Stammdaten

Register
Amtsgericht Oldenburg HRB 204287
Vorher
Vierzehnte RE Vermögensverwaltungsgesellschaft mbHWAYDO GmbH
Eingetragen
1.3.2010
Branche
Tätigkeiten von Strom- und Erdgasmaklerinnen und -maklernVermietung von Kraftwagen mit einem Gesamtgewicht von 3,5 t oder weniger mittels CarsharingElektrizitätserzeugung aus erneuerbaren Energieträgern zur Verteilung
Gegenstand
Geändert, nun: Sämtliche Aktivitäten im Bereich Mobilität. Darin enthalten sind Entwicklung, Vermarktung, Installation, Wartung, Finanzierung und Betrieb von Infrastruktur sowie Dienstleistungen, (digitale) Mobilitätslösungen, Produkte und Produktbündel. Dabei können diese maßgebliche Bestandteile aus anderen Segmenten aufweisen. Darunter fallen ITund Telekommunikationsbestandteile, Erzeugung, Beschaffung, Speicherung und Lieferung von Energie und alle weiteren, die den Unternehmensgegenstand unterstützen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Ilker Akkaya
seit 28.12.2021
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
EWE Aktiengesellschaft
Germany
25.000 €
100.00%

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

EWE Go GmbH

Oldenburg

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Lagebericht für das Geschäftsjahr 2023

der EWE Go GmbH, Oldenburg

Allgemeine Angaben

Die EWE Go GmbH ("EWE Go") hat ihren Sitz in Oldenburg und erfüllt die Bedingungen einer mittelgroßen Kapitalgesellschaft i. S. d. § 267 Abs. 2 und 4 HGB.

Die EWE Go GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der EWE Aktiengesellschaft, Oldenburg, mit der ein Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag besteht.

Die EWE Go bietet Lösungen und Produkte rund um Mobilität und Elektromobilität für Unternehmen und Privatleute.

Geschäftsgegenstand

Unternehmensgegenstand der EWE Go ist im Wesentlichen die Entwicklung, die Vermarktung, die Installation, die Wartung und der Betrieb von Ladeinfrastruktur sowie die Erbringung von sonstigen Dienstleistungen im Bereich der Elektromobilität. EWE Go hat sich zum Ziel gesetzt, die Zukunft der Mobilität aktiv zu gestalten und betreibt mit rund 1.750 öffentlichen Ladepunkten das dichteste öffentliche Ladenetz für Elektromobilität im Nordwesten Deutschlands.

Ein nachhaltiges, unkompliziertes, sicheres und angenehmes sowie überall verfügbares Ladeerlebnis ist der Grundpfeiler für den Erfolg der Elektromobilität. EWE Go treibt den Ausbau von Ladeinfrastruktur in Kombination mit intelligenten Services voran, damit das Laden nicht nur nachhaltig, sondern auch innovativ ist. Das Angebotsspektrum der Gesellschaft deckt alle relevanten Anwendungsfälle für ein Ladeerlebnis zu Hause, bei der Arbeit oder unterwegs ab.

Entwicklung der Branche / Marktumfeld

Elektromobilität hat sich als Baustein der Verkehrswende im Markt etabliert und stellt ein wesentliches Instrument dar, dem Klimawandel nachhaltig entgegenzuwirken. Der zu beobachtende Wandel verändert unsere Lebensbedingungenund manifestiert sich dabei sowohl in langfristigen Klimaänderungen wie steigenden Durchschnittstemperaturen oder einem höheren Meeresspiegel, als auch in einer veränderten ⁠Klimavariabilität⁠, also stärkeren kurzfristigen⁠ Klimaschwankungen⁠ und häufigeren Extremwetterereignissen wie ⁠Starkregen⁠, Dürren oder Hitzesommern. Der wesentliche Treiber des Klimawandels ist der Treibhauseffekt. Einige in der Erdatmosphäre vorhandene Gase wirken ungefähr wie das Glas eines Gewächshauses: Sonnenstrahlung kann zu einem großen Teil passieren, Wärmestrahlung hingegen wird absorbiert und das System dadurch erwärmt. Wenngleich viele dieser Treibhausgase natürliche Bestandteile der Erdatmosphäre sind, ist die Konzentration einiger Gase infolge menschlicher Tätigkeiten jedoch stark angestiegen. Dies gilt insbesondere für das Gas Kohlendioxid (CO 2 ), welches durch die Verbrennung fossiler Energieträger freigesetzt wird. Die Sektoren Mobilität und Transport trugen im Jahr 2018 mit einem Anteil von 25% signifikant zu den globalen CO 2-Emissionen bei. Der Straßenverkehr hat hierbei wiederum den größten Anteil: 18% mit weiter zunehmender Tendenz.

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die deutschen ⁠Treibhausgas⁠-Emissionen bis zum Jahr 2030 um 55 % gegenüber 1990 zu mindern. Auch der Verkehrssektor muss als Verursacher dazu seinen Beitrag leisten. Obwohl Verbrennungsmotoren in den vergangenen Jahrzehnten immer sparsamer und schadstoffärmer wurden, ist bis 2019 im Vergleich zu 1990 kein Rückgang der verkehrsbedingten Emissionen zu verzeichnen. Das lag vor allem am stetig zunehmenden Straßenverkehr und einer wachsenden Fahrzeugflotte in Deutschland. Mit dem im Dezember 2019 verabschiedeten Bundes-Klimaschutzgesetz wurden verbindliche Minderungsziele für die einzelne Sektoren festgelegt. Im Verkehrssektor sollen alternative Antriebstechnologien, wie z.B. Elektromobilität, eine führende Rolle spielen.

Elektromobilität ist der Schlüssel zur klimafreundlichen Mobilität im Bereich PKW-Straßenverkehr. Bei der Verwendung regenerativ erzeugten Stroms wird die Mobilität so in der Nutzung CO 2 -frei. Elektrofahrzeuge sind kurzfristig die einzig Möglichkeit, die strengen CO 2 Ziele der Europäischen Union zu erreichen. Zusätzlich können Elektrofahrzeuge in Zukunft mit ihren Energiespeichern die Schwankungen bei der Erzeugung von Wind - und Solarenergie ausgleichen und so die Nutzung erneuerbarer Energie unterstützen.

Der positive Trend alternativer Antriebe (Battery Electric Vehicle (BEV), Hybrid Plug-In (PHEV)) hält weiterhin an. Auf Basis aktueller amtlicher Zahlen sind zum 1. Juli 2023 auf deutschen Straßen 1.170.632 Elektrofahrzeuge (BEV) zugelassen. Der Gesamtbestand von Personenkraftwagen aller Antriebsarten ist im gleichen Zeitraum um 0,7 Prozent auf jetzt erstmals über 49 Mio. gestiegen (49.038.145 PKW). Damit steigt der Anteil von Elektro-Pkw (BEV) im Gesamtbestand von 1,6 Prozent auf 2,4 Prozent. Einschließlich Plug-in Hybrider Fahrzeuge (PHEV) stieg der Anteil im gleichen Zeitraum auf 3,7 Prozent. Bei den Neuzulassungen betrug der Anteil der Elektroautos 17,7 Prozent (BEV) bzw. 13,7 Prozent (PHEV). Trotz des Wachstums Elektrofahrzeugbestandes ist das Ziel der Bundesregierung von 15 Mio. reinen Elektrofahrzeugen im Jahr 2030 in Deutschland mit dem derzeitigen Markthochlauf nicht erreichbar.

Der Ausbau der öffentlichen Ladeinfrastruktur nimmt weiter an Fahrt auf: Das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur enthält 85.072 Normalladepunkte und 20.507 Schnellladepunkte, die am 1. September 2023 in Betrieb waren. An den Ladepunkten können gleichzeitig insgesamt 3,71 GW Ladeleistung bereitgestellt werden. Laut Vorjahres-Zahlen der Bundesnetzagentur vom 1. November 2022 waren in Deutschland insgesamt 72.091 Ladesäulen im Betrieb gemeldet. Davon waren 60.229 Normalladepunkte, also mit einer Ladeleistung bis 22 kW, und 11.862 Schnellladepunkte mit einer Leistung ab 22 kW.

Rechtlicher Rahmen / Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR)

Die Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe sieht vor, dass in den kommenden Jahren in ganz Europa mehr Ladestationen und Tankstellen für alternative Kraftstoffe errichtet werden. Ziel ist die Dekarbonisierung des Verkehrssektors. Die Verordnung legt spezifische Ziele für den Aufbau von Schnellladepunkten und Wasserstofftankstellen vor, die bis 2025 oder 2030 zu erreichen sind. Die AFIR-Verordnung wurde am 13. September 2023 im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht worden und trat am zwanzigsten Tag danach in Kraft.

Mitarbeiter

Die im Folgenden genannte Mitarbeiterzahl beinhaltet die aktiven Voll- und Teilzeitbeschäftigten sowie Trainees und Aushilfen. Am 31. Dezember 2023 beschäftigte die EWE Go GmbH 118 (Vorjahr: 114) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der deutliche Anstieg der Beschäftigten spiegelt die sich ausweitenden Geschäftsaktivitäten von EWE Go GmbH wider.

Lage der Gesellschaft

Geschäftsverlauf

Im Rahmen des Geschäftsjahres 2023 forciert EWE Go weiter den Ausbau eigener öffentlicher Ladeinfrastruktur. Hierbei wird der Schwerpunkt auf den Ausbau mit Schnellladeinfrastruktur an attraktiven Zielorten gelegt. Neben dem Projekt mit einem bundesweit tätigen Systemgastronom werden insebsondere bei Standortpartnern aus dem Segment Lebensmitteleinzelhandel und bei Fachmarktzentren öffentliche Ladeinfrastruktur errichtet. Darüber hinuas hat das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) die Zuschläge in der Ausschreibung für das Deutschlandnetz (Regionallose) vergeben. Das Deutschlandnetz soll die Grundversorgung mit Schnellladeinfrastruktur im Mittel- und Langstreckenverkehr mit zusätzlichen Schnellladepunkten sicherstellen. Dabei ergänzt es die bereits vorhandenen großen Schnellladestandorte und soll so deutschlandweit für eine flächendeckende und bedarfsgerechte Schnellladeinfrastruktur sorgen. EWE Go hat an der Ausschreibung in einer Bietergemeinschaft mit HOCHTIEF Ladepartner GmbH teilgenommen und den Zuschlag für zwei von drei möglichen Regionallosen erhalten. Die Abwicklung des Auftrages erfolgt in einem Joint Venture, an dem HOCHTIEF Ladepartner GmbH und EWE Go zu je 50 % beteiligt sind.

Weitere Schwerpunkte im Geschäftsjahr 2023 bilden die Zunahme der Geschäftsaktivitäten im Segment Ladeservices für Elektromobilisten (Laden unterwegs). Für diesen Produktbereich wurde eine neue Smartphone-Applikation inklusive Backend-Architektur entwickelt, um das Auffinden, die Authentifizierung und Bezahlung an öffentlicher Ladeinfrastruktur für die EWE-Go-Kunden zu optimieren. Die Applikation ist im ersten Quartal 2023 auf dem Markt gekommen.

Es wird ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von -15,6 Mio. Euro erzielt, was auf dem Niveau der im Vorjahr getroffenen Erwartungen liegt. Insgesamt kann die Lage der Gesellschaft daher als sehr zufriedenstellend bezeichnet werden.

Ertragslage

Die EWE Go GmbH steigert im Geschäftsjahr 2023 den Umsatz auf 37,0 Mio. Euro (Vorjahr: 19,9 Mio. Euro). Die Umsatzerlöse lassen sich in drei Umsatzerlösströme unterteilen, öffentliche Ladeinfrastruktur (26,8 Mio. EUR), Ladeservice (3,5 Mio. EUR) und Reselling (6,0 Mio. EUR). Die sonstigen Umsatzerlöse betragen 0,7 Mio. EUR.

Durch den weiteren Aufbau eigener, öffentlicher Ladeinfrastruktur und den gegenüber Vorjahr höheren Bestand an elektrischen Fahrzeuge steigt der Stromabsatz an der Ladeinfrastruktur und die Umsatzerlöse. Beide Effekte wirken auch positiv auf die Anzahl der Kunden des Ladeservice.

Korrespondierend zu den Umsatzerlösen steigt der Materialaufwand von 15,9 Mio. Euro auf 26,6 Mio. Euro. Die Materialeinsatzquote verbessert sich insbesondere aufgrund erhöhter Aktivierungen von Investitionen in die Ladesäuleninfrastruktur auf 71,9 % (Vorjahr: 80,1 %).

Die Bestandsveränderung umfasst ausschließlich nicht abgerechnete Leistungen (-0,3 Mio. Euro; Vorjahr: -0,3 Mio. Euro).

Die Gesellschaft erzielt entsprechend ein gestiegenes positives Rohergebnis von 10,4 Mio. Euro (Vorjahr: 4,0 Mio. Euro).

Der Personalaufwand ist durch die höhere Anzahl an Voll- und Teilzeitbeschäftigten gegenüber dem Vorjahr angestiegen (8,3 Mio. EUR; Vorjahr: 7,2 Mio. EUR).

Die Abschreibungen belaufen sich auf 5,4 Mio. Euro (Vorjahr: 3,2 Mio. Euro), davon betragen außerplanmäßige Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).

Der Saldo aus Sonstigen betrieblichen Aufwendungen (10,0 Mio. Euro; Vorjahr: 9,5 Mio. Euro) und Sonstigen betrieblichen Erträgen (0,6 Mio. Euro; Vorjahr: 0,1 Mio. Euro) wird aufwandsseitig maßgeblich geprägt durch die Inanspruchnahme von IT- und weiteren Dienstleistungen mit verbundenen Unternehmen (3,4 Mio. Euro; Vorjahr: 4,9 Mio. Euro), sonstige (IT-)Beratung und Marketing (0,7 Mio. Euro; Vorjahr 0,7 Mio. Euro), Leasing und Miete (1,6 Mio. Euro; Vorjahr: 0,9 Mio. Euro) sowie Aufwendungen für Rückbauverpflichtungen (0,3 Mio. Euro, Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).

Ertragsseitig kennzeichnen mehrheitlich Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (0,6 Mio. Euro, Vorjahr 0,0 Mio. Euro) die Sonstigen betrieblichen Erträge.

Somit ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern in Höhe von -15,6 Mio. Euro (Vorjahr: -16,3 Mio. Euro), welches von der EWE AG aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrags ausgeglichen wird.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der EWE Go GmbH steigt zum 31. Dezember 2023 um 47,7 Mio. EUR auf 117,6 Mio. Euro (Vorjahr: 69,9 Mio. Euro).

Der bilanzielle Anstieg betrifft auf der Aktivseite vor allem Sachanlagen (+36,4 Mio. Euro) und die Finanzanlagen (+3,0 Mio. Euro).

Die Immateriellen Vermögensgegenstände umfassen im Wesentlichen aktivierte Software, die zum Teil selbst erstellt wurde. Der Bestand sinkt um 1,0 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr (1,4 Mio. Euro) auf 0,4 Mio. Euro.

Das Sachanlagevermögen steigt fast ausschließlich durch den Aufbau öffentlicher Ladeinfrastruktur, vorrangig in Kooperation mit einem Systemgastronom, auf 79,6 Mio. Euro (Vorjahr: 43,1 Mio. Euro). Anteilig entfallen hiervon aufgrund der Projekttätigkeit 28,6 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro) auf geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau.

Bei den Finanzanlagen gibt es Zugänge in Höhe von 3,0 Mio. Euro. Von der Gesellschafterin EWE AG wurden 100% der Anteile an der Digitalprojekt 4 GmbH erworben (2,4 Mio. Euro). Daneben wurden im Rahmen eines Joint Venture mit der HOCHTIEF Ladepartner GmbH Projektgesellschaften gegründet (0,6 Mio. Euro)

EWE Go GmbH hält eigene physische Vorräte für Ladeinfrastruktur (5,7 Mio. Euro; Vorjahr: 0,9 Mio. Euro).

Das Umlaufvermögen steigt insbesondere aufgrund erhöhter Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (8,0 Mio. Euro, Vorjahr: 4,6 Mio. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bewegen sich auf dem Niveau des Vorjahres (17,3 Mio. Euro, Vorjahr: 17,3 Mio. Euro). Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen gegenüber der Gesellschafterin EWE AG aus Verlustübernahme (15,6 Mio. Euro; Vorjahr: 16,3 Mio. Euro) sowie aus Lieferungen und Leistungen (1,7 Mio. Euro; Vorjahr: 0,9 Mio. Euro).

In den Sonstigen Vermögenswerten sind fast ausschließlich debitorische Kreditoren ausgewiesen (0,4 Mio. Euro; Vorjahr: 0,7 Mio. Euro).

Die Flüssige Mittel steigen auf 3,0 Mio. Euro (Vorjahr: 1,6 Mio. Euro).

Der Anstieg der Bilanzsumme resultiert auf der Passivseite insbesondere aus der Erhöhung von Verbindlichkeiten (+47,6 Mio. Euro).

Konstant bleibt das Eigenkapital mit 13,2 Mio. Euro. Die Eigenkapitalquote sinkt aufgrund der höheren Bilanzsumme von 18,9 % auf 11,2 %.

Sonstige Rückstellungen (4,0 Mio. Euro; Vorjahr: 4,0 Mio. Euro) bestehen fast ausschließlich für ausstehende Rechnungen (2,6 Mio. Euro; Vorjahr: 2,6 Mio. Euro), Personalsachverhalte (0,8 Mio. Euro; Vorjahr: 0,8 Mio. Euro) und Rückbau (0,6 Mio. Euro; Vorjahr: 0,3 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erhöhen sich auf 2,7 Mio. Euro (Vorjahr: 0,1 Mio. Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind geprägt vom Cash-Pooling (91,6 Mio. Euro; Vorjahr: 48,2 Mio. Euro) über das die Gesellschaft vor allem die Investitionen finanziert. Ebenfalls infolge der erhöhten Geschäftstätigkeit steigen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen aus Lieferungen und Leistungen (5,6 Mio. Euro; Vorjahr: 3,4 Mio. Euro).

Passive Rechnungsabgrenzungsposten (0,3 Mio. Euro; Vorjahr: 0,3 Mio. Euro) bleiben nahezu unverändert.

Aktiva
in Mio. Euro
31.12.2023 in % 31.12.2022 in %
Anlagevermögen 82,9 70,5 44,5 63,7
Umlaufvermögen 34,4 29,2 25,4 36,3
davon Vorräte 5,7 4,8 1,2 1,7
davon Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8,0 6,8 4,6 6,6
davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17,3 14,7 17,3 24,7
davon Sonstige 3,4 2,9 2,3 3,3
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,3 - -
Summe Aktiva 117,6 100,0 69,9 100,0

Passiva

in Mio. Euro 31.12.2023 in % 31.12.2022 in %
Eigenkapital 13,2 11,2 13,2 18,9
Rückstellungen 4,0 3,4 4,0 5,7
Verbindlichkeiten 100,1 85,1 52,4 75,0
davon Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,7 2,3 0,1 0,1
davon Verbindlichkeiten gegenüber verb. Unternehmen 97,2 82,7 51,5 73,7
davon Sonstige 0,2 0,2 0,8 1,1
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,3 0,3 0,4
Summe Passiva 117,6 100,0 69,9 100,0

Finanzlage

Die Finanzierung der Gesellschaft ist über das konzernweite Cashpooling langfristig gewährleistet. Zum Stichtag bestanden Verbindlichkeiten aus dem Cashpooling gegenüber der Gesellschafterin EWE AG in Höhe von 91,6 Mio. Euro (Vorjahr: Verbindlichkeit von 48,2 Mio. Euro). Darüber hinaus besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der EWE AG. Die Zahlungsfähigkeit war im Berichtsjahr stets gegeben.

Investitionen

EWE Go hat im Geschäftsjahr 2023 im Wesentlichen in den Aufbau von Ladeinfastruktur (40,1 Mio. Euro) investiert.

Finanzpolitik

Die Finanzstrategie der EWE Go GmbH ist im Grundsatz konservativ ausgerichtet. Alle Investitionen werden sowohl in ihrer wirtschaftlichen Auswirkung auf die Rentabilität als auch vor dem Hintergrund des Ratings der EWE AG beurteilt. Mit der Durchführung eines zentralen, konzerninternen Finanzausgleichs wird eine Optimierung der Fremdkapitalaufnahme sowie des Zinsergebnisses erreicht. Im Rahmen der Finanzpolitik der EWE AG erhält die EWE Go GmbH das aufgenommene Fremdkapital zu marktüblichen Konditionen.

Risikomanagement

Grundsätze des Risiko- und Chancenmanagements

Das Risikomanagementsystem (RMS) des EWE-Konzerns dient der Früherkennung, Bewertung und Steuerung interner und externer Risiken. Das Interne Kontrollsystem (IKS) überwacht die Wirksamkeit der implementierten Kontrollen und Risikosteuerungsmaßnahmen. RMS und IKS werden im EWE-Konzern in Methode und Durchführung unter einem einheitlichen Ansatz als integriertes Risikomanagement (iRM) umgesetzt.

Risiken sind mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für den EWE-Konzern negativen oder positiven Zielabweichung führen können (Risiko im engeren Sinne bzw. Chance). Diese Zielabweichungen können sich im strategischen Bereich, im Finanzbereich, im operativen Bereich und im Rechts- und Compliance-Bereich inkl. der Finanzberichterstattung ergeben. Neben den finanziellen Zielabweichungen können sich Risiken auch auf die Reputation des EWE-Konzerns auswirken.

Der grundlegende risikopolitische Rahmen für die Geschäftstätigkeit des EWE-Konzerns wird durch die Risikostrategie festgelegt. Neben Leitlinien für die Steuerung der Risiken werden darin Vorgaben zur Bestimmung des Risikoappetits sowie eindeutige Risikolimite zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit des EWE-Konzerns definiert. Den Bestand des EWE-Konzerns gefährdende Risiken dürfen grundsätzlich nicht bewusst eingegangen werden.

Ein regelmäßiges Berichtswesen an die Entscheidungs- und Aufsichtsgremien sorgt für hohe Transparenz hinsichtlich des aktuellen Risikoprofils und der Wirksamkeit des IKS sowie für die kontinuierliche Überwachung der risikopolitischen Vorgaben im EWE-Konzern.

EWE Go GmbH ist Teil des Konzern-Risikomanagementsystems und in die fortlaufende Berichterstattungspflicht eingebunden.

Prozess des Risiko- und Chancenmanagements

Der iRM-Prozess erfolgt in Anlehnung an die international anerkannten Rahmenwerke des Committee of Sponsoring Organizations of the Treadway Commission (COSO Enterprise Risk Management - Integrated Framework bzw. Internal Control - Integrated Framework).

Die Schwerpunkte des iRM-Prozesses liegen auf der jährlichen Risikoinventur, die parallel zur Planung stattfindet, sowie der Wirksamkeitsbeurteilung des IKS zum Jahresende. Im Rahmen der Risikoinventur werden in allen Gesellschaften des EWE-Konzerns die wesentlichen Risiken der Geschäftstätigkeit ermittelt und auf Konzernebene zusammengefasst. Über einen ad hoc-Meldeprozess für neue Risiken und die monatliche Aktualisierung von Fokusrisiken wird sichergestellt, dass wesentliche unterjährige Veränderungen im Risikoinventar zeitnah erfasst werden. Für die Wirksamkeitsbeurteilung des IKS werden alle Kontrollen im Form einer Kontrollselbstbeurteilung auf ihre Wirksamkeit geprüft. Für unwirksame Kontrollen werden Schwachstellen dokumentiert, deren Behebung in der Folge regelmäßig überwacht wird. Für ausgewählte Kontrollen wird die Kontrollselbstbeurteilung durch eine Drittbeurteilung ergänzt und bestätigt.

Die systematische Risikoidentifikation ist über die Vorgabe von vier Risikotypen (Strategische Risiken, Finanzrisiken, Operative Risiken und Compliance- / Rechtsrisiken), die sich wiederum in zwölf Risikofeldern aufteilen, angelegt. Fragenkataloge und Pflichtvorgaben für Risiken und Kontrollen zu den einzelnen Risikofeldern unterstützen die Gesellschaften bei der Risikoidentifikation. Die Bewertung der Risiken erfolgt anhand der Bruttoeintrittswahrscheinlichkeit und der Bruttoschadenshöhe für jedes einzelne Geschäftsjahr der mittelfristigen Unternehmensplanung. Die Steuerung der Risiken erfolgt über Kontrollen und Risikosteuerungsmaßnahmen, die zu jedem Risiko dokumentiert werden. Durch Berücksichtigung der Minderungswirkung der Kontrollen ergibt sich die Nettobewertung des Risikos. Darauf wird der Expected Shortfall 95% (ES95) als zentrale Kennzahl zur Bewertung und Einordnung der Risiken ermittelt.

Der ES95 verbindet die Eintrittswahrscheinlichkeit mit allen potentiellen Schadenshöhen eines Risikos zu einer einheitlichen Kennzahl. Dazu wird das Risiko auf denjenigen Schaden normiert, den das Risiko im Schnitt bei Überschreitung des Value-at-Risk zum 95% Konfidenzniveau annimmt.

Einzelrisiken werden unter Anwendung statistischer Verfahren zu einer Wahrscheinlichkeitsverteilung des Gesamtrisikos des EWE-Konzerns aggregiert. Das Gesamtrisiko des EWE-Konzerns wird über verschiedene Niveaus des Value at Risk der Risikotragfähigkeit gegenübergestellt, um sicherzustellen, dass diese die Risikotragfähigkeit nicht überschreiten. Die Risikotragfähigkeit wird über einen Rating-orientierten Ansatz aus der Finanzierung- und Zahlungsfähigkeit des EWE-Konzerns abgeleitet.

Das Risikomanagementsystem (RMS) des EWE-Konzerns dient der Früherkennung, Bewertung und Steuerung interner und externer Risiken. Das Interne Kontrollsystem (IKS) überwacht die Wirksamkeit der implementierten Kontrollen und Risikosteuerungsmaßnahmen. RMS und IKS werden im EWE-Konzern in Methode und Durchführung unter einem einheitlichen Ansatz als integriertes Risikomanagement (iRM) umgesetzt.

Risiken sind mögliche zukünftige Entwicklungen oder Ereignisse, die zu einer für den EWE-Konzern negativen oder positiven Zielabweichung führen können (Risiko im engeren Sinne bzw. Chance). Diese Zielabweichungen können sich im strategischen Bereich, im Finanzbereich, im operativen Bereich und im Rechts- und Compliance-Bereich inkl. der Finanzberichterstattung ergeben. Neben den finanziellen Zielabweichungen können sich Risiken auch auf die Reputation des EWE-Konzerns auswirken.

Der grundlegende risikopolitische Rahmen für die Geschäftstätigkeit des EWE-Konzerns wird durch die Risikostrategie festgelegt. Neben Leitlinien für die Steuerung der Risiken werden darin Vorgaben zur Bestimmung des Risikoappetits sowie eindeutige Risikolimite zur Sicherstellung der Risikotragfähigkeit des EWE-Konzerns definiert. Den Bestand des EWE-Konzerns gefährdende Risiken dürfen grundsätzlich nicht bewusst eingegangen werden.

Ein regelmäßiges Berichtswesen an die Entscheidungs- und Aufsichtsgremien sorgt für hohe Transparenz hinsichtlich des aktuellen Risikoprofils und der Wirksamkeit des IKS sowie für die kontinuierliche Überwachung der risikopolitischen Vorgaben im EWE-Konzern.

Ausgehend vom ES95 lassen sich die Risiken in die folgenden Schadenstufen einordnen:

Schadenstufe in Mio. Euro
gering <10
moderat 10 - 40
mittelschwer 40 - 100
hoch 100 - 250
kastastrophl > 250

Finanzwirtschaftliche und operative Risiken

Aus den operativen Geschäftsaktivitäten der EWE Go GmbH ergeben sich insbesondere Risiken bei der Beschaffung von Ladeinfrastruktur und Transformatoren. Die Lieferzeiten für technische Hardwarekomponenten, insbesondere für die Netztechnik ist auch im Jahr 2023 weiterhin sehr lang. Für Transformatoren beträgt die Lieferzeit über 50 Wochen. Dieses Risiko ist in den Verträgen mit den Standortpartnern addresiert. EWE Go kann alle eingegangenen Liefer- und Aufbauverpflichtungen halten.

Die Strompreise haben sich ggü. dem Vorjahr auf einem niedrigeren Preisniveau stabilisiert. EWE Go begegnet Marktpreisrisiken an den Energiemärkten mit einer definierten Strombeschaffungsstrategie und dem Abschluss von fixpreisigen Beschaffungsverträgen. Gleichzeitig wird regelmäßig geprüft, ob sich aufgrund veränderter Strombeschaffungspreisen ein Anpassungsbedarf bei den Vertriebspreisen ergeben.

Ein zweites Marktpreisrisiko betrifft die von der EWE Go produzierten Treibhausgasquoten. Diese werden an Quotenverpflichtete, wie z. B. Mineralölkonzerne und Händler verkauft. Der Markt für Treibhausgasquoten ist ein illiquider Markt, in dem 2023 ein starker Preisverfall für Treibhausgasquoten zu beobachten war. EWE Go hat in 2023 eine Vermartkungsstrategie für Treibhausgasquoten erarbeiten, um das Preisänderungsrisiko zu adressieren.

Rechtliche Risiken

Grundsätzlich bewegt EWE Go GmbH sich in einem komplexen rechtlichen und regulatorischen Umfeld. In diesem Umfeld bringt sich EWE Go durch aktive Verbands- und Greminarbeit in die politische und rechtliche Diskussion ein. Rechtliche Risiken stuft EWE Go weiterhin als "gering" ein.

Chancen

Die Rahmenbedingungen für den Markthochlauf und der Entwicklung der Elektromobilität wird weiterhin durch die Energiewende bzw. der Verkehrswende entscheidend beeinflusst. Die Förderungen der Bundesregierung insbesondere durch Kaufanreize für elektrisch betriebene Fahrzeuge und die Förderung von Ladeinfrastruktur bilden einen entscheidenden Faktor. EWE Go sieht hier die Chance das der Markt sich weiterhin sehr dynamisch entwickelt und die Anzahl der Fahrzeuge deutlich ansteigt. Diese langfristigen Markteinschätzung ändert sich auch durch das Auslaufen bzw. die Rücknahme der Förderprogramme nicht, da die Automobilhersteller den elektrischen Antrieb als Zukunftstechnologie im PKW-Segment entwicklen. Dies zeigen die Ankündigungen der Automobilhersteller zur ihrer zukünftigen Produktpalette.

EWE Go GmbH sieht sich im EWE Konzernverbund mit ihren auf die Energiebeschaffung und IT spezialisierten Schwestergesellschaften besonders gut für künftige Anforderungen aufgestellt.

Zusammenfassende Beurteilung der Risikosituation

Im Jahr 2023 sind weder Einzelrisiken identifiziert und bewertet, aus denen eine Bestandsgefährdung für EWE Go hervorgeht. Mit Ausnahme des Marktpreisrisikos für Treibhausgasquoten sind sämtliche identifizierte Risiken in der Schadenstufe gering einzuordnen. Das Preisrisiko für die Treibhausgasquoten liegt im moderaten Bereich. Auch die Gesamtheit sämtlicher identifizerter Risiken ist nicht als bestandsgefährdend zu bewerten. Das integrierte Risikomanagement von EWE GO ist im konzerweiten Risikomanagementprozess integriert. Die Überwachung der Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikofrüherkennungssystems sowie dessen Erfüllung gesetzlicher Anforderungen wird jährlich durch entsprechende Konzerneinheiten geprüft.

Bericht zum internen Kontroll- und Risikomanagementsystem in Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess

Das Interne Kontrollsystem (IKS) der EWE Go GmbH besteht aus systematisch gestalteten organisatorischen und technischen Maßnahmen und Kontrollen, die die Sicherheit und Einhaltung der rechnungslegungsrelevanten Daten und IT-Systeme gewährleisten sollen. In wesentlichen Teilbereichen arbeitet die EWE Go GmbH mit einer branchenüblichen Softwarelösung, die im Wesentlichen über eine automatische oder teilautomatische Schnittstelle mit Vor- und Folgesystemen verbunden ist.

Die Buchführung und bestimmte Verarbeitungsprozesse, wie die Personalabrechnung, erfolgen durch die EWE AG, wobei Funktionstrennungen, systematische Berechtigungskonzepte in der Datenverarbeitung sowie bauliche und softwaretechnische Zutrittskontrollen implementiert sind. Die Bearbeitung erfolgt nach einheitlichen Qualitätsstandards. Beschreibungen zur Ablauforganisation auf Basis eines strukturierten Abschlusserstellungsterminplans, Prozessbeschreibungen für wesentliche rechnungslegungsrelevante Abläufe und Maßnahmen zum Schutz der materiellen und immateriellen Vermögenswerte des Unternehmens, sowie schriftliche Weisungen zur Sicherheit, Geheimhaltung von Betriebsgeheimnissen, Kommunikation mit der Öffentlichkeit und Presse und Verfahrensbeschreibungen sollen systematisch die Wirksamkeit des internen Kontrollsystems sicherstellen.

Komplexe Bilanzierungs- und Bewertungssachverhalte werden in Einzelfällen unter zur Hilfenahme externer Expertise gewürdigt. Insbesondere das im Rahmen der Entgeltumwandlung beim EWE Treuhandverein e.V., Oldenburg, angelegte Vermögen wird durch externe Gutachter berechnet, wobei die grundsätzlichen Annahmen durch die EWE AG bestimmt werden.

Eine stichprobenartige Überprüfung des IKS erfolgt durch die Interne Revision. Die Interne Revision prüft und berichtet auf Grundlage mit der Geschäftsführung abgestimmter risikoorientierter Prüfungspläne. Darüber hinaus besteht ein turnusmäßiges Berichtswesen an den Aufsichtsrat der EWE AG zur Überwachung der Funktionsfähigkeit des eingerichteten IKS.

Prognosebericht

Branchenspezifische künftige Rahmenbedingungen

Es wird Hauptaufgabe der EWE Go sein, sich auf die Herausforderungen der Zukunft, die durch gesetzliche, politische und insbesondere sehr dynamische branchenspezifische Entwicklungen getrieben sind, einzustellen.

Für das Geschäftsjahr 2024 wird ein Ergebnis vor Ergebnisabführung von -18,1 Mio. Euro erwartet. Hierbei wird von Umsatzerlösen in Höhe von 71,7 Mio. Euro ausgegangen.

Das Wachstum des elektrischen Fahrzeugbestandes wird sich im Vergleich zu den Vorjahren aufgrund von geringeren Neuzulassungen im Vergleich zum Vorjahr abschwächen. Dies erfolgt analog zu dem gesamten Neuzulassungen vor dem Hintergrund der gesamtwirtschaftlichen Lage. Zusätzlich wirkt auf Neuzulassungen der elektrischen Fahrzeuge die reduzierte Förderungen. Trotzdem steigt der elektrische Fahrzeugbestand weiter an, so dass der Stromabsatz steigen wird. Vor dem Hintergrund der langen Liefer- und Umsetzungszeiten neuer Standorte wird nicht davon ausgegangen, dass es im Jahr 2024 zu einem Überangebot an Ladeinfrastruktur kommt.

Die Gesellschaft plant weiterhin Investitionen in den Ausbau öffentlicher Ladeinfrastruktur. Die Personalausstattung wird mit Blick auf Funktionen und Aufgaben der Gesellschaft in angemessener Weise entwickelt.

EWE Go erwartet ein negatives handelsrechtliches Ergebnis vor Ergebnisabführung , welches auf dem Niveau von 2023 liegt. Nach Ergebnisabführung ist das handelsrechtliche Jahresergebnis null. Aktuell sind keine Sondereinflüsse absehbar.

Das Bilanzbild wird aktivisch entsprechend durch einen Anstieg des Sachanlagevermögens geprägt sein. Die Passivseite der Bilanz wird durch die Finanzierung der Investitionen korrespondierend ansteigen.

Mit Blick auf den bestehenden Ergebnisabführungsvertrag mit der EWE AG und deren Bonität und Finanzkraft ist der Fortbestand der Gesellschaft gesichert. Gleiches gilt für die Liquidität aufgrund der bestehenden Einbindung in das Cashpooling-System der EWE AG.

 

Oldenburg, den 18. März 2024

Die Geschäftsführung

Ilker Akkaya, Geschäftsführer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der EWE Go GmbH, Oldenburg

Aktiva

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Anlagevermögen
Immaterielle Vermögensgegenstände 0,4 1,4
Sachanlagen 79,5 43,1
Finanzanlagen 3,0 0,0
82,9 44,5
Umlaufvermögen
Vorräte 5,7 1,2
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 25,7 22,6
Flüssige Mittel 3,0 1,6
34,4 25,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,0
117,6 69,9

Passiva

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Eigenkapital
Kapitalrücklage 13,2 13,2
13,2 13,2
Rückstellungen
Sonstige Rückstellungen 4,0 4,0
4,0 4,0
Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,7 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 97,2 51,5
Sonstige Verbindlichkeiten 0,2 0,8
100,1 52,4
Rechnungsabgrenzungsposten 0,3 0,3
117,6 69,9

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

der EWE Go GmbH, Oldenburg

in Mio. Euro 2023 2022
Umsatzerlöse 37,0 19,9
Bestandsveränderungen -0,3 -0,3
Sonstige betriebliche Erträge 0,6 0,1
Materialaufwand -26,6 -15,9
Personalaufwand -8,3 -7,2
Abschreibungen -5,4 -3,2
Sonstige betriebliche Aufwendungen -10,0 -9,5
Zinsaufwendungen -2,6 -0,2
Ergebnis nach Steuern -15,6 -16,3
Aufgrund eines Gewinnabführungsvertrages abgeführte Gewinne / ausgeglichene Verluste 15,6 16,3
Jahresüberschuss 0,0 0,0

Anhang 2023

der EWE Go GmbH, Oldenburg

Allgemeine Angaben

Die EWE Go GmbH, Oldenburg, ist eine Tochtergesellschaft der EWE Aktiengesellschaft (EWE AG), Oldenburg, die als Obergesellschaft den EWE-Konzern führt. Die EWE Go GmbH ist im Handelsregister des Amtsgerichts Oldenburg unter der Nummer HRB 204287 eingetragen. Die EWE Go GmbH ist gemäß § 267 HGB eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Das Geschäftsjahr umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines jeden Jahres.

Der Jahresabschluss der EWE Go GmbH, Oldenburg, wird nach den Vorschriften der § 242 ff. HGB und § 264 ff. HGB sowie den einschlägigen Vorschriften des GmbHG und des EnWG aufgestellt, die Gliederung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt nach § 275 Abs. 2 HGB.

Gegenstand der Gesellschaft sind sämtliche Aktivitäten im Bereich Mobilität. Darin enthalten sind Entwicklung, Vermarktung, Installation, Wartung, Finanzierung und Betrieb von Infrastruktur sowie Dienstleistungen, (digitale) Mobilitätslösungen, Produkte und Produktbündel. Dabei können diese maßgebliche Bestandteile aus anderen Segmenten aufweisen. Darunter fallen IT und Telekommunikationsbestandteile, Erzeugung, Beschaffung, Speicherung und Lieferung von Energie und alle weiteren, die den Unternehmensgegenstand unterstützen.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, werden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten und davon-Vermerke an dieser Stelle gemacht. Aus gleichem Grund werden einzelne Posten der Bilanz sowie Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst und daher gesondert im Anhang aufgegliedert und erläutert.

Einige Werte im Jahresabschluss wurden aus Übersichtlichkeitsgründen gerundet.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Vorjahr angewandten Bewertungsgrundsätze werden, soweit nicht gesondert erwähnt, unverändert weitergeführt.

Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden mit ihren Herstellungskosten bewertet und zeitanteilig entsprechend ihrer Nutzungsdauer abgeschrieben. Entgeltlich von Dritten erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Werte einzelner immaterieller Vermögensgegenstände des Anlagevermögens ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Die Sachanlagen sind mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, bilanziert. In die Herstellungskosten sind die unmittelbar zuzurechnenden Einzelkosten, angemessene Teile der Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie der durch die Fertigung veranlasste Werteverzehr des Anlagevermögens einbezogen. Soweit durch die wirtschaftliche Nutzung eines übernommenen Vermögensgegenstandes geboten, wird das Sachanlagevermögen linear abgeschrieben; dabei werden, soweit nicht anlagenspezifischen Besonderheiten Rechnung zu tragen ist, die branchenüblichen Nutzungsdauern zugrunde gelegt. Bei Zugängen des Geschäftsjahres wird die lineare Abschreibung angewandt. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Fremdkapitalzinsen wurden nicht aktiviert.

Für Geringwertige Anlagegüter macht die EWE Go GmbH von der Möglichkeit einer Poolabschreibung Gebrauch. Geringwertige Anlagegüter mit einem Anschaffungswert bis 250,00 € werden im Anschaffungsjahr voll abgeschrieben. Anlagegüter mit Anschaffungskosten zwischen 251,00 € und 1.000,00 € werden in einem Sammelposten zusammengefasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben.

Das Finanzanlagevermögen steht mit den Anschaffungswerten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten zu Buche. Auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauerhafter Wertminderung Abschreibungen auf den niedrigeren Wert, der ihnen am Abschlussstichtag beizulegen ist, vorgenommen. Ein niedrigerer Wertansatz wird nicht beibehalten, wenn die Gründe dafür nicht mehr bestehen.

Das Vorratsvermögen ist zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt. Es werden Abschreibungen vorgenommen, sofern sich ein niedriger Marktpreis zum Abschlussstichtag ergibt.

Die Forderungen, Sonstigen Vermögensgegenstände und geleisteten Anzahlungen werden mit ihren Nennwerten bzw. niedrigeren beizulegenden Werten bilanziert. Erkennbare Risiken werden durch Einzelwertberichtigungen in ausreichendem Maße berücksichtigt.

Flüssige Mittel werden zu Nennwerten angesetzt.

Die Pensionsverpflichtungen gegenüber Pensionären und aus Anwartschaften sind nach den anerkannten versicherungsmathematischen Grundsätzen mittels der Projected Unit Credit Method (laufendes Einmalprämienverfahren) auf Basis der Richttafeln Heubeck 2018 G bewertet. Im Berichtsjahr wird ein von der Deutschen Bundesbank vorgegebener durchschnittlicher Marktzinssatz (10-Jahresdurchschnitt) von 1,82 Prozent p.a. (Vorjahr: 1,78 Prozent p.a.) bei einer Restlaufzeit von 15 Jahren (§ 253 Abs. 2 HGB) bei der Bewertung zugrunde gelegt. Einkommenssteigerungen sind mit einem Prozentsatz von 2,5 Prozent p.a. (Vorjahr: 2,5 Prozent p.a.) eingerechnet. Ebenso unverändert zum Vorjahr wurden Rentenanpassungen für Pensionsfondsleistungen in Höhe von 1,0 Prozent p.a. sowie Anpassungen nach Verbraucherpreisindex in Höhe von 2,25 Prozent p.a. (4,0 Prozent p.a. bei entsprechender Mindestanpassung) berücksichtigt. Es wurde eine Fluktuation bei der Bewertung von etwa 1,0 % p.a. (Vorjahr: 1,0 % p.a.) unterstellt. Neben den Verpflichtungen aus laufenden Pensionen und den am Bilanzstichtag bestehenden Anwartschaften sind auch Verpflichtungen für Deputate im Ansatz enthalten.

Der Unterschiedsbetrag nach § 253 Abs. 6 S.1 HGB zwischen dem Ansatz der Rückstellung für Altersversorgungsverpflichtungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen zehn Geschäftsjahren und dem Ansatz der Rückstellungen nach Maßgabe des entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatzes aus den vergangenen sieben Geschäftsjahren beträgt 0,0 Mio. Euro.

Die arbeitgeberfinanzierte betriebliche Altersversorgung für Mitarbeiter, deren Arbeitsverhältnis nach dem 31. August 2007 begonnen hat, wird über den EWE-Treuhandverein finanziert. Dabei führt die EWE Go GmbH die erforderlichen Mittel zur Finanzierung der Altersversorgung im Rahmen eines Contractual Trust Arrangement (CTA) einem Treuhandvermögen zu, welches vom EWE-Treuhandverein verwaltet wird. Die angelegten Vermögensgegenstände dienen ausschließlich der Erfüllung der Verpflichtungen und sind dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen. Sie wurden mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den korrespondierenden Pensionsverpflichtungen verrechnet. Bei den Vermögensgegenständen handelt es sich im Wesentlichen um Zielfonds, deren ertrags- und risikoreicher Aktienanteil sich mit näherndem Rentenbeginn zugunsten sicherheitsorientierter Anlagen wie Anleihen und Geldmarktanlagen verringert. Übersteigt zum Ende des Geschäftsjahres der Barwert der Garantieleistung den Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände, entspricht der Erfüllungsbetrag diesem Barwert. Es wird eine Pensionsrückstellung ausgewiesen, soweit der Erfüllungsbetrag den Zeitwert der zu verrechnenden Vermögensgegenstände übersteigt.

Die Sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken, ungewissen Verpflichtungen sowie drohende Verluste aus schwebenden Geschäften und sind mit dem nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei Restlaufzeiten von mehr als einem Jahr werden Rückstellungen mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst.

Die Gesellschaft hat Bewertungseinheiten zur Abbildung ökonomischer Sicherungsbeziehungen gebildet. Sie sichert den geplanten Stromabsatz an der eigenen Ladeinfrastruktur mit einem Stromeinkaufsvertrag ab. Die EWE Go GmbH wendet die Einfrierungsmethode an.

Die Verbindlichkeiten sind mit ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Rechnungsabgrenzungsposten (ARAP/PRAP) beinhalten Ein- bzw. Auszahlungen des aktuellen Geschäftsjahres für Leistungen, die erst nach dem Bilanzstichtag entstehen.

Währungsumrechnung

Auf fremde Währung lautende Vermögensgegenstände und Verbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem Devisenkassamittelkurs zum Abschlussstichtag umgerechnet.

Latente Steuern

Aufgrund der bestehenden Organschaft fallen tatsächliche und latente Steuern nur auf Ebene des Organträgers an.

Erläuterungen zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Entwicklung des Anlagevermögens der EWE Go GmbH

Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.949.838
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 740.591
2.690.429
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 52.626 52.626
Technische Anlagen und Maschinen 32.426.882 23.462.303 389.564
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.975
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 16.085.792 17.503.956
49.109.275 40.966.259 442.190
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.446.802
Beteiligungen 562.500
3.009.302
Gesamt 51.799.704 43.975.561 442.190
Umbuchungen Anschaffungs- und Herstellungskosten zum 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 1.949.838
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 740.591
2.690.429
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 0
Technische Anlagen und Maschinen 4.998.241 60.497.862
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 543.975
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 4.998.241,44 28.591.507
89.633.344
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.446.802
Beteiligungen 562.500
3.009.302
Gesamt 95.333.075
Abschreibungen zum 01.01.2023 Zugänge Abgänge Umbuchungen Abschreibungen zum 31.12.2023
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 551.920 1.037.911 1.589.831
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 738.775 1.509 740.284
1.290.695 1.039.420 2.330.115
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 6.379 532 6.910 0
Technische Anlagen und Maschinen 5.465.387 4.331.911 237.448 9.559.849
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 488.738 11.031 499.769
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau
5.960.504 4.343.474 244.359 10.059.619
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen
Beteiligungen
Gesamt 7.251.199,00 5.382.894 244.359 12.389.734
Buchwerte 31.12.2023 Buchwerte 31.12.2022
Immaterielle Vermögensgegenstände
Selbst geschaffene gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte 360.007 1.397.918
Entgeltlich erworbene Konzessionen und ähnliche Rechte 307 1.817
360.314 1.399.735
Sachanlagen
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücke 0 46.247
Technische Anlagen und Maschinen 50.938.012 26.961.495
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 44.206 55.237
Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 28.591.507 16.085.792
79.573.725 43.148.771
Finanzanlagen
Anteile an verbundenen Unternehmen 2.446.802
Beteiligungen 562.500
3.009.302
Gesamt 82.943.340 44.548.506

2. Wesentliche Beteiligungen

in Tsd. Euro Name und Sitz der Gesellschaft Anteil in % 31.12.2023 Eigenkapital Jahresergebnis
Verbundene Unternehmen
Digitalprojekt 4 GmbH, Berlin 100,0 278 +218 1)
Beteiligungen
EWE Go HOCHTIEF Ladepartner GmbH & Co. KG, Oldenburg 50,0 833 -167 1)
EWE Go HOCHTIEF Ladepartner Errichtungs-ARGE GbR, Oldenburg 50,0 100 -58 1)
EWE Go HOCHTIEF Ladepartner Betriebsgesellschaft mbH & Co. KG, Oldenburg 50,0 42 -8 1)

1) Vorläufiges Jahresergebnis 2023

3. Vorräte

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Fertige Erzeugnisse und Waren 5,7 0,9
Unfertige Erzeugnisse, Unfertige Leistungen 0,3
Gesamt 5,7 1,2

Die EWE Go GmbH besitzt wie im Vorjahr physische Vorräte für Ladeinfrastruktur.

4. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

in Mio. Euro 31.12.2023 davon RLZ *) über 1 Jahr 31.12.2022 davon RLZ *) über 1 Jahr
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 8,0 4,6
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 17,3 17,3
Sonstige Vermögensgegenstände 0,4 0,7
Gesamt 25,7 22,6

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten fast ausschließlich Forderungen aus Verlustübernahme (15,6 Mio. Euro, Vorjahr: 16,3 Mio. Euro). Darüber hinaus bestehen in Höhe von 1,6 Mio. Euro Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen verbundene Unternehmen (Vorjahr: 1,0 Mio. Euro). Im Berichtsjahr bestehen Forderungen gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: 16,3 Mio. Euro)

Die Sonstigen Vermögensgegenstände beinhalten im Wesentlichen debitorische Kreditoren.

5. Flüssige Mittel

Die Gesellschaft finanziert sich über das Cashpooling aufgrund einer mit der EWE AG geschlossenen Cashpooling Vereinbarung. Die daraus resultierenden Werte werden zum Stichtag entweder in den Forderungen gegen verbundene Unternehmen oder in den Verbindlichkeiten gegenüber verbundene Unternehmen ausgewiesen. Unter den Flüssigen Mitteln sind laufende Guthaben bei verschiedenen Zahlungsdienstleistern ausgewiesen.

6. Gezeichnetes Kapital

Das Stammkapital der EWE Go GmbH beträgt 25.000 €.

7. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage beträgt 13,2 Mio. Euro.

8. Rückstellungen und Finanzinstrumente

in Mio. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Sonstige Rückstellungen 4,0 4,0
Gesamt 4,0 4,0

Die Sonstigen Rückstellungen betreffen neben sonstigen Verpflichtungen (3,2 Mio. Euro, Vorjahr: 2,9 Mio. Euro), davon Rückstellungen für ausstehende Rechnungen (2,6 Mio. Euro, Vorjahr: 2,5 Mio. Euro), Verpflichtungen im Personalbereich aus Überstunden und Tantiemen (0,8 Mio. Euro, Vorjahr: 1,1 Mio. Euro).

Im Zusammenhang mit der Entgeltumwandlung wurden Erfüllungsbeträge und Zeitwerte des beim EWE Treuhandverein e.V., Oldenburg, angelegten Vermögens in Höhe von 0,3 Mio. Euro gemäß § 246 Abs. 2 S. 2 HGB saldiert ausgewiesen.

Der in der nachstehenden Tabelle genannte beizulegende Zeitwert des beim EWE Treuhandverein e.V., Oldenburg angelegten Vermögens wurde aus den Börsenkursen des Fondsvermögens am Abschlussstichtag abgeleitet.

Anschaffungskosten Zeitwert Erfüllungsbetrag
in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022 31.12.2023 31.12.2022
Fondsgebundene Direktzusage 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Entgeltumwandlung 152,4 186,5 278,8 197,2 278,8 197,2
Langzeitkonto 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0 0,0
Fondsvermögen des EWE Treuhandvereins 152,4 186,5 278,8 197,2 278,8 197,2

Die aus dem Deckungsvermögen resultierenden Erträge, die Veränderungen des Zeitwerts sowie die Verrechnung mit den Dienst- und Zinsaufwendungen der korrespondierenden Erfüllungsbeträge der Pensionsrückstellungen stellen sich wie folgt dar:

in Tsd. Euro 31.12.2023 31.12.2022
Nettoergebnis aus dem CTA-Vermögen 115,8 -44,7
Veränderung der korrespondierenden Pensionsrückstellung 0,0 0,0
Saldo aus der Verrechnung von Aufwendungen und Erträgen 115,8 -44,7

Es werden erwartete Stromabsätze für die Jahre 2024 und 2025 an der eigenen Ladeinfrastruktur in Höhe von 75,8 GWh mit einem entsprechenden Stromliefervertrag (Nominalwert von 11,3 Mio. Euro) abgesichert.

Hierdurch sichert die Gesellschaft ihre Marge bei Verkauf zu den avisierten Preisen. Die Wertänderungen in Grundgeschäft und Sicherungsgeschäft gleichen sich hierbei permant durch Ladung und Lieferung aus. Grundlage für das Hedging bildet eine Monatsplanung. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung resultiert aus dem identischen Underlying und der Mengenidentität zwischen Planabsatz und monatlicher Preisfixierung (critical term match).

Die mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen betreffen die geplanten Stromabsätze an der eigenen Ladeinfrastruktur.

In Fällen, in denen eine vollständige Kompensation der Wertänderungen nicht gegeben ist, bildet die EWE Go GmbH für den ineffektiven Teil imparitätisch aufwandswirksame Rückstellungen aus Bewertungseinheiten. Dies ist im Geschäftsjahr nicht der Fall.

9. Verbindlichkeiten

in Mio. Euro 31.12.2023 RLZ *) bis zu 1 Jahr RLZ *) über 1 Jahr davon RLZ *) über 5 Jahre 31.12.2022
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2,7 2,7 - - 0,1
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 97,2 97,2 - - 51,5
Sonstige Verbindlichkeiten 0,2 0,2 - - 0,8
davon aus Steuern 0,2 0,2 - - 0,1
Gesamt 100,1 100,1 - - 52,4

*) RLZ = Restlaufzeit

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen aus Cashpooling gegenüber EWE AG (91,6 Mio. Euro, Vorjahr: 48,2 Mio. Euro) sowie aus Lieferungen und Leistungen (5,6 Mio. Euro, Vorjahr: 3,4 Mio. Euro). Im Berichtsjahr bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschafter in Höhe von 91,9 Mio. Euro (Vorjahr: 48,6 Mio. Euro).

10. Rechnungsabgrenzungsposten

Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft Abgrenzungen für bereits erhaltene Zahlungen für Leistungen in Zusammenhang mit Ladeinfrastrukturleistungen.

11. Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen

Es bestehen Verpflichtungen aus Leasingverträgen mit einem Betrag in Höhe von 11,8 Mio. Euro. Der Abschluss von Leasingverträgen dient der Verringerung der Kapitalbindung.

Das Bestellobligo für Investitionsvorhaben zum Stichtag beträgt 22,5 Mio. Euro.

Gegenüber der Konzernmutter bestehen für 2023 finanzielle Verpflichtungen in Höhe von 4,6 Mio. Euro vorrangig aus Dienstleistungs- und Mietverhältnissen.

Die übrigen sonstigen finanziellen Verpflichtungen liegen im Rahmen des üblichen Geschäftsverkehrs.

Der Gesamtbetrag der finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 38,9 Mio. Euro (davon 5,0 Mio. Euro gegenüber verbundenen Unternehmen).

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

12. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse setzen sich im Wesentlichen aus den Umsatzerlösen aus Ladevorgängen an öffentlicher Ladeinfrastruktur (26,8 Mio. Euro), den Umsatzerlösen aus Verkäufen von Ladeinfrastruktur (6,0 Mio. Euro) sowie aus Umsatzerlösen aus den Ladeservices (3,5 Mio. EUR) zusammen. Die Sonstigen Umsatzerlöse betragen 0,7 Mio. Euro.

13. Sonstige betriebliche Erträge

Die Sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen.

14. Materialaufwand

in Mio. Euro 2023 2022
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 19,2 12,3
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7,4 3,6
Gesamt 26,6 15,9

15. Personalaufwand

in Mio. Euro 2023 2022
Löhne und Gehälter 7,1 6,1
davon soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1,2 1,1
Gesamt 8,3 7,2

16. Abschreibungen

Dieser Posten enthält planmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen in Höhe von 4,3 Mio. Euro (Vorjahr: 2,6 Mio. Euro). Außerplanmäßige Abschreibungen auf Immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen betragen 1,1 Mio. Euro (Vorjahr: 0,6 Mio. Euro).

17. Zinsaufwendungen

Der Posten "Zinsen und ähnliche Aufwendungen" beinhaltet Zinsen an die EWE AG in Höhe von 2,6 Mio. Euro (Vorjahr: 0,2 Mio. Euro).

18. Ergebnisabführung

Zwischen der EWE Go GmbH und der EWE AG besteht ein Ergebnisabführungsvertrag. Der von der EWE AG zu übernehmende Verlust der EWE Go GmbH beträgt 15,6 Mio. Euro (Vorjahr: 16,3 Mio. Euro).

19. Honorar des Abschlussprüfers

Für die Angabe des vom Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2023 berechneten Gesamthonorars verweisen wir auf den Anhang im Konzernabschluss der EWE AG, in den die EWE Go GmbH als Tochterunternehmen einbezogen ist.

20. Beziehungen zu den Gesellschaftern

Die EWE AG (HRB 33), Oldenburg, ist zum 31. Dezember 2023 alleinige Gesellschafterin der EWE Go GmbH. Die EWE Go GmbH wird in den nach internationalen Rechnungslegungsstandards (IFRS) aufgestellten Konzernabschluss der EWE AG, die den Konzernabschluss für den kleinsten Kreis von Unternehmen aufstellt sowie in den Konzernabschluss der Ems-Weser-Elbe Versorgungs- und Entsorgungsverband Beteiligungsgesellschaft mbH (HRB 201794), Oldenburg, die den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, einbezogen. Die Konzernabschlüsse werden im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften im Bundesanzeiger veröffentlicht.

21. Angaben zu den Organen

Geschäftsführung

 

Herr Ilker Akkaya, Oldenburg

Auf die Angabe der Gesamtbezüge der Geschäftsführer wird mit Hinweis auf § 286 Abs. 4 HGB abgesehen.

22. Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter betrug im Jahresdurchschnitt:

2023 2022
Vollbeschäftigte 89 81
Teilzeitbeschäftigte und Aushilfen 31 32
120 113

Unter den Vollbeschäftigten und Teilzeitbeschäftigten werden auch befristete Arbeitsverhältnisse ausgewiesen.

23. Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen nach § 6b Abs. 2 EnWG

EWE Go GmbH bezog von verbundenen Unternehmen Lieferungen und Leistungen in Höhe von 17,8 Mio. Euro. Die Aufwendungen betreffen hauptsächlich Konzerndienstleistungen, vor allem IT, sowie Mietaufwendungen und Konzernumlagen, welche im Geschäftsjahr im Wesentlichen von der Konzernmutter EWE AG bezogen wurden (4,6 Mio. Euro). Aufwendungen für elektrische Energie, die von der EWE VERTRIEB GmbH bezogen wurde, liegen bei 10,6 Mio. Euro.

Für die weitere Schwestergesellschaften werden diverse Dienstleistungen im Bereich Elektromobilität erbracht.

24. Angaben zu nicht in der Bilanz enthaltenen Geschäften

Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte, deren Art, Zweck, Risiken und Vorteile für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen nicht vor.

25. Wesentliche nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind, lagen nicht vor.

26. Nachtragsbericht

Vorgänge von besonderer Bedeutung, die wesentliche finanzielle Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.

 

Oldenburg, den 18. März 2024

Ilker Akkaya

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die EWE Go GmbH, Oldenburg

VERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES JAHRESABSCHLUSSES UND DES LAGEBERICHTS

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der EWE Go GmbH, Oldenburg, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der EWE Go GmbH für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Eeignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGEN

Vermerk über die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Prüfungsurteil

Wir haben geprüft, ob die Gesellschaft ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 eingehalten hat.

Nach unserer Beurteilung wurden die Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Führung getrennter Konten in Übereinstimmung mit § 6b Abs. 5 EnWG unter Beachtung des IDW Prüfungsstandards: Prüfung nach § 6b Energiewirtschaftsgesetz (IDW PS 610 n.F. (07.2021)) durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG" weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir wenden als Wirtschaftsprüfungsgesellschaft die Anforderungen des IDW Qualitätsmanagementstandards: Anforderungen an das Qualitätsmanagement in der Wirtschaftsprüferpraxis (IDW QMS 1 (09.2022)) an. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für die Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig erachtet haben, um die Pflichten zur Führung getrennter Konten einzuhalten.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung der Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob die gesetzlichen Vertreter ihre Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten in allen wesentlichen Belangen eingehalten haben.

Ferner umfasst unsere Zielsetzung, einen Vermerk in den Bestätigungsvermerk aufzunehmen, der unser Prüfungsurteil zur Einhaltung der Rechnungslegungspflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG beinhaltet.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 5 EnWG zur Führung getrennter Konten umfasst die Beurteilung, ob die Zuordnung der Konten zu den Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 Sätze 1 bis 4 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt ist und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde.

 

Bremen, den 8. Mai 2024

PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Carsten Engelhardt, Wirtschaftsprüfer

ppa. Thomas Angele, Wirtschaftsprüfer

Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2023 wurde am 27. September 2024 festgestellt.

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