative und quantitative Berichterstattung ist außerdem Bestandteil des Risikomanagementprozesses. Darüber hinaus berichtet die RMF regelmäßig im Risikoausschuss und an den Vorstand über die aktuelle Risikosituation.

Versicherungstechnisches Risiko


Das versicherungstechnische Risiko bezeichnet das Risiko, dass bedingt durch Zufall, Irrtum oder Änderung der tatsächlichen Schadenursachenkomplexe die eingetretenen Schadenleistungen vom erwarteten Wert nachteilig abweichen. Bei der INTER Kranken dominiert das krankenversicherungstechnische Risiko nach Art der Lebensversicherung, insbesondere die Unterkategorien Sterblichkeits-/Langlebigkeits-, Invaliditäts-/Morbiditäts-, Storno- und Kostenrisiko. Darüber hinaus wird das Storno-, Prämien- und Reserverisiko nach Art der Schaden und das Katastrophenrisiko ermittelt.

Sterblichkeits-/Langlebigkeitsrisiko


Das Sterblichkeits-/Langlebigkeitsrisiko steht jeweils in direktem Zusammenhang mit dem Leben der versicherten Person und beschreibt das Risiko eines Verlustes oder einer nachhaltigen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, welches sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder in der Volatilität der Ausscheideordnungen ergibt.


Durch einen Anstieg der Sterblichkeitsraten werden zukünftig geringere versicherungstechnische Überschüsse erzielt, welche gegebenenfalls durch die entstehenden Vererbungsgewinne nicht kompensiert werden können.


Umgekehrt werden durch einen Rückgang der Sterblichkeitsraten geringere Vererbungsgewinne erzielt, welche gegebenenfalls durch die zukünftig realisierten höheren Überschüsse nicht kompensiert werden können.


Es ergibt sich somit ein Sterblichkeits- bzw. Langlebigkeitsrisiko.

Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko


Das Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko beschreibt das Risiko eines Verlustes oder einer nachteiligen Veränderung des Werts der Versicherungsverbindlichkeiten, welches sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder bei der Volatilität der Invaliditäts-, Krankheits- und Morbiditätsraten ergibt.


Bei der Bewertung des Risikos für Kostenersatzversicherungen wird sowohl ein veränderter Trend in den Krankenversicherungsleistungen (Inflationsrisiko) als auch eine veränderte Höhe der Krankenversicherungsleistungen (Schätzrisiko) unterstellt.


Das Invaliditäts-/Morbiditätsrisiko der Einkommensersatzversicherungen ergibt sich unter der Annahme einer höheren Eintrittswahrscheinlichkeit sowie eines veränderten Schweregrads von Invalidität oder Krankheit.

Stornorisiko


Das Stornorisiko bildet den Verlust oder eine nachteilige Veränderung der Versicherungsverbindlichkeiten ab, die sich aus Veränderungen in der Höhe oder der Volatilität der Quoten hinsichtlich Storno und Optionsausübung der Versicherungsnehmer ergeben. Zur Ermittlung des Risikos werden genau diese Versicherungsverträge mit dauerhaft erhöhten, einmalig stark erhöhten oder dauerhaft rückgängigen Stornoraten gestresst, für welche das Eintreten der jeweiligen Ereignisse zu einem Verlust für das Versicherungsunternehmen führen würde.

Kostenrisiko


Das Kostenrisiko einer Krankenversicherung nach Art der Lebensversicherung umfasst das Risiko eines Verlusts oder einer nachteiligen Veränderung der Versicherungsverbindlichkeiten, welches sich aus Veränderungen in der Höhe, im Trend oder in der Volatilität, der bei der Verwaltung von Versicherungsverträgen anfallenden Kosten ergibt. Das Kostenrisiko berücksichtigt Schwankungen aller Kosten, die zur Erfüllung von Versicherungsverträgen dienen. Diese umfassen zum Beispiel Kosten für Personalaufwendungen, Provisionen von Vermittlern, IT-Infrastruktur sowie genutzte Immobilien.

Beitragskalkulation und Risikovorsorge


Im Zusammenhang mit den versicherungstechnischen Risiken sind die Beitragskalkulation und die Risikovorsorge von zentraler Bedeutung. Bei der INTER Kranken werden die Beiträge mit vorsichtigen Rechnungsgrundlagen und den erforderlichen Sicherheitszuschlägen kalkuliert, um die dauerhafte Erfüllbarkeit aller vertraglichen Verpflichtungen während der gesamten Versicherungsdauer sicherzustellen. Dabei werden für jeden Tarif zumindest jährlich die erforderlichen Versicherungsleistungen mit den kalkulierten verglichen sowie die kalkulierten Sterbewahrscheinlichkeiten den zuletzt durch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistung (BaFin) veröffentlichten gegenübergestellt. Bei einer Abweichung oberhalb der gesetzlich bzw. vertraglich festgelegten Schwellenwerte sind die Beiträge zu überprüfen. Im Zuge einer erforderlichen Nachkalkulation der Beiträge (Beitragsanpassung) werden die weiteren Rechnungsgrundlagen überprüft und gegebenenfalls an die geänderten Verhältnisse angepasst. Die Sterblichkeitsentwicklung in der privaten Krankenversicherung wird vom Verband der Privaten Krankenversicherung e.V. (PKV) fortlaufend systematisch überwacht. Veränderungen bei der Sterblichkeit führen zeitnah zu einer neuen PKV-Sterbetafel, die von der Aufsichtsbehörde veröffentlicht wird. Die INTER Kranken verwendet bei jeder Neu- und Nachkalkulation die jeweils aktuelle Fassung der jährlich veröffentlichten PKV-Sterbetafel. Darüber hinaus werden neue Tarife der INTER Kranken durch einen unabhängigen Sachverständigen geprüft und erst nach dessen Unbedenklichkeitserklärung eingeführt, um das Risiko einer gesetzlichen Haftung gemäß § 155 Abs. 3 Satz 4 VAG zu mindern.


Das Risiko einer anders als erwartet verlaufenden Entwicklung der Ausgaben für medizinische Behandlungen aufgrund der Verteuerung bestehender oder der Etablierung neuer Behandlungsmethoden wird laufend beobachtet. Die INTER Kranken geht auch für die Zukunft von einer weiteren Verbesserung der medizinischen Behandlungsmöglichkeiten und einer damit einhergehenden Kostensteigerung im Gesundheitswesen aus. Das Verhältnis der erforderlichen zu den kalkulierten Versicherungsleistungen wird deshalb jährlich überprüft. Für das Neugeschäft und für Vertragsänderungen bestehen Annahmerichtlinien, um risikogerechte Beiträge sicherzustellen.


Die von der INTER Kranken im Rahmen der Kalkulation verwendeten Stornotafeln werden jährlich überprüft und bei Bedarf dem veränderten Stornoverhalten angepasst. Bei der Berechnung der Stornowahrscheinlichkeiten werden in der Krankheitskostenvollversicherung auch die Effekte aus der Mitgabe der Übertragungswerte adäquat berücksichtigt.


Um zu vermeiden, dass die eingerechneten Abschluss- und Verwaltungskosten sowie Schadenregulierungskosten die tatsächlichen Kosten nicht mehr decken, erfolgt mindestens jährlich eine Analyse der Kostenentwicklung des Unternehmens. Veränderungen werden sukzessive im Rahmen von Beitragsanpassungen in der Beitragskalkulation berücksichtigt.

Marktrisiko


Das Marktrisiko bezeichnet die Gefahr, die sich aus Schwankungen in der Höhe oder in der Volatilität der Marktpreise für die Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumente ergibt, die den Wert der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten des Unternehmens beeinflussen. Es spiegelt die strukturelle Inkongruenz zwischen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten, insbesondere im Hinblick auf deren Laufzeit, wider. Das Marktrisiko umfasst das Zins-, Aktien-, Währungs-, Immobilien-, Spread- und Konzentrationsrisiko.


Die Leitlinie Kapitalanlagen gibt den Rahmen des Kapitalanlagemanagements vor. Sie beinhaltet den internen Anlagekatalog und beschreibt die Organisationsstruktur, den Investmentprozess sowie die risikoreduzierenden Maßnahmen. Die grundsätzliche Ausrichtung der Kapitalanlagen ist entsprechend der Unternehmensleitlinie auf Sicherheit abgestellt. Unter dieser Vorgabe zielt sie auf eine möglichst hohe Rentabilität ab, die bei jederzeit ausreichender Liquidität und unter angemessener Diversifikation erreicht werden soll.


Die Entwicklung der Kapitalanlagen wird kontinuierlich von mehreren Bereichen und Ausschüssen überwacht.


Die konsequente Umsetzung der gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Vorschriften wird durch ein qualifiziertes Kapitalanlagemanagement, eine nachhaltige Kapitalanlagepolitik und organisatorische Maßnahmen, wie die klare Trennung des Portfoliomanagements von Abwicklung und Risikocontrolling, sichergestellt. Derivative Finanzinstrumente und strukturierte Produkte unterliegen besonderen Bestimmungen und stehen unter ständiger Beobachtung. Sie werden zur Absicherung von Marktpreisrisiken und in Einzelfällen zur Ertragsvermehrung eingesetzt.

Investmentprozess


Das Asset-Liability-Management gewährleistet eine ganzheitliche Steuerung des Unternehmens und verknüpft den Investmentprozess mit der Unternehmenssteuerung. Die Kapitalanlageplanung ist in die Unternehmensplanung integriert und das Kapitalanlagecontrolling ist in die laufenden Risikomanagementverfahren eingebunden.


Im Rahmen der Kapitalanlageplanung wird die Anlagestrategie für die kommenden Jahre im Kontext der Unternehmensergebnisse umgesetzt und die nötigen Maßnahmen, die zur angestrebten Struktur des Kapitalanlagebestandes führen, identifiziert und bewertet. Dabei werden eindeutige und messbare Zielgrößen festgelegt. Transaktionen werden vorschriftsgemäß durchgeführt und strikt überwacht. Das Kapitalanlagereporting berichtet zeitnah über die Wertentwicklung der einzelnen Kapitalanlagen und über deren Risikopotenziale. Mittels Szenariorechnungen und Sensitivitätsanalysen werden die zukünftigen Kapitalanlageergebnisse in unterschiedlichen Kapitalmarktsituationen im Rahmen des ALM-Prozesses dargestellt. Darüber hinaus werden interne Stresstestberechnungen durchgeführt. Auf Unternehmensebene werden zudem im Rahmen des ORSA ausgewählte Szenarien mit ungünstiger Marktentwicklung simuliert und deren Auswirkungen analysiert. Die Ergebnisse fließen in die Überarbeitung der Strategie ein.


Der größte Teil der Kapitalanlagen entfällt gemäß der Kapitalanlagestrategie auf Zinsanlagen (Rentenfonds, Inhaberschuldverschreibungen, Hypothekendarlehen und Ausleihungen). Als weitere Kapitalanlagen befinden sich Alternative Anlagen, kurzfristige Einlagen bei Kreditinstituten und zu einem kleinen Teil strategische Anlagen wie nicht börsennotierte, direkt gehaltene Unternehmensbeteiligungen im Bestand. Entsprechend der Anlagen sind die folgenden Risiken zu überwachen.

Zinsrisiko


Das Zinsrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Zinskurve oder in Bezug auf die Volatilität der Zinssätze. Steigen die Zinsen am Kapitalmarkt, sinken die Markwerte der Zinsanlagen im Bestand und umgekehrt. Derivative Finanzinstrumente, die als Bestandteil von strukturierten Zinsprodukten enthalten sind, können sich davon abweichend verhalten. Der Entwicklung des Zinsniveaus kommt eine erhebliche Bedeutung zu. Die folgenden Ergebnisse einer Sensitivitätsanalyse bestätigen dies:

Sensitivitätsanalyse: Marktwertveränderung Zinsanlagen

2023 2022
Zinsänderung T€ T€
+ 100 Basispunkte -424.197 -378.118
- 100 Basispunkte 494.746 457.684


Bei einer Änderung des Kapitalmarktzinses entwickeln sich die Zeitwerte von zinssensitiven Aktivpositionen und zinsfordernden Passivpositionen gegenläufig. Deshalb werden strategische Kapitalanlageentscheidungen aus der übergreifenden Sicht des Asset-Liability-Managements getroffen.

Aktienrisiko


Das Aktienrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Marktpreise von Aktien. Neben den Kursveränderungen von börsennotierten Aktien werden hierunter die Wertveränderungen von nicht notierten Unternehmensbeteiligungen und von Infrastrukturanlagen betrachtet. Sinken die Preise dieser Anlageprodukte, führt dies zu Marktwertverlusten und kann in der Folge zu Aufwendungen führen.

Sensitivitätsanalyse: Marktwertveränderung Aktien

Aktienkursänderung 2023 2022
T€ T€
+ 30% 466.328 433.794
- 30% -466.328 -433.794

Immobilienrisiko


Das Immobilienrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Marktpreise von Immobilien. Immobilienpreise können sich regional sehr unterschiedlich verhalten. Aus diesem Grunde strebt die INTER Kranken eine breite Streuung der Objekte an und investiert in diese Assetklasse auch über Fonds. Aus sinkenden Immobilienpreisen resultieren Marktwertverluste, die zu Aufwendungen führen können.

Sensititivitätsanalyse: Marktwertveränderung Immobilien

Immobilienpreisänderung 2023 2022
T€ T€
+ 25% 141.161 128.404
- 25% -141.161 -128.404

Währungsrisiko


Das Währungsrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder bei der Volatilität der Wechselkurse. Der Anteil der Zinsanlagen, der in Fremdwährung investiert ist, ist stark begrenzt. Zinsanlagen dürfen ausschließlich in Euro und zu einem kleinen Teil in Dänische Kronen angelegt werden. Im Bereich der Alternativen Anlagen sind Investitionen in Fremdwährungen Voraussetzung für globale Anlagestrategien und tragen zur Diversifikation bei. Die folgende Tabelle weist die Auswirkung auf die Kapitalanlagen aus:

Sensivitätsanalyse: Marktwertveränderung bei Fremdwährung

Währungskursveränderung 2023 2022
T€ T€
+ 25% 118.279 110.922
- 25% -118.279 -110.922

Spreadrisiko


Das Spreadrisiko beschreibt die Sensitivität der Werte von Vermögenswerten, Verbindlichkeiten und Finanzinstrumenten in Bezug auf Veränderungen in der Höhe oder in der Volatilität der Credit-Spreads über der risikofreien Zinskurve. Weiterhin werden in dieser Unterkategorie Ausfallrisiken und Migrationsrisiken berücksichtigt.


Ein wichtiger Aspekt für das Management von Spreadrisiken ist die Bonität der Anlagen. Die Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Emittenten erfolgt mittels der Ratings von anerkannten externen Agenturen. Zusätzlich wird in einem internen, produktspezifischen Ratingmodell für jede Einzelanlage eine Ratingnote ermittelt. Die Aktualisierung der Ratings erfolgt kontinuierlich.

Zinsanlagen nach Ratingklassen*

Anteile an den gesamten Zinsanlagen 2023 2022
% %
AAA 41,0 36,2
AA 32,5 34,9
A 20,9 19,7
BBB 1,9 5,0
BB 0 0
B oder schlechter 0

0
ohne Rating 3,7 4,2
Durchschnittsrating (ermittelt mit der Methode Moody's WARF) AA- A+
Durchschnittsrating (ermittelt mit der Methode nach Solvency II) AA AA

* enthält direkte und indirekte Anlagen in Inhaberschuldverschreibungen, Ausleihungen und Hypothekendarlehen / Aufteilung anhand der zweitbesten Ratingnote der ausgewählten externen Ratingagenturen


Wertverluste bei Zinsanlagen sind als vorübergehend zu betrachten, solange aufgrund der Bonität bei Endfälligkeit von einer Rückzahlung zum Nennwert auszugehen ist. Dies ist bei Zinsanlagen mit einem Rating im Bereich des Investment Grade der Fall. Dieser Bereich umfasst die Ratingnoten AAA, AA, A und BBB.


Wegen der sicherheitsorientierten Anlagepolitik handelt es sich bei einem großen Teil der Zinsanlagen um Pfandbriefe und Staatsanleihen bzw. Anleihen mit Staatsgarantie sowie Anleihen staatsnaher Emittenten. Grundsätzlich wird durch die Festlegung von Mindestratings und strengen Limiten pro Anlageart, Emittent und Kontrahent eine Konzentration gleichartiger Risikofaktoren vermieden.

Zinsanlagen nach Anlageart*

Anteil an den gesamten Zinsanlagen 2023 2022
% %
Pfandbriefe 42,2 43,9
Staatsanleihen/staatsgarantierte Anleihen** 27,6 25,4
Erstrangige Anleihen staatsnaher Unternehmen 27,1 26,9
Erstrangige Anleihen Banken 2,2

2,9
Erstrangige Anleihen sonstiger Unternehmen 0,9 0,9
Nachrangige Zinsanlagen 0,0

0,0
Darlehen an Privatpersonen 0,0 0,0

* enthält direkte und indirekte Anlagen in Inhaberschuldverschreibungen, Hypothekendarlehen und Ausleihungen
** Unter Staatsanleihen werden alle Anleihen der öffentlichen Hand inkl. Anleihen von Regionalregierungen und Kommunen verstanden.

Konzentrationsrisiko


Das Konzentrationsrisiko beschreibt zusätzliche Risiken für das Unternehmen, die entweder durch eine mangelnde Diversifikation des Assetportfolios oder durch eine hohe Exponierung gegenüber dem Ausfallrisiko eines einzelnen Wertpapieremittenten oder einer Gruppe verbundener Emittenten bedingt sind. Besonders hohe Anlagevolumina bei einem Geschäftspartner, in einer Region, in einer Branche oder in eine Anlagestrategie erhöhen die Gefahr von bedeutenden Verlusten. Zur Steuerung dieses Risikos wurden unter anderem Obergrenzen pro Emittenten für besicherte und unbesicherte Zinsanlagen festgelegt. Darüber hinaus werden Zinsanlagen pro Land in Abhängigkeit von der aktuellen Bonität und von der volkswirtschaftlichen Situation begrenzt.


Die nachfolgende Tabelle zeigt, dass das Unternehmen überwiegend auf dem Heimatmarkt Deutschland und in den wirtschaftlich wichtigsten Ländern des Europäischen Wirtschaftsraumes (EWR) investiert.

Kapitalanlagen nach Land

Zinsanlagen Sonstige
Anteil Buchwert
an den Kapitalanlagen in %
Buchwert
in T€
Staatsrisiko
in T€
Pfandbriefe
in T€
Unbesichert
in T€
in T€
Anteil Anlageklassen an Buchwert 35,6 % 27,4 % 2,0 % 35,0 %
Luxemburg 29,8 1.993.334 209.349 10.000 0 1.773.985
Deutschland 16,9 1.129.991 300.956 330.027 100.000 399.008
Belgien 12,0 800.781 790.732 10.049 0 0
Frankreich 10,8 724.264 458.566 234.090 0 31.608
Österreich 6,1 407.646 203.734 188.912 15.000 0
Spanien 6,1 404.750 32.365 372.385 0 0
Dänemark 5,0 335.282 0 335.282 0 0
Niederlande 4,1 274.459 203.530 70.930 0 0
Großbritannien 2,8 183.605 0 90.000 0 93.605
Italien 2,7 183.242 0 183.242 0 0
Polen 1,3 84.385 84.385 0 0 0
Irland 1,0 69.270 10.670 0 20.000 38.600
Tschechische Republik 0,9 62.416 62.416 0 0 0
Schweden 0,3 20.000 20.000 0 0 0
Norwegen 0,1 9.000 0 9.000 0 0
Slowakei 0,1 3.999 3.999 0 0 0
Schweiz 0,0 0 0 0 0 0
Gesamtergebnis 100,0 6.686.425 2.380.702 1.833.917 135.000 2.336.806

Gegenparteiausfallrisiko


Das Gegenparteiausfallrisiko trägt möglichen Verlusten Rechnung, die sich aus einem unerwarteten Ausfall oder der Verschlechterung der Bonität von Gegenparteien und Schuldnern während der nächsten zwölf Monate ergeben. Das Gegenparteiausfallrisiko umfasst Verträge zur Risikominderung wie Rückversicherungsvereinbarungen, Verbriefungen und Derivate sowie Forderungen gegenüber Vermittlern und alle sonstigen Kreditrisiken, die nicht vom Spreadrisiko abgedeckt werden.


Zur Risikoreduzierung gelten Mindestanforderungen an die Bonität der Kontrahenten. Bei Finanztermingeschäften sind die Risikominderungstechniken für nicht standardisierte Derivate einzusetzen, für die gemäß der EU-Verordnung EMIR eine gesetzliche Besicherungspflicht besteht. Die Sicherheitsleistungen im Rahmen eines Collateral-Managements werden ausschließlich in Form von Kontoguthaben gestellt bzw. erhalten.

Forderungen und Verbindlichkeiten aus Kapitalanlagen mit Ausfallrisiko

2023 2022
T€ T€
Finanztermingeschäfte 0 0
Einlagen bei Kreditinstitute 55.660 130.242
Saldierte Sicherheitsleistungen 0 0
55.660 130.242

Risiken aus dem Ausfall von Forderungen


Den Risiken aus dem Ausfall von Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft wird durch das Forderungsmanagement begegnet. Sofern erforderlich, werden Pauschal- und Einzelwertberichtigungen gebildet. Forderungen aus dem Versicherungsgeschäft in Höhe von T€ 21.407 bestehen an Versicherungsnehmer und -vermittler. Davon sind T€ 17.207 älter als 90 Tage. Zur Risikovorsorge wurden diese Forderungen um 81,5% wertberichtigt. Im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre beläuft sich die Quote auf 85,8%.

Sonstige Risiken aus Kapitalanlagen


Unter besonderer Beobachtung stehen Anleihen von hochverschuldeten Staaten des Euroraums.


Diese werden zur Risikominderung durch bonitätsabhängige interne Grenzen limitiert. Weiterhin erfolgen Investitionen in solchen Staaten fast ausschließlich in Form von Covered Bonds. Es mussten keine Wertberichtigungen auf Anleihen betroffener Staaten im Anlagevermögen vorgenommen werden.


Aufgrund der Investitionen in Alternative Anlagen sind auch Rechts- und Steuerrisiken vorhanden. Diese Risiken werden in den laufenden Prozessen (beim Erwerb in der Due Diligence und im Bestandscontrolling bei Planrechnungen) überwacht und berücksichtigt. Alternative Anlagen werden ausschließlich über Fonds- oder Dachfondsvehikel erworben, die oft im Ausland ihren Sitz und den Gerichtsstand haben. Hinzu kommt die globale Anlagetätigkeit in diesen Fonds, so dass Veränderungen in der Gesetzgebung Einfluss auf die Rendite haben können.

Operationelle Risiken


Das operationelle Risiko bezeichnet das Risiko von Verlusten, das sich aus der Unangemessenheit oder dem Versagen von internen Prozessen, Mitarbeitern oder Systemen oder durch externe Ereignisse ergibt. Es umfasst auch Rechtsrisiken. Die INTER Kranken begegnet den operationellen Risiken durch eine Vielzahl von Maßnahmen, beispielsweise mit Limiten im Kapitalanlagebereich und bei der Freigabe von Schadenzahlungen oder Leistungserstattungen. Ein wichtiges Instrument zur Begrenzung operationeller Risiken stellt das Interne Kontrollsystem (IKS) dar. Umfassende Kontrollen sind auf allen Ebenen und Funktionen implementiert, um die Risiken von Fehlern bei der Ausführung der Geschäftsprozesse und von dolosen Handlungen zu minimieren. Die Wirksamkeit des IKS wird regelmäßig durch die Interne Revision geprüft.

Compliance


Ein Compliancerisiko ist das Risiko eines Schadeneintritts zu Lasten des Unternehmens infolge der Verletzung rechtlicher Vorgaben durch unternehmensangehörige Personen. Die Compliancerisiken werden durch die Compliance-Funktion identifiziert und beurteilt. Sie setzt sich aus einer Zentralen Compliance-Funktion (ZCF) und einer Dezentralen Compliance-Funktion (DCF) zusammen. Die ZCF ist eine selbstständige Einheit im Unternehmen und direkt dem Vorstand unterstellt.


Die ZCF prüft, ob die von der DCF in der INTER Risikomanagement Software (IRS) erfassten Compliancerisiken und die hierzu festgelegten risikoreduzierenden Maßnahmen und das IKS plausibel, unter Risikogesichtspunkten zur Sicherstellung von Compliance geeignet und angemessen erscheinen. Über das Ergebnis dieser Prüfung wird jährlich dem Gesamtvorstand berichtet.

Anti-Fraud-Management


Zur Vermeidung von Risiken wie Diebstahl, Unterschlagung, Betrug und Geldwäsche (sog. Fraud-Risiken) hat die INTER Kranken ein Anti-Fraud-Management-System eingerichtet. Fraudgefährdete Organisationseinheiten sind bezüglich Fraud-Risiken sensibilisiert. Für relevante Geschäftsprozesse sind Kontrollen definiert, die der Abwehr von rechtswidrigen Handlungen dienen bzw. risikoreduzierend wirken sollen und durch die operativen Geschäftsbereiche zu überwachen sind. Die Fraud-Risiken sind ebenfalls in der IRS erfasst.

Notfallpläne


Die INTER Kranken hat Notfallvorsorgekonzepte für den Fall einer Pandemie bzw. den Nutzungsausfall von Gebäuden erstellt. Ein zügiger und organisierter Umgang mit Ereignissen, die zum Ausfall von wesentlichen Bereichen, Prozessen und Ressourcen führen können, ist notwendig, um größere Schäden zu vermeiden bzw. diesen vorzubeugen. Ziel hierbei ist es, die Geschäftstätigkeit während eines möglichen Ausfalls aufrechtzuerhalten und die vollständige Betriebsfähigkeit innerhalb einer tolerierbaren Zeitspanne wiederherzustellen.


Die Beeinträchtigung der Funktionsfähigkeit der IT-Systeme, auch nach einem Krisenfall, ist für die INTER Kranken ein wesentliches operationelles Risiko. Für erkannte Einzelrisiken, z. B. das Risiko durch Datenverluste oder externe Angriffe auf die IT-Landschaft, wurden entsprechende Maßnahmen geschaffen, wie Backupsysteme für Rechner und Datenbestände, Firewalls, Notfallplanungen, Zugangskontrollen und Berechtigungssysteme, die entweder den Eintritt des schädigenden Ereignisses verhindern oder die Folgen daraus beherrschbar machen sollen.

Informationssicherheitsmanagement


Der Informationssicherheitsbeauftragte (ISB), als Stabstelle im Unternehmen organisiert, ist verantwortlich für die Gestaltung und Optimierung des Informationssicherheitsmanagements (ISM). Neben der Initiierung von Maßnahmen veranlasst der ISB risikobasiert die Prüfung der IT-Sicherheit im Unternehmen, informiert den Vorstand zur aktuellen Lage und berät ihn zu weiteren sicherheitsrelevanten Maßnahmen. Schwerpunkte des Informationssicherheitsmanagements liegen auf der Begleitung der Einführung neuer Arbeitsmodelle, wie z. B. flexibler Homeofficelösungen, sowie der technologischen Erneuerung der IT-Landschaft.


Zur Sensibilisierung der Mitarbeitenden für das Thema Cybersicherheit wurde ein Awarenessprogramm mit Schulungen und simulierten Mailangriffen aufgebaut. Zum Schutz sensibler Kundendaten werden wichtige Geschäftsprozesse und zugeordnete Anwendungen in einer Schutzbedarfsanalyse regelmäßig bezüglich ihrer Kritikalität untersucht und abhängig vom Ergebnis weitere Maßnahmen wie die Überprüfung der Sicherheit der Systeme oder der zugehörigen Infrastruktur eingeleitet.

Personalplanung und -entwicklung


Um dem Risiko fachlich nicht ausreichend qualifizierter Mitarbeiter im Risikomanagementprozess entgegenzuwirken, informiert die RMF die dezentralen Risikobeauftragten regelmäßig über aktuelle Themen rund um Risikomanagement und Solvency II. Dem Risiko personeller Engpässe wirken die INTER Unternehmen durch eine angemessene Personalausstattung entgegen, die mithilfe von quantitativen Personal- und Kapazitätsplanungen zur Sicherstellung der Funktionsfähigkeit in den einzelnen Organisationseinheiten erstellt wird. Das INTER Bildungsprogramm, die INTER Förderleitlinien und die weiteren Personalentwicklungsmaßnahmen für Mitarbeiter und Führungskräfte sichern die Qualität der Mitarbeiter und wirken dem Fachkräftemangel entgegen.

Fachliche Qualifikation und persönliche Zuverlässigkeit - "fit & proper"


Die INTER Kranken hat einen Prozess implementiert, um die Anforderungen an die fachliche Qualifikation und die persönliche Zuverlässigkeit von Personen, die das Unternehmen tatsächlich leiten oder andere Schlüsselaufgaben innehaben bzw. intern verantwortliche Personen im Unternehmen für eine Schlüsselfunktion bzw. -aufgabe sind, sicherzustellen. Als Rahmenregelung dienen dabei die internen Leitlinien zu "fit & proper". Zudem bestehen Standards zur "fit & proper"-Bewertung und zur laufenden Dokumentation der Fort- und Weiterbildung der betroffenen Personen.

Sonstige wesentliche Risiken

Liquiditätsrisiko


Unter Liquiditätsrisiko ist das Risiko zu verstehen, dass Versicherungsunternehmen nicht in der Lage sind, Anlagen und andere Vermögenswerte zu realisieren, um ihren finanziellen Verpflichtungen bei Fälligkeit nachzukommen. Die jederzeitige Erfüllung der Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb wird durch eine aktive Laufzeitsteuerung der Zinsanlagen und durch die zentrale Überwachung sämtlicher Zahlungsströme des Unternehmens in der Liquiditätsplanung sichergestellt. Im Rahmen des ALM-Prozesses wird mehrmals im Jahr über die Fortschreibung der wesentlichen Zahlungsströme aus Kapitalanlage und Versicherungstechnik die Entwicklung der Liquidität des Unternehmens überprüft, so dass ggf. frühzeitig Maßnahmen für die Liquiditätssteuerung angestoßen werden können. Darüber hinaus erfolgt monatlich die Aktualisierung der unterjährigen Liquiditätsvorschau. Die Gewährleistung unerwarteter Zahlungsverpflichtungen wird zudem durch die Einteilung der Kapitalanlagen in Fungibilitätsklassen und der daraus resultierenden Liquiditätsquoten überwacht.

Reputationsrisiko


Das Reputationsrisiko ist das Risiko, das sich aus einer möglichen Beschädigung des Rufes des Unternehmens infolge einer negativen Wahrnehmung in der Öffentlichkeit (z. B. bei Kunden, Geschäftspartnern, Anteilseignern, Behörden) ergibt. Das Reputationsrisiko kann als eigenständiges Risiko auftreten (primäres Reputationsrisiko) oder im Zusammenhang mit anderen Risiken (sekundäres Reputationsrisiko), z. B. als Folge eines operationellen Risikos. Die INTER Kranken begrenzt das Risiko der Ruf- und Imageschädigung durch eine kontinuierliche Verbesserung der Geschäftsprozesse und Qualifikation der Mitarbeiter. Auch dem Beschwerdemanagement wird ein hoher Stellenwert beigemessen. Zudem wird die öffentliche Berichterstattung über die INTER sowie über aktuelle Themen der Versicherungswirtschaft laufend beobachtet.

Strategisches Risiko


Das strategische Risiko ist das Risiko, das sich aus strategischen Geschäftsentscheidungen bzw. daraus ergibt, dass Geschäftsentscheidungen nicht einem geänderten Wirtschaftsumfeld angepasst werden. Die INTER beobachtet laufend aktuelle Entwicklungen am Markt und in der Versicherungswirtschaft und analysiert regelmäßig die strategische Ausrichtung. Die Erkenntnisse werden bei der mindestens jährlichen Überprüfung der Geschäftsstrategie berücksichtigt, welche wiederum die Basis für die Risikostrategie ist.


Für das Jahr 2024 wird die Vermögensvollübertragung der FAMK auf die INTER Kranken angestrebt. Hieraus sind Effekte auf die Risikotragfähigkeit der INTER Kranken zu erwarten. Aufgrund der äußerst komfortablen Bedeckungssituation der INTER Kranken wird die Auswirkung in einem geringen Umfang erwartet, was durchgeführte Szenarioberechnungen bestätigen, sodass die Risikotragfähigkeit der INTER Kranken nicht nachhaltig negativ beeinflusst wird.

Nachhaltigkeitsrisiko


Nachhaltigkeitsrisiko ist definiert als ein Ereignis oder eine Bedingung in den Bereichen Umwelt, Soziales oder Unternehmensführung, dessen bzw. deren Eintreten tatsächlich oder potenziell negative Auswirkungen auf den Wert der Investition oder auf den Wert der Verbindlichkeit haben könnte. Nachhaltigkeitsrisiken bilden keine eigene Risikokategorie, sondern werden als Risikotreiber in bestehenden Risikokategorien berücksichtigt.

Risikotragfähigkeit


Die Risikotragfähigkeit wird als das Verhältnis der Eigenmittel zur Solvabilitätskapitalanforderung ermittelt. Im Geschäftsjahr 2023 erfüllte die INTER Kranken die aufsichtsrechtlichen Solvabilitätsanforderungen. Eine detaillierte Beschreibung der Anforderungen und deren Erfüllung ist im Bericht über die Solvabilität und Finanzlage (SFCR) zu finden.

Zusammenfassende Darstellung der Risikolage


Das Risikomanagementsystem der INTER Kranken beinhaltet neben der regelmäßigen Ermittlung und Steuerung der quantitativen Risikosituation auch die laufende Berichterstattung über die durchgeführten Aktivitäten und Vorsorgemaßnahmen zur Risikobeherrschung. Es ist sichergestellt, dass auch neue Risiken identifiziert, bewertet und in den bestehenden Steuerungskreislauf integriert werden. Plötzlich auftretende Risiken werden über das installierte Ad-hoc-Berichtsverfahren an die RMF und an den Vorstand gemeldet. Die Instrumente zur Risikosteuerung werden kontinuierlich verfeinert. Die INTER Kranken hat zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die maßgeblichen Risiken zu steuern und einer negativen Entwicklung des Unternehmens entgegenzuwirken.


Die mit dem Krieg in der Ukraine und anderen großen geopolitischen Unsicherheiten einhergehenden Auswirkungen auf Politik, Wirtschaft und Finanzmärkte lassen sich nur schwer einschätzen. Aktuell zeigen sich die Auswirkungen vor allem in der höheren Inflation.


Es sind derzeit keine Risiken erkennbar, die den Bestand der INTER Kranken gefährden oder die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich beeinträchtigen.

Verbundene Unternehmen


Der INTER Verein hält am Bilanzstichtag 100% des Grundkapitals der INTER Kranken in Höhe von T€ 5.000. Das Grundkapital ist am Bilanzstichtag in 5.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt und zu 100% eingezahlt.


Der Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nach § 312 AktG schließt mit folgender Erklärung:


"Nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden weder getroffen noch unterlassen."

Prognose- und Chancenbericht

Gesamtwirtschaftliches Umfeld


Die globale Situation im Jahr 2024 ist weiterhin geprägt von geopolitischen Krisen wie dem Krieg in der Ukraine und dem Nahost-Konflikt sowie von den Folgen der Corona-Pandemie und der hohen Inflation.


In Deutschland leidet zu Beginn des Jahres 2024 der private Konsum unter den Kaufkraftverlusten, die sich durch die hohen Kostensteigerungen für Energie und Nahrungsmittel ergeben haben. Im Laufe des Jahres 2024 könnte eine sinkende Inflation für Entlastung sorgen. Der Ausblick für die Exportnachfrage wird durch die Entwicklung der chinesischen Wirtschaft als einer der wichtigsten Handelspartner getrübt. Nach der Insolvenz von Evergrande, einem der größten Immobilienunternehmen der Welt, leiden neben dem Immobiliensektor weitere Branchen unter den Folgen des Zusammenbruchs. Die Konsumentenstimmung in China ist auf einem Tiefpunkt angelangt und der Arbeitsmarkt entwickelt sich negativ. Selbst die Exporte gehen zurück, da vor allem die westlichen Handelspartner die regionalen Wirtschaftsbeziehungen stärken, um Engpässe in den Lieferketten zu reduzieren.


Der Rückgang des ifo-Geschäftsklimaindex im Januar 2024 und die gesunkene Geschäftserwartung zeigen, dass der kurzfristige Ausblick auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland stark gedämpft ist. Neben den hohen Energiepreisen und der schwachen globalen Nachfrage trüben der Arbeitskräftemangel, die hohen Regulierungs- und Steuerbelastungen sowie die nur langsam voranschreitende Digitalisierung die Aussichten auf eine wirtschaftliche Erholung. Die nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts erforderliche Anpassung des Bundeshaushalts für 2024 lässt zudem weniger Spielraum für Impulse durch staatliche Förderprogramme und Investitionen.


Zum Jahresbeginn 2024 hat der Internationale Währungsfonds (IWF) seine Wachstumsprognosen für die europäischen Volkswirtschaften gegenüber den Einschätzungen aus dem Herbst 2023 fast durchgehend gesenkt, während sich die Projektionen für die USA und den asiatischen Raum verbesserten. Für die Weltwirtschaft wird ein Wachstum in Höhe von 3,1% (Vorjahr +3,1%) erwartet. Auf den bedeutendsten Marktplätzen wird der größte Anstieg mit +6,5% (Vorjahr +6,7%) für Indien vorhergesagt. China folgt mit +4,6% (Vorjahr +5,2%) mit einem für seine Verhältnisse unterdurchschnittlichen Wachstum. Für die USA prognostiziert der IWF mit +2,1% (Vorjahr +2,5%) erneut ein höheres Wachstumsniveau als im Euroraum mit +0,9% (Vorjahr +0,5%). Deutschland hinkt trotz einer leichten Erholung weiterhin mit +0,5% (Vorjahr -0,3%) hinterher. Die Prognose für 2024 wurde zuletzt deutlich um 0,4 Prozentpunkte reduziert. Die Bundesregierung geht für 2024 sogar nur von einem Wachstum von +0,2% aus.


Der Arbeitsmarkt zeigt sich ungeachtet der wirtschaftlichen Entwicklung robust. Es wird auch für 2024 ein Zuwachs der Erwerbstätigen bei einer leicht steigenden Arbeitslosenquote in Höhe von 5,9% (Vorjahr 5,7%) erwartet. Die Sparquote wird mit 11,1% auf einem weiterhin hohen Niveau aber leicht niedriger erwartet als im Jahr 2023. Der Verbraucherpreisindex wird voraussichtlich erheblich auf 2,8% (Vorjahr +5,9%) absinken. Damit steigen die Erwartungen auf Zinssenkungen der Zentralbanken auch vor dem Hintergrund der schwächelnden Konjunktur im Euroraum. Die EZB möchte allerdings zunächst die Lohnentwicklung abwarten. Es besteht zusätzlich die Gefahr, dass aufgrund der geopolitischen Risiken kurzfristig der Ölpreis stark ansteigen könnte oder wiederaufkommende Lieferengpässe die Inflation anheben. Die fortwährend inverse Zinskurve zu Beginn des Jahres 2024 ist Ausdruck davon, dass der Markt kurzfristig das Risiko einer Rezession sieht. Der hohe Zinsrückgang in den letzten Monaten des Jahres 2023 zeigt die gestiegene Volatilität an den Anleihemärkten und bildet die Zinssenkungserwartungen ab.


Die Auswirkungen auf die Finanzmärkte und infolgedessen auch auf die Ergebnisse der Kapitalanlagen sind im aktuell von vielen Unsicherheiten geprägten und ungewöhnlich volatilen Umfeld schwer vorhersehbar.


Die Aussagen zum gesamtwirtschaftlichen Umfeld basieren auf den Publikationen "Jahreswirtschaftsbericht 2024" des BMWK , "World Economic Outlook Update, January 2024" des IMF und "Economics & Finance Perspectives Januar 2024" des GDV.

Branchentrends


Im Oktober 2023 beschloss die Bundesregierung eine weitere Anhebung der Versicherungspflichtgrenze für 2024 in Höhe von 4,1%, nachdem sie im Jahr 2023 bereits um 3,5% gestiegen war. Diese Entwicklung erschwert zunehmend den Wechsel in die private Krankenversicherung und dämpft die Wachstumserwartungen der deutschen Krankenversicherungsunternehmen in der Krankheitskostenvollversicherung. Während die allgemeine Stimmungslage zum Jahreswechsel 2023/24 gemäß der Verbandsumfrage des Instituts der deutschen Wirtschaft in der Versicherungswirtschaft besser als ein Jahr zuvor beurteilt wird, sank das Geschäftsklima in der privaten Krankenversicherung im 4. Quartal 2023 sowohl für die Voll- als auch für die Zusatzversicherung beträchtlich ab und lag jeweils weit unter dem langfristigen Mittelwert.


Dennoch wird insgesamt ein überdurchschnittlich hohes Beitragswachstum in Höhe von 4,5% in der Branche Krankenversicherung erwartet. Ein Teil des Beitragswachstums resultiert aus Beitragsanpassungen, die im Jahr 2024 fast die Hälfte der Privatversicherten trifft. Hierin spiegeln sich die steigenden ausgezahlten Leistungen wider, die einerseits durch den medizinischen Fortschritt und andererseits durch die hohe Inflation sowie außergewöhnlich hohe Krankenstände verursacht wurden. Darüber hinaus erweitern immer mehr gesetzlich versicherte Personen ihren Gesundheitsschutz mit Zusatzversicherungen.

Geschäftstendenzen


Die INTER Kranken erwartet ein leicht höheres Neugeschäft als in 2023 und geht in ihren Prognoserechnungen für 2024 von einem unveränderten Zinsniveau bei einer höheren Volatilität der Zinsen, der Aktienkurse und der Risikoaufschläge bei Zinsanlagen aus. Das Unternehmen wird seine sicherheitsorientierte Strategie fortsetzen und die Kapitalanlagen konsequent auf die versicherungstechnischen Verpflichtungen ausrichten. Dabei wird in langlaufende Zinsanlagen mit möglichst sehr guter Bonität investiert. Zentrales Anlageprodukt bleiben Anleihen mit dinglicher Besicherung und Anleihen, die von ausgewählten Staaten des Europäischen Wirtschaftsraums besichert sind. Um nachhaltig eine angemessene laufende Verzinsung des Kapitalanlagebestandes zu erzielen, wird der Portfolioaufbau im Bereich der Alternativen Anlagen fortgeführt. Der angestrebte Asset-Mix trägt zu einer verstärkten Diversifikation der Kapitalanlagen bei, was in der aktuellen, von Unsicherheiten geprägten Phase von besonderer Bedeutung ist.


Im Bestand geht die INTER Kranken für das Jahr 2024 von einem Anstieg der Beitragseinnahmen aus, der wie im Vorjahr +2% beträgt. Das Unternehmen rechnet mit einem moderaten Rückgang der versicherten Personen, sowohl in der Krankheitskostenvoll- als auch in der Zusatzversicherung. Die Aufwendungen für Versicherungsfälle werden signifikant steigen. Die Verwaltungskostenquote wird knapp über dem Wert des Vorjahres erwartet. Der Personalbestand im Innendienst wird sich aufgrund der Altersstruktur im Unternehmen leicht reduzieren.


Das Kapitalanlageergebnis wird mit einer Nettoverzinsung in Höhe von 3,9% deutlich besser ausfallen als im Vorjahr. Das Unternehmen prognostiziert höhere Erträge aus Alternativen Anlagen und dadurch eine signifikant höhere laufende Durchschnittsverzinsung in Höhe von rund 4,0%.


Der Rohüberschuss wird sich aufgrund der steigenden Leistungszahlungen beträchtlich reduzieren. Das Unternehmen prognostiziert eine Rohüberschussquote von 14% bei einer nahezu konstanten Eigenkapitalquote in Höhe von 36%. Die RfB-Quote wird signifikant sinken, da mehr Mittel zur Limitierung der Beitragsanpassung eingesetzt werden sollen.


Die tatsächlichen Entwicklungen und Ergebnisse können von den vorgenannten Prognosen abweichen, vor allem dann, wenn sich Planannahmen in der Realität als nicht zutreffend erweisen sollten.

Chancenbericht


Das von der Bundesregierung vorgeschlagene Wachstumschancengesetz soll die privaten Investitionen erhöhen. Zudem soll durch Maßnahmen das Angebot an Arbeitskräften aus dem In- und Ausland gesteigert werden. Dies könnte zu einer steigenden Nachfrage führen.


Zudem erhalten weltweit Projekte eine höhere Bedeutung, die die Abhängigkeiten der jeweils lokalen Wirtschaft mindern. Darüber hinaus soll mit dem Genehmigungsbeschleunigungsgesetz in der Bundesrepublik Deutschland die schnellere Umsetzung von Infrastrukturprojekten gefördert werden. Dies würde zu besseren Investitionsmöglichkeiten im Bereich der Alternativen Anlagen mit hohen Renditechancen führen.


Bleibt der Arbeitsmarkt weiterhin stabil und zusätzlich als Lehre aus der Pandemie das Bewusstsein für die Bedeutung des Gesundheitsschutzes hoch, kann dies ein Anschub für die Nachfrage nach Krankheitskostenabsicherung sein.


Das gestiegene Zinsniveau müsste die Profitabilität von Personenversicherungen unterstützen und langfristig zur Beitragsstabilität in der privaten Krankenversicherung beitragen.


Neben den externen Einflüssen bieten sich der INTER Kranken Chancen aus der geplanten Vermögensvollübertragung der FAMK auf die INTER Kranken. Neben der Erweiterung des Kundenbestands und der Erhöhung des Marktanteils könnten durch Synergieeffekte Kosten eingespart und höhere Überschüsse zugeteilt werden, so dass sich die Produkte im Wettbewerbsvergleich verbessern könnten. Darüber hinaus ergänzt der spezielle Beamtentarif der FAMK das Produktportfolio der INTER Kranken. Diese Effekte könnten einen positiven Einfluss auf die Neugeschäftsentwicklung des Unternehmens nehmen. Darüber hinaus bietet die Strategie der INTER Kranken Chancen aus dem Unternehmen heraus. In den vier Perspektiven Profitabilität, Kundenzufriedenheit, Prozesse und Mitarbeiter entwickelt sich das Unternehmen gezielt weiter. Die Kundenzufriedenheit spielt für das Unternehmen eine zentrale Rolle bei der Kundengewinnung und -bindung. So hat das Unternehmen die IT-Infrastruktur modernisiert und wird die Ablösung der bisherigen Bestandsführungssysteme durch eine moderne, zukunftsfähige Software 2024 abschließen. Gelingt auf Basis dieses Systemwechsels schneller als erwartet die Erhöhung des Automatisierungsgrads, könnte der verbesserte Service gegenüber Kunden und Vertriebspartnern vorzeitig wirken. Zudem könnten gleichzeitig durch Kosteneinsparungen günstigere Preise kalkuliert werden, die die Wettbewerbsposition der Produkte verbessern.


Durch die Weiterentwicklung des ganzheitlichen Beratungsansatzes werden Kunden bedarfsorientiert versorgt, was zu deren Gesamtzufriedenheit beiträgt. Gelingt es, die Anzahl der Vertriebspartner auszuweiten und die Kundenzufriedenheit zu erhöhen, wird dies einen positiven Einfluss auf die Neugeschäftsentwicklung des Unternehmens nehmen.


Chancen ergeben sich darüber hinaus aus der Kapitalanlage. Werden bessere Kapitalanlageergebnisse erzielt als geplant, können noch mehr finanzielle Mittel zur Sicherung der Beitragsstabilität eingesetzt werden. Neben der höheren Kundenzufriedenheit im Bestand könnte dies wirksame Wachstumsimpulse durch attraktivere Konditionen für Neukunden ermöglichen.

Zusammenfassung


Die INTER Kranken bietet ihren Kunden modernen, leistungsstarken Versicherungsschutz und professionellen Service. Mit neuen, zukunftsfähigen Produkten, kundenorientierten Geschäftsprozessen, innovativer Technologie und einer modernen Vertriebsstruktur ist die Gesellschaft gut auf branchenweite Herausforderungen vorbereitet und blickt zuversichtlich in das Geschäftsjahr 2024.


Sowohl die sehr guten Ratingergebnisse als auch die zahlreichen positiven Produktbewertungen unabhängiger Dritter sind aussagekräftige Belege für den anhaltenden Erfolgskurs der INTER Kranken. Die erfreulichen Geschäftsergebnisse der vergangenen Jahre belegen die Nachhaltigkeit des Geschäftsmodells.


Der Weg des ertragsorientierten Wachstums der INTER Kranken wird auch im Jahr 2024 fortgesetzt. Zusätzlich wird die im Rahmen einer Vermögensvollübertragung angestrebte Übernahme der Freie Arzt- und Medizinkasse (FAMK) im Jahr 2024 für anorganisches Wachstum sorgen.

 

Mannheim, den 26.03.2024


INTER Krankenversicherung AG


Der Vorstand

Dr. Koryciorz Schillinger Svenda

Entgeltbericht

Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit


"Der Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit" stellt Maßnahmen zur Förderung der Gleichstellung von Frauen und Männern, deren Wirkungen sowie Maßnahmen zur Herstellung der Entgeltgleichheit für Frauen und Männer dar. Er muss nach Geschlecht aufgeschlüsselte Angaben zur durchschnittlichen Gesamtzahl der Beschäftigten sowie zur durchschnittlichen Zahl der Vollzeit- und Teilzeitbeschäftigten enthalten.

Maßnahmen zur Förderung von Entgeltgleichheit und deren Wirkung


Die INTER Kranken ist Mitglied im Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland. Als Mitgliedsunternehmen finden für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Tarifverträge für die private Versicherungswirtschaft Anwendung. Das für die INTER Kranken geltende Tarifwerk sowie die mit dem Betriebsrat durchgeführte Eingruppierungspraxis stellt die Entgeltgleichheit für Männer und Frauen sicher, so dass keine zusätzlichen Maßnahmen zur Einhaltung und Förderung von Entgeltgleichheit zwischen Frauen und Männern erforderlich sind. Das Vergütungssystem für außertarifliche Angestellte richtet sich nach marktbezogenen, geschlechtsneutralen Kriterien. Ein jährlicher Vergütungsbenchmark in der Versicherungswirtschaft stellt sicher, dass sich die Vergütung vergleichbarer Funktionen marktgerecht und geschlechtsneutral entwickelt. Darüber hinaus stellen die im Rahmen der Anforderungen von Solvency II angefertigten internen Leitlinien zur Vergütungspolitik die erforderliche Transparenz her.

Maßnahmen zur Förderung von Gleichstellung und deren Wirkung


Der Frauenanteil bei der INTER Kranken beträgt 60%, während rund 18% der Führungspositionen von Frauen besetzt werden. Das Unternehmen hat erkannt, dass diese Zahlen nicht den realgesellschaftlichen Gegebenheiten entsprechen. Mittelfristig möchte die INTER Kranken daher weitere Maßnahmen ergreifen, die Diversität in der Belegschaft zu fördern und zu nutzen.


Im Zuge des Wandels der Arbeitswelt hin zu mehr mobilem Arbeiten zeigen Studien tendenziell eine Verschärfung der Ungleichheit zwischen den Geschlechtern, beispielsweise im Hinblick auf die Übernahme von Sorgearbeit. Bei der Förderung von Chancengleichheit legt die INTER Kranken daher einen Fokus auf die Unterstützung einer guten Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben.


Hierzu zählen:

Betriebsvereinbarung zur Arbeitszeitflexibilisierung für die Direktion in Mannheim mit individuellem Arbeitszeitkonto

Betriebsvereinbarung zur Mobilarbeit mit hoher Flexibilität (80% der Wochenstunden in Mobilarbeit an privaten Orten deutschlandweit möglich)

Rückkehrgarantie nach bis zu 12 Monaten Elternzeit auf den gleichen Arbeitsplatz;

Flexible Teilzeitmodelle (u. a. für Führungspositionen)

3 Monate Auszeit (Sabbatical)

Sonderurlaub zu besonderen Anlässen wie Umzug, Hochzeit oder der Geburt eines Kindes

Bildungszeit

Geburtsgeld (250 €)

umfangreicher Familienservice mit Beratungs‐ und Vermittlungsleistungen in den Bereichen Elternschaft und Pflege sowie einem Ferienbetreuungsangebot

Vortragsangebote zu den Themen Lebensberatung, Pflege und Elternschaft

Eltern-Kind-Arbeitszimmer

Mittagessen mit der Familie im Betriebsrestaurant

die kostenlose Nutzung des INTER Fitnessstudios in der Direktion sowie Angebote des Betriebssport

Rahmenvereinbarung mit der "Deutsche Dienstrad" für das Leasing von Diensträdern

Job‐Ticket

Paketannahmeservice

Reha-/Rentenberatung durch einen Berater der Deutschen Rentenversicherung

Statistische Daten zu den Beschäftigten der INTER Krankenversicherung AG

im Jahresdurchschnitt 2023 2022
Anzahl der Beschäftigten 1.092 1.148
davon Frauen 651 684
davon Männer 442 464
Anzahl der Vollzeitbeschäftigen 775 830
davon Frauen 363 395
davon Männer 412 435
Anzahl der Teilzeitbeschäftigten 318 318
davon Frauen 288 289
davon Männer 30 29

Bilanz zum 31.12.2023

AKTIVSEITE

Vorjahr
T€ T€ T€ T€ T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
I. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.804 5.631
B. Kapitalanlagen
I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.505 98.189
II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.739.642 2.440.724
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.410.564 2.389.725
3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen 250 256
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1.203.613 1.268.887
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 194.209 180.199
1.397.822 1.449.086
5. Einlagen bei Kreditinstituten 47.000 93.401
6. Andere Kapitalanlagen 642 658
6.595.920 6.373.849
6.686.425 6.472.038
C. Forderungen
I. Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft an:
1. Versicherungsnehmer 2.897 1.224
2. Versicherungsvermittler 1.072 1.039
3.969 2.263
II. Sonstige Forderungen 53.466 50.336
davon:
an verbundene Unternehmen T€ 45.283 (Vorjahr T€ 41.036) 57.435 52.598
D. Sonstige Vermögensgegenstände
I. Sachanlagen und Vorräte 2.047 2.812
II. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand 8.660 36.842
III. Andere Vermögensgegenstände 15.017 9.899
E. Rechnungsabgrenzungsposten
I. Abgegrenzte Zinsen und Mieten 51.128 52.048
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten 12.704 13.581
63.832 65.629
F. Aktive latente Steuern 20.340 8.797
G. Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung 124 114
Summe der Aktiva 6.858.683 6.654.360


Ich bestätige hiermit entsprechend § 128 Abs. 5 VAG, dass das Sicherungsvermögen vorschriftsmäßig angelegt und aufbewahrt ist.

 

Mannheim, den 26.03.2024


Der Treuhänder

Martin

PASSIVSEITE

Vorjahr
T€ T€ T€ T€ T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 5.000 5.000
II. Kapitalrücklage 201.180 201.180
III. Gewinnrücklagen
1. Andere Gewinnrücklagen 69.320 61.320
IV. Jahresüberschuss 8.400 10.000
283.900 277.500
B. Versicherungstechnische Rückstellungen
I. Beitragsüberträge
1. Bruttobetrag 6.826 6.340
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft
0 0
6.826 6.340
II. Deckungsrückstellung
1. Bruttobetrag 6.019.198 5.797.739
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft
0 0
6.019.198 5.797.739
III. Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
1. Bruttobetrag 177.604 193.409
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft
0 0
177.604 193.409
IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
1. erfolgsabhängige
a) Bruttobetrag 307.237 315.115
b) davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
307.237 315.115
2. erfolgsunabhängige
a) Bruttobetrag 8.341 9.503
b) davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene Versicherungsgeschäft 0 0
8.341 9.503
315.578 324.618
V. Sonstige versicherungstechnische Rückstellungen
1. Bruttobetrag 493 678
2. davon ab: Anteil für das in Rückdeckung gegebene
Versicherungsgeschäft
0 0
493 678
6.519.699 6.322.783
C. Andere Rückstellungen
I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche
Verpflichtungen
317 315
II. Steuerrückstellungen 32 1.023
III. Sonstige Rückstellungen 12.416 13.672
12.764 15.010
D. Andere Verbindlichkeiten
I. Verbindlichkeiten aus dem selbst abgeschlossenen
Versicherungsgeschäft gegenüber
1. Versicherungsnehmern 26.115 23.988
2. Versicherungsvermittlern 2.348 2.310
28.463 26.299
II. Sonstige Verbindlichkeiten 8.951 9.322
davon:
gegenüber verbundenen Unternehmen T€ 2.517 (Vorjahr T€ 2.232)
aus Steuern T€ 1.096 (Vorjahr T€ 1.859)
im Rahmen der sozialen Sicherheit T€ 4
(Vorjahr T€ 1)
37.414 35.621
E. Rechnungsabgrenzungsposten 4.905 3.446
Summe der Passiva 6.858.683 6.654.360


Es wird bestätigt, dass die in der Bilanz unter dem Posten B.II. der Passiva eingestellte Deckungsrückstellung unter Beachtung von § 341f HGB sowie nach § 156 Abs. 2 Nr. 2 VAG berechnet worden ist. Für eine Mitversicherung wurden die Angaben des Konsortialführers übernommen.

 

Mannheim, den 26.03.2024


Der Verantwortliche Aktuar

Thor, Diplom-Mathematiker

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.01. bis 31.12.2023

Vorjahr
T€ T€ T€ T€
I. Versicherungstechnische Rechnung
1. Verdiente Beiträge für eigene Rechnung
a) Gebuchte Bruttobeiträge 766.578 751.940
b) Abgegebene Rückversicherungsbeiträge 0 0
766.578 751.940
c) Veränderung der Bruttobeitragsüberträge 486 48
766.091 751.893
2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung 92.059 23.136
3. Erträge aus Kapitalanlagen
a) Erträge aus anderen Kapitalanlagen
davon:
aus verbundenen Unternehmen T€ 0 (Vorjahr T€ 0)
aa) Erträge aus Grundstücken, grundstücksgleichen Rechten und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 6.116 6.124
bb) Erträge aus anderen Kapitalanlagen 233.099 276.598
b) Erträge aus Zuschreibungen 0 0
c) Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen 560 8.496
239.775 291.218
4. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung 8.385 5.233
5. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung
a) Zahlungen für Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag 678.002 602.524
bb) Anteil der Rückversicherer 0 0
678.002 602.524
b) Veränderung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte
Versicherungsfälle
aa) Bruttobetrag -15.805 31.202
bb) Anteil der Rückversicherer 0 0
-15.805 31.202
662.197 633.726
6. Veränderung der übrigen versicherungstechnischen Netto-Rückstellungen
a) Deckungsrückstellung
aa) Bruttobetrag 221.459 190.698
bb) Anteil der Rückversicherer 0 0
221.459 190.698
b) Sonstige versicherungstechnische Netto-Rückstellungen -172 -185
221.287 190.513
7. Aufwendungen für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung für eigene Rechnung
a) erfolgsabhängige 108.255 108.278
b) erfolgsunabhängige 735 2.938
108.990 111.216
8. Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb für eigene Rechnung
a) Abschlussaufwendungen 60.729 59.172
b) Verwaltungsaufwendungen 18.779 20.446
79.508 79.618
c) davon ab: Erhaltene Provisionen und Gewinnbeteiligungen aus dem in Rückdeckung gegebenen Versicherungsgeschäft 0 0
79.508 79.618
9. Aufwendungen für Kapitalanlagen
a) Aufwendungen für die Verwaltung von Kapitalanlagen, Zinsaufwendungen und sonstige Aufwendungen für die Kapitalanlagen 4.785 4.855
b) Abschreibungen auf Kapitalanlagen 10.859 5.997
c) Verluste aus dem Abgang von Kapitalanlagen 78 3.111
15.722 13.963
10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung 2.439 2.792
11. Versicherungstechnisches Ergebnis für eigene Rechnung 16.167 39.652
II. Nichtversicherungstechnische Rechnung
1. Sonstige Erträge 44.293 40.317
2. Sonstige Aufwendungen 54.915 55.697
-10.622 -15.380
3. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit 5.545 24.272
4. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.114 13.716
davon Ertrag aus latenten Steuern T€ 11.543 (Vorjahr Aufwand T€ 3.431)
5. Sonstige Steuern 259 557
-2.855 14.272
6. Jahresüberschuss 8.400 10.000

Anhang

Angaben zur Identifikation gemäß § 264 Abs. 1a HGB


Die INTER Krankenversicherung AG, Mannheim, ist beim Amtsgericht Mannheim unter der Nummer HRB 723887 eingetragen.

Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Maßgebende Rechnungslegungsvorschriften


Der Jahresabschluss wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG), des Versicherungsaufsichtsgesetzes (VAG) und der Verordnung über die Rechnungslegung von Versicherungsunternehmen (RechVersV) aufgestellt.

Immaterielle Vermögensgegenstände


Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögensgegenstände wurden zu Anschaffungskosten nach Abzug linearer Abschreibungen gem. der im System hinterlegten amtlichen AfA-Tabellen bewertet.

Kapitalanlagen


Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB grundsätzlich mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei Gebäuden im Anlagevermögen, für die eine Restnutzungsdauer bestimmt werden kann, wurden die Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten um lineare Abschreibungen entsprechend ihrer voraussichtlichen betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer reduziert. Bei voraussichtlich dauernder Wertminderung wurden außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Dabei wurden Gebäude- und Grundstückswerte getrennt betrachtet. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde in allen Fällen beachtet.


Anteile oder Aktien an Investmentvermögen wurden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Der Bestand an Fonds, die in Alternative Anlagen investieren, sowie das Renten-Spezialsondervermögen wurden dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Bewertung erfolgte demzufolge gemäß § 341b Abs. 2 2. Halbsatz HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde in allen Fällen beachtet.


Die ausgewiesenen Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere wurden grundsätzlich mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Sie wurden ausnahmslos dazu bestimmt, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen. Die Bewertung erfolgte demzufolge gemäß § 341b Abs. 2 2. Halbsatz HGB nach dem gemilderten Niederstwertprinzip. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet. Außerdem erfolgte die Bewertung der Inhaberschuldverschreibungen mit laufenden Zinszahlungen mit den Anschaffungskosten zuzüglich bzw. abzüglich einer Amortisation von Agien und Disagien unter Anwendung der Effektivzinsmethode analog § 341c Abs. 3 HGB.


Die Bewertung von Inhaberschuldverschreibungen und von Namensschuldverschreibungen ohne laufende Zinszahlungen (Zeros) erfolgte mit den Anschaffungskosten zuzüglich der bis zum Geschäftsjahresende kumulierten Zinsansprüche (Aufzinsung).


Hypotheken- und Grundschuldforderungen wurden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gemäß § 341b Abs. 1 Satz 2 HGB wurde das gemilderte Niederstwertprinzip angewendet. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.


Die Bewertung der Namensschuldverschreibungen erfolgte gemäß § 341c Abs. 1 HGB jeweils zum Nennwert. Die sich bei der Auszahlung von Namensschuldverschreibungen ergebenden Disagio-bzw. Agiobeträge wurden gemäß § 341c Abs. 2 HGB passiv bzw. aktiv abgegrenzt und planmäßig aufgelöst. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.


Bei Schuldscheinforderungen und Darlehen wurden die Anschaffungskosten zuzüglich oder abzüglich der kumulierten Amortisation, der Differenz zwischen Anschaffungskosten und dem Rückzahlungsbetrag, unter Anwendung der Effektivzinsmethode gemäß § 341c Abs. 3 HGB angesetzt. Die Abschreibungspflicht bei dauerhaften Wertminderungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz 5 HGB auf den beizulegenden niedrigeren Zeitwert wurde berücksichtigt. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.


Die Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Abschreibungspflicht bei einem niedrigeren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag gem. § 253 Abs. 4 HGB wurde beachtet.


Die Bewertung der anderen Kapitalanlagen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 1 HGB zu den Anschaffungskosten, sofern keine Abschreibungen aufgrund dauerhafter Wertminderung vorzunehmen waren. Das Wertaufholungsgebot des § 253 Abs. 5 Satz 1 HGB wurde beachtet.

Forderungen


Forderungen aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft wurden mit dem Nominalwert bewertet. Soweit Bonitätsrisiken vorlagen, wurden Einzelwertberichtigungen in Höhe der befürchteten Zahlungs- und Zinsausfälle gebildet.


Sonstige Forderungen wurden mit dem Nominalwert ausgewiesen. Erforderliche Wertberichtigungen wurden auf Basis von Einzel- und Pauschalwertberichtungen vorgenommen. Sämtliche als uneinbringlich erkannten Forderungen wurden abgeschrieben.

Sonstige Vermögensgegenstände


Die Sachanlagen und Vorräte wurden zu Anschaffungskosten und nach Abzug linearer Abschreibungen gem. der im System hinterlegten amtlichen AfA-Tabellen bewertet. Die geringwertigen Wirtschaftsgüter wurden in dem jeweiligen Geschäftsjahr in voller Höhe abgeschrieben. Vorräte wurden nach einem Pauschalverfahren in Abhängigkeit vom unterjährigen Beschaffungsvolumen bewertet. Laufende Guthaben bei Kreditinstituten, Scheck- und Kassenbestand wurden mit dem Nominalwert angesetzt.


Andere Vermögensgegenstände wurden mit dem Nominalwert ausgewiesen.

Rechnungsabgrenzungsposten


Abgegrenzte Zinsen, die auf das Geschäftsjahr entfallen, aber noch nicht fällig sind, wurden zeitanteilig mit dem Nominalwert bewertet. Sonstige aktive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Aktive latente Steuern


Für die voraussichtliche Entlastung in den folgenden Geschäftsjahren wurde gemäß § 274 HGB ein Abgrenzungsposten für aktive latente Steuern gebildet. Zum 31.12.2023 errechneten sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen im Wesentlichen aus den Grundstücken, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle, den Rückstellungen für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattungen, der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen, den sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 20.340 (Vorjahr T€ 8.797). Der Bewertung lag ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 65.435 (Vorjahr T€ 28.420) und ein Steuersatz von 31,09% (Vorjahr 30,96%) zugrunde.

Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung


Für die Pensionsrückstellungen wurden Rückdeckungsversicherungen verpfändet. Die verpfändete Rückdeckungsversicherungen wurden gemäß § 253 Abs. 1 Satz 4 HGB mit dem beizulegenden Zeitwert in Höhe von T€ 1.932 (Vorjahr T€ 1.883) bewertet und gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit der entsprechenden Verpflichtung in Höhe von T€ 2.249 (Vorjahr T€ 2.198) verrechnet.


Erträge in Höhe von T€ 226 (Vorjahr T€ 217) wurden mit Aufwendungen in Höhe von T€ 167 (Vorjahr T€ 382) verrechnet.


Der diese Pensionsrückstellungen übersteigende Betrag des Deckungsvermögens ist nach § 246 Abs. 2 Satz 3 HGB unter dem Posten "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auszuweisen.

Versicherungstechnische Rückstellungen


Bei der Ermittlung der versicherungstechnischen Rückstellungen wurden die allgemeinen Bilanzierungsgrundsätze des § 341e HGB beachtet.


Die Beitragsüberträge wurden auf Vertragsebene auf das Jahresende abgegrenzt. Bei der Ermittlung der übertragsfähigen Beitragsteile wurde unter Berücksichtigung der Provision das Schreiben des Bundesministers der Finanzen vom 30. April 1974 beachtet. Die kalkulatorische Deckungsrückstellung wurde unter Beachtung von § 341f HGB nach der prospektiven Methode als Barwert der künftigen Versicherungsleistungen, vermindert um den Barwert der künftigen gezillmerten Nettoprämien, nach Maßgabe der technischen Berechnungsgrundlagen der einzelnen Tarife ermittelt. Darüber hinaus umfasst die Deckungsrückstellung Zuschreibungen gemäß § 149 und § 150 Abs. 2 VAG, die dem Aufbau einer Anwartschaft auf Beitragsermäßigung im Alter dienen. Dieser Anteil wurde nach der retrospektiven Methode ermittelt.


Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurde gemäß dem Näherungsverfahren nach § 341g Abs. 3 HGB i. V. m. § 26 RechVersV entsprechend gebildet. Dem Näherungsverfahren liegen geschätzte Zahlungen für Versicherungsfälle der ersten drei Monate des folgenden Geschäftsjahres zugrunde. Regressforderungen wurden gekürzt. Die Rückstellung für Schadenregulierungsaufwendungen wurde in Anlehnung an das BMF-Schreiben vom 02.02.1973 pauschal ermittelt auf der Grundlage des Verhältnissatzes von Schadenregulierungsaufwendungen zu Schadenaufwendungen des Geschäftsjahres.


Die Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurde gemäß § 341e Abs.2 Nr.2 HGB gebildet. Zusätzlich enthält sie seit dem Geschäftsjahr 2012 Mittel für die Pflegepflichtversicherung entsprechend dem initialen Poolvertrag vom 30.11.2012 in der aktuellen Fassung.


Die Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung wurde aufgrund der Bestimmungen des § 150 Abs. 4 VAG ermittelt. Weiterhin umfasste sie den Bedarf für die tariflich garantierte Beitragsrückerstattung und die vertraglich vereinbarte Überschussbeteiligung aus Kollektivverträgen. Diese wurden anhand des tariflichen Anspruchssatzes und der Erfahrung der Vorjahre geschätzt.


Die sonstigen versicherungstechnischen Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Unter diesen wird u.a. die Stornorückstellung gemäß §31 RechVersV ausgewiesen.

Andere Rückstellungen


Die Berechnung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach dem international üblichen "projected unit credit"-Verfahren (PUC-Methode) in Verbindung mit § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB auf der Grundlage der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck. Neben gegenwärtigen wurden auch künftige Entwicklungen und Trends berücksichtigt. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde auf Basis des Zinssatzes mit Stand November 2023 eine Projektion des Zinssatzes zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Zinsniveaus vorgenommen. Mögliche Abweichungen sind unwesentlich.


Verpflichtungen aus Zusagen infolge Gehaltsumwandlungen wurden in die Bewertung einbezogen. Gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB unterliegt der Unterschiedsbetrag zwischen der Ermittlung mit einem Sieben-Jahresdurchschnittszins (1,75%) und dem Zehn-Jahresdurchschnittszins einer Ausschüttungssperre. Dabei wurde ein von der Deutschen Bundesbank abweichender Zinssatz verwendet. Die Abweichung ist unwesentlich.


Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:

Bewertungsverfahren Project Unit Credit (PUC)
Biometrie HEUBECK-RICHTTAFEL 2018 G
Rententrend 2,00% (Durchschnitt)
Bewertung Witwen-/Witwerrenten kollektive Methode
Zinssatz 1,78% zum 01.01.2023
1,83% zum 31.12.2023


Das der Bewertung zugrunde liegende rechnerische Pensionsalter entspricht dem Zeitpunkt der frühestmöglichen Inanspruchnahme einer vorzeitigen Altersrente aus der gesetzlichen Rentenversicherung.


Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen aus Gehaltsumwandlung wurden mit dem Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen gemäß § 253 Abs. 1 Satz 3 HGB bewertet und mit dem Aktivwert dieser Vermögensgegenstände gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB verrechnet, da diese durch die Abtretung der Versicherungsleistungen an die Mitarbeiter dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind.


Die Bewertung der Rückstellung für Jubiläen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB analog zur Pensionsrückstellung. Bezüglich der verwendeten versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen wird auf diese Ausführungen verwiesen. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde auf Basis des Zinssatzes mit Stand November 2023 eine Projektion des Zinssatzes zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Zinsniveaus vorgenommen. Mögliche Abweichungen sind unwesentlich.


Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:

Bewertungsverfahren Project Unit Credit (PUC)
Biometrie HEUBECK-RICHTTAFEL 2018 G
Gehaltsdynamik 2,00 %
Zinssatz 1,44 % zum 01.01.2023
1,75 % zum 31.12.2023


Die berücksichtigte Fluktuation wird gemäß den Heubeck Richttafeln 2018 G berücksichtig. Als rechnungsmäßiges Endalter (spätester Zeitpunkt, zu dem eine Jubiläumsleistung berücksichtigt wird) gilt die Regelaltersgrenze der gesetzlichen Rentenversicherung abzgl. 2 Jahre.


Die Bewertung der Rückstellung für eine Vorruhestandsverpflichtung erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB analog zur Pensionsrückstellung. Bezüglich der verwendeten versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen wird auf diese Ausführungen verwiesen. Die Abzinsung erfolgte mit dem von der Bundesbank gemäß der RückAbzinsVO veröffentlichten durchschnittlichen Zinssatz der letzten sieben Jahren für eine Restlaufzeit der Verpflichtung von drei Jahren.


Es wurden nachstehende versicherungsmathematische Parameter für die Ermittlung der Verpflichtungen verwendet:

Pensionsalter 63 Jahre
Zinssatz 0,67 % zum 01.01.2023
1,07 % zum 31.12.2023


Die Bewertung der Rückstellung für die Verpflichtung zur Zahlung von Altersteilzeitleistungen erfolgte gemäß § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 253 Abs. 2 Satz 1 HGB analog zur Pensionsrückstellung. Bezüglich der verwendeten versicherungsmathematischen Rechnungsgrundlagen wird auf diese Ausführungen verwiesen. Die Ermittlung erfolgt ausschließlich auf Basis des Blockmodells, dass eine Aufteilung in eine Arbeitsphase und eine Freistellungsphase vorsieht. Für die Bewertung zum 31. Dezember 2023 wurde auf Basis des Zinssatzes mit Stand Oktober 2023 eine Projektion des Zinssatzes zum 31. Dezember 2023 unter Berücksichtigung des gegenwärtigen Zinsniveaus vorgenommen.


Sofern im Einzelfall die Restlaufzeit der Altersteilzeitverpflichtung weniger als 12 Monate beträgt, wird bei der Rückstellungsermittlung keine Abzinsung berücksichtigt.

Gehaltsdynamik 2,00%
Zinssatz 1.07 % zum 31.12.2023


Alle anderen Rückstellungen wurden nach § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt und, falls die Laufzeiten mehr als ein Jahr betragen, gemäß § 253 Abs. 2 HGB mit dem der Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Andere Verbindlichkeiten


Die Verbindlichkeiten wurden mit den Erfüllungsbeträgen bewertet. In der Bilanz sind weder Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als fünf Jahren noch Verbindlichkeiten, die durch Pfandrechte oder ähnliche Rechte gesichert sind, enthalten.


Es handelt sich ausschließlich um kurzfristige Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von unter einem Jahr.

Rechnungsabgrenzungsposten


Im Voraus erhaltene Zinsen und Mieten sowie sonstige passive Rechnungsabgrenzungsposten wurden mit den Nominalbeträgen angesetzt.

Währungsumrechnungen


Für die in fremder Währung abgeschlossenen Kapitalanlagen werden die Aktiva und Passiva in der jeweiligen ausländischen Währung geführt. Zur Erstellung des Jahresabschlusses wurden diese Posten gemäß § 256a HGB zum Devisenkassamittelkurs des Bilanzstichtages in Euro umgerechnet. Ergebniseffekte bei Kapitalanlagen aufgrund von Währungskursschwankungen werden innerhalb der Zu- und Abschreibungen bzw. Gewinne und Verluste auf Kapitalanlagen ausgewiesen.

Aktiva - Entwicklung der Aktivposten A., B.I. bis B.II. im Geschäftsjahr 2023

Bilanzwerte Vorjahr Zugänge 1) Umbuchungen Abgänge Zuschreibungen 3) Abschreibungen 3)
T€ T€ T€ T€ T€ T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 5.631 1.548 0 909 0 1.467
2. Summe A. 5.631 1.548 0 909 0 1.467
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2) 98.189 920 0 0 0 8.603
B.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.440.724 382.555 0 81.740 0 1.897
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.389.725 107.087 0 85.906 0 342
3. Hypotheken-, Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen
256 0 0 6 0 0
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1.268.887 14.727 0 80.000 0 0
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 180.199 24.009 0 10.000 0 0
5. Einlagen bei Kreditinstituten 93.401 0 0 46.401 0 0
6. Andere Kapitalanlagen 658 0 0 0 0 16
7. Summe B.II. 6.373.849 528.379 0 304.053 0 2.255
Insgesamt 6.477.669 530.846 0 304.961 0 12.325
Bilanzwerte
Geschäftsjahr
T€
A. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 4.804
2. Summe A. 4.804
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 2) 90.505
B.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.739.642
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.410.564
3. Hypotheken-, Grundschuld- und
Rentenschuldforderungen
250
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1.203.613
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 194.209
5. Einlagen bei Kreditinstituten 47.000
6. Andere Kapitalanlagen 642
7. Summe B.II. 6.595.920
Insgesamt 6.691.229

1) davon Zerozinszuschreibungen in Höhe von T€ 3.747
2) davon eigengenutzte Grundstücke und Bauten in Höhe von T€ 42.934
3) davon Devisenabschreibungen in Höhe von T€ 342

Angaben zur Bilanz

AKTIVA

I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken


Der Bilanzposten wies in Summe Buchwerte in Höhe von T€ 90.505 (Vorjahr T€ 98.189) und Marktwerte in Höhe von T€ 118.443 (Vorjahr T€ 126.742) aus.


In diesem Posten waren Grundstücke mit Buchwerten in Höhe von T€ 76.724 (Vorjahr T€ 60.369) enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von T€ 29.007 auswiesen. Für Immobilien mit Buchwerten in Höhe von T€ 13.780 (Vorjahr T€ 37.820) lag der Zeitwert um T€ 1.068 unter dem Buchwert.


Das Unternehmen geht davon aus, dass die verbleibenden stillen Lasten nicht dauerhaft waren, weil entweder Wertsteigerungen erwartet werden oder die laufenden Abschreibungen den Buchwert senken werden.


Außerdem gab es ordentliche Abschreibungen in Höhe von T€ 2.723 und außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von T€ 5.881.


Der Bilanzwert der überwiegend eigengenutzten Grundstücke und Bauten betrug T€ 42.934 (Vorjahr T€ 59.140).

II. 1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere


Der Bilanzposten wies in Summe Buchwerte in Höhe von T€ 2.739.642 (Vorjahr T€ 2.440.724) aus.


Der Fondsbestand, der in Alternative Anlagen investiert, wurde nach den Vorschriften für das Anlagevermögen bewertet und hatte Marktwerte in Höhe von T€ 2.639.238 (Vorjahr T€ 2.364.489). Darin waren zum einen Vermögenswerte mit einem Buchwert in Höhe von T€ 1.660.242 (Vorjahr T€ 1.641.777) enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von T€ 462.320 auswiesen. Zum anderen waren Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€ 530.224 (Vorjahr T€ 249.772) enthalten, bei denen durch die Zuordnung zum Anlagevermögen Abschreibungen in Höhe von T€ 13.549 vermieden wurden.


Diese Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft beurteilt, da es sich um Fonds handelt, die eine langfristige Anlagestrategie verfolgen und durch zukünftige Investitionen ein hohes Wertaufholungspotenzial beinhalten. Das Renten-Spezialsondervermögen wies bei einem Buchwert in Höhe von T€ 549.175 Stille Reserven in Höhe von T€ 2.164 aus.


Im Geschäftsjahr gab es keine Devisenabschreibungen, welche den Buchwert reduzierten (Vorjahr Reduzierung um T€ 372).


Der Bilanzposten wird aufgrund der ausstehenden Kapitalzusagen in Höhe von T€ 1.127.178 weiterwachsen.

Angaben zu den Investmentvermögen nach § 285 Nr. 26 HGB

Buchwerte Zeitwerte Bewertungsreserven Ausschüttung
2023 2023 2023 2023
T€ T€ T€ T€
Zinsanlagen 549.175 551.339 2.164 18.718
Private Debt Corporates 117.865 118.493 628 3.806
Private Debt Real Estate 170.120 169.613 -507 778
Private Real Estate 302.836 301.243 -1.593 6.297
Private Equity 532.234 728.522 196.289 9.406
Private Infrastructure 84.200 97.581 13.381 820


Die Anteile am Renten-Spezialfonds können täglich an die das Sondervermögen verwaltende Kapitalanlageverwaltungsgesellschaft zurückgegeben werden.


Die Anteile an den Immobilien-Spezialfonds können grundsätzlich täglich an die das Sondervermögen verwaltende Kapitalanlageverwaltungsgesellschaft zurückgegeben werden. Die Rückgabe der Anteile kann aufgeschoben werden, wenn außergewöhnliche Umstände oder eine unzureichende Liquiditätslage vorliegen, die eine Aufschiebung unter Berücksichtigung der Interessen der Anleger erforderlich erscheinen lassen.


Die Anteile an den geschlossenen alternativen Investmentfonds können nicht zurückgegeben werden.


Die aufgeführten Ausschüttungen wurden erfolgswirksam vereinnahmt.

II. 2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere


Der Bilanzposten enthielt ausschließlich Inhaberschuldverschreibungen und betrug T€ 2.410.564 (Vorjahr T€ 2.389.725).


Der gesamte unter diesem Bilanzposten ausgewiesene Bestand wurde nach den Vorschriften des Anlagevermögens bewertet und hatte Marktwerte in Höhe von T€ 2.246.147 (Vorjahr T€ 2.109.897).


Darin waren zum einen Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€ 1.115.314 (Vorjahr T€ 773.701) enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von T€ 56.770 auswiesen. Zum anderen waren Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€ 1.295.250 (Vorjahr T€ 1.656.024) enthalten, bei denen durch die Zuordnung zum Anlagevermögen Abschreibungen in Höhe von T€ 221.187 vermieden wurden. Sämtliche Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft beurteilt, da es sich ausnahmslos um besicherte Anleihen mit sehr guten Bonitäten handelte und die Wertminderung ausschließlich aus der Veränderung des Zinsniveaus resultierte.


Durch Amortisationen reduzierten sich die Buchwerte im Geschäftsjahr saldiert um T€ 455. Die Zinskapitalisierung bei Inhaberschuldverschreibungen betrug T€3.020.


Devisenabschreibungen führten zu einem Buchwertrückgang um T€ 342 (Vorjahr Rückgang um T€372).

II. 3. Hypotheken-, Grundschuld- und Rentenschuldforderungen


Der Bestand an Hypothekendarlehen verringerte sich im Geschäftsjahr um T€ 6 auf T€ 250 (Vorjahr T€ 256). Es waren ausschließlich Hypotheken enthalten, deren Zeitwerte den Buchwerten entsprachen.

II. 4. Sonstige Ausleihungen


In diesem Posten waren Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen in Höhe von T€ 1.397.822 (Vorjahr T€ 1.449.086) enthalten.


Die Namensschuldverschreibungen haben sich auf T€ 1.203.313 (Vorjahr T€ 1.268.887) verringert.


Die Schuldscheindarlehen stiegen auf T€ 194.209 (Vorjahr T€ 180.190).


Die gesamten sonstigen Ausleihungen hatten Marktwerte in Höhe von T€ 1.296.064 (Vorjahr T€ 1.293.065).


Darin waren Vermögenswerte mit Buchwerten in Höhe von T€ 615.110 (Vorjahr T€ 539.383) enthalten, die Bewertungsreserven in Höhe von T€ 31.974 auswiesen. Vermögenswerte deren Buchwerte unter den Marktwerten lagen, waren in Höhe von T€ 782.712 vorhanden (Vorjahr T€ 909.703) und wiesen Lasten in Höhe von T€ 136.371 aus. Sämtliche Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft beurteilt, da es sich fast ausnahmslos um besicherte Anleihen mit sehr guten Bonitäten handelte und die Wertminderung ausschließlich aus der Veränderung des Zinsniveaus resultierte.


Durch Amortisationen erhöhten sich die Buchwerte der Schuldscheindarlehen im Geschäftsjahr saldiert um T€ 9. Die Zinskapitalisierung bei Zero-Namensschuldverschreibungen betrug T€ 727.

II. 6. Andere Kapitalanlagen


In diesem Bilanzposten befanden sich kleinere strategische Unternehmensbeteiligungen und Anteile an Unternehmen, die sich in der Liquidationsphase befinden. Die Buchwerte verringerten sich auf T€ 642 (Vorjahr T€ 658).


Die Zeitwerte der in diesem Bilanzposten ausgewiesenen Anlagen betrug zum Bilanzstichtag T€ 790 (Vorjahr T€ 833).


Darin waren Vermögenswerte enthalten mit Buchwerten in Höhe von T€ 466 (Vorjahr T€ 481), die Bewertungsreserven von T€ 180 auswiesen. Vermögenswerte, deren Buchwerte unter den Marktwerten lagen, waren in Höhe von T€ 177 vorhanden (Vorjahr T€ 177) und wiesen Lasten in Höhe von T€ 32 aus. Die Wertminderungen wurden als nicht dauerhaft beurteilt, da Wertsteigerungen erwartet werden.

Zeitwerte der Kapitalanlagen

Buchwerte Zeitwerte Buchwerte Zeitwerte
2023 2023 2022 2022
T€ T€ T€ T€
B.I. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 90.505 118.128 98.189 126.742
B.II. Sonstige Kapitalanlagen
1. Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere 2.739.642 3.190.577 2.440.724 2.900.322
2. Inhaberschuldverschreibungen und andere festverzinsliche Wertpapiere 2.410.564 2.246.147 2.389.725 2.109.897
3. Hypotheken-,
Grundschuld-
und Rentenschuldforderungen
250 296 256 256
4. Sonstige Ausleihungen
a) Namensschuldverschreibungen 1.203.613 1.104.887 1.268.887 1.125.498
b) Schuldscheinforderungen und Darlehen 194.209 191.176 180.199 167.567
5. Einlagen bei Kreditinstituten 47.000 47.000 93.401 93.401
6. Andere Kapitalanlagen 642 790 658 833
7. Summe B.II. 6.595.920 6.780.873 6.373.849 6.397.774
B. Kapitalanlagen 6.686.425 6.899.001 6.472.038 6.524.516
davon zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert 5.502.608 5.814.508 5.222.221 5.418.485
davon zum Nennwert bilanziert 1.183.817 1.084.493 1.249.817 1.106.030
davon Finanzinstrumente wie Anlagevermögen bewertet (§ 285 Nr. 18 HGB) 5.365.103 5.649.380 6.280.448 6.304.373
davon mit stillen Lasten 1.893.547 1.645.454 3.364.851 2.847.219


Die nach § 54 RechVersV auszuweisenden Beträge der in die Überschussbeteiligung einzubeziehenden Kapitalanlagen betrugen am Bilanzstichtag:

Fortgeführte Anschaffungskosten inkl. Agio/Disagio T€ 6.689.063
Beizulegender Zeitwert T€ 6.899.001
Saldo aus fortgeführten Anschaffungskosten und Zeitwert T€ 209.938

Zeitwerte der Kapitalanlagen


Die Zeitwerte der Grundstücke, grundstücksgleichen Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken sind als Marktwerte zu verstehen, die im Wege einer Schätzung entsprechend der Wertermittlungs-Verordnung (WertV) und den Wertermittlungs-Richtlinien (WertR76) durch das Ertragswertverfahren Ende 2021 ermittelt wurden.


Die Zeitwerte der nicht notierten Aktien eines Unternehmens, das sich in der Endphase der Abwicklung befand und bei dem keinerlei Liquidationserlöse mehr erwartet werden, wurde mit einem Erinnerungswert von 1 € angesetzt.


Bei Anteilen oder Aktien an Investmentvermögen entsprachen die Zeitwerte den Nettovermögenswerten, die die Gesellschaften, die das Kapital verwalten, ermittelt haben. Bei den Spezial-AIF weisen die Zeitwerte Substanzwerte aus, da es keinen aktiven Markt für diese Fondsanteile und die im Fonds enthaltenen Vermögenswerte gibt.


Für das Renten-Spezialsondervermögen entsprach der Zeitwert dem offiziellen Rücknahmepreis der Kapitalverwaltungsgesellschaft.


Bei Inhaberschuldverschreibungen, die an einer Börse notierten, wurden die Zeitwerte mit dem Jahresultimo-Börsenkurs angesetzt.


Die Zeitwerte der Inhaberschuldverschreibungen, die nicht an einer Börse notieren, und die sonstigen Ausleihungen wurden mit Hilfe eines Marktpreismodells ermittelt. Das Marktpreismodell bemisst den Zeitwert auf Basis von Preisnotierungen für identische Vermögenswerte auf inaktiven Märkten, von Preisnotierungen für ähnliche Vermögensgegenstände auf aktiven und inaktiven Märkten sowie auf Basis weiterer für die Wertentwicklung des Vermögenswerts relevanter Marktdaten, die beobachtet werden konnten, wie z.B. Zinskurven, Risikoaufschläge und Volatilitäten.


Die Zeitwerte der Hypothekendarlehen wurden mittels der Discounted-Cash-Flow-Methode ermittelt. Als Grundlage der Bewertung dienten laufzeitkongruente Swapzinssätze unter Berücksichtigung der Bonität der jeweiligen Schuldner.


Einlagen bei Kreditinstituten wurden mit dem Nominalwert angesetzt.


Der Zeitwert der Anderen Kapitalanlagen wurde auf Basis des anteiligen Eigenkapitals oder auf Basis des Substanzwertes ermittelt.

Zu C. Forderungen

Sonstige Forderungen

2023 2022
T€ T€
Forderungen an verbundene Unternehmen 45.283 41.036
Forderungen an nahe stehende Unternehmen 895 1.310
Forderungen an Finanzämter (einschl. Erstattungszinsen) 0 0
Forderungen an Vertreter aus der Vermittlung für
Unternehmen der INTER Versicherungsgruppe
6.243 6.055
Zins- und Mietforderungen 0 0
Geleistete Mietkautionen für Außenstellen 29 362
Forderungen an Inkassounternehmen 323 776
Übrige 694 798
53.466 50.336

Zu E. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten

2023 2022
T€ T€
I. abgegrenzte Zinsen und Mieten
Staatsanleihen 12.315 10.588
Unternehmensanleihen 38.813 41.460
Einlagen bei Kreditinstituten 0 0
II. Sonstige Rechnungsabgrenzungsposten
Agio aus Namensschuldverschreibungen 7.543 8.352
Übrige 5.160 5.229
63.832 65.629

Zu G. Aktive latente Steuern


Es handelt sich um voraussichtliche Steuerentlastungen nachfolgender Geschäftsjahre gemäß § 274 HGB.


Zum 31.12.2023 errechneten sich künftige Steuerentlastungen saldiert aus abweichenden Wertansätzen im Wesentlichen aus den Grundstücken, grundstückgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken, Aktien, Anteile oder Aktien an Investmentvermögen und andere nicht festverzinsliche Wertpapiere, den Rückstellungen für noch nicht abgewickelte


Versicherungsfälle, der Rückstellung für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie den Rückstellungen für Vorruhestandsverpflichtungen, den sonstigen Rückstellungen in Höhe von insgesamt T€ 20.340 (Vorjahr T€ 8.797).


Der Bewertung lag ein aktiver Unterschiedsbetrag in Höhe von T€ 65.435 (Vorjahr T€ 28.420) und ein Steuersatz von 31,09% (Vorjahr 30,96%) zugrunde.

PASSIVA

Zu A. Eigenkapital

Eigenkapital

2023 2022
T€ T€
I. Gezeichnetes Kapital 5.000 5.000
II. Kapitalrücklage 201.180 201.180
III. Gewinnrücklagen
Andere Gewinnrücklagen
Stand am 01.01. 61.320 51.320
Einstellung aus dem Bilanzgewinn des Vorjahres 8.000 10.000
Stand am 31.12. 69.320 61.320
IV. Bilanzgewinn
Jahresüberschuss 8.400 10.000
Stand am 31.12. 283.900 277.500


Der INTER Versicherungsverein aG, Mannheim, hält 100% des Grundkapitals der INTER Kranken. Die entsprechende Mitteilung nach § 20 AktG liegt vor.


Das Grundkapital ist am Bilanzstichtag in 5.000.000 auf den Namen lautende Stückaktien eingeteilt und zu 100% eingezahlt.


Der Bilanzgewinn und die anderen Gewinnrücklagen unterliegen in Höhe von T€ 20.340 (Vorjahr T€ 8.797) einer Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB und in Höhe von T€ 40 (Vorjahr T€ 183) einer Ausschüttungssperre gemäß § 253 Abs. 6 HGB.

Gewinnverwendungsvorschlag


In der Bilanz zum 31.12.2023 wird ein Bilanzgewinn in Höhe von T€ 8.400 ausgewiesen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung folgende Gewinnverwendung vor:

Gewinnverwendungsvorschlag

2023
T€
Ausschüttung einer Dividende 1.000
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 7.400
8.400

Zu B. Versicherungstechnische Rückstellungen

Versicherungstechnische Bruttorückstellungen

2023 2022
T€ T€
Versicherungstechnische Bruttorückstellungen 6.519.699 6.322.783
davon
- Bruttorückstellungen für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle 177.604 193.409


In der Dotierung der Deckungsrückstellung ist ein Betrag von T€ 297 (Vorjahr T€ 321) für Übertragungswerte aus zum 31.12.2023 abgehenden Verträgen enthalten.

IV. Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung

Rückstellung für erfolgsabhängige und erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung

Rückstellung für
erfolgsabhängige
Beitragsrückerstattung
Rückstellung für
erfolgsunabhängige
Beitragsrückerstattung
Gesamt davon
Poolrelevante
RfB aus der
PPV
Poolrelevante
RfB aus der PPV
Betrag nach
§ 150 Abs. 4 VAG
Sonstiges
(a) (b) (c) (d) (e)
T€ T€ T€ T€ T€
1. Bilanzwerte Vorjahr 315.115 47.391 0 9.376 127
2. Entnahme zur Verrechnung 90.164 23.854 0 1.895 0
3. Entnahme zur Barausschüttung 25.969 0 0 0 2
4. Zuführung 108.255 31.307 0 658 77
5. Bilanzwerte Geschäftsjahr 307.237 54.844 0 8.139 202
6. Gesamter Betrag des Geschäftsjahres
nach § 150 VAG
17.740

Zu C. Andere Rückstellungen

I. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen


Die Bewertung der Pensionsrückstellungen ergab einen Erfüllungsbetrag von T€ 6.237 (Vorjahr T€ 6.042).


Der Zeitwert der Rückdeckungsversicherungen von T€ 6.274 (Vorjahr T€ 6.038) wurde mit dem Erfüllungsbetrag der Pensionsverpflichtungen verrechnet. Daraus entstand ein aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung i. H. v. T€ 124 (Vorjahr T€ 114).

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

2023 2022
T€ T€
Erfüllungsbetrag aus Zusagen
- aus den Versorgungsordnungen bzw. Einzelzusagen 2.249 2.198
- Zusage auf eine abgekürzte Leibrente (Einzelzusage) 0 0
- aus Gehaltsumwandlungen 3.989 3.844
6.237 6.042
Erhöhung der Pensionsverpflichtung aus Gehaltsumwandlung zu Verrechnung 229 196
6.467 6.238
davon mit Aktivwerten der verpfändeten
Rückdeckungsversicherungen verrechenbar
6.274 6.038
Aktivischer Überhang aus der Rückdeckungsversicherung 124 114
317 315


Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt T€ 40 (Vorjahr T€ 183). Dieser unterliegt gemäß § 253 Abs. 6 Satz 2 HGB einer Ausschüttungssperre.

III. Sonstige Rückstellungen

Sonstige Rückstellungen

2023 2022
T€ T€
Jubiläumsrückstellung 2.767 3.130
Abschlussprovisionen 351 351
Erstellung und Prüfung Solvabilitätsübersicht 176 117
Erstellung, Prüfung, Veröffentlichung und Archivierung
Jahresabschluss
592 368
Urlaubs- und Gleitzeitverpflichtungen 1.818 1.756
Vorruhestandsverpflichtungen 47 291
Altersteilzeitvergütung 266 206
Rechts- und Beratungskosten 22 41
Rückstellungen für Abfindungen, Boni, Steuerzinsen,
Sonderzahlungen
2.209 2.391
Restrukturierung 2.941 3.582
Berufsgenossenschaft 0 261
Noch ausstehende Rechnungen 819 620
Aufsichtsgebühren 0 0
Prozesskosten 397 549
Gematik 0 0
Aufbewahrungspflicht 10 10
12.416 13.672

Zu D. Andere Verbindlichkeiten

Sonstige Verbindlichkeiten

2023 2022
T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 2.517 2.232
Verbindlichkeiten aus Steuern 1.096 1.859
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 4 2
Verbindlichkeiten gegenüber Vertretern aus der Vermittlung für Unternehmen der INTER Versicherungsgruppe 4.342 4.244
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 481 319
Verbindlichkeiten aus nicht eingelösten Schecks 157 154
Sonstige 353 512
8.951 9.322

Zu E. Rechnungsabgrenzungsposten

Rechnungsabgrenzungsposten

2023 2022
T€ T€
Disagio aus Namensschuldverschreibungen 4.904 3.446
Vorauserhaltene Mieten und Zinsen 1 0
4.905 3.446

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Zu I. Versicherungstechnische Rechnung

Zu 1. a) Gebuchte Bruttobeiträge

Gebuchte Bruttobeiträge

2023 2022
T€ T€
aa) Gebuchte Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, untergliedert nach:
- Einzelversicherungen 695.064 681.986
- Gruppenversicherungen 71.403 69.955
766.468 751.940
bb) Gebuchte Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, untergliedert nach:
- Laufenden Beiträgen 766.468 751.940
- Einmalbeiträgen 0 0
766.468 751.940
cc) Gebuchte Bruttobeiträge aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft, untergliedert nach:
- Krankheitskostenvollversicherungen 544.010 549.832
- Krankentagegeldversicherungen 28.211 29.111
- Krankenhaustagegeldversicherungen 2.920 3.026
- Krankenhauskostenteilversicherungen 62.747 61.811
- Pflegepflichtversicherungen (inkl. GPV) 120.584 101.027
- Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 3.462 2.968
- Auslandsreisekrankenversicherungen 4.534 4.164
766.468 751.940
Gebuchte Bruttobeiträge gesamt 766.468 751.940


In den gebuchten Beiträgen sind T€ 15.101 (Vorjahr T€ 15.645) für den gesetzlichen Zuschlag gemäß § 149 VAG enthalten. Die gebuchten Bruttobeiträge des selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft betreffen im Wesentlichen inländisches Geschäft.


Zahl der versicherten natürlichen Personen aufgeteilt auf:

Zahl der versicherten natürlichen Personen

2023 2022
Anzahl Anzahl
Krankheitskostenvollversicherungen 122.588 124.595
Krankentagegeldversicherungen 52.374 53.126
Krankenhaustagegeldversicherungen 61.424 63.803
Krankheitskostenteilversicherungen 175.623 175.456
Pflegepflichtversicherungen 152.150 155.066
Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 7.156 7.002
Auslandsreisekrankenversicherungen 188.669 186.851


Bei der Zählung der natürlichen Personen treten Mehrfachzählungen auf, da versicherte Personen nach mehreren Versicherungsarten versichert sein können. Per 31.12.2023 sind 382.694 (Vorjahr 386.112) natürliche Personen versichert.

Zu 2. Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung

Beiträge aus der Brutto-Rückstellung für Beitragsrückerstattung

2023 2022
T€ T€
a) Erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung
- Krankheitskostenvollversicherungen 30.798 21.524
- Krankentagegeldversicherungen 28 0
- Krankenhaustagegeldversicherungen 0 0
- Krankheitskostenteilversicherungen 73 20
- Pflegepflichtversicherungen 58.625 0
- Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 639 156
90.164 21.700
b) Erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung
- Krankheitskostenvollversicherungen 1.644 1.060
- Krankentagegeldversicherungen 0 0
- Krankenhaustagegeldversicherungen 0 2
- Krankheitskostenteilversicherungen 205 360
- Pflegepflichtversicherungen (inkl. GPV) 0 0
- Ergänzende Pflegezusatzversicherungen 46 14
1.895 1.436
Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung gesamt 92.059 23.136

Zu 3. Erträge aus Kapitalanlagen


Negative Zinsen auf Einlagen bei Kreditinstituten wurden in Höhe von T€ 28 in den Erträgen aus anderen Kapitalanlagen berücksichtigt.


In den Erträgen aus Kapitalanlagen waren Devisenkursgewinne in Höhe von weniger als T€ 1 enthalten.

Zu 4. Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Rechnung

Sonstige versicherungstechnische Erträge für eigene Zahlung

2023 2022
T€ T€
Poolausgleich 7.743 4.426
Übertragungswerte 573 739
Ausgebuchte Schecks 0 22
Sonstige 68 46
8.385 5.233

Zu 5. Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

Aufwendungen für Versicherungsfälle für eigene Rechnung

2023 2022
T€ T€
Gezahlt 491.391 437.191
Zurückgestellt 177.604 193.409
Ergebnis aus der Abwicklung der Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle des Vorjahres 6.798 -3.126
662.197 633.726


Die Rückstellung für noch nicht abgewickelte Versicherungsfälle wurde im Vorjahr mit zusätzlichen Sicherheiten gebildet, um einen erneuten Abwicklungsverlust zu vermeiden.

Zu 9. Aufwendungen für Kapitalanlagen

Aufwendungen für Kapitalanlagen

2023 2022
T€ T€
Außerplanmäßige Abschreibungen gemäß § 253 Abs. 3 Satz
5 HGB
7.794 3.219

Aufwendungen für Kapitalanlagen


In den Aufwendungen aus Kapitalanlagen sind Devisenabschreibungen in Höhe von T€ 342 und Devisenkursverluste in Höhe von T€ 7 enthalten.

Zu 10. Sonstige versicherungstechnische Aufwendungen für eigene Rechnung


In den sonstigen versicherungstechnischen Aufwendungen für eigene Rechnung sind Aufwendungen für Übertragungswerte auf Grund von Bestandsabgängen von T€ 1.042 (Vorjahr T€ 1.358) enthalten.

Zu II. Nichtversicherungstechnische Rechnung

Zu 1. Sonstige Erträge

Sonstige Erträge

Die größeren Beträge sind: 2023 2022
T€ T€
Erträge aus Dienstleistungen für verbundene und nahe stehende Unternehmen 40.943 39.336
Zinsen und ähnliche Erträge 1.605 210
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen 808 166

Zu 2. Sonstige Aufwendungen

Sonstige Aufwendungen

Die größeren Beträge sind: 2023 2022
T€ T€
Aufwendungen für Dienstleistungen für verbundene und nahe stehende Unternehmen 42.287 40.665
Aufwendungen, die das Unternehmen als Ganzes betreffen 9.660 12.719
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 845 369
ALADIN 1) 930 1.073

1) Projekt "ALADIN": Aufbau und Einführung neuer Bestands- und Leistungssysteme

Zinsen aus Ab- und Aufzinsung


Durch die Aufzinsung aus langfristigen Rückstellungen entstanden Aufwendungen in Höhe von T€ 37 (Vorjahr T€ 106), im Gegensatz zum Vorjahr gab es durch die Abzinsung einen Ertrag in Höhe von T€ 41.

Währungsumrechnung


Aus den Fremdwährungsumrechnungen, die abseits der Kapitalanlagen entstanden sind, ist bei den sonstigen Erträgen ein Ergebniseffekt von T€ 1 (Vorjahr T€ 0) aufgetreten, bei den sonstigen Aufwendungen haben sich im Geschäftsjahr T€ 4 (Vorjahr T€ 5) ergeben, die in den sonstigen Erträgen bzw. sonstigen Aufwendungen enthalten sind.

Zu 4. Steuern vom Einkommen und Ertrag


Das Unternehmen übt gemäß § 83 des Gesetzes zur Umsetzung der Richtlinie EU 2022/2523 des Rates zur Gewährleistung einer globalen Mindestbesteuerung vom 21. Dezember 2023 nur eine untergeordnete internationale Tätigkeit aus und ist daher für die ersten fünf Jahre von der Mindeststeuer (Pillar II) befreit. Aus der Einführung der Globalen Mindeststeuer ergeben sich mithin keine Auswirkungen auf die Steuerposition des Unternehmens.

Sonstige Angaben

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter, Personalaufwendungen

Provisionen und sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter

2023 2022
T€ T€
1. Provisionen jeglicher Art der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB für das selbst abgeschlossene Versicherungsgeschäft 18.421 17.946
2. Sonstige Bezüge der Versicherungsvertreter im Sinne des § 92 HGB 11.280 8.082
3. Löhne und Gehälter 66.492 68.282
4. Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 11.337 11.437
5. Aufwendungen für Altersversorgung 4.136 4.424
6. Aufwendungen insgesamt 111.666 110.170

Anzahl der im Geschäftsjahr im Angestelltenverhältnis durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter

Anzahl der im Geschäftsjahr durchschnittlich Beschäftigten im Angestelltenverhältnis

2023 2022
T€ T€
Innendienstmitarbeiter Direktion 933 960
Innendienstmitarbeiter Außenstellen 65 67
Außendienstmitarbeiter 63 81
1.061 1.108

Bezüge der Organe


Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen T€ 799 (Vorjahr T€ 785). An frühere Mitglieder des Vorstands und an Hinterbliebene früherer Vorstandsmitglieder wurden T€ 0 (Vorjahr T€ 0) gezahlt. Für die Pensionsverpflichtungen wurden gegenüber Mitgliedern des Vorstands T€ 1.239 (Vorjahr T€ 1.202) und gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands T€ 1.003 (Vorjahr T€ 997) zurückgestellt. Die Aufsichtsratsvergütungen betrugen T€ 318 (Vorjahr T€ 292).

Unternehmensgruppe


Die INTER Kranken wird in den Konzernabschluss des Geschäftsjahres 2023 des Mutterunternehmens INTER Versicherungsverein aG, Mannheim, einbezogen (kleinster und größter Konsolidierungskreis). Der Konzernabschluss wird im elektronischen Bundesanzeiger offengelegt.

Honorar des Abschlussprüfers


Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers für die gesetzlich vorgeschriebene Jahresabschlussprüfung gemäß § 285 Nr. 17 HGB erfolgen im Konzernabschluss des INTER Verein. Weiterhin wurde der Abschlussprüfer für die Migrationsprüfung als sonstige Leistung entlohnt.

Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen


Die INTER Kranken ist über die Mitgliedschaft im Verband der privaten Krankenversicherer mittelbar Mitglied des Sicherungsfonds für die Krankenversicherer. Der Sicherungsfonds erhebt von den Krankenversicherungsunternehmen im Sicherungsfall zur Erfüllung seiner Verpflichtungen aus übernommenen Krankenversicherungsverträgen Sonderbeiträge. Zum Bilanzstichtag ergab sich eine Eventualverbindlichkeit von T€ 13.039. Bisher erfolgte keine Inanspruchnahme, auch ist nicht davon auszugehen, dass es in Zukunft zu einer Inanspruchnahme kommen wird.


Aufgrund von Kapitalzusagen bei Alternativen Anlagen (Private Equity, Private Debt, Immobilien und Infrastrukturanlagen) bestanden zum 31.12.2023 Einzahlungsverpflichtungen in Höhe von T€ 1.127.178. Die INTER Kranken und die INTER Beteiligungen AG haben am 15.12.2014 gemeinsam Verträge über die Einführung von Bestands- und Leistungsbearbeitungssystemen bei den INTER Versicherungen abgeschlossen. Hieraus ergeben sich finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 5.130, für die die INTER Kranken und die INTER Beteiligungen AG gesamtschuldnerisch haften und die sich auf das Geschäftsjahr 2024 beziehen.


Für bestehende Leasingverträge sind in den nächsten Jahren insgesamt T€ 496 zu leisten. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Leasing von Kraftfahrzeugen, welche während der Grundmietzeit unkündbar sind. Die Vertragslaufzeit liegt bei maximal fünf Jahren.

Angaben zu den Geschäften mit nahe stehenden Unternehmen und Personen


Zu den nahe stehenden Unternehmen zählen die mit dem INTER Verein verbundenen Unternehmen sowie die FAMK, die mit dem INTER Verein einen Gleichordnungskonzern im Sinne des § 18 Abs. 2 AktG bildet.


Zu den nahe stehenden Personen gehören die Mitglieder des Aufsichtsrats, des Vorstands und die leitenden Angestellten der ersten Führungsebene unter dem Vorstand sowie die nahen Familienangehörigen.


Zwischen den nahe stehenden Unternehmen bestehen ein Organisationsgemeinschaftsvertrag sowie diverse Generalagenturverträge und ein Vertrag über die Ausgliederung von Funktionen, Versicherungstätigkeiten und sonstigen Tätigkeiten zwischen dem INTER Verein und den deutschen Tochtergesellschaften, wobei ganz überwiegend die INTER Kranken Dienstleistungen für die Konzernunternehmen erbringt und in geringem Umfang erhält. Die Dienstleistungen werden bzw. wurden überwiegend zu Selbstkosten einschließlich entsprechender Gemeinkostenzuschläge bzw. zu vereinbarten marktüblichen Preisen oder im Wege der sachgerechten Kostenteilung abgerechnet.


Bei den Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Personen handelt es sich im Wesentlichen um Versicherungs- und Bausparverträge. Hierbei erhalten nahe stehende Personen Versicherungsschutz zu für Mitarbeiter von Finanzdienstleistern geltenden Konditionen. Ansonsten erfolgen die Vertragsabschlüsse zu den üblichen Bedingungen.


Zusammenfassend ergibt sich keine Berichterstattungspflicht im Sinne des § 285 Satz 1 Nr. 21 HGB über wesentliche Geschäfte zu marktunüblichen Bedingungen.

Verbände


Die INTER Kranken ist u.a. Mitglied folgender Organisationen:

Verband der privaten Krankenversicherung e.V., Köln

Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., Berlin

Arbeitgeberverband der Versicherungsunternehmen in Deutschland e.V., München

Berufsbildungswerk der Deutschen Versicherungswirtschaft e.V., München

Nachtragsbericht


Nach dem Schluss des Geschäftsjahres beabsichtigt der Aufsichtsrat der INTER Krankenversicherung AG, auf Grundlage des aktuellen Informationsstands der Vermögensvollübertragung von der FAMK auf die INTER Krankenversicherung AG zuzustimmen. Von der Vermögensvollübertragung erwarten die gesetzlichen Vertreter keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Mitglieder der Organe

Aufsichtsrat

Thomas, Peter vorm. Vorsitzender der Vorstände der INTER Versicherungen,
Betriebswirt, Nieblum OT Goting, Vorsitzender des Aufsichtsrats
Gordt, Claudia Rechtsanwältin und Notarin a.D., Viernheim stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats
Dr. Dedert, Bernd Diplom Volkswirt Doktor der Staatswissenschaften, Hennef (Sieg)
Feldmann, Joachim Zahntechnikermeister, Bremen
Friedrichs, Jörg Versicherungsangestellter, Hockenheim
González Pérez, Olga Dipl. Betriebswirtin, Reilingen
Jordan, Michael gepr. Versicherungsfachwirt (BWV), Mannheim
Krimmer, Joachim Meister im Zentralheizungs- und Lüftungsbauhandwerk,
Präsident der Handwerkskammer Ulm, Leutkirch
Olbermann, Jürgen Betriebswirt, Tröndel OT Emkendorf

Vorstand

Dr. Solf, Michael Sprecher des Vorstands, Baierbrunn, bis 30.06.2023
Datenverarbeitung, Interne Revision, Kapitalanlagen,
Organisationsentwicklung, Personal, Unternehmenskommunikation, Recht
Dr. Koryciorz, Sven Vorstandsmitglied, Neustadt a. d. Weinstraße
Mathematik, Rechnungswesen, Risikomanagement,
Unternehmensplanung / Controlling, Interne Revision (seit 01.07.2023)
Schillinger, Michael Vorstandsmitglied, Mannheim
Marketing, Vertrieb, Unternehmenskommunikation (seit 01.07.2023),
Personal (seit 01.07.2023), Recht (seit 01.07.2023)
Svenda, Roberto Vorstandsmitglied, Ilvesheim, Sprecher des Vorstands ab 01.07.2023
Antrag, Bestand, Leistung, Compliance, Zentrales Eingangs- und
Service Management, Unternehmenspolitik (seit 01.07.2023),
Datenverarbeitung (seit 01.07.2023), Kapitalanlagen (seit 01.07.2023),
Organisationsentwicklung (seit 01.07.2023)

 

Mannheim, den 26.03.2024


INTER Krankenversicherung AG


Der Vorstand

Svenda Dr. Koryciorz Schillinger

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die INTER Krankenversicherung AG, Mannheim

Vermerk über die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Prüfungsurteile


Wir haben den Jahresabschluss der INTER Krankenversicherung AG, Mannheim, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der INTER Krankenversicherung AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) haben wir in Einklang mit den deutschen gesetzlichen Vorschriften nicht inhaltlich geprüft.


Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Unser Prüfungsurteil zum Lagebericht erstreckt sich nicht auf den Inhalt der oben genannten Erklärung zur Unternehmensführung.


Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile


Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des Jahresabschlusses


Besonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Jahresabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Jahresabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteils hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab.


Aus unserer Sicht waren folgende Sachverhalte am bedeutsamsten in unserer Prüfung:


❶ Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen


❷ Bewertung der Deckungsrückstellung in der Krankenversicherung


Unsere Darstellung dieser besonders wichtigen Prüfungssachverhalte haben wir jeweils wie folgt strukturiert:


① Sachverhalt und Problemstellung


② Prüferisches Vorgehen und Erkenntnisse


③ Verweis auf weitergehende Informationen


Nachfolgend stellen wir die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte dar:


❶ Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen


① Im Jahresabschluss der Gesellschaft werden sonstige Kapitalanlagen in der Bilanz in Höhe von T€ 6.595.920 (96,2 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Die handelsrechtliche Bewertung der einzelnen Kapitalanlagen richtet sich nach den Anschaffungskosten und dem niedrigeren beizulegenden Wert bzw. deren Zeitwert. Nach § 341b Abs. 2 Satz 1 HGB können gewisse Kapitalanlagen von Versicherungsunternehmen, die dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, nach den für das Anlagevermögen geltenden Vorschriften bewertet werden. In diesem Fall werden außerplanmäßige Abschreibungen auf den niedrigeren beizulegenden Wert nur bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen (gemildertes Niederstwertprinzip) und nur vorübergehende Wertminderungen als stille Lasten in Folgejahre vorgetragen. Eine Bestimmung als dauernd dem Geschäftsbetrieb dienend setzt eine Dauerhalteabsicht und -fähigkeit für diese Kapitalanlagen voraus.


Zur Ermittlung des beizulegenden Werts bzw. Zeitwerts wird - soweit vorhanden - der Marktpreis der jeweiligen Kapitalanlage herangezogen. Bei Kapitalanlagen, deren Bewertung nicht auf Basis von Börsenpreisen oder sonstigen Marktpreisen erfolgt, insbesondere bei Namensschuldverschreibungen, Schuldscheinforderungen und Darlehen, besteht aufgrund der Notwendigkeit der Verwendung von Modellberechnungen ein erhöhtes Bewertungsrisiko. In diesem Zusammenhang sind von den gesetzlichen Vertretern Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen, auch im Hinblick auf mögliche Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren, einschließlich der Zinsentwicklung, auf die Bewertung der Kapitalanlagen, zu treffen. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen haben. Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der sonstigen Kapitalanlagen für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, des Umfangs der in Folge des gemilderten Niederstwertprinzips vorgetragenen stillen Lasten sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.


② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der sonstigen Kapitalanlagen für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Spezialisten für Kapitalanlagen die von der Gesellschaft verwendeten Modelle und die von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unsere Bewertungsexpertise für Kapitalanlagen, unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen und Erfassung des Ergebnisses aus Kapitalanlagen gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen vorgenommen. In dem Zusammenhang haben wir auch die Einschätzung der gesetzlichen Vertreter hinsichtlich der Auswirkungen der makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren einschließlich der Zinsentwicklung auf die Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen gewürdigt. Wir haben unter anderem auch die zugrundeliegenden Wertansätze und deren Werthaltigkeit anhand der zur Verfügung gestellten Unterlagen nachvollzogen und die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Hinsichtlich der Beurteilung vorhandener stiller Lasten haben wir gewürdigt, inwiefern die Voraussetzungen zur Dauerhalteabsicht und -fähigkeit vorlagen und vorhandene Wertminderungen nicht von Dauer sind. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der sonstigen Kapitalanlagen begründet und hinreichend dokumentiert sind.


③ Die Angaben der Gesellschaft zu den sonstigen Kapitalanlagen sind im Abschnitt "Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Angaben zur Bilanz" des Anhangs enthalten.


❷ Bewertung der Deckungsrückstellung in der Krankenversicherung


① Im Jahresabschluss der Gesellschaft wird unter dem Bilanzposten "versicherungstechnische Rückstellungen" die Deckungsrückstellung in Höhe von T€ 6.019.198 (87,8 % der Bilanzsumme) ausgewiesen. Versicherungsunternehmen haben eine Deckungsrückstellung insoweit zu bilden, wie dies nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um die dauernde Erfüllbarkeit der Verpflichtungen aus den Versicherungsverträgen sicherzustellen. Dabei sind neben den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften auch eine Vielzahl an aufsichtsrechtlichen Vorschriften über die Berechnung der Deckungsrückstellung zu berücksichtigen. Die Festlegung von Annahmen zur Bewertung der Deckungsrückstellung verlangt von den gesetzlichen Vertretern der Gesellschaft neben der Berücksichtigung der handels- und aufsichtsrechtlichen Anforderungen eine Einschätzung zukünftiger Ereignisse und die Anwendung geeigneter Bewertungsmethoden. Geringfügige Änderungen dieser Annahmen sowie der verwendeten Methoden können eine wesentliche Auswirkung auf die Bewertung der Deckungsrückstellung haben.


Aufgrund der betragsmäßig wesentlichen Bedeutung der Deckungsrückstellung für die Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft, der Komplexität der anzuwendenden Vorschriften und der zugrundeliegenden Berechnungen sowie der Ermessensspielräume der gesetzlichen Vertreter und den damit verbundenen Schätzunsicherheiten war die Bewertung der Deckungsrückstellung im Rahmen unserer Prüfung von besonderer Bedeutung.


② Im Rahmen unserer Prüfung haben wir in Anbetracht der Bedeutung der Deckungsrückstellung für das Gesamtgeschäft der Gesellschaft gemeinsam mit unseren internen Bewertungsspezialisten die von der Gesellschaft verwendeten Methoden und von den gesetzlichen Vertretern getroffenen Annahmen beurteilt. Dabei haben wir unter anderem unser Branchenwissen und unsere Branchenerfahrung zugrunde gelegt sowie anerkannte Methoden berücksichtigt. Zudem haben wir die Ausgestaltung und die Wirksamkeit der eingerichteten Kontrollen der Gesellschaft zur Ermittlung und Erfassung der Deckungsrückstellung gewürdigt. Hierauf aufbauend haben wir weitere analytische Prüfungshandlungen und Einzelfallprüfungshandlungen in Bezug auf die Bewertung der Deckungsrückstellung vorgenommen. Wir haben hierbei unter anderem auch die der Berechnung des Erfüllungsbetrags zugrunde liegenden Daten mit den Basisdokumenten abgestimmt. Damit einhergehend haben wir die berechneten Ergebnisse der Gesellschaft zur Höhe der Rückstellung anhand der anzuwendenden gesetzlichen Vorschriften nachvollzogen und


die konsistente Anwendung der Bewertungsmethoden und die Periodenabgrenzung überprüft. Darüber hinaus haben wir die Bestätigungen des Treuhänders für durchgeführte Beitragsanpassungen eingesehen und abgestimmt. Auf Basis unserer Prüfungshandlungen konnten wir uns davon überzeugen, dass die von den gesetzlichen Vertretern vorgenommenen Einschätzungen und getroffenen Annahmen zur Bewertung der Deckungsrückstellung begründet und hinreichend dokumentiert sind.


③ Die Angaben der Gesellschaft zur Bewertung der Deckungsrückstellung sind im Abschnitt "Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden" sowie "Angaben zur Bilanz" des Anhangs enthalten.

Sonstige Informationen


Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich. Die sonstigen Informationen umfassen die Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289f Abs. 4 HGB (Angaben zur Frauenquote) als nicht inhaltlich geprüften Bestandteil des Lageberichts.


Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.


Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.


Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht


Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.


Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.


Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.


Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts


Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.


Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.


Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.


Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.


Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und sofern einschlägig, die zur Beseitigung von Unabhängigkeitsgefährdungen vorgenommenen Handlungen oder ergriffenen Schutzmaßnahmen.


Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Jahresabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus.

Sonstige gesetzliche und andere rechtliche Anforderungen

Übrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVO


Wir wurden von der Hauptversammlung am 25. Mai 2023 als Abschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 28. September 2023 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2017 als Abschlussprüfer der INTER Krankenversicherung AG, Mannheim, tätig.


Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungsausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) in Einklang stehen.

Verantwortlicher Wirtschaftsprüfer


Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Martin Eibl.

 

Frankfurt am Main, den 2. April 2024


PricewaterhouseCoopers GmbH


Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Martin Eibl ppa. Lea Winnewisser
Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Bericht des Aufsichtsrats


Der Aufsichtsrat ließ sich im Jahre 2023 über die Geschäftsentwicklung, die Geschäftsführung und die finanzielle Situation des Unternehmens vom Vorstand umfassend schriftlich und mündlich berichten. Ein weiterer Schwerpunkt der Berichterstattung war die Umsetzung der Optimierung der Konzernstruktur. Zudem wurden in regelmäßigen gemeinsamen Sitzungen alle wichtigen geschäftspolitischen Ereignisse eingehend besprochen und dabei vom Vorstand alle Fragen erschöpfend beantwortet.


Der Jahresabschluss und der Lagebericht 2023 wurden durch den vom Aufsichtsrat bestimmten Abschlussprüfer, PricewaterhouseCoopers GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, geprüft. Es wurden keine Beanstandungen erhoben, so dass der uneingeschränkte Bestätigungsvermerk erteilt wurde. Der Aufsichtsrat hat zu den Prüfungsergebnissen keine Bemerkungen zu machen.


Der Aufsichtsrat hat den ihm vorgelegten Jahresabschluss und den Lagebericht geprüft; er erhebt nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung keine Einwendungen und billigt den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss 2023, der damit festgestellt ist.


Der Aufsichtsrat hat den Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen geprüft und schließt sich den Feststellungen der Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung hat der Aufsichtsrat Einwendungen gegen die Erklärung des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen nicht zu erheben.


Dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen erteilten die Abschlussprüfer folgenden Bestätigungsvermerk:


"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Abhängigkeitsberichtes richtig sind und bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war oder Nachteile ausgeglichen worden sind."

 

Mannheim, den 23.05.2024


INTER Krankenversicherung AG


Der Aufsichtsrat

Thomas Gordt Dr. Dedert
Vorsitzender Stellvertretende Vorsitzende
Feldmann Friedrichs González-Pérez
Jordan Krimmer Olbermann

Standorte

Standorte der INTER Versicherungsgesellschaften

Direktion

Mannheim Erzbergerstraße 9-15
68165 Mannheim
Telefon
Fax
0621 / 427-427
0621 / 427-944

Geschäftsstellen

Augsburg Stadtberger Straße 99
86157 Augsburg
Telefon
Fax
0821 / 455962-12
0821 / 455962-25
Berlin Wittenbergplatz 2
10789 Berlin
Telefon
Fax
030 / 235165-17
030 / 235165-76
Bremen Martinistraße 53-55
28195 Bremen
Telefon
Fax
0421 / 16936-30
0421 / 16936-50
Dortmund Lindemannstraße 79
44137 Dortmund
Telefon
Fax
0231 / 206398-41
0231 / 206398-55
Erfurt Fischmarkt 12
99084 Erfurt
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Leipzig Dresdener Straße 11-13
04103 Leipzig
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Lübeck Kohlmarkt 19-21
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Magdeburg Liebigstraße 7
39104 Magdeburg
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Rostock Am Vögenteich 24
18055 Rostock
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Saarbrücken Trierer Straße 12
66111 Saarbrücken
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0681 / 94828-10
Stuttgart Hauptstätter Straße 89
70178 Stuttgart
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0711 / 64060-91
Tuttlingen Karlstraße 17
78532 Tuttlingen
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07461 / 96619-50
Ulm Söflinger Straße 250
89077 Ulm
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04103 Leipzig
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Makler

Mannheim Erzbergerstraße 9-15
68165 Mannheim
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0621 / 427-1216
0621 / 427-8709

Gewinnverwendungsbeschluss


Auf ihrer Sitzung am 23.05.2024 hat die Hauptversammlung über die Verwendung des Bilanzgewinns 2023 in Höhe von T€ 8.400 wie folgt entschieden:

Ausschüttung einer Dividende T€ 1.000
Einstellung in andere Gewinnrücklagen T€ 7.400
T€ 8.400

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