Borries Markier-Systeme GmbH

Siemensstraße 3, 72124 Pliezhausen, DEU

Stammdaten

Register
Amtsgericht Stuttgart HRB 352902
Eingetragen
6.4.1995
Branche
Herstellung von Werkzeugmaschinen für die MetallbearbeitungHerstellung von handgeführten Werkzeugen mit MotorantriebHerstellung von Prüfmaschinen
Gegenstand
Die Entwicklung, die Konstruktion und der Vertrieb von Stempel- und Markiermaschinen unter Verwendung des eingetragenen Warenzeichens "Borries Markier-Systeme", von Vorrichtungen und Werkzeugen sowie sonstigen Maschinen und Lohnfertigungen aller Art auf dem Maschinenmarkt. Die Gesellschaft kann auch Unternehmen gleicher oder ähnlicher Art erwerben, pachten, die Geschäfte solcher Unternehmen führen oder diese vertreten und sich an solchen Unternehmen beteiligen.

Finanzübersicht

Historie

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Management

NameRolle
Geschäftsführer
Prokura
Hartmut Gelner
seit 1.2.2013
Geschäftsführer

Wirtschaftlich Berechtigte
Beta

0.00% identifiziert100.00% ungelöst

Ungelöste Beteiligungen (1)

NameAnteil
von Arnim Holding AGCHE
100.00%

Gesellschafter
Beta

1 Gesellschafter

GmbH-Struktur

Name
Ort
Betrag
Anteil
von Arnim Holding AG
Switzerland
1.534.000 €
100.00%

Beteiligungen
Beta

NameAnteil
No data available

Bilanzkonten

Gewinn- und Verlustrechnung

Posten

Konzern- und Jahresabschlüsse

Borries Markier-Systeme GmbH

Pliezhausen

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023

Bilanz zum 31.01.2023

AKTIVSEITE:

31.01.2023 € 31.01.2022
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände: 604.448,28 81.016,00
Davon in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte € 561.537,28
€ VJ (0,00)
II. Sachanlagen: 1.115.641,00
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschl. der Bauten auf fremden Grundstücken € 883.448,00 924.926,00
2. Technische Anlagen u. Maschinen € 128.184,00 97.353,00
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung € 104.009,00 106.102,00
€ 1.115.641,00
III. Finanzanlagen: 69.207,74 2.508.346,19
Davon Anteile an verbundenen € 1,00
€ VJ (2.441.739,45)
B. Umlaufvermögen:
I. Vorräte: 2.177.105,57 2.146.835,48
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände: 3.096.023,35
Davon Forderungen gegen verbundene Unternehmen € 83.327,29
€ VJ (0,00) 1.472.585,38 4.036.766,21
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks:
C. Rechnungsabgrenzungsposten: 15.888,66 53.314,83
SUMME AKTIVA 8.550.899,98 12.239.714,17

PASSIVSEITE:

€ 31.01.2023 € 31.01.2022
A. Eigenkapital: 4.010.303,87
I. Gezeichnetes Kapital € 1.534.000,00 1.534.000,00
II. Gewinnvortrag € 5.436.626,80 5.363.942,49
III. Jahresfehlbetrag/-überschuss € -2.960.322,93 72.684,31
€ 4.010.303,87
B. Rückstellungen: 685.894,65 1.213.271,37
C. Verbindlichkeiten: 3.715.101,46 4.055.816,00
Davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten € 3.011.915,69
€ VJ (3.500.000,00)
D. Passive latente Steuern: 139.600,00 0,00
SUMME PASSIVA 8.550.899,98 12.239.714,17

Gewinn- und Verlustrechnung vom 01.02.2022 bis 31.01.2023

- Borries Markier-Systeme GmbH -

€ 2022/2023 € 2021/2022
1-5. Rohergebnis 8.499.866,27 8.154.996,41
6. Personalaufwand:
a) Löhne und Gehälter € 4.841.939,41 4.947.230,06
b) Soziale Abgaben u. Aufwendungen f. Altersversorgung u. f. Unterstützung € 972.131,62 5.814.071,03 876.689,77
- davon für Altersversorgung € 13.973,05 (€ 25.156,60) 2.685.795,24 2.331.076,58
7. Abschreibungen:
auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 138.212,11 158.242,41
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.858.928,21 1.919.894,05
- davon aus der Wähungsumrechnung € 12.198,94 (€ 3.076,71)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 41.675,89 24.578,68
- davon aus verbundenen Unternehmen € 13.500,00 (€0,00)
10. Abschreibungen auf Finanzanlagen 3.441.738,45 0,00
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 50.489,48 55.753,41
- davon aus der Aufzinsung der Pensionsverpflichtung € 7.315,00 (€ 8.568,00)
12. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 188.133,21 139.066,50
- davon Erträge aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern € 0,00 (€ 13.500,00)
- davon Aufwendungen aus der Zuführung und Auflösung von latenten Steuern € 139.600,00 (€0,00)
13. Ergebnis nach Steuern -2.950.030,33 82.698,89
14. Sonstige Steuern 10.292,60 10.014,58
15. Jahresfehlbetrag/-überschuss -2.960.322,93 72.684,31

Anhang für das Geschäftsjahr 2022/2023

Erläuterungen zum Jahresabschluss

Vorbemerkungen

Der Jahresabschluss zum 31. Januar 2023 ist nach den Vorschriften des HGB, in der Fassung der Bilanzrichtlinie - Umsetzungsgesetz (BilRUG) sowie den ergänzenden Vorschriften des GmbHG aufgestellt worden.

Die Firma Borries Markier-Systeme GmbH, mit Sitz in 72124 Pliezhausen ist im Registergericht Stuttgart, unter der Handelsregisternummer HRB 352902, eingetragen.

Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt worden.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden 284 II Nr. 1 HGB)

Bilanzierungsmethoden 246 - 251 HGB)

1)

Im Jahresabschluss sind sämtliche Vermögensgegenstände, Schulden, Rechnungsabgrenzungsposten, Aufwendungen und Erträge enthalten, soweit gesetzlich nichts anderes bestimmt ist.

2)

Das Saldierungsverbot des § 246 II HGB wurde beachtet.

3)

Das Anlage- und Umlaufvermögen, das Eigenkapital, die Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten sind in der Bilanz gesondert ausgewiesen und hinreichend gegliedert.

4)

Rückstellungen wurden nur im Rahmen des § 249 HGB gebildet. Rechnungsabgrenzungsposten waren anzusetzen, soweit die Voraussetzungen des § 250 HGB vorlagen.

5)

Erstmalig ist vom Wahlrecht des § 248 Abs. 2 HGB durch Aktivierung selbst geschaffener immaterieller Vermögensgegenstände Gebrauch gemacht worden.

Bewertungsmethoden

1) Bei der Bewertung ist von der Fortführung der Unternehmenstätigkeit ausgegangen worden. Dem stehen auch tatsächliche und rechtliche Gegebenheiten nicht entgegen.

2) Die Vermögensgegenstände und Schulden sind einzeln bewertet worden.

3) Bei der Bewertung wurde das Prinzip der Vorsicht beachtet. Namentlich sind alle vorhersehbaren Risiken und Verluste, die bis zum Abschlussstichtag entstanden sind berücksichtigt, selbst wenn diese erst zwischen Abschlussstichtag und dem Tag der Aufstellung des Jahresabschlusses bekannt geworden sind.

Gewinne sind nur berücksichtigt worden, soweit sie zum Bilanzstichtag realisiert waren.

Der Grundsatz der Bewertungsstetigkeit wurde beachtet.

AKTIVA

Anlagevermögen

Immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Abschreibung wird entsprechend der Nutzungsdauer zeitanteilig linear vorgenommen.

Im Berichtsjahr sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von T€ 561 angefallen. Davon entfallen T€ 561 auf aktivierte in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte.

Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, vermindert um planmäßige Abschreibungen, angesetzt. Für bewegliche Wirtschaftsgüter mit Einzelanschaffungskosten bis € 800,00 wurde von der Regelung des § 6 Abs. 2 EStG Gebrauch gemacht. Sie wurden im Jahr des Zugangs in voller Höhe abgeschrieben.

Die Darstellung der Entwicklung des Anlagevermögens ergibt sich aus dem Anlagenspiegel (Anlage 3a).

Beteiligungen § 285 Nr. 11 HGB

Name und Sitz Kapitalanteil Eigenkapital Ergebnis des letzten
in % in € Geschäftsjahres
En-Ko Staudinger GmbH Augsburg 100,0 * 599.927,85 * -406.227,71

* Jahresabschluss per 31.03.2022

Umlaufvermögen

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden zu Anschaffungskosten, selbst erstellte Komponenten werden mit den Herstellungskosten, unter Berücksichtigung von Reichweiten- und Gängigkeitsabschlägen, bewertet.

Unfertige Erzeugnisse werden mit ihren Herstellungskosten im Wege der Zuschlagsbewertung bewertet.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden mit dem Nennbetrag, unter Berücksichtigung angemessener Abschläge, für alle erkennbaren Risiken gebildet.

In den Forderungen und sonstigen Vermögensgegenständen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über 1 Jahr mit T€ 17 (Vj. T€ 4) enthalten.

In den Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen sind Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit T€ 70 (Vj. T€ 0) und sonstige Forderungen mit T€ 13 (Vj. T€ 0) enthalten.

PASSIVA

Rückstellungen werden für erkennbare Risiken und ungewisse Verbindlichkeiten gebildet. Die Pensionsrückstellung ist nach einem modifizierten Teilwertverfahren, unter Anwendung der Richttafeln 2018 G von Dr. Klaus Heubeck und einem Rechnungszinsfuß von 1,79 %, berechnet worden. Da es sich um Einzelzusagen handelt, ist keine Fluktuationsrate berücksichtigt worden. Ein Rententrend ist unberücksichtigt geblieben.

Die Ausschüttungssperre gem. § 253 (6) HGB beträgt € 8.669,00 (Vorjahr: 14.987,00).

Verbindlichkeiten werden mit dem Rückzahlungsbetrag angesetzt.

Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten ergibt sich aus folgender Aufstellung:

Gesamt bis 1 Jahr 1 - 5 Jahre über 5 Jahre
3.715.101,46 1.764.891,97 1.950.209,49 0,00
(4.055.816,00) (4.020.749,61) (35.066,39) (0,00)
Davon Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 3.011.915,69 1.070.549,36 1.941.366,33 0,00
(3.500.000,00) (3.500.000,00) (0,00) (0,00)

Fremdwährungsverbindlichkeiten sind zum Devisen-Kassa-Mittelkurs umgerechnet worden.

Haftungsrisiken aus der Begebung und Übertragung von Wechseln, Wechsel- und Scheckbürgschaften sowie Haftungsverhältnisse aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen wie folgt:

Es besteht eine betragsmäßig beschränkte Bürgschaft für das verbundene Unternehmen die Fa. En-Ko Staudinger GmbH bis zu einem Betrag von T€ 1.906. Mit einer Inanspruchnahme ist nicht zu rechnen, da geplant wird die Liquidität von En-Ko durch Gesellschafterdarlehen gestützt wird.

Passive latente Steuern waren erstmalig in Höhe von T€ 140 zu passivieren.

Gewinn- und Verlustrechnung

Der Gesamtbetrag der Restverpflichtungen aus Leasingverträgen beträgt T€ 202.

Die Restverpflichtungen aus Mietverträgen betragen T€ 581.

Im Berichtsjahr sind außerordentliche Aufwendungen in den Abschreibungen auf Finanzanlagen in Höhe von T€ 3.442 enthalten.

Sonstige Angaben

Der Gesamtbetrag, welcher nach § 268 (8) HGB ausschüttungsgesperrt ist, beträgt T€ 422 des Anlagevermögens.

Ergebnisverwendung:

Die Geschäftsleitung schlägt vor, den Jahresfehlbetrag mit dem Gewinnvortrag zu verrechnen.

Mitarbeiter:

Im Durchschnitt waren folgende aktive Mitarbeiter ohne Geschäftsführer beschäftigt:

2022/23 2021/22
Gewerbliche Mitarbeiter 47 49
Angestellte 37 41
Auszubildende 2 5
Aushilfen 1 1
87 96

Geschäftsführer waren:

 

Herr Lothar Freiherr von Arnim, Dipl.-Volkswirt, München

 

Herr Hartmut Gelner, Kaufmann, Reutlingen

Hinsichtlich der Angabe der Geschäftsführerbezüge wird von der Befreiungsvorschrift des § 286, IV HGB Gebrauch gemacht.

 

Pliezhausen, 31. Mai 2023

Herr Lothar Freiherr von Arnim

Herr Hartmut Gelner

Der Jahresabschluss wurde am 06.03.2024 festgestellt und dem Ergebnisverwendungsvorschlag zugestimmt.

Entwicklung des Anlagevermögens der Borries Markier-Systeme GmbH

Borries Markler-Systeme GmbH Anschaffungs- und Herstellkosten
Stand 01.02.2022 Zugänge Abgänge Umbuchungen Stand 31.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände: 289.591,74 564.647,28 0,00 0,00 854.239,02
Davon in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 0,00 561.537,28 0,00 0,00 561.537,28
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 1.195.580,85 0,00 0,00 0,00 1.195.580,85
2. Techn. Anlagen und Maschinen 202.725,58 42.544,14 0,00 0,00 245.269,72
3. Andere Anlagen, Betr.- u. Gesch.-Ausst. 706.253,49 41.717,97 18.329,05 0,00 729.642,41
2.104.559,92 84.262,11 18.329,05 0,00 2.170.492,98
III. Finanzanlagen: 3.032.346,19 1.002.600,00 0,00 0,00 4.034.946,19
Davon Anteile an verbundenen Unternehmen 2.965.739,45 1.000.000,00 0,00 0,00 3.965.739,45
5.426.497,85 1.651.509,39 18.329,05 0,00 7.059.678,19
Borries Markler-Systeme GmbH Abschreibung
Stand 01.02.2022 Zugang Abgang Stand 31.01.2023
I. Immaterielle Vermögensgegenstände: 208.575,74 41.215,00 0,00 249.790,74
Davon in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 0,00 0,00 0,00 0,00
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 270.654,85 41.478,00 0,00 312.132,85
2. Techn. Anlagen und Maschinen 105.372,58 11.713,14 0,00 117.085,72
3. Andere Anlagen, Betr.- u. Gesch.-Ausst. 600.151,49 43.805,97 18.324,05 625.633,41
976.178,92 96.997,11 18.324,05 1.054.851,98
III. Finanzanlagen: 524.000,00 3.441.738,45 0,00 3.965.738,45
Davon Anteile an verbundenen Unternehmen 524.000,00 3.441.738,45 0,00 3.965.738,45
1.708.754,66 3.579.950,56 18.324,05 5.270.381,17
Borries Markler-Systeme GmbH
Buchwert 31.01.2023 Buchwert 31.01.2022
I. Immaterielle Vermögensgegenstände: 604.448,28 81.016,00
Davon in der Entwicklung befindliche immaterielle Vermögenswerte 561.537,28 0,00
II. Sachanlagen:
1. Grundstücke und Bauten 883.448,00 924.926,00
2. Techn. Anlagen und Maschinen 128.184,00 97.353,00
3. Andere Anlagen, Betr.- u. Gesch.-Ausst. 104.009,00 106.102,00
1.115.641,00 1.128.381,00
III. Finanzanlagen: 69.207,74 2.508.346,19
Davon Anteile an verbundenen Unternehmen 1,00 2.441.739,45
1.789.297,02 3.717.743,19

Lagebericht zum 31.01.2023

I. Grundlagen des Unternehmens

1. Geschäftsmodell des Unternehmens

Die Borries Markier-Systeme GmbH (nachfolgend Borries genannt) ist ein Mittelständisches Unternehmen mit Stammsitz im Baden-Württembergischen Pliezhausen nahe Reutlingen / Tübingen. Das Unternehmen zählt zu den führenden Herstellern von Maschinen und Werkzeugen für die direkte, Material verdrängende und dauerhafte Kennzeichnung.

Die Markiersysteme von Borries finden weltweit Anwendung in der gesamten Automobilindustrie sowie bei deren Zulieferern, der Luft- und Raumfahrtindustrie, dem Maschinenbau, der Elektro- und Stahlindustrie und nicht zuletzt der Medizintechnik.

Seit der Unternehmensgründung im Jahre 1952 konnte sich das Unternehmen zu einem der größten, innovativsten und leistungsfähigsten Anbieter am Markt entwickeln.

Dabei hat sich Borries die wertvollen Merkmale eines mittelständischen Unternehmens bewahrt: Transparenz und Verlässlichkeit, kurze Wege und sichere Prozesse gepaart mit höchstem Qualitätsanspruch.

Seit über 70 Jahren hat Borries eine klare Ausrichtung:

Die besondere Aufgabenstellung der dauerhaften, material-verformenden und somit fälschungssicheren Produkt- und Werkstück-Kennzeichnung.

Während in den Anfangsjahren vorwiegend die Entwicklung von konventionellen Schlagstempel- und Rollprägemaschinen, sowie die dazu erforderlichen Werkzeuge im Fokus standen, wird seit fünfundzwanzig Jahren erfolgreich ein Produktprogramm an flexiblen, elektronisch gesteuerten Kennzeichnungssystemen aufgebaut.

Nach Einführung des DMC-Codes, rückte das Thema Rückverfolgbarkeit/Traceability immer mehr in den Fokus. Borries bietet hierzu die komplette Wertschöpfungskette an: Prägen / Lesen / Bewerten / Rückmeldung an Datenbanksysteme. Diese Daten und Informationen wurden im Zuge der Einführung "Industrie 4.0 " immer wichtiger.

2.Beteiligung an der En-Ko Staudinger GmbH in Augsburg

Zum 01. April 2014 hat sich Borries an der Enko-Staudinger GmbH in Augsburg mit 1/3 = € 158.667,00 am Stammkapital von € 476.000,00 beteiligt. Mit Beschluss vom 18. Marz 2016 wurde das Stammkapital um insgesamt € 450.000,00 erhöht, wovon Borries quotal wiederum € 150.000,00 Obernommen hat. Borries hat zum 01.02.2018 die restlichen 2/3 der Enko-Staudinger GmbH Obernommen.

Enko GmbH ist als Anbieter von Vorrichtungen weiterhin in den gleichen Märkten vertreten, in denen Borries aktiv ist.

Aufgrund der wirtschaftlichen Entwicklung bei der En-Ko Staudinger GmbH wurde zum 31.01.2023 eine Wertberichtigung auf den Wertansatz vorgenommen.

Für das laufende und das kommende GJ besteht per Jan. 2024 ein ausreichender Auftragsbestand von ca. 5,0 Mio.

3. Forschung und Entwicklung

Das Unternehmen engagiert sich gleichbleibend hoch bei der Forschung und Entwicklung neuer Verfahren und Produkte, um den Eigenanspruch der Technologie- und Innovationsführung abzusichern.

Um die Zukunftsfähigkeit von Borries nachhaltig abzusichern wurden erhebliche Entwicklungsaufwendungen realisiert:

3.1. Entwicklung einer neuartigen Kompakt-Markiersteuerung als Einbau - Kontroller, Tischgerät oder Wandmontage im Bereich der Industriekennzeichnungen

Ziel ist hierbei die Entwicklung einer Kompakt-Markiersteuerung mit einem Steckkartenkonzept in modularer Bauweise für die Ansteuerung von Markiersystemen. Die Steuerung kann dabei universell für unterschiedlichste Markiersysteme eingesetzt und mit den benötigten Steuerkarten oder Feldbusmodulen als Steckkarten bestückt werden, womit eine hohe Flexibilität in der Steuerung und Datenübertragung ermöglicht wird. Ebenso soll eine Achserweiterung der Markiersteuerung modular erfolgen. Demgegenüber sind aktuelle Steuerungen stark veraltet und in ihrer Leistung/Funktionalität begrenzt. Bei den bestehenden Steuerungen kommt es zwischen Datenaufbereitung und Markierprozess zur Prozesskorrelation, was zu einem ineffizienten Vorgehen führt. Die Lösung soll diese Defizite vollständig kompensieren.

Die am Markt vorhandenen Steuerungen bieten nicht die Flexibilität bzgl. Erweiterung, Modifikation oder Reparatur, die durch das Steckkartenkonzept erreicht wird. Einfache Achsenerweiterungen oder der Einsatz unterschiedlicher Feldbusschnittstellen ist aktuell nicht gegeben. Anhand der Steckkarten, die eine Aufteilung der einzelnen Funktionen ermöglichen, können die Prozesse mit der neuen Markiersteuerung erstmals parallel erfolgen. Damit ergibt sich eine schnelle Datenaufbereitung und allgemein eine leistungsstärkere Software im Vergleich zum Wettbewerb. Dies führt zudem zu einer immensen Zeit- und Kostenersparnis. Weiterhin können mit dem Vorhaben bis zu 6 Achsen in die Steuerung für diverse Plan- und Umfangbeschriftungen integriert werden, womit die Flexibilität zusätzlich steigt.

3.2. Erstmalige Entwicklung eines modularen und vollautomatisierten Lasermarkiersystems für flexible Anwendungsbereiche

Mit dieser Entwicklung zur Beschriftung versch. Werkstücke/Werkstoffe, wie Aluminium, Stahl, Edelstahl etc. mit der neuartigen Lasermarkiertechnik soll eine hohe Flexibilität erreicht werden, die eine schnelle Maschinenumrüstung für sämtliche Anwendungsfalle ermöglicht.

Bisher am Markt befindliche Lasermarkiersysteme besitzen nicht die nötige Flexibilität um ohne größere Anpassungen das System für weitere Einsatzbereiche zu nutzen. Sie müssen dafür aufwendig umgerüstet oder komplett neu entwickelt werden. Das neue Lasermarkiersystem hebt sich hiervon durch die modulare Bauweise ab, wodurch das System flexibel an die jeweiligen Anwendungsbereiche angepasst werden kann.

3.3 Forschungszulage

In den letzten drei GJ-2021/2022/2023 wurden allein für diese zwei wesentlich zukunftsweisenden reinen Entwicklungen (als Teil der gesamten FuE-Kosten) über EUR 1,7 Mio. aufgewendet und dokumentiert.

Für diesen Betrag ist nach § 8 FZulG (Forschungszulagengesetz) ein Antrag auf Forschungszulage gestellt. Hier sind ca. TEUR 170 zu erwarten.

Für den im GJ 01.02.22 - 31.01.23 angefallenen Anteil über ca. TEUR 561 wurde vom Wahlrecht einer Aktivierung von Entwicklungskosten Gebrauch gemacht.

Im GJ 2023/2024 werden erneut ca. TEUR 500 anfallen.

II. Wirtschaftsbericht

1. Gesamtwirtschaft und branchenbezogene Rahmenbedingungen. Weltwirtschaftliches Umfeld

1. Aufgrund der aktuellen, völlig unübersichtlichen Situation, insbesondere zu den je nach Interessengruppen voneinander erheblich abweichenden Aussagen zu den sogenannten Zahlen, Daten und Fakten ist eine ernsthafte, seriöse Stellungnahme und Analyse von unserer Seite zu diesen allgemeinen Themen nicht sinnvoll.

Als zutreffende Aussage zitieren wir hierzu den Arbeitgeberpräsident BDA (Bundesverband der deutschen Arbeitgeberverbände) Dr.Rainer Dulger mit einem aktuellen Situationsbericht, im Januar 2024 veröffentlicht:

"Die Unternehmen in Deutschland haben das Vertrauen in die Koalition aus SPD, Grünen und FDP verloren, sagte Arbeitgeber-Präsident Dulger in Berlin. Es müsse jetzt endlich etwas passieren, aber es komme nichts. Deutschland werde damit mehr und mehr zum Bremsklotz in Europa. Dulger betonte, es gebe keine Entlastung für Unternehmen, keine Planungssicherheit und keine Berechenbarkeit - stattdessen überbordende Bürokratie, immer mehr Regularien und immer mehr Berichtspflichten. Außerdem werde weniger investiert".

Diese Nachricht wurde am 24.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.

2.Deshalb erläutern wir die für Borries wichtigsten Themen:

a. Produkte

Das gesamte Produktportfolio von Borries ist auf alle zukünftigen Anwendungen, insbesondere auf die Herausforderungen der sich rasant entwickelnden Digitalisierung bestens vorbereitet.

Die erreichten deutlichen Fortschritte in der Flexibilität haben die Einsatzmöglichkeiten und den Nutzen für den Kunden erhöht, womit Investitionen zu einem besseren ROI führen.

b. Markt

Der für Borries relevante Markt wird dominiert von der Automobilindustrie und deren gesamten Zulieferkette.

Auch in der Luft- und Raumfahrtindustrie, im allgemeinen Maschinenbau, der Elektro- und Stahlindustrie und nicht zuletzt der Medizintechnik haben wir eine dominante Position erreicht.

Aufgrund der Tatsache, dass wir reine Investitionsgüter für die jeweilige Produktion anbieten, sind wir nur unwesentlich von der allgemeinen Konjunkturlage abhängig.

Als wichtigste Erklärung hierzu ist anzumerken, wenn z.B. in der Automobilindustrie die weltweite Produktion von ca. 90 Mio. Einheiten p.a. um ca. 10% sinkt, dann ist dies für alle Einzelteil-Zulieferer schmerzhaft, für Borries eher unwesentlich, da die Notwendigkeit der Kennzeichnungen keiner Konjunktur unterliegt.

c. Management und Personal

Das langjährig etablierte Management sowie die sehr erfahrenen gesamten Mitarbeiter sind auf Basis einer hohen Motivation der Garant für nachhaltig erfolgreiches Wirtschaften.

4. Geschäftsverlauf

Der Auftragseingang war stets für eine gute Auslastung und Beschäftigung vorhanden. Die Erlöse sind nahezu unverändert geblieben, während wir unsere Gesamtleistung moderat steigern konnten.

In dem Bereich Dienstleistungen (Projektierung, Softwareerstellung, Montage und Inbetriebnahmen), Ersatzteile, kleinere Umbauten, Standardmaschinen und kleinere Maschinen konnte weiterhin ein befriedigender AE erreicht werden.

Die Mitarbeiterzahl hat sich mit 89 Personen im Durchschnitt des Jahres um 9 Personen gegenüber dem Vorjahresdurchschnitt reduziert.

5. Lage

a) Ertragslage

Es wurden folgende Ergebnisse erreicht:

Ergebnisquellen Geschäftsjahr Vorjahr Veränderung
Operatives Jahresergebnis 699 475 224
Operativer EBITDA 837 633 204

Unserer Materialkostenanteil ist aufgrund der Auftragszusammensetzung entgegen den gestiegenen Material-, Transport- & Energie-Kosten von 31,5% auf 29,2% gesunken.

Unserer laufenden Personalkosten haben wir mit EUR 5,8 Mio. konstant halten können.

Unsere Kostenstruktur im Gemeinkostensegment konnten wir durch Kontrolle und Justage erneut reduzieren.

Außerplanmäßig wird das Ergebnis durch eine Abschreibung auf Finanzanlagen betreffend Fa. En-Ko Staudinger GmbH belastet.

b) Finanzlage

Unsere Finanzlage ist weiterhin als gesichert zu bezeichnen. Unser Finanzmanagement ist darauf ausgerichtet, Verbindlichkeiten innerhalb der Zahlungsfrist stets skontierend zu begleichen und Forderungen innerhalb der branchenüblich langen Zahlungsziele zu vereinnahmen.

Der Cash Flow beträgt TEUR 600 gegenüber Vorjahr mit TEUR 223.

Darüber hinaus übersteigen die kurzfristigen Forderungen und die verfügbaren flüssigen Mittel deutlich die kurzfristigen Verbindlichkeiten.

c) Vermögenslage

Die Vermögenslage unserer Gesellschaft ist ausgewogen. Die Struktur unseres kurz- und langfristig gebundenen Vermögens und unserer Verbindlichkeiten halten wir stabil. Die Bewertung von Vorräten, Forderungen und Rückstellungen erfolgt den Grundsätzen des vorsichtigen Kaufmanns folgend, konservativ.

Die liquiden Mittel einschl. Kontokorrentverbindlichkeiten repräsentieren 29 % unseres Eigenkapitals. Fremdfinanzierungen erfolgen über drei Geschäftsbanken, zu denen ein vertrauensvolles und partnerschaftliches Verhältnis besteht.

Unsere Kapitalstruktur ist weiterhin deutlich über dem Branchendurchschnitt. Die Eigenkapitalquote liegt mit 46,9 % auf weiterhin befriedigend hohem Niveau.

6. Finanzielle Leistungsindikatoren

Zur Unternehmenssteuerung ziehen wir die Auftragsentwicklung, kurzfristige Erfolgsrechnungen sowie die Entwicklung der allgemeinen Liquidität heran. Veränderung leistungsbezogener Parameter und deren Auswirkung auf Umsatz, Ergebnis und Liquidität bilden wir in einem betrieblichen Planungstool ab.

III. Nachtragsbericht

Den größten einzelnen Einfluss auf die Gesamtrisikolage hatte zum Ende des Berichtsjahres die hohe Unsicherheit über die weltwirtschaftliche Situation.

Hierzu zählen die Kombination aus Materialknappheit und Logistikproblemen in verschiedenen Branchen und die Sorge um neuerliche Corona-Beschränkungen sowie die Kostenexplosion im Bereich Transport und Energie.

Wir haben weiterhin unseren Krisenstab eingerichtet, der die Lage wöchentlich bewertet und die Organisation des Unternehmens ausrichtet.

IV. Prognosebericht, Chancen & Risiken der künftigen Entwicklung

Unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2022/23 wurde bezüglich der Gesamtleistung erreicht, das Ergebnis liegt im Zielkorridor. Der Auftragseingang hat das Vorjahresniveau übertroffen und sicherte uns eine gute Auslastung für das erste Quartal 2023.

PROGNOSE DER AUFTRAGSLAGE

Im Berichtsjahr haben Kunden einige Auftragsvergaben nicht mehr abgeschlossen und nach 2023/24 verschoben.

Zudem bearbeiten wir aktuell eine Vielzahl von Entwicklungsprojekten und Kundenanfragen in denen wir uns gut positioniert sehen. Wir rechnen daher für das Geschäftsjahr 2023/24 mit keinem Anstieg des Geschäftsvolumens.

V. Chancen- und Risikobericht

Die BORRIES Markier-Systeme GmbH agiert sowohl in Vertrieb als auch Beschaffung global und ist mit Stammsitz, Niederlassungen und den Vertretern auf allen Kontinenten präsent. Die Kundenstruktur zeigt eine sehr breite Aufstellung national wie international, eine Abhängigkeit von einzelnen Großkunden und Ländern besteht nicht. Es gibt weiterhin unwesentliche Währungsrisiken.

Die Gesellschaft verfügt über ein effizientes Mahnwesen, Forderungsausfälle gegenüber Drittkunden sind die Ausnahme.

Verbindlichkeiten werden innerhalb vereinbarter Zahlungsfristen gezahlt. Langfristig finanziert sich die Gesellschaft über Bankkredite bei zwei regionalen Geschäftsbanken. Hier besteht eine langjährige Geschäftsbeziehung. Ziel des Finanz- und Risikomanagements der Gesellschaft ist die Sicherung gegen finanzielle Risiken jeglicher Art. Beim Finanzmanagement verfolgt das Unternehmen eindeutig konservative Risikopolitik.

Zur Absicherung gegen das Liquiditätsrisiko und zur Aufrechterhaltung der jederzeitigen Zahlungsfähigkeit wird ein fortlaufender Liquiditätsplan erstellt, der permanent an aktuelle Änderungen angepasst wird und als Basis für die Geldmitteldisposition dient. Die Liquiditätslage ist befriedigend, es sind keine Engpässe zu erwarten.

Die Beobachtung und Steuerung bestandsgefährdender Risiken ist fester Bestandteil der Unternehmensführung.

Das interne Kontrollsystem ist weit ausgereift: Aufträge werden vor Preisabgabe auf etwaige Risiken abgewogen und entsprechend bewertet. Die Prozesse sind zur Risikovermeidung gestaltet, entsprechende Unterschriftenregelungen sind sinnvoll implementiert.

ENTWICKLUNG DER GESAMTRISIKOLAGE

Herrschende Meinung der Wirtschaftsinstitute ist der Hinweis auf konjunkturelle Risiken. Hierzu zählen die Kombination aus Materialknappheit in verschiedenen Branchen wie der Halbleiterindustrie und der Sorge um neuerliche Corona/Pandemie-Beschränkungen wie auch die Gefahr eines weiteren Anstiegs der bereits sehr hohen Energiekosten. Auch die aktuellen geopolitischen Konflikte könnten ein abruptes Abbremsen der wirtschaftlichen Erholung und somit Auswirkungen auch auf uns haben.

Die Geschäftsführung ist davon überzeugt, dass alle notwendigen Maßnahmen eingeleitet worden sind, um den Risiken für den Betrieb weiterhin zu begegnen. Somit ist der Fortbestand des Unternehmens nicht gefährdet.

Aussagen zu den Risiken und Chancen:

REGULATORISCHE RISIKEN UND CHANCEN

Compliance-Risiken

Das Risiko möglicher Patentverletzungen steuern wir eng durch die langjährige Produkt- und Branchenexpertise unserer Beschäftigten sowie durch die Zusammenarbeit mit einem externen Patentanwalt. Zurzeit gibt es unverändert keinen Streitfall. Die weitere Entwicklung der Anforderungen aus der EU- Datenschutz-Grundverordnung in der Praxis beobachten wir sorgfältig.

Vertragliche Risiken

Risiken aus ungünstigen Vertragsgestaltungen umfassen insbesondere zeitliche Differenzen zwischen vertraglich vereinbarten Material- und Fertigungsfreigaben und den Durchlaufzeiten der tatsächlichen Beschaffung sowie der Produktion. Daraus können bei kurzfristigen starken Bedarfsrückgängen erhebliche Risiken entstehen.

Wir arbeiten daher sowohl an entsprechenden vertraglichen Anpassungen als auch an einer Optimierung der Dispositionsprozesse.

Konjunkturrisiken:

Aufgrund der breiten Aufstellung mit verschiedenen Produkten und der Präsenz in mehreren Standorten sind wir für etwaige konjunkturelle Schwankungen gut aufgestellt und können entsprechend ausgleichen.

Markt- und Wettbewerbsrisiken:

Auch für uns wird die Markt- und Wettbewerbssituation nicht einfacher. Wir sind uns bewusst, dass wir uns als Markt- und Technologieführer nicht ausruhen können, sondern uns immer wieder durch Neuartigkeit und Einzigartigkeit beweisen müssen. Unser eigener Qualitätsanspruch sowie auch der unserer Kunden an die Marke BORRIES ist hoch - und wir tun alles, um diesem gerecht zu werden und die Anforderungen des Kunden bestmöglich zu treffen.

Mit kompetenter, ehrlicher Beratung erfüllen wir die Bedürfnisse der Kunden und sorgen so für einen hohen Kundenbindungsgrad, der sich auch in der hohen Anzahl der Wiederholauftrage widerspiegelt.

Durch die kontinuierliche Optimierung der Prozesse und fortwährender Investitionen im F&E Bereich bei stetig guter Qualität behaupten wir unsere Marktfuhrerstellung und machen es Wettbewerbern schwer sich gegen uns zu behaupten.

Produktrisiken:

Unsere Innovationen entstehen sowohl im eigenen Haus aus F&E als auch mit und durch unsere Kunden. Wir sind auf deutlich weniger Messen vertreten als bisher, da deren Nutzen wesentlich abgenommen hat. Dies ist einerseits auf die Beschränkungen und Nachwirkungen der C-Pandemie sowie andererseits auf die deutlich gestiegene Forderung und Bereitschaft digitaler Zusammenarbeit.

Qualitätsrisiken:

Unser Qualitätsmanagement ist allumfassend im Unternehmen implementiert. Die Prozesse sind klar definiert und beschrieben, werden stetig hinterfragt und entsprechend vorteilhaft verschlankt. Regelmäßige Zertifizierung sichern den Fortbestand des Qualitätsanspruchs.

Beschaffungsrisiken:

Die BORRIES Markier-Systeme GmbH hat langfristige Partner als Lieferanten und wählt neue Lieferanten sorgfältig aus. Zudem wird die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten durch Streuung der Bestellungen und Aufbau verschiedener Lieferanten für gleiche Produkte minimiert.

Lieferantenabhängigkeit

Das Risiko des Ausfalls eines strategischen Lieferanten aufgrund finanzieller Schwierigkeiten erhöhte sich zuletzt aufgrund der aktuellen Marktschwäche. Wir steuern dies, indem wir fallweise Bonitätsauskünfte einholen sowie im engen Kontakt mit Lieferanten und anderen Partnern stehen.

IT-Risiken

Offene IT-Strukturen, die Prozesse weltweit verfügbar machen, aber gleichzeitig jederzeit Vertraulichkeit von Informationen und Datensicherheit gewährleisten, gehören heute zu den Grundvoraussetzungen für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg.

Wir setzen hierfür seit Jahren auf die Konsolidierung aller IT-Service in einer "BORRIES Cloud "von unserem externen Dienstleister. Über diese haben auch alle Mitarbeitenden, die mobil arbeiten, Zugriff auf ihre Arbeitsumgebung. Daher sind im Unternehmen durch das verstärkte mobile Arbeiten in Pandemie-Zeiten und durch die vermehrten Cyber-Attacken keine zusätzlichen Sicherheitsrisiken entstanden.

Rechtliche Risiken

Rechtliche Risiken bestehen z.Zt. keine

Personelle Risiken:

Gute Mitarbeiter sind Voraussetzung für unseren Erfolg auf den Märkten. Wir sind stolz darauf, eine gesunde Mischung aus langjährigen, qualifizierten und erfahrenen Mitarbeitern und jungen Nachwuchskräften vorweisen zu können.

Durch einen großen Anteil an Eigenverantwortung und viel Teamarbeit arbeiten unsere Mitarbeiter engagiert und verantwortungsbewusst. Wissen wird transferiert und Kompetenzen werden durch Schulungen und Fortbildungen konsequent verbessert. Wir sind überzeugt davon, dass wir durch unser Ausbildungskonzept und die Intensivierung der Zusammenarbeit mit regionalen Hochschulen den richtigen Weg zur Gewinnung neuer Mitarbeiter gehen.

Sonstige wesentliche Risiken für die zukünftige Entwicklung sehen wir derzeit nicht. Nach Abwägung von Chancen und Risiken sehen wir die berechtigte Hoffnung, auch in den nächsten Jahren unseren erfolgreichen Kurs weiterzuverfolgen. Chancen ergeben sich unter anderem aus dem weiteren Fokus auf den Ausbau die Services mit Umbauten und Wartungen sowie der Einführung neuer Produktinnovationen.

LEISTUNGSRISIKEN UND -CHANCEN

Betriebsunterbrechung in der Produktion sowie Qualitätsrisiken/produkthaftungs- und Rückrufrisiken

Wir begrenzen diese Risiken mit unserem seit vielen Jahren etablierten und zertifizierten Qualitätsmanagementsystem.

FINANZRISIKEN UND -CHANCEN

Borries hält keinerlei Wertpapiere.

Forderungen sind über den üblichen Abschreibungsbedarf hinaus werthaltig und werden ständig überprüft.

Wertberichtigungen

Außer der oben erwähnten Abschreibung bei der Finanzanlage EnKo sind keine weiteren Wertberichtigungen angefallen.

Steuerrisiken

Wir sind uns sicher, dass die von uns abgegebenen Steuer- und Sozialversicherungserklärungen, wie seit Jahrzehnten, vollständig und korrekt sind.

 

Pliezhausen im Januar 2024

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die Borries Markier-Systeme GmbH, Pliezhausen:

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Borries Markier-Systeme GmbH, Pliezhausen, - bestehend aus der Bilanz zum 31.01.2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Borries Markier-Systeme GmbH für das Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31.01.2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 01.02.2022 bis zum 31.01.2023 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 III 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung.

Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher - beabsichtigter oder unbeabsichtigter - falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie, ob der Jahresabschluss die zugrundeliegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrundeliegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Göppingen, 23. Februar 2024

W-P-G Wirtschaftsprüfung GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Helmut Schwarz, Wirtschaftsprüfer

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