Uniper Market Solutions GmbH

Holzstraße 6, 40221 Düsseldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Düsseldorf HRB 59788
Vorher
Blitz 06-179 GmbHE.ON Sales & Trading Italien-Beteiligungs GmbHE.ON Portfolio Solution GmbH
Eingetragen
25.8.2006
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernAlle anderen Finanzdienstleistungen a. n. g.Beteiligungsgesellschaften
Gegenstand
Die Erbringung von Dienstleistungen für Industrie- und Handelsunternehmen und sonstige Marktteilnehmer im Zusammenhang mit der Steuerung und Bewirtschaftung physischer Energieportfolien im Rahmen bestehender Energieversorgungs- und Lieferverträge, insbesondere die Analyse von Energiemarktentwicklungen sowie die Beratung und Unterstützung der Auftraggeber bei strategischen und operativen Entscheidungen im Bereich der physischen Energieversorgung und beschaffung, soweit hierfür keine besondere behördliche Erlaubnis erforderlich ist.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
5.000.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Uniper Market Solutions GmbH

Düsseldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024

Lagebericht

Grundlagen der Gesellschaft

Firmensitz der Uniper Market Solutions GmbH (UMS) ist Düsseldorf. Seit Oktober 2021 besteht eine Niederlassung in Schweden. Uniper Global Commodities SE (UGC, Düsseldorf) ist alleinige Gesellschafterin der UMS.

Geschäftsmodell

UMS erbringt finanzielle und nicht-finanzielle Beratungsdienstleistungen im Zusammenhang mit physischen Energieportfolien an ihre Kunden; überwiegend in Deutschland. Die Leistungserbringung reicht von der Lieferung allgemeiner Markteinschätzungen bis zur Optimierung von Energieportfolien ihrer Kunden. Die für die Erbringung von finanziellen Dienstleistungen erforderliche Lizenz nach WpIG liegt vor.

Der Vertriebsweg UMS führt vorwiegend über regionale Vertriebsgesellschaften (RSU), basierend auf Kooperationsvereinbarungen, im Folgenden "Reseller Agreements" (RA) genannt. Im Zuge dieser RA werden UMS neue Kunden durch die RSU zugeführt. Die Beratung dieser Kunden wird der UMS durch die RSU vergütet. Weiterhin erbringt UMS ihre Dienstleistungen an externe Direktkunden. Die Prinzipien der Environment Social Governance (ESG) werden von der Gesellschaft, sofern anwendbar, in die Beratung einbezogen.

Ziele und Strategie

Ziel der UMS ist es, durch qualitativ hochwertige Beratungsdienstleistungen Marktanteile zu gewinnen und als führender Dienstleister für die Optimierung von Energieportfolien wahrgenommen zu werden. Die daraus abgeleitete Strategie spiegelt sich im Geschäftsmodell und in der jährlich aktualisierten Mittelfristplanung der Gesellschaft für die Jahre 2025 - 2027 wider.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Jahr 2024 war geprägt von geopolitischen Konflikten und wirtschaftlicher Instabilität, wobei die europäischen Energiemärkte aufgrund des Ausfalls russischer Gaslieferungen, noch immer strukturelle Veränderungen erlebten. Die Versorgungssicherheit war nach wie vor ein Hauptanliegen der europäischen Energiemärkte und ein wichtiger preisstützender Faktor. Das Rekordniveau der erneuerbaren Energien führte jedoch zu einer gewissen Stabilisierung des Preisniveaus. Die drei wichtigsten Faktoren, die die Energiepreise im Jahr 2024 beeinflussen, waren:

1.

Ein milder Winter hat die Sorgen um die Gasversorgung verringert, denn sowohl in Europa als auch in den USA lagen die Gasspeicherfüllstände am Ende des Winters deutlich über dem Fünfjahresdurchschnitt, was zu einem starken Rückgang der Gas-, Strom- und CO 2 -Preise führte.

2.

Die geopolitischen Risiken blieben bestehen, und die Märkte unterlagen Volatilitätsschüben, als die Eskalation der Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine zu Preisspitzen führte.

3.

Die schwache Wirtschaftstätigkeit bedeutete, dass die Nachfrage immer noch hinter dem Niveau vor COVID zurückblieb, auch wenn es Verbesserungen in einigen Wirtschaftssektoren gab.

Im ersten Quartal 2024 stiegen die Brent Preise auf über $90/bbl, angetrieben durch geopolitische Konflikte im Nahen Osten, der Ukraine und den USA. Die Entscheidung der OPEC+-Gruppe, die Produktionskürzungen beizubehalten, stützte die Preise und veranlasste die Analysten, ihre Prognosen anzuheben. Unterschiedliche Nachfrageszenarien der OPEC und der IEA sorgten jedoch für Unsicherheit. Im Juni ließen die schwache chinesische Nachfrage und spekulative Verkäufe die Preise auf den tiefsten Stand seit dem vierten Quartal 2021 fallen. Trotz geldpolitischer Lockerungen und Konjunkturmaßnahmen blieben die Preise niedrig, bis die geopolitischen Spannungen im Nahen Osten zu einem Wiederanstieg auf $80/bbl führten. Die Brent-Preise stabilisierten sich im 4. Quartal 2024 und wurden zwischen $70,5/bbl und $76/bbl gehandelt.

Trotz der US-Sanktionen gegen den größten russischen Kohleproduzenten SUEK konnten die weltweiten Kohlepreise keine wesentlichen Zuwächse verzeichnen. Die Preise fielen aufgrund der schwachen globalen Gaspreise, des milden Winters und der hohen europäischen Gasspeicherbestände auf den niedrigsten Stand seit Q1 2022. In Europa führten hohe Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien, die starke französische Wasserkraftproduktion und die KKW-Verfügbarkeit zu einem deutlichen Rückgang der Braun- und Steinkohleverbrennung in Deutschland. Dennoch erreichte der weltweite Kohleverbrauch im Jahr 2024 ein Rekordniveau, was auf die hohe indische Kohleverstromung und die chinesischen Kohleimporte zurückzuführen ist. Die Kohlepreise erreichten im August aufgrund geopolitischer Bedenken hinsichtlich der Gasversorgung und eines kühleren Winterbeginns, der die Residuallast erhöhte und die Kohlepreise stützte, ihren Höchststand. Ende Dezember fielen die Kohlepreise wieder, da der Markt trotz steigender Gaspreise gut aufgestellt war, um die saisonalen Nachfragespitzen zu decken.

Die Korrelation zwischen EUAs und TTF-Gaspreisen war zu Beginn des Jahres offensichtlich. Ein milder Winter führte zu spekulativen Verkäufen von EUAs, wodurch der Leitkontrakt Dec24 im Januar um 20 % fiel. Ein weiterer Rückgang der Gaspreise drückte den Leitkontrakt im Februar auf ein 23-Monats-Tief von 51,08 €/t. Als die TTF-Preise ab Februar 2024 wieder anstiegen, erholte sich der EU-ETS-Markt parallel dazu. Trotz dieser Erholungen war die allgemeine Marktstimmung aufgrund des Überangebots, das durch zusätzliche Verkäufe von 86,7 Millionen EUAs zur Finanzierung des REPowerEU-Pakets verursacht wurde, bärisch. Dieses wahrgenommene Überangebot veranlasste die Investmentfonds dazu, während des größten Teils des Jahres Netto-Shortpositionen zu halten, was in starkem Kontrast zu den Vorjahren steht. Die negative wirtschaftliche Stimmung in der EU drückte auch auf die industrielle Nachfrage nach EUAs. Ein Rückgang der Gasspeicherfüllstände zu Beginn des Winters 24/25 führte zu einer Preisrallye von einem Tiefstand von 60,29 €/t am 8. Oktober 2024 auf einen Höchststand von 69,99 €/t im vierten Quartal 2024. Die starken Zuwächse bei den EUAs aufgrund dieser Absenkungen veranlassten Investmentfonds dazu, sich an der Rallye im November zu beteiligen und zum ersten Mal seit 15 Monaten Netto-Longpositionen zu halten.

Trotz eines Anstiegs der weltweiten Nachfrage, die zu 60 % aus Asien stammte, hatten die globalen Gaspreise einen schwachen Start ins Jahr. Das Wetterphänomen El Nino führte dazu, dass Europa und die USA den Winter 23/24 mit hohen Gasspeicherfüllbeständen beendeten. Die TTF-Frontmonatspreise fielen auf den niedrigsten Stand seit Q2 2021. Die weltweiten Gaspreise erholten sich von ihren Tiefstständen im Februar, was auf die robuste LNG-Nachfrage in Asien, insbesondere in Indien, und mehrere angebotsseitige Probleme zurückzuführen war. Diese Verknappung des Angebots führte zu einer Erholung der Preise. Im August wurden die Preise durch die Sorge über mögliche Unterbrechungen der Gasversorgung nach einem ukrainischen Vorstoß in russisches Gebiet beeinflusst. Trotz begrenzter LNG-Lieferungen nach Europa konnte Europa dank weniger umfangreicher Wartungsarbeiten an der norwegischen Gas-Infrastruktur seine vorgeschriebene Speichermenge von 95 % noch vor November erreichen. Ein kalter Novemberbeginn in Verbindung mit einer "Dunkelflaute" wirkte sich positiv auf die Gaspreise aus, und der Referenzpreis Cal25 stieg auf einen der höchsten Werte des Jahres. Weitere Bedenken hinsichtlich eines möglichen Auslaufens des ukrainischen Transitabkommens zum Jahresende führten dazu, dass der TTF Cal25 Ende Dezember auf ihren Jahreshöchststand stieg.

Der deutsche Strom Leitkontrakt Cal25 unterlag im Jahresverlauf erheblichen Schwankungen. Zu Beginn folgte er der Entwicklung der umliegenden Märkte und fiel am 23. Februar 2024 auf seinen Tiefststand von 68,55 €/MWh. Die Preise erholten sich jedoch und spiegelten den Anstieg der TTF/LNG-Preise und der EUAs wider. Befürchtungen über eine Unterbrechung der Gasversorgung über den Messpunkt Sudzha im August nach einem ukrainischen Überfall auf Russland ließen die Cal25-Strompreise auf über 100 €/MWh ansteigen. Weitere Schwankungen traten im November während einer "Dunkelflaute" auf, bei der aufgrund geringer Wind- und Wasserkrafterzeugung die erneuerbaren Energien nur 40 % zum Erzeugungsmix beitrugen. Dies löste eine anhaltende Preisrallye bei den Gas-, Strom- und CO 2 -Preisen aus, die dazu führte, dass der Cal-25 am 21. November über die Marke von 100 €/MWh kletterte und mit 102,12 €/MWh seinen Jahreshöchststand erreichte. Ein weiteres "Dunkelflaute"-Ereignis am 11. und 12. Dezember führte zu noch höheren Spotpreisen, die am 11. Dezember 395,34 €/MWh erreichten. Der Cal25 reagierte jedoch nicht so bullisch und schaffte es nicht, die 100 €/MWh-Marke wieder zu erreichen.

Die oben beschriebenen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben Einfluss auf die Lage der Kunden der UMS und somit indirekt auch auf die eigene Geschäftslage.

Geschäftsverlauf

Die Dienstleistungen der UMS wurden wie bisher, vornehmlich als Zusatzdienstleistung zu Energielieferungsverträgen, über die verschiedenen RSU im Rahmen von RA erbracht. Der Ansatz des Kooperationsmodells mit den RA wurde weiter fortgeführt. Im Berichtsjahr verlor die UMS vier Direktkunden. Ein neuer Direktkunde konnte gewonnen werden. Ein wesentlicher Grund dafür, dass die Kundenbasis nicht ausgeweitet werden konnte, war der Wechsel des Vertriebsmitarbeiters innerhalb des Konzerns. Ein geeigneter Nachfolger konnte in 2024 nicht gefunden werden.

Als wesentlicher Geschäftsvorfall ist von einer Veränderung im Personal zu berichten. Im Berichtsjahr 2024 wurde der geplante Wechsel in der Geschäftsführung vorgenommen, welcher der BaFin in 2023 mitgeteilt wurde. Seit dem 01.04.2024 hat Herr Simon Klimmek die Geschäftsführung übernommen.

Weiterhin wurde die Aufnahme in das Cash Pooling der Uniper-Gruppe mit der Bafin abgestimmt und vorbereitet. Die Umsetzung ist im Jahr 2025 geplant.

Nach der Übernahme von rund 99% der Geschäftsanteile an der Uniper SE (Obergesellschaft der Uniper-Gruppe) durch die Bundesrepublik Deutschland (BRD) im Jahr 2022, ist die BRD per 31.12.2024 in unveränderter Höhe der Hauptanteilseigner an der Uniper-Gruppe.

Auf Grund der positiven Erfahrungen mit dem Arbeiten im Home-Office wurde diese Arbeitsform fortgeführt. Alle operativen Geschäftsprozesse erfolgten hauptsächlich digital. Durch die Einbindung der UMS in die IT-Infrastruktur des Uniper-Konzerns, konnte das UMS-Geschäft wie im Vorjahr störungsfrei fortgeführt werden.

Durch die geringer als geplant erfolgte Gewinnung von Vertriebspartnern und Direktkunden, gestiegenen operationellen Kosten und durch höheren Personalaufwand schloss das Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis vor Steuern (EBT) in Höhe von T€ -903, womit sich die Erwartungen der Geschäftsführung im Vergleich zum Budgetwert (T€ -288) nicht erfüllten. Ursächlich dafür war vor allem, dass mit höheren Umsätzen geplant wurde, die auch wegen dem Wechsel des Vertriebsmitarbeiters nicht generiert werden konnten.

Lage

Ertragslage

Die Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung der UMS entwickelten sich wie folgt:

in T€ 2024 2023 Delta
Zinsergebnis -2 -14 12
Provisionserlöse 1.372 1.360 12
Sonstige betriebliche Erträge 12 34 -22
Verwaltungsaufwand -2.270 -2.201 -69
davon Personalaufwand -1.234 -1.215 -19
davon Dienst- und Fremdleistungen -432 -390 -42
davon sonstiger Verwaltungsaufwand -604 -597 -7
Abschreibungen 0 0 0
Sonstiger betrieblicher Aufwand -14 -2 -12
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -903 -824 -79
Steueraufwand 0 0 0
Jahresergebnis -903 -824 -79

Im Berichtsjahr 2024 wurden Zinserträge i. H. v. T€ 3 (Vorjahr T€ 6) erzielt. Die Zinsaufwendungen in Höhe von T€ -6 (Vorjahr T€ -20) resultieren aus dem Nettoaufwand aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen. Das Zinsergebnis liegt damit bei T€ -2. Hintergrund für das im Vergleich zum Vorjahr bessere Zinsergebnis war das gestiegene Zinsniveau.

Der leichte Anstieg der Provisionserlöse (T€ +12) in 2024 gegenüber dem Vorjahr resultiert vorwiegend aus dem Anstieg der an die UES abgerechneten Dienstleistungen (T€ 122), welche die Kündigung des RA mit der Fortum Sverige AB (-T€ 123) fast kompensiert. Weiterhin wurden die in 2023 gewonnenen Kunden in 2024 erstmals für ein vollständiges Jahr abgerechnet.

Per 31.12.2024 unterhält die UMS 20 direkte Vertragsbeziehungen. Hierin sind drei Verträge mit RSU enthalten, über welche die UMS indirekte Dienstleistungen an deren Kunden erbringt. Im Vergleich zum Vorjahr (23 Kunden, hiervon drei RA) verringerte sich die Kundenanzahl.

Die an die verschiedenen RSU erbrachten Leistungen wurden im Berichtsjahr auf Basis der bestehenden RA abgerechnet.

Die sonstigen betrieblichen Erträge in Höhe von T€ 12 (Vorjahr T€ 34) setzen sich vor allem aus Effekten aus Rückstellungsauflösungen (T€ 2) und der Erstattung von Personalkosten (T€ 8) zusammen. Der Rückgang (T€ -22) ist vor allem auf die im Vorjahr höheren Rückstellungsauflösungen (T€ 11) und Währungskurseffekte (T€ 7) zurückzuführen.

Mit T€ 1.234 liegt der Personalaufwand im Jahr 2024 über dem Vorjahresniveau (T€ 1.215), bei einer niedrigeren Mitarbeiterzahl per 31.12.2024 von durchschnittlich 7,25 gegenüber 8,00 Mitarbeitern im Vorjahr. Ursache für den Anstieg des Personalaufwands sind Lohnerhöhungen sowie höhere Rückstellungen für variable Vergütungen und Sonderzahlungen. Kompensierend wirkten unterjährige Personalveränderungen. Per 31.12.2024 lag der Frauenanteil an der Belegschaft bei 33,3 %. Das Durchschnittsalter aller Mitarbeiter bei der Gesellschaft betrug 44 Jahre. Sämtliche Mitarbeiter der UMS waren in Deutschland beschäftigt.

In der Position Dienst- und Fremdleistungen in Höhe von T€ 432 (Vorjahr T€ 390) sind im Jahr 2024 vor allem die Kosten für an andere Konzerngesellschaften ausgelagerte Unterstützungsfunktionen und für konzernintern an UMS abgestellte Mitarbeiter (T€ 393) eingeflossen. Damit liegt die Position über dem Vorjahresniveau, was vor allem auf gestiegene Aufwendungen für externe und interne Dienstleister zurückzuführen ist.

Der sonstige Verwaltungsaufwand in Höhe von T€ 604 (Vorjahr T€ 597) setzt sich im Jahr 2024 aus den Positionen operative IT-Kosten, Mieten, Abgaben und Gebühren sowie weiterem Verwaltungsaufwand zusammen.

Die IT-Kosten liegen mit T€ 389 über dem Vorjahresniveau (T€ 303). Das ist vor allem auf einen höheren Aufwand für Marktinformationen zurückzuführen. Der Mietaufwand (T€ 53) liegt, bedingt durch eine Reduzierung der Arbeitsplätze, unter dem Niveau des Vorjahreswertes (T€ 165). Die Abgaben und Gebühren i. H. v. T€ 28 liegen über Vorjahresniveau (T€ 23).

Der weitere in dieser Position enthaltene Aufwand in 2024 (T€ 134) ergibt sich aus Prüfungskosten (T€ 121) sowie anderem operativen Aufwand (T€ 13).

In dem gegenüber dem Vorjahr um T€ 12 höhere sonstigen betrieblichen Aufwand (T€ 14) wird im Wesentlichen der Aufwand aus operationalen Fremdwährungsdifferenzen, welche durch positive Effekte aus unrealisierten Kursverlusten der Bestände an schwedischen Kronen teilweise kompensiert werden, ausgewiesen.

Wie in den Vorjahren werden gemäß zentraler Entscheidung auf Ebene der Uniper SE als Organträger keine Steuerumlagen von den Organgesellschaften erhoben.

Im Geschäftsjahr 2024 weist die UMS ein Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) in Höhe von T€ -903 (Vorjahr T€ -824) aus.

Die im Vorjahr getroffene Prognose zur Geschäftsentwicklung 2024 wurde bei den Provisionserlösen um ca. 23 % unterschritten und bei dem Aufwand inklusive sonstiger betrieblicher Erträge und Zinsergebnis um ca. 8 % gegenüber den Budgetwerten überschritten.

Entgegen der Planung stiegen die Provisionserlöse im Vorjahresvergleich zum Ist um ca. 1 %, vor allem bedingt durch die höhere Abrechnung des RSA UES und die Abrechnung der im Vorjahr gewonnenen Kunden.

Der Aufwand (inklusive Zinsergebnis und sonstiger betrieblicher Erträge) stieg, vor allem bedingt durch den Aufwand für Dienst-/Fremdleistungen und Personalkosten, um ca. 8 %.

Mit einem operativen Verlust von T€ -900 wurde der Planwert des Jahres 2024 (T€ -228) nicht erreicht. Aufgrund von geringeren Zins- und Zinsänderungseffekten aus dem bestehenden Pensionsschema, schloss das Berichtsjahr mit einem gegenüber Budgetwert (T€ -288) höheren Fehlbetrag der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit in Höhe von T€ -903.

Operatives Ergebnis (EBIT)

Zur besseren Beurteilung der Ertragslage im Geschäftsjahr werden die Kennzahlen EBIT und das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) verwendet.

Die Ableitung der Steuerungsgröße wird wie folgt dargestellt:

in T€ 2024 2023 Delta
Provisionserlöse 1.372 1.360 12
Sonstige betriebliche Erträge 12 34 -22
Verwaltungsaufwand -2.270 -2.201 -69
davon Personalaufwand -1.234 -1.215 -19
davon Dienst- und Fremdleistungen -432 -390 -42
davon sonstiger Verwaltungsaufwand -604 -597 -7
Sonstiger betrieblicher Aufwand -14 -2 -12
EBIT -900 -809 -91
Zinsergebnis -2 -14 12
EBT -903 -824 -79

Die Inhalte der verschiedenen Positionen im Jahr 2024 und deren Abweichungen im Vorjahresvergleich wurden bereits bei der Ertragslage erläutert.

Zum besseren Verständnis des Ergebnisses und zu Kommunikationszwecken werden in einem zusätzlichen Schritt das EBIT / EBT des Geschäftsjahres um Sondereffekte bereinigt.

Im Berichtsjahr wurde durch den Vorstand der Uniper-Gruppe beschlossen, Inflationsausgleichs-, Kompensations- und Retentions-Zahlungen an die Mitarbeiter zu leisten, welche das EBIT der UMS mit T€ 74 belasten. Weiterhin wurden Prozesse der UMS mit Hilfe eines Beraters analysiert, was mit T€ -27 in das Ergebnis einfließt. Durch eine Zinssatzänderung in Folge gestiegener Diskontierungszinsen, kam es zu Aufzinsungen bei den Pensionsverpflichtungen, die sich im Zinsergebnis positiv darstellten (T€ 38).

in T€ EBIT/EBT Sonder- effekte Bereinigtes EBIT / EBT
Provisionserlöse 1.372 1.372
Sonstige betriebliche Erträge 12 12
Verwaltungsaufwand -2.270 101 -2.169
Sonstiger betrieblicher Aufwand -14 -14
EBIT -900 101 -799
Zinsergebnis -2 -38 -41
EBT -903 63 -840

Im Vorjahresvergleich stellen sich die um Sondereffekte bereinigten Kennziffern wie folgt dar:

in T€ 2024 Bereinigt 2023 Bereinigt Delta
Provisionserlöse 1.372 1.360 12
Sonstige betriebliche Erträge 12 34 -21
Verwaltungsaufwand -2.169 -2.069 -100
Sonstiger betrieblicher Aufwand -14 -2 -12
EBIT -799 -677 -122
Zinsergebnis -41 -36 -4
EBT -840 -714 -126

Die Abrechnung von im Vorjahr gewonnenen Kunden, sowie die höhere Abrechnung des RA UES, führten zu gestiegenen Provisionserlösen. Aufgrund geringerer Rückstellungsauflösungen und geringerer Personalkosten-Erstattung sanken die sonstigen betrieblichen Erträge. Der Kostenanstieg in den Verwaltungskosten wurde vor allem durch höhere Rückstellungen für Bonus- und Sonderzahlungen im Personalaufwand, sowie gestiegene Dienst- und Fremdleistungskosten verursacht. Fremdwährungseffekte führten zu einem höheren sonstigen betrieblichen Aufwand.

Im Vergleich zum Vorjahr kam es zu einem höheren Verlust im bereinigten Ergebnis.

Finanz- und Liquiditätslage

Bedingt durch den bestehenden Finanzmittelfonds (Bankguthaben), die bestehenden RA und den Verlustausgleich aufgrund des mit der UGC bestehenden Ergebnisabführungsvertrags stellt sich die Finanzlage der UMS als geordnet dar.

Währungskurseffekte flossen in Höhe von T€ -13 in das Ergebnis ein.

Vermögenslage

Die Vermögenswerte der UMS bestehen zum 31.12.2024 zu 87,8 % (Vorjahr 89,2 %) aus Bankguthaben, zu 0,4 % (Vorjahr 0,1 %) aus Forderungen an Kunden und zu 11,7 % (Vorjahr 10,8 %) aus sonstigen Vermögensgegenständen.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind zu 100 % kurzfristig.

Die Verbindlichkeiten haben zu 100 % einen kurzfristigen Charakter. Die Rückstellungen sind zu 15,0 % kurzfristig (Vorjahr 12,0 %). Langfristige Rückstellungen wie Pensions-, Jubiläum- und Sterbegeldrückstellungen haben einen Anteil von 85,0 % (Vorjahr 88,0 %).

Sachinvestitionen wurden im Berichtsjahr nicht getätigt. Das auf einem Kontokorrentkonto gehaltene Kapital wird auch zukünftig als kurzfristige Anlage gehalten und ist bisher nicht in das Konzern-Cash-Pooling der Uniper SE einbezogen, was sich im Jahr 2025 ändern soll.

in T€ 2024 2023 Abweichung
Forderungen an Kreditinstitute 7.319 7.168 150
Forderungen an Kunden 33 4 29
Sonstige Vermögensgegenstände 976 866 110
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 3 3
8.331 8.039 292
Sonstige Verbindlichkeiten 189 31 158
Rückstellungen 2.892 2.758 134
Eigenkapital 5.250 5.250 0
8.331 8.039 292

Die Eigenkapitalquote zum 31.12.2024 beträgt 63,0 % gegenüber 65,3 % zum Vorjahresstichtag (bei einem Gesamteigenkapital in Höhe von T€ 5.250).

Die UMS verfügt zum Bilanzstichtag über ein Kernkapital nach Artikel 97 CRR von insgesamt T€ 5.250 (Vorjahr T€ 5.250), bestehend aus dem Stammkapital und der freien Kapitalrücklage.

Das zur Verfügung stehende Kapital wird unter Beachtung von Art und Umfang der Geschäftstätigkeit als ausreichend erachtet, um die Anforderungen an die finanzielle Ausstattung der Gesellschaft zu gewährleisten, zumal ein EAV mit der Muttergesellschaft UGC besteht.

Insgesamt wird die in 2024 zu verzeichnende Entwicklung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage im Hinblick auf die Provisions- und Aufwandsentwicklung von der Geschäftsführung als unter den im Jahr 2023 geplanten Erwartungen liegend beurteilt.

Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Als wesentliche finanzielle Steuerungsgröße werden die Provisionserlöse, das EBIT und das EBT herangezogen. Für die Ableitung der Kennziffern wird auf die Tabellen im Teil Ertragslage verwiesen.

Als nicht-finanzieller Leistungsindikator wird die Kundenanzahl verwendet. Diese hat sich im Berichtsjahr verringert (siehe Ertragslage).

Risikobericht

In Ergänzung zur Einbindung der UMS in das überordnete Risikomanagementsystem des Uniper-Konzerns, betreibt UMS ein eigenständiges Risikomanagementsystem, welches die Risikotragfähigkeit und die Nachhaltigkeit der Geschäftstätigkeit gewährleistet. Ein frühzeitiges Erkennen und die Steuerung von Risiken werden somit auf Ebene der Gesellschaft sichergestellt.

Das Risikomanagement der UMS wurde unter Berücksichtigung von Art, Umfang, Komplexität und Risikogehalt der Geschäftstätigkeit ausgestaltet. Das Risikotragfähigkeitskonzept stellt sicher, dass Risiken dem Risikodeckungspotenzial gegenübergestellt werden und dass das Gesamtrisikoprofil durch das Risikodeckungspotenzial abgedeckt ist. Die Überprüfung der Geschäfts- und Risikostrategie sowie der Verfahren und Modelle hinsichtlich ihrer Wirksamkeit und Aktualität fand bei der UMS wie bisher im jährlichen Turnus statt.

Die Risikoidentifikation erfolgte über Selbsteinschätzungen und Prozessanalysen auf Basis einer Risikoinventur. Des Weiteren wurden mit der zur Verfügung stehenden Datenbasis methodische Analysen vorgenommen (z. B. Szenario-Simulationen für operationelle Risiken).

Das Geschäftsmodell der UMS hat sich für das Jahr 2024 im Vergleich zum Vorjahr nicht geändert.

Im Berichtszeitraum wurden für UMS unverändert zwei wesentliche Risiken festgestellt:

Operationelle Risiken: Verluste, die durch unangemessene / versagende interne Verfahren, menschliche Fehler oder durch externe Ereignisse verursacht werden (z. B. Rechtsrisiken).

Die Steuerung bzw. Minderung von operationellen Risiken ist ein wesentlicher Bestandteil der Verantwortung jedes einzelnen Mitarbeiters und wird unterstützt durch aufbau- und ablauforganisatorische Prozesse und Vorgaben. Operationelle Risiken werden ad hoc bei deren Auftreten berichtet. Neben der Aufstellung von UMS-spezifischen Richtlinien zu Datenschutz und IT-Sicherheit besteht auch ein Notfallkonzept. Die Geschäftsführung ist unmittelbar in die Steuerung operationeller Risiken und der Koordination des Tagesgeschäfts eingebunden. So werden frühzeitig korrekturbedürftige Situationen oder Prozesse erkannt, kommuniziert und Gegenmaßnahmen diskutiert.

Im Berichtszeitraum hatte die UMS keine offenen Rechtsstreitigkeiten und daraus resultierende Risiken zu verzeichnen.

Vertriebsrisiken: Potenzielle Verluste durch Abweichung von Umsatz- / Ergebniszahlen von der MFP.

Die Steuerung des Vertriebsrisikos erfolgt durch eine Berichterstattung auf Quartalsbasis. Weiterhin werden die Vertriebsziele monatlich und im Rahmen der Jahresprognose-Erstellung überprüft. Außerordentliche Effekte werden der Geschäftsführung direkt zur Kenntnis gebracht.

Als für die UMS nicht wesentlich werden derzeit Adressenausfall-, Marktpreis- und Liquiditätsrisiken eingestuft, jedoch werden auch die nicht wesentlichen Risiken jährlich, im Gegensatz zu der quartalsweisen oder ad hoc Betrachtung der wesentlichen Risiken, in der Risikoinventur beurteilt, da auch sie im Zeitverlauf zu wesentlichen Risiken werden könnten.

Adressenausfall bei Finanzinstituten: Von einem signifikanten Ausfallrisiko ist UMS, mit Ausnahme der Beziehung zur Hausbank, nicht betroffen, da die Geschäftspartner von UMS keine Finanzinstitute sind.

Adressenausfall bei Geschäftspartnern: Das Risiko begrenzt sich auf die von den Geschäftspartnern zu zahlenden Dienstleistungsvergütungen.

Adressenausfall bei Kunden: Aufgrund ihres direkten Kundenkontaktes hat die UMS einen Überblick über die aktuelle Geschäftslage ihrer Kunden und stuft das Adressenausfallrisiko als unwesentlich ein. Das Kredit- und Länderrisiko wird als nicht wesentlich eingestuft.

Marktpreisrisiko: Potenzielle Verluste durch Zinsänderungen, Risiken aus Wertpapieren und sonstigen Eigenkapitalpositionen, sonstige Preisrisiken, Wechselkursdifferenzen durch die Konvertierung von Kundenforderungen in Euro.

Diese werden von der Gesellschaft derzeit als nicht wesentlich betrachtet.

Liquiditätsrisiko: Illiquiditätsrisiko und Verschlechterung von Refinanzierungskonditionen.

Liquiditätsrisiken in Form von Refinanzierungsrisiken existieren für UMS nicht. Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags zwischen UGC und UMS und infolge der Stabilisierung des Uniper-Konzerns durch die Bundesregierung ist auch zukünftig die Liquidität von UMS sichergestellt. Die UMS verfügt auf Basis der aktuellen Mittelfristplanung im Durchschnitt über ein Bankguthaben in Höhe von rund T€ 7.000.

Demnach werden Liquiditätsrisiken, analog zu Kredit- und Marktpreisrisiken, derzeit als nicht wesentlich betrachtet.

Sonstige Risiken:

Sonstige Risiken werden von UMS auf Quartalsbasis berichtet.

Im Rahmen der Risikobewertung des Gesamtunternehmens werden die Einzelrisiken, nicht aber eine Korrelation der Risiken berücksichtigt. Durch die Vernachlässigung möglicher (positiver) Portfolioeffekte eines aggregierten Risikoportfolios erfolgt die Bewertung damit ggf. zu konservativ.

Die Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird durch die interne Revision (Uniper SE Corporate Audit) überprüft. Dem Prüfungsplan folgend, fand im Jahr 2024 eine Prüfung durch die interne Revision statt, die sich unter anderem auf Organisation und Richtlinien, interne Prozesse, Risikomanagement Compliance, Personal, Outsourcing und Geldwäsche sowie die Umsetzung vormaliger Revisionsempfehlungen bei UMS bezog. Als Ergebnis kam es zu Verbesserungsempfehlungen in den Bereichen Organisation, interne Prozesse und Geldwäsche. Feststellungen der internen Revision werden vom CCO verfolgt und deren Umsetzung in Abstimmung mit der internen Revision dokumentiert. Alle in 2024 fälligen Empfehlungen, wurden durch UMS rechtzeitig umgesetzt.

Als Finanzdienstleistungsinstitut ist die UMS Mitglied der Entschädigungseinrichtung der Wertpapierhandelsunternehmen (EdW). Eine Sonderzahlung wurde in 2024 nicht eingefordert.

Aufgrund ihres Geschäftsmodells sieht sich die UMS nicht mit für die Gesellschaft wesentlichen Umweltrisiken konfrontiert. Die UMS ist den ethischen Grundwerten der Uniper-Gruppe verpflichtet und stellt durch regelmäßige Mitarbeiterschulungen sowie durch das oben beschriebene Risikomanagement sicher, dass verfügbare Ressourcen schonend eingesetzt werden.

Im Jahr 2024 wurden die Geschäftsräume der UMS durch einen Auditor der Berufsgenossenschaft ETEM überprüft. Das Audit schloss ohne Beanstandungen.

Um die Risikotragfähigkeit zu gewährleisten, limitiert die UMS ihre wesentlichen Risiken, basierend auf ihrer festgelegten Risikodeckungsmasse (RDM).

Die RDM wurde auf 20% des Eigenkapitals festgelegt, um bei Erreichen dieses Wertes rechtzeitig weitergehende Maßnahmen ergreifen zu können.

Ausgehend vom Eigenkapital zum 31.12.2024 (T€ 5.250) ergibt sich eine zu verteilende RDM in Höhe von T€ 1.050 (Vorjahr T€ 1.050).

Die festgelegte RDM wird, unter Berücksichtigung des Basisindikatoransatzes gemäß Artikel 315 & 316 CRR zur Ermittlung des Risikopotenzials für operationelle Risiken, auf die wesentlichen Risiken verteilt. Hierbei wird eine risikoaverse Betrachtung gewährleistet. Vor diesem Hintergrund werden dem operationellen Risiko per 31.12.2024 T€ 236 (Vorjahr T€ 271) und dem Vertriebsrisiko T€ 814 (Vorjahr T€ 779) als RDM zugeordnet. Die Aufteilung auf operationelles und Vertriebsrisiko begründet sich dadurch, dass diese Risiken von der Gesellschaft wie oben beschrieben als wesentlich bewertet werden.

Abschließend wird die Gesamtrisikosituation der UMS zum Berichtsstichtag wie folgt beurteilt: Risiken werden systematisch aufgenommen, quantifiziert und regelmäßig bewertet. Vor dem Hintergrund der Risikodeckungsmasse, der Ausgestaltung des Risikomanagementsystems, des regelmäßigen Monitorings sowie der Berichtswege, wird die Risikosituation als vertretbar und insgesamt unverändert zum Vorjahr bewertet. Die definierten Maßnahmen zum Risikomanagement werden als angemessen erachtet. Die Risikotragfähigkeit war im Geschäftsjahr gegeben.

Prognose- und Chancenbericht für das Geschäftsjahr 2025

Die Nachfrage nach den von UMS angebotenen Dienstleistungen basiert auf dem Bedarf der industriellen Großkunden und Stadtwerke an Beratung und Informationen zum Verständnis der Entwicklungen an den Energiemärkten. Für 2025 wird mit einer anhaltenden Nachfrage gerechnet, da die Komplexität und Preisvolatilität an den Energiemärkten wie in den Vorjahren voraussichtlich anhalten, wenn nicht zunehmen werden. Das daraus erwachsende Chancenpotenzial für UMS wird von der Geschäftsführung als positiv beurteilt.

Die weiterhin zunehmende Einflussnahme der nationalen und internationalen Politik auf die Energiemärkte macht es unabdingbar, über die sich daraus ergebenden Entwicklungen und potentiellen Effekte auf die Energiepreise im Bilde zu sein. Genau dieser Bedarf kann von UMS bedient werden, wodurch sich in den kommenden Jahren ein Wachstumspotential für das operative Geschäft der Gesellschaft abzeichnet.

Um von dieser Entwicklung zu profitieren, muss das Angebot von UMS-Dienstleistungen ständig überprüft und weiterentwickelt werden. Innovative und effizientere Methoden der Informationsbereitstellung an den Kunden, sowie die Entwicklung der Berichtsinhalte werden im Jahr 2025 weiterhin einen Aufgabenschwerpunkt der Gesellschaft darstellen. Vor diesem Hintergrund ist geplant, die Marktinformationsprodukte, gekoppelt mit Beratung, weiter zu diversifizieren, um so noch nicht abgedeckte Informationsbedürfnisse der bestehenden Kundenbasis zu bedienen und in neue Marktsegmente einzutreten. Um dieses Potenzial zu realisieren, ist in den kommenden Jahren mit höheren Kosten zu rechnen. Steigerungen ergeben sich absehbar vor allem in den Personalkosten, Datenbeschaffungs- und IT-Kosten.

Es wird erwartet, dass die UMS-App, über die Kunden mit ihrem Smartphone auf Marktberichte, Webinare und ihre Portfolio-Berichte zugreifen können, im Jahr 2025 auch weiterhin eine wichtige Rolle bei der Entwicklung des UMS-Geschäfts einnehmen wird. Aufgrund der fortschreitenden Digitalisierung ist absehbar, dass in den nächsten Jahren Modernisierungskosten für die UMS-App anfallen werden.

Die Zusammenarbeit wird mit den Kooperationspartnern UES, Repsol und Uniper Benelux N. V. (UBE) in 2025 fortgeführt.

Es wird erwartet, dass die schwedische Niederlassung in 2025 weitere neue Kunden mit Dienstleistungen versorgen wird.

Die Gesamtchancensituation der UMS hat sich im Vergleich zum Vorjahr insgesamt nicht wesentlich verändert.

In 2025 ist geplant die UMS in das Cash Pooling der Uniper-Gruppe einzubeziehen. Dadurch könnte sich das Risikoprofil der UMS im Hinblick auf Liquiditätsrisiken und damit verbundene Berichtspflichten verändern.

Auswirkungen auf die finanziellen Verhältnisse der UMS durch die in 2022 erfolgte Übernahme der Uniper SE durch die BRD werden nicht erwartet.

Nach dem Wechsel der Geschäftsführung im April 2024 wird zunächst mit einer sehr verhaltenen Umsatzentwicklung geplant, sodass die Umsatzerlöse in den nächsten Jahren auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2024 eingestellt wurden. Der neue Vertriebsmitarbeiter nimmt ab Januar 2025 seine Tätigkeit auf. Um mehr Geschäft bedienen zu können, wurden die in 2024 vakant gewordenen Stellen ersetzt. Darüber hinaus wurde ein weiterer Portfolio Manager und ein Mitarbeiter für Prozesse und Projekte eingestellt, die ebenfalls ab Januar 2025 ihre Tätigkeit aufnehmen.

Auf Basis der verabschiedeten Mittelfristplanung wird im Vergleich zum Ist 2024 zunächst mit einem Rückgang der Provisionserlöse um ca. 3 % und einem Anstieg der operativen Aufwendungen um ca. 5 % gerechnet. Für die Kundenbasis wird aufgrund der Einarbeitung des neuen Vertriebsmitarbeiters sowie einer erfahrungsgemäß langen Akquise-Zeitspanne für die UMS-Dienstleistungen zunächst kein Anstieg unterstellt.

Für das Planungsjahr 2025 wird mit einem EBT von ca. T€ -1.046 gerechnet bei einem EBIT von ca. T€ -1.186.

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der UMS wird sich - auch durch den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag - weiterhin geordnet darstellen.

Insgesamt wertet die Geschäftsführung das Ergebnis für das abgelaufene Geschäftsjahr vor dem Hintergrund der geringer als geplanten Provisionserlöse und der Aufwandsentwicklung als negativ.

 

Düsseldorf, den 10.02.2024

Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf

Die Geschäftsführung

Simon Klimmek

Jahresbilanz zum 31.12.2024

der Uniper Market Solutions GmbH

AKTIVSEITE

31.12.2024 31.12.2023
Anhang EUR EUR EUR
1. Forderungen an Kreditinstitute (1) 7.318.680,32 7.168.337,51
a) täglich fällig 7.318.680,32 7.168.337,51
2. Forderungen an Kunden (2) 32.993,80 4.400,00
3. Sonstige Vermögensgegenstände (3) 976.079,84 866.490,00
4. Rechnungsabgrenzungsposten 3.320,00 0,00
Summe der Aktiva 8.331.073,96 8.039.227,51

PASSIVSEITE

31.12.2024 31.12.2023
Anhang EUR EUR EUR
1. Sonstige Verbindlichkeiten (4) 188.699,07 30.944,44
2. Rückstellungen (5) 2.892.374,89 2.758.283,07
a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (5a) 2.368.439,00 2.341.955,00
b) andere Rückstellungen (5b) 523.935,89 416.328,07
3. Eigenkapital (6) 5.250.000,00 5.250.000,00
a) Gezeichnetes Kapital 5.000.000,00 5.000.000,00
b) Kapitalrücklage 250.000,00 250.000,00
Summe der Passiva 8.331.073,96 8.039.227,51

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.01.2024 bis 31.12.2024

der Uniper Market Solutions GmbH

2024 2023
Anhang EUR EUR EUR EUR
1. Zinserträge aus (7)
a) Kredit- und Geldmarktgeschäfte 3.440,00 5.540,00
2. Zinsaufwendungen (8) 5.761,00 19.757,00
3. Provisionserträge (9) 1.371.785,34 1.359.968,12
4. Sonstige betriebliche Erträge (10) 12.375,88 33.517,18
5. Allgemeine Verwaltungsaufwendungen (11) 2.270.724,73 2.201.112,84
a) Personalaufwand (11a) 1.234.107,02 1.214.572,62
aa) Löhne und Gehälter 1.046.736,82 1.004.971,65
ab) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 187.370,20 209.600,97
darunter:
für Altersversorgung 50.882,06 Euro (Vorjahr 65.287,01 Euro)
b) andere Verwaltungsaufwendungen (11b) 1.036.617,71 986.540,22
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen (12) 13.819,49 1.860,91
7. Ergebnis der normalen Geschäftstätigkeit -902.704,00 -823.705,45
8. Erträge aus Verlustübernahme (14) 902.704,00 823.705,45
9. Jahresüberschuss 0,00 0,00

Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf

Eingetragen im Handelsregister des Amtsgerichts Düsseldorf unter HRB 59788

Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2024

A. Allgemeine Grundlagen

Die Uniper Market Solutions GmbH (UMS) mit Sitz in Düsseldorf ist beim Amtsgericht Düsseldorf unter der Nummer HRB 59788 im Handelsregister geführt.

Der Jahresabschluss und der Lagebericht wurden nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des GmbH-Gesetzes (GmbHG), des Wertpapierinstitutsgesetzes (WpIG) und der Verordnung über die Rechnungslegung der Kreditinstitute und Finanzdienstleistungsinstitute (RechKredV) aufgestellt.

Bei der UMS handelt es sich nach § 2 Abs. 16 WpIG um ein kleines Wertpapierinstitut. Gemäß § 340a Abs. 1 HGB sind auf den Jahresabschluss der UMS die Vorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden.

Die im Vorjahr angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden im Berichtsjahr fortgeführt.

Der Ausweis erfolgt in Euro und unter Anwendung der Gliederungsschemata der Formblätter 1 und 3 nach § 2 Abs. 1 RechKredV.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Die UMS ist ein Tochterunternehmen der Uniper Global Commodities SE (UGC), Düsseldorf, die auch die alleinige Gesellschafterin ist.

Mit wirtschaftlicher Wirkung zum 01.01.2007 hat die Gesellschaft am 02.08.2007 mit der UGC, damals firmierend unter E.ON Sales & Trading GmbH (EST), Düsseldorf, einen Gewinnabführungsvertrag geschlossen. Dieser wurde am 29.08.2007 im Handelsregister eingetragen. Am 29.11.2010 wurde der Gewinnabführungsvertrag in einen Ergebnisabführungsvertrag geändert. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 03.12.2010. Der Ergebnisabführungsvertrag wurde mit der Änderungsvereinbarung vom 29.12.2021 geändert. Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 27.01.2022.

In 2021 ist eine Zweigniederlassung in Schweden gegründet worden, die seither operativ gewesen ist.

Die UMS ist Teil der umsatz- und ertragsteuerlichen Organschaft der Uniper SE (USE), Düsseldorf.

Die UMS wird in den befreienden Konzernabschluss der USE einbezogen. Sie ist das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt. Der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellte Konzernabschluss sowie der Konzernlagebericht der USE werden einschließlich des Bestätigungsvermerks im Unternehmensregister bekannt gemacht.

Die USE stellt den Konzernabschluss entsprechend § 315e HGB nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften auf, wie sie von der Europäischen Kommission für die Anwendung in der Europäischen Union übernommen wurden (IFRS).

B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

I. Aktiva

Forderungen

Bei Forderungen an Kreditinstituten und Kunden werden erkennbare Einzelrisiken durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Forderungen sind mit ihren Nominalwerten abzüglich angemessener Wertberichtigungen für mögliche Ausfallrisiken angesetzt (niedrigerer beizulegender Wert). In Fremdwährung geführte Forderungen an Kreditinstitute werden zum Stichtagskurs bewertet.

Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung oder mit dem niedrigeren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsforderungen mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind ohne Beachtung der Restriktion des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag umgerechnet worden.

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände sind mit ihren Nominalwerten angesetzt.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

II. Passiva

Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag am Bilanzstichtag angesetzt. Der Ausweis der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen erfolgt grundsätzlich unsaldiert.

Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung oder mit dem höheren Devisenkassamittelkurs am Bilanzstichtag bewertet. Kurzfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger sind am Abschlussstichtag ohne Beachtung des Höchstwert- bzw. Realisationsprinzips zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet worden.

Rückstellungen

Die Rückstellungen tragen allen erkennbaren Risiken im Rahmen der handelsrechtlichen Vorschriften ausreichend Rechnung und werden in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Bei den sonstigen Rückstellungen sind auch zukünftige Preis- und Kostensteigerungen mit einbezogen, sofern ausreichend objektive Hinweise für ihren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Bewertung der Pensionen und pensionsähnlichen Verpflichtungen erfolgt nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Nach diesem Verfahren errechnet sich die Höhe der Pensionsverpflichtungen aus der zum Bilanzstichtag erdienten Anwartschaft unter Berücksichtigung künftiger Gehaltssteigerungen. Für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen sowie Deputate, die Altersversorgungscharakter haben und als Rentenbaustein gewertet werden, wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt.

Weiterhin sind ein Gehaltstrend und eine Rentendynamik berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde. Als Bewertungsendalter werden grundsätzlich die frühestmöglichen Altersgrenzen in der gesetzlichen Rentenversicherung unter Berücksichtigung der Regelungen des RV-Altersgrenzenanpassungsgesetzes vom 20.04.2007 herangezogen. Des Weiteren werden Fluktuationswahrscheinlichkeiten verwendet.

Für Pensionsleistungen, die über den mittelbaren Durchführungsweg des Pensionsfonds erbracht werden, haftet die UMS nach dem Gesetz zur Verbesserung der betrieblichen Altersversorgung (BetrAVG) weiterhin subsidiär. Für Pensionsverpflichtungen in Höhe von € 4.239.047,00 wurden Rückstellungen nicht gebildet. Der Fehlbetrag wegen nicht bilanzierter Versorgungsverpflichtungen/-anwartschaften i.S.v. Art. 28. Abs. 2 EGHGB beläuft sich auf € 1.006.715,00.

Seit dem Geschäftsjahr 2023 besteht im Uniper-Konzern eine reine Beitragszusage als weiteres System zur betrieblichen Altersversorgung ein. Aufgrund von § 1 Abs. 2 Satz 2a BetrAVG werden die zukünftigen Pensionsleistungen hieraus über den mittelbaren Durchführungsweg des Pensionsfonds erbracht, so dass es sich bei der Zusage um eine mittelbare Pensionszusage handelt, für die gemäß Art. 28 Abs. 1 Satz 2 EGHGB keine Rückstellung gebildet werden muss. Aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung der reinen Beitragszusage ist die Angabe eines Fehlbetrages nach Art. 28 Abs. 2 EGHGB ausgeschlossen.

Für Risikoleistungen im Rahmen der reinen Beitragszusage besteht seitens der Mitarbeiter unmittelbarer Rechtsanspruch gegenüber dem Arbeitgeber. Da es sich hierbei um Leistungen der betrieblichen Altersversorgung i.S.v. § 1 Abs. 1 Satz 1 BetrAVG handelt, wird für diese Risikoleistungen gemäß § 249 Abs. 1 HGB eine Pensionsrückstellung gebildet.

Die Berechnung der Jubiläumsverpflichtungen erfolgt ebenfalls nach dem international anerkannten Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Methode). Für die Abzinsung der Jubiläums- und Sterbegeldverpflichtungen wird der von der Deutschen Bundesbank veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren zugrunde gelegt. Ferner wird ein Gehaltstrend berücksichtigt. Den versicherungsmathematischen Rückstellungsberechnungen liegen als Rechnungsgrundlagen die Richttafeln 2018 G von K. Heubeck zugrunde.

Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital ist mit dem Nominalwert angesetzt.

Latente Steuern

Da die UMS Teil der ertragsteuerlichen Organschaft der USE ist, werden auf Einzelgesellschaftsebene keine latenten Steuern ausgewiesen. Diese werden bei der USE bilanziert.

C. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz

(1) Forderungen an Kreditinstitut e

Die Forderungen an Kreditinstitute bestehen ausschließlich aus täglich fälligen Guthaben auf den Geschäftskonten bei der Unicredit Bank AG.

(2) Forderungen an Kunden

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Forderungen an Kunden 32.993,80 4.400,00
davon gegen verbundene Unternehmen (2.000,00) (2.000,00)
Summe Forderungen an Kunden 32.993,80 4.400,00

Die Forderungen an Kunden resultieren aus bisher erbrachten Dienstleistungen. Alle Forderungen sind kurzfristig und innerhalb von 3 Monaten fällig.

(3) Sonstige Vermögensgegenstände

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Sonstige Vermögensgegenstände 976.079,84 866.490,00
davon gegen verbundene Unternehmen (902.704,00) 823.705,45)
Summe sonstige Vermögensgegenstände 976.079,84 866.490,00

Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen Forderungen aus der Verlustübernahme (Geschäftsjahr 2024) gegenüber der Gesellschafterin in Höhe von € 902.704,00 (Vorjahr € 823.705,45).

(4) Sonstige Verbindlichkeiten

31.12.2024
EUR
31.12.2023
EUR
Sonstige Verbindlichkeiten 188.699,07 30.944,44
davon gegenüber verbundenen Unternehmen (176.482,40) (13.948,22)
Summe Verbindlichkeiten 188.699,07 30.944,44

Bei den sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von € 188.699,07 handelt es sich vor allem um noch offene Posten aus der Weiterverrechnung für konzernintern ausgelagerte Unterstützungsfunktionen (€ 162.908,90).

Alle Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

(5) Rückstellungen

a) Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die Pensionsverpflichtungen decken die Versorgungsverpflichtungen gegenüber ehemaligen und noch tätigen Mitarbeitern ab. Die Finanzierung erfolgt teils durch den Arbeitgeber und im Rahmen von Gehaltsumwandlungen teils durch die Arbeitnehmer.

Der Gesamtbetrag der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen beträgt € 2.368.439,00 (Vorjahr € 2.341.955,00).

Der angewandte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtung beläuft sich im Geschäftsjahr 2024 auf 1,90 % p.a. (Vorjahr 1,83 % p.a.). Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,25 % p.a.) und eine Rentendynamik von 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a.) zugrunde gelegt.

Der Unterschiedsbetrag zwischen dem Ansatz der Pensionsrückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt zum 31.12.2024 für die UMS € - 37.582,00.

b) andere Rückstellungen

Die anderen Rückstellungen berücksichtigen im Wesentlichen Verpflichtungen aus dem Personalbereich in Höhe von € 367.675,08 (Vorjahr € 305.847,13).

Darin enthalten sind unter anderem Jubiläumsverpflichtungen in Höhe von € 44.330,00 (Vorjahr € 38.002,00) sowie Sterbegeldverpflichtungen in Höhe von € 2.188,00 (Vorjahr € 2.117,00). Für die Jubiläumsverpflichtungen sowie für Sterbegeldverpflichtungen wird ein Rechnungszinssatz von 1,97 % p.a. (Vorjahr 1,76 % p.a.) herangezogen. Weiterhin wurde ein Gehaltstrend von 2,25 % p.a. (Vorjahr 2,25 % p.a.) zugrunde gelegt.

Zudem sind Rückstellungen für Prüfungskosten in Höhe von € 119.721,75 (Vorjahr € 78.538,51) und Rückstellungen für ausstehende Rechnungen in Höhe von € 36.539,06 (Vorjahr € 31.942,43) enthalten.

(6) Eigenkapital

Das gezeichnete Kapital beträgt zum Bilanzstichtag unverändert € 5.000.000,00. Das Eigenkapital ist vollständig einbezahlt.

Die Kapitalrücklage gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB beträgt € 250.000,00 (Vorjahr € 250.000,00).

Fremdwährung

Der Gesamtbetrag der Vermögensgegenstände in Fremdwährung belief sich am Bilanzstichtag auf umgerechnet € 626.602,49 (Vorjahr € 452.948,06). Dabei handelt es sich ausschließlich um Forderungen an Kreditinstitute, die auf schwedische Kronen (SEK) lauten. Der Gesamtbetrag der Schulden in Fremdwährung belief sich am Bilanzstichtag auf umgerechnet € 171.548,59 (Vorjahr € 7.818,51). Dabei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Verbindlichkeiten aus der Arbeitnehmerüberlassung, die auf SEK lauten.

D. Erläuterungen zu einzelnen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung

(7) Zinsertrag

Die Zinserträge aus Kredit- und Geldmarktgeschäften in Höhe von € 3.440,00 (Vorjahr € 5.540,00) resultieren aus der Abzinsung von langfristigen Personalrückstellungen (Vorjahr € 5.540,00).

(8) Zinsaufwand

Der Zinsaufwand in Höhe von € 5.761,00 (Vorjahr € 19.757,00) resultiert aus dem Nettoaufwand aus der Aufzinsung (einschließlich Zinssatzänderung) von Pensions- und langfristigen Personalrückstellungen. Der Rückgang des Zinsaufwandes im Vergleich zum Vorjahr ist auf eine Zinssatzerhöhung im Geschäftsjahr zurückzuführen.

(9) Provisionserträge

Die Provisionserträge enthalten die Erträge aus erbrachten Dienstleistungen in Höhe von € 1.371.785,34 (Vorjahr € 1.359.968,12).

In den Provisionserträgen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 0,00 (Vorjahr € - 605,00) enthalten.

Die UMS erbringt Anlage- und Abschlussvermittlungen als Teil ihres Dienstleistungsspektrums.

Die in der Position enthaltenen Erträge aus verbundenen Unternehmen belaufen sich auf € 1.080.878,20 (Vorjahr € 970.445,93), die vor allem aus dem Reseller Agreement mit der Uniper Energy Sales GmbH resultieren. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus der höheren Abrechnung dieses Reseller Agreements.

Die Provisionserträge verteilen sich folgendermaßen auf die Kernmärkte der UMS. Der Großteil der Erlöse in Höhe von € 1.332.348,20 (Vorjahr € 1.201.190,93) wurde im Markt Central Europe (CE) erzielt. In Großbritannien (UK) beliefen sich die Erträge auf € 24.000,00 (Vorjahr € 24.000,00). In Schweden wurden Erträge in Höhe von € 15.437,14 (Vorjahr € 134.777,19) erzielt.

(10) Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge mit einem Gesamtwert von € 12.375,88 (Vorjahr € 33.517,18) enthalten Erträge aus der Erstattung von Personalkosten in Höhe von € 8.030,04 (Vorjahr € 12.590,46).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 149,88 (Vorjahr € 7.149,97) enthalten.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 4.195,96 (Vorjahr € 13.776,75) enthalten.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sind vollständig dem Markt Central Europe (CE) zuzurechnen.

(11) Allgemeine Verwaltungsaufwendungen

a) Personalaufwand

Im Personalaufwand sind Aufwendungen für Erfolgsprämien in Höhe von € 279.221,23 (Vorjahr € 206.498,57) enthalten. Davon wurde ein Betrag in Höhe von € 246.104,93 (Vorjahr € 188.097,77) den Rückstellungen zugeführt.

Im Personalaufwand sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 3.886,18 (Vorjahr € 383,91) enthalten.

Nicht als Personalaufwand erfasst sind Beträge, die sich aus der Aufzinsung der langfristigen Personalrückstellungen, insbesondere der Pensionsrückstellungen, ergeben. Sie sind im Zinsergebnis ausgewiesen.

Der Geschäftsführer erbringt jeweils 50 % seiner Arbeitsleistung für die UGC und die UMS. Aufgrund der arbeitsvertraglichen Zuordnung wird der Geschäftsführer seit 2016 in den Mitarbeiterangaben der UGC ausgewiesen.

Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt 2024 2023
Leitende Angestellte 0 0
Angestellte 7 8
männlich 5 6
weiblich 2 2

b) andere Verwaltungsaufwendungen

2024
EUR
2023
EUR
andere Verwaltungsaufwendungen
Dienst- und Fremdleistungsaufwendungen 432.365,75 389.963,50
IT-Fremdleistungen und sonstige IT-Aufwendungen 388.810,72 302.657,34
Wirtschaftsprüfungsgebühren 121.394,62 87.351,59
Mieten und Pachten sowie mietnahe Nebenkosten 53.034,25 164.702,99
Abgaben, Beiträge und Gebühren 27.578,18 22.953,61
Bürokosten 2.307,72 1.699,44
Sonstige 11.126,47 17.211,75
Summe der anderen Verwaltungsaufwendungen 1.036.617,71 986.540,22

Die Dienst- und Fremdleistungsaufwendungen beinhalten vor allem Kosten für an andere Konzerngesellschaften ausgelagerte Unterstützungsfunktionen und für konzernintern an UMS abgestellte Mitarbeiter in Höhe von € 392.299,88 (Vorjahr € 342.766,50).

Im IT-Aufwand werden IT-Leistungen der Muttergesellschaft mit einem Betrag von € 259.463,08 (Vorjahr € 196.155,45) ausgewiesen. Der Anstieg ist vor allem auf höhere Aufwendungen für Marktinformationen zurückzuführen.

Der Mietaufwand beträgt € 53.034,25 (Vorjahr € 164.702,99). Er resultiert im Wesentlichen aus der Untermiete in dem von der Uniper Kraftwerke GmbH angemieteten Gebäude in der Holzstraße in Düsseldorf. Der Rückgang des Mietaufwandes aus der Untermiete resultiert aus der Reduzierung von Arbeitsplätzen.

In den Verwaltungsaufwendungen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 7.105,41 (Vorjahr € 9.354,72) enthalten.

(12) Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen mit einem Gesamtwert von € 13.819,49 (Vorjahr € 1.860,91) enthalten im Wesentlichen Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von € 13.816,55 (Vorjahr € 1.693,27). In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Anteile in Höhe von € 2,94 (Vorjahr € 69,32) enthalten.

(13) Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Seit dem 1. Januar 2024 findet das Mindeststeuergesetz (Pillar Two) zur Umsetzung der globalen Mindestbesteuerung Anwendung. Durch die Erhebung einer Ergänzungssteuer (sog. Top-Up Tax) soll somit sichergestellt werden, dass das Einkommen mit einem effektiven Steuersatz von mindestens 15% besteuert wird, unabhängig davon, in welchem Land es entsteht. Somit müssen für alle Länder, in denen der Uniper-Konzern tätig ist, entsprechende Berechnungen durchgeführt werden. Somit ist auch die UMS grundsätzlich betroffen.

Die UMS gehört zum Uniper Konzern, welcher in den Anwendungsbereich des Mindeststeuergesetzes (Pillar Two) fällt.

Unter Anwendung des Mindeststeuergesetzes sind für die UMS zum 31. Dezember 2024 keine zusätzlichen Steuern zu berücksichtigen.

Für den Ansatz und die Bewertung der latenten Steuern ergeben sich gemäß § 274 Absatz 3 HGB keine Auswirkungen auch vor dem Hintergrund der bestehenden Organschaft.

(14) Erträge aus Verlustübernahme

Im Rahmen des Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrags wurde der Jahresfehlbetrag in Höhe von € 902.704,00 (Vorjahr € 823.705,45) von der UGC übernommen.

E. Sonstige Angaben

Angaben zu Geschäften mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß § 285 Nr. 21 HGB, die zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des Geschäftsjahres 2024 liegen nicht vor.

Haftungsverhältnisse, außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine Haftungsverhältnisse gemäß § 251 HGB.

Es bestehen zum Bilanzstichtag keine außerbilanziellen Geschäfte gemäß § 285 Nr. 3 HGB sowie keine wesentlichen sonstigen finanziellen Verpflichtungen gemäß § 285 Nr. 3a HGB.

Organe der Gesellschaft

Geschäftsführung

Geschäftsführer Simon Klimmek (M.Sc.), Düsseldorf (ab 01.04.2024)
Ausgeschiedener Geschäftsführer Håkan Larsson (M.Sc.), Düsseldorf (bis 31.03.2024)

Organbezüge

Unter Heranziehung von § 286 Abs. 4 HGB wird auf die Angabe der Bezüge des Geschäftsführers verzichtet.

Honorar des Abschlussprüfers

Das voraussichtliche Gesamthonorar des Abschlussprüfers beträgt € 121.394,62. Es setzt sich wie folgt zusammen: € 86.034,62 (Vorjahr € 87.351,59) Abschlussprüfungsleistungen, € 35.360,00 (Vorjahr € 0,00) andere Bestätigungsleistungen aus der WpHG-Prüfung.

 

Düsseldorf, den 10.02.2025

Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf

Der Geschäftsführer

Simon Klimmek

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Uniper Market Solutions GmbH, Düsseldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Uniper Market Solutions GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2024 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Sonstige Informationen

Die gesetzlichen Vertreter sind für die sonstigen Informationen verantwortlich.

Die sonstigen Informationen umfassen den Geschäftsbericht - ohne weitergehende Querverweise auf externe Informationen -, mit Ausnahme des geprüften Jahresabschlusses, des geprüften Lageberichts sowie unseres Bestätigungsvermerks.

Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerung hierzu ab.

Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die oben genannten sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen

wesentliche Unstimmigkeiten zum Jahresabschluss, zu den inhaltlich geprüften Lageberichtsangaben oder zu unseren bei der Prüfung erlangten Kenntnissen aufweisen oder

anderweitig wesentlich falsch dargestellt erscheinen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel in internen Kontrollen, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Düsseldorf, den 20. Februar 2025

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Peter Goldschmidt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Susanne Beurschgens, Wirtschaftsprüferin

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2024 wurde am 4. März 2025 festgestellt.

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