Beteiligungsgesellschaften
VITALIA GmbH
Müller-zu-Bruck-Straße 3, 83052 Bruckmühl, DEUStammdaten
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Finanzübersicht
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Historie
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Management
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Sandra Kwapil seit 9.1.2024 | Prokura |
Florian Walter Bauer seit 9.1.2024 | Prokura |
Florian Lindner seit 5.12.2023 | Geschäftsführer |
Wirtschaftlich Berechtigte
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
Identifizierte Personen (2)
| Name | Anteil |
|---|---|
| 50.00% | |
| 50.00% |
Gesellschafter
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Beteiligungen
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| 25.00% |
Bilanzkonten
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustrechnung
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Konzern- und Jahresabschlüsse
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
VITALIA GmbHBruckmühlJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023Lagebericht für das Jahr 2023Grundlagen des Unternehmens Die Marke VITALIA ist bereits seit den 1960er Jahren ein fest etablierter Name im Reformwarenmarkt. Die Gesellschaft betreibt mit 87 Filialen die umsatzstärkste Reformhaus-Ladenkette Deutschlands. VITALIA steht für Gesundheit, Schönheit, Wohlbefinden und stellt deshalb hohe Anforderungen an das Sortiment und die Beratungskompetenz der eigenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zum Produktsortiment gehören Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, diätetische Lebensmittel, Körperpflege Produkte, Naturkosmetika sowie Naturarzneimittel. Im Vordergrund stehen dabei die Ideale der sogenannten Lebensreform mit dem Streben nach einer naturnahen gesunden Lebensweise, ökologischer Landbau, Vegetarismus und Naturheilverfahren. Seit 1. Februar 2010 befindet sich das Unternehmen im Besitz der Herren Otto und Peter Greither und wird als VITALIA GmbH mit Sitz in Bruckmühl geführt. Das Unternehmen tätigt keine Forschungsarbeit und Produktentwicklung in geringem Maße. Die VITALIA ist Genossenschaftsmitglied der Reformhaus e.G. und Mitgesellschafter der ReformAlliance GmbH mit Sitz in Düsseldorf. Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland kam im Jahr 2023, im nach wie vor krisengeprägten Umfeld ins Stocken. Die trotz der jüngsten Rückgänge kaum veränderten hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen dämpften die Konjunktur. Hinzu kamen ungünstige Finanzierungsbedingungen durch steigende Zinsen und eine geringere Nachfrage aus dem In- und Ausland. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im Jahr 2023 nach Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um -0,3 % gegenüber dem Vorjahr gesunken. Damit setzte sich die Erholung der deutschen Wirtschaft vom tiefen Einbruch im Corona-Jahr 2020 nicht weiter fort. Der private Konsum nahm im Jahr 2023 preisbereinigt um -0,8 % gegenüber dem Vorjahr ab und entfernte sich damit wieder vom Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-1,5 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Insgesamt lagen die Verbraucherpreise im Durchschnitt des Jahres 2023 um +5,9 % über denen des Vorjahres. Die am Verbraucherpreisindex gemessene Inflationsrate ist damit gegenüber dem Vorjahr (6,9%) leicht zurückgegangen. Reformwaren-Markt, Bio-Gesamtmarkt und Bio-Fachhandel Die Reformhäuser haben 2023 den Umsatz von 730 auf 736 Millionen Euro gesteigert. Insbesondere der Verkauf von Nahrungsergänzungsmitteln und medizinischen Produkten führte zu einem Umsatzplus von 0,85 % gegenüber dem Vorjahr. Das Geschäft mit Nahrungsergänzungsmitteln und medizinischen Produkten hat den Reformhäusern in Deutschland im Jahr 2023 zu einem Umsatzplus verholfen. Der Absatz in diesem Sortimentsbereich erhöhte sich um 4,2 %. Auch das Segment Kosmetik und Körperpflege verbuchte ein Plus von 2,3 %. Im Teilsegment Lebensmittel ging der Umsatz 2023 derweil um 2,7 % zurück. Dabei sank die Zahl der Fachgeschäfte in Deutschland erneut. Die Zahl der Reformhäuser in Deutschland ging im Vergleich zum Vorjahr zurück und lag 2023 bei 871 Standorten. Die Anzahl der Partner-Reformhäuser in Österreich blieb konstant bei 75. Dass die Reformhäuser trotz einer geringeren Anzahl an Geschäften unter dem Strich ein Umsatzplus erreichten, ist auf eine verbesserte Flächenproduktivität zurückzuführen. 2023 stieg der durchschnittliche Umsatz der Reformhäuser demnach je Quadratmeter auf 7.549 Euro, 2022 waren im Schnitt 7.177 Euro erwirtschaftet worden. Die Umsätze mit Bio-Lebensmitteln in Deutschland verzeichneten im Jahr 2023 ein insgesamt erfreuliches Plus. Die Ausgaben der Verbraucherinnen und Verbraucher nahmen um 5 % zu, was zu einem Gesamtumsatz von 16,08 Milliarden Euro führte. Nach einem Rückgang im Jahr 2022 erholte sich der Bio-Markt durch höhere Preise und stabil bleibende Verkaufsmengen. Wie in den Vorjahren spielte der Lebensmitteleinzelhandel für die Umsatzentwicklung eine entscheidende Rolle, insbesondere die Discounter und Drogeriemärkte. Sie verliehen den Bio-Ausgaben einen Schub. Der Lebensmitteleinzelhandel steigerte seine Bio-Umsätze 2023 um 7,2 % auf 10,82 Milliarden Euro, wodurch er einen Anteil von 67 % am Lebensmittelmarkt erreichte. Die Discounter machten dabei rund 40 % aus. Drogeriemärkte lockten Kundinnen und Kunden erfolgreich mit einem breiten Sortiment sowie oftmals günstigen Preisen an. Sie halten inzwischen im Trockensortiment einen Marktanteil von rund einem Viertel. Der Bio-Fachhandel profitiert weniger von dieser positiven Gesamtentwicklung, er konnte seine Umsätze in 2023 halten. Bio-Fachgeschäfte erreichten 2023 einen Marktanteil von 20 % und einen Gesamtumsatz mit Lebensmitteln und Getränken von 3,15 Milliarden Euro. Geschäftsverlauf der Gesellschaft Unser Geschäftsverlauf spiegelt im Wesentlichen die vorgenannte Marktentwicklung wider. Unsere Filialgeschäfte / Reformhäuser mit einer starken Sortimentsausprägung in den Bereichen Naturkosmetik sowie Naturarzneimittel entwickeln sich überwiegend positiv. Unsere Bio-Märkte und Nahversorger-Geschäfte haben hingegen mit einer sinkenden Nachfrage nach hochwertigen Bio-Lebensmitteln aus dem Fachhandel zu kämpfen. Die positive Entwicklung in den beratungsintensiven Sortimentsbereichen zeigt, dass wir auch zukünftig dem Wettbewerb mit einem hohen Maß an Qualität und einer hohen Servicekompetenz begegnen können, wenn wir die hohe Beratungskompetenz unserer Mitarbeiterinnen, Mitarbeiter und Mitarbeitenden erhalten und zukunftssicher gestalten können. Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl hat sich auch auf Grund von Filialschließungen von 595 Angestellten im Vorjahr auf 555 im Geschäftsjahr 2023 reduziert. In 2023 wurden diverse kleinere Modernisierungen und Auffrischungen durchgeführt. Weitere geplante Umbauten und Renovierungen wurden auf Grund der teils nicht möglichen Planbarkeit, der Materialverfügbarkeit und der explodierenden Kosten jedoch aufgeschoben. Insgesamt wurden in 2023 drei unrentable Filialen geschlossen und die Mietflächen zurückgegeben. Zum Bilanzstichtag verfügt die Gesellschaft im Bundesgebiet über ein Filialnetz von 87 Geschäften. Die Steuerung des Unternehmens erfolgt sowohl anhand von finanziellen und nicht finanziellen Leistungsindikatoren. Der mit wichtigste nicht finanzielle Leistungsindikator ist dabei die Zufriedenheit unserer Kundinnen und Kunden. Wir bemessen und bewerten die Kundenzufriedenheit durch Auswertung unseres VITALIA Kundenkarten-Programms sowie der Auswertung von erhaltenen Google-Bewertungen und eingegangen Kundenreklamationen bzw. Dankesschreiben. Hier konnten wir uns im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessern. Neben genannten nicht finanziellen Leistungsindikatoren beruht die Steuerung auch auf folgenden finanziellen Leistungsindikatoren. Die Umsatzerlöse sind gegenüber dem Vorjahr um -1,3 % (T€ -703,9) gesunken. Der Materialaufwand in Relation zum Umsatz hat sich mit -0,8 % im Vergleich zum Vorjahr leicht negativ verändert. Das Rohergebnis ist um T€ -408,1 zurückgegangen. Der Personalaufwand ist um T€ -469,6 gesunken. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Berichtsjahr um T€ -326,9 gesunken. Das Finanzergebnis hat sich in 2023 um T€ -1,1 verschlechtert. Das Finanzergebnis betrifft hauptsächlich Avalprovisionen. Das Jahresergebnis 2023 hat sich um T€ 490,8 auf T€ -521,5 verbessert. Lage der Gesellschaft Die Lage des Unternehmens kann als stabil bezeichnet werden. Unsere Ergebnis-Planungen und Forecasts werden im IST übertroffen. Unter Berücksichtigung der vorherrschenden schwierigen Marktsituation im Einzelhandel schlagen wir uns umsatztechnisch jedoch leider leicht unter den Erwartungen. 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Gesellschaft ist gegenüber dem Vorjahr um T€ -481,7 auf T€ 10.151,7 zurückgegangen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Da die VITALIA GmbH keine Geschäfte in anderen Währungen als dem Euro abwickelt, ist sie keinen Fremdwährungsrisiken ausgesetzt. 2. Finanzlage Unsere Finanzlage ist als stabil zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten mit Skonto zu bezahlen und Forderungen innerhalb der Zahlungsziele zu vereinnahmen. Das Finanzmanagement orientiert sich an dem seit langen Jahren praktizierten Instrument des jederzeit aktualisierten Finanzstatus, mit dessen Hilfe Forderungen und Verbindlichkeiten aller Filialen täglich aktualisiert und termingerecht ausgeglichen werden. Der Eigenkapitalanteil zum Bilanzstichtag 2023 beträgt 65,10 %. Der Anteil der Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme beträgt in 2023 23,8 %. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um insgesamt T€ -112,7 gesunken, die sonstigen Verbindlichkeiten sind um T€ 105 gestiegen. Sämtliche Verbindlichkeiten, allesamt mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr, können stets innerhalb der Zahlungsziele beglichen werden. Unsere Investitionstätigkeiten sind auf Grund der allgemeinen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in diesem Jahr geringer ausgefallen. Für die Zukunft sind weiterhin Ersatz- und Modernisierungsinvestitionen geplant. Für das kommende Jahr ist ein Investitionsvolumen in der Größenordnung von ca. T€ 500 geplant. Die Anlagenintensität beträgt in 2023 16,31 %. Die Liquiditätslage kann im abgelaufenen Geschäftsjahr weiterhin als stabil bezeichnet werden. Die Liquidität 2. Grades konnte in 2023 auf 101,6 % verbessert werden, diese lag im Vorjahr bei 93,6 %. 3. Ertragslage Durch die Schließung unrentabler Filialen konnte insgesamt weniger eingenommen werden, unsere Ertragslage hat sich in den bestehenden Filialen im Geschäftsjahr 2023 stabilisiert. Die gesellschaftlichen Auswirkungen nach Corona, durch den Krieg in der Ukraine, in Verbindung mit der hohen Preissteigerung, und den Aktivitäten des Wettbewerbs führten zu stark veränderten Einkaufsverhalten der Kunden. Die Kunden kaufen preiswerter, weniger und seltener ein, was noch immer zu teils deutlichen Umsatzeinbußen im Bereich der hochwertigen Bio-Lebensmittel führt. In anderen Warengruppenbereichen konnten wir jedoch gute und stetige Zuwächse verzeichnen. Auch erholen sich die Kunden-Frequenzen an vielen Standorten nach und nach. Ehemalige Hochfrequenzstandorte in Stadtzentren, Einkaufscentern und Bahnhöfen sind jedoch noch immer weit von früheren Kundenfrequenzen entfernt. Wir ziehen für unsere interne Unternehmenssteuerung die Kennzahlen Umsatz im Verhältnis zu den Personalkosten und Umsatz je Fläche heran. Die Filialen werden dabei in fünf Kategorien unterteilt und untereinander auch gebietsübergreifend verglichen. Der Indikator Umsatz je Fläche wird dabei pro Quadratmeter Verkaufsfläche berechnet. Die permanente Überwachung dieser Kennzahlen gewinnt bei sich verändernden Markt- und Mitbewerber- Situationen zunehmend an Bedeutung. NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Geschäftsjahres sind nicht eingetreten. PrognoseberichtWesentliche Veränderungen an der aktuellen Geschäftspolitik sind nicht geplant. Durch den wissenschaftlichen und technischen Fortschritt der letzten Jahrzehnte hat sich die Lebensweise und Einstellung der Verbraucher grundlegend modernisiert und geändert. Die neuen Alltagsherausforderungen, die veränderte Wertehaltung und die neuen vielschichtigen Lebensausrichtungen stellen neue Aufgaben an uns, denen wir uns annehmen, unsere Läden modernisieren, das Filial-Netz anpassen, die Filialen zunehmend emotionalisieren sowie unser Produkt- und Dienstleistungssortiment fortlaufend wertvoll ergänzen, anpassen sowie den Online-Bereich ausbauen. Die hohe Inflation und die deutliche Kaufzurückhaltung der Verbraucher werden sich auch weiterhin belastend auf unsere Umsätze auswirken. Der im Vorjahr erwartete Umsatzrückgang auf Grund von Filialschließungen und die prognostizierte Ergebnisverbesserung ist eingetreten. Der Erfolg unserer Unternehmung im Jahr 2024 wird maßgeblich davon abhängig sein, ob sich im Jahresverlauf die Verbraucherstimmung in Deutschland verbessert, die Inflation weiter zurückgeht und die Verbraucher ihre Kaufzurückhaltung ablegen. Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen gehen wir für das Jahr 2024, flächenbereinigt von einer leichten Umsatzsteigerung aus. Ergebnistechnisch werden wir uns in 2024 verbessern können, es ist dennoch von einem negativen Ergebnis auszugehen. Ziel ist es, die Umsätze im Bereich der Lebensmittel zu stabilisieren und im Bereich der Naturkosmetik und Arzneimittel sowie Nahrungsergänzung branchenüblich einstellig leicht zu wachsen. Parallel werden wir weiterhin Einsparungen und Optimierungen vornehmen, das Filialnetz bereinigen, uns von unprofitablen Filialen trennen, um zukünftig das Ergebnis wieder nachhaltig zu verbessern. Auch für die nächsten Jahre sind weiterhin Instandhaltungen sowie Investitionen zur Modernisierung des Filialnetzes geplant. Risikoberichterstattung über die Verwendung von Finanzinstrumenten Zu den im Unternehmen bestehenden Finanzinstrumenten zählen im Wesentlichen Forderungen, Verbindlichkeiten und Guthaben bei Kreditinstituten. Forderungsausfälle sind die absolute Ausnahme, da die Zahlung unmittelbar in den Filialen erfolgt. Verbindlichkeiten werden innerhalb der vereinbarten Zahlungsfristen gezahlt. Im kurzfristigen Bereich finanziert sich die Gesellschaft überwiegend mittels Lieferantenkrediten. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung des Unternehmenserfolgs gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Management der Finanzpositionen verfolgt das Unternehmen eine konservative Risikopolitik. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfall- und Bonitätsrisiken erkennbar sind, werden entsprechende Wertberichtigungen vorgenommen. Chancen- und RisikoberichtDie sich in den vergangenen Jahren deutlich verschlechternden wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für die gesamte Bevölkerung, unsere Angestellten sowie für unseren Geschäftsbetrieb werden mittelfristig anhalten. Das immer noch anhaltende und steigende Gesundheitsbewusstsein der Menschen, sowie die steigende Bereitschaft mehr Geld für Gesundheit auszugeben, bietet uns jedoch auch zukünftig die Chance, den Umsatz zu steigern. Die negativen Auswirkungen des Krieges in der Ukraine, insbesondere die hohe Inflation und die deutliche Kaufzurückhaltung der Verbraucher bremst dieses Potential leider weiterhin deutlich aus. Grundsätzlich sind wir aufgrund unserer stärkeren Beratungskompetenz im Bereich der Naturkosmetik und Naturarzneimittel gegenüber dem LEH, Discountern und den Drogerien für die Zukunft gut aufgestellt. Über unsere Fachkompetenz können wir Kunden wieder und weiter an uns binden und beratungsintensive Produkte gut verkaufen. Die starke Beratungskompetenz zu erhalten und zukunftssicher auszugestalten, birgt natürlich auch Risiken. Die Konjunkturaussichten für 2024 in Deutschland gehen von einer Stagnation bis hin zu einem minimalen Wachstum aus. Das Kauf- und Konsumverhalten der Verbraucher wird in diesem Jahr weiterhin negativ beeinflusst werden, was auch auf die Nachfrage nach den von uns angebotenen Produkten, trotz einem höheren allgemeinen Gesundheitsbewusstsein, Einfluss haben wird. Daraus werden für uns anhaltende Umsatz- und Ergebnisrisiken bestehen. Die allgemeinen Wettbewerbsrisiken aufgrund der Aktivitäten einiger großer branchenfremder Filialisten (Lebensmitteleinzelhandel und Drogerie) in der Reformwaren- und Naturkost-Branche halten zudem weiterhin an. Für 2024 sind deshalb weiterhin anhaltende Verschiebungen von Sortiments- und Marktanteilen, insbesondere im Bereich der Bio-Lebensmittel zu erwarten. Aufgrund der stabilen Liquiditäts- und Eigenkapitalsituation unseres Unternehmens sind Liquiditätsrisiken aktuell weiterhin nicht erkennbar. Die Liquiditätslage ist zufriedenstellend und abgesichert; es sind keine Engpässe zu erwarten. Potenzielle Währungsrisiken, die die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft beeinflussen könnten, bestehen nicht. Auf der Beschaffungsseite können wir weiterhin auf unterschiedliche Reformwaren- und Bio- Großhändler sowie eine Vielzahl von Direktlieferanten zurückgreifen. Dies ist in der aktuellen Situation, in der die Lieferfähigkeiten schwanken bzw. zurückgehen von Vorteil. Unsere hohen Qualitätsansprüche setzen wir durch gezielte Lieferanten- und Produktauswahl sowie durch eigene Qualitätskontrollen durch. Risiken der zukünftigen Entwicklung sehen wir weiterhin in einem zunehmenden stärker werdenden Wettbewerbsumfeld, durch teils stark steigende indexierte Mietpreise auf dem Immobilienmarkt, bzw. die Veränderung der bisherigen Top Lagen (Verschlechterung der Kundenfrequenzen in Innenstadtlagen, Einkaufscentern und Bahnhöfen), stark steigende Energiekosten, der Abwanderung von Kunden zu Online-Händlern und dem zunehmenden schwieriger werdenden Recruiting-Prozess neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor dem Hintergrund unserer finanziellen Stabilität sehen wir uns für die Bewältigung der künftigen Risiken jedoch gut gerüstet. Risiken, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Insgesamt, insbesondere in Zeiten von weltweit vorherrschenden negativen politischen Unsicherheiten, können sich die Chancen die Risiken nicht vollständig aufwiegen, jedoch besteht kein unkalkulierbares Risiko. Anlage zum Lagebericht : Entgelttransparenzbericht Entgelttransparenzbericht Gleichstellung Bericht zur Gleichstellung und Entgeltgleichheit für das Kalenderjahr 2022 Ziel und Prämisse der VITALIA GmbH ist es, allen Mitarbeiterinnen, Mitarbeitern und Mitarbeitenden entsprechend der jeweiligen Kenntnisse und Tätigkeiten, die gleichen Rahmen und Entwicklungsmöglichkeiten bieten zu können. Ein wichtiger Baustein ist dabei die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Wir bieten allen unseren Mitarbeitenden flexible Arbeitszeitmodelle an, die die individuellen Bedürfnisse unserer Mitarbeitenden nach Möglichkeit bestmöglich berücksichtigen. Unsere Löhne und Gehälter werden geschlechterunabhängig ausschließlich entsprechend der Aufgaben unter Berücksichtigung der Qualifikation und Leistung festgelegt. Die Zahl der Beschäftigten im Kalenderjahr 2022, per 31.12.2022 stellt sich in Bezug auf die Gesamtanzahl sowie auf die Voll-, Teilzeit- und geringfügigen Beschäftigungsverhältnisse wie folgt dar:
Zum Vergleich, der HDE (Handelsverband Deutschland) gibt für den Einzelhandel (Quelle: Bundesagentur für Arbeit, Stichtag 31.12.2021) nachfolgende Gesamt-Branchen-Zahlen an: Von den Beschäftigten im deutschen Einzelhandel sind 67 Prozent weiblich und 32 Prozent männlich. Von den Beschäftigten im Einzelhandel sind aktuell 38 Prozent in Vollzeit sowie 37 Prozent in sozialversicherungspflichtiger Teilzeit beschäftigt. Der Anteil der geringfügig Beschäftigten liegt bei 25 Prozent. Mithin ergibt sich für die Branche insgesamt eine Teilzeitquote von aktuell 62 Prozent. BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 2023I. Allgemeine Angaben zum Unternehmen Die Gesellschaft hat ihren Sitz in Bruckmühl. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Traunstein unter HRB 20130 eingetragen. II. Angaben zu Inhalt und Gliederung des Jahresabschlusses Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2023 ist nach den Vorschriften des deutschen Handelsrechts aufgestellt. Die Gesellschaft hat gemäß § 264 HGB i. V. m § 267 HGB die Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften anzuwenden. Erforderliche Vermerke zu Posten der Bilanz und der Gewinn- und Verlust-Rechnung sind grundsätzlich im Anhang aufgeführt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wurden nach den bisherigen Grundsätzen unter Beachtung der allgemeinen Bestimmungen der §§ 252 bis 256 HGB sowie der ergänzenden Vorschriften für Kapitalgesellschaften fortgeführt. III. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer linear pro rata temporis abgeschrieben. Der aktivierte derivative Geschäftswert wird linear pro rata temporis auf 5 Jahre abgeschrieben. Die Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten aktiviert und grundsätzlich linear als auch degressiv, soweit dies dem Abnutzungsverlauf entspricht, unter Berücksichtigung der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer abgeschrieben. Geringwertige Vermögensgegenstände mit Anschaffungskosten unter je Euro 800,00 werden grundsätzlich im Jahr ihrer Anschaffung vollständig abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind mit den Anschaffungskosten angesetzt. Die Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Beachtung des Niederstwertprinzips bewertet. Angesetzt werden dabei die steuerlich zulässigen Mindestwerte. Neben den direkt zurechenbaren Kosten werden auch Fertigungs- und Materialgemeinkosten einbezogen. Fremdkapitalzinsen werden bei den Herstellungskosten nicht angesetzt. Die Bewertung der Handelswaren erfolgt zu gewogenen Durchschnittswerten. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden zu Nominalbeträgen abzüglich angemessener Wertberichtigungen angesetzt. Die Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken. Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB). Forderungen und Verbindlichkeiten in Fremdwährung werden mit dem Mittelkurs am Tag des Geschäftsvorfalls umgerechnet. Dauerhafte Wertminderungen zum Bilanzstichtag werden bei der Bewertung berücksichtigt. Gewinne und Verluste aus der Umrechnung von Fremdwährungsgeschäften werden erfolgswirksam erfasst und in der Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter dem Posten "sonstige betriebliche Erträge" bzw. "sonstige betriebliche Aufwendungen" ausgewiesen. Die Verbindlichkeiten sind zu Nominalbeträgen angesetzt. IV. Erläuterungen zur Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Die Aufgliederung und Entwicklung des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des Geschäftsjahres sind dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Die Gesellschaft ist seit Juli 2018 mit 25% an der ReformAlliance GmbH, Düsseldorf beteiligt. Das Eigenkapital 2022 beträgt TEuro 25, das Jahresergebnis TEuro 9. Die Forderungen haben sämtlich, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Rückstellungen betreffen vor allem Personalaufwendungen in Höhe von TEuro 392,3 und Rückbauverpflichtungen in Höhe von TEuro 530 . Bei der Bewertung von Rückstellungen werden erwartete Preis- und Kostensteigerungen berücksichtigt und Verpflichtungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr mit dem laufzeitadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre abgezinst (§ 253 II HGB). Die Preis- und Kostensteigerungen orientieren sich an der Teuerungsrate und wurden über die jeweilige Laufzeit der Rückstellung mit Sätzen zwischen 1 % und 2 % berücksichtigt. Die Verbindlichkeiten haben sämtlich, wie auch im Vorjahr, eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Verbindlichkeiten betreffen mit TEuro 409 (Vorjahr TEuro 333) solche aus Steuern und mit TEuro 18 (Vorjahr TEuro 9) solche aus sozialer Sicherheit. Im Zinsaufwand sind Aufwendungen aus der Abzinsung von Rückstellungen in Höhe von TEuro 0 enthalten. Sonstige Angaben: Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl liegt bei 555 Angestellten. Unter der Bilanz zu vermerkende Haftungsverhältnisse bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 1.275 (Vorjahr TEuro 1.310). Das Risiko einer Inanspruchnahme schätzen wir als gering ein. Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen aus Leasingverträgen mit einer jährlichen Belastung in Höhe von TEuro 38und einer durchschnittlichen Restlaufzeit von 2 bis 3 Jahren sowie aus Mietverträgen mit einer jährlichen Belastung von TEuro 4.629 und einer Restlaufzeit von maximal 7 Jahren. Latente Steuern werden mit einem Steuersatz von 27,05 % berechnet. Es bestehen aktive latente Steuern aus einer Bewertungsdifferenz bei dem angesetzten Geschäftswert und sonstigen temporären Bewertungsunterschieden, die in Ausübung des Aktivierungswahlrechts nicht angesetzt werden. Für das abgelaufene Geschäftsjahr wurde vom Abschlussprüfer ein Gesamthonorar i. H. von TEuro 24 berechnet. Davon entfallen auf Abschlussprüfungsleistungen TEuro 20 und auf Steuerberatungsleistungen TEuro 4. Geschäftsführer waren im abgelaufenen Geschäftsjahr Herr Key Jesemann, Kaufmann (bis 5. Dezember 2023) und Herr Florian Lindner, Kaufmann, (ab 5. Dezember 2023). Die Bezüge der Geschäftsführer werden in Anwendung der Schutzklausel nach § 286 Abs. 4 HGB nicht angegeben. Die Geschäftsführung schlägt der Gesellschafterversammlung vor, den Jahresfehlbetrag in Höhe von TEuro -522 zusammen mit dem Verlustvortrag in Höhe von TEuro -6.670 auf neue Rechnung vorzutragen. Ereignisse nach dem Abschlussstichtag Es ergaben sich keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag.
Bruckmühl, 05.08.2024 gez. Florian Lindner Anlagespiegel
sonstige Berichtsbestandteile
Bruckmühl, den 05.August 2023 gez. Florian Lindner Angaben zur Feststellung:Der Jahresabschluss wurde am 05.08.2024 festgestellt. Bestätigungsvermerk des unabhängigen AbschlussprüfersAn die VITALIA GmbH, Bruckmühl Prüfungsurteile Ich habe den Jahresabschluss der VITALIA GmbH, Bruckmühl, - bestehend aus der Bilanz zum 31.12.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus habe ich den Lagebericht der VITALIA GmbH, Bruckmühl, für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 geprüft. Nach meiner Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.12.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erkläre ich, dass meine Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Ich habe meine Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Meine Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" meines Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Ich bin von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und habe meine sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Ich bin der Auffassung, dass die von mir erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung des gesetzlichen Vertreters für den Jahresabschluss und den Lagebericht Der gesetzliche Vertreter ist verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die er in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt hat, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses ist der gesetzliche Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren hat er die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus ist er dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner ist der gesetzliche Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die er als notwendig erachtet hat, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Meine Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der meine Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung übe ich pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahre eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifiziere und beurteile ich die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, plane und führe Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlange Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für meine Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • gewinne ich ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben. • beurteile ich die Angemessenheit der von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehe ich Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von dem gesetzlichen Vertreter angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls ich zu dem Schluss komme, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, bin ich verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, mein jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Ich ziehe meine Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum meines Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteile ich Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteile ich den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führe ich Prüfungshandlungen zu den von dem gesetzlichen Vertreter dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehe ich dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von dem gesetzlichen Vertreter zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteile die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen gebe ich nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Ich erörtere mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die ich während meiner Prüfung feststelle.
München, 05.08.2024 Franz Zimmermann, Wirtschaftsprüfer |
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