Stammdaten

Register
Amtsgericht Lüneburg HRB 202664
Vorher
LOTUS Containers (Deutschland) GmbH
Eingetragen
3.8.2010
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenVermittlung von Krediten
Gegenstand
Gegenstand geändert, nun: die Vermittlung von Geschäften aller Art, die Vermietung sowie der Handel von Containern und Raumelementen sowie deren Zubehör, das Betreiben von Containerdepots, die Einwerbung von Finanzierungen sowie die Bergung von Containern für Finanzinvestoren

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Jan Frahnert-Marquardt
seit 18.10.2017
Geschäftsführer
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte

100.00% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

NameAnteil
Willem-Alexander DousSWIM Beteiligungs GmbH+1
60.00%
Jan Frahnert-MarquardtSWIM Beteiligungs GmbH
40.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

LOTUS Containers GmbH

Egestorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

LOTUS Containers GmbH, Egestorf

I. Grundlagen des Unternehmens

Die im Jahr 2010 gegründete LOTUS Containers GmbH ist im internationalen Handel und in der Vermietung von Neu- und Gebrauchtseecontainern tätig und stellt eine der drei aktiv tätigen Gesellschaften der LOTUS Containers Gruppe dar. Als einer der führenden Anbieter ihrer Branche und mit internationalen Standorten ihrer verbundenen Unternehmen unterstützt LOTUS Containers GmbH ihre nationale und internationale Kundschaft dabei, regionale, aber auch globale Seecontainerlösungen zu erarbeiten und anzubieten. Die Kundschaft der LOTUS Containers GmbH erstreckt sich über nationale und internationale Speditionen, branchengleiche Unternehmen bis hin zu Kunden aus unterschiedlichsten Geschäftsfeldern mit Bedarf nach Seecontainern als Transport - oder Lagerungsmittel.

Die LOTUS Containers GmbH beschäftigte im Jahr 2023 an ihrem Standort Egestorf im Schnitt 26 Mitarbeiter.

Das Kernprodukt der LOTUS Containers GmbH ist der ISO-Seecontainer. Daher erfolgt keine Forschung und Entwicklung am Produkt im engeren Sinne. Um sich im nationalen und internationalen Wettbewerbsumfeld als führendes Unternehmen behaupten zu könne, finden stetige Weiterentwicklungen des Serviceangebotes an sich statt, was auch IT-Infrastruktur und Applikationen umfasst. Eine durch Eigenleistungen entwickelte IT-Handelstechnologieplattform ist im Anlagevermögen geführt. Die Technologie wird der Gesellschaft BOXXPORT GmbH, Hamburg, gegen Entgelt zur Nutzung überlassen, die eine Handelstechnologieplattform operativ betreibt.

Die Gesellschaft unterhält Geschäftsbeziehungen zu verbundenen Unternehmen in Hongkong (Sonderverwaltungszone der Volksrepublik China), Miami (Vereinigte Staaten) und Gdynia (Polen) (die Liquidation der polnischen Gesellschaft wurde im November 2023 abgeschlossen), und pflegt mit eben diesen einen gegenseitigen Leistungsaustausch, um den oftmals internationalen Kundenanforderungen gerecht zu werden.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

Das globale Wirtschaftswachstum und die Dynamik des Welthandels sind für die Nachfrage nach Seecontainerdienstleistungen von großer Bedeutung. Die weltwirtschaftliche Entwicklung hatte sich bereits ab der Jahresmitte 2022 verlangsamt. Dieser Trend hat sich auch im Jahr 2023 grundsätzlich weiter fortgesetzt.

Die weltweiten Lieferketten, deren starke Verwerfungen in den Pandemie- und Postpandemie-Jahren eine enorme Nachfrage nach Seecontainern zur Folge hatte, sind größtenteils wieder normalisiert.

Das Jahr 2023 war durch eine schrittweise Stabilisierung der Weltwirtschaft geprägt, wobei strukturelle Herausforderungen und geopolitische Spannungen das Geschäftsumfeld weiterhin belasteten. Unsere Kernregionen Europa, USA und China zeigten ein gemischtes Bild: Während Deutschland von einer Rezession betroffen war und der EU-27 Staatenverbund insgesamt mit einer BIP-Stagnation aufwartete, konnten die USA ein moderates Wachstum verzeichnen, und China stabilisierte sich trotz interner Herausforderungen.

Für Deutschland, als exportorientierte Volkswirtschaft, war das Jahr 2023 durch eine Rezession geprägt. Das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) schrumpfte um -0,4 % (ifo Institut). Insbesondere der Industriesektor litt unter rückläufiger Auslandsnachfrage sowie hohen Energie- und Rohstoffkosten.

Im Jahr 2023 verzeichneten die EU-27-Staaten ein moderates Wirtschaftswachstum von rund 0,4 % (Quelle: EU - Wirtschaftswachstum in den Ländern der EU | Statista). Die Erholung nach den Pandemieauswirkungen und der Energiekrise des Vorjahres geriet ins Stocken, vor allem aufgrund einer schwachen globalen Nachfrage, anhaltend hoher Inflation und den Auswirkungen der straffen Geldpolitik.

Die US-Wirtschaft zeigte im Jahr 2023 ein solides Wachstum von etwa 2,9 %, trotz der Belastungen durch eine restriktive Geldpolitik und anhaltend hohe Inflationsraten. Die starke Resilienz war vor allem auf eine robuste Arbeitsmarktlage, steigende Staatsausgaben und den wachsenden Sektor grüner Technologien zurückzuführen. Ein starker Impuls kam von staatlichen Investitionen, insbesondere durch den Inflation Reduction Act, der massive Ausgaben für grüne Technologien, Infrastruktur und Halbleiterproduktion förderte. Diese Maßnahmen stärkten die industrielle Basis der USA und reduzierten die Abhängigkeit von Importen. Gleichzeitig führten die Zinserhöhungen der Federal Reserve zu einer Dämpfung im Immobilien- und Kreditmarkt, was das Wachstum in diesen Sektoren belastete.

Die chinesische Wirtschaft verzeichnete im Jahr 2023 ein moderates Wachstum von etwa 5,25 %, was einer Stabilisierung nach dem schwachen Vorjahr entspricht. Treibende Kräfte waren eine Belebung des inländischen Konsums nach der Aufhebung der strikten Null-COVID-Politik sowie staatliche Konjunkturmaßnahmen. Dennoch blieb die Wachstumsdynamik hinter den langfristigen Zielen der Regierung zurück, was auf strukturelle Schwächen und externe Herausforderungen hinweist.

Der Binnenkonsum, insbesondere im Dienstleistungssektor, erholte sich spürbar, da sich die Mobilität der Bevölkerung normalisierte. Gleichzeitig blieb der Immobiliensektor ein erhebliches Risiko: Insolvenzen großer Unternehmen und überschuldete Kommunen belasteten die wirtschaftliche Stabilität. Im Außenhandel verzeichnete China eine Schwächung der Exporte, insbesondere aufgrund der gedämpften Nachfrage aus den USA und der EU sowie wachsender Konkurrenz durch ASEAN-Staaten und Indien.

2. Branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Nachfrageseite nach Seecontainern betrachtend, führte ein wesentlicher Faktor im Jahr 2023 zu einer reduzierten Nachfrage. Die geopolitischen Spannungen ausgehend von den kriegerischen Auseinandersetzungen in der Ukraine hatten durch deren indirekte Implikationen starke Einflüsse auf nachfragebeeinflussende makroökonomische Faktoren, wie z.B. die Inflation. Der dadurch resultierende weltweite Nachfragerückgang an Konsumgütern hatte wiederrum direkten Einfluss auf den weltweiten Handel und somit auf die Nachfrage an Seecontainern.

Die Preisseite des Marktes für Seecontainer betrachtend, führte die schwächelnde Nachfrage nach denselben, aber auch die hohe Verfügbarkeit in den Hauptlokationen, zu wesentlichen Preiskorrekturen, insbesondere im Segment von Gebrauchtcontainern. Diese Entwicklung hat sich im Jahr 2023 und bis in das 1. Quartal 2024 fortgesetzt, wobei der Markt nach einer anschließenden Preiserholung nunmehr ein Preisplateau, insbesondere für neuwertige Container, aufzeigt.

Für das Geschäftsjahr 2023 seien als Kostenaspekt die steigenden Lagerhaltungskosten hervorzuheben. Das sich im Jahr 2023 weiter fortsetzende Überangebot an Seecontainern führte zu einer erhöhten Marktnachfrage nach Depotstellplätzen, was wiederum zu einer Preis- und somit Kostenerhöhung bei den Containerdienstleistern führte. Da die LOTUS Containers GmbH im Jahr 2023 einen hohen Bestand an Containern aufwies, führte dies hier zu hohen bestandsbezogenen Kosten.

3. Geschäftsverlauf und Analyse der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Wir, die LOTUS Containers GmbH, waren auch im Geschäftsjahr 2023 stets in der Lage, die Verpflichtungen gegenüber unseren Kunden und Dienstleistern zu erfüllen.

Vermögenslage und Kapitalstruktur

Die Vermögens- und Kapitalstruktur sind in den nachfolgenden Tabellen dargestellt:

Vermögensstruktur 31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Anlagevermögen 26.428 43,57 44.079 50,46
Umlaufvermögen 34.111 56,23 43.232 49,49
Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten 119 0,20 39 0,05
60.659 100,00 87.351 100,00

Das Anlagevermögen der Gesellschaft hat sich im Jahr 2023 im Wesentlichen aufgrund von Containerverkäufen und darüber hinaus durch laufende Abschreibungen vermindert.

Der Rückgang des Umlaufvermögens ist zum einen auf den verminderten Bestand an Containern (T€ 14.045) zum Jahresende zurückzuführen. Zum anderen sind aufgrund des im Vergleich zum Vorjahr verringerten Geschäftsvolumens die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen auf T€ 715, die Forderungen gegen verbundene Unternehmen auf T€ 381 und die sonstigen Vermögensgegenstände auf T€ 183 gesunken. Liquide Mittel haben sich um T€ 11.850 auf T€ 18.488 erhöht.

Kapitalstruktur 31.12.2023 31.12.2022
T€ % T€ %
Eigenkapital 3.818 6,29 21.244 24,32
Rückstellungen 19.525 32,19 23.361 26,75
Verbindlichkeiten 35.916 59,21 37.930 43,42
Passiver Rechnungsabgrenzungsposten 312 0,51 2.078 2,38
Passive latente Steuern 1.087 1,79 2.738 3,13
60.659 100,00 87.351 100,00

Die Eigenkapitalquote (Eigenkapital/Gesamtkapital) der Gesellschaft beträgt 6,29% und ist im Vorjahresvergleich gesunken, was zum einen auf Ausschüttungen im Geschäftsjahr und zum anderen auf den Jahresfehlbetrag zurückzuführen ist.

Der Betrag der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ist auf T€ 2.424, die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind auf T€ 14.409 gesunken. Gleiches gilt für den passiven Rechnungsabgrenzungsposten, der auf T€ 312 gesunken ist sowie für die passiven latenten Steuern, die auf T€ 1.087 gesunken sind. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind aufgrund aufgenommener Darlehen auf T€ 18.286 angestiegen.

Die passiven latenten Steuern resultieren insbesondere aus der Aktivierung selbst erstellter immaterieller Vermögensgegenstände, aus Währungskursdifferenzen und aus unterschiedlichen Abschreibungssätzen in der Handels- und der Steuerbilanz.

Die Vermögens- und Kapitalstruktur halten wir trotz des zum Bilanzstichtag gesunkenen Eigenkapitals für zufriedenstellend. Dies insbesondere vor dem Hintergrund, dass die Container des Anlagevermögens grundsätzlich zwar nicht zum Verkauf bestimmt, aber dennoch jederzeit kurzfristig veräußerungsfähig sind.

Finanzlage

Die LOTUS Containers GmbH hat im Jahr 2023 einen operativen Cashflow in Höhe von - T€ 5.853 erwirtschaftet. Zahlungsmittelzuflüsse resultierten demgegenüber insbesondere aus der Rückzahlung gewährter Darlehen (T€ 11.627), aus der Aufnahme von Darlehen (T€ 23.789) sowie aus dem Verkauf von Gegenständen des Anlagevermögens (T€ 10.333). Die Zuflüsse wurden neben der Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit insbesondere zur Ausgabe von kurzfristigen Darlehen (T€ 2.682), zur Tilgung von Verbindlichkeiten (T€ 15.351) und zur Finanzierung von Gewinnausschüttungen (T€ 10.419) verwendet. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit ist mit T€ 19.284 positiv, der Cashflow aus Finanzierungstätigkeiten beläuft sich auf - T€ 2.060. Die liquiden Mittel haben sich zum Bilanzstichtag insgesamt von T€ 6.638 (Bilanzstichtag des Vorjahres) auf T€ 18.010 erhöht.

Zur kurz- und mittelfristigen Stabilisierung der Finanz- und Liquiditätslage hat die Gesellschaft gegen Ende des Jahres unter Besicherung der vorhandenen Containerbestände (Übergang des rechtlichen Eigentums auf den Darlehensgeber) in der LOTUS Containers GmbH eine externe Fremdfinanzierung mit einer Laufzeit von zwei Jahren aufgenommen.

Unter Berücksichtigung der Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens inklusive der Forderungen und der Schulden sowie der kurzfristig veräußerungsfähigen Container des Anlagevermögens halten wir auch die Finanzlage der Gesellschaft für zufriedenstellend.

Ertragslage

Die Gesellschaft hat im Anschluss an herausragend gute Vorjahre im Geschäftsjahr 2023 ein negatives Ergebnis (Jahresfehlbetrag bzw. negatives EBITDA/negative EBITDA-Marge und Rohertrag (Definition im Sinne § 276 HGB) bzw. Rohertragsmarge (Rohertrag/Umsatzerlöse)) erzielt. Diese Entwicklung ist auf die im Vergleich zu Vorjahren rückläufige internationale Nachfrage nach Seecontainern sowie insbesondere nach SOC-Equipment und der damit einhergehenden Minderung von Verkaufspreisen zurückzuführen. Aufgrund dessen sind auch nahezu sämtliche Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung im Vorjahresvergleich gesunken.

Wie im Lagebericht des Vorjahres prognostiziert, hat die Gesellschaft im Jahr 2023 insgesamt einen stark rückläufigen Umsatz von T€ 32.221 (Vj. T€ 141.803) erzielt, was einem Rückgang von 77,28% entspricht. Diese Entwicklung ist im Vergleich zum Vorjahr sowohl mengen- als auch preisbedingt. Der Materialaufwand (T€ 33.700 (Vj. T€ 103.041)) ist um 67,29% und im Vergleich zu den Umsatzerlösen unterproportional gesunken. Diese Entwicklung ist insbesondere auf Verluste aus dem Verkauf von Containern des Anlagevermögens zurückzuführen. Auch die Rohertragsmarge (Rohertrag/Umsatzerlöse) hat sich - wie ebenfalls im Lagebericht des Vorjahres prognostiziert - gegenüber dem Vorjahr mit 3,20% u.a. aus diesem Grund signifikant negativ (Vj. 30,32%) entwickelt. Der Personalaufwand (T€ 2.675 (Vj. T€ 4.805)) und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (T€ 2.774 (Vj. T€ 6.070)) liegen entsprechend der Geschäftsentwicklung ebenfalls unter den Vorjahresbeträgen. Im Jahr 2023 hat die Gesellschaft aufgrund der am Markt vorherrschenden Preise Abschreibungen auf im Umlaufvermögen ausgewiesene Container in Höhe von T€ 1.222 vorgenommen. Die Steuern vom Einkommen und Ertrag spiegeln mit einem Ertrag in Höhe von T€ 3.054 die Auswirkungen des Verlustjahres wider.

Das Jahresergebnis (Jahresfehlbetrag) beträgt - T€ 7.007 (Vj. Jahresüberschuss in Höhe von T€ 11.729) und hat sich im Vorjahresvergleich - wie im Lagebericht des Vorjahres prognostiziert - signifikant um T€ 18.736 bzw. 159,74% verringert. Ebenso haben sich das EBITDA in Höhe von - T€ 4.419 (Vj. T€ 32.122) sowie die EBITDA-Marge (EBITDA/Umsatzerlöse) in Höhe von -13,71% (Vj. positive EBITDA-Marge in Höhe von 22,65%) wie prognostiziert stark negativ entwickelt.

III. Prognosebericht

Im Geschäftsjahr 2024 rechnen wir auf Basis der aktuellen Zahlen für die LOTUS Containers GmbH mit einer deutlichen Steigerung der Umsatzerlöse sowie einem deutlich positiven Jahresergebnis vor Steuern. Zurückzuführen ist dies auf die sich stark erholende internationale Nachfrage nach Seecontainern und insbesondere nach SOC-Equipment, gepaart mit einem Anstieg der Verkaufspreise, welche sich erwartungsgemäß bis zum Ende des Jahres 2024 fortsetzen wird.

Das aktuelle Marktumfeld lässt sich anhand der folgenden makroökonomischen und geopolitischen Einflussfaktoren beschreiben:

Seit einiger Zeit bestehen bereits wasserstandsbedingte Durchfahrtsbeschränkungen des Panama-Kanals. Dieser verbindet den Atlantik mit dem Pazifik für die Schifffahrt und erspart somit im Normalfall zeitintensive Fahrten um Kap Horn an der Südspitze Südamerikas. Diese Funktion ist aufgrund der Beschränkungen derzeit nur teilweise gegeben.

Daneben haben die aktuellen politischen Auseinandersetzungen in Nahost unmittelbare und noch tiefgreifendere Folgen für die Schifffahrt im Allgemeinen und somit auf die globale Verfügbarkeit von Containerequipment im Besonderen. Der Suez-Kanal gehört zu den wichtigsten Wasserpassagen der Welt, den ca. 30% des globalen Containerwarenverkehrs passieren. Die angespannte Sicherheitslage für die Schifffahrt in der Durchfahrt des Suez-Kanals zwingt die Reedereien mehrheitlich, auf dem Weg von Asien nach Europa den 10-14 Tage dauernden Umweg, um das Kap der Guten Hoffnung, zu wählen. Dies bedeutet einen 25%igen Zeitverzug zur ursprünglichen Routendauer und eine Verdopplung der Mehrtage auf 20 bis 28 Tage im Schiffs-Rundlauf.

Dies führt zu einer künstlichen Verknappung der Schiffskapazitäten aufgrund der längeren Transitzeiten. Gleichzeitig werden Schiffskapazitäten auf diese Routen verlagert, um den bestehenden Kapazitätsengpässen entgegenzutreten. Daraus ergeben sich Verzerrungen im Angebot und in der Nachfrage nach Schiffskapazitäten auch auf anderen Märkten.

Aufgrund dieser Umstände repositionieren Reedereien in größtmöglichem Umfang Leercontainer aus Europa und den USA nach Asien, was Auswirkungen auf die Containerverfügbarkeit hat. Der sich daraus ergebenden Containerknappheit in Europa und den USA folgt eine entsprechende Marktpreissteigerung in diesen Märkten, welche sich bereits abzeichnet.

Die Entnahme von Schiffskapazitäten führt zu einer Reduzierung der Zeitplanverlässlichkeit der Reedereien und letzten Endes zum Aufbau von Staus vor den Häfen, da Schiffe nicht zur Planzeit eintreffen und somit in eine Abfertigungsreihe einzugliedern und abzufertigen sind. Dies hat wiederum eine weitere Verknappung der verfügbaren Schiffskapazität und Containerverfügbarkeit zur Folge.

Mit dem 2. Quartal 2024 hat eine deutliche Erholung des Marktes und eine Entwicklung zu Preissteigerungen eingesetzt, die auch das in den Pandemiejahren vernachlässigte Projektgeschäft wieder beleben konnte und dies anhaltend tut. Auch hier zeichnet sich erneute ein geopolitisches Ereignis als Hauptverursacher einer steigenden Nachfrage mit entsprechenden Preisauswirkungen nach Seecontainern: die Sicherheitslage am Suez-Kanal durch Angriffe auf Handelsschiffe der sogenannten "Huthi-Rebellen". Diese veranlassten einen Großteil der Reedereien die Reiseroute von Asien nach Europa über das Kap der Guten Hoffnung (Südafrika) zu führen, um eine Passage des Suez-Kanals zu vermeiden. Die damit einhergehende längeren Transitzeiten entnahmen dem Markt erneut physische Containerkapazitäten, die in eine erhöhte Nachfrage und gestiegenen Preisen mündete.

Die weltpolitische Lage und die politische Entwicklung in den USA führt weiterhin zu Verunsicherungen im Seefrachtbereich. Dabei führen die von den USA angekündigten Zollerhebungen sowie fortbestehende Unsicherheiten im Hinblick auf künftige Arbeitsniederlegungen in den Häfen der US-amerikanischen Ostküste dazu, dass die Nachfrage nach kurz- und mittelfristig verfügbare Schiffs- und Containerkapazitäten erheblich ansteigen wird. Dieser Anstieg der kurz- und mittelfristigen Nachfrage wird eine weitere Verknappung der vorhandenen Kapazitäten und damit Preiserhöhungen zur Folge haben.

Der sich in 2024 ergebende Anstieg der globalen Nachfrage nach Seecontainern und das sich daraus resultierende Absatzvolumen bei der LOTUS Containers GmbH führt nicht nur zu einer Umsatzsteigerung, sondern auch zu einer Reduktion der bestandsbezogenen Kosten wie Lagergeld und Depothandling-Gebühren. In diesem Zuge gelingt es der Gesellschaft zunehmend, die aus den Pandemiejahren erworbenen hochpreisigen Container-Bestände abzuverkaufen oder diese im Rahmen einer Flottenoptimierung durch stark erhöhte Pick-up Charges ertragspositiv zu repositionieren und somit die Net-Values des Bestandes weiter zu senken.

Wir rechnen für das Geschäftsjahr 2024 daher mit einem deutlich gegenüber dem Berichtsjahr verbesserten und positiven Jahresergebnis (Jahresüberschuss) bei deutlich gegenüber dem Berichtsjahr steigenden Umsatzerlösen.

Unter Berücksichtigung der positiven Aussicht für das Jahr 2024, der vorhandenen Vermögenswerte, weiterer Finanzierungen seitens der Gesellschafter in 2024, sowie der gegen Ende des Jahres 2023 abgeschlossenen mittelfristigen externen Finanzierung mit einer Laufzeit von zwei Jahren, gehen wir trotz der negativen Ertrags- und Finanzlage des Jahres 2023 davon aus, dass die Gesellschaft auch zukünftig jederzeit in der Lage sein wird, ihre fälligen Verbindlichkeiten zu begleichen.

IV. Chancen- und Risikobericht

Die Lage der Gesellschaft ist stark abhängig von dem weltweiten Marktgeschehen. Aus der weiteren Verschlechterung des Marktumfeldes im Jahr 2023, verbunden mit einem Nachfragerückgang an Containerdienstleistungen und sinkenden Preisen für Seecontainer, resultierte das Risiko einer geschwächten Finanz- und Ertragslage, das sich insbesondere aus einem hohen Fixkostenblock der Gesellschaft ergeben hatte. Diesem Risiko begegnet die Gesellschaft insbesondere mit vorausschauenden Liquiditätsplanungen, die rechtzeitige Reaktionen auf sich ggf. abzeichnende Engpässe erlauben.

Durch den hohen Servicierungsgrad und die auch in den turbulenten Zeiten der Pandemie enge Partnerschaft mit den Kunden haben sich die Beziehungen insbesondere zu Großkunden weiter gefestigt. Darüber hinaus unterstützen uns Produktneuerungen hinsichtlich kundenorientierter Bedürfnisse dabei, die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens weiter zu sichern. Verbunden mit der besonderen Fähigkeit, flexibel und reaktionsschnell auf Kundenwünsche reagieren zu können, bietet sich der Gesellschaft damit - im Vergleich zu ggf. schwächeren Wettbewerb - die Chance, sich langfristig auch in einem herausfordernden Marktumfeld positionieren zu können.

Weltweite Konflikte, wie z.B. der Ukraine-Konflikt und der erneut entflammte Nahost-Konflikt, und deren Auswirkungen auf makroökonomische Rahmenbedingungen, insbesondere die Inflation, führen unverändert zu einer regional unterschiedlich ausgeprägten Kaufzurückhaltung. Dem gegenüber ist hier die internationale Ausrichtung der Gesellschaft mit somit unterschiedlichen Absatzmärkten und folglich sich ausgleichenden Risikoprofilen hervorzuheben. Die Gesellschaft ist aber fortwährend marktimmanenten Preisschwankungen und daraus resultierenden Folgeeffekten, wie z.B. erhöhte Lagerkosten, ausgesetzt. Die aktuellen, teils instabilen global-politischen Situationen und deren makroökonomischen Auswirkungen sind als ein bedingtes Absatzrisiko zu nennen. Zur Steuerung und Vermeidung dieses Risikos ergreift und bewertet die Geschäftsführung fortwährend entsprechende Sicherungsmaßnahmen:

Die Umsatz- und Margenentwicklung wird über das Jahr hinweg IT basiert (Enterprise Ressource Planning System (ERP) und durch das Customer Relationship Management System (CRM)) gemonitort und seitens des Managements entsprechend beurteilt. Weiter helfen regelmäßige gruppenübergreifende Strategiemeetings der Geschäftsführung, die kurz- und mittelfristige Absatz- und Ertragssituation einzuschätzen. Diese Meetings dienen auf dazu, neben dem zahlenbasierten Monitoring die Strategieausrichtung des Unternehmens fortlaufend zu beobachten. Gleichzeitig überwachen wir hiermit auch marktbedingte Preisänderungs- und Liquiditätsrisiken im Bereich der Forderungen und Verbindlichkeiten und können rechtzeitig reagieren.

Die LOTUS Containers GmbH betreibt ein permanentes, automatisiertes und IT-basiertes Forderungsmanagement, welches wöchentlich einem Management-Monitoring unterzogen wird. Die Gewährung von Kundenkreditlimits und Zahlungszielvereinbarungen wird auf Basis von Bonitätsauskünften vergeben, wobei das Forderungsmanagement hier als unterstützende Funktion kontinuierlich der Einhaltung von Vereinbarungen überprüft. Etwaige Ausfallrisiken werden hierdurch rechtzeitig erkannt.

Zusammenfassend ist die Gesellschaft insbesondere marktbedingten Risiken in Form von Absatz- und Forderungsausfallrisiken ausgesetzt, denen sie vor allem mit starken Kundenbeziehungen und mit einem guten Monitoring sowie Forderungsmanagement begegnen kann.

 

Egestorf, den 11. Dezember 2024

Willem-Alexander Dous

Jan Frahnert-Marquardt

Dr. Kurt von Pannwitz

Quellen:

DESTATIS, China - Statistisches Bundesamt

DESTATIS, USA - Statistisches Bundesamt

STATISTA

Bilanz

Aktiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Anlagevermögen 26.428.226,34 44.079.340,31
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 1.056.946,00 1.357.431,00
1. Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte 1.056.825,00 1.355.192,00
2. entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 121,00 2.239,00
II. Sachanlagen 25.371.280,34 42.721.877,96
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 5.880.063,71 6.038.176,01
2. technische Anlagen und Maschinen 18.713.709,63 35.856.858,37
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 777.507,00 798.916,00
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 27.927,58
III. Finanzanlagen 0,00 31,35
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 0,00 31,35
B. Umlaufvermögen 34.111.367,22 43.232.175,54
I. Vorräte 14.213.187,61 24.033.508,75
1. fertige Erzeugnisse und Waren 14.045.429,49 24.033.508,75
2. geleistete Anzahlungen 167.758,12
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.409.831,87 12.560.554,59
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 715.358,37 4.207.387,22
2. Forderungen gegen Gesellschafter 130.699,31 62.415,70
3. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 380.853,82 5.335.649,11
4. sonstige Vermögensgegenstände 182.920,37 2.955.102,56
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 18.488.347,74 6.638.112,20
C. Rechnungsabgrenzungsposten 119.402,46 39.097,61
Aktiva 60.658.996,02 87.350.613,46

Passiva

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital 3.818.154,84 21.243.906,71
I. Gezeichnetes Kapital 25.000,00 25.000,00
II. Gewinnvortrag 10.800.183,68 9.489.855,09
III. Jahresfehlbetrag 7.007.028,84 -11.729.051,62
B. Rückstellungen 19.525.202,12 23.361.174,53
1. Steuerrückstellungen 18.732.326,38 20.337.512,95
2. sonstige Rückstellungen 792.875,74 3.023.661,58
C. Verbindlichkeiten 35.916.393,46 37.929.661,41
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 797.433,12 531.250,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.424.449,34 3.230.059,22
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.408.819,33 23.236.075,00
4. sonstige Verbindlichkeiten 18.285.691,67 10.932.277,19
davon aus Steuern 54.723,82 35.179,99
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.276,26 360,00
D. Rechnungsabgrenzungsposten 312.087,91 2.077.917,33
E. Passive latente Steuern 1.087.157,69 2.737.953,48
Passiva 60.658.996,02 87.350.613,46

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2023 - 31.12.2023
EUR
1.1.2022 - 31.12.2022
EUR
1. Umsatzerlöse 32.220.923,57 141.803.508,98
2. andere aktivierte Eigenleistungen 206.636,75
3. sonstige betriebliche Erträge 2.510.319,45 4.028.657,93
davon Erträge aus der Währungsumrechnung 1.011.392,15 3.803.738,60
4. Materialaufwand 33.700.179,45 103.041.294,33
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 27.619.679,99 88.785.766,92
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 6.080.499,46 14.255.527,41
5. Personalaufwand 2.675.250,42 4.805.187,79
a) Löhne und Gehälter 2.364.923,02 4.454.523,74
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 310.327,40 350.664,05
davon für Altersversorgung 15.201,00 14.401,00
6. Abschreibungen 5.120.584,42 15.745.435,23
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 3.898.285,61 4.758.856,45
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten 1.222.298,81 10.986.578,78
7. sonstige betriebliche Aufwendungen 2.774.443,34 6.070.211,07
davon Aufwendungen aus der Währungsumrechnung 737.122,05 3.806.326,65
8. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 399.065,47 938.672,85
davon aus verbundenen Unternehmen 224.676,74 112.828,90
9. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 916.057,64 614.777,60
davon an verbundene Unternehmen 551.809,42 557.978,55
10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -3.054.325,79 4.931.119,29
davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.650.795,79
davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern 1.274.121,23
11. Ergebnis nach Steuern -7.001.880,99 11.769.451,20
12. sonstige Steuern 5.147,85 40.399,58
13. Jahresfehlbetrag 7.007.028,84 -11.729.051,62

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

LOTUS Containers GmbH, Egestorf

A. Grundsätze

I. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Die LOTUS Containers GmbH ist eine mittelgroße Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 2 HGB. Da sie in den letzten beiden Vorjahren die Größenmerkmale der großen Kapitalgesellschaft im Sinne von § 267 Abs. 3 HGB nicht unterschritten hat, kommen gemäß § 267 Abs. 4 S. 1 HGB im Hinblick auf die Erstellung des Jahresabschlusses 2023 der LOTUS Containers GmbH grundsätzlich weiterhin die Vorschriften des Handelsgesetzbuches für eine große Kapitalgesellschaft und die Vorschriften des Gesetzes betreffend die Gesellschaften mit beschränkter Haftung zur Anwendung. Die Gesellschaft mit Sitz in Egestorf ist beim Amtsgericht Lüneburg unter der Nummer HRB 202664 geführt.

Abweichend vom Vorjahr werden im Geschäftsjahr 2023 die Erlöse aus der Veräußerung von Containern aus dem Anlagevermögen in Höhe von € 332.220,35 und die entsprechenden Abgänge der Restbuchwerte in Höhe von € 494.936,11, die im Vorjahr unter dem Posten sonstige betriebliche Aufwendungen zusammengefasst ausgewiesenen wurden, richtigstellend getrennt unter den Posten Umsatzerlöse und Materialaufwendungen ausgewiesen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst.

II. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Umrechnungsmethoden

1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände sowie das Sachanlagevermögen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen bilanziert.

Die Abschreibungen werden planmäßig gemäß der linearen Abschreibungsmethode und in Anlehnung an die amtlichen steuerlichen Abschreibungstabellen über die voraussichtliche Nutzungsdauer vorgenommen. Die Bewertungsregeln des § 6 Abs. 2 EStG für geringwertige Wirtschaftsgüter (Sofortabschreibung bei Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 800,00) werden analog angewandt.

2. Finanzanlagen

Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. den ihnen am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert bilanziert.

3. Vorratsvermögen

Die Gegenstände des Vorratsvermögens werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des strengen Niederstwertprinzips bilanziert.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind mit ihrem Nennwert angesetzt. Individuelle einzelne Risiken werden durch Wertabschläge, die allgemeinen Kreditrisiken durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % auf den nicht einzelwertberichtigten Nettoforderungsbestand der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen berücksichtigt.

5. Bankguthaben

Die Bankguthaben sind mit dem Nennwert angesetzt.

6. Aktiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Ausgaben vor dem Abschlussstichtag, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

7. Rückstellungen

Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewisse Verpflichtungen sowie drohende Verluste und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

8. Verbindlichkeiten

Verbindlichkeiten sind zu ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

9. Passiver Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält Einnahmen vor dem Abschlussstichtag, die Ertrag für eine bestimmte Zeit nach dem Stichtag darstellen.

10. Latente Steuern

Für die Ermittlung latenter Steuern aufgrund temporärer Differenzen zwischen Handels- und Steuerbilanz werden die voraussichtlichen unternehmensindividuellen Steuersätze im Zeitpunkt des Abbaus der Differenzen berücksichtigt.

11. Umrechnungsmethoden

Bankguthaben, Forderungen und Vermögensgegenstände sowie Verbindlichkeiten in fremden Währungen werden mit dem jeweiligen Tageskurs eingebucht. Bei am Bilanzstichtag vorhandenen Positionen in fremder Währung werden Verluste aus Kursänderungen durch Neubewertung zum Mittelkurs am Bilanzstichtag erfasst. Gewinne aus Kursänderungen werden grundsätzlich erst bei Realisierung erfasst. Ausgenommen hiervon sind Kursgewinne, die auf Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von maximal einem Jahr entfallen; diese werden gemäß § 256a HGB bereits bei Kursänderung erfasst.

B. Erläuterungen zur Bilanz

I. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist auf der letzten Seite des Anhangs dargestellt.

Unter den selbstgeschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen werden die Selbstkosten für die Erstellung eigener Software-Applikationen in Höhe von T€ 1.057 nach Abzug planmäßiger Abschreibungen ausgewiesen. Abschreibungen hierauf werden seit dem Jahr 2019 vorgenommen.

II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Im Geschäftsjahr wurden Darlehensforderungen gegen Geschäftsführer in Höhe von T€923 (inkl. Zinsen), die in voller Höhe im Geschäftsjahr 2022 gewährt wurden, zurückgeführt.

In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind sonstige Vermögensgegenstände in Höhe von € 380.853,82 (Vorjahr: € 5.335.649,11) enthalten.

III. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden für folgende Sachverhalte gebildet:

2023
T€
2022
T€
Ausstehende Rechnungen Container 616 1.956
Erstellung Steuererklärung und Abschluss, Prüfung Abschluss 135 115
Urlaubsrückstellung 32 17
Aufbewahrung von Geschäftsunterlagen 10 10
Rückstellung für Personalkosten 0 879
Ausstehende Rechnungen sonstige 0 25
Rückstellung für Beratungskosten 0 22
793 3.024

IV. Verbindlichkeiten

Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten setzen sich folgendermaßen zusammen:

Gesamtbetrag
in EUR
Restlaufzeit bis 1 Jahr
in EUR
Restlaufzeit über 1 Jahr
in EUR
Davon Restlaufzeit über 5 Jahre
in EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 797.433,12 691.183,12 106.250,00 0,00
(Vorjahr) (531.250,00) (212.500,00) (318.750,00) (0,00)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.424.449,34 2.424.449,34 0,00 0,00
(Vorjahr) (3.230.059,22) (3.230.059,22) (0,00) (0,00)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 14.408.819,33 11.549.408,02 2.859.411,31 0,00
(Vorjahr) (23.236.075,00) (23.236.075,00) (0,00) (0,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 18.285.691,67 11.894.338,46 6.391.353,21 0,00
(Vorjahr) (10.932.277,19) (10.932.277,19) (0,00) (0,00)
Geschäftsjahr 35.916.393,46 26.559.378,94 9.357.014,52 0,00
(Vorjahr) (37.929.661,41) (37.610.911,41) (318.750,00) (0,00)

In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von € 14.408.819,33 (Vorjahr: € 23.236.075,00) enthalten.

V. Passive latente Steuern

Der Überhang aus passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 1.087 steht im Zusammenhang mit den selbst geschaffenen immateriellen Vermögensgegenständen des Anlagevermögens, der steuerlichen Ausübung des Wahlrechts gemäß § 7 Abs. 2 EStG sowie der Fremdwährungsbewertung. Die gesamten passiven latenten Steuern in Höhe von T€ 2.195 wurden insgesamt saldiert mit aktiven latenten Steuern in Höhe von insgesamt T€ 1.108, welche im Zusammenhang mit der nicht dauerhaften Wertminderung der Vorräte sowie dem Gewerbeverlustvortrag stehen. Im Vorjahr betrugen die passiven latenten Steuern T€ 2.738. Der angewendete Steuersatz beträgt 29,475 %.

C. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahrens gemäß § 275 Abs. 2 HGB gegliedert.

Die Umsatzerlöse des Jahres 2023 in Höhe von € 32 Mio. teilen sich wie folgt auf:

Nach Tätigkeitsbereichen:

• Containerverkäufe: € 25 Mio.

• Containervermietung: € 5 Mio.

• Sonstige: € 2 Mio.

Nach geographischen Märkten:

• Europa, Mittlerer Osten, Afrika: € 15 Mio.

• Asien, Pazifik: € 4 Mio.

• Nord- und Südamerika: € 13 Mio.

Im Geschäftsjahr erfolgten zur Einhaltung des strengen Niederstwertprinzips Abwertungen von Vermögensgegenständen des Umlaufvermögens in Höhe von T€ 1.222, die unter den Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens, soweit diese die in der Kapitalgesellschaft üblichen Abschreibungen überschreiten, ausgewiesen werden.

D. Sonstige Pflichtangaben

I. Ausschüttungssperre

Zum 31. Dezember 2023 besteht eine Ausschüttungssperre in Höhe von T€ 745. Davon entfallen T€ 1.057 auf selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände und (T€ 312) auf diesbezüglich gebildete passive latente Steuern.

II. Gewinnverwendung

Der verbleibende Gewinnvortrag des Jahres 2021 wurde unter Berücksichtigung der zum 31. Dezember 2022 bestehenden Ausschüttungssperre am 16. November 2023 ausgeschüttet. Ebenso hat die Gesellschaft aus dem Jahresüberschuss 2022 einen Teilbetrag in Höhe von T€ 1.949 vorab ausgeschüttet. Der verbleibende Gewinnvortrag wird mit dem Verlust des Jahres 2023 verrechnet und der übersteigende Betrag zunächst auf neue Rechnung vorgetragen.

III. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen sonstige finanzielle Verpflichtungen aus Mietverträgen in Höhe von T€ 79 p.a. (ohne Nebenkosten) für die Jahre 2023 ff. Das Mietverhältnis ist unbefristet und kann von beiden Parteien unter Berücksichtigung der gesetzlichen Frist gekündigt werden. Aus Leasingverträgen bestehen kurzfristige sonstige finanzielle Verpflichtungen in Höhe von T€ 95 p.a..

IV. Anzahl Arbeitnehmer

Die Gesellschaft beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 im Durchschnitt 26 Arbeitnehmer, die sich in folgende Gruppen einteilen lassen:

- Tätigkeit im operativen Bereich: 15

- Tätigkeit im verwaltenden Bereich: 11

V. Honorar des Abschlussprüfers

Hinsichtlich der Angaben nach § 285 Satz 1 Nr. 17 HBG verweisen wir auf den Konzernabschluss.

VI. Konzernzugehörigkeit

Die Gesellschaft gehört zu 100% zum Konzern der SWIM Beteiligungs GmbH, Egestorf (Aufstellung für den kleinsten und größten Kreis von Unternehmen), und wird in deren Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 einbezogen. Der Konzernabschluss wird im Bundesanzeiger veröffentlicht.

VII. Nachtragsbericht

Im Gegensatz zu der im Jahr 2022 eingesetzten Verschlechterung des Marktumfeldes ist seit Ende des Jahres 2023 wieder eine Erholung der Marktlage zu verzeichnen.

Einhergehend damit ist die Nachfrage nach Containerdienstleistungen gestiegen und haben sich Preise für Seecontainer wieder erhöht. Die Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft hat sich ab dem 1. Quartal 2024 spürbar verbessert.

VIII. Geschäftsführung

Geschäftsführer der Gesellschaft waren im Geschäftsjahr 2023 Herr Willem-Alexander Dous (Chief Executive Officer), Bendestorf, und Herr Jan Frahnert-Marquardt (Chief Strategy Officer), Lüneburg.

Mit Wirkung zum 1. Mai 2023 wurde zudem Herr Dr. Kurt von Pannwitz (Chief Legal Officer/Chief Finance Officer), Seevetal GT Metzendorf, zum Geschäftsführer bestellt.

Auf die Angaben zu den Bezügen der Mitglieder der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

 

Egestorf, 17. Oktober 2024

Willem-Alexander Dous

Jan Frahnert-Marquardt

Dr. Kurt von Pannwitz

sonstige Berichtsbestandteile

 

Egestorf, 15.03.2025

Willem-Alexander Dous

Jan Frahnert-Marquardt

Dr. Kurt von Pannwitz

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 15.03.2025 festgestellt.

Gewinnverwendung

Der Gewinnvortrag zum 31. Dezember 2023 in Höhe von € 3.793.154,84 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die LOTUS Containers GmbH, Egestorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der LOTUS Containers GmbH, Egestorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der LOTUS Containers GmbH, Egestorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

• beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Hamburg, den 10. Januar 2025

EBS GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Hendrik Rentzsch, Wirtschaftsprüfer

Christian Entringer, Wirtschaftsprüfer

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