Stammdaten

Register
Amtsgericht Recklinghausen HRB 1066
Vorher
August Schloemer GmbH
Eingetragen
21.12.1979
Branche
BeteiligungsgesellschaftenManagementtätigkeiten von Holdinggesellschaften mit überwiegend finanziellem AnteilsbesitzManagementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Gegenstand
Die Gesellschaft führt das Einzeluntemehmen August Schloemer Nachf. im Wege der Anpachtung fort. Die Gesellschaft darf alle Maßnahmen treffen, die geeignet sind, den Gesellschaftszweck zu fördern. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit technischen Bedarfsartikeln. Die Gesellschaft ist berechtigt, Zweigniederlassungen zu errichten, andere ihr ähnliche Unternehmen. zu erwerben oder sich an solchen zu beteiligen.

Historie

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Management

NameRolle
Gerald Fitz
seit 10.4.2025
Geschäftsführer
Christoph Cosalter
seit 10.4.2025
Geschäftsführer
Thomas Papajewski
seit 23.9.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
Haberkorn Holding AGAUT
100.00%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
1.000.000 €
100.00%

Konzern- und Jahresabschlüsse

Schloemer GmbH

Recklinghausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2019

1. Grundlagen der Gesellschaft

Schloemer ist führender Spezialist für Arbeitsschutz und Industrietechnik mit europaweiter Systemversorgung. Als Servicehändler versorgt Schloemer mehr als 5.000 Kunden mit 100.000 starken Markenprodukten und individuellen Dienstleistungen aus den Bereichen Arbeitsschutz, Brandschutz, Schlauchtechnik, Förderbänder und Betriebseinrichtungen. 24h-Notdienst und 100% Versorgungssicherheit gehören zu den Servicegarantien des Unternehmens mit Sitz in Recklinghausen.

Das Schloemer-Leistungsversprechen lautet "Schneller. Mit Sicherheit". Hohe Verfügbarkeit, schnelle Belieferung und kurze Reaktionszeiten sorgen für schnellen Service. Hochwertige Markenprodukte, kompetente Beratung und geprüfte Lösungen sorgen für mehr Sicherheit bei unseren Kunden und bewirken mehr Sicherheit durch reibungslose Betriebsabläufe und weniger Ausfallzeiten. Wir unterstützen standardisierte Bestellvorgänge und machen die Beschaffung für unsere Kunden einfacher und dadurch wirtschaftlicher. Über 190 Mitarbeiter arbeiten daran, dass diese Vorteile direkt beim Kunden ankommen. Unsere Kunden sind Industrie- und Dienstleistungsunternehmen aus allen Branchen in NRW, Deutschland und Europa.

Zum 1. Januar 2020 haben Uwe und Gerd Cöster sämtliche Geschäftsanteile der Schloemer GmbH an die Haberkorn Verwaltung GmbH verkauft. Mit Haberkorn an der Seite ist eine gute Unternehmensnachfolge gesichert. Die Haberkorn-Gruppe ist einer der größten technischen Händler in Österreich, Deutschland, der Schweiz sowie Osteuropa und erwirtschaftet mit ca. 2000 Mitarbeitern und einem Sortiment von mehr als 100.000 Lagerartikeln für Industrie und Bau einen Umsatz von 550 Mio. Euro.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Das Weltwirtschaftswachstum lag 2019 bei drei Prozent, 2018 waren es noch 3,6 Prozent. Die Weltkonjunktur schaltete einen Gang zurück. Die Wirtschaft im Euroraum ist um 1,2 % gewachsen. Das ist deutlich weniger als in den Vorjahren, aber bedeutet immerhin noch ein bescheidenes Wachstum.

Die deutsche Wirtschaft erlebte eine konjunkturelle Zweiteilung. Die privaten Konsumausgaben sind dank guter Beschäftigungssituation und realer Lohnzuwächse nochmals stark gestiegen. Auf der einen Seite zeigte sich also eine weiterhin positive Entwicklung, insbesondere bei Dienstleistungen und Bauindustrie, auf der anderen Seite rutschte der Industrie- und Exportsektor in eine Schwächephase. Dabei kämpft die deutsche Industrie sowohl mit konjunkturellen als auch strukturellen Schwächen. Insbesondere die deutsche Vorzeigebranche, die Automobilindustrie, hat es mit einem abrupten Strukturwandel zu tun.

Der Ausblick ist gedämpft und die meisten Prognosen wurden bereits deutlich zurückgenommen. Schließlich reißen die Negativschlagzeilen, die die nationale und internationale Wirtschaft ins Wanken bringen können, nicht ab. Aufgrund des Corona-Virus scheint sich eine massive Atempause für die Wirtschaft anzubahnen. Deutschland und der Eurozone könnte eine Rezession bevorstehen. Im günstigen Fall geht es im zweiten Halbjahr wieder aufwärts, wenn aufgeschobene Bestellungen und Investitionen nachgeholt werden. Es ist zu erwarten, dass die Staatsschulden wieder steigen und die Geldschleusen weit geöffnet werden.

Für den Technischen Handel war 2019 ein durchwachsenes Jahr. Zum Ende des Jahres nahmen die Umsatzrückgänge zu. So wies der Umsatzvergleich des Fachverbandes am Jahresende einen Verlust von 1,8 % aus. Erwartet hatte die Branche ein solides Umsatzwachstum von 3,9 % für das Jahr 2019.

2.2 Geschäftsverlauf

Das Unternehmen hat seine Position unter den führenden Händlern seiner Branche in Deutschland behaupten können und zählt im Bereich Arbeitsschutz zu den führenden Händlern in Europa.

Für das Geschäftsjahr 2019 hatte sich die Geschäftsleitung vorgenommen, das bestehende Geschäft auf hohem Niveau zu halten. Das erschien angesichts der positiven Entwicklung der letzten Jahre einerseits bescheiden, andererseits aufgrund der sich eintrübenden Wirtschaftslage durchaus anspruchsvoll. Bereits im zweiten Halbjahr des Vorjahres zeichnete sich ab, dass die Automobilindustrie als wichtiger Kunde in schwieriges Fahrwasser geraten würde. Die Umsätze mit diesem Sektor reduzierten sich spürbar und dieser Trend setzte sich 2019 fort. Für Bremsspuren sorgte außerdem der Kohlebergbau. Trotzdem gelang es uns, eine sehr stabile Geschäftsentwicklung zu präsentieren. Dazu trug die positive Entwicklung einiger Konzernkunden bzw. mehrerer mittelgroßer Kunden bei. Das Wachstum bei diesen Kunden konnte die anderweitigen Rückgänge vollkommen kompensieren und sogar ein moderates Wachstum herbeiführen. Der Umsatz wuchs um rund eine Million Euro und entwickelte sich somit besser als der Branchendurchschnitt.

Zur Unterstützung des Wachstums hat die Gesellschaft an zahlreichen Kundenausschreibungen teilgenommen. Dabei erhielt sie mehrfach den Zuschlag. Wichtige Rahmenverträge konnten erfolgreich verlängert werden, was eine Fortsetzung nachhaltiger Partnerschaften bedeutet. Zu den Abnehmerbranchen, die das Wachstum überdurchschnittlich beförderten, gehören die Chemieindustrie, aber auch die Bauindustrie sowie die Energiewirtschaft, deren Nachfrage sich wieder spürbar belebte. Insgesamt betrachtet ist die Geschäftsleitung mit dem eingefahrenen Ergebnis für 2019 sehr zufrieden.

Auf der A+A 2019, der größten internationalen Messe für Arbeitsschutz, präsentierte sich Schloemer zum wiederholten Mal als Aussteller. Im Mittelpunkt der Messe stand die Sicherheit für Mensch, Umwelt und Technik. Darüber hinaus stießen nachhaltige, umweltfreundliche Produkte auf besonderes Interesse. Die enge Partnerschaft mit führenden und innovativen Markenherstellern sorgt für nachvollziehbare Herstellungs- und Beschaffungsketten. Das sorgt für Transparenz und bietet den Kunden Qualität und Sicherheit. Hochwertige Markenartikel sind aus wirtschaftlicher und ökologischer Sicht sinnvoll, denn sie stehen für hohe Standzeiten sowie für Langlebigkeit und Beständigkeit.

2.3 Ertragslage

Das Unternehmen hat ein gutes Geschäftsergebnis erzielt. Die Erträge haben sich weiter positiv entwickelt. Die Marge konnte leicht gesteigert werden. Das Rohergebnis stieg von T€ 20.489 auf T€ 20.769, was einem Zuwachs von 1,4 % entspricht. Die Kosten stiegen moderat um 3,8%, so dass der Jahresüberschuss bei deutlich gestiegenen sonstigen betrieblichen Erträgen um 10,4 % gegenüber dem Vorjahr verbessert werden konnte. Der Jahresüberschuss beträgt T€ 4.585.

2.4 Finanzlage

2.4.1 Kapitalstruktur

Die Kapitalstruktur ist ausgewogen; die Gesellschaft steht auf einer sehr soliden finanziellen Basis. Das Unternehmen verfügt über eine hohe Selbstfinanzierungskraft und ist auf keine Bankkredite angewiesen. Aufgrund der positiven Ertragssituation der letzten Jahre stützt sich die Gesellschaft auf eine gesunde Kapitalbasis. Die Eigenkapitalquote erhöhte sich geringfügig von 71,2 % im Vorjahr auf 72,5 % zum 31.12.2019. Dieses Niveau sichert Schloemer eine eigenverantwortliche und dauerhafte Entwicklung.

Die Lagerbevorratung lag am Jahresende bei T€ 7.766 (-10,4 %). Der Abbau ist im Wesentlichen auf den Bereich der Förderbänder beschränkt. Die Gesellschaft setzt weiterhin bewusst auf eine umfangreiche Lagerhaltung, um eine sichere Versorgung der Kunden zu gewährleisten. Das Schloemer-Logistikzentrum zählt nach wie vor zu den modernsten und größten innerhalb der Branche. Auf diese Weise wird das Schloemer-Leistungsversprechen "Schneller. Mit Sicherheit." überzeugend umgesetzt.

2.4.2 Investitionen

Die Investitionen des Jahres 2019 betragen T€ 156 und dienen vor allem einem weiteren Ausbau der Serviceleistungen in den Werkstätten sowie verschiedenen Verbesserungen in der IT.

2.4.3 Liquidität

Eine ausreichende Liquidität ist durchgängig gegeben. Die Vorfinanzierung der Kundenumsätze kann aufgrund der guten Liquidität ohne Probleme realisiert werden; die Lieferantenzahlungen werden grundsätzlich skontiert. Die Salden bei den Kreditinstituten waren jederzeit positiv. Aufgrund der guten Liquidität einerseits und der geringen Verbindlichkeiten andererseits ist die Gesellschaft jederzeit in der Lage, ihre finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Zum Bilanzstichtag betrugen die Guthaben bei Kreditinstituten T€ 3.835 (+26,4 %)

2.5 Vermögenslage

Die Vermögenslage ist weiterhin stabil. Die Finanzanlagen und Wertpapiere wurden gewinnbringend verkauft. Durch den Verkauf der Finanzanlagen und einer leicht rückläufigen Investitionstätigkeit hat sich das Anlagevermögen um T€ 511 (38,7 %) reduziert. Das Umlaufvermögen ist aufgrund gestiegener liquider Mittel und Kundenforderungen bei gleichzeitig reduzierten Vorräten leicht gestiegen (+0,7 %). Die Bilanzsumme ist nahezu gleichgeblieben und beträgt T€ 23.919. Die Vermögensrechnung trägt allen heute erkennbaren Risiken Rechnung.

2.6 Finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres wurden 196 Mitarbeiter beschäftigt. Das sind 14 mehr als vor einem Jahr. Die meisten davon sind neue Auszubildende. Die Qualität unserer Ausbildung wurde bestätigt, indem uns das Wirtschaftsmagazin 'Capital' wieder zu Deutschlands besten Ausbildungsbetrieben kürte. Gut ausgebildete Mitarbeiter sind die Basis des Unternehmenserfolges. Zwei Auszubildende wurden für Ihre überdurchschnittliche Leistung vom Fachverband bzw. der IHK ausgezeichnet. Die trotz Fachkräftemangel weiter gewachsene Belegschaft zeigt, dass gerade ein mittelständisches Unternehmen attraktiv sein kann und interessante Perspektiven bietet.

Das Thema Nachhaltigkeit berührt immer mehr Schloemer-Kunden und -Mitarbeiter. Das Unternehmen hat sich daher einer Rezertifizierung unterzogen und hat diese im Rahmen der Initiative 'Together for Sustainability' (TfS) ohne jegliche Abweichung mit maximaler Punktzahl bestanden. Damit bringen wir zum Ausdruck, dass uns faire Geschäftspraktiken, nachhaltige Lieferketten sowie Sicherheit und Gesundheit wichtig sind. Sie sind unverzichtbarer Bestandteil einer an Werten orientierten Unternehmensführung und wesentlicher Faktor für unseren Unternehmenserfolg.

Auch 2019 haben das Unternehmen und seine Mitarbeiter wieder einen Beitrag im Rahmen der sozialen Verantwortung innerhalb der Region erbracht. Wir spendeten € 8.670 an den Ambulanten Kinderhospizdienst und unterstützen auf diese Weise Kinder mit lebensverkürzenden Erkrankungen und deren Familien im Kreis Recklinghausen.

3. Prognose-, Chancen- und Risikobericht

3.1 Prognosebericht

Die Indikatoren der verschiedenen Wirtschaftsinstitute für 2020 sind Schritt für Schritt nach unten korrigiert worden. Unsere Branche ging Ende 2019 noch von einer leicht positiven Seitwärtsbewegung für die nächsten zwölf Monate aus. Diese Sichtweise dürfte sich angesichts der durch das Corona-Virus ausgelösten Krise möglicherweise als zu optimistisch herausstellen. Die Kapazitätsauslastung der deutschen Industrie, die vor einem Jahr noch nahe dem historischen Höchststand lag, lag im vierten Quartal 2019 nur noch auf Durchschnittsniveau. Die Automobilindustrie ist besonders betroffen und hat ihre Produktion bereits spürbar heruntergefahren. Davon sind automatisch auch die Zulieferer betroffen.

Die Geschäftsführung hat - vor dem Beginn der Corona-Krise - eine stabile Geschäftsentwicklung für 2020 geplant. Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten rechnete die Gesellschaft also mit einer stabilen Entwicklung. Daran halten wir zunächst fest, weil eine davon abweichende, wirklich belastbare Prognose aktuell nicht möglich ist. Eine stabile Entwicklung zu erreichen, stellt aufgrund der Unsicherheiten durchaus eine Herausforderung dar. Unsere Planung basiert auf einer starken Kundenfokussierung mit zwei Säulen, nämlich neuen und bestehenden Kunden. Die sorgfältige Auswahl von Zielkunden und deren aktiver Aufbau einerseits und der Ausbau bestehender Kunden mit Wachstumspotential andererseits bieten die Chance, eventuell auftretende Geschäftseinbußen abzufedern und für eigene, neue Impulse zu sorgen. Gleichzeitig gehen wir bei konstanter Belegschaft von unveränderten Kosten gegenüber dem Vorjahr aus.

Parallel erfolgt 2020 eine Verstärkung des Vertriebsteams durch neue bzw. junge Nachwuchskräfte. Diese Maßnahme wird erst mittelfristig Früchte tragen.

Ergänzend bieten wir unseren Kunden verbesserte Formen der Systemversorgung an. Auf diese Weise übernimmt Schloemer die Verantwortung z.B. für das Arbeitsschutzsortiment der Kunden. Die zuverlässige Versorgung der Kundenstandorte erfolgt aus Lagerbevorratung im 24h-Lieferservice. Mit den individuellen E-Business-Lösungen von Schloemer können Kunden ihr Beschaffungsmanagement optimieren und Prozesse im Einkauf automatisieren. Das spart Ressourcen und senkt Arbeits- und Betriebsausfälle sowie Kosten. Mit dieser Leistungsfähigkeit heben wir uns ab von reinen Produktlieferanten. Auch in schwierigen Zeiten sind wir ein zuverlässiger Partner für unsere Kunden.

Das Unternehmen rechnet langfristig mit einer positiven Weiterentwicklung, richtet sich in Anbetracht der zahlreichen Unwägbarkeiten aber auch darauf ein, das bestehende hohe Niveau verteidigen zu müssen. Unter dem Dach der Haberkorn-Gruppe bieten sich Größenvorteile, aber auch neue Möglichkeiten, um Kunden über Deutschland hinaus interessante Angebote zu machen, bestimmte Funktionen zentral durchzuführen oder sich in puncto Sortimente und Services zu ergänzen.

3.2 Chancenbericht

In der traditionsreichen Branche des Technischen Handels setzt sich die Konsolidierung fort. Die Händlerlandschaft erlebt eine spürbare Veränderung. Schloemer ist Teil dieser Veränderung und hat die Weichen für die Zukunft des Unternehmens gestellt. Ab Januar 2020 gehören wir zur Haberkorn-Gruppe. Unter dem Dach von Haberkorn, einem führenden österreichischen Familienunternehmen, entsteht ein starker mittelständischer Verbund im europäischen technischen Handel. Das führt dazu, dass Schloemer zusammen mit den anderen Haberkorn-Gesellschaften im Produktbereich Arbeitsschutz zum Marktführer in Deutschland aufsteigt. In der Schlauchtechnik gibt es einen weiteren gemeinsamen Schwerpunkt, der ebenfalls Größenvorteile ermöglicht. Schloemer sieht die Chance, seine Position als führender Spezialist für Arbeitsschutz und Industrietechnik weiter auszubauen. Dazu zählt auch die europaweite Versorgung großer Industriekunden zu einheitlichen Konditionen und Standards sowie die Digitalisierung, zwei Aufgabenstellungen, die sich über die Vernetzung innerhalb der Haberkorn-Gruppe noch besser lösen lassen.

Zu den Stärken von Schloemer zählt weiterhin die starke Fokussierung auf Arbeitsschutz und Industrietechnik. In Zeiten starken Wandels ist es für Industriekunden entscheidend, einen zuverlässigen Lieferanten zu haben. Bevorratung, schnelle Verfügbarkeit und sichere Versorgung durch einen Spezialisten mit Know-how und Beratungskompetenz wissen die Schloemer-Kunden zu schätzen. Gefragt sind auch in Zukunft die effizienten und leistungsfähigen Strukturen in Logistik und E-Business. Die Schloemer-Kunden schätzen im übrigen den persönlichen Kontakt zu unseren Mitarbeitern und deren Erreichbarkeit. Den ausgewählten Partnern auf Lieferantenseite bietet Schloemer eine besondere Vertriebsstärke, die zu einem breiten Kundenzugang verhilft.

Zu den Themen, die die Wirtschaft in Deutschland und Europa bewegen, gehört neben der Digitalisierung die Nachhaltigkeit als langfristiger Trend. Nachhaltigkeit ist auf der Agenda von Verbrauchern und Unternehmen deutlich nach oben gerückt. Schloemer setzt daher kontinuierlich konkrete Maßnahmen zum nachhaltigen Wirtschaften um, die das soziale und ökologische Verantwortungsbewusstsein der gesamten Schloemer-Belegschaft zum Ausdruck bringen.

3.3 Risikobericht

Zu den Herausforderungen der zurückliegenden Jahre zählt es, jederzeit geeignete Mitarbeiter für die offenen Stellen zu finden und das Unternehmenswachstum personell zu unterfüttern. Zunehmender Fachkräftemangel ist einer der vorherrschenden Trends. Schloemer ist es bislang aber sehr gut gelungen, den steigenden Personalbedarf zu befriedigen. Andererseits spüren auch wir, dass die rückläufigen Schulabgangszahlen und der Trend zur Akademisierung den Ausbildungsmarkt erreicht hat. Die Nachfrage nach Ausbildungsplätzen sinkt auf einen Tiefstand. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Qualifikation und Eignung zahlreicher Bewerber nicht ausreichend sind. Schloemer begegnet der Problematik, indem wir fast alle Möglichkeiten des Recruitings aktiv ausschöpfen. Der Aufwand wird durch den bisherigen Erfolg gerechtfertigt.

Die zukünftige Entwicklung der Beschaffungsmärkte ist weiterhin schwierig einzuschätzen. Bisher funktionieren die Lieferketten. Wenn absehbar ist, dass Verknappungen auftreten, erhöht die Gesellschaft frühzeitig die eigene Bevorratung und nutzt die vorhandenen großen Lagerkapazitäten, um Engpässe abpuffern und die Lieferfähigkeit gegenüber den Kunden aufrechterhalten zu können.

Trotz eingetrübter Konjunkturaussichten rechnet die Gesellschaft zu Jahresbeginn mit einer stabilen Entwicklung. Zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses lässt sich nur schwer abschätzen, was konkret die wirtschaftlichen Folgen des aktuellen Shutdowns des öffentlichen Lebens aufgrund des Corona-Virus sein werden. Ein Teil der deutschen Wirtschaft erwartet Umsatzrückgänge. Insbesondere die Nachfrage aus der Automobilindustrie könnte nochmals nachlassen. Außerdem könnten die erzielbaren Margen unter Druck geraten. Die Gesellschaft arbeitet im Branchenvergleich jedoch sehr kostengünstig, so dass sich negative Effekte in Grenzen halten dürften.

Anlass zur Hoffnung gibt dagegen, dass eine überwiegende Mehrheit der Unternehmen ihren Personalbestand halten will. Dazu zählt auch Schloemer. Eine flexible Anpassung der Kapazitäten an plötzlich auftretende Veränderungen der Auslastung halten wir uns offen. Im ersten Quartal 2020 war die Auslastung noch zufriedenstellend. Wenn die staatlich verordneten Einschränkungen und restriktiven Maßnahmen nur kurze Zeit andauern, ist anzunehmen, dass die deutsche Wirtschaft die Situation relativ glimpflich durchläuft.

Mit Hinsicht auf die üblichen Geschäftsrisiken betreibt das Unternehmen wie in den Vorjahren ein der Betriebsgröße angepasstes Risikomanagement. Die kaufmännischen Prozesse werden im Rahmen des Controllings direkt von der Geschäftsleitung überwacht und ständig überprüft. Falls zum Beispiel Forderungsausfallrisiken zunehmen sollten, werden wir wie bisher mit einem angepassten, reaktionsschnellen Bonitäts- und Forderungsmanagement reagieren.

Insgesamt betrachtet stellen wir fest, dass die allgemeinen Geschäftsrisiken aufgrund externer Rahmenbedingungen zunehmen. Für Schloemer gilt jedoch, dass Liquidität und Eigenkapital in hohem Maß vorhanden sind und das Unternehmen nach vielen erfolgreichen Jahren sehr gesund aufgestellt ist. Die Chancen, die etwa aus noch nicht ausgeschöpften Digitalisierungspotentialen und nachhaltigem Handeln entstehen, werden genutzt.

4. Internes Kontroll- und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Da die Gesellschaft nicht kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d HGB ist, sind zu diesem Punkt keine Angaben notwendig.

5. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten

Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen insbesondere Forderungen und Guthaben bei Kreditinstituten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements ist die Sicherung des Unternehmenserfolges gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Die Unternehmensleitung verfolgt eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko werden laufend Liquiditätspläne erstellt, die einen Überblick über die Geldaus- und -eingänge vermitteln. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Vor Eingehung neuer Geschäftsbeziehungen wird grundsätzlich die Bonität der Kunden abgefragt. Zur Minimierung von Ausfallrisiken verfügt die Gesellschaft über ein entsprechendes Debitorenmanagement und ein effizientes Mahnwesen.

6. Übernahmerelevante Angaben

Da die Gesellschaft nicht kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d HGB ist, sind zu diesem Punkt keine Angaben notwendig.

7. Erklärung der Unternehmensführung

Da die Gesellschaft nicht kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d HGB ist, sind zu diesem Punkt keine Angaben notwendig.

8. Nichtfinanzielle Erklärung

Da die Gesellschaft nicht kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d HGB ist, sind zu diesem Punkt keine Angaben notwendig.

9. Sonstige Angaben

9.1 Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten

Die Gesellschaft verfügt nicht über einen Bereich der Forschung und Entwicklung. Daher sind zu diesem Punkt keine weiteren Angaben notwendig.

9.2 Bestehende Zweigniederlassungen

Die Gesellschaft unterhält keine Zweigniederlassungen.

9.3 Grundzüge des Vergütungssystems

Da die Gesellschaft nicht kapitalmarktorientiert im Sinne des § 264d HGB ist, sind zu diesem Punkt keine Angaben notwendig.

10. Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Da die Gesellschaft keine Gesellschaft im Sinne des § 264 Abs. 2 Satz 3 HGB ist, sind zu diesem Punkt keine Angaben notwendig.

 

Recklinghausen, den 13. März 2020

Schloemer GmbH

Die Geschäftsführung

Uwe Cöster

Gerd Cöster

Harald Stix

Bilanz zum 31. Dezember 2019

Aktiva

Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 3.244,00 7.769,00
3.244,00 7.769,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 806.910,00 1.054.298,07
806.910,00 1.054.298,07
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen -,-- 258.987,00
810.154,00 1.321.054,07
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 9.129,00 4.671,00
2. Waren 7.756.825,85 8.658.223,63
7.765.954,85 8.662.894,63
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 11.320.192,74 11.018.322,34
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 10.264,11 -,--
2. Sonstige Vermögensgegenstände 130.864,87 17.406,18
11.461.321,72 11.035.728,52
III. Wertpapiere
1. Sonstige Wertpapiere -,-- 137.572,37
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 3.834.841,12 3.034.319,20
23.062.117,69 22.870.514,72
C. Rechnungsabgrenzungsposten
1. Übrige Abgrenzungsposten 46.630,00 68.892,00
46.630,00 68.892,00
23.918.901,69 24.260.460,79

Passiva

Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Kapitalrücklage 250.000,00 250.000,00
III. Gewinnrücklagen
I. Andere Gewinrücklagen 9.000.000,00 9.000.000,00
IV. Gewinnvortrag 2.487.708,89 2.834.814,15
V. Jahresüberschuss 4.585.416,52 4.152.894,74
17.323.125,41 17.237.708,89
B. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen 2.904.833,00 2.572.388,00
2. Steuerrückstellungen 297.792,42 296.893,36
3. Sonstige Rückstellungen 890.533,00 1.369.219,00
4.093.158,42 4.238.500,36
C. Verbindlichkeiten
1. erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 129.084,53 65.745,20
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2.102.708,92 1.714.673,20
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen -,-- 645.775,87
4. Sonstige Verbindlichkeiten 270.824,41 358.057,27
2.502.617,86 2.784.251,54
23.918.901,69 24.260.460,79

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2019

2019 2018
1. Rohergebnis 21.899.595,53 20.892.167,50
2. Personalaufwand
. a) Löhne und Gehälter 9.083.155,92 8.870.390,66
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und Unterstützung 2.059.086,70 11.142.242,62 1.849.223,14 10.719.613,80
davon für Altersversorgung: € 320.629,66 (2018: € 258.470,14)
3. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 330.544,45 387.968,78
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.443.674,88 3.270.665,55
davon aus der Währungsumrechnung: € 4.143,09 (2018: € 2.768,55)
5. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 44.659,28 4.736,47
davon aus Aufzinsung: € 0,00 (2018: € 0,00)
6. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens -,-- 12.563,17
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 92.900,18 80.340,30
davon an verbund. Unternehmen: € 8,80 (2018: € 8,87)
davon aus Aufzinsung: € 76.643,00 (2018: € 80.006,00)
8. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2.349.476,16 2.272.857,63
9. Jahresüberschuss 4.585.416,52 4.152.894,74

Anhang für das Geschäftsjahr 2019

A. Allgemeine Erläuterungen zum Unternehmen

Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Recklinghausen. Sie ist unter der Firma Schloemer GmbH im Handelsregister des Amtsgerichts Recklinghausen unter HRB 1066 eingetragen.

B. Allgemeine Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 HGB.

Die Bilanz wird vor Verwendung des Jahresergebnisses aufgestellt.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren gemäß § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die immateriellen Vermögensgegenstände und Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten abzüglich der zulässigen Abschreibungsmethoden unter Zugrundelegung der nach der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer bemessenen Abschreibung bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Gegenstände des beweglichen Anlagevermögens mit Anschaffungskosten bis zu € 800,00 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe abgeschrieben und als Abgang berücksichtigt.

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt.

Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert angesetzt. Für überalterte und ungängige Gegenstände werden angemessene Wertabschläge vorgenommen.

Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und Wertpapiere werden zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Einzelwertberichtigungen angesetzt.

Zur Abdeckung des allgemeinen Ausfallrisikos wird bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen eine Pauschalwertberichtigung auf die nicht einzelwertberichtigten Forderungen gebildet.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten werden zu Nominalwerten angesetzt.

Für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften werden Rückstellungen in dem Umfang gebildet, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz abgezinst. Rückstellungen für Pensionen werden mit dem Zinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre, die übrigen Rückstellungen mit dem Zinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Die Umrechnung von Geschäftsvorfällen in fremder Währung erfolgt bei den Forderungen mit dem Briefkurs am Entstehungstag bzw. mit dem niedrigeren Kurs am Abschlussstichtag sowie bei den Verbindlichkeiten mit dem Geldkurs am Entstehungstag bzw. dem höheren Kurs am Abschlussstichtag.

C. Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist in der Anlage 1 gesondert dargestellt.

2. Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind sämtlich kurzfristig und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin. Mit der Gesellschafterin wird ein laufendes Verrechnungskonto geführt, das mit 1 % über dem Basiszinssatz verzinst wird (höchstens 8 %). Weiter werden in diesem Posten die Umsatzsteuerforderungen bzw. -verbindlichkeiten wegen der bestehenden Organschaft mit der Gesellschafterin (Vorjahr: Verbindlichkeit aus Umsatzsteuer von € 638.475,93) ausgewiesen.

3. Rückstellungen

Für die sich aus der betrieblichen Altersversorgung ergebenden Verpflichtungen werden Rückstellungen für Pensionen in analoger Anwendung nach IAS 19 berechnet. Dabei wird als Bewertungsverfahren die "Projected Unit Credit Method" angewandt. Hiernach werden die in den einzelnen Jahren erdienten Teile der Versorgung als Bausteine angesehen, die insgesamt die Pensionsverpflichtung ergeben. Die Bewertung erfolgt versicherungsmathematisch unter Zugrundelegung biometrischer Wahrscheinlichkeiten (Richttafeln Heubeck 2018 G) mit dem Barwert. Zukünftig erwartete Entgelt- und Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtungen berücksichtigt. Dabei wird derzeit von jährlichen Anpassungen von 1,7 % (Vorjahr: 1,7 %) bei den Entgelt- und Rentensteigerungen ausgegangen. Eine Fluktuation ist wegen des begrenzten Bereichs der Berechtigten nicht zu berücksichtigen. Der zugrunde gelegte Rechnungszins für die Abzinsung der Pensionsverpflichtungen beläuft sich zum Bewertungsstichtag 31.12.2019 auf 2,71 % (Vorjahr: 3,21 %). Es handelt sich dabei um den von der Deutschen Bundesbank gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung (RückAbzinsV) ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzins der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine angenommene Restlaufzeit der Verpflichtung von pauschal 15 Jahren (Vereinfachungsregel gem. § 253 Abs. 2 Satz 2 HGB). Der Unterschiedsbetrag, der sich aus dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des durchschnittlichen Markzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren ergibt, beträgt € 348.743.

Die sonstigen Rückstellungen betreffen im Wesentlichen Verpflichtungen gegenüber dem Personal.

4. Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten sind sämtlich kurzfristig und haben eine Restlaufzeit von weniger als einem Jahr.

Von den sonstigen Verbindlichkeiten entfallen auf Steuern € 152.807,81 (Vorjahr: € 172.197,70) und auf Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit € 21.747,11 (Vorjahr: € 30.155,26).

5. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Gesellschaft hat Mietverpflichtungen von jährlich € 994.225,20, davon entfällt auf verbundene Unternehmen € 992.545,20. Weiter bestehen Leasingverpflichtungen von jährlich € 27.621,68.

Diese Aufwendungen sind auch für die folgenden vier Jahre in ähnlicher Höhe anzunehmen.

D. Sonstige Angaben

1. Anzahl der Arbeitnehmer

Die Gesellschaft hat in 2018 durchschnittlich 82 kaufmännische und 83 gewerbliche Arbeitnehmer, insgesamt damit 165 Personen (Vorjahr: 160 Personen) beschäftigt.

2. Organmitglieder

Geschäftsführer sind

 

Herr Uwe Cöster, Ingenieur, Datteln und

 

Herr Gerd Cöster, Kaufmann, Recklinghausen

 

Herr Harald Stix, Magister, St. Pölten-Traisenpark, Österreich (seit 14.02.2020).

3. Ergebnisverwendungsvorschlag

Die Geschäftsführung schlägt vor, aus dem sich aus einem Gewinnvortrag von € 2.487.708,89, einem Jahresüberschuss von € 4.585.416,52 ergebenden Bilanzgewinn von € 7.073.125,41 eine Dividende von € 4.580.000,00 auszuschütten und den verbleibenden Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

4. Nachtragsbericht

Als Vorgang von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag ist der seit Ende Januar 2020 auch in Deutschland auftretende Corona-Virus zu nennen. Die Maßnahmen der öffentlichen Hand und ihre wahrscheinlich negativen Auswirkungen auf die Geschäftstätigkeit werden aber voraussichtlich vorübergehender Natur sein. Wir haben nach dem gegenwärtigen Kenntnisstand keine Anhaltspunkte dafür, dass der Fortbestand des Unternehmens gefährdet sein könnte.

Weiter Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

 

Recklinghausen, den 13.03.2020

Schloemer GmbH

Die Geschäftsführung

Uwe Cöster

Gerd Cöster

Harald Stix

Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 01. Januar bis zum 31. Dezember 2019

Anschaffungskosten
Stand 01.01.2019 Zugänge Umbuchungen Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 371.730,77 2.258,00 369.472,77
371.730,77 -,-- 2.258,00 369.472.77
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.589.700,04 156.350,38 253.955,61 2.492.094,81
2.589.700,04 156.350,38 253.955,61 2.492.094,81
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen 258.987,00 3.331,20 262.318,20 -,--
258.987,00 3.331,20 262.318,20 -,--
3.220.417,81 159.681,58 518.531,81 2.861.567,58
Abschreibungen
Stand 01.01.2019 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2019
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 363.961,77 4.522,00 2.255,00 366.228,77
267.326,43 4.522,00 2.255,00 366.228,77
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.535.401,97 326.022,45 176.239,61 1.685.184,81
1.249.423,41 326.022,45 176.239,61 1.685.184,81
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen -,-- -,-- -,-- -,--
-,-- -,-- -,-- -,--
1.516.749,84 330.544,45 178.494,61 2.051.413,58
Restbuchwert
Stand 31.12.2019 Stand 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Software 3.244,00 7.769,00
3.244,00 7.769,00
II. Sachanlagen
1. Betriebs- und Geschäftsausstattung 806.910,00 1.054.298,07
806.910.00 1.054.298,07
III. Finanzanlagen
1. Sonstige Ausleihungen -,-- 258.987,00
-,-- 258.987,00
810.154,00 1.321.054,07

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Schloemer GmbH, Recklinghausen

Prüfungsurteile

Ich habe den Jahresabschluss der Schloemer GmbH, Recklinghausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2019 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 sowie den Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der Schloemer GmbH, Recklinghausen, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 geprüft.

Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2019 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2019 bis zum 31.12.2019 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteile ich die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteile ich die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führe ich Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.

 

Recklinghausen, den 26. März 2020

Rainer Mrongowius, Wirtschaftsprüfer

Die Feststellung des Jahresabschlusses erfolgte am 02. Juli 2020.

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