Stammdaten

Register
Amtsgericht Mannheim HRB 738509
Eingetragen
18.12.2020
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von sonstigen HoldinggesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem Anteilsbesitz
Gegenstand
Gegenstand geändert; nun: Der Erwerb, das Halten und die Veräußerung von Beteiligungen und sonstigem eigenen Vermögen im eigenen Namen und für eigene Rechnung, die Leitung und Führung von verbundenen Unternehmen als sog. Funktionsholding sowie die entgeltliche und unentgeltliche Erbringung von administrativen, kaufmännischen und technischen Dienstleistungen sowie Managementleistungen gegenüber verbundenen Unternehmen oder Dritten.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte

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Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Beteiligungen

NameAnteil
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

marbis AcquiCo GmbH

Karlsruhe

Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

INHALTSVERZEICHNIS

Bestätigungsvermerk

1. Konzern-Bilanz zum 31. Dezember 2023

2. Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für 2023

3. Konzern-Kapitalflussrechnung vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

4. Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

5. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

6. Konzernlagebericht zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzern-Eigenkapitalspiegel und der Konzern-Kapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der marbis AcquiCo GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2023 bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Überwachung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Berlin, 27. Juni 2024

Forvis Mazars GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Ralf Bierent, Wirtschaftsprüfer

Danijela Mijatov, Wirtschaftsprüferin

KONZERN-BILANZ zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

Vorjahr
T€
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.797,00 68
2. Geschäfts- oder Firmenwert 78.239.485,59 83.325
78.313.282,59 (83.393)
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.303.852,63 6.288
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.678,06 45
5.322.530,69 (6.333)
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 20.000,00 50
83.655.813,28 (89.776)
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
Geleistete Anzahlungen 0,00 37
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.738.042,75 912
2. Forderungen gegen Gesellschafter 35,00 0
3. Sonstige Vermögensgegenstände 3.348.182,08 1.290
6.086.259,83 (2.202)
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.808.757,06 1.133
8.895.016,89 (3.372)
C. Rechnungsabgrenzungsposten 319.386,08 460
92.870.216,25 93.608

PASSIVA

Vorjahr
T€
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 33.336,00 33
II. Kapitalrücklage 49.848.569,03 39.800
III. Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 23.804,21 200
IV. Verlustvortrag -10.369.037,19 -5.310
V. Konzernjahresfehlbetrag -9.433.238,19 -5.059
30.103.433,86 (29.664)
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 375.570,32 892
2. Sonstige Rückstellungen 787.570,04 249
1.163.140,36 (1.141)
C. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.281.199,69 53.556
2. Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.919.345,00 1.289
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.454.973,81 1.179
4. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.182.833,25 5.101
5. Sonstige Verbindlichkeiten 492.764,86 553
davon: 58.331.116,61 (61.678)
- aus Steuern: € 417.527,69 (Vorjahr: T€ 358)
- im Rahmen der sozialen Sicherheit: € 6.578,54 (Vorjahr: T€ 20)
D. Rechnungsabgrenzungsposten 3.272.525,42 1.125
92.870.216,25 93.608

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG für 2023

Vorjahr
T€
1. Umsatzerlöse 46.201.395,49 46.154
2. Sonstige betriebliche Erträge 336.109,37 792
- davon aus der Währungsumrechnung: € 159.850,40 (Vorjahr: T€ 83)
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen -16.676.227,30 -17.440
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -7.755.900,80 -6.740
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung -1.430.369,12 -1.264
- davon für Altersversorgung: € 34.404,23 (Vorjahr: T€ 31) -9.186.269,92 (-8.004)
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und auf Sachanlagen -13.736.851,04 -13.851
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen -11.351.011,37 -9.047
- davon aus der Währungsumrechnung: € 259.927,07 (Vorjahr: T€ 203)
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 105.366,63 2
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen -4.871.339,44 -2.565
davon
- aus Abzinsung: € 898.356,13 (Vorjahr: T€ 0)
- an verbundene Unternehmen: € 99.999,96 (Vorjahr: T€ 100)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -253.318,57 -1.039
10. Ergebnis nach Steuern -9.432.146,15 -4.998
11. Sonstige Steuern -1.092,04 -61
12. Konzernjahresfehlbetrag -9.433.238,19 -5.059

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Vorjahr
T€
Periodenergebnis -9.433.238,19 -5.059
+ Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens 13.736.851,04 13.852
+ / - Zunahme/Abnahme der sonstigen Rückstellungen 538.454,88 56
+ / - Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen / Erträge -691,93 16
- / + Zunahme / Abnahme der Vorräte 37.023,83 -8
- / + Zunahme / Abnahme der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen -1.825.951,42 -589
- / + Zunahme / Abnahme anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -2.829.684,46 -247
+ / - Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 275.797,32 -62
+ / - Zunahme/Abnahme anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 2.718.723,57 -440
+ Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens 129,34 20
+ / - Zinsaufwendungen / Zinserträge 4.765.972,81 2.563
+ / - Ertragsteueraufwand / Ertragsteuerertrag 253.318,57 1.039
- / + Ertragsteuerzahlungen / Ertragsteuererstattungen 141.906,20 -160
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8.378.611,56 10.981
- Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen -5.000.744,24 -78
- Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -2.645.755,08 -5.549
+ Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens 30.000,00 0
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -7.616.499,32 -5.627
+ / - Einzahlungen / Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter 10.048.569,03 0
- Auszahlung aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-) Krediten -5.620.000,00 -5.620
+ Erhaltene Zinsen 105.366,63 2
- Gezahlte Zinsen -4.796.298,18 -2.464
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -262.362,52 -8.082
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Summe der Cashflows) 499.749,72 -2.728
Zahlungsunwirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Währungsumrechnung) -176.261,08 192
+ Finanzmittelfonds am Anfang der Periode 17.068,73 2.553
Finanzmittelfonds am Ende der Periode * 340.557,37 17

* Der Finanzmittelfonds beinhaltet:

Zahlungsmittel (Kassenbestand & Guthaben bei Kreditinstituten) 2.808.757,06
Kontokorrent- und Kreditkartenverbindlichkeiten zur kurzfristigen Disposition -2.468.199,69

Entwicklung des Konzern-Eigenkapitals vom 1. Januar bis 31. Dezember 2023

Kapitalposten Stand zum 31.12.2022 Währungsumrechnungen Einstellung in die Kapitalrücklage
Gezeichnetes Kapital 33.336,00 0,00 0,00
Kapitalrücklage 39.800.000,00 0,00 10.048.569,03
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 200.065,29 -176.261,08 0,00
Verlustvortrag -5.309.685,67 0,00 0,00
Konzernjahresfehlbetrag -5.059.351,52 0,00 0,00
Summen 29.664.364,10 -176.261,08 10.048.569,03
Kapitalposten Umgliederung 2023 Konzernperiodenergebnis 2023 Stand zum 31.12.2023
Gezeichnetes Kapital 0,00 0,00 33.336,00
Kapitalrücklage 0,00 0,00 49.848.569,03
Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung 0,00 0,00 23.804,21
Verlustvortrag -5.059.351,52 0,00 -10.369.037,19
Konzernjahresfehlbetrag 5.059.351,52 -9.433.238,19 -9.433.238,19
Summen 0,00 -9.433.238,19 30.103.433,86

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

zum Konzernabschluss der marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

A. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die marbis AcquiCo GmbH hat ihren Sitz in Karlsruhe (Registergericht: Amtsgericht Mannheim, Eintragungsnummer: HRB 738509).

Der Konzernabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2023 wurde nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts (§§ 290 ff. HGB) und unter Beachtung der vom DRSC festgelegten deutschen Rechnungslegungsstandards (DRS) aufgestellt.

Der Konzernabschluss der marbis AcquiCo GmbH besteht aus Konzern-Bilanz, Konzern- Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern- Eigenkapitalspiegel sowie dem Konzernanhang und dem Konzernlagebericht.

Der Konzernabschluss wird in EUR, der Landeswährung der Muttergesellschaft, aufgestellt.

B. Angaben zum Konsoliderungskreis

Unternehmen, bei denen die marbis AcquiCo GmbH die einheitliche Leitung ausübt, weil sie direkt oder indirekt mehrheitlich beteiligt ist oder weil diese Unternehmen in eine einheitliche Geschäftspolitik integriert waren, wurden in den Konzernabschluss nach den Grundsätzen der Vollkonsolidierung gemäß §§ 300 ff. HGB einbezogen.

Beteiligungsquote in % Zeitpunkt der Erstkonsolidierung
marbis GmbH, Karlsruhe 100% 31.01.2021
marbis / Nitrado USA Inc., Las Vegas (USA) 100% 31.01.2021
Apex Hosting LLC, Las Vegas (USA) 100% 30.11.2021
MCPro Hosting LLC, Las Vegas (USA) 100% 31.12.2021

Der Stichtag für den Konzernabschluss ist der 31. Dezember 2023. Auf diesen Stichtag wurden auch die Einzelabschlüsse der einbezogenen Unternehmen aufgestellt.

Die Konzerngesellschaften marbis AcquiCo GmbH und marbis GmbH machen im Berichtsjahr von den Befreiungsvorschriften des § 264 Absatz 3 HGB Gebrauch. Die Einzelabschlüsse der Gesellschaften werden nicht im Unternehmensregister veröffentlicht.

C. Angaben zu den Konsolidierungsgrundsätzen, Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sowie zur Währungsumrechnung

1. Konsolidierungsmethoden

Die marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe, ist gemäß § 293 HGB von der Verpflichtung zur Aufstellung eines Konzernabschlusses befreit, da sie das Wahlrecht nach Artikel 93 Absatz 2 Satz 1 EGHGB zur Inanspruchnahme der Schwellenwerte in der Fassung des HGB vom 16. April 2024 in Anspruch genommen hat. Zum 31. Dezember 2023 stellt die marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe, freiwillig einen Konzernabschluss, bestehend aus Konzern- Bilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzern-Kapitalflussrechnung, Konzern- Eigenkapitalspiegel sowie dem Konzernanhang und dem Konzernlagebericht auf.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Neubewertungsmethode. Der Ansatz des neubewerteten Eigenkapitals erfolgt gemäß § 301 Abs. 1 HGB mit dem Betrag, der dem Zeitwert der in den Konzernabschluss aufzunehmenden Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten und Sonderposten zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung entspricht.

2. Unterschiedsbeträge aus der Kapitalkonsolidierung

In der Konzernbilanz sind die aktiven Unterschiedsbeträge aus der Erstkonsolidierung der Tochtergesellschaften enthalten. Im Rahmen der Kaufpreisallokationen wurden keine stillen Reserven bzw. Lasten identifiziert. Daher erfolgte die Zurechnung vollständig zum Geschäfts- oder Firmenwert.

Im Geschäftsjahr 2023 veränderte sich der Geschäfts- oder Firmenwert nachträglich aufgrund einer Kaufpreisanpassungsklausel. Betroffen war ausschließlich der Geschäfts- oder Firmenwert der Apex Hosting LLC, Las Vegas (USA). Die Zuordnung der nachträglichen Anschaffungskosten erfolgte retrospektiv auf den Erwerbszeitpunkt 30.11.2021.

Die Abschreibung der Geschäfts- oder Firmenwerte erfolgt gemäß § 253 Abs. 3 S. 3 und 4 HGB über 10 Jahre.

3. Grundlagen der Währungsumrechnung

Für Fremdwährungsbeträge bei Vermögensgegenständen und Schulden sowie der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt die Umrechnung grundsätzlich zu dem Kurs am Tag der Erstverbuchung.

Die in Fremdwährung aufgestellten Jahresabschlüsse der marbis / Nitrado USA Inc., Apex Hosting LLC und MCPro Hosting LLC wurden zum Bilanzstichtag wie folgt umgerechnet: Das Eigenkapital wurde mit den historischen Stichtagskursen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung angesetzt, die weiteren Bilanzposten mit dem Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag sowie die Posten der Gewinn- und Verlustrechnung mit dem Durchschnittskurs des Geschäftsjahres 2023. Die Währungskurse basieren auf den von der Deutschen Bundesbank in der Wechselkursstatistik veröffentlichten Stichtags- und Durchschnittskursen. Differenzen aus dieser Umrechnung hinsichtlich der Bilanz sind erfolgsneutral im Eigenkapital abgebildet. Differenzen hinsichtlich der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgswirksam gesondert unter den "sonstigen betrieblichen Erträgen" bzw. "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen.

4. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Einzelabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen sind nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts für Kapitalgesellschaften nach einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen aufgestellt.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich aus der Erstkonsolidierung der erworbenen Tochtergesellschaften und wird zeitanteilig über 10 Jahre abgeschrieben.

Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich linearer planmäßiger Abschreibungen über die voraussichtliche betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer. Dabei werden Server und Switches über eine Nutzungsdauer von 3 Jahren, Betriebs- und Geschäftsausstattung über 3-13 Jahre und Softwarelizenzen über 7 Jahre abgeschrieben.

Die Finanzanlagen wurden zu Anschaffungskosten bewertet und es wird, soweit erforderlich, der am Bilanzstichtag vorliegende niedrigere Wert angesetzt. Bei den Finanzanlagen, auf die in den Vorjahren außerplanmäßig Abschreibungen vorgenommen wurden, erfolgten, soweit erforderlich, Zuschreibungen auf den höheren beizulegenden Wert am Bilanzstichtag gemäß § 253 Absatz 5 HGB.

Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung, deren Restlaufzeit nicht mehr als ein Jahr beträgt, wurden mit dem Euroreferenzkurs am Bilanzstichtag bewertet (§ 256a HGB). Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen.

Die im Geschäftsjahr angeschafften geringwertigen Vermögensgegenstände bis 800,00 EUR werden im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände werden grundsätzlich mit dem Nennbetrag angesetzt. Soweit notwendig, wird der niedrigere beizulegende Wert angesetzt.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zum Nennwert angesetzt.

Als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Aktivseite Ausgaben vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwand für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Steuerrückstellungen sind nach den Grundsätzen vernünftiger kaufmännischer Beurteilung ermittelt.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten auf der Grundlage einer vorsichtigen kaufmännischen Beurteilung. Sie werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt.

Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Als passiver Rechnungsabgrenzungsposten werden auf der Passivseite Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Ertrag für eine bestimmte Zeit nach diesem Stichtag darstellen.

Aktive latente Steuern auf den Verlustvortrag wurden mangels Inanspruchnahme gemäß § 274 Absatz 1 HGB nicht angesetzt.

D. Sonstige Angaben zu den einzelnen Posten der Konzern-Bilanz und der Konzern-GuV

1. Erläuterungen zur Konzernbilanz

Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Aufgrund einer nachträglichen Kaufpreiszahlung auf die Geschäftsanteile der APEX Hosting LLC erhöhten sich die Anschaffungskosten des Geschäfts- oder Firmenwertes zum 28. Dezember 2023. Die nachträglichen Kaufpreiszahlung wurde wie folgt angesetzt:

Bestandteil Posten der Bilanz bzw. GuV Betrag in Mio. EUR
Anschaffungskosten auf den Geschäfts- oder Firmenwert Anlagevermögen, Geschäfts- oder Firmenwert 4,938
Zinsaufwand aus der Abzinsung der Kaufpreiszahlung auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt Zinsen und ähnliche Aufwendungen 0,898
Betrag aus der Währungsumrechnung auf den Erstkonsolidierungszeitpunkt Sonstige betriebliche Aufwendungen 0,248

Durch Umgliederungen in folgenden Positionen ist die Vergleichbarkeit der Konzernbilanz 2022 mit der Konzernbilanz 2023 nur eingeschränkt gewährleistet:

Bilanzposition 2022 gemäß Abschluss Vorjahr 2022 Differenz aus verändertem Ausweis 2022 gemäß Ausweis 2023 2023 Veränderung
in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 53,56 0,31 53,86 49,28 -4,58
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1,18 -0,31 0,87 1,45 0,58

Anlagevermögen

Die Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr ist im Anlagenspiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 2.738 TEUR (Vorjahr: 912 TEUR) haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen die Gesellschafterin beinhalten wie im Vorjahr Forderungen gegen verbundene Unternehmen bzw. sonstige Vermögensgegenstände.

Sonstige Vermögensgegenstände betragen insgesamt 3.348 TEUR (Vorjahr: 1.290 TEUR), wovon 83 TEUR (Vorjahr: 71 TEUR) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr haben.

Aktive Rechnungsabgrenzungsposten

Bei den aktiven Abgrenzungsposten handelt es sich im Wesentlichen um Gebühren für Zinsabsicherungsgeschäfte, Mietvorauszahlungen, Versicherungsbeiträge sowie Zahlungen für Serviceverträge für die Folgejahre.

Eigenkapital

Die Entwicklung des Konzerneigenkapitals im Geschäftsjahr ist im Konzerneigenkapitalspiegel dargestellt. Im Geschäftsjahr 2023 erfolgten von der Gesellschafterin andere Zuzahlungen in die Kapitalrücklage in Höhe von 10.049 TEUR.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 788 TEUR (Vorjahr: 249 TEUR) beinhalten im Wesentlichen Urlaubsrückstellungen, Rückstellungen für Mitarbeiterboni, Rückstellungen für Verkaufsprovisionen, Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Rückstellung für Abschluss und Prüfung.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Die Restlaufzeiten sind dem als Anlage zum Anhang beigefügten Konzern-Verbindlichkeitenspiegel zu entnehmen. Die Verbindlichkeiten enthalten keine antizipativen Verbindlichkeiten, die zum Abschlussstichtag noch nicht rechtlich entstanden sind. Bei den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern handelt es sich wie im Vorjahr um Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bzw. sonstige Verbindlichkeiten.

2. Erläuterungen zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung

Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr

Durch Umgliederungen folgender Positionen der GuV im Berichtsjahr ist die Vergleichbarkeiten mit der GuV des Jahres 2022 nur eingeschränkt gewährleistet:

GuV-Position 2022 gemäß Abschluss Vorjahr 2022 Differenz aus verändertem Ausweis 2022 gemäß Ausweis 2023 2023 Veränderung
in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR in Mio. EUR
Materialaufwand 17,44 -0,95 16,49 16,68 0,19
Sonstige betriebliche Aufwendungen 9,05 0,95 10,60 12,37 1,77

Umsatzerlöse

Die in Deutschland erzielten Umsatzerlöse betragen 6 Mio. EUR (Vorjahr: 6 Mio. EUR). Umsätze in Höhe von 40 Mio. EUR (Vorjahr: 40 Mio. EUR) wurden außerhalb Deutschlands erzielt.

Der Direktvertrieb an den Endverbraucher beträgt rund 40 Mio. EUR (Vorjahr: 41 Mio. EUR). Die Umsatzerlöse mit Geschäftskunden betragen rund 6 Mio. EUR (Vorjahr: 5 Mio. EUR).

Aufwendungen von außergewöhnlicher Größenordnung und periodenfremde Sachverhalte

Die Gewinn- und Verlustrechnung enthält Aufwendungen in Zusammenhang mit den nachträglichen Anschaffungskosten für die Geschäftsanteile an der Apex Hosting LLC, Las Vegas (USA), in Höhe von 1.146 T€, wovon 248 T€ als Aufwand aus Währungsanpassungen innerhalb der Position sonstige betriebliche Aufwendungen und 898 T€ als Aufwand aus der Abzinsung innerhalb der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthalten sind.

Im Posten Materialaufwand sind wesentliche periodenfremde Aufwendungen aus Nachfakturierung von Hosting-Gebühren in Höhe von 527 TEUR enthalten.

Der Posten sonstige betriebliche Aufwendungen enthält zudem rund 356 TEUR periodenfremden Aufwand für diverse nachträglich in Rechnung gestellte administrative Aufwendungen.

Der Posten Steuern vom Einkommen und Ertrag beinhaltet eine Erstattung aus Ertragsteuern für Vorjahre in Höhe von 325 T€.

E. Sonstige Pflichtangaben

1. Größter und kleinster Konsolidierungskreis

Die marbis HoldCo GmbH mit Sitz in Karlsruhe, eingetragen in das HRB 738521 beim Amtsgericht Mannheim ist die Gesellschafterin der marbis AcquiCo GmbH und stellt zugleich das Mutterunternehmen für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen dar. Eine Pflicht zur Aufstellung eines Konzernabschlusses besteht auf Ebene der marbis HoldCo GmbH für das Geschäftsjahr 2023 nicht. Sie stellt auch keinen Konzernabschluss auf freiwilliger Basis auf.

Die marbis HoldCo GmbH ist ihrerseits Tochtergesellschaft der FLEX Capital Fund II GmbH & Co. KG, Berlin. Diese stellt gemäß § 290 Absatz 5 HGB keinen Konzernabschluss auf, weil die Anteile zur Weiterveräußerung gehalten werden.

2. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasing-, Miet- und Pachtverträgen bzw. aus Dienstleistungsverträgen belaufen sich inklusive Umsatzsteuer auf 784 TEUR (Laufzeit der Mietverträge: 31.05.2026 bzw. 31.07.2026).

Es bestehen keine Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB.

3. Angabe zu Genussscheinen

Die marbis AquiCo GmbH hat zwei Genussscheine über jeweils 500 TEUR an Kreditinstitute ausgegeben, die am Bilanzstichtag mit 1.000 TEUR (Vorjahr 1.000 TEUR) valutieren und eine Laufzeit bis 31. Dezember 2027 haben. Die Genussscheine berechtigen zu fixen Zahlungen ("ergebnisunabhängige Vergütung") sowie Zahlungen aus dem Gewinn ("ergebnisabhängige Vergütung") und sind im Posten Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten. Für das Geschäftsjahr zu erwartende Verpflichtungen aus den Genussscheinen in Höhe von 75 TEUR (Vorjahr: 87 TEUR) sind in der Gewinn- und Verlustrechnung unter den Zinsen und ähnlichen Aufwendungen enthalten.

4. Honorare des Konzernabschlussprüfers

2023 2022
in TEUR In TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 55 48
sonstige Leistungen 0 0
Summe 55 48

5. Arbeitnehmer

Im Geschäftsjahr 2023 waren ohne Berücksichtigung von Auszubildenden und Geschäftsführern im Durchschnitt 129 Mitarbeiter (Vorjahr: 131 Mitarbeiter) beschäftigt.

6. Mitglieder der Geschäftsführung

Marcel Bößendörfer, CEO, einzelvertretungsberechtigt (bis 13.04.2023)

Raphael Stange, CEO, einzelvertretungsberechtigt (ab 13.04.2023)

Bezüglich der Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführung wird die Schutzklausel des § 314 Abs. 1 Nr. 6 HGB in Anspruch genommen.

7. Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt in Übereinstimmung mit den Gesellschaftern die folgende Ergebnisverwendung vor:

Das Jahresergebnis soll auf neue Rechnung vorgetragen werden.

8. Nachtragsbericht

Im Jahr 2024 erfolgte eine Erweiterung des Konsolidierungskreises durch eine Unternehmenstransaktion im Umfang von 1,748 Mio. €.

 

Karlsruhe, 27. Juni 2024

Raphael Stange, Geschäftsführer

Anlagenspiegel zum 31.12.2023

marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

Anschaffungs-, Herstellungskosten 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Anschaffungs-, Herstellungskosten 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 95.273,94 62.447,50 0,00 0,00 157.721,44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 99.746.789,06 4.938.296,74 0,00 0,00 104.685.085,80
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 99.842.063,00 5.000.744,24 0,00 0,00 104.842.807,24
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 12.160.766,35 2.645.755,08 -43.736,14 26.728,71 14.789.514,00
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 139.674,50 0,00 0,00 -26.728,71 112.945,79
Summe Sachanlagen 12.300.440,85 2.645.755,08 -43.736,14 0,00 14.902.459,79
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 50.000,00 0,00 -30.000,00 0,00 20.000,00
Summe Finanzanlagen 50.000,00 0,00 -30.000,00 0,00 20.000,00
112.192.503,85 7.646.499,32 -73.736,14 0,00 119.765.267,03
kumulierte Abschreibung 01.01.2023 Abschreibung im GJ Abschreibung auf Abgänge im GJ Abschreibungen bis 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 27.579,94 56.344,50 0,00 83.924,44
2. Geschäfts- oder Firmenwert 16.421.837,03 10.023.763,18 0,00 26.445.600,21
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 16.449.416,97 10.080.107,68 0,00 26.529.524,65
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.872.524,81 3.656.743,36 -43.606,80 9.485.661,37
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 94.267,73 0,00 0,00 94.267,73
Summe Sachanlagen 5.966.792,54 3.656.743,36 -43.606,80 9.579.929,10
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 0,00 0,00 0,00 0,00
Summe Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00
22.416.209,51 13.736.851,04 -43.606,80 36.109.453,75
Buchwert 31.12.2023 Buchwert 31.12.2022
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 73.797,00 67.694,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 78.239.485,59 83.324.952,03
Summe Immaterielle Vermögensgegenstände 78.313.282,59 83.392.646,03
II. Sachanlagen
1. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 5.303.852,63 6.288.241,54
2. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 18.678,06 45.406,77
Summe Sachanlagen 5.322.530,69 6.333.648,31
III. Finanzanlagen
Wertpapiere des Anlagevermögens 20.000,00 50.000,00
Summe Finanzanlagen 20.000,00 50.000,00
83.655.813,28 89.776.294,34

Verbindlichkeitenspiegel zum 31.12.2023

marbis AcquiCo GmbH, Karlsruhe

Verbindlichkeiten bis zu einem Jahr Verbindlichkeiten größer 1 Jahr davon Verbindlichkeiten zwischen 2 und 5 Jahren davon Verbindlichkeiten größer 5 Jahre
T€ T€ T€ T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.088,20 41.193,00 41.193,00 0,00
(VJ: 6.743,11) (VJ: 46.813,00) (VJ: 46.813,00) (VJ: 0,00)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.919,35 - - -
(VJ: 1.289,33)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.454,97 - - -
(VJ: 1.179,18)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 100,00 5.082,83 5.082,83 0,00
(VJ: 100,83) (VJ: 5.000,00) (VJ: 0,00) (VJ: 5.000,00)
Sonstige Verbindlichkeiten 492,76 - - -
(VJ: 552,36)
davon aus Steuern 417,53 - - -
(VJ: 358,19)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6,58 - - -
(VJ: 19,65)
Gesamtbetrag 31.12.2023 T€ davon gesichert T€
T€
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 49.281,20 49.281,20
(VJ: 53.556,11) (VJ: 53.556,11)
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 1.919,35 -
(VJ: 1.289,33)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1.454,97 -
(VJ: 1.179,18)
Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern 5.182,83 -
(VJ: 5.100,83)
Sonstige Verbindlichkeiten 492,76 0,00
(VJ: 552,36) (VJ: 136,94)
davon aus Steuern 417,53 -
(VJ: 358,19)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit 6,58 -
(VJ: 19,65)

Die gesicherten Verbindlichkeiten sind mit verschiedenen dinglichen Sicherungsinstrumenten (Forderungsabtretung, Pfandrechte, Server im Rechenzentrum Frankfurt) versehen.

Konzernlagebericht zum Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023

A. Grundlagen des Konzerns

Die marbis Gruppe ist ein Anbieter im Bereich dediziertem Gameserver-Hosting. Das Unternehmen ermöglicht Endverbrauchern Spiele wie zum Beispiel Minecraft oder ARK Survival Ascended auf privaten Servern zu spielen. Dies erlaubt es den Gamern auf der ganzen Welt zusammen zu spielen und ist somit wichtiger Bestandteil des Erfolgs der Spiele.

Zudem kooperiert das Unternehmen mit Spieleentwicklerstudios und unterstützt diese beim Anbieten von Servern für den Multiplayer-Bereich.

Der Zusammenschluss der drei Marken Nitrado, Apex Hosting und MCPro Hosting, der im Jahr 2021 erfolgreich durchgeführt wurde, macht die Gruppe zu einem Akteur mit Mehrmarkenstrategie im dedizierten Gameserver-Hosting Bereich. Nitrado schaut auf eine mehr als 20-jährige erfolgreiche Geschichte voller zufriedener Kunden auf der ganzen Welt zurück, die sich an mehr als 100 Spielen erfreuen. Apex Hosting und MCPro Hosting sind Marken mit Fokus auf Minecraft-Server Hosting im englischsprachigen Raum.

Die marbis Gruppe unterhält wesentliche Serverstandorte in Frankfurt am Main, London, New York, Los Angeles und Miami. Die Verwaltung erfolgt am Sitz in Karlsruhe, sowie in Berlin.

B. Wirtschaftsbericht

I. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen 1

Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen des Jahres 2023 waren aufgrund der Energiekrise und andauernden geopolitischen Spannungen durch ein fortgesetzt krisengesprägtes Umfeld bestimmt. Das nach wie vor hohe Preisniveau über alle Wirtschaftsstufen hinweg dämpft die konjunkturelle Entwicklung und bedingt eine Verunsicherung auf Seiten von Produzenten, Investoren und Konsumenten. Hinzukommen zunehmend ungünstige Finanzierungsbedingungen aufgrund des steigenden Zinsniveaus.

Das (preisbereinigte) Bruttoinlandsprodukt (BIP) ging in dem wichtigen Markt Deutschland in 2023 um 0,3% im Vergleich zum Vorjahr zurück, wodurch sich die gesamtwirtschaftliche Erholung nach dem tiefen Einbruch im Corona Jahr 2020 nicht fortgesetzt hat. Die USA als bedeutender Markt hingegen verzeichneten ein (preisbereinigtes) BIP-Wachstum in 2023 von rund 2,5% 2

1 https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressekonferenzen/2024/bip2023/statement-bip.pdf?__blob=publicationFile
2 https://de.statista.com/statistik/daten/studie/14558/umfrage/wachstum-des-bruttoinlandsprodukts-in-den-usa/#:~:text=Im%20Jahr%202023%20hat%20das,rund%202%2C7%20Prozent%20prognostiziert.

II. Branchebezogene Rahmenbedingungen

Der globale Gaming Markt wuchs in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 0,5% und betrug 183,9 Milliarden US-Dollar. 3 Der deutsche Gaming-Markt wuchs im gleichen Zeitraum um 5,7% auf 9,970 Mio. EUR an. 4 Vor dem Hintergrund belastender Faktoren wie der hohen Inflation und zahlreichen Verschiebungen stark erwarteter Computer- und Videospiele entwickelte sich der deutsche Gaming Markt damit positiv im internationalen Vergleich. 5

III. Entwicklung der Ertragslage

Im Geschäftsjahr 2023 erwirtschaftete der Konzern einen Umsatzerlös in Höhe von 46,2 Mio. EUR und blieb gegenüber der Planung (47,8 Mio. EUR) um rund 1,6 Mio. EUR zurück. Damit liegen die Umsatzerlöse etwa auf dem Niveau des Vorjahres, was im Wesentlichen daran lag, dass wichtige Neuerscheinungen von Spielen erst zum Ende des Jahres erfolgt sind. Bestellungen hierauf wurden daher zum Bilanzstichtag zu großen Teilen noch in den erhaltenen Anzahlungen und im passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Die Materialaufwendungen betragen im Geschäftsjahr 2023 rund 16,7 Mio. EUR und beinhalten im Wesentlichen Aufwendungen für den laufenden Betrieb der Server, wie zum Beispiel Standortmiete oder Strom- und Instandhaltungskosten, sowie Aufwand für Customer Support. Gegenüber dem Vorjahr gingen die Materialkosten damit um 0,7 Mio. EUR bzw. 4,0% zurück. Bereinigt um Effekte aus verändertem Ausweis liegen die Materialkosten annähernd auf dem Vorjahresniveau mit einem Anstieg von 0,2 Mio. EUR bzw. 1,2%.

Der Personalaufwand lag im Geschäftsjahr 2023 bei rund 9,2 Mio. EUR. Gegenüber dem Vorjahr stieg der Personalaufwand damit um rund 1,2 Mio. EUR bzw. 15,0%. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf ein höheres Vergütungsniveau bei insgesamt rückläufiger Mitarbeiteranzahl gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen.

Der Aufwand für Abschreibungen lag im Geschäftsjahr 2023 bei rund 13,7 Mio. EUR und lag damit annähernd auf dem Niveau des Vorjahres (Rückgang um 0,2 Mio. EUR bzw. 1,4%). Die Veränderungen aus den nachträglichen Anschaffungskosten auf den Geschäfts- oder Firmenwert der APEX Hosting LLC wirken sich erst ab 28. Dezember 2023 aus.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen lagen im Geschäftsjahr 2023 bei rund 11,4 Mio. EUR und wurden im Wesentlichen durch Kosten für Marketing (3,6 Mio. EUR), Zahlungsdienstleister (3,3 Mio. EUR) und Beratungsleistungen (2,1 Mio. EUR) verursacht. Gegenüber dem Vorjahr stiegen die sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 2,3 Mio. EUR . Der Anstieg ist im Wesentlichen auf gestiegene Beratungskosten und die nicht-periodischen Effekte aus der nachträglichen Änderung des Geschäfts- oder Firmenwerts zurückzuführen.

3 Newzoo Global Games Market Report 2023
4 https://www.game.de/marktdaten/deutscher-games-markt-waechst-2023-insgesamt-um-6-prozent/
5 https://www.game.de/wp-content/uploads/2023/08/230809GME_Jahresreport_2023_168x240_DE_Web.pdf

Als Ergebnis für das Geschäftsjahr 2023 ergibt sich für den Konzern auf Ebene des EBITDA ein Betrag von 9,3 Mio. EUR, der wesentlich unter der Planung von 14,4 Mio. EUR liegt. Dies begründet sich, wie obig beschrieben, zum einen in der Umsatzentwicklung unter Plan (2 Mio. EUR). Zum anderen ergeben sich insbesondere durch gestiegenen Materialaufwand (1 Mio. EUR) und diverse Preissteigerungen sowie Währungseffekte höhere sonstigen betrieblichen Aufwendungen (2 Mio. EUR).

Vor dem Hintergrund der weitgehend unveränderten (bereinigten) Umsatzerlöse bzw. Materialkosten und der temporären Natur von Effekten aus verschobenen Spieletiteln bzw. den genannten Sondereffekten, schätzt die Geschäftsleitung die Entwicklung der Ertragslage für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt als grundsätzlich stabil ein.

Auf Ebene des Konzernjahresergebnisses ergibt sich ein Fehlbetrag in Höhe von -9,4 Mio. EUR, der im Wesentlichen auf die Abschreibungen des Geschäfts- oder Firmenwerts infolge der Akquisitionen im Jahre 2021, als auch auf die gegenüber Vorjahr stark angestiegenen Zinsaufwendungen zurückzuführen ist. Der Anstieg der Zinsaufwendungen resultiert aus dem starken Anstieg des EURIBOR, der als Basiszins für die langfristigen Kreditverbindlichkeiten des Konzerns vereinbart ist.

IV. Entwicklung der Finanzlage

1. Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur per 31.12.2023 stellt sich im Vergleich zum vorangegangenen Geschäftsjahr zusammenfassend wie folgt dar:

Stand zum Stand zum Veränderung
31.12.2023 in TEUR 01.01.2023 in TEUR in TEUR
Eigenkapital 30.103 29.664 +439
Fremdkapital 62.767 63.944 -1.177
davon langfristig 46.276 51.813 -5.537
davon kurzfristig 16.491 12.131 +4.360
Bilanzsumme 92.870 93.608 -738

Die unter der Vermögenslage dargestellten langfristigen Bankdarlehen, die zur Finanzierung der Akquisitionen im Jahr 2021 aufgenommen wurden, valutieren per 31.12.2023 mit 46,8 Mio. EUR und somit rund 5,6 Mio. EUR niedriger als im Jahr 2022. Der Rückgang ist auf planmäßige Tilgungsleistungen zurückzuführen. Gegenläufig wirkten sich insbesondere die ergänzende Inanspruchnahme von kurzfristigen Kontokorrentlinien in Höhe von 0,9 Mio. EUR sowie der Anstieg der erhaltenen Anzahlungen und passiven Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von insgesamt 2,8 Mio. EUR im Vergleich zum Vorjahr 2022 aus.

Die Veränderung im Eigenkapital im Jahr 2023 ist im Wesentlichen durch das Konzernergebnis 2023 (- 9,4 Mio. EUR) und gegenläufig durch die Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von 10,0 Mio. EUR beeinflusst. Die Eigenkapitalquote im Geschäftsjahr 2023 betrug 32% und liegt damit unverändert auf dem Niveau des Vorjahres.

2. Liquidität

Das Guthaben bei Kreditinstituten lag zum Bilanzstichtag bei 2,8 Mio. EUR. Bis zum Jahresende 2023 wurde ein Kontokorrentkredit bzw. Konsortialrahmenkredit in Höhe von 2,0 Mio. EUR in Anspruch genommen. Daneben bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditkartenunternehmen in Höhe von 0,5 Mio. EUR. Damit belaufen sich die verfügbaren Finanzmittel zum Bilanzstichtag auf rund 0,3 Mio. EUR. Ungenutzte Linien bestehen zum Bilanzstichtag nicht.

Im Geschäftsjahr 2023 beträgt der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 8,4 Mio. EUR (Vorjahr 10,9 Mio. EUR), was hauptsächlich auf das operative Ergebnis vor Abschreibungen und Zinsen (9,5 Mio. EUR, Vorjahr 12,2 Mio. EUR) und darüber hinaus auf die Veränderung im Working Capital (Geschäftsjahr -1,1 Mio. EUR, Vorjahr -1,3 Mio. EUR) zurückzuführen ist.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit beträgt -7,6 Mio. EUR (Vorjahr -5,6 Mio. EUR). Der Abfluss beinhaltet im Wesentlichen nachträgliche Anschaffungskosten auf die Beteiligung an der Apex Hosting LLP (-4,9 Mio. EUR) und Investitionen in bewegliche Wirtschaftsgüter (-2,6 Mio. EUR), insbesondere Serverinfrastruktur.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich auf -0,3 Mio. EUR (Vorjahr -8,1 Mio. EUR) und resultiert überwiegend aus der Tilgung der Finanzierungsdarlehen (-5,6 Mio. EUR), sowie die für die Darlehen anfallenden Zinsen (-4,8 Mio. EUR). Gegenläufig enthält die Position Einzahlungen der Gesellschafter in die Kapitalrücklage von 10,0 Mio. EUR.

Die Konzernunternehmen waren jederzeit in der Lage, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.

Die vorstehenden Finanzahlen zur Kapitalstruktur und Liquidität spiegeln eine solide Finanzlage wider. Insbesondere vor dem Hintergrund einer unveränderten Eigenkapitalquote schätzt die Geschäftsleitung die Finanzlage als solide ein.

V. Entwicklung der Vermögenslage

Das langfristig gebundene Vermögen ist gegenüber dem Vorjahr um 6,1 Mio. EUR gesunken, was im Wesentlichen auf die planmäßigen Abschreibungen zurückzuführen ist (13,7 Mio. EUR). Investitionen in Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögensgegenstände erfolgten im Berichtsjahr in Höhe von 7,6 Mio. EUR. Hierin enthalten ist eine nachträgliche Kaufpreiserhöhung eines im Jahr 2021 erfolgten Unternehmenszusammenschlusses (4,9 Mio. EUR). Die insgesamt bestehenden Geschäfts- oder Firmenwerte sind mit rund 78,2 Mio. EUR der größte Vermögensposten. Zum Bilanzstichtag entfallen rund 84,2% der Bilanzsumme auf die Geschäfts- oder Firmenwerte.

Das kurzfristig gebundene Vermögen stieg im Jahr 2023 von 3,8 Mio. EUR auf 9,2 Mio. EUR. Im Wesentlichen ist dies auf die Ausreichung eines kurzfristigen Darlehens in Höhe von 2,1 Mio. EUR, die Zunahme des Bestands an Forderungen aus Lieferung und Leistung in Höhe von 1,8 Mio. EUR und die Zunahme von Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 1,7 Mio. EUR zurückzuführen.

Insgesamt verminderte sich das Konzernvermögen von 93,6 Mio. EUR auf 92,9 Mio. EUR.

Vor dem Hintergrund einer moderaten Veränderung des Konzernvermögens schätzt die Geschäftsleitung die Entwicklung der Vermögenslage als stabil ein.

VI. Finanzielle und nicht finanzielle Leistungsindikatoren

Als finanzielle Leistungsindikatoren werden die Umsatzerlöse und der EBITDA herangezogen, deren Entwicklung im Geschäftsjahr als nicht zufriedenstellend eingeschätzt wird.

Die bedeutsamen nicht finanziellen Leistungsindikatoren sind die Arbeitnehmerbelange (Mitarbeiterzufriedenheit und Weiterentwicklungsmöglichkeiten) und die Kundenzufriedenheit. Sowohl die Zufriedenheit der Arbeitnehmer als auch die Kundenzufriedenheit werden als sehr gut beurteilt.

VII. Gesamtaussage zur Lageentwicklung

Die vorstehenden Finanzzahlen spiegeln die solide Ertrags- und Finanzkraft der Gruppe wider. Die Umsatzerlöse und das EBITDA entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2023 nicht wie geplant, wurde aber insbesondere durch temporäre und damit nicht periodische Effekte belastet. Zeitgleich konnten umfassende Investitionen in Mitarbeiter bzw. Serverinfrastruktur getätigt werden. Die Geschäftsleitung schätzt entsprechend und in Anknüpfung an die obigen Ausführungen die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt als stabil und robust ein.

C. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

I. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Serverinfrastruktur - Die Serverinfrastruktur der Marbis Gruppe ist durch ein weltweites Netzwerk von Serverstandorten und umfassende Skalierbarkeit, Anpassungsfähigkeit und Sicherheit gekennzeichnet. Sie bietet damit ein hohes Maß an Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit im Betrieb von Gameservern, was Chancen in der Bindung bestehender Kunden bzw. in der Ansprache neuer Kunden im Bereich Endverbraucher und Geschäftskunden bietet.

Produktentwicklung - Die Konzerngruppe besitzt eine umfangreiche technische Expertise und zeichnet sich daher durch ihre hohe Innovationskraft aus. Die konstante Weiterentwicklung des Produktes im Geschäft mit Endverbrauchern, als auch mit Geschäftskunden stellt eine gute Möglichkeit dar, sich noch mehr von ihren Wettbewerbern abzusetzen und neue Kunden sowie Marktsegmente zu erschließen. Chancen bieten in diesem Zusammenhang auch die bestehenden strategischen Partnerschaften mit Spieleentwicklern.

Vertrieb - Der Vertrieb im Geschäftskundenbereich der marbis Gruppe befindet sich weiterhin im Aufbau und schafft durch eine gezielte Ansprache von Unternehmenskunden und einem vertrieblich optimierten Produktportfolio neue Umsatzpotentiale. Dabei strahlt die Bekanntheit der Marken Nitrado, Apex Hosting und MCPro Hosting im Endverbraucherbereich positiv auf die Vertriebsaktivitäten im Geschäftskundenbereich ab.

Die wesentlichen Chancen bestehen in der Gewinnung weiterer Marktanteile durch Produktentwicklung und Marketing bzw. Vertrieb gegenüber Endverbrauchern bzw. Geschäftskunden.

2. Risiken

Im Folgenden erfolgt eine Darstellung der Risikoeinschätzung des Unternehmens:

Cybersecurity - Der gesamte Wertschöpfungsprozess der Gruppe wird durch den Betrieb von IT- Systemen abgewickelt, wodurch ein Ausfall der entsprechenden Systeme zu einer erheblichen Störung des Wertschöpfungsprozesses führen kann. Die Gruppe ist sich der Risiken durch Cyber-Angriffe und - Kriminalität bewusst und hat umfangreiche Maßnahmen zum Schutz der IT-Infrastruktur implementiert. Zudem entwickelt das Unternehmen eigene Produkte wie SteelShield, um die Server Infrastruktur zu schützen und den Kunden eine funktionierende und verzögerungsfreie Nutzung der Gameserver zu ermöglichen.

Wettbewerb - Der Wettbewerb mit anderen Marktteilnehmern stellt grundsätzlich ein Verlustrisiko von Marktanteilen dar. Durch die starke Marktposition der Unternehmen der Gruppe mit dem hohen Bekanntheitsgrad der Marken ist es jedoch schwierig für andere Wettbewerber Marktanteile zu gewinnen. Es besteht das Risiko, dass Marktteilnehmer durch eine Niedrigpreisstrategie wettbewerbsfähiger werden. Die Gruppe überwacht diese Entwicklungen regelmäßig und schafft insbesondere durch den fortwährenden Fokus auf die Gewährleistung der Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit der Serverinfrastruktur bzw. deren (Produkt-) Weiterentwicklung Differenzierungsmerkmale gegenüber dem Wettbewerb.

Personal - Wie in allen mittelständischen Unternehmen stellt die Abwanderung von Mitarbeitern in Schlüsselfunktionen und von Spezialisten in bestimmten Fachgebieten auch für die marbis Gruppe ein Risiko dar. Daher bindet das Unternehmen seine Mitarbeiter langfristig durch eine leistungsgerechte Bezahlung, ergänzende Mitarbeitervorteile und konstante Mitarbeiterentwicklung.

Die aufgeführten Risiken können sowohl einzeln als auch insgesamt zu nachteiligen Auswirkungen auf die allgemeine Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der marbis Gruppe führen. Die Risiken führen insgesamt nach Einschätzung der Geschäftsleitung nicht zu einer Bestandsgefährdung.

II. Prognosebericht

Die Prognose der Gruppe basiert auf der Konzern-Unternehmensplanung, die Chancen und Risiken sowie die gesamtökonomischen Rahmenbedingungen berücksichtigt.

Die marbis Gruppe wird sich auch im Jahr 2024 auf die Verbesserung ihrer Produkte konzentrieren, um die Zufriedenheit ihrer bestehenden Kunden weiter zu steigern und neue Kunden im Endverbraucher- und Geschäftskundenbereich hinzuzugewinnen. Aufgrund der zudem weiterhin wachsenden Branche schaut die marbis Gruppe positiv in die Zukunft. Wir prognostizieren für das Jahr 2024 ein deutliches Umsatzwachstum.

Aufgrund von Investitionen in bestehende Serverinfrastruktur bzw. Investitionen in den Aufbau neuer Serverinfrastruktur geht die Geschäftsleitung von signifikanten Effizienzsteigerungen auf Ebene der Umsatzerlöse aus. Hinzutritt die permanente Arbeit an Effizienzsteigerungen durch Hebung von Synergieeffekten zwischen den drei Marken bzw. im Gemeinkostenbereich der Gruppe. Daher prognostiziert die Gruppe eine erhebliche EBITDA-Steigerung.

 

Karlsruhe, 27. Juni 2024

Raphael Stange, Geschäftsführer

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