BIOIBERICA Services GmbH
Selbe AdresseBeteiligungsgesellschaften
Grundlegende Informationen zum Unternehmen
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Öffentliche Bekanntmachungen aus dem Handelsregister
Gesetzliche Vertreter dieser Organisation
| Name | Rolle |
|---|---|
Lothar Dietmar Ernst seit 16.5.2024 | Prokura |
Paul Hubert Kill seit 16.5.2024 | Geschäftsführer |
Konstantin Spis seit 31.10.2022 | Geschäftsführer |
Tobias Albers seit 12.7.2016 | Prokura |
Bernhard Sroka seit 28.12.2011 | Geschäftsführer |
Natürliche Personen, die das Unternehmen letztendlich besitzen oder kontrollieren – ermittelt durch Auflösen der Gesellschafterkette
| Name | Anteil |
|---|---|
| 100.00% |
Eigentümer- und Gesellschafterstruktur des Unternehmens
1 Gesellschafter
GmbH-Struktur
Unternehmen, an denen diese Organisation direkt beteiligt ist
| Name | Anteil |
|---|---|
| No data available | |
Bilanzkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Gewinn- und Verlustkonten aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
| Posten |
|---|
Öffentlich zugängliche Berichte in Volltext
Rethmann SE & Co. KGSelmKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2022 bis zum 31.12.2022Konzernlagebericht 2022
A. GrundlagenIn den Konzernabschluss der RETHMANN SE & Co. KG werden die Unternehmensgruppen REMONDIS (Kreislaufwirtschaft, Service und Wasser), Rhenus (Logistik) und SARIA (Verarbeitung tierischer Nebenprodukte) einbezogen. Die im Jahr 2019 hinzugekommene Beteiligung in Höhe von 34 % an der Transdev-Gruppe (Mobilität und öffentlicher Personennahverkehr) fließt unter Anwendung der Equity-Methode in den Konzernabschluss ein. Insgesamt setzt sich der Konsolidierungskreis des Konzerns aus 1.347 vollkonsolidierten (Vorjahr: 1.313) und 183 nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen (Vorjahr: 178) zusammen. Die REMONDIS-Gruppe zählt zu den weltweit größten Dienstleistern für Kreislaufwirtschaft, Service und Wasser. Sie leistet einen erheblichen Beitrag zur Ressourcenschonung und trägt in besonderem Maße zum Schutz der Umwelt und des Klimas sowie zur öffentlichen Daseinsvorsorge bei. Die mehr als 600 Unternehmen der Gruppe sind mit rund 41.000 Mitarbeitern 1 in den Geschäftsfeldern Kreislaufwirtschaft, Service und Wasser organisiert und an mehr als 1.000 Standorten in über 30 Ländern der Welt vertreten. Geografische Schwerpunkte liegen dabei auf den Regionen Europa, Asien und Ozeanien. Die Rhenus-Gruppe besitzt ein flächendeckendes Netz von Standorten in Europa (insbesondere in Deutschland), Asien sowie in ausgesuchten Ländern der übrigen Kontinente. Rund 39.000 Mitarbeiter 1 sind für die Gruppe an über 970 Standorten tätig. In Europa liegt der Schwerpunkt der Standorte insbesondere in Deutschland, UK, Benelux, Schweiz, Frankreich, auf der iberischen Halbinsel, Italien und in Polen. Weltweit ist ein weiterer Schwerpunkt in Asien zu sehen. Über die eigenen Standorte und ein leistungsfähiges Partnernetzwerk ist Rhenus weltweit in der Lage, eine komplette Logistikkette für seine Kunden zu bieten. Entsprechend ihrer operativen Tätigkeiten ist die Rhenus-Gruppe in die fünf Divisionen Automotive, Contract Logistics, Overland Transport, Port Logistics sowie Air & Ocean strukturiert. Die SARIA-Gruppe ist in drei international tätige strategische Divisionen, Organics2Power, Sinova sowie Food & Pharma gegliedert und mit rund 10.000 Mitarbeitern 1 als Hersteller von Qualitätserzeugnissen für die menschliche und tierische Ernährung, für die Landwirtschaft, die pharmazeutische Industrie, die Aquakultur und für industrielle Anwendungen tätig. Außerdem produziert die SARIA-Gruppe neue Energien und erbringt Dienstleistungen für die Land- und Ernährungswirtschaft. Basis für die verschiedenen Geschäftsaktivitäten der Gruppe ist die Sammlung und Verwertung von organischen Reststoffen. Mit Aktivitäten in über 19 Ländern ist die Transdev-Gruppe eines der international führenden privaten Unternehmen im Bereich Mobilität und öffentlicher Personenverkehr. Das Angebot der Unternehmensgruppe deckt ein breites Spektrum an Transportmitteln ab und bietet individualisierte Dienstleistungen für private und kommunale Kunden, im städtischen sowie im ländlichen Raum. Klassischer Bus-, Straßenbahn- und Zugverkehr ist ebenso Teil des Portfolios wie der Betrieb von Seilbahnen und Fähren, aber auch die Weiterentwicklung zukunftsgerichteter Modelle wie E-Mobilität, Mobility-on-demand sowie Mobility-as-a-Service (MaaS) zählen zu den Geschäftsaktivitäten. B. WirtschaftsberichtB.1 Rahmenbedingungen und Geschäftsverlauf B.1.1 Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Entwicklung Gesamtwirtschaftliche Entwicklung 2 Im abgelaufenen Jahr 2022 erzielte die Weltproduktion ein Wachstum von 3,2 % und lag damit um 0,3 Prozentpunkte unterhalb der Frühjahresprognose des Instituts für Weltwirtschaft aus dem letzten Jahr. Die bereits zu Beginn des Jahres angestiegenen Rohstoffpreise führten zusammen mit den explodierenden Energiepreisen mit Ausbruch des Krieges in der Ukraine zu hohen Inflationsraten. Als Antwort darauf wurde die Geldpolitik deutlich restriktiver und die Leitzinsen für den Euro und den US-Dollar wurden im Verlauf des Jahres sprunghaft angehoben. Trotz dieser Hemmnisse war die Weltproduktion bis in den Herbst hinein aufwärtsgerichtet. Zum einen stützen die privaten Haushalte mit ihren in der Pandemie angehäuften Ersparnissen den privaten Konsum und zum anderen konnte die Industrie aufgrund nachlassender Lieferengpässe ihre aufgelaufenen Aufträge abarbeiten. Im vierten Quartal 2022 ließ die Expansion der Weltproduktion jedoch allgemein nach und lag nur noch 1,8 % über dem Vorjahrsquartal. Neben einer schrumpfenden privaten Nachfrage wirkten sich die in China verhängten Lockdownmaßnahmen auf die Industrieproduktion aus. Auch der Welthandel verzeichnete zum Ende des Jahres einen deutlichen Rückgang. Dieser spiegelte sich auch in niedrigeren Container-Frachtraten wider. Im Euroraum legte die Wirtschaftsleistung insgesamt um 3,5 % zu. Die stärksten Zuwachsraten wurden im ersten und zweiten Quartal erzielt, im vierten Quartal stagnierte die Wirtschaftsleistung dagegen. Frankreich erzielte ein Wirtschaftswachstum von 2,6 %, Italien von 3,8 %, Spanien von 5,5 % und die Niederlande von 4,5 %. Das höchste Wachstum im Euroraum wurde mit 12,2 % wiederholt in Irland erreicht. Die Arbeitslosenquote lag im Euroraum bei 6,7 % und hat sich auf einem historisch niedrigen Level gehalten. Die deutsche Wirtschaft konnte im Jahr 2022 um 1,8 % zulegen und wuchs somit schwächer als noch zu Beginn des abgelaufenen Jahres erwartet. Mit dem Ausbruch des Krieges in der Ukraine wurde die Erholung von der Pandemie abgeschwächt. Aufgrund der hohen Inflationsraten wurde von der EZB die Zinswende eingeleitet, die zu einem deutlichen Anstieg der Finanzierungskosten führte. Dies spürte vor allem die Baubranche. Die Bauinvestitionen gingen im abgelaufenen Jahr um 1,7 % zurück. Stützend wirkten dagegen die privaten Konsumausgaben, die bis zum dritten Quartal spürbar zulegten und erst im vierten Quartal um 1 % sanken. Insgesamt sind die privaten Konsumausgaben im abgelaufenen Jahr um 4,3 % gestiegen. Das Verarbeitende Gewerbe hatte im abgelaufenen Jahr wiederholt mit Lieferproblemen zu kämpfen und verzeichnete einen Auftragsrückgang von 10 %. Trotz allem konnte die Produktion aufgrund der immer noch hohen Auftragsbestände stabil gehalten werden. Die Arbeitslosenquote sank im Jahr 2022 um 0,4 Prozentpunkte auf 5,3 %. Branchenbezogene Entwicklung REMONDIS Die hohe Inflation infolge der Energiekrise hat sich im Jahr 2022 deutlich auf die Aktivitäten der Kreislaufwirtschaft ausgewirkt. Neben den direkten Auswirkungen der steigenden Kraftstoff- und Energiepreise auf den Sammlungs- und Recyclingprozess, wirkten sich die höheren Kosten im Laufe des Jahres auch indirekt, durch Produktionskürzungen bei einigen industriellen Abnehmern der Recyclingrohstoffe z.B. in der Papierindustrie, auf die Nachfrage nach Recyclingrohstoffen aus. Gleichzeitig war das Jahr 2022 weiterhin von einer allgemeinen Rohstoffknappheit geprägt. Dies förderte wiederum den Bedarf an Recyclingrohstoffen, um den Mangel an Primärrohstoffen auszugleichen. Demgegenüber wurde jedoch auch stellenweise eine Verknappung der Inputmengen für das stoffliche Recycling und die energetische Verwertung in der Branche verzeichnet. Die Kreislaufwirtschaft ist, insbesondere auch im nationalen Umfeld, von einem intensiven Wettbewerb geprägt. Dabei gelten in verschiedenen Märkten weiterhin kommunale Unternehmen als stärkste Marktteilnehmer. In Deutschland zeigt sich dieser Trend beispielsweise an einem weiter zunehmenden Marktanteil der Kommunen von mittlerweile über 50 % bei der haushaltsnahen Erfassung von Siedlungsabfällen, wodurch sich die Wettbewerbssituation weiter verschärft. REMONDIS ist sowohl im nationalen als auch internationalen Raum in zahlreichen Teilmärkten der Kreislaufwirtschaft, die sich teilweise unterschiedlich entwickeln, aktiv. Entsprechend erfolgt im Folgenden ergänzend eine Betrachtung der Entwicklung der Teilmärkte Metallschrott und Papier. Zu Beginn des Jahres 2022 verzeichnete der Markt für Metallschrott, trotz wirtschaftlicher Unsicherheiten infolge des russischen Angriffskrieges, eine hohe Nachfrage von Seiten der Stahlwerke bei gleichzeitig geringer Verfügbarkeit. Dementsprechend bewegte sich der Marktpreis für Metallschrotte weiterhin auf einem hohen Niveau. Neben den Eisenmetallen (FE) befanden sich auch die Nicht-Eisenmetalle (NE) zunächst in einer Hochpreisphase. Aufgrund stark steigender Energiepreise und der global anhaltenden Lieferkettenprobleme sank die weltweite Rohstahlproduktion und Stahlnachfrage zur Jahreshälfte wieder. Auch bei den Stahlschrottpreisen wurde ein drastischer Rückgang verzeichnet. Zum Jahresende konnten sich die Stahlschrottpreise zwar wieder leicht stabilisieren, eine Erholung blieb jedoch infolge reduzierter Weltstahlproduktionsmengen in Verbindung mit der anhaltenden Energiekrise aus. Von Unsicherheit geprägt und ähnlich volatil verlief das Geschäftsjahr auch auf dem deutschen Papiermarkt. Das bereits hohe Preisniveau aus dem Vorjahr erhöhte sich in der ersten Jahreshälfte weiter. Ursächlich hierfür war die anhaltend gute Nachfrage aus der Papierindustrie in Verbindung mit einem stabilen Papieraufkommen. Die Altpapierimporte waren zum Jahresbeginn ebenfalls auf einem hohen Niveau und der Exportbereich erfreute sich einer guten Nachfrage. Als Folge des russischen Angriffskrieges erhöhten sich für die Papierrecycler jedoch die Logistikkosten aufgrund der steigenden Kraftstoffkosten und einer zunehmenden Verknappung an Fachkräften rasant. In der zweiten Jahreshälfte kam es zur Kehrtwende und es wurde ein starker Verfall der Altpapierpreise verzeichnet. Aufgrund der hohen Rohstoff- und Energiekosten sowie Absatzeinbrüchen infolge eines von Unsicherheit geprägten rückläufigen Konsumentenverhaltens reduzierte sich die Nachfrage der Papierfabriken erheblich. Erst zum Jahresende stabilisierte sich die Entwicklung der Altpapierpreise wieder. Die Nachfrage im In- und Ausland auf dem Papiermarkt war zum Jahresende weiterhin verhalten. Rhenus Im Transport- und Logistikgewerbe, deren Dienstleistungen vom Statistischen Bundesamt in der Rubrik Verkehr und Lagerei geführt werden, ist vom ersten bis zum dritten Quartal 2022 ein hohes Umsatzwachstum gegenüber den Vorjahresquartalen erfolgt. 3
* kalender- und saisonbereinigt Das vom Statistischen Bundesamt ausgewiesene Umsatzwachstum resultiert fast ausschließlich aus den sehr stark erhöhten weltweiten Frachtpreisen, die an die Kunden weiterzugeben waren. Dies spiegelt sich auch in der vom Bundesverkehrsministerium in Auftrag gegebenen Mittelfristprognose 4 mit Stand Oktober 2022 wider. Laut dieser Prognose ist der Gütertransport für das Gesamtjahr 2022 leicht gegenüber 2021 zurückgegangen. Die Transportmengen im Straßenverkehr, in der Binnenschifffahrt und Luftfracht sind gesunken (Straße -0,4 %, Binnenschiff -3,5 %, Luftfracht -5,7 %) und im Eisenbahnverkehr gleichgeblieben. SARIA Im Jahr 2022 sind die Ausfuhren von Schweinefleisch aus Deutschland weiter gesunken. Infolge der bestehenden Handelsbeschränkungen durch die Afrikanische Schweinepest (ASP) und dem rückläufigen Schweinebestand ist vor allem der Drittlandexport rückläufig. Der gesunkene Bestand an Nutztieren spiegelt sich auch in der rückläufigen Anzahl der Schlachtungen wider. Im Vergleich zum Vorjahr sank nicht nur die Schlachtmenge an Schweinen und Rindern, sondern ebenfalls die Schlachtmenge an Geflügel. Analog zur Entwicklung in Deutschland sanken auch die Schweinebestände in Dänemark auf ein 20-Jahrestief. Gegenläufig hierzu wuchs der Gesamtbestand in Spanien im Zwölfmonatsvergleich. Die internationalen Schweinefleischexporte aus der Europäischen Union verzeichneten im Jahr 2022 ein deutliches Minus und lagen erneut unter dem Vorjahresniveau. Neben dem nachlassenden Handel mit Großbritannien war vor allem die Kaufzurückhaltung Chinas für die geringeren EU-Schweinefleischexporte im Jahr 2022 verantwortlich. In China stieg trotz coronabedingter Einschränkungen, schwächerer Schweinefleischnachfrage und der gestiegenen Futtermittelpreise die Fleischproduktion im Vorjahresvergleich. Entsprechend haben sich Chinas Importe an frischem und gefrorenem Schweinefleisch im Vorjahresvergleich halbiert. Geringer war der Rückgang der Importe von Schlachtnebenerzeugnissen. Die Entwicklungen auf dem Biodieselmarkt waren im Kalenderjahr 2022 von starken Preisschwankungen geprägt, wobei Ende März 2022 ein historisches Hoch erreicht wurde. Der Verbrauch von Biodiesel und hydriertem Pflanzenöl (HVO) zur Beimischung betrug in Deutschland im Jahr 2022 rund 2,5 Mio. t und damit -2,5 % weniger als im Vorjahreszeitraum. Die Entwicklung auf den internationalen Fettmärkten zeichnete sich auch im abgelaufenen Geschäftsjahr durch zum Teil deutliche Preisanstiege aus. Die internationalen Proteinmärkte bewegten sich hingegen im Jahr 2022 im Wesentlichen seitwärts. B.1.2 Geschäftsverlauf Als Holdinggesellschaft ist die RETHMANN SE & Co. KG nicht operativ tätig. Der Geschäftsverlauf der Gruppe entspricht daher grundsätzlich dem aggregierten Geschäftsverlauf der Unternehmenssparten REMONDIS, Rhenus und SARIA. Zu der Equitybeteiligung an der Transdev-Gruppe werden ergänzend Erläuterungen zu den wesentlichen Ereignissen aufgenommen. Die Erläuterungen zum Geschäftsverlauf der Unternehmenssparten erfolgen analog zur internen Gliederung nach den verschiedenen Geschäftsbereichen. REMONDIS Das Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft umfasst das gesamte Stoffstrommanagement und beschäftigt sich mit der Erfassung, Aufbereitung und Verwertung von Stoffströmen sowie mit der Versorgung mit Recyclingrohstoffen. Insbesondere die sechs Inlandsregionen, zahlreiche Gesellschaften der Spezialbereiche sowie die Unternehmen des Bereichs REMONDIS International sind mit einer Vielzahl von Nutzfahrzeugen und Anlagen in der Abfallsammlung, der mechanischen Sortierung, der Kompostierung und im Wesentlichen über zahlreiche inländische Öffentlich-Private Partnerschaften in der energetischen Verwertung tätig. Das Ergebnis sind Recyclinglösungen für eine große Bandbreite von Abfallstoffen, welche der Industrie in Form von Rohstoffen aus Recyclingprozessen zur Verfügung gestellt werden. Die Handelsaktivitäten beziehen sich im Wesentlichen auf Metalle und Schrotte sowie Altpapier. Hier ist die TSR-Gruppe einer der größten europäischen Recycler von FE- und NE-Metallen. Die REMONDIS-Gruppe erzeugt aus Abfällen und regenerativen Energieträgern Energie in Form von Strom, Dampf und Wärme. Nach Abzug von Eigenverbräuchen wird hiervon jährlich ein erheblicher Anteil vermarktet. Der Bereich REMONDIS Recycling ist spezialisiert auf das Recycling von Glas, PET und HDPE. Dabei werden unter anderem Einwegverpackungen aus den Dualen Systemen in eigenen Anlagen aufbereitet und den Verpackungsherstellern als Recyclingrohstoff wieder zur Verfügung gestellt. Ein weiteres Standbein ist das Clearing des Pfandes für die Getränkeverpackungsinverkehrbringer. Der Geschäftsverlauf der Inlandsregionen entwickelte sich im Jahr 2022 grundsätzlich positiv und wurde von einer insgesamt guten Auftragslage sowie einer hohen Auslastung der Verwertungs- und Recyclinganlagen geprägt. Demgegenüber ergab sich jedoch eine starke Belastung aus dem rapiden Anstieg der Dieselkosten. Zudem führte der Rückgang der Rohstoffpreise vereinzelt zu verminderten Markterlösen. Insbesondere die Papierpreise sind in der zweiten Jahreshälfte stark gefallen und haben sich zum Jahresende auf einem sehr niedrigen Niveau gefestigt. Darüber hinaus sind Rückgänge sowohl bei den kommunalen als auch bei den gewerblichen Sammelmengen zu verzeichnen. Weiterhin stellte ein zunehmender Mangel an Fachkräften eine Herausforderung dar. Insgesamt konnten die sechs Inlandsregionen die Kostensteigerungen durch eine gute Auftragslage und anorganisches Wachstum kompensieren und ihre Gesamtleistung, das Rohergebnis sowie das operative Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr steigern. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingen in Deutschland spiegelten sich in weiten Teilen auch im Bereich International wider. Massiv angestiegene Kraftstoffkosten belasteten ebenfalls die internationalen Einheiten. Eine Herausforderung stellten auch die hohe Inflation und die zunehmende Zinsbelastung durch den Anstieg der Fremdkapitalzinsen dar. Demgegenüber ergaben sich steigende Wertstofferlöse aufgrund des insgesamt hohen Rohstoffpreisniveaus im Jahr 2022. Darüber hinaus profitierten die polnischen Aktivitäten von einer guten Auftragslage und der Wiedergewinnung von Aufträgen und die australischen Aktivitäten von einer stabilen Auftragslage und Sonderprojekten. Insgesamt ist die Geschäftsentwicklung im Bereich International positiv zu bewerten. Die Unternehmen konnten Gesamtleistung, Rohergebnis sowie das operative Ergebnis weiter erhöhen. Die positive Entwicklung im Geschäftsbereich REMONDIS Industrie Service setzte sich auch im Jahr 2022 fort. Im Bereich der Sammlung und Behandlung von industriellen Sonderabfällen konnte ein hohes Umsatzwachstum sowie ein Anstieg des operativen Ergebnisses erzielt werden. Hierzu beigetragen haben vor allem ein erhöhtes Mengenaufkommen und eine hohe Auslastung der Anlagen, die Intensivierung des Projektgeschäftes sowie eine Zunahme der Erlöse im Edelmetallbereich. Weiterhin bestand eine große Nachfrage im Bereich der medizinischen Sonderabfallsammlung, Lösemitteldestillation und der Herstellung von Desinfektionsmitteln. Die Gesellschaften der TSR Recycling wurden mit der unter Punkt B.1.1 beschriebenen volatilen Nachfrage- und Preisentwicklung am Schrottmarkt konfrontiert. Vor dem Hintergrund der zunächst im ersten Halbjahr anhaltenden Hochpreisphase konnten auch die TSR-Gesellschaften höhere Absatzmengen und entsprechende Umsatzsteigerungen erzielen. Die zweite Jahreshälfte wurde jedoch vom starken Preisverfall und der reduzierten Stahlschrottnachfrage getrübt, die sich negativ auf die Absatzmenge der TSR-Gesellschaften auswirkten. Insgesamt wurde im Jahr 2022 trotz der herausfordernden Marktentwicklung eine Steigerung der Gesamtleistung und des Rohergebnisses erzielt. Das operative Ergebnis lag dagegen aufgrund gestiegener Energie- und Personalkosten unter dem Vorjahresniveau. Im Bereich REMEX Mineralstoffrecycling war das Geschäftsjahr von einer zufriedenstellenden Nachfrage nach Deponiekapazitäten und einer insgesamt guten Auftragslage durch das Baugewerbe gekennzeichnet. Negative Effekte aufgrund der im Jahresverlauf rückläufigen Metallpreise u.a. im Bereich der Schlackeaufbereitungsanlagen konnten hierdurch größtenteils kompensiert werden. Insgesamt verbesserte sich die Gesamtleistung und das Rohergebnis. Das operative Ergebnis konnte das Ergebnis des Vorjahres jedoch nicht erreichen. Der Spezialbereich REMONDIS Recycling profitierte in der ersten Jahreshälfte von einer hohen Nachfrage nach Kunststoffen bei einem hohen Marktpreisniveau. Die gestiegenen Energiekosten führten jedoch zum Ende des Jahres zu einem Nachfragerückgang und zu einem stark sinkenden Preisniveau bei Kunststoffrezyklaten und trübten somit das Gesamtbild. Insgesamt konnten die Vorjahreswerte zu den wesentlichen Kennzahlen Gesamtleistung, Rohergebnis und operatives Ergebnis im aktuellen Geschäftsjahr übertroffen werden. Im Spezialbereich REMONDIS Production entwickelte sich die Versorgung mit Rohstoffen recht positiv. Insbesondere der Bereich Metallschlacke verzeichnete aufgrund eines günstigen Marktumfelds und vertrieblicher Erfolge sowie der damit verbundenen guten Auslastung der Produktionsanlagen im Vergleich zum Vorjahr eine Verbesserung des Ergebnisbeitrags. Das Geschäftsfeld Gips war durch die hohen Energie- und Rohstoffkosten stark belastet. Demgegenüber konnten jedoch Absatzsteigerungen durch vertriebliche Erfolge und eine damit verbundene gute Auslastung der Werke realisiert werden. Im Vergleich zum Vorjahr erzielte der Spezialbereich REMONDIS Production eine gestiegene Gesamtleistung, einen höheren Rohertrag sowie ein verbessertes operatives Ergebnis. Im Geschäftsfeld Services bietet die REMONDIS-Gruppe unter dem Dach der REMONDIS Maintenance & Services (BUCHEN und XERVON) international industrielle Dienstleistungen zur Errichtung, Instandhaltung, Reinigung und Entsorgung von Industrieanlagen sowie Sanierungsdienste an. Das Geschäftsjahr 2022 verlief äußerst positiv, mit einer erfreulichen Auslastung im Tages- und Projektgeschäft. Insbesondere die nationalen Einheiten verzeichneten mit zusätzlichen ungeplanten Stillstands- und Projektarbeiten und die niederländischen Aktivitäten mit einem starken Offshore-Geschäft deutliche Zuwächse. Auch die Integration, der im vergangenen Jahr erworbenen schwedischen Aktivitäten, verlief positiv und trug zum Wachstum bei. Demgegenüber ergab sich jedoch eine Belastung aus allgemeinen Kostensteigerungen und der Energiekrise. Ferner stellt der sich verschärfende Fachkräftemangel eine große Herausforderung dar. Die Geschäftsaktivitäten im Nahen Osten befinden sich zudem weiterhin in der Restrukturierung. Insgesamt konnten die Berichtseinheiten im Geschäftsfeld Services ihre Gesamtleistung und ihr Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr erhöhen und einen verbesserten operativen Ergebnisbeitrag leisten. In dem Geschäftsfeld Wasser bietet REMONDIS Aqua Lösungen auf allen Wertschöpfungsstufen, von der Wasserversorgung bis zur Abwasserentsorgung für kommunale und industrielle Kunden, im In- und Ausland an. Im Jahr 2022 belasteten die hohen Energiekosten sowohl die inländischen als auch die ausländischen Unternehmen im Geschäftsfeld Wasser. Ungeachtet dessen wiesen die deutschen Aktivitäten durch den Ausbau der Vertriebsaktivitäten, insbesondere im Bereich der Klärschlammverwertung und -aufbereitung, eine positive Geschäftsentwicklung auf und steigerten die Gesamtleistung gegenüber dem Vorjahr. Auch bei der Beteiligung an der Südwestfalen Wasser und Energie AG (ENERVIE) war eine Fortsetzung der erfreulichen Entwicklung in Bezug auf die Ertrags- und Finanzlage festzustellen. Bei den spanischen Aktivitäten führten neben den hohen Energiekosten auch ausstehende Projekte zu einem rückläufigen Ergebnis. Insgesamt konnte im Geschäftsfeld Wasser im Vergleich zum Vorjahr eine Steigerung der Gesamtleistung und des Rohergebnisses erzielt werden, das operative Ergebnis lag jedoch unter dem Vorjahreswert. Rhenus Im Geschäftsjahr 2022 wurde die Organisationsstruktur der Rhenus-Gruppe angepasst. Statt der bisherigen drei operativen Geschäftsbereiche (Contract Logistics, Freight Logistics, Port Logistics), sieht die neue Struktur fünf operative Divisions (Automotive, Contract Logistics, Overland Transport, Port Logistics und Air & Ocean) vor, die eine stärkere Fokussierung auf gleiche bzw. voneinander abhängige Geschäftsmodelle ermöglicht. Die Division Automotive resultiert aus dem vormaligen Geschäftsfeld Automotive. Nachdem im Vorjahr das geplante operative Ergebnis nahezu erreicht worden war, gelang es der Division Automotive im Berichtsjahr ein Ergebnis zu erzielen, das über den eigenen Erwartungen und auch über dem Vorjahresergebnis lag. Zu diesem positiven Ergebnis trugen zusätzliche Auftragsvolumina an mehreren Standorten bei. Darüber hinaus stellten die Beschaffungsprobleme der Kunden (Halbleitermangel, Kabelbäume) im abgelaufenen Geschäftsjahr alle Beteiligten vor Herausforderungen. Auch der russische Angriff auf die Ukraine hatte unmittelbare Auswirkungen auf die Lieferketten der OEMs, was auch zur Absage von Schichten und zur Umplanung von Produktionsprogrammen beitrug. Die hieraus resultierenden Nachfrage- und Produktivitätsschwankungen konnte die Division Automotive mehrfach durch erfolgreiche Nachverhandlungen ausgleichen. Das operative Ergebnis der Division Contract Logistics lag im Geschäftsjahr 2022 unter dem Vorjahr, aber über dem Budget. Während die Business Unit Office Systems ein operatives Ergebnis sowohl über dem Vorjahr als auch über dem Budget erwirtschaftete, übertraf die Business Unit Warehousing Solutions zumindest das festgelegte Budget. Die Vorjahresergebnisse konnten nicht erreicht werden, da die Business Lines Warehousing Solutions Europe und Warehousing Solutions Intercontinental im Vergleich zum Vorjahr durch Hochläufe insbesondere in Deutschland, Frankreich und in den USA sowie durch geringere Mengen bei einzelnen größeren Kunden in den Niederlanden und Polen belastet wurden. In der Business Line Air Cargo Handling konnten durch Volumensteigerungen und verbesserter Produktivität das operative Ergebnis im Vergleich zum Budget und nochmals im Vergleich zum Vorjahr gesteigert werden. Die Division Overland Transport richtet mit der zugehörigen Business Unit Road Freight und der aus dem ehemaligen Geschäftsbereich Contract Logistics stammenden Business Unit Special Delivery ihren Fokus auf landgestützte Verkehre. Die Division Overland Transport lag mit ihrem operativen Ergebnis in Summe leicht unter dem Ergebnis des sehr erfolgreichen Vorjahres, aber deutlich über dem Budget 2022. Dabei verzeichnete die Business Unit Road Freight, insbesondere in den europäischen Ländern Spanien, Deutschland, Frankreich sowie Großbritannien, eine erfreuliche Entwicklung. Neben der wirtschaftlichen Belebung und einer verbesserten Preisqualität hielt die verstärkte Nachfrage nach Zolldienstleistungen im grenzüberschreitenden Verkehr unverändert an. Die Business Unit erwirtschaftete im Berichtsjahr ein operatives Ergebnis, das deutlich über Vorjahr und Budget lag. Nachdem sich in den Vorjahren die gestiegene Nachfrage im E-Commerce erfreulich auf die Business Unit Special Delivery ausgewirkt und diese zu einem Rekordergebnis geführt hatte, normalisierte sich im Verlauf des Jahres 2022 das Konsumentenverhalten durch die nach den Pandemiejahren wieder nutzbaren Konsumalternativen (Reise, Gastronomie u.a.) zunehmend. Neben dem hieraus resultierenden Mengenrückgang belasteten auch die Kosten für einen Hochlauf in Großbritannien das Ergebnis im Vergleich zum Vorjahr. In der Division Air & Ocean bündelt Rhenus alle speditionellen Dienstleistungen um Luft- und Seefracht. Die Division ist aus dem vorherigen Geschäftsfeld Air & Ocean des Geschäftsbereichs Freight Logistics hervorgegangen. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr waren die lange anhaltend hohen Transportraten im Seefrachtbereich wesentlicher Einflussfaktor auf die Ergebnisentwicklung. Auf allen globalen Handelsrouten und auch in den Hinterlandverkehren bestand bis tief ins Jahr hinein Containermangel. Die chinesischen Maßnahmen zur Eindämmung von Covid19 verschärften unterjährig die Situation in Form von eruptiven Abfertigungswellen. Seit Herbst 2022 haben sich die Seefrachtraten von historischen Rekordpreisen im Sommer 2022 sehr schnell und deutlich auf ein Preisniveau reduziert, das zuletzt vor Ausbruch von Covid19 im Markt gültig war. Zusammen mit diesen globalen Faktoren wirkten sich insbesondere die Gewinnung von Neukunden und ein erfolgreiches Carrier-Management positiv auf das Ergebnis aus. Die Division Air & Ocean erzielte im Vergleich zum bisherigen Geschäftsfeld Air & Ocean ein operatives Ergebnis, welches deutlich über Budget und Vorjahr lag. Die Division Port Logistics umfasst die Business Units Ports, Port Transport und Contargo. Die Division Port Logistics verzeichnete ein sehr erfolgreiches Jahr und übertraf in allen Business Units sowohl das operative Ergebnis vom Vorjahr als auch das geplante Budget. In der Business Unit Ports war diese Entwicklung auf eine allgemein höhere Beschäftigung zurückzuführen. Neben dem Wachstum durch Mehrmengen bei Stahl, Baustoffen und Agrarprodukten machte sich insbesondere die krisenbedingt höhere Nachfrage nach Kohleumschlag an vielen Standorten im Ergebnis bemerkbar. Die Business Unit Port Transport wurde in ihrer Ergebnisentwicklung wesentlich durch das sehr gute Ergebnis der Business Line Shipping beeinflusst. Die Business Line Shipping partizipierte im abgelaufenen Geschäftsjahr von der außergewöhnlichen Marktsituation, die durch eine stark gestiegene Nachfrage nach Kohletransporten und dem sich hierdurch verknappenden Schiffsraum geprägt war. In der Business Unit Contargo wurde der angespannten Marktsituation durch zusätzliches Lagergeld sowie durch Dringlichkeits-, Kleinwasser- und Energiekostenzuschläge Rechnung getragen. Die ergriffenen Maßnahmen kompensierten Mengenrückgänge an einzelnen Standorten und trugen zur positiven Ergebnisentwicklung bei. SARIA Die Division Organics2Power beinhaltet die Geschäftsbereiche ReFood, SecAnim und ecoMotion. Der Geschäftsbereich ReFood litt im Vorjahr noch unter den coronabedingten Einschränkungen in der Gastronomie. Im abgelaufenen Jahr 2022 lagen die eingesammelten und verarbeiteten Rohwarenmengen um 7 % über dem Vorjahreswert und um 2 % unter dem Budgetwert. Zu einem positiven Umsatz- und Ergebnisbeitrag des Geschäftsbereiches über dem Vorjahres- und Budgetwert führten vor allem die Marktpreisentwicklungen für Fette und Energie. Die Absteuerung der Gärreste bleibt eine kostenintensive und andauernde Herausforderung. Mit dem Geschäftsbereich SecAnim ist die Gruppe unter anderem in allen großen Volkswirtschaften in der EU aktiv. Es handelt sich in der Tendenz um einen stabilen und in aller Regel staatlich geregelten Markt. Die verarbeitete Rohwarenmenge lag im Jahr 2022 um 2 % unter dem Vorjahreswert. Die gestiegenen Fettpreise führten trotz des Volumenrückgangs zu einem Anstieg der Umsatzerlöse gegenüber dem Budget- und Vorjahreswert. Das Ergebnisziel wurde jedoch für diesen energieintensiven Geschäftsbereich aufgrund der hohen Preise für sämtliche Energieträger, insbesondere im 2. Halbjahr und im Berichtsjahr insgesamt, deutlich verfehlt und lag unter dem Vergleichswert des Vorjahres. Im Geschäftsbereich ecoMotion hat das hohe Verkaufspreisniveau für Biodiesel in der Berichtsperiode zu einem deutlichen Umsatzzuwachs gegenüber dem Vorjahr geführt. Die positiven umsatzseitigen Preiseffekte konnten die überproportional gestiegenen Preise für Tierfett, dem wesentlichen Vorprodukt für Biodiesel, nicht kompensieren. Der daraus resultierende Rückgang der Rohertragsmarge ist der wesentliche Treiber für den Ergebnisrückgang gegenüber dem Vorjahr und dem Budget. Die Division Petfood & Feed besteht aus den zwei Geschäftsbereichen SARVAL und Bioceval. Der Geschäftsbereich SARVAL profitierte im Jahr 2022 von weiteren deutlichen Preissteigerungen auf den internationalen Fettmärkten sowie der Nachfrage insbesondere aus dem Bereich Petfood. Die insgesamt verarbeiteten Rohwarenmengen gingen gegenüber dem Vorjahr leicht zurück, so dass vor allem die hohen Fettpreise zu einer signifikanten Verbesserung der Umsatz- und Ergebnissituation beigetragen haben. Das Umsatz- und Ergebnisziel für das Geschäftsjahr wurde infolgedessen deutlich übertroffen. Der Geschäftsbereich Bioceval zeigte sich auch im Geschäftsjahr 2022 stark umkämpft. SARIA betreibt das Geschäft mit Standorten in Deutschland, Frankreich und Spanien. Ein Verarbeitungsstandort in Polen wurde im abgelaufenen Jahr geschlossen. Der Wettbewerb hinsichtlich der Beschaffung der Rohwaren blieb intensiv, insbesondere getrieben durch eine Angebotsverknappung als Folge des Ukraine-Krieges und eine Reduzierung der Fischfangquoten. Die Verkaufspreise lagen deutlich über dem Budget und auch über dem Vorjahr, sodass trotz Verarbeitungsmengen unter dem Budget der Umsatz signifikant gesteigert werden konnte und das operative Ergebnis sowohl über dem Vorjahres- als auch über dem budgetierten Wert lag. Die Division Food & Pharma umfasst die Geschäftsbereiche Van Hessen und Bioiberica. Im Geschäftsbereich Van Hessen wurde trotz Covid-bedingter Personalausfälle, gestiegener Kosten und eines geringeren Schlachtaufkommens in Europa ein zufriedenstellendes Ergebnis erzielt. Insgesamt wurde das Umsatz- und das Ergebnisziel übertroffen. Das Geschäft mit Därmen hat sich im Geschäftsjahr erneut sehr positiv entwickelt. Wenn auch das geplante Verkaufsvolumen bei den Schweine- und den Schafsdärmen nicht erreicht wurde, verbesserte sich die Marge angesichts höherer Verkaufspreise. Im Pharma-Geschäft konnte Van Hessen sowohl die Produktion als auch die Preise für Mukosa im Jahr 2022 erhöhen. Das Fleischgeschäft stand dagegen aufgrund der fehlenden Nachfrage in Asien erneut stark unter Druck und hat die budgetierten Umsatzziele verfehlt. Der Geschäftsbereich Bioiberica hat sich operativ im Jahr 2022 grundsätzlich zufriedenstellend entwickelt. Insbesondere die Geschäftsbereiche Health Care, Companion Health Care und Animal Nutrition haben eine gute operative Performance gezeigt. Im wichtigen Geschäftsbereich Heparin waren signifikante Steigerungen der Rohmaterialpreise sowie erheblich gestiegene Energiekosten ursächlich für die negative Abweichung zum Vorjahr und Budget. Obwohl der budgetierte Umsatz übertroffen wurde, hat Bioiberica insgesamt das operative Ergebnis deutlich verfehlt und lag ebenfalls unter dem Vorjahresniveau. Transdev Der Transdev Gruppe ist es wiederholt gelungen die Fahrgastzahlen deutlich zu verbessern und ein Umsatzwachstum von rund 10 % zu erzielen. Aufgrund der stark gestiegenen Kosten für Kraftstoffe, Gas und Elektrizität lag das aktuelle Betriebsergebnis jedoch unterhalb des Vorjahres. Im abgelaufenen Geschäftsjahr verzeichnete die Transdev-Gruppe weltweit eine Reihe von geschäftlichen Erfolgen und Netzeinführungen. Beispielsweise wurde in Frankreich die Verlängerung des Saint-Etienne Vertrages sowie der Abschluss neuer Verträge in der Ill-de-France Region erzielt, in Australien wurden die Busverkehre in Perth und Sydney gewonnen, in den Niederlanden wurde die Verlängerung des Arnhem-Nimwegen Vertrages erreicht und in Deutschland wurden weitere Linien im S-Bahn-Netz Hannover in Betrieb genommen. Darüber hinaus fand in Kolumbien der erfolgreiche Start des GreenMovil Vertrages in Bogotá mit 406 Elektrobussen statt. Damit leistet dieser Vertrag einen bedeutenden Beitrag bei den Bestrebungen der Transdev-Gruppe im Zuge der Energiewende bis Ende 2023 den Einsatz von elektrischen Fahrzeugen weltweit auf 3.000 auszuweiten. B.2 Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage B.2.1 Ertragslage Konsolidiert stieg der Jahresumsatz im Konzernabschluss der RETHMANN SE & Co. KG im Geschäftsjahr 2022 auf 24.739 Mio. € (Vorjahr: 21.388 Mio. €). Hierzu trugen die Unternehmenssparten wie folgt bei:
Bei REMONDIS lagen die Handels- und Produkterlöse mit 6.887 Mio. € um 632 Mio. € bzw. 10 % über dem Vorjahresniveau von 6.255 Mio. €. Das gegenüber dem Vorjahr höhere durchschnittliche Preisniveau insbesondere für NE-Schrotte trug trotz rückläufiger Absatzmenge wesentlich zu dieser Entwicklung bei. Der Erlösanteil der NE-Schrotte hat im Vergleich zum Vorjahr von 16 % auf 18 % zugenommen. Der Bereich Erfassung, Aufbereitung, Verwertung und Beseitigung von Stoffströmen erzielte einen Erlösanstieg um 193 Mio. € auf 3.789 Mio. €. Der Anstieg ist überwiegend auf die positive Auftragslage sowie die jüngeren Unternehmensakquisitionen im In- und Ausland zurückzuführen, die im Jahr 2022 zeitanteilig bzw. erstmalig für volle 12 Monate erfasst wurden. Darüber hinaus stiegen die Umsatzvolumina der industriellen Dienstleistungen und auch die sonstigen Erlöse legten unter anderem aufgrund höherer Erlöse in den Bereichen Kanalsanierungen und Fuhrpark zu. Bei Rhenus erzielte die Division Automotive ein Umsatzwachstum gegenüber dem Vorjahr, welches mehrheitlich aus den Hochläufen von Projekten im Ausland resultierte. Ebenfalls lagen die Umsätze der Division Contract Logistics im Geschäftsjahr über dem Niveau des Vorjahres. Beide Business Units der Division verzeichneten im Berichtsjahr ein Umsatzwachstum, wobei die Business Line Warehousing Solutions Europe den größten Beitrag zum Umsatzwachstum lieferte. In der Division Overland Transport entwickelten sich die Umsätze der zugehörigen Business Lines im Geschäftsjahr heterogen. Während die Business Unit Road Freight ein Umsatzwachstum verzeichnete, bewegte sich das Umsatzniveau in der Business Unit Special Delivery leicht unter dem des Vorjahres. In Summe verzeichnete die Division Overland Transport ein Umsatzwachstum. Den im Vergleich zum Vorjahr höchsten relativen Anstieg des Gesamtumsatzes erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr die Division Port Logistics. Der Anstieg wurde von allen zugehörigen Business Units getragen. Größten Anteil am Wachstum hatte die Business Unit Port Transport. Die Division Air & Ocean verzeichnete das wertmäßig absolut größte Umsatzwachstum aller Divisions. Alle Business Units trugen zum Umsatzwachstum bei. Neben der wirtschaftlichen Belebung durch die Beendigung des chinesischen Lockdowns im Zuge der Covid-Politik waren insbesondere die hohen Seefrachtraten für Containertransporte ein wesentlicher Treiber der Entwicklung. Bei SARIA stieg im Berichtsjahr 2022 der konsolidierte Umsatz von 2.963 Mio. € um 688 Mio. € auf 3.651 Mio. €. Hiervon entfielen etwa ein Drittel auf den Geschäftsbereich SARVAL, die restlichen zwei Drittel verteilten sich fast gleichmäßig auf die Geschäftsbereiche ecoMotion, Bioiberica, ReFood, Van Hessen und SecAnim. Maßgeblich für die Entwicklung der Umsatzerlöse waren die im Verlauf des Geschäftsjahres gestiegenen Preise insbesondere für Fette, Biodiesel und Därme. Der Gesamtumsatz der RETHMANN-Gruppe von 24.739 Mio. € (Vorjahr: 21.388 Mio. €) wurde zu 41 % (Vorjahr: 43 %) in Deutschland, zu 34 % (Vorjahr: 34 %) in der europäischen Union (ohne Deutschland) und zu 25 % (Vorjahr: 23 %) im übrigen Ausland erzielt. Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen von 371 Mio. € auf 494 Mio. €. Diese Entwicklung ist unter anderem auf höhere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, auf höhere Kursgewinne sowie auf höhere Erträge aus der Endkonsolidierung und aus Sachanlagenabgängen zurückzuführen. Im Vorjahresvergleich erhöhte sich der Materialaufwand um 17 %. Die Rohergebnisquote 5 blieb mit 39 % unverändert. Der Personalaufwand nahm im Berichtsjahr um rd. 508 Mio. € bzw. 14 % auf 4.204 Mio. € (Vorjahr: 3.696 Mio. €) zu. Der Anstieg ist überwiegend auf die gewachsene Anzahl von Mitarbeitern und Lohn- und Gehaltsanpassungen zurückzuführen. Die Personalintensität 6 betrug unverändert 44 %. Im Berichtsjahr wurden in der RETHMANN-Gruppe durchschnittlich 90.041 (Vorjahr: 84.261) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt. Die Gesamtzahl der Mitarbeiter setzte sich zusammen aus 54.782 (Vorjahr: 51.402) gewerblich Beschäftigten, 30.357 (Vorjahr: 28.617) angestellt Beschäftigten und 4.902 (Vorjahr: 4.242) Aushilfen. Ergänzt um die in der Unternehmensgruppe beschäftigten Auszubildenden (2.110, Vorjahr: 2.113) ergab sich eine Gesamtmitarbeiterzahl von 92.151 (Vorjahr: 86.374). Auf das Inland entfielen rd. 55 % (Vorjahr: 55 %) der Arbeitsverhältnisse. Die Summe der Abschreibungen sank im Berichtsjahr auf 1.017 Mio. € (Vorjahr: 1.099 Mio. €). Hiervon entfielen 1.015 Mio. € (Vorjahr: 1.097 Mio. €) auf Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen und 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) auf Abschreibungen auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens. Im Vergleich zum Vorjahr sanken die Abschreibungen auf Sachanlagevermögen um 95 Mio. € auf 776 Mio. €. In den Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 39 Mio. € enthalten. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 677 Mio. € bzw. 27 % auf 3.211 Mio. € (Vorjahr: 2.534 Mio. €). Größte Einzelpositionen innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen waren die KFZ-Kosten mit 487 Mio. € (Vorjahr: 346 Mio. €), die Mieten und ähnliche Aufwendungen mit 410 Mio. € (Vorjahr: 352 Mio. €) und die Reparaturen / Instandhaltungen mit 391 Mio. € (Vorjahr: 325 Mio. €). Das Ergebnis aus Finanzanlagen verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr um 97 Mio. € auf 142 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €). Der Anstieg ist vor allem auf die Beteiligung an der Transdev-Gruppe zurückzuführen. Das anteilige Ergebnis an der Transdev-Gruppe verbesserte sich um 59 Mio. € auf 9 Mio. € (Vorjahr: -50 Mio. €). Das Zinsergebnis verbesserte sich um 14 Mio. € auf -52 Mio. € (Vorjahr: -66 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern liegt 2022 mit 1.261 Mio. € rd. 251 Mio. € über dem Vorjahreswert von 1.010 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von 343 Mio. € (Vorjahr: 335 Mio. €) erwirtschaftete die Unternehmensgruppe im Jahr 2022 einen Jahresüberschuss in Höhe von 918 Mio. € (Vorjahr: 675 Mio. €). Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und Ertrag resultiert vor allem aus gestiegenen Körperschaftsteuern sowie Kapitalertragsteuern. Nach Abzug der gegenüber dem Vorjahr um 3 Mio. € auf 71 Mio. € gestiegenen Ergebnisanteile fremder Gesellschafter ergibt sich zum 31.12.2022 ein Konzernjahresüberschuss in Höhe von 847 Mio. € (Vorjahr: 607 Mio. €). In Relation zum Rohergebnis entwickelten sich die Kennzahlen EBITDA und Konzernjahresüberschuss wie folgt:
Vergleich mit Vorjahresprognose Unter der Voraussetzung, dass sich die Märkte, auf denen die Unternehmensgruppe aktiv ist, stabil entwickeln, wurde vom Vorstand der RETHMANN-Gruppe im Konzernlagebericht zum Geschäftsjahr 2021 die Erwartung dargestellt, dass die Werte für die Kennzahlen Umsatz, Rohergebnis, Konzernjahresüberschusses sowie EBITDA unterhalb der außerordentlich hohen Werte des Jahres 2021 jedoch deutlich über dem Niveau des Jahres 2020 liegen werden. Im Vergleich zu 2021 stellt sich die tatsächliche Entwicklung der wesentlichen finanziellen Leistungsindikatoren der Unternehmensgruppe im Berichtsjahr wie folgt dar:
Entgegen der Erwartung des Vorstands konnten alle Kennzahlen gegenüber 2021 deutlich gesteigert werden. Erläuterungen zu den Hintergründen der Abweichungen sind im Kapitel B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr beschrieben. B.2.2 Vermögenslage Die Bilanzsumme der Unternehmensgruppe stieg im Vergleich zum Vorjahr um 959 Mio. € (+8 %) auf 12.772 Mio. € (Vorjahr: 11.813 Mio. €). Aus erstmals vollkonsolidierten Gesellschaften resultiert ein Anstieg von 363 Mio. €. Das Anlagevermögen der RETHMANN-Gruppe erhöhte sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr (6.163 Mio. €) auf 6.699 Mio. € (+9 %). Das Sachanlagevermögen wies einen Anstieg gegenüber dem Vorjahr um 499 Mio. € bzw. 11 % auf 5.219 Mio. € aus. Die Veränderung des Sachanlagevermögens resultiert vor allem aus den Zugängen inkl. der Veränderungen aus dem Konsolidierungskreis, die mit 1.528 Mio. € über den Abschreibungen und Abgängen in Höhe von 779 Mio. € bzw. 340 Mio. € lagen. Der Wert der Immateriellen Vermögensgegenstände ging dagegen um 6 Mio. € bzw. 1 % gegenüber dem Vorjahr auf 486 Mio. € zurück und der Wert der Finanzanlagen stieg um 43 Mio. € bzw. 5 %. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich in Summe eine Erhöhung des Umlaufvermögens. Die Erhöhung um 383 Mio. € bzw. 7 % auf 5.840 Mio. € resultiert aus einem Anstieg der Vorräte um 188 Mio. € bzw. 19 % auf 1.191 Mio. €. Ebenfalls fielen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 3.270 Mio. € (+125 Mio. € bzw. 4 %) und die sonstigen Vermögensgegenstände mit 581 Mio. € (+119 Mio. € bzw. 26 %) höher aus. Dagegen reduzierte sich das Guthaben bei Kreditinstituten um 59 Mio. € bzw. 8 % auf 711 Mio. €. Das Eigenkapital der Unternehmensgruppe konnte erneut gesteigert werden. Die Summe des Eigenkapitals erhöhte sich von 4.395 Mio. € im Jahr 2021 um 750 Mio. € (+17 %) auf 5.145 Mio. € im Jahr 2022. Dies lag vor allem an dem Ergebnis vor Steuern in Höhe von 918 Mio. €. Gegenläufig wurden 125 Mio. € den Gesellschafterkonten im Fremdkapital zugeschrieben. Die Eigenkapitalquote zur Bilanzsumme verbesserte sich dementsprechend von 37 % im Jahr 2021 auf 40 %. Der Gesamtbetrag der Rückstellungen stieg per 31.12.2022 auf 2.606 Mio. € und lag damit um 317 Mio. € über dem Vorjahresniveau von 2.289 Mio. €. Dieser Anstieg ergab sich vor allem aus den höheren sonstigen Rückstellungen (+273 Mio. €; +15 %). Die sonstigen Rückstellungen enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Rekultivierungsverpflichtungen, drohende Verluste, Entsorgungskosten, unterlassene Instandhaltung, Rückbauverpflichtungen, bereits vereinnahmte Leistungsentgelte sowie Schadensersatzverpflichtungen. Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stiegen im Vorjahresvergleich um 16 Mio. € (+5 %) und die Steuerrückstellungen um 28 Mio. € (+15 %). Der für die Diskontierung der Pensionsverpflichtungen heranzuziehende Zinssatz wurde aus den individuellen Durationen der einzelnen Versorgungswerke abgeleitet. Er lag in keinem Fall oberhalb von 1,79 % p.a. Zu den weiteren Details wird auf die Erläuterungen unter Punkt IV. ii. im Anhang verwiesen. Die Summe der Verbindlichkeiten reduzierte sich um 2 % auf 4.857 Mio. € (Vorjahr: 4.972 Mio. €). Dem Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 104 Mio. € stand ein Rückgang der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um 177 Mio. € (vgl. B.2.3. b)) sowie ein Rückgang der sonstigen Verbindlichkeiten um 35 Mio. € gegenüber. B.2.3 Finanzlage Kapitalstruktur
Das wirtschaftliche Eigenkapital der RETHMANN-Gruppe setzt sich zusammen aus dem bilanziellen Eigenkapital in Höhe von 5.145 Mio. € (Vorjahr: 4.395 Mio. €) und den Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr: 10 Mio. €). Bezogen auf die Bilanzsumme erhöhte sich die Quote des wirtschaftlichen Eigenkapitals von 37 % auf 40 %.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten konnten um 177 Mio. € auf 2.399 Mio. € (Vorjahr: 2.576 Mio. €) vermindert werden. Diese Entwicklung war vor allem auf die Unternehmenssparte SARIA zurückzuführen. Der Bestand an Passiva aus Forfaitierungen stieg im Berichtsjahr um 4 Mio. € auf 32 Mio. € (Vorjahr: 28 Mio. €). Unter den sonstigen Verbindlichkeiten werden zudem Verbindlichkeiten aus Schuldscheindarlehen (1 Mio. €; Vorjahr: 16 Mio. €), die nicht in den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten auszuweisen sind, dargestellt. Das wirtschaftliche Fremdkapital reduzierte sich daher in Summe im Berichtsjahr auf 2.432 Mio. €. Die Quote des wirtschaftlichen Fremdkapitals zur Bilanzsumme sank auf 19 %. Zur Sicherstellung der Finanzierung der RETHMANN-Gruppe wurden durch die Unternehmenssparten mit einer Vielzahl von Banken Finanzierungsrahmen und Kontokorrentlinien sowie Rahmen für Avale ausgehandelt. Der Großteil der vorgenannten Finanzierungen wird den Gruppengesellschaften auf Basis der Mithaftung der jeweiligen Spartenobergesellschaft zur Verfügung gestellt. Die Rahmen und Linien sind überwiegend revolvierend ausgestaltet und waren zum Jahresende und zum Zeitpunkt der Beendigung der Aufstellung des Konzernjahresabschlusses zum überwiegenden Teil nicht ausgeschöpft. Die Einhaltung der für diese Kredite mit den Banken auf Ebene des jeweiligen Konzernabschlusses der Spartengesellschaften vereinbarten Covenants war jederzeit gewährleistet. Liquidität Im Rahmen des Cash-Managements stand den Unternehmen der RETHMANN-Gruppe neben den vereinbarten und nicht ausgeschöpften Linien wie im Vorjahr ein relevantes Guthaben zur Verfügung. Der Finanzmittelfonds wies zum Jahresende 2022 einen Wert von 466 Mio. € aus und reduzierte sich damit im Vergleich zum Vorjahr um 68 Mio. €. In dieser Position sind Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten in Höhe von 711 Mio. € (Vorjahr: 770 Mio. €) sowie Wertpapiere des Umlaufvermögens in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) enthalten, saldiert mit den Kontokorrentverbindlichkeiten von 246 Mio. € (Vorjahr: 237 Mio. €). Cashflow
Für die Finanzierung des Geschäfts standen im Berichtsjahr ausreichend Mittelzuflüsse aus der laufenden Geschäftstätigkeit zur Verfügung. Entsprechend des anzuwendenden Deutschen Rechnungslegungsstandards Nr. 21 ergab sich ein Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit in Höhe von 1.657 Mio. € (Vorjahr: 1.381 Mio. €).
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit lag im Jahr 2022 bei -1.333 Mio. € (Vorjahr: -1.073 Mio. €). Vor allem bei REMONDIS und Rhenus fanden im Berichtsjahr Akquisitionen im In- als auch im Ausland zur Abrundung des Gruppenportfolios statt. Hierzu verweisen wir auf die Übersicht im Anhang unter II. i. Die Auszahlungen für Investitionen des Jahres 2022 in Höhe von 1.581 Mio. € (Vorjahr: 1.316 Mio. €) resultierten zu 16 % (Vorjahr: 18 %) aus Zugängen zum Konsolidierungskreis und zu 84 % (Vorjahr: 82 %) aus dem Erwerb von sonstigem Anlagevermögen. Ihnen standen Zuflüsse aus Desinvestitionen in Höhe von 124 Mio. € (Vorjahr: 138 Mio. €) gegenüber.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit betrug im Berichtsjahr -401 Mio. € (Vorjahr: -22 Mio. €). Hierbei überstiegen die Auszahlungen aus der Tilgung von Finanzkrediten in Höhe von 710 Mio. € (Vorjahr: 603 Mio. €) die Einzahlungen aus der Aufnahme von Finanzkrediten in Höhe von 489 Mio. € (Vorjahr: 704 Mio. €). Sonstige finanzielle Verpflichtungen Zu den sonstigen finanziellen Verpflichtungen gehören vor allem zukünftige Miet-, Pacht- und Leasingaufwendungen, zu deren Erfüllung die Unternehmensgruppe vertraglich verpflichtet ist. Diese stiegen im Vorjahresvergleich von 1.778 Mio. € auf 2.106 Mio. € im Berichtsjahr an. Inklusive des Bestellobligos (224 Mio. €), der Verpflichtungen aus langfristigen Abnahmeverträgen (654 Mio. €), der Verpflichtung zur Übernahme von Beteiligungen (3 Mio. €) und der Verpflichtung aus Geschäftsbesorgungsverträgen (1 Mio. €) erhöhte sich in 2022 die Summe der sonstigen finanziellen Verpflichtungen von 2.711 Mio. € auf 2.988 Mio. €. Verschuldungsquote Ein wesentlicher Indikator für die Finanzierungsfähigkeit der Unternehmensgruppe ist die Verschuldungsquote. Diese ergibt sich aus dem Vergleich der Netto-Finanzschulden mit dem EBITDA und stellte sich im Berichtsjahr wie folgt dar:
Aufgrund der geringeren Netto-Finanzschulden bei gleichzeitig gestiegenem EBITDA verbesserte sich die Verschuldungsquote der RETHMANN-Gruppe im Jahr 2022 auf 0,71 (Vorjahr: 0,81). B.3 Gesamtbeurteilung der Entwicklung im abgelaufenen Geschäftsjahr Die Entwicklung der Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage der RETHMANN-Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr war aus Sicht des Vorstands sehr zufriedenstellend. Trotz der herausfordernden gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen verzeichneten einige Geschäftsfelder eine sehr gute Auftragslage und Auslastung der Kapazitäten. Darüber hinaus wurde die Ergebnissituation in einigen Geschäftsfeldern durch unterjährig günstige Marktentwicklungen beflügelt. Umsatz, Rohergebnis, EBITDA und Konzernjahresüberschuss stiegen deutlich gegenüber den Vorjahreswerten. Das Eigenkapital konnte im Jahr 2022 erneut gesteigert werden. Die Verschuldungsquote verbesserte sich und liegt aus Sicht der Unternehmensleitung auf einem sehr zufriedenstellenden Niveau. C. Voraussichtliche Entwicklung mit ihren wesentlichen Risiken und ChancenC.1 Risiko - und Chancen bericht Risiken und Chancen sind Teil unternehmerischen Handelns. Um den langfristigen Fortbestand und ein nachhaltiges Wachstum der RETHMANN Unternehmensgruppe sicherzustellen, wurden Instrumente und Prozesse eingerichtet, um Risiken und Chancen frühzeitig zu erkennen und zu steuern. Hierbei wird ein gesundes Verhältnis von Chancen und Risiken angestrebt. Risikomanagement Die RETHMANN-Gruppe nutzt für die Erkennung von Risiken und zum Umgang mit diesen, wirksame Steuerungs- und Kontrollinstrumente. Das sehr detaillierte monatliche Berichtswesen erfasst zeitnah die Geschäftsentwicklung in allen Bereichen der Gruppe und erlaubt über einen Plan-/Ist-Vergleich sowie eine umfangreiche Kommentierung die Identifikation von Risikopositionen. Ergänzend werden Risiken bezüglich der Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen permanent überwacht. Auf Ebene der Sparten werden quartalsweise Risiken aus relevanten Beständen an fertigen und unfertigen Erzeugnissen, Waren sowie Recyclingrohstoffen erfasst und mit Risikolimiten abgeglichen. Aus Rechtsstreitigkeiten hervorgehende Risiken werden mindestens zweimal pro Jahr ermittelt und bewertet. Investitionen, Desinvestitionen sowie Unternehmensbeteiligungen bedürfen ab einer definierten Projektgröße der Freigabe durch den Vorstand und Aufsichtsrat der Sparten und werden im Genehmigungsprozess einer detaillierten Chancen- und Risikoanalyse unterzogen. Angesichts der internationalen Ausrichtung der Gruppe wird darüber hinaus einmal pro Jahr ein Länderrisikoreporting erstellt, in dem die investierten Mittel der Gruppe in Ländern, die ein erhöhtes Risikoprofil aufweisen, dargestellt und mit Risikolimiten abgeglichen werden. Die Risikoprofile für die Länder werden auf Grundlage öffentlich verfügbarer Risikoeinschätzungen von Marktexperten erstellt. Im Rahmen des gruppenweit eingerichteten Risikomanagementsystems werden zweimal jährlich systematisch Risiken identifiziert, erfasst und bewertet. Unter Risiken werden mögliche interne oder externe Ereignisse verstanden, die zu einer negativen Abweichung von der Budgetplanung führen können. Die Risiken werden dabei in Absatz-, Beschaffungs- und Finanzrisiken sowie innerbetriebliche, politisch-administrative und externe Risiken gegliedert. Bei der Risikobewertung werden sowohl die Schadenshöhe als auch die Eintrittswahrscheinlichkeit beurteilt und getroffene Maßnahmen zur Risikoreduzierung erläutert. Abschließend wird durch das Controlling ein umfassender Risikomanagementbericht für den Vorstand und Aufsichtsrat erstellt, auf dessen Basis die Risikosituation eingehend im jeweiligen Gremium erläutert und diskutiert wird. Der Fokus in der Berichterstattung wird auf die Nettorisiken gelegt. Die Risikoberichte beziehen sich sowohl auf das aktuelle Budgetjahr als auch auf den Mittelfristzeitraum. Aus Gründen der Konsistenz mit dem Kapitel C.2 Prognosebericht gehen wir nachfolgend ausschließlich auf die wesentlichen Risiken und Chancen des laufenden Geschäftsjahres ein. Die Auflistung erfolgt dabei gemessen an der Risikobedeutung in abfallender Reihenfolge. Kunden- und Vertragsverluste. Das Risiko aus Kunden- und Vertragsverlusten stellt ein bedeutendes Risiko in der RETHMANN-Gruppe dar. Bei REMONDIS besteht aufgrund der Rekommunalisierung von Dienstleistungen der Wasser- und Kreislaufwirtschaft in Deutschland weiterhin das Risiko, kommunale Entsorgungsverträge bei der Neuvergabe zu verlieren oder bestehende Konditionen nicht weiter durchsetzen zu können. Die Ungleichbehandlung durch das nach wie vor geltende Mehrwertsteuerprivileg der Kommunen steht unverändert in der Kritik. REMONDIS engagiert sich gemeinsam mit dem Bundesverband der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Rohstoffwirtschaft e. V. (BDE) in Brüssel weiterhin für eine entsprechende Anpassung der gesetzlichen Rahmenbedingungen, damit für alle Marktteilnehmer bei öffentlichen Ausschreibungen die gleichen Ausgangsbedingungen herrschen. Weitere Risiken in dieser Kategorie stehen in Verbindung mit der aktuellen Energiekrise. Die gestiegenen Energiekosten können Produktionsausfälle oder -verlagerungen in den energieintensiven Branchen wie der Chemieindustrie hervorrufen und entsprechend auch für die Gruppe zu kurz- oder langfristigen Kunden- und Vertragsverlusten führen. Bei Rhenus ist das Risiko von Kunden- und Vertragsverlusten das zentrale Risiko. Es resultiert unter anderem aus auslaufenden Kundenverträgen, dem Verfehlen der Vertriebsziele, Ertragsrückgängen durch Verschlechterung der Entgeltsituation oder der Kostensituation und aus anhaltenden Unsicherheiten insbesondere in der Automobilindustrie. Zur Senkung des Risikos wurden Gegenmaßnahmen implementiert, zu denen unter anderem die Erweiterung des Angebotes in der Produkttiefe, die Verstärkung des Vertriebs sowie frühzeitige Vertragsprüfung und Vertragsverlängerungsinitiativen zählen. Bei SARIA ergeben sich Risiken aus Kunden- und Vertragsverlusten besonders aus dem Wegfall von Entsorgungsaufträgen im Geschäftsbereich SecAnim (öffentliche Aufträge zur Tierkörperbeseitigung) und in Bereichen, die eine geringe Anzahl an Kunden aufweisen. Hinsichtlich des Vertriebs von Commodity-Produkten (Mehle und Fette) ist der Verlust einzelner Kunden weniger relevant, da diese Produkte an internationalen Märkten gehandelt werden. Die Schwankung in der Nachfrage hat jedoch über den Verkaufspreis eine Auswirkung auf die Profitabilität. Auch bei Transdev spielt der Erfolg bei den Ausschreibungen um profitable Verkehre eine bedeutende Rolle, so dass die Risiken aus Kunden- und Vertragsverlusten einen hohen Stellenwert einnehmen. Außerdem treten die Dienstleistungen vermehrt in den Wettbewerb mit neuen Mobilitätslösungen. Fehlkalkulationen. Die Unternehmensgruppe RETHMANN ist bestrebt, nachhaltig zu wachen und prüft stetig Vermarktungs- und Wachstumsmöglichkeiten in Form einer Erweiterung des Produkt- und Dienstleitungsangebotes als auch durch die strategische Akquisition von Unternehmen. Auch wenn ein sorgfältig erarbeitetes Konzept und eine Due Diligence für eine Bewilligung vorausgesetzt werden, können Risiken aufgrund nichtzutreffender Annahmen oder nicht identifizierter Belastungen nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der vorhandenen Marktkenntnisse und der regelmäßigen Durchführung von Nachkalkulationen, werden diese Risiken für die Gruppe jedoch begrenzt. Im aktuellen Risikobericht wurden in der Unternehmenssparte SARIA darüber hinaus Risiken aus der geplanten Übernahme des an der Londoner Börse gelisteten Unternehmens Devro Plc. berücksichtigt, die zwischenzeitlich vollzogen wurde (weitere Informationen hierzu unter Punkt VII im Anhang). Die Transaktion ist ein strategischer Meilenstein, der der SARIA-Gruppe den Zugang zu wichtigen neuen Märkten und Produkten eröffnet. Aufgrund der strikten Governance-Vorgaben für gelistete Unternehmen, welche sich in der Due Diligence bestätigt haben, stellt die Transaktion für SARIA weniger ein Risiko als vielmehr eine Chance dar. Rohstoff-, Produkt- und Dienstleistungsvermarktung. Für die Unternehmensgruppe RETHMANN hat das Risiko aus der Rohstoff-, Produkt- und Dienstleistungsvermarktung ebenfalls eine hohe Bedeutung. Der internationale Markt für Recyclingrohstoffe steht für REMONDIS weiter im zentralen Fokus. Langfristig wird eine steigende Nachfrage nach Rohstoffen erwartet. Kurzfristig ist die Entwicklung stark von der Konjunkturlage in Europa und der wirtschaftlichen Dynamik in den Schwellenländern abhängig. Preisrisiken für Recyclingrohstoffe werden soweit möglich mittels Kontrakte an Warenterminbörsen oder anderer Vereinbarungen abgesichert. Jedoch werden keine Finanzinstrumente ohne kongruente Grundgeschäfte eingesetzt. In der Unternehmenssparte Rhenus werden hier neben Risiken aus rückläufigen Raten in der See- und Luftfracht auch Vermarktungsrisiken aufgrund von Dieselverbotszonen berücksichtigt. In der Unternehmenssparte SARIA stellt die Abhängigkeit von den Zulieferern ein erhebliches Risiko dar. Besonders stagnierende Produktionsvolumen der mitteleuropäischen Fleisch- und Fischindustrie erhöhen den Druck auf die Lieferanten, neue Geschäftsfelder aufzubauen. Die Abhängigkeit verstärkt sich, da sich die Konsolidierung im Fleisch- und Fischmarkt fortsetzt und die Zulieferer durch den Aufbau eigener Kapazitäten zu Wettbewerbern werden können. Die Abhängigkeit von Zulieferern steigt besonders in Phasen von hohen Commodity-Preisen, wie sie aktuell zu beobachten sind. Die hohen Preise verstärken auf der einen Seite die Begehrlichkeiten der Zulieferer. Auf der anderen Seite erschweren sie Anpassungen der Einkaufspreise, falls es zu einem Verkaufspreisabschwung kommen sollte. Die Gruppe wirkt diesem Risiko durch Steigerung der Service-Qualität, langfristigen Verträgen mit Preisanpassungsklauseln und Optimierung des Umsatzes sowie der Kosten entgegen. Preisrisiken Beschaffung. Aufgrund der hohen Energiepreise nimmt das Preisrisiko für die Beschaffung weiterhin eine bedeutende Stellung in der RETHMANN-Gruppe ein. Im Unternehmensbereich REMONDIS umfasst das Risiko sowohl die stark gestiegenen Energiebezugspreise, verbunden mit dem Risiko weiter steigender bzw. volatiler Preise, als auch eine Instabilität der Versorgungsicherheit. Der drastische Anstieg der Energie- und Kraftstoffpreise hat sowohl unmittelbare Auswirkungen auf die Recyclingbetriebe im Bereich der Sammlung und Sortierung als auch auf die zum Teil energieintensive Herstellung von Recyclingprodukten. Durch eine frühzeitige Beschaffung von Strom und Erdgas sichert sich die REMONDIS-Gruppe bestmöglich gegen kurzfristige Marktpreisschwankungen ab. Auch die Rhenus-Gruppe berücksichtigt die gestiegenen Energiekosten bei der Risikobetrachtung. Darüber hinaus werden in dieser Risikokategorie Preisrisiken beim Einkauf von Subdienstleistungen einbezogen. In der SARIA-Gruppe werden vor allem in den sehr energieintensiven Divisionen O2P und Sinova bei steigenden Energiepreisen Risiken in Bezug auf die Profitabilität gesehen. Abgefedert wird dieses Risiko für einen Teil des Produktportfolios durch einen natürlichen Hedge, im Wesentlichen aufgrund der Korrelation zwischen Fett- und Energiepreisen. Darüber hinaus wird der Energieeinkauf eng gesteuert und durch die gruppenweite Umsetzung der Energieeinkaufsstrategie unterstützt. Auch die Entwicklung der Preise an den für die SARIA-Gruppe relevanten Rohstoff- und Absatzmärkten stellt ein bedeutsames Risiko dar und wird laufend überwacht und bewertet. Basierend auf den Erfahrungen der Vergangenheit wurde das Risikomanagement im Bereich der Rohstoffe weiter ausgebaut, um jederzeit Transparenz über die Wertrisiken aus offenen Positionen zu haben und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Dem aus der Volatilität der Rohstoffmärkte insbesondere im Bereich der Biodiesel-Aktivitäten resultierenden Risiko wird durch aktives Hedging konsequent begegnet. Die Schwankungen bei den Energiepreisen stellen auch für die Transdev-Gruppe ein bedeutendes Risiko dar. Der öffentliche Verkehrssektor weist einen hohen Energieverbrauch auf. Das Ausmaß des Preisrisikos ist abhängig von dem abgeschlossenen Verkehrsvertrag. Eine starke Volatilität in den Preisschwankungen kann nur weitergegeben werden, wenn auch der abgeschlossene Verkehrsvertrag eine engmaschige Aktualisierung der entsprechenden Indizes vorsieht. Compliance. Die RETHMANN-Gruppe unterliegt aufgrund ihrer internationalen Geschäftstätigkeit diversen nationalen Gesetzen und Bestimmungen sowie europarechtlichen Rahmenbedingungen. Aus diesem Grund stellt das Compliancerisiko gegenüber dem letzten Berichtszeitraum unverändert ein wesentliches Risiko in der RETHMANN-Gruppe dar. Neben denkbaren Fraud- sowie Korruptionsfällen, Zollrisiken und durch strengere Auflagen verursachte Kostensteigerungen werden insbesondere Risiken hinsichtlich der Einhaltung von Vorschriften und Normen und daraus resultierenden möglichen Bußgeldern, Schadensersatzforderungen und Vergleichszahlungen an dieser Stelle abgebildet. Chancenmanagement Unter Chancen verstehen wir positive Abweichungen von unserer Budgetplanung, die auf zukünftigen Ereignissen und Entwicklungen basieren. Die Identifikation und Ergreifung von Chancen leisten einen bedeutenden Beitrag zum Unternehmenswachstum. Das operative Management in den Unternehmenssparten identifiziert Chancen, indem es eng sowie kontinuierlich die Entwicklung in den Kerngeschäftsfeldern und -regionen verfolgt und Zielmärkte intensiv analysiert. Erfolgversprechende und zur strategischen Ausrichtung der Unternehmensgruppe passende Chancen werden dabei im Rahmen des Planungsprozesses und bei der Erarbeitung der strategischen Ziele berücksichtigt. Organische Wachstumschancen. Die REMONDIS-Gruppe erwartet, infolge der gestiegenen Anforderungen an nachhaltigen Lösungen aus dem Bereich der Kreislaufwirtschaft, sowohl ein zunehmendes Potenzial für vertrauensvolle Partnerschaften in der eigenen Branche als auch entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Sowohl in der Kreislauf- als auch in der Wasserwirtschaft bieten sich zudem Öffentlich-Private Partnerschaften (ÖPP) an. REMONDIS besitzt dank einer Vielzahl von ÖPP-Gesellschaften im In- und Ausland Erfahrung als strategischer Partner. Diese Partnerschaften ermöglichen einen beiderseitigen wirtschaftlichen Nutzen und können gleichzeitig zu einer Förderung der Nachhaltigkeit führen. Die Rhenus-Gruppe erwartet, dass die Transportmengen in der konventionellen Transportlogistik mittelfristig weiter steigen werden. Drastische Versorgungsengpässe und Zeitverzögerungen in den Lieferketten haben im Jahr 2022 die gesamtwirtschaftliche Abhängigkeit von funktionierenden Transportketten besonders deutlich gemacht. Aus dieser Nachfrage nach zuverlässigen Transportdienstleistungen resultieren Chancen für weiteres Wachstum der Rhenus-Gruppe. Nach der Feststellung des Bundesamtes für Logistik und Mobilität (BALM) ist die kurzfristige Entwicklung sowohl des Verkehrs als auch der Wirtschaft zurzeit mit gravierenden Unsicherheiten behaftet. Während bislang für 2022 saldiert mit einem etwas höheren Wachstum beim gesamtmodalen Güterverkehrsaufkommen als im Jahr 2021 gerechnet wurde, stellte sich nun ein Mengenrückgang ein. Diese Situation bietet bei einer positiven Umfeldveränderung erhebliche Chancen. Neben Nachholeffekten, die sich als Steigerung der Transportmengen ausprägen würden, sind positive Einflüsse auf Nachfragehöhe und -frequenz möglich. Gerade die Logistikwirtschaft hat sich aus den Erfahrungen der pandemiebedingten Lieferkettenstörungen robusteren und flexibleren Prozessen zugewandt und ist insofern für eine positive Nachfrageentwicklung gerüstet. Der SARIA-Vorstand sieht mittel- und langfristig für seinen Geschäftsbereich vor allem in der divisionalen Organisation der Geschäftsaktivitäten, das heißt im klaren Fokus auf unterschiedliche Kundensegmente, eine deutliche Chance. Insbesondere in denjenigen Geschäftsfeldern, die Produkte für weiterverarbeitende Branchen wie die Oleochemie, die Lebensmittel- sowie die Petfood-Industrie herstellen, stehen solche Maßnahmen im Fokus, die durch eine zunehmende Spezialisierung eine höhere Wertschöpfung ermöglichen. Diese Wertschöpfungserhöhung muss letztlich die zusätzlichen Kosten aus Spezialisierungsinvestitionen und zunehmender Komplexität überkompensieren. Auf diesem Weg soll die Angreifbarkeit, die gerade dann gegeben ist, wenn ausschließlich austauschbare Commodities produziert werden, reduziert werden. Gleichzeitig sieht der SARIA-Vorstand hierin die Chance, neue Kundengruppen zu akquirieren, um somit die erzielbaren Erlöse aus den vorhandenen Rohstoffen weiter zu steigern. Anorganische Wachstumschancen. Die drei Sparten der RETHMANN-Gruppe sind bestrebt, nachhaltig zu wachen und prüfen stetig sich ergebende Opportunitäten zur Akquisition von Unternehmen, sowohl in den bestehenden Märkten als auch in neuen internationalen Märkten. Mittel- und langfristig bietet die Integration neu erworbener Gesellschaften in die Unternehmensgruppe und die daraus resultierenden Potenziale weiterhin gute Chancen und Möglichkeiten die Entwicklung der vergangenen Jahre erfolgreich fortzusetzen und am regional starken Wirtschaftswachstum zu partizipieren oder die bestehende Marktposition auszubauen. So prüft die Rhenus-Gruppe beispielsweise die Möglichkeiten zur Expansion in Lateinamerika, Afrika oder Europa. Auch in der SARIA-Gruppe werden in den Kernländern, in denen die Konsolidierung der Verarbeitungsbetriebe tierischer Nebenprodukte noch nicht abgeschlossen ist, die Chancen aus interessanten Akquisitionsmöglichkeiten geprüft und aktiv vorangetrieben. Ferner ist die regionale Ausweitung der bestehenden Geschäftsaktivitäten über die bisherigen SARIA-Kernländer hinaus eine zusätzliche Zielrichtung, in der ein deutliches Wachstumspotenzial für die SARIA-Gruppe gesehen wird. Kontinuierlich wird daran gearbeitet, die Geschäftsmöglichkeiten in weiteren Ländern zu ergreifen, bei denen durch eigene Neuinvestitionen oder aber durch externes Wachstum das Know-how aus den Kernländern genutzt werden kann. Nachhaltigkeit. Die REMONDIS-Gruppe erwartet, dass die bereits zum heutigen Zeitpunkt hohe Bedeutung der Kreislaufwirtschaft und die Entwicklung zu einer kreislaufgeführten Wirtschaft weiter zunimmt. Der europäische "Green Deal" definierte im Jahr 2019 die Kreislaufwirtschaft als eine der tragenden Säulen bei der Bekämpfung des Klimawandels. Die Verwendung von Recyclingrohstoffen senkt den Bedarf nach primär abgebauten Rohstoffen und wirkt gleichzeitig Lieferengpässen und Preisschwankungen am Weltmarkt entgegen. Ein besonders großes Potenzial bietet der Einsatz von Recyclingmaterialien in der energieintensiven Stahlherstellung. Die Nutzung von Strom und Wärme aus der thermischen Verwertung wiederum fördert die Unabhängigkeit von Energieimporten. Die REMONDIS-Gruppe leistet durch ein vielfältiges Angebot an Recyclinglösungen, nachhaltigen Dienstleistungen sowie Lösungen zur regenerativen Energieproduktion hierzu einen essenziellen Beitrag. Aus der zunehmenden Verankerung von Nachhaltigkeitszielen, Ressourcenschonung und Erhöhung der Umweltverträglichkeit, sowohl in der Gesetzgebung als auch in der Industrie, ergeben sich damit für die REMONDIS-Gruppe zunehmend Chancen in Form einer steigenden Nachfrage nach ihrem Dienstleistungsangebot. In der Rhenus-Gruppe ist der Vorstand überzeugt, dass die erheblichen ökologischen Vorteile der Binnenschifffahrt und die auf Binnenwasserstraßen vorhandenen Transportkapazitäten für eine Mobilitätswende immer stärker in den Blick der Politik rücken werden und dieser Verkehrsträger zukünftig noch stärker in den Nachfragefokus gesetzt wird. Darin liegt mittel- und langfristig die Chance einer Stärkung dieses Transportweges, der seit Entstehung der Rhenus ein zentraler Bestandteil des Angebots ist. Gleichzeitig bestehen aufgrund umweltpolitisch bedingter Veränderungen der Kostenstruktur für den Straßengüterverkehr für Rhenus gute Chancen eine aktive Rolle in den Nachhaltigkeitsbestrebungen der gesamten Wertschöpfungskette der Kunden zu spielen und nachhaltige Logistiklösungen anzubieten. Auch in der SARIA-Gruppe sieht der Vorstand durch ein aktives und zielgerichtetes Nachhaltigkeitsmanagement große Chancen, einen relevanten Beitrag zu einer nachhaltigen Entwicklung zu leisten und Nachhaltigkeit gemeinsam mit den Geschäftspartnern entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu fördern - nicht nur hinsichtlich ökologischer, sondern auch sozialer Aspekte. Forschung & Entwicklung / Digitalisierung. Die REMONDIS-Gruppe sieht in der fortschreitenden Digitalisierung, Möglichkeiten für eine Optimierung und Automatisierung von operativen und kaufmännischen Geschäftsprozessen. Die Anwendungslandschaft und IT-Infrastruktur werden hierbei stetig weiterentwickelt. Neben aktuellen Technologien steht dabei auch das Thema Cyber-Sicherheit im Fokus. Innovative IT-Lösungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette tragen zudem zum Unternehmenswachstum und einer nachhaltigen Ressourcennutzung bei. Bei REMONDIS reichen diese Lösungen beispielsweise von bedarfsgerechter Informationserfassung aus dem Straßenumfeld, über smartes Tourenmanagement, bis hin zur Digitalisierung der Entsorgungsprozesse unserer Kunden. In der Logistikbranche zeigt sich ein zunehmender Mangel an qualifizierten Fachkräften. Neben der Logistik-Branche wird auch den anderen Bereichen der Unternehmensgruppe eine geringe Attraktivität für Arbeitnehmer zugeschrieben. Der bestehende Stamm an qualifizierten, langjährigen Mitarbeitern dämpft die Beschäftigungsrisiken und dient kurzfristig als Basis und Chance für neue, ertragreiche Geschäfte. Neben Investitionen in Humanressourcen werden auch im Rahmen der fortschreitenden Digitalisierung Investitionen in zukunftsfähige technische Prozesse getätigt. Die SARIA-Gruppe investiert gezielt in Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Ziel ist es, einen kontinuierlichen Strom an marktfähigen Produktansätzen und -ideen zu generieren, die zunehmend höherwertige und spezialisierte kundenbezogene Einsatzmöglichkeiten erlauben. Einen wichtigen Beitrag erhofft sich der SARIA-Vorstand in diesem Zusammenhang aus dem Geschäftsbereich Bioiberica. Hier wird sehr fokussiert nach neuen Einsatzmöglichkeiten von in der Gruppe bereits vorhandenen Rohstoffen geforscht. Einen weiteren wichtigen Beitrag wird zukünftig die für ihre Produktinnovationen bekannte Devro-Gruppe leisten, die in diesem Jahr akquiriert wurde. Daneben pflegt SARIA eine enge Zusammenarbeit mit diversen Hochschulen, um neue Verfahren und Produkte zu entwickeln. Internationalisierung. Für die Rhenus-Gruppe bietet die internationale Vernetzung der Gruppe angesichts politischer Krisen auch Chancen durch Diversifizierung des Angebots. Der Trend zur Regionalisierung der Handelsströme setzt sich vor dem Hintergrund der Pandemie, Handelshemmnissen sowie verhängter Sanktionen weiter fort und zieht eine Umstrukturierung der weltweiten Lieferketten nach sich, die unterschiedliche Auswirkungen haben wird. Der Rhenus-Vorstand sieht hier Chancen, da durch das regionale Setup der vergangenen Jahre die Präsenz der Rhenus-Gruppe in allen Weltregionen stark ausgeweitet wurde und die Gruppe flexibel auf regionale Verschiebungen durch Nutzung bereits vorhandener Strukturen reagieren kann. Auch die SARIA-Gruppe sieht gute Möglichkeiten, interessante Geschäftsmöglichkeiten in neuen Ländern zu ergreifen, bei denen das Kern-Know-how unmittelbar eingesetzt werden kann. Darüber hinaus besteht für die SARIA-Gruppe insbesondere in der Nutzung und gruppenweiten Skalierung von "Best Practice"-Ansätzen ein deutliches Potenzial über alle Geschäftsaktivitäten hinweg, sowohl auf der Kunden- als auch auf der Kostenseite. Weitere Chancen ergeben sich aus SARIA-Sicht in der Konzentration und gezielten Bearbeitung von einzelnen Märkten, Kundengruppen und Key Accounts. Diese Kundenorientierung spiegelt sich in der Ausrichtung der Gruppe in den drei operativen Divisionen mit jeweils klarem Kundenfokus wider. Unternehmensgruppe Im abgelaufenen Geschäftsjahr ergab sich aus Sicht der RETHMANN-Gruppe im Vergleich zum Vorjahr keine strukturelle Veränderung der Risikolandschaft. Der Vorstand sieht sich angesichts der komfortablen Finanzsituation und der eingeleiteten Maßnahmen gut aufgestellt, den weiterhin bestehenden Herausforderungen zu begegnen. Zudem ist die Gruppe unverändert daran interessiert, das Portfolio weiter auszubauen, sofern Unternehmen der für die Unternehmensgruppe interessanten Branchen national und international zum Verkauf stehen. Hinweise auf Risiken mit einem bestandsgefährdenden Einfluss auf die Unternehmensfortführung der RETHMANN-Gruppe sind derzeit nicht bekannt. C.2 Prognosebericht Entwicklung der Rahmenbedingungen 12 Im laufenden Jahr wird ein Anstieg der Weltproduktion von 2,5 % erwartet. Auch wenn mit dem Rückgang der Rohstoff- und Energiepreise die Inflationsraten langsam sinken, bleibt die Kerninflationsrate auf einem hohen Niveau. Gleichzeitig steigen die Finanzierungskosten aufgrund der strafferen Geldpolitik. Dies spüren vor allem die fortgeschrittenen Volkswirtschaften. Für diese prognostiziert das Institut für Weltwirtschaft ein Wachstum von lediglich 0,9 %. Ausschlaggebend ist hier vor allem ein Rückgang im Wohnungsbau in den Vereinigten Staaten und Europa. Zudem werden für die Vereinigten Staaten, aufgrund der höheren Finanzierungskosten und der sinkenden Auftragseingänge, geringere Unternehmensinvestitionen erwartet. Der private Konsum wirkt zunächst noch durch die angehäuften Ersparnisse aus der Pandemiezeit stützend. Für die Schwellenländer wird erwartet, dass die Wirtschaft im laufenden Jahr mit 4,0 % etwas stärker als im Vorjahr expandiert. Hierzu trägt vor allem die Abkehr von der Null-Covid-Politik in China bei, die die Konjunktur in Asien fördern wird. Für China wird eine Wachstumsrate von 5,2 % und für Indien von 5,9 % erwartet. Für den Euroraum wird ein Wachstum des Bruttoinlandsproduktes für das aktuelle Jahr von 1,1 % angenommen. Es wird erwartet, dass die Entspannung bei der Energieversorgung und ein Rückgang der Energiepreise die gesamtwirtschaftliche Produktion stabilisieren wird. Die deutsche Wirtschaft wird voraussichtlich für das laufende Jahr mit 0,5 % ein deutlich schwächeres Wachstum aufweisen. Aufgrund der hohen Inflation, die für das laufende Jahr auf 5,4 % geschätzt wird, sinkt die Kaufkraft der privaten Haushalte. Zudem wird mit einem Rückgang der Bauinvestitionen aufgrund der hohen Rohstoffpreise und Finanzierungskosten gerechnet. Das Verarbeitende Gewerbe wird dagegen von den nachlassenden Lieferengpässen und den noch bestehenden hohen Auftragsbeständen profitieren. Des Weiteren wird erwartet, dass die Erwerbstätigkeit weiter ansteigt und sich die Arbeitslosenquote mit 5,3 % auf einem niedrigen Niveau hält. Im März 2023 ist der ifo-Geschäftsklimaindex erfreulicherweise das fünfte Mal in Folge angestiegen. REMONDIS Der Start in das 2023 verlief für die REMONDIS-Gruppe insgesamt zufriedenstellend. Das operative Ergebnis übertraf in den ersten vier Monaten des Geschäftsjahres die Planwerte, lag jedoch unter dem Rekordniveau des Vorjahres. Im Geschäftsfeld Kreislaufwirtschaft sind die Inlandsregionen, die Gesellschaften des Bereichs REMONDIS International, REMONDIS Industrie Service, TSR sowie die Aktivitäten des Spezialbereichs REMONDIS Assets & Services mit einem Ergebnis über dem Plan-Niveau gestartet. Das Ergebnis der Inlandsregionen war auch zu Jahresbeginn von einem niedrigen Rohstoffpreisniveau und rückläufigen Mengen geprägt, insbesondere bei Kommunalmengen. Demgegenüber standen sinkende Kraftstoffpreise und Preisanpassungen. Im internationalen Bereich verlief der Start in das Jahr 2023 den Erwartungen entsprechend. Durch positive Effekte aus Winterdienstleistungen, eine insgesamt gute Auftragslage und eine allgemeine Entlastung aus sinkenden Kraftstoffpreisen konnten die Planvorgaben übertroffen werden. Der Bereich REMONDIS Industrie Service lag insbesondere aufgrund einer planmäßig verlaufenden Anlagenrevision unter dem Vorjahresergebnis. Innerhalb der TSR-Gruppe führten rückläufige Absatzmengen zu einer Unterschreitung des Vorjahresergebnisses. Die Entwicklung der Schrott- und Metallpreise hat sich zum Jahresbeginn wieder etwas beruhigt, sodass die Planvorgaben per April übertroffen werden konnten. Der Spezialbereich Production konnte in den ersten vier Monaten ein Ergebnis über Planniveau erzielen. Insbesondere im Geschäftsfeld LEGRAN (Metallschlacke) wirkte sich eine gute Marktlage sowie eine gute Auslastung der Produktion positiv auf den Ergebnisbeitrag aus. Der Spezialbereich REMEX ist durch die im Vergleich zum Vorjahr niedrigeren Metallpreise gekennzeichnet, konnte dennoch u.a. aufgrund einer erfreulichen Auslastung der Deponiekapazitäten die Planvorgaben übertreffen. Im Geschäftsfeld Services liegt die Auslastung im Tages- und Projektgeschäft bisher über den Erwartungen. Insbesondere bei den deutschen und den niederländischen Geschäftsaktivitäten führte die gute Beschäftigungslage zu zusätzlichen Ergebnisbeiträgen. Gegenläufig wirkten sich dagegen zum Teil deutliche Kostensteigerungen aus. Insgesamt liegt das operative Ergebnis des Bereichs Maintenance & Services über den Vorjahres- und Planwerten. Im Geschäftsfeld Wasser lagen die operativen Ergebnisse unter Vorjahresniveau, erfüllten jedoch die im Rahmen der Planung gesetzten Erwartungen. Gestiegene Energie- und Verwertungskosten trugen zu dieser Entwicklung bei. Der Geschäftsverlauf 2023 wird weiterhin von einer hohen Unsicherheit aufgrund der gesamtwirtschaftlichen Folgen des Krieges in der Ukraine geprägt sein, die eine Prognose erschweren. In der Vergangenheit hat sich das Geschäftsmodell der REMONDIS-Gruppe auch unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingen bereits mehrfach als sehr widerstandsfähig bewiesen. Entsprechend ist der REMONDIS-Vorstand zuversichtlich, mit dem resilienten Geschäftsmodell mit den Schwerpunkten der Erbringung von Dienstleistungen im Bereich der öffentlichen Daseinsvorsorge, dem Recycling und der Versorgung mit Recyclingrohstoffen zusammen mit der komfortablen finanziellen Ausgangslage auch in Zeiten von volatilen Rohstoff- und Energiepreisen erfolgreich agieren zu können. Angesichts der zum gegenwärtigen Zeitpunkt bestehenden Ungewissheit erwartet der REMONDIS-Vorstand für das Geschäftsjahr 2023, dass der Umsatz und das operative Ergebnis leicht unter dem Rekordniveau des abgelaufenen Geschäftsjahres liegen werden. Rhenus Die Rhenus-Gruppe verzeichnete einen guten Start in das Jahr 2023. Das kumulierte operative Ergebnis der Monate Januar bis April lag in Summe zwar unter dem Ergebnis des Vorjahres, erfüllte aber die budgetierte Erwartung. Das Budget wird im Rahmen einer Bottom-up-Planung ermittelt, in der die dezentralen Einheiten ihre Einschätzung über ihren eigenen Geschäftsverlauf sowie über die Entwicklungen auf ihren lokalen Märkten einfließen lassen. Einige der außergewöhnlich positiven Einflussfaktoren des abgelaufenen Geschäftsjahres werden sich nicht in gleicher Höhe im Jahr 2023 fortsetzen: dazu gehören hohe Seefrachtraten, , höhere Zuschläge (u.a. Congestion und Kleinwasser) in der Business Unit Contargo, da viele Ladungen nur mit teils erheblichen Verzögerungen oder mit Aufschlag abgewickelt werden konnten, oder die Ergebnissteigerungen in den Business Units Port Transport und Ports aufgrund von erhöhten Kohletransporten. So konnte im vierten Quartal 2022 ein deutlicher Rückgang vor allem der Seefrachtraten verzeichnet werden. Auch in manchen anderen Business Units wird sich die Ergebnissituation im Geschäftsjahr 2023 auf einem niedrigeren Niveau normalisieren. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind weiterhin von ungewöhnlich hoher Unsicherheit und Volatilität geprägt. Somit geht der Rhenus-Vorstand zwar davon aus, dass sich eine Wertschöpfung leicht über dem Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres erzielen lässt, das operative Ergebnis im Jahr 2023 aber unter dem der Rekordjahre 2021 und 2022 liegen wird. Gleichzeitig erwartet der Rhenus-Vorstand für 2023 ein operatives Ergebnis, welches deutlich über zu den vorhergehenden Jahren 2019 und 2020 liegt. SARIA Die SARIA-Gruppe verzeichnete einen verhaltenen Start in das Jahr 2023. Die in der zweiten Jahreshälfte 2022 einsetzende Korrektur der hohen Marktpreise der vergangenen drei Jahre für die produzierten Mehle, Fette und Därme hat sich in den ersten Monaten des neuen Geschäftsjahres 2023 fortgesetzt und beeinflusste dementsprechend die Umsatzerlöse des Teilkonzerns. Kompensierend auf die Ergebnisentwicklung wirkte sich eine deutliche Entspannung der europäischen Energiemärkte aus. Hierdurch lagen die Energiekosten der ersten vier Monate 2023 erheblich unter den Budgetwerten. Diese Entwicklung wird sich voraussichtlich im aktuellen Sommer fortsetzen, eine verlässliche Prognose darüber hinaus ist derzeit aber mit starken Unsicherheiten behaftet. Zur Abfederung der finanziellen Auswirkungen steigender Energiekosten hat die SARIA-Gruppe verschiedene Maßnahmen, vor allem über die Absicherung der künftigen Energieeinkäufe, ergriffen. Der Ausblick auf das Jahr 2023 wird ferner durch den Krieg in der Ukraine beeinflusst. Für die Prognose unterstellt der SARIA-Vorstand, dass der Konflikt nicht weiter eskaliert. Vor dem Hintergrund der dargestellten Rahmenbedingungen und unter Berücksichtigung der Devro-Transaktion erwartet der SARIA-Vorstand für das Geschäftsjahr 2023 Umsatzerlöse in etwa auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2022. Das operative Ergebnis wird nach Erwartung des Vorstands erheblich unter dem außerordentlich hohen Niveau der Jahre 2021 und 2022 liegen. Das EBITDA wird spürbar unter dem Wert des Geschäftsjahres 2022 liegen und der Konzernjahresüberschuss wird aufgrund der Abschreibungen auf den aus der Devro-Transaktion resultierenden Geschäfts- und Firmenwert sehr deutlich zurückgehen. Aufgrund der sehr soliden finanziellen Basis, der guten strategischen Positionierung in den einzelnen Teilmärkten sowie des breit diversifizierten Portfolios an Aktivitäten und bewirtschafteten Regionen sieht der Vorstand der SARIA gute Chancen für die erfolgreiche Weiterentwicklung der Gruppe trotz der herausfordernden Marktentwicklungen. Transdev Die Transdev-Gruppe erzielte in den ersten Monaten des Geschäftsjahres 2023 einen Umsatz über dem Vorjahres- und Planwert. Das EBITDA konnte dagegen die Vorjahreswerte sowie die Erwartungen nicht erfüllen. Dies lag unter anderem an Streiks, Arbeitskräftemangel und bisher fehlender finanzieller Stützung beim Bahnverkehr in Deutschland. RETHMANN Das interne Reporting auf Ebene der RETHMANN-Gruppe zeigt für die ersten vier Monate des Jahres 2023 einen Umsatz unterhalb der Vorjahres- und Planwerte. Auch das außerordentlich gute operative Vorjahresergebnis konnte nicht erreicht werden. Die Erwartungen wurden dagegen übertroffen. Die Prognose zur weiteren Geschäftsentwicklung ist aufgrund des Konfliktes in der Ukraine mit großer Unsicherheit behaftet. Der Vorstand der RETHMANN Beteiligungs SE schließt sich den Erwartungen der Vorstände der einzelnen Sparten an. Unter der Voraussetzung, dass es zu keiner weiteren Eskalation im Konflikt in der Ukraine kommt, erwartet der Vorstand insgesamt für das Geschäftsjahr 2023, dass Umsatz, Rohergebnis sowie Konzernjahresüberschuss und EBITDA unterhalb der außerordentlich hohen Werte des Jahres 2022 jedoch deutlich über dem Niveau des Jahres 2019 liegen werden. Ebenfalls geht der Vorstand davon aus, dass die Budgetwerte erfüllt werden.
Selm, 5. Juni 2023 RETHMANN SE & Co. KG Der Vorstand der RETHMANN Beteiligungs SE Klemens Rethmann Ludger Rethmann
1 Durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter
gemäß § 267 Abs. 5 HGB.
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022Aktiva
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2022
Konzernanhang 2022RETHMANN SE & Co. KG, SelmAmtsgericht Dortmund HRA 15431 I. GrundlagenDie Gesellschaft ist Mutterunternehmen eines Konzerns im Sinne von § 290 HGB. Gemäß § 264a Abs.1 HGB werden alle Personengesellschaften, bei denen nicht wenigstens eine natürliche Person ein persönlich haftender Gesellschafter ist, für die Rechnungslegung wie eine Kapitalgesellschaft behandelt. Die Gesellschaft ist gemäß § 290 HGB verpflichtet, einen Konzernabschluss sowie einen Konzernlagebericht aufzustellen und nach §§ 316 ff. HGB prüfen zu lassen. Konzernabschluss und Konzernlageberichtsind nach § 325 HGB der das Unternehmensregister führenden Stelle elektronisch zur Einstellung in das Unternehmensregister zu übermitteln. Der Konzernabschluss wurde unter Beachtung des HGB, der weiteren rechtsformspezifischen Vorschriften sowie der RETHMANN-Bilanzierungsrichtlinien aufgestellt. Der Konzernabschluss wird in Mio. € aufgestellt. II. Abgrenzung des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss einbezogen sind neben der RETHMANN SE & Co. KG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen, die von der RETHMANN SE & Co. KG unmittelbar oder mittelbar beherrscht werden.
Eine Liste der in den Konzernabschluss nach der Methode der Vollkonsolidierung einbezogenen Unternehmen befindet sich am Schluss des Anhangs; ebenso werden dort die nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen namentlich aufgeführt. Die nicht einbezogenen Gesellschaften sind sowohl für sich genommen als auch in der Gesamtheit für die Verpflichtung, ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns zu vermitteln, von untergeordneter Bedeutung, da ihre addierten Bilanzsummen die Grenze von 1 % der Konzernbilanzsumme nicht übersteigen und sowohl die Summe ihrer positiven als auch die Summe ihrer negativen Ergebnisse nach Steuern unter der Grenze von 1 % des Jahresüberschusses 2022 liegen. Die Equity-Bewertung wird ausschließlich auf Unternehmen angewandt, auf die ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Eine Liste der assoziierten Unternehmen befindet sich am Anhangsende. Ferner werden am Schluss des Anhangs die wesentlichen sonstigen Beteiligungen aufgelistet. Aus dem Teilbereich REMONDIS haben sechs und aus dem Teilbereich Rhenus eine Gesellschaft ein abweichendes Wirtschaftsjahr. Für alle sieben Unternehmen wurde zum Zweck der Einbeziehung ein Zwischenabschluss auf den 31. Dezember 2022 erstellt. Aus dem Teilbereich SARIA haben alle nach der Vollkonsolidierung einbezogenen Gesellschaften ein mit dem Kalenderjahr übereinstimmendes Wirtschaftsjahr. i. Verbundene Unternehmen Erstkonsolidierung Im Falle eines unterjährigen Zugangs wird die Erstkonsolidierung entweder zum Zeitpunkt der Gründung oder zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs vorgenommen. Im Berichtsjahr wurden folgende Gesellschaften erstmals vollkonsolidiert: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Geschäftsbereich SARIA
Durch die erstmalige Einbeziehung der oben genannten Gesellschaften haben sich folgende wesentliche Auswirkungen auf die Konzernbilanz und Konzerngewinn- und Verlustrechnung ergeben: Auf der Aktivseite erhöhten sich das Anlagevermögen um 269 Mio. €, die Vorräte, Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände um 81 Mio. € und der Kassenbestand sowie die Guthaben bei Kreditinstituten um 13 Mio. €. Die Passivseite stieg im Bereich der Rückstellungen um 21 Mio. € und bei den Verbindlichkeiten um 165 Mio. €. Im Rahmen der Gewinn- und Verlustrechnung erhöhten sich die Umsatzerlöse um 202 Mio. €. Zudem nahmen der Materialaufwand um 51 Mio. €, der Personalaufwand um 23 Mio. €, die Abschreibungen um 14 Mio. € sowie der sonstige betriebliche Aufwand um 31 Mio. € zu. Bei den vorgenannten Werten handelt es sich um konsolidierte Beträge, die somit isoliert betrachtet nicht die Ergebnisauswirkung der erstmalig einbezogenen Unternehmen wiedergeben. Entkonsolidierung Verliert die RETHMANN-Gruppe den beherrschenden Einfluss oder die in § 290 Abs. 2 HGB aufgeführten Kontrollmöglichkeiten über ein vollkonsolidiertes Unternehmen, sei es durch Veräußerung von Anteilen oder durch Veränderung der rechtlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse, so wird die Gesellschaft durch den Abgang ihrer Vermögensgegenstände und Schulden entkonsolidiert. Folgende Unternehmen verließen den Konsolidierungskreis: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Geschäftsbereich SARIA
Durch die Entkonsolidierung der veräußerten Gesellschaften ergaben sich keine bedeutenden Auswirkungen auf den Konzernabschluss. ii. Assoziierte Unternehmen Der Kreis der assoziierten Unternehmen, welche nach der Equity-Methode bewertet werden, vergrößerte sich um folgende Gesellschaften: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Geschäftsbereich SARIA
Folgende Abgänge sind im Berichtsjahr bei den nach der Equity-Methode konsolidierten Unternehmen erfolgt: Geschäftsbereich REMONDIS
Geschäftsbereich Rhenus
Geschäftsbereich SARIA
III. KonsolidierungsmethodenKapitalkonsolidierung Die Kapitalkonsolidierung erfolgte bis zum 31. Dezember 2009 nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital der konsolidierten Tochterunternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Nach Ermittlung des Unterschiedsbetrags wurden zuerst stille Reserven und stille Lasten aufgedeckt und der verbleibende Betrag als Geschäfts- oder Firmenwert aktiviert. Seit dem 1. Januar 2010 wird gemäß BilMoG die Neubewertungsmethode angewendet. Hierbei werden vor Ermittlung des Unterschiedsbetrags aus Kapitalkonsolidierung mögliche stille Reserven und stille Lasten aufgedeckt und das auf diese Art ermittelte, neubewertete Eigenkapital den Anschaffungskosten gegenübergestellt. Bei aufgedeckten stillen Reserven werden auf die Aufwertungsbeträge die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewendet. Die Erstkonsolidierung wird entweder zum Zeitpunkt der Gründung oder zum Zeitpunkt des Anteilserwerbs vorgenommen. Wenn unterjährig weitere Anteile an bestehenden Beteiligungen erworben werden und somit erstmals der Tatbestand eines verbundenen Unternehmens erfüllt ist, wird die Vollkonsolidierung zum Zeitpunkt des Übergangs zum verbundenen Unternehmen vorgenommen. Ein verbleibender Unterschiedsbetrag wird als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2022 entstanden aktive Unterschiedsbeträge in Höhe von 159 Mio. €. Sie entstanden im Wesentlichen durch den Erwerb neuer Gesellschaften und es handelte sich dabei um eine Vielzahl von im Einzelnen nicht wesentlichen Beträgen. Die Restbuchwerte der aktiven Unterschiedsbeträge belaufen sich per 31. Dezember 2022 auf insgesamt 332 Mio. €. Im Berichtsjahr resultierte aus der Kapitalkonsolidierung ein Abschreibungsaufwand von 171 Mio. €. Die Nutzungsdauer für entstandene Geschäfts- oder Firmenwerte liegt zwischen fünf und fünfzehn Jahren. Geschäftsbereich REMONDIS Es wird unter Berücksichtigung der relevanten Rahmenbedingungen der Branche sowie bestehender Verträge mit Kunden davon ausgegangen, dass sich die Investitionen innerhalb eines Zeitraums von fünf Jahren amortisieren werden. Entsprechend wird der entstandene Unterschiedsbetrag in der Regel über dessen voraussichtliche Nutzungsdauer von fünf Jahren linear abgeschrieben. Geschäftsbereich Rhenus Üblicherweise werden Geschäfts- oder Firmenwerte in der Rhenus-Gruppe über fünf Jahre abgeschrieben. Dies gilt auch für den Division Overland Transport, der mit seinen speditionellen Leistungen im Bereich der Stückgutverkehre bei einer isolierten Betrachtung des Geschäftsbereichs eine Nähe zur konjunkturellen Entwicklung besitzt. Eine Ausnahme bildet der vor 2010 entstandene Geschäfts- oder Firmenwert der ehemaligen TMI-Gruppe, der wegen seiner langfristigen strategischen Ausrichtung linear über eine Nutzungsdauer von erwarteten 15 Jahren abgeschrieben wird. Eine weitere Ausnahme betrifft die Division Port Logistics. Hier stehen neben Umschlagsaktivitäten speditionelle Leistungen für Massen- und Schüttgüter sowie logistische Dienstleistungen im Bereich Containerverkehre und Rail im Fokus. Aufgrund der heterogenen Zyklen der vorherrschenden Massengutbranchen Stahl, Kohle, Baustoffe und Getreide werden die konsolidierungsbedingten Geschäfts- oder Firmenwerte über eine Nutzungsdauer zwischen fünf und sechs Jahren abgeschrieben. Geschäftsbereich SARIA Die im Zuge der Kapitalkonsolidierung entstehenden Geschäfts- oder Firmenwerte werden über fünf Jahre abgeschrieben. Die für die SARIA-Gruppe relevanten Rahmenbedingungen für die Sammlung und Verarbeitung tierischer Nebenprodukte und organischer Reststoffe stehen unter dem Einfluss der Gesetzgebung durch die EU sowie nationaler Vorgaben. Daher orientiert sich die Nutzungsdauer an der durchschnittlichen Nutzungsdauer bis zu einer wesentlichen Veränderung. Sofern sich ein passiver Unterschiedsbetrag ergab, wird dieser auf der Passivseite der Bilanz gesondert ausgewiesen. Eine Auflösung des passiven Unterschiedsbetrags erfolgt gemäß § 309 Abs. 2 HGB, wenn die im Kaufpreis berücksichtigte ungünstige Entwicklung der Ertragslage eingetreten ist, Sonderaufwendungen zu berücksichtigen sind oder am Abschlussstichtag feststeht, dass er einem realisierten Gewinn entspricht. Aus der Konsolidierung entstanden im Berichtsjahr passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 3 Mio. €. Insgesamt wurden Beträge in Höhe von 2 Mio. € ergebniswirksam aufgelöst. Es besteht ein passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 19 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €). Equity-Konsolidierung Die Equity-Konsolidierung wird bei Minderheitsbeteiligungen angewandt, auf welche ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt wird. Die Erstkonsolidierung im Rahmen der Equity-Bewertung erfolgt nach der Buchwertmethode durch Verrechnung der Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital der assoziierten Unternehmen zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung. Eine Anpassung der Bewertung in den Abschlüssen der assoziierten Unternehmen an die einheitlichen Bilanzierungsvorschriften der RETHMANN SE & Co. KG erfolgt nicht. Dies trifft auch auf den nach IFRS aufgestellten Abschluss der Transdev Group S.A zu. Im Falle eines unterjährigen Erwerbs wird die Erstkonsolidierung entweder zum Zeitpunkt der Gründung oder zum Zeitpunkt des Anteilerwerbs vorgenommen. Ein sich bei der Erstkonsolidierung ergebender Unterschiedsbetrag wird auf bestehende stille Reserven bzw. stille Lasten aufgeteilt. Ein die stillen Reserven übersteigender Betrag wird über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben, da davon ausgegangen wird, dass sich die Investitionen vor allem aufgrund bestehender Kundenbeziehungen und Verträge über einen Zeitraum von fünf Jahren amortisieren werden. Aktive Unterschiedsbeträge ergaben sich im Berichtsjahr in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 86 Mio. €), die vollständig den Geschäfts- oder Firmenwerten zugeordnet sind. Weiterhin entstanden im Berichtsjahr passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,7 Mio. €), die in 2022 ergebniserhöhend aufgelöst wurden. Zum Bilanzstichtag bestehen passive Unterschiedsbeträge in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 8 Mio. €). Schuldenkonsolidierung Bei der Schuldenkonsolidierung werden die gegenseitigen Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen den einbezogenen Unternehmen aufgerechnet. Zeitliche Buchungsdifferenzen werden erfolgsneutral in die sonstigen Vermögensgegenstände bzw. sonstigen Verbindlichkeiten gebucht. Echte Aufrechnungsdifferenzen werden erfolgswirksam in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen bzw. den sonstigen betrieblichen Erträgen gebucht. Aufwands- und Ertragskonsolidierung Im Rahmen der Aufwands- und Ertragskonsolidierung werden Erlöse und Erträge zwischen den einbezogenen Unternehmen mit den entsprechenden Aufwendungen der empfangenden Gesellschaft verrechnet. Zwischenergebniseliminierung Buchgewinne aus Anlagenverkäufen werden, ebenso wie die bei dem Käufer anfallenden Abschreibungen, eliminiert und die ursprünglichen planmäßigen Abschreibungen angesetzt. Die daraus resultierenden Ergebnisänderungen im Vergleich zu den zugrunde liegenden Einzelabschlüssen führen zur Bildung latenter Steuern. Diese werden in den Folgejahren durch die vorzunehmenden Abschreibungskorrekturen betragsmäßig aufgelöst. Die Abschreibungskorrekturen, die aus den Zwischenerfolgen der Vorjahre stammen, wurden im Berichtsjahr unter Berücksichtigung der stattgefundenen Abgänge fortgeführt. Aus konzerninternen Verkäufen des Anlagevermögens ergaben sich in 2022 Zwischengewinne in Höhe von 6 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Auf die Eliminierung weiterer Zwischenergebnisse aus Lieferungen von Gegenständen des Anlagevermögens innerhalb der einbezogenen Gesellschaften wird aus Wesentlichkeitsgründen verzichtet, sofern der Zwischenerfolg für den einzelnen Anlagenverkauf unter 500 T€ liegt. IV. Erläuterungsberichti. Gliederung und Ausweis Die Konzernbilanz und die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung werden wie im Vorjahr gemäß § 265 Abs. 7 Nr. 2 HGB in einer zusammengefassten Gliederung dargestellt, um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern. Die gemäß den §§ 264c, 266, 268, 275 und 277 in Verbindung mit § 298 HGB bzw. im Hinblick auf die Eigenkapitalgliederung gemäß DRS 22 erforderlichen Aufgliederungen sind im Konzernanhang enthalten. Den Besonderheiten der §§ 312 Abs. 4 Satz 2 und 307 Abs. 2 HGB ist Rechnung getragen worden. Die gesetzlich geforderten Aufgliederungen der §§ 264c, 266, 301 und 311 HGB werden erweitert im Hinblick darauf, dass auf der Aktivseite Vertragswerte innerhalb der immateriellen Vermögensgegenstände, der Fuhrpark innerhalb der Sachanlagen, die Anteile an assoziierten Unternehmen und die geleisteten Anzahlungen auf Finanzanlagen innerhalb der Finanzanlagen sowie auf der Passivseite der Unterschiedsbetrag aus der Kapitalkonsolidierung und der Sonderposten gesondert ausgewiesen werden. Die Privatkonten der Gesellschafter werden in Übereinstimmung mit §§ 264c, 265 Abs. 5 HGB als Forderungen gegen Gesellschafter bzw. Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern unter den Forderungen bzw. Verbindlichkeiten gesondert ausgewiesen. Die sonstigen Steuern in Höhe von 50 Mio. € (Vorjahr: 42 Mio. €) werden zwecks Anpassung an international übliche Darstellungsmethoden nicht als eigenständige Position nach den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sie sind in der Position sonstige betriebliche Aufwendungen enthalten. Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. ii. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden Seit dem Jahr 2011 werden in den Einzelabschlüssen neu gebildete Sonderposten für erhaltene Zuschüsse in den Konzernabschluss übernommen und entsprechend der Vorgehensweise in den Einzelabschlüssen ratierlich aufgelöst. Gleiches gilt auch für die gemäß Bilanzierungsrichtlinie ab dem 1. Januar 2011 zu bildenden Sonderposten für Investitionszulagen. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden werden grundsätzlich im gesamten Konzern einheitlich angewendet. Bei einzelnen ausländischen Jahresabschlüssen, die sowohl einzeln als auch zusammen von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sind, werden die nach den jeweiligen Landesvorschriften aufgestellten Jahresabschlüsse nicht oder nach vereinfachten Methoden auf die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsvorschriften umgestellt. In der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung sind jeweils die entsprechenden Vorjahresbeträge angegeben. AKTIVA Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer entsprechend linear, im Zugangsjahr zeitanteilig, abgeschrieben. Dabei werden entgeltlich erworbene EDV-Programme über eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von drei Jahren und Kundenstämme sowie Vertragswerte über fünf Jahre bzw. in Abhängigkeit der jeweiligen Vertragslaufzeit abgeschrieben. Der Zeitraum der planmäßigen Abschreibung für bis einschließlich 2009 entgeltlich erworbene Geschäfts- oder Firmenwerte beträgt wie bisher 15 Jahre. Die ab 2010 erworbenen Geschäfts- oder Firmenwerte werden überwiegend über fünf Jahre abgeschrieben. Grundlage für die Bemessung der Nutzungsdauer sind in der Regel längerfristige Kundenbeziehungen und Verträge mit Kunden. Selbst geschaffene immaterielle Vermögensgegenstände werden nicht aktiviert. Sachanlagen sind mit den Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten, im Fall abnutzbarer Sachanlagen vermindert um planmäßige nutzungsbedingte Abschreibungen, bewertet. Bei vor dem 1. Januar 2010 angeschafften Sachanlagen werden die planmäßigen Abschreibungen - soweit steuerlich zulässig - degressiv vorgenommen. Sofern die lineare Abschreibung zu höheren Beträgen als die degressive Abschreibung führt, wird ein Wechsel von der degressiven zu der linearen Abschreibung vorgenommen. Bei Anlagegütern, die nach dem 1. Januar 2010 angeschafft wurden, erfolgt die Abschreibung näherungsweise gemäß dem tatsächlichen Nutzungsverlauf. Dabei kommt grundsätzlich die lineare Abschreibungsmethode zur Anwendung. Lediglich im Bereich der Fahrzeuge wird weiterhin degressiv abgeschrieben, da dies dem tatsächlichen Entwertungsverlauf besser entspricht. Soweit die beizulegenden Werte einzelner Vermögensgegenstände dauerhaft ihren Buchwert unterschreiten, werden zusätzlich außerplanmäßige Abschreibungen vorgenommen. Die wesentlichen Nutzungsdauern betragen bei den Gebäuden sowie den Außenanlagen zwischen acht und 33 Jahren, bei den technischen Anlagen und Maschinen zwischen drei und 25 Jahren, bei Fahrzeugen sechs bis elf Jahre sowie bei Betriebs- und Geschäftsausstattung zwischen zwei und 25 Jahren. Zugänge zu Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten aktiviert. Die Anschaffungskosten umfassen auch Nebenkosten und nachträgliche Anschaffungskosten. Anschaffungspreisminderungen werden abgesetzt. Der Umfang der Anschaffungskosten entspricht § 255 Abs. 1 HGB. Die Herstellungskosten umfassen die gesetzlichen Pflichtbestandteile. Fremdkapitalzinsen werden nicht in die Herstellungskosten einbezogen. Abgänge von immateriellen Vermögensgegenständen und Sachanlagen werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich aufgelaufener Abschreibungen zum Zeitpunkt ihres Ausscheidens ausgebucht. Geringwertige Wirtschaftsgüter werden bis zu Anschaffungskosten in Höhe von 250 € als Aufwand den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zugeordnet. Als Ausnahme sind die Behälter bis 250 € zu nennen, die weiterhin aktiviert und im selben Jahr voll abgeschrieben werden. Geringwertige Wirtschaftsgüter mit Anschaffungskosten zwischen 250 € und 800 € werden aktiviert und sofort im Monat des Zugangs voll abgeschrieben. Hierbei wird im Anlagengitter der Totalabgang nach sechs Jahren unterstellt. Insgesamt ist der Posten der geringwertigen Wirtschaftsgüter von untergeordneter Bedeutung für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Bei den Finanzanlagen sind die Anteile an verbundenen Unternehmen und die Beteiligungen sowie die Wertpapiere zu Anschaffungskosten bewertet, in Einzelfällen mit dauerhafter Wertminderung zu niedrigeren beizulegenden Werten. Bei Wegfall der Gründe für die Abschreibungen werden entsprechende Zuschreibungen vorgenommen. Zum Ansatz der Beteiligungen an assoziierten Unternehmen verweisen wir auf die Ausführungen zur Equity-Konsolidierung. Ausleihungen und Anzahlungen sind grundsätzlich zum Nominalwert bilanziert. Vorräte sind zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten und unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bewertet. Bestandsrisiken, die sich aus der Lagerdauer und geminderter Verwertbarkeit ergeben, wird durch Wertabschläge Rechnung getragen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe, Waren sowie geleistete Anzahlungen sind mit den Anschaffungskosten unter Berücksichtigung von Anschaffungspreisminderungen aktiviert. Als Bewertungsvereinfachungsverfahren wird die Durchschnittsmethode angewandt. F ertige und unfertige Leistungen und Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bewertet. Soweit insbesondere bei Wertstoffen aus dem Recyclingprozess die Herstellungskosten unverhältnismäßig aufwändig zu ermitteln sind, werden sie retrograd aus dem Veräußerungswert abzüglich Gewinne und anteiliger Verwaltungs- und Vertriebskosten abgeleitet. Die Herstellungskosten enthalten die nach § 255 Abs. 2 HGB aktivierungspflichtigen Bestandteile. Geleistete Anzahlungen auf Vorräte und erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen werden von den Vorräten offen abgesetzt. Die Bewertung erfolgt mit den ausgezahlten bzw. eingenommenen Nettobeträgen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert unter Abzug gebotener Wertberichtigungen angesetzt. Das allgemeine Kreditrisiko bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird durch eine Pauschalwertberichtigung in Höhe von 1 % berücksichtigt. Der für die Berechnung der Pauschalwertberichtigung heranzuziehende Forderungsbestand wird um die Erstattungsbeträge der versicherten Forderungen gekürzt. Langfristige unverzinsliche Forderungen werden zum Barwert angesetzt. Die Bewertung der sonstigen Wertpapiere und liquiden Mittel erfolgt zu Nennwerten. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten werden die Vorauszahlungen, die Aufwendungen für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, zeitanteilig abgegrenzt. Ein vorhandenes Disagio wird über die Laufzeit des entsprechenden Darlehens verteilt und jährlich anteilsmäßig als Aufwand erfasst. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsrechtlichen und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Zusätzlich werden latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge berücksichtigt, sofern sie sich in einem Zeitraum von fünf Jahren voraussichtlich realisieren. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf Basis der unternehmensindividuellen Gewerbesteuersätze sowie auf Basis eines aus Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag kombinierten Steuersatzes. Eine sich insgesamt ergebende passive Steuerbelastung wird in der Bilanz als passive latente Steuer ausgewiesen. Für eine sich insgesamt ergebende Steuerentlastung wird das Aktivierungswahlrecht ausgeübt. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis saldiert bei den aktiven latenten Steuern. Bei der Berechnung der Steuerabgrenzung wird unter Berücksichtigung der Mindestbesteuerung bei inländischen Kapitalgesellschaften von einer Steuerbelastung von 31 %, bei Personengesellschaften von einer Steuerbelastung von 15 % ausgegangen. Für Steuerabgrenzungen bei ausländischen Gesellschaften werden konzerneinheitlich länderspezifische Steuersätze angewendet. Rückdeckungsversicherungsansprüche werden aufgrund eines versicherungsmathematischen Gutachtens mit dem Deckungskapital bewertet. Zur Erfüllung von Verpflichtungen aus Altersversorgung sowie aus Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter sind entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen worden, die dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind. Die Bewertung erfolgt zum beizulegenden Zeitwert; dieser wird mit den jeweils zugrundeliegenden Verpflichtungen verrechnet. Ergibt sich ein Verpflichtungsüberhang, wird dieser unter den Rückstellungen erfasst. Übersteigt der Vermögenswert die Verpflichtungen, erfolgt der Ausweis als "Aktiver Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung" auf der Aktivseite der Bilanz. PASSIVA Das Eigenkapital wird zum Nennwert bilanziert. Unter den Sonderposten werden erhaltene öffentliche Zuschüsse, Zulagen und Investitionsförderungen zur Anschaffung und Herstellung von Anlagevermögen ausgewiesen. Die Auflösung des Sonderpostens erfolgt parallel zur handelsrechtlichen Abschreibung der entsprechenden Vermögensgegenstände. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden auf der Grundlage einer versicherungsmathematischen Berechnung nach der Projected-Unit-Credit-Methode unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines Zinssatzes von 1,79 % p.a. (Vorjahr: 1,87 % p.a.) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 2,9 % p.a. (Vorjahr: 2,25 % p.a.) angenommen. Weiterhin wird eine dynamische Entwicklung der Renten in Höhe von 2,4 % p.a. (Vorjahr: 1,75 % p.a.) sowie eine zum Vorjahr unveränderte Fluktuation in Höhe von 2,0 % p.a. unterstellt. Ist die durchschnittliche Duration der Verpflichtung der Gesellschaft kleiner als 15 Jahre, wird ein anderer Zinssatz zugrunde gelegt. Es ist der von der Deutschen Bundesbank ermittelte und veröffentlichte durchschnittliche Marktzinssatz der vergangenen zehn Geschäftsjahre für eine Restlaufzeit, die der zu erwartenden durchschnittlichen Duration der Verpflichtungen der Gesellschaft entspricht. Pensionsrückstellungen von Konzernunternehmen in Ländern aus dem Nicht-EURO-Raum werden mit abweichenden währungskongruenten Zinssätzen bewertet. Sofern zu den Pensionsverpflichtungen entsprechende Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen wurden, die dem Zugriff anderer Gläubiger entzogen sind, erfolgt wie im Vorjahr der saldierte Ausweis der Aktivwerte mit den Pensionsrückstellungen. Die Steuerrückstellungen sind in Höhe der voraussichtlich zu leistenden Zahlungen ausgewiesen. Bei der Bildung der sonstigen Rückstellungen wurde den erkennbaren Risiken und ungewissen Verbindlichkeiten angemessen Rechnung getragen. Sie sind unter Berücksichtigung zukünftiger Preis- und Kostensteigerungen in der Höhe bemessen, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung zur Erfüllung notwendig ist. Sonstige langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der gemäß Rückstellungsabzinsungsverordnung von der Deutschen Bundesbank ermittelt und veröffentlicht wird, abgezinst. Analog der Vorgehensweise bei den Pensionsrückstellungen wird auch hier das Wertbeibehaltungswahlrecht gem. Art. 67 Abs. 3 EGHGB wahrgenommen. Die Bildung der Deponierückstellungen erfolgt entsprechend dem Verfüllungsgrad der Deponien. Altersteilzeitrückstellungen werden auf der Grundlage der Arbeitsverhältnisse unter Berücksichtigung der Heubeck-Richttafeln 2018 G und unter Zugrundelegung eines auf den 31.12.2022 prognostizierten Zinssatzes von 1,45 % (Vorjahr: 1,35 %) bewertet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre für eine pauschal angenommene Restlaufzeit von 15 Jahren. Bei Löhnen und Gehältern wird eine dynamische Entwicklung von 2,9 % p.a. (Vorjahr: 2,25 % p.a.) angenommen. Alle Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen bilanziert. Rentenähnliche Verpflichtungen sind zum Barwert unter Verwendung eines fristadäquaten durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben Jahre angesetzt. Unter dem passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind Vereinnahmungen, die Erträge für eine bestimmte Zeit nach dem Bilanzstichtag darstellen, abgegrenzt. Die Wertansätze der Haftungsverhältnisse entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Zur Absicherung von Zins-, Währungs- und Preisrisiken eingesetzte derivative Finanzinstrumente betreffen beiderseitig noch nicht erfüllte Verpflichtungen. Sie werden - unter Berücksichtigung der Grundsätze für bilanzielle Bewertungseinheiten - als schwebende Geschäfte grundsätzlich nicht bilanziert. Zur bilanziellen Abbildung der wirksamen Teile der gebildeten Bewertungseinheiten kommt die Einfrierungsmethode zur Anwendung. iii. Währungsumrechnung Die Umrechnung ausländischer Jahresabschlüsse erfolgt nach der modifizierten Stichtagskursmethode. Sämtliche Bilanzposten mit Ausnahme des Eigenkapitals zum Zeitpunkt der Erstkonsolidierung werden mit den Stichtagskursen umgerechnet. Das Eigenkapital wird zu historischen Kursen umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird mit den Periodendurchschnittskursen umgerechnet. Kurzfristige Forderungen und Verbindlichkeiten mit Restlaufzeiten bis zu einem Jahr sowie Kassenbestände und Bankguthaben in fremder Währung werden mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag umgerechnet. Entstehende Gewinne und Verluste werden ergebniswirksam berücksichtigt. Langfristige Fremdwährungsforderungen werden zum Devisenbriefkurs bei Entstehung der Forderung oder zum niedrigeren Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag angesetzt. Langfristige Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum Devisengeldkurs bei Entstehung der Verbindlichkeit oder gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Höchstwertprinzips mit dem Devisenkassamittelkurs zum Bilanzstichtag bewertet. Die im Rahmen der Kapitalkonsolidierung entstehenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral erfasst und im Eigenkapital gem. § 308a Satz 3 HGB gesondert als "Eigenkapitaldifferenz aus Währungsumrechnung" dargestellt. Der auf das Kapital außenstehender Gesellschafter entfallende Teilbetrag wird mit dem Kapital außenstehender Gesellschafter verrechnet. Die bei der Schuldenkonsolidierung auftretenden Währungsumrechnungsdifferenzen werden grundsätzlich erfolgsneutral im Eigenkapital als Differenzen aus der Währungsumrechnung gezeigt. V. Erläuterungen zur Bilanz(1) Die Einzelposten des Anlagevermögens gemäß § 266 HGB sind dem Konzernanlagengitter zu entnehmen, das als Anlage 1 beigefügt ist. Eine Übersicht der in den Konzernabschluss einbezogenen und nicht einbezogenen verbundenen Unternehmen, der assoziierten Unternehmen sowie der sonstigen Beteiligungen (Aufstellung des Anteilsbesitzes) ist dem Anhang als Anlage 2 beigefügt. (2) Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:
(3) In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) enthalten. (4) Die übrigen Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände gliedern sich wie folgt:
In den Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind Forderungen mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €), in den Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) und in den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 25 Mio. € (Vorjahr: 25 Mio. €) enthalten. (5) Der Rechnungsabgrenzungsposten enthält ein Disagio in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €). (6) In dem ausgewiesenen Aktivüberhang latenter Steuern in Höhe von 138 Mio. € (Vorjahr: 114 Mio. €) werden aktive latente Steuern in Höhe von 239 Mio. € (Vorjahr: 218 Mio. €) mit passiven latenten Steuern in Höhe von 101 Mio. € (Vorjahr: 104 Mio. €) verrechnet. Die abziehbaren temporären Differenzen resultieren im Wesentlichen aus aktivierten körperschaft- und gewerbesteuerlichen Verlustvorträgen und Bewertungsunterschieden im Bereich des Anlagevermögens und der Rückstellungen. (7) Der in der Bilanz ausgewiesene Unterschiedsbetrag aus der Vermögensverrechnung in Höhe von 0,21 Mio. € (Vorjahr: 0,10 Mio. €) setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 0,33 Mio. € (Vorjahr: 0,26 Mio. €) sowie Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen in Höhe von 0,12 Mio. € (Vorjahr: 0,16 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet und stimmen mit den Anschaffungskosten überein. (8) Das im Handelsregister eingetragene Kommanditkapital beträgt 90 Mio. €. Die Aufteilung des Eigenkapitals ist der folgenden Tabelle zu entnehmen:
(9) Aus der Konsolidierung neuer Gesellschaften entstanden im Berichtsjahr passive Unterschiedsbeträge aus Kapitalkonsolidierung in Höhe von insgesamt 3 Mio. €. Gleichzeitig ist im Berichtsjahr ein passiver Unterschiedsbetrag von insgesamt 2 Mio. € erfolgswirksam aufgelöst worden. Damit wird im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2022 ein verbleibender passiver Unterschiedsbetrag in Höhe von 19 Mio. € ausgewiesen. (10) Sonderposten für Investitionszulagen sowie für Investitionszuschüsse werden aus den Einzelabschlüssen in den Konzernabschluss übernommen und entsprechend der Nutzungsdauer der geförderten Wirtschaftsgüter aufgelöst. In der Bilanz wird ein Betrag in Höhe von 76 Mio. € (Vorjahr: 74 Mio. €) ausgewiesen. (11) Die Rückstellungen gliedern sich wie folgt auf:
Der in der Bilanz ausgewiesene Betrag für Pensionsrückstellungen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich zusammen aus Deckungsvermögen mit einem beizulegenden Zeitwert von 15 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €) sowie Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen/Pensionsrückstellungen in Höhe von 339 Mio. € (Vorjahr: 322 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens werden auf Basis von Mitteilungen der Versicherer mit dem jeweiligen Aktivwert (Deckungskapital) zum Bilanzstichtag bewertet und stimmen mit den Anschaffungskosten überein. Aus der Bewertungsänderung (Wechsel von dem 7-Jahres-Durchschnitt auf den 10-Jahres-Durchschnitt) bei den Zinssätzen der Pensionsrückstellungen resultiert zum 31. Dezember 2022 ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 12 Mio. € (Vorjahr: 19 Mio. €). Die sonstigen Rückstellungen wurden vor allem für ausstehende Eingangsrechnungen, Verpflichtungen aus dem Personalbereich, Rekultivierungsverpflichtungen, drohende Verluste, Entsorgungskosten, unterlassene Instandhaltung, Rückbauverpflichtungen, bereits vereinnahmte Leistungsentgelte sowie Schadensersatzverpflichtungen gebildet. Die innerhalb der sonstigen Rückstellungen ausgewiesenen Altersteilzeitverpflichtungen setzen sich zusammen aus Deckungsvermögen von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €) sowie Schulden aus Altersteilzeitverpflichtungen in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €). Die beizulegenden Zeitwerte des Deckungsvermögens entsprechen den Anschaffungskosten. (12) Die Zusammensetzung und die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten gehen aus dem nachfolgenden Verbindlichkeitenspiegel hervor:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind in Höhe von 111 Mio. € (Vorjahr: 91 Mio. €) besichert, davon 96 Mio. € (Vorjahr: 78 Mio. €) durch Grundpfandrechte und 15 Mio. € (Vorjahr: 13 Mio. €) durch Sicherungsübereignung. Von den übrigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0 Mio. € (Vorjahr: 0 Mio. €) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 10 Mio. € (Vorjahr: 17 Mio. €) durch Sicherungsübereignung gesichert. Bei den sonstigen Verbindlichkeiten sind des Weiteren 7 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) durch Grundpfandrechte besichert. (13) Der passive Rechnungsabgrenzungsposten enthält bereits erhaltene Zahlungen für zukünftige Ansprüche sowie bereits vereinnahmte Entsorgungserlöse, bei denen die angenommenen Abfallmengen noch nicht verwertet bzw. beseitigt wurden, bzw. für Leistungen, die noch nicht vollständig erbracht worden sind. VI. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Die Aufteilung der Umsatzerlöse nach Tätigkeitsbereichen stellt sich wie folgt dar:
Geographisch verteilen sich die Umsatzerlöse wie folgt:
(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Posten in Höhe von 211 Mio. € (Vorjahr: 153 Mio. €), die hauptsächlich aus Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Wertberichtigungen bestehen. Ferner sind in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Entkonsolidierung sowie aus der Veräußerung von Teilbetrieben in Höhe von 11 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) enthalten. Im Berichtsjahr wurden Investitionszulagen und -zuschüsse von 2 Mio. € (Vorjahr: 3 Mio. €) vereinnahmt. Erträge aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 83 Mio. € (Vorjahr: 48 Mio. €) enthalten. (3) Die Materialaufwendungen stellen sich wie folgt dar:
(4)Im Personalaufwand sind folgende Posten enthalten:
(5)In den Abschreibungen sind im Berichtsjahr außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Höhe von 39 Mio. € (Vorjahr: 149 Mio. €) sowie auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens in Höhe von 2 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) enthalten. Die Abschreibungen entfallen auf:
Des Weiteren sind in dem Ergebnis aus Finanzanlagen außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 5 Mio. €) enthalten. (6)In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind periodenfremde Posten in Höhe von 83 Mio. € (Vorjahr: 57 Mio. €) insbesondere für Forderungsverluste, Einstellung in die Wertberichtigung, Zuführung zu den Rückstellungen sowie Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens enthalten. Aufwendungen aus der Währungsumrechnung sind in Höhe von 86 Mio. € (Vorjahr: 40 Mio. €) enthalten. (7)Das Ergebnis aus Finanzanlagen setzt sich wie folgt zusammen:
Erträge und Aufwendungen aus Beteiligungen an assoziierten Unternehmen entstehen im Rahmen der Equity-Bewertung. Sie setzen sich aus dem anteiligen Ergebnis, den Abschreibungen auf ermittelte Geschäfts- oder Firmenwerte und Auflösungen der passiven Unterschiedsbeträge zusammen. (8)Folgendes Zinsergebnis wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen:
Es wurden Erträge aus Deckungsvermögen in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) mit Aufzinsungen auf Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen/Pensionsrückstellungen in Höhe von 4 Mio. € (Vorjahr: 14 Mio. €) saldiert. Aus der Abzinsung von übrigen langfristigen Rückstellungen resultieren Zinserträge in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €). Aus der Aufzinsung von übrigen langfristigen Rückstellungen ergeben sich Zinsaufwendungen in Höhe von 3 Mio. € (Vorjahr: 15 Mio. €). (9)In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind Steuererträge für Vorperioden in Höhe von 7 Mio. € (Vorjahr: Erträge 6 Mio. €) enthalten. Weiterhin sind saldierte Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 28 Mio. € (Vorjahr: 7 Mio. €) enthalten. Hierbei wurden Erträge aus latenten Steuern in Höhe von 64 Mio. € (Vorjahr: 69 Mio. €) und Aufwendungen aus latenten Steuern in Höhe von 36 Mio. € (Vorjahr: 62 Mio. €) miteinander saldiert. (10)Das Ergebnis der nicht beherrschenden Anteile beinhaltet Gewinnanteile in Höhe von 79 Mio. € (Vorjahr: 72 Mio. €) und Verlustanteile in Höhe von 8 Mio. € (Vorjahr: 4 Mio. €). VII. Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Schluss des KonzerngeschäftsjahresMit Wirkung zum 14. April 2023 hat SARIA Nederland B.V., ein mittelbares Tochterunternehmen der SARIA SE & Co. KG, alle Aktien an der börsennotierten Devro PLC, Moodiesburn, Schottland/Großbritannien, erworben. Am gleichen Tag erfolgte ein Delisting von Devro plc. von der London Stock Exchange. Devro ist ein weltweit führender Hersteller von hochwertigen Kollagendärmen mit Produktionsstätten in den USA, den Niederlanden, Großbritannien, China, der Tschechischen Republik und Australien und beschäftigt rd. 2.000 Mitarbeiter. Im Februar 2023 wurden bei Rhenus anlässlich einer Fälligkeit von Schuldscheindarlehen in Höhe von 103 Mio. € neue Schuldscheindarlehen in Höhe von 500 Mio. € erfolgreich am Marktplatziert. Bei mehr als der Hälfte des Transaktionsvolumens wurde ein optimiertes Fälligkeitsprofil von 6 und 8 Jahren erreicht. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung, die zwischen Bilanzstichtag und Erstellung des Konzernabschlusses eingetreten und weder in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung noch in der Konzernbilanz berücksichtigt sind, haben sich nach Schluss des Geschäftsjahres nicht ergeben. VIII. Ergänzende Angabeni. Arbeitnehmer In 2022 und 2021 waren im Jahresdurchschnitt beschäftigt:
ii. Erläuterungen zu derivativen Finanzinstrumenten Derivative Finanzinstrumente werden zur Absicherung von Zins-, Wechselkurs- und Preisrisiken eingesetzt. Bei den eingesetzten Zinsderivaten handelt es sich um Zinsswaps. Zum Ausschluss von Wechselkursrisiken werden Devisentermingeschäfte mit Kreditinstituten abgeschlossen. Um Risiken eines Preisverfalls für einige hochpreisige Warenbestände auszuschließen, wurden Absicherungen an der LME-Börse für diese Waren abgeschlossen, die bei Vorliegen des endgültigen Verkaufsvertrags wieder zurück gesichert werden, und Warentermingeschäfte für Rapssaat getätigt. Bewertungseinheiten nach § 254 HGB Zinssicherungsgeschäfte Es wurden 17 Mio. € an variabel verzinslichen Darlehen mit Zinsderivaten im Rahmen einer 1:1-Beziehung gegen Zinsänderungsrisiken abgesichert (Micro Hedge). Der Nachweis der Effektivität der jeweiligen Sicherungsbeziehungen erfolgt über die Critical-Terms-Match-Methode. Aufgrund der negativen Korrelation haben sich die gegenläufigen Zahlungsströme bis zum Abschlussstichtag fast vollständig ausgeglichen und auch für zukünftige Zeiträume wird ein fast vollständiger Ausgleich erwartet, da die Bewertungseinheiten bis zur Erreichung des Sicherungszwecks beibehalten werden und weitgehende Risikoidentität besteht. Das Zinsänderungsrisiko ist somit vollständig abgesichert. Die Bilanzierung erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Die Darlehen haben zum 31. Dezember 2022 einen Buchwert von 17 Mio. € (Vorjahr: 18 Mio. €) und Laufzeiten bis max. 2023. Die Höhe des durch diese Bewertungseinheiten abgesicherten Risikos beträgt zum Bilanzstichtag 0,015 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Devisentermingeschäfte im Metallhandelsbereich Im Metallhandelsbereich wird bei Vertragsabschlüssen in Fremdwährung jeweils ein Devisentermingeschäft in Höhe des prognostizierten Geschäftsvolumens abgeschlossen. Grundsätzlich handelt es sich um einen Macro Hedge, bei dem es jedoch auch eine Vielzahl von Fremdwährungsabsicherungen gibt, die ohne eine Abweichung als Micro Hedge angesehen werden könnten. Die so abgesicherten Fremdwährungsgeschäfte werden als Bewertungseinheiten behandelt und nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Das Grundgeschäft wird dabei mit dem Kurs des Devisentermingeschäfts bewertet. Eventuelle zeitliche Verschiebungen zwischen dem Grund- und dem Sicherungsgeschäft werden dadurch aufgefangen, dass ein Fremdwährungsbankkonto die Pufferfunktion übernimmt. Das Volumen der so abgesicherten Fremdwährungsgeschäfte, bei denen es sich fast ausschließlich um Warenverkäufe in USD handelt, beläuft sich zum Bilanzstichtag auf einen Gegenwert in Höhe von 115 Mio. € (Vorjahr: 189 Mio. €). Der Nominalwert der in die Bewertungseinheit einbezogenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 112 Mio. € (Vorjahr: 190 Mio. €). Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag 3 Mio. € (Vorjahr: -1 Mio. €). Die abgesicherten Vermögensgegenstände haben zum 31. Dezember 2022 einen Buchwert von 94 Mio. €. Der Nominalwert der in die Bewertungseinheit einbezogenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 96 Mio. €. Im Berichtsjahr liegt eine Unterdeckung mit Kurssicherungen vor. Aufgrund des positiven Marktwerts des Portfolios mit Devisentermingeschäften wird keine Rückstellung gebildet. Übrige Devisentermingeschäfte Zur Absicherung von Fremdwährungsrisiken, die aus geplanten Absatzgeschäften resultieren, die in USD (8 Mio. $) denominiert sind, werden gegenläufige Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Die Höhe der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken beläuft sich auf 0,3 Mio. €. Von einer hohen Eintrittswahrscheinlichkeit der abgesicherten Transaktionen wird ausgegangen, da es sich um routinemäßige Geschäfte handelt und die Absicherung deutlich unter dem geplanten Gesamtvolumen liegt. Der Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten unterliegt darüber hinaus klar definierten Vorgaben und strengen internen Kontrollen. Die Derivate werden mit den Fremdwährungstransaktionen in Bewertungseinheiten (Micro Hedge) zusammengefasst. Soweit sich während der Laufzeit der Sicherungsbeziehungen die bewertungsrelevanten Parameter von Grund- und Sicherungsgeschäft nicht ändern und von einem vollständigen Ausgleich der Zahlungen auszugehen ist, bleiben die gegenläufigen Änderungen der erwarteten Zahlungen aus dem Grund- und dem Sicherungsgeschäft bilanziell und ergebnismäßig unberücksichtigt. Die ineffektiven Anteile der Sicherungsbeziehungen, also sich nicht ausgleichende Wertänderungen sowie nicht gesicherte Fremdwährungspositionen, werden nach allgemeinen Bewertungsgrundsätzen behandelt. Die in den Bewertungseinheiten zusammengefassten Geschäfte weisen hochgradig homogene Risiken auf. Entsprechend ist zu erwarten, dass sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der Zukunft für das jeweils gesicherte Risiko nahezu vollständig ausgleichen und die Sicherungsbeziehungen hoch effektiv sind. Die Effektivität der Sicherungsbeziehung wird zu jedem Bilanzstichtag anhand der Critical-Terms-Match-Methode prospektiv festgestellt. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisentermingeschäfte beläuft sich zum 31. Dezember 2022 auf 8 Mio. € bei beizulegenden Zeitwerten von 0,3 Mio. € (davon positive Marktwerte in Höhe von 0,3 Mio. € sowie negative Marktwerte in Höhe von 0,0 Mio. €). Sie sind jeweils fällig im Jahr 2023 und blieben aufgrund der jeweils hoch wirksamen Sicherungsbeziehungen bilanziell außer Ansatz, soweit der Hedge effektiv war. Absicherung von Preisschwankungen im Metallhandel Die Sicherungsinstrumente in Bezug auf Preisschwankungen werden nach der Einfrierungsmethode bilanziert. Bei den hochwertigen Schrotten wird das Delta aus den Vorratsbeständen zzgl. der offenen Einkaufsverträge abzgl. der offenen Verkaufsverträge gegen Wertänderungsrisiken abgesichert. Das Wertänderungsrisiko resultiert aus möglichen Veränderungen der Metallpreise. Eine zentrale Stelle innerhalb der TSR-Gruppe überwacht ständig das Volumen der offenen Positionen im Bereich der hochwertigen Schrotte. In diese Überwachung werden alle Angaben aus den noch offenen Verträgen, den Beständen in den einzelnen Niederlassungen bzw. den bereits abgeschlossenen Absicherungsgeschäften einbezogen. Sofern das Volumen aus eingegangenen Einkaufskontrakten bzw. angelieferten Materialien ansteigt und noch nicht durch ein Absicherungsgeschäft abgedeckt wurde, wird umgehend eine Verkaufsorder an den Broker der Gruppe an der LME in London gegeben, um Risiken aus Preisschwankungen des Materials zu vermeiden. Wenn anschließend ein Verkaufsvertrag mit einem Abnehmer über die Lieferung des so abgesicherten Materials zustande kommt, schließt die zentrale Betreuungsstelle der betreffenden Gesellschaft wiederum einen Einkaufskontrakt über die vormals abgesicherte Menge mit dem Broker ab. Aufgrund der Vielzahl von Niederlassungen bzw. der dort gehandelten Sorten kann eine Absicherung nur in Form eines Macro Hedge durchgeführt werden. Die Laufzeit der Sicherungsinstrumente ist fristenkongruent zu der Laufzeit der abgesicherten Grundgeschäfte. Die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente werden sich in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen. Es wird eine hohe Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung erwartet. Zur Bestimmung der prospektiven Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung wird auf das angemessene und funktionsfähige Risikomanagementsystem verwiesen:
Zum Bilanzstichtag stehen schwebende LME-Kontrakte mit einem Volumen von 223 Mio. € (Kupfer 177 Mio. €, Aluminium 29 Mio. €, Blei 0,6 Mio. €, Zink -0,1 Mio. €, Nickel 0,4 Mio. € und Edelmetalle 16 Mio. €) den schwebenden physischen Geschäften in Höhe von 106 Mio. € und Warenbestände mit einem Buchwert von 123 Mio. € (Kupfer 62 Mio. €, Aluminium 32 Mio. €, Zink 0,9 Mio. €, Blei 0,5 Mio. €, Nickel 1,3 Mio. € und Edelmetalle 26 Mio. €) gegenüber. Die Marktwertdifferenz der in die Bewertungseinheit einbezogenen Derivate beträgt -0,3 Mio. € (Kupfer -1,1 Mio. €, Aluminium 1,2 Mio. €, Nickel -0,1 Mio. € Edelmetalle -0,3 Mio. €). Die Höhe der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt zum Bilanzstichtag 7 Mio. €. Absicherung von Preisschwankungen im Rohstoffhandel für Rapssaat Am Bilanzstichtag bestehen Warentermingeschäfte zur Sicherung von Einkaufspreisen für Rapssaat am Beschaffungsmarkt mit einem Nominalvolumen von 500 t, für die Bewertungseinheiten i. S. d. § 254 HGB gebildet worden sind. Abzusicherndes Grundgeschäft ist der Bezug von Rapssaat, Sicherungsinstrument ist der Erwerb von Terminkontrakten und das abzusichernde Risiko ist die Gefahr von Preissteigerungen, die nachteilige Effekte auf die Gewinnmarge hervorrufen können. Die Effektivität wird prospektiv mittels der Critical-Terms-Match-Methode ermittelt. Da das Absicherungs- und das zugrunde liegende Basisgeschäft mit identischen Parametern abgeschlossen werden, kann von einer Effektivität von 100 Prozent ausgegangen werden. Warentermingeschäfte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrags mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Der zum Sicherungskurs umgerechnete Wert der Warentermingeschäfte beträgt insgesamt 0,7 Mio. €, der positive beizulegende Zeitwert beträgt 0,03 Mio. €. Devisentermingeschäfte ohne Bildung einer Bewertungseinheit Ausländische Tochtergesellschaften außerhalb des Euro-Raums werden teilweise über konzerninterne Darlehen in ihrer Funktionalwährung finanziert. Die aus der Rückzahlung der Darlehen vorhandenen Translationsrisiken werden in Höhe des Nennwerts der Darlehen abgesichert. Das Volumen der abgesicherten ausgegebenen internen Darlehen belief sich am Bilanzstichtag auf 17 Mio. € (Vorjahr: 45 Mio. €). Die Forderung aus dem konzerninternen Darlehen wird mit der Verbindlichkeit aus dem internen Darlehen in der Schuldenkonsolidierung aufgerechnet. Eine Bewertungseinheit wird im Konzern somit nicht gebildet. Diese Devisentermingeschäfte werden zum Bilanzstichtag als offene Position behandelt. Für negative Marktwerte der abgesicherten Transaktionen wurde zum Bilanzstichtag keine Drohverlustrückstellung gebildet (Vorjahr: 0,2 Mio. €). iii. Haftungsverhältnisse Es bestehen Haftungsverhältnisse in einer Gesamthöhe von 69 Mio. € (Vorjahr: 68 Mio. €). Die Haftungsverhältnisse setzen sich aus Bürgschaften (37 Mio. €; Vorjahr: 37 Mio. €), aus Patronatserklärungen (32 Mio. €; Vorjahr: 30 Mio. €) sowie aus Mithaftungen und Garantien (0 Mio. €; Vorjahr: 0 Mio. €) zusammen. Für Schulden von assoziierten Unternehmen gegenüber Dritten wurden Haftungsverhältnisse über 63 Mio. € (Vorjahr: 65 Mio. €) eingegangen. Zugunsten von Dritten wurden Verpflichtungen in Höhe von 5 Mio. € (Vorjahr: 2 Mio. €) übernommen. Gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 1 Mio. € (Vorjahr: 1 Mio. €). Weiterhin ist die RETHMANN-Gruppe an Arbeitsgemeinschaften beteiligt, welche in der Rechtsform von Gesellschaften bürgerlichen Rechts geführt werden. Arbeitsgemeinschaften sehen gesetzlich eine gesamtschuldnerische Haftung für die von allen Partnern gegenüber dem Auftraggeber erbrachten Leistungen vor. Neben Leistungen aus wirtschaftlich noch nicht abgeschlossenen Arbeitsgemeinschaften besteht eine gesetzliche Nachhaftung für beendete Arbeitsgemeinschaften. Die Inanspruchnahme der Verpflichtung aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen würde eine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nach sich ziehen. Aufgrund der Bonität und Solvenz der Primärverpflichteten wird derzeit aber nicht von einer Inanspruchnahme ausgegangen. iv. Angaben zur Zusatzversorgung von Arbeitnehmern Die Zusatzversorgung verfolgt das Prinzip der sogenannten Gesamtversorgung. Dies bedeutet, dass die Höhe der Leistung der Zusatzversorgungskasse von der Dauer der jeweiligen Umlagezahlung für den betroffenen Mitarbeiter und der Höhe der ihm gewährten Rentenleistung des Sozialversicherungsträgers abhängig ist. Die Umlagesätze betrugen im Jahr 2022 4,25 % zzgl. eines Sanierungsgeldes von 3,5 %. Die Gesamtsumme der Umlage inklusive Sanierungsgeld betrug 1 Mio. € in 2022 (Vorjahr: 1 Mio. €). Bei den hier aufgeführten Altersversorgungsansprüchen handelt es sich um die Pflichtversicherung ehemaliger städtischer Mitarbeiter gemäß Versorgungstarifvertrag TV-N. Auch nach der Umstellung der Gesamtversorgung auf eine Betriebsrente ab dem Jahr 2002 besteht die Pflichtversicherung weiter fort. Entsprechend der jeweils gültigen Satzung werden die Aufwendungen für die Pflichtversicherungen durch Umlagen gedeckt. v. Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Weiterhin bestehen langfristige Kontingentverträge im geschäftsüblichen Umfang. vi. Nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte Zum Bilanzstichtag wurden im RETHMANN-Konzern Forderungen im Rahmen von Factoringverträgen in Höhe von insgesamt 277 Mio. € verkauft. Mit diesen Programmen werden die Liquidität und der Finanzmittelfonds gestärkt sowie die Finanzierungskanäle erweitert. Risiken können sich aus Kündigungsrechten ergeben. vii. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Das Gesamthonorar sämtlicher Abschlussprüfer von vollkonsolidierten Unternehmen für das abgeschlossene Geschäftsjahr inklusive des Honorars für die Konzernabschlussprüfung der RETHMANN SE & Co. KG teilt sich wie folgt auf:
viii. Verwendung des Ergebnisses des Mutterunternehmens Gemäß Gesellschaftsvertrag wurde auf die gesondert eingerichteten Steuer-Entnahmekonten sowie die Gesellschafterkonten der Gesellschafter des Mutterunternehmens insgesamt 43 Mio. € aus dem Jahresüberschuss 2022 umgebucht. Auf den Steuer-Entnahmekonten wurden Beträge in der Höhe erfasst, in der die Gesellschafter mit Einkommensteuerzahlungen unter Anrechnung von Kapitalertragsteuer belastet worden sind. ix. Inanspruchnahme der §§ 264 Abs. 3 bzw. 264b HGB Die folgenden inländischen Tochtergesellschaften machen im Geschäftsjahr 2022 in Teilen von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch:
Die inländischen Tochtergesellschaften, die teilweise von der Befreiungsvorschrift des § 264b HGB Gebrauch machen, sind in der Liste des Anteilsbesitzes besonders gekennzeichnet. x. Gesellschaftsorgane Die Geschäftsführung wird durch die persönlich haftende Gesellschafterin RETHMANN Beteiligungs SE (Gezeichnetes Kapital 120.000 €) vorgenommen. Die Komplementärin wird durch ihren geschäftsführenden Vorstand vertreten. Dem Vorstand gehören an:
Auf die Angabe der Vorstandsbezüge wird gemäß Schutzklausel des § 314 Abs. 3 S. 2 i.V.m. § 286 Abs. 4 HGB verzichtet. vii. Aufsichtsrat Dem Aufsichtsrat der RETHMANN Beteiligungs SE gehören an:
Selm, den 5. Juni 2023 RETHMANN SE & Co. KG Der Vorstand der RETHMANN Beteiligungs SE Klemens Rethmann Ludger Rethmann Entwicklung des Konzernanlagevermögens 2022
Aufstellung des AnteilsbesitzesAnteile an verbundenen Unternehmen, die in den Konzernabschluss einbezogen sind
* Das Tochterunternehmen macht von der Befreiung des § 264b HGB Gebrauch ** Einbeziehung aufgrund einheitlicher Leitung Assoziierte Unternehmen, die nach der Equity-Methode bewertet werden
Bei den Gesellschaften mit einem Anteil > 50 % handelt sich mangels einheitlicher Leitung und mangels Stimmrechtsmehrheit nicht um verbundene Unternehmen. Sonstige Beteiligungen über 20% 1)
1) Die sonstigen Beteiligungen über 20% bestehen im Wesentlichen aus Gesellschaften, bei denen nach § 311 Abs. 2 HGB aufgrund der untergeordneten Bedeutung auf eine Bewertung nach der Equity-Methode verzichtet wird. Konzernkapitalflussrechnung 2022
* = Finanzmittel am 31.12.2022, die Verfügungsbeschränkungen unterliegen: Russland 23 Mio€ Konzerneigenkapitalspiegel 2022
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Rethmann SE & Co. KG, Selm Prüfungsurteile Wir haben den Konzernabschluss der Rethmann SE & Co. KG, Selm, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2022, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, dem Konzerneigenkapitalspiegel und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 sowie dem Konzernanhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der Rethmann SE & Co. KG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2022 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Essen, den 7. Juni 2023 PricewaterhouseCoopers
GmbH
Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Dominik Walschus, Wirtschaftsprüfer Der Konzernabschluss zum 31.12.2022 wurde am 19.06.2023 gebilligt. |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
Neueste Nachrichtenartikel und Medienerwähnungen
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Weitere Unternehmen an oder nahe dieser Geschäftsadresse
24 nahegelegene Organisationen
Beteiligungsgesellschaften
Managementtätigkeiten von sonstigen Holdinggesellschaften
Verwaltung von Gewerbegrundstücken und Nichtwohngebäuden für Dritte
Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von pharmazeutischen Spezialitäten und sonstigen pharmazeutischen Erzeugnissen
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Verarbeitung von Schweinefleisch
Beteiligungsgesellschaften
Kartoffelverarbeitung
Verarbeitung von Rindfleisch
Beteiligungsgesellschaften
Großhandel mit Häuten, Fellen und Leder
Herstellung von Verpackungsmitteln aus Kunststoffen
Großhandel mit Fisch und Fischerzeugnissen
Verarbeitung von Rindfleisch
Beteiligungsgesellschaften
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Ölen und Fetten, ohne Margarine u. ä. Nahrungsfette
Beteiligungsgesellschaften
Herstellung von Futtermitteln für Nutztiere
Kennzahlen extrahiert aus veröffentlichten Jahresabschlüssen
Echtzeit-Dokumentenabruf aus dem Handelsregister
Echtzeit-Prüfung auf Insolvenzbekanntmachungen der Registergerichte
Prüfen, ob Insolvenzverfahren für dieses Unternehmen vorliegen