Stammdaten

Register
Amtsgericht Braunschweig HRB 211494
Vorher
Waterside B119. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH
Eingetragen
24.7.2023
Branche
Herstellung von Baubedarfsartikeln aus KunststoffenHerstellung von Ladenmöbeln und sonstigen ObjektmöbelnTätigkeiten der Großhandelsvermittlung von Möbeln
Gegenstand
a) die Planung, Fertigung und der Vertrieb von Einrichtungen und Anlagen im Sanitär-, Architektur-, Spezialmöbel- und Innenausbaubereich sowie Zubehörteilen dazu aus Holz, Kunststoff und Metall, insbesondere Badmöbel, Badezimmer- und Waschraumeinrichtungen, sonstige Spezialmöbel und Verkleidungselemente für Haus und Garten, und b) die Fertigung und der Vertrieb von vorzugsweise emaillierten Einrichtungen und Anlagen im Sanitär- und Architekturbereich sowie Zubehörteilen dazu aus Holz, Aluminium, Edelstahl und Kunststoff, insbesondere Ausgussbecken, Spülbecken, Badmöbel, Badezimmer- und Waschraumeinrichtungen, Wand- und Deckenverkleidungen sowie Metallwaren aller Art, ferner der An- und Verkauf von Grundstücken, die Errichtung von Gebäuden und Betriebsvorrichtungen, der An- und Verkauf von Betriebs- und Geschäftsausstattungen sowie die Verwaltung, Vermietung und Verpachtung der genannten Wirtschaftsgüter.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Miguel-Angel Munar
seit 13.5.2025
Geschäftsführer
Geschäftsführer
Andrea Jürgens
seit 29.5.2024
Prokura
Julia Rami
seit 29.5.2024
Prokura
Oliver Held
seit 29.5.2024
Prokura
Carl Martin Heiss
seit 29.5.2024
Prokura
Michael Gatzke
seit 29.5.2024
Prokura

Wirtschaftlich Berechtigte

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (2)

NameAnteil
Roca Sanitario, S.A.ESP
99.87%
ROCA BATHROOM INVESTMENTS, S.L.ESP
0.13%

Gesellschafter

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

ALAPE GmbH (vormals: Waterside B119. Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH)

Goslar (vormals: Hamburg)

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 20.06.2023 bis zum 31.12.2023

Bilanz zum 31. Dezember 2023

Aktiva

31.12.2023 20.6.2023
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 2.415.233,78 0,00
II. Sachanlagen 2.296.557,74 0,00
4.711.791,52 0,00
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte 1.331.806,56 0,00
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 1.736.216,73 25.000,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 26.319,36 0,00
3.094.342,65 25.000,00
C. Rechnungsabgrenzungsposten 135.000,00 0,00
7.941.134,17 25.000,00

Passiva

31.12.2023 20.6.2023
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital
(i.Vj. Eingefordertes Kapital) 25.000,00 25.000,00
II. Kapitalrücklage 6.000.000,00 0,00
III. Jahresfehlbetrag -1.151.011,75 0,00
4.873.988,25 25.000,00
B. Rückstellungen 643.715,00 0,00
C. Verbindlichkeiten 2.423.430,92 0,00
7.941.134,17 25.000,00

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 20. Juni bis 31. Dezember 2023

20.06.2023-31.12.2023
EUR
1. Rohergebnis 1.539.208,20
2. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter -1.013.758,42
b) Soziale Abgaben -177.803,96
3. Abschreibungen
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen -151.462,01
4. Sonstige betriebliche Aufwendungen -1.347.072,56
5. Ergebnis nach Steuern -1.150.888,75
6. Sonstige Steuern 123,00
7. Jahresfehlbetrag -1.151.011,75

Anhang für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20.06. bis 31.12.2023

A. Allgemeine Angaben

Die Gesellschaft ist am 20.06.2023 als Waterside B119 Vermögensverwaltungs-gesellschaft mbH in Hamburg gegründet und am 24.07.2023 in das Handelsregister eingetragen wurden. Am 16.10.2023 hat die Gesellschaft mit Wirkung ab 01. Oktober 2023 das Geschäft der insolventen Alape GmbH im Rahmen eines sog. "Asset-Deals" übernommen.

Nach Gesellschafterbeschluss vom 11.10.2023 erfolgte mit Eintragung am 17.10.2023 die Umfirmierung in ALAPE GmbH. Alleinige Gesellschafterin der ALAPE GmbH ist die Laufen GmbH in Staudt, vormals Roca Sanitär GmbH.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde gemäß §§ 242 ff. und §§ 264 ff. HGB sowie nach den einschlägigen Vorschriften des GmbHG aufgestellt. Es gelten die Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr. Für die Zeit vom 20.06. bis 31.12.2023 wurde ein Rumpfgeschäftsjahr gebildet.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren (§ 275 Abs. 2 HGB) aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses werden die Erleichterungsvorschriften des § 288 Abs. 2 HGB teilweise in Anspruch genommen.

Die ALAPE GmbH mit Sitz in Goslar ist inzwischen am Amtsgericht in Braunschweig unter der Handelsregisternummer HR B 211494 eingetragen.

B. Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Das Anlagevermögen ist zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Es wird, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer in Anlehnung an die steuerlich anerkannten Sätze linear abgeschrieben. Für den Firmenwert / Goodwill, der sich aus der Asset Deal ergeben hat, wird eine voraussichtliche Nutzungsdauer von 15 Jahren angesetzt.

Jahre
Firmenwert / Goodwill 15
Immaterielle Vermögensgegenstände 3 - 10
Technische Anlagen und Maschinen 4 - 20
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4 - 15

Zugänge geringwertiger Anlagegüter mit Anschaffungskosten bis EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung in Anlehnung an § 6 Abs. 2 EStG aufwandswirksam gebucht. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen linear, im Jahr des Zugangs zeitanteilig.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen werden zu Anschaffungskosten auf Basis durchschnittlicher Bezugspreise unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet.

Die unfertigen und fertigen Erzeugnisse sind auf Basis von Einzelkalkulationen zu Herstellungskosten bewertet. Neben den direkt zurechenbaren Materialeinzelkosten und Fertigungslöhnen werden Fertigungs- und Materialgemeinkosten, Abschreibungen sowie angemessene Teile der allgemeinen Verwaltungskosten berücksichtigt, soweit diese auf die Herstellung entfallen. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen.

Handelswaren sind zu Anschaffungskosten bzw. niedrigeren Tageswerten bilanziert.

Erkennbare Risiken im Vorratsvermögen, die sich aus überdurchschnittlicher Lagerdauer, geminderter Verwertbarkeit oder niedrigeren Wiederbeschaffungskosten ergeben, sind durch angemessene Bewertungsabschläge berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert angesetzt. Risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen gem. Richtlinien des ROCA-Konzerns Rechnung getragen. Allgemeine Ausfallrisiken sind durch eine Pauschalwertberichtigung von 1% der überfälligen Forderungen berücksichtigt. Fremdwährungsforderungen sind zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennbeträgen bewertet. Auf fremde Währung lautende Guthaben wurden zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

Die Aktiven Rechnungsabgrenzungsposten weisen Ausgaben vor dem Abschlussstichtag aus, die Aufwand nach dem Berichtszeitraum darstellen.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr sind mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Bilanzstichtag mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet.

C. Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagespiegel dargestellt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen zum Bilanzstichtag nicht. Alle Forderungen haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Gezeichnetes Kapital und Kapitalrücklage

Das gezeichnete Kapital wird zum Nennwert bilanziert.

Mit Beschluss vom 04.12.2023 wurde eine Einstellung in die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 6.000 ausgeführt.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr.

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sowie gegenüber Gesellschaftern

Es werden Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von TEUR 1.503 ausgewiesen. Diese resultieren aus der Abwicklung des lfd. Zahlungsverkehrs (TEUR 1.464) gegen den Gesellschafter sowie aus ROCA IT Investitionen (TEUR 24) und konzerninternen Warenlieferungen (TEUR 15). Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen besitzen eine Laufzeit von bis zu einem Jahr.

Latente Steuern

Aus den unterschiedlichen Bewertungsansätzen in der Handels- und Steuerbilanz sowie unter Berücksichtigung von ertragsteuerlichen Verlustvorträgen folgen aktive bzw. passive latente Steuern (§ 274 HGB).

Zu Beginn des Rumpfgeschäftsjahres ergeben sich keine Steuerlatenzen. Von der Aktivierung der latenten Steuer wird abgesehen, weil die Gesellschaft derzeit eine steuerliche Umgestaltung (ertragsteuerliche Organschaft) prüft, so dass die steuerlichen Verluste in den nächsten 5 Jahren voraussichtlich nicht zur Verrechnung kommen.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen für die Nutzung von Kfz. in Höhe von TEUR 80.

Die Leasingverträge enden zwischen Februar 2024 und Oktober 2027.

D. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Sonstige Angaben

Im Nachgang zur Übernahme des Geschäftes der insolventen Alape GmbH wurden im Berichtsjahr im Rahmen von Wertberichtigungen außergewöhnlichen Erträge in Höhe von TEUR 1.927 und außergewöhnliche Aufwendungen in Höhe von TEUR 40 gebucht. Im Geschäftsjahr sind keine Erträge oder Aufwendungen aus Währungsumrechnung angefallen.

E. Sonstige Angaben

Geschäftsführung

Geschäftsführer seit dem 06.11.2023 sind Herr Ignacio Rubio Garcia (Director Roca Gruppe), Barcelona, und Herr Juan Albos Barbarroja (Director Roca Gruppe), Barcelona.

Geschäftsführer vom 24.07.2023 bis zum 10.10.2023 war Corinna Lovens-Tödter (Geschäftsführerin Waterside DS GmbH).

Geschäftsführer vom 10.10.2023 bis zum 06.11.2023 waren Miguel-Angel Munar Saura (Senior Managing Director Roca Gruppe) und Antonio Linares Noguera (Senior Managing Director Roca Gruppe).

Die Geschäftsführer sind alleinvertretungsberechtigt und von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Die Geschäftsführer erhalten keine Bezüge von der Gesellschaft.

Mitarbeitende

Die Zahl der durchschnittlich Beschäftigten, ohne Geschäftsführung, betrug im Berichtszeitraum in Summe 41 Mitarbeitende. Davon 23 gewerbliche Mitarbeitende, 18 Angestellte sowie 0 Auszubildende.

Konzernzugehörigkeit

Der Jahresabschluss wird in den Konzernabschluss der Roca Corporacion Empresarial S.A., Barcelona, Spanien, die den Konzernabschluss für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Der Konzernabschluss ist beim Amtsgericht Barcelona erhältlich.

Nachtragsbericht

Mit Beschluss vom 25.03.2024 wurde die Kapitalrücklage um weitere TEUR 1.980 durch Umwandlung von Verbindlichkeiten erhöht. Zudem wurden der Gesellschaft mit Vertrag vom 25.03.2024 von der ROCA SANITARIO, S.A. ein langfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 6.514 gewährt, das am 31.07.2024 auf TEUR 9.014 aufgestockt wurde. Ergänzend wurde am 12. November 2024 ein Ergebnisabführungsvertrag zwischen der Gesellschaft und der Laufen GmbH für das Geschäftsjahr 2024 beginnend ab dem 1. Januar geschlossen (Die Eintragung ins Handelsregister erfolgte am 19.11.2024).

Ergebnisverwendung

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von EUR 1.151.011,75 auf neue Rechnung vorzutragen.

 

Goslar, den 22. November 2024

Ignacio Garcia Rubio, Geschäftsführer

Juan Albos Barbarroja, Geschäftsführer

Entwicklung des Anlagevermögens vom 20. Juni bis zum 31. Dezember 2023

Anschaffungs- und Herstellungskosten
Stand 20.06.2023 Zugänge aus Unternehmenskauf Sonstige Zugänge Umbuchungen Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 0,00 54.982,17 0,00 0,00 54.982,17
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 2.405.631,36 0,00 0,00 0,00 2.405.631,36
0,00 2.405.631,36 54.982,17 0,00 0,00 2.460.613,53
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 1.770.665,84 2.640,00 0,00 0,00 1.773.305,84
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 229.334,16 0,00 0,00 0,00 229.334,16
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 400.000,00 0,00 0,00 0,00 400.000,00
0,00 2.400.000,00 2.640,00 0,00 0,00 2.402.640,00
0,00 4.805.631,36 57.622,17 0,00 0,00 4.863.253,53
Kumulierte Abschreibungen
Stand 20.06.2023 Zugänge Abgänge Stand 31.12.2023
EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 0,00 5.046,49 0,00 5.046,49
2. Geschäfts- oder Firmenwert 0,00 40.333,26 0,00 40.333,26
0,00 45.379,75 0,00 45.379,75
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 0,00 82.143,39 0,00 82.143,39
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 0,00 23.938,87 0,00 23.938,87
3. Geleistete Anzahlungen 0,00 0,00 0,00 0,00
0,00 106.082,26 0,00 106.082,26
0,00 151.462,01 0,00 151.462,01
Buchwerte
Stand 31.12.2023 Stand 20.06.2023
EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 49.935,68 0,00
2. Geschäfts- oder Firmenwert 2.365.298,10 0,00
2.415.233,78 0,00
II. Sachanlagen
1. Technische Anlagen und Maschinen 1.691.162,45 0,00
2. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 205.395,29 0,00
3. Geleistete Anzahlungen 400.000,00 0,00
2.296.557,74 0,00
4.711.791,52 0,00

LAGEBERICHT für das Rumpfgeschäftsjahr 20.06.-31.12.2023

ALAPE GmbH, Goslar

Grundlagen des Unternehmens

Die Gesellschaft, die unter der Firma "Waterside B119 Vermögensverwaltungs-gesellschaft mbH" in Hamburg gegründet wurde, hat mit Wirkung ab 01. Oktober 2023 das Geschäft der insolventen Alape GmbH im Rahmen eines sog. "Asset-Deals" übernommen, wurde im Anschluss in die heutige Firma "ALAPE GmbH" umfirmiert und gehört zur spanischen Roca Gruppe. Der übernommene Geschäftsbetrieb wurde 1896 von Adolf Lamprecht in Penig/Mittelsachsen als Betrieb für Emaille-Produkte gegründet. Heute ist ALAPE ein international agierendes, mittelständisches Unternehmen am Standort Goslar/Niedersachsen und produziert ästhetische Waschplatzlösungen für den privaten und halb öffentlichen Raum.

Wirtschaftsbericht

Geschäftsverlauf und wirtschaftliche Rahmenbedingungen

Um den Geschäftsverlauf darzustellen, wird im Folgenden für Vergleichszwecke - sofern möglich und aussagekräftig - auf die Daten der ehemaligen Alape GmbH zurückgegriffen. Nach den konjunkturell starken Jahren 2021 und 2022 schließt das vergangene Jahr 2023 im Kernmarkt Deutschland mit einer negativen Umsatzentwicklung im Sanitärbereich ab. Die Ursachen für die eingetrübte Konjunktur liegen u.a. in der starken Verunsicherung im Marktumfeld der deutschen Bauwirtschaft. Steigende Zinsen im Zusammenspiel mit gestiegenen Beschaffungskosten wirken sich negativ auf das Neubausegment aus und führen zu einer rückläufigen Nachfrage, insbesondere im Wohngebäudeneubau. Die allgemeine wirtschaftliche Unsicherheit und die Verunsicherung vieler Eigenheimbesitzer bzw. Auftraggeber führen darüber hinaus zur zeitlichen Verschiebung von Projekten im Sanierungsbereich. Laut Schätzungen ging der Gesamtumsatz für "Sanitär vor der Wand" um 8,2% zurück. 1

Die ALAPE GmbH erzielte im Rumpfgeschäftsjahr 2023 einen Gesamtnettoumsatz von 1.486 TEUR, davon 771 TEUR im Inland, 525 TEUR mit Kunden innerhalb der EU und 190 TEUR mit ausländischen Kunden in sonstigen Drittstaaten. Ein Vergleich zum Vorjahr ist aufgrund der geänderten Eigentumsstruktur infolge des Asset Deals nicht gegeben. Das Geschäft im 4. Quartal 2023 war noch stark geprägt von den Nachwirkungen der Insolvenz der Vorgesellschaft.

Die Gesellschaft wird anhand der finanziellen Kennzahl EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) gesteuert. Im Rumpfgeschäftsjahr 2023 wurde ein EBITDA von -999 TEUR erzielt. Vorjahresvergleiche (Plan- und Ist-Werte) sind wiederum nicht gegeben.

Im Einkaufsbereich wurden die Geschäftsbeziehungen mit allen wesentlichen Lieferanten der Vorgesellschaft weitergeführt. Die Sicherstellung der Waren- und Energieversorgung standen im Sinne der Kundenbindung im Vordergrund. Wesentliche Dauerschuldverhältnisse wurden von der Insolvenzverwaltung auf die Gesellschaft übertragen.

1 VDMA Report September 2023

Der Personalstand im Rumpfgeschäftsjahr 2023 betrug durchschnittlich 41 Mitarbeiter. Die Personalaufwandsquote (Personalaufwand im Verhältnis zu Umsatzerlösen) liegt aufgrund der insolvenzbedingten Unterauslastung im Rumpfgeschäftsjahr bei 80,2%.

Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage

Erläuterungen zur Ertragslage

Die Umsatzerlöse belaufen sich im Rumpfgeschäftsjahr auf 1.486 TEUR. Neben der schwierigen Marktentwicklung im Wohnungsbau im Kernmarkt Deutschland ist hier insbesondere die Verunsicherung der Kunden im Rahmen der Insolvenz des Voreigentümers zu nennen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betragen 1.962 TEUR und ergeben sich im Wesentlichen aus Umbewertungen im Nachgang zur Unternehmenstransaktion.

Der Materialaufwand liegt im Rumpfgeschäftsjahr bei 2.504 TEUR. Hintergrund für die ungewöhnlich hohen Materialaufwendungen sind zum einen mengen- und wertmäßigen Anpassungen der Bestände an Roh- und Hilfsstoffen als auch unvorteilhafte Konditionen für Frachten und Energiebezug im Nachgang zum Transfer des Vorvertrages aus der Insolvenzmasse. Die Personalkosten betragen 1.192 TEUR im Rumpfgeschäftsjahr.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen belaufen sich im Rumpfgeschäftsjahr auf 1.347 TEUR. Im Nachgang zum Asset Deal sind hier notwendige Wertberichtigungen auf den übernommenen Forderungsbestand als auch eine Rückstellungsbildung für nachzuholende Instandhaltungs- und Sanierungsmaßnahmen zu berücksichtigen.

Ertragssteuern sind im Berichtsjahr aufgrund des negativen Betriebsergebnisses nicht angefallen. Von der Aktivierung von latenten Steuern wurde entsprechend dem Wahlrecht gem. § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB abgesehen.

Erläuterungen zur Vermögens- und Finanzlage

Die Bilanzsumme der ALAPE GmbH liegt zum 31.12.2023 bei 7.941 TEUR. Wesentliche Position der immateriellen Vermögensgegenstände ist der Firmenwert aus der Unternehmenstransaktion. Die Sachanlagen enthalten neben den übernommenen technischen Anlagen, Maschinen sowie der Betriebs- und Geschäftsausstattung eine Anzahlung für die Immobilie in Goslar-Hahndorf. Diese Immobilie wurde im ersten Halbjahr 2024 von der Gesellschaft erworben.

Vorräte und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum 01. Oktober 2023 im Rahmen des "Asset Deals" erworben worden. Im Rahmen der Jahresabschlussarbeiten erfolgte eine Überprüfung des Bewertungsansatzes. Forderungen gegen Konzerngesellschaften bestehen zum 31.12.2023 nicht. Die sonstigen Vermögensgegenstände bestehen im Wesentlichen aus geleisteten Anzahlungen an Lieferanten sowie an Forderungen an die Insolvenzverwaltung der Vorgesellschaft und an die Finanzbehörde.

Die liquiden Mittel betragen 26 TEUR. Hintergrund des Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von 135 TEUR ist eine Vorauszahlung der Miete für eine Produktionshalle in Goslar-Jerstedt.

Das Eigenkapital beträgt 4.874 TEUR; die Eigenkapitalquote (Eigenkapital im Verhältnis zur Bilanzsumme) damit bei 61,4% zum 31. Dezember 2023.

Es besteht keine Steuerrückstellung.

Die sonstigen Rückstellungen in Höhe von 514 TEUR betreffen 158 TEUR im Rahmen der Beschaffung, 64 TEUR für Personalsachverhalte, mit 45 TEUR den Jahresabschluss, TEUR 153 Entsorgungsaufwendungen sowie übrige Rückstellungen in Höhe von 94 TEUR.

In den sonstigen Verbindlichkeiten ist eine finale Tranche aus der Unternehmenstransaktion enthalten, die in 2024 vertragsgemäß geleistet wurde.

Die Einbindung der ALAPE GmbH in das konzerninterne Cash Pooling System des Roca Konzerns war zum Bilanzstichtag noch nicht abgeschlossen. Die Finanzierung in dieser Transitionsphase erfolgt über die Muttergesellschaft Roca Sanitär GmbH (inzwischen Laufen GmbH). Die konzerninterne Verbindlichkeit zur Abwicklung des laufenden Zahlungsverkehrs lag zum 31.12.2023 bei 1.472 TEUR.

Es bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Gesellschaft finanziert sich über den Konzern bzw. aus dem laufenden Cashflow. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Rumpfgeschäftsjahr negativ. Die Vermögens- und Finanzlage ist geordnet. Die Gesellschaft war jederzeit fähig, ihre Zahlungsverpflichtungen termingerecht zu erfüllen.

Die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage in 2023 ist geprägt von der Transaktions- und Integrationsphase im Zusammenhang mit dem erfolgten "Asset Deal". Insgesamt kann die Entwicklung der Gesellschaft vor diesem Hintergrund im Geschäftsjahr 2023 als befriedigend beschrieben werden.

Prognose-, Chancen-, Risikobericht

Risikomanagement

Mit der schrittweisen Einbindung der Gesellschaft in das monatliche Reporting der Roca-Gruppe und das dort etablierte Risk Management System werden Risiken frühzeitig erkannt und Gegenmaßnahmen eingeleitet. Die dargestellten Risiken sind absteigend nach der Bedeutung dargestellt.

Die Mengenentwicklung auf der Vertriebsseite wird aktuell als größtes Unternehmensrisiko eingeschätzt. Als Gegenmaßnahmen sind die Einbindung des internationalen Roca-Vertriebs und intensive Produktschulungen implementiert.

In Bezug auf die Beschaffung von Rohstoffen, Vorprodukten und Energie besteht die Gefahr von abrupten Preisänderungen. Es verstärkt den Druck auf die Gesellschaft, die eigenen Preise dieser Entwicklung anzupassen. Hierbei besteht das Risiko, dass Preisänderungen nur mit Verzögerung oder nicht vollumfänglich an den Markt weitergegeben werden können. Durch eine vorausschauende Marktbeobachtung sowie Integration in die Beschaffungsprozesse der Roca Group wird diesem Risiko entgegengewirkt.

Insgesamt ist durch den steigenden Wettbewerb in Verbindung mit Überkapazitäten, die wachsende Transparenz durch fortschreitende Digitalisierung, dem Konzentrationsprozess im Handel und in der Industrie ein immer stärkerer Preisdruck zu verzeichnen, der sich negativ auf die Ertragslage und Finanzlage der Gesellschaft auswirken kann. Um diesem Risiko zu begegnen, wird das aktuelle Vertriebssystem mit Priorität in den Roca Konzern integriert und an die sich ändernden Rahmenbedingungen - wie Vertriebskanäle - angepasst. Investitionen in die zielgruppengerechte Vermarktung wurden bereits intensiviert und werden auch künftig weiter ausgebaut.

Die wesentlichen Kundenforderungen sind durch eine Warenkreditversicherung abgesichert. Das Ausfallrisiko für den nicht versicherten restlichen Forderungsbestand wird durch Implementierung eines Limitsystem und ein aktives Forderungsmanagement gesteuert.

Dem drohenden Fachkräftemangel wird durch (konzern-)interne Trainings- und Weiterbildungsmaßnahmen entgegengewirkt.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt. Es bestanden überschaubare Fremdwährungsrisiken. Die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sowie die finanzielle Flexibilität waren während des abgelaufenen Geschäftsjahres durch die Muttergesellschaft Laufen GmbH sichergestellt. Ausweislich der Planungsrechnung gehen wir davon aus, dass durch die Gewährung des langfristigen Darlehens im März/Juli 2024 durch die ROCA SANITARIO, S.A., das bei Bedarf in Anspruch genommen werden kann und zum 24.03.2027 rückzahlbar ist, sowie den Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages ab 01.01.2024 die Gesellschaft in der Lage sein wird, im Prognosezeitraum ihren Zahlungsverpflichtungen jederzeit nachzukommen.

Die Einbindung der ALAPE in die Roca Group wird die mittel- und langfristige Ertragsperspektiven deutlich verbessern, und es werden sich starke Wachstumschancen ergeben.

Chancen und Ausblick

Das Geschäftsjahr 2024 wird für die ALAPE GmbH geprägt sein durch die Neuausrichtung und Integration in die ROCA Group.

Priorität ist nach der Insolvenz der Vorgesellschaft das Vertrauen von Altkunden wieder zu gewinnen und zu verstetigen sowie mit Unterstützung der internationalen Roca-Vertriebsorganisation neue regionale Märkte und Kundengruppen für ein nachhaltiges und profitables Wachstum zu erschließen. In diesem Zusammenhang wird u.a. die Präsenz der ALAPE auf Messen und Ausstellungen deutlich ausgebaut werden.

Insgesamt soll mit optimierten Versionen bereits bestehender Produkte sowie der Implementierung und Diversifizierung neuer Produkte und hochwertiger Designserien, unseren Marktanteil schwerpunktmäßig im Markengeschäft ausgebaut werden.

Daneben sind nach der Restrukturierung im Zusammenhang mit der Übernahme des Geschäftes die internen Prozesse kundenorientiert und effizient im Unternehmen neu auszurichten und in die Roca Group Prozesslandschaft zu integrieren.

Infolge des nur schrittweise zu erwartenden Umsatzwachstums und den erhöhten Aufwendungen für Marketing- und Vertriebsaktivitäten erwarten wir für 2024 keinen positiven Ergebnisbeitrag, jedoch relativ zum Umsatz eine leichte Verbesserung des EBITDA im Vergleich zum Vorjahr. Die Liquidität der Gesellschaft wird im Prognosezeitraum durch die Gewährung des Gesellschafterdarlehens, den Abschluss des Ergebnisabführungsvertrags und Integration in das Roca Liquiditätsmanagement sichergestellt.

In Bezug auf die Auswirkungen des andauernden "Russland-Ukraine-Konfliktes" und der unsicheren Lage im Nahen und Mittleren Osten ist unsere Prognosefähigkeit aufgrund der ungewissen Entwicklung dieses Konfliktes allerdings stark eingeschränkt. Unter Berücksichtigung der im Chancen- und Risikobericht ausgeführten Erläuterungen zur zukünftigen Entwicklung der Gesellschaft sowie unserer Einschätzung der kurzfristigen Wirtschaftsplanung haben wir keine Ereignisse oder Gegebenheiten identifiziert, welche Zweifel an der Fähigkeit zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zulassen.

 

Goslar, den 22. November 2024

Ignacio Garcia Rubio, Geschäftsführer

Juan Albos Barbarroja, Geschäftsführer

Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde folgender Bestätigungsvermerk erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Alape GmbH, Goslar

Eingeschränkte Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Alape GmbH, Goslar, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. Juni bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Alape GmbH für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. Juni bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt mit Ausnahme dieser möglichen Auswirkungen unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. Juni bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen des im Abschnitt "Grundlage für die eingeschränkten Prüfungsurteile" beschriebenen Sachverhalts insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen, mit Ausnahme der möglichen Auswirkungen dieses Sachverhalts, steht der Lagebericht in Einklang mit einem den deutschen gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung mit Ausnahme der genannten Einschränkungen der Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für eingeschränkten Prüfungsurteile

Für die Umsatzerlöse in Höhe von EUR 183.907,41, die mit Kunden außerhalb der europäischen Union erzielt wurden, konnten wir im Rahmen der Prüfung keine hinreichende Sicherheit über die Höhe und Existenz der Umsatzerlöse gewinnen. Weiterhin besteht keine hinreichende Sicherheit über die Höhe und Existenz der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen der Gesellschaft. Wir können daher nicht ausschließen, dass Änderungen insbesondere im bei den Umsatzerlösen und den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und somit auch des Eigenkapitals und des Jahresergebnis vorgenommen werden müssen. Dieser Sachverhalt beeinträchtigt möglicherweise auch die Darstellung des Geschäftsverlaufs im Lagebericht einschließlich des Geschäftsergebnisses und der Lage der Gesellschaft sowie die Darstellung der Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung.

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere eingeschränkten Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der Geschäftsführung für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die Geschäftsführung ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist die Geschäftsführung dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist die Geschäftsführung verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von der Geschäftsführung dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von der Geschäftsführung angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Unternehmens.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von der Geschäftsführung dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von der Geschäftsführung zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dresden, den 22. November 2024

KPMG AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Dr. Schneider, Wirtschaftsprüfer

Wilde, Wirtschaftsprüfer

Datum der Feststellung des Jahresabschlusses

Der Jahresabschluss für das Rumpfgeschäftsjahr vom 20. Juni bis 31. Dezember 2023 wurde am 25. November 2024 festgestellt.

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