Herstellung von Kautschuk, Kautschukmischungen und Halbzeug daraus
KINGFA SCI. & TECH. (Europe) GmbH
Kasteler Straße 45, 65203 Wiesbaden, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Huaxiang Li seit 20.6.2025 | Geschäftsführer |
Zhengya Ding seit 30.8.2022 | Prokura |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Ungelöste Beteiligungen (1)
| Name | Anteil |
|---|---|
KINGFA SCI. & TECH. CO.,LTD. | 100.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
KINGFA SCI. & TECH. (Europe) GmbHWiesbadenJahresabschluss zum 31. Dezember 2023AKTIVA
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023
ANHANG FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2023I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss Die Gesellschaft ist unter der Firma KINGFA SCI. & TECH. (Europe) GmbH mit Sitz in Wiesbaden, Geschäftsanschrift Kasteler Straße 45, 65203 Wiesbaden im Handelsregister Wiesbaden unter der Registernummer HRB 29361 eingetragen. Die Gesellschaft weist zum Abschlussstichtag die Größenmerkmale einer großen GmbH gemäß § 267 Abs. 3 HGB auf. Die Aufstellung der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlust-Rechnung ist nach den Vorschriften für Kapitalgesellschaften (§§ 264 ff. HGB) erfolgt. Die Gliederung der Bilanz und der - nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellten - Gewinn- und Verlust-Rechnung erfolgt nach den §§ 266 und 275 HGB. Geschäftszweigbedingte Abweichungen von dem gesetzlichen Gliederungsschema sind nicht erforderlich. II. Grundsätze der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Die Bewertung erfolgte unter der Annahme der Fortführung des Unternehmens (Going-Concern). Ereignisse und Gegebenheiten zeigen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähihkeit des Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko darstellt. Wir verweisen diesbezüglich auf unsere Ausführungen im Lagebericht unter dem Gliederungspunkt "Bestandsgefährdende Risiken". Die Bewertung entspricht den gesetzlichen Vorschriften und den Grundsätzen ordnungsmäßiger Bilanzierung (insbesondere Realisationsprinzip, Imparitätsprinzip und Grundsätze der Periodenabgrenzung und Einzelbewertung). Der Grundsatz der formellen Bilanzkontinuität ist erfüllt. Der Grundsatz der Stetigkeit gem. §§ 246 Abs. 3, 252 Abs. 1 Nr. 6 und 265 Abs. 1 HGB wird beachtet. Forderungen und Verbindlichkeiten, die nicht auf EURO lauten, werden mit den im Zeitpunkt der Verbuchung geltenden Referenzkursen der fremden Währungen in EURO erfasst. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden auf fremde Währung lautende Forderungen grundsätzlich zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet, soweit der Stichtagskurs bei den Forderungen niedriger und bei den Verbindlichkeiten höher liegt. Gegenstände des Anlagevermögens sind mit den Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Bei Anlagegütern, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert; die bei der Abschreibungsbemessung jeweils zugrunde gelegte Nutzungsdauer orientiert sich an der amtlichen steuerlichen AfA-Tabelle. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode vorgenommen. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei erkennbaren Ausfallrisiken sind Einzelwertberichtigungen gebildet. Für latente Risiken, Zinsverluste und Beitreibungskosten ist eine angemessene Pauschalwertberichtigung gebildet. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Tag darstellen. Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und in voller Höhe eingezahlt. Die Rückstellungen werden auf der Grundlage der aktuellen Fassung des § 253 HGB ermittelt. Anzusetzen ist hierbei der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendige Erfüllungsbetrag gem. § 253 Abs. 1 HGB. Alle Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem von der Deutschen Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst (§ 253 Abs. 2 HGB). Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt. III. Erläuterungen zur Bilanz 1. Anlagevermögen Die Entwicklung der Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und der kumulierten Abschreibungen je Anlageposten im Jahre 31. Dezember 2023 ist in einem Anlagegitter auf der folgenden Seite dargestellt. Das Anlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Bei Anlagegütern, deren Nutzung zeitlich begrenzt ist, sind die Anschaffungs- oder Herstellungskosten um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Abschreibung auf die Zugänge 31. Dezember 2023 zum beweglichen Anlagevermögen erfolgt zeitanteilig nach der linearen Methode über eine Nutzungsdauer von 3 - 15 Jahren. Geringwertige Anlagegüter werden gemäß § 6 Abs. 2 EStG im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben. Das Finanzanlagevermögen beinhaltet 90% der Anteile an der am 16.11.2023 in Polen gegründeten Kapitalgesellschaft Kingfa Sci.& Tech. Poland Sp. z o.o., Breslau, sowie Ausleihungen an diese Gesellschaft. Das Eigenkapital der Beteiligungsgesellschaft beträgt zum 31.12.2023 TEUR 22,1 (TPLN 96,1) und der Jahresfehlbertrag 2023 TEUR -0,9 (TPLN -3,9). Die Beteiligung wurde zu Anschaffungskosten einschließlich Anschaffungsnebenkosten sowie Einzahlung in das Kapital bewertet. Abschreibungen waren nicht vorzunehmen.
2. Vorräte Die Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Einstandspreisen bewertet. Die Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Zur Berücksichtigung besonderer Markt- und Lagerrisiken werden angemessene Einzel- und Pauschalabwertungen vorgenommen. 3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Bei erkennbaren Ausfallrisiken sind Einzelwertberichtigungen gebildet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung Rechnung getragen. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen, wie im Vorjahr, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die Forderungen gegen Gesellschafter werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen und betreffen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Sie haben eine Laufzeit von bis zu einem Jahr und sind grundsätzlich zum Nennwert angesetzt. Die sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten u. a. Mietkautionen und haben mit EUR 144.247,68 (i.V. EUR 144.247,68) eine Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren. Alle übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr und sind unbesichert. 4. Guthaben bei Kreditinstituten Die Guthaben bei Kreditinstituten sind mit dem Nennwert angesetzt. 5. Rechnungsabgrenzungsposten Im Geschäftsjahr betrugen die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten TEUR 2,1 (i. V. TEUR 2,1). Es waren keine passiven Rechnungsabgrenzungsposten zu bilden. 6. Gezeichnetes Kapital Das gezeichnete Kapital ist zum Nennbetrag angesetzt und ist in voller Höhe eingezahlt. 7. Sonstige Rückstellungen
8. Verbindlichkeiten Verbindlichkeiten sind grundsätzlich mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt.
Mit unterschiedlichen Vereinbarungen vom 31.12.2023 sind die Gesellschafterin KINGFA SCI & TECH. LTD., Guangzhou, China, sowie ein weiteres verbundenes Unternehmen mit ihren Forderungen gegen die KINGFA SCI. & TECH. (EUROPE) GmbH in Höhe von EUR 21.954.657,55 und EUR 49.502.459,28 in ihrem Rang gegenüber anderen Gläubigern der KINGFA SCI. & TECH. (EUROPE) GmbH zurückgetreten (Rangrücktritt) und haben diese Forderungen gestundet. Die zu Beginn des Jahres 2022 geschlossenen Vereinbarungen über den Rangrücktritt und die Stundung wurden somit erneuert. Zudem hat sich die Gesellschafterin (Kingfa Sci. & Tech Co. Ltd., Guangzhou, China), mit allgemeiner Patronatserklärung vom 16.03.2022, bestätigt mit Erklärungen vom 18.01.2023 sowie 12.01.2024, verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass die KINGFA SCI. & TECH. (EUROPE) GmbH während der Zeit, in der sie eine bilanzielle Überschuldung ausweist, in der Weise geleitet und finanziell so ausgestattet wird, dass sie jederzeit in der Lage ist, ihre Verpflichtungen aus bestehenden und zukünftigen Verbindlichkeiten pünktlich zu erfüllen und der Eintritt von Zahlungsunfähigkeit und Überschuldung vermieden wird. Die Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern werden in der Bilanz gesondert ausgewiesen. IV. Angaben zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung Umsatzerlöse 2023
Abschreibungen auf Umlaufvermögen Im Geschäftsjahr wurden außerplanmäßige Abschreibungen auf Maskenbestände in Höhe von TEUR 2.987,3 vorgenommen. V. Sonstige Angaben 1. Durchschnittliche Anzahl der beschäftigten Arbeitnehmer
2. Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen Verpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen:
Es handelt sich um Zahlungsverpflichtungen auf der Grundlage bestehender schuldrechtlicher Verträge. 3. Honorar des Abschlussprüfers Im Geschäftsjahr sind Aufwendungen für den Abschlussprüfer für Abschlussprüfungsleistungen in Höhe von TEUR 28,5 und sonstige Leistungen in Höhe von TEUR 13,6 entstanden. 4. Geschäftsführung Herr Xiaohui Wu, Wiesbaden, Kaufmann Der Geschäftsführer ist einzelvertretungsberechtigt, mit der Befugnis, im Namen der Gesellschaft mit sich im eigenen Namen oder als Vertreter eines Dritten Rechtsgeschäfte abzuschließen. 5. Aufwendungen für Organmitglieder Die Angabe der Gesamtbezüge entfällt unter Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB. 6. Angaben zum Konzernabschluss Die KINGFA SCI. & TECH. Co. LTD., Guangzhou /China, stellt den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen auf. Der Konzernabschluss ist am Sitz der Gesellschaft in No. 33 Kefeng Road, Guangzhou/China erhältlich. 7. Ergebnisverwendung Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag des Jahres 2023 in Höhe von EUR 6.853.608,39 gemeinsam mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 66.637.944,95 auf neue Rechnung vorzutragen.
Wiesbaden, den 08. Juli 2024 gez. der Geschäftsführer Xiaohui Wu Feststellung des Jahresabschlusses: Der Jahresabschluss wurde am 23. Juli 2024 festgestellt. Ergebnisverwendungsbeschluss:In der Gesellschafterversammlung vom 23. Juli 2024 wurde beschlossen den Jahresfehlbetrag des Jahres 2023 in Höhe von EUR 6.853.608,39 gemeinsam mit dem Verlustvortrag in Höhe von EUR 66.637.944,95 auf neue Rechnung vorzutragen. LAGEBERICHT FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 20231. Grundlage des Unternehmens Die KINGFA SCI. & TECH. (Europe) GmbH (im Folgenden Kingfa GmbH oder Kingfa Europe genannt) ist eine 100 %ige Tochtergesellschaft der KINGFA SCI. & TECH. Co. Ltd. mit Sitz in Guangzhou, China. Der Kingfa-Konzern ist ein führender Anbieter für Hochleistungskunststoffe, Kunststofffasern, Verbundwerkstoffe, Feinchemikalien, vollständig biologisch abbaubaren Materialien, recycelte Materialien und persönliche Schutzausrüstung. Der Gesamtumsatz des Konzerns beläuft sich in 2023 auf ca. EUR 6,1 Mrd. (i.Vj. ca. EUR 5,1 Mrd.) mit über 10.000 Mitarbeitern, die weltweit im Einsatz sind. Unsere Produkte finden breite Anwendung in der Automobil-, Haushaltsgeräte-, Elektro-, IT- und Bau-Industrie und daher in vielen Produkten des täglichen Lebens. Kingfa Europe wurde 2016 als Tochterunternehmen der KINGFA SCI. & TECH. Co. Ltd. in Wiesbaden gegründet und hat noch im selben Jahr begonnen, die Produktion von Kunststoffen aufzunehmen. Derzeit verfügen wir am Standort in Wiesbaden über eine Produktionskapazität von rd. 25.000t Compounding-Kunststoffen. Wir verarbeiten Rohstoffe, wie z. B. Kunststoff-Harze, Additive, Verstärkungsstoffe, funktionelle Master-Badges und Flammschutzmittel und arbeiten diese Rohstoffe mit Hilfe unserer Technologie in maßgeschneiderte Hochleistungskunststoffe mit Compoundier-Maschinen um. Durch unsere Produktion am Standort Deutschland können wir anspruchsvolle Kunststoffe einschl. PP- PPT- PA in unmittelbare Nähe zu unseren europäischen Absatzmärkten herstellen. Neben der eignen Produktion handeln wir mit Artikeln der KINGFA-Unternehmensgruppe. Das Geschäft von Kingfa Europe wird hauptsächlich von den Preisen für Chemikalien und Energie, wie z. B. dem Rohöl-Preis, beeinflusst. Mit dem Bewusstsein für eine umweltfreundliche Welt wollen immer mehr Kunden Kunststoffe als Ersatz für andere Werkstoffe verwenden, mit dem Ziel, den Energieverbrauch in der Automobil- und Haushaltsgeräte-Industrie zu senken. Die Verpackungsindustrie möchte vollständig recycelte Kunststoffe als Ersatz für HDPE verwenden, um weniger Kunststoffabfälle zu erzeugen. Kingfa Europe ist einer der Hauptakteure in diesem Trend, in dem wir hochleistungsfähige Kunststoffe anbieten, um Kohlenstoff-Emissionen während des gesamten Lebenszyklus zu reduzieren. Getrieben durch die Corona-Pandemie hat der KINGFA-Konzern in 2020 damit begonnen, in China Schutzmaterialien zur Eindämmung der Corona-Pandemie, insbesondere Masken, zu produzieren. Nach der Produktion haben wir den Vertrieb dieser Artikel aufgebaut und zwischenzeitlich wieder reduziert. 2. Wirtschaftsbericht 2.1. Überblick über die gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen Rahmenbedingungen Im Jahr 2023 setzte sich die Erholung der Wirtschaft des Euroraums nach den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie fort, obwohl sie sich aufgrund globaler Unsicherheiten und Inflationsdruck leicht verlangsamte. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) verzeichnete ein moderates Wachstum, unterstützt von staatlichen Konjunkturpaketen. Die Inflationsrate im Euroraum stieg in den Jahren 2022 und 2023 spürbar an. Dies war teilweise auf Engpässe in der Lieferkette, steigende Energiepreise und Erhöhungen der Rohstoffpreise zurückzuführen. Die Arbeitslosenquote sank 2023 analog der Vorjahre kontinuierlich, da die Wirtschaftstätigkeit wieder an Fahrt aufnahm. Dennoch blieb die Arbeitslosigkeit in einigen südeuropäischen Ländern überdurchschnittlich hoch. Der Handel im Euroraum erholte sich, getrieben von der weltweiten Nachfrage und der Lockerung von Handelsbarrieren. Gleichzeitig führten geopolitische Spannungen und Unsicherheiten zu Schwankungen im Außenhandelsvolumen. Die Europäische Zentralbank (EZB) stand vor der Herausforderung, das Gleichgewicht zwischen der Unterstützung des Wirtschaftswachstums und der Bekämpfung der Inflation zu finden. In 2023 straffte die EZB ihre Geldpolitik. Das Bruttoinlandsprodukt in der Europäischen Union (EU) und der Eurozone stieg laut de.statista.com im Jahr 2023 auf rund 18,35 Billionen US-Dollar (EU-27) und rund 15,54 Billionen US-Dollar (Eurozone). Wirtschaftswachstum: Für die EU wird nun ein reales BIP-Wachstum von 1,0 Prozent im Jahr 2023 erwartet. In Deutschland wird laut der aktuellen Prognose der Europäischen Kommission das reale BIP im Jahr 2023 um geschätzt rund -0,31 Prozent geschrumpft sein. Die Marktentwicklung für Compounding-Kunststoffe hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter technologische Fortschritte, Nachfrage aus Endverbraucherindustrien, regulatorische Trends und Umweltbewusstsein. Die Automobilindustrie ist einer der größten Verbraucher von Compounding-Kunststoffen. Mit dem Trend zu leichteren Fahrzeugen zur Kraftstoffeinsparung und CO 2 -Reduzierung steigt die Nachfrage nach hochwertigen Kunststoffcompounds, die Metallteile ersetzen können. Angesichts der wachsenden Umweltbedenken gibt es einen Trend zu nachhaltigeren Compounding-Lösungen. Dieser Trend beinhaltet die Entwicklung von Compounds aus recycelten Materialien oder solchen, die leichter recycelt werden können. Mit fortschreitender Technologie suchen Endverbraucher nach maßgeschneiderten Compounding-Lösungen, die spezifische Anforderungen erfüllen, was zu einer erhöhten Forschung und Entwicklung in diesem Bereich geführt hat. In einigen Regionen gibt es strenge Vorschriften bezüglich der Verwendung bestimmter Additive in Kunststoffcompounds, insbesondere im Hinblick auf Lebensmittelsicherheit und Umweltauswirkungen, welche die Marktdynamik beeinflussen können. Die kunststofferzeugende Industrie in Deutschland hat im Jahr 2023 erhebliche Herausforderungen erlebt. Die Produktion war deutlich rückläufig, was zum zweiten Mal in Folge geschah. Hohe Produktionskosten aufgrund gestiegener Arbeitskosten und sehr hoher Energiepreise setzten der Branche im internationalen Wettbewerb zu. Der Umsatz brach im vergangenen Jahr um 21,9 Prozent ein. Die Nachfrage nach Kunststoffen ging in Deutschland 2023 um 16 Prozent zurück. Eine schnelle Erholung wird auch in 2024 nicht erwartet. Im Vergleich zum Vorjahr 2022 gab es einige bemerkenswerte Veränderungen. Die Produktion von Kunststoffen in Primärform ging 2023 um 10 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurück. Der Umsatz in der Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoff sank im Jahr 2023 um rund 6,6 Prozent im Vergleich zum Jahr 2022. Trotz dieser Herausforderungen gibt es Hoffnung für die Zukunft. Der Verband der Kunststofferzeuger, PlasticsEurope Deutschland e.V., betont die Ernsthaftigkeit der Lage, sieht aber auch Chancen für positive Impulse durch anstehende Regulierungsvorhaben. Es wird erwartet, dass wichtige Strategie- und Strukturanpassungen vorgenommen werden, um gestärkt aus der Krise hervorzugehen. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass das Jahr 2023 für die kunststofferzeugende Industrie in Deutschland eine Herausforderung darstellte. Trotz der Schwierigkeiten gibt es jedoch Optimismus und die Erwartung positiver Veränderungen in der Zukunft. 2.2. Überblick über den Geschäftsverlauf und die Lage des Unternehmens Das Jahresergebnis 2023 schließt mit einem Jahresfehlbetrag von EUR 6,8 Mio (i.Vj. EUR 5,7 Mio.) einschließlich Sondereffekte. Das Jahr 2023 war geprägt von einer Rückkehr zu unserem Kerngeschäft, der Herstellung und dem Handel mit Kunststoffen. Der Handel mit medizinischen Schutzausrüstungen auf Kunststoffbasis (Masken und Handschuhe) verlor deutlich an Bedeutung, so dass wir uns wieder auf die Geschäftsentwicklung der Kunststoffe konzentrieren konnten. Neben der allgemeinen Marktentwicklung in diesem Segment, die, wie oben beschrieben, nicht erfreulich verlaufen ist, stehen wir vor zwei grundsätzlichen Herausforderungen. Zum einen sind die Produktionskosten und die Bürokratie an unserem Produktionsstandort Deutschland nicht wettbewerbsfähig. Zum anderen benötigt es Zeit, bei großen Kunststoffverarbeitern dauerhaft als Zulieferer gelistet zu werden. Insbesondere die Bemühungen, Letzteres zu erreichen, wurden durch die Corona-Pandemie verzögert. Das Erreichen von Break-even an unserem Standort in Deutschland bleibt daher weiterhin unser vorrangiges Ziel. Wir betrachten das Gesamtergebnis im Jahr 2023 der Gesellschafter daher nicht als zufriedenstellend. 2.3. Ertragslage Die Umsatzerlöse haben sich im Vergleich zum Vorjahr um TEUR 20.355 auf TEUR 48.555 vermindert. Der Rückgang ist ungefähr zur Hälfte darauf zurückzuführen, dass in der Top-Line des Jahres 2022 noch Umsätze mit Masken enthalten waren, die im Jahr 2023 keine wesentliche Rolle mehr spielten. Der restliche Umsatzrückgang ist der rückläufigen Nachfrage geschuldet. Wir befinden uns mit der deutschen Gesellschaft weiterhin in einer Phase des Aufbaus von Geschäftsbeziehungen. Der Abschluss von neuen Lieferverträgen ist ein langfristiger Prozess, der sich in der Umsatzentwicklung niederschlägt. Auf den Verkauf von Plastik entfallen Umsatzerlöse von Mio. 47,1 EUR (i.Vj. Mio 58,5 EUR). Der Nachfragerückgang und die Einstellung des Maskengeschäftes haben sich auch in der Lagerhaltung niedergeschlagen. Die Bestände sind um TEUR 6.614 gesunken. Der Materialaufwand ist korrespondierend zum Umsatz rückläufig und um rd. 48% im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Durch Preisoptimierungen und Optimierungen der Lagerhaltung ist es uns dabei gelungen die Materialaufwandsquote deutlich um 10 Prozent-Punkte auf 80% zu senken. Dennoch ist die Materialaufwandsquote zu hoch. Da Kosteneinsparpotentiale im Materialaufwand begrenzt sind, fokussieren wir uns weiter auf den Betrieb, um die Umsatzerlöse zu erhöhen und so Skaleneffekte zu generieren. Der Personalaufwand entwickelte sich leicht steigend und beträgt in 2023 TEUR 3.736 (i.Vj. TEUR 3.298). Laufende Abschreibungen sind mit TEUR 563 (i.Vj. TEUR 1.536) im Vergleich zum Vorjahr gesunken. In den Abschreibungen werden die Investitionen für den Aufbau des Werkes in Wiesbaden verteilt. Gegenläufig belasteten außerplanmäßige Abschreibungen von Maskenbeständen in Höhe von TEUR 2.987 das Ergebnis in 2023. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind auf Vorjahresniveau. Unter Berücksichtigung der übrigen Posten der Gewinn- und Verlustrechnung schließt die Gesellschaft mit einem Verlust von TEUR 6.854 (i.Vj. TEUR 5.712). 2.4. Finanzlage Die Finanzierung unserer Gesellschaft war während des Jahres 2023 sichergestellt. Bankverbindlichkeiten bestehen keine. Wir finanzieren uns ausschließlich durch den Konzernrückhalt. Uns stehen zum 31.12.2023 konzerninterne Finanzierungen in Höhe von TEUR 74.522,8 (i.Vj. TEUR 70.357,6) zur Verfügung. Die Rückzahlung dieser Verbindlichkeiten gegenüber anderen Unternehmen der Kingfa-Gruppe ist in Höhe von Mio. 71,5 EUR bis zum 31.12.2027 gestundet. Zudem ist in dieser Höhe ein Rangrücktritt vereinbart. Im Übrigen verweisen wir auf unsere Ausführungen unter dem Gliederungspunkt 3.2. 2.5. Vermögenslage Das Sachanlagevermögen hat sich abschreibungsbedingt um TEUR 506,5 reduziert. Unter dem Finanzanlagevermögen wird eine Ende 2023 getätigte Investition in eine Tochtergesellschaft in Polen ausgewiesen. Diese befindet sich im Aufbau. Bedingt durch die Umsatzreduzierung beträgt das gesamte Vorratsvermögen zum 31.12.2023 TEUR 10.412 (i.Vj. TEUR 17.026) und ist damit gegenüber dem Vorjahr um 39% gesunken. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum 31.12.2023 TEUR 7.320,7 und liegen damit um 16% über dem Vorjahr. Die Stichtagsliquidität beträgt TEUR 3.275,8 (i.Vj. TEUR 1.866,2). Unser bilanzielles Eigenkapital ist durch erlittene Verluste aufgebraucht und wir weisen zum 31.12.2023 einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 53.491,6 (i.Vj. TEUR 46.637,9) aus. Der Verlust des Jahres 2023 wurde fast ausschließlich durch konzerninterne Verbindlichkeiten finanziert. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber Gesellschaftern sind im Vergleich zum 31.12.2023 um TEUR 4.165,2 gestiegen. Wir verweisen auf unsere Kommentierung der Finanzlage unter 2.4. Die Entwicklung der übrigen Bilanzpositionen ist unauffällig. 2.6. Gesamtaussage Die Ertragslage der Gesellschaft war im Wirtschaftsjahr vom 01.01.-31.12.2023 nicht zufriedenstellend. Die Finanzierung der Gesellschaft war jedoch durch den Konzernrückhalt sichergestellt. 3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht 3.1. Prognosebericht Unser mittelfristiges Unternehmensziel für die kommenden Jahre ist die weitere Etablierung der Gesellschaft in Europa und die Gewinnung von Kunden in verschiedenen Branchen zur vollständigen Auslastung unserer Produktion. Die belastenden Sondereffekte aus dem Vertrieb von Masken werden zukünftig keine Rolle mehr spielen. Wir werden uns auf unser Kerngeschäft fokussieren und den Ausbau weiter vorantreiben. Oberstes Ziel ist, mit der deutschen Einheit den Break-even zu erreichen. Aufgrund der Verschärfung internationaler Krisen (Störung der Lieferketten, Krieg um die Ukraine, Inflation) ist es dabei nicht ausgeschlossen, dass wir im Jahr 2024 erneut einen Verlust ausweisen. Im Jahr 2023 haben wir in Polen eine Tochtergesellschaft gegründet. Diese befindet sich im Jahr 2024 im Aufbau. Wir erwarten durch die zusätzliche Produktion in Polen Kostensenkungen in unseren hergestellten Produkten und damit zukünftig attraktivere Preise anbieten zu können. Effekte hieraus werden sich im Jahr 2024 voraussichtlich noch nicht ergeben. Seit dem 24. Februar 2022 führt Russland Krieg gegen die Ukraine. Auch in Europa hat dies weiterhin zu Folgen und deutlichen Einschnitten im Wirtschaftsleben und in der Gesellschaft geführt. Von einer Verschlechterung der gesamtwirtschaftlichen Lage ist daher auszugehen. Die konkreten Auswirkungen auf die Gesamtwirtschaft, aber auch auf unser Unternehmen, können nicht verlässlich abgeschätzt werden. Es ist jedoch weiterhin mit Beeinträchtigungen der Wirtschaftsstruktur, verschlechterten Finanzierungsbedingungen sowie geringeren Investitionen und Kaufzurückhaltung zu rechnen. Die bisherigen Auswirkungen haben sich vor allem in der deutlichen Verteuerung von Energiekosten, gestiegenen Verbraucherkosten und einer Rückfrage nach unseren Produkten niedergeschlagen. 3.2. Bestandsgefährdende Risiken Wir weisen in unserem Jahresabschluss einen nicht durch Eigenkapital gedeckten Fehlbetrag in Höhe von TEUR 53.491,6 zum 31.12.2023 aus. Dieser Fehlbetrag wurde durch den Verlust des Jahres 2023 um TEUR 6.853,6 erhöht. Unsere Finanzierung erfolgt fast ausschließlich durch konzerninterne Verbindlichkeiten. Bankverbindlichkeiten existieren nicht. Zur Sicherstellung der Unternehmensfortführung haben verbundene Unternehmen die Rückzahlung von Verbindlichkeiten in Höhe von Mio. 49,502 EUR gestundet und gleichzeitig einen Rangrücktritt über die gestundeten Verbindlichkeiten erklärt. Unsere Gesellschafterin hat Verbindlichkeiten zum 31.12.2023 in Höhe von Mio. 21,955 EUR gestundet und ist im Rang mit Ihren Verbindlichkeiten gegenüber allen anderen Gläubigern unserer Gesellschaft zurückgetreten. Zudem hat sich unsere Gesellschafterin Kingfa Sci. & Tech Co. Ltd., Guangzhou, China, mit Patronatserklärung vom 16.03.2022, die mit Erklärungen vom 18.01.2023 sowie 12.01.2024 bestätigt wurde, verpflichtet, dafür Sorge zu tragen, dass die Kingfa Europe Sci. & Tech. GmbH während der Zeit, in der wir eine bilanzielle Überschuldung ausweisen, in der Weise geleitet und finanziell so ausgestattet wird, dass wir jederzeit in der Lage sind, unsere Verpflichtungen aus bestehenden und zukünftigen Verbindlichkeiten pünktlich zu erfüllen und der Eintritt von Zahlungsunfähigkeit vermieden wird. Der Fortbestand der Gesellschaft ist daher abhängig von der weiteren Finanzierungsbereitschaft sowie der Finanzierungsfähigkeit des KINGFA-Konzerns. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Lageberichtes liegen uns keine Erkenntnisse vor, die gegen eine Aufrechterhaltung der Konzernfinanzierung sprechen. 3.3. Risikobericht Die europäische Wirtschaft dürfte 2024 um 1,0 % wachsen. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass die Verbraucher dank höherer Löhne und besserer Beschäftigungsmöglichkeiten mehr investieren. Im Euro-Raum wird ein Wachstum von 0,8 % erwartet. Die Inflation in der EU ist seit ihrem Höchststand im Jahr 2022 erheblich gesunken. Sie wird voraussichtlich auf 2,7 % in diesem Jahr und auf 2,2 % im Jahr 2025 zurückgehen. Trotz der schwächelnden Konjunktur wurden 2023 EU-weit mehr als 2 Millionen Arbeitsplätze geschaffen. Bei den Erwerbs- und Beschäftigungsquoten der 20- bis 64-Jährigen wurden im letzten Quartal des Jahres neue Rekordwerte verzeichnet. Im März 2024 lag die Arbeitslosenquote in der EU mit 6,0 % auf einem Rekordtief. Aufgrund der in der Vergangenheit beobachteten Störung internationaler Lieferketten besteht ein grundsätzliches Risiko, benötigte Rohstoffe nicht fristgerecht geliefert zu bekommen. Diesem Risiko begegnen wir durch eine abgestimmte Materialwirtschaft mit unserer chinesischen Muttergesellschaft und weiteren Konzernunternehmen. Gleichzeitig erkennen wir in unserem Werk derzeit noch ein Auslastungs- und Lagerhaltungsrisiko. Aufgrund teilweise langfristiger Prozesse zur Listung als Lieferant bei Kunden auf unseren Absatzmärkten, die im Wesentlichen auf Qualitätsstandards abzielen, ist die Kundenneugewinnung ein langwieriger Prozess. Unsere Produktion ist nicht vollständig ausgelastet, was dazu führt, dass Abschreibungen und Gemeinkosten nicht vollständig durch Umsatzerlöse gedeckt werden. Wir begegnen diesem Risiko durch verstärkte Vertriebsaktivitäten und einer weiteren Fokussierung der lokalen Produktion. Weitere Risiken bestehen in der Entwicklung der Energiekosten in Deutschland. Unsere Produktion ist sehr energie-intensiv, so dass die hohen Energiekosten in Deutschland unsere Produktion belasten. Durch den Einsatz moderner Maschinen und Produktionstechniken versuchen wir, die Energiekosten zu minimieren. Jedoch sind wir hier im Wesentlichen abhängig von der Entwicklung der teilweise politisch getriebenen Marktpreise. Dieses Risiko ist durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine signifikant gestiegen. 3.4 Chancenbericht Durch den Einbezug in den Kingfa-Konzern und den damit verbundenen Konzernrückhalt ist es uns möglich, auf langjährige Erfahrungen im Bereich der Kunststoffproduktion zurückzugreifen und unseren Kunden eine hohe Qualität an Kunststoffen anzubieten. Auch die Forschungs- und Entwicklungstätigkeiten des Kingfa-Konzerns ermöglichen uns, die Chancen bei Produktneuentwicklungen zu ergreifen und diese unseren Kunden anzubieten. Durch die Störung internationaler Lieferketten rückt die lokale Versorgung mit Rohstoffen bei unseren Kunden immer mehr in den Fokus. Wir sehen die Chance, als Kunststoffhersteller mit dem Standort in Wiesbaden lokal produzierte Kunststoffe innerhalb kürzester Zeit an unsere Kunden innerhalb der Europäischen Union sowie angrenzende Staaten liefern zu können. Durch das gelebte globale Denken und lokales Handeln sind wir in der Lage, Lieferketten aufrecht zu erhalten und unsere Kunden zu bedienen. Die weltweiten Bestrebungen der Industriestaaten zur Klimaneutralität bieten weiterhin sehr hohe Entwicklungschancen für unser Geschäft. Zum einen kommen in vielen Produkten Kunststoffe als subsidiäre Produkte zu schweren Werkstoffen zum Einsatz. Zum anderen steigt die Nachfrage nach recycelten und/oder umweltschonend hergestellten Kunststoffen. Diesen Trend verfolgen wir sehr stark und sehen hier zukünftige Chancen für unsere Entwicklung. Wir weisen darauf hin, dass die o. g. Ausführungen in dem Prognose- Chancen- und Risikobericht von der tatsächlichen Entwicklung abweichen können. Die Geschäftsführung der Kingfa Europe Sci. & Tech. GmbH beobachtet laufend die Märkte, um Risiken zu begegnen. Dabei verhalten wir uns grundsätzlich risikoavers.
Wiesbaden, den 08. Juli 2024 KINGFA SCI. & TECH. (EUROPE) GMBH Geschäftsführung Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die KINGFA Sci. & Tech. (Europe) GmbH, Wiesbaden Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der KINGFA Sci. & Tech. (Europe) GmbH, Wiesbaden, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der KINGFA Sci. & Tech. (Europe) GmbH, Wiesbaden, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 S. 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit Wir verweisen auf die Angaben im Anhang sowie die Angaben in Abschnitt 3.2. des Lageberichts, in denen der gesetzliche Vertreter beschreibt, dass der Fortbestand der Gesellschaft von der weiteren Aufrechthaltung der Finanzierung durch die Muttergesellschaft und weitere Konzern-Gesellschaften abhängig ist. Wie in den Angaben im Anhang und Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Köln, den 08. Juli 2024 Zacharias
& Demmer GmbH
Dipl.-Kfm. Hans-Josef Demmer, Wirtschaftsprüfer Dipl.-Kfm. (FH) Kai Arnold, Wirtschaftsprüfer" |
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