SUBITO AGLiquidiert

64546 Mörfelden-Walldorf, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Würzburg HRB 6744
Eingetragen
5.10.1999
Branche
Erbringung von Beratungsleistungen auf dem Gebiet der InformationstechnologieErbringung von sonstigen Dienstleistungen der InformationstechnologieTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Büromaschinen, Datenverarbeitungsgeräten, peripheren Geräten und Software
Gegenstand
die Herstellung, Entwicklung und der Vertrieb von Software und Datenverarbeitungskonzepten, sowie der Vertrieb von Hardware; die Beratung von Dienstleistungs-, Industrie- und Handelsunternehmen in Fragen des Managements , Marketings, Vertriebs, Personals sowie die Organisation und Rationalisierung sowie die Projektentwicklung insbesondere im Bereich von EDV-Lösungen. Die erlaubnispflichtige Besorgung fremder Rechtsangelengenheiten im Sinne des Rechtsberatungsgesetzes ist nicht Gegenstand des Unternehmens.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Manuel Lopez
seit 19.12.2006
Prokura
Karin Förster-Feick
seit 18.5.2005
Prokura
Stefan Ohnsorge
seit 18.5.2005
Prokura
Wolfgang Armin Werner
seit 28.3.2003
Prokura
Prokura
Martin Nußpickel
seit 27.3.2003
Vorstandsmitglied
Holger Müller
seit 27.3.2003
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

86.12% identifiziert0.00% ungelöst

Identifizierte Personen (2)

Gesellschafter

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

180.000 €
50.00%
180.000 €
50.00%

Beteiligungen

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

SUBITO AG

Mörfelden-Walldorf

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022

BESCHEINIGUNG

Der vorstehende zur Offenlegung bestimmte und nach §§ 326, 327 HGB verkürzte Jahresabschluss entspricht den gesetzlichen Vorschriften. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht haben wir den folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

"An die Subito AG, Mörfelden-Walldorf

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Subito AG, Mörfelden-Walldorf, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2022 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Subito AG, Mörfelden-Walldorf, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2022 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellung ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängende Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen."

Unterzeichnung des Prüfungsberichtes:

 

Ochsenfurt, den 25. April 2023

HD BAYERN AUDIT AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

durch

Peter Deppisch, Wirtschaftsprüfer

Bilanz

Aktivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenständen 351.229,00 726.274,00
II. Sachanlagen 112.480,00 119.822,00
II. Finanzanlagen 666.557,14 396.401,28
1.130.266,14 1.242.497,28
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 191.385,00 102.586,75
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 2.095.581,82 1.821.189,13
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 218.450,45 1.105.471,10
3. sonstige Vermögensgegenstände 13.446,05 416.594,48
2.327.478,32 3.343.254,71
II. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 748.314,44 32.487,45
C. Rechnungsabgrenzungsposten 66.343,40 65.159,85
D. Nicht durch Eigenkapital gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.547.187,19
4.463.787,30 6.333.173,23

Passivseite

31.12.2022 31.12.2021
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 1.550.000,00 1.550.000,00
II. Kapitalrücklage 6.774.684,08 4.275.000,00
III. Gewinnrücklagen 60.112,92 60.112,92
IV. Verlustvortrag -7.432.300,11 -5.766.724,47
V. Jahresfehlbetrag 0,00 -1.665.575,64
VI. Nicht gedeckter Fehlbetrag 0,00 1.547.187,19
952.496,89 0,00
B. Rückstellungen 333.045,58 652.776,97
C. Verbindlichkeiten 1.270.167,12 3.691.020,67
D. Rechnungsabgrenzungsposten 1.908.077,71 1.989.375,59
4.463.787,30 6.333.173,23

Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2022

2022 2021
EUR EUR
1. Rohergebnis 8.846.857,04 9.242.628,19
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 6.040.105,98 6.937.052,76
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.097.495,55 1.245.273,14
7.137.601,53 8.182.325,90
3. Abschreibungen
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 417.350,12 417.399,10
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 1.390.553,49 1.866.370,40
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 1,10 1.022,65
6. Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 0,00 200.000,00
7. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 8.103,01 237.105,58
8. Steuern vom Einkommen und Ertrag 0,00 -0,50
9. Ergebnis nach Steuern -106.750,01 -1.659.549,64
10. sonstige Steuern 5.140,00 6.026,00
11. Erträge aus Verlustübernahme 111.890,01 0,00
12. Jahresüberschuss/Jahresfehlbetrag 0,00 -1.665.575,64

Anhang für 2022

Allgemeine Angaben

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren gegliedert.

Die SUBITO AG hat ihren Sitz in Mörfelden-Walldorf und ist im Handelsregister des Amtsgerichts Darmstadt unter der Nummer HRB 54518 eingetragen.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Für die Aufstellung des Jahresabschlusses waren unverändert die nachfolgenden Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden maßgebend.

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von EUR 150 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr sofortiger Abgang wurde unterstellt. Vermögensgegenstände mit einem Wert von EUR 150 bis EUR 1.000 werden übereinstimmend mit steuerlichen Regelungen in einem Sammelposten erfasst, der jährlich zu 20% gewinnmindernd aufgelöst wird.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte und Wertpapiere zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten und die Ausleihungen grundsätzlich zum Nennwert angesetzt.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf der Basis von Einzelkalkulationen, die auf der aktuellen Betriebsabrechnung beruhen, zu Herstellungskosten bewertet, wobei neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten, Fertigungslöhnen und Sondereinzelkosten auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie Abschreibungen berücksichtigt werden. Fremdkapitalzinsen wurden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Kosten der allgemeinen Verwaltung wurden gemäß § 255 Abs. 2 Satz 3 HGB aktiviert.

In allen Fällen wurde der beizulegende Wert zum Stichtag verlustfrei ermittelt, d. h. es wurden von den voraussichtlichen Verkaufspreisen Abschläge für noch anfallende Kosten vorgenommen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen; das allgemeine Kreditrisiko ist durch pauschale Abschläge berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu den Nominalwerten bilanziert.

Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Auszahlungen vor dem Abschlussstichtag angesetzt, soweit sie Aufwand für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt darstellen.

Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (d. h. einschließlich zukünftiger Kosten- und Preissteigerungen) angesetzt.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten existierten, wie im Vorjahr, im Geschäftsjahr nicht.

Bereits vereinnahmte Erträge zukünftiger Geschäftsjahre wurden ordnungsgemäß unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten ausgewiesen.

Latente Steuern werden auf die Unterschiede in den Bilanzansätzen der Handelsbilanz und der Steuerbilanz angesetzt, sofern sich diese in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Im Falle eines Aktivüberhangs der latenten Steuern zum Bilanzstichtag wird von einem Aktivierungswahlrecht des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB kein Gebrauch gemacht.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagenspiegel dargestellt.

Angaben zum Anteilsbesitz

Die Gesellschaft hält per 31.12.2022 folgende Anteile:

Beteiligung Eigenkapital Ergebnis
% TEUR TEUR
Inland
SUBITO CIS GmbH i.L., Würzburg * 100 4 -1
Ausland
SUBITO Austria GmbH, Wien (AT) 100 237 203
SUBITO Luxembourg S.à.r.l. (LUX) 100 54 33

* Die SUBITO CIS GmbH befindet sich in Liquidation. Die Zahlen beziehen sich auf den letzten vorliegenden Jahresabschluss zum 28.05.2020.

Umlaufvermögen

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und gegen die Gesellschafterin betreffen keine Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Aktive Latente Steuern

Der Berechnung wurde ein Steuersatz von 30 % zugrunde gelegt. Die aktiven latenten Steuern resultieren im Wesentlichen aus Bilanzdifferenzen bei unfertigen Leistungen und sonstigen Rückstellungen. Die aktiven latenten Steuern wurden nicht aktiviert.

Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Prämien, Urlaubsansprüche und Rückstellungen für Überstunden gebildet.

Verbindlichkeiten

davon mit einer Restlaufzeit
unter 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 insgesamt
EUR EUR Jahre EUR EUR
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 0,00 0,00 0,00 0,00
Vorjahr 1.132.074,21 0,00 0,00 1.132.074,21
2. Erhaltene Anzahlung auf Bestellungen 379.315,50 0,00 0,00 379.315,50
Vorjahr 139.675,00 0,00 0,00 139.675,00
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 112.742,56 0,00 0,00 112.742,56
Vorjahr 105.360,38 0,00 0,00 105.360,38
4. Verbindlichkeiten gegenüberverbundenen Unternehmen 22.502,09 0,00 0,00 22.502,09
Vorjahr 2.923,95 0,00 0,00 2.923,95
5. Sonstige Verbindlichkeiten 755.606,97 0,00 0,00 755.606,97
Vorjahr 435.413,63 1.875.573,50 0,00 2.310.987,13

Verbindlichkeiten gegenüber der Gesellschafterin bestehen nicht.

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige betriebliche Erträge

Bei den sonstigen betrieblichen Erträgen in Höhe von 180 TEUR handelt es sich im Wesentlichen um verrechnete sonstige Sachbezüge (119 TEUR) und Auflösung gebildeter Rückstellungen (30 TEUR).

Es bestehen keine Erträge aus Währungsumrechnungen.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten im Wesentlichen solche aus Miete, Reise- und Werbekosten, IT- sowie KFZ-Kosten.

Sonstige Angaben

Haftungsverhältnisse

Am Abschlussstichtag bestanden folgende Haftungsverhältnisse:

Für das Mietverhältnis der Hauptniederlassung wurden Mietkautionen in Höhe von insgesamt TEUR 307 gestellt. Für das Mietverhältnis der Niederlassung in Hamburg wurden TEUR 8 gestellt.

Außerbilanzielle Geschäfte und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen betragen bis zum nächstmöglichen Kündigungszeitpunkt TEUR 2.542. Die Miet- und Leasingverträge enden zwischen 2023 und 2027. Die wesentlichen Verpflichtungen entstehen aus dem Mietvertrag Kurhessenstr. 5, Mörfelden-Walldorf.

Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Von der SUBITO Austria GmbH wurden im Geschäftsjahr 2022 Unterstützungsleistungen in Kundenprojekten im Umfang von TEUR 38 zu marktüblichen Preisen bezogen.

Von der SUBITO Luxembourg S.à r.l. wurden im Geschäftsjahr 2022 Unterstützungsleistungen in Kundenprojekten im Umfang von TEUR 462 zu marktüblichen Preisen bezogen.

Es wurden keine Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu nicht marktüblichen Bedingungen durchgeführt.

Organe

Vorstand: Herr Thomas Jansen, Biebertal, Kaufmann
Aufsichtsrat: Herr Thomas S. Senger (Vorsitzender des Aufsichtsrats), Kaufmann
Herr Philipp Hertel (Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates), Kaufmann
Herr Andrej Eichler (Mitglied des Aufsichtsrates), Kaufmann

Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital der Gesellschaft besteht aus 1.550.000 Stückaktien. Der Betrag je Aktie beträgt EUR 1,00. 100% dieser Aktien hält die Brillant 3613. GmbH, Karlsruhe.

Für das Jahr 2022 ergibt sich folgender Bilanzverlust:

Jahresergebnis 2022 0,00 €
Verlustvortrag Vorjahr - 7.432.301,11 €
Entnahmen aus Kapital-RL 0,00 €
Entnahmen aus Gewinn-RL 0,00 €
Einstellungen in Gewinn-RL 0,00 €
Bilanzverlust 2022 - 7.432.301,11 €

Ab 2022 besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft.

Gesamtbezüge des Vorstands und des Aufsichtsrates

Auf den Ausweis der Gesamtbezüge der Vorstände wird gem. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

Die Vergütung des Aufsichtsrates betrug im Geschäftsjahr TEUR 0.

Mitarbeiter

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahres beschäftigen Mitarbeiter: 87 (Vj. 99) Auszubildende: 0.

Prüfungs- und Beratungsgebühren

Auf die Angabe des Gesamthonorars des Abschlussprüfers i.S. des § 285 Nr. 17 HGB wird verzichtet.

Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Ende des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Ergebnisverwendung

Aufgrund eines Ergebnisabführungsvertrags mit der Muttergesellschaft beläuft sich das Jahresergebnis auf 0 EUR.

 

Mörfelden-Walldorf, den 14.04.2023

Thomas Jansen, Vorstand

Anlagenspiegel zum 31.12.2022

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenst.
1. entgeltlich erworbene Konzess., gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte/Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.910.519,74 7.344,00 7.098,60 0,00 1.910.765,14
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.910.519,74 7.344,00 7.098,60 0,00 1.910.765,14
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 12.357,35 0,00 0,00 0,00 12.357,35
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 646.398,93 28.373,12 28.110,33 0,00 646.661,72
Sachanlagen 658.756,28 28.373,12 28.110,33 0,00 659.019,07
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 370.981,00 0,00 0,00 0,00 370.981,00
2. sonstige Ausleihungen 50.320,28 270.155,86 0,00 0.00 320.476,14
3. Genossenschaftsanteile 100,00 0,00 0,00 0,00 100,00
Finanzanlagen 421.401,28 270.155,86 0,00 0,00 691.557,14
Anlagevermögen 2.990.677,30 305.872,98 35.208,93 0,00 3.261.341,35
Abschreibungen
Stand 01.01.2022 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2022
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenst.
1. entgeltlich erworbene Konzess., gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte/Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 1.184.245,74 382.387,00 7.096,60 1.559.536,14
Immaterielle Vermögensgegenstände 1.184.245,74 382.387,00 7.096,60 1.559.536,14
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 7.931,35 1.236,00 0,00 9.167,35
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 531.002,93 33.727,12 27.358,33 537.371,72
Sachanlagen 538.934,28 34.963,12 27.358,33 546.539,07
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
2. sonstige Ausleihungen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Genossenschaftsanteile 0,00 0,00 0,00 0,00
Finanzanlagen 25.000,00 0,00 0,00 25.000,00
Anlagevermögen 1.748.180,02 417.350,12 34.454,93 2.131.075,21
Restbuchwerte
Stand 31.12.2022 Stand 31.12.2021
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenst.
1. entgeltlich erworbene Konzess., gewerbl. Schutzrechte und ähnliche Rechte/Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 351.229,00 726.274,00
Immaterielle Vermögensgegenstände 351.229,00 726.274,00
II. Sachanlagen
1. technische Anlagen und Maschinen 3.190,00 4.426,00
2. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 109.290,00 115.396,00
Sachanlagen 112.480,00 119.822,00
III Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 345.981,00 345.981,00
2. sonstige Ausleihungen 320.476,14 50.320,28
3. Genossenschaftsanteile 100,00 100,00
Finanzanlagen 666.557,14 396.401,28
Anlagevermögen 1.130.266,14 1.242.497,28

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2022

Der Jahresabschluss der SUBITO AG, der nach den Vorschriften des HGB aufgestellt wird, wird beim elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Vorstand steuert das operative Geschäft und wird dabei vom Aufsichtsrat kontrolliert.

I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen

1. Geschäftsmodell

Die SUBITO AG aus Mörfelden-Walldorf ist seit 1990 ein etablierter Partner für die vollumfängliche Prozessunterstützung in der Finanzdienstleistungsbranche. Mit seinen zukunftsorientierten Softwarelösungen ermöglicht SUBITO effiziente Prozesse im Forderungsmanagement und Kreditgeschäft - individuell auf die Bedürfnisse seiner Kunden zugeschnitten. Die Software-Lösungen bietet SUBITO als Cloud-Lösung oder als Software On-Premise an. In anderen Bereichen der SUBITO AG kommen Module und Werkzeuge zum Einsatz, die passgenau ausgerichtet werden, um die Projekte unserer Kunden zu beschleunigen und effektiv abzuschließen.

Mit der Übernahme der SUBITO durch einen strategischen Finanzinvestor ist es nunmehr möglich, mit den dazugehörigen Schwesterfirmen gemeinsame Projekte in weiteren Geschäftsfeldern, u.a. dem Fördergeschäft von Banken, mitzugestalten und dort die bereits bestehenden Lösungen der SUBITO angepasst am Markt zu platzieren.

Bei personellen Engpässen begleitet SUBITO Organisationen mit "Experten auf Zeit", bestehend aus IT- und Fachexperten sowie Methoden-Spezialisten. Dabei wird innovatives Projekt-, Prozess- und Testmanagement mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Banking, Energy und Forderungsmanagement gekoppelt.

2. Kunden und Absatzmärkte

Zu unseren Kunden zählen Kreditinstitute wie Privatbanken, Sparkassen, Genossenschaftsbanken und Bausparkassen, Rechenzentren, Leasinggesellschaften, IT-Dienstleister sowie Inkasso- und Energiedienstleister, öffentliche Verwaltungen und weitere Unternehmen aus verschiedenen Branchen. Seit nunmehr 33 Jahren haben sich langjährige partnerschaftliche Beziehungen mit den Kunden entwickelt. Mit den TOP 5 externen Kunden konnte in der Berichtsperiode ein Geschäftsvolumen von ca. 6.240 TEUR erwirtschaftet werden (Vorjahr: 6.779 TEUR). Der bedeutendste Absatzmarkt für die AG liegt in Deutschland. Vereinzelt werden die Produkte -mit Hilfe der österreichischen Tochterfirma - auch in Österreich und Liechtenstein verkauft. Über eine Schweizer Schwesterfirma kann zukünftig auch die Schweiz als Absatzmarkt betrachtet werden.

3. Organisationsstruktur

Die Organisationsstruktur der SUBITO AG wurde im Laufe des letzten Geschäftsjahres umfassend restrukturiert. Durch die Übernahme von LEA Partners ist nunmehr eine Konzernholding die Muttergesellschaft der SUBITO AG. Dadurch liegt ein neuer und zusätzlicher Fokus auf Finanzierungs- sowie Governanceaufgaben. Die AG ist in der Struktur unterteilt in zwei Geschäftsfelder - Software und Consulting. Diese sind wiederum in Teams unterteilt, wovon sieben Teams zu Software und zwei Teams zu Consulting gezählt werden. Die Teams arbeiten in eigenen Themenbereichen oder Marktgebieten. Die Geschäftsleitung der AG setzt sich aus den Leitern der wichtigsten Unternehmensfunktionen CEO [Finanzen/Vertrieb], Technologie, Operations/Produkte und Personal zusammen.

In der Gruppe hat SUBITO mit Hilfe des österreichischen Beratungshauses SUBITO Austria GmbH ihren Wirkungskreis weiter nach Österreich, Südtirol sowie in die Schweiz und Liechtenstein ausgedehnt und ihre Angebotspalette vergrößert. Die SUBITO Austria fungierte auch im laufenden Geschäftsjahr als Plattform für alle Leistungen in der DACH-Region.

Im Jahr 2019 wurde die SUBITO Luxembourg S.à r.l in Wormeldange/Luxemburg gegründet und hat sich seitdem als exzellenter Entwicklungsstandort etabliert. Durch diesen bietet sich die Möglichkeit, die Softwarelösungen der SUBITO mit zusätzlichen Softwareexperten weiterzuentwickeln. Die SUBITO Luxembourg S.à r.l arbeitet bisher ausschließlich für die SUBITO AG und unterstützt mit breitem Knowhow in verschiedensten Softwareprojekten als Systemlieferant und Entwicklungspartner. Zukünftig sollen die Leistungen auch den Schwesterfirmen der Unternehmensgruppe angeboten werden.

4. Forschung & Entwicklung

Die SUBITO AG betreibt intensive Forschungs- & Entwicklungsaktivitäten (F&E). Ziel ist es, neue (Teil-) Produkte und Lösungen zu realisieren, um unsere Wettbewerbsposition weiter zu stärken. Dabei konzentrieren wir uns zunehmend auf zukunftsweisende Lösungen in modernsten Software-Architekturen für die Finanzdienstleistungsbranche.

Die wesentlichen Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten konzentrierten sich im vergangenen Geschäftsjahr auf die Entwicklung von Portallösungen sowie die Weiterentwicklung bewährter Basislösungen für das Kredit- und Forderungsmanagement. So wurden im vergangenen Geschäftsjahr ca. 460 Personentage in Forschung und Entwicklung (F&E), Optimierung der technologischen Basis und Entwicklung neuer Leistungsangebote investiert. Außerdem werden Themenstellungen wie die Testautomatisierung optimiert und Elemente der Künstlichen Intelligenz implementiert. Auch im Jahr 2023 werden voraussichtlich ca. 1.500 Personentage in die Zukunft investiert, die aus dem laufenden Cashflow finanziert werden.

5. Steuerung des operativen Geschäfts

Die wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren für die SUBITO AG sind der Umsatz, das E- BITDA und der Free Cashflow. Die Steuerung der beiden Geschäftsfelder erfolgt über den Umsatz und das EBITDA. Das EBITDA stellt eine Bereinigung des Ergebnisses um außergewöhnliche Einmaleffekte und Abschreibungen dar, um eine leichtere Vergleichbarkeit zwischen den Perioden und eine bessere Interpretation der operativen Ertragskraft zu ermöglichen. Die Sondereffekte beinhalten wesentliche außerplanmäßige Wertberichtigungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und sonstige Vermögenswerte, wesentliche Aufwendungen für die Restrukturierung und Kosten im Zusammenhang mit der Muttergesellschaft.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die Weltkonjunktur erlitt durch die Covid-19-Pandemie 2020 den stärksten Einbruch seit Jahrzenten nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF). Die Auswirkungen sind weiterhin auch im Jahr 2022 spürbar gewesen. Für das folgende Geschäftsjahr senkt der IWF die globale Wachstumsprognose bereits deutlich. Bezogen auf Deutschland wird mit einem Rückgang der Volkswirtschaftlichen Leistung um 0,3 Prozent gerechnet. Im abgelaufenen Berichtsjahr ist diese um 1,5 Prozent gewachsen.

Mit dem Kerngeschäft im Umfeld der Finanzdienstleistungsbranche steht SUBITO mit ihren Kunden zusammen vor neuen Herausforderungen. Die anhaltende Krisenphase, geprägt durch die Corona-Pandemie, den Krieg in Europa und starke Volatilität im Markt, hat nachhaltige Auswirkungen auf die Ertragssituation der Institute, aber auch auf die zukünftigen Geschäftsmodelle der Kunden, denen mit einem adäquaten Angebot Rechnung getragen werden muss. Das Schlagwort Digitalisierung ist in der Finanzbranche allgegenwärtig - die Marktbedingungen und der Wettbewerbsdruck zum Beispiel der Fintech-Unternehmen erfordern es, neue Services zu entwickeln und diese mit IT und Organisation perfekt zu verzahnen. Mit seinem Leistungsportfolio ist SUBITO in der Lage, diesen Prozess optimal zu unterstützen.

Das Jahr 2022 war weiterhin global vor allem durch die Corona-Pandemie und den Krieg in der Ukraine und deren Auswirkungen geprägt. Die Corona-Pandemie führte zu großen Veränderungen im alltäglichen Leben jedes Einzelnen, aber auch zu Veränderungen der Arbeitswelt. Den Herausforderungen hat sich die SUBITO AG bereits im Jahr 2021 gestellt und ist seither sicher für die aktuellen Anforderungen aufgestellt. Dazu zählt u.a. die Möglichkeit für das mobile Arbeiten. Die SUBITO AG hat fortlaufend die Prozesse für das Remote-fähige Arbeiten optimiert, um optimal und professionell mit Kunden interagieren zu können. Durch den Krieg in der Ukraine haben sich für die SUBITO AG vor allem Veränderungen bezüglich der Energiepreise ergeben. Diese sind global stark gestiegen. Durch mittelfristige Vertragslaufzeiten konnte SUBITO dies für das Geschäftsjahr abwenden. Es bleibt offen, wie sich diese Entwicklung im folgenden Geschäftsjahr fortsetzen wird.

Darüber hinaus bleibt die Gewinnung von Neukunden weiterhin schwierig, da viele der potenziellen Kunden weiterhin unsicher bezüglich zu tätigender Investitionen sind oder bereits geplante Projekte verschoben werden. Dennoch lässt sich vermehrt erkennen, dass vor allem im Bereich Forderungsmanagement als auch im Kreditumfeld die Dynamik zugenommen hat und vermehrt Angebote offeriert werden können.

2. Weitere Einflussfaktoren

Die Energiepreisentwicklung hat für SUBITO im abgelaufenen Berichtsjahr keine Auswirkungen gehabt. Die Energielieferverträge waren mittelfristig zu einem Festpreis geschlossen. Diese Verträge (Gas/Strom) sind zum 31.12.2022 ausgelaufen. Fortwährend wird am sog. Spot-Markt für Rohstoffe Gas und Strom zu tagesaktuellen Preisen bezogen. Die weitere Entwicklung dieser Preise ist noch nicht absehbar, wenngleich die Preise aktuell nicht mehr auf Rekordniveau verbleiben.

Eine weitere, sehr bedeutende Einflussgröße sind die Personalkosten. Diese werden aufgrund der aktuellen Inflation und einem immer größer werdenden Fachkräftemangel stärker als gewöhnlich steigen.

Weiterhin sind die Raumkosten ein erheblicher Faktor für die SUBITO AG. Durch einen inflationsgeschützten Mietzins und die anhaltende Inflation steigt diese kontinuierlich und beeinflusst somit direkt das operative Ergebnis. Hierzu sind bereits diverse Maßnahmen gestartet worden, um diese Kosten abzufedern bzw. zu reduzieren.

3. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

A. Ertragslage

Die SUBITO AG hat das Geschäftsjahr 2022 mit einem Jahresüberschuss in Höhe von 0 EUR abgeschlossen (2021: -1.666; 2020: +109 TEUR; 2019: -20 TEUR). Dies resultiert aus einem Ergebnisabführungsvertrag mit der herrschenden Muttergesellschaft Brillant 3613. GmbH. Jahresüberschüsse werden fortan in Gänze an die Muttergesellschaft abgeführt, Jahresfehlbeträge werden im Gegenzug durch die Muttergesellschaft ausgeglichen. Insgesamt sank die Gesamtleistung von 9.885 TEUR im Jahr 2021 leicht auf 9.574 TEUR im aktuellen Geschäftsjahr (-3,2%).

Im Geschäftsfeld Consulting wurde ein Umsatzrückgang i.H.v 602 TEUR auf 3.841 TEUR verzeichnet (Vorjahr 4.443 TEUR). Dies liegt an vorwiegend niedrigeren Umsätzen im Bereich Business Consulting aufgrund von Personalabgängen.

Die Wartungserlöse konnten im Jahr 2022 deutlich gesteigert werden auf insgesamt 1.768 TEUR (Vorjahr: 1.494 TEUR). Auch im Jahr 2022 konnten wieder einige Neukunden in Produktion gehen und somit Wartungserlöse generieren. Außerdem konnte durch die Entwicklung einiger innovativer, lizenzpflichtiger Zusatzmodule im Forderungsmanagement Wartungserlöse generiert werden. Die Lizenzerlöse konnten gesteigert werden von 111 TEUR auf 218 TEUR (+96,4%). Hierbei konnten vor allem mit Bestandskunden deutlich mehr Lizenzerlöse als im Vorjahr generiert werden.

Die Dienstleistungserlöse im Geschäftsfeld Software waren ebenfalls rückläufig. Im Geschäftsjahr 2022 sind die Dienstleistungserlöse um 1.037 TEUR auf 2.699 TEUR (Vorjahr: 3.736 TEUR) gesunken. Grund hierfür sind im Wesentlichen Personalabgänge und die personelle Unterstützung von Projekten bei den Firmen der Unternehmensgruppe, die zu einer deutlichen Steigerung der "Intercompany-Erlöse" führen (959 TEUR).

Im Januar 2022 wurde der strategische Finanzinvestor LEA Partners neuer Eigentümer der SUBITO-Gruppe. Im Rahmen dieser Transaktion wurden sämtliche Schulden getilgt, sowie das Eigenkapital und die Liquidität gestärkt. Hierdurch konnte die Finanzlage der SUBITO-Gruppe deutlich gestärkt werden.

Im aktuellen Geschäftsjahr konnten die Kosten weiter reduziert werden. Die SUBITO AG hat im Jahr 2022 aufgrund von vor allem strategisch bedingten Personalabgängen die Aufwände um 1.045 TEUR auf 7.137 TEUR (Vorjahr: 8.182 TEUR) reduzieren können. Die Raumkosten sind aufgrund des Indexmietvertrages am Standort Mörfelden und der steigenden Inflation um 29 TEUR auf 553 TEUR gestiegen. Alle weiteren Kostenarten sind weiterhin rückläufig oder stagnierend. Die Gesamtkosten liegen mit 9.419 TEUR (Vorjahr: 10.434 TEUR) 10,8% unter Vorjahresniveau.

Die Aufwendungen für bezogene Leistungen stiegen leicht um 81 TEUR auf 907 TEUR (+8,9%). Ausschlaggebend hierfür sind die Aufwände aus dem Management-Dienstleitungsvertrag zwischen der SUBITO AG und der Muttergesellschaft Brillant 3613. GmbH.

Die sonstigen betrieblichen Erträge sanken leicht um 27 TEUR auf 150 TEUR (-18,0%).

Das Ergebnis des operativen Geschäfts (EBIT) liegt damit insgesamt bei -99 TEUR.

B. Finanzlage

Zur Ermittlung des Finanzbedarfs erstellt SUBITO regelmäßig eine Finanzplanung. Nach dieser ist der Finanzbedarf über die vorhandene Finanzausstattung und die laufenden Erlöse gesichert. Zusätzlich wurde 2022 ein Ergebnisabführungsvertrag mit der Muttergesellschaft Brillant 3613. GmbH geschlossen. Dieser sieht vor, dass erwirtschaftete Gewinne an die Muttergesellschaft abgeführt werden als auch realisierte Verluste am Ende eines Geschäftsjahres ausgeglichen werden.

C. Vermögenslage

Die Bilanz der SUBITO AG verkürzte sich per 31. Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahresstichtag um 29,5% auf 4.464 TEUR. Dies liegt vor allem an der Rückführung von Darlehen im Januar 2022 im Zuge des Verkaufs der SUBITO AG.

Das Anlagevermögen sank leicht aufgrund von Abschreibungen auf 1.130 TEUR (Vorjahr: 1.242 TEUR) gesunken.

Sachinvestitionen blieben im Rahmen der normalen Ersatzbeschaffungen.

Halbfertige Arbeiten bewegen sich in einem geringen Umfang von 191 TEUR. Diese sollen planmäßig im Geschäftsjahr 2023 vollständig aufgelöst werden.

Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind ggü. dem Vorjahr deutlich um TEUR 887 auf TEUR 218 (Vorjahr: TEUR 1.105) gesunken. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind auf TEUR 2.096 (Vj. TEUR 1.821) gestiegen.

Auf der Passivseite der Bilanz führten im Wesentlichen die Rückführung der Darlehen zu einer Reduzierung der Verbindlichkeiten als auch Zuführung von Geldmitteln zum Eigenkapital zu wesentlichen Veränderungen. Die sonstigen Rückstellungen sind im Vergleich zum Vorjahr gesunken. Dies liegt vor allem an der einmaligen Rückstellung im Geschäftsjahr 2021 (200 TEUR), niedrigeren Prämienrückstellungen und nicht mehr notwendigen Rückstellungen für die Berufsgenossenschaft. Im Geschäftsjahr beliefen sich die sonstigen Rückstellungen auf TEUR 330 (Vj. TEUR 653).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind nicht mehr existent (Vorjahr: 1.132 TEUR) und belasten das Zinsergebnis der SUBITO AG nicht. Die Liquidität ist jederzeit über das operative Geschäft sichergestellt.

Alle Verbindlichkeiten werden innerhalb der Zahlungsfristen beglichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele vereinnahmt.

Das Eigenkapital wurde im Rahmen des Verkaufs gestärkt und beläuft sich aktuell auf 952 TEUR.

4. Finanzielle Leistungsindikatoren und Nettofinanzschulden

Bei den finanziellen Leistungsindikatoren liegt der Fokus auf:

Entwicklung der Umsatzerlöse

operative Marge abzüglich Sondereffekten

Free Cashflow

Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzentwicklung und Betriebsergebnis vor Sondereffekten heran. Diese haben sich im abgelaufenen Geschäftsjahr wie folgt entwickelt:

Entwicklung finanzielle Leistungsindikatoren

in TEUR 2022 2021 Veränderung
Betriebsergebnis in T€ -99 - 780 + 681
Umsatzerlöse in T€ 9.485 9.856 -371

Die Nettofinanzverschuldung sank 2022 im Stichtagsvergleich von 3.659 TEUR auf 522 TEUR. Das Nettoverschuldungsgrad (Nettofinanzschulden in Prozent des Eigenkapitals) beläuft sich im Berichtsjahr auf 54,8% Prozent.

Entwicklung Nettofinanzschulden

in TEUR 2022 2021 Differenz
Zahlungsmittel und -äquivalente 748 32 + 716
Kurzfristige Finanzschulden 1.270 1.815 -545
Langfristige Finanzschulden 0 1.876 - 1.876
Nettofinanzschulden 522 3.659 - 3.137

5. Gesamtaussage

Der Vorstand beurteilt das Geschäftsjahr 2022 als Turnaround der operativen Geschäftstätigkeit. Die neu gewonnene Finanzstabilität durch den Eintritt eines neuen Investors als auch die Synergieeffekte innerhalb der neuen Unternehmensgruppe haben zu einer Steigerung des EBIT vor Sondereffekten geführt. Das Geschäftsleben und die Entscheidungsfreudigkeit einiger Neu- und Bestandskunden hat sich im Gesamtverlauf verbessert. Trotz dieser Verbesserungen konnten Projekte zum Teil nicht mit der Geschwindigkeit umgesetzt werden, die Wünschenswert gewesen wäre, weshalb sich der Total Output im Vergleich zum Vorjahr verringerte. Die Weiterentwicklung der Softwareprodukte konnte im Gegenzug deutlich erhöht und verbessert werden. Die wirtschaftliche Lage des Unternehmens ist insgesamt als deutlich verbessert und stabil zu bezeichnen. Das Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten stets innerhalb der Zahlungsfrist zu begleichen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Insgesamt ist der Vorstand nach wie vor davon überzeugt, dass durch die konsequente Umsetzung von Optimierungsmaßnahmen im Bereich Organisation und Operations das Geschäft nachhaltig stabilisiert sowie Leistung und Effizienz weiter verbessert werden können.

III. Prognosebericht

Der weiterhin stetig steigende Auftragsbestand und Bestand an langfristigen Wartungsverträgen bilden eine solide Grundlage für die Umsatzziele 2023. Durch den Verkauf der SUBITO AG an einen finanzkräftigen, strategischen Investor ist auch die Zukunft der SUBITO AG gesichert. Durch die neuen Unternehmenskonstellationen ergeben sich Synergieeffekte mit den Schwesterfirmen in dem Bereich der Kreditlösungen und Softwareentwicklung. Durch die Konsolidierung und Weiterentwicklung des eigenen Produktportfolios und die Nutzung von internen Synergieeffekten zwischen den Geschäftsfeldern ist mit einer Verbesserung der wirtschaftlichen Lage zu rechnen. Entscheidend wird auch hier der Einfluss der Corona-Pandemie und der weiteren globalen Entwicklung sein. Dennoch sollen weiterhin die bereits bestehenden als auch neuen Opportunitäten zu steigenden Umsätzen in diesem Bereich führen.

Die Subito AG plant 2023 mit einem deutlich positiven Ergebnis im sechsstelligen Bereich (vor Ergebnisabführung).

IV. Nachhaltigkeitsbericht

SUBITO versteht unter Nachhaltigkeit sowohl eine langfristig und ertragsorientiert ausgelegte Unternehmensentwicklung als auch die Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung. Ziel ist es, die hieraus resultierenden Anforderungen in ein Gleichgewicht zu bringen. Nachfolgend wird freiwillig über wesentliche, nichtfinanzielle Aspekte der SUBITO AG berichtet. Die Aspekte umfassen Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange sowie die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung.

Für die Berichterstattung unserer nichtfinanziellen Informationen orientieren wir uns am Deutschen Nachhaltigkeitskodex und den zehn Leiprinzipien des UN Global Compact. Des Weiteren gibt es auch eine SUBTIO-spezifische Regelung, an derer wir unser Handeln hinsichtlich verschiedener nichtfinanzieller Aspekte ausrichten. Dies ist der SUBITO Code of Conduct, der unternehmensweit gültig ist.

Wir informieren in diesem Bericht über

Arbeitnehmerbelange mit den Schwerpunkten Diversität, Mitarbeiterzufriedenheit sowie Arbeits- und Gesundheitsschutz

Umweltbelange mit dem Schwerpunkt Energieverbrauch

Achtung der Menschenrechte sowohl innerhalb des Unternehmens als auch entlang der Lieferkette auf Basis des Code of Conduct

Compliance sowie Bekämpfung von Korruption und Bestechung

Der Vorstand ist in alle Entwicklungen im Zusammenhang mit den relevanten nichtfinanziellen Aspekten und Entscheidungen eingebunden.

Seit Oktober 2021 ist der SUBITO Code of Conduct in Kraft. Dieser stellt einen sowohl strategischen als auch operativen Rahmen für den gemeinsamen Umgang untereinander als auch mit unseren Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, den Mitbewerbern und der Öffentlichkeit dar. Er sensibilisiert für geltende gesetzliche Bestimmungen und verpflichtet zur Einhaltung der ethischen Regelungen und Grundsätze der SUBITO AG. Darüber hinaus behandelt dieser die Bekämpfung von Korruption und Bestechung als auch die Achtung der Menschenrechte.

Für die Wahrung der Arbeitnehmerbelange (Diversität und Mitarbeiterzufriedenheit) ist die Personalabteilung der SUBITO AG verantwortlich. Die Leiterin der Personalabteilung berichtet direkt an den Vorstand (CEO) der SUBITO AG. Diese ist ebenfalls für den Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz verantwortlich. SUBITO ist unverändert bestrebt, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern interessante Aufgaben mit hoher Eigenverantwortung in einem motivierenden, fördernden und konstruktiven Leistungsumfeld zu bieten, um als attraktiver Arbeitgeber kompetente und engagierte Beschäftigte zu finden und an das Unternehmen zu binden. Diversität und Mitarbeiterzufriedenheit sind nach wie vor zentrale Erfolgsfaktoren für die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens. Ebenso ist es unser erklärtes Ziel, hohe Standards bei Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zu erfüllen. Über diverse Programme zur Incentivierung der Mitarbeiter, u.a. JobRad oder eine betriebliche Altersvorsorge, soll die Zufriedenheit und Bindung an das Unternehmen weiter gesteigert werden.

Aufgrund der Covid-19-Pandemie veränderten sich die Arbeitsbedingungen seit 2020 für nahezu alle Beschäftigten. Details dazu enthält das Kapitel Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen.

SUBITO stellt sich seiner ökologischen Verantwortung und betrachtet Umweltschutz als ein wichtiges Unternehmensziel. Unser Umweltmanagement ist darauf ausgerichtet, die Auswirkungen sämtlicher Prozesse auf die Natur so gering wie möglich zu halten. Insbesondere sind wir bestrebt, den Energieverbrauch und damit verbundene CO 2 -Emissionen als unseren Beitrag zum Klimaschutz zu reduzieren. Im Jahr 2022 konnten wir den Gasverbrauch an unserem Standort in Mörfelden-Walldorf um 67% reduzieren. Zusätzlich stehen für uns folgende Handlungsgrundsätze zum Thema Ökologie im Vordergrund:

Fortlaufende Verbesserung der Maßnahmen zu Arbeits-, Gesundheits- und Umweltschutz

Effizienter Einsatz von Umweltressourcen und Energie

Abfallvermeidung geht vor Abfalltrennung und -entsorgung

Einhaltung aller bindenden Verpflichtungen zu Arbeits-, Gesundheits-, und Umweltschutz (rechtliche und andere Anforderungen). Die gültigen nationalen Standards sind hierbei unsere Mindestanforderung.

V. Chancen- und Risikobericht

1. Chancen

Das Potential des Unternehmens basiert wesentlich auf der Qualifikation und dem Engagement seiner Mitarbeiter. Die zielgerichtete Identifikation von Aus- und Weiterbildungsbedarf und die Umsetzung entsprechender Maßnahmen stehen kontinuierlich im Fokus.

Um in einem umkämpften Markt den Anforderungen an hochqualifiziertes Personal weiterhin gerecht werden zu können, wurden die Aktivitäten im Bereich Personalmanagement weiter intensiviert und ausgebaut. Dazu zählen auch Programme zur Mitarbeiterbindung und -entwicklung.

Die Möglichkeit vielfältiger Synergien durch die Zugehörigkeit zu einem neuen Investor und einer neuen Unternehmensgruppe, intern wie extern, neue Zugänge in den Finanzdienstleistungsmarkt, sowie Erweiterungsmöglichkeiten der Produktpalette in Richtung Kreditsoftware eröffnen neue Geschäftschancen. In Zukunft wird das Zusammenwachsen der Unternehmensgruppe von entscheidender Bedeutung sein, damit man sich im DACH-Raum als ein führender Anbieter im Bereich Finanzdienstleistungen rund um das Thema Kredit positionieren kann.

Im Zuge des Gesellschafterwechsels wurde entschieden, den Energiemarkt nicht weiter als Zielmarkt zu verfolgen. So wurde die Weiterentwicklung der SUBITO-Plattform "BILLITO" eingestellt, die letzte Kundenbeziehung wird voraussichtlich in 2023 beendet.

Die Strategie richtet sich auf eine klare Besinnung der Kernkompetenzen in den Geschäftsfeldern Software und Consulting, für die Unternehmensgruppe sind vor allem die Bereiche der Finanzwirtschaft und das Forderungsmanagement von entscheidender Rolle.

Technologisch sind die Softwareprodukte der SUBITO AG auf dem neusten Stand. Die gesamte Software-Lösungspalette basiert auf modernster Web-2.0-Technologie und Entwicklungsmethoden und ist in serviceorientierter Architektur ("SOA") umgesetzt. Moderne Testverfahren und ständige Produktweiterentwicklungen sowie Forschung und Entwicklung in neuen Technologien garantieren Produkte auf technologisch höchstem Standard. Ebenfalls werden die Software-Lösungen auch in einem SaaS-Modell angeboten.

2. Risiken

A. Allgemeiner Risikobericht

Aus den konjunkturellen Risiken aufgrund des Ukraine-Krieges und der noch nicht vollständig überwundenen Corona-Pandemie können sich Ertrags- und Finanzrisiken ergeben. Diesen Risiken begegnen wir durch eine flexible Kostenstruktur, die es uns erlaubt, auf Umsatzrückgänge schnell zu reagieren.

Mit jeder unternehmerischen Tätigkeit sind Risiken verbunden, die aus der Unsicherheit zukünftiger Ereignisse und Entwicklungen entstehen. Daraus ergibt sich die Notwendigkeit eines aktiven Risikomanagements als fest verankertem Bestandteil der Unternehmensführung, dessen Gestaltung und Umsetzung bei SUBITO der Verantwortung des Vorstands unterliegt.

Um langfristig Wettbewerbsvorteile erkennen und nutzen zu können und allgemeinen Unternehmensrisiken entgegenzuwirken, gibt die Geschäftsleitung der SUBITO im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung für die verschiedenen Geschäftsbereiche konkrete Maßnahmen und Ziele vor. Die betriebswirtschaftliche Planung basiert auf einem detaillierten Planungsprozess, deren Ergebnisentwicklung im Rahmen eines ausführlichen Berichtswesens fortwährend analysiert und gesteuert wird.

Um Projektrisiken entgegenzutreten, wird insbesondere auf die hohe Qualifizierung und zielgerichtete Weiterbildung der Mitarbeiter Wert gelegt. Nach der Auditierung durch den TÜV Süd erfüllt SUBITO die hohen Qualitätsanforderungen der DIN EN ISO 9001 und erstmals seit dem Jahr 2019 auch jene nach DIN ISO 27001. Zusätzlich wurden Mitarbeiter im Bereich des Testmanagements geschult (ISTQB Certified Tester).

Das bereits aktive Risikomanagement wurde optimiert und wird weiterhin den aktuellen Anforderungen angepasst. Die regelmäßige interne Berichterstattung dient der Früherkennung und dem Entgegenwirken von Risiken.

B. Spezieller Risikobericht

Mit nennenswerten Forderungsausfällen ist nicht zu rechnen, da sich insbesondere die Finanzdienstleistungsbranche durch überwiegend hohe Bonität auszeichnet. Entsprechende Erfahrungswerte aus der Vergangenheit belegen dies. Auch in Zukunft ist daher nicht von Forderungsausfällen auszugehen.

In der Bilanz des Jahres 2022 wurden im Rahmen des Risikomanagements Wertberichtungen und Rückstellungen in angemessenem Maße gebildet.

Außerdem wurde das konsequente Liquiditätsmanagement fortgesetzt.

Aus dem hohen Umsatzanteil einiger Großkunden ergibt sich das Risiko einer hohen Abhängigkeit. Diese konnte im Geschäftsjahr jedoch reduziert werden aufgrund der Verlagerung von Umsatzanteilen auf zusätzliche und bestehende Kunden. Dieser Gefahr tritt SUBITO zusätzlich durch den Ausbau neuer Geschäftsfelder und Zielmärkte einerseits und dem Abschluss langfristiger Rahmenverträge andererseits entgegen. Im Consulting wird das Leistungsspektrum den Anforderungen unserer Kunden stetig angepasst und verbleibt im gleichen Umfang wie im Vorjahr. Im Produktbereich stiegen die Umsatzanteile jenseits der klassischen Finanzdienstleister insbesondere im Inkassomarkt als auch im Bereich der Energieversorger und der Industrie. Auch durch die damit zusammenhängenden Produktdiversifizierungen wurde das Risiko einer Abhängigkeit von den bestehenden Großkunden weiter reduziert.

Das Risiko des Personalengpasses aufgrund von Krankheit oder Kündigungen ist für Unternehmen allgegenwertig. Um etwaige Risiken zu minimieren ist die SUBTIO bestrebt, alle essenziellen Stellen doppelt zu besetzen. Sollte dies nicht möglich sein ergeben sich durch die Kooperation mit unseren Schwesterunternehmen weitere Möglichkeiten der Personalvertretung / des Personalersatzes.

VI. Abhängigkeitsbericht

Es ist nicht mehr erforderlich, den Abhängigkeitsbericht zu erstellen. Daher entscheidet der Vorstand, diesen nicht weiter aufzustellen.

VII. Niederlassungsbericht

Die SUBITO AG unterhält neben dem Hauptsitz in Mörfelden-Walldorf eine Niederlassung in Hamburg.

 

Mörfelden-Walldorf, den 14. April 2023

Thomas Jansen, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats der SUBITO AG

Der Aufsichtsrat hat während des Geschäftsjahres vom 01. Januar 2022 bis zum 31. Dezember 2022 die Leitung der Gesellschaft überwacht, indem er sich in der heutigen Sitzung am 2. Mai 2023 sowie durch Gespräche mit dem Vorstand die Geschäftsentwicklung, Rentabilität und die Lage der Gesellschaft darstellen ließ und die Ausführungen kritisch diskutierte.

Der handelsrechtliche Jahresabschluss zum 31. Dezember 2022, bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Anhang und Lagebericht, wurde durch die HD Bayern Audit AG, Ochsenfurt, geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Wirtschaftsprüfer hat in der Erörterung des Abschlussprüfungsberichtes insbesondere zu den wesentlichen Prüfungsschwerpunkten Stellung genommen.

Der Aufsichtsrat hat von dem Prüfungsergebnis zustimmende Kenntnis genommen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss geprüft und erhebt keine Einwendungen. Er billigt nach Berichterstattung durch den Wirtschaftsprüfer den von der Gesellschaft aufgestellten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022. Der Aufsichtsrat empfiehlt, den Jahresabschluss mit der vorgeschlagenen Ergebnisverwendung festzustellen, dem Vorstand Entlastung zu erteilen.

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, dem Führungsteam und den MitarbeiterInnen der SUBITO AG für ihren persönlichen Einsatz und die erbrachten Leistungen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022.

 

Mörfelden-Walldorf, den 02.05.2023

Thomas Senger, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Philipp Hertel, Stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrats

Andrej Eichler, Mitglied des Aufsichtsrats

Feststellung des Jahresabschlusses

Der vorliegende Jahresabschluss 2022 der Subito AG wurde mit dem Datum 2. Mai 2023 unverändert festgestellt.

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