Stammdaten

Register
Amtsgericht Stendal HRB 102871
Vorher
IFA Technologies GmbH
Eingetragen
11.5.1992
Branche
Herstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von MehrzweckindustrieroboternHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Konstruktion, Herstellung und Vertrieb von hochwertigen Industrieausrüstungen, Fertigungssystemen, Maschinen und Vorrichtungen sowie Ingenieurleistungen jeder Art. Die Gesellschaft führt auch Dienstleistungen jeder Art für die genannten Produkte und Leistungen aus und ist berechtigt, im gleichen Sortiment Handels- und Außenhandelsgeschäfte zu betreiben. Die Gesellschaft kam zu diesem Zweck auch andere Unternehmen gründen, erwerben und sich an ihnen beteiligen sowie Zweigniederlassungen errichten.

Finanzübersicht

Historie

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Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (3)

NameAnteil
51.66%
29.68%
IFA Holding GmbHEigenbeteiligung
18.66%

Gesellschafter
Beta

2 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
IFA Holding GmbH
Germany
527.400 DM
70.32%
AEQH9 GmbH
Germany
222.600 DM
29.68%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

IFA - Technologies GmbH

Haldensleben

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

Gliederung

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1. Geschäftsmodell des Unternehmens

1.2. Forschung und Entwicklung

2. Wirtschaftsbericht

2.1. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2.2. Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

2.2.1. Ertragslage

2.2.2. Finanzlage

2.2.3. Vermögenslage

2.2.4. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

2.3. Finanzielle Leistungsindikatoren

2.4. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

3. Prognosebericht

4. Chancen- und Risikobericht

4.1. Risikobericht

4.1.1. Branchenspezifische Risiken

4.1.2. Ertragsorientierte Risiken

4.1.3. Finanzwirtschaftliche Risiken

4.1.4. Risiken aus Finanzinstrumenten

4.1.5. Unternehmensfortführung

4.2. Chancenbericht

5. Gesamtaussage

1. Grundlagen des Unternehmens

1.1 Geschäftsmodell des Unternehmens

Die IFA - Technologies GmbH ist an den Standorten Haldensleben und Hanau im Segment Antriebsstrang mit der Entwicklung von Gelenkwellen (Längs- und Seitenwellen) für PKW, Transporter und leichte Nutzfahrzeuge, Kreuz- und Kugelgleichlaufgelenken, Komponenten und Leichtbauprodukten tätig. Kunden der IFA - Technologies GmbH sind hauptsächlich die Produktionsunternehmen der IFA-Gruppe in Deutschland, USA, China und Polen. Die IFA Holding GmbH, ebenfalls mit Sitz in Haldensleben, hält zum Bilanzstichtag 70,3 % und die AEQH9 GmbH, München, 29,7 % (direkt und indirekt 100%) der Gesellschaftsanteile an der IFA - Technologies GmbH.

Die IFA-Gruppe ist mit ihrem Produktportfolio im Bereich Antriebsstrang positioniert. Im Mittelpunkt der Tätigkeiten steht die Entwicklung und Herstellung von Pkw-Kardanwellen (Längswellen) sowie Pkw-Seitenwellen. Zudem werden Komponenten für die Längs- bzw. Seitenwellen u.a. in Form von Kreuz- und Kugelgleichlaufgelenken hergestellt. Beliefert werden globale Kunden der Automobilindustrie, insbesondere im Premium- und Luxus-Fahrzeugsegment.

Die IFA - Technologies GmbH beschäftigte im Geschäftsjahr 2023 durchschnittlich 70,3 (Vorjahr: 84,8) eigene Mitarbeiter (ohne Auszubildende).

1.2 Forschung und Entwicklung

Die IFA - Technologies GmbH ist für die F&E-Aktivitäten der IFA-Gruppe zuständig. Der Fokus liegt insbesondere auf der Entwicklung neuer innovativer Gelenke sowie zunehmend auf Seitenwellen. Die Seitenwelle nimmt vor allem bei Elektrofahrzeugen eine wichtige Rolle ein. Im Rahmen der Entwicklung stand zudem die Reduzierung des Gewichtes, die Erhöhung des Wirkungsgrades sowie die Optimierung der Produktkosten im Mittelpunkt. Die F&E-Aktivitäten der Gesellschaft finden derzeit an den Standorten Haldensleben und Hanau statt. Im Konzern gibt es weitere F&E Aktivitäten in Novi (USA) und in Teilen in Shanghai (China) sowie Ujazd (Polen). Im Zuge dieser Aktivitäten betreiben die Standorte Haldensleben, Shanghai, Ujazd und Novi hochmoderne Testcenter.

Auf die gesamten F&E-Aktivitäten der IFA-Gruppe entfallen ca. 1,1 % der Aufwendungen im Verhältnis zum Konzernumsatz.

2. Wirtschaftsbericht

2.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Im Verlauf des Berichtsjahres verzeichnete die Weltwirtschaft eine stärkere Entwicklung als zu Jahresbeginn erwartet. Das Wachstum lag mit 3,1% nur leicht unter dem langfristigen Trend. Die Bemühungen vieler Notenbanken um eine straffere Geldpolitik wirkten wachstumsdämpfend, doch wurden diese Effekte durch positive Impulse seitens der Fiskalpolitik sowie durch niedrigere Energie- und Rohstoffpreise abgemildert. Es gab jedoch beträchtliche Unterschiede zwischen den verschiedenen Regionen, wobei die US-Wirtschaft überraschend widerstandsfähig war, während die Volkswirtschaften Europas und Chinas eher schwach abschnitten. Der Welthandel verlangsamte sich ebenfalls und schrumpfte im Vergleich zum Vorjahr um etwa 2% 1 .

Die US-Wirtschaft trotzte erfolgreich den Rezessionsrisiken. Trotz einer weiteren Anhebung des Leitzinses durch die US-Zentralbank Fed um 100 Basispunkte auf 5,5% blieb das Wachstum robust. Insbesondere der private Konsum expandierte dynamisch, unterstützt durch großzügige Fiskalprogramme und Ersparnisse aus der Zeit der Pandemie. Die Inflationsrate sank weiter und lag mit durchschnittlich 3,7% deutlich unter dem Vorjahr, aber nach wie vor über dem Zielwert der Fed. Diese Entwicklung, zusammen mit kräftigen Lohnzuwächsen, trug zur Stärkung der verfügbaren Einkommen bei, was wiederum das Wirtschaftswachstum auf 2,5% im Gesamtjahr beschleunigte. In der Eurozone verlief die wirtschaftliche Entwicklung deutlich verhaltener, obwohl die Belastungen durch hohe Energiepreise im Vergleich zum Vorjahr spürbar nachließen. Trotzdem blieb der Industriesektor stark unter Druck und schrumpfte im Gesamtjahr deutlich. Der private Konsum stagnierte größtenteils aufgrund weiterhin hoher, wenn auch rückläufiger Inflationsraten und steigender Zinsen. Die Inflation in der Eurozone lag im Jahresdurchschnitt bei 5,4%, deutlich über dem Notenbankziel von rund 2%, weshalb die Europäische Zentralbank ihren Kurs der geldpolitischen Straffung beibehielt; der Leitzins stieg im Jahresverlauf um weitere 200 Basispunkte auf 4,5%. Während die Wirtschaft der Eurozone im ersten Halbjahr dank Aufholeffekten nach der Pandemie und nachlassenden Lieferkettenstörungen ein kleines Wachstum verzeichnen konnte, ging die Wirtschaftsleistung in der zweiten Jahreshälfte leicht zurück, was zu einem Gesamtwachstum von lediglich 0,5% führte. 2

Die chinesische Wirtschaft erlebte nach dem Ende der "Null-COVID"-Maßnahmen einen kräftigen Start ins Jahr 2023, konnte jedoch diese Dynamik nicht beibehalten. Vor allem die ausgeprägte Schwäche im Immobiliensektor und die damit verbundene Vertrauenskrise bei den Verbrauchern dämpften die Erholung. Dank staatlicher Stützungsmaßnahmen und geldpolitischer Lockerungen wurde das ausgerufene Wachstumsziel von 5,2% dennoch erreicht. Im Gegensatz zu den USA und Europa sah sich die chinesische Wirtschaft nicht mit Inflation konfrontiert. 3

Die Entwicklung an den Rohstoffmärkten verzeichnete eine deutliche Entspannung. Preise für Öl, Gas und Strom sanken deutlich und unterstützten die Abschwächung der Inflation. Auch die Entwicklung an den für die IFA-Gruppe relevanten Märkten für Stahl und Kautschuk verzeichnete eine Abschwächung. 4

Diese Rahmenbedingungen prägten auch die Entwicklung des weltweiten Automobilmarkts im Jahr 2023. Der weltweite Pkw-Markt bewegte sich in diesem Umfeld deutlich über dem Vorjahresniveau. Der europäische Pkw-Markt erholt sich langsam vom Krisenniveau. Im Jahr 2023 wurden 14% mehr Neuzulassungen als im Vorjahr verzeichnet. Trotzdem liegt das Gesamtabsatzvolumen noch immer rund 19% unter dem des Jahres 2019. 5

Der US-amerikanische Markt für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge verzeichnete im Kalenderjahr 2023 eine dynamische Entwicklung von 12%. Damit liegt der US-amerikanische Markt noch 9% hinter dem Vorkrisenniveau. 6

Ein weiterer deutlicher Anstieg der Verkaufszahlen war auf dem chinesischen Markt zu beobachten. Der Pkw-Markt entwickelte sich deutlich besser als die chinesische Gesamtwirtschaft. Der Absatz verzeichnete im Vergleich zum Vorjahr 2022 einen Anstieg von 11%. Mit mittlerweile fast 26 Millionen verkauften Fahrzeugen ist China mit Abstand größter Pkw Markt der Welt und liegt nur noch knapp unterhalb der gemeinsamen Absatzzahlen der USA und Europa. 7

1 https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en
2 https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en
3 https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en
4 https://thedocs.worldbank.org/en/doc/5d903e848db1d1b83e0ec8f744e55570-0350012021/related/CMO-Pink-Sheet-March-2024.pdf
5 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum
6 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum
7 https://www.vda.de/de/presse/Pressemeldungen/2024/240118_PM_Internationale-Pkw-M-rkte-im-Jahr-2023-mit-kr-ftigem-Wachstum

2.2 Geschäftsverlauf und Lage des Unternehmens

Das Geschäftsjahr 2023 stellte das erste volle Geschäftsjahr der IFA-Gruppe nach dem Verkauf an den neuen Gesellschafter AEQUITA im Jahr 2022 dar. Das Jahr 2023 war geprägt von vielfältigen Herausforderungen insbesondere durch die steigende Kostenbasis und hohe Volatilität in den Abrufzahlen der Kunden. Der Gesamtumsatz in 2023 für Wellen und Gelenke im Konzern sank um 3,1 % gegenüber dem Vorjahr an und lag damit 10,3 % unter dem Plan. Die Umsatzerlöse der IFA - Technologies GmbH entwickelten sich im Gegensatz dazu aufgrund der unterschiedlichen Vereinbarungen mit den jeweiligen Schwestergesellschaften auf Vorjahresniveau.

Die deutliche Verschlechterung im Umsatz auf Gruppenebene wurde insbesondere im ersten Halbjahr realisiert. Im weiteren Jahresverlauf stabilisierte sich der Umsatz. Die hohe Volatilität in den Abrufen der OEMs führte zu erheblichen Herausforderungen in der Lieferkette und bei der Steuerung der Produktionswerke sowie den vor- und nachgelagerten Prozessen, die sich erst im zweiten Halbjahr normalisierten. Die angespannte Liquiditätssituation des Vorjahres erholte sich erst im dritten Quartal nach Abschluss wichtiger Verhandlungen mit Kunden und Lieferanten. Im gleichen Zuge verbesserte sich auch die Situation der IFA - Technologies GmbH.

In 2023 hat die IFA-Technologies GmbH ein berichtetes EBITDA 8 von EUR 3,5 Mio. erwirtschaftet.

Zur weiteren Verbesserung von Ertrag und Liquidität hat die Gruppe erneut verschiedene Maßnahmen definiert und mit der Umsetzung begonnen. Hierzu gehört insbesondere ein auf dem Vorjahr aufbauendes Ergebnisverbesserungsprogramm, das in allen Gesellschaften der IFA-Gruppe zur Wirkung kommt. Das Programm zielt vor allem auf die Verbesserung der Kostenstrukturen und der Optimierung von defizitären Aufträgen ab. Flankiert wird das Programm durch kurzfristige Maßnahmen zur Verbesserung der Liquidität. Hierzu wird vor allem eine strikte Ausgabendisziplin in allen Bereichen verfolgt.

8 Zur Ableitung siehe Abschnitt 2.3 unten.

2.2.1 Ertragslage

Der Umsatz von EUR 10,0 Mio. im Jahr 2023 liegt leicht über dem Vorjahresumsatz von EUR 9,8 Mio. Er besteht weitgehend aus Lizenzeinnahmen von den Schwestergesellschaften. In Folge der schwächeren Umsätze im Konzernverbund wurden auch die Umsatzplanungen der IFA - Technologies von EUR 11,2 Mio. deutlich verfehlt. Die Umsatzentwicklung ist trotz der schwächeren Umsätze der verbundenen Unternehmen dennoch leicht positiv. Hintergrund sind die unterschiedlichen Lizenzvereinbarungen je Gesellschaft. Die Personalaufwandsquote zeigt sich aufgrund der Personalreduktionen mit 53,8% verbessert gegenüber dem Vorjahreswert von 65,1%. Eine erhebliche Verbesserung konnte im Jahr 2023 bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erreicht werden, deren Quote im Gesamtjahr 15,0% beträgt nach 17,7% im Jahr 2022. Dies ist neben dem gestiegenen Umsatz im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vergleich zum Vorjahr geringere Instandhaltungskosten angefallen sind. Im Geschäftsjahr 2023 ergab sich insbesondere durch den geringeren Personalaufwand ein deutlich gestiegenes berichtetes EBITDA von EUR 3,5 Mio. nach EUR 1,9 Mio. im Vorjahr. Das berichtete EBITDA lag mit EUR 3,5 Mio. trotz geringerer Planumsätze am oberen Ende der Erwartungen.

Aufgrund einer auch im Jahr 2023 moderat ausgestalteten Investitionstätigkeit sind die Abschreibungen von EUR 0,5 Mio. in 2023 nur leicht gegenüber dem Vorjahr gesunken. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag haben sich im Geschäftsjahr getrieben durch den Anstieg des Ergebnisses von TEUR 346 auf TEUR 940 erhöht.

Der Jahresüberschuss lag entsprechend bei TEUR 2.379 nach TEUR 875 im Vorjahr.

2.2.2 Finanzlage

Die IFA - Technologies GmbH ist in den Cashpool der IFA-Gruppe eingebunden und hat zum 31. Dezember 2023 daraus Forderungen gegen die Cashpoolführerin in Höhe von TEUR 10.355. Das Finanzmanagement wird in der IFA Holding GmbH durchgeführt. Im Jahr 2023 bewegten sich die Ausgaben für Investitionen in das Anlagevermögen mit TEUR 35 über dem Vorjahresniveau von TEUR 1.

Die IFA - Technologies GmbH weist zum 31. Dezember 2023 eine bilanzielle Eigenkapitalquote von 91,0% auf (Vorjahr 90,6%). Diese leichte Veränderung resultiert aus einer Verlängerung der Bilanzsumme bei ergebnisbedingt gestiegenem Eigenkapital. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag TEUR 79 und sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 145 gesunken. Sämtliche Verbindlichkeiten der Gesellschaft konnten innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Der Cashflow aus laufender Tätigkeit lag deutlich über dem des Vorjahre. Dies ist im Wesentlichen auf das gestiegene Jahresergebnis sowie auf Veränderungen im Working Capital zurückzuführen.

2.2.3 Vermögenslage

Die Bilanzsumme hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um 14,0% auf EUR 20,8 Mio. erhöht nach EUR 18,3 Mio. im Vorjahr. Auf der Aktivseite der Bilanz sank das Anlagevermögen um EUR 0,4 Mio. aufgrund geringerer Investitionen, welche unter den planmäßigen Abschreibungen liegen. Einen gegenläufigen Effekt zeigen die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände mit einem Anstieg aufgrund von Forderungen ggü verbundenen Unternehmen (EUR 3,0 Mio.). Auf der Passivseite sind die Verbindlichkeiten um EUR 0,6 Mio. auf EUR 0,3 Mio. gesunken. Die Rückstellungen sind im Geschäftsjahr aufgrund erhöhter Jahressonderzahlungen und Steuerrückstellungen um EUR 0,7 Mio. auf nunmehr EUR 1,6 Mio. gestiegen. Die positive Ergebnisentwicklung sowie die beschriebenen Veränderungen der Verbindlichkeiten und Rückstellungen führten zu einer Verbesserung des Eigenkapitals. Hatte die IFA - Technologies GmbH zum 31.12.2022 noch ein Eigenkapital von EUR 16,5 Mio., so betrug der korrespondierende Wert Ende 2023 EUR 18,9 Mio.

2.2.4 Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Das abgelaufene Geschäftsjahr war wie auch die vorangegangenen Jahre geprägt von besonderen Herausforderungen. Das insgesamt positive Ergebnis bezogen auf das berichtete EBITDA wurde getrübt durch die deutlich unter Erwartung liegenden Umsätze im Zuge rückläufiger Abrufe. Die erfolgreichen Verhandlungen mit Kunden, der geringere Personalaufwand sowie Prozessverbesserungen führten zu einer gestiegenen Profitabilität. Auch wenn die Geschäftsentwicklung insgesamt zufriedenstellend war, wurden weitere Maßnahmen eingeleitet, um diese zu verbessern.

2.3 Finanzielle Leistungsindikatoren

Die IFA - Technologies GmbH zieht für ihre interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatzerlöse, EBITDA wie an die Banken berichtet (Gewinn vor Finanzergebnis, Steuern, Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögensgegenstände, bereinigt um Währungseffekte und Gesellschafterumlage) und Liquidität auf Konzernebene (verfügbare Kontoguthaben, Kreditlinien und Barmittel) heran. Die Überleitung des berichteten EBITDA ergibt sich wie folgt:

2023 2022
EBITDA aus Gewinn- und Verlustrechnung EUR 3,5 Mio. EUR 1,8 Mio.
(-) Währungsgewinne EUR 0,0 Mio. EUR 0,0 Mio.
(+) Währungsverluste EUR 0,0 Mio. EUR 0,0 Mio.
(+) Gesellschafterumlage EUR 0,0 Mio. EUR 0,1 Mio.
= berichtetes EBITDA EUR 3,5 Mio. EUR 1,9 Mio.

Das berichtete EBITDA erreichte EUR 3,5 Mio. und lag damit über dem Planwert von EUR 2,8 Mio. Wesentlicher Treiber waren wie vorstehend beschrieben die geringeren Personalkosten und sonstige betriebliche Aufwendungen, die trotz des mit EUR 10,0 Mio. deutlich unter dem Planumsatz von EUR 11,2 Mio. liegenden Umsatzes zu einer Ergebnisverbesserung führten.

2.4 Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die IFA - Technologies GmbH ist nach dem Qualitätsstandard DIN EN ISO 9001 zertifiziert. Die Einhaltung der Anforderungen und Vorgaben der Qualitäts- und Umweltmanagementnormen wird kontinuierlich durch interne Audits überwacht. Die Gültigkeit des Zertifikats wird regelmäßig durch externe Zertifizierungsgesellschaften geprüft und bestätigt. Als nichtfinanzielle Leistungsindikatoren bewerten wir zudem die Kundenzufriedenheit (aus Gruppensicht).

Die Kundenzufriedenheit wird monatlich auf Einzelkundenbasis auf Ebene der OEMs - also der indirekten Kunden - nachgehalten und im Management ausgewertet.

Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren entsprachen den Erwartungen. Während die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für die Beurteilung bestimmter Aspekte eine wichtige Rolle spielen, werden sie von uns - anders als die o.g. finanziellen Leistungsindikatoren - nicht zur konkreten Steuerung der Gesellschaft genutzt.

3. Prognosebericht

Da die Entwicklung der IFA - Technologies GmbH von der Entwicklung der anderen Konzerngesellschaften wesentlich beeinflusst wird, beeinflussen die Faktoren, die deren Prognose beeinflussen, indirekt auch die Prognose der IFA - Technologies GmbH.

Die wirtschaftliche Entwicklung der wesentlichen Absatzmärkte der IFA-Gruppe ist weiterhin von Unsicherheiten geprägt. Die sinkenden Inflationsraten treffen vor allem in Europa auf eine schwache wirtschaftliche Entwicklung. Nachlassender Inflationsdruck dürfte zu einer Entspannung der Zinspolitik und einem vorsichtigen Anziehen der Investitionstätigkeit führen. Trotzdem wird das Wachstum vor allem im ersten Halbjahr eher schwach ausgeprägt sein. In den USA rechnen wir mit einem insgesamt schwächeren Wachstum als Folge fehlender fiskalpolitischer Impulse sowie der nach wie vor hohen Zinsen. Die chinesische Wirtschaft wird in Folge der nachlassenden Binnennachfrage und des angeschlagenen Immobiliensektors ebenfalls schwächer wachsen als im vergangenen Jahr. 9

Wesentliche Unsicherheitsfaktoren sieht die IFA-Gruppe im ungelösten Konflikt in Nahost, im Russland-Ukraine-Krieg sowie in wachsenden Spannungen zwischen den USA und China. Alle diese Faktoren für sich könnten die Inflation insbesondere in Energie- und Rohstoffmärkten wieder anheizen. Unsicherheiten bestehen ebenfalls durch die im November anstehenden Wahlen in den USA und einer möglichen zukünftigen Ausrichtung der US-Wirtschaft hin zu einer protektionistischeren Wirtschaftspolitik. Insgesamt erwarten wir ein schwächeres Wachstum der Weltwirtschaft als noch im Jahr 2023. 10

Die Automobilmärkte sehen wir in der Folge ebenfalls weniger dynamisch als noch 2023. Nachlassende Probleme in den Lieferketten und sich leerende Auftragsbücher treffen auf eine verhaltene Nachfrage in allen wichtigen Märkten. Insgesamt gehen wir von einem nur noch leichten Wachstum in den für die IFA-Gruppe relevanten Märkten Europa, USA und China aus. 11

Das Jahr 2023 wurde mit einem Umsatz von EUR 10,0 Mio. abgeschlossen. Von dieser Basis kommend, erwarten wir für die Jahre 2024 und 2025 leicht rückläufige Umsätze im niedrigen einstelligen Prozentbereich in der Folge des Auslaufens von Produktlinien bei Längswellen. Die Veränderung des Bestandsgeschäfts und damit verbundene Lizenzeinnahmen werden sukzessive durch Neugeschäft mit Seitenwellen ersetzt. Die Anläufe dieser Neuaufträge werden ab 2025 erwartet und sorgen ab 2026 für erneutes Umsatzwachstum.

Für 2024 erwarten wir ein positives berichtetes EBITDA im unteren einstelligen Millionenbereich, im Vergleich zum sehr guten Berichtsjahr 2023 erwarten wir eine absolute Verschlechterung auf das Niveau des Jahres 2022. Durch die Maßnahmen zur Reduktion der Kosten sollen die EBITDA-Ziele erreicht werden.

Die Liquiditätssituation der IFA-Gruppe und damit auch der IFA - Technologies hat sich in 2023 signifikant verbessert, wird aber auch in 2024 weiter im Fokus bleiben. Entsprechende Initiativen zur Überwachung der Liquidität und liquiditätssteigernde Maßnahmen wurden in 2023 auf den Weg gebracht und werden in 2024 weiterentwickelt und nachgehalten. Zum Ende des Geschäftsjahres 2024 wird mit einem Liquiditätslevel auf Gruppenebene im mittleren zweistelligen Millionenbereich aber etwas unter dem Niveau zum 31. Dezember 2023 gerechnet.

9 https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en
10 https://www.oecd-ilibrary.org/sites/0fd73462-en/index.html?itemId=/content/publication/0fd73462-en
11 https://www.spglobal.com/mobility/en/research-analysis/sp-global-mobility-forecasts-883m-auto-sales-in-2024.html

4. Chancen- und Risikobericht

Aus dem derzeitige Marktumfeld und den damit verbundenen Dynamiken resultieren vielfältige Risiken, denen sich die IFA - Technologies GmbH sowie die IFA-Gruppe ausgesetzt sehen. Das frühzeitige Erkennen wesentlicher Risiken, deren Analyse und wirksame Gegensteuerung ist daher die zentrale Aufgabe der Geschäftsführung der IFA Holding GmbH aber auch der Geschäftsführer der Tochtergesellschaften und aller Mitarbeiter. Dafür besteht ein Risikomanagementsystem, das für die IFA-Gruppe risikobehaftete Entwicklungen so zeitig wie möglich identifiziert, analysiert und die Einleitung gegensteuernder Maßnahmen ermöglichen soll. Das Risikomanagementsystem ist ein integraler Bestandteil des wertorientierten Führungs- und Planungssystems des Konzerns und in allen Gesellschaften integriert. Die Verantwortung für das Risikomanagementsystem und den korrespondierenden Prozessen liegt bei der Geschäftsführung der IFA - Technologies GmbH. Wesentliche, unerwartet auftretende Risiken sind unverzüglich zu berichten. Die Steuerung der Risiken und Chancen findet im Konzern durch Maßnahmen der verantwortlichen Bereiche statt. Die Wirtschaftlichkeit einer Maßnahme wird vor ihrer Umsetzung bewertet.

Durch Cashpooling, operative Leistungsverflechtungen insbesondere über die Lizenzentgelte und Entwicklung für die Produktionsgesellschaften sowie die gesamtschuldnerische Mithaftung für andere Konzerngesellschaften gelten die Risiken des Konzerns indirekt auch für die IFA-Technologies GmbH.

4.1 Risikobericht

Die verschiedenen Risikobereich werden auf Basis einer Gesamtbetrachtung hinsichtlich Eintrittswahrscheinlichkeit und Auswirkung in "gering", "mittel" oder "hoch" eingestuft.

4.1.1 Branchenspezifische Risiken

Die branchenspezifischen Risiken stufen wir als mittel ein.

Die Automobilindustrie ist nach wie vor mit multiplen Krisen konfrontiert und aufgrund der weit fortgeschrittenen Globalisierung der Versorgungsketten in erheblichem Ausmaß von möglichen Störungen betroffen. Zu den Krisen gehören insbesondere die derzeitigen politischen und wirtschaftlichen Verwerfungen in wichtigen Absatz- und Produktionsregionen der Industrie.

Daraus resultieren Risiken für die Lieferketten in Form von Versorgungsengpässen bei wichtigen Zukaufteilen. Allerdings bleibt festzustellen, dass sich die Breite und das Ausmaß dieser Lieferkettenstörungen bereits im Jahresverlauf 2023 deutlich abgeschwächt hat. Es ist davon auszugehen, dass sich die globalen Lieferketten im Jahr 2024 weiter stabilisieren werden. Die gesteigerte Resilienz der Lieferketten im Vergleich zu den Vorjahren zeigt sich unter anderem in vergleichsweise geringen Auswirkungen, die durch die Angriffe auf Frachtschiffe am Horn von Afrika und damit verbundene Umleitung der Schiffe um Kap Horn hervorgerufen wurden. Zwar stiegen Frachtkosten und Lieferzeiten stark an, Produktionsausfälle konnten aber in unserem Segment bislang nicht beobachtet werden. Das Risiko eines Abrisses von Lieferketten wird durch Lieferantenmanagement im Einkauf und Umstellung in der Logistik als beherrschbar eingestuft.

Auf der Absatzseite sehen wir uns aktuell nicht mit kurzfristigen Abrufrückgängen infolge von fehlenden Bauteilen konfrontiert. Dem Restrisiko wird durch eine konsequente Steuerung der Produktion und Materialdisposition entgegengewirkt.

Ein weiteres Risiko besteht in etwaigen Einschränkungen der Energieversorgung der europäischen Industrie. Es lässt sich zwar mittlerweile feststellen, dass es in den Wintern 2022/23 und 2023/2024 zu keinen gravierenden Engpässen gekommen ist. Sollte es hier aber im Verlauf des Jahres 2024 zu Einschränkungen bei der Versorgung mit Gas oder Elektrizität kommen, so kann daraus ein Risiko für die Produktionsfähigkeit der europäischen Automobilindustrie und damit auch für die IFA-Gruppe entstehen. Effekte aus Preisanstiegen sind für die IFA-Gruppe ebenfalls ein Risiko, aber durch das Energiemanagement und geschlossene Verträge mit Lieferanten als beherrschbar einzustufen. Das Preisniveau hat sich im Vergleich zum Jahr 2022 bereits im vergangenen Jahr deutlich reduziert. Die aktuellen Preisniveaus liegen weiterhin oberhalb der Vorkrisenzeit. Die Belieferung mit Gas und Strom erscheint aus heutiger Sicht ebenfalls gesichert, es werden Verhandlungen über längerfristige Lieferverträge für die Jahre 2025 und 2026 geführt.

Der Technologiewandel vom Verbrennungsmotor zur Elektromobilität führt zu einer Verschiebung des Produktschwerpunkts der IFA-Gruppe hin zu Seitenwellentechnologie. Die IFA-Gruppe hat in diesem Segment bereits umfangreiche und langfristige Aufträge gewonnen und Teile der Produktionsstätten auf Seitenwellen ausgerichtet. Zudem zeigt sich, dass die Transformation in Richtung E-Mobilität nicht in der Geschwindigkeit vorangeht, die noch im letzten Jahr erwartet wurde. Die bestehenden Verbrennerprogramme werden bislang nicht in dem Maße zurückgefahren wie noch im vergangenen Jahr erwartet. Das Risiko des Technologiewandels wird entsprechend als beherrschbar eingestuft.

Als Automobilzulieferer ist die IFA-Gruppe abhängig von wenigen großen Kunden. Die etablierten OEMs und derzeitigen Hauptkunden der IFA-Gruppe verfügen bei der E-Mobilität über deutlich geringere Marktanteile als bei Verbrennerfahrzeugen. Dies birgt das Risiko eines schrumpfenden Marktes.

Zur Minimierung der IT-Risiken werden alle Systeme und Prozesse in Risikokategorien klassifiziert. Die globale IT-Abteilung berät und überwacht die einzelnen Standorte in IT-Sicherheitsfragen und führt regelmäßig Schulungen der Mitarbeiter durch. Zusätzlich werden sog. Penetration-Tests durchgeführt, um die Einhaltung der Sicherheitsrichtlinien durch die Mitarbeiter zu überprüfen. Im Jahr 2023 wurden die Unternehmen der IFA-Gruppe gemäß TISAX vorbereitet und erfolgreich zertifiziert (Trusted Information Security Assessment Exchange). Diese Zertifizierung bestätigt die Einhaltung der von der Automobilindustrie definierten Standards für Informationssicherheit. Ziel der Zertifizierung ist es, den Schutz und die Sicherheit von Daten und weiteren Informationswerten (z.B. Prototypen) zu gewährleisten und entsprechenden Kundenerwartungen zu entsprechen.

4.1.2 Ertragsorientierte Risiken

Die ertragsorientierten Risiken stufen wir als mittel ein.

Als zentrales Risiko für die Ertragsentwicklung der IFA-Gruppe werden Steigerungen der Kostenbasis gesehen. Im Mittelpunkt steht dabei die Verhandlung von Preismechanismen mit unseren Lieferanten und die Weitergabe von Preissteigerungen an unsere Kunden. Zudem sind die Verbesserung der Materialkostenbasis und weitere Effizienzsteigerungen im Produktionsverbund der IFA wesentliche Aspekte.

Für die künftige Entwicklung der Ertragskraft ist eine starke Fokussierung auf die Margenqualität bei laufenden und neuen Aufträgen erforderlich. Es besteht das Risiko, dass die Maßnahmen nicht in dem erforderlichen Maße umgesetzt werden können. Derzeit gehen wir, auf Basis der laufenden Verhandlungen mit Lieferanten und Kunden sowie der Umsetzung entsprechender Maßnahmen davon aus, dass die Ziele erreicht werden können. Das Risiko wird als beherrschbar eingestuft.

Für die fortschreitende Transformation in Richtung Seitenwelle sind weitere Neuaufträge in signifikantem Umfang erforderlich. Die IFA-Gruppe hat sich ambitionierte Ziele für Neugeschäft gesetzt. Die IFA Technologies wäre dabei durch fehlende Volumina des erforderlichen Entwicklungsleistungen betroffen. Sollten diese nicht erreicht werden, kann das geplante Umsatzniveau für die Jahre ab Auslaufen des Verbrennergeschäfts nicht mehr erreicht werden, was das Ergebnis belasten, die Finanzierung erschweren und weitere Anpassungsmaßnahmen in der Gruppe erforderlich machen könnte.

Planungsunsicherheiten durch Abrufschwankungen bei wesentlichen Kunden sowie insgesamt reduzierte Abrufe stellen ein weiteres wesentliches Risiko für die die IFA-Gruppe dar. Kurzfristigen Nachfrageschwankungen wird generell durch eine Flexibilisierung der Produktionskapazitäten (Einsatz von Leiharbeitskräften sowie Mitarbeitern mit befristeten Arbeitsverträgen und flexible Schichtsysteme), eine enge wöchentliche Abstimmung zwischen Vertrieb, Produktion, Logistik, Einkauf und Finanzen sowie durch Maßnahmen zur Reduktion der Fixkosten begegnet.

In der automobilen Großserienfertigung entstehen Produkthaftungsrisiken. Diesen Risiken beugt die IFA-Gruppe durch eine sorgfältige Produktentwicklung gemeinsam mit den Kunden und einem umfangreichen Qualitätsmanagement vor. Zusätzlich werden die Auswirkungen dieser Risiken durch Versicherungsverträge unterlegt. Standardrisiken sind über Versicherungen abgedeckt.

Umweltrisiken, insbesondere durch die Verschärfung von Umweltauflagen in der Produktion stellen ein weiteres Risiko dar. Die IFA - Technologies GmbH verfolgt daher ein aktives Umweltmanagement und betreibt geschlossene Versorgungskreisläufe für alle Materialien, Instandhaltbarkeit und Recyclingfähigkeit sind Kriterien für die Produktgestaltung. Zudem wird die IFA - Technologies GmbH regelmäßig auditiert, entsprechende Nachweise werden von unseren Kunden eingefordert.

Hinsichtlich einer potentiellen Gefährdung der Unternehmensfortführung in Zusammenhang mit Ertragsrisiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Unterabschnitt "4.1.5 Unternehmensfortführung".

4.1.3 Finanzwirtschaftliche Risiken

Die finanzwirtschaftlichen Risiken stufen wir als hoch ein.

Die Kreditfinanzierung der IFA-Gruppe ist bis zum ersten Quartal 2025 abgesichert. Es besteht darüber hinaus eine an die weitere Sanierungsfähigkeit geknüpfte einmalige Verlängerungsoption für die bestehende Finanzierung zu angepassten Konditionen um ein weiteres Jahr. Die Geschäftsführung schätzt die Erfüllung der Bedingungen als überwiegend wahrscheinlich ein. Die aktuellen Kreditkonditionen sind marktüblich und bestehen aus variablen und festverzinslichen Komponenten. Zudem sind die Kreditzusagen an bankenübliche Covenants insbesondere bezüglich Liquidität und EBITDA geknüpft, bei deren Nichteinhaltung die Kreditgeber zur außerordentlichen Kündigung berechtigt sind und die in Anspruch genommenen Kredite sofort fällig stellen können. Eine erfolgreiche Refinanzierung könnte infolge des Verfehlens der Ertrags- und Cash Flow Ziele der Gruppe erschwert werden.

Die IFA - Technologies GmbH haftet für die Kreditverbindlichkeiten der IFA-Gruppe.

Risiken bestehen durch die variable Verzinsung der Finanzierungsmittel. Ein weiterer Anstieg der Zinsen stellt ein erhöhtes Risiko für die Entwicklung der Liquidität der Gruppe dar. Das Risiko der steigenden Finanzierungskosten ist in der Planung entsprechend berücksichtigt und wird als beherrschbar eingestuft. Die Absicherung durch Derivate erfolgt derzeit nicht.

Die Liquiditätssituation der IFA-Gruppe hat sich im Verlauf des Jahres 2023 deutlich entspannt. Initiativen zur Überwachung der Liquidität und liquiditätssteigernde Maßnahmen sind jedoch weiterhin in Umsetzung und werden regelmäßig nachgehalten. Hierzu gehören unter anderem die Nutzung von Leasing und die Erweiterung von Finanzierungen in lokalen Gesellschaften im Rahmen des derzeitigen Finanzierungsrahmens. Zudem bestehen potenzielle Währungsrisiken, die über Sicherungsgeschäfte reduziert werden können. Zu diesem Zweck stehen der Gruppe Handelslinien zur Verfügung.

In Bezug auf die potentielle Gefährdung der Unternehmensfortführung in Zusammenhang mit finanzwirtschaftlichen Risiken verweisen wir auf unsere Ausführungen im Unterabschnitt "4.1.5 Unternehmensfortführung".

4.1.4 Risiken aus Finanzinstrumenten

Die Gesellschaft finanziert sich überwiegend mittels Lieferantenkrediten und bei Bedarf über den Cashpool mit der IFA Holding GmbH. Forderungen bestehen im Wesentlichen gegen andere Konzerngesellschaften, mit denen eine enge Abstimmung erfolgt und das Ausfallrisiko begrenzt. .

Ziel des Finanzmanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko wird eine rollierende 13-Wochen-Liquiditätsvorschau sowie eine mittelfristige Liquiditätsplanung bis Ende März 2025 durchgeführt, um jederzeit steuernd eingreifen zu können.

4.1.5 Unternehmensfortführung

Die IFA-Gruppe befindet sich weiterhin in der Sanierung. Die derzeitige Finanzierung der IFA-Gruppe (Sanierungskreditvertrag und Schuldscheindarlehen) hat eine Laufzeit bis Ende März 2025. Die bestehende Factoring-Linie ist im Sanierungszeitraum nicht kündbar.

Die Geschäftsführung der IFA Holding GmbH hat bereits begonnen, erste Schritte in Richtung einer Refinanzierung in die Wege zu leiten, um die derzeitige Finanzierung bei Fälligkeit abzulösen.

Die Refinanzierung des bestehenden Sanierungskreditvertrags und der gewährten Schuldscheindarlehen zum 31. März 2025 erscheint gestützt auf den aktuellen Sanierungsgutachter-Bericht für die IFA-Gruppe (Stand 15. Februar 2024) als möglich.

Wie bereits ausgeführt, hat sich die wirtschaftliche Situation der IFA - Technologies GmbH sowie der IFA-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr in einigen Bereichen verbessert. Insbesondere hat sich infolge erfolgreicher Verhandlungen mit Kunden die Liquidität sowie Profitabilität verbessert. Die Abnahme der Volatilität in den Abrufen der OEMs insbesondere im zweiten Halbjahr (vgl. Abschnitt 2.2 oben), rückläufige Materialpreise (namentlich bei Stahl) und reduzierte Mehrkosten i.Z.m. Lieferkettenabrissen sowie die Steigerung der Produktivität in den Werken trugen ebenfalls zur Verbesserung der Situation bei. Auch auf Konzernebene ergibt sich ein positives Ergebnis. Trotz der Erfolge im Geschäftsjahr 2023 bleibt das Erreichen der ambitionierten Ertrags- und Cash-Flow-Ziele in den Folgejahren nicht zuletzt aufgrund der bestehenden Planungsunsicherheit eine Herausforderung.

Zur Erreichung der zur Sanierung der IFA-Gruppe definierten EBITDA-Ziele sowie für die notwendige Sicherstellung der Liquidität (und damit auch zur Einhaltung der bestehenden Covenants) sind auch weiterhin die geplanten Sanierungsmaßnahmen (u.a. Standortoptimierung, Einkaufsoptimierung, Preisoptimierung, Produktoptimierung) umzusetzen. Zudem ist es zur Aufrechterhaltung der Sanierungsfähigkeit erforderlich, ausreichende Vertriebserfolge zu erzielen, um auch mittelfristig profitable Umsätze in der aktuellen Größenordnung zu ermöglichen sowie die Profitabilität von anlaufenden Seitenwellenaufträgen zu verbessern.

Sollte die gewünschte Refinanzierung nicht zeitgerecht umsetzbar sein, kann, unter der Voraussetzung, dass bestimmte Bedingungen erfüllt sind, die derzeitige Finanzierung mit angepassten Konditionen einmalig um ein Jahr verlängert werden. Nach der aktuellen Planung geht die Geschäftsführung der IFA-Holding davon aus, dass diese Voraussetzungen soweit sie durch IFA beeinflussbar sind, erreicht werden und dass auch die Voraussetzungen die letztlich in der Hand von Stakeholdern liegen, gegeben sein werden.

Infolgedessen besteht zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses und dieses Lageberichts eine wesentliche Unsicherheit in Bezug auf die Anschlussfinanzierung, die, wenn sie sich manifestiert, ein bestandsgefährdendes Risiko für die IFA-Gruppe und damit auch die IFA - Technologies GmbH darstellt.

Wir haben dennoch den Jahresabschluss und den Lagebericht der IFA-Technologies GmbH für das Geschäftsjahr 2023 unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufgestellt, da wir auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung die Sicherstellung der Liquidität sowie die Einhaltung der o.g. Covenants sowie Refinanzierungsfähigkeit und damit die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der IFA-Gruppe und damit auch der IFA - Technologies GmbH für nach den Umständen überwiegend wahrscheinlich erachten. Diese Einschätzung wird u.E. auch von dem aktuellen Sanierungsgutachter-Bericht für die IFA-Gruppe (Stand 15. Februar 2024) getragen.

4.2 Chancenbericht

Chancen sieht die Geschäftsführung IFA - Technologies GmbH sowie die IFA-Gruppe insbesondere in der guten technologischen Position der IFA - Technologies GmbH bei der Entwicklung und Herstellung von komplexen Lösungen im Bereich Antriebskomponenten. Hierzu gehören auch die heute global ausgerichteten Produktionskapazitäten der IFA-Gruppe in wichtigen Absatzregionen. Zudem basiert das Produktportfolio der IFA-Gruppe auf langfristigen Lieferverträgen mit unterschiedlichen Kunden der Automobilindustrie.

Insbesondere die in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 erfolgte Gewinnung der Neuaufträge im Bereich Seitenwellen unterstreichen die technologische Kompetenz der IFA-Gruppe und die enge Kundenbeziehung zu führenden Automobilherstellern. Des Weiteren konnte in 2023 ein neuer Kunde (Top-3 OEM weltweit) im Bereich des Seitenwellengeschäftes aufgebaut werden. Dadurch erwartet der Konzern mittelfristig Wachstum auch bei Seitenwellen für Elektrofahrzeuge. Zusätzliches Ertragspotential kann durch die Verlängerung von auslaufenden Programmen in der Verbrennertechnologie entstehen. Umfassende Anfragen stehen derzeit in Verhandlung mit allen wesentlichen Kunden.

Weitere Chancen sieht die Geschäftsführung in der überplanmäßigen und schnelleren Umsetzung der Maßnahmen aus dem Ergebnisverbesserungsprogramm. Hierzu gehört insbesondere eine raschere Umsetzung der Maßnahmen zur Produktivitätssteigerung in den Werken, die Lokalisierung von wichtigen Lieferketten an den jeweiligen Produktionsstandorten sowie die weitere Standardisierung des Produktportfolios.

Zusätzlich könnte ein Absinken der Rohstoffpreise zu einer deutlichen Entlastung der Kostenbasis an den Standorten führen. Nachlassender Inflationsdruck und mögliche Zinssenkungen könnten ebenfalls zu einer Entlastung führen. Die Entwicklung der Weltwirtschaft sowie des weltweiten Automobilmarktes könnte besser als prognostiziert eintreten und die Erwartungen der IFA-Gruppe volumen- und ertragsseitig übertreffen, mit entsprechend positiven Effekten auf die Abrufzahlen und damit die Umsätze und letztlich auch das Ergebnis. Davon würde auch die IFA - Technologies GmbH durch ihre Stellung innerhalb der Gruppe profitieren.

5. Gesamtaussage

Die Risiken für die zukünftige Entwicklung der IFA-Gruppe erscheinen nach unserer Einschätzung beherrschbar. Entscheidend hierfür sind die weitere erfolgreiche Umsetzung der bereits eingeleiteten Maßnahmen zur Optimierung der Ertrags- und Kostenstruktur sowie die Gewinnung weiterer Neuaufträge. Die Umsetzung der primär organisatorischen Maßnahmen zur Erreichung der Produktivitätsziele in den Werken, zur Lokalisierung der Lieferketten und zur Standardisierung unseres Produktportfolios ist auf dem Weg. Nach unserer Einschätzung verläuft die Maßnahmenumsetzung im ersten Quartal 2024 über Plan.

Wir gehen derzeit davon aus, die Refinanzierung des bestehenden Sanierungskreditvertrags und der gewährten Schuldscheindarlehen zum 31. März 2025 erfolgreich umsetzen zu können bzw. die Voraussetzungen für die einmalige Verlängerung der derzeitigen Finanzierung um ein Jahr erfüllen zu können. Die Umsetzung ist aktuell aber noch offen. Aus der aktuell noch nicht gesicherten Finanzierung über den 31. Mürz 2025 hinaus resultiert, wie in Abschnitt 4.1.5 zusammengefasst, ein bestandsgefährdendes Risiko für die Gesellschaft und die gesamte IFA-Gruppe.

 

Haldensleben, 3. Mai 2024

Geschäftsführung

Bilanz

AKTIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 400,00 12.311,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.599,05 5.271,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.335.273,21 2.744.155,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.497,90 121.106,77
2.446.370,16 2.870.533,92
2.446.770,16 2.882.845,25
B. UMLAUFVERMÖGEN
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 3.570,00 6.052,11
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.305.163,18 15.332.252,63
3. Sonstige Vermögensgegenstände 23.229,18 6.861,27
18.331.962,36 15.345.166,01
II. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 7.826,75 7.846,45
18.339.789,11 15.353.012,46
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN 13.843,22 17.050,13
20.800.402,49 18.252.907,84

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022
EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL
I. Gezeichnetes Kapital 383.468,90 383.468,90
II. Kapitalrücklage 3.641.966,97 3.641.966,97
III. Gewinnrücklagen
Satzungsmäßige Rücklagen 383.468,90 383.468,90
IV. Gewinnvortrag 12.133.362,33 -
V. Jahresüberschuss 2.379.455,78 -
VI. Bilanzgewinn - 12.133.362,33
18.921.722,88 16.542.267,10
B. SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL 10.842,26 12.518,98
C. RÜCKSTELLUNGEN
1. Steuerrückstellungen 1.228.020,41 344.111,28
2. Sonstige Rückstellungen 355.056,36 514.540,51
1.583.076,77 858.651,79
D. VERBINDLICHKEITEN
1. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 78.957,76 223.822,82
2. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 93.297,47 464.302,14
3. Sonstige Verbindlichkeiten 112.505,35 151.345,01
- davon aus Steuern: EUR 112.386,03 (Vorjahr: EUR 146.492,24)
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 0,00)
284.760,58 839.469,97
20.800.402,49 18.252.907,84

Gewinn- und Verlustrechnung

2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 10.038.143,50 9.843.106,90
2. Sonstige betriebliche Erträge 528.308,11 141.845,88
3. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 7.367,83 5.037,15
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 154.559,72 98.864,92
161.927,55 103.902,07
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.477.987,74 5.393.901,44
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 921.466,81 1.018.713,74
- davon für Altersversorgung: EUR 21.664,54 (Vorjahr: EUR 23.771,92)
5.399.454,55 6.412.615,18
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 464.530,05 503.075,17
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.507.934,90 1.741.023,42
7. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 301.171,49 33.645,55
- davon aus verbundenen Unternehmen EUR 297.506,49 (Vorjahr: EUR 33.645,55)
8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 58,00 21.975,75
- davon aus Aufzinsung EUR 0,00 (Vorjahr: EUR 342,00)
9. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 939.923,67 345.605,50
10. Ergebnis nach Steuern 2.393.794,38 890.401,24
11. Sonstige Steuern 14.338,60 14.917,50
12. Jahresüberschuss 2.379.455,78 875.483,74
13. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 11.641.347,49
14. Einstellung in satzungsmäßige Rücklagen 383.468,90
15. Bilanzgewinn 12.133.362,33
Registergericht: Amtsgericht Stendal
Handelsregisternummer: HRB 102871

Anhang

A. Vorbemerkungen

UNTERNEHMENSFORTFÜHRUNG

Der vorliegende Jahresabschluss der IFA - Technologies GmbH wurde unter der Annahme der Fortführung der Unternehmenstätigkeit (§ 252 Abs 1 Nr. 2 HGB) aufgestellt.

Trotz der bestehenden Risiken die - falls sie sich manifestieren - den Bestand der IFA-Gruppe und damit auch der Gesellschaft gefährden könnten, geht die Geschäftsführung auf Basis der aktuellen Unternehmensplanung davon aus, dass die Liquidität auch über das Auslaufen der aktuellen Finanzierung Ende März 2025 gesichert ist. Mit Gesprächen zu einer Refinanzierung der Gruppe über März 2025 hinaus wurde seitens der gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens der IFA-Gruppe bereits begonnen, ohne dass es bisher jedoch konkrete Ergebnisse gibt. Erforderlichenfalls könnte bei Erfüllung bestimmter Bedingungen die derzeitige Finanzierung zu dann angepassten Konditionen einmalig um ein Jahr, d.h. bis Ende März 2026, verlängert werden. Die Erfüllung dieser Bedingungen liegt nicht vollumfänglich in der Hand der IFA-Gruppe. Aktuell geht die Geschäftsführung aber davon aus, dass die Voraussetzungen gegebenenfalls erfüllt werden und erachtet daher die Fortführung der Unternehmenstätigkeit der Gesellschaft für überwiegend wahrscheinlich. Wir verweisen ergänzend auf unsere ausführlichen Darstellungen im Abschnitt "4.1.5 Unternehmensfortführung" des Lageberichts.

B. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde entsprechend den handelsrechtlichen Vorschriften für mittelgroße Kapitalgesellschaften i. S. v. § 267 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Die Gliederung der Bilanz entspricht der Kontoform gemäß § 266 Abs. 2 und 3 HGB. Das Gliederungsschema ist nach § 265 Abs. 5 HGB um den Posten "Sonderposten mit Rücklageanteil" erweitert. Der Sonderposten mit Rücklageanteil wurde nach Art. 67 Abs. 3 EGHGB beibehalten. Die Gliederung des Eigenkapitals wurde aufgrund der teilweisen Ergebnisverwendung im Vorjahr angepasst.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wurde in Staffelform und nach dem Gesamtkostenverfahren nach § 275 Abs. 2 HGB aufgestellt.

Bei der Aufstellung des Anhangs wurden teilweise die Erleichterungen des § 288 Abs. 2 HGB in Anspruch genommen.

C. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Die Bewertungsmethoden des Vorjahres wurden beibehalten.

WÄHRUNGSUMRECHNUNG

Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten, die aus einem Fremdwährungsgeschäft resultieren, werden bei ihrer erstmaligen Erfassung mit dem Devisenkassamittelkurs am Transaktionstag umgerechnet.

Vermögensgegenstände (z. B. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen) und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden gemäß § 256a Satz 1 HGB im Rahmen der Folgebewertung zum Devisenkassamittelkurs am Abschlussstichtag umgerechnet. Bei einer Restlaufzeit von einem Jahr oder weniger werden das Anschaffungskosten- und das Realisationsprinzip gemäß § 256a Satz 2 HGB nicht angewendet. Umrechnungsdifferenzen, die aus der Währungsumrechnung von Vermögensgegenständen und Verbindlichkeiten resultieren, werden stets erfolgswirksam erfasst.

ANLAGEVERMÖGEN

Das Anlagevermögen wurde zu Anschaffungs- und Herstellungskosten abzüglich gewährter Lieferantenskonti vermindert um Abschreibungen bewertet. Die planmäßigen Abschreibungen erfolgen auf Basis amtlicher AfA-Tabellen über eine Nutzungsdauer von 1 bis 33 Jahre linear pro rata temporis. Zur Anwendung kommen die Mindestsätze in Anlehnung an die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer.

Die Herstellungskosten umfassen Fertigungs- und Materialeinzelkosten, notwendige Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie angemessene Teile des Werteverzehr des Anlagevermögens.

Bei Vermögensgeständen mit einem Wert von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 wird vereinfachend eine Nutzungsdauer von fünf Jahren unterstellt.

Außerplanmäßige Abschreibungen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

UMLAUFVERMÖGEN

Die geleisteten Anzahlungen wurden zum Zahlungsbetrag bilanziert.

Der Ansatz der Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände erfolgte zum Nennwert. Wertberichtigungen wurden - soweit notwendig - vorgenommen. Eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % der Nettoforderungen aus Lieferungen und Leistungen dient zur Abdeckung von Zinsverlusten und Ausfallrisiken. Uneinbringliche Forderungen wurden abgeschrieben, zweifelhafte Forderungen wurden einzelwertberichtigt.

Der Ansatz von Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten erfolgte zum Nominalwert.

AKTIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN

Unter diesem Posten werden transitorische Abgrenzungen ausgewiesen. Aktivisch abgegrenzt wurden vorausbezahlte Beträge, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen.

LATENTE STEUERN

Latente Steuern werden für Differenzen zwischen den handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten, die sich in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich abbauen, sowie auf steuerliche Verlustvorträge ermittelt. Aktive und passive latente Steuern werden saldiert ausgewiesen. Die Gesellschaft verzichtet in Ausübung des Wahlrechts des § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB auf die Bilanzierung eines eventuellen Aktivüberhangs der latenten Steuern. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis eines kombinierten Ertragssteuersatzes (28,425 %), der Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und Solidaritätszuschlag umfasst.

EIGENKAPITAL

Das Eigenkapital wurde zum Nennwert angesetzt.

SONDERPOSTEN MIT RÜCKLAGEANTEIL

In den Sonderposten wurden die im Geschäftsjahr 2000 in Anspruch genommenen Sonderabschreibungen gemäß §§ 3, 4 FördGG eingestellt. Mit der Auflösung des gebildeten Sonderpostens wurde nach Ablauf des Begünstigungszeitraums im Geschäftsjahr 2001 begonnen.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen und sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen, einschließlich drohender Verluste aus schwebenden Geschäften. Sie sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Rückstellungen für Jubiläen wurden nach versicherungsmathematischen Grundsätzen nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (projected unit credit method i.S.v. IAS 19) unter Zugrundelegung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und der folgenden Bewertungsparameter berechnet:

Rechnungszins (Restlaufzeit 15 Jahre): 1,76 % (Vorjahr 1,45 %)
Einkommenssteigerung: 2,30 % p.a. (Vorjahr 3,00 %)
Fluktuationsquote: 10,00 % p.a. (Vorjahr 10,00 %)

VERBINDLICHKEITEN

Die Passivierung erfolgte mit dem Erfüllungsbetrag.

UMSATZERLÖSE

In den Umsatzerlösen werden Dienstleistungen erfasst. Es gilt das Realisationsprinzip. Umsatz gilt als realisiert, wenn die jeweilige Leistungsverpflichtung aus dem zugrunde liegenden Vertrag erfüllt wurde.

D. Angaben zu Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung

I. Angaben zur Bilanz

ANLAGEVERMÖGEN

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie der Abschreibungen werden gesondert in einem Anlagespiegel (Anlage zum Anhang) dargestellt, der Bestandteil dieses Anhangs ist.

FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE

Alle Forderungen haben - wie im Vorjahr - eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Von den ausgewiesenen Forderungen bestehen solche gegen verbundene Unternehmen und gegen die Gesellschafterin IFA Holding GmbH in Höhe von

31.12.2023 Vorjahr
gegen verbundene Unternehmen davon gegen Gesellschafter gegen verbundene Unternehmen davon gegen Gesellschafter
Gesamt 18.305.105,17 10.368.003,95 15.332.252,63 8.529.914,79
Lieferungen und Leistungen 7.936.381,60 0,00 6.802.337,84 0,00
Cashpool 10.355.186,23 10.355.186,23 8.512.837,98 8.512.837,98
Sonstige 13.537,34 12.817,72 17.076,81 17.076,81

GEZEICHNETES KAPITAL

Als gezeichnetes Kapital ist das Stammkapital in Höhe des Nennbetrages ausgewiesen. Laut Gesellschaftsvertrag wurde - unverändert zum Vorjahr - das Stammkapital auf EUR 383.468,90 (DM 750.000,00) festgesetzt. Die Stammeinlagen sind vollständig einbezahlt.

KAPITALRÜCKLAGE

Unter der Kapitalrücklage sind gem. § 272 Abs. 2 Nr. 4 HGB andere Zuzahlungen der Gesellschafter ausgewiesen. Die Dotierung der Rücklage erfolgte in Höhe des ursprünglichen Erfüllungsbetrages der Verbindlichkeiten zum Zeitpunkt der Übernahme.

GEWINNRÜCKLAGE

In die Gewinnrücklage sind satzungsgemäß Beträge aus dem Jahresüberschuss eingestellt.

RÜCKSTELLUNGEN

Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
Gewerbesteuer 528.907,00 128.782,00
Körperschaftssteuer und Solidaritätszuschlag 699.113,41 215.329,28
1.228.020,41 344.111,28

Sonstige Rückstellungen wurden gebildet für:

31.12.2023
EUR
31.12.2022
EUR
sonstige Personalaufwendungen 205.406,66 249.186,66
Ausstehende Rechnungen 31.129,75 147.091,84
Jahresabschluss 45.600,00 43.400,00
Jubiläumsverpflichtungen 29.305,00 27.363,00
Urlaub und Überstunden 32.938,25 25.995,26
Ausgleichsabgabe 8.092,70 11.703,75
Berufsgenossenschaft 2.584,00 9.800,00
355.056,36 514.540,51

VERBINDLICHKEITEN

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen und gegenüber der Gesellschafterin IFA Holding GmbH bestehen in Höhe von

31.12.2023 Vorjahr
gegenüber verbundenen Unternehmen davon gegenüber Gesellschafter gegenüber verbundenen Unternehmen davon gegenüber Gesellschafter
Gesamt 93.297,47 64.544,97 464.302,14 257.419,73
Lieferungen und Leistungen 93.297,47 64.544,97 464.302,14 257.419,73

Alle Verbindlichkeiten sind - wie im Vorjahr - innerhalb eines Jahres fällig. Es bestehen branchenübliche Eigentumsvorbehalte.

II. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens mit Rücklageanteil in Höhe von EUR 1.676,72 (Vorjahr EUR 1.676,72) werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr fielen Erträge aus Kursdifferenzen in Höhe von EUR 6,08 an (Vorjahr EUR 0,00).

Aufwendungen aus Kursdifferenzen fielen wie im Vorjahr nicht an.

III. Sonstige Angaben

HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Haftungsverhältnisse i.S.v. § 251 HGB bestehen aus der gesamtschuldnerischen Mithaftung für Verbindlichkeiten der Gesellschafterin IFA Holding GmbH in Höhe von EUR 108.000.000,00 (Vorjahr EUR 108.000.000,00) und für Verbindlichkeiten der IFA Powertrain GmbH & Co. KG in Höhe von EUR 42.000.000,00 (Vorjahr EUR 42.000.000,00) gegenüber Kreditinstituten. Aufgrund der aktuellen Einhaltung der Kreditbedingungen sowie planmäßigen Zinszahlung gehen wir nicht von einer Inanspruchnahme aus.

Von den sonstigen finanziellen Verpflichtungen, die nicht in der Bilanz erscheinen, sind für die Beurteilung der Finanzlage von Bedeutung:

per 31.12.2023 davon verbundene Unternehmen
IFA Holding GmbH - Geschäftsbesorgungsvertrag 499.554,00 499.554,00
IFA Powertrain GmbH & Co.KG - Dienstleistungsvertrag 345.000,00 345.000,00
Miete Immobilien 329.233,00 329.233,00
Offene Bestellungen 122.781,04
1.296.568,04 1.173.787,00

HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Auf die Angabe des Honorars für die Abschlussprüfer wird gemäß § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

GESCHÄFTSFÜHRUNG

Herr Dipl.-Ing. Oliver Schimpf, Braunschweig, CSO der IFA Gruppe

Auf die Angabe der Bezüge der Geschäftsführung wird gemäß § 286 Abs. 4 HGB verzichtet.

MITARBEITER

Durchschnitt 2023 Durchschnitt 2022
Angestellte 68,3 84,8
Gewerbliche Arbeitnehmer 2,0 0,0
Gesamtsumme 70,3 84,8

ERGEBNISVERWENDUNGSVORSCHLAG

Die Geschäftsführung schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 14.512.818,11 (Gewinnvortrag 12.133.362,33 plus Jahresüberschuss 2.379.455,78) auf neue Rechnung vorzutragen.

VORGÄNGE NACH DEM BILANZSTICHTAG

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Bilanzstichtag haben sich nicht ergeben.

ANGABEN ZU MUTTERUNTERNEHMEN

Die IFA Holding GmbH, Haldensleben, wird einen Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellen und die Berichtsgesellschaft in die Konsolidierung mit einbeziehen.

Die AEQUITA Management SE, München, wird einen Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellen und die Berichtsgesellschaft in die Konsolidierung mit einbeziehen.

Die von der IFA Holding GmbH und der AEQUITA Management SE aufzustellenden Konzernabschlüsse werden in das Unternehmensregister eingestellt.

 

Haldensleben, den 3. Mai 2024

Geschäftsführung

Entwicklung des Anlagevermögens

Historische Anschaffungs- oder Herstellungskosten
Stand 01.01.2023
EUR
Zugänge
EUR
Umbuchungen
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 487.393,09 0,00 0,00 -68.661,00 418.732,09
487.393,09 0,00 0,00 -68.661,00 418.732,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 31.418,72 0,00 0,00 -12.141,91 19.276,81
2. Technische Anlagen und Maschinen 6.178.027,81 0,00 0,00 -102.343,97 6.075.683,84
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.789.658,94 17.985,55 17.000,00 -429.609,39 1.395.035,10
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 17.000,00 -17.000,00 0,00 0,00
7.999.105,47 34.985,55 0,00 -544.095,27 7.489.995,75
8.486.498,56 34.985,55 0,00 -612.756,27 7.908.727,84
Abschreibungen
Stand 01.01.2023
EUR
Zugang Geschäftsjahr
EUR
Abgang kumuliert
EUR
Stand 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 475.081,76 11.911,33 -68.661,00 418.332,09
475.081,76 11.911,33 -68.661,00 418.332,09
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 26.147,50 672,17 -12.141,91 14.677,76
2. Technische Anlagen und Maschinen 3.433.871,88 408.882,72 -102.343,97 3.740.410,63
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.668.552,17 43.063,83 -423.078,80 1.288.537,20
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00
5.128.571,55 452.618,72 -537.564,68 5.043.625,59
5.603.653,31 464.530,05 -606.225,68 5.461.957,68
Buchwerte
Stand 31.12.2023
EUR
Stand 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 400,00 12.311,33
400,00 12.311,33
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 4.599,05 5.271,22
2. Technische Anlagen und Maschinen 2.335.273,21 2.744.155,93
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 106.497,90 121.106,77
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00
2.446.370,16 2.870.533,92
2.446.770,16 2.882.845,25

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die IFA - Technologies GmbH, Haldensleben

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der IFA - Technologies GmbH, Haldensleben, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der IFA - Technologies GmbH, Haldensleben, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit

Wir verweisen auf Abschnitt "A. Vorbemerkungen" im Anhang sowie auf die Angaben in Abschnitt "4.1.5 Unternehmensfortführung" des Lageberichts, in denen die gesetzlichen Vertreter beschreiben, dass die IFA-Gruppe sich weiterhin in der Sanierung befindet und die bestehende, zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit notwendige Finanzierung, die an die Einhaltung von Covenants (u.a. EBITDA, Mindestliquidität) gebunden ist, Ende März 2025 ausläuft. Bei Erfüllung bestimmter Bedingungen, die jedoch nicht alle in der Hand der IFA-Gruppe liegen, kann die Finanzierung zu dann angepassten Konditionen einmalig um ein Jahr, d.h. bis Ende März 2026, verlängert werden. Die gesetzlichen Vertreter des Mutterunternehmens der IFA-Gruppe haben bereits Schritte zur Refinanzierung der Gruppe über März 2025 hinaus eingeleitet, ohne dass bisher bindende Vereinbarungen vorliegen. Wie in den genannten Abschnitten im Anhang und im Lagebericht dargelegt, zeigen diese Ereignisse und Gegebenheiten, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen kann und die ein bestandsgefährdendes Risiko im Sinne des § 322 Abs. 2 Satz 3 HGB darstellt. Unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht sind bezüglich dieses Sachverhalts nicht modifiziert.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte im Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, den 3. Mai 2024

Deloitte GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Marco Farrenkopf, Wirtschaftsprüfer

Katharina Haugg, Wirtschaftsprüferin

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